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Machbarkeitsstudie nationaler Innovationspark Biel/Bienne
 

Machbarkeitsstudie nationaler Innovationspark Biel/Bienne

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Nationaler Innovationspark: ...

Nationaler Innovationspark:

Machbarkeitsstudie für den
Standort Biel/Bienne
Mit einem Statusbericht zur Initiative für eine Stiftung Forschung Schweiz

September 2010

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    Machbarkeitsstudie nationaler Innovationspark Biel/Bienne Machbarkeitsstudie nationaler Innovationspark Biel/Bienne Document Transcript

    • Nationaler Innovationspark:Machbarkeitsstudie für denStandort Biel/BienneMit einem Statusbericht zur Initiative für eineStiftung Forschung SchweizSeptember 2010Verein Machbarkeit Stiftung Forschung Schweiz
    • Nationaler Innovationspark:Machbarkeitsstudie für denStandort Biel/BienneMit einem Statusbericht zur Initiative für eineStiftung Forschung SchweizSeptember 2010Verein Machbarkeit Stiftung Forschung Schweiz 3
    • Die Vision einer Stiftung Inhalt Forschung Schweiz und des Nationalen Innovationsparks ¬ In die Stiftung Forschung Schweiz soll der Bund freiwer- Vorwort 7 dende oder brachliegende Liegenschaften der Schweizer Armee einbringen. Die Stiftung nutzt diese Areale langfristig Management Summary 8 gewinnbringend zugunsten von Bildung, Forschung und Innovation in der Schweiz. Sie fungiert insbesondere als Nationaler Innovationspark: Vision 14 Trägerin eines nationalen Innovationsparks, welche Unternehmen und Universitäten eine optimale Plattform Auftrag 18 für ihre Forschungs- und Innova-tionsaktivitäten in der Konzeption des Nationalen Innovationsparks Biel/Bienne 27 Schweiz bietet. Inhaltliche Konzeption 27 Eine Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2007 weist nach, dass Elemente und Bausteine 36 das Gelände des heute noch militärisch genutzten Flug- Räumliche Entwicklung 43 platzes Dübendorf optimale Voraussetzungen bietet, um Parkmanagement 58 einen nationalen Innovationspark gewinnbringend betrei- Realisierungsetappen 60 ben zu können. Das Gebiet ist hinsichtlich Lage, Grösse und Verkehrsanbindung schweizweit einzigartig. Auch Finanzierung 79 regionale Ableger des nationalen Innovationsparks sind denkbar. Bewertung 81 In seinem Bericht vom 14. März 2008 bewertet der Bundes- Erfolgsfaktoren und Machbarkeit 82 rat die Idee der Stiftung Forschung Schweiz und eines nationalen Innovationsparks sehr positiv. Nach Meinung des Dokumente und Quellen 84 Bundesrates soll der Bund der Stiftung das Land in Düben- dorf im Baurecht zur Verfügung stellen und gleichzeitig die Abkürzungsverzeichnis 85 Baurechtszinsen erlassen. Trotzdem verzichtet der Bund nicht auf einen Return on Investment: Aus der Vermarktung Impressum 86 des attraktiven Standortes zu marktüblichen Preisen erwirtschaftet die Stiftung mittel- und langfristig Gewinne, welche dem Bund und seinen Forschungsförderagenturen (z.B. SNF und KTI) zufliessen sollen. Der Verein Machbarkeit Stiftung Forschung Schweiz peilt die Gründung der Stiftung Forschung Schweiz im Verlauf 2014 an. Bis zur Gründung der Stiftung Forschung Schweiz treibt der Verein die Realisierung der Vision eines natio- nalen Innovationsparks voran und übernimmt eine Dreh- scheibenfunktion für alle notwendigen Entwicklungs- schritte (politischer Entscheidungsprozess, Raumplanung, Vermarktung etc.).4 5
    • Vorstand Verein Machbarkeit Stiftung Forschung Schweiz Vorwort ¬ Die Schweiz ist Spitze im Entdecken von neuem Wissen: möglichst eng an der Vorgabe der ersten Machbarkeitsstudie Kaum ein anderes Land meldet jährlich so viele Patente an für Dübendorf zu halten und die Konzepte für beide Vorstand Verein Machbarkeit Stiftung Forschung wie sie. Wenn es aber um die Umsetzung des neuen Wissens Standorte integrierend aufeinander abzustimmen. Unter Schweiz in konkrete Produkte geht, dann fällt die Schweiz zurück. dieser Prämisse untersucht die vorliegende Studie die Prof. Dr. Peter Gomez, Präsident Schweizer Börse SWX Dieser unterkritische Austausch zwischen Realwirtschaft Machbarkeit eines Nationalen Innovationsparks Biel/ und Forschung ist für die Wissensgesellschaft Schweiz ein Bienne. Ruedi Noser, Unternehmer, Nationalrat FDP/ZH latentes Problem: Heute und in Zukunft sind wir darauf Dr. Fritz Schiesser, Präsident des ETH-Rates angewiesen, aus unseren Erfindungen wirtschaftliche Nachdem wir in einer ersten Phase davon ausgegangen sind, Erfolge in der gesamten Wertschöpfungskette zu generie- den Standort als «Ergänzung» zum Standort Dübendorf zu Dr. Thomas von Waldkirch, Präsident Stiftung Technopark Zürich ren. Zudem besteht eine reale Gefahr darin, dass in Zeiten betrachten, haben wir unsere Ansicht im Laufe der Arbeiten Dr. Elmar Wiederin, Senior Partner und Verwaltungsratspräsident mit schlechter Haushaltslage die öffentlichen Investitionen revidiert: Unsere Absicht ist es nun, die Standorte Düben- The Boston Consulting Group (Schweiz) in die Forschung reduziert werden. Wir müssen deshalb dorf und Biel/Bienne als gleichwertige Elemente unter dem Instrumente schaffen, welche die Forschungsfinanzierung Dach der Stiftung Forschung Schweiz weiter zu konkretisie- Martin Bäumle, Unternehmer, Nationalrat Grünliberale/ZH durch die öffentliche Hand langfristig unterstützen. ren. Der Einbezug von Biel hat für die Idee des nationalen Franz Eberhard, ehm. Direktor des Amtes für Städtebau der Stadt Zürich Innovationsparks zudem einen positiven Aspekt: Während in Dübendorf ein funktionierendes Innovationsquartier mit Ein nationaler Innovationspark schafft eine Plattform für Arbeiten, Freizeit und Wohnen erst noch geschaffen werden gemeinsame Forschungs- und Innovationsaktivitäten von muss, präsentiert sich Biel/Bienne schon heute als kreative Schweizer und internationalen Unternehmen zusammen mit Stadt. Dank Landreserven an zentraler Lage kann hier ein den Universitäten und Fachhochschulen. Damit sollen zum Nukleus für den Innovationspark schnell in die Realität einen mehr internationale Forschungsarbeitsplätze in die umgesetzt werden. Mit den ersten Schritten am Standort Schweiz geholt werden, zum anderen können in einem Biel/Bienne können somit wertvolle Erfahrungen gesammelt Innovationspark gerade auch die vielen dynamischen Schweizer werden, welche für die Konkretisierung des Standorts KMUs eine Struktur für die Kooperation mit Hochschulin- Dübendorf erfolgsfördernd sind. stituten finden. Ein nationaler Innovationspark grenzt sich dadurch wesentlich von den vielen regionalen Technoparks ab, die vor allem Jungunternehmen als Gründerzentren Im Gegenzug bietet «Dübendorf» für «Biel» einen ausge- dienen. zeichneten Zugang zu einem internationalen Netzwerk. Es ist dieses Miteinander von lokalen Stärken, das aus der Idee eines nationalen Innovationsparks ein Erfolgsprodukt Unsere ursprüngliche Vision ist die eines nationalen Innova- machen soll. tionsparks am Standort Dübendorf: Mit dem Areal des Flugplatzes Dübendorf steht eine optimal erschlossene, riesige Landreserve im Herzen des Wirtschaftsraums Zürich zur Verfügung. Diese Vision verfolgen wir unver- mindert weiter. Wir haben aber erkannt, dass für die nationale Verankerung des Projektes ein oder zwei Zweig- stellen in anderen Regionen der Schweiz sinnvoll sind. Deshalb riefen wir dazu auf, weitere mögliche Standorte zu evaluieren. Unter anderen trat die Volkswirtschaftdirektion des Kantons Bern auf uns zu mit der Absicht, diese Evaluati- on in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Biel und dem Verein durchzuführen. Ziel war es, die Abklärungen6 7
    • Management Summary ¬ Die Schweiz ist Spitze im Entdecken von neuem Wissen: … Universität Bern sowie von weiteren Instituten der Dabei sind drei Voraussetzungen herausgearbeitet worden, a) Das Parkmanagment Kaum ein anderes Land meldet jährlich so viele Patente an umliegenden Kantone. die für die Umsetzung des vorgeschlagenen Konzepts für b) Der Bau eines Innovationszentrums wie sie. Aber wenn es um die Umsetzung des neuen Wissens einen Nationalen Innovationspark Biel/Bienne in der » Das Innovationszentrum mit Räumlichkeiten für die in konkrete Produkte geht, dann fällt die Schweiz zurück. vorliegenden Machbarkeitsstudie grundlegend sind: Die Studie geht von einer Kernzone (Nukleus) in unmittel- Ansiedlung von Spin-offs und Start-ups aus der Region, Ein nationaler Innovationspark schafft eine Plattform für barer Nähe zum Bahnhof und (die Zustimmung der SBB Living Labs und Innovationszellen. » Der Entscheid des Kantons Bern, im Rahmen der gemeinsame Forschungs- und Innovationsaktivitäten von vorbehalten) einer Werkzone auf dem Areal des Güterbahn- geplanten Konzentration der Berner Fachhochschule Schweizer und internationalen Unternehmen sowie Univer- » Das Begegnungs- und Besucherzentrum aufbauend auf hofs SBB in der Grössenordnung von 50’000 bis 80’000 m 2 den Standort Biel zu erhalten und möglichst auszubauen. sitäten und Fachhochschulen. Die Vision einer Stiftung der gemeinsamen Nutzung durch die Studenten und mittelfristig verfügbarer Fläche für den Innovationspark Forschung Schweiz fusst auf der ursprünglichen Idee, auf Dozenten aus dem Lern- und Forschungszentrum und » Eine aktive Beteiligung der Universität Bern und der Biel aus. Weitere Landreserven stehen im Bözingenfeld-West dem Areal des Flugplatzes Dübendorf einen nationalen den Akteuren im Innovationszentrum. Institute der umliegenden Kantone und somit Einbezug zur Verfügung. Die Errichtung eines Innovationszentrums Innovationspark zu etablieren. der Forschung als Ergänzung zum Schwerpunkt mit ca. 5’000 m2 Nutzfläche wird mit ca. 16 Millionen » Das Parkmanagement nimmt die Rolle der Koordination Entwicklung/Anwendung der Berner Fachhochschule. Franken Baukosten ohne Mieterausbau veranschlagt. Für Mit der vom Bundesrat vorgeschlagenen Totalrevision des und der Stakeholder-Betreuung wahr. dieses Startvorhaben soll ein privater Investor gewonnen Bundesgesetzes zur Förderung der Forschung und Innovati- » Die Gründung der Stiftung Forschung Schweiz nach Der Park bietet somit nicht alleine Angebote für Jungunter- werden. Die Finanzierung von weiteren Kosten, wie insbeson- on (FIFG) soll dazu die gesetzliche Grundlage geschaffen dem Beschluss von National- und Ständerat zur ge- nehmer, sondern auch Angebote für KMUs und für Grossun- dere das Parkmanagement, wird als Teil des Stiftungszwecks werden. In der vorliegenden Studie wird die Idee, unter dem planten Totalrevision des Bundesgesetzes über die ternehmen. Dazu gehören die Innovationszellen und die der Stiftung Forschung Schweiz unter dem Titel Innovations- Dach der Stiftung Forschung Schweiz in Biel einen zweiten Förderung der Forschung und Innovation (FIFG). Living Labs oder auch ein rascher Zugang zu Labordienstlei- förderung verstanden und entsprechend finanziert. Standort neben Dübendorf für den nationalen Innovations- stungen inklusive einer kompetenten Interpretation der Im Rahmen der Studie wird davon ausgegangen, dass diese park zu schaffen, auf ihre Machbarkeit geprüft. Das in dieser Studie erstellte Konzept für einen Nationalen Messergebnisse. Der nationale Innovationspark versteht sich Voraussetzungen bis 2013/2014 erfüllt sind. Innovationspark Biel/Bienne weist eine Reihe von Erfolgs- Der Nationale Innovationspark Biel/Bienne strebt die also als Plattform, welche den Zugang zu akademischem Damit ergeben sich für den Nationalen Innovationspark faktoren für das Vorhaben aus. Im Zentrum steht die Schaffung eines Innovationsökosystems an, welches auf den Wissen und Forschungsresultaten verbessert. Biel/Bienne folgende Entwicklungsschritte: gemeinsame Ambition der Stiftung Forschung Schweiz, des bestehenden Stärken der Region aufbaut und in seiner Die Atmosphäre ist dabei ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Kantons Bern, der Stadt Biel, der Wirtschaftscluster und der Reifephase gesamtschweizerische Ausstrahlung erreichen » Startphase 2010–2013 Dieser sogenannte Groove ist ein weicher Faktor, der nicht privaten Investoren, die sich am Park beteiligen wollen. Im soll. Mit dem Projekt entsteht die einmalige Chance, eine exakt geplant und vorgegeben werden kann. Er entsteht » Umsetzungsphase 2014–2018 Weiteren sind das: ganzheitliche Initiative zu starten, welche auf dem heutigen einerseits durch die Art und Weise, wie sich die Personen Zeitgeist der Zusammenarbeit aufbaut, um Innovation und » Betriebsphase ab 2019 Zentraler Standort mit Landreserven verhalten und wie sie miteinander umgehen. Anderseits wird Werte zu schaffen. der Groove bestimmt durch die Mischung und Heterogeni- Für die Startphase wird vorgeschlagen, dass der Verein » Der Nationale Innovationspark Biel/Bienne braucht die Der Nationale Innovationspark Biel/Bienne versteht sich tät der beteiligten Personen. Diese Parameter müssen durch Machbarkeit Stiftung Forschung Schweiz eine Task Force Berner Fachhochschule und die Universität Bern als das Parkmanagement beeinflusst und gesteuert werden. benennt, die die Aufgabe hat, die Idee eines Nationalen Partner und Nachbar. » als Innovationsnukleus für die Stadt und die Region Biel, Innovationsparks Biel/Bienne weiter zu verfolgen. Zu ihren Eine Besonderheit des Standortes Biel ist die Integration in » Der Nukleus des Innovationsparks funktioniert nur an » als Magnet für lokale und regionale Stakeholder aus wichtigsten Aufgaben gehört die Gründung eines strate- eine gewachsene und sich weiterentwickelnde Stadt. Der einem zentralen Standort. Wirtschaft und Wissenschaft, gischen Fördergremiums mit Persönlichkeiten aus Wirt- Vorschlag weicht damit von der Idee eines Innovationsparks schaft, Wissenschaft und Verwaltung, die Mitarbeit bei der » Das Areal des Güterbahnhofs SBB und gegebenenfalls » als Element eines nationalen und internationalen auf der grünen Wiese als geschlossenes Geviert ab, indem Erarbeitung eines Masterplans und die Pflege sowie die das Areal Bözingenfeld-West stellen Landreserven dar Innovationsnetzwerks, die Stadt Biel als Rahmen für den Innovationspark gefasst Stärkung des im Rahmen der Studie aufgebauten Netz- und sollen mittelfristig als Werkzone für produzierende wird. Aufgrund der Kleinräumigkeit ist dennoch die Nähe » als Brücke zwischen der Deutschschweiz und der werks. Betriebe und/oder der Erweiterung der Forschungs- und der Elemente des Innovationsparks zueinander und damit Romandie. Entwicklungsfazilitäten dienen. die Voraussetzung für den Gedankenaustausch und den Die Finanzierung der Plattform Nationaler Innovationspark Der Nationale Innovationspark Biel/Bienne besteht aus vier Groove gegeben. Im Rahmen der städtebaulichen Studie Biel/Bienne setzt ein gemeinsames Handeln des Kantons Klare strategische Ausrichtung Hauptelementen. Sie ergänzen sich gegenseitig und stehen wird vorgeschlagen, die Entwicklung des Innovationsparks Bern und der Stiftung Forschung Schweiz als den Trägern » Mix aus neuen und etablierten Firmen. in intensivem Austausch miteinander: am Standort Bahnhof-See zu starten und (die Zustimmung der involvierten Institutionen voraus. der SBB vorbehalten) Teile des Güterbahnhofs SBB sowie » Bekanntheit als Ort, wo Collaborative Innovation gelebt » Das Lern- und Forschungszentrum bestehend aus der Aus Sicht der Stiftung Forschung Schweiz ergeben sich zwei das Bözingenfeld-West als Erweiterungszone einzuplanen. wird. Berner Fachhochschule und Forschungsprojekten der Elemente, deren Finanzierung gesichert werden muss:8 9
    • Management Summary Breit abgestützte Trägerschaft für die Ambition und En matière de recherche et de découvertes scientifiques, la » Le centre d’innovation dont l’espace est destiné à weites Netzwerk Suisse est à la pointe: peu d’autres pays déposent autant de l’implantation d’entreprises créées par essaimage et de brevets qu’elle par an. Le bât blesse en revanche lorsqu’il s’agit start ups de la région, de living labs et de cellules » Ambition getragen durch die Stiftung Forschung Schweiz, de concrétiser ces découvertes pour en tirer des produits. Un d’innovation. den Kanton Bern, die Stadt Biel, die Wirtschaftscluster parc national d’innovation favoriserait les partenariats pour la und die privaten Investoren, die sich am Park beteiligen » Le centre de rencontre et d’accueil des visiteurs, conçu recherche et l’innovation entre des entreprises suisses et wollen. pour être partagé aussi bien par les étudiants et les internationales ainsi que des universités et des hautes écoles enseignants du centre d’enseignement et de recherche » Weites Netzwerk mit den Universitäten Neuenburg, spécialisées. Le concept de la Fondation Recherche Suisse que par les acteurs du centre d’innovation. Fribourg, EPFL, ETHZ, EMPA, dem CSEM, den repose sur l’idée initiale d’un parc national d’innovation établi umliegenden Fachhochschulen, den umliegenden sur le site de l’aérodrome de Dübendorf. » L’organisation en charge de la gestion du parc pour la Technoparks, innoBE, STI, Finanzdienstleistern, SNF, coordination et l’accompagnement des acteurs présents La révision totale de la loi fédérale sur l’encouragement de la KTI, etc. sur le parc. recherche et de l’innovation (LERI) proposée par le Conseil Starkes Parkmanagement fédéral viserait à créer les bases légales appropriées pour un Le parc propose non seulement aux jeunes entrepreneurs tel projet. La présente étude a pour objet l’opportunité de mais aussi aux PME et aux grandes entreprises l’accès direct » Entscheidungsfreiheit und -kompetenz im Rahmen von l’ouverture à Bienne d’un deuxième site pour le parc notamment à des cellules d’innovation, des living labs ou vorgegebenen Zielen. d’innovation, en plus de celui de Dübendorf, sous l’égide de encore à des prestations d’analyses en laboratoire doublées » Intelligente Lösungen in Bezug auf Städtebau und la Fondation Recherche Suisse. d’une interprétation compétente des résultats mesurés. Le Architektur. parc national d’innovation facilite ce faisant l’accès au savoir Le parc national d’innovation de Biel/Bienne se propose de académique et aux résultats des recherches. » Gemeinsamer Masterplan von Stadt Biel, Berner créer un écosystème favorable à l’innovation, fondé sur les Fachhochschule, Universität Bern und dem Verein atouts effectifs de la région et à même de rayonner dans L’atmosphère qui règne dans le parc représente un facteur Machbarkeit Stiftung Forschung Schweiz. toute la Suisse durant sa phase de maturité. Cette opportu- essentiel pour son succès. Cette ambiance, une variable par nité unique permet de lancer une initiative globale misant définition mouvante, échappe aux prédictions et à une » Koordination und Synergien mit den anderen Standor- sur la tendance actuelle à la collaboration comme source de planification exacte. Elle naît du comportement des per- ten des nationalen Innovationsparks. création de valeur et d’innovation. sonnes en présence et de leur interaction. Elle dépend Wie im Bericht dargestellt bietet Biel hervorragende également du mélange et de l’hétérogénéité des personnes Le parc national d’innovation de Biel/Bienne se conçoit wirtschaftliche Voraussetzungen für einen nationalen concernées. L’organisation en charge de la gestion du parc comme Innovationspark. Notwendig wäre aber eine Stärkung des doit, autant que faire se peut, influer sur ces paramètres et Standorts in Bezug auf Lehre und Forschung durch die » un centre d’innovation pour la ville et la région de Bienne, les piloter. Berner Fachhochschule und die Universität Bern und die » un site attrayant pour des acteurs locaux et régionaux de L’une des particularités du site de Bienne réside dans son Institute der umliegenden Kantone. l’économie et des sciences, intégration à une ville déjà bien développée et dont l’expan- Im Rahmen der Studie haben die Autoren aufgezeigt, dass sion se poursuit. Cette proposition s’écarte ce faisant de » un maillon des réseaux d’innovation national et l’idée d’un parc d’innovation telle une enclave dans un pré » Biel der richtige Standort für einen nationalen Innova- international, vert. Les limites imposées par l’espace choisi, en rapprochant tionspark ist, » un pont entre la Suisse alémanique et la Romandie. les différents éléments les uns des autres, encourage » in Biel und der Region ein Interesse an einem solchen l’échange d’idées et la bonne ambiance. L’étude d’urbanisme Le parc national d’innovation Biel/Bienne s’articule autour Projekt besteht und eine für das langfristige Überleben propose le site Gare-Lac comme point de départ de la de quatre éléments principaux étroitement imbriqués: kritische Grösse erreicht werden kann, réalisation du parc et, en cas d’approbation par les CFF, » Le centre d’enseignement et de recherche, constitué par d’intégrer des parties de la gare de marchandises CFF ainsi » ein Nationaler Innovationspark Biel/Bienne das Potenti- la Haute école spécialisée bernoise et les projets de que des Champs-de-Boujean dans la planification en vue al für eine Stärkung der regionalen Wirtschaft hat und recherches menés par l’Université de Berne et d’autres d’une extension du site. auch auf nationaler Ebene einen substanziellen Beitrag instituts des cantons voisins. zur Innovationsförderung leisten kann.10 11
