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Linked Media. Ein White-Paper zu den Potentialen von  Linked People, Linked Content und Linked Data in Unternehmen.
 

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Salzburg NewMediaLab – The Next Generation (2011). Linked Media. Ein White-Paper zu den Potentialen von Linked People, Linked Content und Linked Data in Unternehmen. ...

Salzburg NewMediaLab – The Next Generation (2011). Linked Media. Ein White-Paper zu den Potentialen von Linked People, Linked Content und Linked Data in Unternehmen.

Unter Mitwirkung von Christoph Bauer, Andreas Blumauer, Tobias Bürger,
Manuel Fernandez, Wolfgang Gewald, Dietmar Glachs, Georg Güntner, Gerhard Haberl, Thomas Kurz, Siegfried Reich,
Sebastian Schaffert, Marius Schebella, Sandra Schön, Katharina Siorpaes, Rupert Westenthaler, Markus Winkler und Edgar Zwischenbrugger (Leitung: Sandra Schön und Georg Güntner)

Band 1 der Reihe „Linked Media Lab Reports“, herausgegeben von Christoph Bauer, Georg Güntner und Sebastian Schaffert

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    Linked Media. Ein White-Paper zu den Potentialen von  Linked People, Linked Content und Linked Data in Unternehmen. Linked Media. Ein White-Paper zu den Potentialen von Linked People, Linked Content und Linked Data in Unternehmen. Document Transcript

    • Das Kompetenzzentrum für Neue Medien, SalzburgNewMediaLab – The Next Generation (SNML-TNG)arbeitet unter der Koordination der Salzburg ResearchForschungsges.m.b.H. daran, digitale Inhalte zu personali-sieren, für alle auffindbar zu machen und nachhaltig zunutzen: Dazu werden Informationen auf der Ebene der In-halte (Linked Content), der stukturierten Daten (LinkedData) und der sozialen Interaktion (Linked People) ver-knüpft. Für die dadurch entstehende Form von Inhalten wurde der Begriff „Linked Me-dia“ gewählt. SNML-TNG ist ein K-Projekt im Rahmen des COMET-Programms (Compe-tence Centers for Excellent Technologies, www.ffg.at/comet) und wird gefördert aus Mit-teln des BMWFJ, des BMVIT und des Landes Salzburg.Homepage: www.newmedialab.at© Salzburg NewMediaLab – The Next Generation, April 2011ISBN 978-3-902448-27-9Salzburg NewMediaLab – The Next Generation:Linked Media. Ein White-Paper zu den Potentialen vonLinked People, Linked Content und Linked Data in Unternehmen.Unter Mitwirkung vonChristoph Bauer, Andreas Blumauer, Tobias Bürger,Manuel Fernandez, Wolfgang Gewald, Dietmar Glachs,Georg Güntner, Gerhard Haberl, Thomas Kurz, Siegfried Reich,Sebastian Schaffert, Marius Schebella, Sandra Schön,Katharina Siorpaes, Rupert Westenthaler, Markus Winklerund Edgar Zwischenbrugger(Leitung: Sandra Schön und Georg Güntner)Band 1 der Reihe „Linked Media Lab Reports“,herausgegeben von Christoph Bauer, Georg Güntner und Sebastian SchaffertVerlag und Herstellung: Salzburg Research, SalzburgUmschlaggestaltung: Daniela Gnad, Salzburg ResearchBibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikationin der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografischeDaten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.
    • VorwortDas Kompetenzzentrum für neue Medien wurde beginnend mit dem Jahr 2000 alsDenkfabrik für innovative Konzepte und Lösungen für die österreichische Medien-und Content-Industrie aufgebaut und bietet seitdem Technologieführern und denBetreibern fortschrittlicher Internet-Plattformen eine Heimat zur Entwicklungund Erprobung innovativer Informationssysteme und -architekturen. Gemeinsammit führenden Vertretern der Medien- und Content-Industrie wurden dabei vonBeginn an konkrete Lösungen entwickelt und erfolgreich umgesetzt.Seit der Gründung 2000 haben sich die Fragestellungen das Salzburg NewMedia-Lab mit der technologischen Entwicklung des Internets stark verändert: Ging es inder Anfangsphase noch vorwiegend um die Trennung von Inhalt und Layout imOnline-Bereich, so ermöglichten es die ab 2003 aufkommenden Technologien desSemantic Web erstmals die Bedeutung von Inhalten auch für Computerprogram-me begreifbar zu machen. In dieser Zeit arbeitete das Salzburg NewMediaLab ander Entwicklung intelligenter Inhalte, die sich ihrem jeweiligen Verwendungsbe-reich automatisch anpassen.Mit dem Aufstieg der sozialen Netzwerke entstanden neue Anforderungen an dieMedien- und Content-Industrie: Unter dem Schlagwort „Linked Media“ (verlinkteMedien) tritt des Kompetenzzentrum ab 2010 für ein neuartiges Konzept digitalerInformationen ein, das auf der Verknüpfung von Inhalten, von strukturierten Da-ten und von Personen bzw. auf deren sozialen Interaktion mit den Inhalten be-ruht. Durch die Nutzung verfügbarer Wissensquellen und des sozialen Kontextesbietet sich Unternehmen die Chance, ihre Inhalte über verschiedene Anwendun-gen hinaus zu verknüpfen und den Kostendruck bei der Entwicklung personali-sierter Inhalte zu reduzieren.Die Vorreiterrolle bei der Umsetzung des Linked-Media-Konzepts nehmen unterder Koordination der Salzburg Research Forschungsgesellschaft führende öster-reichische Medienunternehmen (ORF, Red Bull Media House) und Softwarehäuser(mediamid, punkt. netServices, TECHNODAT) ein. Sie werden wissenschaftlich be-gleitet von Forschungseinrichtungen im Bereich der Multimedia-Technologien,des Semantic Web und der sozialen Medien (Studiengang MultiMediaTechnologyder FH Salzburg, Semantic Technology Institut der Universität Innsbruck, Salz-burg Research).Wir hoffen, mit diesem White-Paper allen an einer fortschrittlichen Integration ih-rer Inhalte interessierten Unternehmen und Organisationen einen kurzweiligenEinblick in unsere Perspektive auf das Internet der Zukunft („Future Internet“) zubieten und laden Sie ein, an der zukünftigen Entwicklung aktiv teilzunehmen.Georg Güntnerwww.newmedialab.atZentrumsleiterApril 2011
