LËSCHT 4
Deng Stëmm fir d’Zukunft.
Besser Léisunge
fir eisT land.
WAHLPROGRAMM
 
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Inhalt
Inhalt................................................................................................ 1
Besser L...
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Sozialdialog wieder in Gang bringen........................................................................................
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Medien und ICT............................................................................... 41
Unsere Analyse der Situ...
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Indexsystem und Solidarpakt für die Jugend......................................................................... 52
N...
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Innovation durch eine bessere Organisation.......................................................................... 65
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Energiestrategie entwickeln................................................................................................
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Gesundheit und Pflege................................................................. 91
Unsere Analyse der Situation.....
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Good Governance............................................................................................................
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Polizei............................................................................................................111
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Das materielle und immaterielle nationale Kulturerbe schützen ............................................121
Staat und...
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“Zum Wesen der Liberalen gehört der Optimismus, der
ihnen das Vertrauen in die Zukunft gibt, sowie die Kraft
die Gesell...
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Haushaltspolitik
Unsere Analyse der Situation
Um unser Land auf die großen Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten,...
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Mit klaren Zielen, klaren Analysen und einem klaren Fahrplan. Wir wollen eine sichere Zukunft
gewährleisten und wir sin...
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die Einhaltung von Gesetzen und Verfahren beschränken, sondern den Fokus auf die Wirtschaftlichkeit
und die Resultate d...
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nicht mehr gegeben ist, weil sie an den richtigen Empfängergruppen vorbeizielen, oder weil sie über
Jahre hinweg vom Ma...
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Inflation aktiv bekämpfen
Das beste Mittel, um die Kaufkraft der Menschen und die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft z...
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kommenden Jahren klare Prioritäten bei den öffentlichen Investitionen setzen müssen, wobei
das Hauptaugenmerk vor allem...
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„chèques-services“-System wurde eingeführt und auf Sport- und Kulturvereine ausgedehnt, ohne
dass ein wirklicher Bedarf...
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Steuerpolitik
Unsere Analyse der Situation
Die DP möchte die steuerpolitische Flickschusterei der vergangenen Jahre bee...
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Das gesamte Steuergefüge Luxemburgs (Lohn-, Betriebs-, Verbrauchs-, Vermögensbesteuerung usw.)
muss nicht zuletzt aufgr...
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Betriebs- und Privatrente selektiv fördern
Wir werden die steuerlichen Vergünstigungen im Zusammenhang mit dem Anlegen ...
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dabei, Standortvorteile zu erkennen und dann auch konsequent zu nutzen, zu verteidigen und
auszuhandeln. Um dies tun zu...
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  1. 1. LËSCHT 4 Deng Stëmm fir d’Zukunft. Besser Léisunge fir eisT land. WAHLPROGRAMM
  2. 2.  
  3. 3. 1 Inhalt Inhalt................................................................................................ 1 Besser Léisunge fir eist Land...................................................... 11 Haushaltspolitik........................................................................... 13 Unsere Analyse der Situation......................................................................... 13 Was wird die DP in den kommenden Jahren tun? .......................................... 14 Konsolidierungspolitik bei Ausgabenseite ansetzen................................................................ 14 Kassensturz und Konsolidierungsplan..................................................................................... 14 Vertrauen gewinnen durch Konsolidierungsplan innerhalb eines klaren Zeitrahmens.............. 14 Mehr Reformdruck durch internen Stabilitätspakt anstreben.................................................. 14 Mit weniger Geld eine bessere Politik machen........................................................................ 15 Lebenssituation der Menschen bei Reformen berücksichtigen ............................................... 15 Wirkungslose Subventionspolitik neu ordnen oder beenden .................................................. 15 Oft bringen Vorfinanzierungsinstrumente mehr ..................................................................... 16 Gemeindefinanzreform endlich verwirklichen.......................................................................... 16 Automatische Steigerung der Ausgaben nicht zusätzlich anheizen......................................... 16 Inflation aktiv bekämpfen....................................................................................................... 17 Indexsystem und Solidarpakt für die Jugend.......................................................................... 17 Öffentliche Anteile in privaten Unternehmen neu ordnen und strategisch ausrichten............. 17 Prioritäten für öffentliche Investitionen in wachstumsrelevante Infrastrukturen..................... 17 Effizienter bauen und bewirtschaften..................................................................................... 18 Ziele bei Transfersystemen neu ordnen .................................................................................. 18 Subventionen im Wohnungsbau selektiv und nachhaltig machen............................................ 18 Gießkannenpolitik in der Studienbeihilfe- und der Familienpolitik beenden........................... 18 Steuerpolitik ................................................................................ 21 Unsere Analyse der Situation......................................................................... 21 Was wird die DP in den kommenden Jahren tun?........................................... 21 Vertrauen wieder herstellen.................................................................................................... 21 Grundsätzliche Lohnsteuerreform.......................................................................................... 22 Steuersystem soll kein bestimmtes Familienbild fördern........................................................ 22 Umbau des Steuersystems soll Kinder fördern....................................................................... 22 Öffentlichen Transport statt Individualverkehr steuerlich fördern.......................................... 22 Betriebs- und Privatrente selektiv fördern............................................................................. 23 Mehrwertsteuerreform nur wenn nötig .................................................................................. 23 Ökologische Steuerreform vorbereiten................................................................................... 23 Ausstieg aus dem Tanktourismus vorbereiten......................................................................... 23 Steuerstrategie mit klaren Zielen und Kommunikation für den Standort entwerfen............... 23 Wachstumsfördernde Steuerpolitik........................................................................................ 24 Investitionen fördern............................................................................................................. 24 Wirtschaft ................................................................................... 25 Unsere Analyse der Situation.........................................................................25 Was wird die DP in den kommenden Jahren tun?...........................................26 Luxemburg zu einer erkennbaren Marke entwickeln............................................................... 26 Ein klares wirtschaftliches Leitbild......................................................................................... 26 Schnell, flexibel, innovativ, effizient, transparent, vernetzt, sozial gerecht, solidarisch und nachhaltig.............................................................................................................................. 26
  4. 4. 2 Sozialdialog wieder in Gang bringen...................................................................................... 26 Innovation durch eine bessere Organisation.......................................................................... 26 Beschleunigung von Verwaltungsprozeduren.......................................................................... 27 Good Governance.................................................................................................................. 27 Regierung muss sich als Ganzes der wirtschaftlichen Frage verschreiben.............................. 27 Komplette Digitalisierung bringt Effizienzschub.................................................................... 27 Vermarktung des Wirtschaftsstandorts ................................................................................. 28 Arbeitsplätze durch flexible Arbeitsbedingungen sichern...................................................... 28 Durch Steigerung der Kaufkraft Druck von den Löhnen nehmen............................................ 28 Stabiles Umfeld schafft Vertrauen......................................................................................... 29 Durchdachte Strategien für wirtschaftliche Zielbereiche entwickeln...................................... 29 Luxemburg mit seiner Universität zum Innovationsstandort entwickeln................................. 30 Finanzielle Förderinstrumente an die strategischen Ziele anpassen...................................... 30 Schaffung einer „Investitions- und Finanzierungsagentur“.................................................... 30 Energiekosten stabil halten..................................................................................................... 31 Verbraucherschutz Stärken..................................................................................................... 31 Mittelstand................................................................................... 33 Unsere Analyse der Situation.........................................................................33 Was wird die DP in den kommenden Jahren tun?...........................................33 Aktionsprogramm aufstellen.................................................................................................. 33 Öffentliches Investitionsprogramm umsetzen........................................................................ 33 Ausschreibungsprozeduren justieren .................................................................................... 33 Altbausanierungsprogramm mittels Klimabank verwirklichen................................................. 33 Berufsausbildung, Weiterbildung und Aktivierung verbessern................................................ 34 Schritt zur Selbständigkeit aktiv unterstützen....................................................................... 34 Neue Märkte erschließen helfen............................................................................................ 34 Luxemburger Handel in der Großregion positionieren............................................................ 34 Reform des Konkursrechts..................................................................................................... 35 Hausaufgaben im Bereich der Landesplanung endlich machen.............................................. 35 Tourismus als Wirtschaftsfaktor sehen................................................................................... 35 Tourismusstrukturen professionalisieren ............................................................................... 35 Vermarktungskonzept erstellen.............................................................................................. 35 Investitionsprogramme in touristische Infrastrukturen überdenken........................................ 36 Neue Impulse für die Hotelbranche....................................................................................... 36 Fahrradwegenetz touristisch nutzen....................................................................................... 36 Potenziale des Kongresstourismus ausschöpfen.................................................................... 36 Finanzplatz.....................................................................................37 Unsere Analyse der Situation......................................................................... 37 Was wird die DP in den kommenden Jahren tun?........................................... 37 Finanzplatzstrategie ausarbeiten........................................................................................... 37 Innovation fördern und neue Produkte entwickeln................................................................. 37 Prozeduren beschleunigen und EU-Regelwerke rasch umsetzen............................................ 38 Klare Regeln für alle Finanzplatzakteure............................................................................... 38 Sicherheit für Anleger zum Markenzeichen machen............................................................... 38 Gegen vorliegendes Finanztransaktionssteuersmodell........................................................... 38 Fondsgeschäft weiter ausbauen............................................................................................. 39 Stärkung des Datenschutzes.................................................................................................. 39 Neue Geschäftsfelder im Privatkundenbereich besetzen........................................................ 39 Finanzplatz als Brückenkopf internationaler Unternehmen in der Euro-Zone ausbauen......... 39 Vermarktung des Finanzplatzes verbessern............................................................................ 40
