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Versammlungstättenverordnung 2005
 

Versammlungstättenverordnung 2005

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    Versammlungstättenverordnung 2005 Versammlungstättenverordnung 2005 Presentation Transcript

    • Musterversammlungsstättenverordnung 2005 MVStättV Begriffe - geänderte Anforderungen Aufsichtsführung und Betreiberverantwortung © Hartmut H. Starke
    • Bestandteile des Baukörpers einer Versammlungsstätte Verkehrs- / Feuerwehrflächen Sozialräume d. Foyer § 2(3) Flur 1 § 2(3) Hauses ArbstättVo Toiletten Werk- Räume stätten, Szenen § 12(3) für: Versammlungsraum § 2(3) Künstler, Lager- Fläche Tour- räume Crew § 2(4) Tour- Toiletten §21 Catering § 12(3) Technik Flur 2 § 2(3) §14 -21 Verkehrs- / Feuerwehrflächen Bei mehrgeschossigen Versammlungsstätten kommen noch die notwendigen Treppenräume als Rettungswege hinzu.
    • 1. Bauliche Anlagen in ihrer Versammlungsstätten sind : Gesamtheit die mehr als 200 Besucher in einem Raum fassen. Foyer Flur 1 Umkleider. Versammlungsraum Toiletten Back Bühne mit z. B: maximal stage Garde- 1200 Besuchern area roben Technik Flur 2
    • Bauliche Anlagen mit mehreren Versammlungsräumen, die Versammlungsstätten sind : insgesamt mehr als 200 Besucher fassen, wenn sie gemeinsame Rettungswege haben. § 1 (1) Nr.1 Foyer Flur 1 Garde- roben Back Toiletten Raum 1 Raum 2 Raum 3 stage 35m2 35m2 90m2 area Büros Technik Flur 2
    • Versammlungsstätten sind : §1 (1) Örtlichkeiten im Freien mit Szenenflächen, wenn: der Besucherbereich mehr als 1.000 Besucher faßt, und ganz oder teilweise aus baulichen Anlagen besteht; Gemäß §2 (4) werden Flächen unter 20m2 nicht als Szenenfläche angesehen Zur Szenenfläche gehören: Die Darstellungsfläche Die technischen Flächen Die Bereitstellungsflächen für Darsteller Die Steuer / Regiestände Als bauliche Anlage gilt z.B. schon eine Einzäunung Versammlungsstätten sind : Ausstellungs- und Messehallen §1 (1) Sportstadien, die mehr als 5.000 Besucher fassen.
    • Rettungsweg Führung (§6) 30m maximaler Weg vom Ausgang des Versammlungsraumes ins Freie Rettungsweg im Freien max. 60m bis zur öffentlichen Verkehrsfläche Foyer Flur 1 Garde- roben Versammlungsraum Toiletten Bühne Büros Technik Flur 2 30 maximaler Weg von jeder Stelle der Bühne zum nächsten Ausgang
    • Die Festlegung der zulässigen Personenzahl in einer Versammlungsstätte ist abhängig von: 1. der genehmigten Art und Nutzung der Versammlungsstätte Zulässig sind : In Versammlungsstätten allgemeiner Art mit fester Bestuhlung oder mit Stehplätzen 2 Personen pro m2 In Versammlungsstätten mit Tischen: 1 Person pro m2 In Messe- und Ausstellungshallen: 1 Person pro m2 für Stehplätze auf Stufenreihen 2 Besucher je laufendem Meter Stufenreihe Bei der Berechnung der auf die Rettungswege angewiesenen Personenzahl, sind auch die Anzahl der Beschäftigten zu berücksichtigen !
