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Personenzentrierte medienpäd. ffm 5.5.2011
 

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  • „Bildung braucht Persönlichkeit“ – so lautet nicht von Ungefähr der Titel des neuen Buches von Gerhard Roth, der eine Bilanz der Hirnforschung zieht und zeigen möchte „Wie Lernen gelingt“. Er bestätigt damit unser Konzept der „Positiven Pädagogik“ (Burow 2011 – Beltz-Verlag und den Ansatz einer personenzentrierten Medienpädagogik. In unserem Workshop möchten wir anknüpfend an eine Einführung ins Thema gemeinsam herausarbeiten, wie der mediengerechte Lernort der Zukunft aussieht, welche Anforderungen sich für Medienpädagogen ergeben und wie eine zeitgemäße Didaktik aussehen könnte.
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    Personenzentrierte medienpäd. ffm 5.5.2011 Personenzentrierte medienpäd. ffm 5.5.2011 Presentation Transcript

    • Kreativität durch Kompetenzorientierung? Perspektiven einer personenzentrierten Medienpädagogik AFL-FFM 5.5.2011 Infos & downloads: www.olaf-axel-burow.de www.art-coaching.org Prof.Dr. Olaf-Axel Burow Dr. i.s. Stephan Bornemann Joachim Eisenträger
      • I
      • Vom Klassenraum zum Cyberspace Die Evolution des Lernraums als drittem Pädagogen
      • II
      • Motivation 3.0
      • Was uns wirklich antreibt
      • III
      • Medienbildung braucht Persönlichkeit
    • I Vom Klassenraum zum Cyberspace Die Evolution des Lernraums als drittem Pädagogen
    • Die Wiederentdeckung des Raumes als kulturelle Größe
      • Als topologische Wende (auch topische Wende; englisch: spatial turn ) wird seit Ende der 1980er-Jahre ein Paradigmenwechsel in den Kultur- und Sozialwissen-schaften bezeichnet, der den Raum bzw. den geographischen Raum als kulturelle Größe wieder wahrnimmt.
      • Paradigmenwechsel insofern, als nicht mehr die Zeit im Mittelpunkt steht, sondern die Wirkungen des gestalteten Raumes untersucht werden.
      • Der Raum ist nicht einfach Gefäß, sondern Ausdruck kultureller Gestaltung und spiegelt gesell-schaftliche Herrschaftsverhältnisse, Erziehungsvorstellungen, ästhetische Bedürfnisse etc. wider.
      • Wir erleben zur Zeit einen rasanten Wandel der Vorstellungen:
      • Büromöbelhersteller sprechen von der „dritten Intelligenz“
      • In der Pädagogik spricht man im Anschluss an Malaguzzi (Reggio-Pädagogik) vom Raum als dritten Pädagogen.
      • Was bedeutet das in Zeiten des Internets?
    • Schnee von gestern?
      • „ Die heutige Schule ist in ihrer Struktur, in ihrem Aussehen und in ihrer Dynamik eine Erfindung der Nationalstaaten des 19. Jahrhunderts.“
      • Jürgen Oelkers (2009)
      • Diese Raumgestaltung ist doch längst überholt! Oder...?
      Schulsaal um 1900 in einer kleinen Dorfschule. Hinter dem Katheter, dem erhöht stehenden Pult, nahm der Lehrer Platz um seine Schüler zu über- wachen. „ Tatzenstecken“, die körperliche Züchtigung Gehörte zu den legitimen Machtmittel des Lehrers.
    • Wie Lehrer/innen sich das das ideale Klassenzimmer vorstellen
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    • 100 Jahre später...
      • Und die Lehrerbildung?
      • Moderner Hörsaal...
      • In den meisten Schulen und Universitäten dominiert der lehrergesteuerte Frontalunterricht.
      • Welche Wirkungen hat diese traditionelle Raumchoreographie?
      • Allerdings wird die Wandtafel schrittweise ersetzt durch Whiteboards und Beamer.
      • Wie ändert sich dadurch die Lehr-/Lernkultur?
      • Wird das Lernen dadurch „schülergemäßer“, lebendiger, effektiver?
    • Innovativer Schulraum schon im Mittelalter?
      • Vom Mittelalter bis zur frühen Neuzeit wird unter der Bezeichnung „Schulhaus“ das Haus des Schulmeisters verstanden, in dem eben auch Unterricht stattfindet. Das „Schule halten“ erfolgt in der Wohnstube des Schulmeisters und in dessen allgemeines Haus-wesen eingebunden.
      • Bei den Klosterschule dominieren Abbildungen die den Schulmeister in Kathetra und mit Rute zeigen und sein Lehr- und Sanktionsprimat belegen.
      • Im späten Mittelalter kommen zwei neue Schulraumtypen hinzu:
      • Die kirchliche Kloster-, Stifts-, bzw. Domschule und die weltliche Rechenmeisterschule.
