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Trend “Image-Sharing” – wie können Unternehmen davon profitieren? Welche Plattformen gibt es? Wie können Fotos für die Google Bildersuche optimiert werden? Welche Rechte rund um Fotos sind zu ...

Trend “Image-Sharing” – wie können Unternehmen davon profitieren? Welche Plattformen gibt es? Wie können Fotos für die Google Bildersuche optimiert werden? Welche Rechte rund um Fotos sind zu beachten?

Auf 30 Seiten geben Ihnen vier Experten Tipps für Ihre Fotos im Online Marketing:

Thomas Hendele, selbstständiger Online Marketing Berater, führt Sie in den Trend “Image-Sharing” ein und gibt Ihnen einen Überblick über die großen Foto-Plattformen. Erfahren Sie, welche Foto-Plattform sich am besten für Sie eignet und lernen Sie die “Neulinge” Pinterest und Instagram kennen.

Martin Schlichting, Fotograf, gibt hilfreiche Tipps, wie Sie den richtigen Hotel-Fotografen finden und erklärt, wie genau das perfekte Hotelfoto auszusehen hat. Zudem nennt er Tricks, mit denen auch Ihre Schnappschüsse garantiert gelingen – damit Sie nicht immer einen Profi benötigen.

Martin Mißfeldt, Experte auf dem Gebiet Bilder-SEO, nennt wichtige Basics für die erfolgreiche Bilder-Optimierung für Google. Wer seine Tipps beherzigt, dessen Bilder werden auch eher gefunden.

Sabine Heukrodt-Bauer, Fachanwältin für IT-Recht, schreibt über Urheberrechte, IP-Problematiken und das Recht am eigenen Bild.

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Whitepaper "Fotos im Onlinemarketing" Document Transcript

  • 1. Social Media für Hotellerie, Gastronomie & Tourismus Online Marketing Beratung, Projektbegleitung & WorkshopsFotos im OnlinemarketingEin Whitepaper nicht nur für Hotels & TouristikerNovember 2012“One Picture is Worth Ten Thousand Words”(Fred R. Barnard) some communication | www.some-communication.de | info@some-communication.de
  • 2. Social Media für Hotellerie, Gastronomie & Tourismus Online Marketing Beratung, Projektbegleitung & WorkshopsInhalt„Image-Sharing“ – ein neuer Trend? ..........................................................................................................................4 Wie können Hotels & Destinationen von diesem Trend profitieren? .....................................................5 Pinterest vs. Instagram ...............................................................................................................................................5Flickr, Pinterest & Co. – Ein Überblick über die größten Plattformen .........................................................6 Flickr ...................................................................................................................................................................................6 Panoramio ........................................................................................................................................................................7 Picasa (-web)...................................................................................................................................................................7 Pinterest ............................................................................................................................................................................7 Instagram..........................................................................................................................................................................8Worauf sollte man bei der Wahl eines Hotelfotografen achten? ................................................................. 10Das perfekte Hotelfoto .................................................................................................................................................. 12 Das Licht .................................................................................................................................................................... 12 Die Perspektive ...................................................................................................................................................... 12 Die Kameraeinstellungen ................................................................................................................................... 13 Die Gestaltung ......................................................................................................................................................... 13 Der Blitz ..................................................................................................................................................................... 14 Die Nachbearbeitung ........................................................................................................................................... 14Drei Tipps für einen gelungen Hotelschnappschuss ........................................................................................ 15Bilder optimieren für die Google Bildersuche .................................................................................................... 16 Onpicture-Faktoren................................................................................................................................................... 16 Bildgröße .................................................................................................................................................................. 16 Bildformat, Breite und Höhe ............................................................................................................................. 16 Dateiname................................................................................................................................................................. 17 Ablage-Ordner – URL des Bildes ..................................................................................................................... 17 Komprimierungsformat: gif, png oder jpeg ................................................................................................ 17 Onpage-Faktoren........................................................................................................................................................ 18 Umliegender Text .................................................................................................................................................. 18 Onpage: Alt-Text des Bildes .............................................................................................................................. 18 Onpage: Title-Attribut ......................................................................................................................................... 18 Onpage: width und height.................................................................................................................................. 19 Onpage: Bildunterschrift .................................................................................................................................... 19 Copyright Angabe .................................................................................................................................................. 19 some communication | www.some-communication.de | info@some-communication.de
  • 3. Social Media für Hotellerie, Gastronomie & Tourismus Online Marketing Beratung, Projektbegleitung & Workshops Onpage: Titel der Seite ........................................................................................................................................ 19 Onpage: Überschriften ........................................................................................................................................ 19 Offpage-Optimierung ................................................................................................................................................ 20 Interne Verlinkung................................................................................................................................................ 20 Externe Backlinks .................................................................................................................................................. 20 Mehrfachverwendung ......................................................................................................................................... 20 Hotlinks ..................................................................................................................................................................... 20 Bildkopien ................................................................................................................................................................ 