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VO Einführung in die Methoden der Kultur- und Sozialanthropologie   5.Einheit Strategien der Projektumsetzung
Kernbereich eines Forschungsprojektes besteht in der In-Beziehungsetzung von Theorien Begriffe Methoden Daten
Kernbereich eines Forschungsprojektes besteht in der In-Beziehungsetzung von Theorien Verschiedene Abstraktionsniveaus Beg...
Theorien <ul><li>Beobachtung empirischer Regelmäßigkeiten </li></ul><ul><li>Ad hoc Theorien (vs. Alltagstheorien) </li></u...
Aus: Atteslander, Peter (2000) Methoden der empirischen Sozialforschung, p. 37
Kernbereich eines Forschungsprojektes besteht in der In-Beziehungsetzung von prüfen     entwickeln  Theorien Verschieden...
Kernbereich eines Forschungsprojektes besteht in der In-Beziehungsetzung von prüfen  entwickeln Theorien Verschiedene Abst...
Kernbereich eines Forschungsprojektes besteht in der In-Beziehungsetzung von prüfen  entwickeln Theorien Verschiedene Abst...
Emisch und etisch <ul><li>Die Unterscheidung geht auf den linguistischen Anthropologen  Kenneth Pike  zurück und wurde vom...
Kernbereich eines Forschungsprojektes besteht in der In-Beziehungsetzung von prüfen  entwickeln Theorien Verschiedene Abst...
Ablauf von Forschungsprojekten 1 Theorien Begriffe Methoden Daten
Ablauf von Forschungsprojekten 1 Deduktiv - theorieprüfend Theorien Begriffe Methoden Daten
Ablauf von Forschungsprojekten 1+2 Deduktiv - theorieprüfend Induktiv - theorieentwickelnd Theorien Begriffe Methoden Daten
Ablauf von Forschungsprojekten 1+2 Deduktiv - theorieprüfend Induktiv - theorieentwickelnd linear Theorien Begriffe Method...
Ablauf von Forschungsprojekten 1+2 Deduktiv - theorieprüfend Induktiv - theorieentwickelnd linear zirkulär Theorien Begrif...
Ablauf von Forschungsprojekten 1+2 Deduktiv - theorieprüfend Induktiv - theorieentwickelnd linear zirkulär Theorien Begrif...
Linearer und zirkulärer Foschungsablauf nach Witt 2001
Drei Formen des Schließens <ul><li>Induktion </li></ul><ul><ul><li>(vom lat. inductio = hineinführen) bezeichnet man eine ...
Idealtypischer linearer Foschungsablauf nach Witt 2001 Deduktiv – theorieprüfend Induktiv - theorieentwickelnd Deduktiv-th...
Idealtypischer linearer Forschungsablauf nach Witt 2001 Deduktiv – theorieprüfend Induktiv - theorieentwickelnd Deduktiv-t...
Hypothesen <ul><li>„ Je länger Studierende arbeiten müssen um sich das Studium zu finanzieren, desto länger ist die Studie...
Stichprobe (Sample) <ul><li>Unter einem Sample (der Stichprobe) versteht man die  Auswahl der zu untersuchenden Fälle aus ...
Idealtypischer zirkulärer Foschungsablauf nach Witt 2001 Induktiv - theorieentwickelnd Theorieentwickelnd Emisch Nicht bzw...
Idealtypischer zirkulärer Foschungsablauf nach Witt 2001 Induktiv - theorieentwickelnd Theorieentwickelnd Emisch Nicht bzw...
Klassische Qualitätskriterien <ul><li>Validität (Gültigkeit) </li></ul><ul><ul><li>einer Untersuchung bzw. eines Messinstr...
Qualitative Qualitätskriterien <ul><li>Transparenz und Nachvollziehbarkeit   </li></ul><ul><li>Dies meint den  Forschungsp...
Qualitative Qualitätskriterien <ul><li>Triangulation   </li></ul><ul><li>Der Einsatz verschiedener Methoden, Theorien und ...
Kernbereich eines Forschungsprojektes besteht in der In-Beziehungsetzung von Theorien Begriffe Methoden Daten
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  • Begrüßung Woher? Semester? Alle KSA? Geschichte? Methoden? Was sind Methoden der KSA?? Wozu gibt es die/woazu braucht man Methoden?? Welche gibt es?? 2 Probleme Nicht wirklich weiss was KSA iast … Methoden? Ziel der Einheit: Organisation und Überblick?? Lernplattform?
