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Zusatzinformationen zum Unterrichtsstoff würden digital verschickt werden und                                             ...
Käufer sind nicht bereit, die stolzen Lehrbuchpreise (häufig ab 20 Euro pro Buch zzgl. Arbeitsheft für ca. zehn Euro) auch...
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Flipped classrooms: wie wir unsere Kinder aus der Kreidezeit befreien

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Deutschland vergeudet seine Bildungsressourcen. Statt unsere Kinder auf die Internet-Zukunft vorzubereiten, hält die unheilige Allianz aus Lernmittel-Industrie und 16-fachem Postkutschen-Förderalismus unsere Schulen in der Kreidezeit. Dabei gibt es mit Flipped-Classroom -Strategien längst Ansätze , deutsche Schulen auf die Gegenwart vorzubereiten und für die digitale Zukunft fit zu machen. Einblicke in die Digitale Schule von morgen und neue Visionen von zukunftsfähiger Bildung.

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Flipped classrooms: wie wir unsere Kinder aus der Kreidezeit befreien

  1. 1. iBusiness-Trendakademie 10x10x10 Die größten Agenturen für Mobile- und App- Zehn Experten verraten im Kompakt-Webinar , Entwicklung - was sich bei E-Commerce und Online -Marketing Wer in Deutschland kompetent Dienstleistungen tun wird, zur App-Entwicklung anbietet . Die größten - wie Sie Geschäftsprozesse optimieren , Agenturen abrufen- was das für Ihren persönlichen Erfolg bedeutetDetails ansehenFlipped Classrooms: Wie wir unsere Kinder aus der Kreidezeit befreienvon Stephan Bayer19.06.12 Deutschland vergeudet seine Bildungsressourcen. Statt unsere Kinder auf die Internet-Zukunft vorzubereiten, hält dieunheilige Allianz aus Lernmittel-Industrie und 16-fachem Postkutschen-Förderalismus unsere Schulen in der Kreidezeit. Dabei gibt esmit Flipped-Classroom-Strategien längst Ansätze, deutsche Schulen auf die Gegenwart vorzubereiten und für die digitale Zukunft fit zumachen. Einblicke in die Digitale Schule von morgen und neue Visionen von zukunftsfähiger Bildung. Weiterleiten Artikel vergessen Das familiäre Fotoalbum im Bücherschrank wirkt auf die jugendlichen Betrachter heutzutage fast antik gegen den digitalen Bilderrahmen auf dem Bücherschrank - der per W-LAN automatisch die neuesten Fotos ins Wohnzimmer strahlt. Videorecorder geraten , als Staubfänger umfunktioniert , in Vergessenheit und das analoge Fernsehen ist endgültig von der Bildfläche verschwunden . Was bleibt , ist die Erkenntnis , dass die Digitalisierung nahezu alle Bereiche des Lebens verändert . Auch unsere Schulen spüren diesen Trend und reagieren - langsam . Bevölkert von jenen , die ganz selbstverständlich in diese neue digitalisierte Welt hineinwachsen , scheint der sonst alles zu vereinnahmende Trend ausgerechnet hier im feinen Sand der Tradition zu verlaufen . Der selbstverständliche Umgang mit dem Handy auf dem Pausenhof kollidiert in nahezu paradoxer Selbstverständlichkeit mit dem Bild des Lehrers vor einer grünen Tafel , ausgestattet mit Kreide , Zeigestock und Klassenbuch . Medienmogul Rupert Murdoch kennzeichnet den gegenwärtigen Bild: Sofatutor Bildungsmarkt in einem Essay als "Digitals next frontier". Doch die angelsächsischen BildungsmärkteSchüler im Flipped Classroom, bei dem sich sind traditionell fortschrittsfreundlicher als der deutsche . Genauer : Als die 16 (Landes -) plus der einedie Schüler eigenständig zuhause auf den (bundesweite ) deutschen Bildungsmärkte .Unterricht vorbereiten Sicher ist, dass das Internet als ein maßgeblicher Katalysator wirkt. Als universales Medium