Jahresbericht 2010
Inhalt    1          2              Editorial              Bestandsentwicklung          4   Projekt NS-Raubgut          5 ...
Foto: Michael HeitmannLiebe Leserinnen und Leser,2010 hat die Staats- und Universitätsbibliothek einen großen Schritt   20...
Bestandsentwicklung„Ihre Leistungsqualität ist Ergebnis einer sorgfältigen Balance von Medienbeschaffung, Erschließung und...
Zuwachs von 3.170 Bänden verzeichnen. Auch hier haben die               Ob Lexika, Periodika oder Bibliographien, das Ange...
Projekt NS-RaubgutAnlässlich der Washingtoner Erklärung von 1998 und der Berliner Erklärung 1999 hat die SUB damit begonne...
InformationsdiensteBlau zu beige – www.Stabi-zieht-um.deLiebevoll gepflegt, immer wieder up to date gebracht, aber den-noc...
Hamburg University PressHamburg University Press ist der Verlag der Staats- und Universitätsbibliothek. Er hat das Ziel, d...
Sichtbarkeit und Verfügbarkeit                                                                   von elektronischen Verlag...
ServiceDie Bibliothek war an 349 Tagen mit 82 Wochenstunden geöffnet. Davon werden acht Stunden an den Wochenenden aus Stu...
Lesesäle                                                                Medienlieferdienste2010 standen die Lesesäle im Ze...
Foto: UHH/Schell                        Gebäude und Einrichtung                        Umbau des Lesesaals 3 zu Saal 4 für...
Foto: Jasmin Marla DichantBibliothekssystemUniversität HamburgEine exzellente Universität braucht exzellente Bibliotheken....
Abb.: „Wallhöhe bei Büschens Monument                                                                   mit einem Blick au...
Alle aktuelle Literatur zu Hamburg oder Hamburger Persönlich-      Ergebnisse publiziert: die Zeitschrift des Vereins für ...
HamburgerAdressbücher im NetzDas Projekt „Neuverfilmung und Digitalisierung der HamburgerAdressbücher“ gibt es bereits sei...
„Hamburgum literatum“ hieß der erste Vorläufer des Hamburger         Adressbücher waren dazu da, Personen, Wirtschaftspart...
SondersammlungenIn den Sondersammlungen vereinigt die SUB wesentliche Teile ihres historischen, bis in die Gegenwart hinei...
Nachlässe und AutographenErgänzend zu dem bereits 1968 von der SUB aus Familienbesitzerworbenen Nachlass des Schriftstelle...
KartensammlungDie im Jahr 2009 digitalisierten 200 historischen Hamburg-Karten    dem berühmten Renaissance-Städteatlas vo...
Linga-Bibliothekder Freien und Hansestadt HamburgDie wissenschaftliche Spezialbibliothek mit wertvollem Altbestand und akt...
Bundesweite Literaturversorgung –SondersammelgebieteDie SUB Hamburg betreut im System der bundesweiten Literaturversorgung...
Die virtuelle Fachbibliothek cibera wird Mitglied bei Academic      LOTSE PolitikwissenschaftLinkShare                    ...
ÖffentlichkeitsarbeitAusstellungen, Tagungen, VeranstaltungenEin Jahr der Konsolidierung! Nach dem Jubiläumsjahr mit sehr ...
Relaunch der Website                                                  Social MediaAm ersten Oktober startete die Stabi-Web...
5. Bestand nach Materialien                                                              Bücher, Zeitschriften, Zeitungen ...
Stabi Jahresbericht 2010
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Stabi Jahresbericht 2010

  1. 1. Jahresbericht 2010
  2. 2. Inhalt 1 2 Editorial Bestandsentwicklung 4 Projekt NS-Raubgut 5 Informationsdienste 6 Hamburg University Press 8 Service 10 Gebäude und Einrichtung 11 Bibliothekssystem Universität Hamburg 12 Landesbibliothek 14 Hamburger Adressbücher im Netz 16 Sondersammlungen 19 Linga-Bibliothek der Freien und Hansestadt Hamburg 20 Bundesweite Literaturversorgung – Sondersammelgebiete 22 Öffentlichkeitsarbeit 24 Statistik 25 Mitarbeit in Gremien 26 Referenten und Fachreferate 27 Veröffentlichungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 28 Lehrveranstaltungen, Vorträge und Kongressbeiträge 30 Die SUB und ihre Bestände in der Fachliteratur 32 Ausstellungen, Tagungen, Veranstaltungen 34 Aus- und Fortbildung 34 Organisation und Struktur 36 Danksagung Jahresbericht der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky Anschrift: Von-Melle-Park 3, 20146 Hamburg Telefon: (040) 428 38 - 22 33 Telefax: (040) 428 38 - 33 52 E-Mail: auskunft@sub.uni-hamburg.de Internet: www.sub.uni-hamburg.de Erschienen im Juni 2011 Redaktion: Marlene Grau Fotos: Staats- und Universitätsbibliothek Druck: Staats- und Universitätsbibliothek Gestaltung: Philip Bartkowiak
  3. 3. Foto: Michael HeitmannLiebe Leserinnen und Leser,2010 hat die Staats- und Universitätsbibliothek einen großen Schritt 2010 ging die neue Website der Staats- und Universitätsbiblio-hin zur digitalen Landesbibliothek machen können. Von den viel thek an den Start. Sie dient nun nicht mehr – wie viele Jahre all-gefragten Hamburger und Altonaer Adressbüchern wurden alle seits auch im Bibliothekswesen üblich – der Unternehmensprä-Jahrgänge bis 1903 im Netz veröffentlicht, dazu ein Querschnitt sentation. Vielmehr ist es so, dass wir die Homepage als Einstiegaller in Hamburg und den früheren Vorstädten publizierten Adress- in die Bibliotheksbenutzung sehen, bei der es nur weniger Klicksund Fernsprechbücher des Jahres 1926. Dieses digitale Angebot bedarf, um die gewünschte Information(squelle) zu erreichen.wird kontinuierlich bis zur Mitte der 1970er Jahre vervollständigt. Dementsprechend findet man auf der neuen Website der „Stabi“Man kann in den Adressbüchern nicht nur blättern, sondern auch bereits beim Start die wichtigsten Nutzungsziele: Recherche, Ser-gezielt und komfortabel suchen: alphabetisch nach Personen, vice, Bibliotheken und das Blog.Straßen und Branchen sowie thematisch nach den reichhaltigen Unsere Website verbindet die sozialen Netzwerke (Weblog,beschreibenden Teilen der Adressbücher, nach Verkehrsinforma- Twitter und Facebook) und die wissenschaftliche Gemeinschafttionen und Werbung. Weitere elektronische Angebote kommen mit den Angeboten der Bibliothek. Gleichzeitig leitet sie unserhinzu: die digitalisierten historischen Karten und die Netzausgabe Publikum hin zur Staatsbibliothek als einen realen, gern be-der Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte. Mehr suchten Ort. Für den Bereich „Social Media“ hat die Bibliotheknoch: Digitale Adressbücher, Karten, Portraits, Bücher und Zeit- 2010 eine zusätzliche Stelle eingerichtet, damit die Kommunika-schriften zu Hamburg-Themen werden künftig eingehen in ein tion im Netz mit unseren Nutzern professionell erledigt werdenInternetportal, in dem alle digitalen Quellen zur hamburgischen kann. Die wertschätzenden Rückmeldungen sind enorm. WirGeschichte und Landeskunde versammelt und gemeinsam durch- sprechen damit auch neue Kundengruppen an, die wir auf her-suchbar gemacht werden. Wir haben es HamburgWissen Digital kömmlichen Informationswegen nicht erreichen würden.genannt. Das Projekt hat Ende 2010 begonnen. Die Staats- undUniversitätsbibliothek führt es zusammen mit zahlreichen Koope- 2010 wurde auch der erste große Gruppenarbeitsraum durchrationspartnern des öffentlichen und privaten Sektors – allen voran Umwidmung eines Lesesaals eröffnet. Obwohl die Besuche undmit dem Staatsarchiv – durch. Nutzungen im Netz ständig steigen und die Neun–Millionen- Grenze im Jahr längst überschritten haben, können wir auch2010 konnte das Hamburger Pflichtexemplargesetz, welches im über vermehrte reale Besuche in der Bibliothek berichten.Übrigen zu den ältesten in Deutschland gehört (1696), um die Ab- Neben der Ausleihe von Medien und dem stillen Studieren in denlieferungspflicht von Netzpublikationen erweitert werden. So Lesesälen ist der Bedarf an Plätzen für gemeinsame Arbeit instellt die Staats- und Universitätsbibliothek sicher, dass unab- Gruppen und für das „laute“ Lernen und Kommunizieren, ein-hängig von der Veröffentlichungsform das in der Freien und hergehend mit einer hohen Verweildauer in der Bibliothek, wei-Hansestadt verlegte geistige Schaffen weiterhin annähernd voll- ter angewachsen. Die räumlichen Voraussetzungen aus denständig künftigen Generationen überliefert werden kann. Die Ge- 1970er Jahren entsprachen dieser Veränderung im Nutzerverhal-setzesänderung war dringend geboten, denn zunehmend erschei- ten schon lange nicht mehr. Ein Schwerpunkt der Bibliotheks-nen insbesondere wissenschaftliche Journale und Monographien entwicklung wird deshalb in den nächsten Jahren die Moderni-in digitalen Publikationsformen, ohne zugleich in gedruckter sierung und weitere räumliche Umgestaltung der Staats- undForm vertrieben zu werden. Es drohte ein Wissensverlust, den Universitätsbibliothek zum lebendigen Lern- und Arbeitsort Bi-die Hamburgische Bürgerschaft mit dieser Novelle umsichtig ab- bliothek, zum „Marktplatz der Universität“ mit noch großzügige-gewendet hat. Hamburg ist damit das dritte Bundesland, das ren Öffnungszeiten sein.eine gesetzliche Ablieferung von Netzpublikationen vorsieht. Prof. Dr. Gabriele Beger Dirktorin der Bibliothek
