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Funktion und Zusammensetzung von Hochschulräten

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Präsentation von Dr. Volker Meyer-Guckel, stellv. Generalsekretär des Stifterverbandes, auf der Konferenz "Wie sollen Hochschulräte arbeiten?" am 9. September 2010 in Berlin

Präsentation von Dr. Volker Meyer-Guckel, stellv. Generalsekretär des Stifterverbandes, auf der Konferenz "Wie sollen Hochschulräte arbeiten?" am 9. September 2010 in Berlin

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Transcript

  • 1. Empfehlungen und Denkanstöße Funktion und Zusammensetzung von Hochschulräten Dr. Volker Meyer-Guckel, Konferenz Hochschulräte Berlin, 9. September 2010
  • 2. 1. Aufgaben und Kompetenzen Aufgaben von Hochschulräten Rollen von Hochschulräten Landeshochschulräte 2
  • 3. Was können Hochschulräte leisten? Wenig! Viel! „Hochschulräte sind ein „Die Bespiegelung durch den Haufen von Amateuren, die Hochschulrat ist sehr sich wichtig nehmen und die nützlich.“ Hochschulen irritieren.“ (Ministerialbeamter) „Hochschulräte sind ein Gewinn für die Hochschulen. „Vier mal im Jahr Wir brauchen diesen einfliegende Menschen kritischen Freund.“ müssen über Sachen entscheiden, zu denen sie Hochschulrat ist „Gold keinen Zugang haben, von wert“. denen sie keine Ahnung haben, für die sie keine Zeit (Statements von haben“ (ein Hochschulrat) Hochschulleitungen) 3
  • 4. Aufgaben und Kompetenzen Hochschulräte haben 3 Kernfunktionen in der Hochschulsteuerung: kritische strategische Beratung bei der Hochschulentwicklung Aufsichtsfunktion gegenüber dem Präsidium Hereintragen gesellschaftlicher Anliegen in die Hochschule Politik Hochschule Hochschulrat 4
  • 5. Aufgaben: Im strategischen Bereich Zustimmung zur Strategie- und Entwicklungsplanung (inkl. Profilbildung), die Zustimmung zur mehrjährigen Finanzplanung, die Zustimmung zum Entwurf der Zielvereinbarungen zwischen Hochschule und Ministerium und die Mitbestimmung bei der Wahl der Hochschulleitung (doppelte Legitimation) Politik Hochschule Hochschulrat 5
  • 6. Keine operativen Aufgaben! „Es gibt zu viele operative Tätigkeiten im Personalgeschäft, zum Beispiel die Gewährung leistungsorientierter Besoldung im Einzelfall.“ „Die Dienstvorgesetztenfunktion [in NRW] ist eine Überforderung des Amtes der HSR-Vorsitzenden!“ 6
  • 7. Rollen und Rollenfindung „…nicht der verlängerte Arm des Ministeriums, sondern ein Organ der Hochschule“ „Wir achten sehr darauf, dass wir der Hochschulrat der Uni sind und nicht des Präsidiums!“ „Der Hochschulrat hat die Verantwortung, über den Partikularinteressen zu stehen und zum Wohl der Gesamtuniversität zu handeln. Noch glaubt uns das niemand.“ 7
  • 8. Rollen und Rollenfindung Hochschulräte sollten kooperationsorientierte, komplementäre Rollenmodelle entwickeln. Konstruktive Gestaltung der Aufgabenverteilung Definition der eigenen Rolle in der Zusammenarbeit Entwicklung von Konfliktlösungsstrategien Hochschule Hochschulrat 8
  • 9. Rollen und Rollenfindung Ein klares und kodifiziertes Selbstverständnis des Hochschulrates dient der produktiven Zusammenarbeit zwischen den Hochschulgremien. Grundlage hierfür sind : Rollenfindung Klärung von Selbstverständnissen Schwerpunktsetzung künftiger Aktivitäten Regeln der internen Zusammenarbeit Hochschulrat 9
  • 10. Landeshochschulrat? Landeshochschulrat (Brandenburg) / Universitätsrat (Schleswig-Holstein) Stimmen von Hochschulräten: „Hochschulräte sollen Politik und Hochschulen beraten; der Interessenkonflikt ist inhärent.“ „Identifikation mit Einzelhochschulen findet nur schwer statt“ „Der Landeshochschulrat ist eine Fehlkonstruktion.“ Empfehlung: KEINE Landeshochschulräte! 10