zumLernen sowohl im Unterricht als auch zuhause , wird es sich in den kommenden Jahren weiter etablieren . Mehr noch: Es liefert das Potenzial ,trotz schrumpfender Bildungsetats den Traum von individueller Förderung für eine breite soziodemografische Bevölkerungsschicht möglichzu machen , Lehrer zu entlasten und zugleich akademische und schulische Bestleistungen zu erreichen , während der Schulalltag auch fürdie Eltern nachvollziehbarer wird. Damit ergibt sich eine diskutable These, welcher in diesem Beitrag anhand der Betrachtung von zweibisher relativ unabhängigen Konstrukten nachgegangen werden soll: Vormittagsmarkt und Nachmittagsmarkt .1. Der Vormittagsmarkt :Staatlich regulierter B-to-B-Markt mit großem PotenzialIm Vormittagsmarkt stehen das Unterrichten im Klassenverband und alle damit zusammenhängenden Methoden und Materialien imVordergrund . So haben sich etwa die Unterrichtsmethoden an deutschen Schulen in den vergangenen Jahren in großen Teilen verändert .Vergleichsweise oft tauchen nun Gruppenarbeiten , Präsentationen , eigenständige Rechercheaufgaben und andere Schwerpunkte imLehrplan auf, womit die Entwicklung einer selbstbewussten Schülerpersönlichkeit gefördert wird. Nahezu unverändert ist jedoch der Einsatzvon neuen Medien im Unterricht geblieben . Noch immer sind Bücher und - seit einigen Jahren in überschaubarem Maße - interaktiveWhiteboards neben der klassischen Tafel und Schwarz-Weiß-Kopien die gängigen Tools .Der Flipped Classroom verändert die Rolle des Lehrers im UnterrichtNeue Impulse zur Veränderung des klassischen Unterrichts lieferten vor wenigen Jahren die amerikanischen Lehrer Aaron Sams undJonathan Bergmann mit der Entwicklung der so genannten "Flipped Classroom "-Methode : Das Prinzip des herkömmlichen Unterrichts
  2. 2. Jonathan Bergmann mit der Entwicklung der so genannten "Flipped Classroom "-Methode : Das Prinzip des herkömmlichen Unterrichtswird dabei einfach "umgedreht ". Schüler bereiten sich zuhause eigenständig auf die im Unterricht behandelten Themenbereiche vor, indemsie etwa entsprechende Online -Lernvideos ansehen und sich den Stoff auf diese Weise aneignen . Die eigentliche Unterrichtsstunde wirdnicht wie zuvor größtenteils durch Monologe des Lehrers an der Tafel gefüllt, sondern stattdessen zum gemeinsamen Aufarbeiten ,Problemlösen und Diskutieren genutzt. Auf diese Weise verbleibt der Lehrer nicht in der Rolle des alleinigen zentralen Wissensvermittlers , sondern wird als Moderator und Mediator des Lernprozesses zum individuellen Lernpartner des Schülers . Damit bietet diese Lernmethode Lehrern und Schülern gleichermaßen Vorteile , erleichtert sie doch die Arbeit des Lehrers und führt durch die individuelle Betreuung des Schülers zu mehr Effektivität des Unterrichts. Es braucht nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen , wie der Beliebtheitsgrad des Mathematiklehrers bei den Digital Natives in die Höhe schnellt , sobald der statt des einsamen , monotonen Rechnens von Aufgaben aus dem Mathematikbuch die eigenständige Herleitung der Lösungswege mit Hilfe von motivierenden Onlinevideos als Hausaufgabe aufgibt. Das liegt nicht zuletzt an den eindeutigen Vorteilen , die das Medium "Video " mit sich bringt: Bewegtbilder können oft komplexe Sachverhalte greifbar und verständlich visualisieren und zugleich aktiv in Lernprojekte oder Tests integriert werden . Medienklassen als erfolgreiches Projekt Ein gelungenes Praxisbeispiel , wie neue Lernmethoden dieser Art auch in den deutschen Schulalltag eingebettet werden können , ist der Aufbau von Medienklassen am Berliner Archenhold Gymnasium, in