  4. 4. Bestandsentwicklung„Ihre Leistungsqualität ist Ergebnis einer sorgfältigen Balance von Medienbeschaffung, Erschließung und Service“ – so lautet einzentraler Satz im Leitbild der Staats- und Universitätsbibliothek. Am Anfang der bibliothekarischen Verwertungskette steht dieAuswahl und Beschaffung mit den Zielen, den aktuellen Bedarf an neuester Literatur- und Informationsversorgung zu decken und demInteresse künftiger Forschung gerecht zu werden, ohne dabei Pflege und Ausbau der historischen und landesbibliothekarischenBestände aus dem Blick zu verlieren. Erwerbungsmittel müssen deshalb regelhaft, verlässlich und ausreichend zur Verfügung stehen.2010 war für den Bestandsaufbau zweifelsohne ein erfolgreiches Für E-Medien wurden 2010 25% des Erwerbungsetats eingesetzt,Jahr, was die verfügbaren Mittel, die Medienzahl und deren Viel- insgesamt 944.000 Euro. Diese Summe verteilt sich zu 47% auf E-falt betrifft. 3.705.000 Euro hat die SUB für den Medienerwerb Zeitschriften, zu 34% auf Datenbanken und zu 19% auf E-Books.ausgegeben - eine beachtliche Summe, von der lediglich 48%aus dem verlässlichen, aber seit Jahren in der Gesamtsumme un-veränderten Wirtschaftsplan der Freien und Hansestadt Hamburg E-Medien SUB HH 2010stammen. 52% der Mittel kamen 2010 aus anderen Quellen, die nach Typweder in ihrer Ergiebigkeit noch Verlässlichkeit gesichert sind.Die Sondersammelgebiete, die zu 75% von der Deutschen For- E-Zeitschriften 47%schungsgemeinschaft (DFG) und zu 25% aus Eigenmitteln finan- Datenbanken 34%ziert werden, machten 2010 ca. 13% des Erwerbungsetats aus. E-Books 19%Studiengebühren, die die Bibliothek auch 2010 für den Erwerbvon Studienliteratur in gedruckter und elektronischer Form ein-gesetzt hat, nehmen den beachtlichen Anteil von 12% am Ge- Ein Blick auf die Herkunft der Mittel verdeutlicht, dass der regulärsamtbudget ein. Den aktuellen Etat ergänzte die SUB aus selbst zugewiesene Anteil aus dem Wirtschaftsplan der FHH nicht aus-erwirtschafteten Mitteln um zusätzliche 18%, mit denen sie ge- reichen würde, um das Angebot zu halten, geschweige denn zuzielt das E-Medienangebot und den Ausbau der historischen und erweitern. 41% der eingesetzten Mittel sind Studiengebühren,landeskundlichen Sammlungen unterstützte. 8% zentrale Mittel, die die Universität der SUB zum gemeinsa- men Erwerb von E-Medien zur Verfügung stellt. Etwa die HälfteAuch 2010 waren weit über die Hälfte der verfügbaren Mittel ge- der Mittel sind Eigenmittel der SUB. Enthalten ist hier eine ein-bunden, d. h. sie mussten für Abonnements eingesetzt werden. malige Unterstützung, die die Bibliothek 2010 aus Rückstellun-Längst gehen diese laufenden Kosten über die Abonnements gen zur Aufrechterhaltung des elektronischen Angebots aufge-von gedruckten Zeitschriften und Serien hinaus und betreffen wendet hat.auch Lizenzen für die Aktualisierung und Bereitstellung elektro-nischer Medien. 2010 waren allein 42% des Erwerbungsetats er- E-Medien SUB HH 2010forderlich, um die laufenden Zeitschriftenabonnements unab- Herkunft der Mittelhängig von ihrer Erscheinungsform zu finanzieren. 12% entfielen Eigenmittel 51%auf den Bezug von sogenannten e-only-Zeitschriften, 30% auf Studien-Zeitschriften, die gedruckt und immer häufiger parallel auch gebühren 41%elektronisch publiziert werden. Die Entscheidung, ob eine Zeit- Universität, Zentralmittel 8%schrift gedruckt und elektronisch oder nur elektronisch angebo-ten wird, kann nicht pauschal getroffen werden, sondern hängtvon unterschiedlichsten Faktoren ab. Die SUB und die Fachbe- Eine Verschiebung des Mitteleinsatzes zu Lasten der gedrucktenreiche der Universität sind im regen Austausch darüber, welche Medien hat 2010 nicht stattgefunden. 75% des Etats wurden weiter-Lösung die jeweils beste oder am besten akzeptierte im Biblio- hin für Gedrucktes ausgegeben. Der Zugang mit ca. 61.000 Bändenthekssystem ist. ist konstant geblieben. Allein die Lehrbuchsammlung konnte einen2 Jahresbericht 2010
  5. 5. Zuwachs von 3.170 Bänden verzeichnen. Auch hier haben die Ob Lexika, Periodika oder Bibliographien, das Angebot konnteStudiengebühren ihren konsequenten Einsatz gefunden; jedes auch 2010 durch neue Online-Publikationen ergänzt werden. Dieaus Studiengebühren finanzierte Buch wird mit einem Aufkleber digitalisierte Ausgabe des wöchentlich seit 1842 erschienenengekennzeichnet. In der Lehrbuchsammlung und im Lesesaal gibt englischen Magazins „Illustrated London News“, welches dases Hinweise auf elektronische Ausgaben bzw. elektronische Lehr- Bild von Politik und Politikern insbesondere der Leser des 19.bücher. Der Vorteil des Volltextzugriffs auf aktuelle oder aktuali- Jahrhunderts maßgeblich prägte und erst 2003 sein Erscheinensierte Zeitschriften, Datenbanken, Nachschlagewerke liegt auf der eingestellt hat, bietet über 260.000 durchsuchbare VolltextseitenHand und ist aus dem Studienalltag kaum noch wegzudenken. E- und mehr als 1,5 Millionen Farbbilder.Books bereichern die Lehrbuchsammlung, bestimmen aber nichtdas Bild. Das gedruckte Lehrbuch ist gewünscht und damit weiter-hin notwendig. Die Entscheidung, ob ein Print- oder elektronischesExemplar gekauft wird, richtet sich nach Kriterien wie Nachfrage,Nutzung, Nutzbarkeit, Nützlichkeit und Kosten. Die SUB gehörte2010 zu den Bibliotheken in Deutschland, die sich am nachfrage-bezogenen Finanzierungsmodell des UTB-studi-e-book-Angebots(ca. 500 Titel aller Fachgebiete) beteiligte und maßgeblich mit-gewirkt hat, die Zugriffsmöglichkeiten zu verbessern. Mit demgezielten Einzelkauf von E-Books aller Fachgebiete ebenso wie mitdem erneuten Kauf der deutschen Springer-E-Book-Pakete mitca. 11.000 Titeln ergänzte die Bibliothek das Angebot an Studien-literatur mit Augenmaß und Qualitätsbewusstsein.Darüber hinaus werden aus Nationallizenzen finanzierte E-Book-Pakete, lizenzfreie und in Datenbanken enthaltene E-Book-Samm-lungen angeboten, insgesamt 500.000 Titel. Das internationale Ortsverzeichnis, „Columbia Gazetteer of theE-Books im Campuskatalog World“, steht nun als Onlineversion der gleichnamigen gedruckten( Januar 2011) National- Enzyklopädie zur Verfügung und enthält geographische Daten, Lizenzen 73% Disser- Beschreibungen, Eigenschaften von über 165.000 Ortsnamen in tationen 17% der Welt. Die Datenbanken „Germanistik Online“, „Romanische Kostenpflichtig Bibliographie Online“ und „Linguistic Bibliography Online“ ge- lizensierte 7% hören zum unverzichtbaren bibliographischen Rüstzeug und bieten Freie Internet- dokumente 3% in der Onlineausgabe erhebliche Recherchevorteile.Im Vorjahr waren insgesamt nur 23.100 E-Books und 80.000 elek- Bedarfsorientierte Bestandsentwicklung bedeutete auch 2010,tronische Dissertationen im Katalog nachgewiesen. Diese Situati- Ausgewogenheit zwischen dem gedruckten Angebot vor Ort undon hat sich 2010 deutlich verändert: 384.000 neue Titelaufnahmen der elektronischen Zugriffsmöglichkeit herzustellen. Im Formularwurden in den Campuskatalog eingebracht. Es handelt sich dabei für Erwerbungsvorschläge wird jetzt der Wunsch nach der Lektürezum großen Teil um E-Books, die durch die DFG- Nationallizenzen als E-Book abgefragt und, sofern realisierbar, auch umgesetzt.angeboten werden. War zuvor ein Zugriff auf diese Titel nur übereinzelne DFG- Nationallizenz-Pakete möglich, sind die einzelnenE-Books nun über den Campus-Katalog auffindbar. Jahresbericht 2010 3
  6. 6. Projekt NS-RaubgutAnlässlich der Washingtoner Erklärung von 1998 und der Berliner Erklärung 1999 hat die SUB damit begonnen, nach „NS-verfolgungs-bedingt entzogenem Kulturgut“ zu suchen. Seit 2005/2006 bemüht sie sich systematisch darum, diese Bestände aufzufinden, zu ver-zeichnen und zu dokumentieren mit dem Ziel, Erben der ehemaligen Besitzer aufzuspüren und die geraubten Bücher zu restituieren.Recherchierten zunächst ausschließlich hauseigene Kräfte, unterstützt die Arbeitsstelle für Provenienzforschung unser Projekt seitSeptember 2009 durch die Finanzierung eines wissenschaftlichen Mitarbeiters.Inzwischen sind ca. 1000 Bände eindeutig als NS-Raubgut iden- Die Bücher des in Basel geborenen Feldrabbiners Dr. Heinrichtifiziert, im Sondermagazin der Bibliothek aufgestellt und nur Cohn hat die Bibliothek auf Wunsch der in Großbritannien le-über den Handschriften-Lesesaal nutzbar. Im Publikumskatalog benden Familie dem Berliner Centrum Judaicum übergeben.sind sie als NS-Raubgut gekennzeichnet, ihre früheren Besitzer sindim Katalog vermerkt. Im Jahr 2010 gelangen zwei Restitutionen:Die Bücher des Frankfurter Rabbiners Dr. Ignatz Bick konnte dieBibliothek nach umfangreichen Recherchen der in den USA le-benden Tochter übergeben. Heinrich Cohn wurde 1889 in Basel geboren. Nach seiner Promo- tion 1913 besuchte er das Berliner Rabbinatsseminar, an dem er 1914 sein Rabbinerdiplom erlangte. Von 1917 bis 1918 war er als Militärrabbiner der Deutschen Armee an der Westfront in Frank- reich und in Straßburg stationiert. Nach Kriegsende zog er er- neut nach Berlin, wo er bereits seit dem 1. 8. 1917 Rabbiner desDer Frankfurter Familie Bick war es 1939 gelungen, aus Deutsch- Synagogenvereins Moabit im Hansabezirk war. Darüberhinausland zu fliehen. Die Gestapo hatte ihr gesamtes Hab und Gut engagierte sich Heinrich Cohn in zahlreichen weiteren Projekten.nach der Emigration beschlagnahmt und in den Hamburger Frei- So war er von 1919 – 1935 Leiter der „Israelitischen Union E.V.“hafen verbracht. 1940 kam ein Teil der Bücher als Geschenk der und lehrte an verschiedenen Schulen. Nach dem Novemberpro-Gestapo Hamburg in unsere Bibliothek. Isaac Bick emigrierte zu- grom emigrierte die Familie 1939 über die Schweiz nach Groß-sammen mit seiner Frau Mira im Juli 1939 nach London. Dort traf britannien. Das Umzugsgut, darunter eine Bibliothek mit etwasich die Familie vermutlich im Herbst 1939 wieder. Die 14 jährige 10.000 Bänden, wurde in vier so genannten Lifts im HamburgerTochter Inge war schon im März zu Verwandten nach Brüssel ge- Freihafen eingelagert, dort von der Gestapo beschlagnahmt undschickt worden. Gemeinsam wanderten sie 1940 in die USA aus später versteigert. Einige wenige Bücher kamen in die Staats-und begannen in New York ein neues Leben. Nach dem Tod der bibliothek, der Rest gelangte an die unterschiedlichsten Orte.Eltern ließ sich die Tochter nördlich von New York in Greenwich Da es nicht viele Feldrabbiner im 1. Weltkrieg gab, konnte die Bi-nieder. bliothek über das Centrum Judaicum, welches an einer Ausstel-Die Recherche nach der Familie führte uns über das Jüdische Mu- lung über Feldrabbiner arbeitete, den Kontakt zu einem in Groß-seum in Frankfurt, ancestry.com, das US Konsulat in Hamburg, britannien lebenden Sohn hergestellen. Dieser berichtete, dassdas Jewish Center und das Museum of Jewish Heritage in New bereits andere Bibliotheken der Familie Bücher aus der umfang-York, das Hauptstaatsarchiv Hessen und den Temple Sholom in reichen Sammlung seines Vaters zurückgegeben hätten.Greenwich schließlich zu der Tochter von Isaac Bick, Inge I., der Im Namen der Familie bat er, die Bücher seines Vaters der „Stif-wir die Bücher zurückgeben konnten. Sie erinnert sich noch gut tung Neue Synagoge in Berlin – Centrum Judaicum“ zu überlas-an das Bibliothekszimmer ihres Vaters in Frankfurt – die uner- sen. Dieser Bitte ist die SUB gerne nachgekommen.wartete Rückgabe der sechs Bücher aus dieser Bibliothek warfür sie ein sehr bewegendes Ereignis. Hinter jedem Besitzvermerk in einem Buch steht ein persönlichesDie Bücher wurden an den Rabbiner der jüdischen Gemeinde in Schicksal, das es aufzuklären gilt. Der Wert der geraubten BücherGreenwich gesandt und dort am 11. August 2010 in einer feier- ist nicht in Geld zu messen. Sie sind möglicherweise die einzigenlichen Zeremonie an Inge I. übergeben. Neben weiteren Familien- Erinnerungsstücke für Menschen, die vielleicht wie die Familienangehörigen nahmen Vertreter der Stadt Greenwich, der Pastor Bick und Cohn ihr Leben, nicht aber ihr Hab und Gut retten konn-der christlichen Gemeinde, ein Vertreter des Museum of Jewish ten. Oft sind es die einzigen Besitztümer, die den AngehörigenHeritage in New York sowie zahlreiche Mitglieder der jüdischen von ihren ermordeten Verwandten bleiben.Gemeinde von Greenwich an der Veranstaltung teil. Unter den Für uns besteht daher die Verpflichtung fort, weiter in den Be-zurückgegebenen Büchern war auch eine Sammlung religiöser ständen der SUB nach NS-Raubgut zu suchen und wenn möglichLieder, aus der der Kantor der Synagoge eines vortrug. Örtliche zu restituieren. Wir handeln dabei im Bewusstsein, dass diesesZeitungen und ein Fernsehsender berichteten von dem Ereignis. Thema Teil der Geschichte unseres Hauses ist.4 Jahresbericht 2010
