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Jugendmedienschutz FSM

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  • 1. Jugendmedienschutz & Internet Die Arbeit der FSM & jugendschutz.net
  • 2. Zur FSM• seit 13 Jahren aktiv• e.V.• Internet, Mobilfunk, Teletext• Jugendschutz & Medienkompetenz• 2009: 51 Mitglieder
  • 3. Mitglieder der FSM
  • 4. Die 4 Kernbereiche der FSM Mitgliederbetreuung Beschwerdestelle Medienkompetenz- Expertise förderung
  • 5. Die 4 Kernbereiche der FSM Mitgliederbetreuung • Informations- und Fortbildungsanbieter für Mitglieder • FSM ersetzt Jugendschutzbeauftragten • Gutachterfunktion bei JMS-relevanten Fragen • Mitglieder tragen Prüfsiegel
  • 6. Die 4 Kernbereiche der FSM Beschwerdestelle • kostenlose Beschwerdestelle für Inhalte von Websites • Prüfgrundlage: Verhaltensgrundsätze der FSM • v.a. Beschwerden gegen JMStV-Verstöße: (Kinder- und Jugend)Pornografie, Gewaltdarstellungen, Volksverhetzung, BPjM-indizierte Inhalte • nicht zuständig für Spam, Foren, Newsgroups, fehlende Anbieterkennzeichnung, Datenschutz, Dialer, Fernsehinhalte
  • 7. Das Beschwerdeverfahren
  • 8. Die 4 Kernbereiche der FSM Expertise • „Mitgestaltung und nachhaltige Stärkung des JMS in Dtl. • AG Access • Selbstklassifizierungssystem für Telemedienanbieter •Kooperationen mit FSF bzgl. Medienkonvergenz
  • 9. Die 4 Kernbereiche der FSM Medienkompetenzförderung
  • 10. Zuständigkeiten & besondere Bereiche• Internet• Chat• Social Networks• Suchmaschinen• Mobilfunk• Teletext
  • 11. Zuständigkeiten & besondere Bereiche• Internet• Chat• Social Networks Christina• Suchmaschinen• Mobilfunk• Teletext
  • 12. InternetVerhaltenskodex FSM
  • 13. Internet • Grundlage:Verhaltenskodes der FSM„ Die FSM will ihren Beitrag zur Stärkung der Freiheitsrechte der Telemedienanbieter und der Achtung der schutzwürdigen „ Interessen der Nutzer und der Allgemeinheit insbesondere gegenüber Diskriminierung sowie Gewaltverherrlichung leisten und den Jugendschutz auf selbstverantworteter Basis stärken. Jede Form der Zensur wird abgelehnt.Quelle:Verhaltenskodex Präambel
  • 14. Internet • Grundlage:Verhaltenskodes der FSM„ Die FSM will ihren Beitrag zur Stärkung der Freiheitsrechte der Telemedienanbieter und der Achtung der schutzwürdigen „ Interessen der Nutzer und der Allgemeinheit insbesondere gegenüber Diskriminierung sowie Gewaltverherrlichung leisten und den Jugendschutz auf selbstverantworteter Basis stärken. Jede Form der Zensur wird abgelehnt.Quelle:Verhaltenskodex Präambel
  • 15. Verhaltenskodex• Ziffer 2: Ächtung von Kinderpornografie• Ziffer 3+4: absolut unzulässige Inhalte & relativ verbotene Inhalte parallel zum JMStV• Ziffer 6: Werbung - ebenfalls Verweis auf JMStV• aber:
  • 16. Verhaltenskodex„ Mitglieder verpflichten sich, insbesondere folgendes zu unterlassen: • beim Einsatz von Werbeformen, welche den Content verdecken, vor allem Kindern und Jugendlichen die Nutzung des ursprünglich aufgerufenen Angebots dadurch zu erschweren, dass durch Betätigen des Schließbuttons „ weitere werbliche Angebote geöffnet werden. • den Einsatz von Einwahlprogrammen, die sich bei der Nutzung der optischen Werbeform unerkannt automatisch installieren oder aktivieren.Quelle:Verhaltenskodex Ziffer 6