      • „ Während Domschüler auf langen Bänken in fester Ordnung sitzen oder in Reihen vor dem auf dem Lehrstuhl sitzenden Schulmeister stehen, sitzen die Ss in der spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Rechenmeister-schule um einen Tisch, auf dem ihnen mittels Rechenbrett und Rechen-pfennigen eigenständige und selbst-kontrollierbare Lösungsversuche ermöglicht werden.“
      • (Göhlich 2009, S.93)
    • Der Raum erzieht
      • Anders als in den Klosterschulen ist in den Rechenmeisterschulen der Meister kaum hervorge-hoben .
      • Zusammen mit der innerräumlichen Gestaltung wird der Selbstwert des Kaufmannssohnes hier gestärkt.
      • Anders als die RMS sind die Schulen der damaligen Zeit kaum mit Tischen ausgestattet. Es gibt vielmehr Sitz- als Tischplätze, weil dort hauptsächlich gehört, gelesen und rezitiert, weniger geschrieben und noch weniger gerechnet wird.
      • Welche Funktion haben die unterschiedlichen Raumgestalten?
      • „ Die unterschiedlichen Raumge-stalten verkörpern unterschiedliche Bilder vom Menschen:
      • Domschüler werden auf orthodoxe Lehrmeinungen und kircheninterne Hierarchie vorbereitet, Rechenschüler dagegen auf betriebliche Selbständigkeit, Vertraglichkeit und Gleichrangigkeit innerhalb der Zunft.“ (Göhlich 2009, S.94)
      • Worauf wollen wir heute vorbereiten und welche Raumanordnung benötigen wir dafür?
    • Die Moderne: Vom Schulhaus zur Kaserne
      • In der Aufklärung gibt es einzelne Versuche, die Schule weltoffener zu gestalten, etwa durch spezielle Räume zur Beobachtung von Naturphänomenen, aber sie bleiben Ausnahme.
      • Im 19.Jh. werden solche Versuche eher abgewürgt, als weiter entwickelt, was z.T. an der auf Humboldt zurückgehenden bis heute problematischen Trennung von Bildung und Beruf liegt.
      • Charakteristisch für den modernen Schulraum ist der preußische Schulbau, der schon von der Außensicht einer Kaserne ähnelt.
      • „ Der Typus der Schulkaserne und eng mit ihm verbunden der nüchterne, formalisierte Frontalunterricht setzen sich durch, als es im hoch militarisierten Preußen um die Bildung und Gliederung der Massen geht.
      • Der Schulraum ist nun nicht mehr kirchlich, zünftig oder höfisch, sondern militärisch strukturiert.“
      • (Göhlich 2009, S.95)
    • Preußen hat sich bis heute durchgesetzt
      • Bereits 1874, erkannte ein englischer Beobachter (Robson), dass dieser moderne Schulraum, den Vorbildern von Fabrik und Militär folgt und entsprechend wirkt.
      • Dieser neue Schulraumtyp separiert und isoliert die Jahrgänge , und setzt die Gleichschrittigkeit des Lernens aller Schüler voraus .
      • „ Der Verlust an unterrichtlicher Flexibilität und an Berücksichtigung der Individualität ist ein wesentliches Implikat des Schulraums der Moderne.
      • Der moderne Schulraum preußischer Provinienz ist ein Raum des zentral gesteuerten unterricht-lichen Gleichschritts“
    • Was sind seit über 150 Jahren die Invarianten?
      • Beschränkung auf den abgeschotteten Klassenraum
      • Sortierung der Ss nach Alters- und Leistungs-stufen
      • Frontale Ausrichtung auf den Lehrer bzw. Tafel, Beamer...
      • Rigider Zeittakt: Für alle zur gleichen Zeit das Gleiche
      • Passive Ss – aktive L
      • Nach wie vor:
      • Orientierung am Fließbandsystem des Zeitalters der Massenproduktion
    • Raumgestaltung nach organischen Prinzipien
      • „ Werden diese Gesetzmäßigkeiten bei der Gestaltung von Bauten eingesetzt, werden Geschlossenheit, Prägnanz und Innigkeit der Bauten oder Objekte durch sukzessive Entwicklung und Verwandlung von Formen und Farben geschaffen.
      • Ausgangspunkt ist ein Motiv, das aus dem >Wesen<, den Aufgaben und Funktionen der gestellten Aufgabe gewonnen werden soll.“
      • (Bodack 2009, S.270)
      In einem freien, kreativen Gestaltungs- Prozesse werden stereotype Wieder- Holungen und Raster vermieden, so dass lebendig wirkenden Erscheinungsbilder möglich werden.
    • Wie stellen sich Schüler, Lehrer und Eltern heute optimale Lernumgebungen vor?
    • Die Schule als Kraftort
    • Energie & Leidenschaft
    • Architekturwaben
    • Schularchitektur und neue Lernkultur
    • Partizipative Schulraumgestaltung
    • Evangelische Schule Gelsenkirchen
    • Ist der traditionelle Schulraum überholt?