  7. 7. InformationsdiensteBlau zu beige – www.Stabi-zieht-um.deLiebevoll gepflegt, immer wieder up to date gebracht, aber den-noch ein wenig in die Jahre gekommen: die „blaue“ Website derSUB, die 10 Jahre lang alle Infos zum Haus, alle elektronischenDienste, Katalogzugänge, seit 2004 den Chatbot Stella und seit2006 das Stabi-Blog beherbergte. Im Oktober war es so weit: DasSUB-Webteam hat mit neuem Design und dem neuem Content-Management-System Typo3 die Inhalte der Website in ein neuesvirtuelles Haus umgezogen.Das Hauptanliegen des Webteams: Alles sollte übersichtlicher Der „Wal“ wird langsam erwachsen – beluga mit mehr Bestands-werden, weniger Klicks zum gewünschten Dienst war die Devise. nachweisen und leistungsfähigerer HardwareSo fand der Katalogsuchschlitz seine feste Position auf jeder Seite,die Darstellung der überregional gehosteten elektronischen Zeit- beluga, der an der „Stabi“ entwickelte alternative Katalog für dieschriften und Datenbanken des Bibliothekssystems Universität wissenschaftlichen Bibliotheken in Hamburg, hat 2010 großeHamburg wurde in ihrem Design in die Website integriert, der Zu- Schritte zum zukünftigen Leben als „ausgewachsener Wal“ unter-gang zum Benutzerkonto ist von allen Seiten her direkt möglich. nommen. So sind jetzt neben der „Stabi“ die Bestände folgenderEine weitere Neuerung ist der Auftritt der SUB als Landesbiblio- Bibliotheken in beluga recherchierbar: Fachbibliotheken der Uni-thek, die im gleichen Design, aber mit viel mehr Platz für ihr gro- versität Hamburg, Universitätsbibliothek der Technischen Univer-ßes Portfolio an (elektronischen) Hamburgensien in eine eigene sität Hamburg-Harburg, Hochschulinformations- und Biblio-Umgebung gezogen ist. thekssystem der Hochschule für Angewandte Wissenschaften,Einzig Stella, die elektronische Informationsassistentin, befindet Hamburger Lehrerbibliothek, Hochschule für Musik und Theater,sich noch im Urlaub – nach einer intensiven Fortbildung wird aber Bibliothek der HafenCity Universität. Lehrenden, Studierendenauch sie bald wieder auf der Homepage Rede und Antwort stehen. und dem interessierten Publikum stehen somit in einem einzigen, modernen Suchwerkzeug die Daten von knapp sechs Millionen Werken zur Verfügung. Damit die Recherche in diesem umfassenden Datenbestand von Erfolg gekrönt ist, wurden spezifische Rankingmethoden einge- führt und optimiert, die je nach Art der Suchanfrage angepasste Ergebnislisten liefern. Auf diese Weise werden sowohl Suchen nach konkreten Werken sowie allgemeine, thematische Recher- chen individuell behandelt und die Ergebnisse für den Such- zweck optimiert dargestellt. Bei der Integration der neu hinzugekommenen Datenbestände wurde besonderer Wert darauf gelegt, auch für diese stets aktu- elle Verfügbarkeitsinformationen anzuzeigen. Sowohl im Ergebnis- überblick als auch bei den detaillierten Informationen ist ersicht- lich, ob ein Buch zur Zeit ausleihbar ist. Der Schwerpunkt der Arbeit an beluga besteht zur Zeit in der Kon- solidierung des Systems, um den hohen Anforderungen eines Regelbetriebs dauerhaft gerecht zu werden. So wird beluga künf- tig auf einem wesentlich leistungsfähigeren Server auf die Such- anfragen warten. Jahresbericht 2010 5
  8. 8. Hamburg University PressHamburg University Press ist der Verlag der Staats- und Universitätsbibliothek. Er hat das Ziel, den freien Zugang zu wissen-schaftlichem Wissen aktiv zu fördern. Konsequent sind alle publizierten Werke und Anwendungen frei über das Netz verfügbar(Open Access). Parallel können die Werke als hochwertige Druckausgaben erworben werden. Darüber hinaus beteiligt sich derVerlag an innovativen Projekten, um neue Aspekte des wissenschaftlichen elektronischen Publizierens auszuloten.Hamburgs Geschichte Weitere AktivitätenEin Fokus lag 2010 auf Publikationen zur jüngeren Geschichte. Auch dieses Jahr war der Stabi-Verlag wieder gemeinsam mit derBesonders produktiv zeigte sich die Hamburgische Wissenschaft- Arbeitsgemeinschaft der Universitätsverlage auf der Frankfurterliche Stiftung, die sich in drei neuen Bänden ihrer Reihe „Mäzene Buchmesse vertreten. Der Stand hat sich dort im Bereich vonfür Wissenschaft“ weiteren Stifterpersönlichkeiten und Kuratori- Wissenschaft und Fachinformation etabliert und wächst mitumsmitgliedern – den Brüdern Vorwerk, Ernst Friedrich Sieveking jeder Messe. In diesem Jahr präsentierte man sich zum erstensowie Albert Ballin – widmete. Mal mit dem Konzept eines „Marktplatzes“.Der Verein für Hamburgische Geschichte (VHG) begann seine Ko- Internationales Netzwerken ist ein wesentlicher Faktor: Währendoperation mit dem Stabi-Verlag mit einem furiosen Auftakt: der Messe wurde die Association of European University PressesNeben einem Werk, das sich mit einem bisher weniger bekannten (AEUP) gegründet, das neue internationale Open-Access-ProjektKapitel der hamburgischen Geschichte – den Hungerunruhen im OAPEN (Open Access Publishing in European Networks), das vor-Juni 1919 – befasste, legte der VHG in seiner Reihe „Beiträge zur wiegend geisteswissenschaftliche Verlage unterstützt, wurdeGeschichte Hamburgs“ ein gewichtiges Opus magnum vor. Die präsentiert.Veröffentlichung des zweibändigen Werkes des verstorbenen Au- Aber nicht nur das „klassische“ Verlagsgeschäft, sondern geradetors Uwe Schmidt, „Hamburger Schulen im ,Dritten Reich‘“, kann auch die nachhaltige Verortung im Bereich des elektronischenmit Fug und Recht als ein Standardwerk bezeichnet werden. wissenschaftlichen Publizierens ist die Aufgabe von HamburgEin Festakt mit prominenten Vortragenden zu diesem Anlass war University Press. Aus diesem Grund war der Verlag bei Konferen-hervorragend besucht und wurde einhellig begrüßt. Die verstor- zen und Tagungen, die sich mit Aspekten digitaler Wissenschaftbene Gattin des Altkanzlers Schmidt, Hannelore „Loki“ Schmidt, beschäftigten, präsent. Erwähnt seien hier exemplarisch diehatte eigens zu diesem Anlass einen Brief mit Erinnerungen an Open-Access-Tage in Göttingen.ihre Schulzeit in der NS-Zeit verfasst, der von der Direktorin der Neben der Beobachtung von Entwicklungen und wissenschaft-„Stabi“ verlesen wurde. Es gab positive Resonanz in der lokalen lichen Bedarfen ist es ein Anliegen des Verlags, exemplarisch inno-Presse sowohl zur Veranstaltung im repräsentativen Lichthof wie vative Publikationsformen mit Vertretern der Wissenschaft zu er-auch zum für Hamburg wichtigen Thema selbst. proben und umzusetzen:6 Jahresbericht 2010
  9. 9. Sichtbarkeit und Verfügbarkeit von elektronischen Verlagspublikationen Eine zentrale Aufgabe des Verlags liegt in der Präsentation, Sichtbarmachung und Verbreitung gerade auch elektronischer Publikationen. Die Statistik im Bereich elektronischer Publika- tionen am Jahresende zeigt den Mehrwert digitaler Verfügbar- keit: Allein die Download-Zahlen von Dokumenten von, im und über den Verlag publizierten Werken überschritten 2010 um ei- niges die 100.000er-Marke. Die Verlagsaktivitäten haben dabei stets das Ziel, die weltweite Verfügbarkeit von Publikationen noch zu erhöhen. So konnte für den Zeitschriftenserver der GIGA Journal Family 2010 das international anerkannte DINI-Zertifikat erlangt werden, das die Voraussetzung für Vernetzung und bes-„The Living Handbook of Narratology“ – sere Sichtbarkeit in der digitalen akademischen Welt ist. Die Ver-zukunftsorientiertes wissenschaftliches Publizieren netzung mit fachrelevanten Portalen wie z. B. SSOAR ( Social Science Open Access Repository ) oder auch die VerfügbarkeitIm digitalen Zeitalter verändert sich auch die wissenschaftliche über internationale wissenschaftliche Infrastrukturen wie DRIVERKommunikation. Neue Publikationsformen können den Anforde- ( Digital Repository Infrastructure Vision for European Research )rungen internationaler Kooperation und Kollaboration mit den ist dabei ein wichtiger Schritt.heutigen Arbeitsweisen in angemessener Weise Rechnung tra- Sichtbarkeit und Verfügbarkeit werden den Verlag weiterhin be-gen. Mit dem „Living Handbook of Narratology“ wurde eine solch schäftigen: Für 2011 ist als neues Angebot ein Zeitschriftenserverzukunftsweisende Publikationsstrategie umgesetzt: geplant, der Wissenschaftlern der Universität eine InfrastrukturDas Interdisziplinäre Centrum für Narratologie der Universität für nachhaltiges elektronisches Publizieren bieten wird.Hamburg hat in Kooperation mit dem Stabi-Verlag und dem Wis-senschaftsverlag de Gruyter ein interaktives narratologisches Hamburg University Press: http://hup.sub.uni-hamburg.de/Handbuch entwickelt, das laufend online fortgeschrieben wird. Es Reihe „Mäzene für Wissenschaft“:basiert auf Artikeln des 2009 bei de Gruyter gedruckt erschiene- http://hup.sub.uni-hamburg.de/reihen/mazene-fur-wissenschaft/nen „Handbook of Narratology“. Umgesetzt wird es mit Wiki-Tech- Reihe „Beiträge zur Geschichte Hamburgs“:nologie, die an wissenschaftliche Anforderungen angepasst und http://hup.sub.uni-hamburg.de/reihen/beitrage-zur-geschichte-hamburgs/mit elektronischen Mehrwerten angereichert wurde. Die Freischal- „The Living Handbook of Narratology“:tung des „Living Handbook“ wurde mit einer Feierstunde im Bei- http://hup.sub.uni-hamburg.de/handbucherlexika/the-living-handbook-of-narratology/sein universitärer und internationaler Gäste feierlich begangen. GIGA Journal Family: http://hup.sub.uni-hamburg.de/giga Jahresbericht 2010 7
