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Die Blutgruppen
 

Die Blutgruppen

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Stefan Barres fasst in seinem Bericht die wichtigsten Informationen zu den Blutgruppensystemen, der Verteilung und die Unterschiede der Blutseren zusammen. Die Beschreibungen und Erklärungen ...

Stefan Barres fasst in seinem Bericht die wichtigsten Informationen zu den Blutgruppensystemen, der Verteilung und die Unterschiede der Blutseren zusammen. Die Beschreibungen und Erklärungen erleichtern das Verständnis der Thematik.
Lassen Sie sich in diesem Lehrvideo die wichtigsten Informationen vermitteln
http://www.heilpraktikerausbildung24.de

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    Die Blutgruppen Die Blutgruppen Document Transcript

    • "Die Blutgruppen"In diesem Bericht werden wir uns mit den Blutgruppen beschäftigen und da gucken wir unszuerst eine Definition an, was überhaupt Blutgruppen sind und dann beschäftigen wir unsmit den beiden bekanntesten Blutgruppensystemen, dem AB0-System und demRhesussystem.http://www.youtube.com/watchAbschließend noch ein kleiner Blick auf den sogenannten Coombs-Test, das ist ein Test zurFeststellung von Antikörpern im Blut gegen die Blutkörperchen.So, wenn wir jetzt mit den Blutgruppen anfangen, dann ist zunächst mal eine Definitionnatürlich wichtig, was sind eigentlich Blutgruppen? Und da kann man sagen, worum es beider Geschichte geht, ist, dass sich auf den Blutzellen verschiedene Markierungen,sogenannte Antigene, befinden. Diese Markierungen unterscheiden sich sowohl vonIndividuum zu Individuum, aber auch von Familie zu Familie oder ethnischer Gruppe zuethnischer Gruppe, bis hin von Rasse zu Rasse und von Art zu Art. Das heißt, Menschenhaben andere Markierungen auf ihren Blutzellen und natürlich auf allen anderen Zellen, alszum Beispiel Pferde oder Hunde, aber auch Menschen, die zum Beispiel aus demeuropäischen Raum kommen, haben teilweise andere Markierungen als Menschen, diezum Beispiel aus Afrika oder vom Nordpol kommen. Natürlich haben auch einzelneIndividuen wieder ganz unterschiedliche Markierungen. Heilpraktikerausbildung24 - Stefan Barres
    • Ja und durch diese Markierungen kommt es eben zu sogenannten Gruppen und in unseremFall, wenn wir uns mit den Markierungen auf den Blutkörperchen, insbesondere auf denroten Blutkörperchen, also den Erythrozyten, beschäftigen, dann spricht man von denBlutgruppensystemen. Die Markierungen sind sogenannte Antigene. Und was ist einAntigen?Ein Antigen ist eine Substanz, die von einem Organismus als fremd oder eigen erkannt wirdund dementsprechend eine Reaktion auslösen kann. Entweder, wenn der Stoff, also dasAntigen als fremd erkannt wird, dann wird eine Immunantwort ausgelöst, das Immunsystemgeht gegen dieses Antigen vor, oder, wenn das Antigen als bekannt, als zum Körper, zumOrganismus gehörend erkannt wird, dann toleriert das Immunsystem dieses Antigen. DasAntigen ist also wie ein Pass, durch den sich eine Zelle oder eine Substanz ausweist undder Organismus stellt dann fest, ob eben dieser Pass anerkannt wird, oder ob er als fremdeingestuft wird.Die Immunantwort, die dann ausgelöst wird, wenn ein Antigen als körperfremd erkannt wird,ist eine sogenannte spezifische Immunantwort