    • Inhaltsverzeichnis Linked Media: Linked People, Linked Content und Linked Data.....................7 Hintergrund................................................................................................. 11 Potentale von Linked Content für Unternehmen........................................ 13 Potentale von Linked People für Unternehmen.......................................... 25 Potentale von Linked Data für Unternehmen............................................. 7 3 Auf dem Weg zum „Linked Media Enterprise“?........................................... 53
    • LINKED MEDIA: LINKED PEOPLE, LINKED CONTENT UND LINKED DATAIn den letzten Jahren hat die Menge an textuellen und multimedialen Informatio-nen sowie die Zahl der Verknüpfungen zwischen digitalen Inhalten und den mitihnen interagierenden Personen im Web enorm zugenommen. Neben der Vernet-zung von Personen und ihrer Aktivitäten (Linked People) und Verknüpfung vonInhalten (Linked Content) hat sich dabei eine weitere Initiative gegründet, die sichauf die Verknüpfung von strukturierten Daten – und in dieser Form auch mit Hin-tergrundwissen – spezialisiert hat (Linked Data). Für die dadurch entstehendeForm von Inhalten wurde der Begriff „Linked Media“ gewählt.Fokus auf Linked Media Abbildung 1: Linked MediaDas SNML-TNG hat sich zum Ziel gesetzt, die vorgestellten technologischen Ent-wicklungen im Internet, eben der Verknüpfung von Personen, Inhalten und Daten,in unterschiedlichen Kontexten zu untersuchen und deren Potential darin zu de-monstrieren. Das Kompetenzzentrum untersucht die genannten Aspekte auf ei-nem sozio-ökonomischen und technischen Level und stützt sich dabei auf Ergeb-nisse aus den Forschungsgebieten Social Computing, Semantic Web und Annotati-on von Multimediadaten. 7
    • Fokus auf Linked MediaAuf der sozio-ökonomischen Ebene beschäftigt sich das Zentrum mit der Anwen-dung von Linked Media im Enterprise 2.0, dem Aspekten von Vertrauen und Re-putation und auch mit innovativen Interface-Konzepten.Auf der technisch-konzeptionellen Ebene werden offene Forschungsfragen in dengenannten Bereichen betrachtet, um Lösungen zu Fragestellungen in den Berei-chen der Triplifizierung von nativen Datenquellen, der Anfrage und Aktualisie-rung von Linked Data, Empfehlungssystemen und Multimedia-Annotation zu ent-wickeln.Das Linked Media Framework (LMF)Auf der technologischen Ebene entwickelt das Zentrum unter der Bezeichnung„Linked Media Framework“ eine zentrale ein Open-Source-Plattform, welche diedrei betrachteten Verknüpfungsebenen in einer konsistenten Form integriert. DasFramework wird in den Anwendungsszenarien des Zentrums angewandt und eva-luiert. Hierbei beleuchtet jedes Szenario andere Aspekte (s. unten). Somit ist einebreit gefächerte Akzeptanz- und Performanz-Analyse garantiert. Über die techno-logisch-konzeptionellen Fragestellungen wird zudem sichergestellt, dass die Platt-form die erforderlichen Funktionen und Dienste für die Integration und Verknüp-fung von unterschiedlichen Medienapplikationen und Informationssystemen be-reitstellt, wie etwa Dienste zur Indizierung von Inhalten, der Annotierung, der In-formationsextraktion, zur Generierung von Empfehlungen und auch Funktionali-täten zur Unterstützung von sozialen Netzwerken.Das Linked Media Framework dient als ein Zugriffspunkt zu anderen Diensten inder Linked Data Cloud. Es ermöglicht die leicht-gewichtige Integration mit beste-henden Systemen und dient hierbei als Single-Point-of-Access in einer heteroge-nen Landschaft von Web-2.0-Anwendungen in Intranets, Extranets oder im Inter-net.Gegenwärtig werden am Salzburg NewMediaLab drei Szenarien zur Erprobungder Linked Media Technologien ausgearbeitet: – Im Szenario „Videoproduktion“ – getragen vom ORF, Abteilung Dokumen- tation und Archive – werden Annotationsverfahren auf der Basis einer Wis- sens-Datenbank eingesetzt, um die Recherche in einem Video-Archiv zu un- terstützen. – Im Szenario „Sport-Events“ – getragen vom Red Bull Media House in Salz- burg – wird die Recherche in einem Linked Media Content Pool anhand ei- ner gemeinsamen Wissensquelle strukturiert und facettiert.8