  10. 10. ServiceDie Bibliothek war an 349 Tagen mit 82 Wochenstunden geöffnet. Davon werden acht Stunden an den Wochenenden aus Studien-beiträgen finanziert. In dieser Zeit stehen unseren Lesern 812 Arbeitsplätze, darunter 158 Computerarbeitsplätze, zur Verfügung.Die Auskunft im Informationszentrum ist wochentags ganztägig und am Sonnabend von 10 – 18 Uhr mit bibliothekarischem Fach-personal besetzt.15.674 Leserinnen und Leser meldeten sich neu an. Die Zahl der Informationsdiensteeingetragenen Nutzer stieg auf 50.089, davon sind knapp 20 %Stadtleser. Die Zahl der jährlichen Besucherinnen und Besucher 2010 wurden an den verschiedenen Auskunftsplätzen des Hausesblieb auf sehr hohem Niveau konstant bei 1.062.000. Das bedeu- 112.000 persönliche Auskünfte zur Literaturrecherche und all-tet, dass in jeder Öffnungsminute im Durchschnitt mehr als vier gemeinen Bibliotheksnutzung, zu den Medienlieferdiensten, zurKunden das Haus betreten, um Medien zu entleihen, die elektro- Nutzung von Datenbanken und anderer E-Medien gegeben.nischen Möglichkeiten zu nutzen, im Haus zu lernen und zu ar-beiten oder die kulturellen Angebote der Bibliothek – Ausstellun- Der Beratungsplatz im Informationszentrum bietet Erstnutzern undgen oder Veranstaltungen – wahrzunehmen. Der Lesesaal erlebte Stammkunden an 68 Wochenstunden eine verlässliche Anlauf-erneut eine Steigerung der Besucherzahlen und erreichte zuwei- stelle für Fragen zu Online-Katalog und Benutzerkonto, für Recher-len die Grenze seiner Kapazität. Trotz der zunehmend virtuellen chetipps und Hinweise auf das WLAN-Angebot oder die Multi-Angebote ist das gedruckte Buch außerordentlich beliebt. Ein funktionsgeräte.leichter Rückgang in der Ausleihe der Bücher um 1,4% auf E-Mail-Auskünfte nehmen weiterhin zu, daneben beteiligt sich1.251.836 Medieneinheiten ist der elektronischen Konkurrenz die Staats- und Universitätsbibliothek am gemeinsamenvon E-Büchern, E-Zeitschriften und anderen digital verfügbaren Auskunftsdienst „Fragen Sie Hamburger Bibliotheken“.Medien geschuldet, deren Nutzung überproportional anstieg. Und wie im Vorjahr unterstützten die Bibliothekare und Bibliothekarinnen der Informationsdienste mit Führungen,Ausleihzentrum und Magazine Vorträgen und Präsentationen die Angebote der „Teaching Library“ ( siehe Seite 11).Das Ausleihzentrum wurde von über 211.000 Lesern besucht, die388.000 aus dem Magazin bestellte Medien abholten und Im gesamten Haus steht Hamburger Studierenden das WLAN zur260.000 Medien „vor Ort“ entliehen oder neu verbuchen ließen. Verfügung. Als Lern- und Arbeitsort konnte das Informationszen- trum seine Attraktivität steigern. Von insgesamt 142 Arbeitsplät-Eine wichtige Neuerung in der Lehrbuchsammlung trägt der Tat- zen kann an 76 Plätzen alleine oder in Gruppen gelernt und ansache Rechnung, dass viele Lehrbücher zusätzlich auch als Online- 28 PCs das Webangebot der „Stabi“ mit all seinen elektroni-Version zugänglich sind. Am jeweiligen Standort weisen jetzt schen Ressourcen genutzt werden. Weitere 48 PC-ArbeitsplätzeAufsteller auf die parallele Online-Ausgabe hin. Für alle Fächer verfügen über einen Internetzugang mit OpenOffice, davon sindgibt es Listen der Online-Ausgaben zum Mitnehmen. 16 PCs zusätzlich mit Microsoft Office ausgestattet. Zwei Multi- funktionsgeräte (Kopierer mit Druckfunktion) runden das BildIm Februar begann in der Speicherbibliothek Bergedorf als Reak- der kurzen Wege ab: unser Angebot ist dort, wo der Benutzer ist.tion auf gestiegene Bestellzahlen der 5-Tages-Betrieb (vorherwar nur an drei Tagen Personal vor Ort). Damit konnten die Liefer- Zum Jahresende wurde ein zweiter Infoscreen für aktuelle undfristen deutlich verkürzt werden. Hintergrundinformationen in der Nähe der Auskunft eingerichtet.Der Ausbau des 2. Untergeschosses der Speicherbibliothek schrittzügig voran und wird 2011 abgeschlossen werden. Sie wird künftigden Namen „Speicherbibliothek Hamburg“ tragen, um ihre Auf-gabe als Archivbibliothek für ganz Hamburg zu dokumentieren.8 Jahresbericht 2010
  11. 11. Lesesäle Medienlieferdienste2010 standen die Lesesäle im Zeichen der Umbaumaßnahme für Beim Direktlieferdienst subito der SUB gingen 14% mehr Bestel-die Einrichtung des Saals 4 für Gruppen (siehe Seite 10). Der lungen ein als im Vorjahr. Die Bibliothek versandte 11.500 WerkeLesesaal 3 wurde dabei in seiner Gesamtfläche um ein Drittel über subito, 19% mehr als 2009. Diese erfreuliche Entwicklungverschlankt. 8.000 Allgemein- und Personalbibliographien verlief konträr zum Trend der anderen Lieferbibliotheken inzogen ins Informationszentrum oder ins Magazin. Deutschland, deren Bestellvolumen um 9% zurückging. Sie ver- deutlicht, dass die Kunden die Schnelligkeit und Effizienz desDie Zahl der Lesesaal-Besucher ist mit 505.000 weiter angestiegen. subito-Services der SUB ebenso schätzen wie die Qualität ihresAls neues elektronisches Angebot ist der PC-Pool mit OpenOffice Medienbestands und ihrer Sondersammlungen und sie daherausgestattet worden, und in einem E-Medien-PC kann in den gezielt als Lieferanten auswählen.elektronischen Pflichtdokumenten der SUB recherchiert werden.Der Mikroformen-Leseraum präsentiert sich mit leistungsstarken Auch die Zahl der Fernleihbestellungen blieb auf hohem Niveau.Zeutschel-Mikrofilmgeräten in neuer Optik. Für die Besucher, die Die Bibliothek erwies sich erneut als leistungsstarker Partner imgern ein Buch der 52 Fachgebiete zuhause studieren möchten, Leihverkehr. Zwar sank die Nachfrage aus anderen Bibliothekenhält der Lesesaal einen Hinweis parat: Fast 1.000 Titel, die auch als um 6%, aber die gebende Fernleihe erfüllte immer noch 40.000E-Book im Netz genutzt werden können, sind mit einem gelben Bestellwünsche. Auswärtige Bibliotheken lieferten unseren Be-Sticker gekennzeichnet. Dies ergänzt das Angebot an 5.100 aus- nutzern wie im Vorjahr gut 22.000 Werke. Hier kann die gegenüberleihbaren Werken aus dem Fach Jura und den Naturwissenschaften. dem Vorjahr erneut leicht gesunkene Zahl weiterhin als Indiz derEine inhaltliche Neustrukturierung gibt es bei der Pharmazie. Fand Qualität der „vor Ort“ vorhandenen Bestände gelten. Bemerkens-sie bisher ihren Platz beim Fachgebiet Medizin, ist sie jetzt zur wert ist der starke Anstieg bei internationalen Fernleihbestellungen:Chemie gewandert. unsere eigenen Kunden bestellten doppelt so viel Literatur aus dem Ausland wie 2009, und unsere Bibliothek erhielt 14% mehr Auslandsbestellungen. Die Fernleih-Auskunft im Informationszentrum erfreut sich konti- nuierlich wachsender Beliebtheit. Die Kunden werden hier quali- fiziert zu allen Aspekten der Medienlieferdienste beraten und er- halten individuelle Unterstützung bei ihren Recherchen und Be- stellungen. Dank eines optimierten Betriebskonzepts konnten mit 7.000 Auskünften 1.000 mehr als im Vorjahr gegeben werden. Jahresbericht 2010 9
  12. 12. Foto: UHH/Schell Gebäude und Einrichtung Umbau des Lesesaals 3 zu Saal 4 für Gruppen Um den Benutzern einen eigenen Raum für Gruppenarbeit zur Verfügung zu stellen, wurde ein neuer Saal eingerichtet. 330 Quadratmeter wurden dafür aus dem Lesesaal 3 im 2. Stock ab- getrennt. Mit einem direkten Zugang über das Haupttreppenhaus sind damit 80 neue Arbeitsplätze für kommunikatives Lernen hin- zugekommen. Im Oktober wurde der neue Saal in Betrieb ge- nommen, dessen Name – Saal 4 für Gruppen – Bezug auf die drei Lesesäle nimmt. Die Benutzer haben den Raum längst mit Be- schlag belegt, er erreicht auch an den Wochenenden nicht selten die Kapazitätsgrenze, was zeigt, dass diese Maßnahme notwen- dig war und die erwünschte Resonanz gefunden hat. Speichermagazin Bergedorf Das Speichermagazin Bergedorf wurde mit finanzieller Unter- stützung aus dem Hamburger Konjunkturprogramm (3,2 Millionen Euro) weiter ausgebaut – auch das zweite Untergeschoss wird ein Büchermagazin beherbegen. 2010 konnte etwa ein Drittel der Fläche mit Bücherregalen ausgestattet werden. Ein Leseraum soll später fünf Leseplätze aufnehmen.10 Jahresbericht 2010
  13. 13. Foto: Jasmin Marla DichantBibliothekssystemUniversität HamburgEine exzellente Universität braucht exzellente Bibliotheken. Ge-nauer gesagt: exzellente zentrale und dezentrale Informations-dienstleister. SUB und Fachbibliotheken haben auf der Basiseines fachlichen Gutachtens Handlungsfelder herausgearbeitet,die in den kommenden Jahren gemeinsam angegangen werdensollen. Im Fokus stehen hier sowohl eine an den Bedürfnissender Nutzer orientierte technische Infrastruktur als auch eineihren Lebens- und Lerngewohnheiten gerecht werdende Raum-und Funktionsplanung („Lernort Bibliothek“). Die Zusammen-führung der sprach- und literaturwissenschaftlichen Bibliothe-ken im Philturm zu einer leistungsstarken Fachbereichsbiblio-thek – unter fachlicher Beratung der SUB – ist eine von vielenaufeinander abgestimmten Maßnahmen innerhalb des Biblio-thekssystems. Hinzu kommen weitere gemeinsame Vorhaben,die die SUB als Kompetenzzentrum in vielfältiger Weise durch In-formation, Kooperation und Koordination begleitet hat. Dazu ge-hören unter anderem die Bereiche E-Medienversorgung, Infor-mationskompetenz, Speicherbibliothek, Katalogisierung vonAltbeständen oder auch der Versionswechsel der Bibliotheks-software für das Lokale Bibliothekssystem (LBS) Hamburg.Das Beratungs- und Schulungsangebot der Teaching LibraryIn der Wissensgesellschaft ist die Informationskompetenz eine derzentralen Schlüsselkompetenzen. Längst gehört die netzbasierteLiteratur- und Informationsrecherche zum wissenschaftlichen undberuflichen Alltag. Die SUB und die Fachbibliotheken begleiten undunterstützen insbesondere die Studierenden mit vielfältigen Bera-tungen und Schulungsveranstaltungen beim Erwerb ihrer Informa-tionskompetenz. Mit dem Relaunch der Website präsentiert die„Teaching Library“ an prominenter Stelle das gesamte Schulungs-und Beratungsangebot der „Stabi“ und der Fachbibliotheken derUniversität. Im Jahr 2010 haben 10.656 Personen 564 Veranstal-tungen besucht. Jahresbericht 2010 11