und die erfolgt durch die Produktion vonsogenannten Antikörpern. Antikörper sind Stoffe, die die Immunzellen des Körpersproduzieren können, und die ganz genau, also spezifisch zu einem bestimmten Antigengehören, dieses Antigen sozusagen markieren und dadurch dann den Angriff desImmunsystems gegen dieses spezielle Antigen auslösen.So, nachdem wir jetzt die Definition von Blutgruppen kennen, schauen wir uns kurz diewichtigsten Systeme an. Da ist zunächst das AB0-System. Das bedeutet, auf denErythrozyten sitzt Antigen A oder Antigen B. 0 bedeutet, dass weder das Antigen A noch dasAntigen B vorhanden ist. Und dieses AB0-System ist das bekannteste System, es wurde1901 von dem Wiener Arzt Karl Landsteiner schon beschrieben, und der bekam 1930 dafürden Medizinnobelpreis. Dieses AB0-System hat eine enorme Bedeutung beiBluttransfusionen, denn kommen da verschiedene Blutgruppensysteme zusammen, diesich nicht miteinander vertragen, kann es zu schweren Komplikationen kommen. Daswerden wir gleich genauer sehen, was es damit auf sich hat. Neben dem AB0-System istdas zweit bekannteste System das sogenannte Rhesussystem. Heilpraktikerausbildung24 - Stefan Barres
    • Das wurde in den 40er Jahren auch wieder von dem Wiener Arzt Karl Landsteinerbeschrieben, zusammen mit dem Kollegen Wiener. Und auch das Rhesussystem hat für dieBluttransfusion eine enorme Bedeutung, denn auch hier kann es, wenn zwei Blutgruppenzusammenkommen, die sich nicht miteinander vertragen, zu schweren Komplikationenkommen. Dazu gleich mehr. Neben diesen beiden bekanntesten Systemen gibt es nocheine ganze Reihe, fast 30, weitere Blutgruppensysteme, die sich durch spezielle Antigeneauf den Erythrozyten auszeichnen, zum Beispiel das Kell-System.Da aber nur 0,2 Prozent der Menschen Kell positiv sind, also das Kell-Antigen haben, wirddieses System meistens ein wenig übergangen. Beim Duffy-System gibt es zum Beispieleine interessante Sache. Hier kann man sehen, wie etwas wie das Blutgruppensystem auchauf ganz andere Zusammenhänge eine Wirkung hat. So ist es zum Beispiel so, dass dasDuffy-Antigen ein Rezeptor für einen bestimmten Erreger der Malaria ist, für dassogenannte Plasmodium vivax und das bedeutet, dass Leute, die Duffy negativ sind, nichtauf dieses Plasmodium vivax ansprechen, sie sind also resistent gegen diese Form derMalaria, was ja in bestimmten Gebieten auf der Welt, wo die Malaria ja eine endemischeErkrankung ist, durchaus von Vorteil ist.Nun wollen wir einsteigen und fangen an, mit dem AB0-System, dem bekanntesten System.Was hat es jetzt mit der Bezeichnung AB0 eigentlich auf sich? Diese Bezeichnung kommtdaher, dass auf den Erythrozyten entweder ein Antigen A oder ein Antigen B anzutreffen ist,da spricht man von der Blutgruppe A beziehungsweise von der Blutgruppe B. Ist weder dasAntigen A noch das Antigen B auf dem Erythrozyten zu finden, dann spricht man von derBlutgruppe 0. Heilpraktikerausbildung24 - Stefan Barres
