Die Problematik Des Vertrauens Im Web 2.0 - Julika Trappe

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    Die Problematik Des Vertrauens Im Web 2.0 - Julika Trappe - Presentation Transcript

    1. Die Problematik des Vertrauens im Web 2.0
    2. Gliederung Teil 2: 1. Was ist Vertrauen? 1.1 Definitionen von Vertrauen 1.2 Gemeinsamkeiten der Definitionen 1.3 Spezifisches und generalisiertes Vertrauen 1.4 Komponenten von Vertrauen 1.5 Wissenschaftliche Ansätze 2. Welche Problematik ergibt sich daraus?
      • Wikipedia :„Unter Vertrauen wird die Annahme
      • verstanden, dass Entwicklungen einen positiven
      • oder erwarteten Verlauf nehmen.“
      • Brecht: „Vertrauen wird dadurch erschöpft, dass es
      • in Anspruch genommen wird.“
      • Thiedeke : Vertrauen als Reduktionsmechanismus
      • von Komplexität (nach Luhmann)
      • Coleman : Vertrauen ist eine „riskante, aber bewusste
      • Vorleistung rational handelnder Akteure,
      • die mit der Vertrauensgabe eine Maximierung
      • ihrer Eigeninteressen anstreben.“
      1.1 Definitionen von Vertrauen :
      • „ Trust begins where prediction ends.“
      • Giddens : Vertrauen ist dann erforderlich, wenn
      • vollständige Information fehlt.
      • Vertrauen ist eine alltägliche Fähig-
      • keit, die keine bewusst rationale Ursache
      • hat.
      • Simmel: „Vertrauen […] ist als Hypothese ein mittlerer
      • Zustand zwischen Wissen und Nichtwissen
      • um den Menschen. Der völlig Wissende
      • braucht nicht zu vertrauen, der völlig Nicht-
      • wissende kann vernünftigerweise nicht
      • einmal vertrauen.“
    3. 1.2 Gemeinsamkeiten der Definitionen
      • Erwartungen an Personen oder Institutionen
      • zeitlicher Aspekt: Vertrauen findet in der Gegenwart
      • statt, gründet unter Umständen auf vergangenen
      • Erfahrungen und bezieht sich auf zukünftige
      • Ereignisse
      • durch Vertrauen wird eine Vorleistung erbracht, von
      • der man hofft, dass sie erwidert wird
      • Vertrauen kann enttäuscht werden
      • Vertrauen bedeutet Nicht-Wissen/Unsicherheit
      • Voraussetzung einer Entscheidungsfreiheit
      • Informationen als Grundlage einer Vertrauenshandlung
      • Vertrauen in eine Autoritätsperson, z.B. Polizist (als Vertreter einer Institution)  Eigenschaften sind nicht relevant
      • Ist auf eine einzelne, spezielle Person gerichtet (persönliches Vertrauen)
      • Vertrauenswürdig ist der, der dabei bleibt, was er bewusst oder unbewusst über sich mitgeteilt hat  persönliche Eigenschaften
      • Systemvertrauen, z.B. in ein politisches System
      • Große gesellschaftliche Komplexität (es kann sich nicht jeder mit allem auskennen)
      • Man muss sich auf fremde gegebene Informationen verlassen
      1.3 Spezifisches und generalisiertes Vertrauen
    4. 1.4 Komponenten von Vertrauen Akteure: Personen, die mit anderen Personen in Beziehung stehen, wobei alle Beteiligten Vertrauensgeber und Vertrauensnehmer sind, z.B. Internet-Nutzer & Anbieter Erwartungen: die Akteure haben die Zuversicht, wie der andere reagieren wird (positive Erwartungen), wobei die Erwartungen auch enttäuscht werden können Verwundbarkeit: beide Seiten sind in einer Ver- trauensbeziehung verwundbar, sowohl wirtschaftlich, sozial als auch psychisch
    5. 1.5 Wissenschaftliche Ansätze Der gläserne Bürger (Ralf Bendrath):
      • Durch technische Entwicklungen sind das Aufzeichnen und
      • Verarbeiten von Daten jedes einzelnen B ü rgers m ö glich
      • Gefahr: Missbrauch von Daten  Schutz durch technische
      • Infrastruktur
      • Neues Sicherheitssystem: Staat soll nicht mehr bestehende
      • Gefahren abwehren, sondern präventiv Gefahren erst
      • gar nicht aufkommen lassen
      •  Technische Risikoabschätzung ersetzt den sozialen
      • Vertrauensvorschuss in einer Gesellschaft wie der unseren
    6. Möllering: - Gemeinsames aller sich mit Vertrauen befassenden Wissenschaften: Erklärung positiver Erwartungen - Kern des Vertrauens ist das Aufheben von Ungewissheit - mit Vertrauen werden Menschen handlungs-, beziehungs- und gesellschaftsfähig 1.5 Wissenschaftliche Ansätze
    7. Vertrauensrad - drei Perspektiven
    8. Coleman: - gesellschaftliche Strukturen werden auf Makro- bzw. Mikroebene erklärt - Rational-Choice-Theorie  Beziehungsgleichung: p= Wahrscheinlichkeit des Gewinns L= potentieller Verlust G= potentieller Gewinn Wenn: p/(1-p)>L/G  Vertrauen 1.5 Wissenschaftliche Ansätze
    9. Thiedeke: - Vertrauen als ein Mechanismus, der soziale Ordnungsbildung in virtuellen Gemeinschaften unterstützt - Vertrauen entsteht, wo Anhaltspunkte auf einen positiven Verlauf zukünftiger Entwicklungen schließen lässt; es liegen aber keine Informationen vor, die ein- deutige Vorausberechnungen zulassen - mögliche Alternativen zu Vertrauen: Misstrauen & Macht 1.5 Wissenschaftliche Ansätze
    10. 2. Problematik von Vertrauen im Web 2.0
      • Vertrauen kann im Internet nicht immer auf konkrete
      • Personen bezogen sein, man muss auch der Technik
      • vertrauen
      • Man sollte nicht völlig naiv im Web 2.0 unterwegs
      • sein, sondern sich über Sicherheitsmöglichkeiten
      • informieren und diese auch nutzen
      • „ Sowohl die rechtlichen als auch die technischen
      • Hintergründe von Internet und E-Commerce sind so
      • komplex, dass der Bürger sie kaum überblicken kann.
      • Online-Banking, Urheberrechtsgesetze,
      • Datenschutzregeln, Viren, Firewalls – all dies müsste
      • der Konsument verstehen und beherrschen,
      • um sich sorglos bewegen zu können“.
    11. 2. Problematik von Vertrauen im Web 2.0
      • Eine gewisse Unsicherheit im Web 2.0 bleibt bestehen, da:
      • die Technologie sich immer weiter entwickelt und man
      • nicht immer 100%ig geschützt sein kann
      • man nicht kalkulieren kann, ob eine bestimmte Seite oder
      • Dienst im Netz vertrauenswürdig ist
      • es nicht immer eine Kontrollinstanz gibt, die bei
      • enttäuschtem Vertrauen einschreitet und selbst wenn,
      • ist der Täter oft nicht fassbar
      • Beispiele: gefakter Blog, Internetvergewaltigung
    12. Fazit: Entweder man lebt mit dieser Ungewissheit und vertraut oder man hält sich ganz aus dem Internet raus.

    + Tina GuentherTina Guenther, 9 months ago

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    Autorin ist Teilnehmerin des HS "Soziologie des Int more

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