      • Die modernen Medien ermöglichen eine Entgrenzung. „Die Welt“ kommt ins Klassenzimmer und das Klassenzimmer in die Welt.
      • Folgt der Schulraum einer überholten Grammatik der antiquierten Schule? Ermöglichen und fordern die neuen Medien veränderte Raum- bzw. Lehr-/Lernumgebungsgestaltungen, um vielfältige, ortsunabhängige Zugänge zur Welt nutzen zu können?
    • Die Evolution der Schiefertafel
      • Von der Schiefertafel zum Schreibheft:
      • i pad:
      • Die neue „Schiefertafel“?
    • Alle Informationen in Schülerhand
    • Prototyp lustvollen, spielerischen Lernens
      • Neue Lernräume:
      • Verliert die Schule ihr Monopol?
      • Werden Schulbücher überflüssig?
      • Wird das Klassenzimmer überflüssig?
      • Bekommen Lehrer/innen eine neue Rolle?
    • Edutainment?
      • Verdrängen Entertainment und Animation den Unterricht?
      • Was ist schlecht an Edutainment?
      • Entspricht es nicht den Bedürfnissen des Menschen und den Erkenntnissen von Hirn- und flow-Forschung?
    • Apps
      • Werden wir manipulierte i-store Konsumenten also überinformierte i-diots ?
      • Schlüssel zur Welt oder manipulierter Konsumraum der Firma Apple?
    • Warum löst die heutige Schule nicht eine solche Begeisterung aus?
      • Happiness is a i-pad?
      • Sehen so Lehrer/innen der Zukunft aus?
    • Die neue Gestalt der Arbeit: Die kreative Ökonomie braucht anders gestaltete Räume bzw. Umgebungen
      • Konzentrieren
      • Austauschen
      • Präsentieren
      • Relaxen
      • Lernen
      • Abschied vom idealtypischen
      • Büro bzw. Arbeitsraum - hin
      • zu personen- & funktions-
      • orientierten Raumzonen
    •  
    • Von der isolierten Einzelarbeit zur Wissensmanufaktur
      • * Aus Büros & Arbeits-plätzen werden Lernumgebungen und Manufakturen des Wissens.
      • * Und die Mitarbeiter nennen wir Wissens-arbeiter oder in ihrer avantgardistischen Form Kreative Klasse.
    • Vier Arbeitsweisen der Wissensmanufaktur
      • Focus
      • Learn
      • Collaborate
      • Socializing
    • Wenn der Arbeitsplatz zur Lernumgebung und Zuhause wird ...
    • Conclusio
      • Die Gestaltung des Raumes wird zum Kristallisationspunkt von Organisationen
      • Die Gestaltung orientiert sich an der neuen Lehr-/Lernkultur
      • Räume sollen Kommunikation & Kreativität fördern
      • Räume schaffen eine Infrastruktur der Begegnung
      • Präsentations- und Informa-tionstechnologien fordern bzw. ermöglichen veränderte Lehr-/Lernumgebungen
      • Die Gestaltung des Arbeitsum-feldes wird individueller, denn je - unterschiedliche Raumzonen entstehen: Kompetenzorientierte Lernlandschaften.
      • Der Lern-/Arbeitsraum der Zukunft ist ein Ort des Wohlfühlens
      • In ihm soll es gelingen, Komplexität in Leichtigkeit zu verwandeln
      • Es gibt keine Norm für die Lern-bzw. Arbeitsumgebungen der Zukunft
      • I b
      • Wind of Chance:
      • Von der traditionellen Instruktionsorientierung zu
      • mehr kompetenzorientiertem Selbst- und Teamlernen
      (c) [email_address]
    •  
    • Lernen als vorrangig rezeptiver Prozess Passive Position des Lernenden Unterrichten im Sinne von anleiten, darbieten, erklären Aktive Position des Lehrenden Traditionelle Auffassung vom Lehren und Lernen Quelle: Heinz Mandl in Burow & Hinz (Hg.) (2005). EPOS: Die Organisationals Kreatives Feld. INSTRUKTION Gestaltung gegenstands- zentrierter Lernumgebungen
    • Abschied von der Trichtertheorie des Lernens!
    • Unterrichten im Sinne von unterstützen, anregen, beraten Reaktive Position des Lehrenden Lernen als konstruktiver, situativer Prozess Aktive Position des Lernenden Konstruktivistische Auffassung vom Lernen Quelle: H. Mandl (2005) KONSTRUKTION Gestaltung situierter Lernumgebungen
    • Im kompetenzorientierten Unterricht...
      • stehen die Lernergebnisse der Schüler(innen) im Mittelpunkt,
      • erwerben Schüler(innen) nicht nur Wissen, sondern lernen,mit diesem Wissen konkrete Anforderungssituationen bearbeiten zu können,
      • üben sich die Lehrer(innen) im genauen Beobachten der Schüler(innen),um die jeweiligen Lösungsstrategien und Lernstände zu erkennen,
      • orientieren sich die Lehrer(innen) an gestuften Kompetenzmodellen,um den Schüler(inne)n passende Lernangebote zu eröffnen,
      • wird immer wieder überprüft, ob Schüler(innen) bestimmte als Standard gesetzte Kompetenzen erworben haben.