21 Autorität .................................................................................................................................................................... 21 Zusammenfassung ..................................................................................................................................................... 22 Onpicture-Faktoren .............................................................................................................................................. 22 Onpage-Faktoren ................................................................................................................................................... 22 Offpage-Optimierung ........................................................................................................................................... 22Urheberrecht bei Bildern und Fotos im Internet ............................................................................................... 23 Grundsätzliches........................................................................................................................................................... 23 Was hat der Urheber für Rechte? ........................................................................................................................ 23 Was passiert bei Rechtsverletzungen? .............................................................................................................. 24Fotorechte und Social Media ...................................................................................................................................... 26 Sonderproblem IP-Lizenzen und Facebook .................................................................................................... 27Das Recht am eigenen Bild .......................................................................................................................................... 28 Unternehmensevents ............................................................................................................................................... 28Über die Autoren ............................................................................................................................................................. 29 Herausgeber & Autor ................................................................................................................................................ 29 Autoren........................................................................................................................................................................... 29Fotoverweise .................................................................................................................................................................... 30Kontakt | Impressum ..................................................................................................................................................... 31 some communication | www.some-communication.de | info@some-communication.de
  • 4. Social Media für Hotellerie, Gastronomie & Tourismus Online Marketing Beratung, Projektbegleitung & Workshops„Image-Sharing“ – ein neuer Trend?Autor: Thomas Hendele, Online Marketing BeraterDer Analyst Diffbot hat im vergangenen Juli 750.000 Twitter-Links unter die Lupe genommenund dabei herausgefunden, dass 36% davon Bilder waren. Am häufigsten waren es selbstaufgenommene Fotos. Ein Grund für diesen Trend ist der wachsende Erfolg zahlreicher mobilerFoto-Sharing-Apps wie z.B. Instagram, die nicht ohne Grund für eine stolze Summe von 737Millionen Dollar von Facebook aufgekauft wurde.Von allen Inhalten, die wir Tag für Tag im Internet teilen, sind Fotos und Bilder die bei weitemerfolgreichsten. Im Gegensatz zu Texten sprechen Sie uns fast immer auf einer emotionalenEbene an. Noch besser können das Videos, da sie gleich mehrere Sinne ansprechen. Doch Videosfordern auch Zeit. Ein Foto hingegen können wir in Bruchteilen von Sekunden erfassen und„bewerten“. Ein schnelles „gefällt mir“ und fertig ist die „Kommunikation für zwischendurch“.Der „Image-Sharing“-Trend ist auch der Grund für den wachsenden Erfolg von Pinterest (samtzahlreicher Klone) und für zahlreiche Re-Designs bei Facebook, Twitter, Tumblr & Co. Allegroßen Social Web Tools räumen Fotos mehr Platz ein – ob im Web oder mobil.Von diesem Trend können auch Hotels & Destinationen profitieren. Dazu müssen sie demContenttyp Foto nur mehr Bedeutung beimessen und sich um entsprechend hochwertige Inhaltebemühen. Dank der Vielzahl an unterschiedlichen Plattformen und Vorlieben der User sind hierallerdings keine Grenzen gesetzt: vom selbst gemachten Schnappschuss bis zum Profi-Foto istalles möglich. some communication | www.some-communication.de | info@some-communication.de
  • 5. Social Media für Hotellerie, Gastronomie & Tourismus Online Marketing Beratung, Projektbegleitung & WorkshopsWie können Hotels & Destinationen von diesem Trend profitieren? • Hochwertige Fotos, Bilder oder Infografiken können mit dem eigenen Logo versehen werden. So wird mit jedem „share“ das Unternehmenslogo weiter verbreitet. • Hotels & Destinationen sollten ihre Gäste aktiv dazu auffordern, die Inhalte zu teilen. Dazu ist es im Vorfeld nötig, alle Rechte am Bild zu besitzen. • Ebenso können Gäste dazu aufgefordert werden, eigenes Bildmaterial zu erstellen. Welche Fotos sind schon authentischer als die Urlaubsfotos der Gäste? • Bevor es ans Publizieren und Teilen geht, sollte sich das Unternehmen die einzelnen Plattformen genau ansehen, v.a. hinsichtlich der unterschiedlichen Nutzer und Inhalte. Dazu ein Beispiel:Pinterest vs. InstagramHotels sollten sich nicht gleich auf alle Foto Plattformen stürzen. Vielmehr muss erst einmalabgewägt werden, welche die richtige ist. Dazu muss erst einmal geklärt werden, welcherContent bereits da ist und welcher mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen (Budget, Zeit,Know-How) zukünftig erstellt werden kann. Dann sollten die zur Verfügung stehendenPlattformen genau betrachtet werden, ob sie zum existierenden bzw. geplanten Content passen.Während Designhotels oder solche mit außergewöhnlicher Lage sich z.B. bei Pinterest gutinszenieren können - sofern entsprechend hochwertige Fotos vorhanden sind - ist Instagram dierichtige Plattform für den mobilen Schnappschuss. Hier kann auch mal der Mitarbeiter vonunterwegs posten. Solche Schnappschüsse werden jedoch auf Pinterest eher in der Mengeuntergehen.Ich rate allen Unternehmen daher, VORHER einen genauen Blick auf die Foto Plattform zuwerfen und dann erst zu entscheiden, wie sie "gefüttert" werden soll. Doch welche Plattformengibt es eigentlich? Im folgenden Artikel gebe ich Ihnen einen kleinen Überblick… some communication | www.some-communication.de | info@some-communication.de
  • 6. Social Media für Hotellerie, Gastronomie & Tourismus Online Marketing Beratung, Projektbegleitung & WorkshopsFlickr, Pinterest & Co. – Ein Überblick über die größten PlattformenAutor: Thomas Hendele, Online Marketing BeraterFoto-Sharing, also das Teilen digitaler Fotos im Internet, begleitet uns seit dem Start desInternets für die Öffentlichkeit. Die ersten Plattformen entstanden in den 1990ern, insbesonderedurch den Wandel des Internets zum sog. Web 2.0 kamen ab Anfang der 2000er Jahre etlicheweitere hinzu. Ein kleiner Überblick über die aktuell fünf größten Plattformen rund ums Image-Sharing:FlickrFlickr, das eine Wortschöpfung für „to flick through“ sth“ (dt.: „etwas durchblättern“) ist, wurdebereits 2002 in Kanada gegründet. Ursprünglich als „Nebenprodukt“ eines Online-Spiels wurdeFlickr bis Anfang 2004 zu der Plattform, die es heute ist und bereits 2005 von Yahoo gekauft.Heute sind auf Flickr mehr als 6 Milliarden Fotos von mehr als 40 Millionen Nutzern zu finden.Täglich kommen mehr als 3 Millionen neue hinzu. Der weltweite Erfolg der Plattform ist vorallem auf die browserbasierte Bedienung und die offenen Schnittstellen zu Dritten wie z.B.Twitter oder Facebook zurückzuführen. Außerdem macht die große Community die Plattform sointeressant für Unternehmen. Hotels & Destinationen können einen Account mit Alben pflegen und durch entsprechende Nutzung relevanter Keywords dafür sorgen, von Gästen und potentiellen Multiplikatoren gefunden zu werden. Ebenso sind Flickr-Gruppen denkbar, die es erlauben, Inhalte auf Flickr zu kuratieren. So bieten die Travelcharme Hotels & Resorts ihrenGästen beispielsweise die Möglichkeit, auf Flickr eingestellte Fotos zur Gruppe „Travelcharme“hinzuzufügen. Der Clou: Fotos der Gäste werden kuratiert und zeigen „an einem Ort“ wie schönes in den Hotels der Gruppe ist. Authentischer geht’s nicht.(Weitere ähnliche Communities sind z.B. www.fotocommunity.de und http://500px.com) some communication | www.some-communication.de | info@some-communication.de
