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Referat 68er
 

Referat 68er

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Sven Bode Moers Adolfinum Geschichte Referat 68er Bewegung 13. Klasse Zusatzkurs

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    Referat 68er Referat 68er Document Transcript

    • Referat: Die 68er-Bewegung1.1 Einführung Wendezeit der Nachkriegsgeschichte.Man mußte mit der Aufarbeitung der schwierigen Vergangenheit beginnen,die bisher verdrängt worden war. Eine andere Belastungsprobe stellte derVietnamkrieg für das deutsch-amerikanische Verhältnis dar.Entschneidender Wandel in Politik und Kultur. Die Protestbewegungenwaren Ausdruck dieses Wandels. Das Verständnis der Demokratie begannsich stark zu verändern. Bisher meist nur als bloßeWahlform verstanden, wurde sie nun als neue Lebensform erkannt, die injedem Teilbereich der Gesellschaft und des täglichen Lebens eingefordertwerden konnte. Dieses neue Demokratieverständnis fand seinen Niederschlag unteranderem in der Regierungserklärung des Bundeskanzlers Brandt : „Wirstehen nicht am Ende unserer Demokratie, wir fangen erst richtig an.“ Dieser westdeutsche Prozess fand allerdings kein Gegenstück in derostdeutschen Entwicklung. Immer noch autoritäre Strukturen. PolitischenTrennung, mentale Spaltung.Die „Spiegel-Affäre“Oktober 1962. Verursacht wurde sie durch den Artikel „Bedingtabwehrbereit“ in der „Spiegel“-Ausgabe vom 10.10.1962.Der Verfasser, Conrad Ahlers, deckte verschiedene Schwächen deswestdeutschen Verteidigungssystems auf.Die Bundesanwaltschaft leitete daraufhin ein Ermittlungsverfahren ein. Am 26.10.1962 wurden die Räume des „Spiegel“ besetzt, Beweismaterialbeschlagnahmt und mehrere leitende Redakteure verhaftet. Diese „Nacht-und Nebelaktionen“ gegen den „Spiegel“ arlamierten die öffentlichkeit.Reden des Bundeskanzlers Adenauer, in denen er die Aktionen gegen denSpiegel unterstützte, verstärkten die Solidarisierung der Öffentlichkeitnoch zusätzlich.In diesen Tagen traten zum ersten Mal in der Geschichte derBundesrepublik Straßendemonstrationen als allgemein anerkanntepolitische Meinungsäußerung auf.
    • 1.2.2 Die Große KoalitionAm 1.Dezember 1966 wurde Kurt Kiesinger (CDU) zum Bundeskanzler einerKoalition aus CDU/CSU und SPD gewählt.Um der Rezession(Abschwung der Wirtschaft) schnellstens entgegen zuwirken, wurde im Juni 1967 das „Stabilitätsgesetz“ (Gesetz zur Förderungvon Stabilität und Wachstum der Wirtschaft) erlassen. (Preisniveau, hoherBeschäftigungsstand, stetiges Wirtschaftswachstum usw. )Diese Maßnahme gab dem Staat die Möglichkeit in die wirtschaftlichenProzesse einzugreifen, wenn der Markt sich nicht selbst regulieren konnte.1.2.3 Die NotstandsgesetzeAufnahme der Notstandsgesetze in das Grundgesetz am 30.Mai 1968.Durch sie ist dem Staat die Möglichkeit gegeben, bei inneren oder äußerenBedrohungen Grundrechte aufzuheben.Gegner der Notstandsgesetze befürchteten, daß