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BluePrint #57, 01/2012 BluePrint #57, 01/2012 Document Transcript

  • BluePrint #57Das Infomagazin für Marketing-, Kommunikations-und Design-EntscheiderJanuar 2012 › 16. Jahrgang
  • BluePrintBluePrint ist das Infomagazin für Entscheider in Marketing, Kommunikation,Design und Markenführung, herausgegeben von wirDesign, einer der führendendeutschen Corporate-Design- und Branding-Agenturen und Spezialist für Unter-nehmensmarken. »Informativer Austausch über aktuelle Entwicklungen undProjekte ist ein Baustein unserer erfolgreichen Zusammenarbeit.« BluePrinterscheint vierteljährlich.InhaltS. 04 »Such a tiny little meteorite won´t knock me off my feet.«S. 08 Wertschätzung ermöglicht WertschöpfungS. 12 S-Kreditpartner – Marktauftritt für ein neues Unternehmen der Sparkassen-FinanzgruppeS. 14 CD-Relaunch Facelifting für DR. KADES. 18 Integrated Reporting Vielschichtiges BeziehungsgeflechtS. 20 Großes Interesse bei Marken- und Marketingverantwortlichen für MRM und BMSS. 22 Im Herzen sind wir Schatzsucher – auch über 2012 hinauswirDesign»Wir sind davon überzeugt, dass erfolgreiche Unternehmensmarken aufWahrheiten beruhen. Wahrheiten sind die Schätze, die in der Persönlichkeit,den Fähigkeiten und den Leistungen des Unternehmens liegen.Wir verfügen über das Wissen und die Instrumente, diesen Wahrheitenauf den Grund zu gehen. Hier finden wir die Substanz für glaubwürdigeMarkeninszenierungen, deren Strahlkraft auf inneren Werten basiert.So helfen wir unseren Kunden, aus wertvollen Wahrheiten wertschöpfendeMarken zu gewinnen.«
  • Editorial BluePrint Januar 2012 3 Change Branding Corporate Branding ist selbst unter stabilen Rahmenbedingungen eine Herausforderung. Noch komplexer wird Markenführung unter Veränderungsdruck. Change Branding ist der Spagat zwischen Verän- derung und Bewahrung. Markenführung ist Menschenführung. Denn erfolgreiche Markenfüh- rung eint Kultur, Kommunikation, Marketing und Strategie des Unter- nehmens, bildet die Interessen der Akteure authentisch, transparent und nachhaltig ab. Marken werden von Menschen gemacht! Dieser BluePrint liegt das kleine Sonderheft »Change Branding« der »absatzwirtschaft« bei, in dem wir Ihnen einen schnellen Überblick über wichtige Aspekte der erfolgreichen Führung von Unternehmensmarken geben. Für eine vertiefende Diskussion stehen die Autoren gerne zur Verfügung. Die BluePrint-Redaktion, wirDesign wünscht Ihnen Energie, Erfolg, Erfüllung im neuen Jahr – und viel Lesevergnügen mit der ersten BluePrint »Doppelausgabe« 2012. PS: Aus technischen Gründen konnte einigen wenigen Ausgaben das Sonderheft nicht beigelegt werden – fehlende Exemplare bitte mit dem Faxformular, letzte Seite, nachbestellen. Norbert Gabrysch, wirDesign Vorsitzender des Vorstandes, Braunschweig Florian Breßler, wirDesign Geschäftsführer, Berlin
  • 4 BluePrint Januar 2012»Such a tiny little meteorite won’t knock me off my feet.« Tyrannosaurus Rex 65,000,000 BCEs gibt viele gute Gründe für Veränderung – einer davon ist dieunternehmerische Neuausrichtung im Rahmen von Mergers &Acquisitions-Prozessen. ALLTEC ist einer der führenden Hersteller von Systemen und Maschinen zur Laserbeschriftung und Lasergravur. Mit der Über- nahme des Mitbewerbers FOBA und einer neu definierten Kompetenzeinteilung zwischen ALLTEC und FOBA wurde bereits 2009 ein Wandel eingeleitet und das Unternehmen strategisch neu ausgerichtet – FOBA wurde als Vertriebsmarke das »Gesicht zum Kunden«. Um weiterhin gut im internationalen Wettbewerb zu bestehen, galt es vor allem, diesen Markenauftritt zu stärken. BluePrint: Ein Akquisitionsprozess – gerade im internationalen Geschäft – ist ja meist auch mit Hürden und Herausforderungen verbunden. Wie haben Sie es geschafft, mit den unterschiedlichen Unternehmenskulturen umzugehen? Autor Dirk Huesmann wirDesign Design Director Autorin Dana Francksen FOBA
  • Corporate Design BluePrint Januar 2012 5Dana Francksen, FOBA: Die Herausforderung bestand vor allem Es war und ist sicher nicht immer leicht und wird auch noch einedarin, alle mitzunehmen: unsere Mitarbeiter an den deutschen Weile dauern, bis zusammengewachsen ist, was schon auf demStandorten ebenso wie unsere KollegInnen in Nordamerika, Italien Papier zusammengehört. Sicher werden wir auch nicht alle über-und Asien und unsere weltweiten Vertriebspartner. Indem wir zeugen, aber der Anfang ist gemacht, der Weg ist mit dem neuenkonsequent und transparent alle Parteien mit einbezogen haben, Design und der neuen Markenpersönlichkeit bereitet und diesowohl in die Markenstrategiefindung als auch in den anschlie- Akzeptanz ist schon heute enorm. Wir sind dabei, die neue FOBAßenden Markendesign-Relaunch und dessen Implementierung, gemeinsam mit Leben zu füllen. Das verbindet.haben wir es geschafft, den Großteil der Belegschaft mit ins Bootzu holen, zu überzeugen und heute kann man teilweise auch BluePrint: Was führte zu der Entscheidung, dass FOBA die allei-schon begeistern sagen. nige Vertriebsmarke für den Teilebeschriftungssektor werden sollte?BluePrint: Wie genau haben Sie das geschafft? Dana Francksen, FOBA: Wir haben eine detaillierte Brand-Identity-Dana Francksen, FOBA: Es ist von zentraler Bedeutung, in Betrachtung durchgeführt, in der wir unsere Mitarbeiter, aberunklaren Zeiten klare Aussagen zu treffen. Nicht nur extern, vor auch unsere Kunden und externen Partner im Rahmen vonallem intern war das notwendig. Den gesamten Prozess über Workshops, Interviews und Online-Umfragen konsultiert haben.haben wir die Belegschaft – etwa mittels Bulletins – kontinuier- Es wurde schnell ersichtlich, dass FOBA die sichtbarere Marke imlich darüber informiert, wo wir stehen und was die nächsten internationalen Teilebeschriftungssektor ist.Schritte sind. Und mit dem neuen Markenauftritt sprechen wirja auch eine sehr klare Sprache. Eine Sprache, die die Mitarbeiter BluePrint: Was war Ihnen besonders wichtig bei der Entwicklungsogar selbst mitentwickelt haben, da fast alle in irgendeiner Form der neuen visuellen Identität?am Prozess beteiligt waren – etwa durch die Teilnahme an den Dana Francksen, FOBA: Unser Hauptanliegen war, die Marken-Markenbefragungen und Fokusgruppen im Vorfeld oder wäh- persönlichkeit von FOBA, die ja zuvor im Rahmen einer Markenstra-rend Testrunden, aber auch an Fotoshootings, die FOBA heute ein tegie überarbeitet und neu ausgerichtet wurde, in ein schlüssigeseindeutiges Gesicht verleihen. Markendesign münden zu lassen und der neuen FOBA so ein
  • 6 BluePrint Januar 2012Eine klare und variable Designsystematik prägt den neuen FOBA-Auftritt.