    • Manchmal kommen die beiden Antigene auch zusammen vor, also auf dem Erythrozytenfinden wir Antigen A und Antigen B, dann spricht man von der Blutgruppe AB. Jetzt ist esnoch einmal wichtig, sich klarzumachen, dass bei Blutgruppensystemen nicht nur dieAntigene auf den Erythrozyten eine Rolle spielen, sondern insbesondere beim AB0-Systemauch das Blutplasma. Denn im Blutplasma finden sich jetzt beim AB0-System Antikörpergegen das entgegensetzte Antigen, das heißt, wir haben im Blut entweder einen Antikörpergegen das Antigen A, also Anti A, oder einen Antikörper gegen das Antigen B, also Anti B,oder wir haben weder einen Antikörper gegen A oder B, oder wir haben Antikörper gegen Aund B.Das bedeutet, jemand der die Blutgruppe A hat, bei dem findet man im Plasma Antikörpergegen das Antigen B. Also, wenn jemand auf den Erythrozyten das Antigen A hat, dannkann er natürlich nicht im Plasma den Antikörper gegen dieses Antigen haben, aber er hatim Plasma den Antikörper gegen das Antigen B. Diese beiden Sachen sind bei derBlutgruppe AB0 zu unterscheiden, wir müssen also sowohl auf die Erythrozyten mit demAntigen gucken als auch auf das Plasma, das ist sehr wichtig, gleich werden wir sehen, fürdie Blutspenden.Noch einmal im Überblick: Die Blutgruppe A hat also auf den Erythrozyten das Antigen Aund hat im Plasma Antikörper gegen das Antigen B. Die Blutgruppe B hat das genauumgekehrt, da finden wir auf den Erythrozyten das Antigen B und im Blutplasma finden wirAntikörper gegen das Antigen A. Hier lösen die Antikörper also keine Immunantwort aus, dasie ja jeweils gegen das nicht vorhandene Antigen auflaufen würden. Hat jetzt jemand dieBlutgruppe AB, dann finden wir auf den Erythrozyten sowohl das Antigen A, als auch dasAntigen B und jetzt kommt im Plasma natürlich gar kein Antikörper vor, weder der AntikörperA, noch der Antikörper B, sonst würde es ja schon wieder zu einer Immunantwort kommen.Bei der Blutgruppe 0, die letzte Möglichkeit, die hier vorkommt, da finden wir auf denErythrozyten weder das Antigen A noch das Antigen B, dafür finden wir im PlasmaAntikörper gegen beide Antigene.So, nachdem wir jetzt wissen, dass es bei dem AB0-System auf den Erythrozyten dieverschiedenen Antigen-Möglichkeiten gibt und im Plasma die gekreuzten Antikörpervorkommen, schauen wir uns an, was das für das Blutspenden für eine Bedeutung hat. Heilpraktikerausbildung24 - Stefan Barres
    • Zunächst müssen wir uns klarmachen, dass es beim Blutspenden nicht immer nurdarum geht, das gesamte Blut zu spenden, sondern es können Erythrozytengespendet werden, also die roten Blutkörperchen alleine oder es kann das Plasmagespendet werden, ohne Erythrozyten. Schauen wir uns zunächst dieErythrozytenspende an und zu was für Kombination es dabei kommt. Wenn wir unsjetzt klarmachen, bei der Erythrozytenspende geht es um die Antigene, die auf denErythrozyten sitzen.Da hat die Blutgruppe 0 einen großen Vorteil, denn auf den Erythrozyten derBlutgruppe 0 kommen überhaupt keine Antigene vor. Das bedeutet, jede andereBlutgruppe kann diese Erythrozyten bekommen, denn egal, welche Antikörper ich imPlasma habe, sie können keine Reaktion mit den Erythrozyten eingehen, da dieseüberhaupt keine Antigene besitzen. Die Blutgruppe 0 ist also ein sogenannterUniversalspender für Erythrozyten.Umgekehrt ist es so, dass, wenn ich die Blutgruppe AB habe, dann kommen aufmeinen Erythrozyten sowohl das Antigen A als auch das Antigen B vor. Wenn ichalso jetzt Erythrozyten bekommen möchte, kann ich von allen BlutgruppenErythrozyten bekommen, denn ich habe sowieso alle Antigene schon auf meinenErythrozyten drauf, das heißt