  5. 5. 3 Medien und ICT............................................................................... 41 Unsere Analyse der Situation......................................................................... 41 Was wird die DP in den kommenden Jahren tun?........................................... 41 Presse und Medien......................................................................................... 41 Die Unabhängigkeit und Vielfalt der Presse garantieren......................................................... 41 Eine gezielte Medienerziehung gewährleisten......................................................................... 41 Den staatlichen „Service Information et Presse“ reformieren................................................. 41 Den Filmproduktionsstandort Luxemburg absichern.............................................................. 42 ICT-Standort..................................................................................................42 Den ICT-Standort weiter ausbauen........................................................................................ 42 Digitales Luxemburg.............................................................................................................. 42 IT-Lösungen für den Finanzplatz........................................................................................... 42 Digitales Archiv der Wirtschaft und des Staats ..................................................................... 43 Fort-Knox für Daten............................................................................................................... 43 IT-Forschungsprojekte fördern............................................................................................... 43 Vertreter unterschiedlicher Medienbereiche zusammen bringen............................................ 43 Den logistischen Arm des e-Commerce entwickeln................................................................ 43 Netzneutralität bewahren....................................................................................................... 44 Datenschutz stärken, Sensibilisierung und Information fördern............................................. 44 Selbstbestimmter Umgang mit Daten.................................................................................... 44 Sicherheitsarchitektur für personenbezogene Datenbanken................................................... 44 Datenschutzkommission mehr Mittel geben........................................................................... 45 Briefgeheimnis auf elektronische Nachrichten ausweiten....................................................... 45 No-Spy Abkommen................................................................................................................ 45 Landwirtschaft und Weinbau......................................................47 Unsere Analyse der Situation......................................................................... 47 Was wird die DP in den kommenden Jahren tun?........................................... 47 Auf Qualitätsprodukte setzen................................................................................................ 47 Verbraucherfreundliche Kennzeichnung garantieren.............................................................. 47 Junglandwirte fördern........................................................................................................... 47 Pachtrecht anpassen.............................................................................................................. 47 Bodenschutzgesetz ausarbeiten............................................................................................. 47 Landwirtschaftliche Arbeitsplätze erhalten............................................................................ 48 Die Wettbewerbsfähigkeit stärken.......................................................................................... 48 Strategie Landwirtschaft 2020.............................................................................................. 48 Ausbildung anbieten.............................................................................................................. 48 Biolandwirtschaft hervorheben.............................................................................................. 48 Forschung unterstützen......................................................................................................... 48 Kritisch gegenüber „grüner“ Gentechnik................................................................................ 49 Kooperativer Wasserschutz befürworten................................................................................ 49 Priorität für die Nahrungsmittelproduktion............................................................................ 49 Entbürokratisierung vorantreiben........................................................................................... 49 Weinbau fördern.................................................................................................................... 49 Arbeit.............................................................................................. 51 Unsere Analyse der Situation......................................................................... 51 Was wird die DP in den kommenden Jahren tun? .......................................... 51 Arbeitsrecht Sektor für Sektor überarbeiten........................................................................... 51 Moderate Lohnpolitik ............................................................................................................ 52
  6. 6. 4 Indexsystem und Solidarpakt für die Jugend......................................................................... 52 Neue Lohnmodelle testen...................................................................................................... 52 RMG und Mindestlohn: Leistung muss sich lohnen................................................................ 53 Arbeits- und Weiterbildungsagentur...................................................................................... 53 Private Arbeitsvermittlung ermöglichen................................................................................. 53 Beratungs- und Vermittlungsprozess verbessern.................................................................... 53 Kompetenzen der Stellenvermittler schärfen......................................................................... 53 Suchintensität steigern.......................................................................................................... 54 Für mehr Transparenz am Arbeitsmarkt sorgen...................................................................... 54 Orientierungskultur an den Schulen verbessern..................................................................... 54 Ausbildung praxisnaher gestalten.......................................................................................... 54 Arbeitsmarktinstrumente auf ihre tatsächliche Wirkung hin überprüfen und verbessern........ 55 Europäische Job-Garantie verwirklichen................................................................................ 55 Klare Ziele und Kriterien für Beschäftigungsinitiativen ......................................................... 55 Mitbestimmung qualitativ ausbauen...................................................................................... 55 „Reclassement“-Gesetzgebung überarbeiten......................................................................... 56 Krankheitsbedingten Fehlzeiten vorbeugen............................................................................ 56 Bildung............................................................................................57 Unsere Analyse der Situation......................................................................... 57 Was wird die DP in den kommenden Jahren tun? ..........................................58 Startchancen verbessern........................................................................................................ 58 Soziale Herkunft darf nicht über Erfolg entscheiden............................................................. 58 Schulautonomie stärken ....................................................................................................... 58 Kompetenzorientierter Unterricht allein löst keine Probleme................................................. 58 Sekundarschulreform inhaltlich verbessern............................................................................ 58 Schulklima und Schülerbetreuung verbessern........................................................................ 59 Individualisierter Unterricht................................................................................................... 59 Promotionskriterien an Bildungsziele und –Programme knüpfen........................................... 59 Freiheit bei der Auswahl von Studienfächern......................................................................... 59 Priorität für die Bildung für nachhaltige Entwicklung............................................................ 59 Berufsausbildung verbessern................................................................................................. 60 „Régime préparatoire“ von der Sackgasse zum Trampolin...................................................... 60 Reform der „éducation différenciée“..................................................................................... 60 Sprachliche Frühförderung .................................................................................................... 61 Zweisprachige Alphabetisierung ermöglichen......................................................................... 61 Mehrsprachigkeit anders fördern............................................................................................ 61 Entscheidungsfreiheit der Schulen stärken und Einführung eines Schuldirektors in der Grund- schule.................................................................................................................................... 62 Ernennung des Lehrpersonals reformieren............................................................................. 62 Stellenwert der Fachdidaktik stärken und mehr Fortbildungsangebote machen...................... 62 Pädagogische und didaktische Kompetenzen bei Sekundarschullehrern stärken.................... 62 Fachdidaktikexperten in den Sekundarschulen einführen....................................................... 63 Lehrbücher modernisieren..................................................................................................... 63 Lehrern einen umfassenden Pool an Lehrmaterialien zur Verfügung stellen........................... 63 Schule und Familie zusammenbringen................................................................................... 63 Spezielle Schulung für Lehrer für einen besseren Umgang mit Eltern von Kindern mit Migra- tionshintergrund.................................................................................................................... 64 Verbindliches Engagement der Eltern einfordern .................................................................. 64 Hochschulpolitik............................................................................................64 Qualitativ hochwertiges Studienangebot garantieren............................................................. 64 Luxemburg mit seiner Universität zum Innovationsstandort entwickeln................................. 64
  7. 7. 5 Innovation durch eine bessere Organisation.......................................................................... 65 Familienpolitik...............................................................................67 Unsere Analyse der Situation......................................................................... 67 Was wird die DP in den kommenden Jahren tun?...........................................68 Ein Recht auf einen qualitativ hochwertigen Betreuungsplatz................................................ 68 chèques-services reformieren................................................................................................ 68 Ein integriertes System der Kinderförderung......................................................................... 68 Qualitätsoffensive in der Kinderbetreuung............................................................................ 68 Klare Qualitätsstandards einführen und kontrollieren............................................................ 68 Sprachförderung: ein wichtiges Qualitätskriterium................................................................ 68 Emotionale Bindung fördern.................................................................................................. 69 In qualifiziertes Personal investieren..................................................................................... 69 Betreuungsstrukturen zu Familienzentren ausbauen.............................................................. 69 Heimbezogene Elternarbeit unterstützen............................................................................... 69 Umbau des Steuersystems soll Kinder fördern....................................................................... 69 Wohngeld bringt Familien mit Kindern mehr als heute.......................................................... 69 Jugendschutz evaluieren....................................................................................................... 70 Leihmutterschaft gesetzlich regeln........................................................................................ 70 Frühwarnsystem für Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern aufbauen..................................... 70 Elternrechte schützen............................................................................................................ 70 Geteiltes Sorgerecht einführen.............................................................................................. 70 Landesplanung und Wohnen ....................................................... 71 Unsere Analyse der Situation ...................................................................... 71 Was wird die DP in den kommenden Jahren tun? .......................................... 71 Preisentwicklung am Wohnungsmarkt brechen....................................................................... 71 Bauland mobilisieren............................................................................................................. 72 Öffentliches Bauland sofort mobilisieren............................................................................... 72 Öffentliche Hand soll sich auf Sozial- und Mietwohnungen sowie verbilligten Wohnungsraum konzentrieren......................................................................................................................... 72 Erbpachtvertrag und Mietkauf fördern................................................................................... 72 Grundsteuerreform soll mehr Angebot auslösen.................................................................... 72 Baulandspekulation uninteressant machen............................................................................ 72 Altbausanierungsprogramm mittels Klimabank umsetzen...................................................... 73 Subventionen und Förderinstrumente sozial und nachhaltig ausrichten................................. 73 Vorkaufsrecht und Enteignung gezielt und nur in Ausnahmefällen einsetzen......................... 73 Landesplanungsstau auflösen................................................................................................ 73 Endlich Rahmenbedingungen für eine konkrete Landesplanung schaffen.............................. 73 Landesplanung und Kommunalplanung aufeinander abstimmen.............................................74 Die Großregion – mehr als nur eine Bezeichnung für den Grenzraum ....................................74 Luxemburg-Stadt und Umgebung harmonisch planen............................................................74 Die „Nordstad“ als wichtigstes urbanes Zentrum ausbauen....................................................74 Die Südregion als Einheit sehen und weiterentwickeln........................................................... 75 Naturparks – ein Instrument der regionalen Entwicklung Im Norden und im Osten............... 75 Subventionspolitik im Sinne einer nachhaltigen integrativen Entwicklung............................. 75 Gezielte Standortauswahl bei den notwendigen Energieversorgungsanlagen auf Basis erneuer- barer Energietechnologien..................................................................................................... 75 Klimaschutz und Energiepolitik.................................................77 Unsere Analyse der Situation ........................................................................ 77 Was wird die DP in den kommenden Jahren tun? .......................................... 77