diese GesetzeEingriffsmöglichkeiten des Staates zugunsten demokratiefeindlicherKräfte bieten würden.Besonders der Sozialistische Deutsche Studentenbund (SDS) hob sichhervorHeftige öffentliche Auseinandersetzung.Am 11.Mai 1968 kamen über 70.000 Demonstranten zu einem „Sternmarschauf Bonn“ zusammen, um gegen die Notstandsgesetze zu protestieren.1.2.4 Außerparlamentarische Opposition undStudentenbewegungDer „Sternmarsch auf Bonn“ war die größte Kundgebung in einer langenReihe von Protestaktionen. Diese Kette von Protesten war ein Anzeichenfür das Entstehen der Außerparlamentarischen Opposition (APO). Ihre Forderungen richteten sich ausdrücklich gegen dasparlamentarische System und die „etablierten“ Parteien.Eine weitere Wurzel der APO lag in der Ostermarschbewegung derAtomwaffengegner. Diese von christlichen, pazifistischen undsozialistischen Gruppen gebildete und nur locker organisierteProtestbewegung hatte 1967 über 150.000 Marschteilnehmer. GegenAufrüstung und Atomwaffen.Hauptanliegen der Studentenbewegung: Offenlegung dernationalsozialistischen Vergangenheit von Prominenten und Professoren,die Wiederentdeckung des Marxismus als aktuelle Gesellschaftstheorie,
    • die Anprangerung des imperialistischen Systems,die Verweigerung des „Konsumfetischismus der Wohlstandsgesellschaft“und die Forderung nach einer umfassenden Veränderung der Gesellschaft.1.2.4.1 Internationale ForderungenVor allem gegen den Vietnamkrieg der Amerikaner. Die von den USAangewandten Mittel (Dauerbombardement und Napalm) wurden vonjedermann verurteilt und ließen das Bild der „guten“ westlichen Weltlangsam verschwimmen.Die Regierung der Bundesrepublik bejahte allerdings den Vietnamkrieg unddie Kampfmethoden der US-Truppen. Mit der Eskalation des Vietnamkrieges (ab 1967) nahmen die Protestegegen den Vietnamkrieg weiter zu.Dabei kamen auch verstärkt Flugblattaktionen zum Tragen, in denen US-Soldaten zum Desertieren aufgerufen wurden1.2.4.2 Die Proteste gegen den Springer-KonzernIn den Medien wurde das Bild des moralisch überlegenen Westens aberweiterhin hochgehalten. Für die Studenten stellte dies dieGlaubwürdigkeit der öffentlichen Berichterstattung in Frage.Besonders die Zeitungen und Zeitschriften des Springer- Konzerns zogendie Kritik auf sich, da sie die weitverbreiteteste Zeitung waren.Diese Konzentration wurde als Bedrohung für die Pressefreiheit und dieFreiheit der öffentlichen Meinungsbildung angesehen.Dem Springerverlag wurde eine einseitige, falsche und voreingenommeneBerichterstattung vorgeworfen.1.2.4.3 Die Radikalisierung der StudentenbewegungDie zunehmende Radikalisierung der Studentenbewegung zeigte sich baldauch im Kampf gegen den Springerkonzern.Vor allem nach dem Attentat auf Rudi Dutschke am 11.04.1968organisierte der SDS, der die „systematische Hetze der Springerpresse“für das Attentat verantwortlich machte, zahlreiche Anti-Springer-Demonstrationen teilw. Mit Übergriffen auf Konzerne.