in meinem Plasma habe ich überhaupt keine Antikörperund dann kann ich natürlich von 0 als auch von Blutgruppe A oder B die Erythrozytenbekommen.Andererseits ist es so, dass, wenn ich die Blutgruppe AB habe, ich niemandemmeine Erythrozyten geben kann, außer Menschen, die ebenfalls die Blutgruppe ABhaben, denn die Blutgruppe A hat Antikörper im Plasma gegen das Antigen A, dieBlutgruppe B hat Antikörper im Plasma gegen das Antigen A und die Blutgruppe 0hat Antikörper im Plasma sowohl gegen das Antigen A als auch gegen das AntigenB. Das bedeutet, je nachdem, wem ich es gebe, da ich beide Antigene auf denErythrozyten habe, kommt es immer zu einer Immunreaktion. Heilpraktikerausbildung24 - Stefan Barres
    • Gucken wir das noch einmal kurz an zur Wiederholung: Die Blutgruppe 0 hat auf denErythrozyten keine Antigene, das heißt, alle Blutgruppen können Erythrozyten vonjemandem mit der Blutgruppe 0 empfangen. Es ist egal, welche Antikörper imPlasma vorkommen. Die Blutgruppe AB dagegen hat alle beide Antigene auf denErythrozyten, das heißt, niemand kann Erythrozyten von AB bekommen, außer ABselbst, denn nur AB hat keine Antikörper im Plasma, jede andere Blutgruppe hatentweder Antikörper gegen das Antigen A oder gegen das Antigen B oder Blutgruppe0 sogar Antikörper gegen beide Antigene.Bei der Plasmaspende ist es jetzt genau umgekehrt. Da ist es so: Im Plasma einesMenschen mit der Blutgruppe AB finden wir überhaupt keine Antikörper, das heißt,dieses Plasma kann ich jetzt jedem geben, egal welche Blutgruppe er hat, denn ichgebe ihm ja keine Antikörper damit. Für Plasma ist also die Blutgruppe AB einUniversalspender. Umgekehrt, wenn ich die Blutgruppe 0 habe, habe ich im PlasmaAntikörper sowohl gegen das Antigen A als auch gegen das Antigen B, das heißt, ichkann niemandem mein Plasma geben, es sei denn, er ist auch von der Blutgruppe 0,sodass er auf seinen Erythrozyten überhaupt keine Antigene hat, dann stören ihnnatürlich die Antikörper im Plasma auch nicht.So, jetzt kann man sich das noch mal mit speziellen Blutgruppentests ganz genau imEinzelnen anschauen. Und solche Tests, früher der Minor-Test, heute der Major-Test, müssen nach den Richtlinien der Bundesärztekammer jeweils direkt vorBluttransfusionen mit Patienten und Spendermaterial durchgeführt werden, um nocheinmal zu testen, welche Blutgruppe beim Spender und beim Empfänger vorliegt.Das ist sehr wichtig, denn wenn Antikörper mit den entsprechenden Antigenenzusammenkommen, kommt es zu einer Blutverklumpung. Eine Blutverklumpung kann dannzu Verstopfungen in Blutgefäßen führen, sogenannten Embolien, und diese Emboliensorgen dafür, dass dann der bestimmte Bereich des Körpers nicht mehr mit Blut versorgtwerden kann und das kann natürlich lebensgefährlich ausgehen. Heilpraktikerausbildung24 - Stefan Barres
