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Vo7 2010

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  • Begrüßung Woher? Semester? Alle KSA? Geschichte? Methoden? Was sind Methoden der KSA?? Wozu gibt es die/woazu braucht man Methoden?? Welche gibt es?? 2 Probleme Nicht wirklich weiss was KSA iast … Methoden? Ziel der Einheit: Organisation und Überblick?? Lernplattform?
  • Ein Beispiel ist die Nutzung von MMS. Eine mögliche Trichterfrage wäre, ob die Person ein Handy besitzt, wenn ja, vielleicht welcher Anbieter und letztendlich, ob damit SMS oder MMS versandt werden. Erst dann ist die Testperson in der Lage, verwertbare Daten zu liefern. Filterfragen werden ähnlich eingesetzt, nur werden durch sie Testpersonen in Kategorien eingeteilt, wie zB "o2 Kunden, vodafone Kunden, eplus Kunden", wo in separaten Frageblöcken mehr spezifische Details erfragt werden können. Filter- und Trichterfragen machen den Aufbau eines Fragebogens kompliziert, da Teile übersprungen werden müssen und vielleicht ganz andere Voraussetzungen gelten, die Fehleranfällig sind (z.B. neue Seiten zücken etc.)

Vo7 2010 Vo7 2010 Presentation Transcript

  • VO Einführung in die Methoden der Kultur- und Sozialanthropologie 7.Einheit Die Befragung
  • Zweck der Fragen
    • Trichterfragen
      • Von allgemeinem Inhalt zu besonderen Fragestellungen
      • Bsp: Was halten Sie prinzipiell von Weihnachtsdekoration?
    • Tunnelfragen
      • Von ganz konkretem Inhalt zu allgemeineren Aspekten
    • Filterfragen
    • Fragebatterien
      • Sollen gemeinsame Zieldimension messen, wenn einzelne Frage nicht ausreichend ist. Bsp.: Überzeugungskraft
      • „ Klarheit“, „Glaubwürdigkeit“ oder „vertrauenswürdig“, Stringenz der Argumentation, Ansprechend …
    • Paarvergleichsfragen
      • Paarvergleich vs. Skalierung
      • Ein Vergleichstest, bei dem den Probanden die zu bewertenden Aspekte paarweise vorgelegt werden, verbunden mit der Aufforderung, sich jeweils entlag bestimmter Dimensionen (z.B. Schönheit) für eine der beiden Alternativen zu entscheiden.
    • Kontrollfragen
      • zur Überprüfung und Absicherung bereits vorher im. Fragebogen gewonnener Informationen.
  • Standardisierung qualitativer Interviews und Gespräche
    • Nichtstrukturierte Teilstrukturierte
    • Geplant Ungeplant
  • Eine Auswahl von Interviewformen aus der Methodenliteratur
    • Experteninterview
    • ethnographisches Interview
    • diskursives Interview
    • episodisches Interview
    • evaluatives Interview
    • fokussiertes Interview
    • problemzentriertes Interview
    • narratives Interview
    • biografisches Interview
    • informatorisches Interview
    • analytisches Interview
    • diagnostisches Interview
    • klinisches Interview
    • Struktur- o. Dilemmainterview
    • rezeptives Interview
    • assoziatives Interview
    • ero-episches Gespräch
    • zentriertes Interview
    • Tiefeninterview
    • ermittelndes Interview
    • freies Interview
    • gelenktes Interview
    • halbstandardisiertes Interview
    • individuelles Interview
    • neutrales Interview
    • offenes Interview
    • persönliches Interview
    • postalisches Interview
    • schriftliches Interview
    • standardisiertes Interview
    • strukturiertes Interview
    • unstrukturiertes Interview
    • telefonisches Interview
    • weiches Interview
    • etc.
  • Ungeplante Gespräche
    • rezeptives Interview
    • das ero-epische Gespräch
  • Das narrative Interview
    • Erläuterung des Interviewablaufs
    • Aufforderung mit der Erzählung zu beginnen
    • Exemplarischer Erzählimpuls: "Mein Interesse liegt an Ihrem ganzen Leben, so von Anfang an, und zwar in Bezug auf ... (das zu erforschende Phänomen). Das Interview selbst hat zwei Teile. Im ersten Teil sind erst nur Sie dran. Da können Sie erzählen, frei weg, so wirklich von Anfang an, wie alles passiert ist, wie alles gekommen ist. Und dann im zweiten Teil stelle ich Ihnen noch ein paar Nachfragen, wenn ich etwas nicht verstanden habe. Ich würde gerne - wenn es Ihnen recht ist - ein paar Notizen machen, wenn Sie erzählen, damit ich später noch weiß, was ich nachfragen wollte."