  • 17. „ Verhaltenskodex Soweit in den Angeboten von Mitgliedern der FSM journalistisch-redaktionell gestaltete Inhalte im Sinne des Staatsvertrages für Rundfunk und Telemedien enthalten sind, werden die Mitglieder im Rahmen der gesetzlich bestehenden Verantwortlichkeit sicherstellen, dass a. Inhalte, die der Berichterstattung dienen und Informationsangebote enthalten, den anerkannten journalistischen Grundsätzen entsprechen, b. Nachrichten über das aktuelle Tagesgeschehen von dem Anbieter vor ihrer Verbreitung mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf Inhalt, Herkunft und Wahrheit geprüft werden, c. Kommentare von der Berichterstattung deutlich getrennt und unter Nennung des Verfassers als solche gekennzeichnet werden, d. bei der Wiedergabe von Meinungsumfragen in Angeboten, die von Mitgliedern „ durchgeführt werden, angegeben wird, ob sie repräsentativ sind. Soweit es um die Beurteilung anerkannter journalistischer Grundsätze geht, kann bei entsprechender Vergleichbarkeit auf den Pressekodex des Deutschen Presserates in der jeweils geltenden Fassung Bezug genommen werden.Quelle:Verhaltenskodex Ziffer 8
  • 18. Verhaltenskodex„ Die Mitglieder der FSM leisten einen Beitrag zur Förderung von Medienkompetenz in der Überzeugung, dass nur das Zusammenspiel von Medienkompetenz auf Nutzerseite,Verantwortungsbewusstsein des einzelnen Anbieters und freiwilliger Selbstkontrolle der Telemedien ein sinnvoller Jugendmedienschutz erreicht werden kann. Sie verpflichten sich daher, die FSM bei der Förderung von „ Medienkompetenz von Eltern und Kindern zu unterstützen. Sie werden die FSM insbesondere dabei unterstützen, Informationen über den sicheren Umgang mit dem Internet an Kinder, Jugendliche und Eltern zu vermitteln und Hilfestellungen beim Erwerb der Internet-Kompetenz anzubieten.Quelle:Verhaltenskodex Ziffer 12
  • 19. 2 Entscheidungen der FSM Zoophilie & Kontakt-Portal für Homosexuelle
  • 20. zetapin.de„ Der Beschwerdegegner war kein Mitglied der FSM und wurde als Anbieter der beschwerdegegenständlichen Website angeschrieben. Auf der Website wird frei zugänglich die erotische bzw. sexuelle Zuneigung zu Tieren im Rahmen so genannter „Zoophilie“ thematisiert. Der Prüfausschuss hält das „ Angebot für offensichtlich schwer entwicklungsgefährdend und ist der Auffassung, dass dieses gegen § 4 Abs. 2 S. 1 Nr. 3 JMStV verstößt. Dem Beschwerdegegner wurde ein Hinweis mit Abhilfeaufforderung erteilt.Quelle: Entscheidung 10276 der FSM
  • 21. zetapin.de„ Das Angebot ist offensichtlich geeignet, die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen schwer zu gefährden (§ 4 Abs. 2 Nr. 3 JMStV). (…) Der Beschwerdeausschuss hält eine solche Möglichkeit der gravierenden sozialethischen Desorientierung durch das Angebot für gegeben und ist der Auffassung, dass diese ohne besondere Mühe erkennbar ist im Sinne der Rechtsprechung des BGH. (…) Im Gesamtkontext des Angebots wird diekörperlich betonte Beziehung zu „ Tieren als zwar gesellschaftlich stigmatisierte Lebensart propagiert, die bei Beachtung der sogenannten "Zeta-Grundsätze" in Wahrheit unbedenklich sei und die mehr gesellschaftliche Akzeptanz erfahren müsse. Es wird auch auf den regen Austausch in der so genannten "Zoo"- Community verwiesen, die ihren eigenen "Zeta-Code" als Geheimsprache für Eingeweihte nutzt.Quelle: Entscheidung 10276 der FSM
  • 22. „funkyboys.com“ ?„ Der Beschwerdegegner betrieb auf seiner Website ein Kontakt- Portal für Homosexuelle, das eine deutlich sexuelle Ausrichtung hatte. Die Nutzer konnten einzelne körperliche Markmale herausstellen und sexuelle Vorlieben angeben. Das Angebot stand Personen ab einem Alter von 14 Jahren offen. Es war möglich, eigene Fotos hochzuladen, die von den anderen Nut- zern bewertet werden konnten. Der Beschwerdegegner ist kein Mitglied der FSM. „ Der Beschwerdeausschuss entschied, dass das Angebot entwicklungsbeeinträchtigend i.S.v. § 5 Absatz 1 JMStV sei. Dem Beschwerdegegner wurde daher ein Hinweis mit Abhilfeauffor- derung erteilt.Quelle: Entscheidung 06251 der FSM
