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Aktionärsbrief Q1 2012/13
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Aktionärsbrief Q1 2012/13

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Trotz einer deutlichen konjunkturellen Abschwächung in den vergangenen zwölf Monaten konnte der voestalpine-Konzern im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 (30. Juni 2012) die Umsatzerlöse mit …

Trotz einer deutlichen konjunkturellen Abschwächung in den vergangenen zwölf Monaten konnte der voestalpine-Konzern im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 (30. Juni 2012) die Umsatzerlöse mit 3.051 Mio. EUR im Vergleich zu einem sehr guten ersten Vorjahresquartal (3.052 Mio. EUR) konstant halten.
Mehr Infos unter http://bit.ly/QzAoWE

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  1. Aktionärsbrief 1. Quartal 2012/13www.voestalpine.com
  2. voestalpine-Konzern in ZahlenMio. EUR 1 Q 2011/12 1 Q 2012/13 01.04.– 01.04.– Veränderung 30.06.2011 30.06.2012 in %Umsatzerlöse 3.051,5 3.050,6 –0,0Ergebnis der betrieblichen Tätigkeitvor Abschreibungen (EBITDA) 462,9 375,0 –19,0EBITDA-Marge 15,2 % 12,3 %Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) 317,6 230,7 –27,4EBIT-Marge 10,4 % 7,6 %Ergebnis vor Steuern (EBT) 271,8 185,1 –31,9Ergebnis nach Steuern 1 209,6 144,9 –30,9Gewinn je Aktie (EUR) 1,13 0,74 –34,5Investitionen SAV, IAV und Beteiligungen 117,0 134,6 15,0Abschreibungen 145,3 144,3 –0,7Capital Employed 8.245,6 8.098,0 –1,8Eigenkapital 4.878,3 4.980,8 2,1Nettofinanzverschuldung 2.779,6 2.484,2 –10,6Nettofinanzverschuldung in % des Eigenkapitals (Gearing) 57,0 % 49,9 %Mitarbeiter (Vollzeitäquivalent) 45.161 46.075 2,0 Vor Abzug von nicht beherrschenden Anteilen und Hybridkapitalzinsen.1
  3. Aktionärsbrief 1. Quartal 2012/13 Sehr geehrte Damen und Herren, der Fantasie in der Beschreibung der Konjunkturerwartungen werden derzeit von Quartal zu Quartal engere Grenzen gesetzt. Es wird immer schwieriger, dem Ausblick für die nächsten Monate Neues abzugewinnen. Zu schwer lastet in letzter Zeit das von immer wieder den gleichen negativen Themen geprägte politische und wirtschaftliche Sentiment sowohl faktisch als auch emotional auf der Konjunkturentwicklung. Dies gilt inzwischen nicht nur für Europa, sondern zunehmend auch für die Lage in anderen Wirtschaftsregionen der Welt. Staatsschuldenkrise, Eurokrise, Wachstumskrise und Überkapazitäten sind die Schlagwörter, die die Beschreibung des aktuellen Zustandes der Wirtschaft nicht nur in Europa dominieren. Grundlegende strukturelle Probleme und nicht bloß die klassischen operativen Herausforde- rungen eines konjunkturellen Downturns sind es, denen sich Politik und Wirtschaft zu stellen haben. Und dabei wird es nicht mehr reichen, in bewährter – vor allem europäischer – Manier auf das Prinzip Hoffnung zu setzen. Strukturelle Probleme sind nur durch strukturelle Veränderungen und nicht einfach durch Zuwarten und bestenfalls reaktives Verhalten lösbar. Das heißt letztlich, um bei Europa zu bleiben, möglichst rasch Klarheit darüber zu schaffen, ob Europa bereit ist, den Weg in Richtung ­ Staatenbund, in Richtung „Vereinigte Staaten von Europa“ zu gehen oder nicht – mit allen Konsequenzen. Genauso werden die USA zur Kenntnis nehmen müssen, dass Verschuldungsprobleme nicht mit immer mehr Schulden zu lösen sind (auch wenn dies das Credo noch so vieler Nobel- preisträger ist), und gleichermaßen werden die Schwellenländer akzeptieren müssen, dass überbordendes Wirtschaftswachstum, niedrige Inflation, billiges Geld und außenwirtschaft- liche Stabilität ihrer Währungen konkurrierende Ziele sind, die einer gewissen Ausgewogen- heit zueinander bedürfen. Es geht hier nicht darum, als Unternehmen der großen Politik Vorschreibungen zu machen, aber sehr wohl darum, mit Nachdruck darauf hinzuweisen, dass der Stoff, aus dem die aktuelle ­ Krisenentwicklung ist, den Nährboden für wachsenden Protektionismus und steigende Sub- ventionsbereitschaft darstellt. Transparente Märkte und freier Wettbewerb auf globaler Basis bleiben damit auf der Strecke. Es geht auch darum, einmal mehr mit Nachdruck darauf hin- zuweisen, dass die Industrie für ihre langfristigen Investitionen stabile und kalkulierbare Rahmenbedingungen braucht. Gibt es die nicht, werden früher oder später Arbeitsplätze, Wohlstand und sozialer Friede auf der Strecke bleiben. Und noch etwas sollte vor allem der europäischen Politik mit großem Nachdruck ins Bewusstsein gerufen werden: Nachdem bereits Staatsbudgets und Finanzsektor auf Jahre hinaus in hohem Maße Sanierungsfälle bleiben werden, sollte sie nicht die letzte verbliebene solide Säule ihrer Volkswirtschaften, die Realwirtschaft, durch ständig neue, die globale Konkurrenzfähigkeit immer stärker in Frage stellende Bedingungen und Auflagen in ihrer Existenz gefährden. Die konjunkturelle Entwicklung ist für die Unternehmen Herausforderung genug. Linz, 7. August 2012 Der VorstandWolfgang Eder Herbert Eibensteiner Franz Kainersdorfer Robert Ottel Franz Rotter 3
  4. Aktionärsbrief 1. Quartal 2012/13 Highlights Makroökonomisches Umfeld in den letzten Monaten deutlich eingetrübt. Staatsschuldendiskussion und Abschwächung der Wachstumsdynamik dominieren wirtschaftliches Sentiment. Kundenverhalten auf breiter Front durch vorsichtiges Abwarten geprägt. voestalpine-Konzern dennoch in allen wesentlichen Geschäftsbereichen einschließlich der Steel Division weiterhin voll ausgelastet. Trotz wesentlich schwierigerer Rahmenbedingungen Umsatz im 1. Quartal mit 3.050,6 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr (3.051,5 Mio. EUR) stabil. Operative Ergebnisentwicklung durch deutliche konjunkturelle Eintrübung rückläufig: EBITDA –19,0 % von 462,9 Mio. EUR auf 375,0 Mio. EUR, EBIT –27,4 % von 317,6 Mio. EUR auf 230,7 Mio. EUR. Jahresüberschuss mit 144,9 Mio. EUR um 30,9 % unter Vorjahr (209,6 Mio. EUR). Free Cashflow nach –62,3 Mio. EUR im 1. Vorjahresquartal mit 92,2 Mio. EUR deutlich positiv. Eigenkapital gegenüber 31. März 2012 von 4.836 Mio. EUR auf 4.981 Mio. EUR erhöht. Nettofinanzverschuldung gegenüber 31. März 2012 um 4 % von 2.586 Mio. EUR auf 2.484 Mio. EUR verringert. Gearing Ratio (Nettofinanzverschuldung zu Eigenkapital) gegenüber Ende des letzten Geschäftsjahres von 53,5 % auf 49,9 % gesunken. Mitarbeiterzahl (Vollzeitäquivalent) um knapp 2 % von 45.161 auf 46.075 Beschäftigte gestiegen.4
  5. Aktionärsbrief 1. Quartal 2012/13ZwischenlageberichtWirtschaftliches Umfeld der Vorperioden anschließen. Gleichermaßen konstant zeigte sich das Marktumfeld in derZu Beginn des Geschäftsjahres 2012/13 setzten Bahninfrastruktur, im Schienenbereich allerdingssich die bereits seit mehreren Quartalen bestim- weitaus überwiegend getragen vom Hochquali-menden Trends im Wesentlichen unverändert fort. tätssegment (Premiumgüten), bei Standardschie-Themen wie die Staatsschuldenkrise – allen nen ist der Markt unverändert durch Überkapa-voran in Europa, aber zunehmend auch den USA zitäten und Preiskämpfe geprägt. Eine leichte– wurden auch in den vergangenen Monaten breit Marktbelebung zeichnete sich auch zuletzt indiskutiert, aber auf politischer Ebene nach wie der Hausgeräte- und der Konsumgüterindustrievor keiner nachhaltigen und zur Beruhigung der ab, wogegen der europäische Bausektor in denMärkte führenden Lösung zugeführt. Vor diesem meisten Ländern weiterhin durch Stagnation ge-Hintergrund zeichnen sich mittlerweile auch in prägt ist.den bisher stabilen Volkswirtschaften Nord- undWesteuropas rückläufige konjunkturelle Tenden-zen ab, während die Wirtschaftsentwicklung in Geschäftsverlauf desSüdeuropa unverändert auf sehr schwachem voestalpine-Konzerns­Niveau blieb. Sorgten die Konjunkturdaten aus den USA dieser Trotz dieser insgesamt durchaus herausfordern- Stimmung zum Trotz über weite Strecken des den gesamtkonjunkturellen Entwicklung konnte Frühjahrs noch für einigen Optimismus, zeichnet der voestalpine-Konzern im 1. Quartal des sich seit dem Frühsommer nunmehr auch hier Geschäftsjahres 2012/13 die Umsatzerlöse eine Verlangsamung des ökonomischen Momen- mit 3.050,6 Mio. EUR im Vergleich zum sehr tums ab. Zudem haben sich auch in den bisher g ­ uten ersten Vorjahresquartal (3.051,5 Mio. EUR) für das globale Wirtschaftswachstum wesent­ konstant halten. Dies resultiert primär aus einem lichen Schwellenländern – allen voran China und neuen Rekordquartalsumsatz in der Metal Engi- Brasilien, insbesondere aber Indien – die Anzei- neering Division (vormals Division Bahn­ ysteme), s chen für eine Abkühlung der bisher überdurch- wohingegen die Divisionen Steel, Special Steel schnittlichen konjunkturellen Dynamik zuletzt und Metal Forming jeweils leichte Rückgänge erhärtet. auswiesen. Die im Jahresvergleich konstante Die daraus resultierende Verunsicherung der Umsatzentwicklung verdeutlicht einmal mehr Marktteilnehmer schlug sich in den einzelnen die Vorteile der breiten regionalen und branchen- Branchen in unterschiedlichem Maß nieder. Wäh- mäßigen Aufstellung des voestalpine-Konzerns, rend die Automobilindustrie in Europa im Volu- die selbst in konjunkturell schwierigen Phasen mensegment bei einer Vielzahl von Herstellern ein weitgehend stabiles Umsatzniveau ermög- mit massiven Absatzrückgängen konfrontiert war, licht. blieb die Nachfrage im (vor allem deutschen) Bei den Ergebnissen konnte hingegen nicht an Premiumsegment bis zur Jahresmitte hoch. Eben- die Vorjahresentwicklung angeschlossen werden. falls robust auf gutem Niveau stellte sich über So ging das EBITDA im 1. Quartal 2012/13 um das gesamte 1. Quartal 2012/13 der Bedarf aus 19,0 % von 462,9 Mio. EUR auf 375,0 Mio. EUR der Energieexploration dar und auch der Ma- zurück, was einer EBITDA-Marge von 12,3 % schinenbau und die Luftfahrtindustrie konnten (Vorjahr: 15,2 %) entspricht. Das EBIT lag mit noch weitgehend an die erfreuliche Entwicklung 230,7 Mio. EUR um 27,4 % unter dem Vergleichs- 5