  8. 8. 6 Energiestrategie entwickeln....................................................................................................77 Klimabank schaffen............................................................................................................... 78 Vorfinanzieren statt subventionieren...................................................................................... 78 Eine Anlaufstelle für Planung, Finanzierung und Kontrolle.................................................... 78 Ausbau der erneuerbaren Energien mit neuen Instrumenten fördern .................................... 78 Altbausanierungsprogramm mittels Klimabank verwirklichen................................................. 78 Öffentliche Hand muss Vorbild sein....................................................................................... 79 Gezielt fördern, gerecht fordern............................................................................................ 79 Green Jobs fördern .............................................................................................................. 79 Nationale Maßnahmen müssen absolute Vorfahrt Genießen ................................................. 79 Gezielte Standortauswahl bei den notwendigen Versorgungsanlagen auf Basis erneuerbarer Energietechnologien.............................................................................................................. 80 Investitionen in die Stromnetze und Speicherkapazitäten ..................................................... 80 Strom aus erneuerbaren Energien fördern............................................................................. 80 Biotreibstoffe keine nachhaltige Energiequelle...................................................................... 80 Nein zur Atomenergie............................................................................................................ 80 Elektromobilität fördern......................................................................................................... 80 Ausstieg aus dem Tanktourismus vorbereiten.......................................................................... 81 Große Bedenken zu CCS-Technologie und „Fracking“............................................................. 81 Nachhaltigkeit, Natur– und Umweltschutz.............................. 83 Unsere Analyse der Situation.........................................................................83 Was wird die DP in den kommenden Jahren tun? ..........................................83 Für eine neue Kultur der Nachhaltigkeit................................................................................ 83 Nachhaltigkeitspolitik in allen Ministerien und Verwaltungen leben....................................... 83 Funktionales Naturschutzgesetz............................................................................................ 83 Naturschutzplan neu auflegen............................................................................................... 84 Biologische Stationen einsetzen............................................................................................ 84 Den Wald nachhaltig nutzen.................................................................................................. 84 Commodo-Incommodo.......................................................................................................... 84 Bodenschutzgesetz dringend notwendig................................................................................ 84 Kritisch gegenüber „grüner“ Gentechnik................................................................................ 84 Investitionen in hohe Wasserqualität..................................................................................... 85 Tierschutz ernst nehmen....................................................................................................... 85 Lärmbelästigung bekämpfen.................................................................................................. 85 Abfallwirtschaft ist Ressourcenpolitik.................................................................................... 85 Mobilität und Verkehr..................................................................87 Unsere Analyse der Situation ........................................................................ 87 Was wird die DP in den kommenden Jahren tun? .......................................... 87 Prozesse beschleunigen ........................................................................................................ 87 „MoDu“ konsequent umsetzen............................................................................................... 87 Grenzüberschreitende Mobilität und internationale Anbindung verbessern ........................... 88 Sanfte Mobilität fördern ....................................................................................................... 88 Busnetz überprüfen, Zubringerlinien und Rufbus im ländlichen Raum ausbauen .................. 88 Mobilitätszentrale weiter ausbauen........................................................................................ 88 In die Qualität des Straßennetzes und die Lebensqualität der Einwohner investieren............ 88 Schadstoffarme Fortbewegungsmittel begünstigen................................................................ 89 Verkehrssicherheit weiter verbessern..................................................................................... 89 Technische Kontrollen durch Werkstätte ermöglichen............................................................ 89 Restrukturierungsprozess von nationalen Fluggesellschaften aktiv begleiten........................ 89 Ausbau der Moselschleusen................................................................................................... 89
  9. 9. 7 Gesundheit und Pflege................................................................. 91 Unsere Analyse der Situation......................................................................... 91 Was wird die DP in den kommenden Jahren tun? .......................................... 91 Beitragserhöhungen vermeiden............................................................................................... 91 Missbräuche eindämmen........................................................................................................ 91 Keine Ausweitung des „tiers payant“-Prinzips........................................................................ 91 Konzept des Referenzarztes bilanzieren................................................................................ 92 Spezialisierung der Krankenhäuser vorantreiben.................................................................... 92 Budget nach erbrachter Leistung anstatt Globalbudget......................................................... 92 Ambulante Versorgung ausbauen........................................................................................... 92 Synergien zwischen Krankenhäusern herstellen..................................................................... 92 Qualität besser messen und dokumentieren.......................................................................... 92 Not-und Ersatzdienst reformieren.......................................................................................... 93 Rettungsdienste reformieren................................................................................................. 93 Niederlassung neuer Ärzte besser steuern............................................................................. 93 Patientenrecht stärken........................................................................................................... 93 Qualitäts- und Informationskultur für Patienten.................................................................... 94 Nomenklatur überarbeiten..................................................................................................... 94 Zeugungshilfetechniken fördern............................................................................................ 94 Rahmengesetz für die Stammzellenforschung....................................................................... 94 Präventionsstrategie.............................................................................................................. 94 AIDS weiter präventiv bekämpfen.......................................................................................... 94 Klare Regeln für Alternativmedizin ....................................................................................... 94 Anstrengungen für bessere Psychiatriedienste fortsetzen...................................................... 95 Gerichtsmedizin aufbauen..................................................................................................... 95 Mehr Organspenden ermöglichen ......................................................................................... 95 Angemessene Hilfe für Drogensüchtige................................................................................. 95 Kostenexplosion bei Pflegeversicherung verhindern.............................................................. 95 Sport...............................................................................................97 Unsere Analyse der Situation......................................................................... 97 Was wird die DP in den kommenden Jahren tun?........................................... 97 Schulsport stärken................................................................................................................. 97 Trainerausbildung und Ehrenamt fördern............................................................................... 97 Konsequente Förderung des Leistungs- und Spitzensports................................................... 97 Dopingbekämpfung konsequent fortsetzen............................................................................ 97 Renten............................................................................................ 99 Unsere Analyse der Situation.........................................................................99 Was wird die DP in den kommenden Jahren tun? ..........................................99 Altersarmut weiterhin konsequent bekämpfen....................................................................... 99 Finanziellen Spielraum der zukünftigen Generationen nicht einengen................................... 99 Rentenalter nicht erhöhen, Lebensarbeitszeit erhöhen.........................................................100 Eigenvorsorgeinstrumente steuerlich neu ausrichten............................................................100 Rentensplittingproblematik anpacken...................................................................................100 Rentensystem individualisieren.............................................................................................100 „Mammerent“ sozial staffeln ...............................................................................................100 Verfassung, Institutionen, Demokratie.....................................101 Unsere Analyse der Situation........................................................................ 101 Was wird die DP in den kommenden Jahren tun? ........................................ 102
  10. 10. 8 Good Governance.................................................................................................................102 Vertrauen in die politischen Organe stärken.........................................................................102 Parlament weiter öffnen und stärken....................................................................................102 Verfassungsentwurf fertigstellen im rahmen eines Referendums zur Wahl stellen................102 Das Verhältnis zwischen Glaubensgemeinschaften und Staat neu regeln..............................103 Dem Staatsrat erlauben seiner Rolle gerecht zu werden.......................................................103 Klare Fristen für die Erstellung von Staatsratsberichten.......................................................103 Formelle Einsprüche und Opportunitätsbekundungen müssen die richtige Gewichtung haben... 104 Europäische Texte dürfen nicht am Parlament vorbei in nationales Recht umgesetzt werden..... 104 Reform des Innenministeriums.............................................................................................104 Aufgaben der Gemeinden neu definieren .............................................................................104 Gemeindefinanzreform endlich verwirklichen........................................................................104 Subventionspolitik zugunsten der Gemeinden im Sinne einer nachhaltigen integrativen Ent- wicklung...............................................................................................................................105 Politische Mandate trennen, wo nötig...................................................................................105 Wahlgesetz überarbeiten......................................................................................................105 Trennung von Landes- und Europawahlen ............................................................................105 Wahlrecht ausdehnen...........................................................................................................105 Justiz und Sicherheit................................................................. 107 Unsere Analyse der Situation....................................................................... 107 Was wird die DP in den kommenden Jahren tun? ........................................ 107 Justiz........................................................................................................... 107 „Conseil supérieur de la Justice“ soll Unabhängigkeit der Justiz stärken............................. 107 Transparente Verhandlungen über Ressourcen der Justiz ....................................................108 Klare Weisungsbefugnis der Staatsanwaltschaft über Kriminalpolizei...................................108 Stärkung der Kriminalpolizei, vor allem im Bereich Wirtschafts- und Finanzkriminalität......108 Ermessenspielraum begründen.............................................................................................108 Digitale Justiz......................................................................................................................108 Mediation fördern.................................................................................................................108 Familienrichter einführen......................................................................................................108 Schnellere und Effizientere Justiz .......................................................................................109 Für einen differenzierten Strafvollzug..................................................................................109 Resozialisierungsvertrag für Drogenabhängige.....................................................................109 Pädagogische Strafen bei Verkehrsdelikten .........................................................................109 Jugendschutzgesetz reformieren..........................................................................................109 Rettungswesen............................................................................................. 109 Reform voran treiben............................................................................................................109 Nationale Rettungsschule mit Trainingszentrum................................................................... 110 Ganztägige Besetzung der Rettungszentren......................................................................... 110 Anerkennung des Benevolats................................................................................................ 110 Armee........................................................................................................... 110 Überlastung beenden............................................................................................................ 110 Mentalitätswandel fördern.................................................................................................... 110 Infrastrukturen modernisieren.............................................................................................. 110 Zusammenarbeit mit ADEM verbessern................................................................................. 111 Generalstab in Militärzentrum integrieren ............................................................................ 111 Anschaffungspolitik überdenken............................................................................................ 111 BENELUX-Armee vorantreiben .............................................................................................. 111