  • Das narrative Interview: Ablauf
    • Interviewer verhält sich anregend und zugleich zurückhaltend, offene Gesprächsführung
    • die erzählende Person nicht unterbrechen
    • durch Erzählungen werden Orientierungsmuster des Handelns deutlich
    • erzählende Person signalisiert Ende ("So, das war's, mehr weiß ich nicht."),
    • der Interviewer beginnt mit seinen Nachfragen, nachdem er die Erzählbereitschaft des Informanten honoriert hat
    • Nachfragen um sich der Orientierungsmuster und der Interpretationen versichern
    • Interviewstil weich bis neutral, im Wesentlichen überlässt man den Detailierungsgrad der Erzählung den Interviewten
    • Annahme: durch Erzählungen kommt es zu einer realitätsgerechteren, plausibleren Rekonstruktion des früheren Handelns
  • Beispiel: Ablauf Narratives Interview
    • Erzählaufforderung: I:„Ich möchte gerne wissen, wie Dein bisheriges Leben verlaufen ist. Erinnere Dich bitte zurück an die Zeit als Du noch ganz klein warst und erzähle doch einmal ausführlich Dein Leben von dieser Zeit bis heute. Ich sage jetzt erst einmal gar nichts und höre dir zu.“
    • Erzählphase: M:„na ja, so in meinem sechsten Lebensjahr wurde ich dann einjeschult, da hatt’ ich dann och’n bisschen wie soll ich sagen na ja ich hatte Angst vor der Einschulung möcht’ ich mal sagen“ …….
    • Nachfragephase: I: „Und kannst Du noch mal was zu Deinem Vater erzählen, so wie das von früher bis heute war das Verhältnis?“
    • M: „Mhm. Früher. Früher hatt ich noch ‚n einwandfreies Verhältnis zu meinem Vater, ich weiß och nich warum, das ging vom fünften bis zum ja bis zum elften, zwölften Lebensjahr“
    • Bilanzierungsphase: I: „Wenn du jetzt so Dein Leben noch mal zusammenfasst, wie siehst’n so Dein Leben bis heute?“
    • M: „Wie seh ich’n das, ich bin eigentlich janz zufrieden mit meinem Leben, ich meine vor allen Dingen jetzt, jetzt wo man nun älter wird. Da weckt man Interesse für Verschiedenes.“
  • Das problemzentrierte Interview
    • ist Teil einer Methodenkombination
    • vermittelt zwischen quantitativem und qualitativem Interview
    • beginnt meist mit einem Kurzfragebogen über die sozialen Eckdaten,
    • dann folgt eine vorformulierte Einstiegsfrage , auf die der Interviewte antworten und seine Sicht erläutern kann.
    • Im Leitfaden sind zu erfragende Forschungsthemen und Rahmen enthalten, um die Interview später vergleichen zu können, der Interviewer reagiert auf Erzählsequenzen und stellt weiter Fragen, um einen roten Faden zu erhalten
    • Postskript: Angaben über Inhalt der Gespräche
    • Man geht mit theoretischen Konzept ins Feld
    • Dominanz der Konzeptgenerierung durch Befragten bleibt erhalten
    • Theoretischen Konzepte werden laufend durch das Interview modifiziert
    • Wechselverhältnis von Deduktion und Induktion
    • Theoretisches Konzept wird nicht mitgeteilt
  • Das ethnographische Interview Spradley 1979
    • Das ethnographische Interview ist an die Feldforschungssituation angepasst und gibt methodische Anweisungen wie freundliche Unterhaltungen und sich ergebende Gespräche im Feld zu systematischen Interviews gestaltet werden können.