    • Ja, in den Tests sieht man diese verklumpten Stellen jeweils hier, wo es zu diesenkleinen weißen Aufhellungen kommt, im Unterschied hier zu den Bereichen, wo eseinfach ganz rot bleibt und zu keiner Verklumpung kommt.Ja, das kann man jetzt also sehr ausführlich machen. Wenn wir uns den Major-Testzum Beispiel anschauen, dann haben wir hier ein Testfeld, auf dem vonverschiedenen oder von den ganzen vier Blutgruppen eben Material schonaufgetragen ist. Und nun gibt man Erythrozyten dazu und schaut sich an, wo es zuVerklumpungen kommt und wo nicht. Nehmen wir einmal an, wir haben hier daserste Feld, das heißt, wir haben Material von der Blutgruppe A auf dem Teststreifenund jetzt geben wir Erythrozyten dazu.Sind die Erythrozyten auch von einem Spender mit der Blutgruppe A, kommt es nichtzu einer Verklumpung, sind sie von einem Spender mit der Blutgruppe B, dannkommt es zu einer Verklumpung, denn der hat auf den Erythrozyten das Antigen Bund das gibt nun eine Reaktion mit den Antikörpern gegen B aus dem Serum derBlutgruppe A. Geben wir Erythrozyten der Blutgruppe AB dazu, so haben die, nebendem Antigen A ja auch das Antigen B auf den Erythrozyten und so kommt es hierauch zu einer Verklumpung.Wie wir eben schon gesehen haben, ist es so, dass, wenn wir das Blut, wenn wirErythrozyten von der Blutgruppe 0 dazugeben, kommt es nie zu einer Verklumpung,denn auf diesen Erythrozyten sitzen ja keine Antigene auf, sodass es nie zu einerReaktion mit Antikörpern kommen kann. Heilpraktikerausbildung24 - Stefan Barres
    • Wenn die Blutgruppe B beim Empfänger vorhanden ist, dann sieht das etwas andersaus, denn jetzt kommt es zu einer Verklumpung, wenn wir Erythrozyten mit AntigenA dazugeben und nicht zu einer Verklumpung, wenn wir Erythrozyten mit Antigen Bdazugeben. Geben wir Erythrozyten mit A und B dazu, dann kommt es natürlichwieder zu einer Verklumpung. Auch das können wir jetzt sehen, bei der BlutgruppeAB kommt es nie zu einer Verklumpung, wenn wir Erythrozyten geben, denn dieBlutgruppe AB hat keine Antikörper im Plasma, also egal, welche Erythrozyten ichgebe, unabhängig, welche Antigene sie tragen, es kommt nie zu einer Verklumpung.Die Blutgruppe 0 hingegen hat im Plasma beide Antikörper, das heißt, egal welcheErythrozyten ich gebe, wenn sie Antigen A oder Antigen B oder beide Antigenetragen, kommt es jeweils zu einer Verklumpung und nur, wenn ich Erythrozyten derBlutgruppe 0 gebe, dann kommt es zu keiner Verklumpung.Das Gleiche kann man beim Minor-Test jetzt mit der Serumgabe machen, das heißt,auch hier haben wir wieder ein Testfeld mit Blut der verschiedenen Blutgruppendarauf, geben jetzt Serum dazu und schauen dann, wo es zu Verklumpungen kommt.Und hier ist eben interessant, wenn wir die Blutgruppe 0 haben, dann ist es egal,welches Serum wir geben, denn die Blutgruppe 0 hat auf den Erythrozyten keineAntigene, das heißt, egal, ob im Serum Anti A, Anti B oder Anti A und Anti Bvorhanden sind, es kommt nie zu einer Verklumpung. Wenn wir die Blutgruppe ABhaben, dann ist es egal, welches Serum wir geben, wenn Antikörper im Serumvorhanden sind, dann kommt es immer zu einer Verklumpung.Es gibt noch den sogenannten Bedside-Test, das ist ein Kurztest, den man machen kann,da haben wir Felder, auf denen verschiedene Antikörper vorhanden sind und jetzt geben wirdas Blut von einem Patienten dazu. Und wenn wir zum Beispiel ein Feld haben, auf demAntikörper gegen das Antigen A vorhanden sind und es kommt zu einer Verklumpung, dannmuss die Person zumindest schon mal die Blutgruppe A haben, wenn es auf dem Feld, aufdem die Antikörper gegen B sind, zu keiner Verklumpung kommt, dann heißt das, auf denBlutkörperchen sitzt das Antigen A, aber nicht das Antigen B, das heißt wir habentatsächlich die Blutgruppe A und nicht die Blutgruppe AB. Heilpraktikerausbildung24 - Stefan Barres
