Ausarbeitung Vertrauen und Sicherheit
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Ausarbeitung Vertrauen und Sicherheit Ausarbeitung Vertrauen und Sicherheit Document Transcript

  • Medienforschung in Social Media Michael Knabe, Kilian Summa Vertrauen und Sicherheit im Internet, Stand Februar 2012/13 Die Internetzensur ist ein immer stärker werdendes, aufkommendes Thema in der Welt. Mit dem Projekt Goldener Schild, auch bekannt als The Big Firewall, ist die Volksrepublik China Vorreiter der stärksten und weltweit bekanntesten Zensur des Internets [1]. Die Studien, die hier verglichen werden, wurden vom Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI) in Auftrag gegeben. Die Milieu-Studie und die Entscheider-Studie beziehen sich auf die Bundesrepublik Deutschland und zeigen die potentiellen Gefahren im Internet auf. Als Schwerpunkt behandelt die Entscheider-Studie die Fragestellung, wer die Personen sind, die das öffentliche Klima in Bezug auf Verantwortungs- und Vertrauensfragen im Internet bestimmen [4]. Hierzu wurden 1221 Personen aus Wirtschaft, Politik, Öffentlichem Dienst, Zivilgesellschaft, Medien sowie Wissenschaft und Forschung befragt. All diese Personen stellen sogenannte Schlüsselpositionen dar, welche in ihren einzelnen Metiers Entscheidungen fällen können. Das SINUS-Institut Heidelberg, welches die Entscheider-Studie durchgeführt hat, gibt außerdem an, dass es keine vergleichbaren Studien zuvor gab. Im Gegensatz zur Entscheider-Studie wurde bei der Milieu-Studie von den Schlüsselpositionen abgesehen. Sie befasst sich mit den Umfrageergebnissen der Bevölkerung zum Thema Vertrauen und Sicherheit im Internet. Als Schwerpunkt behandelt die Milieu-Studie, welche Meinungen und Vorstellungen es zu diesem Thema gibt, welche datenschutz-und sicherheitsrelevanten Einstellungs- und Verhaltenstypen existieren. Ziel war es, eine bevölkerungsrepräsentative Typologie zum Thema Vertrauen und Sicherheit zu entwickeln. Die Entscheider-Studie teilt zum besseren Vergleich die deutsche Bevölkerung nach sozialer Lage und soziokultureller Grundorientierung in sieben Sparten ein. Bild 1 Milieugrafik aus DIVSI Entscheider-Studie, hier Sparten der Bevölkerung Deutschlands
  • Zunächst einmal ist in der Milieugrafik (Bild 1) deutlich zu erkennen, dass 27 % der Deutschen dem Internet fernbleiben und an Traditionen festhalten. Dies sind die sogenannten Digital Outsiders, welche eher zu Papier und Stift greifen und meist über 60 Jahre alt sind. Weitere 12 % geben sich als Internetlaien aus. Sie geben an, dass sie überfordert sind mit dem Überangebot und fordern klare Regeln. Zusammen gezählt ergibt das 39%, was rund 27 Millionen Menschen in Deutschland entspricht. Hingegen die Digital Immigrants, die meist beruflich mit dem Internet in Berührung kommen, sich dennoch mehr Bewusstsein und Verständnis wünschen. Die Digital Natives sind gesamt mit 41 % leicht abgeschlagen von der Gesamtbevölkerung, bilden aber auch gleichzeitig die jüngste Altersgruppe. 15% von ihnen sind sogenannte digitale Uneingeschränkte. Sie sind offen für Neues, besitzen aber noch genug Rückhaltung. Weitere 12% der Bevölkerung in Deutschland machen sich keine Gedanken und sehen das Internet unter anderem als Gratislösung. In der folgenden Grafik wurden nun die Entscheider anhand ihres Verhaltens im Internet eingestuft. Interessant hierbei ist, dass ebenfalls sieben Sparten zustande kamen. Bild 2 Milieugrafik aus DIVSI Entscheider-Studie, hier Sparten der Entscheider in Deutschland Die deutlichste Auffälligkeit ist zum einen die soziale Lage der Entscheider. Es gibt praktisch keine untere Bildungsschicht. Und zum anderen bilden die digitalen Außenseiter eine äußerst kleine Gruppe. Diese Gruppe bildet sich, laut der Entscheider - Studie des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet aus Personen, welche kurz vor dem Ruhestand stehen und sich nicht mehr mit dem Internet auseinander setzen wollen. Außerdem erkennt man in der Spartengrafik der Entscheider (Bild 2), dass die Digital Natives im Vergleich mit der Gesamtbevölkerung (Bild 1) einen deutlichen größeren Personenanteil haben. Vergleicht man das Alter der Digital Natives (Bild 3), so lässt sich feststellen, dass nicht nur die junge Generation der Menschen das Internet in vollen Zügen nutzen. Die stärkste Altersgruppe der Bevölkerung in Deutschland, auch Nutzer genannt, liegt bei den 14 bis 29 jährigen mit starken 42 %. Wohingegen die Entscheider mit 40 bis 49 Jahren bei 38 % und die über 50 jährigen bei 23 % liegen. Gerade die über 50 jährigen Entscheider sind, gegenübergestellt mit den gleichaltrigen Nutzern, mit 14 % überlegen. Somit lässt sich das Vorurteil, dass ausschließlich junge Menschen das Internet nutzen widerlegen.
