Umwelterklärung 2010

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Die voestalpine setzt seit vielen Jahren konsequent Maßnahmen zur kontinuierlichen Verbesserung
der Umweltstandards. Mit der konsolidierten Umwelterklärung 2010, welche entsprechend
der EMAS-III-Verordnung konzipiert ist, erhält man Informationen zu neuen und abgeschlossenen
Umweltprojekten, aktuelle Beiträge zum Thema Umwelt und natürlich umweltrelevanten Zahlen,
Daten und Fakten.

Mehr Informationen unter:
http://www.voestalpine.com/group/de/publikationen/umweltberichte/

http://www.voestalpine.com/group/de/konzern/umwelt/

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Umwelterklärung 2010

  1. 1. Umwelterklärung 2010Maßnahmen. Entwicklungen. Ergebnisse.Standorte: Linz, Steyrling
  2. 2. Der Umfang dieser UmwelterklärungDie voestalpine setzt seit vielen Jahren konsequent Maßnahmen zur kontinuierlichen Verbesse-rung der Umweltstandards. Mit der konsolidierten Umwelterklärung 2010, welche entsprechendder EMAS-III-Verordnung konzipiert ist, erhält man Informationen zu neuen und abgeschlossenenUmweltprojekten, aktuelle Beiträge zum Thema Umwelt und natürlich umweltrelevanten Zahlen,Daten und Fakten.Im Umfang der EMAS-Validierung sind die Standorte Linz und Steyrling der voestalpine StahlGmbH sowie die voestalpine Grobblech GmbH, die voestalpine Giesserei Linz GmbH, die LogistikService GmbH und die voestalpine Europlatinen GmbH enthalten und werden auch kurz in Bezugauf Produktion, Markt und Produkte dargestellt.
  3. 3. InhaltVorwort des Vorstandsvorsitzenden 04Der voestalpine-Konzern im Überblick 06Die Standorte und ihre Gesellschaften – Produkte, Märkte und Prozessevoestalpine Stahl GmbH 08Standort Steyrling 08voestalpine Giesserei Linz GmbH 14voestalpine Grobblech GmbH 15Logistik Service GmbH/Cargo Service GmbH 15voestalpine Europlatinen GmbH 16aktuelle umweltrelevante themenCO2 – Stahl, ein Beitrag zum Klimaschutz 18Drei Jahre REACH und ein herausforderndes Jahr 2010 20IPPC – Stand der Technik 22Integriertes Management-System und SicherheitDas Integrierte Management-System 23Unternehmensgrundsätze der Division Stahl 24Legal Compliance 26Information der Öffentlichkeit gemäß der IUV 28Umweltprogramm 2010Umweltprogramme der Standorte Linz, Steyrling und der Gesellschaften 32Umweltaktivitäten im Detail 39Zahlen, Daten, FaktenProduktionskennzahlen und Energie 42Kernindikatoren 44Luftreinhaltung 46Energie 49Wasserwirtschaft 50Abfall- und Kreislaufwirtschaft 51Transport 53Strahlung, Lärm, Geruch 55Glossar 56Termine, Impressum 57
  4. 4. Umwelterklärung 2010 Vorwort des Vorstandsvorsitzenden Dass stabile Gewinne nicht alleine eine Frage einer guten Wirtschaftssituation sind, hat die voestalpine in den vergangenen zwei Geschäftsjahren, den schwierigsten seit Jahrzehnten bewiesen. Dennoch muss sie die am bitionierten Optimierungsziele umset- zen, um ihre führende Rolle bei anspruchs- vollsten Stahlprodukten nachhaltig absichern zu können.04 / Vorwort
  5. 5. Konkret heißt dies, unsere Produkte auf die Zukunftsmärkte der kommendenJahrzehnte auszurichten und die festgelegten Kosten- und Effizienzsteigerungs-programme mit einem Verbesserungsziel von 600 Mio. Euro bis 2012 konsequentzu realisieren. Nicht zuletzt stehen auch Prozessweiterentwicklungen und orga-nisatorische Neuerungen in den Divisionen Stahl und Edelstahl im Vordergrund.Ein großes Anliegen ist es uns auch, die hohen Umweltstandards im voestalpine-Konzern abzusichern und damit auch im internationalen Vergleich Benchmark zubleiben.Trotz der konjunkturell noch schwierigen Lage konnten im vergangenem Jahreine Reihe von Umweltprojekten realisiert und somit die umweltrelevanten Inves-titionen in nahezu der Höhe des vorangegangenen Jahres gehalten werden.Einen der Schwerpunkte der Umweltaktivitäten stellte die Inbetriebnahme desneuen Kraftwerksblockes 07 dar. Mit dieser Maßnahme können wir die anfallendenHüttengase noch besser als bisher nutzen und gleichzeitig die NOx-Emissionenreduzieren. Darüber hinaus liegt damit die Eigenstromerzeugung bei über 90%.Unsere Bemühungen fanden auch im Geschäftsjahr 2009/10 breite Anerkennung.So erhielten wir den Nachhaltigkeitspreis 2010 des Forums Rohstoffe und desWorld Wildlife Fund für die umweltschonende Umstellung der Abbauweise desKalkwerkes Steyrling. Hervorzuheben ist auch, dass erstmalig die VAE Eisen-bahnsysteme GmbH, in der Kategorie „Großunternehmen“ für „green procure-ment“, mit dem europäischen EMAS-Award ausgezeichnet wurde.Die voestalpine ist ständig bemüht, die Emissionen beim Produktionsprozess zureduzieren, so auch durch die Optimierung der innerbetrieblichen Logistik. Fürdie nachhaltige Senkung des Dieselverbrauches im Zuge dieses Projektes wurdedas Unternehmen zum „klima:aktiv mobil Projektpartner“ des Lebensministeri-ums gekürt.Die vorliegende Umwelterklärung 2010 zeigt Ihnen die Ziele und Aktivitäten,welche wir gesetzt oder bereits erreicht haben und macht deutlich, dass wirauch in Sachen Umwelt einen Schritt vorausdenken.Dr. Wolfgang EderVorsitzender des Vorstandes Vorwort / 05
  6. 6. Der voestalpine-Konzern im Überblick Die voestalpine ist ein weltweit agierender Konzern mit einer Vielzahl von spezialisierten und flexiblen Unternehmen, die hochwertige Stahlprodukte fertigen, verarbeiten und weiterentwickeln. Die Unternehmensgruppe ist mit rund 360 Produktions- und Vertriebsgesellschaften in über 60 Ländern vertreten. Mit ihren qualitativ höchstwertigen Flachstahlprodukten ist der voestalpine-Konzern einer der führenden europäischen Partner der Automobil- und Energieindustrie, der Bahn-Infrastruktur, des Maschinen- und Stahlbaus, der Haushaltsgerätehersteller und der Bauindustrie. Die voestalpine-Gruppe besetzt globale Top-Positionen für folgende anspruchsvolle Werkstoff- und Produktlösungen: ƒ Weltweite Führerschaft bei Werkzeugstahl, führende Position bei Spezial-Schmiedeteilen ƒ Weltmarktführer bei Sonder- und Spezialprofilen, führende Position bei Präzisionsbandstahl ƒ Europäischer Top-3-Lieferant bei hochqualitativem Stahlband und Grobblech für anspruchsvollste Einsatzbereiche ƒ Europäischer Marktführer bei Schienen und veredeltem Draht, führend in der Schweißtechnik ƒ Europäischer Top-3-Lieferant bei Karosserieteilen, lasergeschweißten Platinen und Rohrkomponenten Der voestalpine-Konzern in Zahlen in Mio. EUR 2008/09 ¹) 2009/10 Umsatz 11.724,9 8.550,0 Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit vor Abschreibungen (EBITDA) 1.710,1 1.004,3 EBITDA-Marge (in %) 14,6% 11,7% Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) 988,7 352,0 EBIT-Marge (in %) 8,4% 4,1% Gewinn je Aktie (EUR) 3,26 0,65 Mitarbeiter (ohne Leihpersonal und Lehrlinge) per Jahresende 41.915 39.406 ¹) Geschäftsjahr 2008/09 gemäß IFRS 5 rückwirkend angepasst.06 / Konzernstruktur
  7. 7. ƒ voestalpine Grobblech GmbH DIVISIOn Stahl ƒ voestalpine Giesserei Linz GmbH ƒ voestalpine Anarbeitung GmbH ƒ voestalpine Stahl Service Center GmbH ƒ voestalpine Rohstoffbeschaffungs GmbH ƒ voestalpine Eurostahl GmbH ƒ Logistik Service GmbH ƒ vatron gmbh (71,5%) 1) ƒ BÖHLER Edelstahl GmbH & Co KG ƒ Buderus Edelstahl GmbH DIVISIOn EDElStahl ƒ Villares Metals S.A. ƒ BÖHLER-UDDEHOLM Deutschland GmbH ƒ Uddeholms AB ƒ ASSAB Pacific Pte. Ltd ƒ Eschmann Stahl GmbH & Co KG ƒ BÖHLER Bleche GmbH & Co KG ƒ BÖHLER-UDDEHOLM Italia S.p.A. ƒ Buderus Edelstahl Band GmbH ƒ BÖHLER Schmiedetechnik GmbH & Co. KG ƒ Buderus Edelstahl Schmiedetechnik GmbH DIVISIOn BahnSYStEME ƒ voestalpine Schienen GmbH ƒ TSTG Schienen Technik GmbH & Co KG ƒ voestalpine Rail Center Duisburg GmbH ƒ VAE GmbH ƒ voestalpine Railpro B.V. (70%) ƒ voestalpine Klöckner Bahntechnik GmbH ƒ voestalpine Tubulars GmbH & Co KG (50%) ƒ voestalpine Stahl Donawitz GmbH & Co KG ƒ voestalpine Austria Draht GmbH ƒ Böhler Welding Holding GmbH ƒ voestalpine Krems GmbH ƒ voestalpine Krems Finaltechnik GmbH DIVISIOn PROFIlFORM ƒ Nedcon Groep N.V. ƒ Sadef N.V. ƒ Metsec plc ƒ Roll Forming Corporation ƒ voestalpine Präzisionsprofil GmbH ƒ voestalpine Profilform s.r.o. ƒ ZAO voestalpine Arkada Profil ƒ Société Profilafroid ƒ Société Automatique de Profilage (SAP) ƒ Meincol Distribuidora de Aços S.A. (75%) ƒ Böhler-Uddeholm Precision Strip GmbH DIVISIOn aUtOMOtIVE ƒ voestalpine Polynorm B.V. ƒ voestalpine Europlatinen GmbH ƒ voestalpine Rotec GmbH ƒ voestalpine Vollmer GmbH & Co KG ƒ voestalpine Gutbrod GmbH ƒ voestalpine Hügel GmbH & Co KG ƒ voestalpine Dancke GmbH & Co KG1) Einschließlich Minderheitenanteile anderer Konzerngesellschaften. Die in dieser Tabelle angeführten Gesellschaften sind wesentliche Beteiligungen des voestalpine-Konzerns. Unternehmensgruppen sind durch die jeweilige Leitgesellschaft dargestellt. Konzernstruktur / 07
