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INHALTSVERZEICHNIS  1	  Einleitung	  und	  Hintergrund.......................................................................
8	  Zusammenfassung	  und	  Ausblick	  ..............................................................................93   ...
1 EINLEITUNG	  UND	  HINTERGRUND                                                                                          ...
Einleitung	  und	  HintergrundVon	   deutschen	   Mobiltelefonbesitzern,	   die	   das	   mobile	   Internet	   nutzen	   ...
Einleitung	  und	  HintergrundUm	   Gemeinsamkeiten	   und	   Besonderheiten	   des	   AuZaus	   von	   mobilen	   Gemeins...
Einleitung	  und	  Hintergrund10
2 MOBILE	  GEMEINSCHAFTEN:	  DEFINITION,	  FORMEN,	  KOMMUNIKATION,   TECHNOLOGIEN	  UND	  NUTZER                         ...
Mobile	  GemeinschaEen:	  Defini8on,	  Formen,	  Kommunika8on,	  Technologien	  und	  NutzerDoch	  was	  zeichnet	  eine	  ...
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Mobile Gemeinschaften. Erfolgreiche Beispiele aus den Bereichen Spielen, Lernen und Gesundheit.
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Schön, Sandra; Wieden-Bischof, Diana; Schneider, Cornelia & Schumann, Martin (2011). Mobile Gemeinschaften. Erfolgreiche Beispiele aus den Bereichen Spielen, Lernen und Gesundheit. Band 5 der Reihe „Social Media“ (hrsg. von Georg Güntner und Sebastian Schaffert), Salzburg: Salzburg Research. (ISBN 978-3-902448-25-5, im Buchhandel für 29.90 auch gedruckt erhältlich!)

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Mobile Gemeinschaften. Erfolgreiche Beispiele aus den Bereichen Spielen, Lernen und Gesundheit.

  1. 1. Mobile  Gemeinscha/enErfolgreiche  Beispiele  aus  den  Bereichen   Spielen,  Lernen  und  Gesundheit Sandra  Schön,  Diana  Wieden-­‐Bischof, Cornelia  Schneider  und  Mar8n  Schumann  mit  Beiträgen  von  Nicola  Döring,  Mar8n  Ebner,   Chris8an  KiBl  und  Emanuel  Maxl
  2. 2. Salzburg  Research  ist  die  ForschungsgesellschaE  des  Landes  Salzburg.  Sie  betreibt  Forschung  und  Entwick-­‐lung   im   Bereich   der   Informa8ons-­‐   und   Kommunika8onstechnologien   (IKT).   Das   Kompetenzzentrum   „Salz-­‐burg   NewMediaLab“,   das   von   Salzburg   Research   geleitet   wird,   betrachtet   GemeinschaEen   als   wich8genMotor   vieler   Unternehmungen   im   Web.   Im   Rahmen   des   Forschungsprojekts   „ComStudy“   entstanden   soVeröffentlichungen   zum   erfolgreichen   AuZau   von   virtuellen   GemeinschaEen,   sowie   zum   Einsatz   von   Repu-­‐ta8ons-­‐  und  Empfehlungssystemen,  die  Grundlage  für  das  Projekt  „MobiComStudy“  sind.evolaris  ist  eine  im  Jahr  2000  gegründete  unabhängige  Forschungs-­‐  und  Entwicklungseinrichtung  für  inter-­‐ak8ve  Medien.  Im  MiBelpunkt  stehen  Technologien  für  das  Internet  und  das  Mobiltelefon,  die  Unterneh-­‐men  helfen  neue  Kunden  zu  gewinnen  und  bestehende  besser  zu  servicieren.  Ein  Schwerpunkt  ist  dabei  dieprototypische  Entwicklung  von  Systemen  für  mobile  Endgeräte  zur  Unterstützung  des  Kundenbeziehungs-­‐managements,  insbesondere  in  Konvergenz  mit  interak8ven  und  klassischen  Medien.  evolaris  bringt  im  Pro-­‐jekt  „MobiComStudy“  ihre  Exper8se  im  Bereich  des  Mobiltelefonmarkts,  insbesondere  der  Kundenbedürf-­‐nisse,  Businessmodelle  und  des  Themenbereichs  der  mobilen  Spiele  ein.Salzburg  NewMediaLab  (SNML),  das  Kompetenzzentrum  für  Neue  Medien  arbeitet  unter  der  Leitung  vonDI  Georg  Güntner  daran,  digitale  Inhalte  clever  zu  strukturieren,  verknüpfen,  personalisieren,  für  alle  auf-­‐findbar  zu  machen  und  nachhal8g  zu  nutzen.  Das  SNML  ist  ein  industrielles  Kompetenzzentrum  im  Rahmender   Ak8onslinie   Kind   des   Bundesministeriums   für   WirtschaE   und   Arbeit   (BMWA)   und   wird   gefördert   ausMiBeln  des  BMWA  und  des  Landes  Salzburg.  Homepage:  hBp://www.newmedialab.at©  Salzburg  NewMediaLab  2011ISBN  978-­‐3-­‐902448-­‐25-­‐5Sandra  Schön,  Diana  Wieden-­‐Bischof,  Cornelia  Schneider  und  Mar8n  Schumannmit  Beiträgen  von  Nicola  Döring,  Mar8n  Ebner,  Chris8an  KiBl  und  Emanuel  MaxlMobile  GemeinschaEen.Erfolgreiche  Beispiele  aus  den  Bereichen  Spielen,  Lernen  und  Gesundheit.Band  5  der  Reihe  „Social  Media“,  herausgegeben  von  Georg  Güntner  und  Sebas8an  SchaffertVerlag  und  Herstellung:  Salzburg  Research,  SalzburgUmschlaggestaltung:  Daniela  Gnad,  Salzburg  ResearchBibliografische  Informa8on  der  Deutschen  Na8onalbibliothek:Die  Deutsche  Na8onalbibliothek  verzeichnet  diese  Publika8onin  der  Deutschen  Na8onalbibliografie;  detaillierte  bibliografische  Daten  sind  im  Internet  über  hBp://dnb.d-­‐nb.de  abruZar.
  3. 3. DANK  Zunächst  einmal  herzlichen  Dank  an  evolaris  für  den  AuErag  und  die  Koopera8on  bei  dieser  Stu-­‐die   zu   mobilen   GemeinschaEen:   Von   Mag.   Emanuel   Maxl   habe   ich   Neues   bei   der   Vorbereitungund   Durchführung   von   Spielerworkshops   und   ihrer   Auswertung   gelernt   und   Mag.   Mar8n   Schu-­‐mann  brachte  als  Ko-­‐Autor  seine  technische  Exper8se  bei  der  Studie  ein.  Danke  allen  evolaris-­‐Kol-­‐legen,   insbesondere   bei   Dr.   Chris8an   KiBl,   für   die   unkomplizierte   und   produk8ve   Zusammenar-­‐beit.Auch  bedanke  ich  mich  herzlich  bei  der  Exper8n  und  den  Experten,  die  in  diesem  Buch  Frage  undAntwort  standen  und  so  ihr  Wissen  und  Erfahrungen  mit  mobilen  GemeinschaEen  teilen:  Prof.  Dr.Nicola  Döring  (TU  Ilmenau)  und  Dr.  Mar8n  Ebner  (TU  Graz)  sowie  wiederum  Dr.  Chris8an  KiBl  undMag.  Emanuel  Maxl  (beide  evolaris).Im  Rahmen  des  Projekts  konnten  wir  bei  A1  Telekom  Austria  in  Wien  Workshops  mit  Mobiltele-­‐fon-­‐Spielern  durchführen,  deren  Auswertung  nur  zum  Teil  in  dieser  Studie  nachzulesen  ist.  Herzli-­‐chen  Dank  auch  hier  für  diese  Koopera8on  und  Möglichkeit!Bei  meinen  Kolleginnen  und  Kollegen  im  Haus  bedanke  ich  mich  herzlich  für  ihre  Kommentare,  in-­‐haltlichen   Inputs   und   Hinweise   –   es   macht   Spaß   mit   so   viel   smarten,   engagierten   Personen   zu-­‐sammenzuarbeiten!   Herzlichen   Dank   insbesondere   an   meine   beiden   Ko-­‐Autorinnen   und   Kollegin-­‐nen  Mag.  Diana  Wieden-­‐Bischof  und  Mag.  DI  (FH)  Cornelia  Schneider  und  unserem  Prak8kantenMarkus  Winkler  für  das  Korrekturlesen  von  vorläufigen  Versionen.Schließlich,  wie  bei  den  bisherigen  Veröffentlichungen  dieser  Reihe  auch  hier:  Um  diesen  Beitragnicht  durch  weibliche  Endungen,  Bindestriche  und  Klammern  zu  einem  zwar  korrekten,  aber  auchschwerer  zu  lesenden  Werk  zu  machen,  haben  wir  im  Folgenden  durchgehend  darauf  verzichtet,die   gendergerechte   Schreibweise   zu   verwenden.   Zudem   haben   wir   uns   bemüht,   auf   englischeAusdrücke   oder   Lehenswörter   zu   verzichten   wo   sie   uns   unnö8g   erschienen   –   aber   im   Bereich   desInternets  kommt  man  leider  viel  zu  oE  nicht  darum  herum.  Sandra  SchönSalzburg  Research  ForschungsgesellschaEJanuar  2011