  • 11. 2. Zusammensetzung und Auswahl Extern / gemischte Zusammensetzung Auswahl von Hochschulratsmitgliedern 11
  • 12. Rein extern oder gemischt? Für rein externe Besetzung: Für gemischte Besetzung: „Senatsmitglieder haben immer „Interne vermitteln zwei Hüte auf.“ Stimmungsbilder“ „Interne haben Rollenkonflikte“ „Wenn man nur Externe hat, gliche das zunächst einer „Gefahr der Reproduzierung Weiterbildungsmaßnahme. Von interner Konflikte“ dem Mix profitieren alle.“ „Wortführer sind fast immer die „Externer Sachverstand ist ein externen. Die stellen die Mythos: Inhaltliche Positionen relevanten Fragen.“ der externen sind pauschale Standard-Positionen, Phrasen der Verbände, das hilft nicht bei konkreten Entscheidungen“ 12
  • 13. Rein extern oder gemischt? Die Hochschulen sollten vom Gesetzgeber die Wahl erhalten, sich zwischen rein externen und gemischten Hochschulräten zu entscheiden. Freiheit in den Landesgesetzen Dual: direkter Dialog von internen und externen Mitgliedern mit doppelter Expertise und meist erhöhter Akzeptanz innerhalb der Hochschule Extern: Höhere Legitimation nach außen und höhere Distanz zum „Hochschulalltag“ Weitblick schaffen, um Risiken vorzubeugen und Chancen zu nutzen Politik Hochschule 13
  • 14. Auswahl von Mitgliedern „Es gibt drei Typen von Mitgliedern: 1. Die Schläfer, die den Stuhl ausfüllen, 2. die Oberlehrer, die - oftmals aus der Wirtschaft - mal zeigen wollen, wie man den Laden richtig organisiert, 3. die wirklich Engagierten, die gestalten wollen und sich gezielt Themen vornehmen.“ 14
  • 15. Zusammensetzung und Auswahl Transparenz bei der Auswahl der Hochschulratsmitglieder im Vordergrund Vorschlagsrecht für die Hochschule, um eine hohe Identifikation sicherzustellen Berufung durch den Staat Auswahlkriterien: Kenntnis des Hochschulsystems, strategische Kompetenz, Reputation Zeitbudget, Fähigkeit zu kritischer Distanznahme, Dialogbereitschaft, Selbstverständnis als Anwälte der Hochschule als Ganzes, Teamfähigkeit Gestaltungswillen Politik Hochschule 15
  • 16. Zusammensetzung der Hochschulräte Medien, Kultur Politik und öffentliche 4% Verwaltung Wissenschaftler 13 % und Universitäts- angehörige 42 % 33 % Unternehmen und Unternehmens- Außeruniversitäre verbände 8 % Forschungs- und Wissenschafts- organisationen Quelle: Nienhüser / Jacob 2008 16
  • 17. Auswahl: Beispiel Hochschulrat der Universität Hamburg Vom Akademischen Senat der Universität bestimmte Hochschulratsmitglieder: Prof. Dr. Dr. h.c. Rüdiger Wolfrum, Direktor am Max-Planck-Institut für Völkerrecht in Heidelberg, Honorarprofessor an der Universität Hamburg, Prof. Dr. Günter Huber, Laserphysiker am Institut für Laser-Physik der Universität Hamburg, Prof. Dr. Ursula Platzer, Direktorin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Professor Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang Wahlster, Professor für Informatik an der Universität des Saarlandes 17
  • 18. Auswahl: Being a Trustee Fragen an zukünftige Hochschulräte Do you have an interest in higher education and a genuine concern for this university? Are you prepared to commit the necessary time and energy? Have you any conflicts of interest? Are you prepared to be a public advocate for the institution? Are you prepared to work within the conventional framework of academic governance? [Are you prepared financially to support the institution?] Quelle: Association of Governing Boards (AGB) 18
  • 19. Auswahl: Nicht Harvard, Habermas! USA: Deutschland: Hochschulräte als Hochschulräte als Fundraising-Clubs Orte des gesellschaftlichen Diskurses (Habermas) Mitglieder: Mitglieder: „white, wealthy businessman“ Repräsentanten der Gesellschaft 19