  8. 8. Die Standorte und ihre Gesellschaften – Produkte, Märkte und Prozesse voestalpine Stahl GmbH Die voestalpine Stahl GmbH ist die Leitgesellschaft der gleichnamigen Division Stahl und die größte Gesellschaft des voestalpine-Konzerns. Das Kerngeschäft der voestalpine Stahl besteht in der Ent- wicklung, Produktion, Verarbeitung und dem Vertrieb von qualitativ anspruchsvollsten Flachstahl- produkten. Diese Produkte finden vor allem in der Automobil-, Bau-, Hausgeräte- und Energie- industrie ihre Abnehmer. Rund 7.100 Mitarbeiter erwirtschafteten im GJ 2009/10 einen Umsatz von 2.334,5 Mio Euro. Der Standort Linz zeichnet sich vor allem durch seine einzigartige geografische Lage aus. Durch die unmittelbare Nähe der verschiedenen Produktionsanlagen können Synergien in den Bereichen Energie und Logistik genutzt werden, was sich letztlich auch positiv auf die Umwelt auswirkt. Außerdem befinden sich praktisch alle Schlüsselkunden in einem Umkreis von 500 km – sowohl die bestehenden, verbrauchsintensiven Märkte Westeuropas, als auch die wachstumsstarken Märkte Osteuropas. Die Anbindung an die wichtigsten Verkehrswege auf Straßen und Schienen sowie der eigene Donauhafen wirken sich positiv auf die logistischen Prozesse aus und sind ein weiterer Vorteil des Standortes Linz. Standort Steyrling Mit einer Jahresproduktion von zirka 350.000 Tonnen Branntkalk pro Jahr ist der Standort Steyr- ling der größte Branntkalkhersteller Österreichs. Bei der Reduzierung von Emissionen gilt das Kalkwerk als Vorzeigebetrieb. Das Kalk- und Schotterwerk Steyrling befindet sich 70 km südlich von Linz an der Pyhrnpass- bundesstraße (B 138) und der Bahnstrecke Linz–Selzthal. Logistisch gesehen liegt der Standort sehr günstig, da sich das Kalkwerk zwischen den Hauptkunden Linz und Donawitz befindet. Der Kalk wird im Bereich der Kremsmauer abgebaut. Zirka 60% davon werden zu Branntkalk weiterverarbeitet. Die größten Abnehmer für Branntkalk sind die Stahlwerke in Linz und Donawitz. Etwa 10% geht als feiner Branntkalk in die Bauwirtschaft, zu Kläranlagen, in die Bodendüngung und in die che- mische Industrie. Die restlichen etwa 40% des abgebauten Kalksteins werden als Splitt ungebrannt zur Sinter- anlage nach Linz geliefert. Ein kleinerer Teil verlässt, ebenfalls ungebrannt, als Wasserbau- steine das Werk, welche hauptsächlich als Böschungssicherung verwendet werden.08 / Standorte
  9. 9. Standorte / 09
  10. 10. Der Produktionsprozess im Überblick Grobblech Giesserei Europlatinen Produktionsprozess der voestalpine Stahl Gmbh Der Produktionsprozess wird von den Unternehmensbereichen technischer Service und Energie sowie dem Wertstoffzentrum serviciert. Logistik Service Kokerei Durch stetige Modernisierung und dem Einsatz neuester Technologien gilt die Kokerei der voest- alpine Stahl GmbH in Sachen Umweltschutz als Vorzeigebetrieb in Europa. Zur Herstellung von Koks wird eine spezielle schwefelarme Kohlenmischung in Kokskammern unter Luftabschluss bei über 1.260° C erhitzt. Durch diese sogenannte Verkokung wird der Kohlenstoffgehalt der einge- setzten Steinkohle erhöht und es entsteht Koks, der im Hochofenprozess als Reduktionsmittel verwendet wird. Anfallende Nebenprodukte wie Kokereigas, Rohbenzol, Schwefelsäure und Teer finden einerseits innerhalb der voestalpine oder in anderen Industriezweigen Verwendung. Standort Steyrling Am Standort Steyrling wird kalkhaltiges Gestein im Wandabbau mittels konventioneller Sprengung abgebaut. Nach der Zerkleinerung des Gesteins in Brechanlagen erfolgt die Sortierung in zwei Kornklassen. Die kleinere Kornklasse (unter 20 mm) wird vor allem an die Sinteranlage am Standort Linz gelie- fert. Die größeren Kornklassen verarbeitet man in vier Doppelschachtöfen zu Branntkalk (Kalzium- oxid) weiter. Beim Reduktionsprozess verliert der Rohstein etwa 44% seines Gewichts. Branntkalk kommt hauptsächlich im Stahlwerk zum Einsatz. Sinteranlage Die Sinteranlage am Standort Linz ist eine der modernsten weltweit und setzt mit den Einsatz neu- ester Umwelttechnologien europaweit Maßstäbe. Die Hauptaufgabe der Sinteranlage besteht in der Feinerzaufbereitung. In den Mischbetten werden verschiedenste Feinerze mit Hüttenkreislauf- stoffen und Zuschlägen homogenisiert und mit Brennstoff versetzt. Auf dem sogenannten Sinterband mit einer Länge von ca. 74 m schmelzen die Erzkörner bei 1.300° C zu einem porigen Sinterkuchen zusammen. Nach dem Abkühlen und Brechen des Sinter- kuchens transportieren Förderbänder den fertigen Sinter direkt zum Hochofen.10 / Prozessbeschreibung
  11. 11. HochofenDer Hochofenprozess arbeitet nach dem Gegenstromprinzip. Dabei gibt man am oberen Teil desHochofens, der Gicht, schichtweise Koks und Eisenträger auf. Die Mischung wandert von obennach unten durch den Schacht, während in entgegengesetzter Richtung sich die Gasphase bewegt.Nach Einblasung von 1.200° C heißer Luft in den Schacht reagiert der Sauerstoff mit dem Kohlenstoffdes Kokses, wobei es zum Schmelzreduktionsprozess kommt. Das flüssige Roheisen und die gebil-dete Schlacke sammelt sich im unteren Bereich des Hochofens. Durch regelmäßiges Öffnen des Ab-stichloches im Gestell gelangt das Roheisen in Rohrpfannen zur Weiterverarbeitung ins Stahlwerk.Im betriebsinternen Wertstoffzentrum erfolgt die Aufbereitung der Schlacke zu hochwertigen Pro-dukten für die Bau- und Zementindustrie. Das entstandene Gichtgas ist ein wertvoller Energieträgerund findet, nach einem zweistufigen Reinigungsprozess, seinen Einsatz in internen Prozessen.StahlwerkIm Stahlwerk wandelt man mittels LD-Verfahren das flüssige Roheisen aus dem Hochofen in hoch-wertigen Stahl um. Der Tiegel wird zuerst mit Schrott und anschließend mit dem flüssigen Roheisenbefüllt. Durch das Aufblasen von Sauerstoff mittels einer wassergekühlten Lanze werden Kohlen-stoff und unerwünschte Begleitelemente aus dem Stahlbad entfernt. In der Sekundärmetallurgieerfolgt mittels Pfannenofen und Vakuumanlage die Veredelung des Stahls zur gewünschten Zusam-mensetzung. Entstaubungsanlagen sorgen für die Absaugung der staubhaltigen Abluft am Konver-ter, den Pfannen und der Umleerstation.StranggießanlagenIm Stahlwerk sind die Stranggießanlagen integriert. Nach dem Einfüllen des flüssigen Stahls inden Verteiler kann in die Kokille mit einem definierten Querschnitt abgegossen und sofort mit derWasserkühlung begonnen werden. Der Strang erstarrt immer mehr, während er durch den Gieß-bogen wandert. Am Ende trennen die Brennschneidemaschinen den Strang auf das festgelegteBrammenmaß. Prozessbeschreibung / 11
  12. 12. Warmwalzwerk Um Energie einzusparen verarbeitet man, durch Einsatz von Warmhalteboxen und intelligenter Logistik, die Brammen so heiß wie möglich. In den Stoßöfen und im Hubbalkenofen erwärmen sich die Brammen auf ca. 1.200° C. Zuerst entfernt der Zunderwäscher die anhaftende Zunderschicht, um anschließend die Bramme auf der sogenannten Breitbandstraße zu walzen. Es entsteht dabei in weniger als drei Minuten ein bis zu 1,7 km langes und max. 1,65 m breites Stahlband, welches noch im warmen Zustand zu Bunden aufgewickelt wird. Kaltwalzwerk Im Kaltwalzwerk erfolgt eine weitere Verdünnung des Stahlbandes mittels zwei Prozessschritten – dem Beizen und dem Walzen. Nach dem Beizen der Stahlbänder erfolgt die Walzung mit einer Dickengenauigkeit bis zu einem hundertstel Millimeter. Dabei bleibt das Material extrem druck- und zugfest. Die in den Regenerationsanlagen der Beizen entstehenden Nebenprodukte wie z.B. Eisenoxid und Eisensulfat werden an externe Kunden verkauft. Feuerverzinkung Um das Stahlband zu veredeln, sprich die Oberflächenqualität zu verbessern, besteht die Möglich- keit einer Beschichtung mit flüssigem Zink. In den Feuerverzinkungsanlagen wird kaltgewalztes, ungeglühtes Kaltband in einem kontinuierlichen Prozess gereinigt, geglüht und mittels Zinkbad mit einer Zinkschicht überzogen. Diese Zinkschicht schützt das Kaltband vor Korrosion und liegt oft im Tausendstelmillimeterbereich. Den Abschluss des Feuerverzinkungsprozesses bildet die Ober- flächenbehandlung und -konservierung (Passivierung). Die Vorwärm- und Glühöfen sind mit Low- NOx-Brennern ausgestattet, um Emissionen zu minimieren. Elektrolytische Verzinkung Anders als bei der Feuerverzinkung erzielt man bei dieser Technik die Zinkschicht durch das Anlegen hoher Ströme aus einer Elektrolytlösung. Diese Methode ermöglicht beidseitig sehr ge- ringe Schichtdicken des Überzugs. Nachdem das Band die Qualitätsprüfung bestanden hat, kann es verpackt und an den Kunden geliefert oder in der organischen Beschichtungsanlage weiterbe- handelt werden.12 / Prozessbeschreibung