  6. Aktionärsbrief 1. Quartal 2012/13 wert des Vorjahres (317,6 Mio. EUR), woraus sich Bei einem gegenüber dem Vorjahr stabilen im 1. Quartal 2012/13 auch eine von 10,4 % auf F ­ inanzergebnis beläuft sich das Ergebnis vor 7,6 % gesunkene EBIT-Marge ergibt. Steuern im 1. Quartal des Geschäftsjahres Der Rückgang der operativen Ergebnisse, von 2012/13 auf 185,1 Mio. EUR, es liegt damit um dem alle Divisionen – wenn auch in unterschied- 31,9 % unter dem Vorjahreswert von 271,8 Mio. lichem Ausmaß – betroffen waren, spiegelt das EUR. Das Ergebnis nach Steuern (Jahresüber- gegenüber dem Vorjahr deutlich eingetrübte schuss) erreichte 144,9 Mio. EUR nach 209,6 Mio. makro­ konomische Umfeld wider. Besonders ö EUR im 1. Quartal des vergangenen Geschäfts- spürbar war die Veränderung am europäischen jahres (–30,9 %). Stahlmarkt: Waren Nachfrage und Preisentwick- Das Eigenkapital erhöhte sich von 4.878,3 Mio. lung im 1. Quartal des Vorjahres noch von einem EUR auf 4.980,8 Mio. EUR. Gleichzeitig konnte starken Lageraufbauzyklus als Folge der wieder die Nettofinanzverschuldung durch einen posi- positiver werdenden Wachstumserwartungen tiven Free Cashflow in Höhe von 92,2 Mio. EUR geprägt, wurde das Marktumfeld im laufenden gegenüber dem Vorjahr von 2.779,6 Mio. EUR Geschäftsjahr bislang durch sinkende Nachfrage, bzw. gegenüber dem unmittelbaren Vorquartal tendenziell fallende Preise und zunehmende von 2.585,7 Mio. EUR auf 2.484,2 Mio. EUR ge- strukturelle Überkapazitäten geprägt. Die Spe- senkt werden. Daraus ergibt sich im 1. Quartal zialisierung der Steel Division auf oberste Qua- des Geschäftsjahres 2012/13 ein weiterer deut­ litäts- und Technologiesegmente ermöglichte licher Rückgang der Gearing Ratio (Nettofinanz- zwar die Vollauslastung der Produktionskapazi- verschuldung im Verhältnis zum Eigenkapital) täten und eine relativ stabile Preisentwicklung, von 57,0 % (zum Ende des 1. Quartals 2011/12) insgesamt musste in diesem Bereich aber gegen- bzw. 53,5 % (zum Ende des unmittelbaren Vor- über dem Vorjahr auf Grund der Marktschwäche quartals) auf 49,9 %. dennoch nahezu eine Halbierung des operativen Per 30. Juni 2012 ergibt sich ein Personalstand Ergebnisses hingenommen werden. Wesentlich im voestalpine-Konzern von 46.075 im Vollzeit- stabiler verlief die Entwicklung nicht nur im äquivalent. Gegenüber dem 1. Quartal 2011/12 Quartalsvergleich, sondern auch über das ge- (45.161 Mitarbeiter) entspricht dies einer deut­ samte Geschäftsjahr in den drei endkunden­ lichen Zunahme, während der Personalstand näheren und damit weniger zyklischen Verarbei- gegenüber dem unmittelbaren Vorquartal (46.473 tungsdivisionen. Mitarbeiter) zurückgegangen ist. Quartalsentwicklung des voestalpine-Konzerns Mio. EUR 1 Q 2011/12 2 Q 2011/12 3 Q 2011/12 4 Q 2011/12 2 1 Q 2012/13 01.04.– 30.06.2011 01.07.–30.09.2011 01.10.–31.12.2011 01.01.–31.03.2012 01.04.–30.06.2012 Umsatzerlöse 3.051,5 2.926,2 2.899,5 3.181,0 3.050,6 EBITDA 462,9 361,3 293,8 183,9 375,0 EBITDA-Marge 15,2 % 12,3 % 10,1 % 5,8 % 12,3 % EBIT 317,6 213,8 145,0 27,8 230,7 EBIT-Marge 10,4 % 7,3 % 5,0 % 0,9 % 7,6 % Ergebnis vor Steuern 271,8 171,5 90,5 –29,4 185,1 Ergebnis nach Steuern 1 209,6 136,5 65,3 1,9 144,9 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalent) 45.161 45.944 45.144 46.473 46.075 1 Vor Abzug von nicht beherrschenden Anteilen und Hybridkapitalzinsen. 2 Operative Ergebnisse im 4. Quartal des Geschäftsjahres 2011/12 durch Einmaleffekte (Rückstellungsbildung) negativ beeinflusst – EBITDA vor Einmaleffekte: 388,9 Mio. EUR, EBIT vor Einmaleffekte: 232,8 Mio. EUR.6
  7. Aktionärsbrief 1. Quartal 2012/13Steel Division Mio. EUR 1 Q 2011/12 1 Q 2012/13 Veränderung 01.04.–30.06.2011 01.04.–30.06.2012 in % Umsatzerlöse 1.038,3 999,8 –3,7 EBITDA 155,9 108,7 –30,3 EBITDA-Marge 15,0 % 10,9 % EBIT 101,3 52,2 –48,5 EBIT-Marge 9,8 % 5,2 % Mitarbeiter (Vollzeitäquivalent) 10.382 10.459 0,7Marktumfeld und Geschäftsverlauf auf mäßigem Niveau, auf Grund der angespann-Das bereits zum Ende des vergangenen Ge- ten Situation öffentlicher Haushalte und entspre-schäftsjahres gegebene Marktumfeld hielt auch chend zurückhaltender Investitionstätigkeit an-im 1. Quartal 2012/13 im Wesentlichen unverän- haltend schwach tendiert nach wie vor die Bau-dert an. Der konjunkturelle Rahmen ist von einer und Bauzulieferindustrie. Der für das Grobblechinsgesamt stabilen, wenn auch je nach Abneh- wichtige Energiesektor war im Bereich der Öl-merbranche uneinheitlichen Nachfrageentwick- und Gasindustrie von ­ inem hohen Bedarf ge- elung gekennzeichnet. Während die Steel ­ ivision D kennzeichnet, die Dynamik bei Neuprojekten imbei Kurzfristkontrakten mit Anfang April 2012 Line-Pipe-Segment hat zuletzt jedoch etwas nach-Erlössteigerungen durchsetzen konnte, schwäch- gelassen. Die Nachfrage aus der Windenergie hatten sich im Laufe des 1. Quartals 2012/13 in ­ olge F sich nach Rücknahme staatlicher Subventionenvon vorsichtigerem Bestellverhalten die Preise noch nicht erholt, sie bewegt sich – zumindest imam Spotmarkt bereits wieder ab. Kurzfristige und voestalpine-Segment hochwertigster Produkt­zeitlich limitierte Kapazitätsanpassungen der güten – aber immer noch auf einem zufrieden-europäischen Stahlindustrie als Antwort auf die stellenden Niveau.verschärften Marktbedingungen konnten indes- Ähnliches gilt für den Maschinenbau, der an diesen keine Trendumkehr einleiten. überdurchschnittlich hohen, teilweise zweistel-Auf Grund der konsequenten Differenzierung ligen Wachstumsraten der vergangenen Jahregegenüber dem Mitbewerb durch Fokus auf nicht mehr anschließen konnte, aber – haupt-höchste Produkt- und Qualitätssegmente sowie sächlich von der guten Entwicklung deutschereine stabile, auf langfristige Partnerschaften aus- Hersteller getrieben – nach wie vor eine sehrgerichtete Kundenstruktur konnte die Steel Divi­ positive Tendenz aufweist. Die Rohr- und Profil-sion trotz des für die Stahlindustrie insgesamt industrie blieb unverändert auf stabil-mäßigemherausfordernden Umfeldes ihre Produktions­ Niveau. Kaum Veränderung gab es auch imkapazitäten auch im 1. Quartal des Geschäfts­ v ­ olatilitätsbedingt schwierigen Marktumfeld derjahres 2012/13 praktisch voll auslasten. Bereiche Stahlhandel und Stahl-Service-Center.Branchenmäßig zeigte sich in diesem Zeitraumfolgendes Bild: Die europäische Automobilindus­ Auf gesamteuropäischer Ebene bestehen in dertrie wird unverändert von einer soliden Entwick- Stahlindustrie nach wie vor sehr erhebliche struk-lung im für den voestalpine-Konzern dominieren- turelle Überkapazitäten insbesondere bei Stan-den Premiumsegment, allen voran der deutschen dardgüten. Die bereits vorgenommenen bzw.Hersteller, bei gleichzeitig erheblich gestiegenem zwischenzeitlich neu in Aussicht gestellten Pro-Druck auf Volumenproduzenten geprägt. Die duktionsrücknahmen haben bislang am MarktHausgeräteindustrie blieb im Wesentlichen stabil noch keine Wirkung gezeigt. 7