  • Change Branding BluePrint Januar 2012 7 Catherine Tan Administration Office Location ALLTEC GmbH FOBA/ALLTEC Asia 92-B-1, Lorong Haruan 5/4 Oakland Commerce Square (Phase II) 70300 Seremban | Negeri Sembilan Malaysia T +60 66 33-1288 F +60 66 33-1299 Den Mitarbeitern wurde neben ihren neuen M +60 122 790019 alltec@streamyx.com www.fobalaser.com | www.alltec.org/us Visitenkarten und Booklet dieser FOBA-Pin überreicht.stimmiges, wiedererkennbares und vor allem zeitgemäßes Gesicht Markendesign-Präsentationen zusätzlich für Aha-Effekte aufzu geben. Die Marke sollte eine deutliche Stärkung am Markt Seiten der Belegschaft gesorgt und den Weg vom Briefing bis zumerfahren. Wichtig war dabei, dass die bisherige FOBA weiterhin neuen Look and Feel eindrucksvoll dargestellt und spannendeerkennbar bleibt. Wir suchten nicht nach einem komplett neuen Einblicke in die Agenturarbeit gegeben. Vielen KollegInnen war bisErscheinungsbild, sondern einer sinnvollen Weiterentwicklung – dahin nicht klar, wie wissenschaftlich und strategisch bei solchenEvolution statt Revolution. kreativen Prozessen vorgegangen wird, wie viel zu beachten undDas Redesign sollte so die Stabilität der Marke verkörpern und zu berücksichtigen ist. Ein paar Wochen später wurde der neuestärken und eine klare, richtungweisende Kommunikation Auftritt dann auch extern auf den Messen MOTEK in Stuttgart undermöglichen. Im Redesign sollte sich manifestieren, wer und was Southtec in den USA lanciert.die »neue« FOBA ist. FOBA musste ein Gesicht und damit einevisuelle Identität bekommen. Genau daran nämlich mangelte es, BluePrint: Was ist das Besondere am neuen Markenauftritt vonwie vor allem die Kunden- und Mitarbeiterbefragungen deutlich FOBA?gezeigt haben. Schließlich musste das Redesign konsequent sein, Dana Francksen, FOBA: Der neue Markenauftritt setzt klar,damit auch der Eindruck einer »neuen« FOBA entsteht und ein schnörkellos und überzeugend ins Bild, wofür die neue FOBAZusammenhang mit der starken Technologie-Unit ALLTEC LBU im steht: höchstes technologisches und Applikations-Know-how,Hintergrund hergestellt wird. innovative kundenspezifische Lösungen sowie weltweit kompe-wirDesign hat diese Aufgabe im Rahmen eines Pitches für uns tente Beratung und Service. Und er zeigt, dass uns »so ein kleineram besten gelöst. Die Entscheidung ist schon kurz nach der Pitch- Meteorit« nicht umhaut, sondern wir gestärkt aus der verändertenPräsentation gefallen. Das Konzept war klar, in sich stringent und Situation hervorgehen. Das untermauert die Stabilität unsererüberzeugend. Wir sahen die neue FOBA schon deutlich vor unserem Marke. Das klare und überzeugende Design überspannt die An-inneren Auge, als sie noch in den Skizzenschuhen steckte und das wendung konsequent und konsistent und bringt FOBA visuellwirDesign Pitch-Team den Raum verließ. Hinzu kam, dass der krea- auf den Punkt. Es umfasst sämtliche Medien – von der Geschäfts-tive Ansatz die neue Markenpersönlichkeit am besten gestalterisch ausstattung über die Produktgrafik bis hin zu einem kompletteneingefangen hat. Einer unserer Kunden hat in einem Interview im skalierbaren Messekonzept und gewährleistet so gute Wiederer-Rahmen der Markenbefragungen gesagt: »FOBA ist ein gesichts- kennbarkeit.loser Lieferant.« Diesen Mangel wollten und mussten wir über-winden. wirDesign kann uns dabei helfen, das war uns schnell klar. BluePrint: Ein Blick in die Zukunft – wie wird es 2012 weitergehen? Dana Francksen, FOBA: Wir werden den zusammen mit wirDesignBluePrint: Wie wurde das neue Brand Design im Unternehmen neu aufgesetzten Webauftritt lancieren, die Dokumentations-und Markt implementiert? medien genauer unter die Lupe nehmen und dem neuen Marken-Dana Francksen, FOBA: Es gab drei zentrale interne Launch- design anpassen. Vor allem aber werden wir unser schönes neuesEvents, um alle weltweiten Mitarbeiter zu informieren und mit Design mehr und mehr mit Leben füllen – auf unseren zahlreichenins Boot zu holen. Das Design wurde direkt erlebbar gemacht, es Messen oder in Form von neuen Publikationen etwa.wurden die neuen Visitenkarten, T-Shirts für den Kundendienst,Pins und neue Broschüren verteilt und auch der neue mobile Mehr Infos zum Thema fi nden Sie im wirDesign ExposéMessestand wurde präsentiert. Dirk Huesmann hat mit seinen »Brand Consulting«.
  • 8 BluePrint Januar 2012 Wirkung der Mitarbeiterzeitschrift.Wertschätzungermöglicht Wertschöpfung Die Mitarbeiterzeitschrift zählt zu den wichtigsten Instrumenten der internen Kommunikation. Ihre Wirkung entfaltet sie vor allem im Zusammenspiel mitIntranet, Blog & Co. Der Medienmix ist entscheidend, die Botschaft nicht weniger.Mit dem Launch von »X.PERIENCE« setzt SPX Thermal Equipment & Services aufhorizontale Kommunikation. Mitarbeiter schreiben für Mitarbeiter. Sie informieren,unterhalten – und tragen mithin zur Stärkung des Wir-Gefühls bei.