  14. 14. Abb.: „Wallhöhe bei Büschens Monument mit einem Blick auf die Binnen-Alster“ Die Pflichtexemplare bildeten auch den Schwerpunkt eines be- sonderen Programms zur Bestandserhaltung: der Massenent- säuerung. 2010 wurden für „Maßnahmen zum Erhalt der gefähr- deten Bestände in wissenschaftlichen Bibliotheken“ 800.000 Euro bereitgestellt; hinzu kamen 98.000 Euro Restmittel aus dem Vorjahr. Damit konnten 62.700 Bände entsäuert werden, davon 35.200 Bände aus der SUB. Darunter waren 930 Hambur-Landesbibliothek ger Dissertationen und 11.500 Monographien mit Erscheinungs- ort Hamburg (Pflichtexemplare) aus den Jahren 1840 – 1990, die übrigen 22.770 Bände gehören zu den DFG-Sondersammel-Die Hamburg-Sammlung: Erwerbung, Erschließung und Erhaltung gebieten der Bibliothek. Als Koordinatorin der Massenentsäuerung für alle wissenschaftlichen Bibliotheken in Hamburg konnte dieDer Bestand an Literatur zur hamburgischen Geschichte und Lan- SUB dafür sorgen, dass auch andere für die Geschichte der Hanse-deskunde wurde systematisch ausgebaut. Von den Neuerschei- stadt wichtige Bestände entsäuert wurden: z.B. Bibliotheks-nungen wurden 180 im Hamburg-Lesesaal aufgestellt, der als bestände des früheren Kolonialinstituts (in der FachbibliothekHandbibliothek zur Erforschung der Metropolregion mittlerweile Wirtschaftswissenschaften und im Fachbereich Evangelischefast 12.000 Bände umfasst. Mit 23 historischen Hamburg-Ansich- Theologie der Universität), die Bibliothek des Soziologen undten und -Karten, darunter sieben Ansichten aus dem Litho- Nationalökonomen Friedrich Hertz (Sozialwissenschaftliche Bi-graphischen Institut des Hamburger Zeichners und Verlegers bliothek der Universität), die Bibliothek der Sielklärversuchsan-Peter Suhr und eine topographische Karte „zum Gedächtnis der stalt Eppendorf in der UB der TU Hamburg-Harburg oder dieBelagerungszeit von 1813 und 1814“, konnte die Bibliothek ihre komplette Hamburger historische Statistik im Statistischen AmtSammlung um sehr schöne Hamburgensien erweitern. für Hamburg und Schleswig-Holstein – Statistikamt Nord. Ferner gingen Spezialsammlungen der Ärztlichen Zentralbibliothek, derEinen wichtigen Teil ihrer landeskundlichen Bücher und Zeit- Fachbibliothek Wirtschaftswissenschaften der Universität, desschriften erhält die Staatsbibliothek als Pflichtexemplare Ham- Zentrums für Theaterforschung, der HafenCity-Universität undburger Verleger, publizierender Institutionen und Behörden. der Bibliothek des Altonaer Museums zur Entsäuerung. Vorbe-2009 war die Novelle des Pflichtexemplargesetzes, die dem Ge- reitet wurde die Fortsetzung der Maßnahmen im Jahr 2011 mitsetz von 1988 die Ablieferung elektronischer Publikationen hin- Beständen der SUB und fünf weiterer Bibliotheken gemäß Haus-zugefügt hat, in Kraft getreten. Auf Grund dieses Gesetzes und haltsentwurf mit einem Finanzvolumen von 800.000 Euro.der schon ein Jahr älteren Verordnung über die Ablieferung amt-licher Publikationen konnten 2010 knapp 2.000 elektronisch ver- Die Staatsbibliothek musste viele ältere beschädigte Pflichtex-öffentlichte Dokumente auf den Dokumentenserver der Biblio- emplare der physischen Belastung durch Benutzung entziehen.thek übernommen werden (2009: 1.445). Um der Ablieferungs- Die Originale werden dann stabilisiert und in Kartonageboxenpraxis im Detail eine feste Grundlage zu geben, wurde im Herbst archiviert, und es wird eine Sekundärform (Mikrofilm, Digitalisat)2010 eine Pflichtstückverordnung erlassen, die mit einem detail- angefertigt, um die enthaltene Information weiterhin zugänglichlierten Sammelprofil der Bibliothek korrespondiert. Wunsch zahl- zu machen. Hamburger Zeitungen und Zeitschriften werden seitreicher Regionalbibliotheken bzw. Bundesländer, der Deutschen über 15 Jahren auf diese Weise systematisch gesichert. So hat dieNationalbibliothek wie auch der Verlegerverbände ist es, die Ab- Bibliothek 2010 u. a. die älteren Gesetz- und Verordnungsblätter,lieferung elektronischer Pflichtexemplare auf Bundes- und Län- historische Zeitschriften und Reihen sowie die Hamburg-Ausga-derebene arbeitsteilig und effektiv zu organisieren. Hamburg hat ben der großen Pflichtexemplar-Zeitungen verfilmen lassen. An-sich in der AG Regionalbibliotheken für eine solche kooperative gestoßen wurde eine Neuverfilmung der „Hamburger Nachrich-Lösung eingesetzt und sich als Testpartner angeboten. Hier sind ten“ und ihres Vorgängers seit 1792, der „Wöchentlichen ge-2011 praktische Fortschritte zu erhoffen. meinnützigen Nachrichten von und für Hamburg“, die das Mikro-Im Jahr 2010 kamen als „konventionelle“ Pflichtstücke etwa filmarchiv der deutschsprachigen Presse finanziert; ihr liegen12.000 Bücher, Zeitschriften- und Zeitungsbände, Karten und Bestände der Staatsbibliothek und des Staatsarchivs HamburgTonträger in die Bibliothek. zugrunde. Die Filme sollen anschließend digitalisiert werden.12 Jahresbericht 2010
  15. 15. Alle aktuelle Literatur zu Hamburg oder Hamburger Persönlich- Ergebnisse publiziert: die Zeitschrift des Vereins für Hamburgi-keiten wird seit 1992 in der Hamburg-Bibliographie verzeichnet: sche Geschichte, demnächst ergänzt um das MitteilungsblattBücher, Zeitschriften, Zeitungen, Karten, Atlanten, Broschüren, desselben Vereins, später „Hamburgische Geschichts- und Hei-vor allem die zahlreichen „unselbständig erschienenen“ Werke, matblätter“; das „Lexikon der hamburgischen Schriftsteller“ vonalso Aufsätze aus Zeitschriften, Sammelbänden, Festschriften Hans Schröder; über 200 historische Karten von Hamburg bisund Zeitungen. Seit 2009 wird in einem Retro-Projekt die vor 1880. Das Großprojekt „Hamburger Adressbücher“ wurde zu er-1992 erschienene Hamburg-Literatur systematisch eingearbei- heblichen Teilen und mit sehr positiver Resonanz im Novembertet, um dem letztlich angestrebten integralen Literaturnachweis 2010 ins Netz gestellt ( s. S. 14); weitere Jahrgänge, kleinerefür die gesamte Regionalliteratur näherzukommen. Ausgangs- Adressbücher der früheren Vorstädte und die Fernsprechbücherpunkt sind dabei die Titel aus der „Bücherkunde zur hamburgi- werden folgen. Begonnen hat die Digitalisierung der Hamburgerschen Geschichte“ für die Berichtsjahre 1900 – 1991 und einer Parlamentaria bis 1933; mit diesem Projekt korrespondieren Be-Kartei für die Zeit vor 1900, hinzu kommt die in der Verbund- mühungen der Bürgerschaftsdokumentation, die Parlaments-datenbank vor 1992 aufzufindende Hamburg-Literatur. Insge- materialien nach 1945 zu digitalisieren; eine Kooperation ist an-samt weist die Hamburg-Bibliographie online mittlerweile knapp gebahnt. Außerdem wurden historische und landeskundliche150.700 Titel nach und bietet 14.800 Kurzbiographien zu Ham- Hamburger Zeitschriften und die meistgefragten Bücher undburger Personen. Wird auf diese Weise eine umfassende Daten- Nachschlagewerke gescannt, dazu die ersten von 1800 Portraitsbank der Hamburger Regionalliteratur erreicht, wertet das den Hamburger Persönlichkeiten aus dem Druckgraphik-Bestand.Beitrag der Hansestadt zur Virtuellen Deutschen Landes- Diese Bildergalerie und die übrigen digitalen Hamburgensienbibliographie (www.landesbibliographie.de) erheblich auf. werden 2011 unter der neuen Erschließungs- und Präsentations- software Goobi im Netz veröffentlicht werden. Daneben ist EndeDer digitale Hamburg-Lesesaal 2010 eine umfassende Digitalisierungsstrategie für die Staatsbi- bliothek entwickelt worden, die für den künftigen „digitalenDas Portal-Projekt HamburgWissen Digital bildet im Bereich Lan- Lesesaal“ den Hamburg-Aspekt in eine breite Palette wichtigerdesbibliothek einen Fluchtpunkt, auf den die Bibliothek ver- Sammlungsobjekte integriert.schiedene Aktivitäten zur Präsentation ihres regionalen Schwer-punkts perspektivisch ausrichtet. Das Portal soll alle digitalen Um sich als Landesbibliothek für alle Bürgerinnen und BürgerRessourcen zur hamburgischen Geschichte und Landeskunde noch kompakter zu präsentieren, hat die Staatsbibliothek im Zugegleich welcher Datenproduzenten bündeln, in einem attraktiven ihres Website-Relaunch ( s. S. 23 ) eine eigene Website für ihreninteraktiven Umfeld thematisch geordnet und kommentiert prä- Bereich Landesbibliothek geschaffen (http://landesbibliothek.sentieren. In einem weiteren Schritt sollen alle dazu technisch sub.uni-hamburg.de/home.html).geeigneten Ressourcen auf einem hohen Standard der Suchma- Dort sind alle regionbezogenen Serviceangebote der Bibliothekschinentechnologie gemeinsam durchsuchbar gemacht werden. und alle Arbeitsbereiche versammelt, die zu Hamburg-ThemenDas Projekt konnte gegen Jahresende 2010 auf den Weg ge- etwas beitragen. Dies ist das regionale „Gesicht“ der Staats-bracht werden, die Staatsbibliothek betreibt es mit einer Lauf- bibliothek, mit dem sie in dem gesamt-hamburgischen Portalzeit von etwa drei Jahren gemeinsam mit dem Staatsarchiv und HamburgWissen Digital die Bibliothekssphäre vertreten wird.einem Dutzend weiterer Hamburger Partnerinstitutionen.Digitale Eigenbeiträge der Staatsbibliothek für das Portal Ham-burgWissen Digital sind zunächst die Hamburg-Bibliographie,die dort mit angebotenen Kurzbiographien, die über 650 nachThemen sortierten aktuellen Internetquellen zu Hamburger In-stitutionen („Hamburg im Internet“), die E-Dissertationen mitHamburg-Themen und schließlich die Volltexte, die die Biblio-thek durch eine systematische Retro-Digitalisierung ihrer wich-tigsten landesgeschichtlichen Bestände bereitstellen wird.Einige Digitalisierungsprojekte sind bereits abgeschlossen, die Jahresbericht 2010 13
  16. 16. HamburgerAdressbücher im NetzDas Projekt „Neuverfilmung und Digitalisierung der HamburgerAdressbücher“ gibt es bereits seit 2006 – jetzt ist mehr als einDrittel von rund 550.000 Seiten Adress- und Fernsprechbüchernaus Hamburg und seinen früheren Vorstädten im Netz. LangerAtem, technische und inhaltliche Kreativität bei der Gestaltungdes Produkts, viel Datenerfassungsfleiß, bibliothekarische Qua-litätskontrolle und Korrekturarbeit und ein Team aus verschiede-nen Abteilungen mussten zusammenkommen, um dieses Pro-jekt zu einem ersten, viel beachteten Zwischenergebnis zu brin-gen. Ausgangspunkt und Motivation des Projekts war ein un-haltbarer Zustand: Adressbücher sind für Privatpersonen undForscherInnen verschiedenster Interessenlage eine wichtigeQuelle und als Medium selbst ein begehrtes Forschungsobjekt,das heißt die Nachfrage ist groß und stetig. Aber die Originalewaren seit langem nicht mehr benutzbar, die in den 70er Jahrengefertigten Mikrofilme sperrig in der Benutzung und qualitativschlecht. Deshalb war die Digitalisierung zuerst ein dringendesBenutzungsdesiderat – daneben ein Anlass, erhebliche Mehr-werte zu schaffen durch neue Recherche-Möglichkeiten und Er-weiterungen des Material-Angebots: Insgesamt sind 980 Bändein das Projekt eingegangen, die als Originale gar nicht alle in derStaatsbibliothek vorhanden sind, sondern aus 18 Hamburgerund auswärtigen Bibliotheken und Archiven ausgeliehen wur-den zur Verfilmung und Digitalisierung.Gefördert wurde das Projekt durch FamilySearch, Utah, USA,durch Übernahme der Verfilmung bis zum Erscheinungsjahr 1950und durch die GEN Gesellschaft für Erbenermittlung mbH, die miteinem namhaften Betrag die Strukturdatenerfassung und Anpas-sung der Software unterstützte. Dass die Bibliothek danebenauch einige Eigenmittel aufwandte, um eine attraktive und durchdie Suchfunktionen qualitativ hochwertige Präsentation zu er-arbeiten, hat sich gelohnt: die Reaktionen des Publikums – derBlog-Eintrag zum Adressbuch wurde bisher rund 4000 mal gelesen!– und das große Medienecho waren einhellig positiv.