    • Trois conditions sont indispensables à la concrétisation du » la gestion du parc » Reconnaissance en tant que haut-lieu de l’innovation projet de parc national d’innovation Biel/Bienne tel que basée sur la collaboration. » la construction du centre d’innovation suggéré dans la présente étude de faisabilité : Un projet et un réseau étendu largement étayés L’étude part de l’idée d’un parc d’innovation à Bienne » La décision du canton de Berne de conserver et d’aménager composé d’un centre névralgique à proximité immédiate de » Le projet est porté par la Fondation Recherche Suisse, le le plus possible le site de Bienne en vue du regroupement la gare et d’une zone de travail sur le site de la gare de canton de Berne, la ville de Bienne, les clusters écono- de la Haute école spécialisée bernoise. marchandises CFF dont la surface disponible à moyen terme miques et les investisseurs privés intéressés à une » Une participation active de l’Université de Berne et des avoisinerait les 50 000 à 80 000 m2. Les Champs-de-Bou- participation dans le parc. instituts des cantons voisins couplée à l’intégration de la jean constituent une réserve de terrain ultérieure. La » Le réseau étendu compte déjà les universités de Neuchâtel recherche à l’axe « développement / application » adopté construction du centre d’innovation, d’une surface utile et Fribourg, l’EPFL, l’EPFZ, l’EMPA, le CSEM, les par la Haute école spécialisée bernoise. d’environ 5000 m2, coûterait environ 16 millions de francs, hautes écoles spécialisées et les parcs technologiques sans compter l’aménagement à la charge du locataire. Ce » L’institution de la Fondation Recherche Suisse d’après avoisinants, innoBE, STI, les acteurs financiers, le FNS, projet de base implique de gagner un investisseur privé à l’arrêté du Conseil national et du Conseil des Etats à la CTI, etc. notre cause. Les autres coûts, tels que ceux engendrés par la propos de la révision totale de la loi fédérale sur l’encou- gestion du parc, font partie intégrante du but de la Fonda- Organisation forte pour la gestion du parc ragement de la recherche et de l’innovation (LERI). tion Recherche Suisse sous son aspect d’encouragement de » Liberté et compétence en matière décisionnelle dans le L’étude part du principe que ces conditions seront mises en l’innovation et sont financés par celle-ci à ce même titre. cadre des objectifs fixés. place d’ici 2013/2014. Le programme établi par la présente étude pour un parc » Solutions intelligentes en matière d’urbanisme et Le parc national d’innovation de Biel/Bienne devrait par national d’innovation Biel/Bienne dégage une série de d’architecture. conséquent voir le jour selon les étapes suivantes: facteurs de succès. L’ambition commune à la Fondation Recherche Suisse, au canton de Berne, à la ville de Bienne, » Plan directeur élaboré en commun entre la ville de » Phase de lancement: de 2010 à 2013 aux clusters économiques et aux investisseurs privés Bienne, la Haute école spécialisée bernoise, l’Université » Phase de réalisation: de 2014 à 2018 intéressés à une participation dans le parc se révèle tout a fait de Berne et l’Association Faisabilité d’une Fondation centrale. Les autres atouts du projet sont : Recherche Suisse. » Phase d’exploitation: à partir de 2019 Un site d’implantation centrale avec des réserves de terrain » Coordination et mise à profit des synergies avec les Durant la phase de lancement, l’Association Faisabilité d’une autres sites du parc national d’innovation. Fondation Recherche Suisse devrait nommer un groupe de » Le parc national d’innovation Biel/Bienne a besoin de la travail dont la mission serait de concrétiser l’idée d’un parc Haute-école spécialisée bernoise et de l’Université de Confirmant le rapport, Bienne offre des conditions écono- national d’innovation à Biel/Bienne. Il assumerait principale- Berne comme partenaires et voisins. miques remarquables pour un parc national d’innovation. En ment les tâches de création d’un comité stratégique d’encoura- revanche, le renforcement des composantes de l’enseignement » Le centre névralgique du parc d’innovation déploie ses gement composé de personnalités issues de l’économie, des et de la recherche par la Haute école bernoise, l’Université de activités sur un site unique. sciences et de l’administration ainsi que de collaboration à Berne et les instituts des cantons voisins est nécessaire. l’élaboration d’un plan directeur sans oublier l’entretien et la » Le site de la gare de marchandises CFF (en cas d’appro L’étude démontre que consolidation du réseau mis en place lors de l’étude. bation par les CFF) et, au besoin, le site des Champs-de- Boujean ouest constituent des réserves de terrain sur » Bienne est le site adéquat pour un parc national d’innovation, Le financement de la plate-forme du parc d’innovation de lesquels pourront s’implanter à moyen terme des Biel/Bienne suppose une étroite collaboration entre le » l’intérêt pour ce projet est fort tant à Bienne que dans la entreprises de production et/ou des établissements canton de Berne et la Fondation Recherche Suisse, en tant région et que la taille critique pour la viabilité du projet à supplémentaires dédiés à la recherche et au développement. qu’autorités de tutelle des institutions appelées à participer long terme peut être atteinte, au projet. Une direction stratégique clairement définie » le parc national d’innovation Biel/Bienne est en mesure Du point de vue de la Fondation Recherche Suisse, deux » Mélange entre entreprises nouvelles et entreprises de fortifier l’économie régionale et peut apporter une éléments requièrent une garantie de financement: établies. contribution substantielle à l’encouragement de l’innova- tion au plan national.12 13
    • Nationaler Innovationspark Vision ¬ Der Wissens- und Technologietransfer zwischen Hoch- für eine Umnutzung zur Verfügung stehen. Das Areal Ein Konzept – mehrere Standorte Politischer Prozess auf der Ebene Bund schulen und Wirtschaft wird in der Schweiz bereits mit gehört dem Bund und könnte von diesem einem neuen Der Standort Biel/Bienne soll im Einklang mit dem 15.03.06 Postulat «Gründung einer Stiftung Forschung verschiedenen Initiativen gefördert. Was jedoch fehlt sind Verwendungszweck zugeführt werden. Dabei ist das Areal Gesamtkonzept des nationalen Innovationsparks definiert und Schweiz» der FDP-Fraktion. Der Bundesrat wird Orte, an denen Schweizer und internationalen Unterneh- so gross, dass für einen Innovationspark mit internationaler entwickelt werden. Die vorliegende Konzeption bezüglich der beauftragt, die Machbarkeit einer Stiftung zur men zusammen mit den Universitäten und Fachhochschulen Ausstrahlung nur gerade ein Drittel der gesamten Fläche Ausrichtung, Finanzierung und dem Parkmanagement erfolgt Festigung und zum Ausbau der Konkurrenzfähig- eine Plattform für ihre gemeinsamen Forschungs- und benötigt würde. Die übrigen zwei Drittel stünden als jedoch in einem ersten Schritt so, dass er auch ohne Bezug zum keit des Forschungs- und Innovationsstandorts Innovationsaktivitäten finden. Ein Schweizer Innovations- strategische Reserve für künftige Generationen zur Standort Dübendorf bestehen kann. Dabei ergeben sich Schweiz zu prüfen. park mit internationaler Ausstrahlung kann genau das Verfügung und könnten der Bevölkerung als Erholungs- gleichzeitig neue Aspekte, die wiederum Rückschlüsse auf die leisten: Unter dem Dach des nationalen Innovationsparks raum dienen. Die Konzeption eines Innovationsparks auf 19.09.07 Motion «Einrichtung eines Parc d’innovation Konzeption des Standorts Dübendorf ermöglichen. soll die gesamte Wertschöpfungskette von der Forschung diesem Gelände wurde in einer Machbarkeitsstudie im suisse» der FDP-Fraktion. Der Bundesrat soll über die industrielle Fertigung bis hin zur Anwendung September 2007 umfassend formuliert und der Nachweis Die Aktivitäten des nationalen Innovationsparks werden beauftragt werden, die gesetzlichen Grundlagen abgedeckt sein. erbracht, dass das Gelände die Voraussetzungen für einen räumlich an wenigen Orten konzentriert und in einem für Einrichtung eines nationalen Innovationsparks international erfolgreichen Forschungs- und Innovations- Netzwerk von zwei oder drei Standorten in der Schweiz zu schaffen. Als Trägerschaft des nationalen Innovationsparks ist eine standort erfüllt. Ein nationaler Innovationspark lässt sich organisiert – abhängig davon, wo das erforderliche Know-how privatrechtliche Stiftung angedacht, die Stiftung Forschung 14.03.08 Bericht des Bundesrates «Zur Gründung einer hier organisatorisch und wirtschaftlich umsetzen. heute bereits vorhanden ist. So könnte zum Beispiel ein Schweiz. Der Verein Machbarkeit Stiftung Forschung Stiftung Forschung Schweiz» in Beantwortung des internationales Medizintechnik-Unternehmen am Standort Schweiz setzt sich für deren Realisierung und für Bekannt- Die Standortgemeinden des Flugplatzes Dübendorf stehen Postulates vom 15.03.2006. Der Bundesrat beurteilt Dübendorf von einer Forschungszusammenarbeit mit dem machung der Vision eines nationalen Innovationsparks ein. der Idee eines Innovationsparks positiv gegenüber. Der Ball die Idee grundsätzlich positiv und zeigt die Universitätsspital Zürich profitieren und gleichzeitig für die Bis zur Gründung der definitiven Trägerschaft übernimmt auf regionaler Ebene liegt derzeit beim Kanton Zürich, Rahmenbedingungen aus Sicht des Bundes auf. Erstellung von Prototypen den Zugang zum Feinmechanik- der Verein eine Drehscheibenfunktion für alle notwendigen welcher die raumplanerischen Vorgaben definieren muss. Know-how in der Region Biel nutzen. 18.09.08 Legislaturplanung 2007–2011: Im Bereich Bildung, Entwicklungsschritte (politischer Entscheidungsprozess, Der Kanton führt zu diesem Zweck Testplanungen für das Forschung und Innovation wird als Massnahme die Raumplanung, Vermarktung etc.). Areal durch und prüft die Einrichtung von Sonderzonen. Aufgabe des Parkmanagements an verschiedenen Standorten Schaffung der gesetzlichen Grundlagen für eine Auf Bundesebene ist mit der laufenden Totalrevision des ist es, für alle Interessengruppen regional, national und Die Idee des nationalen Innovationsparks hat ihren Ur- Stiftung Forschung Schweiz aufgeführt. Forschungs- und Innovationsförderungsgesetzes (FIFG) die international eine Plattform für das Zusammenwirken zu sprung in einem Postulat der freisinnig-demokratischen Schaffung der gesetzlichen Grundlagen initiiert. schaffen. Das Projekt geht damit weit über die bestehenden, in 09.03.09 Annahme der Motion «Einrichtung eines Parc Fraktion (NR Ruedi Noser) vom März 2006. Darin wird der der Regel regional oder kantonal finanzierten Technoparks als d’innovation suisse» durch den Nationalrat mit 124 Bundesrat aufgefordert, die Idee einer Stiftung abzuklären, Im Oktober 2008 publizierte der Verein einen Statusbericht Gründerzentren für Jungunternehmen hinaus – vielmehr zu 60 Stimmen bei sieben Enthaltungen (Befür- in welche nicht mehr genutztes Volksvermögen wie etwa und eine Vertiefungsstudie für mögliche Themenschwer- ergänzt es diese Aktivitäten auf nationaler Ebene mit dem worter aus der ganzen Schweiz, die SVP-Fraktion brachliegende Grundstücke überführt werden können. punkte eines nationalen Innovationsparks. Damals wurde Anspruch, Schweizer Forschung und Innovation international lehnt geschlossen ab). Am 4. April 2009 nimmt der Durch die gewinnbringende Umnutzung der Liegen- bereits mit dem Gedanken gespielt, dem Standort Düben- ein prägnantes Gesicht zu geben. Ständerat die Motion einstimmig an. schaften kann der Forschungsplatz Schweiz in zweifacher dorf mindestens eine Zweigstelle anzugliedern. Die Walliser Hinsicht gestärkt werden: Erstens werden dem System von Gemeinden Raron und Turtmann nahmen die Idee auf und 28.02.10 Abschluss der Vernehmlassung zur Totalrevision Bildung, Forschung und Innovation die Landreserven des legten im Juni 2009 eine Machbarkeitsstudie für eine des Bundesgesetzes über die Förderung der Bundes zur Verfügung gestellt. Zweitens sollen die langfri- Zweigstelle in der Westschweiz vor. Diese sieht einen Forschung und Innovation (FIFG). Mit dem neu stigen Gewinne der Stiftung über bestehende Förderagen- Schwerpunkt für Energie in Turtmann und einen für geschaffenen sechsten Abschnitt über einen turen (z.B. SNF und KTI) sowie über die direkte Förderung alpines Risikomanagement in Raron vor. «Schweizerischen Innovationspark» werden die von Lehre und Forschung an den Universitäten und Unterstützungsmöglichkeiten des Bundes Auch im Kanton Bern wurde die Möglichkeit für einen Fachhochschulen zur Stärkung der Innovationsfähigkeit erweitert. Standort geprüft und schon bald ein Fokus auf die Stadt Biel beitragen. gelegt, eine Stadt an der Schnittstelle zwischen Deutsch- 01.09.10 Ergebnisbericht der Vernehmlassung über die Das Herzstück des nationalen Innovationsparks ist auf dem schweiz und Romandie. Die vorliegende Studie für den Totalrevision des Bundesgesetzes über die Areal des Flugplatzes Dübendorf angedacht. Mit dem Standort Biel/Bienne wurde von der Volkswirtschaftsdirek- Förderung der Forschung und Innovation (FIFG). Ablauf der Konzession für den Flugbetrieb und der Freigabe tion des Kantons Bern sowie der Stadt Biel vorgeschlagen durch das Militär wird das Areal voraussichtlich Ende 2014 und mitfinanziert. Die Vision des nationalen Innovationsparks: Ein Konzept mit mehreren Standorten14 15
    • Rückwirkungen auf die Stiftung Forschung Schweiz von Lehre und Forschung im Bereich Innovation unterstützt, zum Beispiel durch die Finanzierung des Parkmanagements. Es Ursprünglich war geplant, dass die Stiftung die aus den ist jedoch nicht vorgesehen, dass die Stiftung als Investorin Organisation Stiftung Forschung Schweiz Liegenschaften resultierenden Erträge an die bestehenden weder in Gebäude noch in Unternehmen (z.B. Startups) Forschungsförderungsagenturen (z.B. SNF und KTI) über- auftritt. Sie gestaltet vielmehr die Plattform, auf der private führt. Durch die Öffnung der Idee auf eine Zahl von zusätz- Investoren einen Anreiz bekommen, sich an Unternehmen und Patronatskomitee Gönnerforum lichen Standorten neben Dübendorf muss der Stiftungszweck Gebäuden für die Innovationsförderung zu beteiligen. gegenüber der bisherigen Planung angepasst werden. Konkret soll es möglich sein, dass die Stiftung Forschung Schweiz ihre Dem Management der Standorte des nationalen Innovati- Revisionsstelle Stiftungsrat Finanzausschuss Einnahmen aus der Nutzung von Land im Besitz onsparks muss deshalb im Organigramm der Stiftung der Eidgenossenschaft nicht nur an die Förderinstitutionen des Forschung Schweiz speziell Rechnung getragen werden. Bundes leistet, sondern damit auch die weiteren Standorte bei Geschäftsführung Management- der Entwicklung, der Innovationsförderung und der Förderung ebene Forschung/ Promotion Management Innovation nationaler Innovationspark Standorte nationaler Innovationspark Beiträge an Förderinstitutionen des Bundes e Park- Immobilien- äg (z.B. SNF, KTI) itr Management entwicklung Be und FM (LQQDKPHQ aus Einnahmen DXV 9HUJDEH von Vergabe YRQ Baurechten 6WLIWXQJ /DQG LP %HVLW] GHU %DXUHFKWHQ )RUVFKXQJ (LGJHQRVVHQVFKDIW 6FKZHL] Zusammenarbeits- Kompetenz- Förder- Beauftragte Beauftragte Beauftragte Be ebene itr äg Regionale Standorte zentrum institutionen Firma/Firmen Firma/Firmen Firma/Firmen e Innovation des Bundes Partner- Partner- Innovationsförderung organisationen organisationen Förderung Lehre und Forschung im Bereich Innovation Bau und Betrieb der Gebäude: Investoren und Mieter Mittelfluss aus der Stiftung Forschung Schweiz16 17
    • Auftrag Ausgangslage » Gemeinsame Nutzung von teuren Geräten und ent- sprechende Spezialisten (Messung und Interpretation der Ergebnisse); Idee von gemeinsam genutzten Labors ¬ Das vorliegende Konzept für einen Nationalen Innovati- (inkl. Fachhochschule oder allenfalls darin integriert), onspark Biel/Bienne unter dem Dach der zu gründenden eventuell attraktiver Platz für bestehende Anbieter von Stiftung Forschung Schweiz ist das Ergebnis einer inten- Forschungs- und Entwicklungsinfrastruktur. siven Diskussion zwischen den Autoren und den Auftragge- » Cluster-Orientierung (regional, national, international). bern. Ausgangspunkt war ein persönliches Gespräch zwischen Nationalrat Ruedi Noser, Präsident des Vereins » Institutionalisierte Zusammenarbeit auf nationaler Ebene. Machbarkeit Stiftung Forschung Schweiz, und Regierungs- rat Andreas Rickenbacher, Volkswirtschaftsdirektor des Kantons Bern, am 23. September 2008. In diesem Gespräch Konzentration der Berner Fachhochschule auf wenige wurde die Möglichkeit eines Standorts für einen Innovations- Standorte park im Kanton Bern erläutert. In der daraus folgenden Ein wichtiger Input für die vorliegende Machbarkeitsstudie Eingabe der Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Bern sind die Bestrebungen der bernischen Kantonsregierung, vom 19. März 2009 an den Verein wurde Biel als Standort die Berner Fachhochschule längerfristig auf wenige Stand- vorgeschlagen. Als Gründe wurden insbesondere die Dichte orte zu konzentrieren. Der Regierungsrat «anerkennt die von High Tech-Unternehmen, die Nähe zu Wissenschaft Notwendigkeit und die Dringlichkeit einer Konzentration, und Forschung und die durch die Cluster-Organisationen damit die BFH (Berner Fachhochschule) auch in Zukunft im etablierte WTT-Kultur, die Zweisprachigkeit, die verkehrs- Wettbewerb zwischen den Schweizer Fachhochschulen um günstige Lage und die Verfügbarkeit von strategischen Studierende und Dozierende bestehen kann».1 Deshalb Landreserven genannt. Im nachfolgend erarbeiteten «Bericht wurde die Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion beauftragt, über die Vorabklärung Swiss Innovation Park, Ergänzungs- in Zusammenarbeit mit der Erziehungsdirektion und der standort Bern» vom 31. Juli 2009 («Bericht Vorabklärung») Berner Fachhochschule bis Herbst 2010 verschiedene wird die Machbarkeit folgendermassen eingeschätzt: «Offen Varianten für eine Konzentration zu prüfen. ist die Realisierung eines Campus durch eine Zusammenle- gung mehrerer Fachhochschulstandorte. Um das Ziel Die vorliegende Machbarkeitsstudie beruht in wesentlichen «Standort für die Innovation» zu erreichen, scheint die Teilen darauf, dass wichtige Teile der Berner Fachhochschule Baulandreserven Grösse Eigentum Status Etablierung eines solchen Campus eine Vorbedingung. Er (inkl. Innovationsmanagement) in Biel konzentriert werden, wäre der regionale «Kraftort», ohne dass dabei die Komplexität des anstehenden politischen 1. Bahnhof-See ca. 100’000 m2 ca. 80% Stadt Biel, Rest Privatbesitz ca. 50% sofort baureif dessen Leistungsfähigkeit auch erlaubt, mit dem nationalen Prozesses negiert werden soll. Die Auswirkungen der 2. Güterbahnhof SBB ca. 50’000–80’000 m2 100% SBB Entwicklungsstrategie bei SBB in Prüfung1 Innovationspark in einen aktiven Austausch zu treten.» Entscheidungen bezüglich des Standortes Biel für die 3. Bözingenfeld-West ca. 100’000 m2 100% Stadt Biel ca. 50% baureif, Restfläche reserviert Berner Fachhochschule mit Blick auf die Ansiedlung eines Zentral für die Machbarkeit des Ergänzungsstandortes sind nationalen Innovationsparks in Biel werden am Schluss des Strategische Landreserven in der Stadt Biel Quelle: Stadt Biel gemäss dem Bericht die folgenden Erfolgsfaktoren: vorliegenden Berichtes noch einmal diskutiert. » The Place to Be für Hochschulabsolventen: der Innova- 1 Die SBB hat einer Beplanung eines Teils des Areals zugestimmt, wobei die Ergebnisse keinerlei Verpflichtungen der SBB gegenüber Dritten tionspark bietet interessante Arbeit und öffnet wissen- 1 begründen können. Medienmitteilung des Regierungsrats des Kantons Bern vom schaftliche und wirtschaftliche Karrieren. Ein Fach- 22. Oktober 2009 hochschul-Campus und die Ansiedlung von univer- sitären Forschungsinstituten spielen deshalb eine entscheidende Rolle.18 19
    • Bedarfsabklärung August–Dezember 2009 ZeitZentrum und weitere bestehende Forschungs- und Testplattformen Spin-off-Park Bildungszentren sollen in der Planung angemessen » Für Unternehmen zugängliche Laborinfrastrukturen » Weiteres Angebot im Nationalen Innovationspark Biel/ berücksichtigt werden. und Testanlagen für Mehrfachnutzung sind interessant. Bienne: Platz für Spin-offs und Jungunternehmen. Im Zeitraum August bis Dezember 2009 wurden 22 » Ein Innovationspark ist kein Ersatz für die Förderung Interviews mit Interessenten und möglichen Stakeholdern » Wichtig sind nicht nur die Geräte, sondern auch die » Diesbezüglich besteht ein Bedarf nach Coaching und von traditionellen Berufen. aus dem Raum Biel und Bern geführt. Sie wurden um eine Personen, welche Messresultate interpretieren können. weiterer punktueller Unterstützung. Beurteilung des Konzepts gemäss dem «Bericht Vorabklä- » Keine kantonale Abgrenzung; auch die Beziehungen zu Dies setzt Erfahrung und Kommunikationsfähigkeit bzw. rung» gebeten. Die nachfolgende Zusammenstellung von den Nachbarkantonen und dem umgebenden Ausland -bereitschaft voraus («Dienstleistungs-Mentalität»). Aussagen entstammt dem «Bericht Bedarfsabklärung & müssen gepflegt werden. Standort-Management » Eventuell bestehende Hemmschwellen müssen gezielt erste Ideen zur Grobkonzeption für das Projekt Swiss » Die Zusammenarbeit zwischen Universitäten und abgebaut werden: aktives Marketing und turnusmässige » Für die Entwicklung des Parks sind professionelles Innovation Park Biel/Bienne» vom 23. Dezember 2009 Industrie muss ausgebaut werden. Es muss eine (neue) Nachfrage bei Unternehmen. Management, Branding, Leaderfiguren und Groove von («Bericht Bedarfsabklärung») zu Handen der Volkswirt- Kultur entstehen, die mit «Kultur des Helfens» um- entscheidender Bedeutung. Eine unternehmerische schaftsdirektion des Kantons Bern und des Vereins Mach- » Eine zentrale Anlaufstelle für Labordienstleistungen, die schrieben wurde. Kultur wird gefordert mit dem Anspruch, Top Class zu sein. barkeit Stiftung Forschung Schweiz. Für die Klärung von Kontakte vermittelt und langes Suchen vermeidet, allfälligen Details bestehen für alle Gespräche entspre- » Einbezug der Stiftung für technologische Innovation wurde mehrmals gefordert. Diese sollte auch über » Persönlichkeit Leiter/in Standortmanagement: Er- chende Aktennotizen. (STI) prüfen. Kontakte in die übrige Forschungslandschaft Schweiz fahrung in der Industrie, Charisma, Durchsetzungs- verfügen. vermögen und Ausdauer. Spontane Gesamtbeurteilung » Möglichkeit zum Kauf der Grundstücke muss geprüft werden (Grundsatzfrage für Park und einzelne Unter- » Der Nutzen für etablierte Unternehmen ist teilweise be- » Bewusstsein für die Sorgen und Nöte der Jungunternehmer. » Die Idee und das Grobkonzept werden von den nehmen). schränkt, weil sich diese Firmen schon eingerichtet haben. Stakeholdern praktisch durchwegs als interessant und in die richtige Richtung zielend taxiert. » Sicherung der Vertraulichkeit (Verhinderung von » Steigende Nachfrage nach unabhängigen Messungen. Zielgruppen Betriebsspionage) ist notwendig. » Der Innovationspark muss ein Ort sein, wo Fähigkeiten » Firmen aus dem High Tech-Bereich. gebündelt und vernetzt werden können. Die gegenseitige WTT-Leistungen Befruchtung ist wichtig. » Innovationszellen von Grossunternehmen. Berner Fachhochschule als Nukleus (BFH-Campus) » Reine Vermittlung/Vernetzung von Personen aus der » Klare Abgrenzung zwischen den Standorten in Düben- » Empfindlichkeiten müssen berücksichtigt werden: » Der Nutzen der Konzentration wäre eine gegenseitige Wissenschaft und Wirtschaft ist nicht so wichtig, dorf und Biel/Bienne ist sehr wichtig. Aber: «Biel» Berührungsängste von KMUs gegenüber grossen Befruchtung zwischen dem Campus der Berner schlaue Leute finden sich sowieso (über Internet usw.). braucht «Dübendorf». Firmen; grosse Firmen suchen Nähe zu Firmen mit Fachhochschule und dem Nationalen Innovationspark » Der Schutz des geistigen Eigentums sollte möglichst gleicher Struktur. » Bei der thematischen Abgrenzung müssen Branchen/ Biel/Bienne. einfach geregelt sein. Evtl. Kompensation erst, wenn Anwendungen im Zentrum stehen und nicht Techno- » Es gilt den Groove der HTL Biel («Spirit of Bienne») ein nachweisbarer Erfolg eingetreten ist. logien. Das Gewicht muss auf technische Innovation wiederzubeleben. Standort, räumliches Angebot gelegt werden. » Angebot von Spezialkursen, z.B. zum Thema » Die kritische Grösse muss ermittelt und angestrebt Produktzertifizierung/-zulassung, Reinraumtechnik » Standort Biel ist aus Sicht Industrie und Firmen sehr gut » Der Nationale Innovationspark Biel/Bienne muss sich werden, damit die Infrastruktur auch zweckmässig etc., die auf die Interessen der vertretenen Clusters geeignet, weil hier eine Konzentration von Unter- vom ETH-Bereich klar abgrenzen. Ein Vorschlag dazu gestaltet werden kann (vom Labor bis zur Aula). zugeschnitten sind. nehmen in der Präzisionstechnik, Elektronik, Uhren, ist die Konzentration auf Produktion (Manufacturing). Mechatronik vorliegt. Dieser Bereich ist in der Schweiz nicht ausreichend » Der Campus der Berner Fachhochschule und der » WTT-Idee: Möglichkeit für Sabbatical/befristete besetzt. Nationale Innovationspark Biel/Bienne müssen an einem Auszeit vom Berufsalltag an der Fachhochschule/ » Besondere Stärke: zwei Sprachen und vor allem auch gemeinsamen Standort sein. Der Campus alleine reicht Universität schaffen. zwei Kulturen, welche sich gegenseitig ergänzen und » Der Einbezug des Bereichs Gestaltung und Kunst der nicht als Innovationspool. bereichern. Berner Fachhochschule könnte mithelfen, Kreativitäts- » Auch ein Thema: Übertrag von Erfahrung auf nach- prozesse zu fördern. » Der Innovationspark braucht interessante Firmen ent- folgende Generationen. » Die Kultur von Biel ist ideal für Entwicklungsprojekte weder von Aussen oder als Spin-off aus der Berner («Nid lugg la»). » TT-Novatech, creapole, innodel, EPFL, CSEM, Neode, Fachhochschule.20 21
    • » Ein Innovationspark könnte dazu beitragen, das Image Einbettung in bestehende Initiativen Ein Nationaler Innovationspark Biel/Bienne kann nach könnte helfen, die Abwanderung von Unternehmen zu der Stadt Biel neu zu besetzen: kreative und innovative Meinung der Autoren einen starken Beitrag zur Umsetzung bremsen und den Wissenstransfer zwischen Forschung und Lösungen, intelligentes Handwerk, nicht mehr «Arbeiter- der Regionalpolitik leisten. Er könnte Schwächen der Unternehmen zu fördern. Der nationale Innovationspark stadt». Die Initiative für einen Nationalen Innovationspark Biel/ Region ausgleichen, das heisst insbesondere das Fehlen von wäre somit komplementär zu bereits existierenden regio- Bienne passt gut in die laufenden Aktivitäten zur Stärkung Projekten zur Positionierung des Arc jurassiens und das nalen Projekten (MINNOVARC, INTERREG IV A » Firmen aus Biel setzen immer wieder Weltstandards auf des Arc jurassien, wie der Bericht des Kantons Neuenburg Fehlen von wissensintensiven Dienstleistungsangeboten für France-Suisse). Mittelfristig müsste das Projekt eines Gebieten, wo Kreativität und Innovationsfähigkeit zur Umsetzung des Bundesgesetzes über Regionalpolitik Unternehmen (z.B. in den Bereichen Engineering, Finan- nationalen Innovationsparks in Biel auch ein integraler gefordert ist. von 2008 bis 2011 aus dem Jahr 2007 zeigt: «Marquée par zen, Marketing, Management). Ein Innovationspark in Biel Bestandteil dieser bestehenden Vorhaben werden. » Schaffung eines Beziehungsnetzes von Solothurn bis in une forte tradition industrielle, l’économie de l’Arc jurassien a die Westschweiz, aber auch in das umliegende Ausland. subi de profondes mutations lors des vingt dernières années. Initialement constitué d’un réseau de PME indépendantes, » Falls der Standort Dübendorf nicht zustande kommt entretenant des relations horizontales de concurrence et de oder die Realisierung aufgrund der notwendigen collaboration, le système de production a vu s’imposer dans Die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Neuenburg kommt im Rahmen einer SWOT-Analyse für den Arc jurassien zu politischen Prozesse lange dauert, besteht die Möglich- les années 90 de grands groupes industriels, orchestrant folgenden Ergebnissen1: keit, in Biel einen Stand Alone-Innovationspark zu parfois l’ensemble de filières de production. […] Dès lors se schaffen. Dies erfordert aber zwingend die Kombination développe dans la région un tissu industriel composé d’acteurs mit einem Campus der Berner Fachhochschule. générateurs de dynamiques distinctes, mais compatibles. SWOT-Analyse für den Arc jurassien » Es gibt tendenziell einen War of talents – auch in Biel. D’une part, le territoire est constitué d’un système de PME indépendantes se caractérisant par leur dynamisme, leur esprit d’innovation, leur flexibilité et les relations de Stärken Schwächen Stakeholder, Rahmenbedingungen confiance et de réciprocité qu’elles entretiennent. D’autre » Politik einbinden, Stadt Biel muss stark ziehen. part, elles souffrent d’une fragilité financière, de déficiences » Kompetenz in Präzisionstechnik » Fehlende Projekte zur Positionierung dans le marketing, la gestion, la planification de même que » Forschungszentren, die in den schweizeri- der Region » Regionen Oberaargau, Burgdorf und das Oberland d’une faible influence sur le marché, dues à la prépondérance schen und internationalen Netzwerken ver- » Fehlende Dienstleistungen zur Unter- umsichtig einbeziehen. Ihnen muss insbesondere de la soustraitance. […] Les entreprises de la région, filiales ankert sind stützung der lokalen Unternehmen aufgezeigt werden, warum ein Zusammenzug der Berner ou firmes indépendantes, sont actives dans une seule étape Fachhochschule an einem anderen Ort in einer Gesamt- » Qualitätsimage » Image einer «Arbeiterregion» d’une chaîne de valeur ajoutée nationalisée, voire internatio- bilanz trotz allem Vorteile haben kann. » Zugang zu Grenzgängern (Produktionsstandort) nalisée: la production. A l’échelle de l’Arc jurassien, cette absence des fonctions tertiaires est génératrice de fuites de capitaux et constitue son point faible le plus marquant.»1 Chancen Risiken Der in diesem Bericht formulierte Vorschlag für einen Nationalen Innovationspark Biel/Bienne versucht, diese 1 République et canton de Neuchâtel, Département de l’économie Ideen weitgehend umzusetzen. (2007). Programme de mise en œuvre de la loi fédérale sur la politique » Wissens- und Technologietransfer aus den » Wegzug von Firmen wegen fehlenden lokalen régionale pour la période 2008–2011, volets intercantonal et cantonal. S. 9–10. Forschungszentren Dienstleistungen » Dienstleistungsangebote zugeschnitten auf » Grenzsituation kleine Unternehmen (Finanzbereich, Marketing) » Knappheit an qualifizierten Mitarbeitern » Fehlendes urbanes Zentrum mit Ausstrahlung 1 République et canton de Neuchâtel, Département de l’économie (2007). Programme de mise en œuvre de la loi fédérale sur la politique régionale pour la période 2008–2011, volets intercantonal et cantonal, p. 12. Übersetzung durch die Autoren22 23
    • Mehr als ein Gründerzentrum Der Nationale Innovationspark Biel/Bienne ist der Teil Ziele der vorliegenden Studie 5. Festlegung der Organisation des Parks, inkl. Aufgaben eines nationalen und internationalen Innovations-Ökosy- und Profil des Parkmanagements; stems. Er hat seinen Nukleus in Biel und baut auf den Die Bedarfsabklärung zeigte, dass ein Technologiepark im Stärken der regionalen Wirtschaft und den Institutionen für Die vorliegende Machbarkeitsstudie wurde von der Volks- 6. Ausarbeitung eines Businessplans, inkl. Mittelbedarf Sinne eines Gründerzentrums, wie es heute in der Schweiz Lehre und Forschung an der Berner Fachhochschule und wirtschaftsdirektion des Kantons Bern und der Stadt Biel und Finanzierung; an vielen Orten Standard ist, den Ansprüchen der Wirt- der Universität Bern auf. Als Teil des Innovations-Ökosy- vorgeschlagen und mitfinanziert. Sie wird auch weiteren 7. Aufzeigen der notwendigen rechtlichen und weiteren schaft in der Region Biel nicht genügt. Ein Nationaler stems stützt sich der Innovationspark ab auf die regionale interessierten Kreisen zur Verfügung gestellt. Mit der Rahmenbedingen; Innovationspark Biel/Bienne muss zwingend Angebote für Wirtschaft mit einem hohen Anteil an High Tech-Firmen Studie werden folgende Ziele verfolgt: KMUs und für Grossunternehmen machen. Dazu gehören in den Industriebereichen Metallerzeugung und -bearbei- 8. Ausarbeiten einer Roadmap betreffend Konkretisierung 1. Ausarbeitung des Leistungsumfangs des Standorts Biel/ insbesondere Innovationszellen oder die Living Labs, wie sie tung, Maschinenbau, Elektronik und Präzisionsmechanik und Realisierung des Standorts Biel/Bienne für den Bienne für den nationalen Innovationspark; im vorliegenden Bericht im Kapitel zur Konzeption sowie Uhren. Diese Branchen machen im industriellen nationalen Innovationspark. vorgeschlagen werden, oder auch ein rascher Zugang zu Sektor rund 50 Prozent aus, sowohl in Bezug auf die Zahl 2. Beschreibung der angestrebten/möglichen Wertschöp- Labordienstleistungen inklusive einer kompetenten der Beschäftigten als auch hinsichtlich der Arbeitsstätten. fung und des Nutzens für die verschiedenen Stakeholder; Interpretation der Messresultate. Der nationale Innovati- Wichtige Indikatoren für die thematische Ausrichtung des 3. Ermittlung der dazu notwendigen Infrastruktur, inkl. onspark versteht sich somit als Plattform, welche den Standorts sind auch die bestehenden Wirtschaftscluster: der der räumlichen Entwicklung; Zugang der Unternehmen zu akademischem Wissen und zu Präzisions-Cluster, der ICT-Cluster, der Energie-Cluster Forschungsresultaten verbessert und damit die Innovations- und der Medical-Cluster. 4. Beschreibung möglicher Nahtstellen zum Umfeld; fähigkeit und -tätigkeit fördert. Branchenstruktur: «High-Tech»-Branchen Branchenstruktur: «Wissensintensive» Dienstleistungen Beschäftigte und Standortquotient, 2005 Beschäftigte und Standortquotient, 2005 Anzahl Beschäftigte Anzahl Beschäftigte (Vollzeitäquivalente) (Vollzeitäquivalente) 15 499 85 231 5 000 50 000 1 000 10 000 100 1 000 1 87 Schweiz: 168 646 Schweiz: 416 303 Standortquotient 3 Standortquotient* > 2,0 > 2,0 1,5–1,9 1,5–1,9 1,0–1,4 1,0–1,4 0,5–0,9 0,5–0,9 > 0,5 > 0,5 Schweiz: 1,0 Schweiz: 1,0 3 Anteil Beschäftigter einer Branche am *Anteil Beschäftigter einer Branche am Beschäftigtentotal einer Region zum Beschäftigtentotal einer Region zum gesamtschweizerischen Beschäftigten- gesamtschweizerischen Beschäftigten- anteil dieser Branche am Beschäftigten- anteil dieser Branche am Beschäftigten- total der Schweiz total der Schweiz Quelle: BFS, 2009 (Datum der Veröffentlichung), Kennzeichnung des Arc jurassien durch die Autoren Quelle: BFS, 2009 (Datum der Veröffentlichung)24 25
    • Konzeption des Nationalen Innovationsparks Biel/BienneInhaltliche KonzeptionDer Nationale Innovationspark Biel/Bienne strebt die Er überschreitet deshalb – zumindest ideell – alle geogra-Schaffung eines Innovations-Ökosystems an, welches auf phischen Grenzen. Mit dem Projekt entsteht die einmaligeden bestehenden Stärken der Region aufbaut und in seiner Chance, eine ganzheitliche Initiative zu starten, welche aufReifephase gesamtschweizerische Ausstrahlung erreichen dem heutigen Zeitgeist der Zusammenarbeit aufbaut, umsoll. Der Innovationspark in Biel ist ein integraler Bestand- Innovation und Werte zu schaffen.teil des gesamtschweizerischen Projektes für einen natio-nalen Innovationspark, das heisst, der Park in Biel koope- Ein nationaler Innovationspark in Biel generiert direkt undriert eng mit den anderen Standorten in diesem Verbund. indirekt Arbeitsplätze und fördert das lokale und kantonale, aber auch das nationale Wirtschaftswachstum. Ziel ist die nachhaltige Schaffung von Arbeitsplätzen. Der Fokus liegtEinzugsgebiet hauptsächlich auf Arbeitsplätzen, welche durch die Neuan- siedlung von Unternehmen und durch neue Produkte entstehen. Der Nationale Innovationspark Biel/Bienne gehtUnter der Region Biel/Bienne wird ein Einzugsgebiet weiter als traditionelle Technoparks, welche in der Regelverstanden, welches im Westen bis mindestens Yverdon, im als Gründerzentren für Jungunternehmen funktionieren.Osten bis Olten und im Süden bis Thun reicht. Im Norden Vielmehr will die Institution Teil eines Ökosystems ausumfasst es den Jurabogen. Mit dem Standort in einer lokalen, nationalen und internationalen Partnern undCité bilingue hat der Nationale Innovationspark Biel/Bienne Stakeholdern werden.die Chance, sich als Brückenstadt zwischen den Sprachkul-turen zu positionieren. Der Nationale InnovationsparkBiel/Bienne baut auf dem Wunsch nach Kollaboration auf. 3DUN PDQDJHPHQW ,1129$7,216 =(17580 /(51 81 )256&+81*6 =(17580 %(*(*181*6 81 %(68&+(5 =(17580 )LUPHQ %)+ LP 3DUNDer Nationale Innovationspark Biel/Bienne im weiteren Umfeld 27
    • Der nationale Innovationspark in Biel versteht sich » Begegnungs- und Besucherzentrum In bezug auf die Teilnahme der Universität Bern geht es dabei Zudem stellt das Parkmanagement die Integration mit den » als Innovationsnukleus für die Stadt und die Region Biel; » Parkmanagement nicht um die Verlegung von Instituten nach Biel. Vielmehr anderen Standorten des nationalen Innovationsparks und der » als Magnet für lokale und regionale Stakeholder aus soll der Innovationspark der Ort sein, wo Forschungsprojekte Stiftung Forschung Schweiz als gemeinsamer Trägerschaft Wirtschaft und Wissenschaft; Das Innovationszentrum: Trotz dem Begriff Innovations- in der Nähe zur Wirtschaft angesiedelt werden können. sicher. » als Mitglied eines nationalen und internationalen zentrum ist hier nicht an ein Zentrum im Sinne eines Gebäudes Zudem bietet der Nationale Innovationspark Biel/Bienne mit Innovationsnetzwerkes. zu denken. Vielmehr ist damit eine Anzahl ineinandergreifen- seinen Landreserven auch die Chance für eine Ausweitung der Der Innovationspark in Biel kann auf einer reichen vorhan- der Funktionen gemeint, wie Innovationszellen, Living Labs Forschungskooperationen mit der Industrie. denen Innovationssubstanz aufbauen – er startet keineswegs Das Ökosystem des Innovationsparks in Biel setzt sich aus oder ein Spin-off-Park, die später im Detail beleuchtet werden. bei Null. Biel verfügt schon heute über die vollständige verschiedenen ineinandergreifenden Teilbereichen zusam- Das Innovationszentrum ist damit der eigentliche Auslöser von Das Begegnungs- und Besucherzentrum: Eine wichtige Infrastruktur einer ausserordentlich innovativen Industrie- men. Kern des Ökosystems ist der Nationale Innovations- Innovationen, da es die Ansiedlung von innovativen Unterneh- Funktion in einem nationalen Innovationspark ist es, Raum stadt, welche nebst der Uhrenindustrie auch über ein grosses park Biel/Bienne im engeren Sinne. Dieser ist eng vernetzt men und Projekten in der frühen Phase ermöglicht. Dazu für Begegnungen zwischen Menschen und zwischen Organi- Portfolio von Unternehmen in den Bereichen Präzisionstech- mit der Wirtschaft in der Region sowie mit der ganzen gehört neben der Bereitstellung von Räumen auch die Organi- sationen zu schaffen. Der Begriff Begegnungs- und Besucher- nik, Medizinaltechnik, Informations- und Telekommunikati- Schweizer Wirtschaft. Insbesondere in den bereits stark in sation und der Betrieb dieser Funktionen. zentrum verweist denn auch nicht auf ein einzelnes Gebäude, onstechnik und Cleantech verfügt. Biel hat in der Vergangen- der Region verankerten Industrien (Uhren, Präzisionstech- sondern umfasst vielmehr eine Anzahl von Funktionen, heit wiederholt seine Fähigkeit bewiesen, sich nach Krisen neu nik, Medizinaltechnik, Informations- und Telekommunika- Das Lern- und Forschungszentrum: Die Berner Fachschule welche an unterschiedlichen Stellen lokalisiert sein sollen. zu erfinden. Diese seltene Fähigkeit stellt für die Innovations- tionstechnik, CleanTech) wird eine gesamtschweizerische sowie die Universität Bern spielen im Lern- und Forschungs- Bausteine können sein: das eigentliche Visitor Center, tätigkeit in einem nationalen Innovationspark einen wert- Ausstrahlung angestrebt. zentrum die Schlüsselrolle. Einerseits stellen sie die Funktion Konferenzräume, Workshop-Räume, Beratungszone etc. vollen Standortfaktor dar. Weiter soll nicht vergessen werden, der Wissensakkumulation sicher, andererseits stellen sie Im Visitor Center wird der Nationale Innovationspark Biel/ dass sich in der Region Biel schon heute diverse auf Innova- wichtige Infrastrukturelemente zur Verfügung, etwa speziali- Bienne als Institution für Besucherinnen und Besucher tion spezialisierte Unternehmen und Organisation angesiedelt Hauptelemente sierte Labors, Aula, Bibliothek/Mediathek, Sitzungs- und erlebbar gemacht. haben, so z.B. die Firmen Creaholic und Brainstore (beide in Schulungsräume. Auch als Veranstalter von Vorträgen und Biel), das CSEM (in Neuenburg) und die EMPA (in Thun). Kongressen und als Erzeuger einer attraktiven Campus- Das Parkmanagement: Das Parkmanagement nimmt die Der Nationale Innovationspark Biel/Bienne besteht aus vier Atmosphäre tragen die beiden Institutionen zum «Groove» Rolle der Koordination und der Stakeholder-Betreuung war. Die Berner Fachhochschule bietet zudem schon heute Ausbil- Hauptelementen. Alle Bereiche ergänzen sich gegenseitig und des Innovationsparks bei. Nicht zuletzt gehen aus den Dies umfasst sowohl praktische Funktionen vor Ort, zum Beispiel dungsgänge in Innovationsmanagement bis auf Masterstufe an. stehen in intensivem Austausch miteinander: Forschungsarbeiten der Hochschulen auch Spin-offs und die Ansiedlung von Unternehmen im Innovationszentrum, als auch Aufgaben in der Vernetzung mit der Wirtschaft und » Innovationszentrum Jungunternehmen hervor, welche sich im Innovationspark Politik regional, national und gegebenenfalls international. » Lern- und Forschungszentrum ansiedeln sollen. 1$7,21$/(5 $86/g6(5 81 ,1,7,$17 ,&7 8+5(1 9&V 921 ,1129$7,21(1 &5($ $1*(/6 ,1129$7,2163$5. 35b=,6,21 &/867(5 $6 3$5.0$1$*(0(17 63,1 +2/,& %,(/%,(11( /,9,1* ,19(6725(1 0$&+ 0(7(&+ 9(5%,1(7 ,( 1(7=:(5. 2)) &6(0 ,18675,( /$%6 %(.% 817(5 3$571(5 h%(5 (1 3$5. 3$5. ,(167 ,(167 67$57836 1(+0(1 +,1$86 /(,6781* /(,6781* %5$,1 &/($1 ,112 6(59( 7(&+ .08 /2.$/( :,576&+$)7 81 /$%6 6725( 1(7=:(5. /$%6 =(//(1 ,1129$7,212)),&(6 67$.( ,1129$7,216 .225, +2/(5 ,1129$7,21 =21( =(17580 1$7,21 =(17580 %,%/,2 0*7 9,6,725 7+(. .08 /(51 81 &(17(5 3DUNPDQDJHPHQW /(51 81 3DUNPDQDJHPHQW 0(,$ 3DUNPDQDJHPHQW )256&+81*6 )256&+81*6 %)+ =(17580 7+(. %(5$ %(*(*181*6 =(17580 %(*(*181*6 ,167, .21) 781*6 81 )UDQFKH 81 (5(1= %(*(*181* =21( %(68&+(5 67$7 &RPWp 1$7,21$/( :,576&+$)7 %(68&+(5 787( $8/$ .,7$ 5220 =21( :25. =(17580 %,(/ 96 81 1(7=:(5. =(17580 )$0,/,(1 h%(1 6+23 %(75(8 25) *$6752 81* .8167 9 52206 .$17 6:,66 678(1 .8/785 %(51 7(&+12 6&+/h66(/ ,11(5+$/% (6 $86/g6(5 921 7,6&+(6 35$;,6 (9(176 ,1129$7,2163$5.6 %(*(*181*(1 =:,6&+(1 :2+1(1 75$1 ,1129 36( 73 =+ 0(16&+(1 81 6)(5 3$5.6 25*$1,6$7,21(1 %6 =+ Nukleus für das Bieler Innovationsökosystem Hauptelemente im Bieler Innovationsökosystem Viele Teilaufgaben – viele Synergien Der Innovationspark in Biel ist Teil eines grossen Netzwerks28 29