  8. Aktionärsbrief 1. Quartal 2012/13 Entwicklung der Kennzahlen Vorjahresquartal gesunkene Preisniveau, rück- Die Erlös- und Ergebnissituation der Steel Divi- läufige Versandmengen sowie inflationsbedingt sion im 1. Quartal 2012/13 stellte sich im Ver- höhere Kosten für Brennstoffe und Energien aus. gleich zum 1. Quartal des Vorjahres auf Grund Daraus resultierend ging auch die EBIT-Marge des schwierigen Marktumfeldes rückläufig dar. von 9,8 % im 1. Quartal 2011/12 auf 5,2 % im Während die Umsatzerlöse nur leicht um 3,7 % 1. Quartal 2012/13 zurück. von 1.038,3 Mio. EUR auf 999,8 Mio. EUR nach- Zum 30. Juni 2012 beschäftigte die Steel Division ­ gaben, halbierte sich das operative Ergebnis 10.459 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalent) und er- (EBIT) nahezu von 101,3 Mio. EUR im 1. Quartal höhte damit ihren Personalstand gegenüber dem 2011/12 auf 52,2 Mio. EUR. Negativ auf das Er- Vorjahr (10.382) um 0,7 %. gebnis wirkten sich dabei das im Vergleich zum Special Steel Division Mio. EUR 1 Q 2011/12 1 Q 2012/13 Veränderung 01.04.–30.06.2011 01.04.–30.06.2012 in % Umsatzerlöse 750,7 735,7 –2,0 EBITDA 120,6 104,9 –13,0 EBITDA-Marge 16,1 % 14,3 % EBIT 82,7 68,8 –16,8 EBIT-Marge 11,0 % 9,3 % Mitarbeiter (Vollzeitäquivalent) 12.032 12.348 2,6 Marktumfeld und Geschäftsverlauf Konsumgüter und Luftfahrt getragen. Anhaltend Im 1. Quartal 2012/13 stellte sich die Geschäfts- schwach entwickelt sich hingegen der Energie- entwicklung der Special Steel Division gegen- maschinenbau. über dem unmittelbaren Vorquartal (4. Quartal Nach Produktkategorien wiesen Edelstahlspezi- 2011/12) leicht abgeschwächt, im Vergleich zu alitäten wie etwa antimagnetische Schwerstan- den – allerdings sehr starken – ersten drei Mo- gen für die Öl- und Gasförderung eine unverän- naten des vergangenen Geschäftsjahres jedoch dert stabile Entwicklung auf. Die Nachfrage nach etwas deutlicher abgeschwächt dar. Dies ist pri- Werkzeugstahl zeigte sich in den letzten ­ onaten M mär auf ein deutlich vorsichtigeres Bestellverhal- etwas belebt, wohingegen der Bedarf an Schnell­ ten vieler Kunden zurückzuführen, das zum einen arbeitsstahl zuletzt rückläufig tendierte. Nach auf zunehmende Wachstumsängste in einer ­ eihe R wie vor robust blieb das Markumfeld bei Sonder- von Schwellenländern und zum anderen auf die stählen für den Flugzeugbau, die Öl- und Gas- anhaltend volatile Situation in Europa zurück- förderung sowie bei pulvermetallurgisch herge- zuführen ist. Insgesamt erreichte die Special stellten Edelstählen und Nickelbasislegierungen. Steel Division im 1. Quartal 2012/13 aber ein nach Die Nachfrage nach Edelbaustahl blieb auch in wie vor zufriedenstellendes Ergebnis, wenngleich den vergangenen Monaten schwach, da dieses festzuhalten ist, dass der Druck in einigen der Segment maßgeblich von der Zurückhaltung im wichtigsten Märkte deutlich an Intensität gewon- Energiemaschinenbau betroffen ist. nen hat. Im Vergleich der Entwicklung der wichtigsten Das Geschäftsjahr 2012/13 war bislang von einer Absatzregionen der Special Steel Division zeigte weiterhin soliden Nachfrage in den Sektoren sich im abgelaufenen Quartal in Brasilien ein Automobil (ausgenommen der Nutzfahrzeugbe- deutlich abgeschwächtes und auch in Asien ein reich), Öl- und Gasexploration, Maschinenbau, erstmals seit Längerem gebremstes Wachstum.8
  9. Aktionärsbrief 1. Quartal 2012/13Im Wesentlichen stabil verlief die Marktentwick- ragende Niveau des 1. Vorjahresquartals nichtlung hingegen in den USA und in Europa nörd- erreicht werden konnte. Die in den vergangenenlich der Alpen, allen voran in Deutschland, wo- Jahren konsequent umgesetzten Optimierungs-gegen auf den südeuropäischen Märkten die maßnahmen wirkten sich dabei im schwierigerVerunsicherung durch die Staatsschuldenkrise gewordenen Umfeld ergebnisstabilisierend aus.und deren Auswirkungen auf die Realwirtschaft Die Umsatzerlöse der Special Steel Divisionungleich deutlicher zu spüren war. g ­ ingen gegenüber dem Vorjahr daher nur mar-In Summe waren die Kapazitäten in den Produk- ginal um 2,0 % von 750,7 Mio. EUR auf 735,7tionsgesellschaften der Special Steel Division im Mio. EUR zurück, wobei die höheren Durch-1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres gut, das schnittserlöse die rückläufigen Auslieferungs-heißt weitestgehend voll ausgelastet. Aus heuti- mengen annähernd kompensieren konnten. Er-ger Sicht dürften allerdings im weiteren Verlauf gebnisseitig stellt sich der Rückgang allerdingsdes Geschäftsjahres punktuelle Anpassungen der markanter dar: Das EBIT von 68,8 Mio. EUR liegtKapazitäten erforderlich werden. um 16,8 % unter dem entsprechenden Vorjahres- wert von 82,7 Mio. EUR. Daraus resultiert einEntwicklung der Kennzahlen Rückgang der EBIT-Marge von 11,0 % auf 9,3 %.Die Special Steel Division konnte die stabile Ent- Zum 30. Juni 2012 waren in der Special Steelwicklung aus den vorangegangenen Quartalen Division 12.348 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalent)auch zu Beginn des Geschäftsjahres 2012/13 tätig, das sind um 2,6 % mehr als zum gleichenweitgehend fortsetzen, wenngleich das hervor- Stichtag des Vorjahres (12.032 Mitarbeiter).Metal Engineering Division Mio. EUR 1 Q 2011/12 1 Q 2012/13 Veränderung 01.04.–30.06.2011 01.04.–30.06.2012 in % Umsatzerlöse 752,8 805,6 7,0 EBITDA 120,7 111,4 –7,7 EBITDA-Marge 16,0 % 13,8 % EBIT 92,2 83,8 –9,1 EBIT-Marge 12,2 % 10,4 % Mitarbeiter (Vollzeitäquivalent) 11.165 11.291 1,1Marktumfeld und Geschäftsverlauf niveau sehr gut ausgelastet. Die Produktion vonDie Entwicklung der Metal Engineering Division Standardschienen am zur Schließung vorge­verlief auch zu Beginn des Geschäftsjahres sehenen Standort Duisburg war im 1. Quartal2012/13 auf Grund der Spezialisierung auf hoch- 2012/13 zweischichtig ausgelastet, auf Grund deswertige Produkte und anspruchsvolle Märkte, aggressiven Wettbewerbs ließ das Preisniveaudie vergleichsweise weniger stark von konjunk- aber weiterhin keine positive Entwicklung zu.turellen Schwankungen betroffen sind, weiterhin Regional gesehen haben vor allem die Länderauf gutem Niveau, ohne allerdings ganz an die Südeuropas bedingt durch die SchuldensituationVergleichswerte des hervorragenden 1. Quartals der öffentlichen Haushalte ihre Investitionen indes letzten Geschäftsjahres heranzukommen. die Bahninfrastruktur deutlich zurückgenommen.Der Geschäftsbereich Schienentechnik war bei Der Geschäftsbereich Weichentechnik trägt aufPremiumqualitäten in Folge der Abarbeitung Grund seiner starken weltweiten Präsenz mite­ iner Reihe größerer Aufträge aus den BRIC- e ­ inem weiterhin hohen Umsatzniveau bei aller-Staaten bei gleichzeitig ansprechendem Preis­ dings leicht rückläufigem Ergebnis sehr erheblich 9
  10. Aktionärsbrief 1. Quartal 2012/13 zur guten Entwicklung der Metal Engineering den unmittelbaren Vorperioden gute Gesamtaus- Division bei. Bedarfsrückgänge in Europa konn- lastung im Schienenbereich trug dazu bei, dass ten durch eine erfreuliche Auftragslage in Nord- die divisionalen Umsatzerlöse erstmals in einem amerika, Brasilien, Südafrika und Australien Quartal die 800-Mio.-EUR-Marke überschritten ausgeglichen werden. Darüber hinaus hat sich haben. Mit 805,6 Mio. EUR liegen sie um 7,0 % im Hochgeschwindigkeitsbereich auch China über dem im 1. Quartal 2011/12 erreichten Wert nach einem starken Rückgang im Kalenderjahr von 752,8 Mio. EUR. 2011 zuletzt wieder besser entwickelt. Auf Grund der globalen Ausrichtung und der Der Geschäftsbereich Nahtlosrohre zeigte sich D ­ iversifizierung im Hinblick auf Geschäftsfelder auch im letzten Quartal ungebrochen robust und und Kundensegmente konnte die Metal Engi- wurde von einer regen Investitionstätigkeit bei neering Division temporäre Schwächen einzelner Öl und Gas vor allem in Nordamerika und dem Bereiche gut kompensieren. Während zuletzt die Nahen/Mittleren Osten getragen. Der Geschäfts- Segmente Draht und Schweißzusatzstoffe leicht bereich Draht war im 1. Quartal 2012/13 durch rückläufig tendierten, hat der Geschäftsbereich eine stabile Ertragssituation bei gleichzeitig je- Nahtlosrohre die bereits hohen Erwartungen doch leicht rückläufigem Bedarf gekennzeichnet. sogar noch übertroffen. Damit konnte im 1. Quar- Der Geschäftsbereich Schweißtechnik war einer- tal 2012/13 bei einem operativen Ergebnis von seits durch ein verbessertes Marktumfeld bei 83,8 Mio. EUR (Vorjahr 92,2 Mio. EUR) weiterhin mittel- und hochlegierten Produkten, andererseits eine zweistellige EBIT-Marge in Höhe von jedoch auch durch Rückgänge im Standardgüten­ 10,4 % (Vorjahr 12,2 %) gehalten werden. bereich geprägt. Zum Stichtag 30. Juni 2012 beschäftigte die M ­ etal Engineering Division 11.291 Mitarbeiter Entwicklung der Kennzahlen (Vollzeitäquivalent). Gegenüber dem Vorjahr Die Kennzahlen der Metal Engineering Division (11.165 Mitarbeiter) entspricht dies einem An- stellten sich im 1. Quartal 2012/13 auf weiterhin stieg um 1,1 %. gutem Niveau dar. Vor allem die im Vergleich zu Metal Forming Division Mio. EUR 1 Q 2011/121 1 Q 2012/13 Veränderung 01.04.–30.06.2011 01.04.–30.06.2012 in % Umsatzerlöse 622,5 611,1 –1,8 EBITDA 82,3 68,5 –16,8 EBITDA-Marge 13,2 % 11,2 % EBIT 59,6 46,1 –22,7 EBIT-Marge 9,6 % 7,5 % Mitarbeiter (Vollzeitäquivalent) 10.915 11.272 3,3 1 Vergleichsdaten 2011/12 entsprechend angepasst. Marktumfeld und Geschäftsverlauf w ­ aren im 1. Quartal 2012/13 von einem insgesamt Die Geschäftssegmente der per 1. April 2012 neu guten, tendenziell jedoch etwas an Dynamik gebildeten Metal Forming Division, die aus dem verlierenden Marktumfeld geprägt. Zusammenschluss der bisherigen Divisionen Der Geschäftsverlauf im Bereich Tubes & Sections Profilform und Automotive hervorgegangen ist, bewegte sich, insbesondere bei Spezial- und um die interne Effizienz sowie die externe glo- Sonder­ rofilen, nach wie vor auf gutem Niveau. p bale Schlagkraft und Präsenz zu verstärken, Dies gilt im Speziellen für Landwirtschafts-10