  • 23. „ „funkyboys.com“ ? Auf der beanstandeten Seite haben die Nutzer die Möglichkeit, Profile von sich zu veröffent- lichen, in denen neben allgemeinen Informationen wie Alter, Wohnort und bestimmten kör- perlichen Merkmalen auch Angaben über sexuelle Vorlieben gemacht werden können. Der eindeutig sexuelle Charakter der Profile kann durch folgende Merkmale belegt werden: - „Stats: M-uncut“ Aussage über Größe und Beschaffenheit des Geschlechtsorgans - „Position: aktiv und passiv“- „ Aussage über die Sexualpraktiken - „Behaarung: rasiert“ Behaarung des Geschlechtsorgans und des Körpers insgesamt. - „Piercings: wenig“ - „Tattoos: nein“Quelle: Entscheidung 06251 der FSM (gekürzt)
  • 24. „ „funkyboys.com“ ? 2. Die unter der URL www.f.com angebotenen Inhalte verstoßen gegen § 5 Abs. 1 Jugend- medienschutz-Staatsvertrag (JMStV). Nach dieser Vorschrift haben Anbieter dafür Sorge zu tragen, dass Angebote, die sie verbreiten oder zugänglich machen und die geeignet sind, die Entwicklung von Kindern oder Jugendlichen zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu beeinträchtigen, von Kindern oder Jugendlichen der betroffenen Altersstufen üblicherweise nicht wahrgenommen werden. a) Das Angebot www.f.com ist geeignet, die Entwicklung von Kindern oder Jugendlichen zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu beeinträchtigen. Als entwicklungsbeeinträchtigend ist ein Inhalt einzustufen, der noch nicht schwer entwicklungsgefährdend ist und bei erotischen Angeboten unterhalb der Pornografie liegt. Ob es sich bei einem Angebot um einen schwer entwicklungsgefährdenden Inhalt „ oder um einen entwicklungsbeeinträchtigenden Inhalt handelt, ist eine Frage der Intensität der Darstellung und der Darstellungsweise. Im Zuge dieser Abgrenzung kam der Beschwerdeausschuss zu dem Schluss, dass die Dar- stellungen in ihrer Intensität nicht die Schwelle der schweren Entwicklungsgefährdung errei- chen, wohl aber die der Entwicklungsbeeinträchtigung.Quelle: Entscheidung 06251 der FSM (gekürzt)
  • 25. ChatVerhaltenssubkodex für Chatanbieter der FSM (VK-C)
  • 26. VK-C„• Moderation von 10-22 Uhr Moderatoren können sowohl Mitarbeiter des jeweiligen den Chat „ betreibenden Unternehmens, als auch ehrenamtliche Helfer, z. B. Mitglieder der Community, die über ein entsprechendesBewusstsein bzgl. der Notwendigkeit des Schutzes von Kindern und Jugendlichen verfügen und sich durch verantwortungsvolles Verhalten innerhalb der Community auszeichnen, sein.• Alarmfunktion, um Hilfe durch Moderator zu bekommen
  • 27. VK-C• Technische Lösungen • „Bad Word“-Liste • Ignorierfunktion • Sanktionierung bei Regelverstoß
  • 28. VK-C• Technische Lösungen • „Bad Word“-Liste • Ignorierfunktion • Sanktionierung bei Regelverstoß• Pflege der Community • Prüfung von Fotos
  • 29. VK-C„ • AltersverifizierungDie Anbieter von Chats werden sich im Rahmen ihrer wirtschaftlichen undtechnischen Möglichkeiten und soweit zumutbar bemühen, bei der Registrierung derNutzer zur Community/ zum Chat (…) Prozeduren einzurichten, die eine eindeutigeIdentifizierung und Rückverfolgung des Nutzers ermöglichen. (…)Dadurch wird neben der Identifizierbarkeit des Nutzers bei unangemessenemVerhalten im Chat auch eine Wiederanmeldung bereits gesperrter Nutzererschwert.Generell gilt es hierbei jedoch zu beachten, dass zu aufwendige und langwierige „Anmeldeprozeduren auf die Nutzer eine abschreckende Wirkung haben und dazuführen können, dass sich sie zu einem anderen Chatangebot mit niedrigerenZugangshürden und weniger Schutzmechanismen wechseln. Dies kann nicht imInteresse des Jugendschutzes sein, da in Angeboten mit niedrigen Zugangshürden dieSicherheitsstandards in der Regel ebenfalls entsprechend niedrig sind.