    • Denn dann müsste es ja sowohl bei den Antikörpern A als auch bei den Antikörpern B zueiner Verklumpung kommen.Hier wird dann zusätzlich auch schon das Rhesussystem getestet, das heißt, einFeld mit Antikörpern gegen den Rhesusfaktor, das sogenannte D-Antigen, und wennes da zu einer Verklumpung kommt, dann heißt es, dass die Person Antigen D imBlut, auf den Erythrozyten hat, denn es kommt hier zu einer Verklumpung und dasheißt, diese Person ist jetzt Rhesus positiv, sie hat auf den Erythrozyten dasRhesusantigen aufliegen.Werfen wir noch einen kurzen Blick auf die Verteilung der Blutgruppen vom AB0-System und da sehen wir, dass zwei Blutgruppen deutlich überwiegen, nämlich zumeinen die Blutgruppe 0 mit 42 Prozent und zum anderen die Blutgruppe A mit 44Prozent. Die beiden machen also zusammen den Löwenanteil aus. Wenn wir danndas Rhesussystem noch mit dazunehmen, dann gibt es auch da wieder zwei, denndie Blutgruppe A ist zum größten Teil mit 34 Prozent A positiv, also mit demRhesus-Antigen und die Blutgruppe 0 ist ebenfalls mit dem Rhesus- Antigen mit 38Prozent vorhanden, also A und 0 machen auch hier den Löwenanteil aus mit dempositiven Rhesus-Antigen auf den Erythrozyten.So, jetzt können wir uns dann auch dem Rhesus-System zuwenden. Der Unterschiedzwischen dem Rhesus-System und dem AB0-System ist also zum einen dasAntigen-D, das auf dem Erythrozyten vorhanden ist, dann spricht man davon, dassjemand Rhesus positiv ist, wenn das Antigen-D vorhanden ist. Das sind ungefähr 85Prozent der Bevölkerung, also die meisten Leute sind Rhesus positiv. Genauso wiebei der Blutgruppe AB0, da ist es so, dass, wenn wir das Antigen auf denErythrozyten haben, dann können wir natürlich im Plasma keinen Antikörper gegendieses Antigen haben, das heißt, jemand, der Rhesus positiv ist, besitzt das Antigen-D, aber keine Antikörper im Plasma. Heilpraktikerausbildung24 - Stefan Barres
    • Wenn jetzt jemand Rhesus negativ ist, dann heißt das natürlich, er hat kein Antigen-D aufden Erythrozyten. Der Unterschied zum AB0-System ist, dass jemand, der Rhesus negativist, trotzdem keine Antikörper gegen das Antigen-D im Plasma besitzt. Das ist erst einmalso die Situation, aber die muss nicht so bleiben, denn diese Antikörper gegen das Antigen-Dentwickeln sich im Plasma, sobald wir mit Rhesus positiven Blutkörperchen in Kontaktkommen, dann entwickelt unser Immunsystem diese Antikörper und nach diesemsogenannten Erstkontakt sind dann also Antikörper in unserem Blut vorhanden.Der Erstkontakt selbst ist normalerweise unproblematisch, das heißt, wenn ich Rhesusnegativ bin und ich komme jetzt mit Rhesus positivem Blut in Kontakt, dann dauert es, bisdas Immunsystem reagiert hat und die Antikörper aufgebaut werden und bis das danngeschehen ist, ist dieses Antigen-D schon längst wieder abgebaut, sodass es erst einmalzu keinen Problemen kommt. Aber diese Situation, dass wir zunächst keine Antikörper imPlasma haben, dann aber Antikörper bilden, kommt heutzutage nicht mehr so häufig vor.Aber früher gab es da eine sehr problematische Situation, nämlich in der Schwangerschaft.Schauen wir uns einmal eine bestimmte Ausgangssituation an: Nehmen wir an, die Mutterist Rhesus negativ, das bedeutet, sie