  • 7. Social Media für Hotellerie, Gastronomie & Tourismus Online Marketing Beratung, Projektbegleitung & WorkshopsPanoramioPanoramio ist eine Foto-Sharing-Plattform, die v.a. zur Veröffentlichung georeferenzierter Fotosgenutzt wird. Der Dienst wurde 2005 von zwei spanischen Unternehmern gegründet undweniger als zwei Jahre später von Google übernommen.Panoramio stellt sog. KML-Dateien (Keyhole Markup Language) zur Verfügung, die derBeschreibung von Geodaten für Dienste wie Google Earth, Google Maps oder Google Street Viewdienen.Destinationen und Hotels können georeferenzierte Fotos auf Panoramio hochladen, um sie inden entsprechenden Google Diensten anzeigen zu lassen. Diese Auswahl trifft allerdingsPanoramio selbst. Dabei werden nur Bilder verwendet, die Orte, Landschaften o.Ä. zeigen. Eingeoreferenziertes Foto einer Hotellobby hat also keine Chance in Google Maps angezeigt zuwerden. Doch wer gute Fotos seiner Destination auf Panoramio einstellt, hat gute Chancen.Picasa (-web)Picasa ist eine Software zum Verwalten von Bildern auf der eigenen Festplatte. Ursprünglich alsShareware verkauft ist sie seit dem Kauf durch Google im Sommer 2004 kostenlos. Die Picasa-Webalben sind ein ergänzendes Angebot, das 2006 dazu kam.Picasa-Webalben dienen – ähnlich Flickr – der Erstellung von Online-Fotoalben. Mittlerweilesind sowohl die Software Picasa als auch die Picasa-Webalben eng mit dem sozialen NetzwerkGoogle+ verknüpft. So können Fotos einfach mit Google+ geteilt werden und Picasa-Webalbensind für Kontakte auf Google+ zu sehen.PinterestPinterest setzt sich zusammen aus „pin“ und „interest“. Es geht darum, interessante Dinge - inForm von Fotos – an eine virtuelle Pinnwand zu „pinnen“.Pinterest ist im Grunde genommen keine Foto-Plattform wie Flickr oder Panoramio auf der maneigene Fotos hochlädt (obwohl es möglich ist). Pinterest ist vielmehr ein visueller Social-Bookmarking-Dienst. Ähnlich wie bei Delicious oder Mister Wong kann man auf verschiedenenBoards Websites als Favoriten speichern. Nur eben nicht als Link, sondern indem man ein Bildder Website als „Gedankenstütze“ an die eigenen Boards „pinnt“. Jedes auf diese Art gepinnteBild stellt einen Backlink zur entsprechenden Website dar, die mit einem Doppelklick auf dasBild aufgerufen wird.Auch hier steckt wieder der Gedanke dahinter, dass ein Foto in Sekundenbruchteilen wiedererkannt wird, ein Text erst gelesen werden muss. some communication | www.some-communication.de | info@some-communication.de
  • 8. Social Media für Hotellerie, Gastronomie & Tourismus Online Marketing Beratung, Projektbegleitung & WorkshopsWer schon mal einen Blick auf Pinterest geworfen hat, wird schnell feststellen, dass hier wenigerSchnappschüsse und viel mehr wirklich grandiose Fotos mit dem „WOW“-Effekt zu finden sind.Weniger Amateur- dafür umso mehr Profi-Fotos. Für Hotels heißt das: Fotos vom StandardDoppelzimmer gehen im „Pinterest-Strom der schönen Fotos“ unter.Besonders gut eignet sich Pinterest für Design- oder Boutique Hotels oder solche, die inbesonders reizvoller Landschaft liegen. Haben sie wirklich hochwertigen Content oder sindbereit Budget dafür auszugeben, kann Pinterest die richtige Plattform sein.(Der Erfolg von Pinterest führte zu zahlreichen Kopien. Ein deutsches Pendant zu Pinterest ist z.B.www.pinspire.de.)InstagramInstagram – einst „nur“ hippe Schnappschuss-App mausert sich immer mehr zu einem derbeliebtesten Orte im Netz, wenn es um Foto-Sharing geht. Der Erfolg der mobilen Sharing-Appwar derart groß, dass Facebook sie kurzerhand kaufte: für 737 Millionen Dollar. Heute tummelnsich mehr als 100 Millionen Nutzer, bereits 40% der TOP 100 Marken weltweit sind ebenfallsauf Instagram aktiv.Bislang wurde Instagram quasi nur mobil genutzt. Zwar gibt es schon länger die Möglichkeit z.B.via http://web.stagram.com auch stationär nach Hashtags oder Nutzern zu suchen und sich dieFotos anzuschauen, doch grds. wurde Instagram eher mobil genutzt – von registrierten Nutzern.Doch das hat sich nun grundlegend geändert. Instagram startete nun eigene Webprofile. Unterwww.instagram.com/[nutzername] werden die eigenen Fotos präsentiert – ähnlich anderenFoto-Plattformen wir Flickr oder Picasaweb. some communication | www.some-communication.de | info@some-communication.de
  • 9. Social Media für Hotellerie, Gastronomie & Tourismus Online Marketing Beratung, Projektbegleitung & WorkshopsNeben großen Unternehmen wie Starbucks oder Nike sind mittlerweile auch erste Hotels aufInstagram anzutreffen. So teilen die Relexa Hotels unter dem Hashtag #relexamomente schonlänger ihre Schnappschüsse. Und auch Hotels wie das Estrel Berlin oder das Sheraton FrankfurtAirport sind dabei:Durch die mobile und unkomplizierte Nutzung bietet Instagram Unternehmen die Möglichkeit,schnelle Schnappschüsse als interessanten Content zu nutzen. „Hässliches wird durch Instagramschön“ hieß es vor einiger Zeit mal in einem Blogpost auf BASIC thinking (http://ow.ly/f99uH).Durch die Fotofilter lassen sich auch aus eher uninteressanten Schnappschüssen tolle Fotosgenerieren. Instagram lohnt sich daher prinzipiell für jedes Unternehmen.(Übrigens: ein mit der Hipstamatic-App geknipster Schnappschuss einer brechenden Wellewährend des Hurricans Sandy zierte sogar das Time-Cover der November-Ausgabe.) some communication | www.some-communication.de | info@some-communication.de
  • 10. Social Media für Hotellerie, Gastronomie & Tourismus Online Marketing Beratung, Projektbegleitung & WorkshopsWorauf sollte man bei der Wahl eines Hotelfotografen achten?Autor: Martin Schlichting, FotografFotografen an und für sich gibt es sprichwörtlich wie Sand am Meer. Bei einer solch großenAuswahl fällt es mitunter schwer, den richtigen für sein individuelles Projekt zu finden. Vorallem, wenn man inhaltlich so gut wie gar nicht im Thema drin steckt. Denn viele Hotelbesitzeroder Geschäftsführer sind vorrangig damit beschäftigt, den Betrieb am Laufen zu erhalten undsetzen sich deshalb kaum mit den Details im Marketing auseinander. So sind sie oft auf Hilfe vonFachleuten angewiesen und müssen darauf hoffen, dass diese ihre Arbeit fachlich kompetentausüben.Wie kommt ein Fotograf also zu seiner fachlichen Kompetenz? Eine entsprechende Ausbildungkann auf mehreren Wegen stattfinden. Einige beginnen eine handfeste Lehre bei einemFotografenmeister, andere entscheiden sich für ein Studium. Manche starten als Assistenten beiKollegen, die ihren Platz in ihrer Branche bereits gefunden haben und schließlich gibt es nochdie vergleichsweise große Fraktion der Autodidakten. Pauschal lässt sich an dieser Stelle leidernicht sagen, welche Sorte für das Thema Hotelaufnahmen die geeignetste ist.Die einen sind Künstler, die nur schwerlich bereit sind, auf Vorgaben ihres Auftraggeberseinzugehen. Die anderen übernehmen ‚blind‘ die Gepflogenheiten ihrer Lehrmeister, ohne dabeiüber den Tellerrand hinauszuschauen. Und wieder andere sind einfach noch nicht soweit. Dennin der Fotografie gibt es, auch wenn man die Ausbildung bereits hinter sich gebracht hat, kein„ausgelernt“.Lichtbildner müssen also stets offen für Neues sein. Müssen sich Kritik anhören und siebewerten können. Müssen in der Lage sein, Einflüsse von außen zuzulassen und sich weiter zuentwickeln. Ein Berufsgenosse, der meint „Ich weiß schon, was ich tue!“, hat begonnen, sich aufseinem Entwicklungsstand auszuruhen. Doch wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gutzu sein.Ein weiterer, unglaublich wichtiger, Punkt ist die Richtung, in die sich ein „Knipser“ entwickelt.Die meisten umgeben sich unglaublich gern mit anderen Menschen, wodurch die Wahl nur allzuoft auf die Portraitfotografie fällt. Geht es mehr in Richtung Kleidermode, rückt der Fokus auf diePerfektion, zieht es eher hin zur Emotion, so sind es die Momente, die man sich nicht entgehenlassen möchte. Andere entscheiden sich für Journalismus oder Straßenbilder. In beiden Fällengeht es vorrangig um ungestellte Momentaufnahmen in öffentlichem Raum. Dann sind da nochHochzeits-, Sport-, Schwangerschafts-, Kinder- oder Landschaftsfotografen und viele anderemehr. Jedes Gebiet hat seine ganz eigenen Schwierigkeiten, vergleichbar mit den Fachgebietender Medizin oder Rechtswissenschaften. Das geht so weit, dass auch einzelne Sparten nochmalsunterteilt werden können.Daher ist es natürlich nicht verwunderlich, dass es neben all den anderen Bereichen auch jenesder Architektur- und noch spezieller der Interieur- bzw. Hotelfotografie gibt. Einer, in dem sichMenschen bewegen, die sich (fast) ausschließlich auf die Herausforderungen der Abbildung von some communication | www.some-communication.de | info@some-communication.de