denen jeder Schüler dieser Klassen mit einem Netbook ausgestattet ist. An drei Tagen in der Woche nutzen die Schüler ihr Netbook gleichberechtigt zu den klassischen Lern- und Lehrmethoden im Unterricht und bei den Hausaufgaben . Die Lehrinhalte können in vielfacher Weise vermittelt werden , gewinnen durch interaktive Elemente an Attraktivität und steigern zudem die Medienkompetenz und die Fähigkeit des eigenständigen Arbeitens der Schüler . Durch die Vernetzung kann dabei ein projektorientierter und auf gezielte Zusammenarbeit ausgerichteter Unterricht umgesetzt werden , der in dieser Form früher nicht möglich gewesen wäre. Rollenwechsel : Vom Dozenten zum Lernpartner Im Kern steht das Flipped -Classroom -Modell damit dem klassischen Frontalunterricht entgegen und ebnet zugleich den Weg eines digitalisierten Vormittagsmarktes , welcher zunehmend ohne schwere Bücher und Zettelwirtschaft auskommt. Diese Entwicklung verlangt nach einer weitreichenden Anpassung an die Mediennutzungs - und Lerngewohnheit der Digital Natives durch die Lehrer , welche ihren Unterricht dementsprechend gestalten und ihre Dozenten -Rolle gegen die eines aktiven Lehr- und Lernpartners eintauschen müssen. Lernmanagementsysteme (LMS) verbinden Schüler, Lehrer und Eltern online Gegen die an deutschen Schulen bestehende Zettelwirtschaft aus Lehr- und Klassenbuch , Hausaufgabenheft und Aktenordner , sprechen vor allem auch die an deutschen Hochschulen bereits fest etablierten Lernmanagementsysteme wie Moodle , CLIX oder Blackboard . Professoren veröffentlichen dort ihre Präsentationsfolien online . Darüber hinaus ist der Reader digital im nicht- öffentlichen Bereich des Seminars verfügbar , Studenten können in internen Threads relevante Themen diskutieren und ihre Essays hochladen . Unternehmen setzen mit Projektmanagement -Tools wie Asana, Basecamp und Co. auf ähnliche Softewarelösungen , um Teamarbeit online abzubilden . Doch in den Schulen finden sich vergleichbare Anwendungen bisher nicht. Dabei lassen sich solche Systeme genauso gut in den Vormittagsmarkt der Schule integrieren und haben damit das Potenzial , auch den Schulalltag für Lehrer und Schüler effizienter zu gestalten . Hausaufgaben , Stundenplan , Klassenarbeitstermine , Notendurchschnitt oder Vortragsthemen könnten online eingesehen und koordiniert werden .
  3. 3. Zusatzinformationen zum Unterrichtsstoff würden digital verschickt werden und Eltern könnten eingebunden werden , um regelmäßig über den aktuellen Stand auf dem Laufenden zu bleiben und somit mehr von ihren Kindern zu erfahren , als im jährlichen Elterngespräch mit dem Klassenlehrer . Die Einführung einer an den Schulalltag angepassten LMS-Lösung als Standard im Schulbetrieb ist damit über kurz oder lang nur die logische Konsequenz einer zunehmend digital organisierten Gesellschaft. Ungedeckter Kostenfaktor hemmt die Entwicklung Wer das Klassenzimmer verändern möchte, muss allerdings einige Hürden nehmen und die Zustimmung von den für die Freigabe von Unterrichtsmaterialien zuständigen Kultusministerien , Schuldirektoren , Lehrern und nicht zuletzt auch Eltern einholen , um mit seinem Produkt den Vormittagsmarkt betreten zu können . Im direkten Verkauf bestehen Hemmnisse . So stehen die Entscheidungsträger in den Schulen aktuell noch vor dem Problem , dass der Kauf von digitalen Produkten zunehmend mit "SaaS-Modellen " verknüpft ist, für deren Service regelmäßig eine nutzungsabhängige Gebühr fällig wird - ein Kostenfaktor, für den noch keine festen Budgets in öffentlichen Schulen zur Verfügung stehen. Aus diesem Grund warten eine Handvoll