  13. 13. Organische BeschichtungIn der organischen Beschichtung besteht die Möglichkeit ein umfassendes Spektrum an beschich-teten Stahlbändern zu erzeugen, welches sich durch dauerhaften Korrosionsschutz bei unverän-derter Schichtdicke und durch eine hohe Verformbarkeit auszeichnet. In den Bandbeschichtungs-anlagen erfolgt die Beschichtung des Bandes mittels einer „Pick-up“-Rolle, welche den Lack ausder Lackwanne aufnimmt und das Band in verschiedenen Farben und Schichtdicken beschichtet.Die Technologie bringt im Vergleich zu herkömmlichen Stücklackierungen enorme Vorteile für dieUmwelt, da kaum Lackverluste entstehen.Wertstoff-ZentrumDas Wertstoff-Zentrum ist das Kompetenzzentrum für die Aufbereitung und Vermarktung vonHüttennebenprodukten. Durch die Aufbereitung der Kreislaufstoffe im Wertstoffzentrum könnendiese wieder im Produktionsprozess eingesetzt werden, was einen maßgeblichen Beitrag zur Res-sourcenschonung darstellt.Kraftwerk/StromversorgungWährend des Produktionsprozesses entstehen Prozess- oder Kuppelgase (Gichtgas, Kokereigas,Tiegelgas), welche einerseits als Energie für diverse Öfen im Werksgelände dienen und ande-rerseits die Basis für die Stromerzeugung im Werksgelände bilden. Im Kraftwerk produziert dievoest alpine Stahl GmbH nahezu den gesamten im Werk benötigten Strom sowie auch einen Teilder benötigten Wärme. Darüber hinaus versorgt das Kraftwerk das Werksgelände mit Dampf,Nutz-, Kühl- und Speisewasser. Der Energiebedarf am Standort Linz deckt sich so größtenteilsselbst und stellt damit die ökonomische und ökologische Verwertung der Prozessgase und -wär-me sicher.Technische MedienDie Kernaufgabe der Technischen Medien sind die Planung, der Betrieb, der optimierte Einsatz unddie Instandhaltung aller Versorgungsnetze wie z.B. Gas, Wasser, Dampf des Standortes Linz. Prozessbeschreibung / 13
  14. 14. voestalpine Giesserei Linz GmbH Die voestalpine Giesserei Linz GmbH ist eine 100%ige Tochter der voestalpine Stahl GmbH und besteht aus den beiden Produktionsbereichen Stahl- sowie Nichteisenmetallguss. Gemeinsam mit qualifizierten Mitarbeitern wird das Unternehmen mit sehr spezifischen Produkten auf höchstem Qualitätsniveau allen Anforderungen ihrer globalen Kunden auf der Basis umweltschonender Fertigungsprozesse gerecht. Die Stahlgießerei produziert Stahlguss für die thermische Energieer- zeugung, für den Maschinenbau sowie für Offshore-Anwendungen bis zu einem Einzelgewicht von rund 170 t. Die nach spezifischen Kundenzeichnungen erzeugten Gussteile werden hauptsächlich als Gehäuse für Gas- oder Dampfturbinen eingesetzt. Weltmarktführer ist der Stahlguss in Linz bei der Erzeugung größter Turbinengehäuse. Große Komponenten werden auch für Kompressoren, die beim Transport bzw. zur Druckerhöhung von Erdgas in Pipelines zum Einsatz kommen, produziert. Die Stahlgießerei exportiert ihre Erzeugnisse in alle Welt. Ihre Umsätze verteilen sich global projektspezifisch und liegen im Durchschnitt in etwa gleichverteilt auf USA, Asien und Europa bei einem Österreichanteil von etwas über 10%. Die Nichteisenmetallgießerei ist ein international anerkannter Lieferant von wartungsfreien Gleit- elementen sowie qualitativ hochwertigen Kompaktschiebern, die zur Kraftumlenkung hauptsächlich bei Presswerkzeugen für die Automobilindustrie eingesetzt werden. Die Produkte der Nichteisen- metallgießerei werden hauptsächlich in Europa mit Schwerpunkt Deutschland umgesetzt, wobei jedoch der Lieferanteil für Asien steigt.14 / Gesellschaften
  15. 15. voestalpine Grobblech GmbH Die voestalpine Grobblech GmbH ist eine 100%ige Tochter der voestalpine Stahl GmbH mit Fir- mensitz in Linz. Mit seinen rund 500 Mitarbeitern liefert es 700.000 t Grobbleche in die Segmente Energie, Bau und Maschinenbau sowie Handel und Distribution. Als Top-Lieferant für hochqualitative Nischenprodukte am Energiemarkt ist die voestalpine Grobblech GmbH ein führender Anbieter für sauergasbeständige Röhrenbleche und hochfeste Tiefseebleche für Pipelines sowie thermomechanisch gewalzte Konstruktionsstähle für Offshore- Plattformen. In Europa ist das Unternehmen der führende Hersteller für walzplattierte Bleche und Böden. Als Komplettanbieter liefert die voestalpine Grobblech GmbH Mantelbleche, Böden und Konen für den anspruchsvollen Kesselbau aus einer Hand und bietet hochfeste und verschleißfeste Stähle für den Stahl-, Brücken- und Fahrzeugbau.Logistik Service GmbHCargo Service GmbH Die Logistik Service GmbH (LogServ) wurde am 1.04.2001 als 100%ige Tochter der voestalpine Stahl GmbH gegründet. LogServ ist Full-Service-Anbieter für industrielle Logistik und spricht mit ihren Dienstleistungen die heimische Großindustrie an. Die Kunden der LogServ sind vor allem in der Metallerzeugung und -verarbeitung, in der Baustoff- und Prozessindustrie, im Maschinen- und Anlagenbau und auch in der Automobil- und Automobilzulieferindustrie zu Hause. Auf dem Eisenbahnsektor werden Betreiber von Werks- und Anschlussbahnen, private Eisenbahn- verkehrsunternehmen und Privatgüterwagenvermieter betreut. Unter der Marke CargoServ bietet LogServ als privates Eisenbahnverkehrsunternehmen alternative Eisenbahnkonzepte für Ganzzugs-Gütertransporte auf dem öffentlichen Schienennetz an. Gesellschaften / 15
  16. 16. Zum Dienstleistungsangebot der LogServ gehören: ƒ Werksinterne Logistik: Betriebsführung Werks- und Anschlussbahnen, Waggonmanagement, eigener Donauhafen mit leistungsfähigen Umschlaganlagen, interne Schwer- und Sondertransporte auf der Straße ƒ Supply Chain Management (Abwicklung aller Abläufe in der gesamten Logistikkette), Logistik-Outsourcing, Logistik-Beratung, Kontraktlogistik ƒ Zolldienstleistungen ƒ Planung, Koordination und Management europäischer Landverkehre ƒ Werkstättenleistungen für Lokomotiven und Güterwaggons ƒ Gleis- und Sicherungstechnik: Neubau, Adaptierung, Umbau und Wartung ƒ Technisches Büro für Eisenbahnbau: Planung, Projektierung, Behördeneinreichungen, Leistungsausschreibung und Bauüberwachung ƒ Fuhrparkmanagement für alle Transportmittel ƒ PKW-Werkstätte ƒ Werkstätten für Schwer- und Sonderfahrzeuge ƒ Öffentliche Tankstelle am Standort Linz ƒ Private Eisenbahntraktion auf dem öffentlichen Schienennetz unter der Marke CargoServ ƒ LogServ-Bahnakademie: Aus- und Weiterbildung für Bahnpersonal voestalpine Europlatinen GmbH Die voestalpine Europlatinen GmbH ist ein 100%iges Tochterunternehmen der voestalpine Auto- motive GmbH. Das Unternehmen versteht sich als Automobilzulieferant mit dem Anspruch der Qualitätsführerschaft. Im Geschäftsjahr 2009/10 wurde am Standort Linz mit zirka 193 Mitarbeitern ein Umsatz von rund 100 Millionen Euro erwirtschaftet. Das Hauptprodukt der voestalpine Europlatinen GmbH ist die lasergeschweißte Platine. Diese entsteht durch das Fügen von zwei oder mehreren Blechen unterschiedlicher Dicke, unterschied- licher Festigkeit und/oder unterschiedlicher Beschichtung mittels Laserstrahl und ist ein Vor- produkt für Pressteile für den Karosseriebau. Dieses maßgeschneiderte Produktangebot – im internationalen Sprachgebrauch als Tailor Welded Blank bezeichnet – leistet neben der Verbesse- rung der Kosteneffizienz einen Beitrag zur Gewichtsreduzierung und damit zur Umweltrelevanz von Kraftfahrzeugen sowie zur Funktionsoptimierung der Karosseriebauteile. Die Erzeugung gliedert sich im Wesentlichen auf zwei Produktionsschritte: Stanzen und Laser- schweißen. Mit zwei Stanzanlagen können jährlich ca. 30 Millionen Präzisionsstanzteile erzeugt werden. Für die Fertigung lasergeschweißter Platinen beträgt die Produktionskapazität mittels sieben großteils vollautomatisierter Laserschweißanlagen mit insgesamt 13 Produktionsästen im Jahr zirka zwölf Millionen Stück. Das Kundenportfolio beinhaltet die meisten Automobilhersteller Europas sowie bedeutende „Tier 1“-Zulieferbetriebe, wobei der Fokus auf die Belieferung von Automobilproduktionsstätten im frachtnahen Raum bis etwa 1.000 km Radius liegt. In begründeten Sonderfällen werden Kunden jedoch mit Lieferungen auch in den außereuropäischen Raum begleitet. Umweltpolitik der voestalpine Europlatinen GmbH Die voestalpine Europlatinen GmbH bekennt sich zur Charta für eine langfristig tragfähige Entwicklung (sustainable development) der Internationalen Handelskammer (ICC) und zu den Umweltgrundsätzen der World Steel Association. Mit den im Folgenden festgeschriebenen Absichten und Zielsetzungen hinsichtlich Umwelt, ver- pflichtet sich die voestalpine Europlatinen GmbH, zur ständigen Verbesserung der betrieblichen16 / Gesellschaften