    • White-Paper: Potentale von Linked People, Linked Content und Linked Data in Unternehmen – Im Szenario „Enterprise Information Integration“ werden mit Hilfe des Linked Media Frameworks ein Media Asset Management System (M@RS der mediamid), ein Dokumentenverwaltungssystem (syneris der Technodat) und ein Enterprise Wiki (Confluence) über eine Wissensquelle integriert, die mit einem Thesaurus Management System (PoolParty der punkt .netSer- vices) aufgebaut und gepflegt wird.Alle drei zentralen Verknüpfungsebenen des Salzburg NewMediaLab werden inden folgenden Abschnitten des White-Papers ausführlicher beschrieben. EineKurzcharakteristik ist dabei die folgende: – Linked Content: Inhalte im Web sind auf vielfältige Weise, nicht nur durch Hyperlinks, verknüpft. Neuere Formen der Verknüpfungsweise entstehen beispielsweise durch das Social Tagging. Vergleichsweise neu ist auch, dass man sich nicht mehr die Inhalte im Web aufrufen muss, sondern dass man sich Neuigkeiten auch zustellen lassen kann, beispielsweise durch das Abon- nement eines RSS-Feed-Reader oder einem Alert. Unternehmen können von solchen Entwicklungen auf unterschiedliche Weise profitieren. – Linked People: Durch neue Web-Anwendungen, insbesondere soziale Netz- werke wie Facebook, Xing, MySpace und LinkedIn vernetzen sich Individuen zunehmend im Netz. Sie tauschen sich aus, teilen Inhalte, kommunizieren und hinterlassen ihre Spuren durch Bewertungen oder Kommentare im Netz und sind damit Quelle für die öffentliche Wahrnehmung und Reputati- on von Produkten und Markennamen. Diese neuen Kommunikations- und Vernetzungsmöglichkeiten werden innerhalb und außerhalb von Unterneh- men zunehmend aktiv eingesetzt und genutzt. – Linked Data: Dieser Begriff wurde von Tim Berners-Lee geprägt und be- zieht sich auf die Verknüpfung von strukturierten Daten, neue Formen der Einbindung und des Austauschs von Daten. Ein besonderer Mehrwert kann insbesondere durch Einbindung von verschiedenen (externen) Datenquel- len bzw. „Hintergrundwissen“ entstehen. Das Prinzip von Linked Data wird daher in einigen Unternehmen – darunter auch den Partnern des Salzburg NewMediaLab – als Chance zur Verbesserung ihres Angebotes betrachtet.Auch wenn wir uns die drei Bereiche voneinander abgegrenzt haben, ist es offen-sichtlich, dass gerade auch ihre gegenseitigen Verknüpfungen und Wechsel-wirkungen wichtig sind: Ohne Linked People ist beispielsweise Linked Contentoder Linked Data heute kaum denkbar. Umgekehrt lässt sich beispielsweise dieArbeit mit semantischen Wikis, zum Beispiel für das unternehmensinterne Wis-sensmanagement, keinem der drei Bereiche eindeutig zuordnen. 9
    • Das Linked Media Framework (LMF)Die Trennung dient im Folgenden vor allem einer Fokussierung auf einzelneAspekte; sie ist künstlich und nicht immer trennscharf. Auch wären prinzipiell an-dere Aufteilungen (z. B. in Linked Applications, Linked Services) denkbar.10
    • White-Paper: Potentale von Linked People, Linked Content und Linked Data in Unternehmen HINTERGRUNDDas Salzburg NewMediaLabZu den großen Herausforderungen unserer Wissensgesellschaft gehört das intelli-gente Strukturieren und Personalisieren von Daten, um sie zur richtigen Zeit amrichtigen Ort in den richtigen Kontext zu setzen. Statt „geschlossener Datensilos“,in denen Inhalte mehr oder weniger systematisch aufbewahrt werden, bedarf esintegrierter Informationsplattformen: Wachsende Datenmengen werden dortnicht nur isoliert gespeichert und verwaltet, sondern auch intelligent miteinanderverknüpft.Das Kompetenzzentrum für Neue Medien, Salzburg NewMediaLab, arbeitet seit2000 an innovativen Lösungen rund um die Präsentation und die nachhaltige Nut-zung von digitalen Inhalten. 2010 ging das interdisziplinäre Zentrum mit neuenUnternehmenspartnern aus der österreichischen Content- und Medienbranche imCOMET-Programm in die thematische Fortsetzung: In seinem dreijährigen Ar-beitsprogramm sagt das „Salzburg NewMediaLab – The Next Generation“ den Da-tensilos in der Medien- und Content-Industrie den Kampf an: In vielen Unterneh-men dieser Branchen existiert üblicherweise eine Reihe von Informationssyste-men, in denen die Dokumente, Nachrichten, Fotos, Filme, Pläne und Karten bear-beitet und verwaltet werden. Diese digitalen Informationen bilden einen wesentli-chen Bestandteil der täglichen Arbeitsprozesse. Da für spezialisierte Prozesse inden unterschiedlichen Abteilungen jeweils unterschiedliche Systeme im Einsatzsind, kommt es immer wieder zu redundanten Datenspeicherung und Beschrei-bungen der Inhalte. Eine integrierte Verwendung der Dokumente und Daten istoftmals nicht möglich.Ein erklärtes Ziel des Salzburg NewMediaLab ist es, die relevanten Strukturen zurBeschreibung der Inhalte aus den einzelnen Informationssystemen zu extrahierenund auf diese Art eine unternehmensweit gültige, auf einheitliche Art zugänglicheWissensbasis zur Verfügung zu stellen. Dabei kann die unternehmensinterne Wis-sensbasis um weitere Quellen – etwa aus dem Internet – ergänzt werden. Dernächste Schritt zur Integration besteht darin, die einzelnen Datensilos auf stan-dardisierte Weise mit der Wissensbasis zu verbinden. Hier kommt das am Kompe-tenzzentrum entwickelte Linked Media Framework zum Einsatz: Dieses ermög-licht die Integration der isolierten Daten mit der Wissensbasis des Unternehmens.Daraus resultiert eine intelligente, verlinkte Datenhaltung, die wir als „Linked Me-dia Content Pool“ bezeichnen. Aufgrund der standardisierten Ablage der Wissens-strukturen steht nun das Unternehmenswissen und das allgemein im Internet zu-gängliche Wissen – etwa aus Wikipedia – allen Informationssystemen gemeinsamzur Verfügung. Darüber hinaus ergibt sich die Chance, einmal erfasstes Unterneh-menswissen unmittelbar allen an das System angeschlossenen Anwendungen zurVerfügung zu stellen – das „Linked Media Enterprise“ ist geboren. 11