  • 11. Social Media für Hotellerie, Gastronomie & Tourismus Online Marketing Beratung, Projektbegleitung & WorkshopsGebäuden und Innenräumen eingestellt haben. Ich vergleiche dieses Thema gern mit derMedizin. Nehmen Sie einmal an, Sie stolpern unglücklich und verknacksen sich dabei Ihren Fuß.Sie werden sicher kaum einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufsuchen, um Ihren schmerzendenKnöchel behandeln zu lassen, sondern vielmehr einen, der sich auf den menschlichenBewegungsapparat fokussiert hat. Einen Orthopäden.Suchen Sie sich also einen Spezialisten. Einen Fachmann oder eine Fachfrau mit großer Liebezum Detail. Jemanden, der nichts dem Zufall überlässt. Einen Fotografen, der sich die Zeit nimmt,die Aufnahmen mühsam und sorgfältig zu arrangieren. Von der Perspektive, über denBildaufbau, dem Herrichten von Mobiliar und Accessoires bis hin zum Licht. Der mit Ihnen klärt,worauf es Ihnen ankommt und darauf Rücksicht nimmt, sodass der unverwechselbare Charmeund Charakter Ihres Hauses zur Geltung kommen kann und auf diese Weise die Gäste anspricht,die Sie ansprechen wollen.Darüber hinaus ist es selbstverständlich von großem Vorteil, wenn sich dieser im Hotelgewerbeauskennt, weil er der Branche privat sehr nahe steht oder gar selbst als Mitarbeiter dabei war.So kennt er die Abläufe und richtet mit Ihnen gemeinsam die Planung des Shootings sinnvoll aus,damit die internen Prozesse nicht mehr als unbedingt nötig gestört werden.Achten Sie darauf, dass die Nutzungsrechte der Fotos im Rahmen Ihrer Werbemaßnahmenunbegrenzt sind. Unabhängig von Medium und Auflagengröße. Dass eine Vereinbarung keineBefristung vorsieht oder gar jede einzelne Nutzung separat abgerechnet wird. Zwar erhöht diesim ersten Moment den Preis, doch ist dieser einmalig und berechenbar. Die anderen Optionenkönnen schnell noch weitaus teurer werden.Denn es sind die Nutzungsrechte, die neben der erworbenen Fachkompetenz und sorgsamenArbeit, also der damit verbundenen Qualität, einen Großteil der Preiskalkulation einesFotografen ausmachen. Der Preis allein sollte also nicht entscheidungsgebend sein.Sie sehen, sehr viele Fallstricke gibt es bei der Wahl eines Hotelfotografen nicht zu beachten.Holen Sie nicht allein Angebote ein, sondern sprechen Sie mit einigen vielversprechendenKandidaten und entscheiden Sie sich dann für denjenigen, bei dem Sie den Eindruck gewinnen,dass er die Vorzüge Ihres Betriebes am besten zur Geltung bringen kann. some communication | www.some-communication.de | info@some-communication.de
  • 12. Social Media für Hotellerie, Gastronomie & Tourismus Online Marketing Beratung, Projektbegleitung & WorkshopsDas perfekte HotelfotoAutor: Martin Schlichting, FotografIm Grunde eine Illusion. Denn jedes Hotel, sofern es keiner Kette mit festgesetzten Standardsangehört, unterscheidet sich deutlich von seinem Wettbewerb. Sie verfügen schließlich überindividuelle Vorzüge, auf die es Rücksicht zu nehmen gilt. Nichts desto trotz gibt es eine ganzeReihe genereller Ratschläge, die dabei helfen, eine gute bis sehr gute Aufnahme zu produzieren.Das LichtBei Innenraumaufnahmen ist, oft mehr als an anderer Stelle, das Licht der Schlüssel zum Erfolg.Bevor es also losgeht, ist es ratsam, jedes Licht im Raum einzuschalten. Es hilft, Tiefe zuerzeugen, Farben herauszustellen und nicht zuletzt Akzente zu setzen. Anschließend kann mansich Gedanken darüber machen, ob zusätzliches Licht Anwendung finden soll oder nicht.Je nach Kundenwunsch und -anspruch fällt für mich zudem die Entscheidung, wie realistischeine Aufnahme sein soll. Nicht immer geht es darum, die bloße Realität im Licht abzubilden,sondern vielmehr darum, ein Image zu erzeugen. Wichtig ist dabei nur eines: Auch wenn sie einwenig “mogeln”, es sollte nicht allzu sehr auffallen.Die PerspektiveDer zweite Schritt ist mindestens ebenso wichtig. Die Perspektive. Nachdem das Thema Lichtfürs Erste geklärt ist, schauen wir uns im Raum um. Was wollen wir konkret herausstellen? Geht es um das Bett in einem Hotelzimmer? Ist die Bar im Restaurant ein ganz besonderes Highlight? Soll ein Tagungsraum aus der Sicht des Referenten aufgenommen werden? Oder doch lieber aus der eines Teilnehmers? Aus welchem Winkel macht das Interieur am meisten her und wie werden zugleich Reflektionen der Lichtquellen in Bildern, Spiegeln oder Fenstern dabei vermieden, sofern sie der Gestaltung nicht dienlich sind?Zumeist bietet es sich an, in eine Ecke zu fotografieren. Es erzeugt Tiefe und lässt den Raumgrößer erscheinen. Nicht selten wirkt ein Raum darüber hinaus attraktiver, nimmt man ihn auseiner tieferen Position, also der Augenhöhe eines 10-jährigen Kindes auf. Zuletzt sollte dieeffektive Brennweite zwischen 16 und 24 Millimetern liegen. Liegt man darüber, wird es schwer,die Größe des Objektes einzufangen. Darunter läuft man Gefahr, mit argen optischenVerzerrungen zu kämpfen zu haben. some communication | www.some-communication.de | info@some-communication.de
  • 13. Social Media für Hotellerie, Gastronomie & Tourismus Online Marketing Beratung, Projektbegleitung & WorkshopsDie KameraeinstellungenKommen wir nun zu den Einstellungen an der Kamera. Zuerst empfiehlt es sich, eine möglichstniedrige ISO-Empfindlichkeit zu wählen, um ein allzu großes Bildrauschen, insbesondere in dendunklen Bildbereichen, zu unterbinden. Außerdem trägt es dazu bei, mehr Details im Bild zuerhalten. Ich gehe an dieser Stelle von ISO 100 aus. Hinzu kommt eine Blendeneinstellung vonf/8. Da Weitwinkelobjektive von Natur aus eine hohe Schärfentiefe mitbringen, ist es daherkaum notwendig, die kleinstmögliche Blende zu wählen. Der Fokus wird auf “unendlich” gesetzt.Bei normal ausgeleuchteten Innenräumen sollte nun eine Verschlusszeit von ca. einer halbenSekunde die Folge sein. Sie kann gern länger ausfallen, doch wesentlich kürzer als 1/30 Sekundesollte vermieden werden, da sonst das Licht der Lampen und dessen Stimmung nicht mehr zurGeltung kommt.Da meine Kamera einen verhältnismäßig hohen Dynamikumfang erfassen kann, entscheide ichmich häufig für die Verschlussautomatik (Av), bei der ich die Blende fixiere und der Kamera dieEntscheidung über die Belichtungszeit überlasse.Bei einem besonders großen Hell-Dunkel-Unterschied sind diesem Vorgehen jedoch Grenzengesetzt. Dann wäre es sinnvoller, eine Belichtungsreihe mit einem Umfang von mindestens vierBlendenstufen anzufertigen und später die sogenannte HDR-Technik anzuwenden.Die GestaltungEs herrscht die weit verbreitete Meinung, in meinem Job sei es mit Hinstellen und Knipsen getan.Doch die Gestaltung ist mit Abstand der aufwändigste Schritt und mit den folgendenAusführungen wird klar, warum es das nicht ist.Licht ist klar. Perspektive ebenso. Damit einhergehend auch der Bildausschnitt. Haben wir beider Wahl der Perspektive grundsätzliche Regeln wie beispielsweise Symmetrie oder den“Goldenen Schnitt” beherzigt, so geht es nun daran, die Objekte passend zu arrangieren.Damit ein Foto keinenchaotischen Eindruck hinterlässt,müssen störende Elementeentfernt oder anders angeordnetwerden. Einige können sogarhinzugefügt werden. Damit somanche Gegenstände ins Bildpassen, sollten sie alsoverschoben werden. Das gehtnicht selten so weit, dass diesebeim Blick durch den Sucher, aufdas Display oder, wenn dieTechnik es zulässt, direkt aufeinen Laptopbildschirm zwar gutaussehen, real aber völlig unmöglich stehen. Das macht jedoch nichts. Schließlich bereiten wireine gute Aufnahme vor und können anschließend wieder alles dorthin räumen, wo eshingehört. some communication | www.some-communication.de | info@some-communication.de