  • 30. VK-C„ • NutzeraufklärungZur Verbesserung des Jugendschutzes sind technische Maßnahmen ein wirksamesMittel, jedoch allein nicht ausreichend. Es bedarf auch des kompetenten undselbstbestimmten Nutzers. Die Anbieter sind sich ihrer Verantwortlichkeit in diesemBereich bewusst.Aus diesem Grund verpflichten sie sich, im Rahmen ihres Angebots einen Beitrag zurNutzeraufklärung zu leisten. Zu diesem Zweck halten sie eine ausführlicheChatikette bereit, welche Nutzer über das Thema Sicherheit und angemessenesVerhalten in Chats informiert. Einen Verweis auf die Chatikette und andereSicherheitshinweise erhalten Nutzern im Rahmen der Anmeldeprozedur. „Des Weiteren sind diese Informationen zentral auf der Webseite erreichbar. NebenInformationen zum sicheren Chatten stellen die Chatanbieter auch interaktiveElemente bereit, um ihren Nutzern Wissen zum richtigen Verhalten im Chatzielgruppengerecht aufbereitet zu vermitteln, (…).
  • 31. MobilfunkVerhaltenskodex für Mobilfunkanbieter
  • 32. Handy & Jugendschutz• Content• Contact• Commerce
  • 33. Handy & Jugendschutz• Content • gefährdende Inhalte• Contact • unerwünschte Kontakte• Commerce • Werbung
  • 34. „ Verhaltenskodex Gleichzeitig gilt es, die schutzwürdigen Interessen der Kinder und Jugendlichen sowie der Allgemeinheit hinsichtlich solcher Angebote in mobilen Medien zu wahren, die die Menschenwürde oder sonstige geschützte Rechtsgüter verletzen. Ziel ist es auch, das Bewusstsein von Eltern bzw. „ sonstigen Erziehungsberechtigten für den verantwortungsvollen Umgang mit mobilen Medien zu schärfen und ihnen Möglichkeiten für einen effektiven Jugendschutz an die Hand zu geben.Quelle:Verhaltenskodex Präambel
  • 35. „ Verhaltenskodex Der Verhaltenskodex beschreibt die gemeinsamen Standards für den Jugendschutz, im Einklang mit dem Jugendschutzgesetz (JuSchG) und dem JugendmedienschutzStaatsvertrag (JMStV) in den folgenden Bereichen: • Unzulässige sowie pornografische oder sonstige schwer jugendgefährdende bzw. „ entwicklungsbeeinträchtigende Inhalte jeglicher Art, • Werbung für Dienste mit solchen Inhalten, • Chatrooms, • Spiele und Filme auf MobiltelefonenQuelle:Verhaltenskodex Präambel
  • 36. Mobilfunk• Identifikation und Authentifizierung• keine Verbreitung entwicklungsbeeinträch- tigender Inhalte an Kinder und Jugendliche• Dies kann durch folgende Maßnahmen geschehen:
  • 37. Mobilfunk • Der Kunde meldet dem Mobilfunkanbieter, dass ein bestimmter Mobilfunkanschluss nicht zum Abruf derartiger Inhalte genutzt werden soll. • Der Mobilfunkanbieter vermerkt die betreffende, einer SIM-Karte eindeutig fest zugeordnete Rufnummer in einer Datenbank (Blacklist). • Die Mobilfunkanbieter, die die mobilen Inhalte selbst bereitstellen, bzw. die mit ihnen vertraglich verbundenen Inhalteanbieter werden bei Bestellung, Versand oder Bereitstellung eines entwicklungsbeeinträchtigenden Inhaltes (SMS, MMS, mobile Portale) an den Kunden prüfen, ob die Rufnummer des diesen Inhalt abrufenden Nutzers in der Blacklist des Mobilfunkanbieters verzeichnet ist. • Falls für den Anschluss des anfragenden Nutzers die Rufnummer in der Blacklist hinterlegt ist, werden die Inhalte nicht zugänglich gemacht und eine entsprechende Informations- oder Fehlermeldung versendet. • Die Streichung von der Blacklist ist nur durch schriftlichen Antrag oder telefonisch nach Durchführung des Kunden-ID-Checks möglich. Hierdurch wird sichergestellt, dass nicht die Kinder und Jugendlichen selbst den Zugangsschutz wieder aufheben können.Quelle:Verhaltenskodex §2
