Successfully reported this slideshow.
We use your LinkedIn profile and activity data to personalize ads and to show you more relevant ads. You can change your ad preferences anytime.

2019 03-21 ergebnisse der umfrage konjunktur und wirtschaftspolitik

937 views

Published on

Ergebnisse der Umfrage vom Frühjahr 2019 im Ausschuss für Wirtschafts- und Währungspolitik
Frühjahrskonjunkturprognose 2019

Published in: Economy & Finance
  • Be the first to comment

  • Be the first to like this

2019 03-21 ergebnisse der umfrage konjunktur und wirtschaftspolitik

  1. 1. Ausschuss für Wirtschafts- und Währungspolitik Berlin, 21. März 2019 Ergebnisse der Umfrage „Konjunktur und Wirtschaftspolitik“
  2. 2. ©BundesverbanddeutscherBankene.V. Weltwirtschaftliches Umfeld 2 USA Sonderboom lässt nach Globales Wachstum verliert an Schwung Europa Exportwachstum â + hausgemachte Probleme China deutlicher Tempo- verlust Schwellenländer gedämpft + hausge- machte Probleme Ausblick n Kehrtwende der Geldpolitik n Handelskonflikte flauen ab n Konjunkturpaket in China è Stabilisierung im Jahresverlauf 2019 Mögliche Stützen Handelskonflikte (Unsicherheit)
  3. 3. ©BundesverbanddeutscherBankene.V. Konjunktur im Euro-Raum 3 n Globale Abschwächung schlägt durch n Hausgemachte Unsicherheit (Brexit, Nationalismus, Haushaltspolitik in einzelnen Eurostaaten) n Arbeitslosigkeit sinkt weiter n Stabilisierung der Weltwirtschaft hilft n Leichte Impulse der Fiskalpolitik Befund n Frühindikatoren noch nicht stabilisiert Ausblick
  4. 4. ©BundesverbanddeutscherBankene.V. Preisentwicklung bleibt moderat 4 n 2018 von der Ölpreisentwicklung dominiert n Kerninflation wird sich nur langsam nach oben arbeiten n Deflation seit langem kein Thema mehr Prognose Inflationsrate Kerninflation 2019: 1,4 % 2020: 1,6 % 2019: 1,2 % 2020: 1,5 %
  5. 5. ©BundesverbanddeutscherBankene.V. Geldpolitik der EZB 5 Eingefrorener Leitzins n Forward Guidance è negativer Einlagezins mind. bis ins Jahr 2020 hinein n Unkonventionelle Geldpolitik wird wieder stärker aktiviert
  6. 6. ©BundesverbanddeutscherBankene.V. Konjunktur in Deutschland 6 Seit Sommer 2018: Stagnation 2019 ohne Rückenwind 2020 nur geringfügige Beschleunigung; Wachstumsrate mit Sondereffekten u u u Privater Konsum hat 2018 leicht enttäuscht Sparquote zuletzt deutlich gestiegen Inflationsrate (Ölpreise) hat den privaten Konsum 2018 gedämpft u u u
  7. 7. ©BundesverbanddeutscherBankene.V. Konjunktur in Deutschland 7 Investitionen seit längerem überraschend schwach Unsicherheit belastet Keine Impulse durch die Wirtschaftspolitik u u u Beschäftigungsaufbau setzt sich fort Fachkräftemangel spitzt sich zu Wirtschaftspolitik reagiert nur schleppend u u u
  8. 8. ©BundesverbanddeutscherBankene.V. Geldpolitik: Negativzinsen dürfen nicht zum Dauerzustand werden 8 Negativzins = geldpolitische Krisenmaßnahme n Zur Bekämpfung von Deflationsrisiken n Mit erheblichen Risiken und unerwünschten Nebenwirkungen verbunden n Je länger die Politik anhält, desto ungünstiger wird die Balance n Verzerrte Risikopreise, fehlgelenkte Investitionen, Behinderung der Markt- bereinigung und des Strukturwandels, starke Belastung der kapitalgedeckten Vorsorge n „Sondersteuer“ für Banken è zurzeit rund 7,5 Mrd. € jährlich n Auch in der EZB nehmen die Bedenken zu EZB è Freibetrag für die Überschussliquidität Geschäftsbanken müssen für Bereithaltung von Liquidität keinen „Strafzins“ zahlen (analog zur Mindestreserve) Notenbanken in der Schweiz und in Japan haben einen solchen Freibetrag bereits unmittelbar mit dem Start der Negativzinspolitik eingeführt u u u
  9. 9. ©BundesverbanddeutscherBankene.V. Antizyklischer Kapitalpuffer käme zum falschen Zeitpunkt 9 Makroprudenzielle Politik … n Makroprudenzielle Aufsicht è Gefahren für die Finanzstabilität in Deutschland identifizieren n Ein Indikator: Kredit/BIP-Lücke n Bundesbank möchte offenbar antizyklischen Kapitalpuffer aktivieren … noch in den Kinderschuhen n Ziel und Wirkungsweise des Puffers sind unklar n Makroprudenzielle Politik ist intransparent n Unklare Wechselwirkungen mit Geldpolitik n Gefahr von Kreditblasen zurzeit nicht zu erkennen n Verschuldungsgrad von Unternehmen und Haushalten recht moderat n Eigenkapitalbasis der Institute wurde erhöht n Kann in der aktuellen Konjunkturschwäche zusätzlich verunsichern und Kreditvergabe bremsen è prozyklische Wirkung auf die Konjunktur Einsatz zum jetzigen Zeitpunkt è prozyklische Wirkung
  10. 10. ©BundesverbanddeutscherBankene.V. Ausschuss für Wirtschafts- und Währungspolitik Stefan Schneider Chief German Economist, Head of Strategic Research, DEUTSCHE BANK AKTIENGESELL- SCHAFT, Frankfurt am Main - Vorsitzender - Burkhard Allgeier Chief Investment Officer, H&A Global Investment Management GmbH, Frankfurt am Main Dr. Marco Bargel Chefinvestmentstratege Postbank, DB Privat- und Firmenkundenbank AG, Bonn Dr. Klaus Bauknecht Chefvolkswirt, IKB Deutsche Industriebank AG, Düsseldorf Dr. Jan Bottermann Chefvolkswirt, NATIONAL-BANK AG, Essen Carsten Brzeski Chefvolkswirt, ING-DiBa AG, Frankfurt am Main Dr. Felix Hüfner Chefvolkswirt Deutschland, UBS Europe SE, Frankfurt am Main Carsten Klude Chefvolkswirt, M.M. Warburg & CO (AG & Co.) KGaA, Hamburg Dr. Jörg Krämer Chefvolkswirt, COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main Dr. Andreas Rees Chefvolkswirt Deutschland, UniCredit Bank AG, Frankfurt am Main Stefan Schilbe Chefvolkswirt, HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf Dr. Holger Schmieding Chefvolkswirt, Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG, Hamburg Dr. Dirk Schumacher Senior European Economist and Managing Director, NATIXIS Zweigniederlassung Deutschland, Frankfurt am Main Geschäftsführung: Dr. Christian Ossig Hauptgeschäftsführer, Bundesverband deutscher Banken e.V., Berlin Markus Becker-Melching Mitglied der Geschäftsführung, Stab der Hauptgeschäftsführung, Politik, Internationale Beziehungen, Wirtschaft, Bundesverband deutscher Banken e.V., Berlin

×