  • 14. Social Media für Hotellerie, Gastronomie & Tourismus Online Marketing Beratung, Projektbegleitung & WorkshopsImmer wieder der Kontrollgang zur Kamera, damit die Flucht einer Reihe von Tischen und derenDekoration stimmt oder die Positionen von Stühlen, Sesseln, Kopfkissen und anderenAccessoires einen ordentlichen Anblick hinterlassen.Der BlitzEin Blitz vermag, gezielt eingesetzt, Akzente zu setzen. Sicherlich handelt es sich dabei um Licht,das weder von der Inneneinrichtung, noch vom Tageslicht vorgegeben ist. Doch wie eingangsbereits erwähnt, geht es nicht immer nur um die reine Realität, sondern um Image. Es geht umLebendigkeit und darum, das bestehende Interieur noch etwas interessanter zu gestalten.Ich für meinen Teil verfüge über eine kleine Armada von Kompaktblitzgeräten. Diese Variantebevorzuge ich aus mehreren Gründen. Sie sind klein und lassen sich im Raum gut verstecken. Siesind unabhängig von einer externen Stromversorgung und sind nicht zuletzt leicht zutransportieren. Mit der passenden Funktechnik und einer guten Portion Erfahrung werden dieseauf die jeweiligen Bedingungen eingestellt und anschließend synchron “abgefeuert”.Doch gibt es Situationen, in denen Blitzlicht störende Auswirkungen hätte. Einserseits, weil dieLichtstimmung eines Raumes von sich aus schon wundervoll sein kann, andererseits, weil sichein Blitz manchmal, so klein er auch sein mag, beim besten Willen nicht vernünftig versteckenlässt und so beispielsweise als unschöner Reflex in einer Glas- oder Spiegelscheibe auftaucht.Die NachbearbeitungIm Grunde ist das Foto nun fertig. Allerdings lässt es sich OOC (out of cam) selten verkaufen. Eingewisser Nachbearbeitungsaufwand lässt sich praktisch nicht vermeiden. Anpassung vonBelichtung, Farben und Kontrasten sind meist unentbehrlich. Dies sollte an einem geeignetenund vor allem kalibrierten Monitor geschehen, damit die Bildschirmansicht der des spätergedruckten Werbematerials entspricht.Obendrein kommen bei mir noch viele Feinheiten ins Spiel, die hier jedoch den Rahmensprengen.Eine gute Interieur-, insbesondere Hotelaufnahme ist stets das Ergebnis einer gründlichen unddurchdachten Vorbereitung. Diese kann bei einem einzelnen Foto mitunter mehrere Stunden inAnspruch nehmen. Es macht also Sinn, ausreichend Zeit einzuplanen. Das ist, keine Frage, sehraufwändig, aber so werden Sie mit ansprechenden Ergebnissen belohnt. Ich wünsche Ihnengutes Gelingen! some communication | www.some-communication.de | info@some-communication.de
  • 15. Social Media für Hotellerie, Gastronomie & Tourismus Online Marketing Beratung, Projektbegleitung & WorkshopsDrei Tipps für einen gelungen HotelschnappschussAutor: Martin Schlichting, FotografIn Zeiten von Twitter, Facebook und Instagram kommt es häufig darauf an, Informationen undbildliche Eindrücke zeitnah an den Verbraucher zu bringen. Dabei lässt sich dafür nicht immerso kurzfristig ein professioneller Fotograf engagieren oder dessen Bezahlung sprengt für denangedachten Zweck den finanziellen Rahmen. Oft geht es ja nur um ein einzelnes Foto.Worauf kann man als Laie also achten, damit das gewünschte Bild trotzdem vorzeigbar wird?Hier nun ein paar kleine Tipps, die aufzeigen, dass nicht allein Talent zu brauchbaren Fotosführt. 1. Wählen Sie die richtige Perspektive. Vermeiden Sie dabei allzu große Hell-Dunkel- Unterschiede. Wenn es also draußen sehr hell und innen vergleichsweise dunkel ist, dann versuchen Sie, nicht zum Fenster hinaus zu fotografieren. Nehmen Sie eventuell einen etwas tieferen Standpunkt ein und schwenken Sie die Kamera bzw. das Telefon weder nach oben, noch nach unten, um stürzende Linien zu unterbinden. 2. Der Bildaufbau ist ein zentraler Bestandteil in der Welt der Fotografie und der Kunst im Allgemeinen. Verwenden Sie Gestaltungsregeln wie den Goldenen Schnitt, die Zwei- Drittel-Regel oder Symmetrie. Lassen Sie eventuell die eine oder andere Linie in die Bildecken auslaufen, um so zusätzliche Dynamik einzubringen. Hierfür können Sie die Kamera ggf. auch gezielt etwas drehen, sodass das Foto „schief“ wird. 3. Versuchen Sie, auf den eingebauten Blitz zu verzichten. Er senkt oft automatisch die Belichtungszeit und ist auf kurze Distanz sehr stark, obwohl dessen Kraft nach hinten raus sehr schnell abnimmt. Das birgt die Gefahr, dass die vorherrschende Lichtatmosphäre völlig davon verschluckt wird.Dazu hörte ich erst kürzlich (erneut) einen treffenden Spruch aus dem Tanzsport. Gutes Tanzenist zu 90 % Transpiration und nur zu 10 % Inspiration. In der Fotografie verhält es sich ähnlich.Der größte Teil ist Handwerk. Halten Sie einige wenige wichtige Regeln ein und Sie werdenzumindest keine schlechten Fotos mehr machen. some communication | www.some-communication.de | info@some-communication.de
  • 16. Social Media für Hotellerie, Gastronomie & Tourismus Online Marketing Beratung, Projektbegleitung & WorkshopsBilder optimieren für die Google BildersucheAutor: Martin Mißfeldt, tagSeoBlog(Der nachfolgende Text ist ein Auszug aus dem E-Book „Bilder-SEO-Basics von Martin Mißfeldt“,das unter http://www.tagseoblog.de/downloads/Bilder-Seo-Basics-Missfeldt.pdf kostenlosheruntergeladen werden kann.)Onpicture-FaktorenAls „Onpicture-Faktoren“ werden die Einflussmöglichkeiten bezeichnet, die mit dem Bild an sichzu tun haben.Bildgröße Die Google Bildersuche bevorzugt Bilder, die eine Bildgröße haben, die für den Benutzer aussagekräftig ist. Wenn Bilder zu klein sind (z.B. Thumbnails oder Avatare), dann haben sie in aller Regel nicht genug Relevanz, um weit vorne gelistet zu werden. Nach meinen Beobachtungen kann man sagen: Ein Bild sollte wenigsten 60.000 Pixel haben (z.B. 300 x 200 Pixel Kantenlänge). Da man das in aller Regel nicht jedes Mal berechnen möchte, empfehle ich folgende Faustregel: Ein Bild sollte an mindestens einer Kante 300 Pixel lang sein. Natürlich kann man auch kleinere Bilder benutzen, aber die Wahrscheinlichkeit, dass sie dann in der Bildersuche vorne auftauchen, ist eher gering.Früher wurden Bilder, die größer als 1280 x 960 Pixel waren, fast nie in der normalenBildersuche gezeigt. Das hat sich geändert: Inzwischen tauchen manchmal auch sehr großeBilder unter den ersten Suchergebnisse auf. Allerdings würde ich dennoch raten, stets eineBildversion zu erzeugen, die zwischen 320 x 240 – 1280 x 960 Pixel groß ist – und dann dieseBildversion zu optimieren. Die größeren Versionen kann man dann ja beim Klick auf das Bildverlinken.Bildformat, Breite und HöheSeit Google die “neue” Bildersuche eingeführt hat, gibt es einen klaren Vorteil für 4:3-Querformate. Das ergibt sich einfach, wenn man einen Blick in die Bildersuche wirft. Die Bilderwerden von Google skaliert und manchmal beschnitten. Formate, die im 4:3-Querformatvorliegen, werden offenbar so belassen. Das führt dazu, dass diese Bilder in der Google- some communication | www.some-communication.de | info@some-communication.de
  • 17. Social Media für Hotellerie, Gastronomie & Tourismus Online Marketing Beratung, Projektbegleitung & WorkshopsBildersuche den meisten Platz einnehmen. Die Bildinformation und die Klickwahrscheinlichkeitsind demzufolge deutlich höher als bei Bildern, die im Hochformat angezeigt werden.DateinameNach wie vor ist der Dateiname eines Bildes ein sehr wichtiger Rankingfaktor. Ganz grob kannman sagen: ein Bild rankt potentiell nur bei den Keywords, die im Dateinamen benutzt werden.Wenige Ausnahmen bestätigen die Regel. Der Dateiname sollte den wesentlichen Kern einesBildes beschreiben. Man spricht auch von einem sprechenden Dateinamen. Als Trennzeichenzwischen Wörtern sollte man einen Bindestrich, und nicht einen Unterstrich benutzen. MattCutts hat kürzlich erst erklärt, dass diese Google-Prämisse so bestehen bleibt. Beispiel: "schwarze-katze.jpg"Achtung: die Keywords im Dateinamen sollten auch tatsächlich etwas mit dem Bild zu tun haben.Ich habe eine Reihe von Tests gemacht, bei denen das nicht der Fall war. Selbst wenn man dasBild in der Google Bildersuche nach vorne bekommt, nützt es einem auf Dauer nicht viel. Denninzwischen spielt die Klickrate und Verweildauer eine nicht unerhebliche Rolle. Wenn ein Bildnicht den Erwartungen der Benutzer gerecht wird, wird es also schnell wieder im Ranking fallen.Wichtig: Früher war es so, dass man mehrere Keywords im Dateinamen haben konnte und damitpotentiell mehrfach gut ranken konnte. Das hat sich nach meinen Beobachtungen geändert.Heute scheint Google sich zu entscheiden, für welches Keyword das Bild relevant ist. Man solltedaher versuchen, semantisch passende Begriffe oder Adjektive im Dateinamen zu benutzen.Ansonsten besteht die Gefahr, dass das Bild bei anderen Keys rankt als gewollt.Ablage-Ordner – URL des BildesWo sollte ein Bild am besten abgelegt werden? Spielt die Verzeichnis-Tiefe für das Ranking eineRolle? Nach meinen Beobachtungen ist nur eines relevant: ein semantisch passenderOrdnername. Beispiel: "/haustiere/schwarze-katze.jpg"Wie tief sich ein Bild in einer Ordnerstruktur befindet, ist nach meinen (zuletzt gemachten)Beobachtungen egal. Viel wichtiger ist die Frage, auf welche Dateistruktur-Tiefe ein Bildtatsächlich eingebunden bzw. verlinkt ist. “Sprechende Verzeichnis-URL” können insbesonderebeim längeren Keyword-Phrasen auch beim Ranking hilfreich sein.Komprimierungsformat: gif, png oder jpegWelches Komprimierungsformat man beim Bildspeichern benutzt, ist für das Bildersuche-Ranking egal. Das gif-Format (Grafik Interchange Format) ist vor langer Zeit von Compuserveentwickelt worden. Irgendwann hat mal jemand behauptet, dass es dafür ein Patent gäbe unddie freie Benutzung des Gif-Formats potential illegal sei. Für das Ranking spielt das some communication | www.some-communication.de | info@some-communication.de