  • Bild 3 Altersgruppen der Digital Natives im Vergleich Gesamtbevölkerung und Entscheider Die Studie besagt weiter, dass die Nachfrage nach mehr Sicherheit im Internet vor allem von den Internetlaien kommt. Summiert man sowohl die ordnungsfordernden Internet-Laien der Nutzer, als auch die der Entscheider, so ergibt sich daraus ein Anteil von 22 % der Gesamtbevölkerung Deutschlands. Aber auch aus den Gruppen der Internetverunsicherten lassen sich Schutz- und Kontrollforderungen ableiten. Allgemein geben die Entscheider an, dass globale Internet- Dienstanbieter wie Google, Apple, Facebook, eBay und Amazon die Hauptakteure sind und das Internet im erheblichen Maß bestimmen. Desweiteren bemängeln sie, dass sich durch die Vernetzung kleinerer Dienste Monopole bilden, von denen die Entscheider selbst abhängig sind. Solch eine Machtkonzentration stellt ein Risiko dar. Bild 4 DIVSI Entscheider-Studie, ausgehende Gefahren des Internets
  • Aus der Befragung der Entscheider geht hervor, dass Hacker die größte Gefahr darstellen. An zweiter Stelle stehen die besagten globalen Internet-Dienstanbieter. Die unbedachten Nutzer stellen jene Gruppe dar, welche ohne Absicht Datensicherheit und Datenschutz gefährden. Sie sind gleich auf mit den globalen Internet-Dienstanbietern. Der Staat wird im Vergleich kaum wahrgenommen, was Entscheider aus Wissenschaft und Forschung als Problem ansehen. Sie bedauern die fehlenden Einflussmöglichkeiten der Politik. Die politischen Entscheider entgegnen dem, dass die privaten Dienstleister dafür Sorge tragen müssen, was angeboten wird und so zu mehr Sicherheit im Internet führt. Vertreter von Medien, Wissenschaft und Forschung sind sich dennoch einig, der Nutzer selber stellt die größte Gefahr dar. Um mehr Vertrauen und Sicherheit zu schaffen sehen 67 % der Politiker die Notwendigkeit darin, die Schwelle auszuloten, von welchem Punkt an der Nutzer geschützt werden müsse. Sie sind davon überzeugt, dass der Nutzer Vieles im Internet nicht überblicken könne. Das Fazit der Entscheider - Studie besagt, wer ein Risiko verursacht, muss auch Verantwortung tragen. Zwar werden Hacker und große globale Internet-Dienstleister als größte potenzielle Risikoverursacher gesehen, dennoch wird den Nutzern deutlich mehr Verantwortung zugeschrieben. Aus Sicht der Entscheider braucht es einen Rahmen, in dem sich der Nutzer frei bewegen kann. Die Milieu-Studie ist eine Grundlagenstudie des SINUS-Instituts Heidelberg im Auftrag des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internen (DIVSI). Die Milieu-Studie und die Entscheider-Studie befassen sich, im Grunde, mit dem selben Thema „Die Sicherheit im Internet“. Die Milieu-Studie zeigt, welche Meinungen und Vorstellungen es zu dem Thema „Vertrauen und Sicherheit im Internet“ sowohl bei „Onlinern“ sowie bei „Offlinern“ gibt. Welche datenschutz- und sicherheitsrelevanten Einstellungs- und Verhaltenstypen existieren. Ziel war es, eine bevölkerungsrepräsentative Typologie zum Thema Vertrauen und Sicherheit zu entwickeln. Die Studie zeigt weiterhin, dass rund 27 Millionen Menschen in Deutschland ohne Internet leben. Das ist das zentrale Ergebnis der „DIVSI Milieu-Studie zu Vertrauen und Sicherheit im Internet“. Für diese Studie wurden insgesamt 2047 Menschen aus allen Bevölkerungsschichten zu deren Einstellungen in Bezug auf Vertrauen und Sicherheit im Internet sowie zu deren individuellem Internet-Nutzungsverhalten befragt. Bild 5 DIVSI Milieu-Studie, Bevölkerungsunterteilung in Drei Spalten