  • Interne Kommunikation BluePrint Januar 2012 9xDie zunehmende Internationalisierung der Unternehmen in den Zeitschrift von Mitarbeitern für Mitarbeiterletzten drei Jahrzehnten ist von vielfältigen Herausforderungen Vor diesem Hintergrund ist im Mai des zurückliegenden Jahresbegleitet: Teams setzen sich aus Menschen unterschiedlicher die erste Ausgabe von »X.PERIENCE« erschienen. Eine ZeitschriftKulturen und Sprachen zusammen. Projekte werden parallel in von Mitarbeitern für Mitarbeiter der SPX Thermal Equipment &mehreren Ländern entwickelt. Interne Abstimmungen richten Services. Das Unternehmenssegment gehört zur SPX Corporation,sich nach Zeitzonen, nicht länger nach der Verfügbarkeit der Mit- einem multinationalen Mehrsparten-Konzern, der in 35 Ländernarbeiter. Die Arbeit löst sich aus gewohnten Strukturen und dem vertreten ist und rund 15.500 Menschen beschäftigt. Und die ge-unmittelbaren Lebenskontext. Dazu passt die ernüchternde stalten nun ein eigenes, alle verbindendes Medium. Konzipiert undGallup-Studie zum »Engagement Index Deutschland 2010«, der- realisiert wird »X.PERIENCE« von wirDesign, die Inhalte prägen diezufolge 66 Prozent der deutschen Arbeitnehmer lediglich eine Mitarbeiter des globalen Thermal-Netzwerks. »Wir möchten Siegeringe emotionale Bindung zu ihrem Unternehmen aufweisen. informieren, unterhalten und inspirieren und Ihnen gleichzeitigBei 21 Prozent fehlt sie völlig (Abbildung 1). bewusst machen, dass wir alle zu einem gemeinsamen Unterneh- men gehören«, leitete Drew Ladau, Leiter des SPX-Unternehmens-Identifikation und Motivation stärken bereichs Thermal Equipment & Services, die erste Ausgabe ein.Oftmals fehlt es an Wertschätzung. Und die lässt sich im Rah-men der internen Kommunikation wunderbar vermitteln. Zumeinen im persönlichen Gespräch. Zum anderen durch die Mitar-beiterzeitschrift als essenziellem strategischen (Führungs-)Instru-ment. Ihre Funktionen sind vielschichtig. Auf der einen Seite sollsie Orientierung und Transparenz schaffen, auf der anderen Seite 21 %Identifikation und Motivation stärken (Abbildung 2). Doch dazumuss sie sich erst einmal gegen die Konkurrenz am Kiosk durch-setzen. Die Qualität von Konzept, Layout, Texten und Fotografie 66 % 13 %entscheidet über die Akzeptanz. Bei Mitarbeitern, ihren Familienund bei Multiplikatoren.Entscheidend ist der richtige Mix. Ihre stärkste Wirkung entfaltetdie Mitarbeiterzeitschrift im Zusammenspiel mit anderen Medien,allen voran Newsletter und Intranet. Die Rollen sind klar ver-teilt: Der Newsletter konzentriert sich auf die Vermittlung von Hohe emotionale BindungInformationen. Das Intranet bietet einen umfassenden Service –von tagesaktuellen Nachrichten über Schwerpunktthemen bis Geringe emotionale Bindungzu Social Media. Die Mitarbeiterzeitschrift widmet sich derweil Keine emotionale BindungMenschen und Hintergründen, Strategien und Zielen. Sie bieteteinen Blick über den Tellerrand, schafft Einblicke in andere Fach- Problem: mangelnde Identifikation bei Mitarbeitern.bereiche, erklärt Entwicklungen, stellt Trends vor – und rückt Quelle: Gallup »Engagement Index Deutschland 2010«immer wieder Menschen ins Zentrum.
  • 10 BluePrint Januar 2012 3 WELTWEIT EIN BEISPIEL FÜR DIE NEUE ORGANISATIONSSTRUKTUR IN AKTION Wissen Kopf Hingabe Herz Umsetzung HandOne vision, one company, one face to the customer. Mit»X.PERIENCE« gelingt es, Sprachen, Kulturen und Kontinente zu CREATE! Wer wettbewerbsfähig bleiben will, muss neue Märkte er-überwinden, die Identifikation zu erhöhen und mithin die Marke Neue Erfolge obern und für bestehende Märkte neue Strategien entwickeln. Gefragt sind Flexibilität und Vielseitigkeit, die nur durch eine aktive und anpassungsfähige Organisationsstruktur erreicht werden können. Wie so etwas tatsächlich funktionieren kann,»SPX« zu stärken. Wertschätzung ermöglicht Wertschöpfung. durch globale zeigt die Erfolgsgeschichte von Mariusz Buganik, Area Sales Manager bei Balcke-Dürr Polen. Das CREATE!-Projekt fand letztes Jahr bei Balcke-Dürr statt und das Unternehmen hat seine globale Struktur von einer Einlinien- auf eine Mehrli- Zusammen- nienorganisation umgestellt.Das horizontale Konzept schafft – anders als die konventionell- arbeit Mit Veränderungen zum Erfolg Das Projekt war zweifellos beeindruckend. Es ging um die komplette Erneuerung der Luftvorwärmer eines polnischenvertikale Kommunikation – dafür eine ideale Basis. Koordiniert und Heizkraftwerks und um einen Auftragswert von mehreren Millionen Euro. Dass der Auftrag an uns vergeben wurde, ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass eine der an diesem Erfolg maßgeblich beteiligten Personen erst seit ein paar Monaten für den Verkauf dieser Produkte undredigiert werden die Themen von einem internationalen Redakti- Lösungen verantwortlich war. Zuvor hatten sich die Auf- gaben von Mariusz Buganik als Area Sales Manager von Balcke-Dürr Polen hauptsächlich auf Elektrofilter beschränkt. Durch die Umstrukturierung sah er sich plötzlich ganz neuenonsteam aus den USA, China und Deutschland. Natürlich gibt es Aufgaben gegenüber. „Unser Team hatte bisher wenig mit Luftvorwärmern zu tun gehabt, auch wenn beide Produkteauch eine digitale Variante und eine Verknüpfung zum Blog imIntranet. Darin sammelte sich nach dem Erscheinen der erstenAusgabe reichlich Lob. »X.PERIENCE« No. 2 unter dem Titel »Da Shi X.PERIENCE Mai 2011 4Bi« folgte im Oktober, widmete sich internationalen Projekten und Veränderungen und ihre Herausforderungen: Denken und Handeln werden durch das Informationsangebot beeinflusst.ungewöhnlichen Reisedestinationen. Für die wirtschaftliche und strategische Ausrichtung eines Unternehmens ist die Globalisierung möglicherweise die größte Herausforderung. Die einen sehen sie als Segen, die anderen als Hindernis. Im Energiesektor gibt es für konven- tionelle Brennstoffe auf den europäischen Märkten nicht dieselben mittelfristi- gen Aussichten wie z. B. in Asien. Die unterschiedlichen Wettbewerbssituationen Fünf Erfolgsfaktoren machen das Geschäftsumfeld immer komplexer, was sowohl neue Heraus- forderungen als auch Chancen mit sich bringt. prozesstechnisch gesehen eine Einheit bilden“, sagte Mariusz Für den Area Sales Manager liegt der Schlüssel zum Erfolg Buganik. „Die organisatorischen Veränderungen, die CREATE! auch in der grenzüberschreitenden und firmenübergreifen- mit sich brachte, zwangen uns, uns sehr schnell den neuen den Kommunikation und Netzwerkstruktur begründet. „Es Herausforderungen zu stellen. Dem Kunden konnten wir so war zweifellos ein großer Vorteil, dass wir uns schon vor eine sehr viel breitere Produktpalette anbieten und unsere dem Start des Projekts kannten. Ein paar meiner deutschen Systemkompetenzen noch besser ausnutzen.