Benutzerzentriertes Gesundheitswesen: Hype oder Umbruch? - Zeix ehealthevent2013
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Benutzerzentriertes Gesundheitswesen: Hype oder Umbruch? - Zeix ehealthevent2013

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  • 1. Benutzerzentriertes Gesundheitswesen – Hype oder Umbruch? © by Zeix 2013
  • 2. Das Gesundheitswesen ist im Wandel © by Zeix 2013 2
  • 3. Zugang zu Informationen -> Bessere Entscheidungen © by Zeix 2013 Beispiel Finanzen: https://www.mint.com/ 3
  • 4. © by Zeix 2013 4
  • 5. Department of Veterans Affairs (VA) http://va.gov/bluebutton/ © by Zeix 2013 5
  • 6. Design Wettbewerb zu Inspiration der Health Care Industry (2013) http://healthdesignchallenge.com/ "By making a patient health record more usable, designers can help to prevent medical errors, empower patients to make smart health decisions, and even save lives." © by Zeix 2013 6
  • 7. Gut gemeint, aber nicht sehr attraktiv © by Zeix 2013 7
  • 8. © by Zeix 2013 8
  • 9. Von Reaktiv zu Proaktiv bei den Zähnen Früher: > bei Zahnproblemen zum Barbier Heute: > Putzen, Flossen, regelmässige Zahnkontrolle © by Zeix 2013 Bild: http://commons.wikimedia.o rg/wiki/File:Older_barber- 9 dentist.jpg
  • 10. 23andMe https://www.23andme.com/ © by Zeix 2013 10 https://www.23andme.com/
  • 11. Benutzerzentriertes Gesundheitswesen – Hype oder Umbruch? Der selbstvermessene Patient – Activity Tracker im User Acceptance Test 28. November 2013 © by Zeix 2013
  • 12. © by Zeix 2013 12
  • 13. Es gibt viele Erfahrungsberichte im Web > Warum noch einer? > Alle anderen sind von Geeks (oder Modeblogs…)! © by Zeix 2013 http://www.fashioningtech.com/profiles/blogs /tracking-with-style 13
  • 14. Halten die Activity Tracker, was sie versprechen? Und können Sie damit Menschen in einem gesunden Lebensstil unterstützen? © by Zeix 2013
  • 15. Methode & Vorgehen Unsere Fragestellungen > Wie werden die Geräte bedient und in Betrieb genommen? > Wie ist die Handhabung der Geräte bzw. der zugehörigen Apps im Alltag? > Welche Funktionen interessieren die User und welche verwenden sie? > Werden die Geräte überhaupt genutzt (Akzeptanz)? > Führt die Benutzung zu einer Verhaltensänderung (und ist diese nachhaltig)? © by Zeix 2013 15
  • 16. Methode & Vorgehen Testpersonen Frau Z, 59 Sachbearbeiterin Frau G, 20 Psychologiestudentin Herr T, 61 Bildungsberater Herr G, 19 Fachangestellter Gesundheit Herr D, 45 Buschauffeur Gürtel-Clip Armband Armband Armband Gürtel-Clip Withings Pulse iPhone 4 Jawbone Samsung Galaxy Jawbone iPhone 4 Jawbone iPhone 5 Fitbit One iPhone 4 Herr D, 25 Haustechnikplaner Frau S, 28 Kauffrau Frau N, 71 Rentnerin Frau B, 34 Restauratorin Herr S, 56 Kaufmännischer Angestellter Gürtel-Clip Gürtel-Clip Armband Gürtel-Clip Gürtel-Clip Fitbit One Iphone 5 Fitbit One iPhone 5 Fitbit Flex iPhone 4 Withings Pulse iPhone 4 Jawbone iPhone 4 © by Zeix 2013 16
  • 17. Methode & Vorgehen Verwendete Geräte Withings Pulse Jawbone Up Mit Pulsmesser Ohne Display Fitbit One Auch als Armbad © by Zeix 2013 17
  • 18. Methode & Vorgehen Verwendete Apps © by Zeix 2013 Withings Pulse Jawbone Up Fitbit One/Flex 18
  • 19. Methode & Vorgehen Wie kann das Verhalten geändert werden? In Betrieb nehmen Daten sammeln Aktion © by Zeix 2013 Anzeigen Bewerten 19