Unternehmen , welche mit ihren LMS bereits im Hochschulmarkt und teilweise auch im Ausland etabliert sind, inzwischen seit einigen Jahren darauf, dass der Markt sich entwickelt . EBook-Reader und Classmate -PCs gewinnen an Bedeutung Neben der Gestaltung und Organisation des Unterrichts, nehmen auch die genutzten Unterrichtsmaterialien einen entscheidenden Stellenwert im Rahmen der Digitalisierung des Vormittagsmarktes ein. Im Einzelnen geht es hier vor allem um das klassische Lehrbuch als Gegenpol zum modernen E-Book. Lange eher ein Nischenmedium , schlägt die Umsatzkurve für E-Books auch wegen den inzwischen ausgereiften und weitreichenden Möglichkeiten zur mobilen Rezeption , Bild: Sofatutor etwa durch Kindle oder iPad, seit 2011 steil nach oben aus. Insofern sind dievergleichsweise preiswerteren digitalen Buch-Versionen inzwischen ein ernst zu nehmendes Thema in der Verlagsbranche und erfreuensich stetig steigender Nutzerzahlen . Insbesondere mit Blick auf die Schule gewinnt dieses Thema an Bedeutung .Schließlich verringern E-Books nicht nur die Ausgaben der privaten Haushalte für Lehrbücher , sondern vor allem auch das Gewicht derSchultaschen unserer Schüler - ein vor allem bei Schulanfängern seit vielen Jahren diskutiertes gesundheitliches Problem . Soweit zurTheorie . Doch abgesehen von ersten Ansätzen, wie sie etwa im genannten Berliner Beispiel existieren , sucht man in der Praxis nochvergeblich nach der deutschen Schule , die komplett auf iPads, Kindles oder Classmate -PCs umgerüstet hat.Schüler tragen schwer an den digitalen BildungslöchernGanz anders stellt sich die Situation in den USA dar, wo manche Schulen ihren Unterricht bereits ausschließlich mit Tablets gestalten . LautApple verwenden ca. 1,5 Millionen Schüler in den USA ein iPad. Auch Südkorea hat bereits 2011 die Digitalisierung ausgerufen und plantbis 2015 sämtliche Schulbücher durch Smartphones und Tablet -PCs zu ersetzen. In der Türkei möchte die Regierung in den nächsten vierJahren sogar 15 Millionen Tablet -PCs für Schulen anschaffen . Soweit ist die Entwicklung in Deutschland (noch) nicht. Ursache dafür sind vorallem auch begrenzte oder fehlende finanzielle Mittel der Schulträger , denn in keinem Bundesland gibt es derzeit eigene Budgets nur fürdigitale Bildungsmedien . Deutsche Schüler tragen daher nach wie vor täglich kiloweise Totbaum -Bücher mit sich herum.Ein anderer , wichtiger Aspekt, sind die Kosten für Lehrbücher und Arbeitshefte, dieEltern zu Beginn jedes Schuljahres in die ausgedruckte Unterrichtsausstattung ihrerKinder investieren . Im Rahmen der Elternbeteiligung der Lehrmittelfreiheit müssenEltern je nach Bundesland und Regelung bis zu 160 Euro pro Schuljahr an privatenKosten für die Lern- und Lehrmaterialien tragen. Hinzu kommt die schwierigeSituation auf dem Schulbuchmarkt : Aufgrund der demografisch bedingten ,sinkenden Schülerzahlen sowie den zum Teil reduzierten öffentlichen Ausgaben fürLehrmittel sind die Umsätze seit Jahren rückläufig .Das digitale Lehrbuch ist damit ein Thema, mit dem sich derzeit alleBildungsmedienverlage auseinandersetzen . Das wurde auch auf der weltweit Bild: Sofatutorgrößten Bildungsmesse Didacta deutlich , wo 27 Bildungsmedienverlage ihre Netbookklassenzimmer am Berliner Archenhold Gymnasium,ersten Lösungen für digitale Lehrbücher präsentierten . Die bestehendeLehrbuchindustrie hat dennoch wenig Anreiz, diese Situation zu ändern . Denn mit der Umstellung von Print auf E-Book schrumpft derUmsatz pro verkaufte Einheit . Hintergrund ist die geringere Zahlungsbereitschaft der Nutzer für E-Books im Vergleich zu Printprodukten .
