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FES Keynote "Neue Medien - Segen oder Fluch"
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FES Keynote "Neue Medien - Segen oder Fluch"

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Keynote für FES-Stipendiaten, Bonn 2010.

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  • Klingt nach 1995, nach CD-ROM.
    Oder nach Jahrtausendwechsel.

    Neue Medien sind nicht mehr neu.
  • Ich verstehe die Frage nicht.
    Natürlich beides!
    Wie alles disruptive, alles neue, das die Regeln durcheinanderbringt.

    Und das tun sie, die “neuen medien”.

  • Email. Skype. Twitter. Chat. Foursquare.
    (Frage: Foursquare > bekannt?)

    Telefon? Eine handvoll Anrufe (Kunden, Familie).

    Ich hab versucht, das genau zu zählen, es ist aber etwas chaotisch.




  • Telefon?
    Email?
    Twitter?

    Foto per Handy hochgeladen?
  • Ich bin immer online. Per Telefon oder Laptop.

    Das ist kein falsch verstandenes Pflichtgefühl (“muss erreichbar sein!”), sondern einfach normal.

    Und bin damit nicht allein.


  • Erreichbarkeit ist die Norm > Das Default ist umgekehrt!

    Ausnahmen:
    Reisen (Roaming!) gezielte Pausen (wichtig!)
  • Neue Medien sind mehr als eine Website oder ein Blog.

    Wir sehen mehrere Paradigmenwechsel, deren Auswirkungen wir heute erst ansatzweise erahnen können.

  • Inhalte zunehmend nicht mehr von professionellen Journalisten
    sondern von Nutzern

    Das kann sein: Kommentar, Blogpost, Print-On-Demand-Buch, Videochannel.

    Was heißt das für den Journalismus? Werden Journalisten überflüssig? (Hoffentlich nicht.)
  • Informationen fließen permanent in Echtzeit.

    Produktionszyklen der traditionellen Medien (“News-Cycle”) verlieren an Bedeutung.
    > was heißt das für Medien, aber auch die Politik? Für unsere Umweltwahrnehmung?
  • Mehr Informationen > steter Strom an News

    > Unmöglich alles zu lesen (nicht wie bei einer Zeitung)

    Eintauchen in den Datenfluss. Umdenken!

    Was wichtig ist, kommt mehrmals vorbei.
  • “Vier Augen sehen mehr als zwei” > viele sehen noch mehr.

    Das soziale Umfeld hilft bei der Vorauswahl der Nachrichten.

    Relevanz: nicht Platzierung auf der Titelseite, sondern über Aufmerksamkeit der Freunde und Peers

    Wichtige Informationen finden DICH, dein Umfeld sucht für dich
  • Nicht mehr jeder liest die gleichen Nachrichten.

    “Fragmentierung des Diskurses” (negativ) oder “Relevanzfilter” (positiv): fest steht: die Regeln, die den minimalen Kanon des Diskurses bestimmen ändern sich. > wertneutral
  • zur expliziten Kommunikation kommt die IMPLIZITE hinzu:

    Wir senden automatisch durch unser Verhalten (anschlussfähige) Kommunikation in die Welt.

    Eine Art von Broadcasting. > ändert die Gruppendynamik
  • Ein Bonus: Nicht nur Menschen erstellen Inhalte und kommunizieren sie
    sondern zunehmend auch Maschinen (Sensoren etc.)

    sowie neue Informationen durch Verknüpfung vorhandener Daten

  • Diese Daten werden erst im Zeitverlauf interessant
    (Hinweis an mich: mal die vier üblichen Bezirke verlassen!)
  • Interessant besonders, wenn sie von ganzen Gruppen aggregiert werden.

    Wozu? Wer weiß, wir dürfen gespannt bleiben!

  • Wenn ich durch die Stadt laufe, sehe ich nicht nur Häuser und Menschen,
    sondern auch DATENSPUREN:


  • Checkings, Bewegungsprofile etc
    oder eben: Empfehlungen (Screenshot)

    > neue zeitliche & inhaltliche Dimension

  • und die Daten machen inzwischen auch den Sprung vom Netz in die materielle Welt > und zurück.

