Your SlideShare is downloading. ×
Taiwan Aktuell #563, 15.02.2013
Taiwan Aktuell #563, 15.02.2013
Taiwan Aktuell #563, 15.02.2013
Taiwan Aktuell #563, 15.02.2013
Taiwan Aktuell #563, 15.02.2013
Taiwan Aktuell #563, 15.02.2013
Taiwan Aktuell #563, 15.02.2013
Taiwan Aktuell #563, 15.02.2013
Upcoming SlideShare
Loading in...5
×

Thanks for flagging this SlideShare!

Oops! An error has occurred.

×
Saving this for later? Get the SlideShare app to save on your phone or tablet. Read anywhere, anytime – even offline.
Text the download link to your phone
Standard text messaging rates apply

Taiwan Aktuell #563, 15.02.2013

1,232

Published on

Taiwan verurteilt Atomtest Nordkoreas …

Taiwan verurteilt Atomtest Nordkoreas

USA gewähren diplomatische Immunität

Taiwan erlaubt Renminbi-Handel

Das Laternenfest

Published in: News & Politics
0 Comments
0 Likes
Statistics
Notes
  • Be the first to comment

  • Be the first to like this

No Downloads
Views
Total Views
1,232
On Slideshare
0
From Embeds
0
Number of Embeds
3
Actions
Shares
0
Downloads
1
Comments
0
Likes
0
Embeds 0
No embeds

Report content
Flagged as inappropriate Flag as inappropriate
Flag as inappropriate

Select your reason for flagging this presentation as inappropriate.