  17. 17. Leistungen zum Schutz der Umwelt am Standort. Zur Verringerung der Umweltauswirkungenbringen wir die beste verfügbare und wirtschaftlich vertretbare Technik zur Anwendung. DieEin haltung der relevanten gesetzlichen Umweltschutzbestimmungen ist uns dabei eine Selbst-verständlichkeit. ƒ Wir betrachten Umweltschutz als wichtige Aufgabe der Unternehmensführung. ƒ Wir betreiben ein Umweltmanagementsystem zur Umsetzung unserer umweltpolitischen Leitlinien in konkretes Handeln. ƒ Der Aufbau des Umweltmanagement-Systems erfolgt in Übereinstimmung mit ISO 14001 und EMAS. ƒ Wir fördern Wissen und Verantwortungsbewusstsein unserer Mitarbeiter und die Zusammenarbeit auf allen Ebenen. ƒ Wir verwenden Rohmaterialien und Energien so sparsam wie möglich. ƒ Wir vermeiden und reduzieren die von unseren Produktionsprozessen und Tätigkeiten ausgehenden Umweltauswirkungen so weit als möglich. ƒ Wir führen einen offenen und sachlichen Dialog mit Kunden, Behörden, Anrainern und der interessierten Öffentlichkeit. ƒ Der stofflichen und thermischen Verwertung wird der Vorzug gegeben. ƒ Wir tragen durch unsere Produktentwicklung zu einer Verringerung der Umwelt- auswirkung während der Produktionsphase bei (Gewichtsersparnis, geringerer Treibstoffverbrauch, verbesserter Materialeinsatz).Die Geschäftsführung der voestalpine Europlatinen GmbH bekennt sich ausdrücklich zu den ange-führten Qualitätsgrundsätzen. Gesellschaften / 17
  18. 18. CO2 – Stahl, ein Beitrag zum Klimaschutz Stahl kommt bei der Klimavorsorge eine Schlüssel- rolle zu. Das Ergebnis einer Studie der Unternehmens- beratung The Boston Consulting Group, die unab- hängig im Auftrag der Wirtschaftsvereinigung Stahl erstellt wurde, zeigt am Beispiel Deutschland, dass sich ein Drittel der bis 2020 geplanten CO 2 -Reduk- tionen nur mithilfe innovativer Stahlprodukte und deren Anwendungen verwirklichen lässt. Darin werden die CO2-Einsparungen aus wesentlichen innovativen Stahlanwendungen, wie effizienteren Kraftwerken, Windenergieanlagen oder leichteren Fahrzeugen den durch die Stahl- produktion verursachten CO2-Emissionen gegenübergestellt. Die Untersuchung zeigt, dass die Einsparpotenziale durch den Einsatz von Stahl höher sind als die Emissionen aus der Stahlerzeu- gung selbst. Die Stahlindustrie macht aufgrund ihrer prozessbedingten CO2-Emissionen aus der Reduktion von Eisenerz zu Roheisen und dessen Verarbeitung zu Stahl einen merklichen Teil der industriellen CO2-Emissionen aus. Doch diese alleinige Art der Betrachtung der CO2-Emissionen während des Produktionsprozesses ist nur die eine Seite. Vielmehr hat eine vorausschauende Klimapolitik auch zu berücksichtigen, welchen Beitrag der Stahl zu den Emissionseinsparungen in den Sektoren Energie, Verkehr und Haushalte leistet. Die größten Einsparmöglichkeiten liegen in der Erneuerung fossiler Kraftwerke, beim Ausbau der Windenergie, der Gewichtsreduktion von Pkw, beim Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung sowie bei weiteren erneuerbaren Energien wie Geothermie, Biomasse und Wasser. Stahl kommt demzufolge eine Schlüsselrolle zu, um die ambitionierten Klimaziele zu erreichen. Aus technischen und ökonomischen Gründen kann man Stahl an vielen Stellen nicht durch alternative Werkstoffe ersetzen. Für Kraftwerksbauten oder die Nutzung der Windenergie ist er praktisch un- verzichtbar. Der Großteil der Minderungspotenziale ist ausschließlich durch die Anwendung von Stahl und nicht durch andere Werkstoffe zu realisieren. Eine leistungsfähige Stahlindustrie, welche die erforderlichen innovativen Stahlprodukte liefern kann, ist ein wichtiger Beitrag zu einer erfolg- reichen Klimapolitik. Das derzeit in der Europäischen Kommission diskutierte Belastungsausmaß der europäischen Stahlindustrie, durch den CO2-Zertifikatehandel ab 2013, sollte auch aus diesem Blickwinkel betrachtet und dementsprechend gewürdigt werden.18 / aktuelle umweltrelevante themen
  19. 19. Aktuelle Beispiele seitens voestalpine zum Klimaschutzbeitrag durch die laufende Weiterentwick-lung und Optimierung des Produktes Stahl im Bereich: ƒ Autoindustrie (z.B. Leichtbauweise durch höherfeste Stähle – Gewichtseinsparung – Treibstoffreduktion – indirekter Beitrag für Sektor Verkehr, zur Senkung der spezifischen CO2-Emissionen pro km) ƒ Bahnsysteme (z.B. Schienenprodukte für Hochleistungsstrecken; koordinierte Ent- wicklung von Radstählen und Schienen – Ausbau von Hochleistungsbahnsystemen zur Verlagerung Verkehr auf Schienen...) ƒ Energietechnik (z.B. Werkstoffe für Schlüsselkomponenten kalorischer Kraftwerke zur Wirkungsgradverbesserung, Werkstoffe für erneuerbare Energiequellen – Wasserkraft, Windkraft, Solarthermie, Photovoltaik etc.; Werkstoffe für die Energieübertragung und -speicherung)Außerdem ist die voestalpine ständig bemüht Energieeffizienzpotenziale auszuloten undumzusetzen, um auch entsprechende CO2-Reduktionseffekte bei der Produktion zu erzielen.Im Folgenden sind einige Beispiele aus der unmittelbaren Vergangenheit aufgelistet: ƒ Laufende Optimierung zur vollständigen Verwertung der bei der Stahlherstellung anfallenden Kuppelgase in den Kraftwerksanlagen und sonstigen Industrieöfen ƒ Substitution von Reduktionsmitteln fossilen Ursprungs (Koks, Heizöl schwer) im Hoch- ofen durch Nebenprodukte aus anderen Prozessstufen (z.B. Rohteer und Koksgas aus Kokereiprozess) sowie speziell aufbereitete Rest-/Abfallfraktionen (z.B. Altöle, Kunststoffe) ƒ Fernwärmeauskopplung für Kommunen ƒ CO2-Einsparung durch Logistikoptimierung ( z.B. Verschiebung von Lkw- auf Bahn- verkehr, Optimierung der Transportwege) aktuelle umweltrelevante themen / 19
  20. 20. Drei Jahre REaCh und ein herausforderndes Jahr 2010 Drei Jahre nach dem Inkrafttreten der europäischen Chemikalienverordnung REACH (Registration, Eva- luation, Authorisation and Restriction of Chemicals), dürfen nach Ablauf bestimmter Fristen nur mehr jene Chemikalien, die umfassend bewertet und mit einer Registrierungsnummer der Europäischen Chemikalien Agentur (ECHA) versehen wurden, auf den EU-Markt gebracht und verwendet werden. Mit 1. Dezember 2008 wurde im voestalpine-Konzern die Vorregistrierung von Stoffen fristgerecht abgeschlossen. Insgesamt waren 28 Konzerngesellschaften betroffen, die auf elektronischem Weg etwa 1.000 Vorregistrierungen an die ECHA mit Sitz in Helsinki meldeten. Mit 1. Dezember 2010 endet die erste von drei Fristen zur Durchführung der Registrierung von Stoffen, weitere Termine in den Jahren 2013 und 2018 folgen gestaffelt nach Mengenschwelle und Gefährlichkeitsmerkmalen. Die voestalpine wird natürlich alle ihre Verpflichtungen termingerecht erledigen. Nach derzeitigem Stand sind etwa 23 Stoffe von sieben Konzerntochtergesellschaften zu registrieren. Im Laufe der zweiten Jahreshälfte 2010 reichen die voestalpine-Gesellschaften ihre firmenspezifischen Registrierungsdossiers bei der ECHA ein. Einen überwiegenden Teil der von voestalpine-Tochtergesellschaften zugekauften, registrierungs- pflichtigen Stoffen und Zubereitungen registrieren die Lieferanten innerhalb und außerhalb der Europäischen Union selbst. Weiters hat sich der Stahlsektor global auf eine einheitliche Positionierung hinsichtlich der Abgren- zung von metallischen Halbzeugen (z.B. Bramme, Knüppel) als Erzeugnis gemäß REACH-Definition geeinigt. Die voestalpine konnte dazu die schriftliche Unterstützung der österreichischen REACH- Behörde, dem Umweltministerium, erreichen. Einen einheitlichen Standpunkt aller Behörden der Mitgliedsstaaten gilt es auf europäischer Ebene noch festzulegen.20 / aktuelle umweltrelevante themen
  21. 21. aktuelle umweltrelevante themen / 21
  22. 22. IPPC – Stand der Technik Die in der Gewerbeordnung und in den spezifischen Emissionsverordnungen zugrunde gelegte IPPC-Richt- linie (Integrated Pollution Prevention and Control Di- rective), gibt den Stand der Umwelttechnik vor und wird daher in der voestalpine bei jedem geplanten, umweltrelevanten Projekt, ob Neuinvestition oder An- passung einer Betriebsanlage, immer als Basis neben den nationalen Regelwerken herangezogen. Damit ist gewährleistet, dass die erforderlichen umwelttechnischen Erneuerungen und Anpassungen gemäß des letzten Standes der Technik umgesetzt und gleichzeitig die entsprechenden Gesetze und Verordnungen eingehalten werden. Die IPPC-Anlagen sind in der Richtlinie aufgelistet und in eigenen Dokumenten (BREFs = Best Available Technique Reference Documents) umfassend hinsichtlich der besten verfügbaren Tech- niken (BVT) mit Schwerpunkt Umweltschutz beschrieben und für jedermann zugänglich. Der Standort Linz betreibt derzeit 20 solcher Produktionsanlagen, welche in diese Kategorien fallen. Ziel der „integrierten Betrachtung“ ist ein hohes Maß an Schutz für die Umwelt insgesamt zu erreichen (Schutz der Luft, des Wassers und des Bodens) und nicht etwa die Luft zu Lasten des Wassers zu schützen. Es sind für jede BVT die Emissionsgrenzwerte angegeben, die nach entspre- chender Umsetzung erreicht werden können. Emissionsgrenzwerte in Genehmigungsbescheiden müssen sich an diesen „besten verfügbaren Techniken“ orientieren. Derzeit wird die IPPC-Richtlinie einer Revision unterzogen. Die neue gültige Fassung, mit dem neuen Namen „Industrieemissionsrichtlinie“ (IE-RL) oder IE-D (Industrial Emissions Directive) soll in naher Zukunft in Kraft gesetzt und veröffentlich werden. Einer der Schwerpunkte ist eine europaweite Vereinheitlichung der anlagenbezogenen Emissionsgrenzwerte, für jeden industriellen Sektor. Die erreichbaren Emissionswerte sind nach Anwendung der jeweiligen BREF’s und einer festgelegten Übergangsfrist einzuhalten. Die voestalpine nimmt aktiv bei den Revisionsprozessen der BREF’s teil, indem sie Beiträge bezüg- lich „bester verfügbarer Techniken“ (BVT) leistet, die im industriellen Maßstab in den eigenen IPPC-Betriebsanlagen erfolgreich realisiert werden konnten und kann zusätzlich Neuentwicklungen frühzeitig erkennen.22 / aktuelle umweltrelevante themen