    Zwei Beispiele: stickybits (foto), Urban Defender (video)

  • umgekehrt > wie können Menschen heute noch “datenblind” durch die Stadt laufen?

    Neue digitale Spaltung?
  • diese Wahrnehmung ist nicht merkwürdig, sie wird die Norm

    (wir stehen am Anfang)

    Facebook hat diese Woche einen neuen Dienst namens PLACES gestartet.
    > Massenadaption.
    > nicht primär eine Generationen-, sondern Wertekluft
    auch: Stadt/Land Kluft
  • Was heißt das? Unsere Peer-Group (plus X) weiß meistens, wo wir sind.

    Und umgekehrt. > stärkt Vertrauen & Vertrautheit.
    Neue soziale Dynamik.

    (Stelle euch auf ein paar sozial merkwürdige Begegnungen ein: “ich hab gesehen, dass du dich nachts in der Bar eingecheckt hast”)
  • andere Namen:

    Continual Partial Attention (wir lagern Aufmerksamkeit an unser Netzwerk aus)
    Ambient Awareness (wir sind unserem Umfeld verbundener)
    > zwei Seiten derselben Medaille

    > das ändert wirklich alles, die Art wie wir mit unserer Umwelt interagieren.
  • ...auf die ich keine Antwort geben kann.

    ... die wir aber hoffentlich im Lauf des Tages diskutieren können.


  • Relevant für Medien, Demokratie, Wirtschaft...
  • Wie können wir die vielen potenziellen Probleme vermeiden...

    ...aber gleichzeitig den größten Nutzen aus den Potenzialen ziehen?

    >Balance finden!
    > Diese Frage sollte uns leiten, wenn wir die gesellschaftliche Entwicklung aktiv gestalten wollen.
    (Tipp: Aufhalten ist nicht die Lösung.)


Transcript

  • 1. Neue Medien Segen oder Fluch? Peter Bihr @thewavingcat
  • 2. 2 Punkte vorab
  • 3. (1) “Neue Medien”? (nicht wirklich)
  • 4. (2) “Segen oder Fluch”? (beides!)
  • 5. Phänomene (wovon reden wir hier?)
  • 6. Beispiele (Wie habe ich in den letzten 48h kommuniziert?)
  • 7. Und Ihr? (show of hands)
  • 8. Always on! (keine Ausnahme)
  • 9. Always on? (Auszeiten)
  • 10. Neue Medien (zurück zum Anfang: was heißt das?)
  • 11. User-Generated Content (Nutzer an Stelle von Redakteuren)
  • 12. Echtzeit (ändert alles)
  • 13. Flow (alles lesen geht nicht)
  • 14. Social Filtering (Viele-Augen-Prinzip)
  • 15. Relevanzfilter (bye bye News-Kanon)
  • 16. Broadcasting (implizit)
  • 17. Data-driven (Bonus!)
  • 18. Text Click to play video Quelle: Johannes Kleske / Igor Schwarzmann
  • 19. Datenspuren
  • 20. Quelle: Johannes Kleske
  • 21. Quelle: Johannes Kleske / Igor Schwarzmann
  • 22. Quelle: Johannes Kleske / Igor Schwarzmann
  • 23. Play Urban Defender Video Play Urban Defender Video Quelle: Johannes Kleske / Igor Schwarzmann
  • 24. Datenblind? (digitaler Analphabetismus)
  • 25. Freak/Norm? (wir stehen erst am Anfang)
  • 26. Circle of trust (“ich weiß was du letzten Sommer getan hast”)
  • 27. Lifestreaming
  • 28. Und jetzt? (es folgen: Fragen.)
  • 29. Folgen? (für jeden Einzelnen, für uns als Gesellschaft)
  • 30. Probleme/Nutzen? (Entwicklung aktiv gestalten)
  • 31. Vielen Dank (& viel Spaß heute)
  • 32. Fragen? Gerne jederzeit: Email: peter@thewavingcat.com Web: www.thewavingcat.com Twitter: @thewavingcat