Cancel
No notes for slide

Transcript

  • 1. Zweiwöchentliche Nachrichten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft der Chi Republik China Herausgeber: Karl C.Y. Cheng, Chefredakteur: Bo-Sung Hsu Redaktion: Helga Doppler Taipeh Vertretung in der Bundesrepublik Deutschland, Büro München - Presseabteilung Sonnenstraße 25, 80331 München, Tel: 089-271 19 58, Fax: 271 32 02 Email:helga.doppler@gmx.net, Internet: www.taiwanembassy.org.de Taiwan verurteilt Atomtest Nordkoreas USA gewähren diplomatische Immunität Taiwan erlaubt Renminbi-Handel Das Laternenfest Politik Taiwan verurteilt Atomtest Nordkoreas Das Außenministerium Taiwans hat Nordkorea scharf verurteilt nachdem Pjöngjang am 12. Februar 2013 seinen dritten Atomtest durchgeführt hat. Taipeh bezeichnete die Aktion als eine grobe Missachtung der internationalen Normen, die eine Bedrohung für den Weltfrieden darstelle. “Die Republik China auf Taiwan unterstützt mit Nachdruck die Bemühungen zur Denuklearisierung in Ostasien und bekräftigt ihren Standpunkt, dass die Problematik der Koreanischen Halbinsel friedlich auf dem Weg von Gesprächen gelöst werden muss,“ gab das Außenministerium in einer Erklärung bekannt. Der Außenminister Taiwans, David Y. L. Lin, drängte Pjöngjang außerdem, dieNr. 563 15.02.2013 Resolutionen 1718, 1874 und 2087 des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen 21. Jahrgang ISSN 0945-618X
  • 2. 2zu beachten und sofort alle Handlungen einzustellen, die die Sicherheit in der Region gefährdenkönnten. Nur so können die Stabilität und den Wohlstand auf der Koreanischen Halbinsel sowiein ganz Ostasien gewährleistet werden.Trotz ernster Mahnungen aus China, von dieser Provokation Abstand zu nehmen sowieweltweiter Besorgnis hinsichtlich des Vorhabens, führte Nordkorea seinen dritten Atomtest um11:57 Uhr Ortszeit durch. Der Test erfolgte wahrscheinlich auf dem Punggye-ri Testgelände imNordosten des Landes. Nach Berichten aus Südkorea, China, Russland und den USA wurdeeine durch den Test erzeugte seismische Aktivität gemessen, die einem Erdbeben der Stärke5,1 auf der Richterskala entspricht. Der Atomtest wurde von der Internationalen Gesellschaftscharf verurteilt.Seit Nordkoreas Führer Kim Jong-un vor einem guten Jahr an die Macht gekommen ist hat dasLand bereits zwei Langstreckenraketen und einen Satelliten gestartet sowie einen Atomtestdurchgeführt.Der Exekutiv Yuan und das Ministerium für Nationale Verteidigung haben erklärt, sie hättendetaillierte Informationen über die Lage in Nordkorea erhalten und würden die Entwicklung dortgenauestens weiter verfolgen. Premierminister Sean Chen ließ durchblicken, dass er in Kontaktmit den Vertretern von Südkorea und Japan stehe.Der erste Atomtest Nordkoreas war im Jahr 2006 durchgeführt worden und wurde vom globalenÜberwachungsnetz IMS (International Monitoring System) aufgedeckt. Das IMS ist einweltweites Netzwerk aus Messstationen für Seismik, Infraschall, Hydroakustik undRadionuklide. Es überwacht die Einhaltung der Vorgaben des Vertrags über das umfassendeVerbot von Nuklearversuchen. Seinen zweiten Atomtest hatte Nordkorea im Mai 2009durchgeführt.(cp/fotai)USA gewähren diplomatische ImmunitätTaipeh hat mit Washington eine Vereinbarung unterzeichnet nach der taiwanische Diplomaten,die in den USA stationiert sind, verschiedene Stufen der Immunität in strafrechtlichen undziviljuristischen Belangen genießen werden. Unter anderem sind sie von der Verpflichtung zurZeugenaussage befreit, wenn sie außerhalb ihrer hoheitlichen Aufgaben tätig sind, hat einVertreter des taiwanischen Außenministeriums am Dienstag, den 05. Februar 2013, bekanntgegeben.Das Außenministerium bezeichnete diese neue Vereinbarung zwischen Taiwan und denVereinigten Staaten zu den Sonderrechten von diplomatischen Mitarbeitern als einen“Durchbruch“ in den bilateralen Beziehungen. Der gesetzliche Schutz für offizielle Vertreter ausTaiwan erreiche damit nahezu den Umfang, der den Diplomaten aus Ländern zugestandenwird, mit denen die USA diplomatische Beziehungen pflegen, erklärte Bruce J.D. Linghu,Generaldirektor der Abteilung für Nordamerika-Angelegenheiten des Außenministeriums. TAIWAN AKTUELL Nr. 563 15.02.13