    • Atmosphäre («Groove») Musikern wird intensiv geprobt, die Harmonie wird nach basiert auf dem Ansatz der Collaborative Innovation von Peter » die Anreize (Incentives); genauen Vorgaben verfeinert. Bei den Jazzmusikern hingegen A. Gloor: Er betont die Notwendigkeit eines strategischen » ein integrales Angebot von kostengünstigen Support- geht es um Improvisation und die kreative Gestaltung des Wissensmanagements und der damit verbundene gezielte funktionen. Seine Atmosphäre ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für einen Programms. Beide Arten von Musik brauchen aber ein gutes Aufbau von Wissensnetzwerken. Dabei werden die Ziele und Innovationsstandort. Wenn der Groove stimmt, verfügt der Verständnis der Musik, Disziplin und technisches Können; der Rahmen (z.B. die Regeln der Geheimhaltung, der Kreis All diese Parameter sind durch das Parkdesign und das Innovationspark über eine hohe Eigendynamik und damit eine der Groove ist aber ganz unterschiedlich. der möglichen Teilnehmer) durch die involvierten Wirt- Parkmanagement wesentlich beeinflussbar. Für den geplanten dementsprechend positive Wirkung auf die Resultate. Was schaftspartner festgelegt. Gloor beschreibt die Bedeutung des Innovationspark in Biel könnte der gewünschte Groove wie damit gemeint ist, lässt sich anhand einer Analogie zur Musik Der Nationale Innovationspark Biel/Bienne ist als Jazzband zu Wissensmanagements wie folgt: folgt postuliert werden: erklären: Ob Klassik oder Jazz – immer spielt ein Orchester verstehen: Er soll in der Lage sein, schnell neue Musiker (z.B. harmonisch zusammen. Die Art und Weise des Musizierens Start-ups) und Instrumente (z.B. Technologien, Produkte) zu «The blood system energizes the human body, but the human ist aber komplett unterschiedlich: Bei den klassischen integrieren und zu fördern. Das Konzept für die Kultur body also needs the nervous system to steer and supervise its Der Nationale Innovationspark Biel/Bienne .... vital functions. Similarily, while a company’s lifeblood flows » .... gibt Kraft (Power): Dazu ist für ausreichende Ruhe bzw. through its business processes, the long term health of the für Erholungs- und Flanierräume zu sorgen. Ideen müssen company depends in large part on its knowledge flow».1 ruhen und später wieder aufgenommen werden können («Ideen-Gärtank»). Die Betonung der Collaborative Innovation in der Umsetzungs- » ... gibt Schub (Push): Es ist wichtig, dass Ideen und phase von neuen Technologien resultiert aus der Globalisie- Informationen möglichst offen und frei fliessen können; es rung des Wissens und den neuen Möglichkeiten der Kommu- braucht eine gute Balance zwischen Geheimniskrämerei nikation. Gloor operationalisiert damit das Konzept der Open und offener Information. Es ist klar, dass es vertrauliche Innovation auf Ebene der Forschungs- und Entwicklungsteams. Informationen gibt, welche geschützt werden müssen. Ebenso gibt es heikle Projektphasen, welche den Rückzug Der Groove ist ein weicher Faktor, der nicht exakt geplant und aus der Öffentlichkeit erfordern. Die Geheimhaltung soll Klassisches Orchester: Organisation und Zusammenspiel als Erfolgsfaktoren Jazz: Improvisation und Zusammenspiel als Erfolgsfaktoren vorgegeben werden kann. Er ist aber sehr wohl beeinflussbar. Die jedoch die Ausnahme und nicht die Regel sein. Zur offenen Kultur gehört ebenfalls, dass man Erfolge Wahl der gelebten Kultur verlangt deshalb einen bewussten gemeinsam feiert und Stolz entwickelt, Teil des Innovati- Entscheid. Die Atmosphäre entsteht einerseits durch die Art und onsparks zu sein. Dazu müssen Orte und Anlässe ge- Weise, wie sich die Personen verhalten und wie sie miteinander schaffen werden, die stimulieren. Stichworte dazu sind: umgehen. Anderseits wird der Groove bestimmt durch die Restaurants, Cafeterias und Gelaterias; Events wie Mischung und Heterogenität der beteiligten Personen. Um den Debattierclubs und Feedbackpodien, Vorträge, Kongresse Groove zu beeinflussen und zu formen muss also das Verhalten der und Networking-Anlässe; aber auch ein «Schwarzes beteiligten Personen beeinflusst werden sowie die Heterogenität Brett» für Ideen oder die Suche von Gesinnungsgenossen bewirtschaftet werden. Die wichtigsten Einflussgrössen sind: und Geschäftspartnern. Derartige Elemente können sowohl physisch als auch virtuell implementiert sein, im » der Charakter der beteiligten Personen; Idealfall gibt es beides. » deren individuelle Ziele; » ... ist ein Ort, wo man gerne ist: Hier soll man sich wohl » der Freiraum der Beteiligten; fühlen, es soll the place to be sein. Eine erstklassige Lage in » die geltenden Regeln; der Stadt erleichtert dies. Dazu gehört aber auch eine ansprechende architektonische Gestaltung (was nicht » die Anfangsbedingungen des Systems – die erste zwingend teuer sein muss, jedoch in jedem Fall wohl- Generation ist entscheidend; überlegt). » eine inspirierende Umgebung – man muss gerne im Innovationspark sein; 1 Wissenstransfer als Nervensystem, Quelle: Peter A. Gloor, 2006, S. 16 Kollaborative Netzwerke in der Unternehmung, Quelle: Peter Gloor, 2006, S. 42 Peter A. Gloor, Swarm Creativity – Competitive Advantage through Collaborative Innovation Networks, New York 2006, S.16.30 31
    • » ... zieht die Menschen an: Der Park positioniert sich als Subventionen Gastgeber und zieht nationale Anlässe an. Dank der » Strenge Regeln: Was nicht lebensfähig ist, wird nicht Identifizierung geographischen Lage zwischen Deutschschweiz und Positionierung und Ambition künstlich am Leben erhalten. Start-ups sollen sich zuerst » Mitglieder des Innovationsparks tragen einen Personen- Romandie und der hervorragenden Verkehrsanbindung einen soliden Finanzpartner suchen; progressive Mietzin- Batch mit Farbcode je nach Gruppenzugehörigkeit. Der von Biel ist es möglich, zu Veranstaltungen Teilnehmende sen; Auswahlverfahren für Stipendien; Vorteile für eine Mit der Institution des nationalen Innovationsparks werden in Vorname ist gross geschrieben, so dass er auch aus einiger sowohl aus der deutschen als auch aus der französischen beschränkte Zeit; Zwischenresultate vertreten. Abwei- der Schweiz neue Ökosysteme für die Innovation geschaffen. Entfernung gelesen werden kann. Es herrscht das Prinzip Sprachregion einzuladen. Deswegen ist der Nationale chungen vom Soll müssen zeitnah korrigiert werden. Die Parks in Dübendorf, Biel/Bienne und allfälligen anderen des Duzens. Innovationspark Biel/Bienne nicht nur the place to be, Standorten sollen Anziehungspunkte sein für neugierige sondern auch the place to go. » Der Batch gibt Zutritt zu den öffentlichen Räumen im Menschen, welche in einer einmaligen Atmosphäre arbeiten Aussiedlung Innovationspark, z.B. in eine zentrale Cafeteria eines und interessante Persönlichkeiten treffen wollen. Die » ... ist inspirierend: Der Park ist ein Ort, der am Tag und in » Zur Aussiedlung aufgefordert wird, wer zu gross oder zu Gebäudes. Zur Stimulierung des informellen Austausches Ambition ist, mit den Parks eine starke Ausstrahlung zu der Nacht lebt, in dem immer etwas läuft. Anlässe lange dabei ist, keinen Beitrag an Gemeinschaft leistet könnte z.B. für jeden Batch-Träger eine bestimmte Anzahl erreichen. Die Standorte kooperieren eng miteinander. Durch verschiedenster Art haben in diesem Kontext ihre bzw. zu sehr mit sich selbst beschäftigt ist. Das Parkma- Kaffees subventioniert werden, so dass er zum Besuch des eine Art «WEF-Effekt» soll es mit der Zeit zum guten Ton in Bedeutung. Auch Kunst in ihren unterschiedlichsten nagement hilft, einen Platz in einem anderen Areal von Gebäudes motiviert wird. der Wirtschaft gehören, im nationalen Innovationspark Formen ist einzubeziehen. Im Rahmen der Berner Fachhochschule gibt es eine Kunsthochschule, die dafür Biel zu finden (z.B. im Areal Güterbahnhof SBB oder vertreten zu sein. berücksichtigt werden könnte. Künstler sind Vorbilder Bözingenfeld-West). Drittnutzer Der Standort Biel/Bienne baut auf den bestehenden Stärken sowohl in ihrer Kreativität als auch in der Zähigkeit, mit » Wichtig sind Sitzungszimmer in unmittelbarer Bahnhofs- der Region auf. Ziel ist es, an diesem Standort die Innovati- der sie ihre Projekte verfolgen. Anlässe können aber auch Bewilligungen nähe, damit die (externen) Besucher auch für kurze onstätigkeit und -fähigkeit der involvierten Firmen zu stärken. fachlicher Natur sein, zum Beispiel Referate, Kongresse Besprechungen gerne nach Biel kommen. Die thematische Ausrichtung wird primär auf die schon » Prinzip des One Office: Alle erforderlichen Bewilligungen oder Networking-Plattformen. bestehenden industriellen Cluster ausgerichtet: sollen zentral beim Parkmanagement erhältlich sein. » Sitzungszimmer werden günstig angeboten und stehen » ... ist differenziert: Im Innovationspark soll es keine auch ad hoc zur Verfügung, solange sichtbar ist, wer sich » Präzisions-Cluster mit 75 Mitgliedern (Standort Biel, » Das Parkmanagement darf im Perimeter des Innovations- «Einheitskost» geben; es soll «Lebensräume» für mit wem trifft. Wer diese Offenheit nicht will, muss für regional ausgerichtet) parks Sonderbewilligungen erteilen, insbesondere auch unterschiedliche «Tierarten» wie in einem Biotop geben. die Diskretion bezahlen. für die Erstellung von Prototypen. » ICT-Cluster mit mehr als 200 Mitgliedern (Standort Bern, Crazyness und eine Kultur des «wilden Haufens» soll mit » Das Parkmanagement stellt dabei sicher, dass der Groove » Im Visitor Center gibt es Informationen zum Innovations- regional ausgerichtet) einem Business-Mindset und klarer Fokussiertheit nicht von Bürokratie überwuchert wird. Aus diesem park. Allenfalls können auch Informationstafeln in den » Energie-Cluster mit 331 Mitgliedern (Standort Bern, amalgamiert werden. Selbstorganisation und formale Grund muss darauf geachtet werden, dass die admini- Strassen dem Innovationspark ein Gesicht geben (evtl. gesamtschweizerisch ausgerichtet) Strukturen sind deshalb in ein Gleichgewicht zu bringen. strativen Abläufe logisch, schlank und unbürokratisch auch interaktive). » Medical-Cluster mit 196 Mitgliedern (Standort Bern, Dazu gehört zum Beispiel eine gute Durchmischung von Juniors und Seniors oder eine durchmischte Nutzung mit gestaltet werden. gesamtschweizerisch ausgerichtet) Arbeit, Kultur und Wohnen. Der Nationale Innovationspark Biel/Bienne kann nicht auf Raumanordnung einen Schlag geschaffen werden. Er wird sich über verschie- Auf Ebene der Berner Fachhochschule in Biel zeigen dene Stufen entwickeln. In einer ersten Entwicklungsphase folgende Beispiele aus der aktuellen angewandten Forschung Regeln und Grundsätze » Klare Aufteilung: Arbeiten wird in den unteren Geschossen dürfte er noch klein und überblickbar sein und eine eher inhaltliche Positionierungsmöglichkeiten auf: geplant, Wohnen oben. familiäre Atmosphäre aufweisen. Später dürften eine grössere » Innerhalb des Innovationsparks gibt es eine «reine Konzept- Anzahl von Anlässen und neue Partner die Atmosphäre prägen. Drei Ebenen müssen integrierend ineinander greifen: Erstens die zone»; d.h. hier werden nur Prototypen gefertigt. Eine In einer dritten Entwicklungsstufe ist zu erwarten, dass das Technologie am Menschen Ebene der physischen Umsetzung (Brick and Mortar), zweitens allfällige Serienfabrikation wird in anderen Entwicklungs- die Ebene der Aktivitäten im Innovationspark (z. B. Kongresse, Management von An- und Aussiedlungen zum prägenden » Medizintechnik gebieten von Biel (z.B. Areal Güterbahnof SBB oder Faktor wird und sich ein Dealflow betreffend Neugründungen Events) und drittens die Ebene der Informationen (darunter Bözingenfeld-West) angesiedelt. Innerhalb der Konzeptzone » Biometrie – Authentifizierung subsumieren sich etwa die vorhandenen Daten, das Netzwerk der einstellt. So entsteht schlussendlich ein stabiles und ausbalan- ist kein Lagerraum erlaubt. ciertes innovatives und wirtschaftliches Ökosystem. Es ist » Computer Wahrnehmung und Virtuelle Realität Mitglieder, der Auftritt und die Präsenz in Internet und den Medien). Auf diesen drei Ebenen müssen Regeln gelten, die » Fussgängerzone: Nur Velos und Elektrofahrzeuge sind wichtig, dass für die verschiedenen Entwicklungsstufen aufeinander abgestimmt sind. Beispielhaft sollen hier ein paar gestattet (auch Prototypen). unterschiedliche Regeln gelten: Der Groove ist also aktiv und Mobile Informationsgesellschaft mögliche Regeln bzw. Grundsätze formuliert werden: » Es wird darauf geachtet, dass nur minimale Transporte dynamisch zu pflegen. » Mobile Kommunikationstechnologien nötig sind. » ICT-based Management32 33
    • » Identity, Security and Privacy » Fahrzeugsicherheit und -mechanik » Sportwissenschaften (Eidgenössische Hochschule für Zusammenarbeit zwischen den Standorten schaffen. Produktionstechnik Ergänzend zu den strategischen Themenschwerpunkten soll Sport Magglingen EHSM) zusammen mit Life Sciences » Laser und Photonik auch das Potenzial der regionalen Bildungs- und Forschungs- » Astrophysik (Universität Bern) zusammen mit Luft- und Die Träger der Ambition institutionen genutzt werden. So beinhalten die folgenden Raumfahrt » Werkstoffe und Oberflächentechnologie Die Ambition für den Nationalen Innovationspark Biel/ spezifischen Themengebiete ebenfalls interessante Perspek- » Nanotechnologie (CSEM, Neuchâtel) zusammen mit » Mechatronik Bienne erfordert eine breite Abstützung in der Region. tiven für einen nationalen Innovationspark: Medizintechnik Dabei stehen im Vordergrund die Stiftung Forschung » Automobiltechnik (Berner Fachhochschule) zusammen Mit der Ausrichtung des Bieler Innovationsparks wird eine Schweiz, der Kanton Bern, die Stadt Biel, die Wirtschafts- Energie, Verkehr, Mobilität mit Energie und Luft- und Raumfahrt sinnvolle Ergänzung des thematischen Spektrums für den cluster des Kantons Bern und die privaten Investoren, die » Energieeffiziente Permanentmagnetantriebe » Holztechnik (Berner Fachhochschule) zusammen mit nationalen Innovationspark angestrebt. Überschneidungen – sich am Park beteiligen wollen. » Verbrennungsmotoren und Abgastechnik Energie etwa mit der Ausrichtung des Standorts Dübendorf in den Dem nationalen Charakter des Projekts verpflichtet, ist der Bereichen Medizin, Energie, Luft- und Raumfahrt – sind Kreis der Träger nicht geschlossen, sondern offen für jeden erwünscht, können sie doch wertvolle Synergien für die interessierten Teilnehmer. Die Zweckmässigkeit der primären thematischen Ausrichtung wird auch durch die Branchenpositionierung der Region Biel-Seeland unterstrichen Neben der Branchenorientierung können auch aus den Stärken der Hochschulen in der Region ergänzende inhaltliche Schwerpunkte gebildet werden. Universität Basel Universität Freiburg Universität Bern Universität Uni u. EPFL Lausanne Branchenpositionierung der Region Biel-Seeland www.unibas.ch www.unifr.ch www.unibe.ch Neuchâtel www. unil.ch www.unine.ch www. epfl.ch Vergleich der Beschäftigtenanteile in der Region mit CH Interdisziplinäres Institut für Ethik und Weltraumforschung und Planetologie (WP) imt-institut de microtechnique Menschenrechte www.phim.unibe.ch www2.unine.ch/imt Chemie/Pharma Energie Maschinenbau hoch http://www.unifr.ch/uni/de/interfacultaire.php ARTORG (Artificial Organ Center for Institut de Mathématiques Banken/Versicherungen Immobilien Elektro Interfakultäres Institut für Ost- und Ostmittel- Biomedical Engineering Research) www2.unine.ch/math/page7473.hmtl europa www.artorg.unibe.ch Informatikdienste Telekommunikation Uhrenindustrie http://unifr.ch/iicee/de/ ITI-Forschungsinstitut für Dental- und Institute for Theoretical Physics Dienstl. für Untern. Skelettbiologie www.unine.ch/phys/home.html IFF-Institut für Familienforschung und www.iti.unibe.ch -beratung Institut de chimie http://www.unifr.ch/iff/ www2.unine.ch/chim/page8927.html Theodore Kocher Institut (immune cell Kunststoffe Nahrungsmittel Metallindustrie migration, vascular morphogenesis) iimt international institute of management in www.tki.unibe.ch Institut de géologie et d’hydrogéologie Gesundheitswesen Grosshandel technology www2.unine.ch/Jahia/Geology/site/geologie/ www.iimt.ch lang/fr Papier/Verlag & Druck Autogewerbe MEM Research Center (Institut Maurice E. Müller) – Forschungszentrum für orthopädische émaf, école de multimédia et d’art de Fribourg Chirurgie Institut de biologie www.emaf.ch www.memcenter.unibe.ch www2.unine.ch/recherche/page24526.html Wachstumspotenzial Astronomisches Institut Glion Institut de hautes études www.aiub.unibe.ch www.glion.ch Textil Holz Institute for Theoretical Physics http://www.itp.unibe.ch/ Gastgewerbe Baugewerbe Institut für Sport http://www.unifr.ch/sport/de/index.php Detailhandel tief Anteil Region < Schweiz Anteil Region > Schweiz untervertreten gut positioniert übervertreten Quelle: BFS Betriebszählung, UBS Wealth Management Research Quelle: VOL/beco, Eingabe an Verein MSFS (19. März 2009)34 35
    • Konzeption des Nationalen Innovationsparks Biel/Bienne Elemente und Bausteine Die Elemente des Nationalen Innovationsparks Biel/Bienne Das Innovationszentrum » Platz für Firmen: Raumreserve für Firmen, welche die sollen inhaltlich/funktional und räumlich/architektonisch Nähe zum Nationalen Innovationspark suchen. das oben formulierte Innovationskonzept wiederspiegeln. Sie bilden die Plattform, in denen die Ideen umgesetzt werden. Das Innovationszentrum besteht aus fünf Bausteinen. Diese sind im Wesentlichen aus der Bedarfsumfrage entstanden, Spin-off-Park Dabei werden folgende Punkte vorausgesetzt: insbesondere die Innovationszellen und der Zugang zu Die Förderung von Jungunternehmern ist eine wichtige » Die Konzentration wesentlicher Teile der Berner Labors: Aufgabe des Innovationsparks in Biel. Die Zielgruppen sind Fachhochschule erfolgt in Biel. » Spin-off-Park: für Spin-offs der Berner Fachhochschule zum einen Spin-offs der Berner Fachhochschule und der » Die Universität Bern nutzt den Nationalen Innovations- Universität Bern, zum anderen Start-up-Firmen aus der park Biel/Bienne aktiv zur Ansiedlung von Forschungs- und Universität Bern sowie Start-up-Firmen aus der Umgebung von Biel. Region. Die Beratung und Förderung sollte in enger projekten. Zusammenarbeit mit innoBE erfolgen. » Innovationszellen: für Projektgruppen aus mittleren und grösseren Unternehmen, die für einen spezifischen Angesichts der bestehenden Dichte an Gründerzentren in Die vorgeschlagene Plattform für den Nationalen Innovati- Projektauftrag temporär zusammengestellt werden. der Schweiz konzentriert sich das Konzept des Innovations- onspark Biel/Bienne umfasst drei strukturelle Elemente, parks in Biel auf jene Firmen, die sich aus der Nähe zu den wobei diese für den Moment rein funktional und nicht » Living Labs: für die gemeinsame Erforschung der etablierten Firmen der Region, entlang des Jura-Südfusses räumlich/architektonisch zu verstehen sind: Wirkung und Akzeptanz von neuen Produkten, Prozessen oder auch im Jura, einen Vorteil versprechen. Das sind oder neuen Eigenschaften in bestehenden Produkten und primär Firmen in den Bereichen Uhren, Präzisionstechnik, » Das Lern- und Forschungszentrum bestehend aus der Prozessen. Berner Fachhochschule und Teilen der Universität Bern Medizinaltechnik, Informations- und Telekommunikations- sowie von weiteren Instituten der umliegenden Kantone. » Zugang zu Labors: für Drittfirmen, z.B. bei der Berner technik, CleanTech. Fachhochschule oder bei anderen Institutionen der Den Jungunternehmern soll ein Beratungspaket angeboten » Das Innovationszentrum mit Räumlichkeiten für die Schweiz, vermittelt durch eine zentrale Stelle im Verant- Ansiedlung von Spin-offs und Start-ups aus der Region, werden, wie es heute schon bei innoBE Standard ist:1 wortungsbereich des Parkmanagements. 1 Living Labs und Innovationszellen. www.innobe.ch/de/index/php » Das Begegnungs- und Besucherzentrum, aufbauend auf der gemeinsamen Nutzung durch die Studenten und Dozenten im Lern- und Forschungszentrum und den Akteuren im Innovationszentrum. 5DXP IU /LYLQJ /DE V
    • Die Elemente unter der Leitung der Direktion der Berner ,QQRYDWLRQV Fachhochschule und die Elemente unter der Leitung des ,1129$7,216 ]HOOHQ Parkmanagements stellen ein gemeinsames Ganzes dar: den 6SLQRII3DUN =(17580 Nationalen Innovationspark Biel/Bienne. /(51 81 /DERU Eine Voraussetzung für die Dynamik des Nationalen )256&+81*6 GLHQVWOHLVWXQJHQ Innovationsparks Biel/Bienne ist die Verfügbarkeit von =(17580 Landreserven für die Expansion. Dabei sollte darauf geachtet %(*(*181*6 werden, dass diese Areale nicht einem unmittelbaren 81 Verwertungsdruck unterliegen und somit die Möglichkeit %(68&+(5 bieten, auf Chancen z.B. Form einer Ansiedlung eines =(17580 europäischen Forschungszentrums eines weltweiten High- Tech-Unternehmens etc. zu warten. Der Güterbahnhof SBB und das Bözingenfeld-West stellen für den Nationalen Innovationspark Biel/Bienne solche Areale dar. Bausteine des Innovationszentrums36 37
    • Erstberatung für Gründer und Start-ups: Spin-off-Park kreativen Freiraum zu etablieren. Motivation für ein solches Living Labs » Firmengründung, Rechtsform Vorhaben sollen die guten Bedingungen im Innovationspark Living Labs dienen der Beobachtung des Gebrauchs von sein. Dazu kommt, dass Biel und sein Umfeld über ausgezeich- Produkten unter Real-Life-Bedingungen. Dabei geht es um » Professioneller Businessplan Ziel, Funktion Förderung von Jungunternehmen: Spin-offs primär (aber nicht ausschliesslich) aus den netes Know-how bei der Prototypenentwicklung und im das direkte Beobachten, wie Produkte und Dienstleistungen » Finanzen Berner Hochschulen, Start-ups primär aus der Prototypenbau besitzt. Es ist also für bestehende und etablierte und ihre Funktionen benutzt werden. In der Möglichkeit, » Marketingkonzept Region. Firmen möglich, hier ein Projekt von der Idee bis zum Fehlmanipulationen früh zu erkennen und durch Produktän- Zielgruppen Absolventen aus der Region, die eine Erfindung/ funktionsfähigen Prototypen durchzuziehen. » Spin-off-Park derungen oder Lernprozesse nachprüfbar zu korrigieren und Idee selber vermarkten wollen. » Kursangebote Bevorzugt im Bereich Uhren, Präzisionstechnik, Potentiale zu erkennen liegt die Stärke dieses Ansatzes. Medizinaltechnik, Informations- und Tele- Innovationszellen Voraussetzung für ein Living Lab ist die Schaffung eines » Starthilfen kommunikationstechnik, CleanTech. entsprechenden Umfeldes durch eine Interessengemeinschaft Erfolgsfaktoren, Die Differenzierung erfolgt primär durch das von Firmen und Hochschulen.1 Differenzierung Umfeld/die Region mit der dort angesiedelten Ziel, Funktion Flexibles Raumangebot für Projektgruppen aus Innovationsberatung für Unternehmer: Industrie (Nähe zu potentiellen Kunden). Die Etablierung und der Betrieb eines Living Labs ist keine mittleren und grossen Unternehmen in einem » Geschäftspotenzial und Marktchancen Dienstleistungen, Erbracht mit Vorteil durch innoBE entsprechend kreativen Umfeld Neuheit. In der Schweiz gibt es schon eine Reihe solcher » Strategien und Konzepte Unterstützungs- den etablierten Programmen. Zielgruppen Projektgruppen aus mittleren und grossen Zentren. Der Standort des Nationalen Innovationsparks leistungen Finanzielle Unterstützung durch den STI (Stiftung Unternehmen, temporär zusammengestellt mit Biel/Bienne in einer Stadt mit einer durchmischten Bevölke- » Innovation und Innovationsmanagement für technologische Innovation, Biel) im Rahmen einem Projektauftrag rung macht diesen Gedanken aber hochattraktiv. der Förderkriterien. » Partnerschaften und Kontakte Erfolgsfaktoren, Umfeld (Freizeit/Beruf), Zusammenarbeit mit der Grössenordnungen/ 15 Spin-offs, 15 regionale Start-ups. Differenzierung Universität Bern oder der Berner Fachhochschule » Organisationsstruktur und -prozesse Kapazitätsbedarf Aufenthalt im Spin-off-Park im Durchschnitt 5 (z.B. spezielles Seminar), flexibles Raumangebot » Neue Märkte Jahre (2 bis 3 neue Spin-offs jedes Jahr). für Konzeptentwicklung bis zur Herstellung eines 1 «A Living Lab is a user-centred open innovation ecosystem, often Im Durchschnitt vier Leute: Platzbedarf für ca. Prototypen. operating in a territorial context (e.g. city, agglomeration, region), » Neue Produkte und Ideen 120 Personen plus Labor/Werkstatt. Laborangebot, Modellbauer, Herstellung von integrating concurrent research and innovation processes within a Anforderungen an Mittelweg zwischen Rat – Ermunterung – Prototypen vor Ort Public-Private-People partnership. It is based on a systematic user das Parkmanagement Nein-Sagen-Können. Spezielle Unterbringungsmöglichkeit, Diskretion, repräsen- co-creation approach integrating research and innovation processes Selektion («schöpferische Zerstörung»). Anforderungen tative Präsentationsräume (für CEOs, Kunden) through the exploration, experimentation and evaluation of innovative Drehscheibe zwischen Ideen und Kapital. ideas, scenarios, concepts and related technological artefacts in real Grössenordnungen 5 Gruppen à 10 Personen gleichzeitig: life use cases involving user communities not only as observed Netzwerk mit Business Angels. Platzbedarf für ca. 50 Leute subjects but also as being a source of creation. This approach allows Verständnis für die Sorgen und Nöte der Möglichkeit für Installation von Labors, Werkstätten to concurrently consider, at the earlier stage of R&D, both the global Jungunternehmer («Wärme»). Dienstleistungen Organisation der notwendigen Infrastruktur performance of a product or service through all elements of the Erfolgsmassstab Mindestens ein Projekt im Venture-Business- product life-cycle from design up to recycling … and its potential erbracht durch das massgeschneidert auf die Bedürfnisse der Plan-Wettbewerb pro Austragung. adoption by users. User centred research methods, such as Action Parkmanagement Projektgruppen Mindestens ein Finalist im Venture-Business- research, Community informatics, Contextual design, User-centered Plan-Wettbewerb im Durchschnitt pro drei Anforderungen an Akquisition, Sicherstellung der Diskretion, design, Participatory design, Empathic design, Emotional Design, and Austragungen. das Parkmanagement bedürfnisgerechte (Um-)Gestaltung der Räume other Usability methods, already exist but fail to sufficiently empower 75 Prozent der Spin-offs überleben mindestens Innovationsförderung Möglichkeiten über öffentliche Förderinstitutionen users for co-creating into open development environments. More fünf Jahre (zum Vergleich: ETH ca. 90 Prozent). recently, the Web 2.0 has demonstrated the positive impact of (z.B. KTI) in Betracht ziehen involving user communities in New Product Development (NPD) such Finanzierungsaspekte Marktübliche Miete für die Räume, dafür as Mass Collaboration projects (e.g. Wikipedia, Crowdsourcing, kostengünstige Infrastruktur durch Served Wisdom of Crowds) in collectively creating new contents and Offices. Grössere Umbauten müssen vom applications. A Living Lab is not similar to a Testbed as its philosophy Kunden bezahlt werden (Mieterausbau). is to turn users, from being traditionally considered as observed Innovationszellen subjects for testing modules against requirements, into value creation Erfolgsmassstab Auslastung der Kapazitäten, in contributing to the co-creation and exploration of emerging ideas, Die Idee der Innovationszellen ist in der Bedarfsanalyse Erreichen des Umsatzziels breakthrough scenarios, innovative concepts and related artefacts. entstanden. Hintergrund ist die Feststellung, dass grössere und Hence, a Living Lab rather constitutes an experiential environment, auch Weltfirmen die Ausformulierung und Entwicklung von which could be compared to the concept of Experiential learning, kreativen Projekten immer wieder an kleinere Drittfirmen where users are immerged in a creative social space for designing and experiencing their own future. Living Labs could also be used by policy vergeben. Im Nationalen Innovationspark Biel/Bienne soll makers and users/citizens for designing, exploring, experiencing and deshalb ein Angebot geschaffen werden, welches Firmen refining new policies and regulations in real-life scenarios for ermöglicht, eine Projektgruppe temporär oder über eine evaluating their potential impacts before their implementations.» (Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Living_lab ; last modified on 9 längere Zeit ausserhalb der eigenen Organisation und in einem July 2010 at 14:25).38 39
    • Zusammen mit der Berner Fachhochschule wurden drei Die Einrichtung eines Living Labs gehört zur Strategie des Das Lern- und Forschungszentrum stellt wichtige Infrastruk- und gestaltet den Groove wesentlich mit. Seine Bausteine sind Ideen für ein Living Lab entwickelt: Nationalen Innovationsparks Biel/Bienne, die darauf abzielt, turelemente vor Ort zur Verfügung, wie spezialisierte Labors, deshalb mehr als Plattformen zu verstehen, auf denen immer » Rehabilitationstechnik, z.B. mit der Eidgenössischen ein Angebot zu schaffen, das über die typische Förderung von Sitzungs- und Schulungsräume, spezialisierte Bibliotheken wieder neue Performances initiiert werden können: Hochschule für Sport Magglingen EHSM (bisher noch Start-up-Unternehmen hinausgeht und auch grösseren etc. nicht in dieser Sache kontaktiert) Firmen einen Anreiz gibt, an den Aktivitäten zu partizipieren. » Zentralbereich der Berner Fachhochschule: Er ist der » Man/Machine-Interface Das Begegnungs- und Besucherzentrum grösste Teil mit Räumen für die Direktion und die » Mobile Communication Zugang zu Labordienstleistungen Verwaltung, der zentralen Bibliothek, den Arbeitsbe- Ein wichtiges Ergebnis der Bedarfsumfrage war, dass viele reichen der Studierenden, der Aula, der Mensa und der Nach dem Beschluss über die Errichtung eines nationalen Das Begegnungs- und Besucherzentrum kann als Kern des Firmen einen schnellen, effizienten Zugang zur Laborinfra- Cafeteria, Geschäfte, Studien-/Karriereberatung, Innovationsparks in Biel sollen das Parkmanagement und die Nationalen Innovationsparks Biel/Bienne betrachtet werden. struktur an den Hochschulen wünschen. Der Bedarf umfasst Studentenorganisationen etc. Leitung der Berner Fachhochschule ein entsprechendes Es ist der Treffpunkt sowohl der Bewohner (inkl. den Projekt formulieren. Die Unterstützung durch die lokale dabei nicht nur die Erarbeitung von Messdaten, sondern auch » Zentralbereich des Nationalen Innovationsparks Biel/ Studenten der Berner Fachhochschule) als auch regionaler, Industrie resp. die Industrie-Cluster sowie andere Lehr- und deren qualifizierte Auswertung. Bienne: insbesondere mit dem Sitz des Parkmanagements nationaler und internationaler Besucher. Gleichzeitig sollen Forschungsanstalten aus der Region ist dabei eine Vorausset- Von einem solchen Angebot profitieren auch die Hochschulen hier die Direktion der Berner Fachhochschule und das » Kulturplätze: z.B. Projektgalerie, Sportangebote, Innova- zung. selbst mehrfach: Sie lasten ihre Geräte besser aus, können Parkmanagement ihre Büros haben. Das Begegnungs- und tionsterrasse etc. Drittmittel generieren und den Mitarbeitern und Studenten Besucherzentrum lebt die Dynamik des Innovationsparks einen direkten Kontakt mit der Praxis ermöglichen. Dienstlei- Living Labs stungsaufträge können zudem der Ausgangspunkt für grössere Forschungsprojekte sein. ,QIRUPDWLRQV *DVWURQRPLH :LUWVFKDIWVI|U Ziel, Funktion Erforschung der Wirkung und Akzeptanz von Unter der Federführung des Parkmanagements soll eine Stelle VWHOOH /DERU YRU]XJVZHLVH GHUXQJ GHV neuen Produkten, Prozessen oder neuen GLHQVWOHLVWXQ etabliert werden, die als Vermittlerin für die Dienstleistungs- LQ 9HUELQGXQJ .DQWRQV %HUQ Eigenschaften von bestehenden Produkten und JHQ XQG PLW ORNDOHQ GHU 6WDGW aufträge auftritt. Durch die Schaffung einer solchen Zen- 9LVLWRU¶V 7HVWLQIUD Prozessen 5HVWDXUDQWV
    • %HUQ &HQWHU VWUXNWXU Zielgruppen Firmen im Rahmen der Produktentwicklung, tralstelle werden konzentriert Erfahrungen in Bezug auf die %HUDWXQJVDQ z.B. in der Prototypenphase Abwicklung solcher Aufträge aufgebaut. Gleichzeitig hat diese JHERW %UR GHV 67, $UEHLWVEH Stelle die Aufgabe, die Vermittlungstätigkeit nicht allein auf die 9HUWUHWXQJHQ *HVFKlIWV Erfolgsfaktoren, Möglichkeit einer wirklichkeitsnahen Studie des UHLFKH GHU GHU PRGHOOH Differenzierung Umgangs mit neuen Produkten mit Interaktion Berner Hochschulen zu beschränken, sondern sukzessive ein 6WXGHQWHQ &OXVWHURUJDQL )LQDQ]LHUXQJ aller Beteiligten am Innovationsprozess 6WXGHQWHQ VDWLRQHQ schweizweites Netzwerk und Angebot zu etablieren. $XOD YHUHLQLJXQJ (Ökosystem) $OXPQL =HQWUDOEHUHLFK 6HUYHG 2IILFHV GHV %URLQIUD Spezielle Konzept muss auf die Bedürfnisse der lokalen 2UJDQLVDWLRQ LUHNWLRQ /RNDOHV %UR VWUXNWXU
    • Anforderungen Industrie abgestimmt werden /HUQ XQG 3DUN Platz für Firmen 6WXGLHQEH GHU LQQR%( )RUVFKXQJV PDQDJHPHQW UDWXQJ Grössenordnungen Noch offen .DUULHUH %LEOLRWKHN ]HQWUXPV Eine Landreserve soll es jenen Firmen, welche die Nähe zum Dienstleistungen Angebot und Unterhalt des Living Labs, evtl. *HVFKlIWH EHUDWXQJ Innovationspark suchen, ermöglichen, ihren Hauptsitz oder .RQIHUHQ] erbracht durch das zusammen mit externen Partnern UlXPH eine Tochtergesellschaft in Biel oder der Region aufzubauen. 9HUSIOHJXQJ Parkmanagement 0HQVD &DIp Anforderungen an Aktive Vermarktung des Living Labs Als Areale stehen dafür Teile des Güterbahnhofs SBB und des .XOWXUSOlW]H das Parkmanagement Bözingenfeld-West zu Verfügung. %LHQQH Innovationsförderung Im Rahmen der jeweiligen Projekte zu beantragen .RQWDNW Finanzierungsaspekte Noch offen :LQGRZ IRU .LQGHUWHFKQR .XQVWZHUN 3ODWWIRUP IU Das Lern- und Forschungszentrum *OREDO 2QOLQH SDUN VWDWW 6WXGLHQDEJlQ Erfolgsmassstab Noch offen ,QQRYDWLRQ JHU  )LUPHQ Das Lernzentrum umfasst die Gebäude der Berner Fachhoch- *UHHQSDUN 6SRUWDQJHERW schule und Bereiche der Universität Bern nach der Realisie- %HJHJQXQJV ,QQRYDWLRQV .LQGHUWDJHV 6SRUWHUHLJQLV ]HQWUXP 3URMHNW WHUDVVH VWlWWH rung der vom Kanton Bern angestrebten Konzentration der VH *DOOHULH Fachhochschule. Es stellt die grösste Struktur innerhalb des Innovationsparks in Biel dar. Bausteine des Begegnungs- und Besucherzentrums40 41
    • Konzeption des Nationalen Innovationsparks Biel/Bienne Räumliche Entwicklung Zusammenfassung: Flächenbedarf ¬ Eine Besonderheit des Standortes Biel für einen nationalen von Stadt, Bildung, Forschung und Wirtschaft über ihre Innovationspark ist die Integration in eine gewachsene und sich Programme ergänzen. Damit können für den Nationalen weiterentwickelnde Stadt, das heisst in Strukturen von Innovationspark Biel/Bienne Synergien mit der Umgebung Aufgrund der vorangegangenen Überlegungen ergeben sich bestehenden, sich ändernden und neuen physischen Netzwer- aufgebaut und die Planung aktiv mit dem bestehenden öffent- folgende geschätzte Flächenbedarfe (Hauptnutzungsflächen): ken. Der Vorschlag weicht damit von der Idee eines Innovati- lichen Raumnetzwerk und seinen Programmen verknüpft onsparks auf der grünen Wiese als geschlossenes Geviert ab, werden. Der Nationale Innovationspark Biel/Bienne kann indem die Stadt Biel als Rahmen für den Innovationspark damit zu einem Erfolgsprodukt der Stadtentwicklung werden. gefasst wird. Aufgrund der Kleinräumigkeit ist dennoch die Durch seinen Aufbau und seine Vernetzung soll der Innovations- Nähe der Elemente des Innovationsparks und damit die park auf verschiedenen Massstabsebenen als Bindeglied zwischen Voraussetzung für den Gedankenaustausch und den Groove Bausteinen und Akteuren der Stadt Biel funktionieren. Das gegeben. Der Standort Biel muss deshalb als eigentlicher Begegnungs- und Besucherzentrum, das Innovationszentrum Glücksfall gewertet werden. Die folgende städtebauliche Studie und das Lern- und Forschungszentrum sind eingebettet in die für den Standort Biel zeigt, wie sich die räumlichen Strukturen Innovationsstadt, die Innovationslandschaft und die Wirtschaft. Bausteine Pragmatischer Start small nach Think BIG nach Start nach 1 Jahr 8 Jahren 10–20 Jahren Innovationszentrum Spin-off-Park Innovationszellen Zwischennutzungen in ca. 5.000 m2 ca. 5.000 m2 bestehenden Gebäude Living Labs Platz für Firmen ca. 5.000 m2 ca. 25.000 m2 1 Begegnungs- und ca. 200 m2 ca. 20.000 m2 Besucherzentrum Total Hauptnutzungs- ca. 10.200 m2 ca. 50.000 m2 flächen Lern- und Forschungszentrum Noch offen Noch offen Berner Fachhochschule Universität Bern 1 Die Platzreserven in Biel lassen einen grösseren Ausbau auf jeden Fall zu. Aufbau und Vernetzung der Elemente des Nationalen Innovationsparks Biel/Bienne42 43
    • Städtebauliche Analyse Die Stadt Biel besitzt eine Vielzahl von Qualitäten und Quantitativ: Grössenvergleich Katalysatoren, die einen idealen Nährboden als Grundlage für Die wichtigsten zusammenhängenden Entwicklungsmöglich- eine Entwicklungsstrategie bilden. Dazu gehören auch keiten im Zentrum von Biel bieten das Gebiet Bahnhof-See Qualitativ: Netzwerk Region – Stadt Biel potenzielle Entwicklungsflächen wie das Gebiet Bahnhof-See, sowie das Areal des Güterbahnhofs SBB. Um die Grösse Die Lage der Stadt Biel ist ein strategischer Vorteil. Sie liegt der Güterbahnhof SBB und das Bözingenfeld-West. dieser Entwicklungsareale einordnen zu können, werden sie mit der Bahn auf halber Strecke zwischen Zürich und Genf. mit zwei bestehenden Universitätscampus verglichen. Die Existierende Netzwerke der Berner Fachhochschule, von heute bestehenden Gebäude der ETH Science City in Zürich Firmen- und Kreativ-Clustern bilden in der Region Biel und könnten vollständig auf dem Gebiet Bahnhof-See entwickelt in der Stadt selbst einen vielversprechenden strukturellen Nährboden für weitere Entwicklungen. werden. Das Areal des Güterbahnhofs SBB könnte den kompletten Science Park von Amsterdam aufnehmen. Dieser einfache Vergleich zeigt lediglich eine Grössenordnung auf und negiert jegliche qualitativen Vergleiche. Er verdeutlicht, welche Relevanz Planungen auf diesen Arealen für die Stadtentwicklung von Biel haben werden. Vergleich Campustypen und Arealflächen in Biel (Collage) Quantitativ: Massstäblichkeit, Vergleich mit bestehendem Entwicklungsareale in Biel Bahnhof-See Gesamtfläche: ca. 200’000 m2 – davon beplanbar: ca. 100’000 m 2 Güterbahnhof SBB Areal 1 Gesamtfläche: ca. 180’000 m2 – davon beplanbar: ca. 50–80’000 m 2 Blick über das ehemalige Feldschlösschen-Areal südlich des Bahn- Areal 2 Gesamtfläche: ca. 120’000 m2 hofs. Im Hintergrund das Coop Center Bahnhof in den ehemaligen GM-Montagehallen Vergleichsflächen ETH Science City Zürich Campus Fläche: 320’662m2 BGF: 200’000m2 BGF zusätzlich geplant: < 145’000m 2 Science Park Amsterdam Blick über die Gleise des Areals am SBB Rangier- und Güterbahnhof Campus Fläche: 700000 m2 zur Jurastrasse BGF: 75000 m2 BGF zusätzlich geplant: 420’000 m 2 Blick über das noch unbebaute Bözingenfeld, im Hintergrund die Region Biel/Bienne: Lage und Anbindung Autobahn A1644 45