  23. 23. Das IntegrierteManagement-SystemDie Division Stahl betreibt ein integriertesManagement- System, das schwerpunktmäßig dieThemen Qualität, Sicherheit und Umwelt umfasst.Kompetenzzentren unterstützen die dezentralenGeschäftseinheiten am Standort Linz bei der opera-tiven Umsetzung dieses Management-Systems. Es ist erklärtes Ziel dieses integrierten Ansatzes, Prozesse und Abläufe ganzheitlich zu betrachten und dahingehend zu optimieren, dass Qualitäts-, Sicherheits- und Umweltansprüche gleichermaßen erfüllt werden. Ein wichtiges Element dieses Management-Systems ist ein umfassendes Personen-Netzwerk. Für alle Prozesse wurden Ansprechpersonen definiert, die gemeinsam mit den Kompetenzzentren das Management-System vor Ort umsetzen. Experten erfassen alle umweltrelevanten Stoffströme am Standort, welche die Basis für die jähr- liche Umweltprüfung bilden. Daraus werden eine Umweltstrategie sowie konkrete Maßnahmen und Ziele zur Verminderung der Umweltauswirkungen abgeleitet. Darüber hinaus werden dezentral alle nicht-quantifizierbaren Umweltauswirkungen mithilfe einer ABC-Bewertung eingestuft und im Rahmen einer Umwelt-FMEA potenzielle Umweltrisiken abge- schätzt. Zusätzlich zu diesen Instrumenten liefert auch der kontinuierliche Verbesserungsprozess Inputs für das jährliche Umweltprogramm. Die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen wird durch eine zentrale Rechtsabteilung, ein elektro- nisches Bescheidverwaltungssystem und Schulungen zu aktuellen Gesetzesänderungen sicherge- stellt. Für größere Projekte werden eigens interdisziplinäre Projektgruppen ins Leben gerufen, die sich um die Umsetzung der Bescheidauflagen kümmern. Im Rahmen von internen Audits wird die Einhaltung der Rechtsbestimmungen stichprobenartig überprüft. Für ein nachhaltig wirksames Umweltmanagement ist die Verankerung des Umweltgedankens bei allen Mitarbeitern unerlässlich, weshalb bewusstseinsbildende Maßnahmen das Management-Sys- tem abrunden. Integriertes Management-System / 23
  24. 24. Unternehmensgrundsätze der Division Stahl Ausgewogenheit bei Produktivität, Qualität, Sicherheit und Umwelt ist unser Schlüssel für „einen Schritt voraus“ Die Division Stahl strebt die Qualitäts-, Technologie- und Ergebnisführerschaft in der europä- ischen Stahlindustrie an und stellt sich der Herausforderung, Wachstum und Wettbewerbsfä- higkeit mit umweltbewusstem und sozial verträglichem Handeln zu verbinden. Das integrierte Managementsystem für Qualität, Sicherheit, Umwelt und Risiko leistet einen wesentlichen Bei- trag zur Erreichung dieser Zielsetzung, weshalb sich die Unternehmensführung zu folgenden Grundsätzen bekennt: Kundenorientierung Nicht wir, sondern unsere Kunden definieren, was Qualität ist – aber wir liefern sie. Wir richten die Prozesse an den Kundenbedürfnissen aus und legen damit die Basis für nachhaltige Kundenzufrie- denheit. Innovation und kontinuierliche Verbesserung Mit guten Leistungen geben wir uns nicht zufrieden. Innovation und kontinuierliche Verbes- serung sind die Voraussetzungen für den Erfolg und die Wertsteigerung unseres Unternehmens. Es ist daher Aufgabe und Herausforderung eines jeden Mitarbeiters, aktiv Verbesserung zu betreiben. Mitarbeiterentwicklung Kompetente und motivierte Menschen sind die bedeutendste Kraft in unserem Unternehmen. Daher fördern und fordern wir unsere Mitarbeiter, ihr Wissen, ihr Verantwortungsbewusstsein und ihre Zusammenarbeit auf allen Ebenen. Wir schaffen eine moderne, attraktive Arbeitswelt, in der diese Mitarbeiter zur Höchstform auflaufen können. Ziele & Kennzahlen (Messbare Erfolge) Erst konkrete Ziele und deren lückenlose Kommunikation machen die Umsetzung unserer Strategie möglich. Kennzahlen zeigen uns, ob wir auf Kurs sind oder steuernd eingreifen müssen. Risikomanagement Das Erkennen von Chancen und Risiken, welche die Steigerung unseres Unternehmenswertes sichern bzw. gefährden, ist eine wichtige Managementaufgabe und damit integraler Bestandteil der Unternehmensaktivitäten. Sicherheit & Gesundheit Das Unternehmen und die Mitarbeiter sind gleichermaßen für Sicherheit und Gesundheit verant- wortlich. Deshalb schaffen wir sichere Bedingungen am Arbeitsplatz und fördern die Eigenver- antwortung aller Mitarbeiter, bewusst und positiv mit sich selbst und ihrem Umfeld umzugehen – auch außerhalb der Arbeitszeiten.24 / Unternehmensgrundsätze
  25. 25. Prävention (Vorbeugung)Arbeitsunfälle, Gesundheitsbeeinträchtigungen, Umweltschäden, Qualitätsprobleme und Schadens-fälle an Anlagen sind durch vorbeugendes Handeln vermeidbar. Fehler, die trotzdem auftreten,betrachten wir als Chance zu lernen. Sie werden daher dokumentiert, analysiert und korrigiert.LieferantenZur Sicherstellung der Leistungserbringung an unsere Kunden pflegen wir partnerschaftlicheBeziehungen zu unseren Lieferanten.UmweltschutzEin sparsamer Umgang mit Rohstoffen und Energien, sowie die Minimierung von Umweltauswir-kungen tun nicht nur der Umwelt gut, sondern helfen uns auch Kosten einzusparen. Wir sind unsunserer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und setzen mit unserer Umwelttechnik Stand-ards in einem wirtschaftlich vertretbaren Ausmaß.Umfeld & PartnerschaftenDas gesamte Unternehmensumfeld ist für unseren Erfolg mit ausschlaggebend. Eine offene Kom-munikation und langfristige Partnerschaften mit allen Interessensgruppen sehen wir als Basis fürgemeinsame, nachhaltige Lösungen. Die Berücksichtigung verschiedenster Anliegen und die Ein-haltung der rechtlichen Bestimmungen entsprechen unserem Selbstverständnis. Revision 2, 21.01.2011 Unternehmensgrundsätze / 25
  26. 26. legal Compliance – zertifiziertes Umweltmanagementsystem am Standort Linz und Steyrling Seit Herbst 1999 betreibt die voestalpine Stahl GmbH an den Standorten Linz und Steyrling ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem nach der EMAS-Verordnung (Eco Management and Audit Scheme) und ISO 14001. Die EMAS-Verordnung wurde von der Europäischen Union entwickelt und ist ein Integrationswerk aus Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung für Unternehmen, die ihre Umweltleistung verbessern wollen. Gemäß dieser Verordnung wird die Einhaltung aller Rechtsbestimmungen, Ge- setze, Richtlinien und Verordnungen und speziell die Anforderungen der Umweltthemen als Legal Compliance bezeichnet und für die Zertifizierung auch vorausgesetzt. Zur Ableitung aller zur Einhaltung von Rechtsbestimmungen erforderlichen Handlungen und Maß- nahmen bedient sich die voestalpine entsprechender Fachexperten. Diese Spezialisten sind über die aktuellsten gesetzlichen Bestimmungen informiert und verfügen über die erforderlichen Fachkennt- nisse. Die Steuerung von Aufgaben zur Erfüllung rechtlicher Vorschriften für die Errichtung, den Betrieb und auch die Stilllegung von Betriebsanlagen und Bauten innerhalb dieses Expertenkreises und der jeweiligen Verantwortlichen, erfolgt über eine eigene Prozessorganisation – dem sogenann- ten „Behördenteam“. Die jeweiligen Forderungen aus aktuell geltenden betriebsanlagenrechtlichen Rahmenbedingungen (Bescheide, Gesetze, Verordnungen…) und notwendigen Maßnahmen zur Erwirkung entsprechender Behördengenehmigungen, werden in Form von Arbeitspaketen bzw. Arbeitsaufträgen an die jeweiligen Bedarfsträger bzw. für die operative Umsetzung den Verantwort- lichen kommuniziert. Im Zuge von regelmäßigen Jour-Fixe-Terminen des Behördenteams ist, durch entsprechende Rückkopplung über die jeweiligen Fachexperten, die Überwachung der ordnungsge- mäßen