    • Das Salzburg NewMediaLabDas vorliegende White-Paper ist der erste gemeinsame Schritt des neuen Konsor-tiums des Salzburg NewMediaLab. Wir reflektieren darin aktuelle Entwicklungenund schätzen die unternehmerischen Potentiale für „Linked Media Enterprises“ein. Gerade dort, wo es um brandneue Entwicklungen wie Linked Data geht, istdas nicht trivial. Für uns ist es wichtig, auf Chancen hinzuweisen und auch einenKonsens zu finden, welche Aspekte für die Arbeit des Salzburg NewMediaLab be-sondere Brisanz haben. In diesem Sinne sollen unsere Einschätzungen und Kom-mentare als vorläufig betrachtet werden: Sie sollen und werden sich zukünftigweiterhin an den Prioritäten unserer Partnerorganisationen orientieren und sichan die aktuellen Trends der Medien- und Content-Industrie anpassen.VorgehenIn diesem White-Paper stellen wir die Möglichkeiten und Chancen von LinkedContent, Linked People und Linked Data für die beteiligten Unternehmen vor. Eswurden also Antworten auf die Frage “Was kann Linked Media, was könnte Lin-ked Media Unternehmen bringen?“ gesucht.Mit Hilfe einer Literatur- und Webrecherche wurde dazu nach möglichen Poten-tialen von Linked Media, also Aussagen von Forschenden und Praktikern recher-chiert. Diese gesammelten Aussagen und Beispiele wurden durch Angaben undAussagen aus fünf Experteninterviews erweitertet. Im Anschluss wurden die Aus-sagen (Potentiale) in einem Experten-Workshop vorgestellt und fünf je Gebiet(Linked People, Linked Content, Linked Data) ausgewählt. In einer schriftlichen(Online-) Befragung aller Beteiligten am Salzburg NewMediaLab wurden schließ-lich 15 Aussagen bewertet und zu sechs Fallbeispielen bzw. Beschreibungen vonPotentialen Kommentare eingeholt, die wir im Folgenden vorstellen werden.Ziel war dabei nicht, repräsentative Ergebnisse zu erlangen, also das Themenge-biet möglichst vollständig und im Detail zu bearbeiten und von einer ausgewähl-ten, größeren Expertenzahl einschätzen zu lassen. Das vorliegende White-Paperist vielmehr der Versuch, die Erwartungen und Meinungen der Beteiligten amSalzburg NewMediaLab zu ausgewählten Aspekten einzuholen, um (auch) ein ge-meinsames Bild der zukünftigen Arbeit zu entwickeln.12
    • White-Paper: Potentale von Linked People, Linked Content und Linked Data in Unternehmen POTENTIALE VON LINKED CONTENT FÜR UNTERNEHMENLinked ContentLinked Content, also verknüpfte Inhalte, sind das wesentliche Prinzip des „WorldWide Web“, dem weltweiten Netz von Webseiten und Inhalten. Hyperlinks unddie entsprechende technologische Infrastruktur ermöglichen es, Webseiten mit-einander zu verknüpfen und bieten damit eine Informationsverknüpfung, wie wirsie vorher nicht gekannt hatten. Das Immer-Weiter-Lesen, von einer Webseite zurnächsten, hat gleichzeitig auch zu neuartigen Phänomenen wie dem Lost-in-Cy-berspace geführt.Hyperlinking und auch Inline-Linking, also die Möglichkeit externe Inhalte, bei-spielsweise Abbildungen, in den eigenen Webseiten einzubinden sind jedoch heu-te nur noch zwei Möglichkeiten von vielen, Inhalte miteinander zu verknüpfen.Um die Verknüpfung von Inhalten zu erleichtern, werden heute Klassifikations-systeme eingesetzt, die mit Hilfe von linguistischen Konzepten und anderen intel-ligenten Algorithmen versuchen, Informationen zu organisieren und zu filtern,beispielsweise werden so Dokumente zu definierten Kategorien hinzugefügt. Da-bei kommen auch Agenten zur automatischen Klassifizierung zum Einsatz.1Eine neue Variante der Verschlagwortung von Beiträgen ist das Social Tagging:Dabei können Nutzer Webseiten oder andere Ressourcen (Bilder, Videos, Musik-stücke) mit eigenen Schlagworten markieren, daher „taggen“ (von Engl. „tag“: Eti-kett). Weinberger (2007) beschreibt in seinem Buch „Everything is Miscellaneous:The Power of the New Digital Disorder“ wie diese neuen Metainformationen imVergleich zu herkömmlichen (hierarchischen) Kategoriensystemen zu anschei-nend chaotischen Zuordnungen führen, tatsächlich aber neue, überzeugende undadaptive digitale Ordnungssysteme schaffen. Während die Erzeugung von tradi-tionellen Metadaten also eher einem ausgewählten Benutzerkreis vorbehalten ist,sind beim Social Tagging potentiell alle Benutzer beteiligt (Derntl et al., 2009). Esist also „eine offene, effiziente Möglichkeit der Klassifikation von Dokumenten“weil „eine breite Palette von unterschiedlichen Termen für die Beschreibung einesDokuments bereitgestellt wird“ (Güntner, Sint & Westenthaler, 2009, 192)2.1 Diese Klassifkatonssysteme können als erster Schrit in Richtung Linked Data gesehen werden und als Basis für die Erstellung von maschinenlesbaren Metadaten verwendet werden (vgl. Abschnit zu „Linked Data“).2 Ebenso wie Klassifkatonssysteme können Informatonen die beim Social Tagging entste - hen, die als Grundlage für Linked Data dienen (s. wiederum Abschnit zu „Linked Data“). 13
