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Nachhaltige Hochschulen

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  • 1. NACHHALTIGE HOCHSCHULEN Input zum Workshop „Nachhaltige Hochschulen“ auf der Follow-Up-Tagung, 22.11.2008 Heinrich-Böll-Stiftung Campusgrün
  • 2. WORKSHOP-FRAGEN
    • Nachhaltige Hochschulen: Utopie oder Notwendigkeit?
    • Wo – vom grünen Campus über die Personalentwicklung bis hin zu Inhalten von Forschung und Lehre – kann eine Hochschule sich in Richtung Nachhaltigkeit entwickeln?
    • Zwischen externen Vorgaben und akademischer Selbstverwaltung: was kann und muss Politik hierfür leisten?
  • 3. NACHHALTIGKEITSKONZEPTIONEN / I
    • Forstliches Nachhaltigkeitsverständnis
      • Ursprung: Sylvicultura oeconomica des Hans Carl von Carlowitz (Leipzig, 1713) „eine continuirliche beständige und nachhaltende Nutzung“ des Waldes
      • „ Es wird nicht mehr eingeschlagen, als nachwächst“ -> (ökon.) Orientierung an kommenden Generationen
    • Brundtland-Kommission 1987: Wortschöpfung „Sustainable Development“
      • (Vorläufer: UN-Umweltkonferenz Stockholm 1972, Bericht des Club of Rome 1972)
      • Kompromiss zwischen Umweltschutz (Norden) und Armutsbekämpfung (Süden)
      • Nachhaltige / zukunftsfähige Entwicklung ist eine Entwicklung, „die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, die eigenen Bedürfnisse zu befriedigen“ (dt. Fassung Brundtland-Bericht)
      • Weitere Popularisierung und Verbreitung -> UN-Konferenzen Rio 1992, Jo‘burg 2002
  • 4.
    • „ Nachhaltige Entwicklung“ als mehrdimensionales Zielsystem
    • Weitere Dimensionen von Nachhaltigkeit? -> Kultur, Geschlechtergerechtigkeit, …
    • Starke / schwache Nachhaltigkeit: Primat der Ökologie oder Austauschbarkeit der „Kapitalsorten“? -> Nachhaltigkeitsstrategien (Suffizienz / Effizienz / Konsistenz)
    NACHHALTIGKEITSKONZEPTIONEN / II „ Schutz der Ökosphäre“ Erhalt der nat. Pufferkapazität | nachhaltige Nutzung erneuerbare Ressourcen | minimale Nutzung nicht-erneuerbarer Ressourcen „ Stabile wirtschaftliche Entwicklung“ Wachstum der Lebensqualität | hoher Beschäftigungsgrad | Preisniveaustabilisierung | außenwirtschaftliches Gleichgewicht „ Gerechte Verteilung von Lebenschancen“ Individuen | „Nord“ / „Süd“ | „Ost“ / „West“ | Generationen
  • 5. KRITIKPUNKTE
    • Szientismus, technokratisch
    • „ Plastikwort“, inzwischen weitgehend ohne Bedeutung (z.B. „nachhaltige Haushalts- politik“) …
    • Zu wirtschaftsfreundlich, stellt z.B. Kapitalismus nicht in Frage …
    • Geht umweltpolitisch nicht weit genug, nicht radikal genug, ist anthropozentrisch …
    Mehr zu Greenwash-Strategien der Wirtschaft -> http://www.klima-luegendetektor.de/ -> http://www.lobbycontrol.de/download/greenwash-studie.pdf „ Wer gleichzeitig den CO2-Aussstoß entscheidend senken will, leistet mit dem RWE ProKlima Strom 2011 einen nachhaltigen Beitrag zur Schonung des Klimas.“ (Pressemitteilung RWE Energy)
  • 6. CHRONOLOGIE: HOCHSCHULEN UND NACHHALTIGE ENTWICKLUNG
    • 1990 „Talloires Declaration“, Konferenz „The Role of Universities in Environmental Management and Sustainable Development“ (-> ulsf.org)
    • 1992 Weltgipfel Umwelt und Entwicklung, Rio -> Agenda 21
    • 1993 COPERNICUS-Charta der Europäischen Rektorenkonferenz (2006: 48 deutsche Hochschulen unter den 328 Unterzeichner-Hochschulen)
    • 2000 „Loccumer Resolution für Nachhaltige Entwicklung an Hochschulen“
    • 2001 „Lüneburg Declaration“ im Rahmen der internationalen Konferenz „Higher Education for Sustainability“
    • 2004 Memorandum „Hochschule neu denken“ der Gruppe 2004
    • 2005–2014 UNESCO-Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“
    • 2005 UNECE-Strategie über die Bildung für Nachhaltige Entwicklung, Vilnius
    • 2005 Lübecker Erklärung „Hochschulen und Nachhaltigkeit“
    • 2007 COPERNICUS-Guidelines
    • 31.03.2009 Halbzeitkonferenz UNESCO-Weltdekade in Bonn
  • 7. HANDLUNGSEBENEN FÜR NACHHALTIGE HOCHSCHULEN Wahl-Minor „Nachhaltige Entwicklung“ für alle BA-Studiengänge an der Universität Lüneburg Drittmittelprojekte im Rahmen des Programms „Sozial-ökologische Forschung“ des BMBF Solar-Universität Freiburg (Beteiligung von Hochschul- mitgliedern an Anlage auf dem Uni-Dach) Ulrich Beck: Risikogesellschaft (1986) Hochschulen als Orte des Lernens Hochschulen als Lebenswelt Hochschulen als Orte der Forschung Hochschulen in der Gesellschaft Reflektionswissen Gesellschaftliches „Vordenken“ Disziplinäre Nachhaltigkeitsforschung Interdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung Umweltfolgen von Forschung Spezielle Studiengänge Bildung für nachhaltige Entwicklung als integriertes Element i. d. Lehre Informelles Lernen auf dem Campus Öko-Campus und Solar-Uni Beschaffung, Umweltbericht Personalentwicklung
  • 8.