    • Die Festlegung der zulässigen Personenzahl in einer Versammlungsstätte ist abhängig von: 3. der zur Verfügung stehenden Rettungswegbreite Rettungswegbreiten §7 (4) Die Mindestbreite von Rettungswegen beträgt 1,20m 1,2m Staffelungen von Rettungsweg- breiten sind nur in Schritten von 0,60m zulässig. 0,6m Zulässige Personenzahl pro Rettungsweg: in Versammlungsstätten in Gebäuden : 1,20m je 200 Personen in Versammlungsstätten im Freien sowie in Sportstadien : 1,20m je 600 Personen
    • Rettungsweglängen aus dem Versammlungsraum heraus Bedingung: Versammlungsstätten müssen über eine Entrauchungseinrichtung verfügen, die über allen begehbaren Flächen eine rauchfreie Schichte von 2,5m gewährleistet. Folgerung: • wird die obige Bedingung eingehalten, lassen sich die Rettungsweglängen verlängern • Steigt dann noch die Raumhöhe über das Grundmaß von 5m, so sind dementsprechend längere Rettungswege vertretbar. Höhe des Versammlungs- raumes Die Steigerung der 20,0m Rettungsweglängen 17,5m erfolgt stufenweise, 15,0m nicht in Dezimalen. 12,5m 10,0m 60m 7,5m Rettungsweglänge 5,0m stellen die Obergrenze dar. 30 35 40 45 50 55 60 m Die Entfernungen werden in der Lauflinie gemessen.
    • Rettungswegsituation in kleinen Versammlungsstätten §6(5) Saal 2 220 Plätze Foyer Flur 1 Haustechnik Szenen Lager / Regie Toiletten Fundus fläche Saal 1 80 Plätze Flur 2 Nach §6 VStättV ist bei unter Nach §6 VStättV müssen bei mehr 100m2 ein Rettungsweg aus- als 100 m2 zwei Rettungswege reichend. vorhanden sein. 0,9m Breite sind zu- 1,2m Mindestbreite sind lässig. nötig! Die Arbeitsschutzregeln Die Arbeitsschutzregeln verlangen verlangen jedoch immer einen auch hier zusätzliche Rettungswege zweiten Rettungsweg für die für die Beschäftigten. Beschäftigten. © Hartmut H. Starke
    • Ausstellungs- und Messehallen §7 Rettungsweglängen Ausstellungsfläche 2 Maximale Entfernung Max. Tiefe der Stand von jeder Stelle des Ausstellungsfläche Standes zum Gang 30m 20m Gang und Tür mit einer Mindestbreite von 3,0m - maximale Entfernung zur Tür 30 -60m in beiden Richtungen Ausstellungsfläche 3 Ausstellungsfläche 4 Die gesamt mögliche Rettungsweglänge in einer Messehalle errechnet sich demnach mit 1. - 20m Strecke zum Gang (Maximale Entfernung im Bereich des Standes), zuzüglich 2. - 30m – 60m maximale Entfernung zum Ausgang (Weg auf dem Gang ) ( Hallenhöhen abhängig) Insgesamt ist also eine Rettungsweglänge von 80m möglich
    • Ausstellungs- und Messehallen §7 Rettungsweglängen Die Hallenhöhe 22m ergibt eine Rettungsweglänge von 60m Max. Tiefe der Ausstellungsfläche Ausstellungsfläche 30m Situation 2 Situation 1 Hoch- Stand Maximale Entfernung Maximale Entfernung ebene von jeder Stelle des von der Hochebene Standes zum Gang des Standes zum + 3,0m 20m Gang 25m Gang und Türen mit einer Mindestbreite von 3,0m 1. –-zulässige maximale Entfernung zum Ausgang im Bereich des dem 20m Strecke zum Gang (Maximale Entfernung 60m (Weg auf Gang) abzüglich Standes), zuzüglich 2. - - 60m maximale Entfernung zum zum Gang(Weg auf dem Gang) 25m Strecke von der Hochebene Ausgang 3. - insgesamt sind also in diesem Fall 80m maximale Entfernung zum 60m Ausgang zulässig davon 35m auf dem Gang zulässig,
