Apple im Unternehmen           Macs im Business-Einsatz    © 2011 Thomas Krampe - Alle Rechte vorbehalten.
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EinleitungFür viele Unternehmen, gerade im Bereich von Werbung, Druck und Druckvorbereitungoder Marketing, sind Computer u...
Die NachteileSpricht man mit CIO‘s, ist der Einsatz von Apple Hard- und Software kein Thema auf derAgenda. Wie allerdings ...
Regel nur den Standard Support kaufen, ist Apple auch hier wieder in der Lage, diesen    Support zu bieten.‣ Unterschiedli...
veranlassen, sich ein Endgerät aus dem Hause Apple zu kaufen und damit auch imUnternehmen zu arbeiten. Eine kurze und sich...
Betriebssystems die Festplatte nicht neu formatiert wird und alle kompatiblen Programme, Dateien und Einstellungen beibeha...
Typ1 HypervisorEin Typ1 Hypervisor3 wäre der Idealzustand. Hierbei handelt es sich um eine relativ kleineSoftware, die dir...
Typ2 Hypervisor fungieren. Die bekannteste Anwendung in der Mac Welt ist ParallelsDesktop5 für Mac OS, aber auch VMWare bi...
dar. Will mit jedoch mit Anwendungen arbeiten, die intensiven Gebrauch von der Hardwaremachen, wie z.B. CAD/CAM Anwendunge...
Besonders interessant dabei ist, dass auf dem Endgerät lediglich ein kleiner Client benötigtwird. Die Windows Umgebung (al...
Diese Lösung ist zwar kostenlos (Windows Lizenzen ausgenommen) in Mac OS Xenthalten- für die meisten Benutzer von Apple En...
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Der Mac im Unternehmen

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Für viele Unternehmen, gerade im Bereich von Werbung, Druck und Druckvorbereitung oder Marketing sind Computer und Software von Apple schon seit vielen Jahren eine feste Größe und nicht mehr wegzudenken. Unternehmen der meisten anderen Branchen setzen bei der Wahl des Betriebssystems schon seit Beginn der PC Ära auf Microsoft Windows.

Gerade mit den Ultra-mobilen Geräten wie iPhone und iPad ist Apple auf dem Vormarsch und in den meisten Unternehmen sind gerade die Smartphones von Apple schon lange Bestandteil der Infrastruktur, wenn auch nicht immer offiziell. Aber auch MacBooks sind in vielen Unternehmen bereits zu finden, es ist also Zeit sich dem Thema mal anzunehmen.

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Der Mac im Unternehmen

  1. 1. Apple im Unternehmen Macs im Business-Einsatz © 2011 Thomas Krampe - Alle Rechte vorbehalten.
  2. 2. InhaltsverzeichnisEinleitung ..............................................................................................................3 Die Nachteile .............................................................................................................4 Die Vorteile ...............................................................................................................5Lösungsvorschläge ...............................................................................................7 Virtualisierung ...........................................................................................................7 Typ1 Hypervisor .......................................................................................................8 Typ2 Hypervisor .......................................................................................................8 Hosted Desktop Infrastruktur ....................................................................................10 Apple Boot Camp .....................................................................................................11 Cloud Computing .....................................................................................................12Der Mac als nativer Client ...................................................................................12 Sicherheit ..............................................................................................................12 Management .........................................................................................................13 Integration ............................................................................................................13Fazit ....................................................................................................................13Über den Autor....................................................................................................14Weiterführende Dokumente ...............................................................................14Weiterführende Links zum Thema ......................................................................14 2
  3. 3. EinleitungFür viele Unternehmen, gerade im Bereich von Werbung, Druck und Druckvorbereitungoder Marketing, sind Computer und Software von Apple schon seit vielen Jahren eine festeGröße und nicht mehr weg zu denken. Unternehmen aus den meisten anderen Branchensetzen bei der Wahl des Betriebssystems schon seit Beginn der PC Ära auf MicrosoftWindows. Entsprechende Hardware in Form von Servern, Desktops oder Notebooks wirdvon den Hardwareherstellern wie z.B. IBM, DELL oder Hewlett Packard in großem Stileingekauft. Bisher gab es auch keinen Grund, dies zu ändern, und Apple Hardware mitMac OS X als Betriebssystem stellt für die meisten Unternehmen auch keine Alternativezum bisher verwendeten Windows dar. Die Gründe dafür sind durch aus verständlich, dennüber die Jahre hat sich Microsoft Windows mit vielen Anwendungen im Unternehmen alsBetriebssystem für Server und Clients etabliert. Die zwei wesentlichen Gründe, die gegeneinen Einsatz von Apple Hard- und Software sprechen, liegen in der vorhandenen undgewachsenen Desktop- und Serverinfrastruktur in den Unternehmen.Fast alle größeren Unternehmen verwalten ihre Desktops über automatisierte Verfahren.Von der Installation der Clientbetriebssysteme über die Installation von Unternehmens-Anwendungen bis hin zum Management, also Anti-Virus, Endpoint Protection sowieInstallation von Updates und Patches wird alles per automatischer Softwareverteilung vonden IT-Abteilungen bereitgestellt. Die entsprechenden Backendsysteme basieren in derRegel auf Windows Systemen und stellen ebenfalls Managementapplikationen zurVerwaltung von Windows-Systemen zur Verfügung. Desktops unter Mac OS können ineiner solchen Infrastruktur nur sehr eingeschränkt, in den meisten Fällen überhaupt nichtverwaltet werden.Eigentlich ist das Thema damit schon erledigt, denn die Kosten für eine Umrüstung aufeine Infrastruktur für die Unterstützung von Mac OS und entsprechender Hardware vonApple, scheint auf den ersten Blick unrentabel zu sein. Warum befasse ich mich trotzdemmit diesem Thema? Die Antwort ist relativ einfach, denn ob Sie es nun glauben oder nicht,Mac OS bzw. Apple Hardware hat schon längst den Weg in ihr Unternehmen gefunden. Sieglauben mir nicht? Dann schauen Sie sich doch mal um und zählen die iPhones undbesonders die iPads in ihrem Unternehmen. Gerade mit diesen Ultra-mobilen Geräten istApple auf dem Vormarsch und in den meisten Unternehmen sind gerade die Smartphonesvon Apple schon lange Bestandteil der Infrastruktur, wenn auch nicht immer offiziell. Aberauch MacBooks sind in vielen Unternehmen bereits zu finden. Es ist also Zeit, sich demThema mal anzunehmen. 3