  • 18. Social Media für Hotellerie, Gastronomie & Tourismus Online Marketing Beratung, Projektbegleitung & WorkshopsKomprimierungsformat bzw. die Dateiendung keine Rolle. Technisch gesehen leistet das neuerepng-Format (Portable Network Graphics) genau das gleiche wie gif, nur etwas besser. DieKomprimierungsmethode ist prinzipiell anders als bei jpeg (Joint Photographic Experts Group).Grafiken lassen sich in aller Regel besser als PNG komprimieren, Fotos besser mit jpeg.Onpage-FaktorenBilder im Internet sind in aller Regel auf Websites zu sehen. Sie sind also im Quelltexteingebettet, den der folgende Abschnitt behandelt.Umliegender TextNeben dem Dateinamen ist der “umliegende” Text sehr wichtig. Entscheidend ist dabeiallerdings nicht das, was man sieht, sondern das, was im Quelltext steht. Im umliegenden Textsollte das Keyword mehrmals vorkommen. Wie weit der “umliegende Text” genau reicht, istunklar. Man könnte auch sagen: das Keyword muss auf der Seite mindestens einmal, bessermehrfach vorkommen. Je näher die Keywords am Bild stehen, umso besser.Onpage: Alt-Text des BildesDer Alt-Text bzw. genauer: das Alt-Attribut ist vom W3C vorgesehen, um den Inhalt des Bildeszu beschreiben. “Alt” steht für “alternativ”. Dieser Text wird dann angezeigt, wenn man das Bildnicht zeigen kann. Die Gründe dafür können vielfältig sein: Serverprobleme, Browser-Einstellung oder einfach eine Sehschwäche. Insbesondere wegen des letzten Falls ist das Alt-Attribut aus W3C-Sicht auch Pflicht. Jedes Bild sollte einen aussagekräftigen Alt-Text haben. Beispiel: <img src="../images/haustiere/schwarze-katze.jpg" alt="Schwarze Katze im Garten">Onpage: Title-AttributDas Title-Attribut ist ein “Global-Attribut”, dass man laut W3C in vielen HTML-Tags benutzenkann. Es kann also auch im <image>-Tag benutzt werden. In aller Regel führt der Einsatz desTitle-Attributs dazu, dass man beim Überrollen des Bildes einen “Tooltip”-Layer sieht, in demder angegebene Text steht. Für das Title-Attribut empfiehlt sich daher, solche Informationenanzuzeigen, die für den Besucher zusätzlich interessant sein könnten. Beispiel: <img src="../images/haustiere/schwarze-katze.jpg" alt="Schwarze Katze im Garten" title="Schwarze Katze, 2006 © Ingo Henze">Ich würde die Verwendung des “Title-Attributs” empfehlen, da es sich “sehr nahe” am Bildbefindet. some communication | www.some-communication.de | info@some-communication.de
  • 19. Social Media für Hotellerie, Gastronomie & Tourismus Online Marketing Beratung, Projektbegleitung & WorkshopsOnpage: width und height Die Größenangaben eine Bildes im img-tag sind hilfreich, aber für das Ranking nicht relevant. Ich würde dennoch empfehlen, diese Angaben immer zu machen, da sie das Laden der Seite beschleunigen. Denn wenn diese Maße gesetzt sind, wird anstelle des Bildes zunächst ein Platzhalter gesetzt. Der Rest der Seite kann also aufgebaut werden, bevor das Bild vollständig geladen ist. Insbesondere für Benutzer mit langsamer Datenleitung wird die “Website-Experience” dadurch verbessert.Onpage: BildunterschriftWer einen WordPress-Blog benutzt, kennt das: Bilder bekommen dort automatisch eineBildunterschrift. Das ist auch sehr zu empfehlen. Vermutlich ist die Bildunterschrift das, wasGoogle als “nahestehend” bei einem Bild wünscht. Wer eigene Seiten programmiert, sollte daherstets darauf achten, Bildern mithilfe eines “<div>”-Containers eine Bildunterschrift zu geben.Copyright AngabeBislang schert sich Google offenbar herzlich wenig, wer der Urheber eines Bildes ist bzw. werNutzungsrechte dafür hat. Das ist irgendwie auch logisch, denn diese Info ist in den wenigstenFällen eindeutig aus den Angaben einer Website abzuleiten. Es bräuchte ein zusätzliches <img>-Attribut wie “copyright” oder so. Aber auch dann wäre die Frage, was Google damit macht. Ichwürde dennoch empfehlen, immer eine Angabe zum Copyright des Bildes zu machen. EinCopyright-Hinweis ist für User nützlich, aber für das Ranking (noch) irrelevant.Onpage: Titel der SeiteEs kann mit Sicherheit nicht schaden, wenn die Relevanz eines Bildes auch durch dieVerwendung des Keywords im Seitentitel unterstrichen wird. Allerdings ist das auf keinen Fallzwingend. Es gibt zahlreiche Beispiele, wo Bilder bei Google ganz vorne stehen, die auf Seitenverwendet wurden, die letztlich einen anderen Inhalt (und Seitentitel) haben. Das Keyword imSeitentitel schadet nicht, ist aber nicht zwingend erforderlich. Viel wichtiger ist dagegen:Onpage: ÜberschriftenWenn vor dem Bild eine Überschrift steht, in der das Keyword genannt wird, dann ist das nachmeinen Beobachtungen ein hilfreiches Signal für Google. Ich würde empfehlen, vor dem Absatz,in dem das Bild auftaucht, eine Überschrift mit dem Keyword zu setzen. some communication | www.some-communication.de | info@some-communication.de
  • 20. Social Media für Hotellerie, Gastronomie & Tourismus Online Marketing Beratung, Projektbegleitung & WorkshopsOffpage-OptimierungNeben den Faktoren, die dem Bild innewohnen (Dateiname, Größe etc.), und den Onpage-Faktoren (umgebender Text, Alt-tag etc.) spielen noch “Offpage-Faktoren” für das Bilderrankingeine wichtige Rolle. Da sind zum Beispiel:Interne VerlinkungEine gute interne Verlinkung ist immer gut, nicht nur für Bilder. Allerdings sollte man nicht wildund beliebig cross-verlinken. Das wäre vielleicht für den Google-Bot gut, nützt aber sonst nichts.Im Gegenteil. Nach meiner Überzeugung wird der Faktor “Content-Autorität” immer wichtiger.Und genau die kann man mit intelligenter interner Verlinkung sicherlich stärken.Externe BacklinksEingehende Backlinks sind immer gut. Das giltauch für Bilder-SEO. Allerdings sind dieseeingehenden Links nicht direkt für das Rankinghilfreich – ansonsten würde die Reihenfolge derBilderergebnisse ja denen der organischenSuche sehr ähneln. Backlinks sind für Bilder-SEO nur indirekt hilfreich. Zum einen könnenhochwertige Links natürlich den Trust – alsodas “Google-Vertrauen” in die Website stärken.Und zum anderen kann man natürlich über den Anker-Text das Keyword stärken. Nicht dieMasse macht es, sondern “hochwertige Trustlinks” und vor allem der Ankertext des Links.MehrfachverwendungWer ein Bild ins Internet stellt, kann das natürlich mehrfach verwenden. DieseMehrfachverwendung wird von vielen oftmals vernachlässigt. Mehrfachverwendung bedeutet,dass man ein Bild, das man irgendwo eingestellt hat, von mehreren verschiedenen Seiten auseinbindet. Bei der Mehrfachverwendung wird also ein physikalisch vorhandenes Bild irgendwoauf mehreren Seiten eingebettet. Mehrfachverwendung ist ein positives Rankingsignal.HotlinksHotlinks sind eigentlich nichts anderes als die zuvor beschriebene Mehrfachverwendung. ImZusammenhang mit Hotlinks wird nur meist die Frage diskutiert, auf welche Seiten die GoogleBildersuche verlinkt. Denn wenn es mehrere Seiten gibt, wo dasselbe Bild verwendet wird, hatGoogle natürlich die Wahl, wohin der Link zeigen soll. Bei dieser Frage experimentiert Googlenach meiner Beobachtung sehr viel. Mal scheint die Keyword-Density der Zielseite den some communication | www.some-communication.de | info@some-communication.de
  • 21. Social Media für Hotellerie, Gastronomie & Tourismus Online Marketing Beratung, Projektbegleitung & WorkshopsAusschlag zu geben, dann wieder der Trust, dann kommt es vor, dass Google den Link in kurzerFrequenz rotieren lässt. Zurzeit scheint Google der Seite mit der höchsten Trust den Link zugeben.BildkopienBildkopien sind, wie der Name sagt, Kopien. Im Gegensatz zum eben Gesagten, wo es umdasselbe Bild ging, geht es nun um das gleiche Bild. Ein Bild wurde also heruntergeladen, undunter gleichem oder anderen Dateinamen an einem physikalisch anderen Ort abgelegt. Wenndiese Bildkopien dann irgendwo eingebettet werden, ist das ein positives Rankingsignal.Grundsätzlich kann man sagen: je öfter ein Bild benutzt wird, umso relevanter scheint es – ausGoogle-Sicht – zu sein. Bildkopien sind ein positives Rankingsignal. Allerdings hat sich hieretwas Entscheidendes geändert: früher war es egal, unter welchen Keywords die Bildkopienabgespeichert oder eingebettet werden. Inzwischen, so vermute ich, nützen die Kopien nur dannfür das Ranking, wenn sie unter ähnlichen oder sogar gleichen Keywords abgespeichert werden.AutoritätDieser Punkt ist in Bezug auf Bilder-SEO relativ neu – und er ist sehr schwer zu messen. Abernach meiner Beobachtung bemüht sich Google auch in der Bildersuche zunehmend, Bilder vornezu zeigen, die auf Seiten eingebettet sind, die auch inhaltlich relevant sind. Die Frage istnatürlich: wie gewinnt man diese Autorität? Dazu fällt mir letztlich nicht viel ein außer dieSumme dessen, was zuvor genannt wurde: Trust-Links. some communication | www.some-communication.de | info@some-communication.de