  • 38. Mobilfunk• keine Werbung, die gegen Jugendschutz verstößt• Werberichtlinien werden beachtet• Bei Chatrooms:
  • 39. „ Verhaltenskodex Die jugendschutzrechtlichen Verpflichtungen des JMStV sind erkennbar nur auf das Angebot eigener Inhalte zugeschnitten. Verantwortlich für Inhalte in Chatrooms sind grundsätzlich die Autoren von Chatbeiträgen. Eine jugendschutzrechtliche Verantwortung zur Inhaltskontrolle liegt daher auf Seiten der unterzeichnenden Mobilfunkanbieter nicht vor. Die Mobilfunkanbieter sind sich gleichwohl der Gefahren bewusst, denen Kinder und Jugendliche in offenen Chatrooms „ ausgesetzt sein können. Sie streben daher an, auf freiwilliger Basis Monitoring-Systeme für diese Chatrooms zu implementieren bzw. mit ihnen vertraglich verbundene Betreiber von Chatrooms entsprechend zu verpflichten.Quelle:Verhaltenskodex §3
  • 40. Mobilfunk• Film-Downloads: FSK-Einstufungen• Spiele: keine Regelung, da keine Weitergabe• Jugendschutzhotline 22988• www.jugend-und-handy.de
  • 41. TeletextVerhaltenssubkodex für Teletextanbieter (VK-T)
  • 42. Verhaltenskodex„ Ein wichtiger Bestandteil der privaten Teletext-Angebote ist die Werbung für Telefonmehr- wertdienste mit zum Teil nicht für Minderjährige geeigneten Dienstleistungen, z.B. Hotlines, SMS- Chats, Datei- und MMS-Abrufdienste oder MMS-Abos. WeilTeletext „auf Knopfdruck“ einfach verfügbar ist und der Zugang für „ Kinder und Jugendliche, anders als im Internet, nicht auf technischem Wege erschwert oder unmöglich gemacht werden kann, bedarf die Erstellung von Werbemotiven, die sich nur an Erwachsene richten, besonderer Sorgfalt.Quelle:VK-T - Präambel
  • 43. VK-T• Definition unzulässiger Inhalte & schwer entwicklungsbeeinträchtigender Inhalte & pornografischer Inhalte ➯ werden ausgeschlossen• in der Tagschiene: keine entwicklungsbeeinträchtigenden Inhalte
  • 44. Suchmaschinen
  • 45. Suchmaschinen„ Ohne die Inanspruchnahme von Suchdiensten „ (...) wäre die sinnvolle Nutzung der unübersehbaren Informationsfülle im Internet praktisch ausgeschlossen.Quelle:VK-T - Präambel
  • 46. Selbstkontrolle Suchmaschine•Zunehmende Nutzung von Suchmaschinen, wachsenderUmfang an Inhalten wachsende Bedeutung für denJugendmedienschutz•Februar 2005 unter dem Dach der FSM Gründung derSelbstkontrolle Suchmaschinen•Gemeinsame Verständigung über einheitliche Standards zurGewährleistung von Verbraucher- und Jugendschutz beigleichzeitiger Wahrung der Meinungsfreiheit und derVermeidung von Zensur
  • 47. FSM-VK-SGemeinsam mit der FSM haben die Suchmaschineneinen Verhaltenskodex, den so genanntenVerhaltenssubkodex der Suchmaschinenanbieter derFSM-VK-S entwickelt: "Ziel des Verhaltensubkodex der Suchmaschinenanbieter ist es, den Verbraucherschutz, sowie den Kinder- und Jugendschutz bei der Nutzung von Suchmaschinen in Deutschland zu verbessern."