  • Die bundeweite Studie zeigt, dass 39 Prozent, also fast 27 Millionen Menschen in Deutschland, Digital Outsider sind. Dies sind nicht allein Menschen ohne technischen Zugang zum Internet. Vielmehr gehören dazu auch jene, die zwar theoretisch über einen Internet-Anschluss verfügen könnten, im Umgang mit dem Internet jedoch stark verunsichert sind und dieses daher so gut wie bzw. überhaupt nicht nutzen. Rund 41 Prozent, also 28 Millionen Menschen, bezeichnet die Studie hingegen als Digital Natives. Diese sind mit dem Internet groß geworden und haben es voll in ihr Leben integriert. Als dritte Gruppe wurden schließlich Digital Immigrants identifiziert mit rund 20 Prozent, also 14 Millionen Menschen. Sie begrüßen einerseits den kommunikationstechnischen Fortschritt und nutzen das Internet gezielt für ihre Zwecke. Andererseits nehmen sie auch die negativen Folgen des Digitalisierungsprozesses wahr, sind im Internet eher misstrauisch, skeptisch und defensiv unterwegs. Sie beobachten den Trend zunehmender Offenlegung der Privatsphäre in sozialen Netzwerken mit Sorge. Der erste Graben trennt die Digital Outsiders von den Digital Immigrants. Die Digital Outsider sind entweder komplett ohne Internet, also offline oder sehr stark verunsichert im Umgang mit dem Internet. Das heißt auch, dass sie keine Smartphone oder andere Internetfähigen Geräte benutzen. Der zweite Graben ist zwischen den Digital Natives und den Digital Immigrants. Die Digital Natives sehen das Internet als Teil ihres Lebensraums, in dem sie sich frei und ganz selbstverständlich bewegen können. Für sie ist das Internet nicht mehr weg zu denken. Als Mittelgruppe sind die Digital Immigrants vertreten. Sie nutzen das Internet nur für gezielte Zwecke stehen dem Internet dennoch sehr misstrauisch gegenüber. Bild 6 DIVSI Milieu-Studie, Schutz im Internet Fast drei Viertel der deutschen Bevölkerung erwarten, dass der deutsche Staat und die Wirtschaft für Sicherheit im Internet sorgen. Dazu gehören Digital Outsiders, Digital Immigrants und eine kleiner Teil der Digital Natives. Dagegen sind nur ein Viertel der deutschen Bewohner. Die Gegenstimmen bestehen fast nur aus Digital Natives. Sie lehnen es ab das der Staat oder die Wirtschaft sich in ihr persönliches Internetleben einmischt. Sie sehen die Verantwortung bei jedem Nutzer und sind überzeugt, alles im Griff zu haben.
  • Bild 7 DIVSI Milieu-Studie, Überzeugung der Bevölkerung Bei der Frage wie sicher das Internet sein kann gibt es doch erstaunliche Überzeugungen. Das verblüffende ist, dass 33 Prozent der deutschen glauben, das Internet ist wirklich sicher. Ein großer Teil von den Menschen die das glauben sind Digital Natives. Gerade Digital Natives, die nicht wollen, dass der Staat oder die Wirtschaft sich in das Internetleben einmischt sind der Meinung, dass jeder Internetbenutzer durch seine eigene Sicherung wirklich sicher ist. Aber immer noch die Hälfte der Befragten sind der Meinung, dass man nie eine völlige Sicherheit im Internet erreichen kann. Dazu gehören Digital Immigrants und Digital Outsiders. Rund 17 Prozent konnten keine eigene Meinung zu dieser Frage äußern. Durch diese Studie hat man einen aktuellen Einblick bekommen, wie die deutsche Bevölkerung zum Thema Sicherheit im Internet steht, wie sie mit dem Internet umgehen und welches Vertrauen sie in das Internet setzen. Mit diesem doch unerwarteten Ergebnissen steht die Bundesregierung vor großen Schwierigkeiten um die Sicherheitsbedürfnisse befriedigen zu können. Matthias Kammer: „Die DIVSI Milieu-Studie verdeutlicht erstmals das Spannungsfeld zwischen den verschiedenen Gruppen. Wer sich im Internet nicht auskennt, fordert Schutz, doch wer sich sicher fühlt, wünscht Freiheit. Die große gesellschaftspolitische Herausforderung liegt also darin, diese unterschiedlichen Welten zu versöhnen.