    • Hochschule als Lebenswelt
    • Vernetzung von Lehre und Forschung
    • Vernetzung zwischen den Fächern -> Interdisziplinarität in Lehre und Forschung
    • Vernetzungen Hochschule/Gesellschaft -> Transdisziplinarität
    VERNETZUNGEN ALS VORAUSSETZUNG FÜR NACHHALTIGKEIT?
    • Hochschule als Lebenswelt
    • Vernetzung von Lehre und Forschung
    • Hochschule als Lebenswelt
    • Hochschule als Lebenswelt
    • Vernetzung von Lehre und Forschung
    • Vernetzung zwischen den Fächern -> Interdisziplinarität in Lehre und Forschung
    Lüneburger Ansatz (Gruppe 2004): Nachhaltige Hochschule als neuer Modus von Forschung und Lehre Hochschule Lehre Forschung Sozial-/Geisteswissenschaft Natur-/Technikwissenschaft Lebenswelt Hochschule Gesellschaft
  • 9. AKTEURE NACHHALTIGER ENTWICKLUNG AN HOCHSCHULEN
      • Medien, Öffentlichkeit (Erwartungen …)
      • Hochschulpolitik von Bund und Ländern
      • Wirtschaft, Drittmittelgeber
      • Hochschulleitung
      • Gremien der Hochschule und der Fakultäten inkl. AStA
      • Forschende und Lehrende (Forschungsziele, Studiengänge)
      • Studierendenwerke
      • Forschende und Lehrende (Forschung, Lehre)
      • Studierende
      • Technische und Verwaltungs-mitarbeiterInnen
    Möglichkeit, Rahmenbedingungen zu setzen Möglichkeit, Hochschulen im Sinne nachhaltiger Entwicklung mit Leben zu füllen Hochschule Ort des Lernens Ort der Forschung Sozial-/Geisteswissenschaft Natur-/Technikwissenschaft Lebenswelt Hochschule in der Gesellschaft
  • 10. EINIGE LITERATURANGABEN UND LINKS
    • Brundtland, Gro Harlem et al. (1987): Our Common Future: World Commission on Environment and Development. Oxford University Press.
    • Grober, Ulrich (2002): „Modewort mit tiefen Wurzeln – Kleine Begriffsgeschichte von 'sustainability' und 'Nachhaltigkeit'“, in Günter Altner et. al (Hrsg.): Jahrbuch Ökologie 2003, München: C.H. Beck, S. 167-175.
    • Michelsen, Gerd / Adomßent, Maiß / Godemann, Jasmin (Hrsg.) (2008): „Sustainable University“. Nachhaltige Entwicklung als Strategie und Ziel von Hochschulentwicklung. Hamburg: VAS.
    • Politische Ökologie (2005), Heft 93, Thema „Baustelle Hochschule“.
    • http://de.wikipedia.org/wiki/Bildung_für_eine_nachhaltige_Entwicklung
    • http://www.eco-campus.net/index.html – Netzwerk- und Informationsseite für den deutschsprachigen Raum
    • http://www.ulsf.org/ – University leaders for a sustainable future
    • http://www.unece.org/env/esd/ – UNECE Education for Sustainable Development
    • http://www.unece.org/env/esd/information/COPERNICUS%20Guidelines.pdf (Richtlinien und Text der Charta)

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