  11. Aktionärsbrief 1. Quartal 2012/13maschinen sowie die Sektoren Bus und Nutzfahr- hat. Weiterhin sehr uneinheitlich stellt sich diezeuge, wo die über Jahre erarbeitete Kunden- Situation in Europa dar: Während sich in Süd-struktur in einem insgesamt schwächer tendie- europa und – auf Grund der hohen Finanzie-renden Umfeld stabilisierend wirkte. Die Luft- rungskosten für private Investitionen – in Russ-fahrtindustrie ist – abgesehen von vereinzelten land nach wie vor keine positiven Nachfrage­Verzögerungen bei Großaufträgen – weiterhin impulse abzeichnen, konnten die Absatzmärktegut ausgelastet, wohingegen die Solarindustrie in Nord- und Zentraleuropa die in sie gesetztenihre Investitionstätigkeit vor allem in Europa Erwartungen in Richtung einer stabilen Entwick-deutlich reduziert hat. lung erfüllen; auch der vor allem für das Profil-Der Geschäftsbereich Automotive Body Parts war segment wichtige britische Markt zeigte sichim 1. Quartal 2012/13 unverändert voll ausge­ zuletzt spürbar erholt.lastet, jedoch sind punktuell, z. B. bei laserge-schweißten Platinen, leichte Auftragsrückgänge Entwicklung der Kennzahlenspürbar. Eine nach wie vor sehr gute, vor allem Im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 wirdvon einer unverändert hohen Nachfrage aus den erstmals das Ergebnis der Metal Forming Divi-BRIC-Staaten getragene Bedarfsentwicklung sion in deren neuer Struktur ausgewiesen, dieverzeichneten im abgelaufenen Quartal die Vorjahreswerte wurden zur besseren Vergleich-e­ uropäischen Pkw-Premiumhersteller, wogegen barkeit entsprechend angepasst.das – für die Division weniger entscheidende – Auf Grund des soliden Geschäftsverlaufs konntenVolumenssegment weiterhin unter massiver Min- die Umsatzerlöse im 1. Quartal 2012/13 mit 611,1derauslastung gelitten hat. Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr (622,5 Mio.Die im Geschäftsbereich Precision Strip bis vor EUR) weitgehend stabil gehalten werden. DurchKurzem noch langen Lieferzeiten von bis zu die leichte Konjunkturabschwächung im Verlaufeinem Jahr, verursacht durch Kapazitäts- und des 1. Quartals stellt sich jedoch die operativeVormaterialknappheit, haben sich zwischenzeit- Ergebnisentwicklung rückläufig dar: Das EBITlich auf ein normales Niveau eingependelt. verringerte sich gegenüber dem – allerdings sehrDer Geschäftsbereich Material Handling ver- guten – Vergleichswert des Vorjahres um 22,7 %zeichnete im 1. Quartal 2012/13 einen sehr guten von 59,6 Mio. EUR auf 46,1 Mio. EUR, die EBIT-Geschäftsverlauf in der Lagertechnik, deren Auf- Marge ging demzufolge von 9,6 % auf 7,5 %tragseingänge bereits jetzt die Vollauslastung der zurück.Produktionskapazitäten jedenfalls bis Ende Zum 30. Juni 2012 beschäftigte die Metald­ ieses Kalenderjahres gewährleisten. F ­ orming Division 11.272 Mitarbeiter (Vollzeit-Regional betrachtet verläuft die Entwicklung in äquivalent). Dies entspricht gegenüber demNordamerika stabil positiv, wohingegen sich die V ­ orjahr (10.915 Mitarbeiter) einem Zuwachs umDynamik in Brasilien zuletzt etwas abgeschwächt 357 Mitarbeiter bzw. 3,3 %. 11
  12. Aktionärsbrief 1. Quartal 2012/13 Kartellverfahren Investitionen Bahnoberbaumaterial Nach einer mehrjährigen Phase der Zurückhal- Im Kartellverfahren betreffend Eisenbahn-Ober- tung beabsichtigt der voestalpine-Konzern seine baumaterial hat das deutsche Bundeskartellamt Investitionstätigkeit im laufenden Geschäftsjahr Anfang Juli Bußgelder in Höhe von insgesamt wieder auszuweiten. So legten bereits im 1. Quar- 124,5 Mio. EUR gegen vier Hersteller und tal 2012/13 die Investitionen gegenüber dem Lieferanten von Schienen wegen wettbewerbs- Vergleichswert des Vorjahres (117,0 Mio. EUR) widriger Absprachen zu Lasten der Deutschen um 15,0 % auf 134,6 Mio. EUR zu, wobei diese Bahn AG verhängt. Davon entfielen 8,5 Mio. EUR Entwicklung aus deutlich höheren Aufwendun- auf Gesellschaften des voestalpine-Konzerns. gen in den Divisionen Special Steel (um mehr Damit wurde der angestrebte Kronzeugenstatus als 60 %) und Metal Engineering (um über 50 %) der voestalpine für den weitaus überwiegenden resultiert. Teil des Verfahrens vom Bundeskartellamt be­ stätigt, das vergleichsweise geringe Bußgeld be- Die Steel Division wies demgegenüber einen trifft lediglich Randbereiche. Mit diesem Buß- Rückgang um 6,3 % von 55,4 Mio. EUR auf 51,9 geldbescheid ist das Kartellverfahren zum Haupt- Mio. EUR aus, der nicht zuletzt auf den zum Ende komplex Deutsche Bahn abgeschlossen. In des vergangenen Geschäftsjahres erfolgten Ab- w ­ eiterer Folge wird das Bundeskartellamt Liefe- schluss des umfangreichen Investitionspro- rungen von Schienen und Weichen an regionale gramms „L6“ zurückzuführen ist. Aktuelle Haupt­ und lokale Nachfrager untersuchen. Wann mit investitionsvorhaben sind die planmäßig in Um- einer Entscheidung in diesen weiteren Sachver- setzung befindliche Kontiglühe und Ersatzinves- haltskomplexen zu rechnen ist, ist aus heutiger titionen im LD-Stahlwerk. Darüber hinaus sind Sicht nicht abschätzbar. Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen an den Die für den Themenkomplex Kartellverfahren Hochöfen genehmigt, derzeit aber noch in der sowie für die Schließung der TSTG Schienen Projektierungsphase; es geht dabei vor allem um Technik GmbH & Co KG im Jahresabschluss den Austausch der Winderhitzer und eine neue 2011/12 gebildete Rückstellung in Höhe von ins- Kohleeinblasungsanlage. gesamt 205 Mio. EUR wird weiterhin als ausrei- Im Grobblechbereich steht zudem die Errichtung chend erachtet. eines neuen Stoßofens vor dem Abschluss, gleich- zeitig wird der Bau eines neuen Walzgerüstes derzeit in Angriff genommen. Im Mai 2012 er- Schließung TSTG Schienen folgte überdies die Montage der Anlagen im Technik GmbH & Co KG n ­ euen Steel Service Center in Giurgiu, Rumänien, ­ sodass der Start der Produktion wie vorgesehen Nach dem Beschluss, die Schienenproduktion im Juni erfolgen konnte. der TSTG Schienen Technik GmbH & Co KG in Duisburg zu schließen, steht die Unternehmens- Mit 61,3 % verzeichnete die Special Steel Divi- leitung in fortlaufenden Informations- und Be­ sion den stärksten Anstieg bei den Investitionen. ratungsgesprächen mit dem Betriebsrat. Die Ihre Aufwendungen lagen mit 20,0 Mio. EUR um Schließung wird im Laufe des Kalenderjahres annähernd zwei Drittel über dem Vergleichswert 2013 erfolgen. des Vorjahres (12,4 Mio. EUR). Die Investitions- schwerpunkte im laufenden Geschäftsjahr liegen neben dem Abschluss der Erweiterung der Pro- Geschäftsbeziehungen duktionskapazitäten für pulvermetallurgische mit nahestehenden Stähle am Standort Kapfenberg (Österreich) vor Unternehmen und Personen allem in der Neukonzeption des Edelstahlwerkes in Wetzlar (Deutschland), wo mit einem auf vier Informationen zu den Geschäftsbeziehungen Jahre angelegten Investitionsprogramm sowohl mit nahestehenden Unternehmen und Personen Produktivität und Qualität als auch Umweltschutz befinden sich in den erläuternden Anhang­- und Arbeitssicherheit umfassend verbessert wer- an­gaben. den. In den Vertriebsgesellschaften der Division werden zurzeit Erweiterungen und Ergänzungen12
  13. Aktionärsbrief 1. Quartal 2012/13bei Anarbeitung, Wärmebehandlung und Säge- bereich Draht der Metal Engineering Divisionkapazität planmäßig umgesetzt, um die langfris- jedoch strategisch wichtige Erweiterung: Dietige strategische Ausrichtung auf eine konse- voestalpine Austria Draht GmbH erweitert ihrequente Verlängerung der Wertschöpfungskette Aktivitäten in der Drahtweiterverarbeitung durchund eine weitere Erhöhung des Servicegrades den Erwerb von 54 % der CPA Filament GmbHzu unterstützen. von der österreichischen Steinklauber-Gruppe. Gemeinsam wird im Rahmen des Joint VentureMit einem Plus von 52,4 % von 21,2 Mio. EUR am Standort Fürstenfeld (Steiermark) eine neueauf 32,3 Mio. EUR wies auch die Metal Enginee- Produktionsanlage für die Herstellung von ultra­ring Division einen deutlichen Anstieg ihrer In- hochfesten Feinstdrähten (bis 0,08 mm) errichtet,vestitionen gegenüber dem 1. Quartal des Vor- die mit Jahresende 2012 in Betrieb gehen wird.jahres aus. Das Hauptaugenmerk lag dabei inder Vorbereitung einer Hochofenzustellung in In den nächsten Jahren sind weitere Ausbau­Donawitz, die bis Herbst 2012 abgeschlossen sein stufen geplant. Beide Partner bringen umfassendes ­wird. Um den Bedarf trotz dieses anspruchsvollen Know-how in die Zusammenarbeit ein: Die voest­mehrmonatigen Projekts auch über den Sommer alpine verfügt über umfassende Werkstoffkom-erfüllen zu können, wurde bereits im 1. Quartal petenz, metallurgisch-technologische Erfahrung2012/13 mit dem Aufbau entsprechender Vor­ und profitiert zudem von der Nähe des eigenenmaterialreserven (Knüppel und Vorblöcke für die Stahlwerkes in Donawitz und den