“ Vergleich der Studien: Bei der Entscheider-Studie wurden nur Personen aus Wirtschaft, Politik, Öffentlichem Dienst, Zivilgesellschaft, Medien sowie Wissenschaft und Forschung befragt. All diese Personen stellen sogenannte Schlüsselpositionen dar, welche in ihren einzelnen Metiers Entscheidungen fällen können. In der Milieu-Studie wurden Menschen aus allen Schichten der Bevölkerung befragt. Also die Endnutzer aber auch Hauptnutzer des Internets. Dennoch noch ist die Aussage der beiden Studien die gleiche. „Wer sich nicht auskennt stellt eine Gefahr dar!“
  • 2 Analyse zu Diversität und Spaltung In diesem Fallbeispiel geht es um die mögliche Gefahr der Internetzensur durch den globalen Internet- Dienstanbieter Facebook. Jürgen Domian ist Moderator des WDR mit eigener Call-in Radiosendung. Die Sendung läuft täglich und hat Schwerpunkte wie Liebe, Trennung, Krankheit und Tod. Er wird während seiner Sendung von einem Psychologen-Team unterstützt [2]. Bild 8 Zensur als mögliche Gefahr im Internet Der WDR – Moderator beschuldigt Facebook der Zensur seines Beitrags zum neuen Papst Franziskus [2]. Er hatte seiner eigenen Meinung Luft gemacht, indem er Beiträge im sozialen Netzwerk Facebook verfasste, welche keiner politischen Orientierung galten. Aber auch andere Beiträge verschwanden spurlos aus seinem Profil. Die Vielfalt liegt schließlich darin, dass Nutzer sich über soziale Netzwerke austauschen können. Dazu zählt auch die eigene Meinung, die man in seinem eigenen Facebook-Profil öffentlich kundgibt. Diese wiederum wird von anderen Nutzern kommentiert und letzten Endes ist Facebook selbst der Auslöser, denn die Startseite des Facebook-Profils fragt immer „was machst du grade?“. Dies kommt der Aufforderung gleich, seine aktuelle Situation zu schildern. Nach dem besagten Fallbeispiel ist dies aber scheinbar nicht der Fall. Facebook antwortete auf die Beschuldigung der Zensur, dass die Beiträge von Herrn Domian nicht den Firmenrichtlinien entsprechen und somit gelöscht wurden [2]. In Facebook selbst sind die Beiträge des WDR – Moderators nicht mehr zu finden, aber durch die „like-Buttons“ gibt es zahlreiche Verlinkungen auf Internetseiten, wie z.B. Bild 5 von web.de. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass Facebook immer dann eine Zensur vornimmt, wenn genug Nutzer einer anderen Meinung sind. In diesem Fall könnten dies die Kirchenanhänger gewesen sein, welche den Beitrag als unangemessen einstuften. Das bedeutet aber auch, dass Facebook in Ländern ohne Demokratie Beiträge löscht und personen bezogene Daten herausgibt, wenn ein Staatsorgan dies verlangt [3]. Zu dieser Erkenntnis kommt auch die Entscheider-Studie.
  • Quellen: [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Zensur_im_Internet o.V. Stand: 06.05.2013 [2] http://web.de/magazine/digitale-welt/internet/17253766-juergen-domian-facebook-wdr-moderator- beklagt-zensur.html ,Autor: Marinus Brandl, Stand 19.03.2013 [3] http://www.sueddeutsche.de/digital/zensur-vorwuerfe-domian-akzeptiert-entschuldigung-von- facebook-1.1627989 , Autoren: Tobias Dorfer und Pascal Paukner, Stand: 20.03.2013 [4] https://www.divsi.de/divsi-entscheider-studie Autoren: DVSI Matthias Kammer, Direktor Joanna Schmölz, Wissenschaftliche Leitung Dr. Dirk Graudenz, Projektteam Studien; Sinus-Institut: Dr. Silke Borgstedt, Dr. Silke Borgstedt, Tamina Christ, Matthias Arnold, Manfred Tautscher, Dr. Marc Calmbach, Susanne Ernst ,Heidelberg, Februar 2013 [5] https://www.divsi.de/divsi-milieu-studie Stand: 19.06.3013 Autor: Matthias Kammer