    • Sechs Merkmale kompetenzorientierten Unterrichts (nach Feindt & Meyer 2011 In: Die Grundschulzeitschrift, 9, S.28-33)
    • Merkmal Umgesetzt in meinem Unterricht und zwar so ... Kognitive Aktivierung Vorhandenes Wissen mit den einzelnen Schüler/innen herausarbeiten und individuelle Entwicklungsbedarfe identifizieren Wissensvernetzung Vertikale Vernetzung: Wissensfelder und das eigene Wissen Horizontale Vernetzung: Transfer auf andere Bereiche Übung/Überarbeitung Regelmäßiges Üben und Trainieren Arbeitsergebnisse selbstkritisch reflektieren und Entwick-lungsbedarfe definieren Lebensweltliche Anwendung Lebensweltbezogene Anforderungssituationen schaffen, um das erworbene Wissen und Können zu überprüfen Individuelle Lernbegleitung Für jede Kompetenz sollten mehrere Dimensionen, für jede Stufe ein Stufenkriterium definiert und erläutert werden Metakognition Kompetenzraster und Portfolios, um Lernprozesse und L- fortschritte zu reflektieren und Entwicklungsaufgaben zu definieren
    • Aber das ist doch nichts Neues...
      • In der Tat gehen wir davon aus, dass der kompetenz-orientierte Unterricht kein völlig anderer Unterricht ist als der, der in den vergangenen Jahrzehnten als „offener“ oder„handlungsorientierter“ Unterricht gefordert wurde.
      • Aber in zwei Punkten kommt doch etwas Neues hinzu:
      • Die genaue, an Kompetenzstufen orientierte Analyse der individuellen Lernstände und Lösungsstrategien
      • sowie die gezielte Nutzung der gewonnenen Einsichten für die Gestaltung von Anwendungssituationen sind neu.
      • Quelle:
      • Feindt A. & Meyer H. (2010). Kompetenzorientierter Unterricht. In: Die Grundschulzeitschrift 9, S.29-33
    • II Motivation 3.0 Welche Lehr-/Lernumgebungen motivieren uns wirklich?
      • Das traditionelle Motivationssystem, auf dem die Wirtschaft, aber auch Schulen basieren, ist überholt und passt nicht mehr zu den Anforderungen einer Wissensgesellschaft.
    • Wie schafft man eine erfolgreiche Enzyklopädie?
      • 1995 startete Microsoft „Encarta“, setzte viele Millionen Dollar ein und beschäftigte ein Team professioneller Experten, die Abertausende von Artikeln schrieben.
      • Hätte jemand damals behauptet, dieser Weg führe in eine Sackgasse, weil es viel effektiver sei ein Plattform zu schaffen, zu der Jeder sein Wissen beitragen könne, er wäre nicht ernst genommen worden.
    • Auf das Motivationsmodell kommt es an!
      • Am 31.Oktober 2009 stellte Microsoft Encarta ein. Was war geschehen?
      • Nur 8 Jahre nach seiner Einführung sind bei Wikipedia ca. 13 Millionen Artikel in 260 Sprachen erschienen – die meisten in besserer Qualität und Aktualität als die Artikel der Encarta.
    • Warum haben sich Millionen Autoren ohne Bezahlung engagiert?
      • Nach dem klassischen Motivationsmodell sind wir zu besonderen Anstrengungen nur bereit, wenn es der Befriedigung unserer biologischen Bedürfnisse entspricht oder wir durch Belohnungen oder Strafen motiviert werden.
    •  
    • Leistung ohne „Zuckerbrot und Peitsche“?
      • Pink bezeichnet die Motivation durch biologische Bedürfnisse als „Betriebsystem 1.0“
      • Es wurde im Zeitalter der industriellen Revolution durch das „Betriebssystem 2.0“ = Motivation durch Zuckerbrot und Peitsche abgelöst.
      • Diesem System folgen nach wie vor die meisten unserer Organisationen und unserer Bildungseinrichtungen.
    • Wurde der wichtigste Antrieb bisher unterschätzt?
      • Wikipedia zeigt: Es gibt einen dritten Antrieb, der durch das Bedürfnis nach Selbstbestimmung, Kompetenzerleben und Zugehörigkeit charakterisiert ist.
      • Wikipedia funktioniert nach dem „Betriebssystem 3.0“
      Schüler der Overbergschule „ Chef sein“
    • Sind Sie ein Esel?
      • Betriebssystem 2.0 behandelt Menschen wie Esel, die sich nur bei vorgehaltener Karotte in Bewegung setzen.
      • Aber wir Menschen sind mehr als die Summe unserer biologischen Bedürfnisse und wir haben – wie die Selbstbestimmungstheorie von Deci & Ryan gezeigt hat, den Wunsch selbstbestimmt und aktiv zu handeln.