  • 48. VerhaltenssubkodexA Aufklärung und Information über Funktionsweise derSuchmaschinenB Transparente Gestaltung von Suchergebnisse, zbKennzeichnung von WerbungC Förderung technischer Vorrichtungen zum Schutz vonKindern und Jugendlichen vor jugendgefährdendenInhaltenD Grundsatz der Datensparsamkeit mit NutzerdatenE Nicht-Anzeige von Internetadressen, die auf demIndex jugendgefährdender Medien stehen (BPjM)
  • 49. A Funktionsweise von Suchmaschinen1. Informationssammlung (Erfassung)2. Informationsaufbereitung (Indizierung)3. Informationsbereitstellung( Ergebnisdarstellung)
  • 50. A Funktionsweise von Suchmaschinen•Zusammenstellung und Bestimmung der Reihenfolge derSuchergebnisse für eine Suchanfrage, sprich die Methoden zurErmittlung der Relevanz von Internetseiten für eine Suchanfrage(Suchmaschinen-Algorithmen) sind gehütetes Geschäftsgeheimnis•Qualität und Quantität von Seiteninhalten, Häufigkeit undPlatzierung eines Suchworts, Zahl der Links auf eine Internetseite,Qualität der Seiten, von denen die Links stammen•Aufgrund der Dynamik des Netzes verändern sich auch dieSuchmaschinenalgorithmen ständig, so dass die geliefertenErgebnisse einem stetigen Wandel unterworfen sind
  • 51. B Transparente Gestaltung der Suchergebnisse und Kennzeichnung von Werbung•Finanzierung über Werbedienste unbedenklich,solange die Werbung entsprechend derSelbstverpflichtung als solche gekennzeichnet und fürden Nutzer erkennbar ist•Platzierung der Ergebnisse darf durch keinekommerzielle Vereinbarung zwischen demSuchmaschinenanbieter und dem Gelisteten beeinflusstwerden•Ergebnisse sind in ihrer Reihenfolge begründet durchSuchalgorithmen
  • 52. C Förderung technischer Vorrichtungen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor jugendgefährdenden Inhalten •Technologien, die darauf ausgerichtet sind, Ergebnisse mit Links zu deutlich illegalen Inhalten nicht anzuzeigen •Umgehung durch Falschinformationen auf den Seiten oder durch Ausnutzen von Lücken •Effektivster Schutz durch kooperatives Zusammen- spiel von Kindern und Eltern
  • 53. D Grundsatz der Datensparsamkeit mit Nutzerdaten•Suchmaschinenanbieter haben zum Ziel, keine oderso wenig personenbezogene Daten wie nur möglich zuerheben•Erhebungen über die Anzahl von Klicks oder zueinem bestimmten Suchbegriff stellen keinepersonenbezogenen Daten dar, da darüber Nutzernicht identifizierbar sind•Personenbezogene Daten wie Name, Anschrift, Email,Telefonnummer werden nicht erfasst, außer wenn siefreiwillig angegeben werden
  • 54. E Nicht-Anzeige von Internetadressen die aufdem Index jugendgefährdender Medien stehen•Internetadressen, die von der BPjM indiziert sind und auf demIndex jugendgefährdender Medien stehen, werden nicht in denErgebnissen angezeigt•dazu gehören Inhalte, die nicht außerhalb geschlossenerBenutzergruppen verbreitet werden dürfen (Pornografie) undAngebote deren Verbreitung auch in geschlossenen Gruppenunzulässig sind (Kriegsverherrlichung, geschlechtsbetonteKörperhaltung)•Greift ausschließlich bei der .de-Domain
  • 55. Social Communities
  • 56. Social Communities„ „In  Social  Communi-es  steht  der  Kontakt  und  das   Vernetzen  der  Nutzer  untereinander  im   Vordergrund
  • 57. Grundlagen• Kommunikationsplattformen werden stark durch Minderjährige genutzt gesellschaftliche Verantwortung• Social Communities unterscheiden sich in Ausgestaltung, Usability und Technologie deswegen lediglich Zielvorgaben• Werden aus Jugendschutzperspektive tätig und tragen den Belangen des Datenschutzes Rechnung