  11. 11. 9 Polizei............................................................................................................111 Reform der IGP...................................................................................................................... 111 Personalmanagement und Administrative Vereinfachung....................................................... 111 Stärkere Präsenz in den Regionen.........................................................................................112 Videoüberwachung nicht weiter ausbauen..............................................................................112 Reform des Polizeigesetzes...................................................................................................112 Kompetenzen der Agents municipaux ausweiten....................................................................112 Geheimdienst................................................................................................ 112 Staatsminister muss Verantwortung übernehmen...................................................................112 Loyalität gegenüber dem Staat..............................................................................................113 Strenge interne Standards für Arbeitsprozesse......................................................................113 Parlamentarische Kontrolle ausbauen....................................................................................113 Missstände müssen obligatorisch gemeldet werden...............................................................113 Gesetzliche Basis schaffen für Bekämpfung von Wirtschaftsspionage ..................................113 „Private Intelligence“ kontrollieren........................................................................................113 Karenzzeit von 5 Jahren........................................................................................................114 No-Spy-Abkommen...............................................................................................................114 Aufarbeitung der SREL-Archive.............................................................................................114 Gesellschaftspolitik...................................................................115 Unsere Analyse der Situation........................................................................ 115 Was wird die DP in den kommenden Jahren tun?.......................................... 115 Sprachenbarrieren im Schulsystem abbauen..........................................................................115 Bei Krisenimmigration keine falschen Hoffnungen aufkommen lassen...................................116 Internationale Kooperation mit Immigrationsländern anstrengen ..........................................116 Schnelle, aber gerechte Asylprozeduren garantieren..............................................................116 Zugang zur luxemburgischen Nationalität nicht unnötig erschweren.....................................116 Politische Partizipation der ausländischen Mitbürger stärken................................................116 Bevormundung der Frau bei Schwangerschaftsabbruch beenden...........................................117 Gleichgeschlechtliche Paare in allen Belangen gleichstellen..................................................117 Verständnis entgegenbringen für trans- und intersexuelle Menschen ...................................117 Hilfe für Menschen mit Behinderung.....................................................................................117 Häusliche Gewalt weiter bekämpfen.......................................................................................118 Scheidungsrecht reformieren.................................................................................................118 Das Verhältnis zwischen Glaubensgemeinschaften und Staat neu regeln...............................118 Religionsunterricht abschaffen, Werteunterricht einführen....................................................118 Kultur............................................................................................119 Unsere Analyse der Situation........................................................................ 119 Was wird die DP in den kommenden Jahren tun?.......................................... 119 Den „Kulturpakt” einlösen.....................................................................................................119 Den freien Zugang zur Kultur fördern....................................................................................119 Bei der Erziehung ansetzen...................................................................................................119 Kultur als Integrationsfaktor..................................................................................................119 In Kulturschaffende investieren............................................................................................120 Proaktive Partnerschaft zwischen Staat, Kunst und Kultur....................................................120 Kulturministerium als offene Begegnungs- und Kreativstätte...............................................120 Mangel an Proberäumen und Ateliers beheben.....................................................................120 Förderung unserer Künstler im In- und Ausland...................................................................120 Angemessene soziale Rahmenbedingungen für Künstler .....................................................120 Klare Regeln zur Kulturförderung einführen .........................................................................121
  12. 12. 10 Das materielle und immaterielle nationale Kulturerbe schützen ............................................121 Staat und Öffentlicher Dienst................................................. 123 Unsere Analyse der Situation ...................................................................... 123 Was wird die DP in den kommenden Jahren tun?......................................... 123 Für ein Konzept eines „offenen Staats“................................................................................ 123 Entscheidungsfindungsprozesse und Entscheidungen offen legen........................................ 123 Transparente Prozesse zeigen Verantwortlichkeiten.............................................................. 124 Transparente Prozesse führen zu mehr Effizienz und Vertrauen............................................ 124 Digitalisierung des Staatsapparats ...................................................................................... 124 Selbstbestimmter Umgang mit Daten................................................................................... 124 Bürgerbüros oder regionale Verwaltungszentren schaffen .................................................... 125 Anpassung der Öffnungszeiten ............................................................................................ 125 Rahmengesetz für die Einrichtung öffentlichen Rechts........................................................ 125 Mobilität wird von den Beschäftigten im öffentlichen Dienst erwartet.................................. 125 Mitarbeitermotivation und moderne Personalführung .......................................................... 125 Einführung von Managementkursen für Verwaltungsdirektoren............................................. 126 Festsetzung einer Probezeit für Verwaltungsdirektoren......................................................... 126 Keine außerordentliche Entlassungsprozedur im Staatsdienst.............................................. 126 Durch eine Anpassung des Disziplinarrechts schnellere und gerechtere Verfahren gewähr- leisten................................................................................................................................... 126 Pflichten der Beamten in die dafür vorgesehene Gesetzgebung einschreiben....................... 127 Fließender Übergang vom aktiven Dienst in den Ruhestand bringt Vorteile für Verwaltung und Beamte ................................................................................................................................ 127 Sozialdialog pflegen............................................................................................................. 127 Gehälterabkommen nicht finanzierbar.................................................................................. 127 Wechsel zwischen Privatsektor und öffentlichem Dienst attraktiver gestalten......................128 Aussenpolitik, Entwicklungshilfe, Sicherheits- und Verteidigungspolitik.................................................................. 129 Unsere Analyse der Situation....................................................................... 129 Was wird die DP in den kommenden Jahren tun?......................................... 129 Eine starke europäische Zusammenarbeit............................................................................. 129 Alle EU-Mitgliedsländer müssen gleich sein......................................................................... 129 EU-Ratsvorsitz vorbereiten...................................................................................................130 Eine aktive Außenpolitik im Dienste der Wirtschaft..............................................................130 Zusammenarbeit bei Benelux und Großregion vertiefen.......................................................130 Effiziente Entwicklungshilfe leisten......................................................................................130 Sicherheits-und Verteidigungspolitik.....................................................................................131 Stärkung der demokratischen Kräfte in Europa und der Welt.................................................131 Rolle der Vereinten Nationen stärken.....................................................................................131
  13. 13. 11 “Zum Wesen der Liberalen gehört der Optimismus, der ihnen das Vertrauen in die Zukunft gibt, sowie die Kraft die Gesellschaft zu verbessern und sie ein Stück weit gerechter zu machen.” DP-Grundsatzprogramm Besser Léisunge fir eist Land Die Eckwerte einer liberalen Politik, wie die Demokratische Partei sie lebt, sind Verantwortung, Ehrlichkeit, Solidarität, Partizipation und Innovation. Das vorliegende Wahlprogramm hat sich diesen Prinzipen voll und ganz verschrieben. Denn sie sind mehr denn je gefragt um die großen Herausforderungen, die sich unserem Land heute stellen, bewältigen zu können. Die DP stellt sich dem Wähler mit einer verantwortungsvollen Politik im Umgang mit den öffentlichen Finanzen. Einer Politik, mit der auch die kommenden Generationen den nötigen Handlungsspielraum haben, um ihre Zukunft selber gestalten zu können. Die DP ist deshalb die Stimme derjenigen Bürger, die mit einer ehrlichen Reformpolitik unser Land auf die Zukunft vorbereiten wollen! Das Vertrauen der Bürger in die Politik hat in den vergangenen Jahren des Stillstands und der Affären stark gelitten. Die DP will dieses Vertrauen zurück gewinnen mit einer Politik, die voll und ganz auf Ehrlichkeit, Transparenz und Rechtsstaatlichkeit setzt. Die DP ist deshalb die Stimme derjenigen Bürger, für die der Staat auf funktionierenden und modernen Institutionen aufbaut. Die DP stellt sich dem Wähler mit einer Politik die auf Solidarität aufbaut und diese auch vorlebt. Die großen Probleme unseres Landes werden wir nur lösen können, wenn alle gemeinsam an einem Strang ziehen. Die DP ist deshalb die Stimme derjenigen Bürger, die bereit sind ihren fairen Beitrag zu einem gemeinsamen Zukunftsprojekt für unser Land zu leisten! Für die DP darf die Politik die Menschen nicht bevormunden und Ihnen von Oben herab diktieren, was am Besten für sie ist. Die DP steht vielmehr für einen neuen Politikstil, der auf die Bürger zugeht und sie partizipieren lässt. Die DP ist deshalb die Stimme derjenigen Bürger, die in einen konstruktiven Dialog und Austausch mit der Politik treten wollen. Die DP stellt sich dem Wähler aber auch mit innovativen Ideen die belegen, dass unser Land noch Potenziale hat, die genutzt werden können. Wir wissen, wie man mit weniger Mitteln eine bessere Politik macht. Die DP ist deshalb die Stimme derjenigen Bürger, die wissen dass Luxemburg es besser kann und deshalb der Zukunft zuversichtlich entgegen schauen! Die DP ist deine Stimme für die Zukunft ! Charles Goerens Xavier Bettel Maggy Nagel Claude Meisch
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  15. 15. 13 Haushaltspolitik Unsere Analyse der Situation Um unser Land auf die großen Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten, brauchen wir einen effizienten und handlungsfähigen Staat. In den vergangenen Jahren hat Luxemburg enorme Defizite aufgetürmt und die öffentliche Verschuldung ist rasant gestiegen. Innerhalb von nur fünf Jahren, sprich seit 2009, hat sich die öffentliche Schuld verdreifacht von 6,7% auf 20,8% des Bruttoinlandprodukts. 2013 beträgt die Pro-Kopf-Verschuldung 13.600 EUR. Das Haushaltsdefizit wird voraussichtlich die 2 Milliarden Euro-Marke überschreiten. Das Defizit pro Einwohner lag im Jahr 2012 bei -684 EUR, während Deutschland ein Plus von 50 EUR pro Einwohner erarbeitet hat. Die Arbeitslosenquote ist explodiert: rund 21.000 Menschen sind auf der Suche nach einer Arbeit, eine Steigerung von fast 30% seit 2009. Es ist dabei nur ein schwacher Trost, dass wir im europäischen Vergleich bei einigen Parametern nicht unter den letzten Ländern rangieren. Die Tatsache, dass die öffentlichen Finanzen sich derart rasant verschlechtert haben, bereitet uns große Sorgen. Jedes Jahr geben wir im Zentralstaat mehr aus, als wir einnehmen: Allein für 2015 rechnet die Regierung mit einem Defizit von 2 Milliarden EUR. Wir müssen demnach jeden 7. Euro mit Schulden gegenfinanzieren. Wird diese Politik einfach fortgesetzt, gerät der für die Finanzwelt so wichtige AAA-Status unseres Landes in Gefahr. Die finanzielle Lage wird sich auf Kosten der kommenden Generationen weiter verschlimmern, wenn wir nicht sehr schnell gegensteuern. Wir können keine Ausgabenprogramme mehr auf grenzenloses Wachstum aufbauen. Wir müssen heute und nicht erst morgen gegensteuern. Wer das Gegenteil behauptet, macht Politik auf Kosten der kommenden Generationen. Denn die Schulden von heute sind die Steuererhöhungen von morgen. Sie würden auf Kosten des Wirtschaftsstandorts, der Arbeitsplätze, des Sozialstaats gehen. Sie würden die Zukunft verbauen. Es wird kein Weg an einer Konsolidierungspolitik vorbeiführen. Denn die Zukunft können wir nur auf soliden Finanzen aufbauen. Nur so können wir die Gestaltungsspielräume schaffen, die wir benötigen, um die Zukunft vorzubereiten: für eine bessere Bildung und für gute Startchancen ins Leben für alle und für sichere Arbeitsplätze. Die Potenziale in den öffentlichen Haushalten sind enorm. So lagen 2011 die öffentlichen Gesamtausgaben in Luxemburg bei 34.400 EUR pro Einwohner, während sie zur selben Zeit in Deutschland 14.400 EUR pro Einwohner betrugen. Wir wollen deshalb öffentliche Gelder effizient, zielgenau und gerecht einsetzen. Wir wollen mit weniger Geld eine bessere und gerechtere Politik machen. Konsolidierungspolitik wurde in den vergangenen Jahren meistens hinter verschlossenen Türen diskutiert. Das Luxemburger Sozialmodell, das sich u.a. an der „Tripartite“ festmachen lieβ , ist dabei an seine Grenzen gestoßen. Die Verhandlungspartner konnten sich nicht einmal auf eine gemeinsame finanzielle Analyse der Situation, geschweige denn auf die Eckpunkte eines Reformplans festlegen. Das lag nicht zuletzt auch daran, dass die Regierung ihren Gestaltungsspielraum ungenutzt ließ und ihre Rolle vornehmlich als Vermittler zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber gesehen hat. Sie hat es versäumt, die „Tripartite“ ernsthaft vorzubereiten und eine Führungsrolle zu übernehmen. Vollständige finanz- und wirtschaftpolitische Analysen liegen bis heute nicht vor. An die Regierung ergangene Aufträge des Parlaments, beispielsweise um steuerpolitische Rechenmodelle vorzulegen, wurden nicht erfüllt. Ein konkreter politischer Fahrplan wurde mangels Einigkeit in der gescheiterten Koalition nie vorgelegt. In der Luxemburger Gesellschaft gibt es einen breiten Konsens darüber, dass es so nicht weitergehen kann. Die Zeiten sind vorbei, wo die Menschen die Augen verschlossen und sich mit trügerischen Sicherheitsparolen haben einlullen lassen. Nicht ein politischer Übervater, sondern nur wir alle gemeinsam können und müssen diese Herausforderungen meistern. Die Menschen sind bereit für Veränderungen. Wer die DP wählt, will Veränderungen, die nachvollziehbar und gerecht sind. Unser Konzept baut auf diesem Wunsch auf. Die DP will sich den politischen Herausforderungen stellen.