“ Anfangs be- Kollegen hatte ich schon bei einem Netzwerk-Programm 1. deuteten die Veränderungen vor allem eines: lernen, lernen, kennengelernt.“ lernen. Dank seiner technischen Ausbildung fiel dies dem Die Mitarbeiterzeitschrift ist ein Magazin mit Tief- Area Sales Manager recht leicht. „Unsere tägliche Arbeit und unsere Projekte sind natürlich sehr viel komplexer gewor- den, aber dafür stehen uns jetzt auf dem Markt viel mehr Mariusz ist vom Nutzen des CREATE!-Projekts überzeugt. Für ihn besteht die größte Herausforderung darin, Denk- und Handlungsweisen zu verändern (siehe Abbildung). „Es Möglichkeiten offen und wir können von den Synergie- geht nicht darum, die besten Angebote und Margen für ein gang. Sie analysiert, erklärt und sollte Verständnis effekten profitieren“, hob Mariusz Buganik hervor. Veränderte Firmenkultur: Mehr Teamwork, vernetztes Arbeiten und Kooperation einzelnes Produkt zu haben. Uns geht es um die langfristi- gen Perspektiven unserer Produktsparte und unseres Unter- nehmens insgesamt. Dafür muss man aber auch langfristig denken.“ Das Projekt erforderte eine intensive Zusammenarbeit erzeugen. Aktuelle Informationen bleiben dem mit der Produktsparte in Deutschland. Nur die detaillierte Kenntnis der lokalen Märkte seitens des Vertriebsteams, kombiniert mit dem technischen Produkt-Know-how der Mariusz Buganik Area Sales Manager Ingenieure in Wenden, Deutschland, führten zum Erfolg des Intranet oder einem Newsletter vorbehalten. Warschau / Polen Projekts. „Das Projektierungsteam hat uns von Anfang an toll unterstützt. Sie waren sich sicher, dass unsere Lösungen mariusz.buganik@spx.com so wettbewerbsfähig sind, dass wir den Auftrag bekommen würden“, meinte Mariusz Buganik. Balcke-Dürr Polen 2. Kein Medium eignet sich besser zur Vermittlung eines Wir-Gefühls. Gleichzeitig wirkt die Mitarbei- terzeitschrift nachhaltig auf die Motivation. Mitarbeiter motivieren: Wissen, Hingabe und Umsetzung. 3. Entscheidend ist die publizistische Qualität. Emo- tionale Bildstrecken, packende Reportagen, span- nende Features und kontroverse Interviewthemen sollten die Zeitschrift prägen. Und immer wieder Menschen. 4. Damit wird sie zum Spiegel der Unternehmens- Mehr Infos finden Sie in unserem Exposé »Kreative Kommunikation für realität, sowohl für die Mitarbeiter als Kernzielgrup- Unternehmensmarken«. pe als auch für alle anderen Rezipienten. Sie profi- liert sich als strategisches Führungsinstrument. 5. Die Inhalte sollten in einen Dialog münden. Das erfordert eine enge Verknüpfung mit dem Intra- net, beispielsweise durch Teaser, weiterführende Informationen oder Videos. Microblogging und Chats tragen dazu bei, die Themen im unmittel- baren Arbeitskontext zu verankern. Autor Thomas Norgall wirDesign Creative Director
  • Interne Kommunikation BluePrint Januar 2012 11 X.PERIENCE Mai 2011 1 X.PERIENCE MAGAZINE NEUES WAGEN! Innovation und Kreativität machen uns zukunftsfähig. Wie können wir lernen, beim Denken neue Wege ein- zuschlagen? Erfahren Sie mehr auf Seite 7 HE 01 DEUTSC E 2011 AUSGAB Neues wagen: erste Ausgabe von »X.PERIENCE« im Frühjahr 2011. Kreativität fördern: »Sechs Denkhüte« von Edward de Bono.
  • 12 BluePrint Januar 2012S-Kreditpartner – Marktauftrittfür ein neues Unternehmender Sparkassen-FinanzgruppeDie Sparkassen-Finanzgruppe hat Zuwachs bekommen: Das neue UnternehmenS-Kreditpartner GmbH positioniert sich seit dem 1. Juni 2011 als Kreditspezialistder Sparkassen und bündelt die Aktivitäten der Sparkassen-Finanzgruppe in derAuto- und Konsumentenfinanzierung.Die Vertriebspartner hierfür sind die Sparkassen sowie der hat wirDesign für S-Kreditpartner eine eigene Bildästhetik ent-Auto- und Freizeitfahrzeughandel in Deutschland. Im Fokus wickelt, die stilistisch die konsequente B-to-B-Ausrichtung derstehen die Kooperationen mit den Sparkassen: Ihnen stellt Marke innerhalb der Sparkassenwelt betont. Gelungen ist diesS-Kreditpartner ergänzend zu den beiden Produkten S-Privat- durch eine reduzierte Bildsprache; die symbolhaften Key Visualskredit und S-Autokredit ein breites Marketing- und Coaching- schaffen Spannung und Aufmerksamkeit durch die über-angebot bereit. Um den Launch der gemeinsamen Tochter von raschende Darstellung von Werkzeugen.Landesbank Berlin und der Deutschen Leasing professionellzu begleiten, wurden Anfang 2011 drei Agenturen zum Pitch Von der Positionierung übers CD bis zum Launcheingeladen. Durchgesetzt hat sich die Corporate-Design- Gleichzeitig mit der Unternehmensgründung am 1. Juni wurdeAgentur wirDesign, die im Februar an ihrem Berliner Standort auch der kommunikative Launch vollzogen. wirDesign unter-mit der Entwicklung der Kommunikation zum Markteintritt von stützte S-Kreditpartner operativ bei der EinführungskampagneS-Kreditpartner startete. und sorgte zum offiziellen Start für einen konsistenten Auftritt der Online- und Printmedien. Gegenwärtig erfolgt die Finali-Nach einer umfassenden Umfeld- und Konkurrenzanalyse – sierung des Corporate-Design-Styleguides, einer »Arbeitshilfe«unter anderem testweisen Interviews mit den künftigen Ziel- für alle Beteiligten, die das Unternehmensdesign anwenden.gruppen wie z. B. Inhaber von Autohäusern – hat wirDesign die Laura Schimanski, verantwortlich für die Unternehmens-Positionierung der neuen Bank erarbeitet und Kernbotschaften kommunikation bei S-Kreditpartner, äußert sich zufrieden:mit dem Steuerkreis abgestimmt. Aus der Markenpositionie- »wirDesign hat es konzeptionell und kreativ verstanden, inner-rung wurde dann der zentrale Benefit für die Entwicklung der halb der engen Vorgaben der Sparkassen-Finanzgruppe einEinführungskampagne abgeleitet: »S-Kreditpartner stellt ihren eigenständiges Profil für unsere neue Unternehmensmarke zuPartnern die richtigen Instrumente zur Verfügung.« schaffen.«Daraufhin folgte die Entwicklung des Bildkonzepts inklusiveder Key Visuals. Die große Herausforderung hier: Sich einerseitseinzupassen in die Corporate-Design-Vorgaben der Sparkassen-Finanzgruppe, aber trotzdem einen eigenen Stil zu finden undsich vom B-to-C-Auftritt der Sparkassen zu differenzieren. Daher Autor Andreas Viedt wirDesign Vorstand Mehr Infos zum Thema finden Sie in unserem Exposé »Brand Consulting« Managing Director und »Kreative Kommunikation für Unternehmensmarken«.