  4. 4. Die NachteileSpricht man mit CIO‘s, ist der Einsatz von Apple Hard- und Software kein Thema auf derAgenda. Wie allerdings in der Einleitung erwähnt, finden Apple Geräte schleichend denWeg ins Unternehmen. Bis auf wenige Ausnahmen gibt es kein Unternehmen, in dem nichtzumindest das iPhone oder auch das iPad produktiv von den Mitarbeitern genutzt werden.Und auch MacBooks sind seit dem MacBook Air auf dem Vormarsch, auch in dasUnternehmen. Aber was gibt es eigentlich für Nachteile bzw. Bedenken gegen AppleEndgeräte?‣ Sicherheit Netzwerk- und insbesondere Datensicherheit ist bei den Antworten immer an oberster Stelle. Dabei geht es den Verantwortlichen bei dem Thema Netzwerksicherheit in erster Linie um Anti-Virus sowie Endpoint-Protection. Bei der Datensicherheit ist der Schutz der Unternehmensdaten auf dem Endgerät der Punkt, der den CIO‘s am Herzen liegt. Beide Themen greife ich später in meinen Lösungsverschlägen noch detaillierter auf.‣ Management Management der Endgeräte ist auch ein gern genannter Nachteil. Gemeint ist hier in den meisten Fällen, das Update- und Patchmanagement. Aber auch Inventarisierung sowie Backup und Restore fallen in diese Kategorie. Auch hier gehe ich im weiteren Verlauf noch etwas detaillierter ein.‣ Integration in die bestehende Infrastruktur Es soll auch CIO‘s geben, die sich Gedanken darüber machen, wie sie Apple Hardware sowie Mac OS X als Betriebssystem in die bestehende „Windows“ Infrastruktur integrieren. In der erster Linie betrifft das die Active Directory Infrasturktur und die diversen Sicherheitsrichtlinien, die über diesen Mechanismus auf das Endgerät kommen.‣ Kompatibilität der Anwendungen Man kann es nicht einfach ignorieren. Fast alle Anwendungen im Unternehmen sind Windows Anwendungen und laufen nicht nativ auf Mac OS X. Einige wenige Anwendungen sind auch für Mac OS erhältlich, für andere gibt es gleichwertige Alternativen. Ein großer Teil allerdings wird überhaupt nicht unterstützt.‣ Garantie Ein weiterer Punkt ist die Garantie bei Defekten an der Hardware. Ist es bei vielen großen Herstellern möglich, einen Vorort-Service zu kaufen, bietet Apple diesen Service leider nicht. Da aber auch die meisten Unternehmen bei ihren Windows Desktops in der 4
  5. 5. Regel nur den Standard Support kaufen, ist Apple auch hier wieder in der Lage, diesen Support zu bieten.‣ Unterschiedliche Betriebssysteme Ein weiterer Punkt, den ich noch erwähnen möchte, sind die unterschiedlichen Betriebssysteme. Wenn wir von Apple Hardware sprechen, müssen wir über zwei Betriebssysteme nachdenken. Bei den klassischen Clients, also MacBook, Mac Pro oder Mac Mini reden wir von Mac OS X (aktuell in der Version 10.7). Die Smartphones und Tablets von Apple werden aber mit einem völlig anderem Betriebssystem, dem iOS (aktuell in der Version 4.3) betrieben. Wenn auch das iOS perfekt mit dem Mac OS X zusammenarbeitet, ergeben sich bei der Verwaltung doch teilweise erhebliche Unterschiede.‣ Support Über die Jahre hat sich der interne Help-Desk natürlich mit Hardware und Windows Betriebssystemen ein enormes Wissen aufgebaut. Kommen jetzt Apple Endgeräte ins Unternehmen, muss hier neues Know-How aufgebaut werden, um diese Benutzer bei Problemen zu unterstützen.‣ Anwendungen / Software Dieser Punkt kommt in den meisten Diskussionen zum Thema Apple im Unternehmen immer zum Schluss und ist aber einer der wichtigsten Gründe, die gegen Apple sprechen. Für Mac OS existieren eine Reihe von Applikationen die durchaus mit ihren Pedanten unter Windows mithalten können. So existiert z.B. das Office Paket von Microsoft auch als Version für Mac OS und ist vollständig kompatibel. Seit Microsoft Office 2011 1 für Mac OS X sogar mit Outlook. Bei den weiteren Anwendungen wie z.B. Microsoft Visio oder Microsoft Project sieht es für den Mac nicht gut aus. Hier existieren zwar sehr gute Alternativen (OpenProject, OmniGraffle), jedoch