  • Alltag Ad hoc Mittlere reichweite Höherer Komplexität
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    1. 1. VO Einführung in die Methoden der Kultur- und Sozialanthropologie 5.Einheit Strategien der Projektumsetzung
    2. 2. Kernbereich eines Forschungsprojektes besteht in der In-Beziehungsetzung von Theorien Begriffe Methoden Daten
    3. 3. Kernbereich eines Forschungsprojektes besteht in der In-Beziehungsetzung von Theorien Verschiedene Abstraktionsniveaus Begriffe Methoden Daten
    4. 4. Theorien <ul><li>Beobachtung empirischer Regelmäßigkeiten </li></ul><ul><li>Ad hoc Theorien (vs. Alltagstheorien) </li></ul><ul><li>Theorien mittlerer Reichweite (Robert Merton) </li></ul><ul><li>Theorien höherer Komplexität </li></ul>
    5. 5. Aus: Atteslander, Peter (2000) Methoden der empirischen Sozialforschung, p. 37
    6. 6. Kernbereich eines Forschungsprojektes besteht in der In-Beziehungsetzung von prüfen  entwickeln  Theorien Verschiedene Abstraktionsniveaus Begriffe Methoden Daten
    7. 7. Kernbereich eines Forschungsprojektes besteht in der In-Beziehungsetzung von prüfen entwickeln Theorien Verschiedene Abstraktionsniveaus etisch Begriffe emisch Methoden Daten
    8. 8. Kernbereich eines Forschungsprojektes besteht in der In-Beziehungsetzung von prüfen entwickeln Theorien Verschiedene Abstraktionsniveaus definieren etisch Begriffe emisch Semantik (Bedeutung) verstehen Methoden Daten
    9. 9. Emisch und etisch <ul><li>Die Unterscheidung geht auf den linguistischen Anthropologen Kenneth Pike zurück und wurde vom Kulturmaterialisten Marvin Harris im anthropologischen Diskus popularisiert. </li></ul><ul><li>Im Kern handelt es sich dabei um die Unterscheidung von Kategorien , die entweder </li></ul><ul><ul><li>von außen an einen Untersuchungsgegenstand herangetragen werden (etisch) oder aber um </li></ul></ul><ul><ul><li>kultur- und sprachspezifische Kategorien und Unterscheidungen, die von den Untersuchten selbst zur Benennung und dem Verständnis von Phänomenen herangezogen werden (emisch) . </li></ul></ul><ul><li>In dieser Unterscheidung kommen auch unterschiedliche Wissenschaftsauffassungen zum Ausdruck. Eine etische Herangehensweise zielt auf die Formulierung allgemeiner Gesetzmäßigkeiten auf Basis einer wissenschaftlichen Terminologie ab, während ein emisches Verständnis versucht die kulturspezifischen Logiken und Unterscheidungen zu erforschen. </li></ul>
    10. 10. Kernbereich eines Forschungsprojektes besteht in der In-Beziehungsetzung von prüfen entwickeln Theorien Verschiedene Abstraktionsniveaus definieren etisch Begriffe emisch lokale Taxonomien Semantik (Bedeutung) verstehen Methoden Daten
    11. 11. Ablauf von Forschungsprojekten 1 Theorien Begriffe Methoden Daten
    12. 12. Ablauf von Forschungsprojekten 1 Deduktiv - theorieprüfend Theorien Begriffe Methoden Daten
    13. 13. Ablauf von Forschungsprojekten 1+2 Deduktiv - theorieprüfend Induktiv - theorieentwickelnd Theorien Begriffe Methoden Daten
    14. 14. Ablauf von Forschungsprojekten 1+2 Deduktiv - theorieprüfend Induktiv - theorieentwickelnd linear Theorien Begriffe Methoden Daten
    15. 15. Ablauf von Forschungsprojekten 1+2 Deduktiv - theorieprüfend Induktiv - theorieentwickelnd linear zirkulär Theorien Begriffe Methoden Daten
    16. 16. Ablauf von Forschungsprojekten 1+2 Deduktiv - theorieprüfend Induktiv - theorieentwickelnd linear zirkulär Theorien Begriffe Methoden Daten
    17. 17. Linearer und zirkulärer Foschungsablauf nach Witt 2001