  • Marktauftritt BluePrint Januar 2012 13x Das Bildkonzept »Die richtigen Instrumente?« zieht sich mit seinen Key Visuals im Sparkassen-typischen Schwarz-Weiß durch alle neuen Medien.
  • 14 BluePrint Januar 2012xCD-RelaunchFacelifting für DR. KADEDR. KADE hat zwar keine Design-Revolution angezettelt, aber sich ein neues, einheitlichesErscheinungsbild gegeben. Roger Legien, Marketing- und Vertriebsleiter des BerlinerPharmaherstellers DR. KADE, erläutert im Interview mit dem Magazin HEALTHCAREMARKETING den Relaunch, der zunächst nur der Firmenmarke galt, dann aber auf dieProdukte ausgeweitet wurde. Die wirDesign Überarbeitung des Logos behält das gewohnte Bildzeichen bei, betont aber Namen und Unternehmenszweck.
  • CD-Relaunch BluePrint Januar 2012 15Die Geschichte von DR. KADE beginnt 1886 in einer Apotheke imBerliner Stadtteil Kreuzberg. Aus dem kaiserlichen Hoflieferantenentwickelte sich ein internationales Pharmaunternehmen mit ca.400 Mitarbeitern an den Standorten Berlin und Konstanz. Es istnach wie vor inhabergeführt und konzentriert sich auf die BereicheGynäkologie, Proktologie und Schmerz, sowohl im RX- als auchim OTC-Bereich. Der Gesamtumsatz betrug im Geschäftsjahr 2011ca. 78 Millionen Euro, davon wurden rund 75 Prozent im KernmarktDeutschland erwirtschaftet. Ein Drittel des Inlandumsatzes entfälltdabei auf nicht verschreibungspflichtige Medikamente zur Selbst-medikation. Zum 125. Jubiläum hat sich der Hersteller ein neuesDesign zugelegt, gestaltet von der Agentur wirDesign. Booklet zum onlinebasierten Styleguide, der die Informationen undHEALTHCARE MARKETING: DR. KADE hat sich ein neues Corpo- Vorlagen zum neuen CD enthält.rate Design gegeben. Wie kam es dazu und warum gerade jetzt?Roger Legien, DR. KADE: Im letzten Jahr begingen wir unser125-jähriges Firmenjubiläum, ein willkommener Anlass, in unsere Zu diesem Zweck wandten wir uns an die Corporate-Design-Zukunft zu investieren. Mit unserem neuen Corporate Design Agentur wirDesign, die mit einer Analyse des Status quo startete.wollen wir uns ein modernes und durchgängig wiedererkenn- Nach dieser Bestandsaufnahme ging es im nächsten Schritt dannbares Gesicht geben. Das »K-Quadrat« steht seit 1970 für DR. KADE. um die Entwicklung der Basiselemente, die Klärung der Haus-Unser Logo wurde in der Vergangenheit allerdings uneinheitlich schrift, Farben, Anmutung und Bildkonzept. Das Logo sollte nichteingesetzt, teilweise eingefärbt oder erweitert, z. B. mit Claims kom- merklich verändert werden.biniert oder um den Zusatz der Rechtsform ergänzt. Das wolltenwir ändern. HEALTHCARE MARKETING: Aber etwas anders sieht das Logo nun doch aus, oder?HEALTHCARE MARKETING: Welches Ziel hatte das Redesign? Legien: Behutsame Änderungen gab es auch hier, das stimmt.Legien: Die Marke DR. KADE sollte gestärkt werden und erhält Neu ist beim Logo die Wortmarke DR. KADE Pharma, durch dendurch das Corporate Design eine eigenständige, unverwechsel- Zusatz wird nun auf den ersten Blick deutlich, in welcher Branchebare Identität. DR. KADE steht für qualitativ hochwertige Produkte, wir tätig sind. Insgesamt wurde auch die Lesbarkeit verbessert,das soll in unserem Design sichtbar werden und sich durch- gerade bei kleinen Größen – der bisherige gestürzte Schriftzuggängig widerspiegeln. Wir sind ein Unternehmen mit einer war da nicht optimal.langen Tradition, darum wurde das Erscheinungsbild evolutionärweiterentwickelt, eine Design-Revolution gab es nicht. HEALTHCARE MARKETING: Wie ging es dann weiter? Legien: Wir merkten, dass wir den Prozess ganzheitlicher verstehenHEALTHCARE MARKETING: Wie sind Sie den Prozess angegan- müssen, um tatsächlich einen gemeinsamen visuellen Rahmen zugen? schaffen, der die familiäre Herkunft unseres Hauses erkennen lässt.Legien: Ursprünglich wollten wir tatsächlich nur die Unterneh- Deshalb bezogen wir auch unsere Produkte mit ein, samt Produkt-mensmarke »faceliften«, ein frisches Design für unsere Website, die kommunikation, Printmedien, Verpackungen und was alles nochGeschäftsausstattung und ein Broschürenkonzept war angedacht. dazu gehört – aber das war ein vorsichtiges Herantasten.