  • 58. Web 2.0• Trennung zwischen Inhalte- Anbieter und Rezipient verwischt, gleichzeitig starke Vernetzung der Nutzer untereinander• Social Communities als prominentestes Beispiel für Web2.0-Anwendungen• Tools: Pinnwände, Gästebücher, Foren, Chats, und die Möglichkeit eigene Inhalte
  • 59. Chancen...• Zwischenmenschliche Kommunikation im Netz• Kritischer Umgang mit Medien, kritische Auseinandersetzung mit Informationen• Aktive Mediengestaltung
  • 60. ... und Risiken• Rezeption von unzulässigen und/oder ungeeigneten Inhalten• Cyberbullying (Mobbing und Belästigung im Internet)• Durch offene Selbstdarstellung Gefahr des Missbrauchs persönlicher Informationen
  • 61. Verantwortliche1. Betreiber2. Nutzer3. Eltern und Lehrer4. Politik und Gesellschaft
  • 62. Allgemeine Grundsätze- Daten• In der Datenschutzerklärung Aufklärung darüber, ob personenbezogene Daten erhoben, gespeichert und genutzt werden
  • 63. Allgemeine Grundsätze- Daten• Keine Weitergabe von personenbezogenen Daten an Dritte zu kommerziellen und wissenschaftlichen Zwecken ohne Einwilligung des Nutzers!• Betreiber stellen die technischen und organisatorischen Maßnahmen zum Datenschutz• Nutzungsverhältnis muss jederzeit beendbar sein, hierzu einfach zu findende Abmeldefunktion
  • 64. Allgemeine Grundsätze- Daten• Videos, Fotos und weitere Dateien werden bei Beendigung des Nutzerverhältnisses mit gelöscht, Kommentare werden pseudonymisiert• Betreiber kann Profil sperren, kann dann nicht mehr eingesehen und nicht mehr gelöscht oder bearbeitet werden  zur Beweissicherung oder bei Verstößen gegen die Verhaltensregeln• Keine Abfrage sensibler Daten wie Religion, sexuelle Präferenzen, Gesundheitsdaten
  • 65. Aufklärung• Information über zur Verfügung stehende Sicherheitsmaßnahmen• Deutliche und ständig auffindbare Informationen über die unterschiedlichen Wahlmöglichkeiten bei den Profileinstellungen• Hinweis auf die Einhaltung von Urheber- und Persönlichkeitsrechten
  • 66. Externe Beschwerdestellen und Informationsangebote• direkte Kontaktwege zur Nutzerbetreuung• auch unabhängig von bestehenden plattforminternen Meldesystemen muss Betreiber kontaktiert werden können• Betreiber sollen auf externe Beschwerdestellen verweisen, insbesondere auf www.fsm.de
  • 67. Verhaltensregeln• Verantwortung für eingestellte Inhalte liegt bei dem Nutzer selbst, keine Inhaltskontrolle ohne konkreten Anlass• Es dürfen keine absolut unzulässigen Inhalte auf die Seite der Community gestellt werden• Rechte und Interessen der anderen Nutzer oder von Dritten wie z. B. Persönlichkeitsrechte müssen gewahrt bleiben
  • 68. Profil• muss mit festem Datum verknüpft sein, welches eindeutige Identifikation ermöglicht (User ID)• Unter 14 Jahren strenge zb Profildaten nur für Privatsphäreeinstellungen, Freunde• Nichtauffindbarkeit von Minderjährigen stellt Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung in Frage
  • 69. Pseudonym• Idee:Vereinfachung privater Kommunikation: gefunden werden, aber auch wissen, mit wem man es zu tun hat zur Identifikation Verwendung realer Vor- und Nachnamen notwendig und erwünscht• Transparente Kommunikationswege, soziale Selbstkontrolle, höheres Schutzniveau• Verwendung von Klarnamen Sinn und Zweck des Netzwerkes und Grundstein tatsächliche sozialer Vernetzung und sozialer Kontrolle
