Martin Frechen Barbecue mit Smoker das Leben nach dem Kugelgrill

558 views
485 views

Published on

Martin Frechen Barbecue mit Smoker - das Leben nach dem Kugel-Grill
Ein Artikel von Martin Frechen

Nach einigen Jahren des begeisterten Grillens auf einem Kugel-Grill bin ich, Martin Frechen in einer Tageszeitung auf einen Artikel gestoßen, der mir die Tür zu einem gänzlich neuen Grill-Universum aufgestoßen hat.

Bislang konnte ich, Martin Frechen meine Familie und unsere Gäste mit unserem Kugelgrill beeindrucken. Er war mein ganzer Stolz. Grillen war für die meisten unserer Freunde und Bekannten den Grill auf die maximale Temperatur zu erhitzen, alles an Grillgut auf einmal aufzulegen und nachher etwas halb Verkohltes und meist Trockenes zu essen. Von indirektem Grillen, wie es auf einem Kugelgrill möglich ist, hatten die Wenigsten etwas gehört und so waren unsere Gäste meist sehr angetan, wenn wir den Kugel-Grill befeuerten.

Zurück zu dem Zeitungsartikel. Hier las ich von neuen unbekannten Errungenschaften des Grillierens, es wurde geschrieben über Gerätschaften wie Keramikgrill, Smoker und Pellet-Grill und damit verbunden über Verfahren die auf alte Traditionen aus Japan, Afrika und Amerika zurückreichen. Dies hat mich tief beeindruckt und es kamen Zweifel auf, ob mein Kugel-Grill doch wirklich gut genug war. Es schien mehr zu geben. Mir wurde zunehmend klar, dass es ein ‚after-life’ nach dem Kugel-Grill geben musste, eine Parallel-Welt des slow cookings, ein Olymp des Grillens kurz - das echte Barbeque.

Published in: Self Improvement
0 Comments
0 Likes
Statistics
Notes
  • Be the first to comment

  • Be the first to like this

No Downloads
Views
Total views
558
On SlideShare
0
From Embeds
0
Number of Embeds
20
Actions
Shares
0
Downloads
3
Comments
0
Likes
0
Embeds 0
No embeds