  • 16 BluePrint Januar 2012 Bei den OTC-Präparaten und in der Produktkommunikation sichert die feine Überarbeitung die Wiedererkennbarkeit und macht die Unternehmensmarke wesentlich deutlicher.HEALTHCARE MARKETING: Die Produkte von DR. KADE habenja sehr unterschiedliche Optiken. Sehen nach dem Relaunch jetztalle gleich aus?Legien: Die Markenarchitektur unterscheidet jetzt bewusstzwischen den beiden Ebenen Unternehmen und Produkte. DieProdukte sprechen in ihren Medien jeweils eine eigene Sprache –das Unternehmen ist als Absender jedoch deutlicher erkennbar.HEALTHCARE MARKETING: Was heißt das genau?Legien: Wir haben eine behutsame Anpassung vorgenom-men, da die unterschiedlichen visuellen Auftritte ja über Jahregelernt sind. Das Logo zieht sich wie ein roter Faden durch dieunterschiedlichen Medien und sorgt dadurch für einen stärkerenZusammenhalt, für mehr Präsenz von DR. KADE. Vereinheitlichtwurde auch die Anordnung der Informationen auf Verpackungen,was sehr wichtig für die Benutzerfreundlichkeit ist. Durchgängig HEALTHCARE MARKETING: Was ist im Design der Verpackungenanwendbare grafische Details geben den Produktwelten einen verändert worden?gemeinsamen Rahmen. Legien: Im RX-Design haben wir einen größeren Schritt gewagt. Die bisherigen optischen Erkennungsmerkmale sind immerHEALTHCARE MARKETING: Geben Sie uns doch mal ein kon- noch das Grundgerüst, wurden aber vereinheitlicht. Das Designkretes Beispiel. wirkt jetzt luftiger, klarer und moderner, wobei es sich selbst treuLegien: Bei KadeFungin zum Beispiel, einem unserer wichtigsten bleibt. Bei den OTC-Präparaten und in der ProduktkommunikationProdukte, bleibt nach wie vor das Kunstwerk »schlafende Frau« als bleiben die bekannten, plakativen Bestandteile, hier wurdenKey Visual bestehen, ebenso die violette Farbwelt und die konkave lediglich Details angepasst.Form. Gleichzeitig gibt es nun aber auch einen definierten Ort fürdas Unternehmenslogo. HEALTHCARE MARKETING: Gab es Schwierigkeiten in der Um- setzung?HEALTHCARE MARKETING: Und wie sieht es in der Produkt- Legien: Unsere unterschiedlichen Produktfamilien hatten, teil-kommunikation aus? weise schon über lange Zeit, bestehende Kommunikationskon-Legien: In den Anzeigen sind Abbinder und Absender jetzt durch- zepte und individuelle Auftritte. Da gab es verständlicherweisegängig einheitlich platziert, der eigentliche Anzeigenteil wird wie auch Bedenken, dass einige Produkte ihr Gesicht und ihre Identitätbisher relativ frei bespielt. Für die Broschürenkategorien Indikation durch den CD-Relaunch verlieren. Für andere wiederum konnteund Wissenschaft beispielsweise gibt es einen gestalterischen die Vereinheitlichung im Design nicht weit genug gehen. So oderRahmen, der jedoch für die Persönlichkeit der Produkte noch so – ein Corporate-Design-Relaunch ist ein tiefgreifender Wandel.genügend Raum lässt. Das zeigt sich in einem einheitlichen Raster Auch bei uns war es ein längerer Weg, auf dem wir jedoch alleund einer insgesamt ruhigeren Typografie. Betroffenen mitgenommen haben.
  • CD-Relaunch BluePrint Januar 2012 17HEALTHCARE MARKETING: Wie wurden die Mitarbeiter vom Legien: Gut, dass Sie es so sehen, dass DR. KADE immer nochneuen Design überzeugt bzw. miteinbezogen? wie DR. KADE aussieht! Wir wollten ja auch tatsächlich keineLegien: Wesentlich für die Einführung und für die tägliche Arbeit Design-Revolution, sondern eine Stärkung des Absenders undist die wirDesign Toolbox – das ist ein onlinebasierter Styleguide, eine Vereinheitlichung im Auftritt. Das ist uns, wie ich meine, gutder alle wesentlichen Informationen und Vorlagen zum neuen gelungen. Und natürlich hat es sich auch gelohnt – ein einheit-Corporate Design beinhaltet. Man hat gemerkt, dass es den Mit- liches, stringentes und wiedererkennbares Corporate Designarbeitern an verbindlichen Regeln fehlte – die sind jetzt definiert spart Zeit und Geld: Kosten für ausführliche Gestaltungs-Briefingsund sehr einfach anwendbar bzw. auch auf andere Medien adap- entfallen, durch den Online-Styleguide sind alle Mitarbeiter undtierbar. Begleitend zum CD-Styleguide haben wir den »CD-Usern« beauftragte Agenturen auf dem gleichen Stand und könnenein Heftchen an die Hand gegeben, das einen kurzen Überblick einfach und komfortabel auf CD-konforme Entwurfsdateien undgibt über den Logoeinsatz, Schrift, Farben und Schreibweisen. Vorlagen zugreifen. Und wir können die Toolbox sogar selberSozusagen ein kleiner Spickzettel für den Schreibtisch. pflegen und schnell und kostengünstig aktualisieren. Von daher stellt sich doch eher die Frage, was es uns gekostet hätte, nicht inHEALTHCARE MARKETING: Eine Frage zum Schluss: Hat sich Design zu investieren!denn der ganze Aufwand gelohnt? Auf den ersten Blick sieht jaalles noch sehr nach dem gewohnten DR. KADE aus ... Interview: Reiner Kepler Mehr Infos zum Thema fi nden Sie im wirDesign Exposé Roger Legien »Corporate-DesignAnalyse« und »Corporate Design erfolgreich Marketing- und Vertriebsleiter managen«. DR. KADE PHARMA
  • 18 BluePrint Januar 2012Integrated ReportingVielschichtigesBeziehungsgeflechtIntegrated Reporting hat die akademischen Sphärenverlassen – und gewinnt zunehmend an Bedeu-tung. Das von Robert G. Eccles (Harvard BusinessSchool) propagierte Modell versucht, verantwort-liches unternehmerisches Handeln in einem Reportzu integrieren, also Financials und Non-Financialsmiteinander zu verknüpfen.Der gemeinsame Nenner fehlt»Ein integrierter Bericht sollte den Interessengruppeneinen genauen Überblick über das Unternehmengeben und wichtige Informationen zur Strategieund zu Chancen und Risiken enthalten und ver-knüpfen und sie in Bezug zu sozialen, ökologischen,wirtschaftlichen und finanziellen Sachverhaltensetzen«, beschreibt die Wirtschaftsprüfungsgesell-schaft Deloitte die Aufgaben des »One Report«. Beider Zusammenführung von Geschäftsbericht undCR-Report geht es aber nicht nur um Dokumentation,sondern auch um die Aufbereitung detaillierterInformationen und die Bereitstellung webbasierterTools, um diese in unterschiedlichen Kontextenbetrachten und analysieren zu können. Der ausgezeichnete Nachhaltigkeitsbericht der Niedersächsi-Welche Kennzahlen und Fakten das Integrated Re- schen Landesforsten ist von einer eindrucksvollen Fotografieporting beinhalten sollte, ist offen. Institutionen wie geprägt. Durch das Querformat kommen die Motive hervor-das International Integrated Reporting Committee ragend zur Geltung.(IIRC) bemühen sich um eine Definition, befindensich aber noch in einem frühen Stadium. Wer Finan-cials und Non-Financials schon heute in Beziehungsetzen möchte, muss sich an IFRS und GRI orientieren.Eine echte Herausforderung für alle beteiligten Fach-abteilungen. Und auch für die Gestaltung. Im DAX 30hat sich bislang erst ein Unternehmen ans IntegratedReporting herangewagt – BASF SE. Der Chemie-Kon-zern veröffentlicht einen Report für alle Zielgruppen,eine Bilanz, die alle Elemente unternehmerischenHandelns enthält. Informativer geht es kaum.