    • Ausgehend von einer informellen Gesprächssituation versucht man sowohl einen expliziten Zweck des Gespräches einzuführen, wie die GesprächspartnerInnen über das Ziel des Projektes zu informieren . Dazu gehören auch Informationen warum man welche Informationen aufzeichnet und wie man das Interview führt. Man macht im Zuge eines solchen Gesprächs auch die eigene Rolle als ForscherIn transparent .
    • Im Gegensatz zu einer freundlichen Unterhaltung oder einem rezeptiven Interview übernimmt im ethnographischen Interview allerdings der/die ForscherIn die Strukturierung des Gesprächs und stellt fast alle Fragen.
  • Das ethnographische Interview Spradley 1979
    • Ein Ziel des ethnographischen Interviews ist, das sich im Zuge eines Gesprächs oft einstellende Gefühl eines (scheinbaren) gegenseitigen Verständnisses, durch den Einsatz von Wiederholungen und verschiedenen Fragearten zu unterlaufen .
    • Durch den bewussten Einsatz von Wiederholungen (von Fragen und Aussagen des/der InformantIn), statt deren im normalen Gespräch üblichen Vermeidung.
    • Ziel dieser Wiederholungen ist es, weitere Ausführungen und Explikationen anzuregen . Anstatt sich kurz zu halten, regt der/die EthnographIn die InformantInnen dazu an, möglichst ausführlich und detailreich zu erzählen.
    • Die Interpretation des Gesagten wird somit nicht zu einem anderen Zeitpunkt und wie manche Interpretationsstrategien vorschlagen, von anderen Personen vorgenommen. Vielmehr wird diese in Auseinandersetzung mit den InformantInnen im Zuge des ethnographischen Interviews von diesen selbst vorgenommen . 
  • Das ethnographische Interview Arten von Fragen
    • Spradley unterscheidet drei zentrale Arten von Fragen :
    • deskriptive Fragen
    • strukturelle Fragen und
    • Kontrastfragen.
    • Bei den deskriptiven Fragen ist es notwendig zumindest einen Bereich zu kennen, in dem der/die InformantIn routinemäßige Handlungen ausführt und sich diese beschreiben zu lassen.
    • Ziel von strukturellen Fragen ist es herauszufinden, wie der/die InformantIn sein/ihr Wissen in bestimmten kulturellen Bereichen (domains) organisiert .
    • z.B: Sie haben erwähnt Taube nutzen verschiedene Arten zu kommunizieren, welche gibt es da?
    • Gibt es noch andere?
    • Bei den Kontrastfragen geht es darum herauszufinden, was der Informant mit den verschiedenen Begrifflichkeiten meint, die er in seiner Sprache verwendet und wie sich diese von einander unterscheiden.
    • Grundlage: die Bedeutung eines Symbols kann eruiert werden wenn man herausfindet wie es sich von anderen unterscheidet.
  • Free listing & Stapelverfahren
    • Beim freiem Auflisten (free listing) entlang der Frage „Welche Arten von X (in unserem Fall isho ) kennen Sie? Gibt es noch andere? [
    • Stapelverfahren (pile sorting, card sorting): mit Karten gearbeitet auf denen die Lebewesen abgebildet sind. Man legt also einen zu analysierenden Bereich fest, der sehr oft auf der Ebene einer Lebensform (Fische, Vögel, Bäume) angesiedelt ist und hat Karten mit unterschiedlichen Abbildungen von z.B. Vögeln. Man fordert die InformantInnen auf diese so nach Zusammengehörigkeit und Differenz zu sortieren, dass die Karten auf einem Stapel einander ähnlicher sind als jene der anderen Stapel. Gleichzeitig stellt man fest ob es Namen für die einzelnen entstehenden Stapel gibt, denn nicht immer muss auch jede Ebene explizit benannt sein.
    • In weiterer Folge kann man einzelne Stapel auch weiter intern differenzieren lassen um Subgruppen zu identifizieren. So entsteht ein Abbild der hierarchischen Klassifikation einer Lebensform. D.h. ein solches Verfahren setzt Lebensformen wie Vögel und Fische als gegeben voraus und sucht nach den internen Differenzierungen. Beziehungen und Relationen, die über solche Lebensformen hinausgehen werden durch dieses Verfahren ausgeblendet. Auch die Möglichkeit, dass Spezies unter eine lokale Kategorie fallen, denen aber keine biologische Art entspricht ist nicht vorgesehen.