  • 20. Methode & Vorgehen Ablauf Die Studie verlief in drei Schritten: > Inbetriebnahme des Geräts (im Labor) > 2 Wochen später Nachinterview zu Verhalten und Benutzung (Bei Zeix) > Nach weiteren 4 Wochen unangemeldete, telefonische Kurzbefragung zu weiterer Nutzung © by Zeix 2013 20
  • 21. In Betrieb nehmen Daten sammeln Aktion © by Zeix 2013 Anzeigen Bewerten 21
  • 22. Auspacken click to play © by Zeix 2013 22
  • 23. In Betrieb nehmen Einstieg in die Jawbone App: Was muss ich jetzt machen? © by Zeix 2013 23
  • 24. Inbetriebnahme click to play © by Zeix 2013 24
  • 25. In Betrieb nehmen Verbesserungspotential > Anleitungen > Teile erklären © by Zeix 2013 25
  • 26. In Betrieb nehmen Daten sammeln Aktion © by Zeix 2013 Anzeigen Bewerten 26
  • 27. Daten sammeln Sehr gute Alltagstauglichkeit > Die Geräte wurden fast immer getragen und fast nie vergessen > Stören im Alltag nicht > Auch nach Studienende weiterbenutzt > Armband kann beim Schlafen stören  Gute Voraussetzung um Daten zu sammeln © by Zeix 2013 27
  • 28. Daten sammeln Probleme: Schlafmodus einstellen > Passiert nicht automatisch > Schlecht beschrieben > Wird vergessen © by Zeix 2013 Beispiel Withings Pulse 28
  • 29. Daten sammeln Verbesserungspotential > Automatische Messung klar zu bevorzugen > Aktive Eingaben erfordern hohe Motivation > Beispiel Stimmungsanzeige: aufwändig und zu grob, daher völlig überflüssig © by Zeix 2013 29
  • 30. In Betrieb nehmen Daten sammeln Aktion © by Zeix 2013 Anzeigen Bewerten 30
  • 31. Anzeigen Die Schlafanzeige Jawbone © by Zeix 2013 Withings Fitbit 31
  • 32. Aus der E-Mail einer Testperson: Lieber Herr Steiner Wie versprochen, finden Sie im Anhang die 3 verschiedenen Begriffe „ruhelos“ - „aufgewacht“ „unruhig“, welche im Schlafprotokoll verwendet werden. (ich habe allerdings vergessen, vom Schlafmodus auf Wachmodus umzuschalten, aber das beeinflusst ja diese Begriffe nicht). © by Zeix 2013 32
  • 33. Anzeigen Verständliche vs. Rohdaten © by Zeix 2013 Bild: http://www.sleepmedicine.com.au/articles/sleep-study/ 33
  • 34. Aktion Viele Funktionen, nur Schrittzähler genutzt > Alle Testpersonen nutzten den Schrittzähler > Einige nutzen Schlafanzeige > Andere Funktionen wurden nicht exploriert oder nur ausprobiert und nicht regelmässig genutzt © by Zeix 2013 34
  • 35. Anzeigen Welche Daten sind relevant? Withings Pulse Jawbone Up Fitbit One und Flex Beobachtung: Display am Gürtelclip wird mehr genutzt als in die App oder die Webstatistik Interpretation: «Wie war ich heute?» ist wichtiger als Staistik © by Zeix 2013 35
  • 36. Relevanz hängt vom Kontext ab © by Zeix 2013 36
  • 37. Anzeigen Verbesserungspotential Über alle Tage zusammengerechnet. Was soll mir das sagen? > Relevante, verständliche Informationen anzeigen > Teilweise sehr schlechte Übersetzungen aus dem Englischen © by Zeix 2013 37
  • 38. In Betrieb nehmen Daten sammeln Aktion © by Zeix 2013 Anzeigen Bewerten 38
  • 39. Interpretieren Referenzwerte > «Ist das gut oder schlecht?» > «Bin ich krank?» > «Wie stehe ich im Vergleich mit ähnlichen Usern?» Gut bei Jawbone Installation © by Zeix 2013 39
  • 40. Interpretieren Verbesserungspotential > Was bedeutet das? Wo stehe ich? > Z.B. durch anonymen Vergleich > Informationen besser verknüpfen > Inputs aus verschiedenen Apps können angezeigt werden, sind aber nicht verknüpft © by Zeix 2013 40