  16. 16. 14 Mit klaren Zielen, klaren Analysen und einem klaren Fahrplan. Wir wollen eine sichere Zukunft gewährleisten und wir sind bereit, politisch zu handeln. Dass die DP das kann, hat sie vielfach mit Erfolg unter Beweis gestellt. Was wird die DP in den kommenden Jahren tun? Konsolidierungspolitik bei Ausgabenseite ansetzen Die DP setzt bei ihrer Konsolidierungspolitik in erster Linie bei der Ausgabenseite an. Bevor wir bereit sind über Steuererhöhungen zu diskutieren, wollen wir die Steuereinnahmen besser und effizienter einsetzen, d.h. mit weniger Geld eine bessere Politik machen. Durch das Zurückstufen von Investitionsprogrammen entsteht ein Gegeneffekt auf der Wachstumsseite. Diesen Gegeneffekt wollen wir auffangen mit einer zukunftsgerichteten Wachstumsstrategie sowie mit geschickten Strukturreformen, z.B. am Arbeitsmarkt, in der Forschung, in der Landesplanung und den öffentlichen Prozeduren. Sollten diese Konsolidierungsmaßnahmen nicht ausreichen, sind wir bereit notfalls über Steuererhöhungen zu diskutieren. Kassensturz und Konsolidierungsplan Wir haben den Verdacht, dass die finanzielle Situation bei der öffentlichen Hand zum Teil schlimmer ist, als bisher zugegeben. Der wirkliche Finanzierungsbedarf etwa bei den Sozialversicherungen ist bisher noch unklar. Deshalb wollen wir Transparenz durch einen schnellen und schonungslosen Kassensturz (Finanzaudit) schaffen. Wir wollen die Diskussion versachlichen, indem wir alle notwendigen Zahlen und Analysen innerhalb von drei Monaten erarbeiten und auch den Bürgern zur Verfügung stellen. Wir wollen über diesen Weg mehr Kostentransparenz schaffen, um sowohl die Notwendigkeit als auch die Potenziale von Kostensenkungen ausloten zu können. Dabei sollen alle mittelfristigen Risiken und demographischen Faktoren in die Analysen und Prognosen einfließen (Kostenentwicklung bei Sozialsystemen, durch Arbeitslosigkeit bedingte Kosten und Mindereinnahmen, Auswirkungen der europäischen Steuerpolitik auf Luxemburg,…). Vertrauen gewinnen durch Konsolidierungsplan innerhalb eines klaren Zeitrahmens Wir wollen nach dem Kassensturz einen Konsolidierungsplan innerhalb von sechs Monaten vorlegen. Mit dem Ziel Vorhersehbarkeit zu schaffen, wollen wir das Haushaltsdefizit innerhalb eines klaren Zeitrahmens abbauen. Der Zeitrahmen ergibt sich aus den Resultaten des Kassensturzes, den europäischen Auflagen sowie der Notwendigkeit, Defizitabbau und Wirtschaftswachstum und damit Arbeitsplatzsicherung und –ausbau in Einklang zu bringen. Wir werden allen öffentlichen Akteuren klare haushaltspolitische Vorgaben machen, an denen sie sich orientieren müssen. Alle Vorschläge sollen transparent auf ihre Auswirkungen auf Wirtschaft, Beschäftigung und private Haushalte dokumentiert werden. Wir werden bei den bestehenden Ausgaben- und Transferprogrammen überprüfen, ob die ursprünglichen politischen Zielsetzungen in den jeweiligen Politikbereichen heute noch so gegeben sind bzw. ob dieselben Ziele nicht mit weniger Mittel erreicht werden können. Wir werden darüber hinaus, Bereich für Bereich klären, welche Bevölkerungs- bzw. Empfängergruppen besonders und welche weniger unterstützt werden müssen. Mehr Reformdruck durch internen Stabilitätspakt anstreben Um mehr Effizienz und Reformdruck in den einzelnen Ressorts entstehen zu lassen, um die Verschwendung von Steuergeldern zu verhindern und um eine breit angelegte Konsolidierungsaktion in allen öffentlichen Bereichen zu verwirklichen, streben wir einen „internen Stabilitätspakt“ zwischen Staat, Gemeinden, öffentlichen Einrichtungen und konventioniertem Sektor an. Im Rahmen dieses Pakts sollen alle Verantwortungsträger sich der Haushaltskonsolidierung systematisch und nachvollziehbar verpflichten. Wir wollen in Zukunft die Haushaltsführung und -kontrolle nicht nur auf
  17. 17. 15 die Einhaltung von Gesetzen und Verfahren beschränken, sondern den Fokus auf die Wirtschaftlichkeit und die Resultate der jeweiligen Ausgabenprogramme legen, mit dem Ziel öffentliche Gelder effizienter einzusetzen. Mit weniger Geld eine bessere Politik machen Hohe Ausgaben sind nicht mit einer guten Politik gleichzusetzen. Unsere Politik ist es, klare politische Ziele zu setzen, sie transparent zu messen und sie effizient bzw. mit minimalem Kostenaufwand zu erreichen. Die „circulaire budgétaire“ des Haushaltsministers ließ in der Vergangenheit keinen wahren Reformdruck entstehen. Dazu kommt, dass in den politischen Kommentaren hohe Sozialausgaben für gute Sozialpolitik stehen. Das führt dazu, dass Jahr für Jahr immer wachsende Budgets weitergeschrieben werden, ohne die tatsächlichen Auswirkungen der investierten Mitteln zu überprüfen, zu hinterfragen, und mit den Gesellschafts- und Regierungszielen zu vergleichen. Wir wollen deshalb in Luxemburg eine neue politische Kultur schaffen, bei der es um das möglichst effiziente Erreichen der gesteckten politischen Ziele geht. Wir wollen verantwortlich mit den uns zur Verfügung gestellten Steuergeldern umgehen, und mit weniger Mittel eine bessere Politik machen. In diesem Geiste stellt sich die DP gegen eine undifferenzierte „Rasenmäherpolitik“, bei der alle Ausgabenprogramme oder gar öffentliche Gehälter blind gekürzt werden, eine Politik wie sie in der Vergangenheit mehrfach vom Haushaltsminister angekündigt wurden. Das Verantwortungsbewusstsein eines jeden Einzelnen, der mit öffentlichen Geldern umgeht, ob Minister, Gemeindeverantwortlicher oder Beamter, muss gestärkt werden. Generell werden wir die Haushaltspolitik so gestalten, dass sie nicht weiter input-orientiert, sondern ergebnisorientiert ist. Das heißt, nicht die Höhe der Ausgabe für einen bestimmten Budgetposten ist wichtig, sondern das Erreichen des mit dem Budgetposten verbundenen politischen Ziels. Dies erlaubt uns auch einen für die Menschen nachvollziehbaren Politikwechsel in den Sozial- und Transferhaushalten. Wir sind überzeugt davon, dass eine effiziente und aktive Sozial- und Familienpolitik auch mit geringeren finanziellen Mitteln machbar ist. Dabei darf sich die Diskussion um die „soziale Selektivität“ nicht auf die Definition von „breiten und schmalen Schultern“ beschränken. Vielmehr geht es darum, die Ziele der Sozialpolitik bzw. die durch die bestehende Politik produzierten Ergebnisse in einer ersten Phase kritisch zu hinterfragen, ehe über die Umverteilungsmechanismen diskutiert werden kann. Selektivität muss deshalb auch mit den Politikinhalten in Verbindung gebracht werden: Welche Ziele stellen eine Priorität dar und wie können sie effizient erreicht werden? Dies kann deshalb beispielsweise gleichbedeutend sein mit einer stellenweise stärkeren finanziellen Unterstützung verschiedener Empfängergruppen bzw. zu unterschiedlichen Lebensabschnitten, dort wo es sozial am nötigsten ist. Lebenssituation der Menschen bei Reformen berücksichtigen Für uns ist ganz klar, dass wir die Lebenssituation der Menschen bei allen Reformbemühungen berücksichtigen müssen. Wir werden aufgrund einer eingehenden Analyse Programme entweder auslaufen lassen oder durch andere Mechanismen ersetzen (z.B. Vorfinanzierung statt Subvention). Wir wollen die Tatsache berücksichtigen, dass Menschen Investitionen aus Vertrauen an bestehende gesetzliche Regelungen getätigt haben. Uns ist sehr viel daran gelegen, dass die Menschen sich auf die neue durch die Konsolidierungspolitik entstehende Situation einstellen können, damit wir neue Härtefälle vermeiden und nicht auf Unverständnis bei den Betroffenen stoßen. Wirkungslose Subventionspolitik neu ordnen oder beenden Darüber hinaus stellen wir fest, dass oftmals gut gemeinte Subventionspolitik zum Teil völlig an den Zielen vorbeischießt bzw. nicht dazu beiträgt die gesetzten Ziele zu erreichen. Im Energie- oder Wohnungsbereich bleiben viele Subventionen wirkungslos, weil die ursprüngliche Zielsetzung heute