  • Annual Reporting BluePrint Januar 2012 19 Erster Schritt zum Integrated Reporting Die Integration von nicht-finanziellen bzw. extra- finanziellen Aspekten in den Geschäftsbericht ist nach Auffassung von Eccles zum einen ein Werk- zeug, zum anderen ein symbolisches Zeichen, wie ernsthaft sich Unternehmen zur Nachhaltigkeit bekennen. Das vielschichtige Beziehungsgeflecht des »One Report« streben zwar immer mehr Unter- nehmen an, für viele ist es ob der damit verbun- denen Komplexität aber eher Zukunftsmusik. Noch existieren Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht vorrangig nebeneinander. Daher sollten sie zumin- dest die gleiche »Handschrift« tragen, sich inhaltlich und vor allem in der Aufbereitung und Darstellung der Kennzahlen aufeinander beziehen – und Redun- danzen vermeiden. Ein erster Schritt zum Integrated Reporting also. Die Niedersächsischen Landesforsten (NLF) haben diesen Anspruch an ihren ersten Nachhaltigkeitsbe- richt formuliert. Erschienen im zurückliegenden Jahr, knüpft er sowohl inhaltlich als auch formal an die seit 2005 erstellten Geschäftsberichte an – und schafft umfassende Transparenz. Das wurde im Dezember von Econ Verlag und Handelsblatt mit dem »Econ Award« gewürdigt. »Der Nachhaltigkeitsbericht der Niedersächsischen Landesforsten ist außergewöhn- lich, weil er für eine öffentliche Anstalt untypisch ist und damit aus der Norm fällt«, hieß es in der Begrün- dung der Jury. Dass sich nachhaltiges Wirtschaften aus einer ökonomischen, einer ökologischen und einer gesellschaftlichen Dimension zusammensetzt, zeigen die NLF in ihrem Report eindrucksvoll auf. Dualität von Geschäftsbericht und CR-Report Mit gutem Beispiel geht auch der Düngemittelher- Mehr Infos finden Sie in unserem Exposé »Der Geschäftsbericht«. steller K+S voran. Die Zahlen erscheinen immerhin zeitgleich, wenn auch in zwei getrennten Publi- kationen. Bei einem Großteil der im DAX 30 gelis- teten Unternehmen hinkt die Veröffentlichung des CR-Reports dem Geschäftsbericht um Wochen, manchmal sogar um mehrere Monate hinterher. Die Analysten betrachten das kritisch, spielen die Key Performance Indicators (KPI) doch eine immer wich- tigere Rolle in der Unternehmensbewertung. Das Autor Thomas Norgall zeigt nicht allein die empirische Untersuchung von wirDesign Creative Director Axel Hesse zum Informationsbedarf von Investoren und Analysten: »Nachhaltig mehr Wert«.
  • 20 BluePrint Januar 2012Großes Interessebei Marken- und Marketing-verantwortlichen für MRMund BMSFührende Spezialisten sagen Marketing-Resource-Management (MRM) und Brand-Management-Systemen (BMS) den Durchbruch in den nächsten zwölf Monaten voraus.Dementsprechend hoch war das Interesse an einer Roadshow zu diesem Thema,die BrandMaker zusammen mit wirDesign und weiteren Kooperationspartnernveranstalteth at. 32 % Mitarbeiterverhalten 64 % MassenmedienEinflüsse auf die MarkenbildungQuelle: Studie »Behavioral Branding« Tomczak/Henkel 2007
  • Brand-Management-Systeme BluePrint Januar 2012 21 »Ein intelligentes BMS oder MRM ist ein wesentlicher Schlüssel für den langfristigen Marken- und Marketingerfolg«.Zu den halbtägigen Informations-Veranstaltungen mit mehreren zu den technischen Aspekten. Damit die Mitarbeiter die glei-Kurzvorträgen in vier deutschen Großstädten hatten sich mehr als chen Markenbotschaften kennen, verkünden und leben wie die350 Teilnehmer angemeldet, womit alle Erwartungen übertroffen Unternehmenskommunikation, müssen sie von Anfang an in diewurden. Das Feedback der Besucher war durchweg positiv. »Der Kommunikations- und Designprozesse integriert werden, lauteteNachmittag war eine richtige Goldgrube für mich«, war beispiels- seine Botschaft. Dass dieses Thema offensichtlich den Nerv vielerweise das Fazit von Isa Uttenweiler (Andritz Separation GmbH). Teilnehmer traf, zeigten die vielen Diskussionsbeiträge im Plenum und in den Pausen.Thematisch befassten sich die Referenten vorrangig mit tech-nischen Aspekten wie beispielsweise Web-to-Publish und Local Das Konzept der Roadshow hat sich aus Sicht der VeranstalterArea Marketing oder der Notwendigkeit von professionellen bewährt: »Unser Angebot, sich in halbtägigen Info-Veranstal-Sprachtechnologien im globalen Marketing. Diese hochauto- tungen einen kompakten Überblick über neue Methoden undmatisierten IT-Lösungen helfen dabei, sämtliche Prozesse in der Technologien verschaffen zu können, haben viele Marken- undMarkenführung zu optimieren. Denn Marken und Corporate Marketingexperten gern angenommen«, zieht BrandMaker-CEODesign entfalten ihre Kraft erst durch eine nachhaltige Ver- Mirko Holzer auch im Namen der beteiligten Partner eine positiveankerung in den täglichen Arbeitsabläufen. Bilanz. »Wir werden die Veranstaltung im kommenden Jahr garantiert fortsetzen.«Auf besonderes Interesse stießen die Best-Practice-Vorträge vonBMS- und MRM-Anwendern aus unterschiedlichen Branchen:Tina Haag vom Logistikkonzern GLS berichtete vom erfolgreichenAufbau eines Brand-Management-Systems entlang der Modulevon BrandMaker. Thomas Breg vom Maschinenbauer Franz Haasund Michelle Euzet vom Automobil-Zulieferer ZF Friedrichshafensprachen zur zentralen Steuerung weltweiter Marken- undMarketingaktivitäten. Hans Stupf vom schweizerischen Finanz- Mehr Infos zum Thema finden Sie in unserem Exposé »CD-Management-dienstleister UBS führte den Teilnehmern eindrucksvoll vor Augen, und Brand-Management-Systeme«.wie schwierig es ist, wenn Unternehmen zu lange warten, um eineVereinheitlichung von Prozessen und Inhalten auf IT-Basis herbei-zuführen. Über einen intelligent strukturierten Verschlankungs-prozess wurden schließlich die IT-Systeme weltweit angepasst.Ein wesentlicher Aspekt dabei war dabei nicht nur die technischeLösung, sondern die Akzeptanz bei den Nutzern.Um genau diesen wichtigen »Faktor Mensch« ging es im Vortrag Autor Axel Lütgeringvon wirDesign Vorstand Michael Rösch. Er berichtete über die wirDesign Art DirectorErfolgsfaktoren bei der Einführung von Marken- und Corporate- Digital BrandingDesign-Systemen und setzte damit einen bewussten Kontrapunkt
  • 22 BluePrint Januar 2012Im Herzen sind wirSchatzsucher –auch über 2012 hinausAls Spezialist für Unternehmensmarken hat sich wirDesign klar im Markt derCI/CD-Agenturen positioniert. Eine schöne Bestätigung dafür ist ein erster Platz imDeutschen Agentur Report 2011, bei dem wirDesign für seine klare und glaubhaftumgesetzte Positionierung ausgezeichnet wurde.Markenführung ist Menschenführung – das gilt auch für Die »wirDesign Schatzsuche 2011« – ein interner Marken-unsere eigene Marke prozess mit hilfreichem Blick von außenAus der Erfahrung vieler Kundenprojekte wissen wir: Um erfolg- Die Übersetzung von abstrakter Markenpositionierung in kon-reich zu sein, muss eine Positionierung vor allem in den Köpfen, kretes Handeln ist quasi unser tägliches Brot. Die Arbeit an derHerzen und Händen der Mitarbeiter ankommen. Daher haben an der eigenen Marke stellt jedoch, mangels Abstand, neuewir uns in einem internen Projekt 2011 die Frage gestellt: Was Herausforderungen. Deshalb haben wir die Kollegin Pia Bettonbedeutet unsere Markenpositionierung für das tägliche Handeln von framework Identity um Unterstützung gebeten. Sie stelltealler wirDesignerInnen – und welche Potenziale für die Zukunft während des gesamten Prozesses die wichtige Außensicht sicher –wollen wir nutzen? so wie wir es für unsere Kunden tun.