  • 3. 3Das Abkommen war am Montag, den 04. Februar durch den Vertreter Taiwans in den USA KingPu-tsung und die Geschäftsführerin des American Institute in Taiwan (AIT) Barbara Schrageunterzeichnet worden und war mit sofortiger Wirkung gültig. In Ermangelung diplomatischerBeziehungen vertritt das AIT die Interessen der USA in Taiwan.Vor über 32 Jahren, am 02. Oktober 1980, hatten Taiwan und die USA eine Vereinbarung zuden Sonderrechten, Ausnahmenregelungen und Immunitäten geschlossen, nach denen dieMitarbeiter des Rats für die Koordination von Nordamerika-Angelegenheiten und des AIT zubehandeln waren. Beide Institutionen waren gegründet worden, um die bilateralenAngelegenheiten zu regeln nachdem die USA im Jahr 1979 Taipeh die diplomatischeAnerkennung entzogen hatte und sich Peking zuwandte. Die Vereinbarung garantierte dendiplomatischen Mitarbeitern aus Taiwan und den USA “Immunität bei juristischen Klagen undProzessen vergleichbar mit der Immunität, die staatliche internationale Organisationen in denVereinigten Staaten“ genießen.Das nun neu ausgehandelte, beiderseits gültige Abkommen ist keine Überarbeitung derVereinbarung von 1980 sondern ein komplett neues Vertragswerk, das “klare und präziseBestimmungen“ umfasst und die Notwendigkeit betont, Diplomaten mit der nötigen Achtung undHöflichkeit zu behandeln sowie die Verfahren einschließt durch die Diplomaten ein Anrecht aufzusätzlichen Schutz und Sonderrechte haben, hieß es aus dem Ministerium. Daneben behältdas neue Abkommen alle Sonderrechte, Ausnahmenregelungen und Immunitäten bei, diebereits in der Vereinbarung von 1980 vorgesehen sind.Bruce J.D. Linghu erklärte, die Vereinbarung sei für beide Länder von “entscheidenderBedeutung“, um die bilateralen Beziehungen weiter zu entwickeln, denn das Vertragswerk sei“eine besser geeignete Sicherheitsmaßnahme“ zum Schutz der diplomatischen Mitarbeiter inbeiden Ländern. “Es erlaubt ihnen ihre Funktion effizienter zu erfüllen und dadurch diebilateralen Beziehungen zu vereinfachen,“ erklärte Linghu in einer Nachrichtensendung.Außerdem stärke es die Würde und den Schutz der akkreditierten Institutionen und Beamten.Unter dem Abkommen aus dem Jahr 1980 genossen taiwanische Diplomaten lediglichImmunität bei juristischen Klagen und Prozessen, wenn die Handlungen, derer sie beschuldigtwurden, im Rahmen ihrer dienstlichen Tätigkeit erfolgt waren. Das wurde als “dienstlicheImmunität“ bezeichnet im Gegensatz zu der traditionellen Definition der “absoluten Immunität“wie sie im “Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen“ für Diplomatenvorgesehen ist.Ein Beamter des Ministeriums, der anonym bleiben wollte, gab am 05. Februar bereits eineReihe inhaltlicher Punkte des neuen Abkommens bekannt, die den Diplomaten des TaipeiEconomic and Cultural Representative Office (TECRO), der de facto Botschaft Taiwans inWashington, mehr Sonderrechte zubilligt als den Diplomaten der TECOs in zwölf weiteren US-Bundesstaaten. Das Abkommen entspreche den internationalen üblichen Gepflogenheiten nachdenen die Sonderrechte von Botschaftern sich von denen der konsularischen Vertreterunterscheiden, erklärte der Vertreter des Außenministeriums. TAIWAN AKTUELL Nr. 563 15.02.13
  • 4. 4Aus diesem Grund werden taiwanische Diplomaten und ihre Familien in Washington Anspruchauf “dienstliche Immunität“ und “allgemeine Immunität“ haben, d.h. für sie wird die“Unantastbarkeit der Person“ gelten, also strafrechtliche und zivile Immunität. Außerdemwerden sowohl ihr Domizil als auch ihr Eigentum unantastbar sein, so der Beamte weiter.Die Generaldirektoren der TECOs und ihre Stellvertreter werden neben den im Abkommen von1980 festgelegten Sonderrechten im Rahmen ihrer dienstlichen Tätigkeit ab nun in den Genusseines “gewissen Grades an Immunität für außerdienstliche Tätigkeiten“ kommen, fügte derMinisteriumsvertreter hinzu. So können sie in Zukunft nicht mehr festgenommen oder inhaftiertwerden außer sie haben mutmaßlich ein Verbrechen begangen, das mit einer Haftstrafe vonmindestens einem Jahr geahndet wird, hieß es noch aus einer weiteren Quelle.Bevor die Einzelheiten der Öffentlichkeit präsentiert werden, wird das neue Abkommen demKabinett und dem Legislativ Yuan, der Legislative der Republik China, zur Durchsicht undBestätigung vorgelegt werden.