  18. 18. 16 nicht mehr gegeben ist, weil sie an den richtigen Empfängergruppen vorbeizielen, oder weil sie über Jahre hinweg vom Markt regelrecht eingepreist wurdenWir stehen zum Prinzip „fördern und fordern“: Wenn wir uns gemeinsame Ziele setzen, dann müssen diese Ziele bis zu einem festgelegten Termin erreicht werden. Über dieses Stichdatum hinaus müssen etwaige Subventionen neu geregelt oder gestrichen werden. Wir wollen sämtliche bestehenden staatlichen Förderinstrumente in diesem Sinne überprüfen und neu ordnen. Oft bringen Vorfinanzierungsinstrumente mehr Wir sind darüber hinaus der Meinung, dass Subventionen nicht immer das beste Mittel darstellen, um gesetzte Ziele zu erreichen. Subventionen riskieren den Nachteil zu haben, dass ihr Wirkungsgrad gering bleibt, selten echte Marktdynamik in den geförderten Bereichen entsteht und am Ende hohe Ausgaben bescheidenen Resultaten entgegenstehen. Wir wollen, dass generell darüber nachgedacht wird, wo und in welchen Bereichen die öffentliche Hand sinnvollerweise die Menschen und Unternehmen durch Vorfinanzierungsmechanismen unterstützen kann. Gelder, die dem Staat nicht verloren gehen. Wir fordern beispielsweise seit längerem die Vorfinanzierung von Investitionen in die erneuerbaren Energien. Andere Bereiche, wie etwa der Wohnungsbereich generell, sollten in derartige Überlegungen mit eingeschlossen werden. Gemeindefinanzreform endlich verwirklichen Weil wir der Meinung sind, dass öffentliche Ausgaben sich an klaren Zielen und Aufgaben orientieren müssen, wollen wir eine Gemeindefinanzreform verwirklichen vor dem Hintergrund des Berichts des zum Thema Territorialreform eingesetzten parlamentarischen Ausschusses aus dem Jahr 2008. Die vergangenen Jahre waren in diesem Sinn verlorene Jahre, weil der Innenminister die parlamentarischen Vorgaben nicht umgesetzt hat. Die Regierung hat sogar neue Finanzierungsmechanismen wie z.B. den „pacte logement“ in der Vergangenheit auf das bestehende Finanzierungssystem gepackt mit dem Resultat, dass die Effizienz der öffentlichen Ausgabenpolitik weiter gelitten hat. Wir wollen keine sterile Debatte darüber führen, ob alle Gemeinden mehr oder weniger Geld in Zukunft bekommen sollen und welche Gemeinde bevor- oder benachteiligt wird. Vielmehr geht es darum, auch in der Gemeindepolitik mit weniger Geld eine bessere Politik zu gewährleisten. Eine bessere Politik beruht auf einer bedarfsorientierten Finanzierung aufgrund transparenter Kriterien, wobei nationale, regionale und lokale Aufgabenbereiche unterschieden werden müssen. Automatische Steigerung der Ausgaben nicht zusätzlich anheizen Wir müssen verschiedene sogenannte Automatismen, die also die Ausgaben in den öffentlichen Haushalten automatisch ansteigen lassen, in den kommenden Jahren stoppen oder zumindest abbremsen, um den finanziellen Spielraum, den wir zur Vorbereitung der Zukunft benötigen, nicht weiter einzuengen. Dabei hat die DP in der Vergangenheit wiederholt kritisiert, dass die Regierung ungeachtet der schwierigen Finanzsituation ihre Politik mit dem Scheckheft fortgesetzt hat. Reformen wurden regelrecht gekauft. Jüngstes Beispiel war die Reform im öffentlichen Dienst, die mit einer Punktwerterhöhung als Gegenleistung erkauft werden sollte. Dieser Schritt war umso unverständlicher als am gleichen Tag der Präsentation des Abkommens mit dem öffentlichen Dienst, der Finanzminister weitere Sparanstrengungen in den öffentlichen Haushalten eingefordert hatte. Die DP ist der Meinung, dass eine derartige Scheckheftpolitik nicht zu verantworten ist, weil sie in Zeiten von Haushaltsdefiziten nur noch mit Steuererhöhungen oder neuen Schulden finanzierbar ist. In guten Zeiten muss der öffentliche Dienst sowie alle Bereiche, deren Lohnstrukturen sich am öffentlichen Dienst orientieren, an der positiven wirtschaftlichen Entwicklung teilhaben können. In schlechten Zeiten sind deshalb im Umkehrschluss Punktwerterhöhungen nicht vertretbar. Durch eine effiziente Personalpolitik und ein effizientes Personalmanagement muss die Gehältermasse im allgemeinen öffentlichen Dienst und im konventionierten Sektor im Griff behalten werden.
  19. 19. 17 Inflation aktiv bekämpfen Das beste Mittel, um die Kaufkraft der Menschen und die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft zu erhalten, ist eine niedrige Inflation. Wirtschaft und Arbeitnehmer haben ein gemeinsames Interesse an einer niedrigen Inflation. Wir wollen in diesem Sinn zusammen mit allen Beteiligten ein Inflationsbekämpfungsabkommen schließen, um die Preisgestaltung von Produkten und Dienstleistungen, öffentlichen wie privaten, nicht ausufern zu lassen. Wir wollen in diesem Zusammenhang auch überprüfen, ob sich eine sogenannte Desindexierung der Wirtschaft (z.B. Mietverträge und Dienstleistungsverträge) positiv auf die Wirtschaft und die Beschäftigung auswirken könnte. Indexsystem und Solidarpakt für die Jugend Die Regierung hat sich im Anschluss an die gescheiterte „Tripartite“ bei der Frage des Index darauf geeinigt bis 2014, nur maximal eine Indextranche pro Jahr anfallen zu lassen. Diese Entscheidung läuft nach 2014 aus, so dass sich die Frage der Zukunft des Index erneut stellt. Wir denken, dass die Solidarität in der Gesellschaft bestehen bleiben muss. Wir rufen deshalb zu einem solidarischen Akt in der Indexfrage für diejenigen auf, die zurzeit am meisten unter der Wirtschaftskrise zu leiden haben, nämlich den jugendlichen Arbeitslosen. Der Verlust der Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft trifft sie am härtesten. Wir wollen deshalb mit den Arbeitgebern und Arbeitnehmern einen „Solidarpakt für die Jugend und gegen die Jugendarbeitslosigkeit“ aushandeln. Wir wollen seitens der Arbeitgeber ein Engagement bekommen, die Jugendarbeitslosigkeit zusammen mit der ADEM spürbar zu verringern bzw. die Ausbildung vieler Jugendlicher zu verbessern. Als Gegenleistung schlagen wir vor, zumindest eine Indextranche ausfallen zu lassen. Die Anpassung darf maximal einmal pro Jahr erfolgen, um die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu steigern und die Mittel frei zu machen für eine aktive und messbare Politik gegen die Jugendarbeitslosigkeit. Diesen Solidarpakt wollen wir umgehend aushandeln. Wir wollen darüber hinaus den Warenkorb überarbeiten bzw. die Gewichtung verschiedener Produkte (Tabak, Energie,…) neu ordnen und den Mechanismus dauerhaft auf maximal eine Indextranche pro Jahr begrenzen. Die DP möchte an dieser Stelle klarstellen, dass sie den sogenannten „gedeckelten Index“ ablehnt, weil er keine zusätzliche Luft für die Unternehmen und damit für sichere Arbeitsplätze bringt und darüber hinaus neue Spannungen im Lohngefüge bewirken wird. Öffentliche Anteile in privaten Unternehmen neu ordnen und strategisch ausrichten Nicht zuletzt die Cargolux-Affäre bzw. der Einstieg des Emirats Katar in das Kapital der Cargolux hat gezeigt, dass die strategischen öffentlichen Beteiligungen am Kapital von privaten Unternehmen mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden sind, und zwar besonders dann, wenn zukunftsweisende unternehmerische Entscheidungen gefragt sind. Wir wollen deshalb eine Gesamtstrategie ausarbeiten, um die Anteile professioneller, aktiver und zielorientierter zu nutzen, Unternehmen privaten Rechts industriegerecht zu unterstützen und damit Arbeitsplätze zu sichern und zu schaffen. Es geht uns darum, das Vertrauen ausländischer Investoren zu stärken. Wir werden deshalb alle staatlichen Anteile in einer Gesellschaft bündeln, die von Experten im Rahmen eines klaren öffentlichen Auftrags mit klaren und überprüfbaren Kriterien geführt wird. Prioritäten für öffentliche Investitionen in wachstumsrelevante Infrastrukturen Unser Land hat nach wie vor einen sehr hohen Investitionsbedarf, um einerseits die Folgen des Wirtschaftswachstums vergangener Tage zu beherrschen (z.B. Mobilität, Kindertagesstätten, Bildung, Kläranlagen,…) und andererseits die Zukunft aktiv vorzubereiten. Wir werden in den
  20. 20. 18 kommenden Jahren klare Prioritäten bei den öffentlichen Investitionen setzen müssen, wobei das Hauptaugenmerk vor allem auf die Bereiche Bildung und Forschung sowie dem Ausbau der wirtschaftlich notwendigen öffentlichen Infrastrukturen (Mobilität, Energie…) zu legen ist. Wir denken allerdings, dass wir uns zusätzlichen Spielraum schaffen können, indem wir alternative Finanzierungsmethoden bei öffentlichen Investitionen (Bau und Betrieb) prüfen. Effizienter bauen und bewirtschaften Beim Bau öffentlicher Infrastrukturen gehen Jahr für Jahr enorme Summen verloren, weil zum Teil schlecht geplant, überinvestiert (z.B. unverhältnismäßig teure Materialien zum Einsatz kommen) und nicht termingerecht gebaut wird. Wir wollen deshalb schneller und funktionaler, d.h. in der Summe wesentlich kostengünstiger bauen lassen. Mittel dazu sind eine gründlichere Vorabplanung, aufgebaut auf klaren und bindenden Lastenheften, bei denen die Kosten vordefiniert sind („design to cost“). Um besser und kostengünstiger bauen zu können bzw. um die wirklichen Bedürfnisse und Ziele eines Bauvorhabens möglichst kosteneffizient zu erfüllen, werden wir die Regelungen betreffend die öffentlichen Ausschreibungen anpassen. Darüber hinaus sind wir der Meinung, dass wir den öffentlichen Immobilienpark sanieren und neu strukturieren sollten. Dem Luxemburger Staat gehören rund 1.500 Gebäude mit einem Gesamtvolumen von 14 Millionen Kubikmetern. In der Stadt Luxemburg allein hat der Staat insgesamt 170.000 m2 Büroflächen gemietet. Wir wollen eine aktive Politik mit öffentlichen Immobilien betreiben und eine neue Kultur der Bewirtschaftung und Steuerung zwecks Optimierung der Funktionalität und der Kosten. Ziele bei Transfersystemen neu ordnen Viele Steuer- und Transferinstrumente sind derart angelegt, dass sie ein bestimmtes Verhalten fördern wollen. In den vergangenen Jahrzehnten wurde ein Instrument auf das andere gebaut, ohne dass die Zielsetzungen aus heutiger Sicht noch klar erkennbar wären. Darüber hinaus hat sich der versprochene Lenkungseffekt des einen oder anderen Instruments als unzureichend entpuppt, teilweise wird sogar Gegensätzliches gefördert. Wir wollen deshalb eine grundsätzliche Diskussion darüber führen, was wir wie in unserem Steuer- und Transfersystem fördern wollen. Viel zu oft fördern wir in Luxemburg Gegenteiliges: So wollen wir beispielsweise die Menschen dazu bewegen, auf den öffentlichen Transport umzusteigen, fördern allerdings parallel den Individualverkehr über Steuer- und Transfermaßnahmen. Dies können wir uns auf Dauer nicht leisten. Deshalb werden wir zügig schlüssige Entscheidungen aufgrund einer Ergebnis offenen geführten Diskussion treffen. Subventionen im Wohnungsbau selektiv und nachhaltig machen Die Wohnungspreise sind trotz unzähliger Fördermechanismen in den vergangenen Jahren gestiegen. Mit ihnen ist der Druck auf die Löhne enorm angewachsen. Mit dem Ziel, das Wohnen in Luxemburg zu fördern, werden wir die unzähligen Wohnungsbeihilfen (Mehrwertsteuer, billiger Akt, Wohnungsbeihilfen, Steuersubventionen, Bausparförderung, „pacte logement“, Sozialwohnungen, Sozialhilfe,…) schnellstens auf ihre Auswirkungen überprüfen lassen und ggf. die Mittel bündeln und bedarfsabhängig und nachhaltig gestalten (Einkommen, Zusammensetzung des Haushalts, genützt Wohnfläche, effektive Wohnkosten). Giesskannenpolitik in der Studienbeihilfe- und der Familienpolitik beenden Wir werden keine Gießkannenpolitik betreiben, wie die Regierung dies in den vergangenen Jahren wider besseres Wissens weiterbetrieben hat. Die DP hat im Parlament die Einführung des Kinderbonus, des „chèques-services“ und der Neuregelung der Studienbeihilfen abgelehnt, weil sie nicht selektiv, sprich nicht bedarfsorientiert konzipiert wurden: Der Kinderbonus wurde einfach ausgeweitet, ohne die Transferpolitik im Familienbereich generell zu überarbeiten. Ein kompliziertes
  21. 21. 19 „chèques-services“-System wurde eingeführt und auf Sport- und Kulturvereine ausgedehnt, ohne dass ein wirklicher Bedarf ermittelt wurde. Großzügige Studienbeihilfen wurden für alle Studenten eingeführt ohne ein einziges soziales Kriterium. Diese Maßnahme, die als Einsparung vorgestellt wurde, führte allerdings zu massiven Mehrausgaben und widerspricht zudem europäischen Verschriften. Wir werden die Studienbeihilfen neu regeln und in Zukunft wieder nach sozial selektiven und leistungsbezogenen Kriterien auszahlen. Wir werden den Bereich der Familienpolitik (Steuerpolitik, Wohnungsbeihilfen, Transfers, Betreuung und Kindergeld) als Ganzes überarbeiten und geben der Betreuung der Kinder den Vorrang vor Geldleistungen. Wir schlagen in diesem Sinn einen Paradigmenwechsel in der Familienpolitik vor. Uns geht es darum, die Kinder bzw. die Startchancen in ein erfolgreiches Leben anstelle eines bestimmten Familienbildes zu fördern, Kinderarmut bedarfsabhängig zu bekämpfen und die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau zu gewährleisten. Wir halten deshalb am weiteren Ausbau der Kinderbetreuung sowie dem Ausbau der Qualität derselben fest, weil wir hierin die Möglichkeit sehen, die Bildungschancen der Kinder erheblich zu verbessern. Wir halten prinzipiell am Ziel fest, die Betreuung von Kleinkindern zwischen 0 und 3 Jahren gratis anzubieten, wobei dieses Ziel zurzeit aufgrund der finanzpolitischen Zwänge nicht kurzfristig verwirklicht werden kann.
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  23. 23. 21 Steuerpolitik Unsere Analyse der Situation Die DP möchte die steuerpolitische Flickschusterei der vergangenen Jahre beenden. Mit dem einzigen Ziel zusätzliche Einnahmen für den Staatshaushalt zu gewinnen, wurden von der Regierung die Steuern erhöht, ohne Rücksicht auf die daraus resultierenden negativen Effekte und den damit einhergehenden Vertrauensverlust in den Standort Luxemburg: Eine Krisensteuer wurde eingeführt und gleich wieder abgeschafft, die Solidaritätssteuer und der Spitzensteuersatz erhöht, eine Mindeststeuer für Unternehmen eingeführt. Darüber hinaus hat die Regierung sich auf europäischer Ebene treiben lassen und steht nach der plötzlichen, und in keine Strategie eingebetteten Entscheidung, bei Zinserträgen auf den automatischen Informationsaustausch überzugehen, mit dem Rücken zur Wand. Zusätzlich hat die Aggressivität der internationalen Steuerbehörden, besonders gegenüber multinationalen Unternehmen, im Zuge der Finanzkrise zugenommen, ohne dass die Luxemburger Regierung hierauf eine angemessene Reaktion gezeigt hätte. Resultat dieser Politik ist ein enormer Vertrauensverlust in den Standort Luxemburg. Investoren misstrauen den politischen Entscheidungsträgern. Es fehlt bislang eine mit den Wirtschaftsakteuren abgestimmte Steuerstrategie. Die DP ist der Überzeugung, dass eine gute Steuerstrategie den Wirtschaftsstandort und insbesondere den Finanzplatz stärken muss. Wir sehen die Steuerpolitik als Investition in tausende sichere Arbeitsplätze. Hierbei sagen wir ganz deutlich, dass es uns nicht daran gelegen ist, einen unlauteren Wettbewerb zu fördern oder Steuerdumping zu betreiben wobei Steuerhinterziehung nicht toleriert werden kann. Doch wir sollten die Chancen nutzen bzw. bewahren, die sich uns bieten: Während andere Länder um uns herum das Steuerumfeld ihrer Unternehmen verschlechtern, sollten wir dies als Chance begreifen. Eine wettbewerbsfähige Steuerlandschaft und ein angemessenes Umfeld (Schulen, Mobilität, Lebensqualität,…) stärken unseren Wirtschaftsstandort, schaffen sichere Arbeitsplätze und sorgen für die staatlichen Einnahmen, die am Ende einen großen Teil unserer Sozialsysteme finanzieren. Wir müssen deshalb die Steuerdiskussion entkrampfen. Wir wollen pragmatisch vorgehen und klarstellen, welcher Schritt welche Einnahmen und welche Mindereinnahmen mit sich bringt. Wir bedauern in diesem Zusammenhang, dass die Regierung, obwohl sie mehrfach vom Parlament dazu aufgefordert worden ist, keine Berechnungen und Vorarbeiten für eine allgemeine Steuerreform gemacht hat. Wir befinden uns demnach im steuerpolitischen Blindflug, was nicht dazu beiträgt die Steuerdiskussion zu versachlichen. Resultat dieser Herangehensweise ist z.B. die Diskussion einer möglichen Mehrwertsteuererhöhung. Sie wurde ins Feld geführt, mit dem Argument, die nach 2014 wegfallenden Mehrwertsteuereinnahmen aus dem elektronischen Handel kompensieren zu wollen. Allerdings bis heute ist unklar, ob eine Mehrwertsteuererhöhung überhaupt notwendig ist und welchen wirtschaftlichen und sozialen Gegeneffekt sie hätte. Schlimmer noch, die Bürger werden im Glauben gelassen, dass eine Mehrwertsteuererhöhung den Steuerausfall kompensieren könnte. Wir wollen diesen steuerpolitischen Blindflug beenden, um transparente und für die Bürger nachvollziehbare Steuerreformen einzuleiten, um Vertrauen in den Standort Luxemburg zurückzugewinnen. Was wird die DP in den kommenden Jahren tun? Vertrauen wieder herstellen Die Steuerpolitik der DP will das verloren gegangene Vertrauen wieder herstellen. Dafür brauchen wir durchdachte Entscheidungen und eine klare Zukunftsstrategie. Wer die DP wählt, tritt für eine allgemeine Steuerreform ein, mit dem Ziel neue Wirtschaftsimpulse entstehen zu lassen, Arbeitsplätze zu sichern bzw. zu schaffen und eine angemessene Antwort auf die modernen familienpolitischen, sozialen und ökologischen Herausforderungen zu geben.