  4. 4. Käufer sind nicht bereit, die stolzen Lehrbuchpreise (häufig ab 20 Euro pro Buch zzgl. Arbeitsheft für ca. zehn Euro) auch für die rein digitaleVersion des Buches aufzubringen .Verlage müssen digitale Versionen ihrer Lehrbücher aufwertenDie Verlage stehen damit vor der Herausforderung , dem Schrumpfen ihrer Umsätze entgegenzuwirken . Dieses Problem lösen sie, indem diedigitalen Versionen ihrer Bücher so aufgewertet werden , dass den Kunden ein Mehrwert entsteht, für den sie mehr zu zahlen bereit sind, alsfür das einfache PDF-ähnliche E-Book. Ein Weg besteht darin , die klassischen Textinhalte medial "anzureichern ", etwa durch inhaltlichpassende oder ergänzende Videos oder interaktive Animationen . Für diesen zusätzlichen Content können Kunden einen Aufpreis zahlen ,sodass der Umsatz pro zukünftiger Digital -Kunde bestenfalls über dem Umsatz pro aktueller Print-Produkt-Kunde liegen wird. Von diesemmedialen "Enrichment " profitieren dann sowohl die Industrie als auch die Anwender .Das zweite Problem für die Verlage besteht darin , dass Lehrbücher meist auf ein bis zwei Jahrgänge und ein Schulfach beschränkt sind unddie Produktion mitunter auf Jahre festgelegt und dementsprechend unflexibel ist. Schulbücher ähneln daher in gewisser WeiseTelefonbüchern . Sie sind ein völlig überholter Versuch dafür, eine Vielzahl von Informationen zusammenzufassen und zu organisieren .E-Books als Übergangsphänomen : Online -Plattformen als Content -Lieferant der ZukunftDie aktuelle Entwicklung wird langfristig gesehen das klassische Schulbuch in Millionen digitale Teilchen sprengen . Denn stärker als bisherwerden Schüler in den nächsten Jahren themenübergreifend lernen , sodass Lehrbücher , die ausschließlich auf einen Jahrgangs -, Fach-und Stoffbereich angelegt sind, langfristig unrentabel werden . Die einsetzende Digitalisierung der Lehrbücher durch E-Books bringt in demSinne zwar Vorteile mit sich und schont nicht zuletzt den Rücken der Schüler , doch ändert dies nichts an der Tatsache , dass E-Booksletztendlich die digitale Version eines an sich inhaltlich stark eingegrenzten Lehrbuchs darstellen .Online-Lernplattformen könnten Bücher komplett ersetzenEinen Schritt weiter gedacht wäre es daher sinnvoll , sich gänzlich von dem Medium "Buch" zu lösen und stattdessenjahrgangsübergreifende Online -Lernplattformen in Betracht zu ziehen . Hier bestünde die Chance , den gesamten Lernstoff einesSchülerlebens auf einer einzigen Plattform zur Verfügung zu stellen und interaktiv zu verknüpfen . Die Fächer Mathe und Chemie würde dannnicht mehr eine ganze Lehrbuchsammlung trennen , sondern nur wenige Klicks. Von daher ist davon auszugehen , dass solcheLernplattformen in Zukunft fester Anwendungsbestandteil aller Lernenden sein werden . Ergo ist auch das E-Book von morgen nur eineZwischenstufe auf dem Weg vom klassischen Lehrbuch hin zu fachübergreifenden , kontinuierlichen Inhaltslieferanten in Form einer Online -Lernplattform , die das Lernen von übermorgen maßgeblich gestalten wird.2. Der NachmittagsmarktDie digitale Revolution im Bildungsbereich findet nachmittags stattKreatives Unterrichten fernab von analogen , überholten Unterrichtsmethoden ist deshalb schon heute essenziell in einer Realität , in der dasInternet fester integraler Bestandteil im Alltag der Schüler ist und die Sinne bereits früh auf digitale Inhalte gepolt werden . Anders als imVormittagsmarkt hat diese digitale Revolution im Bildungsbereich den Nachmittagsmarkt bereits ordentlich aufgewirbelt . Mit mehr als zweiMillionen deutschen Schülern , die privat Nachhilfe in Anspruch nehmen , boomt dieser Markt bereits seit Jahren . Über 1,5 Milliarden Eurogeben Eltern im Jahr für den zusätzlichen Unterricht ihrer Kinder aus, was sich in dem wenig regulierten Nachmittagsmarkt dank schnellerEntscheidungswege besonders dynamisch niederschlägt . Die Anbieter digitaler Lehr- und Lernangebote sehen sich hier einer grundsätzlichoffeneren und flexibleren Marktsituation ausgesetzt und stoßen mit vergleichsweise preiswerten Angeboten zugleich auf reges Interesse derPrivathaushalte .Ein attraktiver Markt und Experimentierfeld für B-to-C-Produkte und ServicesMit Online -Produkten lassen sich Preismodelle entwickeln , die das zentrale Bedürfnis der Kunden nach besseren Noten befriedigen unddabei so günstig sind, dass dadurch völlig neue Käufergruppen und -schichten erschlossen werden . Der oft kritisierten Chancenungleichheitin Deutschland , spürbar bei Familien mit geringem Einkommen , die von den Vorzügen der mitunter sehr teuren Nachhilfe nicht profitierenkönnen , kann damit entgegengesteuert werden . Der Nachmittagsmarkt wird deshalb zum Sprungbrett der digitalisierten Bildung werden . Aufgrund der anspruchsvollen Nutzergruppen , die bereits digital gepolt sind, sowie dem stärker werdenden Wettbewerb, entstehen hier innovative Konzepte und Trends. Eine Entwicklung , die sich jetzt schon abzeichnet , ist das Ende des lange vorherrschenden Grundsatzes, dass die Qualität der Nachhilfe mit abnehmendem Preis automatisch abnimmt und generell nur gut ist, was auch viel kostet. Ähnlich wie beim E-Book können mit der Inanspruchnahme digitaler Vermittlungskanäle die Kosten diverser Ressourcen eingespart werden , ohne dass sich dies qualitätsmindernd auswirkt. Bild: Sofatutor Nachhilfe anhand aussagekräftiger LernvideosMathe als Lernvideo Während beim E-Book die Kosten für Papier , Druck, Buchbindung und Vertrieb entfallen , profitieren Online -Nachhilfe -Angebote je nach Konzept
  5. 5. vor allem davon , auf Anfahrtswege - und Kosten verzichten zu können und dem Kunden dafür einen flexiblen , selbstbestimmtenLernrhythmus zu ermöglichen . Noch profitabler ist es, die Nachhilfe auf Grundlage aussagekräftiger , online stets abrufbarer Lernvideosaufzubauen . Salman Khan , ehemaliger Hedgefonds -Analyst und Gründer der Khan Academy, gilt international als bekanntester Vertreterdieses Nachhilfe -Konzepts per Online -Lernvideo . Er erreicht damit bisher mehr als 50 Millionen Nutzer weltweit .Aber: Ein Schüler der 8. Klasse, der Schwierigkeiten in Mathematik hat, dürfte mit dem Stand seiner Englischkenntnisse wohl kaumeigenständig in der Lage sein, seine Lücken mit Hilfe einfach gestalteter, fremdsprachiger Videos zu schließen . Daher verfeinern deutscheInnovatoren wie etwa sofatutor.com die Idee der Nachhilfe via Onlinevideo bereits seit Jahren und fördern mit einer systematischen Curationder Inhalte, zusätzlichen Services wie Live-Chat