  • Positionierung BluePrint Januar 2012 23xUNSER CLAIM »IM HERZEN SIND WIRSCHATZSUCHER« DRÜCKT UNSER SELBST-VERSTÄNDNIS AUS. MIT LEIDENSCHAFT,SORGFALT UND SYSTEMATIK GEHEN WIRDEN FRAGEN UNSERER KUNDEN AUFDEN GRUND, UM DORT DIE STRATEGISCHUND KREATIV WERTVOLLSTEN LÖSUNGENZU FINDEN. Alle Mitglieder des wirDesign Führungskreises, hier Personal- und Finanz- vorstand Andreas Schuster, waren als Referenten und Moderatoren in die Veranstaltungen des Schatzsucher-Tages involviert.Verschiedene Blickweisen auf die gemeinsam gelebte rung realisiert werden sollen. Ein wichtiges Ergebnis des gesam-Positionierung ten Prozesses und des Schatzsucher-Tages war die Stärkung derAuftakt des insgesamt sechsmonatigen Prozesses waren Inter- Identität und des Gemeinschaftsgefühls aller Mitarbeiter. Heraus-views mit allen Mitarbeitern und Führungskräften. Abgefragt gekommen sind konkrete nächste Schritte, die wir gehen werden,wurde, welche konkreten Werte die Identität von wirDesign heute um unseren Kunden das Markenversprechen von wirDesign auchauszeichnen und wo noch Potenziale gesehen werden. Parallel zukünftig bestmöglich erfüllen zu können.dazu hat der Führungskreis mit Blick auf Unternehmenszieleund Markenpositionierung geklärt, welche Werte das Handeln Fazit: Der Schuster hat nicht immer die schlechtesten Leistender wirDesigner in Zukunft stärker prägen sollen. Die konkrete Mit der Investition in das interne Projekt haben wir nicht nur diePerspektive hierfür bildete wirDesign im Jahr 2014. Marke wirDesign noch zukunftsfähiger gemacht. Wir haben auch viel gelernt für unsere eigene Beratungspraxis. Wir haben dieZusammenführung und kreatives Feuerwerk am »Schatz- Rollen vertauscht – vom Berater zum Betroffenen – und dabeisucher-Tag« in Berlin ganz neue Erfahrungen gemacht, die uns helfen werden, unsereIm Rahmen eines ganztägigen Mitarbeiter-Workshops – dem eigene Beratung noch praxisnäher zu gestalten.»wirDesign Schatzsucher-Tag« – wurden die beiden Perspektivendes Ist- und Sollzustandes zusammengeführt. In Form von WorldCafé Diskussionen und spielerischen Ideenfindungen wurde er-arbeitet, durch welche konkreten Maßnahmen die Positionierungim täglichen Handeln noch stärker erfüllt und die Ziele der Agen- Mehr Infos finden Sie in unserem neuen Exposé »Brand Consulting –tur erreicht werden können. Themen wie interne Zusammen- Erkenntnisse und Projektbeispiele aus der markenstrategischenarbeit, Weiterbildung, Kundenbindung, digitale Entwicklungen Beratungsarbeit von wirDesign«.und die Frage nach den langfristigen Trends der Markenfüh-rung bestimmten die Diskussionen. Am Ende des Schatzsucher-Tages gab es nicht nur eine »10-Jahre-wirDesign-in-Berlin-Party«,sondern vor allem reichlich wertvollen Ideenstoff, der im Nach- Autor Andreas Viedtgang von einer Arbeitsgruppe konkretisiert und dem wirDesign wirDesign VorstandFührungskreis präsentiert wurde. Managing DirectorWohin geht die Reise bis 2014? Autorin Stefanie LittekDer wirDesign Führungskreis entscheidet nun, welche der vielen wirDesign Brand ConsultantIdeen zur Schärfung und Festigung der wirDesign Positionie-
  • BluePrint Januar 2012FaxorderFAX › 0531 8881-234 Mehr Infos zu speziellen Themen Redaktion BluePrint c/o wirDesign communications AGBitte senden Sie mir kostenlos das Exposé:Change Branding Sonderheft »absatzwirtschaft Kompakt« zu den wichtigsten Aspektenerfolgreicher Führung von UnternehmensmarkenBrand Consulting Erkenntnisse und Projektbeispiele aus der markenstrategischen Bera-tungsarbeit von wirDesign.MarkenInterview Ein wirDesign Tool, ein einfacher, strukturierter Fragenkatalog von5 mal 5 Fragen zur Analyse Ihrer Markensituation und Überprüfung der Markenführungin Ihrem Unternehmen.Kreative Kommunikation für Unternehmensmarken Von der Aufgabe zur inspirie-renden Kommunikationslösung. Anhand von Praxisbeispielen aus internen und externenKommunikationsprojekten zeigen wir, wie es durch systematische Arbeit gelingen kann,die Absicht der Marke mit den Interessen des Empfängers zu verbinden.Corporate-DesignAnalyse wirDesign bietet eine fundierte, konstruktive Analyse Ihresaktuellen Corporate Designs an. In diesem Exposé beschreiben wir ausführlich unsereVorgehensweise, die zu erwartenden Ergebnisse und ihren Nutzen.Corporate Design erfolgreich managen Mit dem Background von über 20 CD-Projekten beschreiben wir die wesentlichen Aspekte der erfolgreichen CD-Entwicklungund -Realisierung.Corporate-Design- und Brand-Management-Systeme Effiziente CD- und Marken- IMPRESSUMführung mit webbasierten Systemen, die mit den Ansprüchen der Unternehmen wachsen BluePrint_57/2012können. HerausgeberDer Geschäftsbericht Aktuelle Informationen, Statements und beispielhafte Konzepte wirDesign communications AGfür Geschäftsberichtsmacher. Braunschweig Redaktion Norbert Gabrysch (verantwortlich), Dr. Jan Straßenburg, Autoren Layout Sandra Zeller Druck Draheim, Lahstedt / Münstedt wirDesign BraunschweigHerrn / Frau Sophienstraße 40 38118 BraunschweigAbteilung T 0531 8881-0 welcome@wirDesign.deFirma wirDesign BerlinStraße Gotzkowskystraße 20/21 10555 BerlinPLZ / Ort T 030 275728-0 berlin@wirDesign.deTelefon © wirDesign 2012E-Mail BP_01 /12