bieten diese Anwendungen oft nicht die volle Kompatibilität. Reine Business-Anwendungen z.B. ERP oder CRM Systeme werden auf dem Mac nur über ein Webfrontend unterstützt. Native Client-Installationen sind für den Mac in der Regel nicht verfügbar.Die VorteileMan mag es nun glauben oder nicht. Apple Hard- und Software hat auch diverse Vorteilegegenüber den Endgeräten anderer Hersteller bzw. Microsoft Windows als Betriebssystemauf diesen Endgeräten. Diese Vorteile sind es sicher auch, die den Benutzer dazu1 http://www.microsoft.com/germany/mac 5
  6. 6. veranlassen, sich ein Endgerät aus dem Hause Apple zu kaufen und damit auch imUnternehmen zu arbeiten. Eine kurze und sicherlich nicht vollständige Liste nachfolgend.‣ Stabilität Auch wenn Microsoft mit Windows 7 einiges an Stabilität in das Betriebssystem gebracht hat (viele werden sich schmerzlich an Windows ME oder kürzlich erst Windows Vista erinnern), gilt Mac OS mit seiner Unix Basis als eines der stabilsten Betriebssysteme. Die von Windows bekannten BlueScreens (BSOD) oder auch nicht mehr reagierende Anwendungen, die das komplette System einfrieren, sind unter Mac OS X weitestgehend ausgeschlossen.‣ Sicherheit Durch die Unix Basis gilt Mac OS auch als eines der sichersten Betriebssysteme. Viren und Malware sind auf einem Mac noch kein Problem. Windows dagegen kennt zur Zeit mehr als eine viertel Million dieser Schädlinge. Für den Mac existieren derzeit etwa 40 Viren (fast alle greifen die Mac Version von Microsoft Office an), wobei in der freien Wildbahn keiner mehr davon gesehen wurde. Fairerweise muss man allerdings zugeben, dass Windows auch weiter verbreitet und deshalb auch ein lohnenswerteres Ziel ist.‣ Easy to use Persönliche Erfahrungen sowie Anwenderberichte 2 bestätigen dies. Ein Mac oder auch ein iOS Gerät lässt sich von jedermann ohne spezielle Kenntnisse einrichten und bedienen. Selbst kleine Kinder kommen mit dem iPad innerhalb weniger Stunden klar. Dies ist aber auch das klare Konzept hinter jedem Apple Gerät. Bei Mac OS gibt es keine Treiberprobleme mit inkompatibler Hardware. Was im Vergleich zu Windows auch nicht schwer ist. Mac OS X unterstützt ausschließlich Apple Hardware und als Hardwarehersteller kann Apple sein Betriebssystem natürlich perfekt an diese anpassen. Bei Microsoft, als reiner Softwarehersteller ist natürlich die Anzahl an unterstützter Hardware für Windows Systeme um ein vielfaches höher als bei Mac OS. Zum Beispiel ein No-Name USB Gerät wird mit Sicherheit entsprechende Treiber für Windows enthalten, für Mac OS X wird es hier dann schon problematisch.‣ Installationen, Updates und Patches Auf einem Mac läuft alles sehr zuverlässig – da macht auch das Aktualisieren auf ein neues Betriebssystem keine Ausnahme. Mac OS X überprüft alle Programme, um zu sehen, ob sie kompatibel sind. Programme, bei denen Kompatibilitätsprobleme bekannt sind, werden zur Seite gestellt. Besonders praktisch ist, dass beim Aktualisieren des2 http://www.apple.com/de/business/profiles/ 6
  7. 7. Betriebssystems die Festplatte nicht neu formatiert wird und alle kompatiblen Programme, Dateien und Einstellungen beibehalten werden. Die neue Version von Mac OS X 10.7 wird sich z.B. ohne Datenträger einfach aus dem Apple App Store mit einem Mausklick installieren lassen. Versuchen Sie das mal mit Windows 7. Wer gerade eine Windows 7 Migration hinter sich hat (oder noch vor sich), wird das zu schätzen wissen. Anwendungen werden (in der Regel) nicht installiert, sondern lediglich in den entsprechenden Ordner kopiert. Das bedeutet im Umkehrschluss auch, dass nicht mehr benötigte Anwendungen einfach und (meist) rückstandsfrei wieder gelöscht werden können. Keine Probleme