    18. 18. Drei Formen des Schließens <ul><li>Induktion </li></ul><ul><ul><li>(vom lat. inductio = hineinführen) bezeichnet man eine Art des Schlussfolgerns , die vom Besonderen auf das Allgemeine schließt. </li></ul></ul><ul><li>Deduktion </li></ul><ul><ul><li>Die Deduktion (vom lat. deducere = herabführen) ist eine Art der Schlussfolgerung , die vom Allgemeinen auf das Besondere schließt. </li></ul></ul><ul><li>Abduktion </li></ul><ul><ul><li>( lat. abductio = Wegführung; engl. abduction) ist eine von Charles S. Peirce formulierte Schlussweise </li></ul></ul><ul><ul><li>Es handelt sich dabei also um ein hypothesen- bzw. regelgenerierendes Verfahren , welches im Gegensatz zur Deduktion nicht von existierenden Theorien ausgeht, sondern bislang noch nicht bekannte Regeln bzw. Hypothesen formuliert, die gleichzeitig ein Fallverständnis ermöglichen. Die Abduktion schließt somit von einer bekannten Größe ( überraschende Fakten ) auf zwei unbekannte Größen, nämlich auf die Regel und den Fall. </li></ul></ul>
    19. 19. Idealtypischer linearer Foschungsablauf nach Witt 2001 Deduktiv – theorieprüfend Induktiv - theorieentwickelnd Deduktiv-theorieprüfend Etisch Standardisiert Quantitativ
    20. 20. Idealtypischer linearer Forschungsablauf nach Witt 2001 Deduktiv – theorieprüfend Induktiv - theorieentwickelnd Deduktiv-theorieprüfend Etisch Standardisiert Quantitativ Theorie  Hypothesen Begriffe  definieren, operationaliseren Untersuchungseinheit  repräsentative Stichprobe
    21. 21. Hypothesen <ul><li>„ Je länger Studierende arbeiten müssen um sich das Studium zu finanzieren, desto länger ist die Studiendauer“ </li></ul><ul><li>Definition Hypothese: </li></ul><ul><li>ist ein mit Begriffen formulierter Satz </li></ul><ul><li>eine Hypothese ist eine Aussage. Keine Frage, kein Befehl. </li></ul><ul><li>Die Aussage enthält mindestens 2 semantisch relevante Begriffe </li></ul><ul><li>Die Begriffe sind durch einen logischen Operator (wenn – dann) verbunden </li></ul><ul><li>Die Aussage ist widerspruchsfrei </li></ul><ul><li>Die empirischen Geltungsbedingungen sind aufgezählt </li></ul><ul><li>Die Begriffe sind auf Wirklichkeitsphänomene hin operationalisierbar </li></ul><ul><li>Die Aussage ist falsifizierbar </li></ul>
    22. 22. Stichprobe (Sample) <ul><li>Unter einem Sample (der Stichprobe) versteht man die Auswahl der zu untersuchenden Fälle aus einer Grundgesamtheit. </li></ul><ul><ul><li>Wenn z.B. die Studierenden der Universität Wien untersucht werden sollen, so sind diese die Grundgesamtheit. Eine Untersuchung wird im Normalfall keine Totalerhebung dieser Grundgesamtheit durchführen, sondern eine Auswahl der zu untersuchenden Studierenden treffen. </li></ul></ul><ul><li>In der quantitativen Sozialforschung ist die Repräsentativität der Stichprobe ein zentrales Qualitätskriterium. Eine Stichprobe ist dann repräsentativ, wenn sie ein verkleinertes unverzerrtes Abbild der Grundgesamtheit darstellt . Dies ist die Voraussetzung um von einer untersuchten Stichprobe mit einer gewissen Irrtumswahrscheinlichkeit auf die Gesamtpopulation (Grundgesamtheit) schließen zu können. </li></ul>
    23. 23. Idealtypischer zirkulärer Foschungsablauf nach Witt 2001 Induktiv - theorieentwickelnd Theorieentwickelnd Emisch Nicht bzw. Teilstandardisiert Qualitativ
    24. 24. Idealtypischer zirkulärer Foschungsablauf nach Witt 2001 Induktiv - theorieentwickelnd Theorieentwickelnd Emisch Nicht bzw. Teilstandardisiert Qualitativ Hypothesen entwickeln, überprüfen, verfeinern  Theorie Emische Begriffe & Konzepte erfassen, verstehen Theoretisches Sampling
    25. 25. Klassische Qualitätskriterien <ul><li>Validität (Gültigkeit) </li></ul><ul><ul><li>einer Untersuchung bzw. eines Messinstrumentes bedeutet, dass das gemessen wird was man zu messen beabsichtigt. </li></ul></ul><ul><ul><li>Die Frage ist also ob die gewählten Indikatoren, die herangezogen um ein Konzept zu operationalisieren dieses wirklich valide messen. </li></ul></ul><ul><li>Reliabilität (Zuverlässigkeit) </li></ul><ul><ul><li>bedeutet, dass eine Wiederholungsuntersuchung zu den gleichen Ergebnissen kommt. D.h. die Reliabilität eines Messinstrument ist ein Maß für die Reproduzierbarkeit von Messergebnissen. </li></ul></ul><ul><ul><li>Die Zuverlässigkeit einer Messung ist kein Beweis für ihre Gültigkeit oder Objektivität. Auch wenn verschiedene Forscher gleiche Messwerte ermitteln, sagt dies noch nichts über die Zuverlässigkeit des Messinstrumentes aus. </li></ul></ul>