  • 70. Suchfunktionen• Widerspruch möglich, dass die Suchmaschine Profildaten findet• Bei Nutzer, die ihr Alter mit unter 16 angeben, ist Profil durch externe Suchmaschine nicht auffindbar, diese Einstellung ist nicht zu ändern• bei minderjähriger Zielgruppe ist Suche nach Straße oder Handy- Telefonnummer nicht möglich• Suche nach Alter ist möglich, da Interesse groß ist, gleichaltrige Nutzer zu finden
  • 71. Upload von Daten• Wird jemand auf Foto oder Video verlinkt, hat der Nutzer jederzeit die Möglichkeit, diese Verlinkung zu entfernen• Hinweis, dass die Persönlichkeitsrechte Dritter nicht verletzt werden dürfen• Weder durch Bilder, noch durch Texte
  • 72. Kommunikation• Nur einem bestimmten Personenkreis erlauben, Dinge zu sehen und zu kommunizieren• Verbreitung illegaler Inhalte und Belästigung anderer Nutzer ist verboten, va auf öffentlich einsehbaren Bereichen• Cyberbullying wird abgelehnt und geahndet
  • 73. Werbung• Säule zur Finanzierung ist Schaltung von Werbung• Dem Nutzer soll ein Mehrwert geboten werden, soll nicht in seinem Wohlbefinden gestört werden• Zielgruppenspezifische Werbung (targeting) unter Nutzung personenbezogener Daten ist nur möglich, wenn der Nutzer informiert ist und zugestimmt hat• Werbung muss sich an §6 JMStV orientieren
  • 74. Schlussbestimmungen• Online- Angebote unterliegen dynamischen Veränderungen, die zum Teil automatisiert ablaufen• Betreiber können nicht in vollem Umfang sicherstellen dass Verstöße zu jeder Zeit ausgeschlossen sind• Zwölf Monate nach Unterzeichnung des Kodex soll unabhängige Forschungseinrichtung mit praktischen Anwendungstests aus Nutzersicht evaluieren
  • 75. Jugendschutz.net- Aufgaben•Angebote der Telemedien überprüfen•Gründung 1997•Unterstützt die obersten Landesjugendbehörden beider Durchsetzung des Jugendschutzes im Internet•jugendschutz.net unterstützt die KJM, nimmt Aufgabender Beratung und der Schulung wahr und informiertüber jugendschutzrelevante Entwicklungen und Problemein Internet-Diensten
  • 76. Jugendschutz.net- Arbeitsweise•Wegen Schnelligkeit des Mediums und der Füllejugendschutzrelevanter Angebote ist eine umfassendeKontrolle im Internet nicht möglich•Kein Patentrezept für die Kontrolle und Beseitigungvon Verstößen•Gezieltes exemplarisches Handeln, Konzentration aufjugendschutzrelevante Angebote, Kooperationen undKommunikation mit wichtigen Schnittstellen
  • 77. Jugendschutz.net- Verfahren•Beschwerdehotline, bemüht sich besonders um Hinweisevon jugendlichen Nutzern, Eltern und Pädagogen•Mitarbeiter von jugendschutz.net suchen selbst nachentwicklungsbeeinträchtigenden und jugendgefährdendenAngeboten•jugendschutz.net kommuniziert direkt mit Anbietern undHost-Providern um eine Änderung zu erreichen•Keine Änderung Weitergabe an KJM zur Prüfung undEinleitung von Maßnahmen
  • 78. Jugendschutz.net- Kooperationen•jugendschutz.net sucht die Kommunikation mitAnbietern, um sie für den Jugendschutz zu sensibilisieren•Anbieter haben inhaltliche und technischeMöglichkeiten, den Jugendschutz über das gesetzlichgeforderte Mindestmaß hinaus zu berücksichtigen•ZB Chat ist von außen schwer zu kontrollieren, da zuflüchtig  hier neue Verfahrensweisen in Kooperationmit den Betreibern, wie der Jugendschutz besserberücksichtigt werden kann