mit einer anwachsenden Registry oder Fragmente der Anwendung, welche zurückbleiben und das System ausbremsen können.LösungsvorschlägeMöchte oder besser gesagt, muss man sich nun mit Mac OS X oder iOS Geräten imUnternehmen beschäftigen, bleibt es nicht aus, sich mit den eingangs erwähntenNachteilen zu beschäftigen. Um nun Apple Hard- und Software im Unternehmen zuunterstützen, und zugleich auch die vor genannten Probleme zu adressieren, existierendiverse Lösungsansätze. Nachfolgend beschreibe ich die drei viel versprechendsten imDetail.VirtualisierungDie Virtualisierungstechnologie hat sich seit einigen Jahren einen festen Platz in der ITgesichert. Angefangen bei der Virtualisierung von Servern, wird heute so ziemlich allesvirtualisiert, was sich auch nur irgendwie virtuell Abbilden lässt. Seit einiger Zeit ist auchdie Desktop-Virtualisierung (auch als Virtual Desktop Infrastructure oder Hosted DesktopInfrastructure bezeichnet) ein großes Thema bei den CIO‘s. Die Virtualisierung desDesktops ist allerdings kein neues Thema, wir erinnern uns sicher an die Anfänge mitVMWare Workstation für Test- oder Entwicklungssysteme. Auch für unser Problem ist dieseForm der Virtualisierung ein möglicher Lösungsweg. Durch die Virtualisierungsschicht kannein vollwertiges Windows innerhalb einer virtuellen Maschine, mit allen Management- undAnwendungsvorteilen der bestehenden Infrastruktur auf einem Mac zur Verfügung gestelltwerden. Die IT-Abteilungen müssen sich keine Sorgen über Mac OS als Betriebssystemmachen, da sie vollwertige Windows Betriebssysteme auf dem Mac betreiben können. Undder Anwender kann parallel dazu die Vorzüge von Mac OS und die Apple Hardware nutzen.Für diese Virtualisierung von Windows auf Apple Hardware stehen uns diverse technischeLösungen zur Verfügung. 7
  8. 8. Typ1 HypervisorEin Typ1 Hypervisor3 wäre der Idealzustand. Hierbei handelt es sich um eine relativ kleineSoftware, die direkt auf der zugrundeliegenden Hardware betrieben wird. Diese Software(Typ1 Hypervisor) stellt alle Funktionen zur Verfügung, um virtuelle Maschinen zuerstellen, zu verwalten und zu nutzen. Aktuell existiert für die Virtualisierung von Clientsauf Basis eines Typ1 Hypervisors nur ein einziges Produkt, der Citrix XenClient 4. DerXenClient ermöglicht es mehrere virtuelle Maschinen, sicher voneinander getrennt, aufeiner gemeinsamen Hardware zu betreiben. Leider ist diese Lösung noch nicht für unserSzenario einsetzbar. Aus der Sicht von Citrix wäre eine Unterstützung von Apple Hardwareproblemlos möglich, leider unterstützen die Apple Lizenzbedingungen jedoch eineVirtualisierung von Mac OS X auf dem Endgerät „noch“ nicht. Aber auch Apple wird sichdiesem Markt nicht mehr lange verschließen können. Citrix XenClient - Übersicht der installierten virtuellen MaschinenTyp2 HypervisorDer Typ2 Hypervisor ist die klassische Version der Desktop Virtualisierung. Hierbei wird aufeinem auf der Hardware installiertem Betriebssystem (idR. Microsoft Windows) eineAnwendung zur Virtualisierung weiterer Systeme installiert. Auch die zuvor erwähnte undaus „alten Zeiten“ bekannte VMWare Workstation gehört zu diesem Typ derVirtualisierung. Für Mac OS gibt es ebenfalls eine ganze Reihe von Applikationen, die als3 http://de.wikipedia.org/wiki/Hypervisor4 http://www.citrix.de/produkte/xenclient/ 8