    26. 26. Qualitative Qualitätskriterien <ul><li>Transparenz und Nachvollziehbarkeit </li></ul><ul><li>Dies meint den Forschungsprozess explizit zu machen , die einzelnen Schritte und zentralen Entscheidungen zu verdeutlichen. </li></ul><ul><li>Prozesshaftigkeit und Offenheit </li></ul><ul><li>Ein zentrales Kriterium qualitativer Forschungsprozesse ist der nicht im Vorfeld festgelegte Forschungsablauf, sondern die offene Prozesshaftigkeit der Forschung in Auseinandersetzung mit dem untersuchten Feld. Offenheit bezieht sich allerdings nicht nur auf den Forschungsprozess, sondern auch auf die Ergebnisoffenheit Theorie und Hypothesen entwickelnder Forschung. </li></ul><ul><li>Flexibilität </li></ul><ul><li>Aus diesen beiden Kriterien ergibt sich die Notwendigkeit der Flexibilität im Rahmen qualitativer Sozialforschung im Sinne einer permanenten Anpassung an neue bzw. veränderte Bedingungen und Erkenntnisse. </li></ul><ul><li>Kommunikation als Basis </li></ul><ul><li>Im Rahmen qualitativer, insbesondere ethnographischer Forschung werden das Ausmaß und die Intensität der kommunikativen Beziehung zum untersuchten Feld zu einem zentralen Qualitätskriterium. Diese kommunikative Beziehung kann im Sinne einer kommunikativen Validierung auch zu einer Überprüfung der Ergebnisse durch die Untersuchten vor Ort führen. </li></ul><ul><li>Authentizität </li></ul><ul><li>wurde mit den Äußerungen der Untersuchten und deren Wertstrukturen sorgfältig umgegangen, wurden die multiplen Konstruktionen der Untersuchten angemessen erhoben, und diese kommunikativ validiert. </li></ul>
    27. 27. Qualitative Qualitätskriterien <ul><li>Triangulation </li></ul><ul><li>Der Einsatz verschiedener Methoden, Theorien und Daten wurde lange Zeit als ein Kriterium zur Erhöhung der Gültigkeit (Validität) betrachtet. Dabei ging man davon aus, dass Daten die mittels verschiedner Methoden (z.B. quantitativer Fragebogen, teilnehmende Beobachtung) erhoben wurden und auf die gleichen Phänomene und Besonderheiten verweisen, besonders gültig seien. Eine andere Auffassung, die insbesondere auch für die ethnographische Feldforschung relevant ist, geht im Gegensatz dazu davon aus, dass Triangulation zu einer breiteren Dokumentation und zu einem umfassenderen Verständnis des Untersuchungsgegenstandes führt. </li></ul><ul><li>Plausibilität </li></ul><ul><li>Plausibilität wird in der qualitativen Sozialforschung im Sinne einer intersubjektiven Nachvollziehbarkeit des Forschungsprozesses und der daraus folgenden Bewertung der Ergebnisse verstanden. Dies steht im Gegensatz zu einer Überprüfbarkeit und Replizierbarkeit quantitativer Untersuchungen und trägt dem Umstand Rechnung, dass eine identische Wiederholung einer Untersuchung wegen der begrenzten Standardisierbarkeit qualitativer Forschungsvorhaben nicht möglich ist. </li></ul><ul><li>Gegenstandsangemessenheit </li></ul><ul><li>Das Kriterium der Gegenstandsangemessenheit bezieht sich nicht nur auf die Datenerhebung und die Methodenauswahl, sondern auf den gesamten Forschungsprozess und besagt, dass Forschungsprozesse insbesondere dann qualitätsvoll sind, wenn sie sich auf eine angemessene und verständnisorientierte Art und Weise dem Feld annähern. </li></ul><ul><li>Limitation </li></ul><ul><li>Unter Limitation versteht man die Notwendigkeit die Grenzen der Aussagen anzugeben, die in Forschungsberichte Eingang finden. Es geht also darum, den Geltungsbereich und das Ausmaß der Verallgemeinerbarkeit von Aussagen, Hypothesen und Theorien explizit zu machen. </li></ul>
    28. 28. Kernbereich eines Forschungsprojektes besteht in der In-Beziehungsetzung von Theorien Begriffe Methoden Daten
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