  4. 4. INHALTSVERZEICHNIS 1  Einleitung  und  Hintergrund........................................................................................7 1.1  Ans8eg  der  Zahl  der  Mobiltelefone  mit  Internetzugang.........................................7 1.2  Erwartungen  an  mobile  GemeinschaEen...............................................................8 1.3  Schwerpunkte,  Forschungsfragen  und  Vorgehen...................................................8 2  Mobile  Gemeinscha/en:  DefiniRon,  Formen,  KommunikaRon,  Technologien  und Nutzer...............................................................................................................11 2.1  Defini8on  von  „mobiler  GemeinschaE“  ...............................................................11 2.2  Mobile  Kommunika8on  und  Interak8on  in  GemeinschaEen................................12 2.3  Formen  mobiler  GemeinschaEen.........................................................................13 2.4  Mobile  Endgeräte,  Technologien  und  Formen  der  technischen  Mobilität............16 2.5  Mobile  Anwendungen  und  mobile  Dienste..........................................................18 2.6  Plarormen  für  mobile  GemeinschaEen..............................................................20 2.7  Mobile  GemeinschaEen  aus  Perspek8ve  der  Forschung  .....................................25 3  Erfolgreicher  AuVau  von  mobilen  Gemeinscha/en.................................................29 3.1  Lebenslauf  von  (mobilen)  GemeinschaEen  und  Community-­‐Ak8vitäten.............29 3.2  Bisherige  Analysen  zu  Erfolgsfaktoren  mobiler  GemeinschaEen..........................31 3.3  Überblick  des  strategischen  AuZaus  von  mobilen  GemeinschaEen....................32 3.4  Allgemeines  Prinzip:  Wachsen  lassen...................................................................32 3.5  Ziel-­‐  und  Zweckbes8mmung  der  GemeinschaE  ...................................................33 3.6  Bedürfnisse  der  Zielgruppe  eruieren....................................................................34 3.7  Kommunika8on,  Kollabora8on  und  GemeinschaE  fördern  .................................36 3.8  Evalua8on  und  Erfolgsmessung  von  GemeinschaEen  und  Community-­‐Angeboten .........................................................................................................................38 4  Überblick  über  die  gewählten  Anwendungsbereiche................................................39 5  Mobile  Spielgemeinscha/en....................................................................................41 5.1  Einführung  und  Hintergrund.................................................................................41 5.2  Beispiele...............................................................................................................51 5.3  Erfahrungen  zum  AuZau:  Bereichsspezifische  Erfolgsfaktoren  und  Stolpersteine   .........................................................................................................................58 6  Mobile  Lerngemeinscha/en.....................................................................................61 6.1  Einführung  und  Hintergrund.................................................................................61 6.2  Beispiele...............................................................................................................67 6.3  Erfahrungen  zum  AuZau:  Bereichsspezifische  Erfolgsfaktoren  und  Stolpersteine   .........................................................................................................................76 7  Mobile  Gemeinscha/en  im  Gesundheitsbereich......................................................81 7.1  Einführung  und  Hintergrund.................................................................................81 7.2  Beispiele...............................................................................................................85 7.3  Erfahrungen  zum  AuZau:  Bereichsspezifische  Erfolgsfaktoren  und  Stolpersteine .........................................................................................................................91
  5. 5. 8  Zusammenfassung  und  Ausblick  ..............................................................................93 8.1  Status  Quo  von  mobilen  GemeinschaEen............................................................93 8.2  Entstehung  von  mobilen  GemeinschaEen............................................................94 8.3  Bedürfnisse  der  Nutzer  mobiler  GemeinschaEen.................................................95 8.4  Erfolgsfaktoren  und  Stolpersteine  für  mobile  GemeinschaEen  in  den Anwendungsbereichen.....................................................................................96 8.5  (Weiter-­‐)  Entwicklungen  von  mobilen  GemeinschaEen.......................................979  Literatur  und  Quellen.............................................................................................101
  6. 6. 1 EINLEITUNG  UND  HINTERGRUND Sandra  Schön  und  Diana  Wieden-­‐BischofDie  Verbreitung  von  mobilen  Endgeräten,  die  die  Bildung  von  GemeinschaEen  unterstützen,  ist  inden   letzten   Jahren   rasant   ges8egen.   Insbesondere   interneuähige   Mobiltelefone   spielen   dabeieine   große   Rolle.   Für   Unternehmen   und   Unternehmungen   werden   daher   –   parallel   zur   zuneh-­‐menden  Bedeutung  von  webbasierten  GemeinschaEen  –  auch  die  mobilen  GemeinschaEen  inter-­‐essant:   Durch   die   Bildung   von   kleinen   GemeinschaEen   kommen   erst   auch   große   Ini8a8ven   undUnternehmungen  in  Schwung.  1.1 AnsReg  der  Zahl  der  Mobiltelefone  mit  InternetzugangDie   Verbreitung   von   mobilen   Endgeräten   ist   in   den   letzten   Jahren   enorm   gewachsen.   Genutztwerden  Mobiltelefone  derzeit  überwiegend  zum  Telefonieren  und  zum  Versenden  von  SMS  (Ac-­‐centure,   2010).   In   Österreich   steigt   die   Anzahl   der   Gesprächsminuten   nach   wie   vor   an,   die   gesen-­‐deten   SMS   wiesen   in   den   letzten   3   Jahren   sogar   ein   hohes   Wachstum   auf   (RTR,   2010,   S.  21f).Auch  die  Nutzung  des  Internets  mit  dem  Mobiltelefon  ist  rela8v  weit  verbreitet:  So  surE  fast  jederfünEe   Deutsche   (17  %)   mit   seinem   Mobiltelefon   im   Internet   (das   entspricht   etwa   7,7   MillionenDeutschen),   davon   gehen   jeweils   43   Prozent   mindestens   täglich   ins   Internet   (2009:   33  %,   2008:22  %).   In   Österreich   liegt   der   Anteil   an   Nutzern   des   mobilen   Internets   mit   31   Prozent   fast   doppeltso   hoch,   wovon   wiederum   51   Prozent   täglich   darauf   zugreifen   (Accenture,   2010,   S.  4ff, Abbildung  1).  Tatsächlich  nutzen  könnte  ein  weit  aus  größerer  Anteil  der  Mobiltelefonnutzer  das  Internet:  InDeutschland  und  Österreich  haben  derzeit  mehr  als  zwei  DriBel,  in  der  Schweiz  drei  Viertel  allerMobiltelefonbesitzer  ein  interneuähiges  Mobiltelefon  (Accenture,  2010,  S.  6).   Abbildung  1:  Internet  (Breitband)  und  Mobiltelefonnutzung  in  Deutschland,  Österreich  und  der  Schweiz Quelle:  Accenture,  2010,  S.  8.  Anmerkung:  Zahl  der  Teilnehmer:  3.005  (DE),  505  (AT),  510  (CH) mit  Internet  via  Breitband  werden  die  Dienste  (UMTS,  HSDPA,  HSUPA,  EDGE)  verstanden Anmerkung:  Die  Darstellung  erfolgt  kumuliert. 7
  7. 7. Einleitung  und  HintergrundVon   deutschen   Mobiltelefonbesitzern,   die   das   mobile   Internet   nutzen   wird   es   derzeit   vor   allemzum  Lesen  von  E-­‐Mails  über  ein  E-­‐Mailprogramm  (44  %),  zur  WeBerinforma8on  (43  %),  zum  Le-­‐sen  von  Nachrichten  (38  %),  zum  Lesen  von  E-­‐Mails  über  eine  Webseite  (37  %)  und  zur  Wegbe-­‐schreibung  (46  %)  eingesetzt  (so  die  ersten  Plätze  der  Befragung  von  Accenture,  2010,  S.  17).  23Prozent  verwenden  derzeit  aktuell  das  mobile  Internet  am  Mobiltelefon  für  Online-­‐Gemeinschaf-­‐ten  (ebd.;  in  Österreich  liegt  der  Anteil  bereits  bei  42  %).  Damit  gehört  dieser  Aspekt  mit  einemZuwachs  von  elf  Prozentpunkten  zu  den  Bereichen  mit  den  größten  Zuwächsen  seit  der  Befragungim  Jahr  vorher  (ebd.).  Sechs  Prozent  aller  Mobiltelefonnutzer  mit  mobilen  Internet  twiBern  (ebd.).Keineswegs  ist  der  miBeleuropäische  Markt  Vorreiter  oder  Prototyp  bei  der  Nutzung  von  mobilenGeräten   im   Internet   und   für   GemeinschaEen:   In   Japan   verwenden   Nutzer   ihr   interneuähiges   Mo-­‐biltelefon  (70  %)  häufiger  als  den  PC,  um  sich  mit  der  Web-­‐GemeinschaEen  auszutauschen,  weite-­‐re  15  Prozent  nutzen  beides  gleichermaßen  (Whatjapanthinks.com,  2009).  Wie  wir  später  zeigen  werden,  sind  Mobiltelefone  nicht  die  einzigen  mobilen  Geräte,  die  es  erlau-­‐ben,   sich   mobil   austauschen   und   GemeinschaEen   zu   bilden.   Ihre   starke   Verbreitung   ist   jedoch   alswesentlich   für   den   Ans8eg   von   Anwendungen   und   Projekten,   die   auf   mobilen   GemeinschaEenberuhen.  