  9. 9. Typ2 Hypervisor fungieren. Die bekannteste Anwendung in der Mac Welt ist ParallelsDesktop5 für Mac OS, aber auch VMWare bietet eine Lösung auf Basis eines Typ2Hypervisors mit dem Namen VMWare Fusion 6 für Mac OS an. Beide Anwendungen liegenim Listenpreis bei etwa EUR 80,00 pro Lizenz/Endgerät. Aber es geht auch kostenlos. MitVirtualBox 7 bietet Oracle einen Typ2 Hypervisor an, der sich hinter den beidenkostenpflichtigen Lösungen in puncto Features nicht verstecken muss. Parallels allerdingshat den Trend von Macs‘ im Unternehmen bereits aufgegriffen und bietet mit ParallelsDesktop 6 Enterprise Edition eine Lösung, mit der auch die Verwaltung der virtuellenMaschinen ermöglicht werden sollen. Mit dieser Enterprise Version adressiert Parallelsgerade Unternehmen durch zusätzliche Tools für Massen Roll-Outs, Software Richtlinienund einer an Unternehmen angepassten Lizenzierung. Entsprechende Tools und Versionenwerden von den anderen Herstellern sicher kurzfristig folgen. Parallels Desktop - Windows 7 als virtuelle Maschine auf dem MacDer Nachteil einer Typ2 Hypervisor Lösung ist, dass die Ressourcen der Hardware nichtvollständig genutzt werden können, da sie auf einem bereits installierten Betriebssystemaufsetzen, das ja ebenfalls einen nicht unerheblichen Teil der verfügbaren Ressourcen derHardware benötigt. Bei reinen Office Anwendungen stellt dies in der Regel kein Problem5 http://www.computerwoche.de/software/software-infrastruktur/2490374/6 http://www.vmware.com/products/fusion/overview.html7 http://www.virtualbox.org/ 9
  10. 10. dar. Will mit jedoch mit Anwendungen arbeiten, die intensiven Gebrauch von der Hardwaremachen, wie z.B. CAD/CAM Anwendungen oder auch großen und umfangreichen Tabellen,stößt man mit einem Typ2 Hypervisor sehr schnell an die Grenzen des machbaren. Inkleinen bis mittleren Unternehmen, die nur eine überschaubare Anzahl von Apple Geräteneinsetzen, ist dies allerdings eine durchaus brauchbare Lösung.Hosted Desktop InfrastrukturEine Hosted Desktop Infrastruktur, Hosted Shared Desktop oder auch Virtual DesktopInfrastruktur ist die mit Abstand teuerste (falls noch nicht im Unternehmen vorhanden)aber auch viel versprechendste Lösung. Wie im Namen schon angedeutet, betrifft dieseLösung die komplette Infrastruktur. Hierfür sind nicht nur entsprechende Server undStorage Systeme im Rechenzentrum nötig, sondern auch die Infrastruktur für den RemoteAccess muss entsprechend geplant und zur Verfügung gestellt werden. Der wesentlicheVorteil einer solchen Lösung, ist der sichere Betrieb des Windows Desktops sowie allerbenötigten Anwendungen im eigenen Rechenzentrum. Der wesentliche Nachteil ist diefehlende Offline Verfügbarkeit. Entsprechende Produkte für die Implementierung kommen Citrix XenDesktop - Windows 7 als virtueller Desktop auf einem Mac mit dem Citrix Receiverhier von Citrix, Microsoft und VMWare. Eine solche Infrastruktur ausschließlich für dieUnterstützung von einigen wenigen Apple Endgeräten aufzubauen, würde den finanziellenRahmen bei vielen Unternehmen sicher übersteigen. Wer aber schon VDI im Unternehmenzur Verfügung stellt, für den könnte es eine annähernd ideale Lösung sein. 10
  11. 11. Besonders interessant dabei ist, dass auf dem Endgerät lediglich ein kleiner Client benötigtwird. Die Windows Umgebung (als virtuelle Maschine) sowie die entsprechendenAnwendungen (meist über Terminalserver8) werden dem Benutzer aus demRechenzentrum zur Verfügung gestellt. Hierbei befinden sich die Applikationen undnatürlich die benötigten Daten im Rechenzentrum des Unternehmens und nicht auf demEndgerät. In der Regel existiert ein entsprechender Client 9 auch für die mobile AppleEndgeräte wie z.B. iPhone und iPad. Inklusive aller benötigten Lizenzen und derentsprechenden Hardware kommen hier schnell EUR 500 - EUR 750 pro Arbeitsplatzzusammen. Für kleine und mittlere Unternehmen existiert auch eine „Einsteigerlösung“von Kaviza10, die eine VDI-in-the-Box Lösung mit günstigeren Lizenzkosten (zwischen EUR270 - EUR 370 pro Arbeitsplatz) anbieten. Weiterführende Informationen über VDI werdeich in