hat kein Antigen-D auf den Erythrozyten und sie hatzunächst auch keine Antikörper gegen D in ihrem Plasma. Wenn der Vater eines Kindes nunRhesus positiv ist, also auf den Erythrozyten das Antigen-D hat und diese Eigenschaft andas Kind vererbt, sodass auch der Embryo Rhesus positiv ist, dann kann es zu einerKomplikation kommen. Allerdings ist es so, dass bei der ersten Schwangerschaft dieseKomplikation normalerweise noch nicht auftritt. Bei der Geburt des Kindes kommt die Mutterauf jeden Fall auch mit dem Blut vom Kind in Kontakt und jetzt entwickelt das Immunsystemder Mutter Antikörper gegen die Rhesus positiven Erythrozyten, gegen das Antigen-D. Heilpraktikerausbildung24 - Stefan Barres
    • Das tut ja hier noch keinem weh, das Kind ist geboren, es gibt keine Probleme. Aber dieMutter ist jetzt sensibilisiert, das heißt, sie hat jetzt die Antikörper in ihrem Blut und kommtes nun zu einer zweiten Schwangerschaft, bei der das Kind wieder Rhesus positiv vomVater ist, dann ist es so, dass diese Antikörper, die jetzt im Blut der Mutter vorhanden sind,die sogenannte Plazentaschranke überwinden können. Das bedeutet, das Blut der Mutterkommt ja nicht direkt in Kontakt mit dem Blut des Kindes, aber Stoffe im Blut der Muttertreten aus dem Blut aus, durch die Plazenta hindurch und gelangen dann in das Blut desKindes. Normalerweise soll das so sein, Dinge wie Nährstoffe oder Sauerstoff sollen ja vomBlut der Mutter in das Blut des Kindes übertreten, auch bestimmte Antikörper gegenspezielle Krankheiten sollen natürlich zum Kind übertreten.Aber leider können auch diese Antikörper gegen das Antigen-D übertreten und dann kommtes zum sogenannten Morbus hämolyticus fetalis und leider kommt es dabei dann häufig zueiner tödlichen Erythrozytenzerstörung beim Kind, denn die Antikörper der Mutter gehenjetzt natürlich auf die Erythrozyten des Kindes los und zerstören sie. Seit man weiß, dassdas so ist - das weiß man noch nicht so lange, früher sind die Kinder gestorben, man wusstenicht, woran das liegt - seit man das jetzt weiß, macht man eine Prophylaxe in diesem Fall.Wenn also die Mutter Rhesus negativ ist und noch nicht sensibilisiert ist, das heißt, wennsie also noch keine Antikörper gegen das Antigen-D gebildet hat, dann verabreicht man derMutter prophylaktisch schon während der Schwangerschaft Antikörper gegen das Antigen-D und das heißt, wenn jetzt die Mutter mit dem Blut vom Kind in Berührung kommt, dann hatsie schon Antikörper und das Immunsystem bildet dann selbst keine, denn diese Antikörperübernehmen jetzt die Aufgabe des Immunsystems, sodass es nicht selbst reagieren muss,das heißt, die Mutter sensibilisiert sich nicht, bildet nicht selbst Antikörper und so sind dannauch keine Antikörper im Blut der Mutter vorhanden, die bei einer weiteren Schwangerschaftdann auf das Kind übergehen können.Zum Abschluss werfen wir noch einen Blick auf den sogenannten Coombs-Test, dasist ein Test zum Nachweis von Antikörpern gegen Erythrozyten. Da unterscheidetman zwei Arten, nämlich den direkten Coombs-Test und den indirekten Coombs-Test. Heilpraktikerausbildung24 - Stefan Barres