    • + Armbreite Sitzplatz nach DIN EN Sitzplätze und Reihen §10 (2) 13200 ? 0,5m 0,1m Die Breite eines Sitzplatzes beträgt: 0,6m Die Tiefe eines Sitzes beträgt mindestens 0,45m Die freie Durchgangsbreite zwischen den Reihen muß mindestens 0,4m betragen. Die Breite einer Reihe 0,5m Anzahl der Sitze mal 0,6m errechnet sich daher aus Die Tiefe der Reihen Anzahl der Reihen mal (0,45m+0,4m) errechnet sich daher aus:
    • Tischplätze §10 (6) 1,50 m 1,50 m Der Abstand von Tisch zu Tisch soll 1,50 m nicht unterschreiten. Von jedem Tischplatz darf der Weg zu einem Gang nicht länger als 10 m sein Szenenfläche Gangmindestbreite = 1,2m Die Gangbreite ist auch hier abhängig von der Personenzahl ! Die Rettungsweglänge ist abhängig von der Raumhöhe und den Bedingungen des §16
    • Parlamentarische Bestuhlung Pult Der Abstand von Tisch zu Gang max. 1,5m Tisch soll 1,50 m nicht mindestens unterschreiten. 1,2m breit Von jedem Tischplatz darf der Weg zu einem Gang nicht länger als 10 m sein Der Weg vom Tischplatz zum Gang gehört mit zur Rettungsweglänge max. 10m Die Rettungsweglänge ist abhängig von der Raumhöhe
    • Geländer /Abschrankungen/Wellenbrecher §11 b) konstruktive Anforderungen in Höhe und Bauform aus der VStättV, Geländerkonstruktionen ergeben sich : der amtlichen Begründung dazu,der BGVC1, der BGV A1, DIN 1055 und DIN EN 13 200-1 Die Pflicht Abschrankungen einzubauen gilt auch für veränderbare Einbauten. Daraus ergeben sich Standartbauformen für Geländer: 1,10m 0,35m - 0,5m min. 0,05m Daraus ergibt sich im Weiteren eine Mindestbelastbarkeit für Geländer von: Mindestens 2kn /m Die notwendige Belastbarkeit ist im Einzelfall durch eine qualifizierte Begutachtung zu ermitteln
    • Absturzsicherungen vor Sitzreihen Vorraussetzung ist immer eine Absturzhöhe unter 1m 0,2m 0,2-0,4m 0,5m 0,9m 0,8m 0,7m über 1,0m über 1,0m über 1,0m Absturzsicherungen in Stufenreihen von Tribünen 0,65m 0,65m 0,65m 0,65m kleiner 1m 0,65m Rückenlehnen als Umwehrungen für die nächst kleiner 1m höhere Reihe sind zulässig, wenn sie die Stufenebene um mindestens 0,65m überragen und stabil genug ausgeführt werden.
    • Versammlungsstätten für mehr als 5000 Besucher mit Stehplätzen vor der Szenenfläche §29 (1) Die Szenenfläche ist durch einen min. 2m breiten Gang abzuschranken §29 (2) Durch mindestens zwei weitere Abschrankungen sind vor der Szenenfläche nur von den Seiten zugängliche Stehplatzbereiche zu bilden. Die Abschrankungen müssen an den Seiten einen Abstand von jeweils mindestens 5 m und über die Breite der Szenenfläche einen Abstand von mindestens 10 m haben. Min. 5,0m Min. 10m Die Ausführung von Wellenbrechern bezogen auf Höhe und Belastbarkeit - siehe §11 (2) Szenen- fläche 2,0m Min.10m
    • § 38 Pflichten der Betreiber, Veranstalter und Beauftragten (1) Der Betreiber ist für die Sicherheit der Veranstaltung und die Einhaltung der Vorschriften verantwortlich. (2) Während des Betriebes von Versammlungsstätten muss der Betreiber oder ein von ihm beauftragter Veranstaltungsleiter ständig anwesend sein. (5) Der Betreiber kann die Verpflichtungen nach den Absätzen 1 bis 4 durch schriftliche Vereinbarung auf den Veranstalter übertragen, wen dieser oder dessen beauftragter Veranstaltungsleiter mit der Versammlungsstätte und deren Einrichtungen vertraut ist. Die Verantwortung des Betreibers bleibt unberührt.