einem zukünftigen Dokument noch behandeln, in diesem Dokument würde dies denRahmen erheblich überschreiten.Apple Boot CampSeit der Einführung von Intel basierten Macs‘ ist es auch möglich, Microsoft Windows (als32bit und sogar als 64bit Version) auf diesen Endgeräten zu installieren. Apple bietethierfür seit Mac OS X einen Assistenten, um auf einem Macintosh Rechner eine zweite,bootfähige Windows Partition zu betreiben. Anders als bei den vorher beschriebenenVirtualisierungslösungen, bei denen beide Betriebsystem zur gleichen Zeit betriebenwerden können, handelt es sich bei Apple‘s Boot Camp um ein Dual Boot System. Hierkann dann entweder Mac OS oder Windows gestartet werden.8 http://www.citrix.de/produkte/xenapp/9 http://www.citrix.de/produkte/receiver/technologie/geraete/10 http://www.kaviza.com/ 11
  12. 12. Diese Lösung ist zwar kostenlos (Windows Lizenzen ausgenommen) in Mac OS Xenthalten- für die meisten Benutzer von Apple Endgeräten aber keine wirkliche Alternativesondern eher eine Notlösung.Cloud ComputingWenn ich hier zum Teil neue Technologien vorschlage, dann gehört das Cloud Computingdefinitiv auch als Lösungsvorschlag in dieses Dokument. Allerdings ist in diesemZusammenhang nur ein kleiner Teil des Cloud Computing Konzepts interessant. Imwesentlichen ist hier die Rede von S-a-a-S, also Software-as-a-Service.Applikationen als Service einzukaufen, wird schon seit einiger Zeit heiß diskutiert. Zur Zeitlassen sich jedoch noch nicht alle Business Applikationen aus der Cloud betreiben. Aberdie Angebote werden täglich mehr. Als Beispiel lässt sich hier Google nennen. Mit GoogleDocs11 bietet Google ein „fast“ komplettes Office Paket, das vollständig im Browser läuft,an. Spezielle Business Applikation wie z.B. SAP werden kurzfristig folgen. Gerade bei derSAP ist Cloud Computing schon sehr lange ein Thema. Sicherlich werden sich nicht alleindividuellen Anwendungen für große Unternehmen als Dienstleistung aus der Cloudbeziehen lassen- allerdings können kleine Unternehmen alle nötigen (Office, Buchhaltung,CRM, Projektplanung oder Billing) Anwendungen (Office, Buchhaltung, CRM, Projekt-planung oder Billing) bereits vollständig aus der Cloud nutzen.Der Mac als nativer ClientAlle zuvor beschriebenen Lösungsvorschläge befassen sich damit, Microsoft Windows aufApple Hardware zu betreiben. Dies hat bei reinen Windows Infrastrukturen, gerade beiden Themen Management und Unterstützung von Anwendungen auch große Vorteile. Aberman kann Apple Hardware und Mac OS auch völlig ohne Windows im Unternehmennutzen. Sicher kann man die fehlende Unterstützung von speziellen BusinessAnwendungen, die nur als Windows Version erhältlich sind, nicht einfach weg diskutieren.In vielen Unternehmen werden aber zusätzlich zu den Standardanwendungen (z.B. E-Mail,Kalender, Adressbuch, Textverarbeitung) bereits viele Unternehmensanwendungen auchweb-basierend (z.B. Microsoft Outlook Webaccess) zur Verfügung gestellt.SicherheitMacs sind gleich nach dem Auspacken sicher, denn sie verfügen über eine Reihefortschrittlicher Technologien 12, die vor Viren und Malware schützen und für sichereOnline-Aktivitäten sorgen. Mac OS X sucht automatisch nach einem festgelegten Zeitplannach den neuesten Sicherheitsupdates. Außerdem ist alles, was den Schutz der Daten11 https://docs.google.com/12 http://www.apple.com/de/macosx/what-is/security.html 12