Umsetzung der Arbeitsaufträge gewährleistet bzw. werden dabei ggfs. erforderliche Korrek- turmaßnahmen eingeleitet. Alle umweltrelevanten Messungen werden beispielsweise zentral im Messzeitplan zusammengefasst und die Durchführung entsprechend eingetaktet. Aufgaben für wie- derkehrende Prüfungen von Anlagen werden den jeweiligen Fachabteilungen zugeordnet und die Umsetzung mit den dazugehörigen Dokumentationssystemen (z.B. SAP – Wartungs- und Instandhal- tungssystem) nachgewiesen. Die Bescheidverwaltung, eine auf SAP basierende Software, dient zur Unterstützung bei der Verwaltung von Behördenschriftstücken und beim Auflagenmanagement für eine termingerechte Erfüllung von Bescheidauflagen. Langfristig ist geplant, die Bescheidverwaltungssoftware mit den jeweiligen Softwareapplikationen der Fachabteilungen, über eine integrierte IT-Architektur für ein automatisiertes Dokumentationsmanagement zu vernetzen. Durch die Prozessorganisation „Behördenteam“ wird die vollständige, zeitgerechte Umsetzung von Aufgaben, aus Vorschriften betreffend betriebsanlagenrechtlicher Rahmenbedingungen sowie sonstiger Behördenforderungen, eingetaktet. Durch die regelmäßigen Jour-Fixe-Termine ist die Überwachung aufgrund eines begleitenden Monitorings durch die Fachexperten gewährleistet.26 / legal Compliance
  27. 27. legal Compliance / 27
  28. 28. Ihre Sicherheit ist uns ein Anliegen! Information der Öffentlichkeit über die Sicherheitsmaß- nahmen und das richtige Verhalten bei einem Industrie- unfall gemäß § 13 der Industrie unfallverordnung (IUV) Die voestalpine Stahl GmbH betreibt am Standort Linz unter anderem Anlagen, die der IUV unterlie- gen und informiert hiermit über Sicherheitsmaßnahmen und das richtige Verhalten bei Industrieun- fällen. Nicht jede Störung einer Anlage ist auch ein Industrieunfall. Als Industrieunfall bezeichnet man ein Ereignis, bei dem durch Freisetzung bestimmter gefährlicher Stoffe eine Gefahr für Menschen und/ oder die Umwelt entstehen kann. Die Vorsorgepflicht für die Verhinderung und Begrenzung von In- dustrieunfällen ist in der IUV geregelt. Aufgrund der umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen, die im Rahmen der Produktion seit jeher angewendet werden, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie als Nach- bar durch die Auswirkungen eines Industrieunfalls betroffen werden, außerordentlich gering. Ein Industrieunfall kann nur dann eintreten, wenn alle vorbeugenden technischen und organisatorischen Maßnahmen gleichzeitig versagen. Sollte trotz aller Sicherheitsvorkehrungen und Vorsichtsmaß- nahmen ein Industrieunfall eintreten, dann gibt Ihnen diese Information Ratschläge, was zu tun ist. Im integrierten Hüttenwerk befinden sich vier sicherheitstechnisch relevante Anlagenbereiche, deren Auswirkungen im Zuge eines Industrieunfalls über die Werksgrenzen reichen können. ƒ Koksofenbatterien inkl. Kokereigasgewinnung mit Leitungssystem und Gasometer ƒ Teerscheide- und Rohbenzolanlage inkl. Lagertank ƒ Hochofenanlage inkl. Gichtgasreinigung mit Leitungssystem und Gasometer ƒ Tiegelbetrieb inkl. Tiegelgasreinigung mit Leitungssystem und Gasometer Eine Luftzerlegungsanlage nach dem Linde-Niederdruckverfahren ist eine weitere sicherheitsrele- vante Anlage auf dem Werksgelände Linz, die von der Firma Linde Gas GmbH betrieben wird. Die möglichen Auswirkungen dieser Anlage sind in der Ihnen vorliegenden Information mit berück- sichtigt. Die in den genannten Anlagen, der voestalpine Stahl GmbH und Linde Gas GmbH, befind- lichen Stoffe unterliegen den Bestimmungen des 8a-Abschnittes der Gewerbeordnung 1994. Die Mitteilung an die Behörde im Sinne des § 84c Abs. 2 GewO 1994 ist erfolgt. Entsprechende Sicher- heitsberichte wurden der Behörde vorgelegt. Bei den erstellten Sicherheitsberichten wird unter anderem auf folgende Sicherheitsaspekte geachtet: ƒ Die Prozesse und Reaktionen laufen in geschlossenen Systemen sicher ab. ƒ Gefährliche Stoffe werden, wenn möglich, ersetzt und die verbleibenden Mengen auf das unbedingt erforderliche Maß reduziert. ƒ Bei der Planung und dem Betrieb der Anlagen ist die Vermeidung von Unfällen von vor- rangiger Bedeutung. ƒ Die Sicherheitssysteme sind grundsätzlich mehrstufig. ƒ Die Anlagen werden von gut ausgebildetem und regelmäßig geschultem Personal betrieben, gewartet und geprüft. ƒ Die Anlagen werden nach gesetzlichen Vorschriften von internen und externen Sachverständigen (z.B. TÜV) regelmäßig geprüft.28 / Sicherheitsmaßnahmen
  29. 29. Für alle genannten Anlagen bestehen strenge behördliche Sicherheitsauflagen. Aufgrund dieser Vorschreibungen und der von den Betreibern wahrgenommenen Vorsorgepflichten hat es seit Be- stehen des Werkes keinen Unfall gegeben, der die Bevölkerung in Mitleidenschaft gezogen hätte. Trotz der hohen Sicherheit der Anlagen lassen sich Unfälle jedoch nie vollständig ausschließen. Wenn auch die Wahrscheinlichkeit eines Unfalleintrittes mit Wirkung über den Werksbereich hinaus außerordentlich gering ist, möchte die voestalpine Stahl GmbH dennoch vorbeugend über mögliche Auswirkungen und Maßnahmen zu deren Begrenzung informieren.Information zu den sicherheitsrelevanten Anlagenund durchgeführten Tätigkeiten Koksofenbatterien inkl. Kokereigasgewinnung mit Leitungssystem und Gasometer Im Bereich Kokerei wird der für den Einsatz im Hochofen benötigte Koks erzeugt. Zu diesem Zweck wird fein gemahlene Kohle in Koksöfen, die zu Batterien à 40 Stück zusammengefasst sind, für einen Zeitraum von etwa 18 Stunden auf eine Temperatur von ca. 1.250° C erhitzt. Bei diesem Vor- gang verkokt die Kohle, d. h. sie backt unter Abgabe ihrer gasförmigen Bestandteile zusammen. Diese gasförmigen Bestandteile nennt man Kokereigas, das nach einer hochgradigen Reinigung in der Kokerei selbst, im Kraftwerk und in den diversen Ofenanlagen des Werkes als Brenngas einge- setzt wird. Zu diesem Zweck wird neben einem Leitungsnetz auch ein Gasometer zur Pufferung des Gases betrieben. Das gesamte System ist selbstverständlich geschlossen. Kokereigas enthält etwa 7% Kohlenmonoxid und ist, wie alle brennbaren Gase, in einem bestimmten Mischungsverhältnis mit Luft zündfähig. Teerscheide- und Rohbenzolanlage inkl. Lagertank Rohteer und Rohbenzol fallen als Kuppelprodukt im Rahmen der hochgradigen Reinigung des Kokereigases an. Das Rohbenzol wird in zwei Wäschern mittels Waschöls aus dem Kokereigas ausgewaschen, durch Destillation aus dem im Kreislauf befindlichen Waschöl wieder entfernt und in einem 2.000 m 3 fassenden Tank zum Verkauf zwischengelagert. Der Rohbenzol-Lager- tank wird abgesaugt, der Abfüllvorgang erfolgt mit einem Gaspendelsystem, sodass keine Emis- sionen entstehen können. Rohbenzol enthält bis zu 85% Benzol. Die Dämpfe sind, wie bei allen brennbaren Flüssigkeiten, in einem bestimmten Mischverhältnis mit Luft zündfähig. Der Roh- teer schlägt sich mit dem Kondensat aus dem Kokerei-Rohgas nieder und wird in Teerscheidern vom Kondensat getrennt. Über die Teerzwischenbehälter wird der Rohteer in die Rohteertanks gepumpt. Die einzelnen Teile der Teerscheideanlagen verfügen über ein flüssigkeitsdichtes Tas- sensystem, so dass ein Austritt in die Umwelt verhindert werden kann. Rohteer und Rohbenzol befinden sich bis zur Abfüllung in Kesselwaggons bzw. dem Einsatz in Produktionsanlagen im geschlossenen System. Hochofenanlage inkl. Gichtgasreinigung mit Leitungssystem und Gasometer Bei der Erzeugung von Roheisen im Hochofen fällt als Neben- bzw. Kuppelprodukt das Hochofen- gas, in der Fachsprache als Gichtgas bezeichnet, an. Dieses Gichtgas wird in Gasreinigungsanlagen mit hoher Effizienz vom Staub befreit und wird beim Hochofen selbst, im Kraftwerk, in der Kokerei und in diversen Ofenanlagen des Werkes als Brenngas eingesetzt. Zu diesem Zweck wird neben dem notwendigen Leitungsnetz ein Gasometer zur Pufferung des Gases betrieben. Das gesamte System ist geschlossen. Gichtgas enthält etwa 25% Kohlenmonoxid und ist, wie alle brennbaren Gase, in einem bestimmten Mischungsverhältnis mit Luft zündfähig. Tiegelbetrieb inkl. Tiegelgasreinigung mit Leitungssystem und Gasometer Stahl unterscheidet sich chemisch von Eisen im Wesentlichen durch seinen niedrigeren Kohlen- stoffgehalt. Der im Roheisen (das im Hochofen gewonnen wird) enthaltene Kohlenstoff wird bei der Gewinnung von Stahl im LD-Stahlwerk durch das Aufblasen von reinem Sauerstoff aus der Stahl- schmelze entfernt. Bei diesem Vorgang entsteht das sogenannte Tiegelgas. Dieses wird nach einer hochgradigen Reinigung in Elektrofiltern dem Gichtgas, zur Anhebung des Heizwertes, geregelt zugemischt. Zu diesem Zweck wird neben einem Leitungsnetz auch ein Gasometer zur Pufferung des Gases betrieben. Das gesamte System ist selbstverständlich geschlossen. Tiegelgas enthält Sicherheitsmaßnahmen / 29