    • Was wird gemacht? Beim direkten Coombs-Test ist es so, dass man Blut des Patientennimmt, wenn auf diesem Blut schon Antikörper an die Antigene gebunden sind, wenn alsoAntikörper im Blut schon vorhanden sind, dann kommt es, wenn man noch weitere Antigenedazugibt, zu einer Verklumpung des Blutes.Also, noch einmal im Einzelnen: Wir nehmen Blut vom Patienten ist auf den rotenBlutkörperchen bereits ein Antikörper an das Antigen gebunden und jetzt geben wir weitereAntikörper ins Blut dazu, dann kommt es zu einer Verklumpung der Erythrozyten und dieseVerklumpung sagt uns, dass auch schon vorher Antikörper gegen die Erythrozytenvorhanden gewesen sein müssen, sonst wäre es nicht zu einer Verklumpung gekommen.Beim indirekten Coombs-Test fängt man an einer anderen Stelle an, das heißt manverwendet jetzt das Plasma der Patienten oder das Serum, genauer gesagt, und gibt jetztTesterythrozyten dazu. Man vermutet, dass in dem Serum Antikörper sind, deswegen machtman den Coombs-Test. Jetzt gibt man Erythrozyten dazu, an denen noch keine Antikörpergebunden sind. Die Antikörper, die jetzt im Plasma schon waren, binden sich an dieseErythrozyten, und wenn man jetzt noch einmal Antikörper wieder dazugibt, dann haben wirdas Gleiche, wie eben beim direkten Coombs-Test, denn jetzt kommt es zu einerVerklumpung der Erythrozyten im Reagenzglas und daran sieht man, dass ganz am Anfangschon Antikörper vorhanden gewesen sein müssen. Das Prinzip beim Coombs-Test ist also,man gibt Antikörper zu den Erythrozyten dazu, allerdings nur in einer solch geringen Menge,dass sie selbst nicht zu einer Verklumpung führen würden, das tun sie nur, wenn schonvorher auch Antikörper an den Erythrozyten gebunden waren.Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!Mein Name ist Stefan Barres Heilpraktikerausbildung24 - Stefan Barres
    • Über HeilpraktikerAusbildung24Um sich der Herausforderung der Heilpraktikerprüfung mit Aussicht auf Erfolg stellen zu können,genügt es nicht, eine Heilpraktikerausbildung zu absolvieren, auch wenn die besuchteHeilpraktikerschule einen guten Unterricht anbietet.Die eigentliche Herausforderung beginnt, wenn Du aus der Schule nach Hause kommst. Waren dieZusammenhänge eben in der Schule noch ganz klar, kommt Dir inzwischen das meiste wieder wirr undunverständlich vor.Wieso ist das Hormon jetzt erhöht? Oder war es doch erniedrigt? Und warum geht der Blutdruck dannnach oben anstatt nach unten? Fragen über Fragen...Und nun kommt der entscheidende Moment. Bist Du bereit, Dich durch Deine Fragen hindurch zuarbeiten? Bist Du bereit in Deinem Leben Platz zum Studieren zu schaffen?Da sind bei den meisten der Beruf, die Familie, Hobbies und tausend Dinge, die wichtiger sind als dasLehrbuch für die Heilpraktikerausbildung. Und schaffst Du es dann doch, Dir einmal Zeit zu nehmen,dann bist Du müde und unkonzentriert. Sicher kennst Du diese Dynamik.Aber wahrscheinlich kennst Du es genauso, dass wenn Du diese Hürden überwunden hast, wenn DuDich einfach hinsetzt und anfängst, dann kommt plötzlich Freude am Lernen auf. Es ist interessant,den Fragen hinterher zu forschen und immer wieder ein neues Geheimnis des Wunders Mensch zuergründen.Aber wie oft kommst Du so zum Lernen? Und wie lange dauert es manchmal, eine Frage zu lösen?Wie gerne würdest Du Dir dies oder jenes Buch kaufen, um darin endlich den Schlüssel zum Heilpraktikerausbildung24 - Stefan Barres
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