    • Die Radikalisierung des Protestes der Studentenbewegung begann mit demStaatsbesuch des persischen Schahs.Vom 27.Mai bis zum 4.Juni 1967Man rechnete mit starken Protestbewegungen der Schah-Gegner gegendie Unterdrückung und Verfolgung der Opposition in seinem Land. Umfangreiche SicherheitsmaßnahmenSchah am 2.Juni 1968 Berlin, Demonstrationen.Vor der Berliner Oper kam es dann zu Angriffen der Schah-Anhänger (teilw.Geheimdienst, Knüppel, Eisenstangen, etc.) auf Gegner. Nach Versuchender Polizei, die Demonstranten zu zerstreuen, kam es in einem Hof zupolizeilichen Attacken gegen Demonstranten.Dabei wurde der 26-jährige FU-Student Benno Ohnesorg von hinten durcheinen Polizeibeamten (Kurras, s.u.) erschossen.Die Polizei sprach von „Notwehr“. Beginn einer gewalttätigenKonfrontation zwischen Studentenbewegung und Staatsgewalt. Sieversetzte Berlin monatelang in „ eine Art Ausnahmezustand“ und führtezum Rücktrittdes Polizeipräsidenten,des Innensenatorsdes Regierenden Bürgermeisters von Berlin.Der zweite Vorfall 11.April 1968.Der 23jährige Anstreicher Josef Bachmann versuchte auf demKurfürstendamm, Rudi Dutschke zu erschießen.Dieser wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht und Bachmann,nach einem Schußwechsel mit der Polizei ebenfalls schwer verletzt,verhaftet. Rudi Dutschke war einer der Wortführer und „Ideologen“ derStudentenbewegung.Die nun folgenden Aktionen sprangen von Berlin auf alle Hochschulstädtein der Bundesrepublik über und führten unter anderem auch zu Blockadenund Gewaltaktionen gegen Springer- Verlagshäuser.1.2.4.4 Höhepunkt und Niedergang der StudentenbewegungDie Protestaktionen gegen die Notstandsgesetze verliefen überwiegendfriedlich. Am 30.Mai 1968 wurde die Notstandsverfassung, trotz aller Proteste,vom Bundestag verabschiedet.Am 28.Juni 1968 trat sie in Kraft.
    • Die Auseinandersetzungen um die Notstandsgesetze markierten denHöhepunkt der Außerparlamentarischen Opposition, machten jedochgleichzeitig Anzeichen für den Zerfall deutlich. Angesichts derVerabschiedung der Notstandsgesetze und der Fortführung desVietnamkrieges kam es zu erheblichen Zweifeln am Erfolg derProtestbewegung und zur allgemeinen Resignation.Als Reaktion darauf und auf der Suche nach neuen Strategien spaltete sichdie Bewegung in verschiedene Richtungen und Gruppierungen, währendsich der SDS am 21.März 1970 selbst auflöste.1.5 Die Folgen der 68er-BewegungDer SDS hatte sich am 21.März 1970 selbst aufgelöst. Die ehemaligenMitglieder vereinigten sich nun in anderen Parteien und Bewegungen.Einen Teil dieser ehemaligen Mitglieder zog es nun in die neu gegründete„Deutsche Kommunistische Partei“ (DKP), die immer noch den„Realsozialismus“ vertrat und seit der Gründung im September 1968 vonder SED finanziell am Leben gehalten wurde.Reformerisch gesinnte junge Menschen fanden in der Sozialdemokratieeine neue politische Heimat.Zwischen 1969 und 1972 gewann die SPD über 300.000 neue Mitglieder.Ein kleiner Teil der ehemaligen Mitglieder des SDS, tat den Schritt in dieIllegalität und suchte sein Heil im Terrorismus. Ein bekanntes Beispiel istdie „Rote Armee Fraktion“ (RAF).Der Terrorismus und seine Bekämpfung war eines der Hauptthemen dersiebziger Jahre.Andere wichtige Entwicklungen, die ihre Ursprünge in der 68er-Bewegunghaben, sind die Frauenbewegung und die Hochschulreformen. DieFrauenbewegung hat ihre Ursprünge unter anderem in dem „Aktionsrat zurBefreiung der Frau“. Dieser wurde von Berliner Studentinnen, die im SDSaktiv waren, ins Leben gerufen. Sie protestierten damit gegen dieautoritären Verhaltensstrukturen ihrer männlichen Genossen im SDS, derja eigentlich selber Antiautorität einforderte.Natürlich hat die 68er-Bewegung nicht nur auf diesen GebietenVeränderungen verursacht. Jedoch sind dies sind die wichtigstenEntwicklungen, die ihren direkten Anfang in der 68er-Bewegung genommenhaben.
    • Kurras!!In den folgenden Strafprozessen wurde er vom Verdacht der fahrlässigenTötung freigesprochen.seit 1964 Mitglied der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED)