Your SlideShare is downloading. ×
Nora Reich – Die Metropolregion Hamburg im Vergleich
Upcoming SlideShare
Loading in...5
×

Thanks for flagging this SlideShare!

Oops! An error has occurred.

×
Saving this for later? Get the SlideShare app to save on your phone or tablet. Read anywhere, anytime – even offline.
Text the download link to your phone
Standard text messaging rates apply

Nora Reich – Die Metropolregion Hamburg im Vergleich

385
views

Published on

Ob die Metropolregionen dem Anspruch gerecht werden, Entwicklungsmotoren zu sein, wurde kürzlich für die Metropolregion Hamburg untersucht. „Hamburg 2020 – Chancen nutzen, Zukunft gestalten“ heißt die …

Ob die Metropolregionen dem Anspruch gerecht werden, Entwicklungsmotoren zu sein, wurde kürzlich für die Metropolregion Hamburg untersucht. „Hamburg 2020 – Chancen nutzen, Zukunft gestalten“ heißt die Studie, die gemeinsam vom Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) (Nora Reich, Silvia Stiller, Ulrich Zierahn) und PricewaterhouseCoopers (Andreas Borcherding, Tatjana Hansen) im Frühjahr 2012 veröffentlicht wurde. Hier wird Hamburg mit den Metropolregionen Stuttgart, Rhein-Ruhr, München, Frankfurt/Rhein-Main sowie Berlin-Brandenburg bezüglich wichtiger Wachstumsindikatoren verglichen. Die Studie geht dabei auf die ökonomische Dynamik sowie Spezialisierungsvorteile der Region Hamburg ein, beleuchtet die Ausstattung mit den „Arbeitskräften der Zukunft“, präsentiert Szenarien zur Entwicklung der Erwerbstätigenzahlen und zeigt zentrale standortpolitische Handlungsfelder auf. Nora Reich, Wissenschaftlerin am HWWI beschreibt in einem Artikel im HWWI-Update (04/2012) die wichtigsten Ergebnisse der Studie bezüglich der Fachkräfteausstattung. Darin erklärt Nora Reich, dass das Potenzial an Fachkräften von großer Bedeutung für die Entwicklung von Produktivität, Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätzen ist. Das zukünftige Fachkräftepotenzial hängt dabei unter anderem von der Entwicklung der Bevölkerung, der Attraktivität der Metropolregion Hamburg und der Bildungsperformance ab. Nach Nora Reichs Datenanalysen hat sich die Metropolregion Hamburg beim Bevölkerungswachstum in den vergangenen Jahren positiv von den anderen Metropolregionen abgehoben. Auch die Offenheit gegenüber Zuwanderern – gemessen an der Zuwanderungsrate der Stadt Hamburg aus dem Ausland – bewertet Nora Reich positiv. Gleichzeitig weist Nora Reich auf einige Verbesserungsbedarfe hin. So zeigt die Analyse der Erwerbstätigenstruktur, dass besonders bei Personen mit ausländischer Herkunft sowie bei Frauen Potenzial zur besseren Eingliederung in den Arbeitsmarkt und damit zur Nutzung der vorhandenen Humanressourcen bestehen.

Published in: Business

0 Comments
0 Likes
Statistics
Notes
  • Be the first to comment

  • Be the first to like this

No Downloads
Views
Total Views
385
On Slideshare
0
From Embeds
0
Number of Embeds
0
Actions
Shares
0
Downloads
1
Comments
0
Likes
0
Embeds 0
No embeds

Report content
Flagged as inappropriate Flag as inappropriate
Flag as inappropriate

Select your reason for flagging this presentation as inappropriate.

