Wolfgang Greif: Basics zum Europäischen Betriebsrat

837 views
756 views

Published on

Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung "Globale Arbeitsverhältnisse - gewerkschaftliche Perspektiven?" von GPA-djp und dem Institut für Politikwissenschaften der Universität Wien am 28.10.2010

0 Comments
0 Likes
Statistics
Notes
  • Be the first to comment

  • Be the first to like this

No Downloads
Views
Total views
837
On SlideShare
0
From Embeds
0
Number of Embeds
24
Actions
Shares
0
Downloads
3
Comments
0
Likes
0
Embeds 0
No embeds

No notes for slide
  • Last but not least let me mention the 3rd level of European Social Dialogue:
    the company level: EWC
  • The second article of the Directive defines the thresholds for determining which
    companies fall within the scope of the EWC Directive and which do not. A
    “Community- scale undertaking” means any undertaking with at least 1000
    employees within the member states and at least 150 employees in each of at least
    two member states. For the purposes of this calculation, the 150 employees may be
    working in more than one plant or location in the country in question. The prescribed
    thresholds for the size of the workforce are based on the average number of
    employees during the previous two years. Part- time employees are included, often on
    a pro rata basis.
    UK workers were initially not included in the calculation of these thresholds because
    the UK had opted out of the social protocol of the Maastricht Treaty and, consequently,
    had not adopted the Directive. Directive 97/ 74/ EC of 15 December 1997 reversed this
    situation. From 15 January 2000, when the transpositions of this directive came into
    force, UK workforces were included in the calculation of the thresholds.
    The EWC Directive applies to the whole European Economic Area (EEA) which, in
    addition to the EU member States, includes Norway, Liechtenstein and Iceland.
  • Betriebsrat – Gewerkschaftsvertretung
    Prinzipiell kann die Interessensvertretung der ArbeitnehmerInnen an einem Standort über den alleinigen Kanal der Gewerkschaftsorganisation oder mehrerer Gewerkschaftsorganisationen erfolgen. Die Wahl- oder Ernennungs-verfahren der GewerkschaftsvertreterInnen fallen in diesem Fall in den Verant-wortungsbereich der Gewerkschaftsorganisationen, die diese VertreterInnen von ihrer/seiner Basis wählen lassen oder auf andere Art und Weise ernennen können. In diesem Fall sind die Gewerkschaftsorganisationen und ihre VertreterInnen die einzigen Organe der Interessensvertretung der ArbeitnehmerInnen. Diese Vertretung kann im Rahmen eines nationalen Gesetzes vorgesehen sein, das die Anerkennung der Gewerkschaften durch die ArbeitgeberInnen im Kontext eines Rahmentarifvertrags vorschreibt oder einfach nur innerhalb des von den Gewerkschaftsorganisationen festgelegten Kräfteverhältnisses erfolgen.
    Die Interessen der ArbeitnehmerInnen können aber auch durch ein System der doppelten Vertretung berücksichtigt werden, wo parallel zu den Gewerkschaftsvertretungen ein Betriebsrat existiert (comité d’entreprise, Betriebsrat, Ondermeningsraad, Samarbejdsutvalg, etc.). Die VertreterInnen dieser Art von Organ werden im allgemeinen von den ArbeitnehmerInnen des Unternehmens gewählt, selbst wenn dieser Betriebsrat in einigen Fällen Gegenstand eines Über-einkommens mehrerer im Unternehmen vertretener Gewerkschaften ist. Die Kom-petenzen der Gewerkschaftsvertretung und des Betriebsrats sind darüber hinaus in den Ländern, in denen die doppelte Gewerkschaftsvertretung eine Realität ist, verschieden.
  • Wolfgang Greif: Basics zum Europäischen Betriebsrat