  13. 13. angeht wie z.B. Automatisches Backup (Time Machine), Versionierung von Dokumentenoder auch Festplattenverschlüsselung (FileVault) standardmäßig im Betriebssystementhalten.ManagementWill man Mac OS X im Unternehmen nativ unterstützen, kann man dies problemlos mit derServerversion von Mac OS X erledigen. Anders als bei vielen anderen Lösungen ist dieServerversion für unter € 50 erhältlich. Zusammen mit der entsprechenden Hardware (indiesem Fall ein Mac Mini) kostet das Management gerade einmal € 1.000. Bei anderenHerstellern gibt es dafür nicht mal die Software-Lizenz. Neben vielen anderen Featuresübernimmt der Mac OS X Server die komplette Verwaltung von OS X Clients. Alle Featureskönnen direkt auf der Apple Website 13 nachgeschlagen werden.IntegrationEin wesentlicher Punkt ist die Integration von Mac OS X in bestehende Microsoft ActiveDirectory Strukturen. Nativ kann Mac OS X zwar ein Active Directory zur Authentifizierungnutzen, bei Group Policies allerdings hört die Unterstützung aber schon wieder auf. Willman auf dieses Feature nicht verzichten, bleiben nur Lösungen wie z.B. Centrify Suite forMac OS X14. Hier kann dann auch ein Mac Client mit seinen spezifischen Eigenschaftenüber die Group Policies vom Microsoft Active Directory komfortabel verwaltet werden.FazitPrinzipiell ist der Einsatz von Mac OS X im Unternehmen problemlos und kostengünstig zurealisieren. Zwar werden Unternehmen jetzt nicht ihre komplette Hardware undBetriebssysteme durch Apple Geräte ersetzen, aber einzelne Geräte z.B. innerhalb einesBring Your Own Device Programms sind durchaus denkbar. Schaut man sich dieVerkaufszahlen von Apple an, werden jährlich immer mehr Apple Geräte auch in denUnternehmen auftauchen. So wie iPhones und iPads schleichend den Weg in dieUnternehmen gefunden haben, wird es nicht lange dauern bis dies auch mit MacBookspassiert.13 http://www.apple.com/de/macosx/server/specs.html14 http://www.centrify.com/directcontrol/mac_os_x.asp 13
  14. 14. Über den AutorThomas Krampe ist IT Architekt, Virtualization Evangelist und Autor von diversenWhitepaper, Artikeln und Blogbeiträgen. Mit mehr als 15 Jahren Berufs- undProjekterfahrung in Großkonzernen sowie weltweit agierenden Unternehmensberatungenwurde er 2009 von Citrix als Citrix Technology Professional, einem ausgewählten Kreisvon derzeit 43 Personen weltweit, ausgezeichnet. Thomas Krampe hält zahlreichetechnische Zertifizierungen von Apple, Citrix sowie Microsoft. Zur Zeit ist Thomas Krampeals Manager Enterprise Services bei der visionapp AG tätig und verantwortet mit einemkleinen Team den 24/7 Betrieb einer Grid-Computing Umgebung von mehr als 2.500Blade-Server bei einer deutschen Großbank. Zusätzlich hält er Vorträge undPräsentationen auf vielen Veranstaltungen der Citrix Systems Inc., unter anderem auf derCitrix Synergy in San Francisco und EMEA sowie bei den Citrix Geek-Speaks in den DACHRegionen.‣ http://www.thomas-krampe.com‣ http://blog.thomas-krampe.com‣ http://wiki.xenmaster.de‣ http://www.iworm.deWeiterführende Dokumente‣ https://www.thomas-krampe.com/BringYourOwnDevice.htmlWeiterführende Links zum Thema‣ http://www.citrix.de/produkte/xendesktop/‣ http://www.citrix.de/produkte/xenclient/‣ http://www.citrix.de/produkte/receiver/technologie/geraete/‣ http://www.parallels.com/de/products/desktop/enterprise‣ http://www.vmware.com/products/fusion/overview.html‣ http://www.virtualbox.org/‣ http://www.apple.com/de/business/ 14
  15. 15. © Thomas Krampe, 2011. Alle Rechte vorbehalten.Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen, Konzepte und Ideen sind Eigentum von ThomasKrampe. Eine Weitergabe, auch in Auszügen, ohne die Zustimmung von Thomas Krampe ist nicht gestattet.Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen und Daten können sich ohne vorherige Ankündigungändern.Alle in diesem Dokument verwendeten Marken- und Produktnamen sind Markenzeichen der entsprechendenEigentümer und werden als solche behandelt. Id: 082011-01 Version: 1.0 15

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