(cp/tt/taito) WirtschaftTaiwan erlaubt Renminbi-HandelKurz vor dem Jahresbeginn gemäß des chinesischen Mondkalenders am Sonntag, den 10.Februar 2013, ist eine Neuerung in Taiwans Finanzwirtschaft und Bankensektor erfolgt. Mit dem06. Februar 2013 begann in Taiwan der institutionalisierte Handel mit Renminbi Yuan (CNY),der Währung der VR China.In Taiwan wird dadurch genauso wie in Hongkong und Singapur ein Offshore-Markt fürFinanzgeschäfte in Renminbi entstehen. Mit diesen neuen Bestimmungen werden 46 Banken inder Republik China auf Taiwan nun die Erlaubnis erhalten, Renminbi-Geschäfte zu betreiben.Außerdem wird sich Taiwan für Banken aus Festlandchina öffnen.In einer offiziellen Erklärung der Regierung Taiwans hieß es, die taiwanischen Banken könnennach jeweiliger Einrichtung von Verrechnungskonten mit der Zweigstelle der Bank of China inTaipeh Einlagen in Renminbi annehmen sowie Kredite in Renminbi vergeben. Die Bank ofChina, eine der vier großen staatlichen Banken der VR China, übernimmt damit die Rolle einerClearingbank für die Abwicklung von Zahlungen im Rahmen des “RMB Trade SettlementScheme“, mit dem geregelt wurde, dass chinesische Importe und Exporte in Renminbi Yuanbezahlt werden können. Dies stellt für die Unternehmen eine große Erleichterung dar, denn esentfallen der Devisentausch und die Kapitaltransaktionen in und über Drittländer, die erheblicheKosten verursacht haben. TAIWAN AKTUELL Nr. 563 15.02.13
  • 5. 5Die Peoples Bank of China, die Zentralbank der VR China, hatte eine Erklärung veröffentlicht,die besagt: "Finanzinstitute auf beiden Seiten der Taiwan-Straße können grenzüberschreitendeGeschäfte in Renminbi für Kunden durchführen, und darüber hinaus werden sie in der Lagesein, Renminbi-Geschäfte für Kunden durch die Bankverrechnungskanäle durchzuführen."Einzelpersonen können nach den Bestimmungen täglich 20 000 Yuan Renminbi in Banknotenoder über Konten kaufen oder verkaufen, und sie dürfen maximal 80 000 Yuan Renminbi proTag von Taiwan in die VR China transferieren.Die Standard Chartered Taiwan Bank hat am ersten Handelstag nachdem die neuenBestimmungen für die heimischen Banken in Kraft getreten waren, stolz verkündet,Transaktionen für verschiedene Unternehmen im Wert von sechs Millionen Renminbi,umgerechnet 719 000 Euro, durchgeführt zu haben. Das Potenzial der Renminbi-Geschäftewird in Taiwan als sehr hoch eingeschätzt. Andere sehen die Situation nüchterner, wie NathanChow von der DBS Bank, der glaubt, dass die Renimbi-Einlagen bis Jahresende nur etwa zweiProzent der gesamten heimischen Bankeinlagen ausmachen werden.Während die besseren Beziehungen über die Taiwan-Straße seit der Amtsübernahme vonPräsident Ma Ying-jeou im Jahr 2008 vielen Wirtschaftszweigen zugute gekommen waren, sahsich der Bankensektor im Hintertreffen mit weniger Zugang zu Bankgeschäften mit demchinesischen Festland als erhofft worden war. Mit der jetzt eröffneten Chance ein Offshore-Markt für Renminbi zu werden und sich damit zu einem wesentlichen Bestandteil im Prozessder Internationalisierung der Währung der VR China zu entwickeln, wird sich für TaiwansFinanzmarkt eine attraktive Situation ergeben.Für Taiwans Banken kann das Offshore-Geschäft mit Renminbi die Türen für andereinteressante Möglichkeiten über die Grenzen hinweg öffnen, ganz wie es sich für die Banken inHongkong entwickelt hat, seit im Jahr 2010 der Offshore-Markt eröffnet wurde, erklärte LinanLui, Strategin der Deutschen Bank für den großchinesischen Raum. Sie nannte dabeiMöglichkeiten, die sich in ihrer Bandbreite von Spareinlagen und Krediten hin zu Gehaltskonten,Dividendenpapieren und banklicher Vermögensverwaltung erstrecken und dies sowohl auf demheimischen Finanzmarkt wie auch grenzübergreifend.Die Banken sind bereits in einen scharfen Wettbewerb getreten, um ein möglichst großes Stückvom Kuchen abzubekommen: Die Bank SinoPac bietet eine drei Monatseinlage in Renminbi zu6,66 Prozent Zinsen und die First