  17. 17. „Hamburgum literatum“ hieß der erste Vorläufer des Hamburger Adressbücher waren dazu da, Personen, WirtschaftspartnerAdressbuchs im Jahr 1698, eine Liste von Standes- und akade- oder Produkte zu finden, für Orientierung zu sorgen und natür-misch gebildeten Personen, noch ohne Adressen. Das „Jetzt be- lich auch: die Bewohnerschaft mit all ihren Funktionen, Titelnlebte Hamburg“ von 1712 (fortgesetzt als „Jetzt-lebendes Ham- und Verdiensten zu repräsentieren. Dazu gehörten über vieleburg“ 1722 – 1725) setzt die Ahnengalerie fort, später der „Al- Jahrzehnte ganz ungeschützt die Bankverbindung, der Börsen-manach für Reisende“ des Buchhändlers Johann Nicolaus Carl standplatz und die Privatadressen von Firmenbesitzern oder An-Buchenröder von 1782, der Verzeichnisse Hamburger und Alto- gestellten.naer Kaufleute, Mediziner und Apotheker brachte, und dann1784 der Hamburger Kaufmannsalmanach. Er war das direkte Besonders reich an sozial- und kulturgeschichtlicher SubstanzVorbild, nach dem der Kaufmann, Buchdrucker und Verleger Jo- ist stets das Verzeichnis der wichtigsten Gesellschaften, Stiftun-hann Heinrich Hermann das „Neue hamburgische Addres-Buch gen, öffentlichen Einrichtungen etc., und es richtete sich von Be-auf das Jahr 1787“ auf den Markt brachte. Es erschien jährlich bis ginn an immer auch an den Fremden, der am Hoteltresen das1966, nur 1814, 1944 – 1946 und 1948 nicht. Bis 1939 verblieb das Adressbuch in die Hand nahm. 1791 las er dort zur „öffentlichenHamburger Adressbuch im Verlag Hermann(’s Erben), bis es 1939 Stadtbibliothek“:gezwungenermaßen an die Verlagsgruppe Dumrath und Fass-nacht überging, die parallel auch allgemeine und Branchen-Fern-sprechbücher publizierte.Das auf alljährlichen Umfragen beruhende Hamburger Adress-buch genoss im Deutschen Reich einen exzellenten Ruf wegender Reichhaltigkeit und Zuverlässigkeit seiner Informationen.Die Verzeichnisse der Umgebung, die nach und nach zu erschei-nen begannen, standen dem kaum nach: Altona hatte seit 1802ein eigenes Adressbuch, Harburg seit 1856 und früher oder spä-ter auch Bergedorf, Wandsbek, Wilhelmsburg, Rahlstedt und dieElbvororte. Überall gab es Personen- und Firmenverzeichnisse,Straßenverzeichnisse und Branchenteile, daneben stets die Be-hörden mit allen Beamten und Angestellten und viele interes-sante beschreibende Teile zu Stiftungen und Vereinen, Wissen-schaft und Bildung, sozialen Einrichtungen, Kultur und Religion,dazu seit dem späten 19. Jahrhundert Werbung.Diese Vielfalt für interessierte NutzerInnen durchschaubar zumachen und möglichst kurze Suchwege über das schlichte Blätternhinaus zu schaffen, waren zentrale Ziele des Projekts. Am Endewird für jedes Jahr zwischen 1698 und 1975 der komplette Satz anAdress- und Fernsprechbüchern für Hamburg und die früherenVorstädte sowie Cuxhaven und Geesthacht angeboten werden.Darin sind Suchen in den typischen alphabetischen Teilen (Per-sonen/Firmen, Straßen, Branchen) möglich, bei Bedarf einge-schränkt auf einen Teilbereich der Hansestadt. Und es gibt einendirekten Zugang zu weiteren charakteristischen Teilen: zu Ver-kehr und Kommunikation (Post, Telefon, Telegraph), zur Werbungund vor allem zu den amtlichen und sonstigen Institutionen undzu Sehenswürdigkeiten – all dies kann auf bestimmte Jahre hinrecherchiert werden. Jahresbericht 2010 15
  18. 18. SondersammlungenIn den Sondersammlungen vereinigt die SUB wesentliche Teile ihres historischen, bis in die Gegenwart hinein erweiterten Bestandes.Mit ihren Spezialitäten, Kostbarkeiten und Unika geben die Sondersammlungen der Bibliothek ein individuelles Profil und bergeneine Vielzahl von Quellen für die regionale wie nationale Kultur- und Geschichtsforschung. Zahlreiche Ausstellungen und Veran-staltungen im Hause, in der Stadt und überregional schöpfen aus diesen Beständen, die darüber hinaus weltweit für wissen-schaftliche Zwecke genutzt werden.Handschriften Seltene und Alte DruckeEine der wenigen noch erhaltenen Handschriften aus der 1784 Im Jahr 2010 konnten einige besonders wertvolle Stücke für dieversteigerten Bibliothek des Hamburger Doms, die erst 1931 in verschiedenen Sammlungsbereiche erworben werden. Dazu ge-den Besitz der SUB gelangte, dann aber zwischen 1945 und 1999 hört das handgeschriebene, mit Wasserfarben illuminierte undkriegsbedingt verschollen war, ist als Band 4 der Reihe „Publi- mit eigenen Dichtungen versehene Malerbuch „Der Mann imkationen der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg“ im Turm“ des Hamburger Expressionisten und Begründers derReichert-Verlag veröffentlicht worden: „Das Hamburger Antipho- Turm-Presse Karl Lorenz (1888 – 1961). Hierbei handelt es sichnar ND VI 471. Ein wiederentdecktes Musikdenkmal des 15. Jahr- um den Entwurf zu dem gleichnamigen, 1930 in der Turm-Pressehunderts aus dem Hamburger Dom. Einführung, Edition, Fak- erschienenen Holzschnitt-Bilderbuch. Bereits 2007 konnte diesimile“ (Wiesbaden 2010). SUB das Malerbuch „Die Frau im Turm“ (1924) ankaufen, das vermutlich ebenfalls als Holzschnitt-Bilderbuch erscheinen soll- te, bisher aber nur in Gestalt dieses Entwurfs nachgewiesen ist. Die zahlreichen Pressendrucke des Künstlers werden in der Sammlung „Schönes Buch“ aufbewahrt. Unter den Neuzugängen befindet sich auch einer der berühmtes- ten und illustrationsreichsten deutschen Wiegendrucke: die nachDie Publikation präsentiert eine im 15. Jahrhundert im Umfeld ihrem Verfasser, dem Nürnberger Stadtphysikus Hartmann Sche-des Hamburger Doms entstandene Antiphonar-Handschrift, die del (1440 – 1514), benannte Schedelsche Weltchronik in einemzwei sonst nirgendwo überlieferte Offizien zu Ehren Marias und Exemplar der Ende 1493 erschienenen deutschen Ausgabe. Überihrer Mutter, der heiligen Anna, enthält. Texte und Melodien bei- 1.800 Holzschnitte schmücken die biblischen und profanen Ge-der hier erstmals veröffentlichten Zyklen stammen wahrschein- schichtsschreibungen sowie die Beschreibungen von Städtenlich von Klerikern des Hamburger Doms. Neben Erläuterungen und Ländern Europas. Das Exemplar befand sich ursprünglich imzu beiden Zyklen und zur vielfältigen Entstehungs- und Überlie- Besitz des Hamburger Gelehrten und Sammlers Michael Richeyferungsgeschichte des Codex bietet die Publikation eine voll- (1678 – 1761), der 1715 die „deutschübende Gesellschaft“ mitbe-ständige Text- und Notenübertragung sowie ein Faksimile der gründet hatte, die Vorgängerin der heute noch aktiven Patrioti-Handschrift. Eine CD mit Wiedergabe von Teilen des Marien-Offi- schen Gesellschaft von 1765. Der Erwerb dieses Bandes aus einerziums, aufgeführt vom Leipziger Vokalensemble amarcord an- amerikanischen Privatsammlung hat somit einen hohen ideellenlässlich des Festkonzerts zur 530-Jahr-Feier der Bibliothek 2009, Wert für die Geschichte der Hamburger literarischen Welt und istliegt der Veröffentlichung bei. eine große Bereicherung der Inkunabelsammlung der SUB.16 Jahresbericht 2010
  19. 19. Nachlässe und AutographenErgänzend zu dem bereits 1968 von der SUB aus Familienbesitzerworbenen Nachlass des Schriftstellers Hans Henny Jahnn(1894 – 1959) konnte im August 2010 mit Unterstützung desJahnn-Forschers Dr. Jan Bürger (Marbach) ein noch bei der Toch-ter Signe Trede-Jahnn in Fredensborg (Dänemark) verbliebenerTeil-Nachlass ihres Vaters übernommen werden.Er besteht aus Jahnns Handbibliothek, dem Archiv des von Jahnngegründeten und geführten Ugrino-Verlags, der besonders mitWerkausgaben von Barockkomponisten bekannt wurde, undverschiedenen Dokumenten zur Biographie (Familienpapiere,Fotos, Erinnerungsstücke, Gemälde). Literarisch besonders be- Musiksammlungdeutend ist die umfangreiche Familienkorrespondenz, derengrößter Teil 1992/93 an Dr. Uwe Schweikert (Stuttgart) ausge- Für ihr Brahms-Archiv erwarb die Bibliothek bislang unbekannteliehen und nun auch wieder mit dem Nachlass vereinigt wurde, Dokumente aus einem in Familienbesitz verbliebenen Teilnach-sowie ein annähernd vollständiges Typoskript der ersten beiden lass des Hamburger Musikers und Brahms-Freundes TheodorTeile von Jahnns Hauptwerk „Fluß ohne Ufer“. Avé-Lallemant (1806–1890). Es handelt sich um ein fragmenta- risch erhaltenes Autograph von Brahms’ 1859 entstandenem „Wechsellied zum Tanze“ (op. 31, Nr. 1 ), ein Vokalquartett, das bisher nur durch den 1864 erschienen Notendruck bekannt ist, sowie zwei eigenhändige Korrekturblätter zu Hamburger Auffüh- rungen von Brahms’ Klavierkonzert op. 15 und seiner Serenade op. 11. Auch an Avé-Lallemant gerichtete Briefe von Johannes Brahms, Clara und Robert Schumann, Joseph Joachim und Peter Tschaikowsky sowie weitere Musikhandschriften und -drucke aus seinem Besitz (darunter ein Exemplar des Erstdruckes von Brahms’ Streichquartetten op. 51) gehören zu der Neuerwerbung. Eine ebenfalls im Teilnachlass enthaltene Abschrift des Allegro- Satzes einer g-Moll-Klaviersonate mit nachträglicher Zuschrei- bung an Clara Wieck (spätere Schumann), deren zugehörige Sätze sich als Abschriften desselben Kopisten in einem anderen Teil- nachlass Avé-Lallemants im Brahms-Institut Lübeck befinden,Darüber hinaus fanden acht eigenhändige, meist noch unveröf- konnte Dr. Michael Struck, der Leiter der Forschungsstelle der Jo-fentlichte Briefe des Dichters Matthias Claudius (1740 – 1815) an hannes-Brahms-Gesamtausgabe an der Universität Kiel, mitFamilienmitglieder sowie ein weiterer Teilnachlass des spani- hoher Wahrscheinlichkeit als Werk des Hamburger Komponistenschen Schriftstellers Guillermo de Torre (1900 – 1971) mit Manu- und Brahms-Freundes Carl von Holten (1836 – 1912) identifizieren.skripten, Tagebuchaufzeichnungen, Portraits und Widmungs- Alle genannten Dokumente sind inzwischen über den Handschrif-exemplaren Eingang in die Nachlass-Sammlung. tenkatalog HANS der SUB Hamburg recherchierbar. Jahresbericht 2010 17