    1. 1. Basics zum Europäischen Betriebsrat Mag. Wolfgang Greif, GPA-djp Leiter der Abteilung Europa, Konzerne und Internationale Beziehungen wolfgang.greif@gpa-djp.at Tel. ++43 (0) 50301 21 205 Mobil ++43 (0) 50301 61205
    2. 2. GPA-djp Seminar, Wien 22/10/2009 EBREBR Europäischer BetriebsratEuropäischer Betriebsrat
    3. 3. GPA-djp Seminar, Wien 22/10/2009
    4. 4. GPA-djp Seminar, Wien 22/10/2009 Recht auf Information und Anhörung ist ein fundamentales Recht der Arbeitnehmer&innen in Europa Aus der Europäischen Grundrechtscharta: „Für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer oder ihre Vertreter muss auf den geeigneten Ebenen eine rechtzeitige Unterrichtung und Anhörung in den Fällen und unter den Voraussetzungen gewährleistet sein, die nach dem Gemeinschaftsrecht und den einzelstaatlichen Rechtsvorschriften und Gepflogenheiten vorgesehen sind“
    5. 5. GPA-djp Seminar, Wien 22/10/2009
    6. 6. GPA-djp Seminar, Wien 22/10/2009 150150 (+)(+) 150150 (+)(+) 10001000(+)(+) Von der EBR-Richtlinie erfasste Unternehmen   
    7. 7. GPA-djp Seminar, Wien 22/10/2009
    8. 8. GPA-djp Seminar, Wien 22/10/2009 Was sind Eurobetriebsräte? Zusammenfassung • EU Richtlinie aus 1994 ermöglicht Etablierung von grenzübergreifenden Betriebsratsorganen • zur Information und Konsultation der Arbeitnehmer(vertretungen) in europaweit operierenden Unternehmensgruppen • EBR-Richtlinie legt Verfahrensregeln für das Zustandekommen von Mindestrechten zur grenzübergreifenden Arbeitnehmerpartizipation fest (u.a. Katalog wirtschaftlicher Info-Rechte, Kostentragung durch Konzern, Recht auf Sachverständige) • gültig in allen Unternehmen mit Zentrale im EU/EWR-Raum mit insgesamt mehr als 1000 Beschäftigten und mehr als 150 in mind. zwei Ländern • d.s. europaweit ca. 2.100 Unternehmensgruppen – in ca 950 haben Europäische Gewerkschaftsverbände einen EBR ausverhandelt • Bedeutung (v.a. auch für Österreich) quantitativ und qualitativ mit EU- Erweiterung gewachsen • Neugefasse RL 2009/38/EG sollte ab Mitte 2011 zu vermehrten EBR- Gründungen führen.
    9. 9. GPA-djp Seminar, Wien 22/10/2009 European Works Councils: A still growing number 0 100 200 300 400 500 600 700 800 900 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 Source: EWC Facts&Figures 2006, P.Kerckhofs & I.Pas, ETUI-REHS 2006 ca. 15.000 EBR Mitglieder EMF UNI Europe Em cef EFFAT EFBWW TCL FST EFFAT
    10. 10. GPA-djp Seminar, Wien 22/10/2009 EBR-Unternehmenszentralen Land mit Sitz der Konzernzentrale
    11. 11. GPA-djp Seminar, Wien 22/10/2009 • EBR ist wichtig, um die Strategie zu erkennen und den eigenen Standort/das eigene Land einzuordnen • Zugang und Kontakt zum europäischen Top-Management • Gegeneinander-Ausspielen wird sehr erschwert • Entwicklung eines Frühwarnsystems • Plattform für grenzüberschreitende Aktivitäten • Am wichtigsten: der direkte Kontakt der Arbeitnehmervertreter Was sind real Vorteile des EBR?
    12. 12. GPA-djp Seminar, Wien 22/10/2009 Euro-Betriebsrat in der Praxis Entwicklung im Laufe der Zeit Symbolischer EBR = ohne eigenes Selbstverständnis Dienstleistender EBR = Informationsquelle Projektorientierter EBR = internes Arbeitsgremium Beteiligungsorientierter EBR = Interessenvertretung gegenüber der Konzernleitung
    13. 13. GPA-djp Seminar, Wien 22/10/2009 UNION SYNDICAT GEWERKSCHAFT CTI UNION SYNDICAT GEWERKSCHAFT CTI Works Council Comité d’entreprise Betriebsrat
    14. 14. GPA-djp Seminar, Wien 22/10/2009 Romanisches Modell „Germanisches“ Modell Angelsächsisches Modell Transformationsländer Skandinavisches Modell Modelle von Belegschaftsvertretungen
    15. 15. GPA-djp Seminar, Wien 22/10/2009 Danke für die Aufmerksamkeit wolfgang.greif@gpa-djp.at

    ×