    • Was treibt unser Handeln?
      • Die meisten traditionellen Unternehmen sind Gewinnmaximierer, während immer mehr Menschen Sinnmaximierer sind:
      • Arbeit und Lernen sollen Selbstbestimmung, Kompetenzerleben und einen sinnvollen Beitrag zu Entwicklung der Gemeinschaft leisten.
      • Die Verhaltensökonomie hat gezeigt, dass der „homo öconomicus“ nicht unser wahres Verhalten abbbildet – wir sind ein „homo öconomicus maturus“.
    • Vom Algorithmus zur Heuristik
      • Es zeigt sich: Motivation 2.0 funktioniert in einer Wirtschaft, die durch algorithmische Tätigkeiten, die im 20.Jh. dominierten, charakterisiert ist.
      • Amabile hat gezeigt, dass sie bei „heuristischer“ Arbeit verheerende Folgen haben kann.
      • Motivation 2.0. passt nicht zu den Geschäfts-, Arbeits- und Lernmodellen, die das 21.Jh. benötigt.
    • Sieben Gründe, warum Motivation 2.0 oft nicht funktioniert
      • Zuckerbrot und Peitsche können...
      • ...die intrinsische Motivation auslöschen
      • ...die Leistung schmälern
      • ...Kreativität vernichten
      • 4. ...wohlwollendes Verhalten verdrängen
      • 5. ... Betrügereien, Abkürzungen und unethisches Verhalten unterstützen
      • 6 ...abhängig machen
      • 7. ...Kurzzeitdenken fördern
      • Pink 2011, S.76
    • Drei Eckpfeiler einer Positiven Pädagogik
      • Auf lange Sicht übertrifft die Leistung von intrinsisch motivierten Menschen die von extrinischen, denn intrinsisch motivierte Menschen erreichen mehr als Belohnungshungrige.
      • Intrinsisches Verhalten ist eine erneuerbare Energiequelle und verbindet Wohlbefinden mit Leistung.
      • Die drei Quellen intrinsisch gesteuerten Lernens sind:
      • Selbstbestimmung
      • Perfektionierung
      • Sinnerfüllung
    • Bessere Ergebnisse durch mehr Selbstlernen im Team?
      • Ein Schweizer Gymnasium verzichtete ein halbes Jahr lang auf traditionellen Unterricht und führte ein „Selbstlernsemester“ ein.
      • * Alle Beteiligten beurteilen das Selbstlernsemester positiv. Knapp 70 Prozent der Schüler geben an, sie hätten mit dieser Form besser gelernt als im gewohnten Unterricht. (ebd., S. 4/5).
      • Auf dieser Linie sagten Lehrerkräfte in den Interviews:
      • „ Es war ernüchternd für mich. Die Schülerinnen und Schüler brauchten mich nicht …
      • Oft wollten (sie) nicht, dass man sich darum kümmert, wie sie lernen …
      • Sie wollten nicht, dass ich als Lehrperson in ihre Welt der Lerngruppe
      • eindringe“ (ebd., S. 26).
    •  
      • III
      • Medien-Bildung braucht Persönlichkeit!
    • Auf persönliche Bedeutsamkeit und hilfreiche Beziehungen kommt es an!
      • Nachdem Schulen mit Daten und äußeren Anforderungen überschüttet wurden, steht eine Rückbesinnung auf die Person an.
    • Fazit: Personenzentrierte Medienpädagogik verbindet die „magischen Drei“:
      • Selbstbestimmung, Perfektionierung & Sinn
      • Salutugenetischer Ansatz:
      • Verstehbarkeit:
      • „ Ich blick durch“
      • Bedeutsamkeit:
      • „ Es lohnt sich“
      • Handhabbarkeit:
      • „ Ich kanns packen“
      • * Wollen, Wissen & Können
      • Weniger Lehren, mehr Lernen und aktiv Zukunft gestalten
      • Dynamische Balance zwischen Ich, Wir und Es
      • Personenzentrierte Medien-pädagogik zielt im Sinne einer Positiven Pädagogik auf:
      • open mind
      • open heart
      • open will
    • Zum vertiefenden Nachlesen:
      • Erscheint im August 2011 im Beltz-Verlag
    • Glück als Ziel von Bildung und Erziehung - und Ganztagsschulentwicklung?
      • Glück ist das letzte Ziel menschlichen Handelns. (Aristoteles – 3. Jh.v.Chr.)
      • Letztlich zielt das unermüdliche Streben der Menschen
      • darauf ab, glücklich zu sein. (David Hume – 18. Jh)
      • Ich habe beschlossen, glücklich zu sein,
      • weil es besser für die Gesundheit ist. (Voltaire – 18. Jh)
    • Infos & downloads: www.uni-kassel.de/fb1/burow www.art-coaching.org 1981 1994/98 1999 2000 2001/2003 2003 2005 2006
    • Die &quot;Weisheit der Vielen“ nutzen – ein Weg zur Teamschule
      • Surowiecki behauptet:
      • I: Mehrheitsentscheidungen sind weiser als Entscheidungen von Einzelpersonen
      • II: Die Kooperation von Menschen verschiedener Expertise und Intelligenz garantiert bessere Outputs als Einzelentscheidungen
      • Der beste Schulentwicklungsex-perte ist eine vielfältig gemischte Gruppe aus L, Ss, E & anderen.