  20. 20. KartensammlungDie im Jahr 2009 digitalisierten 200 historischen Hamburg-Karten dem berühmten Renaissance-Städteatlas von Braun und Hogen-aus der Zeit von 1590 bis 1880 erwiesen sich als großer Erfolg: berg: „Civitates Orbis Terrarum“.Ihre Präsentation führte im Jahr 2010 zu rund 82.600 Aufrufen der Ein weiteres historisches Stück, das in diesem Jahr für die Kollek-entsprechenden Internetseite und zog rund 100 Reproduktions- tion angeschafft wurde, ist ein seltener Schulatlas aus dem 18.aufträge nach sich. Jahrhundert, herausgegeben im Auftrag der Berliner Akademie derNeu erworben wurden für die Kartensammlung 21 historische Wissenschaften von dem begnadeten Mathematiker LeonhardAnsichten und zwei Karten, darunter Hamburger Ansichten von Euler: „Geographischer Atlas bestehend in 44 Land-Charten, wo-Peter Suhr, Wilhelm Heuer und Leo Loeser Wolf, einige pittoreske rauf alle Theile des Erd-Creyses vorgestellet werden“, BerlinTrachtenbilder und der sehr seltene Hamburg-Plan von 1588 aus [1783].18 Jahresbericht 2010
  21. 21. Linga-Bibliothekder Freien und Hansestadt HamburgDie wissenschaftliche Spezialbibliothek mit wertvollem Altbestand und aktueller Studienliteratur zu Geschichte, Politik, Landes-kunde, Ethnologie sowie zu Kunst und Kultur Lateinamerikas entstand aus der Büchersammlung des Hamburger Kaufmanns CarlosR. Linga. Die Linga-Bibliothek befindet sich im Lichthof im Altbau der SUB und verfügt über einen Bestand von mehr als 35.000 Bänden,der von den Studierenden und Wissenschaftlern der Universität Hamburg und anderen Lateinamerika-Interessierten genutzt wird.Die „Stiftung der Linga-Bibliothek in der Freien und HansestadtHamburg“ wurde im Jahr 1967 von der Witwe Lingas, BerthaProbst de Linga, gegründet und fördert seither umfassend dieLinga-Bibliothek. Die jährlichen Erträge aus dem Vermögen wer-den u. a. zum Ankauf von aktueller Lateinamerika-Literatur undAntiquaria verwendet. Im Jahr 2010 konnten mit diesen Geldernzahlreiche Werke aus dem 18. und 19.Jahrhundert erworben wer-den. Sie ergänzen vor allem den Bereich der Reiseliteratur, dereinen wichtigen Schwerpunkt der Antiquaria-Sammlung der Bi-bliothek bildet. Das Ehepaar Linga hatte sich stets für den Blickeuropäischer Forscher und Reisender auf Lateinamerika interes-siert und über Jahrzehnte eine bedeutende Kollektion reich illus-trierter Forschungsberichte, Reisebeschreibungen und Atlantenzusammengetragen. Die Stiftung der Linga-Bibliothek beteiligte sich auf Einladung des Initiativkreises Hamburger Stiftungen am 3. Hamburger Stiftungs- tag, um die „Schätze“ der Linga-Bibliothek zu zeigen und das Angebot an aktueller Forschungsliteratur in der Stadt bekannter zu machen. Der Stiftungstag fand unter dem Motto „Stiftungen bewegen die Stadt!“ am 5. Juni 2010 in der Handelskammer und im Hamburger Rathaus statt. Die Linga-Stiftung war im Börsen- saal als Teil eines Gemeinschaftsstands vertreten und informierte unter der Überschrift „Hamburger Unternehmer, Mäzene und Wissenschaftsförderer“ die Öffentlichkeit über die Arbeit der Stiftung und der Bibliothek. Im Zentrum der Präsentation stand eine Diashow zur Geschichte des Ehepaars Linga in Mexiko und zur Entstehung ihrer Büchersammlung als Grundstock der späte- ren Linga-Bibliothek. Bereits am Vorabend des Stiftertages fand im großen Festsaal des Rathauses ein Senatsempfang für die Hamburger Stiftungen Foto: Otto Danwerth statt. Jahresbericht 2010 19
  22. 22. Bundesweite Literaturversorgung –SondersammelgebieteDie SUB Hamburg betreut im System der bundesweiten Literaturversorgung die fünf Sondersammelgebiete (SSG) Spanien/Portugal, Politik und Friedensforschung, Verwaltungswissenschaften, Indianer- und Eskimosprachen und -kulturen sowie Küsten-und Hochseefischerei. Dieses System wird gegenwärtig von der DFG umfassend evaluiert. Die SUB beteiligte sich über die Mitarbeitin Gremien und durch Teilnahme an Befragungen aktiv an diesem Verfahren.Im Jahr 2010 unterstützte die DFG die Erwerbung für die fünfSondersammelgebiete mit rund 580.000 Euro. Damit wird so-wohl der Kauf gedruckter Literatur gefördert, als auch die Sich-tung, Auswahl und Aufnahme von frei im Internet verfügbaren Projekt Akte20.09elektronischen Medien. Den Nutzern in ganz Deutschland steht http://projektakte.sub.uni-hamburg.de/damit nicht nur ein umfassender Buch- und Zeitschriftenbestandfür die Sondersammelgebiete zur Verfügung, sondern auch eine Im Projekt Akte20.09 wird die von der SUB betriebene Virtuellewachsende Zahl von wissenschaftlich relevanten elektronischen Fachbibliothek Politikwissenschaft (ViFaPol) inhaltlich um dieDokumenten, auf die ohne Zugangsbeschränkung sofort zugegrif- Verwaltungs- und Kommunalwissenschaften erweitert und tech-fen werden kann. Die SUB Hamburg hat im Jahr 2010 insgesamt nisch auf eine neue Basis gestellt. Partner in diesem von der DFGrund 2.200 elektronische Medien (Texte und Internetquellen) auf- geförderten Projekt sind die Senatsbibliothek Berlin, das Deut-genommen. Sie sind im Campus-Katalog des Bibliothekssystems sche Institut für Urbanistik Berlin und die Deutsche HochschuleUniversität Hamburg verzeichnet, viele der E-Medien darüber hin- für Verwaltungswissenschaften Speyer. Ziel ist es, neben politik-aus auch in den verschiedenen virtuellen Fachbibliotheken, die wissenschaftlichen nun auch verwaltungs- und kommunal-die SUB betreibt oder mit Content-Lieferungen unterstützt. wissenschaftliche Informationen komfortabel über ein Fachpor- tal recherchieren und beschaffen zu können. Um dies zu rea- lisieren, wurden ab Projektstart im Februar 2010 zunächst grundlegende Nutzerstudien durchgeführt. Auf Basis der da- durch gewonnenen Erkenntnisse über das Rechercheverhalten der Zielgruppe wurde das Konzept für die technische Umsetzung des Portals angepasst und Inhalte (Datenbanken, Zeitschriften, Webseiten) zur Einbindung in die Metasuche ausgewählt. Erstes sichtbares Ergebnis ist die Neugestaltung der Nutzeroberfläche des Volltextservers eDoc. ViFaPol, die auch einen Einblick in das für die gesamte ViFa angestrebte Design bietet. http://edoc.vifapol.de/opus/20 Jahresbericht 2010
  23. 23. Die virtuelle Fachbibliothek cibera wird Mitglied bei Academic LOTSE PolitikwissenschaftLinkShare So wie ein Lotse sein Schiff durch die Gewässer leitet und aufZwei von der SUB betreute Produkte kamen im Jahr 2010 zu- Kurs hält, bietet das gleichnamige Tutorial-Portal LOTSEsammen. Die ViFa Ibero-Amerika/Spanien/Portugal (cibera.de), (http://lotse.uni-muenster.de) Studierenden und Wissenschaft-die die SUB Hamburg zusammen mit dem Ibero-Amerikanischen lern einen gesteuerten Überblick über Informationen zu einzel-Institut in Berlin betreibt, wurde Mitglied bei Academic Linksha- nen Fächern und Bibliotheksstandorten. LOTSE begleitet diere (ALS), einem deutschlandweit aktiven Verbund zur kooperati- Nutzer bei allen Schritten des wissenschaftlichen Arbeitens undven Erschließung von Internetquellen. führt zu den benötigten Ressourcen. Das Portal wird von der ULB Münster betrieben, die auch für die Zentralredaktion verant-Mit dem Linkshare System und der Geschäftsstelle stellt die SUB wortlich ist. Da alle an LOTSE beteiligten Bibliotheken die fach-die technische und organisatorische Grundlage für die Erschlie- lichen und lokalspezifischen Inhalte kooperativ betreuen undßungsarbeit in ALS bereit. pflegen, können die Informationen laufend aktualisiert und anDer von den beteiligten wissenschaftlichen Bibliotheken und die Bedürfnisse der Nutzer angepasst werden.Fachinstituten gemeinsam aufgebaute Datenpool sprengte imJahr 2010 die Marke von 100.000 Datensätzen, von denen über Nach dem Recherchekurs Hispanistik hat die SUB in LOTSE nun93.000 Internetquellen in 17 verschiedenen Fachportalen und auch ein Tutorial zur Politikwissenschaft zusammengestellt. Wirvirtuellen Fachbibliotheken präsentiert werden. Damit hat das bieten dort grundlegende Informationen zur Recherche und Hin-Netzwerk eine in Deutschland einmalige Größe erreicht. weise auf fachspezifische Ressourcen zur Politikwissenschaft.http://www.academic-linkshare.de Eingebunden wurde das Tutorial auch in die Virtuelle Fachbiblio- thek ViFaPol.Dazu trug auch der Import der etwa 8.000 Internetquellen bei, http://www.vifapol.de/tipps/tutorial/die in cibera nachgewiesen sind. Die Websites aus und über La-teinamerika, Spanien und Portugal decken ein vielfältiges The-menspektrum ab, das von der Anthropologie bis zur Zoologiereicht. Die Internetquellen sind weiterhin in cibera recherchier-bar, können jetzt aber auch von anderen ViFas präsentiert wer-den. So lässt sich nach einem Datenaustausch beispielsweiseeine wirtschaftspolitische Institution in Spanien über den regio-nalen Zugang cibera finden, aber auch über die thematischenPortale ViFaPol oder EconBiz. Jahresbericht 2010 21