  • Triadenvergleich
    • Triadentest bzw. Triadenvergleich . Hier werden Elemente eines kulturellen Bereiches, ebenfalls auf Karten in Worten oder Fotos repräsentiert in Dreiereinheiten präsentiert. Von diesen Elemente muss der Informant jenes wählen, das er am unterschiedlichsten (Borgatti 1998: 21) betrachtet oder – was gleichwertig ist - jene zwei wählen welche sich am ähnlichsten (Antweiler 2008: 241) sind. Es kann aber auch nach einer Rangreihung gefragt werden (ebd.) Wenn man von
    • Maus – Elefant – Ratte
    • Elefant wählt, so bedeutet es dass Maus und Ratte einander ähnlicher sind als alle anderen Paare dieser Dreiergruppe. Unterschiedliche solcher Dreiergruppen werden nun vorgelegt.
    • Nachteil: Anzahl möglichen Kombinationen. Bei dreißig Elementen gibt es bereits 4060 verschiedene Dreiergruppen, was eindeutig zu viel ist. Deshalb geht man dann oft dazu über nur eine  Stichprobe von Dreiergruppen vorzulegen (vgl. Borgatti ebd. 22).
    • ermüdend und repetitiv sind
    • Triadenvergleiche sind insbesondere bei kleinen Domainen von 12 bis zu Elementen sinnvoll.
  • Analyse semantischer Beziehungen zwischen Begriffen: „domain analysis“
    • Domains sind Begriffe , genauer "Namen für Dinge" (Spradley 1979: 107)
    • Bei der Analyse der semantischen Beziehungen geht es um die Frage von sogenannter "cover terms", also allgemeinen Begrifflichkeiten und jenen Begriffen die sie umschließen .
    • Die möglichen semantischen Beziehungen sind im Normalfall gering und einige davon sind universell. Dazu gehören etwa:
    • 1) strikte Inklusion             X ist eine Art von Y
    • 2) räumliche Inklusion       X ist ein Ort in Y, X ist Teil von Y.
    • 3) Ursache-Wirkung          X ist ein Resultat von Y, Y ist eine Ursache von X
    • 4) Grund                            X ist der Grund für Y
    • 5) Lokalisierung von Aktionen  X ist ein Ort um Y zu tun
    • 6) Funktion                        X wird für Y verwendet
    • 7) Mittel-Ergebnis              X ist eine Art um Y zu machen
    • 8) Sequenz                        X ist ein Schritt in Y
    • 9) Eigenschaft                   X ist eine Eigenschaft von Y
  • Das ethnographische Interview: Domain analysis
  • Das ethnographische Interview: Domain analysis
  • Spradley (1979: 142ff) schlägt folgende Schritte für eine taxonomische Analyse von Alltagsbereichen vor:
    • 1) Auswahl eines Bereiches für die taxonomische Analyse
    • 2) Identifizierung eines angemessen Rahmens für die Analyse alternativer Subkategorien auf Basis der zentralen semantischen Beziehung zwischen übergeordneten und einem untergeordneten Begriff
    • 3) Suche nach möglichen Subkategorien der untergeordneten Begrifflichkeiten
    • 4) Die Suche nach möglichen größeren, inklusiveren Bereichen, die den Bereich den man analysiert inkludieren
    • 5) Konstruktion einer vorläufigen Taxonomie
    • 6) Die Formulierung struktureller Fragen, um die taxonomischen Beziehungen zu verifizieren und neue Begrifflichkeiten zu eruieren
    • 7) durchführen zusätzlicher struktureller Interviews
    • 8) Konstruktion der vollständigen Taxonomie
  • Strukturelle Fragen und Taxonomische Analyse Wie ist das Verhältnis, d.h. die semantischen Beziehungen der Begriffe zueinander?
  • Darstellungsmöglichkeiten von Taxonomien
  • Kontrastfragen und Komponentialanalyse
    • In Bezug auf welche Aspekte unterscheiden sich zentrale Begriffe?
  •  
  • Literatur
    • Lamnek, Siegfried (2005) Qualitatives Interview. In: Ders. Qualitative Sozialforschung. Weinheim: Beltz, p. 329 – 408.
    • Spradley, James (1979) The Ethnographic Interview. Belmont: Wadsworth