    • Bestehende und zukünftige Planung Schatzkarte des Bieler Stadtzentrums Schatzkarte hervorgehoben sind. Sie verfügen über eine Die zukünftigen Planungen der Stadtentwicklung Biel sollen Eine detaillierte «Schatzkarte» visualisiert die in der Be- nahezu perfekte Erschliessung und grosse Entwicklungsreser- in der Entwicklungsstrategie des Innovationsparks integriert standsanalyse herausgearbeiteten Qualitäten und Katalysa- ven und bilden eine ideale Grundlage für eine Entwicklungs- sein, um so möglichst grosse Synergien zu erzeugen. Bei- toren des Bieler Stadtzentrums. Vielversprechend sind dabei strategie. Potenzielle Entwicklungsareale liegen quasi im spiele für geplante Projekte sind die Studie Agglolac, die die hohe Dichte und die grosse Zahl an aktiven Bestandteilen «Epizentrum» des öffentlichen Verkehrs und sind mit dem Planungen Regiotram, Autobahn A5, A16, T6.1 des öffentlichen Raumnetzwerkes, die grafisch in der Velo innerhalb von fünf Minuten erreichbar. 1 Siehe dazu «Eine Stadt bricht auf – Wie Biel sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf zieht», in Beilage zu Hochparterre Nr. 3/2010 Planung Autobahnverbindung: Stadttunnel mit Port. Studie «Agglolac»: Perspektive Planung Regiotram «Schatzkarte» des Zentrums in Biel: Potentiale und Katalysatoren46 47
    • Mögliche Standorte und Potenziale Folgende Faktoren zeichnen das Schnyder-Areal und seine Positi- Beispiel 2: Bahnhof-See Folgende Faktoren zeichnen das Areal Bahnhof-See und seine on im Stadtkontext aus: Das Gebiet südlich des Bahnhofs ist charakterisiert durch Position im Stadtkontext aus: » grosse Zentralität; grosse strukturelle Massstabsunterschiede. Es ist das Verbin- » grosse Zentralität mit SBB-Bahnhof und (den geplanten) Beispiel 1: Das Schnyder-Areal » das bestehende intakte Freiraumnetz stärkt die räumliche dungsgebiet zwischen dem Stadtzentrum und dem See. Regiotram-Haltestellen; Das Schnyder-Areal zum Beispiel charakterisiert sich durch eine Momentan dominiert ein Mix aus Parkierungsflächen, Verknüpfung; » bestehendes starkes Freiraumnetz bildet räumliche grosse Varianz an Gebäudetypologien, verschieden alte und neue grossmassstäblichen Gewerbenutzungen und Wohnarealen, » die Synergien mit bestehender Umgebung können auch Verknüpfung zum Stadtzentrum bzw. zum See; Gebäude sowie eine hohe Aussenraumqualität. Das Areal besitzt Brachflächen und einzelnen Wohngebäuden den Stadtraum. unterschiedliche Transformations-/Ausbauzustände (d.h. die Umgebung langfristig weiter aufwerten; » unmittelbare Nähe zum potenziellen Standort der Berner Der Grossteil der Parzellen und Areale ist unter Wert genutzt. verschiedene Mietniveaus) und kann dadurch ein weites Spek- » der genius loci des ehemaligen Gewerbeareal ist ausgeprägt; Fachhochschule; Erste neue Ideen für Überbauungen und Freiraumgestal- trum an Interessenten abdecken. Aus den nicht konkurrenzie- » ergänzender Nutzungsmix ist auf dem Areal und in der tungen zeigen teilweise auf, welches Entwicklungspotential » ein sich ergänzender Nutzungsmix ist bereits vorhanden, renden Programmen auf dem gleichen Areal entstehen Synergien Nähe bereits vorhanden, z.B. Kongresshaus, Restaurants, dieses Gebiet besitzt. z.B. Bahnhof, Restaurants, Gewerbe, Läden, Wohnen, für alle. Das Mietpreisniveau ist grundsätzlich eher tief. Gewerbe, Läden, Wohnen; Kultur; » prägnante Bestands- und Neubaustrukturen vorhanden » grosse Varianz an Gebäudetypologien, Massstäben, (Arealgrösse: ca. 13’000m 2). Programmen; » grosse Anzahl Freiflächen/Brachen zur Zwischennutzung; » «Agglolac»-Entwicklung als ein potentiell zentraler Motor für die Stadtentwicklung; » grosse Bereiche des Landes in Besitz von Kanton und Stadt; » kurz- bis mittelfristiger Entwicklungshorizont; » Arealgrösse: ca. 330’000 m2. Schnyder-Areal: Hofsituation mit gemeinschaftlich genutztem grünem Platz Schnyder-Areal: Situation Innenraum Areal Bahnhof-See: Luftbild Areal Bahnhof-See: Blick über den Robert- Walser-Platz Richtung Gleise und Unterfüh- rung zum Hauptbahnhof Industrie und Lagerhallen in der Doktor- Schneider-Strasse, im Hintergrund das Schnyder-Areal: Direkte Umgebung Areal Bahnhof-See: Direkte Umgebung Schloss Nidau48 49
    • Beispiel 3: Müller-Areal Beispiel 4: Areal Güterbahnhof SBB Folgende Faktoren zeichnen das Areal Güterbahnhof SBB und Ähnlich wie das Schnyder-Areal besitzt das Beispiel Müller- Das Areal des Güterbahnhofs der SBB ist eine mittel- bis seine Position im Stadtkontext aus: Areal eine grosse Varianz an bestehenden Gebäudetypologien, langfristige Landreserve der Stadtentwicklung. Auch die » grosse Zentralität, auch durch (den geplanten) direkten eine potenziell hohe Aussenraumqualität sowie verschiedene Entwicklung dieses Areals sollte auf den bestehenden Strukturen Tramanschluss; alte und neue Gebäude. aufbauen und versuchen, es schrittweise in die schrittweise » grosse Landreserven mit unterschiedlichem Entwick- Ein grosser Vorteil des Müller-Areals gegenüber dem Schnyder- Entwicklung zu integrieren, um möglichst grosse Synergien zu lungshorizont, kurz- bis langfristig; Areal ist die zentrale und perfekt erschlossene Lage. Transfor- erzeugen bei der Verwebung des Areals mit der Stadtstruktur. Müller-Areal von der Ländtestrasse aus » eine Entwicklung des Areals kann Synergien aufbauen mit mationen und eine Aufwertung der Gebäudesubstanz und der Neue Entwicklungen sollten generell aus Allianzen zwischen den umgebenden Quartieren und dadurch auch diese Freiflächen fanden noch nicht statt. Dadurch besitzt das Areal alten und neuen Baufeldern bestehen. Ebenso könnten gross nachhaltig aufwerten; unterschiedliche, eher tiefe Transformations-/Ausbauzustände, massstäbliche und kleinmassstäbliche Entwicklungen Allianzen bilden. Mit Vorteil wird eine städtebauliche Entwicklung des » bestimmte Bereiche des Areals können parallel zur d.h. geringe Mietniveaus wären möglich und können dadurch Areals an den Rändern begonnen. weiterlaufenden SBB-Nutzung entwickelt werden; ein weites Spektrum an Interessenten abdecken. Das Müller- Areal hat ein Arealfläche von ca. 15’000m2. » Arealgrösse: ca. 180’000 m 2 (Areal 1). Müller-Areal: Museum Zufahrt zum Areal Güterbahnhof SBB Auf dem Areal Güterbahnhof SBB Hallen auf dem Areal Güterbahnhof SBB Müller-Areal: Direkte Umgebung Areal Güterbahnhof SBB: Direkte Umgebung50 51
    • Bewertung der Standorte die Urbanität im Stadtzentrum. Ein harmonischer Austausch Städtebauliches Entwurfsszenario Das öffentliche Raumnetzwerk Wie muss der ideale Standort für den Nationalen Innovations- zwischen Stadt, Fachhochschule und Innovationspark kann Das bestehende öffentliche Raumnetzwerk von Biel und die park Biel/Bienne beschaffen sein? Wo muss er liegen? sich entwickeln. existierenden bzw. neuen aktiven Elemente darin bilden einen Die Grundlage eines Nationalen Innovationsparks Biel/ Verlangt er nach einem einzigen Standort oder ist ein Das Projekt Innovationspark könnte mit verhältnismässig starken Nährboden und mögliche Katalysatoren für weitere Bienne formt ein starkes öffentliches Freiraumnetz, das einen Netzwerk von Standorten mit genügend kritischer Masse wenig Ressourcen starten, da viel Infrastruktur schon Entwicklungen. Welche Elemente innerhalb der Stadtstruktur Nährboden für eine Vielfalt von Aktivitäten bildet und über denkbar? Für die Standortwahl bildet eine Auswahl von vorhanden ist bzw. nur aktiviert werden muss. Umnutzungen von Biel aber gilt es gezielt für eine positive Entwicklung des das der Park mit der Umgebung verbunden ist. Zudem sind stadträumlichen, strategischen und programmatischen von Gewerbeflächen und Industriegebäuden bieten sich an Innovationsparks zu aktivieren? Den grössten strategischen eine gute Versorgungsinfrastruktur und eine gute Erschlies- Kriterien die Entscheidungsgrundlage. und machen den Ausbau im Laufe der Zeit möglich und Wert haben Schnittstellen und Verbindungen: die Verkehrs- sung wichtig. Je heterogener die Nutzungsmischung von Grundsätzlich brauchen sowohl der Nationale Innovations- sinnvoll. Vorgeschlagen wird daher, mit der Entwicklung des anbindung, Knotenpunkte und die Landschaft. Konkret primären und sekundären Nutzungen und je dichter das Netz- park Biel/Bienne als auch ein Standort der Berner Fachhoch- Nationalen Innovationsparks Biel/Bienne am Standort gemeint sind hier Trottoirs, Plätze, Promenaden, Aufenthalts- werk ist, desto attraktiver wird der Innovationspark als schule die unmittelbare Nähe zum Bahnhof Biel. Die Bahnhof-See zu starten. Als Landreserve und Erweiterungs- und Begegnungszonen; Bahn- und Tramnetz; Cluster und Quartier für seine Benutzer werden. Ein gut funktionierender Zentralität ist ein entscheidender Standortvorteil. Ein zone dienen Teile des Güterbahnhofs SBB sowie des Bözin- verbindende öffentliche Programme; Grün- und Freiräume, Innovationspark ist ein Identitätsträger und bündelt über eine innerstädtischer Innovationspark hat grosse Attraktivität, genfeld-West. Bei beiden Standorten kann sich auch die Uferzonen und potenzielle Flächen für Zwischennutzungen. starke Vision viele Interessen und den Einsatz von Ressour- ermöglicht eine gute Orientierung und die Anbindung an den Umgebung mitentwickeln, d.h. es werden langfristig Syner- cen. Gleichzeitig ist er auch ein solider Motor für eine bestehenden, meist belebten öffentlichen Raum. Gleichzeitig gien geschaffen. nachhaltige und kontinuierliche Stadt-Weiterentwicklung. ist er ein konstanter Entwicklungsmotor und Katalysator für Der Nationale Innovationspark Biel/Bienne besitzt eine strategische Mischung aus verschieden grossen Gewerbeein- heiten und Typologien, die möglichst flexibel und schnell auf Stadträumlich kurzfristige Entwicklungen und Chancen reagieren können. Gleichzeitig bildet eine hohe Dichte an innovationsnahen und Anbindung an das unmittelbare Nähe innovationsfördernden Aktivitäten eine aktive Vernetzung bestehende öffentliche zum Bahnhof SBB Nähe Stadtzentrum und sehr gute unter den Akteuren und mit der Umgebung. Der Park Freiraumnetz möglicher Austausch zwischen effektive, direkte, öffentliche Erschliessung verkörpert die Idee der Vernetzung durch sein physisches Stadt, Innovationspark und Verkehrsanbindung zum mit MIV Netzwerk. Programmatisch schlägt ein Innovationspark die Fachhochschule Zentrum Brücke zwischen Stadt, Bildung, Forschung und Wirtschaft. Strategisch unmittelbare Nähe kurz- bis langfristige die Umgebung des Vorhandensein von Potenzialen zum Standort der Berner Entwicklungen möglich Standortes soll sich auch in einer zukünftigen Fachhochschule langfristig mitentwickeln Transformation können der Umgebung Soziale Befruchtungskraft Landreserven mit unterschiedlichen der Umgebung Entwicklungshorizonten Programmatisch Umnutzungen in bestehenden Gebäuden / Urbane Nutzungsmischung Nähe zu spezifischen radikale Nutzungs- und Gewerbehallen bereits im Bestand vorhanden Programmclustern des Massstabsmischung Bestandes möglich Kriterien für Standortwahl des Nationalen Innovationsparks Biel/Bienne52 53
    • Das Innovationszentrum Elemente des Innovationszentrums angereichert, um sich Der Nationale Innovationspark Biel/Bienne ist Teil einer langfristig weiterentwickeln zu können. Innovationsstadt und einer Innovationslandschaft. Mit Die Bausteine des Innovationszentrums sind die Programme anderen Worten: Er ist ein innerstädtischer, prosperierender, des Parkmanagements, der Berner Fachhochschule und der in stetigem Wandel befindlicher und programmatisch stark Universität Bern, die Mehrfachnutzungen von Innovations- durchmischter Stadtteil. Dabei profitiert er von den vielfäl- zentrums, Fachhochschule und Stadt, sowie bestehende und tigen Bestandsstrukturen und -programmen. Dieser Nährbo- angrenzende Quartiere und das öffentliche Raumnetzwerk. den wird strategisch durch die neuen Programme und Aktivierende Elemente im öffentlichen Raumnetzwerk (bestehende, aktivierte und neue Strukturen der Stadt Biel) Räumliche/städtebauliche Bausteine eines Innovationszentrums Massstäbliche Einordnung des Innovationszentrums54 55
    • Das Lern- und Forschungszentrum Das Begegnungs- und Besucherzentrum für einen ähnlichen Programm-Mix ist das Rolex Learning Das Lern- und Forschungszentrum setzt sich räumlich aus Das Begegnungs- und Besucherzentrum ist ein Knotenpunkt Center der EPFL Lausanne. einem Cluster von Gebäuden zusammen, die idealerweise im öffentlichen Raumnetzwerk; es ist ein «Leuchtturm-Pro- Entlang der Entwicklungsschritte soll das Begegnungs- und durch das öffentliche Raumnetzwerk verbunden sind. jekt». Programmatisch umfasst das Begegnungs- und Besucherzentrum wachsen und sich verdichten können. Es Während seiner Entwicklungsschritte soll er wachsen und Besucherzentrum die öffentlichkeitswirksamen Zentralbe- muss optimalerweise in der Nähe der Berner Fachhochschule sich verdichten können. Das Lern- und Forschungszentrum reiche der Fachhochschule und des Innovati-onsparks sowie vorzugsweise im Areal Bahnhof-See positioniert werden. befindet sich optimalerweise in der Nähe der Berner Fach- diverse Kulturangebote. Ein schönes Beispiel hochschule im Areal Bahnhof-See. Quelle: Modell Science-Park, KCAP Quelle: EPFL, RLC Bausteine des Lern- und Forschungszentrums Massstäbliche Einordnung des Lern- und Forschungszentrums Bausteine des Begegnungs- und Besucherzentrums Massstäbliche Einordnung des Begegnungs- und Besucherzentrums56 57
    • Konzeption des Nationalen Innovationsparks Biel/Bienne Parkmanagement ¬ Das Management des Nationalen Innovationsparks Biel/ Handlungsmaximen Akquisition: «Weiche» Aufgaben Bienne stellt eine Schlüsselfunktion für den Erfolg dar: Es Als Handlungsmaximen werden Werthaltungen und Voraus- » Aktive Akquisition von Firmen in der Region, national » Gestalten und Aufrechterhalten der Atmosphäre (Groove); geht in einem Innovationspark immer wieder darum, labile setzungen bezeichnet, welche den täglichen operativen und international. Festlegen und periodisches Überprüfen der diesbezüg- Gleichgewichte zu finden und zu halten. Ein (pro-)aktives Aktivitäten als Grundlage dienen. Für das Management des lichen Spielregeln. » Pflege des Images und des Bekanntheitsgrades (z.B. mit Parkmanagement ist deshalb unerlässlich. Voraussetzung dazu Nationalen Innovationsparks Biel/Bienne sollten die fol- Publikationen, PR und Events, Webseite), Nutzen von nie- » Aktive Förderung der Kunst: Raum schaffen für künstle- ist, dass das Parkmanagement über genügend Handlungsspiel- genden Handlungsmaximen postuliert werden: derschwelligen Kontakten zu potentiellen Interessenten rische Aktivitäten (und deren Ergebnisse, z.B. Skulpturen). raum verfügt, um aktiv gestalten zu können. Das Parkma- » Das Parkmanagement setzt den Rahmen, bestimmt die (z.B. durch das Anbieten von Sitzungszimmern). » Überwachen und regeln der optimalen Mischung von nagement muss weitgehend als unabhängige Instanz agieren Regeln, definiert die Eckdaten. Betreuung und Beratung: jungen «Wilden» vs. gelassenen Seniors; unreifen können. Dazu braucht es eine Trägerschaft, die dem Parkma- nagement den Rücken stärkt. Und selbstverständlich sind in » Das Parkmanagement muss unabhängig handeln und über » Aussiedeln von Firmen (z.B. wenn sie zu gross werden, («grünen») vs. reifen umsetzungsnahen Innovationsideen; diesem Rahmen klare Vorgaben im Sinne von Anforderungen genügend Freiraum verfügen, damit das Gleichgewicht im wenn sie zu lange da bleiben (evtl. zeitlich progressive existierenden Firmen vs. Start-ups etc. Ziel ist ein «Biotop», bzw. Rahmenbedingungen zu machen und einzuhalten (z.B. Innovationspark stabil gehalten werden kann. Mietzinsen), wenn sie zuwenig innovativ sind oder die in dem sich unterschiedliche Perspektiven gegenseitig betreffend Wirtschaftlichkeit des Parks). » Das Parkmanagement stützt sich auf eine starke Träger- gesetzten Ziele nicht erreichen), Unterstützung bei der befruchten und beeinflussen. Das labile Gleichgewicht, welches ein Parkmanagement schaft ab, welche sich nicht ins operative Geschäft einmischt. Umsiedelung innerhalb der Stadt und der Region. » Kommunikation und Koordination mit der regionalen, gestalten muss, kann versinnbildlicht werden mit dem Prinzip » Das Parkmanagement ist vor Ort angesiedelt und direkt » Fördern der Innovationsaktivitäten der angesiedelten nationalen und auch internationalen Wirtschaft und des «Gärtners»: Er jätet, pflegt, fördert und ordnet, das heisst kontaktierbar. Es arbeitet eng mit weiteren Support-Orga- Firmen, Beratung von Jungunternehmen, aktive Akquisi- Politik, inklusive der Zusammenarbeit mit anderen er bestimmt die Regeln und greift wenn nötig korrigierend nisationen zusammen. tion von Sponsoren. Innovationsförderorganisationen (z.B. KTI und SNF). ein. Wachsen und Gedeihen müssen die Pflanzen, das heisst » Das Parkmanagement fördert Inspiration und eine » Entscheidinstanz für Fördermassnahmen, zum Beispiel die Unternehmen und Innovationsprojekte, aber selber. kreative Atmosphäre (Groove), zum Beispiel auch durch die betreffend Subventionen (in Form von Geldern, Flächen Generell soll sich das Leben im Park möglichst frei entwickeln Organisation von Anlässen, wie die aktive Förderung von oder Knowhow) oder auch Bewilligungsinstanz für können; das Parkmanagement gestaltet nur dort, wo es nötig Kunst. Prototypen und Sondergenehmigungen auf dem Areal. oder sinnvoll ist. » Das Parkmanagement macht nicht alles selber – sondern macht alles möglich. In erster Linie gilt es die Initiative Strategische Aufgaben der Beteiligten zu fördern. » Management Office aufbauen und Support-Organisati- onen ansiedeln. Pflichtenheft » Enge Abstimmung der Aktivitäten mit der Berner :HU KLOIW PLW Das Pflichtenheft stellt die vom Parkmanagement im Fachhochschule und der Universität Bern. -lWHQ" (V ZlFKVW QXQ operativen Betrieb zu erfüllenden Aufgaben und Aktivitäten » Koordination mit der Leitung der Stiftung Forschung PDO QLFKW dar. Basierend auf den genannten Handlungsmaximen können HU %DXP Schweiz und den anderen Parkmanagements mit Blick auf VFKQHOOHU :R LVW GLH PDFKW ]X YLHO 6FKDWWHQ *LHVVNDQQH" grob die folgenden Aufgaben identifiziert werden: Vermeidung von Doppelspurigkeiten und der Identifikati- Operative Aufgaben: on und Realisierung von Synergien zwischen den natio- » Täglicher operativer Betrieb. nalen Innovationsparks. 0RUJHQ » Verwalten der Liegenschaften und bestimmen von Mieten » Aktiver Einbezug von Forschungs- und Entwicklungsor- (V ZXFKHUW YHUNDXIHQ ZLU :R LVW GLH DXI GHP ganisationen der Region. 6FKHUH" 0DUNW und Tarifen als wichtige Steuerungsgrössen für die An- und Aussiedlung von Projekten und Unternehmen » Facility Management organisieren und Tarife festlegen. (wobei das eigentliche Facility Management an speziali- » Umsetzen des Masterplanes im Perimeter der Raument- LHVH )DUEHQ ,FK EUDXFKH SDVVHQ JXW QJHU sierte Dienstleister vergeben werden soll). wicklung. ]XVDPPHQ 6DDWHQ VRUJIlOWLJ » Verträge mit Service-Anbietern (z.B. gezieltes Ansiedeln ODJHUQ » One Office-Prinzip für Bewilligungen und Behörden- von Restaurationsbetrieben). kontakte. » Schrittweiser Aufbau und Pflege der IT-Infrastruktur. » Aktives steuern durch die verschiedenen Entwicklungs- » Aufbauen, stimulieren und verwalten des Veranstaltungs- phasen über die Zeit. Das Parkmanagement ist wie ein Gärtner, der pflegt und ordnet. programms. » Pflege und Weiterentwicklung des Netzwerks rund um den Innovationspark.58 59