  • 41. In Betrieb nehmen Daten sammeln Aktion © by Zeix 2013 Anzeigen Bewerten 41
  • 42. Call to action bei Jawbone am Besten > Inaktivitätserinnerung > „Today I will“ > Wie lange helfen regelmässige Erinnerung? Ab wann werden sie ignoriert? © by Zeix 2013 42
  • 43. Aktion Hat sich das Verhalten verändert? Selbstaussage in den Interviews > 4x Ja > 4x Nein, aber… > 2x Nein Interpretation: > Verhaltensänderung ist oft unbewusst > Die Anzeige der Schrittzahl schafft subtile Anreize, sich mehr zu bewegen > (man freut sich, wenn der Schrittzähler eine hohe Zahl zeigt) © by Zeix 2013 43
  • 44. In Betrieb nehmen Daten sammeln Anzeigen Aktion Bewerten Ausstieg © by Zeix 2013 44
  • 45. Weitere Benutzung > Nach 2 Wochen (offizielles Ende der Studie) > Nur eine Person ist sicher, dass sie den Tracker nicht mehr benutzen wird, eine Person möchte eine Pause machen > Nach 6 Wochen: > 5 von 7 Personen benutzen ihn noch, > bei 2 Personen ist es kaputt, > 1 Person noch nicht erreicht > Wir fragen unangemeldet in 6 Monaten noch einmal nach © by Zeix 2013 45
  • 46. Implikation für ein gutes Konzept Hürdenfrei in Betrieb nehmen Mühelos Daten sammeln Aktion unterstützen © by Zeix 2013 Verständlich anzeigen Richtig bewerten 46
  • 47. Implikation für ein gutes Konzept Verbesserungspotential Schon kleine Hürden können dazu führen, dass der User die Funktion nicht benutzt, deshalb: > Konsequent alle Hürden in der User Experience entfernen > Mehr Hilfe anbieten © by Zeix 2013 47
  • 48. Implikation für ein gutes Konzept Wer darf die Daten sehen? Bei den meisten OK: > Familie und Freunde > Arzt Auf keinen Fall: > Krankenkasse > Chef © by Zeix 2013 48
  • 49. Implikation für ein gutes Konzept Fazit > Gute Anzeige von Daten schafft mehr Bewusstsein für das eigene Verhalten > Schrittanzeige schafft Bewusstsein für eigene Aktivität und animiert zu mehr Bewegung > Interpretation und Call-to-Action sind wichtig für Verhaltensänderung © by Zeix 2013 49
  • 50. Offene Fragen Reicht das für eine nachhaltige Verhaltensänderung? Was sagt der Arzt, wenn der Patient mit selbsterhobenen Daten kommt? Wird sich das durchsetzen? © by Zeix 2013 50
  • 51. Danke. > Dr. Sibylle Peuker sibylle.peuker@zeix.com > Yves Steiner Yves.steiner@zeix.com © by Zeix 2013 51
  • 52. Diagnose trifft Pflichtenheft – wie effiziente Benutzeroberflächen entstehen © by Zeix 2013
  • 53. Trifft? – Oder nicht? Zeit - Arbeit mit Software braucht viel davon. Gute Unterstützung tut Not, damit das Personal für die Arbeit an der Gesundheit der Menschen zur Verfügung steht. Quelle: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/neue-studie-jeder-zweite-arzt-will-nicht-mehr-in-der-klinik-arbeiten-1463965.html © by Zeix 2013
  • 54. «Reise» des Patienten > Patient braucht Hilfe, von einem Arzt, > nicht von Software. > Der Hausarzt hilft vielseitig, oft auch ohne Software. > Sein Blutdruck steigt erst bei der Benutzung von Software. > Der Facharzt kennt sich mit spezifischer Software aus. > Der Chirurg arbeitet im Team und wird gut vorbereitet. > Aber auch er benötigt viele Systeme dafür. > Nach einer OP wird gepflegt und überwacht und auch softwaregestützt trainiert. > Nächste Stufe: die Reha. © by Zeix 2013 54
  • 55. «Trip» oder Journey? IT IT IT Fachperson Fachperson Patient IT IT Fachperson IT Fachperson Fachperson IT IT © by Zeix 2013 IT Gesunder Mensch 55
  • 56. Die Herausforderung > Wie kann man Prozesse, Software und Interfaces so gestalten, dass Arbeits- und Heilungsprozess optimal unterstützt werden?  Mit User-Centered Design © by Zeix 2013 56
  • 57. Was ist User-Centered Design? > Eine Methode, > bei der das Projekt vom User Interface aus gedacht und gesteuert wird (User Interface first!) > und bei der die User von Anfang an in den Entwicklungsprozess einbezogen werden. © by Zeix 2013 57
  • 58. Nicht User-Centered Design Bedürfnisworkshops ? © by Zeix 2013 58
  • 59. Nicht User-Centered Design Bedürfnisworkshops «Das Intranet richtet sich hauptsächlich an Mitarbeiter.» © by Zeix 2013 59
  • 60. User-Centered Design User im Arbeitsalltag beobachten © by Zeix 2013 60
  • 61. User-Centered Design Prototyp bauen – User Interface First! © by Zeix 2013 61
  • 62. © by Zeix 2013
  • 63. © by Zeix 2013
  • 64. User-Centered Design Visualisierung macht urteilsfähig … … und vereinfacht die Kommunikation. © by Zeix 2013 64
  • 65. User-Centered Design Prototypen sind überprüfbar © by Zeix 2013 65
  • 66. © by Zeix 2013
  • 67. © by Zeix 2013
  • 68. © by Zeix 2013
  • 69. User-Centered Design Dokumentation 1. Zuerst wird das User Interface weitgehend visualisiert. 2. Dann wird dokumentiert, was aus dem Prototyp nicht ersichtlich ist: > Selektiv > Sehr spezifisch & detailliert © by Zeix 2013 69
  • 70. Fazit: Diagnose Wo schauen (und hören) wir genau hin? > > > > auf alle Beteiligten mit ihren Ansprüchen, im ganzen Ablauf auf die Ausgangslage mit den vorhandenen Systemen auf das Ziel und die Schritte bis dorthin auf die zukunftsgerichteten Möglichkeiten, die bereits einbezogen werden können Zu Beginn heisst es verstehen und Komplexität erfassen: > Arbeitsplatzbeobachtung (contextual inquiry) > Tiefeninterviews > Analyse Umsysteme und Prozesse © by Zeix 2013 70
  • 71. Fazit: Pflichtenheft Was tun wir für die Realisierung? > > > > Anforderungen spezifizieren Machbarkeit klären (Restriktionen) Vorgehensweise im Detail festlegen Konzeption der Funktionalität, Inhalte und Schnittstellen zu anderen Systemen > Visuell unterstützte Dokumentation für die Umsetzung: Prototypen, Storyboards, grafisches Design Komplexität reduzieren und Arbeitshilfe schaffen: > Benutzerfreundliches, nützliches Design © by Zeix 2013 71
  • 72. Fazit: User-Centered Design by Zeix Entwickeln mit benutzbaren Prototypen > User-Interfaces visualisieren (front end first): Skizzen, (schon früh) möglichst reale Inhalte enthaltend. > Interaktionen simulieren: HTML-Prototypen, Geräte konstruieren > Konzeption validieren: Usability-Tests, User-Acceptance-Tests > Durch grafische Bearbeitung optimieren.  Blick auf eine gesamtheitlich optimale User Experience, dann trifft die Diagnose das Pflichtenheft. © by Zeix 2013 72
  • 73. © by Zeix 2013 Poster zu beziehen unter www.zeix.com/ehealth
  • 74. Fragen können Sie nicht nur jetzt ... Beat von Gunten beat.vongunten@zeix.com Gregor Urech gregor.urech@zeix.com © by Zeix 2013 74
  • 75. Weiter diskutieren http://www.meetup.com/Swiss-eHealth-Club/ © by Zeix 2013 75