    • Linked ContentWährend man zu Beginn des World Wide Web Internetseiten immer wieder auf-gerufen hat um Neues zu erfahren, gibt es heute eine Vielzahl von automatischenBenachrichtigungssystemen. Wesentlich dabei war die Einführung von RSS-Feeds, die das Lesen und regelmäßige Update von Beiträgen in eigenen, persönli-chen Feed-Readern möglich machen, ohne externe Seiten aufrufen zu müssen.Zum unternehmensinternen Informations- und Wissensmanagement werden her-kömmlich Dokumenten-Management-Systeme und Content-Management-Systeme eingesetzt: Hier wurden komplette Dokumente und Informationen vonden Experten anderen zentral zur Verfügung gestellt. Groupware-Werkzeuge so-wie die Palette von neuen Werkzeugen wie die Wiki-Technologie sorgen hier fürgroße Veränderungen und erweiterte Möglichkeiten der Kooperation und Kolla-boration von verteilten Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Dabei ist zu beobach-ten, dass z. B. Content-Management-Werkzeuge, die ursprünglich mit einem rigi-den Rechtesystem ausgestattet wurden, sich immer mehr dahin entwickeln, dasssie auch eine kollaborative Erstellung von Inhalten ermöglichen.Zu den neuen Formen der Verknüpfung hat sich in den letzten Jahren auch eineReihe von neuen Inhalten gesellt: Zum einen sind es zunächst nutzergenerierteInhalte wie Filme, Fotos und Videos, wie es in einem solchen Ausmaß kaum vor-stellbar war. Hinzu kommen, gerade durch die starke Verbreitung von mobilenGeräten mit Internetzugang eine Reihe von neuen Informationen wie ortsbasierteAngaben oder auch zu Geschwindigkeiten oder Fortbewegungsformen.Die Suche nach Inhalten im Web und in Content-Management-Systemen beruhtweitgehend auf einer linguistischen Analyse der Inhalte sowie einer Analyse derVerlinkungen und des Benutzerverhaltens. Dabei wird versucht, möglichst vieleder in den Inhalten enthaltenen Informationen zu extrahieren und maschinenles-bar abzulegen. Diese Verfahren wurden über die Jahre stetig verbessert, sind aberletztlich nur bedingt in der Lage, die Inhalte auszuwerten.14
    • White-Paper: Potentale von Linked People, Linked Content und Linked Data in UnternehmenAuswirkungen und Chancen für UnternehmenDie Verknüpfung von Inhalten im Web – ob im Intranet oder Internet – ist an sichnichts Neues mehr und selbstverständlich. Insofern ist es nicht ganz so einfach,sich über vorhandene Möglichkeiten und Potentiale auszutauschen, da man vielesals bekannt hinnimmt. Linked Content hat Bedeutung für unterschiedliche Unter-nehmensbereiche (vgl. Abbildung). Abbildung 2: Nutzung von Linked Content im Unternehmen 15
    • Auswirkungen und Chancen für UnternehmenNachfolgend werden ausgewählte neuere Nutzungen von Linked Content für Un-ternehmen aus den Bereichen Web-Monitoring, Empfehlungssysteme und Wis-sensmanagement angeführt und kurz erläutert.Web-Monitoring gehört heute bereits für viele Unternehmen dazu und immermehr Firmen bieten auch entsprechende Dienstleistungen an. So lässt sich Prof.Dr. Matthias Fank, Forschungsleiter von „Webknowledge“ auf der Homepage derFirma Infospeed mit folgenden Worten zitieren: „Nicht die Kundenmeinungen imWeb 2.0 sind das Problem, sondern eine Strategie, die sie nicht berücksichtigt“(Infospeed, 2008). Immer mehr Unternehmen beobachten daher das Internet ak-tiv (Fank, 2008): Ein laufendes Web-Monitoring, inklusive einer Interpretationder Daten in Hinblick auf das Kundenverhalten, neue innovative Lösungen, undFalschmeldungen ermöglichen den Unternehmen rechtzeitig zu agieren und inno-vativer zu werden. Für eine systematische Beobachtung fehlen dabei größtenteilsnoch die entsprechenden Methoden und Werkzeuge. Gleichzeitig werden immerweitere Websites und Projekte lanciert, die (auch) für professionelles Web-Moni-toring geeignet erscheinen bzw. das traditionelle Monitoring unterstützen können(Schaffert & Markus, 2010, 195).Gentsch und Zahn (2010) beschreiben verschiedene Potentiale des Web-Monito-rings in den einzelnen Unternehmensbereichen. Am häufigsten wird es derzeitwohl im Reputationsmanagement bzw. zur Brand-Analyse eingesetzt. Tagesaktu-ell wird dabei das Web nach Beiträgen durchsucht, die imageschädigend seinkönnten oder Aussagen über die eigene Marke zulassen. Darüber hinaus wird esfür das Issue Management, die Wettbewerbsbeobachtung, bei der Marktfor-schung, im Marketing, für Public Relations, Innovations- und Trendmanagementoder beim Kampagnenmanagement eingesetzt (vgl. Gentsch & Zahn, 2010). Zur Il-lustration werden nachfolgend zwei konkrete Anwendungsfälle von Web-Monito-ring angeführt:Schaffert & Markus (2010) beschreiben beispielsweise die Markenanalyse in derSkiartikelherstellerbranche mit Google Insights for Search. Damit wurden Markenin der Skiherstellerbranche sowie die Branche an sich analysiert. Das Web-ToolGoogle Insight stellt visuell dar, wie oft ein Begriff mit Hilfe der SuchmaschineGoogle in einem bestimmten Zeitraum (max. jedoch in den letzten fünf Jahren)und in einer bestimmten Region (national und regional) gesucht wurde.16
    • White-Paper: Potentale von Linked People, Linked Content und Linked Data in UnternehmenAuch die Energie Baden-Württemberg (EnBW) AG betreibt Online-Trend-Monito-ring. Schultze und Postler (2008, 372ff) erläutern: „Ziel war es, ein Online-Monito-ring zu entwickeln, mit dem Meinungen und Trends zu EnBW-relevanten Themenauf offenen Plattformen im Internet ermittelt werden können. (…) Inhaltlich inter-essierten uns Fragen wie Wie wird eigentlich wirklich über unsere kontroversenThemen Strompreis, Energiemix, Laufzeitverlängerung etc. gedacht bzw. geschrie-ben? oder Wie bewertet der Kunde unsere Services?“ (Schultze & Postler, 2008,372ff, i.O. z.T. ausgezeichnet).Ein weiterer neuer Aspekt von Linked Content sind Bewertungs- und Empfeh-lungssysteme. Der unmittelbare Zweck eines Empfehlungssystems ist, dass Nut-zer interessante, neuartige und nützliche Empfehlungen für Experten, Produkte,Dienstleistungen, potenzielle Ehepartner, Lernpartner, Webseiten, usw. erhalten.Mit Verfahren der Empfehlungssysteme wird derzeit viel experimentiert. Wo be-reits viele Daten über die zu empfehlenden Objekte vorhanden sind, beispielswei-se im Buchhandel, werden häufig diese vorhandenen Informationen verwendet.Dann werden Neuerscheinungen gleicher Autoren oder Bücher mit ähnlichem Ti-tel vorgeschlagen. Immer häufiger fließen auch Informationen der Nutzer bzw.Kunden mit ein. So gibt es Systeme, die Objekte vorschlagen, die Personen mitähnlichen Interessen gefallen haben: Empfehlungssysteme für Musikstücke undWitze funktionieren auf diese Weise. Bekannt ist das System des Online-HändlersAmazon, das dem Kunden Produkte vorschlägt, die zusammen mit dem geradeaufgerufenen Produkt gekauft wurden (vgl. Schaffert, Bürger, Hilzensauer, Schnei-der & Wieden-Bischof, 2010). Insbesondere im Tourismus haben Bewertungspor-tale für Hotels und Reiseanbieter eine solch große Reichweite, dass Unternehmernicht mehr um sie herum können (s. Schaffert, Güntner, Lassnig & Wieden-Bi-schof, 2010).Auch wird Social Software zur Unterstützung von Wissensmanagement in Un-ternehmen eingesetzt. Insbesondere die neuen Anwendungen wie die Wiki-Tech-nologie, aber auch Weblogs, werden als neue, einfach zu bedienende Technologienbetrachtet, die den unternehmensinternen Informationsaustausch erleichternoder ermöglichen können: In einer Befragung von mehr als 700 Unternehmen ga-ben 45 Prozent der befragten Unternehmen des IT-Mediensektors an, für den in-ternen Wissensaustausch (auch) Social Software zu benutzen; in den anderenBranchen liegt der Anteil bei 31 Prozent (Döbler, 2008; vgl. Schaffert & Wieden-Bischof, 2009, 90). 17
    • Auswirkungen und Chancen für UnternehmenDiskussion von Fallbeispielen zur Nutzung von Linked ContentIm Folgenden stellen wir Fallbeispiele vor, wie Linked Content in Unternehmengenutzt wird und lassen die Beteiligten des NewMediaLab zu Wort kommen: Kön-nen Sie sich vorstellen, dass ähnliches in Ihrem oder in anderen Unternehmen ge-schieht?Fallbeispiel 1: Nutzung von Linked Content beim Social-Media-MonitoringDie Beobachtung und Auswertung von Social Media wird in vielen großen Unternehmensystematsch durchgeführt, um das öfentliche Bild der Marke (Brand-Analyse) zu analy-sieren, um Verbesserungsvorschläge für Produkte zu erhalten oder um potentelleMarktchancen und Innovatonsbedürfnisse zu klären. Smarte Lösungen, um kritscheMeldungen im Web durch Sentment-Analysen von Beiträgen zeitnah zu identfzierenund um darauf zu reagieren, ist ein weiterer Bedarf von Unternehmen. Derzeit sind esüberwiegend PR- und Marketng-Abteilungen, die mit dem Social-Media-Monitoring be-schäfigt sind, aber es wird erwartet, dass es auch in immer mehr anderen Abteilungen –beispielsweise der Produktentwicklung – eingesetzt wird. Immer mehr Firmen tretenmit eigenen Dienstleistungen und Sofwareprodukten auf, um das Social-Media-Monito-ring von Unternehmen professionell zu unterstützen.„Entsprechende Benutzung von Webmonitoring zur Brand-Analysewäre auch für den ORF sinnvoll; inwieweit solche Nutzungen ange-dacht respektive bereits geplant/vollzogen werden, entzieht sich lei-der meiner Kenntnis. Andererseits sind Nutzer von Facebook & Co. be-reits jetzt angehalten, ihre Daten zu verfälschen („Big Brother is wat-ching you“). Auf Basis von Social-Media-Monitoring sind somit nurschwer reale Daten ablesbar. Tendenzen sind erkennbar, meistens werden abereinfach innovative Produkte lanciert, um Manager um 6-stellige Beträge zu er-leichtern.“ (Christoph Bauer, ORF)„Es liegt ein sehr großes Potential in der Nutzung des Social Web hinsichtlich derProduktverbesserung und der Innovationsentwicklung. Eine Analyse von Kom-mentaren und Bewertungen von Produkten wie auch ein direkter Austausch mitKunden, Online-Gemeinschaften und Lead-Usern ist denkbar und vielfach hilfreich– und auch notwendig.“ (Sandra Schön, Salzburg Research)18
    • White-Paper: Potentale von Linked People, Linked Content und Linked Data in Unternehmen„Ich denke, dass das ein Standardwerkzeug zur Marktbeobachtung werden wird,sowohl was ganze Firmen-Brands, als auch einzelne Produkte betrifft. Ich denkedabei in erster Linie an große Social-Networking-Plattformen wie Facebook, You-Tube, etc. Mithilfe von entsprechendem Hintergrundwissen über die Benutzerkann man auch detailliertere Aussagen über die entsprechende Beobachtungs-gruppe machen. Also beispielsweise kann sich ein Hotel speziell dafür interessie-ren, wie es bei Familien ankommt. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt,der Kaltschnäuzigkeit von Unternehmen allerdings auch nicht. Weil das Ganze einzweischneidiges Schwert ist, bekommt der Konsument natürlich entsprechendmaßgeschneiderte Werbepakete. Die allergrößte Gefahr besteht hier, wenn Datennicht mehr in anonymisierter Form weitergegeben werden.“ (Marius Schebella,FH Salzburg)Fallbeispiel 2: EmpfehlungssystemeEmpfehlungssysteme versuchen Nutzern besonders passende oder interessante Websei-ten, Produkte oder Dienstleistungen zu empfehlen. Wir kennen das vor allem vonOnline-Shops. Dabei kommen unterschiedliche Ansätze zum Einsatz: Zum einen werdenso Dinge empfohlen, die aufgrund der Zuordnung in Kategorien interessant sein könn-ten, die mit gleichen Begrifen getagt sind oder auch Dinge, die Personen mit einem ähn-lichen Profl gefallen haben. In sozialen Netzwerken erhält man in der Regel Empfehlun-gen von Personen, die man kennt. Empfehlungssysteme werden immer häufger auch ininternen Informatonssystemen eingesetzt.„Eine Beurteilung – somit eine Empfehlung – von Artikeln im Intranet bringt zwei-erlei Effekte. Der Autor wird belohnt, der Recherchierende kennt mit unter dieBeurteilenden und kann seine Recherche beschleunigen, eventuell vorab Zusam-menfassungen lesen. Das wird zum Teil Google-Suche ersetzen, weil ich auf Emp-fehlungen meiner Freunde oder meiner Bekannten mehr vertrauen kann als aufsuchmaschinenoptimierte Websites. Wenn meine Kollegen und Kolleginnen etwasspannend finden, dann schaue ich mir das sehr gerne auch an. Klar, solche Emp-fehlungen würden mir sehr weiterhelfen!“ (Edgar Zwischenbrugger, mediamid)„In Kombination mit personalisierten Empfehlungssystemen kann die Trendbeob-achtung die Attraktivität von Vorschlägen erhöhen. Wenn mich mein Profil bei-spielsweise als begeisterten Läufer auszeichnet und ein neuer Trend zu atmungs-aktiven Stoffen für den Ausdauersport entsteht, könnte mich mein Informations-system darüber informieren.“ (Georg Güntner, Salzburg Research) 19
    • Diskussion von Fallbeispielen zur Nutzung von Linked Content„Empfehlungssysteme werden im Bereich AV-Archive des ORF derzeit eher kri-tisch betrachtet; einzig der Audio-Bereich (besonders Hintergrundmusik) wird alsein relevanter Anwendungsfall gesehen.“ (Christoph Bauer, ORF) „Für TECHNODAT ist es nach wie vor vorrangig wichtig, den firmenin- ternen Content bei unseren Kunden zu strukturieren und zu verwalten.“ (Gerhard Haberl, TECHNODAT)„Hier gibt es zweifellos ein großes Potential. Besonders weil man Empfehlungenaus seinem Bekanntenkreis deutlich mehr Vertrauen schenkt als anonymen. Aller-dings ist es auch hier schwierig, den richtigen Grad an Öffentlichkeit festzusetzen.Ich halte das Veröffentlichen von persönlichen Daten im Bezug auf Empfehlungs-systeme generell für problematisch.“ (Marius Schebella, FH Salzburg)Ausgewählte Aussagen zu Potentalen von Linked ContentFünf Aussagen zu den Potentialen von Linked Content haben wir ausgewählt undsie von den Beteiligten am Salzburg NewMediaLab bewerten lassen. Hier die Er-gebnisse dieser Einschätzung.Durch die Einführung von Empfehlungssystemen können Browsing und Recherche anre-gend und zielführend unterstützt werden.Ist diese Aussage aus Ihrer Sicht für Unternehmen zutrefend?Hat dies bereits zu Veränderungen in Unternehmen geführt?Wird dies in den nächsten 5 Jahren die strategischen Planungen und Überlegungen von Unterneh-men beeinfussen?n ja, vollständig n zum Großteil n teilweise o nein n weiß nicht – N=13 – Darstellung in Prozent20
    • White-Paper: Potentale von Linked People, Linked Content und Linked Data in UnternehmenPersonalisierung macht es möglich, dass Portale einen sinnvollen Überblick über alle In-formatonen erzeugen. Nutzer müssen dann nicht mehr einen riesigen Informatons-raum auf der Suche nach weit verstreuten, persönlich relevanten Informatonen absu-chen.Ist diese Aussage aus Ihrer Sicht für Unternehmen zutrefend?Hat dies bereits zu Veränderungen in Unternehmen geführt?Wird dies in den nächsten 5 Jahren die strategischen Planungen und Überlegungen von Unterneh-men beeinfussen?n ja, vollständig n zum Großteil n teilweise o nein n weiß nicht – N=13 – Darstellung in ProzentNeue Formen von unternehmensinternen Systemen, bei denen alle Mitarbeiter und Mit-arbeiterinnen aktv Inhalte (mit-)gestalten können, beispielsweise durch Wiki-Technolo-gien, gemeinsame Kalender oder gemeinsames Bookmarking, können den Wissensaus-tausch und die Zusammenarbeit im Unternehmen erleichtern und verbessern.Ist diese Aussage aus Ihrer Sicht für Unternehmen zutrefend?Hat dies bereits zu Veränderungen in Unternehmen geführt?Wird dies in den nächsten 5 Jahren die strategischen Planungen und Überlegungen von Unterneh-men beeinfussen?n ja, vollständig n zum Großteil n teilweise o nein n weiß nicht – N=13 – Darstellung in Prozent 21
    • Ausgewählte Aussagen zu Potentalen von Linked ContentEin gezielter Einsatz von RSS-Feeds von unternehmensinternen Informatonen und Sys-temen ermöglicht Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen über aktuelle Entwicklungen aufdem Laufenden zu bleiben, ohne regelmäßig bestmmte Seiten im Intranet aufzurufen.Dies vereinfacht und verbessert damit nachhaltg das persönliche und individuelle Infor-matonsmanagement der Mitarbeiter.Ist diese Aussage aus Ihrer Sicht für Unternehmen zutrefend?Hat dies bereits zu Veränderungen in Unternehmen geführt?Wird dies in den nächsten 5 Jahren die strategischen Planungen und Überlegungen von Unterneh-men beeinfussen?n ja, vollständig n zum Großteil n teilweise o nein n weiß nicht – N=13 – Darstellung in ProzentDurch gezielten Einsatz von Werkzeugen und Methoden des Webmonitorings von exter-nen Online-Gemeinschafen und deren Content können Anregungen bei der Innovat-onsentwicklung und Verbesserungsvorschläge für eigene Produkte und Dienstleistungengewonnen und damit Wetbewerbsvorteile geschafen werden.Ist diese Aussage aus Ihrer Sicht für Unternehmen zutrefend?Hat dies bereits zu Veränderungen in Unternehmen geführt?Wird dies in den nächsten 5 Jahren die strategischen Planungen und Überlegungen von Unterneh-men beeinfussen?n ja, vollständig n zum Großteil n teilweise o nein n weiß nicht – N=13 – Darstellung in Prozent22