und interaktiven Kontrollen durch Tests nach qualitativ hochwertigen Videos diedynamische Entwicklung des Nachmittagsmarktes .Von der steigenden Konkurrenz digitaler Produkte auf dem Nachmittagsmarkt profitieren wiederum die Kunden : Um sich zu behaupten ,nimmt die Qualität der bestehenden und entstehenden Produkte zu, während zugleich der Service erweitert und auf der Suche nach neuen ,kundenfreundlichen Ideen innovativ gestaltet wird. Nichtsdestotrotz bleiben die vergleichsweise günstigen Preismodelle bestehen , um einerbreiten Bevölkerungsschicht den Zutritt zu dem zu gewähren , was vielen lange versagt blieb : bezahlbare und zugleich erfolgsorientierteNachhilfe .Qualitativ hochwertiger Content als Garant für digitale BildungsangeboteDie Nachfrage nach digitalen Bildungsangeboten auf dem Nachmittagsmarkt wird dementsprechend auch in Zukunft steigen und diesenerheblich vergrößern . Der maßgebliche Schlüssel , mit dem dieser Erfolg versprechende Ansatz weiterverfolgt werden kann, liegt letztendlichbeim qualitativ hochwertigen Content, der diese Art von Bildung und individueller Förderung sicherstellt . Fest steht schon jetzt: Die Art, wieBildung bisher funktioniert , wird durch die "digitale Revolution " in jedem Fall nachhaltig verändert ; sowohl auf dem Vormittags - als auch aufdem Nachmittagsmarkt . Denn egal , in welcher Form sich das digitale Lernen durchsetzen wird, es ebnet für alle Bildungs - undEinkommensschichten den Weg für selbstständiges wie auch kostengünstiges Lernen und ermöglicht parallel dazu eine völlig neue ,übergreifende Organisation des Lern- und Lehrprozesses . iBusiness -Autor Stephan Bayer ist Gründer und Geschäftsführer von sofatutor.com , der größten Online -Nachhilfe -Plattform im deutschsprachigen Raum. Die Idee, eine Plattform für Lernvideos zu bauen , entstand während seiner eigenen Prüfungsvorbereitung im BWL-Studium. Bild: SofatutorStephan Bayer, iBusiness Autor undSofatutor Geschäftsführer 1 | 2 | 3 weiter 1. Teil: Flipped Classrooms : Wie wir unsere Kinder aus der Kreidezeit befreien 2. Teil: Vier Szenarien , wie sich der Bildungsmarkt künftig entwickeln wird 3. Teil: : Digitale Bildungsrevolution kommt zur Teatime Gefällt mir 31 +5 Dies auf Google empfehlen LIKE 40Weitere Artikel zu diesem Themenbereich : Zukunft Mobile Learning: Zwischen Trend-Optimismus und Investitions-Abstinenz (13.06.12) Kein Facebook-Killer: Microsoft startet Netzwerk Socl als Elearning-Portal (21.05.12) ELearning: Wenn Simulationen Nachwuchs- und Führungskräfte schulen (11 .04.12) Die ELearning-Zukunft liegt in Learn-Nuggets und Simulationen (08.02.11 ) Das werden die zehn Top-Trends 2011 im E-Learning (13.12.10)In diesem Beitrag genannt : Personen: Aaron Sams Jonathan Bergmann Salman Khan Stephan Bayer Firmen und Sites: didacta .de sofatutor.com
