Netzwoche: Agile Methoden allein reichen nicht

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Netzwoche vom, Mai 2013

Moderne agile Entwicklungsmethoden sind in der Schweiz weit verbreitet. Trotzdem gehen hierzulande mehr neue Softwareversionen verspätet in Produktion als zum Beispiel in Deutschland oder Frankreich. Woran liegt das?

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Netzwoche: Agile Methoden allein reichen nicht

  1. 1. 09/2013 © netzmedien ag 30Das Marktforschungsunternehmen ColemanParkes hat im Auftrag von CA Technologiesdie Studie «Service Virtualization: Unleas-hing the Power of the agile Swiss Enterprise»durchgeführt. Diese gibt die Meinungen vonEntwicklungsmanagern in Unternehmen ausder Schweiz wieder und wurde im April 2013veröffentlicht. Das Fazit ist ernüchternd: Kon-ventionelle Softwareentwicklung und -testsbehindern das Wachstum von SchweizerUnternehmen, so die Autoren.Mit durchschnittlich 5,8 Monaten habenSchweizer Entwickler laut der Studie zwarmehrZeitfürdieEntwicklungneuerSoftware-versionen als ihre Kollegen in Deutschland,Frankreich und dem Vereinigten KönigreichGrossbritannien und Nordirland (UK) mit5,1 Monaten. 90 Prozent der Befragten gabenhierzulande aber an, dass sie Verzögerungenzwischen den Entwicklungs- und den Test-Teams erfahren. In Deutschland, Frankreichund UK waren es nur 68 Prozent. Verglichenmit Resteuropa gehen hierzulande also mehrneue Versionen verspätet in Produktion.Softwareentwickler stehen in der Schweizzudem unter starkem Druck: 36  Prozentmüssen die Entwicklungszyklen ständig ver-kürzen und haben so immer weniger Zeit fürdie Entwicklung neuer Softwareversionen.Schweizer Entwicklungs- und Test-Teamsgehen davon aus, durchschnittlich 5,7 Soft-wareversionen jährlich zu produzieren. DerWert in Deutschland, Frankreich und UKliegt bei 6,4. Und nur gerade 10 Prozent derbefragten Schweizer Unternehmen erklär-ten, nie oder kaum je Verzögerungen zwi-schen dem Testing und der Entwicklung zuerfahren.«Gegenwärtig sind Softwareentwickleroft frustriert, weil die üblichen Methodender Softwareentwicklung und -tests zu Ein-schränkungen führen», kommentiert JustinVaughan-Brown, Strategic RelationshipsDirector EMEA bei CA Technologies. Einmöglicher Ausweg bieten agile Entwick-lungsmethoden, die in der Schweiz bereitsweit verbreitet sind. Doch dies allein reichtnicht aus, wie eine Erhebung von SwissQzeigt: In der aktuellen SwissQ-Trend-Studie gaben 71,9 Prozent der Befragten an,Mühe damit zu haben, die organisatorischeKultur den agilen Entwicklungsmethodenanzupassen. 53,2 Prozent befürchten gareinen Kontrollverlust, 28,1 Prozent beklageneinen Mangel an erfahrenen Mitarbeitern.Jeder Fünfte ist gar der Meinung, dass die agi-len Methoden die Erwartungen nicht erfüllenoder das Vorgehen damit zu kompliziert ist.Mehr über die Zahlen von SwissQ undweitere Fachbeiträge zum Thema Entwick-lung finden sich in diesem Schwerpunkt. <THEMAAgile Methoden allein reichen nichtModerne agile Entwicklungsmethoden sind in der Schweiz weit verbreitet. Trotzdem gehen hierzulande mehr neueSoftwareversionen verspätet in Produktion als zum Beispiel in Deutschland oder Frankreich. Woran liegt das?Marcel UrechBild: FotoliaSCHWERPUNKT:ENTWICKLUNG

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