Commercial Bank das mehr oder weniger gleiche Produkt zu6,68 Prozent Zinsen, ungefähr das Doppelte was auf dem Festland gezahlt wird.Aber wie bei so vielem, gibt es auch hier eine Kehrseite der Medaille. Taiwans Banken werdenvon der anderen Seite Konkurrenz bekommen und zwar von den ganz großen Kreditgebern.Einen Tag nach dem der Handel mit Renminbi in Taiwan begonnen hatte, hat die ChinaConstruction Bank vom Festland bereits eine Zweigstelle in der Hauptstadt eröffnet und dieBank of Communications ist bereits hier tätig. Taiwans Banken werden sowohl große Chanceneröffnet wie auch auf neue Herausforderungen stoßen.(eB) TAIWAN AKTUELL Nr. 563 15.02.13
  • 6. 6 GesellschaftDas LaternenfestDas Laternenfest, auch Yüan Hsiao Chieh genannt, ist ein traditioneller chinesischer Feiertagund fällt auf den 15. Tag des ersten Monats des chinesischen Mondkalenders. DasLaternenfest wird seit der Han Dynastie (206 v. Chr. – 221 n. Chr.) gefeiert. Es beendet 15Tage nach dem chinesischen Neujahr die Feierlichkeiten zum Jahreswechsel. Früher wurde esim Chinesischen auch als Shang Yüan und Hsiao Kuo Nien bezeichnet, das “kleine Neujahr“.Heute dauert das Laternenfest nicht nur einen Tag, sondern man kann in der Regel eine Wochelang in Städten und Dörfern die verschiedenen Shows mit riesigen Laternen, Lasern, Tanz undMusik besuchen.Das Laternenfest, das dieses Jahr am 24. Februar gefeiert wird, kennzeichnet sich durchphantasievoll gestaltete Lampions, Drachen- und Löwentänze und feierlicheTempelprozessionen. Im alten China glaubten die Menschen, dass man die Himmelsgeister imLicht des ersten Vollmonds des neuen Jahres umherfliegen sehen könne. Mit Fackeln begabensie sich auf die Suche nach den Geistern. Heute versammeln sich die Menschen an öffentlichenPlätzen zu einem großen Laternenfest, und die Kinder streifen mit ihren leuchtenden Laternenam Abend durch die Straßen. Feuerwerke und lustige Ratespiele im privaten Rahmen oderöffentliche Quizveranstaltungen, bei denen man etwas gewinnen kann, unterstreichen dieFestlichkeit des Ereignisses.Eine besondere kulinarische Spezialität zum Laternenfest sind aus Klebreis gefertigte rundeKüchlein, die, wie das Fest selbst, yüan hsiao genannt werden. Diese runden Klößchensymbolisieren die Eintracht und Vollständigkeit der Familie.Die Tourismusbranche Taiwans profitiert erheblich von dem Spektakel, denn jedes Jahrkommen Millionen Schaulustige aus dem In- und Ausland. Besonders gefragt sind Taipeh undKaohsiung: Eine Riesenattraktion sind immer wieder die spektakulär illuminierten Figuren ander Chiang-Kai-Shek-Gedenkhalle in der Hauptstadt sowie am Love River in Kaohsiung. In derRegion Pingsi starten zudem mit guten Wünschen versehene und mit Heißluft gefüllte Laternenzu Hunderten in den Nachthimmel.Eines der ungewöhnlichsten Feste der Welt, das zur gleichen Zeit wie das Laternenfest gefeiertwird, ist die Feuerwerksshow in Yenshui. Seit dem 19. Jh., nach einer überstandenenCholeraepidemie, feuert die Stadt Tausende von Raketenbündeln ab und begleitet damitfarbenfrohe Umzüge.(eB) TAIWAN AKTUELL Nr. 563 15.02.13
  • 7. 7KurzmeldungenEin 5 000 Jahre alter Baumstamm ist Anfang Februar auf einer Baustelle im Sanchong Distriktin Neu Taipeh Stadt gefunden worden. Der Baum wurde wahrscheinlich durch einen Salzseekonserviert, der sich aufgrund klimatischer Veränderungen nach der letzten Eiszeit im Beckenvon Taipeh gebildet hatte. Der Stamm ist in gutem Zustand und soll wissenschaftlich auf seingenaues Alter und seine Art untersucht werden. Vor ungefähr 10 000 Jahren stiegen dieTemperaturen weltweit an und läuteten das Ende der letzten Eiszeit ein. Dadurch erhöhte sichder Meeresspiegel um 130 Meter, das Becken von Taipeh mit seinen Wäldern wurde überflutet,und ein Salzsee bildete sich. Durch Sedimente und Schutt versandete der See und diebegrabenen Bäumen versteinerten. Der nun gefundene Baum stammt aus dieser Zeit. DerStamm hat einen Durchmesser von 5,7 Meter, ist zwölf Meter lang und wiegt 12 Tonnen.Neues Buch "Formosa! Das ist Taiwan" bis zum 28. Februar vorbestellen.Als Reporter für deutsche Medien berichtet Klaus Bardenhagen aus Taipeh. Nun plant