      Burow 2008 - burow@uni-kassel.de
    • Mit der Zukunftswerkstatt Belastungsfaktoren erkennen, Schätze heben & Visionen entwickeln und umsetzen
      • Drei Schritte zur guten & gesunden Ganztagsschule:
      • Diagnose-/Wertschätzung
      • „ Ich blick durch“
      • Visionenphase
      • „ Es lohnt sich“
      • Umsetzungsphase
        • „ Ich kanns packen“
    • Funktion statt Konvention: Der Blick auf die Gegenwart aus der erwünschten Zukunft, die partizipativ entwickelt wird: Vergangenheit Gegenwart Zukunft Vergangenheit Gegenwart Zukunft Freisetzung von Bildern der erwünschten IGS Kaufungen 2015 Closed shop Sachzwänge Mehrdesselben Lineares Denken & Handeln Transfor- matives Denken & Handeln Nach Burow & Neumann-Schönwetter 1995/97: ZW in Schule & Unterricht
    • Expanding the Now Bilder aus der Vergangenheit *Innere Bilder liefern uns wichtige Informationen über unser „wahres“ Wollen“. Sie müssen ergänzt werden durch orientierende Zukunftsbilder. Ziel: Die Gegenwart aus der erträumten Zukunft betrachten *Zukunft entsteht immer schon in unserem Hier-und-Jetzt-Erleben&Handeln Ziel: Die Gegenwart aus der im Entstehen begriffenen Zukunft betrachten *Entdecken der eigenen Stärken und Leidenschaften gibt Orientierung. Ziel: Die Gegenwart aus wertschätzender Perspektive betrachten *Durch Begegnung mit den Zukunftsentwürfen der anderen ensteht Horizonterweiterung Ziel: Die Gegenwart aus dem Kreativen Feld der Weisheit der Vielen betrachten Transfor- matives Denken & Handeln Zone der Transformation Lineares Denken Kreatives Feld 1. Erschließung innerer Bilder, Erkennen Persönl. Paradigmen & Mythen, Energie & Leidenschaft 2. Entwicklung von Bildern der erwünschten Zukunft/ einer Z-Erzählung 3. Planung der Umsetzung Zukunfts-bild als Orientie-rung
    • Gymnasium als Ort Abseits des Lebens
      • „ Die neuen großen, reinlichen Schulbauten des späten 19 Jh. Dienen nicht nur der Hygiene , sondern bringen Reichtum und National-stolz der Sieger von 1870/1871 in einer auch für die Kinder der Massen erlebbaren Form zum Ausdruck.
      • Ist das hygenisierend sorgsam filternde Verhältnis des wilhelminisch preußischen Schulraums zur Welt eine abwehrende Reaktion auf die Vermehrung gesellschaftlicher Infor-mation und die Beschleunig des gesellschaftlichen Informationsflusses, so wird die innere Nüchternheit zugleich von imposanter Fassade umgeben.“
      • Görres Gymnasium Koblenz 1894:
      • Wer den aufwendig gestalteten Eingang durchschritten hat, befindet sich gleichsam in den heiligen Hallen der Bildung, in denen das Leben nichts zu suchen hat .“ (Göhlich S.97)
    • „ Lernen im flow“ – mehr inzidentelles L Fähigkeiten Anforderungen hoch hoch niedrig flow langeweile frustration stress
    • Individuelles Talent Feld (Kritiker/ Institutionen) Domäne/ Disziplin + Wo liegen Meine Talente? - Wo liegen Meine Defizite? + Welche Domäne/ Disziplin liegt mir? - Welche Domäne/ Disziplin liegt mir gar nicht? + Wer oder was Unterstützt mich? - Wer oder was behindert mich? Kreatives Feld Synergie-partner Synergieanalyse aus Burow 1999
    • Ganztagsschule braucht Garagen: In dieser Garage in der Addison Avenue in Palo Alto, Kalifornien gründeten Bill Hewlett und Dave Packard 1939 ihre Firma. Die Garage war Labor, Versuchsstätte, Fabrik und Büro in einem und wurde zum Symbol für die Geschäftsgründung mit Nichts als einer Idee.
    • Teamplay im Fussball als Vorbild für die Teamschule?
      • Teamwork ist für viele menschliche Aktivitäten fundamental. Derzeit erlebt es die ganze Welt: bei der Fußball-WM.Doch kann man gute Teamplayer und Mannschaften auch rein wissenschaftlich bewerten?