No notes for slide

Martin Frechen Barbecue mit Smoker das Leben nach dem Kugelgrill

  1. 1. Martin FrechenBarbecue mit Smoker
  2. 2. Martin Frechen Barbecue mit Smoker – das Leben nach dem Kugel-Grill Martin Frechen Video auf YoutubeEin Artikel von Martin FrechenNach einigen Jahren des begeisterten Grillens auf einem Kugel-Grill bin ich, MartinFrechen in einer Tageszeitung auf einen Artikel gestoßen, der mir die Tür zu einemgänzlich neuen Grill-Universum aufgestoßen hat.
  3. 3. Martin Frechen Barbecue mit SmokerBislang konnte ich, Martin Frechen meine Familie und unsere Gäste mit unseremKugelgrill beeindrucken. Er war mein ganzer Stolz. Grillen war für die meisten unsererFreunde und Bekannten den Grill auf die maximale Temperatur zu erhitzen, alles anGrillgut auf einmal aufzulegen und nachher etwas halb Verkohltes und meist Trockenes zuessen. Von indirektem Grillen, wie es auf einem Kugelgrill möglich ist, hatten dieWenigsten etwas gehört und so waren unsere Gäste meist sehr angetan, wenn wir denKugel-Grill befeuerten.
  4. 4. Zurück zu dem Zeitungsartikel. Hier las ich von neuen unbekannten Errungenschaften desGrillierens, es wurde geschrieben über Gerätschaften wie Keramikgrill, Smoker und Pellet-Grill und damit verbunden über Verfahren die auf alte Traditionen aus Japan, Afrika undAmerika zurückreichen. Dies hat mich tief beeindruckt und es kamen Zweifel auf, ob meinKugel-Grill doch wirklich gut genug war. Es schien mehr zu geben. Mir wurde zunehmendklar, dass es ein ‚after-life’ nach dem Kugel-Grill geben musste, eine Parallel-Welt desslow cookings, ein Olymp des Grillens kurz – das echte Barbeque.
  5. 5. Von diesem Zeitpunkt an ließ mich der Gedanke nicht mehr los meine Art zu Grillen aufeine völlig neue Basis zu stellen und so bestellte ich mir nach einigen Diskussionen einenSmoker der Marke Rumo. Schließlich war der Tag gekommen und auf einer Palette wurdedas 130 kg Ungetüm geliefert. Es war groß, schwarz und schwer. Trotz meines generellenhandwerklichen Unvermögens, ist es mir mit Hilfe eines guten Freundes gelungen, meinenneuen Smoker zusammenzubauen. Selbstverständlich habe ich die dabei liegendeBedienungsanleitung trotz mehrfacher Hinweise meiner Frau nicht gelesen. Stattdessenbin ich sofort zum Metzger und zum Baumarkt gefahren und brachte Grillgut undKaminholz zurück. Leider war das in Netze abgepackte Brennholz etwas nass, aber ichdachte mir, dass ein wenig Rauch nicht schaden könnte, schließlich hatte ich mir ja einen‚Smoker’ beschafft. Nun, dem war nicht so. Das erste Ergebnis meines ersten Einsatzeswar leider nicht wirklich gut, alles war schwarz, verrußt und schmeckte recht mäßig.
  6. 6. Um die nun folgenden missglückten Versuche nicht alle zu schildern – es wurdentatsächlich zwischenzeitlich Rufe laut wieder zum guten alten Kugelgrill zurückzukehren –kann ich rückwirkend empfehlen, gewisse Dinge zu beherzigen, wenn man mit einemSmoker gute Ergebnisse erzielen will.Beginnen wir mit dem Feuer. Die eine Möglichkeit ist ein reines Holzfeuer, die anderebesteht mit Grillbriketts und zu empfehlen ist eine Mischung aus beiden Brennstoffen.Beim Holz ist eine Restfeuchte von 7-8% ideal. Seit Jahren beziehe ich mein Holz vondem Biomassehof aus Kempten im Allgäu. Verwendet werden hier vor allem Buche undEiche, gespalten in unterschiedlicher Größe und in jedem Paket befindet sich ein kleinesSet von Anzündern aus gewachster Holzwolle nebst Streichhölzern. Ist das Holz zu feucht,entwickelt sich zu viel Ruß und im Ergebnis ist das Fleisch recht schwarz. Bei denGrillbriketts nehme ich nur solche, die auf reiner Holzkohle basieren. In den Briketts ausSteinkohlestaub ist Schwefel enthalten, der mir nicht so sympathisch ist. Die für michbequemste Methode ist, die Briketts mit einem Grillkamin zu entzünden, normalerweisesind die Briketts nach 30 Minuten gut durchgeglüht.
  7. 7. Im Laufe der Jahre haben sich einige Ergänzungen und Accessoires als sehr nützlicherwiesen, die ich weiterempfehlen kann. Ein Muss sind die Handschuhe von Outdoor-Chef. Sie schützen so gut vor der Hitze, dass man damit problemlos brennendeHolzscheite oder glühende Briketts anfassen kann. Vor allem die Kinder sind davon immerschwer beeindruckt. Für die Zubereitung von Rippchen (4-6 h) oder bei noch längerenAbenteuern (brisket – 12 h, pulled pork – 20 h) ist ein funkgesteuertes Thermometerunerlässlich. Dieses misst die Temperatur in der Garkammer, sowie im Fleisch undüberträgt die Daten per Funk, so dass man sehr gut die Temperaturen überwachen kann,ohne permanent neben dem Grill zu stehen. Wer gerne Steaks isst, sollte sich einegußeiserne Platte kaufen, mit der in der Feuerbox direkt gegrillt wird. Der große Vorteilgegenüber einem Grill-Rost ist, dass das Fleisch sofort versiegelt wird und auch keineFlammen an das Fleisch heran schlagen können. Nicht unbedingt sofort, aber später sollteman sich einen Abstandhalter für die Feuerbox kaufen und auch ein Hitzeleitblech für dieGarkammer. All das und auch eine hervorragende Beratung bekommt man von Kim Fleckund seinem Team bei www.bbq24.de.
  8. 8. Nun zum Fleisch, dem eigentlichen Grund des Grillens. Am liebsten essen wir dieFleischstücke, die lange brauchen und über einen hohen Fettgehalt verfügen. Durch daslangsame Garen bei 100 – 130 Grad über mehrere Stunden, verschwindet ein Großteildes Fetts und das Fleisch wird zart und saftig. Auch empfiehlt es sich bei derÜberwachung des Garvorgangs das eine oder andere Bierchen zu trinken. Zu denabsoluten Hits gehören Rippchen mit möglichst viel Fleischanteil und zubereitet nach demabsolut genialen Rezept der Spezial Ribs von GutGlut, zu finden unterhttp://www.chefkoch.de/rezepte/1679731276069495/Spezial-Spare-Ribs.html. Selbstnotorische Fleisch-Wenig-Esser, die sich am Rande des Vegetarier-Daseins definieren,konnten nicht widerstehen und haben eingestimmt in das kollektive Abnagen undbeträchtliche Mengen vernichtet. Dicht gefolgt kommt das Hühnchen auf der Bierdose beidem ich eine Version in Brine empfehlen kann. Hier wird das Huhn vorher in eine Brineüber 24 h eingelegt und bekommt dadurch noch einen Kick an Zartheit und Geschmackder nicht zustande kommt, wenn man es normal mit Gewürzen einreibt. Auch hier dasRezept. Foto: Martin Frechen
  9. 9. Schon seit einigen Jahren bin ich, Martin Frechen begeisterter Abonnent von Fire & Food,dem führenden Grill-Magazin. Hier findet man alles, was man braucht: Rezepte, Tests vonGrills, Bezugsquellen von Fleisch und toll gemachte Reportagen. Vor einigen Monatenhabe ich das Buch ‚Das große Smoker Buch’ von Karsten Ted Aschenbrand/Rudolf Jäger,erschienen im Heel Verlag, geschenkt bekommen, für mich das beste Grillbuch überhaupt,wenn es um Smoker geht. Hier wird einem von A-Z alles bestens erklärt und vor allem dieSoßen, Rubs und Mobbs sind sensationell.Für mich ist das Barbeque mit dem Smoker mittlerweile zu einem kleinen Hobbygeworden, dem ich im Sommer mit großer Begeisterung nachgehe. Es ist jedoch zubeachten, dass der Zeitaufwand mindestens vergleichbar ist mit einer Runde Golf aufeinem 18-Loch-Platz. Aber anders geht es nicht. Schnell, schnell ist genau das Gegenteilvon Barbeque. Nur wer sich die Zeit nimmt, wird auch die entsprechenden Ergebnisseerzielen, aber die sind nach einiger Übung jeder Mühe wert.Martin Frechen, Sommer 2012Der Artikel: „Martin Frechen Barbecue mit Smoker – das Leben nach dem Kugel-Grill“wurde vom Autor Martin Frechen geschrieben.Fotos: Martin FrechenKategorie: Urlaub und FreizeitTag: martin frechen, martin frechen barbecue, martin frechen grill, martin frechen grillen, martinfrechen kugelgrill, martin frechen smoker
  10. 10. Martin FrechenBarbecue mit Smoker

×