  6. 6. Tags: Ausbildung E-Learning Schule Lernplattform Lehrbuch e-book flipped classroom lms Tag vorschlagenTrackbacks / Kommentare Trackback -URL Permalink Zu: Flipped Classrooms : Wie wir unsere Kinder aus der KreidezeitVon: Gerald Rusche Rusche , GERUWEB 19.06.12 befreien Meine Tochter ist seit knapp drei Jahren in einer Notebook -Klasse (Modellversuch Niedersachsen ) Die Noten, die Entwicklung und das Arbeitsverhalten unterscheidet sich nicht wesentlich von denen die nur aus Büchern lernen . Einzig die soziale Kompetenz wird von Lehrern als etwas höher bewertet. Allerdings kann die Notebook -Klasse durchgängig mit Word, Powerpoint , und einige sogar mit Photoshop und Sony Vegas umgehen , wie viele Erwachsene nicht. Am Elternsprechtag präsentierten die Achtklässler am Whiteboard in Powerpoint , wie ich das von professionellen Vertrieblern und Marketeer bisher äusserst selten gesehen habe . Allerdings gab es viel Gegenwehr im Lehrer -Kollegium . Doch jetzt kommen an der Schule iPAd -Klassen neu hinzu . Die Zukunft können auch Lehrer nicht aufhalten . Das war in den 70gern mit den Taschenrechnern schon so ;-)Ihr Kommentar :Schreiben Sie Ihre Meinung , Erfahrungen , Anregungen mit oder zu diesem Thema. Ihr Beitrag erscheint an dieser Stelle.Artikel WeiterempfehlenEmpfehlen Sie diesen Artikel an Kollegen oder Freunde weiter.Alle Meldungen vom 19.06.12: Flipped Classrooms : Wie wir unsere Kinder aus der Kreidezeit befreien (19.06.12) Vier Szenarien, wie sich der Bildungsmarkt künftig entwickeln wird (19.06.12) Digitale Bildungsrevolutionkommt zur Teatime (19.06.12) Die sieben größten Probleme bei Web-Analyseprojekten - und wie man sie vermeidet (19.06.12) Studie: Daten in deutschen CRM-Systemen mangelhaft (19.06.12) Werbeausgaben weltweit: Online und TV verbuchen Plus (19.06.12) Studie: Patienten befürworten Apps im Gesundheitswesen (19.06.12) Google entfernt ungeliebte Inhalte und kauft Patente (19.06.12) Studie: US-Tablet Nutzer geben eher Geld für Magazine als für Zeitungen aus (19.06.12) Größte AdWords-Werbekunden: Handel beherrscht SEA-Top-Ten (19.06.12) Ende der Spekulation: Microsoft zaubert Tablet PC aus der Tasche (19.06.12) Facebook übernimmt Anbieter von Gesichtserkennungs-Software (19.06.12) Googles Local-SEO-Patent: Neuer Algorithmus erkennt lokalen Bezug von Seiten (19.06.12) VG Wort Tantiemen-Streit: Autoren sammeln via CrowdfundingGeld für Klage (19.06.12) Kunden wollen Werbung per E-Mail statt SMS (19.06.12) Ein Viertel des Umsatzes mit Elektrogeräten wird online umgesetzt (19.06.12) Social-Media-Advertising: Facebook startet "Logout Experience"-Ads in Deutschland (19.06.12) Umfrage : Information Governance hat hohe Bedeutung und Ausbaupotenzial (19.06.12) Thomas Duhr in OVK-Vorstand berufen (19.06.12) Social-Media-Mix der US-Wahlkampfkampagnen bedeutet auch Pinterest (19.06.12) Yahoo ernennt neuen Chief Revenue Officer (19.06.12) Online Solutions Group gründet Beteiligungsgesellschaft für Internet-Startups (19.06.12) Leo Burnett Deutschland komplettiert die Führungsmannschaft (19.06.12) Cannes Cyber Lions: Sechs deutsche Agenturen schaffen es auf die Shortlist (19.06.12) Ausschreibung: Entwicklung Mobile-App (19.06.12) Ausschreibung: Datenkonvertierung (19.06.12) Ausschreibung: Vulnerability- und Patch-Management (19.06.12) Ausschreibung: Publikation (19.06.12)
  7. 7. © 2012 HighText Verlag. HighText und iBusiness sind eingetragene Marken des HighText Verlag Graf und Treplin OHG. Impressum Weiterempfehlen Seite Drucken www.ibusiness.de - mobile.ibusiness.de - ibu.si - www.press 1.de - www.video1.de www.internetagentur-ranking.de

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