umfassendenWeiterverarbeitung zu Schienen, Weichen, Draht Kooperationsmöglichkeiten innerhalb derund Nahtlosrohren) begonnen. G ­ ruppe. Die Kompetenz der Steinklauber-­ ruppe G als Anlagenbauer und Technologieführer liegtDie Investitionen der Metal Forming Division in der Herstellung hochfester Feinstdrähte undlagen mit 28,8 Mio. EUR um 10,3 % über dem K ­ orde. Im Endausbau sollte der Umsatz desVergleichszeitraum des Vorjahres (26,1 Mio. n ­ euen Unternehmens in einer GrößenordnungEUR). Den Schwerpunkt bildet der kundenge- von etwa 70 bis 80 Mio. EUR liegen.triebene Ausbau der Produktionskapazitätenin Wachstumsmärkten und technologisch an-spruchsvollsten Produktsegmenten. Im 1. ­ uartal Q Mitarbeiter2012/13 wurde mit dem Aufbau eines Standortesfür die Herstellung von Sonderprofilen nahe Zum 30. Juni 2012 beschäftigte der voestalpine-Shanghai begonnen, dessen Produktionsbeginn Konzern 46.075 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalentfür das Geschäftsjahr 2013/14 vorgesehen – FTE). Gegenüber dem Vergleichswert des Vor-ist. Derzeit in Errichtung befindet sich darüber jahres (45.161 Beschäftigte) entspricht dies einemhinaus eine Produktionsstätte für die Umformung Zuwachs um 2,0 %, der überwiegend auf einenvon phs-ultraform®-Stahl in Schmölln, Deutsch- Anstieg der Stammbelegschaft um 1,9 % vonland. Plangemäß verläuft auch die internatio­ ale n 40.939 auf 41.719 Mitarbeiter zurückzuführenErweiterung des Geschäftsbereichs „Automotive ist. Weitere 4.189 Mitarbeiter befanden sich zumBody Parts“ an mehreren bereits bestehenden Ende des 1. Quartals 2012/13 in Leiharbeitsver-Konzernstandorten außerhalb Europas. hältnissen, das sind um 4,8 % bzw. 191 Personen mehr als im Jahr zuvor. Darüber hinaus standenTrotz der dargestellten Steigerungen gegenüber per 30. Juni 2012 weltweit 1.266 Lehrlinge indem Vorjahr lagen die Investitionen des voest­ Ausbildung und damit um 35 Jugendliche (oderalpine-Konzerns im 1. Quartal des ­Geschäftsjahres 2,7 %) weniger als im Vorjahr (1.301).2012/13 immer noch leicht unter dem – gegen-über dem Vorjahr praktisch unverändert geblie- Anmerkung: Wie bereits im Geschäftsberichtbenen – Abschreibungsniveau. 2011/12 dargestellt, wurde mit Abschluss dieses Geschäftsjahres auf den Indikator „Vollzeitäqui- valent“ (FTE) umgestellt, um eine bessere Ver-Akquisitionen gleichbarkeit der Daten mit anderen internatio- nalen Konzernen zu erreichen bzw. eine höhereIm Geschäftsjahr 2012/13 erfolgte bislang eine Aussagekraft der Mitarbeiterentwicklung imvergleichsweise zwar kleine, für den Geschäfts- Unternehmen selbst zu gewährleisten. Bei der 13
  14. Aktionärsbrief 1. Quartal 2012/13 Kenngröße FTE entspricht ein Vollzeitmitarbeiter wendung innovativer Spezialprofile soll die hohe einem Vollzeitäquivalent von 1, teilzeitbeschäf- Wartungsintensität, die herkömmliche Gitter­ tigte Mitarbeiter werden mit einer ihrem Beschäf- türme bislang gegenüber anderen Bauweisen tigungsausmaß entsprechenden Quote berück- noch benachteiligt, beseitigt werden. Darüber sichtigt. hinaus zeichnet sich das neue Baukastenkonzept durch markante Vorteile in den Bereichen Trans- port und Logistik, erhebliche Materialeinsparun- Forschung und Entwicklung gen, höhere Leichtigkeit, verbesserte Stabilität und eine insgesamt signifikante Erhöhung des Im Geschäftsjahr 2012/13 steht dem voestalpine- Wirkungsgrades aus. Der Prototyp befindet sich Konzern mit 132 Mio. EUR ein neues Rekord- derzeit in der Testphase. budget für Produkt- und Prozessentwicklung zur Verfügung. Die Forschungsaktivitäten sind auf Das hohe ökologische Potenzial des Werkstoffes den langfristigen Ausbau der Qualitäts- und Tech- Stahl ist darüber hinaus Gegenstand einer Reihe nologieführerschaft insbesondere in den definier- von industriegetriebenen Forschungsprojekten ten Wachstumsbranchen Mobilität und Energie auf EU-Ebene, an denen sich der voestalpine- sowie darüber hinaus auf die weitere Prozess­ Konzern führend beteiligt. Auch diese langfristi- optimierung in Bezug auf Energie- und Rohstoff- gen Vorhaben sind schwerpunktmäßig auf die effizienz sowie eine weitere Verringerung der Bereiche Mobilität und Energie ausgerichtet. Emissionen ausgerichtet. Im Vordergrund steht dabei die ganzheitliche Umwelt Betrachtung von Produkten, das heißt über den gesamten Lebenszyklus von den Rohstoffen über Im Geschäftsbericht 2011/12 wurden die um­ die Produktion bis zur Wiederverwertung sowie fassenden Maßnahmen, die der voestalpine- darüber hinaus die Darstellung von ökologischen Konzern zurzeit in allen wesentlichen Bereichen Gesamtzusammenhängen zur Erschließung zu- der Emissionsverminderung und der Ressour- sätzlicher Optimierungspotenziale. Durch die ceneffizienz konsequent umsetzt, bereits ausführ- Entwicklung neuer bzw. die laufende Verbes­ lich dargestellt. serung bestehender Stahlsorten strebt der voest­ alpine-Konzern auch eine nachhaltige Erhöhung Nachfolgend steht daher die aktuelle Entwick- der Energieeffizienz der Endprodukte an. Dies lung bei den wichtigsten umweltpolitischen Vor- gilt im Automobilleichtbau, mit dem Gewicht und haben auf nationaler und EU-Ebene im Vorder- damit CO2-Emissionen erheblich reduziert wer- grund: den können, ebenso wie für neue Anwendungen im Energiebereich, die eine markante Erhöhung CO2-Emissionszertifikatehandel/Post-Kyoto-Re- des Wirkungsgrades sowohl im konventionellen gime: Nach Veröffentlichung der europäischen Sektor als auch bei erneuerbaren Energieträgern Benchmark-Werte für die Stahlindustrie im Zeit- ermöglichen. raum 2013 bis 2020 im Mai 2011 erfolgte die nationale Umsetzung in Österreich durch eine Aus dem mehrjährigen Konzernprojekt „voest­ Verordnung des Umweltministeriums. Der fest- alpine Zukunftsmärkte“, das sich mit der koordi- gelegte Zuteilungsmechanismus wurde in der nierten Identifizierung und Nutzung innovativer Folge vom europäischen Stahlverband EUROFER Technologien vor dem Hintergrund der gesamten und einer Reihe von Mitgliedsunternehmen, da- Wertschöpfungskette des Unternehmens befasst, runter der voestalpine AG, vor dem EU-Gerichts- wird in diesem Zusammenhang etwa eine Reihe hof angefochten. Die im Juli 2011 eingebrachten von Neuentwicklungen für die Windkraft konse- Klagen waren insbesondere gegen die mit den quent vorangetrieben. In Zusammenarbeit mit heutigen technischen Möglichkeiten nicht er- renommierten externen Partnern und For- reichbaren spezifischen CO2-Emissionsvorgaben schungseinrichtungen wurde dabei jüngst der gerichtet. Der Europäische Gerichtshof hat die Prototyp eines wartungsfreien Gitterturms für Klagen mit Beschluss vom 4. Juni 2012 ohne Windkraftanlagen entwickelt. Durch den Einsatz i ­nhaltliche Prüfung aus formalen Gründen als neuartiger Verbindungsverfahren und die Ver- unzulässig abgewiesen, gleichzeitig aber darauf14
  15. Aktionärsbrief 1. Quartal 2012/13hingewiesen, dass für jedes betroffene Unter­ die Erstellung von entsprechenden europäischennehmen die Möglichkeit besteht, auf nationaler und internationalen Regelwerken. Dies erfolgtEbene Beschwerde zu erheben. Derzeit werden derzeit vor allem durch Errichtung einer internendie Erfolgsaussichten eines solchen Schritts ge- Arbeitsgruppe, die sich aus Vertretern der Divi-prüft, die angestrebte europäische Gleichbehand- sionen Steel und Special Steel zusammensetztlung wird im Wege von Einzelfallentscheidungen und alle für LCA wesentlichen Unternehmens-allerdings kaum erreichbar sein. funktionen wie Einkauf, Marketing, Produktion, Forschung, Verkauf und Umwelt umfasst. Auf­Die „Roadmaps 2050“ stellen das zentrale Ele- gabe der Arbeitsgruppe sind einerseits die Be­ment der gesamten EU-Strategie für die Entwick- obachtung der Entwicklungen und die Koordi-lung einer „Low-Carbon-Economy“ dar. Sie stre- nation der verschiedenen LCA-Aktivitäten ein-ben bis zum Jahr 2050 vor allem die Verringerung schließlich des entsprechenden Datenmanage-der CO2-Emissionen innerhalb der EU um 80 % ments sowie andererseits die aktive Beteiligungbis 95 % gemessen am Niveau von 1990, den an LCA-Projekten im Rahmen nationaler undUmstieg auf eine CO2-freie Stromerzeugung und internationaler Arbeitsgruppen und Interessen-den radikalen Umbau von Infrastruktur und vertretungen wie etwa EUROFER und WorldTransportflotten an. Die konkrete Festlegung der Steel Association.Reduktionspfade zur Erreichung dieses Zielss­ owie die Beurteilung auf Branchenebene stehen In Bezug auf die bereits in den bisherigen Ver­noch aus. Der europäische Stahlverband EURO- öffentlichungen ausführlich behandelten The-FER hat beschlossen, bis Ende 2012 eine eigene menbereiche REACH (Verordnung zur Registrie-sektorale Branchen-Roadmap für die europäische rung, Evaluierung, Autorisierung und Beschrän-Stahlindustrie zu erstellen und dabei die Bedeu- kung von Chemikalien) und Industrieemissions-tung des Werkstoffes Stahl für die europäische richtlinie (IERL) 2010/75/EU wird auf Grund desGesellschaft sowie dessen Beitrag zum Klima- im Wesentlichen unveränderten Standes auf dieschutz aufzuzeigen. Wirksam werden die Bei­ räge t letzten Veröffentlichungen im Geschäftsjahrder Stahlindustrie allerdings nur dann, wenn 2011/12 verwiesen.nicht schon vorher weitere preistreibende Ein-griffe in den bestehenden EU-Zertifikatehandelund eine neuerliche drastische Verschärfung der AusblickEmissionsreduktionsziele erfolgen, denn damitwürde ihr die Existenzgrundlage in Europa ent- Nur rund zwei Monate nach dem im Bericht überzogen. das Geschäftsjahr 2011/12 gegebenen Ausblick für 2012/13 ist es unmöglich, sich nicht zu wieder­Life Cycle Assessment (LCA): Die umfassende holen. So sehr es im Hinblick auf die damalsLebenszyklusbetrachtung (Life Cycle Assessment, wenig optimistischen Prognosen zu wünschenLCA) rückt immer mehr in den Fokus von ­ unden, K wäre – auch aus aktueller Sicht bleiben die Kon-Mitbewerbern und Entscheidungsträgern. In junkturerwartungen auf breiter Front unterdiesem Zusammenhang wird auch der Begriff Druck. Weder im regionalen noch dem sektoralen„Ökobilanz“ verwendet. LCA ist eine systemati- Ausblick ergeben sich gravierende Veränder­sche Analyse der Umweltauswirkungen von Pro- ungen.dukten und Prozessen mit umfassender Betrach-tung über den Lebenszyklus. Die Lage in Europa wird unverändert von denSo werden über LCA sämtliche Auswirkungen ungelösten Themen Schulden- und Eurokrisewährend der Fertigung, der Nutzungsphase und dominiert, das konjunkturelle Sentiment bleibtder Entsorgung eines Produkts einschließlich des damit weiterhin gedrückt. Die SchwellenländerRecyclings auf Mensch und Umwelt betrachtet. China, Indien und Brasilien zeigen vorläufigDer entscheidende Vorteil von LCA ist, dass öko- k ­ eine Tendenz, zu alter Wachstumsstärke zurück-logischen Auswirkungen ganzheitlich betrachtet zukehren, und die Konjunkturerwartungen fürwerden, anstatt nur punktuell einzelne Stufen zu die USA werden zunehmend relativiert. Auch inuntersuchen. den wichtigsten Industriebranchen dominiertvoestalpine unterstützt die politische Etablierung Skepsis in den Erwartungen für die 2. Jahres-des Lebenszyklusgedankens und begleitet aktiv hälfte 2012: Die Bau- und Bauzulieferindustrie 15
  16. Aktionärsbrief 1. Quartal 2012/13 verharrt weiterhin auf ihrem schon seit Längerem Engineering und Metal Forming, die im 1. Quar- bescheidenen Konjunkturniveau, in der Auto­ tal des Geschäftsjahres mehr als zwei Drittel des mobilindustrie werden die Produktionserwartun- Umsatzes und annähernd 80 % des operativen gen für den Rest des Jahres nicht mehr nur im Ergebnisses erwirtschaftet haben, sollte auch aus Massensegment zurückgenommen und auch der heutiger Sicht die schon zu Beginn des Geschäfts- Energiebereich hat sowohl im konventionellen jahres angekündigte Wiederholung des bereinig- als auch im alternativen Sektor zuletzt deutlich ten operativen Vorjahresergebnisses (EBIT) von an Dynamik verloren. Nach wie vor relativ stabil rund 900 Mio. EUR ermöglichen. Voraussetzung entwickelt sich die Nachfrage im Maschinenbau, dafür ist allerdings, dass es im weiteren Verlauf der Luftfahrt und der Eisenbahninfrastruktur, im des Geschäftsjahres nicht zu einer zusätzlichen Vergleich zum Jahresbeginn leicht verbessert Verschärfung des konjunkturellen Umfeldes – stellt sich die Marktsituation bei Hausgeräten etwa im Wege einer Eskalation der Eurokrise oder und in der Konsumgüterindustrie dar. eines nachhaltigen Konjunktureinbruchs in den Schwellenländern – kommt. Die europäische Stahlindustrie leidet mehr denn je unter massiven strukturellen Überkapazitäten insbesondere im Bereich Flachprodukte, die in Verbindung mit einer anhaltend schwachen Nachfrage bei gleichzeitig weiter sinkenden Roh- stoffpreisen unverändert wertvernichtende Preis- kämpfe zur Folge haben. Der konsequente technologische und qualitative Differenzierungsprozess zur Konkurrenz im V ­ erlauf der letzten 15 Jahre ermöglicht der Steel Division des voestalpine-Konzerns trotz dieses herausfordernden Umfeldes auch in den ­ ächsten n Monaten eine Vollauslastung der Kapazitäten bei einem immer noch ansprechenden Ergebnis. Einmal mehr bestätigt sich im aktuellen Konjunk- turumfeld aber die Richtigkeit der seit Jahren verfolgten konsequenten Politik in Richtung einer Verlängerung der Wertschöpfungskette in an- spruchsvollen Nischenbereichen bis hin zu den Endkunden. Mit ihr hat sich der voestalpine- Konzern inzwischen vom Stahlhersteller zu e ­ inem führenden Verarbeitungs- und Techno­ logiekonzern in zukunftsträchtigen Marktseg- menten entwickelt. Die sowohl vom Umsatz als auch dem Ergebnis her vergleichsweise stabile Entwicklung der durchwegs in solchen Seg­ menten tätigen Divisionen Special Steel, Metal16
  17. Aktionärsbrief 1. Quartal 2012/13Investor Relationsvoestalpine AG im Vergleich zu ATX und internationalen Indizes Veränderungen gegenüber Ultimo März 2012 in % voestalpine ATX STOXX Index (Europa) DJ Industrial Index105100 95 90 85 80 75 1. April 2012 30. Juni 2012Kursverlauf der voestalpine-Aktie zugeführt werden konnten. Zusätzlich verschärft wurde die Entwicklung durch die rückläufigen,Die Kapitalmärkte insgesamt und zyklische Titel auf spürbare konjunkturelle Abkühlung hindeu-im Besonderen sahen sich im Verlauf des Kalen- tenden Frühindikatoren in Asien, allen voran inderjahres 2012 einem anhaltend herausfordern- China.den Umfeld gegenüber. Maßgeblich beeinflusst Zudem hat sich zuletzt auch die Erwartung inwurde die Stimmung an den Börsen von den Bezug auf die weitere Konjunkturentwicklungweiter anhaltenden und sich tendenziell noch für den aus Sicht des voestalpine-Konzerns wich-verschärfenden Debatten über die unsichere tigen und in den vergangenen Jahren stets über-P­ erspektive des europäischen Wirtschaftsraumes durchschnittlich robusten deutschen Markt ab-(Staatsschulendkrise, Haftungen der Eurolän- geschwächt. Sektorspezifisch stellen weiterhinder, Stabilität des Euro usw.), zumal diese Prob- die strukturellen Überkapazitäten der europä­leme nach wie vor keiner dauerhaften, die ischen Stahlindustrie eine immer stärkere Be­F­ inanzmärkte nachhaltig beruhigenden Lösung lastung dar. Um längerfristig wieder – zumindest 17
  18. Aktionärsbrief 1. Quartal 2012/13 ansatzweise – ein Gleichgewicht zwischen An- Unternehmensanleihe 1 (2009 –2013) gebot und Nachfrage herzustellen, stellt die bloß Im März 2009 hat die voestalpine AG zur Siche- befristete Herausnahme von Kapazitäten keine rung der Liquidität eine Unternehmensanleihe Lösung dar. mit einem Volumen von 400 Mio. EUR und einem Im Vergleich zu den „klassischen“ Stahlunter- Kupon von 8,75 % begeben. Die Tilgung der An- nehmen ist es dem voestalpine-Konzern auf leihe wird im Frühjahr 2013 erfolgen. Die An­ eihe l Grund der forcierten Entwicklung zu einem glo- war gleich zu Beginn stark nachgefragt und er- balen Verarbeitungs- und Technologiekonzern reichte etwa ein Jahr nach Begebung einen mit zunehmend geringerer Abhängigkeit vom Höchstwert von über 114 (% des Face Value). traditionellen „Stahlzyklus“, verbunden mit einer Nachdem der Rückzahlungszeitpunkt näher insgesamt stabileren Ertragssituation und – an- rückt, ist auch der Kursverlauf der Anleihe rück- gesichts des Konjunkturumfeldes – immer noch läufig. Ende Juni 2012 lag der Kurs bei etwa 105 sehr ansprechender Fundamentaldaten, aller- (% des Face Value). dings gelungen, die Kursverluste in Grenzen zu halten. Unternehmensanleihe 2 (2011–2018) Der Kursverlauf der voestalpine-Aktie ist im Anfang Februar 2011 wurde von der voestalpine 1. Quartal 2012/13 bedingt durch das zyklische AG eine siebenjährige Anleihe mit einem Kupon Geschäftsmodell zwar sowohl in den Auf- als auch von 4,75 % und einem Volumen von 500 Mio. in den Abwärtsbewegungen markanter ausge­ EUR erfolgreich am Kapitalmarkt platziert. Die fallen als im Durchschnitt der Indizes ATX, Nachfrage seitens der Anleger war von Beginn S ­ TOXX Index Europe und Dow Jones Industrial, an sehr stark, was sich in einer positiven Kursent- zeigt jedoch in der Gesamtentwicklung ein wicklung manifestierte. Insbesondere im Kalen- kongru­entes Bild. derjahr 2012 konnten signifikante Steigerungen In Summe verzeichnete die voestalpine-Aktie mit verzeichnet werden. Zum Ende des 1. Quartals einem Kursrückgang von 25,22 EUR auf 20,86 2012/13 lag der Kurs dieser Unternehmensan­ EUR im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 leihe bei über 106 (% des Face Value). einen Wertverlust von 17,3 %. Analysen über die voestalpine AG werden derzeit von folgenden Investmentbanken/ Anleihen Instituten erstellt: Bank of America/Merrill Lynch, London Hybridanleihe (2007–2014) Barclays Capital, London Im Zuge der Finanzierung des Erwerbs der BHF-BANK, Frankfurt BÖHLER-­U DDEHOLM Aktiengesellschaft Citigroup, London w ­ urde im Oktober 2007 eine nachrangige Hybrid­ Commerzbank, Frankfurt anleihe mit einem Emissionsvolumen von 1.000 Credit Suisse, London Mio. EUR und einem Kupon von 7,125 % bege- Davy, Dublin ben. Die frühestmögliche Call-Option seitens der Deutsche Bank, London voestalpine AG ist im Oktober 2014. Die Hybrid- Erste Bank, Wien Anleihe notierte die ersten beiden Jahre auf Exane BNP Paribas, Paris Grund der generell schwierigen Finanz- und HSBC, London Wirtschaftslage zu diesem Zeitpunkt fast stets JP Morgan, London unter dem Ausgabekurs mit einem Tiefstkurs Kepler, Frankfurt von 75 (% des Face Value) im Frühjahr 2009. In MainFirst, Frankfurt w ­ eiterer Folge entwickelte sich die Anleihe ab Nomura, London Beginn des Kalenderjahres 2010 äußerst positiv Raiffeisen Centrobank, Wien und schloss mit Ende des 1. Quartals 2012/13 bei Steubing, Frankfurt etwa 105 (% des Face Value). UBS, London.18