er einneues Buch. Thema: Taiwan aus deutscher Sicht, und warum es wichtig ist, darüber Bescheidzu wissen. Dafür hat er u.a. mit Politik-Legende Egon Bahr über Taiwan, China und den“Wandel durch Annäherung“ gesprochen.Damit das Buch erscheint, müssen bis zum 28. Februar 2013 genügend Vorbestellungen überdiese Crowdfunding-Webseite zusammenkommen:http://www.krautreporter.de/taiwanbuchUnterstützer erhalten im Gegenzug schon ab 10 Euro Prämien wie z.B das neue Buchdruckfrisch frei Haus, E-Books von Klaus Bardenhagens bisherigen Taiwan-Büchern oderpersönliche Gruß-Postkarten aus Taiwan. Unternehmen können sich mit einem Gastbeitrag beiintaiwan.de oder einer Anzeige im neuen Buch vorstellen.Falls das Vorfinanzierungs-Ziel bis zum 28. Februar nicht erreicht wird, erhalten Unterstützer ihrGeld zurück. Das regelt die Crowdfunding-Plattform krautreporter.de, die neue Möglichkeiten fürunabhängigen Journalismus eröffnen will.Auf http://www.krautreporter.de/taiwanbuch steht auch ein Video, in dem Klaus Bardenhagenaus Taipeh sein Projekt erklärt und seine zwei bisherigen Taiwan-Bücher vorstellt.VeranstaltungshinweisFrühlingsfest der Chinesischen Schule Stuttgart am Sonntag, 24. Februar 2013von 11:30 Uhr bis 17:00 UhrMit Musik, Tanz und Darbietungen sowie großer Tombola. TAIWAN AKTUELL Nr. 563 15.02.13
  • 8. 8In der Lindenbachhalle Weilimdorf Solitudenstraße 243, 70499 Stuttgart-WeilimdorfJeder ist herzlich eingeladen zu kommen und mit den Lehrern, Schülern und Freunden derChinesischen Schule das Chinesische Neujahrsfest, auch Frühlingsfest genannt, zu feiern unddas Neue Jahr, das im Zeichen der Wasser-Schlange steht, zu begrüßen. Für Speis und Trankist gesorgt.Das Chinesische Neujahrsfest wird am ersten Neumond nach der Wintersonnenwendezwischen dem 21. Januar und dem 21. Februar gefeiert. Im Jahr 2013 ist es der 10. Februar,der nach dem Mondkalender den Jahreswechsel markiert. Seit der Einführung desgregorianischen Kalenders wird das Chinesische Neujahrsfest meist als Frühlingsfestbezeichnet, um es vom westlichen Neujahr am 01. Januar zu unterscheiden. Es ist daswichtigste Fest im chinesischen Feiertagskalender.Eher mit dem westlichen Weihnachtsfest zu vergleichen, ist beim chinesischen Neujahr nichtwie an Silvester das gesellschaftliche Partygeschehen wichtig, sondern eher dasZusammentreffen der Familiemitglieder. Wichtig ist es Schulden zu begleichen, Streitigkeitenbeizulegen, die Götter zu besänftigen und das Haus zu reinigen. Im Mittelpunkt steht dasFestessen mit symbolträchtigen Speisen, wie Fisch, dessen Zeichen genauso klingt wie das fürÜberfluss. Auch die chinesischen Maultaschen dürfen nicht fehlen. Sie sehen aus wie kleineGoldbarren und versprechen Reichtum, aber auch in Sojasoße gekochte Schweinshaxen sindin Taiwan sehr beliebt, einfach weil sie gut schmecken.Die Chinesische Schule Stuttgart wurde im September 1995 gegründet. Zur Zeit werden über200 Schüler, die in 17 Gruppen eingeteilt sind, von der Vorschulgruppe bis zurErwachsenengruppe unterrichtet. Unterricht ist jeden Samstag von 9:15 bis 11:45 Uhr und von11:00 – 13:30 Uhr (außer in den Schulferien). Jede Gruppe hat zwei Stunden Sprachunterricht,in denen die SchülerInnen Chinesisch sprechen, lesen und schreiben üben. Außerdem gibt esnoch eine Reihe von Wahlfächern wie Kalligraphie, Kung-Fu, Tai-Chi oder ChinesischenVolkstanz. Nach Aussagen der Schule lernen dort ca. vierzig Prozent der Schüler, die ausverschiedenen Kulturen kommen und sonst keinerlei direkte Verbindungen zu Taiwan haben,chinesisch.Es werden parallel sowohl die traditionellen als auch die vereinfachten chinesischenSchriftzeichen unterrichtet. Die traditionelle Schrift wird an Taiwans Schulen gelehrt und imAlltagsleben verwendet. Wer sie beherrscht hat den Vorteil auch klassische Literatur müheloslesen zu können. Die vereinfachte Schrift wird auf dem chinesischen Festland verwendet.Abkürzungen:(cp) = China Post (cna) = Central News Agency (tn) = Taiwan News (tt) = Taipei Times(ten) = Taiwan Economic News (taito) = Taiwan Today (rti) = Radio Taiwan International(fotai) = Focus Taiwan (eB) = eigener Bericht TAIWAN AKTUELL Nr. 563 15.02.13

×