      • Forscher um Luís Nunes Amaral von der Northwestern University in Evanston, Illinois, haben sich an eine Antwort auf diese Frage gemacht. Und jetzt mit mathematischen Modellen demonstriert, dass es funktioniert.
      • Spiegel online 17.6.2010
    • Verknüpfungen sind entscheidend!
      • Die drei Begegnungen in der K.-o.-Runde der spanischen Nationalmannschaft bei der EM 2008:
      • US-Forscher bewerteten Fußballmannschaften und -spieler mit Hilfe von mathematischen Modellen. Spieler betrachteten sie dabei als Knotenpunkte innerhalb eines Netzwerks.
      • Die Gesamtleistung der Mannschaft ist demnach umso besser, je mehr Verknüpfungen sie zwischen diesen Knotenpunkten herstellt.
    • Schlüssel zum Aufbau einer Teamschule Schaffung eines kohärenten Feldes
      • Die Teamschule als Ganztags-schule muss ein attraktiver Lebensraum sein
      • Sie muss eine „gesunde Schule“ sein
      • Sie sollte sich verabschieden von der Grammatik der alten Schule und eine neue Lehr-/Lernkultur entwickeln
      • Dies erreicht sie durch die Nutzung der Weisheit der Vielen und die Entwicklung von Systemdenken
      Praktikanten Verbands- vertreter örtl Politiker Wissen- schaftler Schulaufsicht Anderes Personal Lehrer Eltern Schüler Bild unserer Schule 2015
    • Durch Überwindung des blinden Flecks zu neuen Lösungen &quot; Blinder Fleck &quot; Objektivierende Versachlichung Emphatisches Verstehen &quot; Mehrperspektivisches Durchdringen &quot; Letting go Letting come Kristallisierung von Lösungen Prototypen und exemplarisches Vorgehen Institutionalisierung von Lösungen Verinnerlichung und selbstverständliche Praxis Was es braucht? &quot;Open mind&quot; &quot; Open heart &quot; &quot; Open will &quot; &quot; Entscheidungspunkt mit attraktiven Ziel &quot; Perspektivenerweiterung Realisierungsschritte &quot; Wendepunkt &quot; Nach Scharmer 2009
    • „ Gute Teamschule“ - wenn sich ca. 60% der Lehrer/innen als belastet empfinden?
    • 17% 23% 30% 29%
    • „ Gesundheit in der Teamschule durch Förderung des „Sense of Coherence“
      • Wechsel von der pathogenetischen zur salutogenetischen Perspektive:
      • Verstehbarkeit
      • „ Ich blick durch“
      • Bedeutsamkeit
      • „ Es lohnt sich“
      • Handhabbarkeit
      • „ Ich kanns packen“
      (c) [email_address]
    • Wege zur gesunden Schulkultur: Weniger Lehren – mehr Lernen! In Bremen fanden zum dritten Mal Sommercamps für Drittklässler statt. „Überwiegend Kinder ausländischer Herkunft bekamen jeden Tag zwei Stunden Sprachunterricht, arbeiteten ebenso lang an Theaterstücken, die zum Schluss aufgeführt wurden, und es blieb jede Menge Zeit zum Spielen, Toben und für Abenteuer. Es wurde von der Jacobs-Stiftung bezahlt und vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung untersucht. Dritter im Bund war der Bildungssenator. Das Ergebnis der Auswertung ist so sensationell, dass Petra Stanat und Jürgen Baumert vom MPI es gar nicht glauben wollten. Die Sprachkompetenz der Kinder hatte sich in dieser Zeit um die Effektstärke von 0.31 verbessert. Auch noch im Posttest drei Monate später. Das, so Baumert, entspricht dem Fortschritt von eineinhalb Schuljahren. Weil manches der Ausnahmesituation geschuldet sei, zieht er einen Teil wieder ab und sagt >mit einem Jahr Lernfortschritt in den drei Wochen sind wir auf der sicheren Seite.< Ein Jahr in drei Wochen... - Wie ist das möglich? Reinhard Kahl „Ein schöner Sommer“ in: Pädagogik 9/06, S.64
    • Sprachförderkurse sind doch die Lösung, oder? Quelle: Spiewak M. (2010). Zu kurz, zu spät, zu abstrakt. In: Die Zeit, 43, 21.10.2010, S.40
      • Seit 2002 haben ca. 50 000 Kinder aus Einwanderer-familien an Sprachkursen in hessischen Kitas teilgenommen
      • Das Transferzentrum für Neuro wissenschaften Uni Ulm wollte herausfinden:
      • Wie lernen Kinder besser:
      • Wenn sie einem vorgegebenen Sprachprogramm folgen oder wenn das Vorgehen dem einzelnen L über lassen bleibt?
      • Überraschendes Ergebnis:
      • Egal nach welcher Methode die Kinder lernen, ihre Fortschritte sind in allen Kursen gleich
      • - gleich marginal!
      • Auch nach neun Fördermonaten liegen sie weit hinter ihren deutschst. Altersgenossen.