1.2 Erwartungen  an  mobile  Gemeinscha/enDie  Vernetzung  und  der  regelmäßige  Austausch  von  Nutzern  mobiler  Endgeräte,  also  die  Bildungvon   mobilen   GemeinschaEen   gewinnt   mit   dem   Ans8eg   der   Verbreitung   der   mobilen   Geräte   zu-­‐nehmend   Interesse.   Auf   der   einen   Seite   werden   für   Community-­‐Ini8atoren   und   Betreiber   neueFormen   des   Austauschs   interessant.   Auf   der   anderen   Seite   gibt   es   auch   großes   ökonomisches   Po-­‐ten8al  für  die  mobile  Industrie,  die  von  einer  Verbreitung  und  Ausweitung  ihres  Angebots  profi-­‐8eren  wird.  Aus   wirtschaElicher   Perspek8ve   wird   mit   mobilen   GemeinschaEen   die   Erwartung   verknüpE,   dassKunden  durch  den  Mehrwert  der  mobilen  Nutzung  im  Vergleich  zu  reinen  Web-­‐GemeinschaEenauch  tendenziell  eher  bereit  sind  (mehr)  Geld  für  die  entsprechenden  Services  auszugeben  (vgl.Reichwald,   Erben,   Fremuth   &   Tasch,   2002).   Die   erwarteten   wirtschaElichen   Erfolge   für   Plaror-­‐men  und  Services  für  mobile  GemeinschaEen  sind  groß:  So  wird  vorhergesagt,  dass  der  Markt  fürortsbasierte  mobile  soziale  Netzwerke  bis  2013  Erlöse  in  Höhe  von  3,3  Milliarden  US-­‐$  generierenwird  (Abi  Research,  2008).  Eine  Schätzung  von  Chard  (2008)  zufolge  hat  der  gesamte  mobile  Web-­‐2.0-­‐Markt,  inklusive  mobile  soziale  Netzwerke,  mobile  Suche  und  mobiles  Instant  Messaging  aktu-­‐ell   einen   Wert   von   5,5   Milliarden   US-­‐$   und   wird   im   Jahr   2013   bis   zu   22,4   Milliarden   US-­‐$   wertsein.   Viele   andere   Unternehmungen   interessieren   sich   für   erfolgreiche   mobile   GemeinschaEen,die  nicht  primär  an  direkten  Erlösen  interessiert  sind,  sondern  aus  anderen  Mo8ven  heraus  agie-­‐ren,  beispielsweise  damit  Kunden  binden  möchten,  Innova8onsentwicklung  unterstützen  wollenoder  informelles  Lernen  und  Wissensaustausch  fördern  möchten.  1.3 Schwerpunkte,  Forschungsfragen  und  VorgehenWährend  für  webbasierte  GemeinschaEen  schon  einige  Studien  und  Analysen  vorgelegt  wurden,die  versucht  haben,  Erfolgsfaktoren  zu  beschreiben  (vgl.  S. 31  in  diesem  Band)  oder  den  Prozess  eines  erfolgreichen  AuZau  beschreiben  (Schaffert  &  Wieden-­‐Bischof,  2009),  ist  das  Feld  der  mo-­‐bilen   GemeinschaEen   noch   weniger   erforscht.   Im   Fokus   dieser   Studie   stehen   „mobile   Gemein-­‐schaEen“   (Engl.   „mobile   communi8es“)   die   im   Wesentlichen   oder   auch   ausschließlich   über   ihremobilen   Geräte   kommunizieren   oder   interagieren.   Es   ist   davon   auszugehen,   dass   der   erfolgreicheAuZau   von   mobilen   GemeinschaEen   grundsätzlich   nach   ähnlichen   Prinzipien   und   Regeln   wie   dervon  Web-­‐GemeinschaEen  erfolgt.  Dennoch  ergeben  sich  aus  der  Mobilität  der  Geräte,  ihrer  einfa-­‐chen  Bedienbarkeit  sowie  ihrer  Beschaffenheit,  beispielsweise  der  Größe  des  Displays,  einige  Be-­‐sonderheiten.  8
  8. 8. Einleitung  und  HintergrundUm   Gemeinsamkeiten   und   Besonderheiten   des   AuZaus   von   mobilen   GemeinschaEen   systema-­‐8sch  erfassen  zu  können,  haben  wir  uns  in  dieser  Studie  auf  drei  unterschiedliche  Anwendungsge-­‐biete  konzentriert:  der  Bereich  der  Spiele,  des  Lernens  sowie  der  Gesundheit.  Forschungsleitend  waren  dabei  folgende  Fragestellungen:| Was  sind  „mobile  GemeinschaEen“  und  was  zeichnet  sie  aus?| Was  gibt  es  generell  beim  AuZau  von  mobilen  GemeinschaEen  zu  berücksich8gen?| Welche  Beispiele  und  Erfolgskriterien  lassen  sich  in  den  gewählten  Themenbereichen  (Spiele, Lernen,  Gesundheit)  finden?Vor  dem  Hintergrund  allgemeiner  Prinzipien  zum  AuZau  von  Online-­‐GemeinschaEen  werden  imForschungsprojekt   die   Rahmenbedingungen,   Voraussetzungen   sowie   Beispiele   für   mobile   Ge-­‐meinschaEen   gesammelt   und   analysiert.   Dazu   werden   Kurzberichte,   Analysen   und   Kommentarezum  erfolgreichen  und  erfolglosen  AuZau  von  mobilen  GemeinschaEen  sowie  die  vorhandenenwissenschaElichen   Analysen   zusammengetragen.   Dabei   ist   zu   beachten,   dass   Untersuchungen,insbesondere   im   Hinblick   auf   konkrete   Kundenzahlen,   Nutzerbefragungen   und   ökonomischeAspekte,  häufig  nicht  veröffentlicht  oder  nur  gegen  größere  Geldbeträge  einsehbar  sind  und/odernicht   zur   weiteren   Veröffentlichung   freigegeben   sind1.  Im  Rahmen  der  Projektarbeit  werden  zu-­‐dem  auch  Exper8nnen  und  Experten  gebeten,  ihre  Erfahrungen  mit  dem  AuZau  von  mobilen  Ge-­‐meinschaEen   mitzuteilen.   Für   den   Bereich   der   mobilen   Spiele   wurde   zusätzlich   in   Koopera8onmit  der  A1  Telecom  Austria  ein  Workshop  mit  Spielern  durchgeführt.Diese   Studie   entstand   aus   einem   koopera8ven   Forschungsprojekt   von   Salzburg   Research   (AT)   undevolaris  (AT)  in  den  Monaten  April  2010  bis  Oktober  2010,  kleinere  Beiträge  basieren  auf  Arbeitendes  Salzburg  NewMediaLab  (AT).1 So  kostet  beispielsweise  der  Beitrag  „An  Insight  into  the  U.S.  Mobile  Mul8player  Gaming  Markets“  von Frost  &  Sullivan  (2008),  Umfang  57  Seiten  mehr  als  4.300  €;   hBp://www.researchandmarkets.com/repor8nfo.asp?rfm=rss&report_id=604488  (Stand  09/2010)  9
  9. 9. Einleitung  und  Hintergrund10
  10. 10. 2 MOBILE  GEMEINSCHAFTEN:  DEFINITION,  FORMEN,  KOMMUNIKATION, TECHNOLOGIEN  UND  NUTZER Sandra  Schön,  Mar8n  Schumann  und  Diana  Wieden-­‐BischofWie  kommuniziert  man  mobil?  Was  wird  eigentlich  als  „mobile  Community“  bezeichnet?  WelcheFormen   gibt   es?   Welche   Technologien   kommen   zum   Einsatz?   –   Diese   Fragen   werden   in   diesemersten  Kapitel  beantwortet.2.1 DefiniRon  von  „mobiler  Gemeinscha/“  Ursprünglich   bezeichnet   das   Wort   GemeinschaE   (Engl.   „community“)   Personen,   die   räumlicheund/oder   familiäre   Beziehungen   pflegen   und   dabei   auch   ähnliche   Ziele   und   Werte   haben.   Dieneuen  Medien  und  Technologien  sowie  die  größere  Mobilität  der  Menschen  ist  verantwortlich  da-­‐für,  dass  sich  dieses  Verständnis  gewandelt  hat  (vgl.  Abbildung  2). Abbildung  2:  Von  räumlichen  GemeinschaEen  zu  mobilen  GemeinschaEenMit   der   Entstehung   des   Postwesens   und   später   auch   der   Einsatz   von   Telegrafie   und   Telefoniekonnten  solche  gemeinschaElichen  Beziehungen  auch  gut  während  Zeiten  der  Abwesenheit  oderbei  größeren  räumlichen  Distanzen  aufrecht  erhalten  werden.  Mit  der  Entwicklung  des  Internets  und  seiner  Services  gab  es  auf  einmal  das  Phänomen,  dass  sichGemeinschaEen   bildeten,   also   Personen   sich   über   längere   Zeiträume   intensiv   zu   Themen   aus-­‐tauschten,  sich  dabei  kennen  lernten  und  auch  gemeinsame  Zielsetzungen  verfolgten.  Zwangsläu-­‐fig  mussten  sich  die  Beteiligten  dabei  jedoch  nicht  kennen,  bereits  treffen  oder  gesehen  haben.Als   einer   der   ersten   Forscher   widmete   sich   Rheingold   (1993)   diesem   Phänomen   der   „virtual   com-­‐munity“   und   definierte   „virtuelle   GemeinschaEen“   als   „soziale   Vereinigungen   bzw.   Ansammlun-­‐gen,  die  sich  aus  dem  Netz  heraus  bilden,  wenn  genügend  Personen  die  öffentlichen  Diskussionenlange   genug,   mit   entsprechend   menschlicher   Empfindung,   weiterführen,   um   ein   Netzwerk   vonpersönlichen   Beziehungen   im   virtuellen   Raum   zu   bilden“   (eigene   Übersetzung).   Der   Begriff   des„Virtuellen“  wird  heute  nicht  mehr  so  gerne  genutzt,  weil  man  die  Erfahrung  machte,  dass  dabeidurchaus  reale  Beziehungen  geknüpE  werden  können.  Heute  liegen  eine  Reihe  von  Defini8onensolcher   internetbasierten   GemeinschaEen   vor.   Unter   einer   Online-­‐GemeinschaE   (Engl.   „onlinecommunity“)  verstehen  wir  in  dieser  Studie  „Personen  mit  gemeinsamen  Interessen,  die  Internet-­‐und   andere   Kommunika8onstechnologien   nutzen,   um   sich   regelmäßig   auszutauschen   und/odergemeinsam  Inhalte  zu  entwickeln,  dabei  starke  Bindungen  entwickeln  und  sich  als  zusammenge-­‐hörig  fühlen“  (Schaffert  &  Wieden-­‐Bischof,  2009,  S.  12).   11
  11. 11. Mobile  GemeinschaEen:  Defini8on,  Formen,  Kommunika8on,  Technologien  und  NutzerDoch  was  zeichnet  eine  „mobile  GemeinschaE“  aus?  Sie  unterscheidet  sich  von  anderen  Online-­‐GemeinschaEen   „durch   ihre   zusätzliche   oder   ausschließliche   Zugangsmöglichkeit   über   mobileEndgeräte  wie  Smartphones,  PDA  und  Tablets  und  speziell  für  diese  Zugangsart  ausgelegte  Kom-­‐munika8onsdienste:  Die  Mobilität  der  Community  ergibt  sich  also  durch  ihre  ubiquitäre  und  allge-­‐genwär8ge   Zugangsmöglichkeit.“   (Reichwald   u.a.,   2002,   S.   13).   Auch   in   der   Defini8on   von   Taschund   Fremuth   (2002)   ist   der   Zugang   entscheidend:   „Mobile   GemeinschaEen   werden   durch   mobileGeräte   wie   beispielsweise   Mobiltelefone,   Smartphones   und   PDA   zugänglich“   (eigene   Überset-­‐zung).  Durch  die  Nutzung  der  mobilen  Dienste  und  ihrer  Möglichkeiten  können  dabei  ganz  neuar-­‐8ge   Themen   und   Formen   der   Interak8on   gefunden   werden.   Beispiele   hierfür   finden   sich   v.a.   inden  geobasierten  Diensten:  Geocaching,  also  das  Verstecken  und  Suchen  von  Gegenständen  undNachrichten  in  der  realen  Umgebung,  ist  ohne  GPS-­‐fähige  Endgeräte  undenkbar.  Mobile  GemeinschaEen  (Engl.  „mobile  communi8es“)  sind  zusammenfassend  also  Personen  mitgemeinsamen  Interessen,  die  von  mobilen  Endgeräten  aus  Internet-­‐  und  andere  Kommunika8ons-­‐technologien  nutzen,  um  sich  regelmäßig  auszutauschen  und/oder  um  gemeinsam  Inhalte  zu  ge-­‐nerieren,  dabei  starke  Bindungen  entwickeln  und  sich  als  zusammengehörig  fühlen.  Alle  Personenagieren   dabei   räumlich   unabhängig   bzw.   müssen   natürlich   nicht   gemeinsam   mobil   unterwegssein2.Unter  einer  GemeinschaE  wird  in  dieser  Studie  eben  nicht  die  Gesamtheit  aller  Nutzer  einer  be-­‐s8mmten  Technologie  oder  eines  bes8mmten  Services  verstanden.  Für  solche  Formen  von  vagergemeinschaElicher  Verbundenheit,  weil  man  beispielsweise  (auch)  Nutzer  derselben  Technologie,Leser  desselben  Weblogs  oder  ak8v  Beitragender  bei  einem  Wiki  ist,  ohne  dass  man  dezidiert  ei-­‐ner  GemeinschaE  im  obigen  Sinne  zugehört,  könnte  der  Begriff  der  „imagined  communi8es“  vonAnderson  (2006)  hilfreich  sein.  Anderson  nutzt  diesen  Begriff,  um  zu  beschreiben,  dass  sich  bei-­‐spielsweise   Personen   gleicher   Na8onalität   gemeinschaElich   verbunden   fühlen.   Gleichzei8gbraucht  es,  insbesondere  in  der  Ini8alphase  eines  solchen  Vorhabens,  eben  viele  solcher  kleinenGemeinschaEen,  die  eine  Anwendung  nutzen,  um  Community-­‐Plarormen  und  -­‐Angebote  für  vie-­‐le  tausende  Nutzer  zu  einem  Erfolg  zu  machen.  2.2 Mobile  KommunikaRon  und  InterakRon  in  Gemeinscha/enZunächst   denkt   man   bei   mobiler   Kommunika8on   in   der   Regel   an   Mobiltelefonie.   Allgemein   be-­‐trachtet   geht   es   bei   der   Mobilkommunika8on   „um   digitale   Kommunika8on   miBels   portabler,drahtlos   vernetzter   Informa8ons-­‐   und   Kommunika8onsgeräte“   (Schiller,   2003),   wobei   verschiede-­‐ne  Formen  der  Kommunika8on  und  der  Mobilität  zu  unterscheiden  sind  (Döring,  2008,  S.  220).  Nach   Döring   (2008)   sind   sieben   Formen   der   Mobilkommunika8on   zu   unterscheiden.   In   dieser   Lis-­‐te   wird   von   unterschiedlichen   Interak8onspartnern   ausgegangen,  beispielsweise  Einzelne,  Grup-­‐pen,  Massen,  Computer.  So  wird  bei  ihr  die  mobile  Individualkommunika8on,  Gruppenkommuni-­‐ka8on,   Organisa8onskommunika8on,   Massenkommunika8on,   Mensch-­‐Computer-­‐Kommunika8-­‐on,   Mobile   Computer-­‐Computer-­‐Kommunika8on   sowie   auch   die   „Kommunika8on   über   Mobil-­‐kommunika8on“  als  eigene  Kommunika8onsform  genannt  (Döring,  2008,  Tabelle  9.2,  S.  224).Nur  ein  Teil  dieser  Formen  mobiler  Kommunika8on  lassen  sich  in  mobilen  GemeinschaEen  wie-­‐derfinden.  Aus  Perspek8ve  von  Rhee  und  Lee  (2009)  sind  wesentliche  Kommunika8ons-­‐  und  In-­‐terak8onsformen   das   Teilen   von   Inhalten,   die   Kommunika8on   und   das   gemeinsame   Erstellen   vonInhalten  (Kollabora8on)  (s.  Abbildung  3).2 Für   Veröffentlichungen   in   anderen   Bereichen   können   „mobile   GemeinschaEen“   auch   Gruppen   bezeich-­‐ nen,  die gemeinsam  unterwegs  sind,  beispielsweise  Pfadfindergruppen.  Das  ist  im  Rahmen  dieser  Studie   natürlich  nicht  gemeint.  12
  12. 12. Mobile  GemeinschaEen:  Defini8on,  Formen,  Kommunika8on,  Technologien  und  Nutzer Abbildung  3:  Formen  der  Kommunika8on  in  mobilen  GemeinschaEen Quelle:  In  Anlehnung  an  eine  Darstellung  von  Rhee  und  Lee,  2009Anwendungen   für   GemeinschaEen   unterstützen   also   nicht   nur   unmiBelbar   und   rela8v   direkteKommmunika8ons-­‐  und  Interak8onsformen,  bei  denen  tatsächlich  ein  Austauch  von  Materialien„sichtbar“  ist.  Wenn  Personen  „Inhalte  teilen“  werden  darunter  beispielsweise  auch  Informa8o-­‐nen  über  ihren  aktuellen  Status  oder  Ort  („Presence“)  verstanden.  Auch  werden  häufig  „beiläufig“und  eher  für  die  individuelle  Nutzung  Inhalte  erstellt,  die  auch  gemeinschaElich  genutzt  werdenkönnen,  das  prototypische  Beispiel  ist  hier  das  Bookmarking  von  URL  oder  Orten  (vgl.  Schaffert  &Ebner,  2010).Zwar   liegen   keine   so   detaillierten   Befragungsergebnisse   für   den   deutschsprachigen   Raum   vor,doch  zeigt  eine  Befragung  aus  den  USA,  welche  unterschiedlichen  Ak8vitäten  und  Kommunika8-­‐onsformen  bei  der  Nutzung  des  mobilen  Internets  konkret  unterstützt  und  auch  genutzt  werden.Ausgewertet  werden  beim  im  Folgenden  dargestellten  Auszug  des  „Mobile  Intent  Index“  die  An-­‐lässe  von  US-­‐Amerikanern,  das  mobile  Internet  zu  nutzen.  Die  Zahlen  sind  dabei  jedoch  kaum  mitdem  deutschsprachigen  europäischen  Raum  vergleichbar  (vgl.  Abbildung  4). Abbildung  4:  Gründe  für  US-­‐Amerikaner  (in  Prozent),  das  mobile  Web  zu  nutzen   die  sich  auf  den  Aspekt  „Teil  einer  GemeinschaE  sein“  beziehen Quelle:  Ruder  Finn,  2010  (Stand  10/2010)2.3 Formen  mobiler  Gemeinscha/enEs   gibt   unterschiedliche   Ansätze   einen   Überblick   über   mobile   GemeinschaEen   zu   geben.   Daskommt  auch  jeweils  auf  den  Blickwinkel  an:  Interessieren  vor  allem  die  verwendeten  Technologi-­‐en,  oder  spielen  die  behandelten  Themen  oder  die  Interak8on  eine  Rolle?  Im  Folgenden  werdeneinige  dieser  Typologien  von  mobilen  GemeinschaEen  vorgestellt.    13
  13. 13. Mobile  GemeinschaEen:  Defini8on,  Formen,  Kommunika8on,  Technologien  und  NutzerFormen  hinsichtlich  des  Nutzungsgrades  mobiler  EndgeräteDrei  unterschiedliche  Formen  von  mobilen  GemeinschaEen  lassen  sich  beschreiben,  die  sich  auf-­‐grund  des  Nutzungsgrades  von  mobilen  Endgeräten  bzw.  den  Grad  der  Einschränkung  darauf  un-­‐terscheiden  lassen  (vgl.  Abbildung  5).   Abbildung  5:  Formen  mobiler  GemeinschaEenZunächst   gibt   es   GemeinschaEen,   die   allein   durch   und   mit   Hilfe   mobiler   Endgeräte   entstandensind   oder   gepflegt   werden:   Die   Clique   Jugendlicher,   die   sich   per   SMS   über   Treffpunkte   am   Wo-­‐chenende  austauscht  ist  ein  solches  Beispiel.  Familienangehörige,  die  ihre  Mobiltelefone  nutzenum  zu  kommunizieren,  ein  anderes.  Eine  Form  einer  mobilen  Community,  die  es  schon  seit  meh-­‐reren  Jahrzehnten  gibt,  sind  Hobbyfunker,  die  u.a.  per  Morsetelegrafie  kommunizieren.  Dann   gibt   es   GemeinschaEen,   deren   Nutzung   und   Teilhabe   die   Nutzung   eines   mobilen   Gerätesfak8sch  voraussetzt  oder  die  dezidiert  für  mobile  Geräte  gedacht  sind;  auch  wenn  es  beispielswei-­‐se  ergänzende  Foren  und  Plarormen  im  Web  gibt.  Schließlich  gibt  es  eine  Vielzahl  von  Web-­‐Community-­‐Diensten  die  auch,  beispielsweise  von  inter-­‐neuähigen  Mobiltelefonen,  mobil  erreichbar  sind.  Beispielsweise  lässt  sich  Facebook  auch  von  ei-­‐nem   Smartphone   bedienen.   Solche   GemeinschaEen   nutzen   also   hybride   Anwendungen,   mankann  daher  –  wenn  auch  nicht  unter  gleichen  Bedingungen  –  über  PC  und  Internet  als  auch  vonmobilen  Endgeräten  par8zipieren.  Klassifizierung  nach  persönlichen  Zielen  (Rhee  &  Lee,  2009)Eine   weitere   Klassifizierung   von   mobilen   GemeinschaEen   stammt   von   Rhee   und   Lee   (2009).   Sieunterscheiden   auf   der   einen   Seite   eher   soziale   und   finanzielle   Ziele   und   auf   der   anderen   Seiteeher  stabile  bzw.  dynamische  GemeinschaEen.  Aus  diesen  beiden  Dimensionen  der  Ziele  und  derStabilität   ergeben   sich   vier   Community-­‐Arten:   GemeinschaEen   (1)   zum   effizienten   Arbeiten,   (2)zur  Stärkung  von  Beziehungen,  (3)  für  qualifizierte  Dienstleistungen  und  (4)  zur  Unterhaltung  (vgl.Abbildung  6).14
  14. 14. Mobile  GemeinschaEen:  Defini8on,  Formen,  Kommunika8on,  Technologien  und  Nutzer Abbildung  6:  Arten  von  mobilen  GemeinschaEen Quelle:  Eigene  Übersetzung  und  Darstellung  nach  Rhee  und  Lee,  2009Klassifizierung  im  Hinblick  auf  KommunikaRonsformen  (El  Morr  &  Kawash,  2007)Als  wesentliche  Merkmale,  nach  der  sich  mobile  GemeinschaEen  unterscheiden  lassen,  betrach-­‐ten  El  Morr  und  Kawash  (2007)  den  Grad  der  Offenheit,  das  Ausmaß  von  Kontex8nforma8onen,die   man   über   die   anderen   Community-­‐Mitglieder   erhält   sowie   die   Art   der   Interak8on,   also   obeher  synchron  oder  asynchron  kommuniziert  wird  (vgl.  Abbildung  7). Abbildung  7:  Mobile  GemeinschaEen  nach  EigenschaEen  der  Kommunika8on Quelle:  Eigene  Darstellung  auf  Grundlage  der  drei  Aspekte  von  El  Morr  und  Kawash,  2007Die   unterschiedlichen   Ausprägungen   sind   nicht   nur   allgemein   zur   Unterscheidung   von   mobilenGemeinschaEen  interessant,  eine  Verortung  von  GemeinschaEen  hilE  auch  die  Rahmenbedingun-­‐gen  für  Kommunika8on,  Kollabora8on  und  GemeinschaE  zu  bes8mmen.    15
  15. 15. Mobile  GemeinschaEen:  Defini8on,  Formen,  Kommunika8on,  Technologien  und  NutzerKategorisierung  nach  Entstehungsort  der  Inhalte  (Informa  Media  and  Telecom,  2006)  Eine  andere  Kategorisierung  von  mobilen  GemeinschaEen  stammt  aus  einer  Studie  von  InformaMedia  and  Telecom  (2006)3.  Hier  wird  zwischen  nutzergenerierten  Inhalten  und  sons8gen  Inhal-­‐ten  unterschieden.  Illustriert  lässt  sich  eine  solche  Unterscheidung  von  GemeinschaEen  nach  derEntstehungsart   der   thema8sierten   Inhalte   (intern   vs.   extern   erstellt)   folgendermaßen   darstellen(vgl.  Abbildung  8). Abbildung  8:  Klassifizierung  von  mobilen  GemeinschaEen  nach  Entstehungsort  der  Inhalte Quelle:  Eigene  Darstellung  auf  Grundlage  von  Informa  Media  and  Telecom,  2006Weitere  Kategorisierungen  und  FormenEine   weitere   Unterscheidungsmöglichkeit   mobiler   GemeinschaEen   ist   die   nach   der   Reichweite.Weiters  gibt  es  auch  viele  Angebote  für  GemeinschaEen,  die  sich  auf  bes8mmte  Mobilfunkanbie-­‐ter  beschränken  (s.  Tschautscher,  2008,  S.  41).2.4 Mobile  Endgeräte,  Technologien  und  Formen  der  technischen  MobilitätIm  folgenden  AbschniB  werden  die  technischen  Grundlagen  für  mobile  Endgeräte,  den  verwende-­‐ten  Technologien  und  Formen  der  technologischen  Mobilität  beschrieben.EndgeräteAls   die   wich8gsten   Gruppen   von   Endgeräten   werden   (a)   die   Mobiltelefone,   (b)   die   Handhelds(also  Minicomputer  im  Taschenformat)  oder  Tablet-­‐PCs  sowie  (c)  Notebooks  betrachtet  (Döring,2008,  S.  220).  Im  Vordergrund  –  wenn  auch  nicht  darauf  beschränkt  –  beschäEigt  sich  diese  Stu-­‐die  mit  mobilen  GemeinschaEen  die  Mobiltelefone  nutzen.  Hier  hat  in  den  letzten  Jahren  eine  ra-­‐sante   Verbreitung   der   Geräte   und   Nutzung   staBgefunden,   die   den   Alltag   von   vielen   Menschendeutlich  beeinflusst  (vgl.  folgende  Abbildung  9):   Abbildung  9:  Ausgewählte  Sta8onen  bei  der  Entwicklung  der  Mobiltelefon-­‐Nutzung Quelle:  Eigene  Zusammenstellung  und  Darstellung,  u.a.  nach  Pearson,  20093 Diese   Gliederung   wurde   aus   dem   frei   zugänglichen   Inhaltsverzeichnis   entnommen,   da   die   Studie   selbst uns  aus  Kostengründen  nicht  zugänglich  war.16
  16. 16. Mobile  GemeinschaEen:  Defini8on,  Formen,  Kommunika8on,  Technologien  und  NutzerSta8s8sch   hat   jeder   österreichische   Bürger   bereits   mehr   als   ein   Mobiltelefon   zur   Verfügung.   Sohaben  sich  heute  viele  gleichermaßen  daran  gewöhnt  jederzeit  und  nahezu  überall  erreichbar  zusein  oder  andere  zu  erreichen;  wenn  nicht  mündlich  dann  in  aller  Regel  mit  einer  Kurznachricht(SMS).  Hierin  zeigt  sich  auch  die  zunehmend  steigende  Nutzung  von  asynchronen  Kommunika8-­‐onsformen  (z.  B.  SMS,  E-­‐Mail,  TwiBer,  Facebook-­‐Status-­‐Updates)  im  Gegensatz  zu  synchronen  For-­‐men  wie  Cha‚ng  oder  Sprachtelefonie.  Die  Verbreitung  von  Smartphones  und  die  Nutzung  desmobilen  Internets  nimmt  stark  zu  (Accenture,  2010,  S.  4).  Drahtlose  NetzwerkeDie  Endgeräte  sind  in  der  Regel  durch  drahtlose  Netzwerke  verbunden.  Gemäß  ihrer  Reichweitewerden  diese  in  drei  Gruppen  eingeteilt  (s.  Döring,  2008,  S.  221):| „Bei   drahtlosen   globalen   Netzwerken   (W-­‐WANs:   „wireless   wide   area   networks“)   handelt   es sich   heute   um   kostenpflich8ge   zelluläre   Mobilfunktnetze   der   2.   Genera8on   (2G,   GSM-­‐Stan-­‐ dard)  und  der  3.  Genera8on  (3G,  UMTS-­‐Standard),  über  die  man  weltweit  Teilnehmer  errei-­‐ chen  kann.| Drahtlose   lokale   Netzwerke   (W-­‐LANs:   „wireless   local   area   networks“)   decken   umschriebene Areale  ab  (z.  B.  Wohnung,  Betriebsgelände,  Universitätscampus)  und  bieten  oE  einen  kabello-­‐ sen  Zugang  zum  Internet.| Drahtlose  persönliche  Netzwerke  (W-­‐PANs:  „wireless  personal  area  networks“)  haben  nur  eine Reichweite   von   wenigen   Zen8metern   bis   Metern.   Sie   basieren   auf   Bluetooth   oder   Infrarot-­‐ SchniBstellen  und  dienen  der  Datenübertragung  zwischen  Geräten,  die  sich  in  unmiBelbarer Nähe  befinden.“Im  Bereich  der  Mobilfunknetzwerke  gab  es  eine  ste8ge  Weiterentwicklung  der  Standards,  womitauch  die  Bandbreiten  der  Datenübertragung  gesteigert  werden  konnten.  Auch  die  Datenübertra-­‐gungsraten  entwickelten  sich  dementsprechend  ste8g  nach  oben  (s.  Abbildung  10). Abbildung  10:  Weiterentwicklung  der  Mobilfunknetze  und  Bandbreiten  (links)   und  Datenübertragungsdaten  (rechts) Quelle:  Eigene  Darstellung  von  evolaris,  2010  17
  17. 17. Mobile  GemeinschaEen:  Defini8on,  Formen,  Kommunika8on,  Technologien  und  NutzerDurch  schnellere  Datenverbindungen  und  den  damit  auƒommenden  datenintensiveren  Dienstens8eg   das   Kostenrisiko   auf   Seiten   der Konsumenten,  welches  eine  Nutzungsbarriere  darstellte.  Um  diesem  entgegenzusteuern,  begannen  die  Mobilfunkanbieter,  Tarifop8onen  für  Daten-­‐Pakete  an-­‐zubieten.   Diese   haben   sich   miBlerweile   am   Markt   etabliert,   sind   in   Österreich   teils   in   den   Grund-­‐preis  inbegriffen  oder  lassen  sich  als  Zusatzop8onen  (Preise  pro  GB  stark  abhängig  von  gewähltemPaket   und   Anbieter)   freischalten.   Im   Wertkartenbereich   (Prepaid)   sind   diese   Datenop8onen   be-­‐reits  ab  €  4/GB4  verfügbar.  Die   Zunahmen   der   mobilen   Internetnutzung   liegen   derzeit   hinter   den   Erwartungen   zurück.   Dieswird   auch   mit   der   WeltwirtschaEskrise   begründet.   Es   sei   jedoch   zu   erwarten,   dass   die   Nutzungdes   mobilen   Internets,   auf   das   derzeit   ca.   16   Prozent   der   Österreicher   täglich   zugreifen   (s.   Accen-­‐ture  2010),  künEig  stark  zunehmen  wird  –  so  steht  es  zumindest  in  den  Webforen  (z.  B.  Verifox,2010).  Technische  Aspekte  von  MobilitätBei   der   Frage,   was   genau   „Mobilität“   in   technischer   Hinsicht   bedeutet,   ist   eine   Unterscheidungvon   Schulzrinne   und   Wedlund   (2000)   hilfreich   (vgl.   van   Beijnum,   Pawar,   Dulawan   &   Hermens,2009).| Ihnen  zufolge  ist  Terminalmobilität  die  Mobilität,  die  erlaubt  „online“  zu  sein,  also  mit  einem Kommunika8onsnetzwerk  verbunden  zu  sein,  während  man  unterwegs  ist.  So  ist  die  Terminal-­‐ mobilität   im   Mobilfunknetz   weitestgehend   gegeben,   ein   ständiger   Internetzugang   ist   jedoch derzeit  in  Europa  nicht  vorhanden.  | Sessionmobilität  unterstützt  auch  bei  Terminalwechseln  die  Aufrechterhaltung  einer  Session.  | Persönliche   Mobilität   bedeutet   in   technischer   Hinsicht,   dass   unterschiedliche   und   mehrere Terminals  durch  eine  logische  Adresse  gleichzei8g  adressiert  werden  können.  | Schließlich  ist  Servicemobilität  die  Fähigkeit,  zwischen  verschiedenen  Geräten  oder  verschie-­‐ denen   Providern   zu   wechseln.   Dies   beinhaltet   auch   alle   persönlichen   Konfigura8onen   und Vorlieben.Dieses  etwas  genauere  Konzept  von  Formen  technischer  Mobilität  wird  für  konkrete  Implemen-­‐8erungen  als  hilfreich  betrachtet.  Alle  sind  erstrebenswert  aber  nicht  unbedingt  einfach  zu  errei-­‐chen.  2.5 Mobile  Anwendungen  und  mobile  DiensteNach  Döring  (2008)  ist  eine mobile  Anwendung  ein  Service,  der  offline  funk8oniert,  d.h.  unabhän-­‐  gig  von  einem  Netzwerk.  Mobile  Dienste  sind  dagegen  online  zu  nutzen  (S.  221).  Mobile  Anwen-­‐dungen   sind   grundsätzlich   eher   für   das   persönliche   Wissensmanagement   und   Unterhaltung   zu-­‐ständig,  während  mobile  Dienste  tendenziell  eher  Funk8onen  unterstützen,  die  GemeinschaEenbenö8gen.   Mobile   Dienste   haben   so   die Haupuunk8onen  (a)  Kommunika8on,  (b)  Informa8on,  (c)  Entertainment  und  (d)  Transak8onen  (S.  221).  Im  Folgenden  möchten  wir  v.a.  solche  mobilen  Anwendungen  und  Dienste  vorstellen,  die  dafür  ty-­‐pischerweise  mobile  Endgeräte  verwenden,  sich  von  Computern  unterscheiden  und  somit  die  In-­‐halt-­‐Entwicklung  bei  mobilen  GemeinschaEen  bzw.  deren  Kommunika8on  beeinflussen  können.4 Bob:  hBp://www.bob.at/bobdatenpaket1gb  (Stand  09/2010)18
  18. 18. Mobile  GemeinschaEen:  Defini8on,  Formen,  Kommunika8on,  Technologien  und  NutzerKamera  und  BilderkennungViele  Mobiltelefone  verfügen  heute  über  Kameras  und  das  Anfer8gen  von  Fotos  oder  auch  kurzenVideos  ist  heute  sehr  einfach.  Auch  das  Online-­‐Stellen  solcher  Fotos  und  Filme  ist  inzwischen  imWortsinne  „kinderleicht“.  AuZauend  auf  die  eingebaute  Kamera  können  mit  Mobiltelefonen  auchBilderkennungssysteme  eingesetzt  werden,  beispielsweise  zum  automa8schen  Einlesen  von  Visi-­‐tenkarten  oder  zum  Einlesen  von  QR-­‐Codes  (Engl.  „quick  response“;  Dt.  „schnelle  Antwort“),  ei-­‐nem  zweidimensionalen  Strichcode.  Solche  Codes  können  beispielsweise  Hyperlinks  zu  weiterfüh-­‐renden  Informa8onen  im  Web  sein.   Abbildung  11:  Beispiel  für  einen  QR-­‐CodeHinzu  kommt  die  Verwendung  der  Augmented-­‐Reality-­‐Technologie,  die  es  ermöglicht  zusätzlicheInforma8onen  zur  Umgebung  in  Form  einer  „erweiterten  Realität“  anzuzeigen.  Beispielweise  kön-­‐nen  so  Berggipfel  in  der  Umgebung  erkannt  werden  (Peak.AR5,  s.  Abbildung  12).   Abbildung  12:  Gipfelerkennung  mit  Peak.AR Quelle:  Salzburg  Research,  hBp://peakar.salzburgresearch.at/  (Stand  07/2010)Google  hat  Ende  2009  bekannt  gegeben,  dass  sie  an  einer  Anwendung  arbeiten,  die  automa8schGebäude  oder  Kunstwerke  erkennt  und  dabei  entsprechende  weiterführende  Informa8onen  an-­‐zeigt  („Google  goggles“;  Lecknets,  2009,  s.  Abbildung  13).5 PeakAr:  hBp://peakar.salzburgresearch.at/  (Stand  07/2010)  19
  19. 19. Mobile  GemeinschaEen:  Defini8on,  Formen,  Kommunika8on,  Technologien  und  Nutzer Abbildung  13:  Erkennung  von  Bauwerken  mit  Google  goggles  (Entwurf) Quelle:  Leckness,  2009 hBp://www.mobilitysite.com/2009/12/google-­‐goggles-­‐silly-­‐name-­‐interes8ng-­‐idea/   (Stand  07/2010)Bewegungserkennung  und  TouchscreenEine   Besonderheit   von   Mobiltelefonen   der   neueren   Genera8on   ist,   dass   sie   einen   Touchscreenhaben,  also  einen  Bildschirm,  der  Berührungen  erkennen  kann  und  dass  sie  Bewegungen  erken-­‐nen  (Engl.  „mo8on  detec8on“).  Beides  wird  für  eine  Vielzahl  von  mobilen  Anwendungen,  oE  auchhumorvoll   eingesetzt,   so   gibt   es   beispielsweise   Anwendungen,   bei   denen   man   mit   dem   Smart-­‐phone  „Gitarre“  spielen,  „würfeln“  oder  eine  Glas  Bier  „ausleeren“  kann.  PosiRonierung  und  LokalisierungsserviceAls   eine   Besonderheit   der   mobilen   GemeinschaEen   und   der   genutzten   Endgeräte   –   im   Unter-­‐schied   zu   webbasierten   GemeinschaEen   –   wurde   bereits   mehrfach   auf   die   Möglichkeiten   der   Po-­‐si8onierung   und   Lokalisierung   von   Nutzern   hingewiesen.   Ortsbezogene   Dienste   (Engl.   „loca8onbased   services“)   lassen   sich   folgendermaßen   unterscheiden   (s.   Martens,   Treu   &   Küpper,   2007,S.  71):  Beim  reak8ven  Verfahren  werden  dem  Nutzer  seine  ortsbasierten  Informa8onen  auf  An-­‐frage   zur   Verfügung   gestellt,   beim   proak8ven   Ansatz   lösen   vordefinierte   räumliche   Ereignisse,z.  B.  das  Erreichen  eines  Ortes,  Ak8onen  aus.  Bei  „selbstverweisenden“  Verfahren  beziehen  sichdie   Informa8onen   auf   den   Nutzer,   bei   „querverweisenden“   Verfahren   auf   Informa8onen   über   an-­‐dere  Personen  (z.  B.  in  der  Nähe).  Ortsbezogene  Dienste  sind  u.a.  Grundlage  für  Naviga8onsunter-­‐stützung  oder  Reiseführer  mit  Mobiltelefonen.  Sie  werden  allerdings  auch  in  einer  Reihe  von  An-­‐wendungen   für   GemeinschaEen   eingesetzt.   So   nutzen   eine   Reihe   von   mobilen   Spielen,   am   be-­‐kanntesten  wohl  derzeit  Foursquare6,  ortsbasierte  Services  (vgl.  in  diesem  Band  S.  46).  2.6 Plaiormen  für  mobile  Gemeinscha/enNachdem   bisher   eine   Reihe   von   technologischen   Möglichkeiten   genannt   wurden,   werden   nuneine   Reihe   von   derzeit   exis8erenden,   populären   Plarormen   genannt   und   beschrieben,   die   vonmobilen  GemeinschaEen  genutzt  werden  können.  6 Foursquare:  hBp://foursquare.com/  (Stand  08/2010)20
  20. 20. Mobile  GemeinschaEen:  Defini8on,  Formen,  Kommunika8on,  Technologien  und  NutzerPlaiormen  für  mobile  Gemeinscha/enBeispiele  für  erfolgreiche  Plarormen  für  mobile  GemeinschaEen  werden  in  folgender  Tabelle  ge-­‐nannt   (Tschautscher,   2008).   Dabei   wurden   gezielt   Plarormen   ausgewählt,   die   Anwendungenbeinhalten   die   sich   gezielt   an   Nutzer   mobiler   Endgeräte   wenden   (vgl. Tabelle  1).   Diese   Auswahl  basiert   dabei   auf   dem   damaligen   Ranking   bei   Alexa.com   (2008),   einem   Service,   der   die   Zugriffeauf  URL  auswertet.  Eine  Nutzung  dieser  Plarormen  mit  dem  PC  ist  prinzipiell  möglich,  die  eigent-­‐lichen  Vorteile  und  einige  Funk8onalitäten  sind  jedoch  gezielt  für  mobile  Geräte  entwickelt  undsinnvoll. Name URL Kurzbeschreibung   (mobile (mobile  URL) URL) www.mig33.com Java-­‐Client  ermöglicht  ChaBen  und  Einbindung  von  Messenger-­‐Diensten,  gra8s migg33 (wap.mig33.com) VoIP  (mehr  als  6  Millionen  Nutzer) www.wadja.com Aus  Griechenland  stammendes  soziales  Netzwerk,  das  für  Mobiltelefone  op8miert wadja (wap.wadja.com) ist,  kostenloser  SMS  Versand   www.mocospace.com US-­‐amerikanisches  soziales  Netzwerk,  das  für  Mobiltelefone  op8miert  ist  (2  Millio-­‐ mocospace (wap.mocospace.com) nen  Nutzer) Soziales  Netzwerk  mit  vielen  Funk8onen,  das  speziell  für  Mobiltelefone  entwickelt jaiku www.jaiku.com wurden bluepulse www.bluepulse.com Australische  kostenlose  Messengersuite  für  Mobiltelefone   Deutsches  Studentenprojekt  bei  der  Mitglieder  per  Java-­‐Client  andere  bei  räumli-­‐ Aka-­‐aki www.aka-­‐aki.com cher  Nähe  entdecken  können  und  Profile  austauschen  können  und  „Begegnungsta-­‐ gebücher“  erstellen,  auch  wenn  man  offline  ist   Frengo www.frengo.com US-­‐amerikanisches  soziales  mobiles  Streaming  (per  Webfrontend  oder  SMS)   US-­‐amerikanisches  mobiles  soziales  Tool,  um  per  SMS  Daten  über  aktuelle  Aufent-­‐ Dodgeball www.dodgeball.com haltsorte  mit  Freunden  zu  teilen,  auf  einige  Orte  in  den  USA  beschränkt   Deutsches  soziales  mobiles  Netzwerk  von  Bertelsmann,  Besonderheit  ist  der  Ver-­‐ qeep www.qeep.com sand  von  Sounds Fotoblog,  der  für  mobile  Geräte  op8miert  wurde,  auf  den  andere  per  SMS  hinge-­‐ fotochamer www.fotochaBer.com wiesen  werden  können Tabelle  1:  Übersicht  über  bekannte  Services  für  mobile  GemeinschaEen Quelle:  Zusammenschau  der  Angaben  aus  Tschautscher,  2008,  S.  41ff Anmerkung:  Die  Auswahl  und  Reihung  der  Services  bezieht   sich  auf  damals  aktuelle  Ranking  bei  Alexa.comAus  einer  Studie  von  Informa  Media  and  Telecom  (2006)  stammen  folgende  Beispiele  für  Commu-­‐nity-­‐Plarormen  und  -­‐Services,  bei  denen  mobile  GemeinschaEen  Inhalte  erstellen7:| Bürgerjournalismus  (z.  B.  Scoopt)| Foto-­‐  und  Bilderaustausch  (z.  B.  Kodak  Mobile  Service,  Pixology/Jessops)| Mobiles  Blogging  (z.  B.  Nokia  Lifeblog,  NewBay  FoneBlog)| Chat-­‐  und  Da8ng-­‐Angebote  (z.  B.  Freever,  Match.com  Mobile,  Jumbuck)| Video-­‐Plarormen  (z.  B.  SeeMe  TV)| Mobile   Social-­‐Networking-­‐Angebote   (z.   B.   MySpace   Mobile   On   Helio,   Cyworld,   FunkySexy-­‐ Cool,  Habbo  Hotel)7 Die  Beispiele  sind  z.  T.  US-­‐amerikanische  Angebote,  die  nur  zum  Teil  in  Europa  zugänglich  sind.  21
  21. 21. Mobile  GemeinschaEen:  Defini8on,  Formen,  Kommunika8on,  Technologien  und  NutzerDarüber  hinaus  gibt  es  Community-­‐Plarormen  und  -­‐Services,  die  um  bestehende  Inhalte  herumangesiedelt  sind  (vgl.  Informa  Media  and  Telecom,  2006):| Musik  (z.  B.  Universal  Music  Mobile,  Monstermob)| Podcas8ng  (z.  B.  Melodeo,  Rogers  Wireless  Podcast  Service)| Spiele-­‐Angebote  (z.  B.  Sprint  Game  Lobby)| Sport  (z.  B.  Mobile  ESPN)Weitere  interessante  mobile  Community-­‐Anwendungen  sind  bobba  bar8  und  beoble.me9.  Bobbabar  ist  eine  virtuelle  Bar  für  Mobiltelefone.  „Beim  virtuellen  Barbesuch  kann  sich  der  Nutzer  mitanderen  unterhalten.  Sein  Avatar  lässt  sich  dafür  anhand  einer  Vielzahl  von  Gesichtern,  Körpern,Frisuren,  HauBönen  und  Kleidungsstücken  individuell  gestalten.  Barbesucher  können  ihre  Freun-­‐desliste  individuell  erweitern,  Freunde  über  SMS,  E-­‐Mail  oder  TwiBer  einladen  und  sich  gegensei-­‐8g   Nachrichten   schicken“   (Xeit   GmbH,   2009).   Bei   beoble.me   können   Nutzer   beispielsweise   „mitanderen  Community-­‐Mitgliedern  telefonieren,  ohne  dabei  ihre  Mobiltelefonnummern  zu  kennen.Dieses  fone.me  Feature  ist  viel  charmanter  und  komfortabler  als  das  Schreiben  langer  Mails  aufdem  Mobiltelefon.  Im  MiBelpunkt  steht  ein  GPS-­‐  bzw.  Zell-­‐ID-­‐basierter  Dienst,  über  den  andereNutzer  oder  Bars,  Clubs  und  Cafés  in  der  Nähe  gefunden  werden  können“  (Xeit  GmbH,  2009).  Es   gibt   also   viele   Services,   die   für   mobile   Geräte   op8miert   wurden.   Laut   einer   Studie   von   GroundTruth  (2010)  verbringen  Benutzer  von  Plarormen,  die  speziell  für  Mobiltelefone  entworfen  wur-­‐den,   wie   beispielsweise   MocoSpace10   mit   über   11   Millionen   Mitglieder   (Stand:   Mai   2010;   Tech-­‐crunch,  2010)  und  AirG11  mit  über  45  Millionen  Nutzer  (Stand:  September  2010)  dort  fast  dreimalso  viel  Zeit  auf  ihren  mobilen  Endgeräten  wie  Nutzer  des  Online  Portals  Facebook  und  mehr  alsdoppelt  so  viel  wie  MySpace-­‐Nutzer.  Plaiormen  mit  mobilem  ZugangViele   Websites   und   Plarormen   für   GemeinschaEen   sind   auch   mit   Hilfe   mobiler   Geräte   gut   er-­‐reichbar.  Ein  brauchbares  Interface  auch  für  mobile  Geräte  ist,  zumindest  für  die  wich8gsten  so-­‐zialen   Netzwerke   wie   Facebook   und   LinkedIn   eine   Selbstverständlichkeit.   Die   Bekanntheit   undWich8gkeit  der  großen  sozialen  Netzwerke  ist  wohl  auch  der  Grund  dafür,  dass  sie  besonders  häu-­‐fig  genannt  werden,  wenn  nach  Aufrufen  von  sozialen  Netzwerken  mit  mobilen  Geräten  gefragtwird.  Eine  US-­‐amerikanische  Umfrage  bei  500  Mitgliedern  von  sozialen  Netzwerken  im  Web  ergab,  dassrund   46   Prozent   es   bereits   schon   mobil   besucht   haben.   Dabei   gibt   es   eine   starke   Vormachtstel-­‐lung   der   führenden   beiden   Netzwerke   MySpace.com   und   Facebook.com   (Business   Wire,   2008).Insgesamt   verfügt   Facebook   miBlerweile   über   mehr   als   150   Mio.   ak8ve   Nutzer,   die   darauf   überihr  mobiles  Endgerät  zugreifen.  Laut  Facebook  sind  diese  Nutzer  doppelt  so  ak8v  wie  nicht-­‐mobileNutzer   (Facebook,   2010).   Eine   weitere   kürzlich   veröffentlichte   US-­‐amerikanische   Studie   vonGround  Truth,  einer  Mobilfunk-­‐Messfirma  ergab,  dass  60  Prozent  der  verwendeten  Zeit  im  mobi-­‐len  Internet  in  sozialen  Netzwerken  verbracht  wird.  Im  Vergleich  dazu  verbringen  die  Nutzer  aufInternetportalen   nur   zirka   14   Prozent   ihrer   Online-­‐Zeit   (Ground   Truth,   2010).   Nach   Ruder   Finn(2010)  tauschen  sich  91  Prozent  der  Nutzer  eines  Mobiltelefons  regelmäßig  mit  diesem  in  einemsozialen  Netzwerk  aus.  Bei  den  Desktop-­‐Nutzern  sind  es  hingegen  nur  79  Prozent.  US-­‐amerikani-­‐8 Bobba  bar:  hBp://www.bobba.com/9 Beoble.me:  hBp://www.beoble.me/10 MocoSpace:  hBp://www.mocospace.com/11 AirG:  hBp://www.airg.net/22
  22. 22. Mobile  GemeinschaEen:  Defini8on,  Formen,  Kommunika8on,  Technologien  und  Nutzersche  Nutzer  von  sozialen  Netzwerken  tendieren  also  dazu,  sie  auch  mobil  zu  nutzen  und  verbrin-­‐gen  dann  auch  mehr  Zeit  damit.  Zahlen   für   den   deutschsprachigen   Raum   liefert   uns   wiederum   die   Studie   von   Accenture   (2010),die  Nutzer  des  mobilen  Internets  gefragt  hat,  welches  Service  sie  dabei  nutzen.  Hier  zeigen  sichgroße  Unterschiede  zwischen  Deutschland,  Österreich  und  der  Schweiz.  Für  Nutzer  des  mobilenInternet   in   den   letztgenannten   Ländern   ist   es   weit   verbreitet,   auch   soziale   Netzwerke   damit   zunutzen  (vgl.  Abbildung  14).  Es  zeigt  sich  jedoch,  dass  die  Nutzer  des  mobilen  Internets  im  deutsch-­‐sprachigen  Europa  noch  nicht  annähend  so  intensiv  soziale  Netzwerke  nutzen  wie  US-­‐amerikani-­‐sche. Abbildung  14:  (links)  Mobiles  Interface  von  Facebook Quelle:  hBp://labs.sapo.pt/ua/sapocampus/files/2009/12/facebook1.jpg  (Stand  08/2010) Abbildung  15:  (rechts)  Nutzung  von  sozialen  Netzwerken  bei  Nutzern  des  mobilen  Internets Anmerkung:  N(D)=  513,  N(A)=157,  N(CH)=136;   Quelle:  Accenture,  2010,  S.  9Microblogging-­‐Dienste  mit  mobilem  ZugangMicroblogging-­‐Dienste  sind  im  Web  zugänglich  und  werden  auch  vielfäl8g  in  unterschiedliche  An-­‐wendungen  eingebunden.  Der  bekannteste  Microblogging-­‐Dienst  ist  TwiBer.com.  Wer  hier  einenAccount  nutzt  kann  seine  auf  140  Zeichen  limi8erten  Meldungen  („Tweets“)  beispielsweise  auchbei  sozialen  Netzwerken  wie  Facebook  und  LinkedIn  oder  auf  der  persönlichen  Homepage  einbin-­‐den.  TwiBer-­‐Nachrichten   werden   für   die   breite   Öffentlichkeit   geschrieben,   sie   sind   prinzipiell   für   allelesbar  und  verfolgbar,  wenn  man  den  Nutzernamen  eines  Bekannten  kennt.  Um  die  Kommunika8-­‐on  zu  verbessern,  wurden  folgende  Möglichkeiten  und  auch  Konven8onen  entwickelt  (vgl.  Ebneru.a.,  2010):| Man   kann   jemanden   „folgen“   (Engl.   „follow“),   d.h.   Kanäle   interessanter   TwiBer-­‐Nutzer   aus-­‐ wählen  und  quasi  „abonnieren“,| man   kann   nach   Begriffen   oder   Schlagworten   suchen,   letztere   werden   mit   einem   Doppelkreuz markiert  und  als  „Hashtag“  bezeichnet,  z.  B.  #hashtag,| man  kann  öffentliche  Nachrichten  an  andere  Nutzer  schicken  indem  man  sie  mit  dem  Klam-­‐ meraffen-­‐Zeichen   und   Nutzernamen   adressiert   (z.   B.   @nutzername)   und   private   Nachrichten, indem  man  sie  mit  „d“  oder  „dm“  und  dem  Nutzernamen  markiert,  z.  B.  dm  nutzername),| und   schließlich   kann   man   interessante   Nachrichten   an   andere   weiterverbreiten,   also   „re-­‐ tweeten“  und  markiert  sie  dazu  mit  dem  Zusatz  „RT“.  23