  • 22. Social Media für Hotellerie, Gastronomie & Tourismus Online Marketing Beratung, Projektbegleitung & WorkshopsZusammenfassungOnpicture-Faktoren • Ein Bild sollte an mindestens einer Kante 300 Pixel lang sein. • Das optimale Bildformat ist Querfomat 4:3. • Ein “sprechender” Dateiname ist nach wie vor sehr wichtig. • Für das Ranking spielt das Komprimierungsformat (gif, png, jpeg) keine Rolle.Onpage-Faktoren • Das Keyword sollte nahe am Bild stehen, sowohl vor als auch nach dem Bild. • Der Alt-Text eines Bildes ist für Leser und Suchmaschinen sehr wichtig. • Das Title-Attribut im <img>-tag kann für die Leser hilfreich sein. • Width und Height sollten für die bessere Seitenperformance angegeben werden. • Eine Bildunterschrift ist aus SEO-Sicht sinnvoll. • Ein Copyright-Hinweis ist für User nützlich, aber für das Ranking (noch) irrelevant. • Das Keyword im Seitentitel ist nicht zwingend erforderlich. • Das Keyword in der Überschrift vor dem Bild ist gut für das Ranking. • Die Meta-Tags sind für das Ranking irrelevant.Offpage-Optimierung • Interne Verlinkung kann die inhaltliche Autorität einer Seite stärken. • Externe Links können Trust stärken. • Das Keyword im Ankertext von externen Links ist ein positives Ranking-Signal. • Mehrfachverwendung eines Bildes deutet auf Relevanz hin. • Hotlinks (Mehrfachverwendung) sind ein positives Ranking-Signal. Zur Zeit scheint Google der Seite mit dem höchsten Trust den Link zu geben. • Bildkopien sind ein positives Rankingsignal. • Inhaltliche Autorität einer Seite scheint eine immer größere Rolle beim Bilderranking zu spielen. some communication | www.some-communication.de | info@some-communication.de
  • 23. Social Media für Hotellerie, Gastronomie & Tourismus Online Marketing Beratung, Projektbegleitung & WorkshopsUrheberrecht bei Bildern und Fotos im InternetAutorin: Sabine Heukrodt-Bauer, Rechtsanwältin / Fachanwältin für IT-RechtGrundsätzlichesFotos sind grundsätzlich urheberrechtlich geschützt – und zwar unabhängig davon, ob ein Fotomit einem Copyright versehen ist oder nicht. Das bedeutet: Jedes Foto hat einen Urheber und unterliegt einem urheberrechtlichen Schutz. Rechtsgrundlagen sind § 2 Abs. 1 Nr. 5 Urhebergesetz (UrhG) für „Lichtbildwerke“ und § 72 UrhG für „Lichtbilder“. „Lichtbildwerke“ sind Fotografien, die eine geistige Schöpfung darstellen, d.h. von künstlerischer oder professioneller Qualität sind. Nach § 64 UrhG beträgt die Schutzdauer des Urheberrechts bei diesen Lichtbildwerken 70 Jahre nach dem Tod des Fotografen. Lichtbilder sind dagegen „andere Fotografien“. Die Schutzdauer hier beträgt 50 Jahre ab der Erstveröffentlichung (§ 72 Abs. 3 UrhG).Was hat der Urheber für Rechte?Aus dem UrhG ergibt sich ein Bündel von Rechten, das der Urheber mit Entstehen der Bilderautomatisch erwirbt. Hierbei handelt es sich insbesondere um diese Rechte: • Vervielfältigungsrecht § 16 UrhG • Verbreitungsrecht § 17 UrhG • Ausstellungsrecht § 18 UrhG • Recht der öffentlichen Zugänglichmachung § 19a UrhG • Recht der Wiedergabe durch Bild- und Tonträger § 21 UrhGDer Urheber kann Dritten (z.B. Fotoagenturen) auch nach § 31 UrhG das Recht einräumen, seineFotos für ihn zu vertreiben. Dabei kann das Nutzungsrecht an den Fotos entweder einfach oderausschließlich „verkauft“ werden. Ein einfaches Nutzungsrecht an einem Foto können beliebigviele Dritte erwerben, das ausschließliche Nutzungsrecht steht dagegen exklusiv einemeinzelnen Erwerber zur Verfügung. Außerdem können Nutzungsrechte zeitlich oder räumlichbeschränkt werden: • Nutzungsrecht zur Verwendung des Fotos nur in Drucksachen • Nutzungsrecht zur Verwendung des Fotos nur auf einer bestimmten Internetseite • Nutzungsrecht begrenzt auf 2 Jahre • usw. some communication | www.some-communication.de | info@some-communication.de
  • 24. Social Media für Hotellerie, Gastronomie & Tourismus Online Marketing Beratung, Projektbegleitung & WorkshopsWer Fotos bei Fotoagenturen einkauft, sollte daher ganz genau in den jeweiligenLizenzbestimmungen nachsehen, was er mit dem Foto darf – und was nicht.Was passiert bei Rechtsverletzungen?Wenn jemand ein Bild unberechtigt nutzt, hat der Urheber (Fotograf) oder der exklusiveRechteinhaber an dem Bild (meist eine Fotoagentur) einen Anspruch auf Unterlassung derNutzung. Dem Verletzer drohen daher teure Abmahnungen. Dabei ist es unerheblich, ob das Bildschuldhaft bzw. vorsätzlich oder nur fahrlässig verwendet wurde, denn darauf kommt es bei denurheberrechtlichen Ansprüchen nicht an. Daher muss der Verletzer meist eine sogenanntestrafbewehrte Unterlassungserklärung abgeben und sich verpflichten, das Bild zukünftig nichtmehr zu nutzen. Verstößt er dann gegen diese Vereinbarung, muss er eine Vertragsstrafe zahlen.Darüber hinaus hat der Rechteinhaber auch Ansprüche auf Auskunft und Rechnungslegung. DerVerletzer muss dann angeben, in welchem Ausmaß (wie lange, auf welchen Seiten, etc…) er dasBild unberechtigt genutzt hat und ob er damit evtl. einen Gewinn erzielt hat. Der Rechtsinhaberbenötigt diese Auskünfte, damit er seinen Schadensersatzanspruch beziffern kann.Dazu gehören die sog. fiktiven Lizenzgebühren, dieder Rechteinhaber geltend machen kann. DerVerletzer wird dabei so behandelt, als ob er sich fürdas Bild beim Rechtsinhaber eine Lizenz ordentlichgekauft hätte. Als Richtlinie für die Lizenzgebührengilt die Tabelle „MFM-Bildhonorare“, die fast alleGerichte als Berechnungsgrundlage akzeptieren.Danach kostet beispielsweise die Nutzung einesBildes auf einer Internet-Unterseite für 6 Monate180,00 EUR. Handelt es sich bei der Internetseite umeinen Onlineshop, kommt ein 50 % -iger Aufschlaghinzu (= 180,00 EUR + 90,00 EUR) Erfolgt die illegaleNutzung des Bildes auch noch ohneUrheberbenennung, kann der Rechteinhaber nachherrschender Rechtsprechung außerdem einenzusätzlichen Aufschlag von 100% auf die fiktiveLizenzgebühr verlangen (= 180,00 EUR + 90,00 EUR+ 270,00 EUR).In der Regel betraut der Rechteinhaber einen qualifizierten Anwalt mit der Durchsetzung seinerAnsprüche. Dieser mahnt den Verletzer zunächst ab und fordert ihn zur Abgabe einerstrafbewehrten Unterlassungserklärung, zur Auskunft und zur Rechnungslegung sowie zurZahlung von Schadensersatz auf. Im Rahmen des Schadensersatzanspruchs kann derRechtsinhaber alle Schäden geltend machen, die ihm durch die unberechtigte Nutzung des Bildstatsächlich entstanden sind. Dazu zählen neben den Lizenzkosten auch die Kosten des mit derAbmahnung beauftragten Anwalts. some communication | www.some-communication.de | info@some-communication.de
  • 25. Social Media für Hotellerie, Gastronomie & Tourismus Online Marketing Beratung, Projektbegleitung & WorkshopsKommt der Verletzer den Forderungen in der Abmahnung nicht nach, können diese aufgerichtlichem Wege durchgesetzt werden. Dabei kann wegen des Unterlassungsanspruchs alsEilrechtsschutz das einstweilige Verfügungsverfahren gewählt werden. Für die Einforderung derSchadensersatzansprüche ist der ordentliche Rechtsweg zu beschreiten. some communication | www.some-communication.de | info@some-communication.de
  • 26. Social Media für Hotellerie, Gastronomie & Tourismus Online Marketing Beratung, Projektbegleitung & WorkshopsFotorechte und Social MediaAutorin: Sabine Heukrodt-Bauer, Rechtsanwältin / Fachanwältin für IT-RechtIm Zeitalter von Facebook, Twitter & Co werden heutzutage Fotos im Internet geteilt, verlinktund übernommen, ohne dass zuvor die Urheberrechte geklärt sind. Beispiele: • Der Twitter-Dienst Twitpic (www.twitpic.com/) ermöglicht das Teilen von Fotos anderer Nutzer, so dass diese im eigenen Account angezeigt werden; • Über Pinterest (www.pinterest.com/) können Fotos Dritter an die eigene virtuelle Pinwand geheftet werden; • Über Facebook werden Fotos hochgeladen und mit anderen Nutzern geteilt.Das nur dem Urheber oder Nutzungsrechteinhaber zustehende Recht zur Veröffentlichung undVerwertung seiner Fotos bedeutet für das Social-Media-Zeitalter folgendes: • Nur weil Bilder im Internet veröffentlicht wurden, sind sie noch lange nicht frei verwendbar. Es dürfen keine Fotos im eigenen Account angezeigt werden, wenn der Inhaber nicht über die entsprechenden Nutzungsrechte des Urhebers verfügt. Ist der Urheber nicht ausfindig zu machen, sind die Finger von dem Material zu lassen • Der Inhaber eines Social-Media-Accounts haftet für das Vorliegen des Einverständnisses und das Bestehen einer fehlerfreien „Rechtekette“, wenn er fremde Fotos bei sich anzeigen lässt. Hat der Inhaber die Rechte von einem vermeintlichen Lizenzgeber, der tatsächlich gar keiner ist, kann der Inhaber vom Urheber abgemahnt werden, obwohl ihn eigentlich gar keine „Schuld“ trifft. Der Inhaber kann dann lediglich den falschen Lizenzgeber in Regress nehmen, muss aber gegenüber dem Urheber eine Unterlassungserklärung abgeben und Schadenersatz zahlen. • Die Veröffentlichung von fremden Fotos ohne Zustimmung wird nicht dadurch zulässig, dass der Urheber als Quelle benannt wird.Damit wird klar, dass beispielsweise die Nutzung des Dienstes Twitpic mit einem hohen Risikobehaftet ist, denn der Nutzer kann die Rechte an einem dort eingestellten Foto im Zweifel nichtnachvollziehen. Ob die Fotos überhaupt zulässig in den Dienst gelangt sind, ist vollkommenunklar. Gleiches gilt für Pinterest. some communication | www.some-communication.de | info@some-communication.de