  19. Aktionärsbrief 1. Quartal 2012/13Informationen zur AktieAktiennominale 307.132.044,75 EUR, zerlegt in 169.049.163 StückaktienStand der Aktien im Eigenbesitz zum 30. Juni 2012 242.171 Stk.Aktiengattung Stammaktien lautend auf InhaberWertpapierkennnummer 93750 (Börse Wien)ISIN AT0000937503Reuters VOES.VIBloomberg VOE AVKurse (jeweils zum Tagesende)Börsenhöchstkurs April 2012 bis Juni 2012 25,45 EURBörsentiefstkurs April 2012 bis Juni 2012 20,03 EURKurs zum 30. Juni 2012 20,86 EURAusgabekurs IPO Oktober 1995 5,18 EURAll-Time-High-Kurs (12. Juli 2007) 66,11 EURBörsenkapitalisierung zum 30. Juni 2012* 3.520.469.818,16 EUR * Basis: Gesamtaktienanzahl abzüglich rückgekaufter Aktien.Geschäftsjahr 2011/12Gewinn/Aktie 1,98 EURDividende/Aktie 0,80 EURBuchwert/Aktie 28,24 EURTerminvorschau 2012/13Veröffentlichung 2. Quartal 2012/13 7. November 2012Veröffentlichung 3. Quartal 2012/13 7. Februar 2013Geschäftsbericht 2012/13 5. Juni 2013Hauptversammlung 3. Juli 2013Ex-Dividenden-Tag 8. Juli 2013Dividenden-Zahltag 15. Juli 2013 19
  20. Aktionärsbrief 1. Quartal 2012/13 voestalpine AG Finanzdaten zum 30.06.2012 Nach International Financial Reporting Standards (IFRS) Konzernbilanz Aktiva 31.03.2012 30.06.2012 A. Langfristige Vermögenswerte Sachanlagen 4.378,3 4.370,6 Firmenwert 1.421,2 1.422,5 Andere immaterielle Vermögenswerte 322,0 312,2 Anteile an assoziierten Unternehmen 149,4 145,3 Andere Finanzanlagen 160,5 166,7 Latente Steuern 369,8 364,8 6.801,2 6.782,1 B. Kurzfristige Vermögenswerte Vorräte 2.952,7 3.103,5 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 1.774,4 1.810,6 Andere Finanzanlagen 406,6 408,5 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 677,2 800,4 5.810,9 6.123,0 Summe Aktiva 12.612,1 12.905,1 Mio. EUR20
  21. Aktionärsbrief 1. Quartal 2012/13Passiva 31.03.2012 30.06.2012A. Eigenkapital Grundkapital 307,1 307,1 Kapitalrücklagen 405,7 393,9 Hybridkapital 992,1 992,1 Gewinnrücklagen und andere Rücklagen 3.061,0 3.215,1 Eigenkapital der Anteilseigner des Mutterunternehmens 4.765,9 4.908,2 Nicht beherrschende Anteile 70,4 72,6 4.836,3 4.980,8B. Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten Pensionen und andere Arbeitnehmerverpflichtungen 852,9 853,0 Rückstellungen 131,3 131,3 Latente Steuern 204,0 209,4 Finanzverbindlichkeiten 1.970,6 1.571,6 3.158,8 2.765,3C. Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten Rückstellungen 631,1 563,9 Steuerschulden 78,8 76,3 Finanzverbindlichkeiten 1.799,2 2.273,0 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 2.107,9 2.245,8 4.617,0 5.159,0Summe Passiva 12.612,1 12.905,1 Mio. EUR 21
  22. Aktionärsbrief 1. Quartal 2012/13 Konzern-Kapitalflussrechnung 01.04. – 30.06.2011 01.04. – 30.06.2012 Betriebstätigkeit Ergebnis nach Steuern 209,6 144,9 Nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge 136,8 151,9 Veränderungen des Working Capital –288,9 1,0 Cashflow aus der Betriebstätigkeit 57,5 297,8 Cashflow aus der Investitionstätigkeit –114,8 –218,0 Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit –337,1 43,3 Verminderung/Erhöhung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente –394,4 123,1 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Periodenanfang 1.233,4 677,2 Veränderungen von Währungsdifferenzen 0,1 0,1 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Periodenende 839,1 800,4 Mio. EUR22
  23. Aktionärsbrief 1. Quartal 2012/13Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 01.04. – 30.06.2011 01.04. – 30.06.2012Umsatzerlöse 3.051,5 3.050,6Umsatzkosten –2.363,1 –2.432,2Bruttoergebnis 688,4 618,4Sonstige betriebliche Erträge 81,7 83,6Vertriebskosten –245,4 –249,7Verwaltungskosten –148,2 –150,5Sonstige betriebliche Aufwendungen –58,9 –71,1Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) 317,6 230,7Ergebnisse von assoziierten Unternehmen 5,5 5,1Finanzerträge 23,3 20,4Finanzaufwendungen –74,6 –71,0Ergebnis vor Steuern (EBT) 271,8 185,1Ertragsteuern –62,2 –40,2Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) 209,6 144,9Zuzurechnen den: Anteilseignern des Mutterunternehmens 189,9 125,2 Nicht beherrschenden Gesellschaftern 1,7 1,7 Vorgesehener Anteil Hybridkapitalbesitzer 18,0 18,0Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) 1,13 0,74 Mio. EURGesamtergebnisrechnung 01.04. – 30.06.2011 01.04. – 30.06.2012Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) 209,6 144,9Sonstiges Ergebnis Hedge Accounting –1,7 –0,1 Währungsumrechnung –2,0 3,7Sonstiges Ergebnis in der Periode, netto –3,7 3,6Gesamtergebnis in der Periode 205,9 148,5Zuzurechnen den: Anteilseignern des Mutterunternehmens 186,6 128,4 Nicht beherrschenden Gesellschaftern 1,3 2,1 Vorgesehener Anteil Hybridkapitalbesitzer 18,0 18,0Gesamtergebnis in der Periode 205,9 148,5 Mio. EUR 23
  24. Aktionärsbrief 1. Quartal 2012/13Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 1 Q 2011/12 1 Q 2012/13 Nicht be- Nicht be- herr­schende herr­schende Konzern Anteile Gesamt Konzern Anteile Gesamt Eigenkapital zum 01.04. 4.617,8 73,3 4.691,1 4.765,9 70,4 4.836,3 Gesamtergebnis in der Periode 204,6 1,3 205,9 146,4 2,1 148,5 Dividendenausschüttung – –6,5 –6,5 – –6,6 –6,6 Rückkauf/Verkauf von eigenen Aktien 1,4 – 1,4 1,2 – 1,2 Zukauf nicht beherrschender Anteile – – – – 6,7 6,7 Anteilsbasierte Vergütungen –15,8 –0,2 –16,0 – – – Sonstige Veränderungen –4,4 6,8 2,4 –5,3 –5,3 Eigenkapital zum 30.06. 4.803,6 74,7 4.878,3 4.908,2 72,6 4.980,8 4.908,2 Mio. EUR24
  25. Aktionärsbrief 1. Quartal 2012/13Erläuternde AnhangangabenDer Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2012 Division zusammengeführt. Die Vorjahresver-für das 1. Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 der gleichszahlen wurden entsprechend angepasst.voestalpine AG wurde nach den Bestimmungendes IAS 34 – Interim Financial Reporting erstellt. Der Konzernzwischenabschluss ist in MillionenDie für den Konzernabschluss des Geschäftsjah- Euro (= funktionale Währung des Mutterunter-res 2011/12 geltenden Bilanzierungs- und Be- nehmens) aufgestellt. Bei der Summierungwertungsgrundsätze wurden mit folgender Aus- von gerundeten Beträgen und Prozentangabennahme unverändert fortgeführt. Die über­ rbeitete a können durch Verwendung automatischer Re-Fassung des IFRS 7 (2010) „Finanzinstrumente: chenhilfen rundungsbedingte RechendifferenzenAngaben – Übertragung finanzieller Vermögens- auftreten.werte“ wird erstmals angewendet. Die Anwen-dung dieses neuen Standards hatte keine wesent- Die vergleichenden Angaben beziehen sich,lichen Auswirkungen auf den Konzernzwischen- s ­ ofern nicht anders angegeben, auf das 1. Quartal ­abschluss. Für Fragen zu den verwendeten Auf- des Geschäftsjahres 2011/12 (Stichtag: 30. Junistellungsgrundsätzen wird auf den Konzernab- 2011).schluss zum 31. März 2012 verwiesen, welcherdie Basis für diesen Zwischenabschluss darstellt. Der vorliegende Konzernzwischenabschluss w ­ urde weder einer vollständigen Abschluss­Zum 1. April 2012 wurden die beiden Divisionen prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durchAutomotive und Profilform zur Metal Forming einen Wirtschaftsprüfer unterzogen. 25
  26. Aktionärsbrief 1. Quartal 2012/13 Konsolidierungskreis/Unternehmenserwerbe Der Konsolidierungskreis hat sich im Berichtszeitraum wie folgt entwickelt: Voll- Quoten- Equity- konsolidierung konsolidierung Methode Stand am 01.04.2012 278 2 12 Zugänge aus Unternehmenserwerben 1 Änderung der Konsolidierungsmethode Zugänge 1 Abgänge Umgründungen –3 Abgänge oder Veräußerung Stand am 30.06.2012 277 2 12 davon ausländische Gesellschaften 220 0 5 Erläuterung der Bilanz zugeflossen sind und auch die Kreditaufnahmen im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 über Der Rückgang im langfristigen Vermögen im den Kredittilgungen liegen, haben sich die liqui- 1. Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 ist im den Mittel von 677,2 Mio. EUR auf 800,4 Mio. Wesentlichen auf die niedrige Investitionstätig- EUR erhöht. keit zurückzuführen. Die Abschreibungen in Höhe von 144,3 Mio. EUR haben die Investitio- Das Grundkapital der voestalpine AG betrug zum nen in Höhe von 134,6 Mio. EUR überschritten. 30. Juni 2012 307.132.044,75 EUR (169.049.163 Der Vorrätebestand erhöhte sich im Wesentlichen Stück Stückaktien). Zum Stichtag hielt die Ge- auf Grund von Mengensteigerungen gegenüber sellschaft 242.171 Stück eigene Aktien. Im dem 31. März 2012 um 150,8 Mio. EUR. Da aus 1. Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 wurden der laufenden Geschäftstätigkeit liquide Mittel 57.557 Stück eigene Aktien verkauft.26