      • Wären die Vorschüler ohne Kurs eben soweit voran-gekommen, schließlich lernt jedes Kind mit zunehmendem Alter automatisch dazu?
    • Individuelle Zuwendung statt Programme!
      • Eine Studie der FU-Berlin zur Wirkung von Sprachpro-grammen in Brandenburg kommt genau zu diesem Schluss:
      • „ Die Vorstellung, mit Extra-stunden Deutsch vor der Ein-schulung könnten Vier-/ Fünf-jährige ihre Sprachdefizite einholen, ist eines Illusion.“
      • Sind formale Sprachlernpro-gramme das richtige Mittel?
      • Sprache lernt man beim Sprechen.
      • Videostudien zeigen:
      • Im organisierten Unterricht kommen die Vorschüler jedoch weniger zu Wort als im normalen Kindergartenalltag .
      • Viel effektiver ist die Sprach-förderung im Kita-Alltag:
      • Beim Experimentieren, Basteln, im Sandkasten... Mit den Kindern bei ihren Aktionen sprechen!!!
    • Aber Betriebssystem 2.0 hat doch bisher funktioniert?
      • Betriebssystem 2.0 funktioniert in all jenen Bereichen, wo es sich um die Erledigung von wenig motivierenden Routineaufgaben handelt.
      • Es versagt dort, wo es um eigenständiges Denken und Handeln geht.
    • Sind Menschen auch ohne Belohnung und Strafe leistungswillig?
      • Abraham Maslow bezweifelte schon in den 50iger Jahren die These, dass Menschen grundsätzlich faul seien und nur durch äußere Anreize wie Belohnung und Strafe aktiv würden.
      • In der Folge wurden Unternehmen flexibler, lockerten Zeitpläne, Dresscodes und Aufgabenbeschreibungen.
      • Pink zufolge ist das zuwenig: Wir brauchen ein umfassendes Upgrade zu Motivation 3.0.
    • Reformpädagogik: Rückkehr zu Elementen des vormodernen Schulraums und Öffnung zur Welt
      • Bezogen auf das Verhältnis von
      • - Schule und Welt
      • - Schule und Leben
      • - Schule und Zuhause
      • Im Unterschied zum nüchternen Lehrraum der preußischen Moderne soll der Schulraum in der Reform-pädagogik „Lebensgemeinschafts-raum“ sein, d.h. des Kollektivs von L und Ss.
      • Werkbänke, lebende Tiere, Pflanzen; Treppenhaus, Flure werden mit Grünpflanzen geschmückt
      • Rückkehr des Großraums bzw. viel-fältig gegliederter Lernlandschaften (Laborschule Bielefeld)
      • Allerdings gibt es für das reformpä-dagogische Schulhaus nur wenige Beispiele, da sich die Reform eher in den einzelnen Klassen, als in der Umgestaltung des Innenraumes oder völlig neu konzipierter Schulen zeigt.
      • Der Architekt Bruno Taut und der Schulreformer Fritz Karsen erkennen, dass die alten Schulräume neue Formen kooperativen Lernens mindestens behinderten, wenn nicht sogar verhinderten.
      • Wie sieht der schüler- und medien-gerechte Klassenraum in Zeiten des Internet aus – oder sollten wir uns vom Klassenraum verabschieden?
    • Nekrophile Schulbauten:
      • In den letzten fünfzig Jahren haben sich überwiegend Schulbauten durchgesetzt, die mit Rastern, Orthogonalität und monotonen Wiederholungen gestaltet sind.
      • Der „Funktionalismus“ der Moderne arbeitet mit wenigen sachlichen Stilelementen und führt klaren Konturen, die aus wenigen geometrischen Formen gestaltet sind.
      • Befragungen zeigen aber, dass die meisten Menschen gegenüber minimalistischen Gestaltungen Unbehagen empfinden.
      Realschule Eching Quelle: Geo-online
    • Menschen wollen lernen!
      • Deci & Ryen haben gezeigt, dass Belohnungen eher erdrückend als unterstützend sind.
      • Die Vertreter der „Positiven Psychologie“ (Seligman, Csikszentmilhalyi, Dweck, Amabile, Frey, Gardner & Sternberg, Burow) haben gezeigt, dass intrinsische Motivation die Voraus-setzung für Wohlbefinden und Spitzenleistung ist.
      • Mc Gregor hat schon 1957 in seinem Buch „The Human Side of Enterprise“ gezeigt, dass Unternehmen aber auch Bildungseinrichtungen von falschen Annahmen über menschliches Verhalten ausgehen.
      • Sie meinen Menschen würden nur arbeiten, wenn sie kontrolliert würden, Anweisungen erhielten und bestraft würden.
    • Was kann Medien-Pädagogik zur Persönlichkeitsbildung beitragen?
      • „ Herauszufinden, wozu man sich eignet und eine Gelegenheit zu finden, dies zu tun, ist der Schlüssel zum Glücklichsein.“
      John Dewey Download: www.olaf-axel-burow.de