  23. 23. Mobile  GemeinschaEen:  Defini8on,  Formen,  Kommunika8on,  Technologien  und  NutzerAll  diese  Möglichkeiten  stehen  auch  den  Usern  der  mobilen  Applika8onen  zur  Verfügung.  Wennmobil  gebloggt  wird,  wird  dies  auch  „mobile  blogging“  oder  „moblogging“  genannt.  Heute  sollen75   Prozent   der   Nachrichten   auf   TwiBer   von   Mobiltelefonen   verschickt   werden   (Rhodes,   2010).TwiBer  ist  dabei  –  wie  alle  großen  Plarormen  –  nicht  als eine  Community  aufzufassen,  sondern  setzt   sich   aus   vielen   kleinen   GemeinschaEen   zusammen   bzw.   wird   von   ihnen   genützt.   Exempla-­‐risch   wurde   beispielsweise   so   von   Java   u.a.   (2007)   anhand   einer   Netzwerkanalyse   sichtbar   ge-­‐macht,   wie   TwiBer-­‐Nutzer   dabei   auch   gleichzei8g   unterschiedliche   GemeinschaEen   –   Familien,Arbeitskollegen  oder  auch  Vereinskollegen  bedienen  (vgl.  Abbildung  16). Abbildung  16:  GemeinschaEen  bei  TwiBer Quelle:  Java,  Song,  Finin  und  Tseng,  2007,  S.  9Durch   seine   Popularität   und   die   Möglichkeit   der   Nutzung   von   Schlagworten   (Hashtags,   s.o.)   erge-­‐ben  sich  bei  TwiBer  auch  rela8v  spontane  Diskussionen  mit  Nutzern,  die  man  gar  nicht  in  seiner„follower   list“   hat:   Bekannt   und   untersucht   wird   dieses   Phänomen   von   Ad-­‐Hoc-­‐GemeinschaEenv.a.  für  Konferenzen,  bei  denen  Besucher  einer  Konferenz  sich  via  TwiBer  im  „Backchannel“  aus-­‐tauschen  (vgl.  Ebner  u.a.,  2010,  S.  71f).Auch  wenn  Microblogging-­‐Dienste  im  Web  zugänglich  und  verbreitet  sind,  werden  sie  sehr  häufigvon  mobilen  Geräten  aus  bedient,  bei  TwiBer  werden  bereits  16  Prozent  der  Neuregistrierungenüber   ein   mobiles   Endgerät   vorgenommen12.   Auch   im   deutschsprachigen   Europa   ist   die   mobileNutzung  von  TwiBer  weit  verbreitet.  Von  denjenigen,  die  das  mobile  Internet  nutzen  twiBern  soin  Deutschland  6  Prozent,  in  Österreich  10  Prozent  und  in  der  Schweiz  8  Prozent.  Dafür,  dass  essich  bei  TwiBer.com  um  eine  einzelne  Community-­‐Anwendung  handelt,  sind  das  beeindruckendeZahlen  (Accenture,  2010,  9;  vgl. Abbildung  17).  57  Prozent  derjenigen,  die  (auch)  mobil  twiBern,  machen  das  im  übrigen  lieber  von  ihrem  Mobiltelefon  als  von  ihrem  PC  (Accenture,  2010,  S.  4).  12 TwiBer:  hBp://blog.twiBer.com/2010/09/evolving-­‐ecosystem.html  (Stand  06/2010)24
  24. 24. Mobile  GemeinschaEen:  Defini8on,  Formen,  Kommunika8on,  Technologien  und  Nutzer Abbildung  17:  TwiBer-­‐Nutzung  bei  Nutzern  des  mobilen  Internets Anmerkung:  N(D)=  513,  N(A)=157,  N(CH)=136 Quelle:  Accenture,  2010,  S.  92.7 Mobile  Gemeinscha/en  aus  PerspekRve  der  Forschung  Auch  wenn  das  Thema  der  mobilen  GemeinschaEen  noch  jung  ist,  gibt  es  natürlich  Forschungsak-­‐8vitäten  zu  diesem  Thema.  Im  Folgenden  beschreiben  wir  Annahmen  und  Forschungsperspek8-­‐ven.Besonderheiten  der  Nutzung  von  Mobiltelefonen:  AnnahmenMobile  GemeinschaEen  nutzen  Technologien,  die  ihre  Kommunika8ons-­‐  und  Interak8onsmöglich-­‐keiten   beeinflussen.   Wenn   über   die   Besonderheiten   mobiler   GemeinschaEen   gesprochen   wird,geschieht  dies  in  aller  Regel  in  Abgrenzung  zu  den  Web-­‐GemeinschaEen  oder  virtuellen  Gemein-­‐schaEen  im  Allgemeinen.Folgende  Aspekte  werden  als  Besonderheiten  der  Nutzung  des  Mobiltelefnos  im  Vergleich  zu  denBedingungen  von  Web-­‐GemeinschaEen  gesehen  (s.  u.a.  Reichwald  u.a.,  2002,  S.  10f):| Der  ubiquitäre,  also  der  allgegenwär8ge  Zugang  zu  den  Community-­‐Diensten,  führt  zu  einer Auflösung  der  Restrik8onen  von  PCs.| Mobile  Endgeräte  sind  „always  on“,  d.h.  langwieriges  Ein-­‐  und  Ausschalten  enuällt.| Während   im   Web   Iden8täten   vorgetäuscht   werden   können,   ist   das   bei   mobilen   Telefonen nicht  der  Fall.  Eine  eindeu8ge  Iden8tät  ist  oE  ein  vertrauenss8Eender  Aspekt  der  wich8g  für GemeinschaEen  sein  kann.| Kontextsensi8ve  Dienste  der  mobilen  Geräte  ermöglichen  „eine  automa8sierte  Erfassung  und Auswertung   von   Umfeldinforma8onen   eines   Benutzers“   (Reichwald   u.a.,   2002,   S.   12).   Bei-­‐ spielsweise   können   Dienste   anderen   Community-­‐Angehörigen   den   aktuellen   Aufenthaltsort anzeigen,  asynchron  ortsbasiert  Nachrichten  übermiBeln  oder  anzeigen,  wenn  sich  Mitglieder räumlich  nahe  sind.| Eine  Herausforderung  des  Mobiltelefons  ist  im  Vergleich  das  sehr  kleine  Display.  | Die  Größe  des  Geräts  hat  jedoch  auch  weitere  Folgen:  Das  Mobiltelefon  ist  ein  sehr  persönli-­‐ cher  Gegenstand,  da  er  körpernah  den  ganzen  Tag  mitgetragen  wird  und  Medium  für  private Kommunika8on  ist  (vgl.  Höflich,  2001).  Mobile  GemeinschaEen,  die  quasi  überall  und  zu  jeder Zeit  –  sofern  es  den  Gepflogenheiten  der  GemeinschaE  entspricht  –  erreichbar  sind,  nehmen daher  auch  mehr  private  und  reale  Räume  ein.| Gleichzei8g  enthalten  die  mobile  Kommunika8on  bzw.  mobilen  Services  ungleich  mehr  Kon-­‐ tex8nforma8onen   als   üblicherweise   PCs   mit   Internetzugang:   So   kann   beispielsweise   der   aktu-­‐ elle  Aufenthaltsort  übermiBelt  werden.    25
  25. 25. Mobile  GemeinschaEen:  Defini8on,  Formen,  Kommunika8on,  Technologien  und  NutzerFür   viele   sind Privacy-­‐Überlegungen,   also   Einstellungen   zu   dem   eigenen   Datenschutz   und   Aus-­‐  tausch   der   mobilen   Daten   zentral   für   die   Nutzung   von   mobilen   Diensten   und   GemeinschaEen.Auch  jugendliche  Nutzer  von  mobilen  GemeinschaEen  gehen  insgesamt  eher  zurückhaltend  mitihren   persönlichen   Angaben   um   und   unterscheiden   hier   zwischen   „Freunden“   und   „Bekannten“(Lugano,  2008;  Lugano  &  Saariluoma,  2007;  vgl.  Abbildung  18).   Abbildung  18:  Austausch  von  Informa8onen  in  mobilen  GemeinschaEen Quelle:  Eigene  Darstellung  von  Lugano  und  Saariluoma,  2007;   zi8ert  in  Lugano,  2008,  Figure  1 Anmerkung:  Befragt  wurden  hier  18  finnische  Jugendliche  Diese   und   ähnliche   Überlegungen   führen   zu   der   Empfehlung,   dass   man   mobile   Community-­‐An-­‐wendungen  als  Privacy-­‐Trust-­‐Entscheidungsproblem  konzipieren  sollte  (vgl.  Lugano,  2008).Thesen  zu  mobilen  Gemeinscha/enDie  Besonderheiten  der  Anwendungen  und  Geräte  die  bei  mobilen  GemeinschaEen  zum  Einsatzkommen,   und   insbesondere   die   Mobilität   der   GemeinschaEen   lässt   einige   Annahmen   über   ihreCharakteris8k   zu.   Wenn   es   auch   gute   Gründe   und   Indizien   für   folgende   Aussagen   gibt,   müssendiese  noch  empirisch  geprüE  werden.  | Durch   die   Allgegenwär8gkeit   und   Privatheit   der   Geräte   wird   das   Kommunika8onsverhalten spontaner  und  auch  emo8onaler  (Reichwald  u.a.,  2002,  S.  11).| Community-­‐Anwendungen   werden   sich   „vermutlich   zunächst   unter   Jugendlichen   bilden   und zur   persönlichen   Kommunika8on,   also   dem   Austausch   mit   dem   persönlichen   Netzwerk,   den engen  Freunden  und  Bekannten,  genutzt  werden“  (Reichwald  u.a.,  2002,  S.  14).| Mobile-­‐Community-­‐Angebote   sind   „wahrscheinlich   weniger   Themen   zentriert   als   vielmehr personen-­‐  und  kommunika8onsorien8ert“  (Reichwald  u.a.,  2002,  S.  13).| Beim  Umgang  mit  mobilen  Diensten  und  Community-­‐Anwendungen  sind  die  persönlichen  Da-­‐ ten  sensibler,  und  auch  die  Nutzer  gehen  sensibler  mit  ihren  persönlichen  Daten  um  (s.  z.  B. Lugano,  2008).  In  dieser  Studie  werden  wir  weitere  Aussagen  formulieren,  was  mobile  GemeinschaEen  auszeich-­‐net  bzw.  was  sie  von  webbasierten  GemeinschaEen  unterscheidet.26

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