  24. 24. 22 Das gesamte Steuergefüge Luxemburgs (Lohn-, Betriebs-, Verbrauchs-, Vermögensbesteuerung usw.) muss nicht zuletzt aufgrund europäischer Harmonisierungsbestrebungen aber vor allem aufgrund neuer politischer Herausforderungen und Zielsetzungen (Impulse für Wirtschaft, neue Formen des Zusammenlebens, Familie/Kinder, Mobilität, Umwelt,…) grundsätzlich überarbeitet, modernisiert und in Einklang mit bestehenden Transfer- und Subventionssystemen gebracht werden. Grundsätzliche Lohnsteuerreform Wer die DP wählt, will eine grundsätzliche Reform der Lohnsteuer. Die DP steht nach wie vor zum Prinzip einer progressiven Steuertabelle. Wir wollen die Steuertabelle und die Abschreibungsmöglichkeiten mit Rücksicht auf den finanziellen und wirtschaftlichen Kontext überarbeiten, vereinfachen und entbürokratisieren und mehr Gerechtigkeit schaffen. Dabei werden wir auch vor dem Hintergrund der Finanzplatzstrategie hinterfragen, ab welchem Punkt höhere Tarife im Spitzensteuerbereich gesamtstaatlich gesehen zu fallenden Einnahmen führen. Steuersystem soll kein bestimmtes Familienbild fördern In einem modernen Staat sollte das Steuersystem neutral sein gegenüber der Art und Weise, wie Menschen miteinander leben. Die DP will die Steuerpolitik an die heutigen gesellschaftlichen Realitäten und Problemstellungen anpassen. Die Steuerreform 1991 hat beispielsweise ein bestimmtes Leitbild der Familie und der Rolle der Frau gefördert (Steuerklassen, Ehegattensplitting,…), das in der Form heute nicht mehr gelebt wird: Frauen sind heute stärker als vor 20 Jahren in den Arbeitsmarkt integriert, Eheschließungen sind nicht mehr die Regel, Lebensgeschichten verlaufen individueller. Wir streben deshalb einen Paradigmenwechsel in der Steuerpolitik an. Das bestehende System fördert klassische „Einverdienerhaushalte“, nach dem Prinzip „Mann arbeitet, Frau bleibt zuhause“. Wir wollen in Zukunft Kinder direkt fördern. Dazu bedarf es einer grundlegenden Reform des Steuersystems. Wir wollen auf den Weg der Individualbesteuerung gehen und die bestehenden Abschreibungsmöglichkeiten auf den Prüfstand nehmen, zumal die Zielsetzungen und Resultate dieser Steuervorteile unklar sind. Umbau des Steuersystems soll Kinder fördern Das Geld, das durch diesen Umbau freigesetzt wird, wollen wir für eine bessere Bildung, bessere Kinderbetreuung und effizientere Bekämpfung der Kinderarmut einsetzen. Wir wollen prinzipiell in Zukunft die Förderung von Kindern vornehmlich über effektive Betreuungsleistungen und weniger über Steuerabschläge gewährleisten, da dies zu mehr Gerechtigkeit und besseren Startchancen für die Kinder führt. Doppelförderungen via Steuern und Transferzahlungen wollen wir vermeiden bzw. effizienter ordnen: So können im aktuellen Steuersystem z.B. Kindebetreuungskosten trotz „chèques-services“ auch noch steuerlich als „charges extraordinaires“ geltend gemacht werden; Haushalte mit niedrigem Einkommen kommen nicht in den Genuss dieses Steuervorteils. Öffentlichen Transport statt Individualverkehr steuerlich fördern Wir werden die steuerlichen Vorteile zugunsten des Individualverkehrs insgesamt überprüfen, da es weder wirtschaftlichen noch ökologischen Sinn machen kann, einerseits Millionen Euro in den öffentlichen Transport zu investieren und andererseits den Individualverkehr steuerlich zu fördern. Wir denken zudem daran, die Pendlerpauschale neu zu strukturieren, um die Benutzung des öffentlichen Transports zu fördern. Wir werden prüfen, inwiefern ein schrittweiser Übergang in Richtung einer Pendlerpauschale möglich ist, die nur noch dann gewährt wird, wenn die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel nicht zumutbar ist bzw. der Arbeitsweg eine gewisse Distanz überschreitet.
  25. 25. 23 Betriebs- und Privatrente selektiv fördern Wir werden die steuerlichen Vergünstigungen im Zusammenhang mit dem Anlegen einer Betriebs- und Privatrente auf den Prüfstand nehmen. Die bestehende Gesetzgebung hat bei den Betriebsrenten keine Dynamik ausgelöst. Uns geht es darum, dass wir in Zukunft dafür sorgen werden, dass die zweite und dritte Säule des Rentensystems vermehrt in Anspruch genommen werden können. Mehrwertsteuerreform nur wenn nötig Die Regierung hat bis heute nicht klarmachen können, wie hoch der tatsächliche Finanzierungsbedarf in den öffentlichen Haushalten sein wird, da sie kein chiffriertes Konsolidierungsprogramm vorgelegt hat. Es wurde sich darauf beschränkt, auf künftige Gefahren wie den Wegfall der Mehrwertsteuereinnahmen aus dem elektronischen Handel hinzuweisen, ohne jedoch ein Ausstiegsszenario zu präsentieren. Der von der DP geforderte Kassensturz, gepaart mit den von uns geforderten Konsolidierungsanstrengungen, wird zeigen, wie hoch der Finanzierungsbedarf tatsächlich ist. Im Vorfeld einer Mehrwertsteuerdiskussion wollen wir zudem klären, welchen Einfluss dieser Schritt auf die Konkurrenzsituation des Luxemburger Handels mit der Großregion hätte, welche Gegeneffekte (Index, steigende Kosten im Gesundheits- und Pflegewesen, …) zu erwarten wären und inwiefern diesen Effekten entgegen zu steuern ist. In jedem Fall streben wir vor dem Hintergrund dieser Analysen nach Möglichkeit eine selektive Reform an, die sich nicht nur auf die Mehrwertsteuersätze beschränkt, sondern auch die Klassifizierung der Produkte überarbeitet bzw. die Produkte in Zusammenhang mit anderen Steuern wie z.B. die Akzisenabgabe (cf. Zigaretten, Alkohol) anpasst. Ökologische Steuerreform vorbereiten Wir wollen die Menschen und Unternehmen dazu anhalten, ihren Energieverbrauch zu senken. Deshalb setzen wir auf der einen Seite Förderinstrumente ein, die Investitionen in die Energieeffizienz erleichtern. Die von der DP geforderte Klimabank oder Energiespar-Contracting bieten beste Voraussetzungen. Nach dem Prinzip „fördern und fordern“, treten wir dafür ein, dass der Energieverbrauch gesenkt wird. Wir bereiten deshalb eine ökologische Steuerreform vor, die einen übermäßigen Energieverbrauch in Zukunft schrittweise steuerlich stärker belasten wird. Unsere Förderinstrumente, gepaart mit einer klaren steuerlichen Perspektive, werden zu einem Innovationsschub beitragen, der dazu führt, dass wir auf Dauer den nationalen Energieverbrauch auf eine sozial gerechte und wirtschaftlich nicht schädliche Art und Weise senken können. Ausstieg aus dem Tanktourismus vorbereiten Wir wollen eine langfristige Strategie entwickeln, um den Ausstieg aus dem Tanktourismus zu bewerkstelligen. Das bedeutet, dass wir in Zukunft keine weiteren laufenden Ausgaben aufgrund von Einnahmen aus dem Tanktourismus tätigen werden bzw. schrittweise, sofern neue finanzielle Freiräume entstehen, die Einnahmen aus dem Tanktourismus in die Energiewende investieren wollen. Steuerstrategie mit klaren Zielen und Kommunikation für den Standort entwerfen Wir wollen zusammen mit den Wirtschaftsakteuren eine Steuerstrategie mit Blick auf die europäischen und internationalen Herausforderungen entwickeln, damit wir nicht ständig unter Beschuss geraten, was letztendlich schädlich für das Vertrauen in den Standort Luxemburg ist. Zu dieser Steuerstrategie gehören neben konkreten Steuermaßnahmen auch eine Vermarktungs- und Kommunikationsstrategie. Wir sind der Meinung, dass es in einer globalisierten Welt weiter einen europäischen und internationalen Steuerwettbewerb nach klaren Regeln geben muss. Es gilt
  26. 26. 24 dabei, Standortvorteile zu erkennen und dann auch konsequent zu nutzen, zu verteidigen und auszuhandeln. Um dies tun zu können, wollen wir uns organisatorisch neu aufstellen, d.h. vor allem die Kräfte, die zurzeit in unzähligen Gremien verstreut sind, bündeln und auf eine gemeinsame Strategie einschwören. Wir wollen deshalb eine Steuer-Taskforce schaffen, die sich aus privaten und öffentlichen Akteuren zusammensetzt und in der wir das enorme steuerpolitische Know-how des Finanzplatzes der öffentlichen Hand zunutze machen wollen. Wachstumsfördernde Steuerpolitik Die Steuerpolitik muss wachstumsfördernd sein. Dies bedeutet, dass die Steuerpolitik sich in den europäischen Kontext einschreiben muss bzw. der internationalen Konkurrenz- und Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft gerecht werden muss. Das bestehende Steuerregelwerk muss derart überarbeitet werden, dass Investitionen in den Standort wirklich gefördert werden, Investitionen die sich erkennbar in den Bereichen Forschung, Entwicklung und Arbeitsplätze widerspiegeln und den Nachhaltigkeitskriterien voll und ganz gerecht werden. Wir wollen die Vermögens- und Betriebsbesteuerung überdenken mit dem Ziel Investitionen in den Standort und damit in Arbeitsplätze zu fördern. Wir wollen das Netz der Doppelbesteuerungsabkommen weiter ausbauen und die Abkommen ggf. inhaltlich überarbeiten. Investitionen fördern Um die Investitionen der Unternehmen zu fördern wird die DP konkret drei Punkte in Erwägung ziehen. So wollen wir die Möglichkeit einer sogenannten immunisierten Reserve analysieren, die dazu dient, einen Teil des Betriebsgewinns während einer gewissen Zeit vor einer Besteuerung zu schützen, sofern dieses Geld für neue Investitionen genutzt wird. Des Weiteren wollen wir darüber nachdenken, die Steuerbonifikation für Investitionen zu überarbeiten. Und schließlich ziehen wir in Erwägung die Finanzierung von Investitionen auch per Eigenmittel mit Hilfe von sogenannten „intérêts notionnels“ zu fördern, indem sie ähnlich wie Kreditzinsen steuerlich geltend gemacht werden können.

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