  30. 30. etwa 60% Kohlenmonoxid und ist, wie alle brennbaren Gase, in einem bestimmten Mischungsver- hältnis mit Luft zündfähig. Luftzerlegungsanlage In den Luftzerlegungsanlagen (LZA) der Fa. Linde Gas GmbH wird Luft durch Rektifikation in ihre Bestandteile Stickstoff, Sauerstoff und Argon getrennt. Die gewonnenen Gase werden entweder gas- förmig an Verbraucher im Werksgelände der voestalpine Stahl GmbH oder im Chemiepark abgege- ben oder verflüssigt, tiefkalt gelagert und in Tankfahrzeuge abgefüllt. Neben dem Rohstoff Luft und verschiedenen Energien wird für die Argonfeinreinigung einer LZA noch Wasserstoff benötigt, der aus dem Chemiepark bezogen und zusätzlich in einem Drucktank vorrätig gehalten wird. Information über die Art der Gefahren und deren mögliche Folgen Bei allen Anlagen ist aufgrund der ständigen Überwachung durch das Anlagenpersonal, der regel- mäßig wiederkehrenden Prüfungen und der oben beschriebenen Sicherheitsvorkehrungen ein hoher Sicherheitsstandard gewährleistet. Sollte es trotz aller technischen und organisatorischen Schutzmaßnahmen zu einem Industrieun- fall kommen, so ist neben Bränden und Explosionen die Freisetzung giftiger Stoffe eine mögliche Gefahr. In einem solchen Fall können die Beeinträchtigungen der Gesundheit von Menschen oder der Umwelt außerhalb des Werksgeländes, insbesondere durch Gase oder Dämpfe, die durch die Luftströmung mitgetragen werden, nicht völlig ausgeschlossen werden. Bei folgenden Stoffen besteht ein möglicherweise über die Werksgrenzen hinausgehendes Gefah- renpotenzial infolge von Stofffreisetzungen. Kohlenmonoxid ist enthalten in: ƒ Kokereigas (ca. 7 Vol.-% CO) ƒ Hochofengas (ca. 25 Vol.-% CO) ƒ Tiegelgas (ca. 60 Vol.-% CO) Die angeführten Prozessgase sind leicht entzündlich und aufgrund ihres CO-Anteiles als giftig eingestuft. Bei Freisetzung tritt ein Verdünnungseffekt mit der Umgebungsluft ein, sodass je nach Einwirkungskonzentration unterschiedliche Symptome, wie Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Schläfrigkeit, Erstickungsanfälle, Bewusstlosigkeit und Atemlähmung auftreten können. Erste Hilfe Verletzte an die frische Luft bringen, bequem lagern und beengende Kleidungsstücke lockern. Bei Atemstillstand sofort Atemspende durchführen, wenn möglich Sauerstoffzufuhr ermöglichen. Arzt zum Unfallort rufen. Verletzte nicht auskühlen lassen. Bei Gefahr der Bewusstlosigkeit Lagerung und Transport in stabiler Seitenlage. Benzol Benzol ist in Leichtöl Kohle (bis 80 Vol.-%) enthalten. Benzol ist eine leicht entzündliche, aroma- tisch riechende Flüssigkeit und kann Krebs hervorrufen. Die Benzoldämpfe sind schwerer als Luft. Das Einatmen von hoher Benzoldampf-Konzentration bewirkt Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Rauschzustände, Herzrhythmusstörungen, Schläfrigkeit und Bewusstlosigkeit. Verletzte an die frische Luft bringen, bequem lagern, und beengende Kleidungsstücke lockern. Bei Atemstillstand sofort Atemspende. Benetzte Kleidungsstücke sofort entfernen. Betroffene Körperstellen reichlich mit Wasser spülen. Bei Augenkontakt die Augen 10 bis 15 Minuten mit Wasser spülen. Arzt zum Unfallort rufen. Verletzte nicht auskühlen lassen. Bei Gefahr der Bewusstlosigkeit Lagerung und Transport in stabiler Seitenlage. Von den in der Luftzerlegungsanlage vorhandenen gefährlichen Stoffen – Sauerstoff und Wasserstoff – sind aufgrund ihrer Menge und Eigenschaften (beide ungif- tig) sowie durch die vorhandenen Abstände keine Gefährdung der Nachbarschaft außerhalb vom Werksgelände der voestalpine Stahl GmbH zu erwarten.30 / Sicherheitsmaßnahmen
  31. 31. MaßnahmenDie Maßnahmen zur Bekämpfung von Unfällen und zur größtmöglichen Begrenzung der Unfall-folgen sind im Notfallplan der voestalpine Stahl GmbH geregelt. Dieser wird laufend aktualisiertund mit dem Baurechtsamt und der Feuerwehr der Stadt Linz im Sinne des Grundsatzbescheidesder Landeshauptstadt Linz abgestimmt. Die vorgesehenen Maßnahmen sind daher zwingend vor-geschrieben. Der Sicherheitsbericht der voestalpine Stahl GmbH wurde am 28.09.2007 dem Ma-gistrat Linz übergeben und ist Bestandteil der durch die Behörde durchgeführten Überprüfungendie auch zur Abstimmung der laufenden Anpassungen, im Sinne des Abschnitts 8a GewO 1994,dienen. Bezüglich der Luftzerlegungsanlage wurde seitens der Firma Linde Gas GmbH ebenfallsein Sicherheitsbericht erstellt.Externer NotfallplanEinzelheiten über die Alarmierung und die Maßnahmen außerhalb des Betriebes sind dem exter-nen Notfallplan zu entnehmen, der von der städtischen Feuerwehr erstellt wird und die erforder-lichen Maßnahmen im Falle der Gefahrenstufe IV gemäß dem internen Notfallplan beinhaltet.Verständigungsablauf (Auszug aus dem Notfallplan der voestalpine Stahl GmbH)Gemäß dem Notfallplan der voestalpine Stahl GmbH sind folgende Maßnahmen festgelegt: ƒ Betriebsfeuerwehr rückt aus mit Zugstärke und Atemschutzfahrzeug ƒ Feuerwehr der Stadt Linz rückt aus ƒ Bildung einer Einsatzzentrale vor Ort, Leitung Feuerwehr der Stadt Linz ƒ Maßnahmen zur Gefahrenbeseitigung, z.B. Festlegung der Absperrbereiche durch Gassuchtrupp, Evakuierung der Absperrbereiche, Rundfunkdurchsagen usw.WarnungDie Warnung der Öffentlichkeit erfolgt im Falle eines außenwirksamen Störfalles durch einenSirenenton. Der Verlauf eines möglichen Industrieunfalls im Werksgelände der voestalpine StahlGmbH sowie alle für richtiges Verhalten wichtigen Meldungen, werden über Rundfunk bekanntgemacht. Diese Vorgangsweise sowie die Art der notwendigen Meldungen an die Behörden, ist ineinem Bescheid des Magistrats der Landeshauptstadt Linz im Detail geregelt und somit verbind-lich vorgeschrieben.AchtungBitte im Alarmfall nicht ohne zwingenden Grund anrufen, um die Leitungen für die Einsatzmann-schaften frei zu halten. Auskünfte und weitere Informationen: Betriebsfeuerwehr: T. +43/50304/15-8445 Abteilung Umwelt: T. +43/50304/15-2999 Abteilung Arbeitssicherheit: T. +43/50304/15-6190 Linde Gas GmbH: T. +43/50/4273-4262 Sicherheitsmaßnahmen / 31
  32. 32. voestalpine Stahl Gmbh Umweltprogramm 2010 Stellvertretend für das komplette Umweltprogramm der voestalpine Stahl GmbH werden nachfol- gend 16 der insgesamt 140 Einzelmaßnahmen präsentiert. Ziel / Detailziel Maßnahme Kennzahl Termin abfall Sinteranlage: Umstellung des Adsorptionsmittels Reduktion des gefährlichen Abfalls 30.11.2011 Reduktion von gefährlichen Abfällen von Kalkhydrat auf Natriumhydrogen- > 30% in der Meros-Anlage carbonat Feuerfesttechnik: Reduktion der Ausbruchmenge bei Reduktion der Ausbruchmenge 31.05.2009 Reduktion des Ausbruchmaterials Rohrpfannen durch Zustellung über um ca. 143 t/Jahr die Eingussöffnung Emissionen in die luft Sinteranlage: Errichtung einer Denox-Anlage Abklärung im Rahmen der UVP 2 31.12.2012 Reduktion der NOx-Emissionen ca. 1/3 NOx-Einsparung Kraftwerk: Ablöse von Block 06 NOx-Einsparung ca. 75 t/Jahr 30.06.2010 Verringerung der NOx-Emissionen (zukünftig Stand-by-Aggregat) Terminverschiebung auf- durch den Block 07 grund verzögerter Inbetrieb- nahme von Block 07 Hochofen: Einbau eines neuen Gichtverschlusses Reduktion der Staubemissionen 31.03.2012 Reduktion der diffusen beim Hochofen 5 – dadurch kommt um 25 t/Jahr Staubemissionen es an der Gicht zu einer wesentlichen Emissionsreduktion Sinteranlage: Errichtung einer Denox-Versuchsanlage Abklärung der Funktion einer 31.08.2009 Reduktion der NOx-Emissionen Großanlage Wasser/abwasser Beize Tandem: Vermeidung des Überlaufens von Reduktion der Abwassermenge 31.12.2010 Reduktion der Abwassermenge VE-Wasser im Ausgleichsbehälter der um 10 m³/Tag (VE-Wasser indirekt Einleitung zur Kühlwasserkreislaufstation im KWW2 Abwasserreinigungsanlage Asten) Automatisierte Grenzwertüberwachung Entwicklung eines geeigneten Automatisierte Benachrichtigung 30.06.2010 für Abwasser und Kühlwasser EDV-Tools der Ableitverantwortlichen Aufgrund der wirtschaft- lichen Situation verschoben32 / Umweltprogramm 2010