    • Konzeption des Nationalen Innovationsparks Biel/Bienne Vorschlag für die Realisierungsetappen Die Roadmap Akteure Beschreibung der Rolle Für die Roadmap für den Nationalen Innovationspark Biel/Bienne wurden folgende Eckpunkte auf der Zeitachse angenommen: Kanton Bern Träger der Berner Fachhochschule und der Universität Bern und somit Mitträger des ¬ Die Roadmap für den Nationalen Innovationspark Biel/ Nationalen Innovationsparks Biel/Bienne; Phasen Jahr Berner Fachhochschule Nationaler Innovationspark Bienne bedingt eine Reihe von Annahmen betreffend das entscheidet über die zukünftigen Standorte der Berner Fachhochschule; unterstützt aktiv die Biel/Bienne Timing der Entscheidungen über die Konzentration der Schaffung des Nationalen Innovationsparks Biel/ Berner Fachhochschule und die Gründung der Stiftung Bienne als Projekt im Gesamtinteresse des Forschung Schweiz für die Formulierung der Realisierungse- Kantons und der Region. Machbarkeitsstudie liegt vor tappen voraus. Die Eckpunkte der Planung sind in der unten Stadt Biel Erarbeitung eines Masterplans, der die Entwicklung Etablierung eines strategischen Förder- 2010 folgenden Tabelle zusammengestellt. des Innovationsparks an attraktiven Standorten im gremiums für den Standort Biel/Bienne: Stadtgebiet möglich macht; aktive Unterstützung bei der Etablierung des Innovationsparks. Die Akteure unterstützen die Idee aktiv. Die Akteure Stiftung Forschung Mitträger und Mitbetreiber des Nationalen Die Etablierung des Nationalen Innovationsparks Biel/Bienne Schweiz Innovationsparks Biel/Bienne; Sicherstellung und Phase Standortentscheid Regierungsrat Gründung einer Task Force: Aktivitäten setzt eine enge Partnerschaft von verschiedenen Akteuren Wahrung der Idee des nationalen Innovations- parks in Bezug auf Qualität und Ambition (über alle 1 Kanton Bern zum Thema Innovation; regionale voraus: Standorte hinweg); Identifikation und Realisierung Firmen beginnen, ihre Planungen an der von Synergien zwischen den lokalen Standorten; 2011 neuen Idee zu orientieren. ernennt und finanziert das lokale Parkmanagement; betreibt das Innovationszentrum. Funktioneller Masterplan (Bedürfnisse Berner Fachhochschule, Universität Bern, Parkmanagement Ist das dynamische Zentrum des Innovationsparks; Innovationspark, Stadt Biel) Geschäftsleitung mit der Fähigkeit zur Promotion und Weiterentwicklung des Grooves; bietet Dienstleistungen im Bereich Infrastruktur, IT und Standortentscheid Grosser Rat des Beschluss der eigenössischen Räte anderer Services an (z.B. gemeinsame Datenplatt- Kantons Bern über die Totalrevision des Forschungs- formen, Aussenauftritt, Förderung der Donatoren-/ 2012 und Innovationsförderungsgesetzes Sponsoren-Community, Partnermanagement); leitet das Innovationszentrum und organisiert (FIFG) Events; ist Ansprechpartner für Investoren; pflegt das Netzwerk, vertritt den Standort in der Stiftung Forschung Schweiz. Formeller Masterplan Berner Mitbetreiber des Nationalen Innovationsparks Fachhochschule, Biel/Bienne; Teilnahme und Gestaltung der 2013 Abschluss Städtebaulicher Wettbewerb Universität Bern Aktivitäten im Innovationspark sowohl im Rahmen der Lehre als auch der Forschung; Förderung von Gründung der Stiftung Forschung Spin-offs; Förderung von Forschungs- und 2014 Schweiz Entwicklungspartnerschaften mit der Industrie. Lokale Industrie, Mitträger der regionalen Ambition; Mitarbeit in Phase 2015 Baubeginn Berner Fachhochschule Umbau von bestehenden Bauten Cluster- strategischen Gremien; Mitgestaltung und 2 Organisationen Teilnahme an den Veranstaltungen; Nutzung der Angebote (z.B. Labordienstleistungen); Unterstüt- 2016 Beginn Neubauten zung der Idee als Investoren oder durch Sponsoring und Donationen. Private Investoren Finanzierung von Unternehmen (z.B. Startups) und 2018 Einweihung Berner Fachhochschule Einweihung erste Etappe Neubauten Gebäuden im Park. Die Attraktivität des Parks für Phase Investoren ist ein zentrales Erfolgskriterium für das 3 Vorhaben. 2025 Einweihung zweite Etappe Akteure Beschreibung der Rolle60 61
    • Die Entwicklungsphasen Die Startphase (2010–2013) Folgende Aktivitäten sollen durch eine zu bezeichnende Task Die Umsetzungsphase (2014–2018) Das Ziel ist es, sofort nach dem (positiven) Entscheid durch Die Startphase ist gekennzeichnet durch folgende Hauptakti- Force im Rahmen der Startphase geplant und realisiert werden: Die Umsetzungsphase ist gekennzeichnet durch folgende die Auftraggeber der Machbarkeitsstudie, d.h. die Volkswirt- vitäten: 2010: Hauptaktivitäten: schaftsdirektion des Kantons Bern und den Verein Machbar- » Schaffung einer Task Force durch den Verein Machbarkeit » Sicherstellung der Medienpräsenz » Bau von Gebäuden oder Umbau bestehender Gebäude keit Stiftung Forschung Schweiz, mit der konkreten Planung Stiftung Forschung Schweiz, die während der Startphase » Festlegung Standort des ersten Nukleus für den Innova- » Parallel dazu müssen die Aktivtitäten zur Innovationsför- des Nationalen Innovationsparks Biel/Bienne und mit ersten als Parkmanagement fungiert tionspark derung und Promotion der Idee des Nationalen Innovati- Aktivitäten zu beginnen. » Gründung eines strategischen Fördergremiums für den 2011: onsparks Biel/Bienne weitergeführt werden. Dadurch ergeben sich drei grobe Entwicklungsphasen: Nationalen Innovationspark Biel/Bienne mit Persönlich- » Mitarbeit bei der Erarbeitung des funktionellen Masterplans » Zudem gilt es, die positiven und negativen Erfahrungen Phase 1: 2010–2013 (Startphase) keiten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung aus den einzelnen Schritten laufend zu analysieren und » Events nach Biel bringen, z.B. StartupCamp Switzerland, Phase 2: 2014–2018 (Umsetzungsphase) » Erstellung eines funktionellen Masterplans unter Schlussfolgerungen für die Ausrichtung bestehender und StartUp Weekend Phase 3: ab 2019 (Betriebsphase) Einbezug der Sadt Biel, der Berner Fachhochschule, der neuer Aktivitäten zu ziehen. Sowohl die Startphase als Universität Bern und der Stiftung Forschung Schweiz » Weitere Aktivitäten mit Industrie-Cluster (zu definieren) auch die Umsetzungsphase müssen als Lernphase für das (resp. des Vereins Machbarkeit Stiftung Forschung » Konzept Living Lab erarbeiten (zusammen mit Berner Parkmanagement betrachtet werden. Zusammen mit der Beschreibung dieser Phasen wird auch ein Schweiz) Fachhochschule, Universität Bern und Cluster-Organisa- » Am Ende dieser Phase bestehen der Standort der Berner Vorschlag für die gleichzeitige städtebauliche Entwicklung der tionen) » Festlegung des Standorts für den ersten Nukleus für den Fachhochschule mit dem Besucher- und Begegnungszen- Stadt Biel gemacht (ausgehend vom Status Quo im Jahr 2010). Innovationspark und Aufnahme der Aktivitäten des » Start Promotion der Innovationszellen trum sowie das Innovationszentrum in der Nähe zueinander Parkmanagements » Start Vermittlungsstelle für Labordienstleistungen (zu und zum Bahnhof Biel/Bienne. » Mitarbeit bei der Erstellung eines formellen Masterplans Beginn primär in Zusammenarbeit mit der Berner für den Standort der Berner Fachhochschule Fachhochschule und der Universität Bern) Die Betriebsphase (ab 2019) 2012: Planmässig soll der volle Betrieb des Innovationsparks ab 2019 » Mitarbeit bei der Erarbeitung des formellen Masterplans erfolgen. In der Betriebsphase stehen folgende Aufgaben im » Erste Innovationszelle in Biel Vordergrund: 2013: » Weiterentwicklung der bestehenden Ideen und Konzepte » Erstes Living Lab in Betrieb » Erweiterung, z.B. auf dem Areal des Güterbahnhofs SBB und/oder auf dem Bözingenfeld-West Städtebauliche Entwicklung: Status Quo62 63
    • Die städtebauliche Entwicklung Programmatische und räumliche Situation in Phase 1 Für den ersten Knotenpunkt im Rahmen des Parkmanage- ments wäre der bestehende aktive Kreativ-Cluster im Startphase 2010-2013: Nukleus im Netzwerk Schnyder-Areal als exemplarischer Standort ideal. Dieses Das erste Entwicklungsziel des Nationalen Innovationsparks ehemalige Gewerbeareal mitten im Zentrum von Biel ist Biel/Bienne ist die Bildung eines physischen Knotenpunktes durch seine Struktur und seine Bestandsnutzungen ein idealer (Nukleus) im Netzwerk der bestehenden Firmen und Hoch- Nährboden für einen temporären Nukleus. Hier kann das schulen. Ein temporärer erster Nukleus beinhaltet vor allem Parkmanagement unmittelbar vom bestehenden Netzwerk Management-Funktionen. und der aktuellen Atmosphäre im Schnyder-Areal profitieren. Struktur der Entwicklung in Phase 1 Programmatische und räumliche Situation in Phase 164 65
    • Umsetzungsphase 2014-2018 » eine Fussgänger-Achse Bahnhofstrasse–Marcelin Chipot Phase 2a: Innovationspark auf dem Areal Bahnhof-See Strasse mit Verbindungen zum Müller-Areal als Rückgrat der Entwicklung; Die Entwicklung des Innovationsparks mit Lern- und Forschungszentrum und Begegnungs- und Besucherzentrum » qualitativ hohe Ausgestaltung und aktive Programmie- sollte schnell an einem idealen Standort starten können. Das rung der Erdgeschoss-Zonen; Areal Bahnhof-See wäre eine exzellente Chance. Tragende » Ausbau der Synergien mit dem Standort der Berner Säulen des neuen Stadtquartiers können das Innovationszen- Fachhochschule; trum und der Standort der Berner Fachhochschule werden. » Typologien eines urbanen Innenstadtquartiers als Die Bestandssituation legt eine logische Entwicklung in Referenz für Gebäude. verschiedenen Etappen nahe. Mit bestimmten Elementen könnte sofort begonnen werden, zum Beispiel mit temporären Phase 2b: Innovationszentrum Müller-Areal (Exemplarisch) Aktivierungen der Freiflächen und Gebäudezwischennut- zungen auf dem Areal. Als Ausgangspunkt für ein Innovationszentrum wird exepm- plarisch ein Standort im Gewerbeareal Müller vorgeschlagen. Die städtebaulichen Eckpfeiler des Nationalen Innovations- Das Müller-Areal ist in vielen Aspekten dem Schnyder-Areal parks Biel/Bienne sind das schrittweise Entwickeln des ähnlich, allerdings ist es noch nicht umgenutzt und viel besser Innovationszentrums am Bahnhof und das Schaffen eines erschlossen. Hier könnte auch das Begegnungs- und Besucher- zusammenhängenden und aktivierten öffentlichen Raumnetz- zentrum als Leuchtturm für den Innovationspark entstehen. werkes (mit Verbindung zum Wasser) sowie die Zwischennut- Gleichzeitig können bestehende Gewerbebauten mit guten zungsstrategien zur Aktivierung von temporär freien Flächen Nutzungskonditionen für Start-ups, Werkstätten oder KMUs und Gebäuden im Zentrum von Biel. die Ansiedelung im Netzwerk des Innovationsparks erleich- Wichtige Bestandteile der Entwicklung in Phase 2a sind unter Struktur der Entwicklung in Phase 2 tern. Parallel sollten Zwischennutzungs- und Bewirtschaf- anderem: tungskonzepte für die Frei- und Brachflächen des Areals » Zwischennutzungskonzept für zeitweise freie Parzellen Bahnhof-See entwickelt werden. und Gebäude; » kurzfristige Entwicklung des Begegnungs- und Besucher- zentrums als «Leuchtturm» für den Innovationspark; » Vernetzung des zentralen öffentlichen Raumes (Grün- raum-, Strassen- und Wegenetz) mit den neuen und bestehenden Programmen und Baufeldern; Das Begegnungs- und Besucherzentrum aktiviert das öffentliche Freiraumnetz Räumliche Aktivierungen und Interventionen in Phase 2a66 67
    • Betriebsphase ab 2019 Phase 3b: Verdichtung Phase 3a: Verdichtung und Erweiterung Ein kontinuierlich vervollständigtes Raumnetzwerk verbindet Im dritten Entwicklungsschritt werden primär die Eckpfeiler den neuen Stanort der Berner Fachhochschulen mit den des Innovationszentrums schrittweise weiterentwickelt. Dies bereits etablierten Nutzungen des Innovationsparks auf dem beinhaltet die weitere Verdichtung des gesamten Quartiers, Müller-Areal und im Stadtzentrum nördlich des Bahnhofs. Vervollständigung des öffentlichen Raumnetzwerkes mit Durch die Weiterentwicklungen der einzelnen Teile erreicht Verbindung zum Wasser sowie die Zwischennutzungsstrate- das Innovationzentrum die kritische Masse an Programmen gien zur Aktivierung von temporär freien Flächen und Gebäu- und Strukturen und entwickelt so die Qualitäten eines den im Stadtzentrum. urbanen innerstädtischen Stadtquartiers. » Weitere neue Gebäude als Erweiterungen und Aufsto- ckungen benötigen Typologien eines urbanen Innenstadt- Aktivierungen und Interventionen in Phase 3a quartiers; » Programmatische und bauliche Verdichtung des Areals » Qualitativ hohe Ausgestaltung und aktive Programmie- Bahnhof-See und Integration der neuen Fachhochschule rung der Erdgeschoss-Zonen; als «innerstädtischen Standort»: Er ist durch das öffent- liche Raumnetzwerk perfekt verbunden und funktioniert » Weiterentwicklung des Images und Kommunikation von gleichzeitig als wichtiger Motor für die Urbanität im Biel als Innovationsstadt. neuen Quartier; » Vervollständigen des öffentlichen Raumnetzwerkes (Grünraum-, Strassen- und Wegenetz); » Zwischennutzungskonzepte für zeitweise freie Parzellen und Gebäude; Programmatische und räumliche Entwicklung des Müller-Areals in Phase 2b Struktur der Entwicklung in Phase 368 69
    • Räumliche Aktivierungen und Interventionen in Phase 3a Programmatische und räumliche Entwicklung des Müller-Areals in Phase 370 71
    • Weitere Entwicklungsschritte » Kein tabula rasa, sondern ein organisches Wachstum Strategische Entwicklungsschritte Bei der Entwicklung der Arealsstruktur des Rangier- und Der Bau des Nationalen Innovationsparks Biel/Bienne ist ein unter Beibehalt von gewachsenen Strukturen und Der Bau des nationalen Innovationsparks in Biel ist ein Güterbahnhofs soll das Konzept des „Betriebes der Zukunft“, Entwicklungsprozess, bei dem viele Akteure über eine längere Gebäuden; Entwicklungsprozess, bei dem viele Akteure über eine längere d.h. die Logik einer flexiblen, multifunktionalen und Zeit auf Grundlage eines strategischen Planes eine starke » Nutzungsflexible Baufelder/Gebäudestruktur; Zeit auf Grundlage eines strategischen Planes eine starke anpassbaren Gebäudestruktur die Grundlage bilden. Um auf inhaltliche und städtebauliche Vision verfolgen und umsetzen. inhaltli-che und städtebauliche Vision verfolgen und umset- Firmenveränderungen reagieren zu können, müssen gewisse » Erweiterbares/anpassbares Infrastrukturkonzept (Medien, Zusammen mit dem Projekt sollen deshalb zeitnah zukünftige zen. Zusammen mit dem Projekt sollen deshalb zeitnah strukturelle Vorgaben eingehalten werden. Diese Logik setzt Administration etc.); open-ended Weiterentwicklungen der Stadt Biel initiiert zukünftige open-ended Weiterentwicklungen der Stadt Biel sich fort in der Struktur des gesamten Areals und wird zudem » Klares Verkehrskonzept, Trennung von Personen- und kombiniert mit weiteren strategischen und qualitativen werden. initiiert werden. Ein mögliches und von den Autoren favori- Materialverkehr (Logistik); Entwicklungskriterien. Der Güterbahnhof SBB ist eine mittel- bis langfristige siertes räumliches Entwicklungsszenario wird wei-ter unten » Zonendefinition (Hierarchie): Kernzonen, Baufelder, im Teil Realisierungsetappen vorgestellt. Landreserve für die Stadtentwicklung. Auch die Entwicklung Sonderzonen. dieses Areals sollte auf den bestehenden Strukturen aufbauen Der SBB Rangier- und Güterbahnhof ist eine mittel- bis und versuchen, diese in die schrittweise Entwicklung zu langfristige Landreserve für die Stadtentwicklung. Auch die integrieren, um möglichst grosse Synergien zu erzeugen. Mit Entwicklung dieses Areals sollte auf den bestehenden Vorteil wird eine städtebauliche Entwicklung des Areals an Strukturen aufbauen und versuchen, diese in die schrittweise den Rändern begonnen. Entwicklung zu integrieren, um möglichst grosse Synergien Bei der Entwicklung der Arealsstruktur des Güterbahnhofs zu erzeugen. Mit Vorteil wird eine städtebauliche Entwick- SBB soll das Konzept des «Betriebes der Zukunft», d.h. die lung des Areals an den Rändern begonnen. Fazit der städtebaulichen Anaylse Logik einer flexiblen, multifunktionalen und anpassbaren Gebäudestruktur die Grundlage bilden. Um auf Firmenverän- derungen reagieren zu können, müssen gewisse strukturelle Vorgaben eingehalten werden. Diese Logik setzt sich fort in der Struktur des gesamten Areals und wird zudem kombiniert mit weiteren strategischen und qualitativen Entwicklungskri- terien. Dabei soll von folgenden Planungsgrundsätzen ausgegangen werden: » Planung von Innen nach Aussen, vom Basismodul der Halle als Keimzelle bis zum Gesamtbebauungsplan; Areal Güterbahnhof SBB: Entwicklungsstruktur, Erschliessung, Freiräume, Baufelder » Das Konzept muss bereits von der ersten Bauetappe an funktionieren können; Schema für ein Infrastrukturkonzept: Administration, Medienversorgung, Verkehr72 73
    • Fazit städtebauliche Analyse » Der Nationale Innovationspark Biel/Bienne erstreckt sich über das ganze Stadtgebiet von Biel. » Die Bausteine des Innovationsparks spannen ein öffent- liches Raumnetzwerk auf und funktionieren als Bindeglied zu anderen Programmen. » Der Nukleus des Innovationsparks ist das Innovationszen- trum, ein sich schrittweise entwickelnder Cluster, in dem auch das Parkmanagement angesiedelt ist. » Der Cluster des Innovationszentrums muss sich in der Nähe der Berner Fachhochschule im Gebiet Bahnhof-See befinden. » Die schrittweise Integration von neuen und etablierten Programmen und Strukturen schafft Synergien insbeson- dere mit Blick auf die Umsetzbarkeit und die Atmosphäre (den Groove). » Die Entwicklung des Innovationsparks ist ein wichtiger Motor für die Stadtentwicklung von Biel. » Eine Koexistenz von fixen und provisorischen (beweg- lichen) Programmen und Gebäudestrukturen wird angestrebt. » Die Entwicklung des Innovationsparks ist ein Mehr-Ge- nerationenprojekt und also open-ended. Mögliche Entwicklungen auf dem Areal Güterbahnhof SBB, frühe Phase Festlegung Hallenstruktur / Basismodul, Flexibilitäts- u. Wandelbarkeitsgrad. Höhenmodul, etc.74 75
    • Organisation der Startphase Die Task Force würde während der Startphase (Phase 1 gemäss Roadmap) die Geschäfte führen. Die Leitung dieser Task Force ist noch zu entscheiden. Nach der Gründung der ¬ Da die Stiftung Forschung Schweiz erst nach dem Stiftung Forschung Schweiz soll das Parkmanagement an Entscheid der eidgenössischen Räte über das Forschungs- die Stiftung übergehen, um die nationale Verankerung der und Innovationsförderungsgesetz (FIFG) überhaupt Tätigkeit sicherzustellen. gegründet werden und damit als Trägerschaft des nationalen Die Leitung dieser Task Force ist noch zu entscheiden. Innovationsparks vermutlich erst nach 2013 auftreten kann, Zur weiteren Abstützung der Idee des Nationalen Innova- wird vorgeschlagen, unter dem Dach des Vereins Machbar- tionsparks Biel/Bienne wird empfohlen, ein strategisches keit Stiftung Forschung Schweiz eine Task Force zu Fördergremium mit Persönlichkeiten aus Wirtschaft, beauftragen. Ihre Hauptaufgabe wäre es, die Idee des Wissenschaft und Verwaltung zu gründen. Damit können Standortes Biel/Bienne weiterzutragen und die Idee des potentielle Stakeholder ihre Interessen in diesem Rahmen nationalen Innovationsparks bei der Formulierung des koordinieren. Masterplans zu vertreten. Eine weitere wichtige Aufgabe der Task Force ist die Pflege und Weiterentwicklung des im Rahmen der Erarbeitung der Studie aufgebauten Netzwerks. Firmen Cluster Schulen Universi- EMPA täten KTI, SNF For- schungs- institute Nationaler innoBE CSEM Innovationspark Biel/Bienne Kantone STI (Management) Öffentliche SFS Hand Düben- dorf Unterneh- Neode mensbe- Franche ratung Comté Nationaler Innovationspark Biel/Bienne: Übersicht über die Areale und Elemente Netzwerk der bereits gepflegten Kontakte76 77