    • Verantwortlichkeiten bei der Durchführung von Veranstaltungen nach Bauordnung und VStättV Bauherr als Betreiber eines bestellt einen beauftragt ein bescheidet Technischen Leiter, dieser Veranstaltungsunter Beantragt, überwacht das nehmen unterrichtet zeigt das Vorhaben an BAUAUFSICHT Dies führt die Veranstaltung durch Baugrundstückes mit einer Versammlungsstätte Der Bauherr als der Betreiber der VStätte, der die Verfügungsgewalt hat, bleibt endverantwortlich! © Hartmut H. Starke
    • § 40 Aufgaben und Pflichten der Verantwortlichen für Veranstaltungstechnik, technische Probe (1) Die Verantwortlichen für Veranstaltungstechnik müssen mit den bühnen-, studio- und beleuchtungstechnischen und sonstigen technischen Einrichtungen der Versammlungsstätte vertraut sein und deren Sicherheit und Funktionsfähigkeit, insbesondere hinsichtlich des Brandschutzes, während des Betriebes gewährleisten. (2) Auf- oder Abbau bühnen-, studio- und beleuchtungstechnischer Einrichtungen von Großbühnen oder Szenenflächen mit mehr als 200 m² Grundfläche oder in Mehrzweckhallen mit mehr als 5.000 Besucherplätzen, wesentliche Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten an diesen Einrichtungen und technische Proben müssen von einem oder einer Verantwortlichen für Veranstaltungstechnik geleitet und beaufsichtigt werden. (4) 1Bei Szenenflächen mit mehr als 50 m² und nicht mehr als 200 m² Grundfläche oder in Mehrzweckhallen mit nicht mehr als 5.000 Besucherplätzen müssen die Aufgaben nach den Absätzen 1 bis 3 zumindest von einer Fachkraft für Veranstaltungstechnik mit mindestens drei Jahren Berufserfahrung wahrgenommen werden.
    • Für Szenenflächen und Mehrzweckhallen nach Satz 1, deren bühnen- und beleuchtungstechnische Ausstattung von einfacher Art und geringem Umfang ist, genügt es, wenn während der Vorstellungen und des sonstigentechnischen Betriebes eine erfahrene Bühnenhandwerkerin oder Beleuchterin oder ein erfahrener Bühnenhandwerker oder Beleuchter anwesend ist. (5) 1. Die Anwesenheit nach Absatz 3 ist nicht erforderlich, wenn 2. diese Einrichtungen nach der Überprüfung bzw. während der Veranstaltung nicht bewegt oder sonst verändert werden, 3. von Art oder Ablauf der Veranstaltung keine Gefahren zu erwarten sind und 4. die Aufsicht durch eine Fachkraft für Veranstaltungstechnik geführt wird, die mit den technischen Einrichtungen vertraut ist. Im Fall des Absatzes 4 können die Aufgaben nach den Absätzen 1 bis 3 von einer Aufsicht führenden Person wahrgenommen werden, wenn 1. von Auf- und Abbau sowie dem Betrieb der bühnen-, studio- und beleuchtungs- technischen Einrichtungen keine Gefahren zu erwarten sind, 2. von Art oder Ablauf der Veranstaltung keine Gefahren zu erwarten sind und 3. die Aufsicht führende Person mit den technischen Einrichtungen vertraut ist.
    • Rechtliche Herleitung von Regelungen für die Übertragung von Betreiberpflichten ( VStättV ) Landesbauordnung §2 VStättVO §§ 38 , 39, 40 – Betreiberpflichten und Pflichtenübertragung Auswahl von Leitungspersonal / befähigten Personen Auswahl von Verfahren und Prüfungen Festlegung von Sicherheitsmaßnahmen anhand von: §40 VStättV – bis 50m2 Szenenfläche wird keine Typifizierungen qualifizierte Fachkraft gefordert. §40 VStättV –von 50m2 bis 200m2 Szenenfläche und >5000 Besuchern wird eine qualifizierte Fachkraft VT gefordert. §40 VStättV – 200m2 Szenenfläche wird mindestens ein Meister f. VT gefordert. Dies steht im Widerspruch zu den Arbeitsschutzgesetzen, da hier die Gefährdungslage als Grundlage für die Auswahl von Führungspersonal nicht berücksichtigt wird ! © Hartmut H. Starke