  33. 33. Ziel / Detailziel Maßnahme Kennzahl TerminEnergiebedarf, EnergieeffizienzWarmbandfertigung: Bau eines Hubbalkenofens (HBO) Energieeinsparung von 5% 31.01.2011Verringerung des Energieverbrauches (Basis GJ 2006) Terminverschiebung durchpro produzierter Tonne Warmband Verzögerung der Optimierung der HBO-FahrweiseKraftwerk: Teilweise Rückgewinnung der Pump- Stromrückgewinnung ca. 6.300 MWh/ 30.06.2010Reduktion des Energieverbrauchs energie für das Kondensatorkühlwasser Jahr Terminverschiebung auf- beim Block 07 durch Kaplanturbine grund verzögerter Inbetrieb- nahme des Block 07Technische Medien: Stromeinsparung durch Versorgung Reduktion des Stromverbrauchs 31.12.2010Reduktion des Stromverbrauchs des HO 8-m mit Niederdrucksauerstoff um ca. 8.000 MWh/Jahr statt Sauerstoff mit 15 bar durch den Bau einer zusätzlichen Leitung und der Inbetriebnahme der Luftzerlegungs- anlage 10Feuerverzinkung 2: Brenneroptimierung: Reduktion um ca. 11.065 MWh/Jahr 31.03.2010Einsparung von Erdgas durch Erhöhung Messeinrichtung zur Brennerfeinein-des Wirkungsgrades der Brenner stellung, Adaptierung im Ansaug- und im AbgasrohrleitungssystemFeuerverzinkung 3: Reduktion der Glühtemperatur Reduktion des Erdgasverbrauchs 31.03.2010Erdgaseinsparung diverser Stahlsorten um 930 MWh/JahrFeuerverzinkung 3: Einsatz von weichen Abquetschrollen Einsparung von 1.320 Tm³/Jahr 31.12.2009Einsparung von Pressluft (= bessere Abquetschwirkung an den Rändern)Optische EinwirkungenSchaffung von Grünflächen Außengestaltung Verwaltungszentrum 20.000 m² neue Grünfläche 31.12.2010SonstigesSchmelzmetallurgie: Geändertes Zustellkonzept Verringerung um 50% Spritzmasse 31.03.2011Reduktion Spritzmassenverbrauch je Tonne Rohstahl festbeim Tiegel neu festgelegte Maßnahmen aus dem letzten Umweltprogramm übernommene Maßnahmen (laufend oder adaptiert) bereits erledigte Maßnahmen Umweltprogramm 2010 / 33
  34. 34. Standort Steyrling Umweltprogramm 2010 Ziel / Detailziel Maßnahme Kennzahl Termin Begleitende Renaturierung, lärm, Sicherheit, Qualität Rohkalkerzeugung: Änderung des Wandabbaus zu Umsetzung/Kennzahlen gemäß 31.12.2012 Tagbauarbeitenverordnung (TAV) einem Scheibenbau mit Schacht- Antrag für den Nachhaltigkeitspreis stollenförderung 2010 Gesellschaft, Image, Beschwerden Vertrauensbildende und informative Tag der offenen Tür Wird alle zwei Jahre abgehalten 31.07.2010 Maßnahme des Kalkwerks Steyrling Aufgrund der wirtschaft- lichen Situation verschoben Emissionen in die luft Rohkalkerzeugung: Errichtung einer neuen Aufbereitungs- Reduktion der diffusen Staub- 31.12.2014 Reduktion der diffusen anlage (Umstellung der Förderung auf emissionen um ca. 50% Aufgrund der wirtschaft- Staubemissionen Schachtstollentransport) lichen Situation verschoben Rohkalkerzeugung: Asphaltierung im Bereich der Talstation Punktuelle Verbesserung für die 31.03.2010 Reduktion der diffusen Anmerkung: Teil der Bruchstraße im nächstgelegenen Anrainer Staubemissionen Bereich der Talstation wurde asphaltiert Branntkalkerzeugung: Einbau von Füllstandsmessungen Schnellere Reaktion auf Leckagen 31.03.2009 Verhinderung von Leckagen in den Öltanks zur Detektion von von Hydrauliköl bei den Öfen Ölverlust neu festgelegte Maßnahmen aus dem letzten Umweltprogramm übernommene Maßnahmen (laufend oder adaptiert) bereits erledigte Maßnahmen34 / Umweltprogramm 2010
  35. 35. voestalpine Grobblech GmbhUmweltprogramm 2010 In der nachfolgenden Tabelle werden stellvertretend für das komplette Umweltprogramm der voestalpine Grobblech GmbH 10 der insgesamt 17 Einzelmaßnahmen präsentiert.Ziel / Detailziel Maßnahme Kennzahl TerminluftemissionenReduktion von Schleifstaubemissionen Errichtung einer Entgratemaschine Verringerung der Staubemissionen 30.06.2011im Bereich der Plattierung-Endfertigung inkl. Filteranlage – dadurch großteils durch gezielte Abführung über eine Wegfall des händischen Entgratens Filteranlage ohne AbsaugungReduktion der Schweißrauchemissionen Errichtung einer Paketschweißanlage Verringerung der Schweißrauch- 31.08.2010im Bereich der Plattierung-Paketbau inkl. Absaugung – dadurch größtenteils emissionen durch gezielte Abführung Wegfall des händischen Schweißens über eine Filteranlage ohne AbsaugungReduktion der NOx-Emissionen Verlagerung der Sonderfahrweisen auf Verringerung der NOx-Emissionen 31.12.2012des Stoßofens 1 den erdgasbetriebenen Stoßofen 2 auf max. 500 mg/Nm³Emissionsreduktion im Bereich der Stilllegung Durchlaufofen D17 Verringerung der Luftemissionen 31.12.2010Wärmebehandlung/GT2 um ~ 5 t NOx/Jahr ; ~ 2 t SO2/Jahr Verschiebung: aufgrund von temporären Kapazitätsproblemen wurde D17 nicht stillgelegtBeeinträchtigung des BodensVermeidung von Bodenkontami- Austausch des Hydraulikbehälters Verringerung des Risikopotenzials 31.08.2010nation durch Hydrauliköl im Bereich der Richtpresse – Ersatz durch einen bzgl. ÖlverlustenPlattierung-Endfertigung DoppelmantelbehälterWasser/abwasserReduktion der Einleitmenge Weiterverwendung thermisch belasteter Verringerung der Frachten 31.10.2011in den Längsklärer, Erhöhung Abwässer für die Schnellkühlung; Cr und Ni max. 5,0 kg pro Tag,der Kreislaufmenge Verwendung zusätzlicher Kreislauf- Summe KW max. 200 kg pro Tag pumpen für die RollgangspülungEnergieverbrauchReduktion des Stromverbrauches Wegfall des Blechwenders durch Reduktion des Stromverbrauches 31.12.2010im Bereich der Adjustage Errichtung eines neuen Inspektions- um ca. 400 MWh/Jahr Verschiebung: weitere standes Optimierungen beim neuen Inspektionsstand notwendigReduktion des Stromverbrauches Errichtung eines neuen Abgaskamins Reduktion des Stromverbrauches 30.06.2009des Stoßofens 1 und dadurch Wegfall eines Treibluft- um ca. 640 MWh/Jahr gebläses (160 kW)lärmLärmreduktion beim Stoßofen 1 Errichtung eines neuen Abgaskamins Lärmreduktion 30.06.2009 und dadurch Wegfall eines Treibluft- gebläses (160 kW)Verringerung von Lärm beim Wenden Errichtung eines Blechwenders in der Lärmverringerung 31.12.2009schwerer Bleche mit Kran Schleiferei (Adjustage) neu festgelegte Maßnahmen aus dem letzten Umweltprogramm übernommene Maßnahmen (laufend oder adaptiert) bereits erledigte Maßnahmen Umweltprogramm 2010 / 35
  36. 36. voestalpine Giesserei linz Gmbh Umweltprogramm 2010 Ziel / Detailziel Maßnahme Kennzahl Termin abfall Formbetrieb/Gießbetrieb/Modellbau: Einbau einer zweiten Trennstufe 5 – 10% Einsparung 31.05 2011 Reduzierung von Alt-Chromitsand bei der Wiederverwertung von beim Zukauf von Neusand Maßnahme wurde wieder Alt-Chromitsand, die zu einer weiteren (Ausgangsbasis: aufgegriffen und befindet sich Senkung des ausgeschiedenen Zukauf Neusand GJ 06/07) bereits in Umsetzung Altsandes führt Emissionen in die luft Adjustage/Wärmebehandlung: Anschaffung einer neuen Filteranlage Reduktion von derzeit 31.12.2011 Erweiterung der Entstaubungsanlage mit Einhausungen und Absaughauben diffusen Staubemissionen um Terminverschiebung aufgrund für die Arbeitsplätze ArcAir Fugen für alle bestehenden Arbeitsplätze ca. 20 Tonnen Staub/Jahr der wirtschaftlichen Situation neu festgelegte Maßnahmen aus dem letzten Umweltprogramm übernommene Maßnahmen (laufend oder adaptiert) bereits erledigte Maßnahmen36 / Umweltprogramm 2010
  37. 37. logistik Service Gmbh/Cargo Service GmbhUmweltprogramm 2010 Stellvertretend für das komplette Umweltprogramm der Logistik Service GmbH/Cargo Service GmbH werden acht der insgesamt 22 Einzelmaßnahmen präsentiert.Ziel / Detailziel Maßnahme Kennzahl TerminBeeinträchtigung des BodensInfrastruktur: Einbau auf Umstellhilfen (Zungenrollen) Einsparung von ca. 20 l Öl/Jahr 31.03.2010Zusätzliche Ausstattung der WeichenEnergieverbrauch, EnergieeffizienzWerksbahn: Ausscheiden einer 2-Takt-Diesel- Reduktion des Treibstoffverbrauchs 31.12.2010Verringerung des spezifischen Lokomotive – Anschaffung einer neuen um ca. 20.000 l/JahrTreibstoffverbrauchs (Lok: 7402) LokomotiveBahnakademie: Anschaffung einer Simulationsanlage 7% Diesel (ca. 150.000 l/Jahr) Ab 01.01.2010Reduzierung des Energieeinsatzes zum gezielten Energiespartraining 10% Strom (ca. 1.000 MWh/Jahr) Energieeinsparungbzw. Emissionen bei der Werksbahn für Lokführer 31.06.2011und Cargo Umsetzung aller Schulungen für LokführerWerksbahn: Anschaffung einer neuen Lokomotive Reduktion des Treibstoffverbrauchs 31.12.2009Ausscheiden einer 2-Takt-Diesel- um ca. 20.000 l/JahrLokomotive; Verringerung des Treib-stoffverbrauchs (Lok: 7401)Kontraktlogistik: Umstellung von LKW- auf Reduktion von ca. 1.300 LKW- 31.10.2009Reduzierung der Transporte von Bahntransport Ladungen pro JahrColofermaterial in die Industriezeile(SSC)luftbeeinträchtigungenWerksverkehre Straße: Anschaffung eines Neufahrzeuges Einhaltung der Euro-5-Abgasnorm 31.12.2010Verringerung von Luftemissionen durchTransportlogistik – LKWabfallNutzfahrzeuge: Einsatz eines neuen Hydrauliköls 6.000 l Hydrauliköl/Jahr 31.12.2009Längere Haltbarkeit des Hydraulikölsbei PortalhubwagenRolling Stock: Einsatz von wasserlöslichen Lacken Reduktion von lösemittelhältigen 01.01.2009Verminderung des Einsatzes von in der Radsatzaufarbeitung Lacken um ca. 200 kg/JahrLacken die organische Lösungsmittelenthalten neu festgelegte Maßnahmen aus dem letzten Umweltprogramm übernommene Maßnahmen (laufend oder adaptiert) bereits erledigte Maßnahmen Umweltprogramm 2010 / 37

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