    • Finanzierung ¬ Die Realisierung der Hauptelemente des Nationalen Die Finanzierung dieser Plattform setzt dabei ein gemein- Innovationsparks Biel/Bienne, das heisst sames Handeln des Kantons Bern und der Stiftung For- Verein Machbarkeit Stiftung Forschung Schweiz » Innovationszentrum schung Schweiz als der Trägerschaft für die involvierten » Lern- und Forschungszentrum Institutionen voraus. Das wird durch die Verflechtungen in Grundlage: Statuten Verein Machbarkeit Aktive Organisation zur Förderung » Begegnungs- und Besucherzentrum der Leitung und der Finanzierung der Investitionen und des Stiftung Forschung Schweiz Gremien/Funktionen der Idee «Nationaler Innovationspark Biel/Bienne» » Parkmanagement Betriebs sichtbar. setzt eine breite Abstützung der Ambition im Kanton Bern, Die Planung des neuen Standorts der Berner Fachhochschule in der Stadt Biel, bei der Berner Fachhochschule und der sowie das Begegnungs- und Besucherzentrum liegt in der Universität Bern, in den Wirtschafts-Cluster, bei privaten Hoheit des Kantons Bern und ist nicht Gegenstand des Unterstützungskomitee Investoren und in der Stiftung Forschung Schweiz voraus. Finanzierungkonzepts. Trotz der zentralen Bedeutung dieser Die Finanzierung der Aktivitäten erfolgt denn auch aus den beiden Elemente für das Gelingen des Projekts Nationaler verschiedensten Quellen: die Berner Fachhochschule und die Innovationspark Biel/Bienne verbietet sich hier eine Aussage da Universität Bern durch den Kanton Bern, das Parkmanage- die grundlegenden politischen Entscheide noch zu fällen sind. Mitglieder Strategisches Fördergremium: ment durch die Stiftung Forschung Schweiz, die Finanzierung Die finanzielle Betrachtung konzentriert sich deshalb auf Sponsorenmitglieder Mögliche Bezeichnungen: von Startups durch den STI und andere Quellen für Gründer- die Elemente: Fördermitglieder · Interessengemeinschaft finanzierung sowie Venture Capital, die Finanzierung von » Parkmanagement Gönnermitglieder · Initiativ- und Unterstützungskomitee Forschungs- und Innovationsprojekten durch SNF und KTI, » Innovationszentrum Mitglieder: Persönlichkeiten aus Wirtschaft, die Finanzierung von Innovationsprojekten durch Firmen, die Wissenschaft und Verwaltungs Finanzierung der Raumkosten durch die Mieter, etc. Budget des Parkmanagements Mitgliederversammlung (ab 2011) Beirat Alle diese Vorgänge sind heute schon aktiv im Gang. Im Die Finanzierung des Parkmanagements erfolgt durch die zu Rahmen des Nationalen Innovationsparks Biel/Bienne gründende Stiftung Forschung Schweiz im Rahmen der sollen sie intensiviert und die gegenseitige Befruchtung Innovationsförderung. Ab 2018, das heisst nach Erreichen des Revisionsstelle verstärkt werden. vollen Ausbaus gemäss dem formulierten Plan, ergeben sich Vorstand NR Ruedi Noser Prof. Dr. Peter Gomez Dr. Thomas von Waldkirch Finanzierung Dr. Fritz Schiesser Bausteine Management Investitionen Betrieb Dr. Elmar Wiederin NR Martin Bäumle Franz Eberhard Lern- und Forschungszentrum Kanton Bern Geschäftsführung Marc Thalmann Direktion Berner Kanton Bern Fachhochschule Task Force Task Force Raumplanerische Rahmenbedingungen Nationaler Innovationspark Biel/Bienne Begegnungs- und Kanton Bern, Donatoren Dübendorf Leitung: zu definieren Besucherzentrum oder Sponsoren Stiftung Forschung Schweiz Leiter: Franz Eberhard Innovationsförderung Parkmanagement Innovationszentrum Immobilieninvestoren Mieter/Nutzer Facility Management Organisation Task Force für die Startphase des Nationalen Innovationsparks Biel/Bienne Verflechtungen beim Management und der Finanzierung im Nationalen Innovationspark Biel/Bienne78 79
    • Bewertung folgende geschätzte Kosten für das Management des Nationalen Der Schweizer Immobilienwert, 2005, Seite 688, der den Die folgende Tabelle zeigt die Einschätzung der Autoren bezüglich möglicher Interessen verschiedener Innovationsparks Biel/Bienne: Kostensatz typischer Bauten im Hochbau (Preisbasis 2004) für Stakeholder an den einzelnen Leistungen des Nationalen Innovationsparks Biel/Bienne. Bürobauten mit 2’400 Fr./m2 ansetzt. Im Wert von 2’550 Fr./m2 Budget Parkmanagement ist noch eine Teuerung seit 2004 von ca. 6% eingerechnet). 3 Vollzeit-Stellen für Interessenten Mögliche Sichtweisen Interesse an den einzelnen Leistungen Finanzierung des Innovationszentrums Strategieentwicklung und -umsetzung Spin-off- Innovations- Living Platz für Labordienst- 1. Flächen Park zellen Labs Firmen leistungen Kommunikation Nutzfläche 5000 m2 Betreuung Firmen im Park Grossunternehmen vor Ort · Weniger Interesse am Park als -- -- -- -- -- Bruttogeschossfläche Hauptnutzung 5750 m2 solches («Wir machen das selber») Personalbudget 600’000 Fr. p.a. · Grosses Interesse, dass die Berner Nebenflächen 500 m2 Sachkosten Fachhochschule und die Total Geschossfläche 6250 m2 Universität Bern gute Leute Kommunikation 100’000 Fr. p.a. in Biel auf den Arbeitsmarkt bringen Nutzungsziffer 1.5 Übrige 50’000 Fr. p.a. Grundfläche 4167 m2 Grossunternehmen · Interessen an ausgewählten -- XX XX -- -- Reserven 250’000 Fr. p. a. allgemein Kooperationsmöglichkeiten 2. Mietzins, Baurechtszins Total 1’000’000 Fr. p.a. Mietzins (ohne Nebenkosten) 190.00 Fr./m2 Unternehmen aus der · Gutes Angebot an Labors - -- XX -- XX Baurechtszins Region · Interessante Veranstaltungen Diese Kosten werden von der Stiftung Forschung Schweiz » Grundstückspreis 600.00 Fr./m2 · Gute Ansprechpersonen unter dem Titel Innovationsförderung getragen. » Verzinsung 3.00% Investition in das Innovationszentrum » Baurechtszins pro Jahr 75000 Fr. Auswärtige Unternehmen · Attraktives Umfeld, Nähe und -- XX X XX X mit Interesse an einem Zugang zur Berner Fachhochschule Das Innovationszentrum soll nach Plan ab 2016 gebaut und » Baurechtszins pro m2 15.00 Fr./m2 Standort in der Schweiz und zur Universität Bern in 2018 in Betrieb genommen werden. Der Vorschlag beruht bzw. in der Region Biel Mietzins ./. Baurechtszins 175.00 Fr./m2 auf einer Finanzierung durch einen privaten Immobilienin- vestor, wobei die Stiftung Forschung Schweiz als Partner 3. Mieteinnahmen pro Jahr (ohne Baurechtszins) 875000 Fr. Jungunternehmer · Interesse am Park als «Heimat», XXX -- X -- XXX auftritt. Zwischen der Stiftung und dem Investor müssen 4. Kapitalverzinsung 5.50% inspirierendes Umfeld der Standort, die architektonischen Vorgaben, der Ausbau- 5. Maximale Investitionssumme bei 5000 m2 Nutzfläche ohne standard sowie die Raummiete festgelegt werden. individuellen Mieterausbau Für die (statische) Investitionsrechung sind die folgenden Berner Fachhochschule · Teil des nationalen Innovations- XX -- XX -- XXX Maximale Investitionssumme total 16000000 Fr. und Universität Bern parks zu sein, kann zum Allein- Annahmen getroffen worden: stellungsmerkmal (USP) werden Maximale Investitionssumme pro m2 2550 Fr. » Nutzfläche gemäss Konzept: 5’000m 2 · Diese Nachbarschaft macht die » Geschossfläche mit Faktor 1,25 gerechnet Berner Hochschulen in Biel attraktiv für Studenten und für Unternehmen, » Mietzins (ohne Nebenkosten und individuellem Nach Ansicht der Autoren ist damit die Aussage erlaubt, dass welche an den Berner Fachhoch- Mieterausbau): 190 Fr./m 2. (Gemäss Immo-Monitoring eine private Finanzierung des Innovationszentrums aus schulen in Biel Labors nutzen oder 2010 von Wüest & Partner, Preise für Büroflächen in heutiger Sicht möglich ist. Veranstaltungen besuchen den Gross- und Mittelzentren, Seite 166, liegen die Eine ausführlichere Rechnung setzt voraus, dass das Projekt teuren Objekte bei 210 Fr./m 2 Nutzfläche und Jahr. Der wesentlich detaillierter ausgearbeitet vorliegen würde. Eine · Ein weiterer Leuchtturm mit Stadt Biel (Ist am Erfolg der Firmen interessiert) Preis für Medianobjekte liegt bei 150 Fr./m 2). Entscheidung über den endgültigen Standort, ob ein Ausstrahlung und Anziehungskraft » Baurechtszins: Angaben der Stadt Biel für die Zone Neubau oder die angestrebte Umnutzung bestehender Bahnhof-See. Liegenschaften realisiert werden soll etc. kann nur im Kanton Bern · Ein weiterer Leuchtturm mit Die maximale Investitionssumme beträgt damit ca. 16 Mio. Rahmen eines Masterplans unter Beteiligung aller Entschei- Ausstrahlung und Anziehungskraft (Ist am Erfolg der Firmen interessiert) Franken oder 2’550 Fr./m 2 Geschossfläche ohne Mieteraus- dungsträger gefällt werden. Dieser ist aber zurzeit noch bau (Dieser Wert entspricht der Angabe in Kaspar Fierz, ausstehend.80 81
    • Erfolgsfaktoren und Machbarkeit Erfolgsfaktoren Beurteilung der Machbarkeit Alternativen des Kantons Bern bezüglich Standort der Berner Fachhochschule ¬ Das in dieser Studie erstellte Konzept für einen Natio- ¬ Die Machbarkeit eines Innovationszentrums unter dem Dach nalen Innovationspark Biel/Bienne weist eine Reihe von des Nationalen Innovationsparks Biel/Bienne ist nach Ansicht Konzen- Stand wie heute Die Berner Fachhochschule verlässt Biel Erfolgsfaktoren für das Vorhaben aus. Im Zentrum steht die der Autoren mit einer privaten Finanzierung des Innovations- tration (Teile BFH TI in Biel) Partnerschaft zwischen dem Kanton Bern, der Stadt Biel zentrums möglich. Dabei muss allerdings berücksichtigt BFH in und der Stiftung Forschung Schweiz. Im Einzelnen sind das: werden, dass die Attraktivität einer solchen Investition davon Biel abhängt, dass im Vorfeld wichtige Entscheidungen getroffen Zentraler Standort mit Landreserven werden, die das Projekt als Ganzes überhaupt ermöglichen. » Der Nationale Innovationspark Biel/Bienne braucht die Die Prämissen für eine private Finanzierung des Innovations- Auswirkungen auf den Bau eines Nationalen Innovationsparks Biel/Bienne Berner Fachhochschule und die Universität Bern als zentrums in Biel sind die folgenden: Partner und Nachbar. Weiterführung des » Der Nukleus des Innovationsparks funktioniert nur an Durch den Kanton Bern: Spin-off-Park Gemäss bestehenden Weiterführung des bestehenden einem zentralen Standort (Bahnhof-See). » Beschluss, im Rahmen der vorgeschlagenen Konzen- Plan Gründerzentrums Gründerzentrums prüfen » Das Areal des Güterbahnhofs SBB und gegebenenfalls tration der Berner Fachhochschulen den Standort für die das Areal Bözingenfeld-West stellen Landreserven dar Berner Fachhochschule (inkl. Innovationsmanagement) und sollen mittelfristig als Werkzone für produzierende in Biel zu sichern. Betriebe und/oder der Erweiterung der Forschungs- und » Klares Bekenntnis zum Nationalen Innovationspark Innovationszellen Gemäss Aufbau in der Verantwortung Attraktivität von Biel ist sehr beschränkt Entwicklungsfazilitäten dienen. Biel/Bienne. Plan der Wirtschaftsförderung Das Ziel ist dabei die Stärkung der Berner Lehr- und möglich Klare strategische Ausrichtung Forschungseinrichtungen im nationalen Wettbewerb. » Mix aus neuen und etablierten Firmen. Gleichzeitig ist damit auch eine Förderung der regionalen Living Labs Gemäss Aufbau in der Verantwortung -- » Bekanntheit als Ort, wo Collaborative Innovation Wirtschaft verbunden. Plan der Berner Fachhochschule gelebt wird. und/oder der EHSM möglich Durch die Stiftung Forschung Schweiz: Breit abgestützte Trägerschaft für die Ambition und » Entscheid, im Rahmen einer Standortwahl die Stadt Biel weites Netzwerk zu einem Standort des Nationalen Innovationsparks zu Zugang zu Labor- Gemäss Aufbau in der Verantwortung -- » Ambition getragen durch die Stiftung Forschung Schweiz, machen (neben anderen Standorten, z.B. Dübendorf). dienstleistungen Plan der Berner Fachhochschule den Kanton Bern, die Stadt Biel, die Wirtschaftscluster Das Ziel ist dabei eine optimale Verwendung der Mittel im möglich und die privaten Investoren, die sich am Park beteiligen Sinne des Stiftungszwecks, d.h. Förderung der Forschung wollen. und Innovation in der gesamten Schweiz. Platz für Firmen Gemäss Weiterführung durch Weiterführung durch Wirtschaftsförderung Plan Wirtschaftsförderung des des Kantons Bern Starkes Parkmanagement Im Rahmen der Studie haben die Autoren zu zeigen Kantons Bern » Entscheidungsfreiheit und -kompetenz im Rahmen von versucht, dass unter den oben genannten Prämissen vorgegebenen Zielen. » Biel der richtige Standort für einen nationalen Begegnungs- und Gemäss -- » Intelligente Lösungen in Bezug auf Städtebau und Innovationspark ist; Besucherzentrum Plan -- Architektur. » In Biel und der Region ein Interesse an einem solchen Gemäss » Gemeinsamer Masterplan von Stadt Biel, Berner Projekt besteht und eine für das langfristige Überleben Parkmanagement Plan -- -- Fachhochschule, Universität Bern und dem Verein kritische Grösse erreicht werden kann; Machbarkeit Stiftung Forschung Schweiz. » ein Nationaler Innovationspark Biel/Bienne das Beziehung zur Enge Keine Basis für eine Zusammenarbeit » Koordination und Synergien mit den anderen Standor- Potential für eine Stärkung der regionalen Wirtschaft Stiftung Zusammen- Zusammenarbeit auf Basis ten des nationalen Innovationsparks. hat und auch auf nationaler Ebene einen substanziellen Forschung arbeit von einzelnen Projekten Beitrag zur Innovationsförderung leisten kann. Schweiz82 83
    • Dokumente und Quellen Abkürzungsverzeichnis Postulat «Gründung einer Stiftung Forschung Schweiz» Bericht Innovation im Kanton Bern, Bericht der Strate- Organisationen der FDP-Fraktion (eingereicht am 15. März 2006) giegruppe Innovation des Kantons Bern (27. April 2009) Machbarkeitsstudie Innovationspark Raron-Turtmann Beco Wachstumsstrategie Version 2007, Bericht des Regie- (Juni 2009) Wirtschaftsförderung des Kantons Bern rungsrates des Kantons Bern an den Grossen Rat (4. April 2007) Medienorientierung zum Flugplatzareal Dübendorf: BFH Erste Ergebnisse der Testplanung, Medienorientierung Berner Fachhochschule Motion «Einrichtung eines Parc d’innovation suisse» der von Regierungsrat Markus Kägi, Baudirektion Kanton FDP-Fraktion (eingereicht am 19. Juli 2007) Zürich (8. Juni 2009) BFH TI Berner Fachhochschule Technik und Informatik Verein Machbarkeit Stiftung Forschung Schweiz, Vorabklärung Swiss Innovation Park/Ergänzungsstand- Machbarkeitsstudie für einen nationalen Innovations- ort Bern an die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons INTERREG IV park (September 2007) Bern (31. Juli 2009) Programme de coopération territoriale européenne France-Suisse 2007–2013 République et canton de Neuchâtel, Département de Medienmitteilung des Regierungsrates des Kantons l’économie (2007). Programme de mise en œuvre de la Bern, Berner Fachhochschule: Regierungsrat befürwortet InnoBE loi fédérale sur la politique régionale pour la période Konzentration auf wenige Standorte (22. Oktober 2009) Zentrale Anlaufstelle für den Wissens- und Technologie- 2008–2011, volets intercantonal et cantonal (2007) transfer im Kanton Bern Innovationssystem Schweiz: Eine Bestandesaufnahme Bericht des Bundesrates «Zur Gründung einer Stiftung 2009, SWTR (November 2009) KTI Forschung Schweiz» in Beantwortung des Postulates Kommission für Technologie und Innovation, Förder- vom 15. März 2006 (veröffentlicht am 14. März 2008) Bericht Bedarfsabklärung & erste Ideen zur Grobkon- agentur für Innovation des Bundes zeption für das Projekt Swiss Innovation Park Biel/ Verein Machbarkeit Stiftung Forschung Schweiz, Bienne an die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons MIV Statusbericht und Vertiefungsstudie für einen natio- Bern und den Verein Machbarkeit Stiftung Forschung Motorisierter Individualverkehr nalen Innovationspark (Oktober 2008) Schweiz (23. Dezember 2009) MINNOVARC Schreiben von Regierungsrat Andreas Rickenbacher an Neun Empfehlungen zur Förderung der Innovation in der Microtechniques INNOVation ARC jurassien den Verein Machbarkeit Stiftung Forschung Schweiz Schweiz, SWTR (Schrift 3/2009) (NR Ruedi Noser), inkl. Präsentation und Standortvor- SFS schlag Kanton Bern (19. März 2009) Entwurf des Bundesgesetzes über die Förderung der Stiftung Forschung Schweiz Forschung und Innovation (Forschungs- und Innovati- Eingabe der Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Bern onsförderungsgesetz FIFG, (Vernehmlassungsfrist vom SIP für einen Ergänzungsstandort zum Projekt «Swiss 28. Oktober 2009 bis 28. Februar 2010) Swiss Innovation Park, geplante Marke zur internationalen Innovation Park» in Zürich/Dübendorf (19. März 2009) Positionierung des Nationalen Innovationsparks Totalrevision des Bundesgesetzes über die Förderung Schreiben des Vereins Machbarkeit Stiftung Forschung der Forschung und Innovation (FIFG) – Ergebnisbericht SNF Schweiz (NR Ruedi Noser) an Regierungsrat Andreas der Vernehmlassung (1. September 2010) Schweizerischer Nationalfonds Rickenbacher (4. April 2009) Peter A. Gloor, Swarm Creativity - Competitive Advan- STI Schreiben von Regierungsrat Andreas Rickenbacher an tage through Collaborative Innovation Networks, Stiftung für technologische Innovation den Verein Machbarkeit Stiftung Forschung Schweiz New York 2006 (NR Ruedi Noser) (27. April 2009) SWTR «Eine Stadt bricht auf – Wie Biel sich am eigenen Schopf Schweizerischer Wissenschafts- und Technologierat aus dem Sumpf zieht», in Beilage zu Hochparterre Nr. 3/2010 WTT84 Wissens- und Technologietransfer 85
    • Interviewpartner Im Rahmen der Bedarfsabklärung (Juli–Dezember 2009): • Marcel Aeschlimann, Creaholic AG, Biel • Marco Avenati, Pascal Bratschi, Carole Decosterd, François Paschoud et Alberto Tellan, Membres de la Direction, Manufacture des Montres ROLEX SA, Biel • Markus Binggeli, Filialleiter innoBE, Thun • Albert Birkicht, Managing Director Harting AG, Biel • Dr. Christian Bock, Direktor Bundesamt für Metrologie METAS, Bern-Wabern • Samuel Estoppey, Geschäftsführer Estoppey-Reber S.A., Aegerten / Vizepräsident HIV Biel-Seeland • Prof. Thomas Feurer, Universität Bern • Stefan Gassmann, Geschäftsführer Präzisionscluster, Biel • Michael Hauser, CEO GF Agie Charmilles, Meyrin und Nidau • Christian Hirsig, CEO Atizo AG, Bern • Daniel Lack, Generalsekretär ASCOM Group, Dübendorf • Freddy Lei, CEO Cendres & Métaux, Präsident Präzisionscluster, Biel • Stefan Linder, CEO Swiss Economic Forum, Thun • Frank Meier, Leiter Anlaufstelle, Wirtschaftsförderung Region Bern, Bern • Peter Michel, Geschäftsführer innoBE, Bern • Daniel Odermatt, Verwaltungsdirektor Universität Bern • Dr. Hanspeter Rentsch, Mitglied der Konzernleitung Swatch Group AG, Biel • Dr. Lukas Rohr, Direktor Berner Fachhochschule Technik und Informatik, Bern • Alain Rollier, Member of the Board, Executive VP Sales & Marketing AXSionics AG, Biel • Thierry Sperisen, Manager Intellectual Property Management CEMEX Research Group AG, Brügg • Nicola Thibaudeau, CEO MPS Micro Precision Systems AG, Biel • Frank Ziemer, CEO Ziemer Group, Port Impressum Im Rahmen der Erstellung der Machbarkeitsstudie (Januar–Juli 2010): Auftraggeber und Herausgeber • Dr. Urs Bolz, Bolz+Partner GmbH, Bern Verein Machbarkeit Stiftung Forschung Schweiz • Peter Brunner, Head Innovation Synthes AG, Langendorf Feldbachstrasse 80, 8634 Hombrechtikon • Prof. Dr. A. Dommann, Centre Suisse dElectronique et Microtechnique SA (CSEM), Neuchâtel Telefon: 055 254 51 51, Fax: 055 254 51 02 • Romain Duriez, Directeur CFSI (Chambre France-Suisse pour le commerce et lindustrie), Genève E-Mail: thalmann@stiftung-forschung-schweiz.ch • Mireille Gasser, Secrétaire générale arcjurassien.ch, La Chaux-de-Fonds www.stiftung-forschung-schweiz.ch • Denis Grisel, Leiter Wirtschaftsförderung Kanton Bern, Bern • Rudolf Holzer, Leiter Immobilien Development Mitte Süd SBB, Olten mitfinanziert durch • Dr. Georges Kotrotsios, Centre Suisse dElectronique et Microtechnique SA (CSEM), Neuchâtel • Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Bern • Dr. Etienne Maillefer, Promotion économique du canton de Berne, représentant du canton de Berne chez • Stadt Biel MINNOVARC, Bienne • Cécile Mascaro, Chef de projet CCI (Chambre de Commerce et d’Industrie International Doubs Jura Autorenteam Haute-Saône), Montbéliard Hannes Treier (Projektleitung), Kurt Weber, Christoph Ditzler, Lea Meister, reflecta ag • Prof. Dr. Heike Mayer, Geographisches Institut, Universität Bern Marc Thalmann, Verein Machbarkeit Stiftung Forschung Schweiz, Hombrechtikon • Peter Moser, Unternehmer und Grossrat, Biel Prof. Kees Christiaanse, ETH, Zürich • Prof. Dr. Lutz Nolte, Director ARTORG Center for Biomedical Engineering Research, Universität Bern Nicolas Kretschmann, ETH/Bezzola Kretschmann Architektur Städtebau, Zürich • Alexandre Remy, Directeur CCI (Chambre de Commerce et d’Industrie International Doubs Jura Haute-Saône), Besançon Jasper Bouwsma, Vujadé Ltd., Bern • Dr. Pierre Rossel, Senior Scientific Fellow - Deputy Dean EPFL et responsable pour MINNOVARC, Lausanne Prof. Daniel Huber, Berner Fachhochschule, Bern • Bärbel Selm, Leiterin Wissens- und Technologietransfer Berner Fachhochschule Technik und Informatik, Biel Martin Steinmann, Firmament AG, Bern • Christina Taylor, Head of Brand Experience Swisscom Schweiz AG, Bern Diego Lechmann, IE Engineering Group, Zürich • Sybille Thomke, Architektin SPAX Strategische Planung + Architektur, Biel / Präsidentin Wirtschaftskammer Anita Gut, cR Kommunikation AG, Küsnacht Biel-Seeland, Biel86 87
    • Mitglieder Sounding Board (24. April 2010 und/oder 1. Juli 2010) • Marcel Aeschlimann, Creaholic AG, Biel • Prof. Dr. Artur Baldauf, Department of Management, Universität Bern • Manfred Böbner, Wirtschaftsförderung Kanton Bern • Prof. Dr. Roman Boutellier, Vizepräsident ETH Zürich • Pierre-Olivier Chave, CEO PX Group, La-Chaux-de-Fonds • Jean-Pierre Dan, Centre Suisse dElectronique et Microtechnique SA (CSEM), Neuchâtel • Peter Frei, Die Post, Leiter PostLab, Bern • Stefan Gassman, Geschäftsführer Präzisionscluster, Biel • Thomas Gfeller, Leiter Stadtmarketing Stadt Biel • Dr. Rolf Hügli, Geschäftsführer Schweizerische Akademie der Technischen Wissenschaften SATW, Zürich • Mario Jenni, Managing Director BIO-TECHNOPARK, Schlieren • André Klopfenstein, Creaholic AG, Biel • François Kuonen, Stadtplaner Stadt Biel • Giorgio Macchi, Kantonsbaumeister Kanton Bern • Markus Mettler, CEO Brainstore, Biel • Dr. Lukas Rohr, Direktor Berner Fachhochschule Technik und Informatik, Biel • Florence Schmoll, Stadtplanung Stadt Biel Stand: 27.09.2010 • Adrian Studer, Leiter Beco Kanton Bern88