  24. 24. ÖffentlichkeitsarbeitAusstellungen, Tagungen, VeranstaltungenEin Jahr der Konsolidierung! Nach dem Jubiläumsjahr mit sehr Auch ein großer Teil der Veranstaltungen hatte Hamburg zumvielen bibliotheksbezogenen Veranstaltungen hatte die „Stabi“ Thema, zumal inzwischen die Vorträge des Vereins für Hambur-in diesem Jahr einen Hamburg-Schwerpunkt gewählt. gische Geschichte in der Bibliothek stattfinden. Ein weiterer Schwerpunkt war die Hamburg beschäftigende Schulreform, inDrei Ausstellungen drehten sich um Hamburg-Literatur im wei- deren Zusammenhang der Verein „Schule im Dialog“ etliche In-testen Sinne: der Hamburger Kinder- und Jugendbuchautorin formationsveranstaltungen durchführte. Ausreißer des JahresKirsten Boie wurde zum 60. Geburtstag eine Ausstellung und ein war die Modenschau „Rengé Mezopotamya – Die Farben Meso-Symposium gewidmet, sie dankte mit einer Lesung. Im Rahmen potamiens“, die neue Möglichkeiten der Nutzung des Lichthofsdes Kulturfrühlings „Himmel auf Zeit – Die 1920er Jahre in Ham- in Szene setzte.burg“ zeigte die „Stabi“ gemeinsam mit der Universität Ham-burg eine historische „Literatur-Topographie“: „Karger vielleicht Zwei besondere Publikationen des Stabi-Verlags „Hamburgals wo anders – Literatur und literarisches Leben in Hamburg University Press“ wurden vorgestellt, das „Living Handbook of1919 – 1933“, hauptsächlich mit Büchern aus den eigenen Be- Narratology“ und das Standardwerk zur Hamburgischen Schul-ständen. Ein besonders starkes Medienecho erlebte die Ausstel- geschichte „Hamburger Schulen im ,Dritten Reich‘“, zu dessenlung über den „Weltverbesserer Kurt Hiller“ zum 125. Geburtstag Präsentation im Lichthof Hannelore Schmidt noch eigene Erinne-des Publizisten, Pazifisten und Juristen. rungen verlesen ließ.In zwei Ausstellungen präsentierten Hamburger Buchkünstlerihre Werke: der Drucker und Grafiker Klaus Raasch seine Bücher, Ungewöhnlich und von den Studierenden mit Begeisterung aufge-Grafiken und Objekte und die renommierte Buntpapiererin Gisela nommen war das Public Viewing der Fußball-Weltmeisterschaft.Reschke wunderschöne Einband- und Vorsatzpapiere, zu denen Die Bibliothek zeigte die tagsüber abgehaltenen Spiele im Vortrags-die Bibliothek historische Beispiele aus den Rara-Beständen bei- raum, die Aktion wurde zum Blog-Renner bei den Veranstaltungen.steuerte. Insgesamt fanden in der Bibliothek sieben Ausstellungen, zwei Tagungen und 41 Veranstaltungen statt. Alle Ausstellungen, Tagungen und Veranstaltungen s. S. 32 ff.22 Jahresbericht 2010
  25. 25. Relaunch der Website Social MediaAm ersten Oktober startete die Stabi-Website in einer neuen Ver- Über das zentral in die Website integrierte Weblog kommuniziertsion. Sie wurde vom Design komplett neu – nämlich im Corporate die Staatsbibliothek seit 2006 erfolgreich mit den Nutzern. ImDesign der Bibliothek – und inhaltlich anders gestaltet, sie stellt vergangenen Jahr hat die Bibliothek einen weiteren Schritt zurdie Recherche in den Vordergrund, führt mit einem Mausklick zu Verankerung von Web 2.0 in die Marketingstrategien des Hausesden elektronischen Zeitschriften und Datenbanken und macht gemacht und als eine der ersten Bibliotheken Deutschlands dasmit ihrem neuen „Look and Feel“ und vielen Bildern Lust auf die Thema Social Media als so bedeutend eingestuft, dass hierfürInhalte. Der Relaunch wurde entsprechend in den Social Media eigens eine Stelle eingerichtet wurde.beworben und fand viel Aufmerksamkeit. Es gab kaum kritische Die Kommunikation über die Sozialen Netzwerke nutzt dieStimmen, was als ein schnelles Einleben unserer Nutzer in ihr „Stabi“, um sowohl mit den bestehenden Kunden in Kontakt zuvirtuelles Bibliothekszuhause gewertet werden kann. treten, als auch um neue Nutzer für die Serviceleistungen der Bi- bliothek zu gewinnen. Dadurch werden die ausleihbaren Buch-Pressearbeit und Zeitschriftenbestände, alle elektronischen Serviceleistun- gen und das Veranstaltungsprogramm der Staatsbibliothek auchDas Referat „Öffentlichkeitsarbeit“ der „Stabi“ betreut nicht nur weit über die Grenzen Hamburgs hinaus bekannt gemacht. Überdas Corporate Design der Bibliothek und ist für das Management das Blog, über Twitter und vor allem über das immer stärker ge-der Ausstellungen und Veranstaltungen zuständig, sondern wen- nutzte Soziale Netzwerk Facebook wird laufend über das breitedet sich mit der Pressearbeit an die Print-Medien, den Rundfunk Angebot des Hauses informiert. Über die Social-Media-Kanäleund das Fernsehen. eingehendes Feedback wird genutzt, um das Angebot der Bi-2010 gab die Bibliothek 13 Pressemitteilungen heraus; 35 Artikel bliothek zu optimieren. Fragen der Benutzung werden zeitnahmit bibliotheksbezogenen Inhalten erschienen in der Tages- geklärt.presse Hamburgs und der Metropolregion, hier erregten diefrisch digitalisierten Hamburger Adressbücher das größte Aufse-hen, überregional beachtet wurde v. a. die Kurt-Hiller-Ausstel-lung. Und zum Jahresschluss freute sich die Bibliothek nochüber einen besonderen Auftritt: Stabi-Schätze verbargen sichhinter dem zweiten Adventstürchen im NDR-Fernsehen. Ein reger Austausch und steigende Abonnentenzahlen sowohl auf Twitter (Ende 2010: 600 Follower) als auch auf Facebook (Ende 2010: 700 Fans) zeigen, dass wir auf einem richtigen Weg sind. Die Nutzer werden dort abgeholt, wo sie sind, und finden die Dienstleistungen der „Stabi“ sowohl im virtuellen als auch im realen Raum vor, also überall da, wo sie ihre Informationen aufnehmen, verarbeiten und verbreiten. Jahresbericht 2010 23
  26. 26. 5. Bestand nach Materialien Bücher, Zeitschriften, Zeitungen 3.454.644 … darunter: Lehrbuchsammlung 48.115 … darunter: Inkunabeln 249 … darunter: Rara 19.351 Sonstige Druckwerke 101.855 … darunter: Karten und Pläne 58.796 … darunter: Noten 27.656 Sonstige nicht-elektronische Materialien 728.620 … davon: AV-Medien 73.677Statistik … davon: Mikromaterialien Handschriften und Autographen 650.282 88.663 Nachlässe insgesamt 5611. Gebäude / Einrichtung Elektronische Bestände 491.488Bruttofläche ( in qm ) 24.285 … davon: Datenbanken 1.293... davon: Benutzungsbereiche 8.990 Laufend gehaltene Zeitschriften, Zeitungen 6.863... davon: Magazinbereiche 11.805 Laufend gehaltene elektron. Zeitschriften, Zeitungen 51.472Benutzerarbeitsplätze 812... darunter: Computerarbeitsplätze 158 6. Benutzung Allgemeine Daten2. Bibliothekspersonal Aktive EntleiherInnen 50.089Bibliothekspersonal lt. Stellenplan 210,5 … darunter: nicht Hochschulangehörige 11.465… davon: genutzt 181 Öffnungstage 349… darunter: einfacher und mittlerer Dienst 78 Öffnungsstunden in der Woche 82… darunter: gehobener Dienst 78 Anteil des geschlossenen Magazinbestandes in % 91… darunter: höherer Dienst 25 Benutzung am OrtPersonal außerhalb des Stellenplans insgesamt 16 Entleihungen nach physischen Einheiten insgesamt 1.251.836Personenmonate der Auszubildenden 137 … darunter: Leihfristverlängerungen 556.575Fortbildungstage aller MitarbeiterInnen 581 … darunter: Lehrbuchsammlung 108.097 … darunter: SB-Bereich 152.0523. Ausgaben und Finanzierung (EUR) … darunter: Lesesaal 21.462Ausgaben Erwerbung 3.705.089 … darunter: Eilbestellungen 641… davon: Kauf 3.513.341 Vormerkungen 61.618… … darunter: elektronische Medien 944.263 Erinnerungen und Mahnungen 90.415… … darunter: Zeitschriften 1.086.005 Bibliotheksfachliche Auskünfte 111.664… davon: Einband 191.674 Von Benutzern erstellte Fotokopien 1.670.000Sonstige sächliche Ausgaben 5.052.018 Persönliche Bibliotheksbesuche 1.062.307… darunter: Ausgaben für Bestandserhaltung 1.209.906 … darunter: Besuche der Lesesäle 505.725… darunter: gebäudebezogene Ausgaben 1.582.025 … darunter: Besuche des Ausleihzentrums 211.441Ausgaben für Personal 9.889.808 Virtuelle Bibliotheksbesuche 9.610.374Finanzierung durch Unterhaltsträger 15.949.719 Benutzerschulungen (Stunden/Teilnehmer) 133/4.762Finanzierung durch Studiengebühren 500.000 Ausstellungen 7Finanzierung durch Drittmittel 1.020.363 Kulturelle Veranstaltungen 41Einnahmen 1.064.496 Tagungen 2 Zugriffe auf elektronische Zeitschriftentitel 303.8054. Zugang Zugriffe auf Datenbanken 216.235Zugang insgesamt – konventionell 60.896 Auswärtiger Leihverkehr und Lieferdienste… darunter: Kauf 33.467 Erhaltene Bestellungen und Lieferungen insgesamt 91.892… darunter: Pflicht 12.086 … darunter: Lieferungen nach außen 51.146… darunter: Sonstiger Zugang, Geschenk, Tausch 15.343 … darunter: Lieferungen von außen 22.226Zugang insgesamt elektronisch 383.965 … darunter: positiv erledigte Direktlieferdienste 11.45424 Jahresbericht 2010

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