Cancel
No notes for slide

Transcript

  • 1. Nora Reich Die MetropolregionHamburg im Vergleich
  • 2. Zukunftsfähigkeit – Die Metropolregion Hamburg im VergleichVor dem Hintergrund des wirtschaftsstrukturellen Wandels gewinnt die Ebene derMetropolregion, also einer Stadt mit ihrem Umland, an Bedeutung. Denn der ökonomischeErfolg von Städten fußt aufgrund von räumlichen Verflechtungen – zum Beispiel Pendler-,Liefer- und Absatzbewegungen – zwischen Stadt und Umland auf der gesamten Region.Daher hat die deutsche Ministerkonferenz für Raumordnung (MKRO) im Jahr 1995 dieBedeutung der elf Metropolregionen in Deutschland als Motoren der gesellschaftlichen,wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Entwicklung anerkannt. Zu ihnen gehören Rhein-Ruhr, Berlin/Brandenburg, Rhein-Main, Stuttgart, München, Mitteldeutschland, Hamburg,Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg, Nürnberg, Bremen-Oldenburg sowieRhein-Neckar. Ob die Metropolregionen dem Anspruch gerecht werden,Entwicklungsmotoren zu sein, wurde kürzlich für die Metropolregion Hamburg untersucht.„Hamburg 2020 – Chancen nutzen, Zukunft gestalten“ heißt die Studie, die gemeinsamvom Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) (Nora Reich, Silvia Stiller, UlrichZierahn) und PricewaterhouseCoopers (Andreas Borcherding, Tatjana Hansen) imFrühjahr 2012 veröffentlicht wurde. Hier wird Hamburg mit den Metropolregionen Stuttgart,Rhein-Ruhr, München, Frankfurt/Rhein-Main sowie Berlin-Brandenburg bezüglichwichtiger Wachstumsindikatoren verglichen. Die Studie geht dabei auf die ökonomischeDynamik sowie Spezialisierungsvorteile der Region Hamburg ein, beleuchtet dieAusstattung mit den „Arbeitskräften der Zukunft“, präsentiert Szenarien zur Entwicklungder Erwerbstätigenzahlen und zeigt zentrale standortpolitische Handlungsfelder auf.
  • 3. Nora Reich, Wissenschaftlerin am HWWI beschreibt in einem Artikel im HWWI-Update (04/2012)die wichtigsten Ergebnisse der Studie bezüglich der Fachkräfteausstattung. Darin erklärt NoraReich, dass das Potenzial an Fachkräften von großer Bedeutung für die Entwicklung vonProduktivität, Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätzen ist. Das zukünftige Fachkräftepotenzialhängt dabei unter anderem von der Entwicklung der Bevölkerung, der Attraktivität derMetropolregion Hamburg und der Bildungsperformance ab. Nach Nora Reichs Datenanalysen hatsich die Metropolregion Hamburg beim Bevölkerungswachstum in den vergangenen Jahren positivvon den anderen Metropolregionen abgehoben. Auch die Offenheit gegenüber Zuwanderern –gemessen an der Zuwanderungsrate der Stadt Hamburg aus dem Ausland – bewertet Nora Reichpositiv. Gleichzeitig weist Nora Reich auf einige Verbesserungsbedarfe hin. So zeigt die Analyseder Erwerbstätigenstruktur, dass besonders bei Personen mit ausländischer Herkunft sowie beiFrauen Potenzial zur besseren Eingliederung in den Arbeitsmarkt und damit zur Nutzung dervorhandenen Humanressourcen bestehen. Denn wie der Studie zu entnehmen ist, entspricht dieTeilzeitquote bei Frauen, die ohnehin seltener als Männer erwerbstätig sind, in der MetropolregionHamburg 34%, während nur 7% der Männer in Teilzeit arbeiten. Beim Anteil beschäftigterAusländer pro Tausend erwerbsfähigen Ausländern liegt die Zahl in der Metropolregion Hamburgnur bei 245, in Stuttgart gar bei 396.
  • 4. Nora Reich weist in dem Artikel über die Studie darüber hinaus auf Gefahren imBildungsbereich sowie in Forschung und Entwicklung hin. Zum Beispiel zeigt Nora Reich,dass die Metropolregion Hamburg an letzter Stelle im vergleich der Bildungsabschlüssevon Beschäftigten steht. Nur 9,9% der Beschäftigten in diesen Regionen verfügen übermindestens einen Fachhochschulabschluss, dagegen sind es in München 17,6%. DesWeiteren zeigt Nora Reich auf, dass die Metropolregion Hamburg im Vergleich wenigeExzellenzinitiativen, universitäre Sonderforschungsbereiche sowie Groß- undRessortforschungseinrichtungen aufweist. Auch die Eckdaten zur Beschäftigung und zuden Ausgaben in Forschung und Entwicklung verdeutlichen, dass die MetropolregionHamburg keine Spitzenstellung einnimmt, sondern dass hier Stuttgart, München undFrankfurt/Rhein-Main besser abschneiden. Allerdings, so Nora Reich, haben dieBeschäftigtenzahlen in einigen wichtigen Berufen (z.B. Ingenieur) einen positiven Trend inder Metropolregion Hamburg in den letzten Jahren gezeigt.Das letzte Kapitel der Studie gibt konkrete Empfehlungen, um die Wettbewerbssituationder Metropolregion Hamburg in Zukunft zu schärfen. Dabei kann die Studie nicht nur alsAnhaltspunkt für Akteure in dieser Metropolregion genutzt werden. Denn zahlreicheTabellen und Abbildung stellen interessante Zahlen für die fünf anderen Metropolregionendar, mit denen Hamburg hier verglichen wird. Für den Wirtschaftsstandort Deutschlandwäre es von Vorteil, wenn sich alle hier genannten Metropolregionen die Zahlen aus derStudie zu nutze machen würden.
  • 5. Andreas Borcherding, Tatjana Hansen, Nora Reich, Silvia Stiller, Ulrich Zierahn (2012):Hamburg 2020 – Chancen nutzen, Zukunft gestalten. Herausgegeben vonPricewaterhouseCoopers in Zusammenarbeit mit dem HamburgischenWeltWirtschaftsInstitut. Hamburg.Nora Reich (2012): Metropolregion Hamburg: Jetzt die Weichen für wissensbasiertesWachstum stellen. HWWI Update 04/2012, S. 1-2.Links:http://www.pwc.de/de/offentliche-unternehmen/hamburg-2020-chance-nutzen-zukunft-gestalten.jhtmlhttp://www.hwwi.org/uploads/tx_wilpubdb/HWWI_Update_04.12.pdfhttp://www.nora-reich.de/publikationen.htmlHier gibt es weitere Artikel von Nora ReichWie z.B. der folgende Artikel:Nora Reich – Das Betreuungsgeld – was sagt die Wissenschaftzum Einfluss auf Kinder, Mütter und Väter?Das Betreuungsgeld – was sagt die Wissenschaft zum Einfluss auf Kinder, Mütter und Väter?Nachgefragt bei Nora Reich vom Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut..Nora Reich, nora reich deutsche familienpolitik im internationalen vergleich, Nora ReichElterngeld, nora reich gal, nora reich grüne, nora reich hamburg, nora reich hwwi, nora reichyoutube
  • 6. Nora Reich Die MetropolregionHamburg im Vergleich

×