  • 27. Social Media für Hotellerie, Gastronomie & Tourismus Online Marketing Beratung, Projektbegleitung & WorkshopsSonderproblem IP-Lizenzen und FacebookWer bei Facebook ein Konto betreibt und Inhalte wie Fotos dort einstellt, muss imZusammenhang mit Urheberrechten sehr vorsichtig sein. Nach Ziffer 2 derNutzungsbedingungen von Facebook bleibt ein Accountbetreiber zwar Eigentümer aller Inhalteund Informationen, die er auf Facebook postet. Allerdings erteilt er für alle Inhalte die unter dieRechte an geistigem Eigentum fallen („IP-Inhalte“), sofern er in den Einstellungen nichts andereseingestellt hat, Facebook ein einfaches Nutzungsrecht an der weiteren Verwertung. Facebookerhält automatisch ein einfaches, an Dritte übertragbares und unterlizensierbares, weltweitesNutzungsrecht an diesen Inhalten. Das Nutzungsrecht kann zwar durch Löschung der Inhalteoder des Facebook-Kontos widerrufen werden. Das gilt aber nur für Inhalte, die nicht mitanderen geteilt wurden, da diese in den Dritt-Accounts nicht wieder entfernt werden können.Nach einem Urteil des Landgerichts Berlin vom 6.03.2012 (Az. 16 O 551/10) zurVorgängerklausel in den Nutzungsbedingungen von Facebook könnte auch die neue Klauselunzulässig sein. Facebook bietet zwar jetzt die Möglichkeit, die Einstellungen zur Privatsphärezu ändern, doch scheinen die Argumente des Landgerichts noch nicht ausgeräumt: Facebooklasse sich umfassende und kostenlose Nutzungsrechte an den Inhalten einräumen, die unter dieRechte an geistigem Eigentum fielen. Die Rechteeinräumung erfolge in einem nichtüberblickbaren Umfang, so dass die Klausel unzulässig nach § 307 Abs. 2 Nr. 1 BürgerlichesGesetzbuch (BGB) sei.Nach der im Urheberrecht geltenden Zweckübertragungslehre aus § 31 Abs. 5 UrhG bestimmtsich im Zweifel nach dem Vertragszweck, welche Rechte an den Inhalten Facebook tatsächlicheingeräumt werden. Danach wird man davon ausgehen müssen, dass die Inhalte auf den eigenenFacebook-Seiten angezeigt werden dürfen, auf fremden Seiten aber wohl nicht. Auch wirdFacebook die Inhalte nicht zu eigenen Zwecken, etwa in der Werbung verwenden dürfen. Dieweitere Entwicklung in der Rechtsprechung bleibt jedoch abzuwarten. some communication | www.some-communication.de | info@some-communication.de
  • 28. Social Media für Hotellerie, Gastronomie & Tourismus Online Marketing Beratung, Projektbegleitung & WorkshopsDas Recht am eigenen BildAutorin: Sabine Heukrodt-Bauer, Rechtsanwältin / Fachanwältin für IT-RechtDas Recht am eigenen Bild ist in § 22 Kunsturhebergesetz (KUG) geregelt und besagt, dass jedergrundsätzlich selbst darüber bestimmen darf, ob überhaupt und in welchem ZusammenhangBilder von ihm veröffentlicht werden. Dort heißt es:„Bildnisse dürfen nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schaugestellt werden. Die Einwilligung gilt im Zweifel als erteilt, wenn der Abgebildete dafür, dass ersich abbilden ließ, eine Entlohnung erhielt[…]“.Es bestehen jedoch Ausnahmen nach § 23 Abs. 1 KUG. Danach ist u.a. in diesen Fällen keineEinwilligung des Abgebildeten für die Veröffentlichung eines Fotos erforderlich • wenn es sich bei der abgebildeten Person um eine Person der Zeitgeschichte handelt; • wenn die Person nur als Beiwerk neben einer Landschaft oder sonstigen Örtlichkeit erscheint; • bei Bildern von Versammlungen, Aufzügen und ähnlichen Vorgängen, an denen die dargestellten Personen teilgenommen haben.UnternehmenseventsBei Unternehmensevents (Messen, Workshops, Betriebsfeste, Jubiläen usw.) werden oftmalsFotos von Teilnehmern und Besuchern gemacht, die später aus Marketinggründen inUnternehmenszeitschriften und Internetpräsenzen veröffentlicht werden. Hierbei handelt essich im Zweifel um private Veranstaltungen. Zwar werden sie teilweise von einer Vielzahl vonPersonen besucht, doch sind die Veranstaltungen in aller Regel nicht öffentlich. Es gibt zuvorEinladungen, manchmal auch Tickets. Das Fotografieren der Gäste ist dann nur zulässig, wenndiese bei den Aufnahmen wissen, dass die Fotos später im Internet veröffentlicht werden sollen.Bei Messen sollte der Fotograf daher vor dem Fotografieren das Einverständnis derStandbesucher kurz mit Namen und Anschrift festhalten und schriftlich dokumentieren. Beigrößeren Veranstaltungen im Unternehmen sollte im Eingangsbereich ein deutlich sichtbaresSchild aufgehängt werden mit dem Hinweis, dass von den Gästen und der Veranstaltung Fotosgemacht und diese veröffentlicht werden sollen. some communication | www.some-communication.de | info@some-communication.de
  • 29. Social Media für Hotellerie, Gastronomie & Tourismus Online Marketing Beratung, Projektbegleitung & WorkshopsÜber die AutorenHerausgeber & AutorThomas Hendele Thomas Hendele ist selbstständiger Online Marketing Berater. Mit mehr als 15 Jahren Hotel- & Tourismuserfahrung und fast 10 Jahren Erfahrung im Bereich Online Marketing hat er sich dabei auf die Beratung und Projektbegleitung von Hotels, Tourismus- & Gastronomiebetriebe spezialisiert. Er ist Referent & Dozent an diversen Fachschulen und hat bereits zahlreiche Fachartikel veröffentlicht.www.some-communication.de | www.hotel-newsroom.deAutorenMartin Schlichting Martin Schlichting ist selbstständiger Fotograf aus Dresden. In Berlin aufgewachsen entdeckte er noch während seiner Lehre zum Chemielaboranten über den Umweg des Tanzsports seine Liebe zur Fotografie, die er seither immer weiter entwickelt und ausbaut. Nachdem er sich 2009 in Dresden niederließ, liegt sein Schwerpunkt heute auf der Architektur- (im Speziellen Interieur) und Unternehmensfotografie. MartinSchlichting fotografierte bereits für die Accor Gruppe, Quality Hotels, Hotel Privat Dresden uvm.www.sconi-piladi.deMartin Mißfeldt Martin Mißfeldt ist Künstler, Mediendesigner und Projektmanager. Bereits während seines Studiums arbeitete er an einem Forschungsprojekt mit, dass sich mit den Möglichkeiten und dem Einfluss digitaler Medien in Bezug auf die Bildende Kunst beschäftigte. 2002 gründete er die Firma DUPLICON. Der Berliner Internet-Dienstleister konzipiert, gestaltet und produziert web- basierte Lösungen.www.duplicon.de | www.tagseoblog.deSabine Heukrodt-Bauer Sabine Heukrodt-Bauer ist Fachanwältin für Informationstechnologierecht in der Kanzlei Res Media für IT-Recht, Medienrecht und gewerblichen Rechtsschutz mit Standorten in Mainz und Mannheim.www.res-media.net some communication | www.some-communication.de | info@some-communication.de
  • 30. Social Media für Hotellerie, Gastronomie & Tourismus Online Marketing Beratung, Projektbegleitung & WorkshopsFotoverweiseSeite 1 „Düne“, CC-BY Thomas HendeleSeite 4 Screenshot „Instagram Webprofil“Seite 6 Screenshot „Flickr Gruppe Travelcharme“Seite 8 Screenshot „Pinterest Board Four Seasons Hotels & Resorts”Seite 9 Screenshot “Instagram Webprofil Sheraton Frankfurt Airport”Seite 12 Pianobar des Quality Hotel Plaza Dresden - © Michael Schlichting, sconi piladi FotografieSeite 13 Zimmer im Hotel Privat Dresden – © Michael Schlichting, sconi piladi FotografieSeite 16 „Zollstock“ – Fotolia, © J&ASeite 19 „Zollstock“ – Fotolia, © J&ASeite 20 „http“ – Fotolia, © jamdesignSeite 22 „SEO“ – Fotolia, © StaukeSeite 23 „Waage“ – Fotolia, © kittisak_taramasSeite 24 „Paragraph“ – Fotolia, © MoonSeite 29 Profilbilder (privat) some communication | www.some-communication.de | info@some-communication.de
  • 31. Social Media für Hotellerie, Gastronomie & Tourismus Online Marketing Beratung, Projektbegleitung & WorkshopsKontakt | ImpressumThomas HendelePingsdorfer Straße 4250321 BrühlT: 02232 76 99 800M: 0176 62 00 34 32E: info@some-communication.deW: www.some-communication.de www.hotel-newsroom.defb: www.facebook.com/somecommunication.detw: https://twitter.com/some_commg+: http://gplus.to/somecommunicationxg: www.xing.com/profile/Thomas_HendeleDieses Whitepaper steht Ihnen kostenfrei unter einer CC-BY-SA Lizenz zur Verfügung. Das heißt,dass Sie es auch gerne Ihren Kollegen oder Freunden weiterleiten dürfen. Der Herausgeber und dieAutoren freuen sich, wenn Sie sie erwähnen und wünschen Ihnen viel Erfolg im Web 2.0! some communication | www.some-communication.de | info@some-communication.de