  27. Aktionärsbrief 1. Quartal 2012/13Die voestalpine AG hat am 16. Oktober 2007 eine Durch die Abreifung von langfristigen Kreditengegenüber allen sonstigen Gläubigern nach­ haben sich die langfristigen Finanzverbindlich-rangige unbefristete Anleihe im Umfang von keiten auf 1.571,6 Mio. EUR verringert.1 Mrd. EUR mit einem Kupon von 7,125 % bege-ben, welcher bei Entfall der Dividende auch aus-gesetzt werden kann. Nach sieben Jahren Lauf- Erläuterung derzeit hat die voestalpine AG, nicht aber die Gläu- Gewinn- und Verlustrechnungbiger, erstmalig die Möglichkeit zur Tilgung derAnleihe oder der Fortsetzung zu einem höheren, Der Umsatz vom 1. April bis 30. Juni 2012 inaber variablen Zinssatz. Diese Hybridanleihe Höhe von 3.050,6 Mio. EUR ist annähernd gleich-wird gem. IAS 32 als Teil des Eigenkapitals aus- bleibend im Vergleich zum selben Zeitraum desgewiesen. Vorjahres (3.051,5 Mio. EUR). Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) belief sich imDas Ergebnis nach Steuern in Höhe von 144,9 1. Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 aufMio. EUR hat zu einer Erhöhung des Eigen­ 230,7 Mio. EUR gegenüber dem Vergleichszeit-kapitals beigetragen. In der Hauptversammlung raum des Vorjahres von 317,6 Mio. EUR. Nacham 4. Juli 2012 wurde für das Geschäftsjahr Berücksichtigung des Finanzerfolges sowie2011/12 eine Dividende in Höhe von 0,80 EUR S ­ teuern ergibt sich ein Ergebnis nach Steuernje Aktie beschlossen, welche im 2. Quartal des von 144,9 Mio. EUR gegenüber 209,6 Mio. EURGeschäftsjahres 2012/13 zahlungswirksam wird. im Vergleichszeitraum des Vorjahres.Das verwässerte und unverwässerte Ergebnis je Aktie berechnet sich wie folgt: 01.04. – 30.06.2011 01.04. – 30.06.2012Anteilseigner des Mutterunternehmenszuzurechnendes Ergebnis (Mio. EUR) 189,9 125,2Durchschnittlich gewichtete Anzahl derausgegebenen Aktien (Mio.) 168,6 168,8Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) 1,13 0,74 27
  28. Aktionärsbrief 1. Quartal 2012/13 Geschäftssegmente Die folgenden Tabellen enthalten Informationen zu den Geschäftssegmenten des voestalpine-Konzerns für das 1. Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 bzw. 2011/121: 1. Quartal 2012/13 Steel Special Steel Division Division 01.04.–30.06.2012 01.04.–30.06.2012 Segmentumsätze 999,8 735,7 davon Umsatzerlöse mit externen Kunden 930,6 720,6 davon Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 69,2 15,1 EBITDA 108,7 104,9 Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) 52,2 68,8 EBIT-Marge 5,2 % 9,3 % Segmentvermögen 3.681,3 4.021,0 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalent) 10.459 12.348 1. Quartal 2011/12 Steel Special Steel Division Division 01.04.–30.06.2011 01.04.–30.06.2011 Segmentumsätze 1.038,3 750,7 davon Umsatzerlöse mit externen Kunden 961,6 733,6 davon Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 76,7 17,1 EBITDA 155,9 120,6 Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) 101,3 82,7 EBIT-Marge 9,8 % 11,0 % Segmentvermögen 3.785,7 4.111,4 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalent) 10.382 12.032 1 Zum 1. April 2012 wurden die beiden Divisionen Automotive und Profilform zur Metal Forming Division zusammengeführt. Die Vorjahres­ ergleichszahlen wurden entsprechend angepasst. Weiters wurden zum 1. April 2012 die Divisionen wie folgt umbenannt: v Steel Division (bis 31. März 2012 Division Stahl), Special Steel Division (bis 31. März 2012 Division Edelstahl) und Metal Engineering Division (bis 31. März 2012 Division Bahnsysteme).28
  29. Aktionärsbrief 1. Quartal 2012/13Metal Engineering Metal Forming Division Division Sonstige Überleitung Summe Konzern01.04.–30.06.2012 01.04.–30.06.2012 01.04.–30.06.2012 01.04.–30.06.2012 01.04.–30.06.2012 805,6 611,1 425,7 –527,3 3.050,6 795,5 602,8 1,1 0,0 3.050,6 10,1 8,3 424,6 –527,3 0,0 111,4 68,5 –21,2 2,7 375,0 83,8 46,1 –22,8 2,6 230,7 10,4 % 7,5 % 7,6 % 2.525,7 1.941,8 9.765,3 –9.030,0 12.905,1 11.291 11.272 705 0 46.075 Mio. EURMetal Engineering Metal Forming Division Division Sonstige Überleitung Summe Konzern01.04.–30.06.2011 01.04.–30.06.2011 01.04.–30.06.2011 01.04.–30.06.2011 01.04.–30.06.2011 752,8 622,5 446,7 –559,5 3.051,5 742,0 613,1 1,2 0,0 3.051,5 10,8 9,4 445,5 –559,5 0,0 120,7 82,3 –17,8 1,2 462,9 92,2 59,6 –19,3 1,1 317,6 12,2 % 9,6 % 10,4 % 2.511,8 1.952,6 9.223,4 –8.574,9 13.010,0 11.165 10.915 667 0 45.161 Mio. EUR 29
  30. Aktionärsbrief 1. Quartal 2012/13 In den folgenden Tabellen wird die Überleitung zu den Kennzahlen EBITDA und EBIT dargestellt: EBITDA 01.04. – 30.06.2011 01.04. – 30.06.2012 Währungsdifferenzen inkl. Ergebnis aus Derivatebewertung 1,3 2,2 Forderungswertberichtigungen/-verzicht 0,1 0,4 Konsolidierung –0,3 –1,1 Sonstiges 0,1 1,2 EBITDA – Summe Überleitung 1,2 2,7 Mio. EUR EBIT 01.04. – 30.06.2011 01.04. – 30.06.2012 Währungsdifferenzen inkl. Ergebnis aus Derivatebewertung 1,3 2,2 Forderungswertberichtigungen/-verzicht 0,1 0,4 Konsolidierung –0,3 –1,1 Sonstiges 0,0 1,1 EBIT – Summe Überleitung 1,1 2,6 Mio. EUR Alle übrigen Kennzahlen enthalten im Wesentlichen nur Konsolidierungseffekte.30
  31. Aktionärsbrief 1. Quartal 2012/13Erläuterung der und die die Finanzlage oder das Geschäftsergeb-Kapitalflussrechnung nis des Unternehmens während der ersten drei Monate des aktuellen Geschäftsjahres wesentlichAuf Grund des gesunkenen operativen Ergebnis- beeinflusst haben.ses sank der Cashflow aus dem Ergebnis von346,4 Mio. EUR auf 296,8 Mio. EUR. Unter Be-rücksichtigung der Working Capital-Veränderung Kartellverfahrenergibt sich ein Cashflow aus der Betriebstätigkeit Bahnoberbaumaterialin Höhe von 297,8 Mio. EUR – gegenüber derVergleichsperiode des Vorjahres (57,5 Mio. EUR) Im Kartellverfahren betreffend Eisenbahn-Ober-bedeutet dies einen signifikanten Anstieg. Nach baumarterial hat das deutsche BundeskartellamtAbzug des Cashflows aus der Investitionstätigkeit Anfang Juli Bußgelder in Höhe von insgesamtin Höhe von 218,0 Mio. EUR sowie unter Berück- 124,5 Mio. EUR gegen vier Hersteller und Lie-sichtigung des Cashflows aus der Finanzierungs- feranten von Schienen wegen wettbewerbswid-tätigkeit in Höhe von 43,3 Mio. EUR (im Wesent- riger Absprachen zu Lasten der Deutschen Bahnlichen Kreditaufnahmen) ergibt sich eine Verän- AG verhängt. Davon entfielen 8,5 Mio. EUR aufderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmittel- Gesellschaften des voestalpine-Konzerns. Damitäquivalente (vor Währungsdifferenzen) von 123,1 wurde der angestrebte Kronzeugenstatus derMio. EUR. v ­ oestalpine für den weitaus überwiegenden Teil des Verfahrens vom Bundeskartellamt bestätigt, das vergleichsweise geringe Bußgeld betrifftSaison- l ­ediglich Randbereiche. Mit diesem Bußgeld­und Konjunktureinflüsse bescheid ist das Kartellverfahren zum Hauptkom- plex Deutsche Bahn abgeschlossen. In weitererWir verweisen auf die entsprechenden Erläute- Folge wird das Bundeskartellamt Lieferungenrungen im Zwischenlagebericht. von Schienen und Weichen an regionale und l ­okale Nachfrager untersuchen. Wann mit einer Entscheidung in diesen weiteren Sachverhalts-Geschäfte mit nahestehenden komplexen zu rechnen ist, ist aus heutiger SichtUnternehmen und Personen nicht abschätzbar. Die für den Themenkomplex Kartellverfahren sowie für die Schließung derIm Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit TSTG Schienen Technik GmbH & Co KG imbestehen Geschäftsbeziehungen in Form von Jahresabschluss 2011/12 gebildete RückstellungLieferungen und Dienstleistungen mit assoziier- in Höhe von insgesamt 205,0 Mio. EUR wirdten Gesellschaften des Konzerns. Diese ­ eschäfte G weiterhin als angemessen erachtet.erfolgen ausschließlich auf Basis marktüblicherBedingungen. Wir weisen darauf hin, dass unter Inanspruch- nahme der Schutzklausel detaillierte AngabenEs gab keine Veränderungen bei Geschäften mit zu Rückstellungen dann nicht gemacht werden,nahestehenden Unternehmen und Personen, die wenn dadurch die Interessen des Unternehmensim letzten Jahresfinanzbericht dargelegt wurden ernsthaft beeinträchtigt werden könnten.ImpressumEigentümer und Medieninhaber: voestalpine AG, voestalpine-Straße 1, 4020 LinzHerausgeber und Redaktion: voestalpine AG, Corporate CommunicationsT. +43/50304/15-2090, F. +43/50304/55-8981, presse@voestalpine.com, www.voestalpine.comGestaltung, Realisierung: Living Office Kommunikationsberatung GmbH, St. Pölten
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