    • White-Paper: Potentale von Linked People, Linked Content und Linked Data in UnternehmenEs überrascht wenig, dass allgemein eine große Zustimmung zu den Aussagen undFallbeispielen vorzufinden ist. Besonders groß ist die Zustimmung für die dritteAussage, bei der allgemein neue Formen von Systemen beschrieben werden, vondenen Verbesserungen für den Austausch und die Zusammenarbeit im Unterneh-men erwartet werden.Interessant ist daher hier vor allem, warum die weiteren Aussagen – die auchdeutlich konkreter formuliert wurden und einzelne Aspekte aufgriffen, (relativ)weniger Zustimmung zum Potential aufzufinden ist. Erklärungen bieten hier Ge-spräche und Kommentare am Rande der Befragung, die darauf hinwiesen, dasshier auch Branche und auch die Größe des Unternehmens entscheidend sind. 23
    • Ausgewählte Aussagen zu Potentalen von Linked Content24
    • White-Paper: Potentale von Linked People, Linked Content und Linked Data in Unternehmen POTENTIALE VON LINKED PEOPLE FÜR UNTERNEHMENLinked PeopleIn den letzten Jahren haben vor allem Anwendungen Popularität erhalten, die Per-sonen zusammenbringen: Die sozialen Netzwerke und zahlreiche weitere Toolsermöglichen vielfältige Formen der Vernetzung und Zusammenarbeit von Perso-nen.Alle voran die sozialen Netzwerke haben in den letzten Jahren starke Zuwächsezu verzeichnen. Plattformen wie Facebook, MySpace, StudiVZ, LinkedIn und Xingermöglichen Personen mit ihren Kontakten – also Freunden, Bekannten oder Ar-beitskollegen auf einfache Weise im Kontakt zu bleiben. Über die Funktionalitäteines Adressbuchs hinaus können dabei z. B. auch Botschaften geschrieben wer-den, die alle Freunde (Kontakte) lesen können. Gerade eher lose Beziehungen, mitdenen man im realen Alltag kaum in Kontakt bleiben würde, und auch Beziehun-gen zweiten oder weiteren Grades, also Kontakte von Kontakten, erweitern die ei-genen unmittelbaren Communitys. Sie stellen ein hohes Potential für einen Infor-mations- und Wissensaustausch dar, der über den eigenen Horizont bzw. über dieeigenen Perspektiven hinaus geht. So werden zum Beispiel interessante Artikeloder Veranstaltungshinweise ausgetauscht, Beiträge der anderen bewertet(„Like“-Button bei Facebook) und vieles mehr ausgetauscht.Darüber hinaus bieten neue webbasierte Kommunikationswerkzeuge neue For-men des Austausch. Zu den neuen Online-Kommunikationsmedien sind beispiels-weise Instant-Messaging-Dienste (ICQ, MSN) oder Videotelefonie-Software (Sky-pe) zu zählen. Damit lässt sich nicht nur gut synchron und kostengünstig kommu-nizieren, sondern es ist auch ein geeignetes Mittel um sich schnell und unkompli-ziert Nachrichten und Links zu schicken oder einfach um zu sehen, wer von denKontakten gerade online ist, und damit vermutlich am Arbeitsplatz zu finden ist(„Presence“). Davon profitieren Teams die verteilt arbeiten. Mit Twitter hat dasVersenden von öffentlichen Kurznachrichten (max. 140 Zeichen) eine hohe Auf-merksamkeit gewonnen. Das sogenannte Microblogging, also Austausch von Kurz-beiträgen und Hyperlinks hat viele Mitstreiter und Mitstreiterinnen gefunden.Für Teams und Gemeinschaften gibt es eine Vielzahl von eigenen Angebotenund Workspaces. Beispielsweise lassen sich so Gruppen oder eigene Wikis anle-gen, oder auch Tools nur von ausgewählten Personen nutzen. Zudem gibt es eineReihe von Spezialwerkzeugen und -formen des Austauschs von Personen: Web-basierte Projektmanagement-Tools wie Teamspace unterstützen so die Organisa-tion von und Zusammenarbeit bei Projekten. Von der Ideenfindung, Meilenstein-planung, Dokumentenverwaltung bis hin zu einer Terminfindung werden vieleProzesse unterstützt. 25
    • Linked PeopleSchließlich gibt es heute Location-Based-Services, also Dienstleistungen, dieortsbasierte Angaben nutzen und beispielsweise die Aufenthaltsorte der Bekann-ten und Freunde kennen und mitteilen – oder mitteilen, wenn sich jemand in derNähe befindet. Populär sind hier die Anwendungen Gowalla3 und Foursquare4.Auswirkungen und Chancen für UnternehmenDie neuen Formen der Verknüpfung von Personen, insbesondere in sozialen Netz-werken, kann auf vielfältige Weise in den unterschiedlichen Unternehmensberei-chen eingesetzt werden. Abbildung 3: Nutzung von Linked People im Unternehmen3 htp://gowalla.com/4 htp://foursquare.com/26
    • White-Paper: Potentale von Linked People, Linked Content und Linked Data in UnternehmenEine vollständige Beschreibung der Nutzungen kann in diesem White-Paper nichterfolgen, da es den Rahmen sprengen würde. Allerdings haben wir einige Aspekteherausgegriffen, die uns wesentlich erschienen.Soziale Netzwerke werden von Unternehmen auf ganz vielfältige Weise einge-setzt, zum einen zur Kundengewinnung und -bindung, zum anderen aber auch zurRekrutierung von neuen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Funktionen von so-zialen Netzwerken werden dabei auch innerhalb von Unternehmen oder in unter-nehmensübergreifenden Arbeitsgruppen eingesetzt, um informell Neues und Wis-sen auszutauschen.Unternehmen nutzen zunehmend das Wissen und Know-How von Online-Gemein-schaften, um damit Information über die eigenen oder fremden Produkte einzuho-len und auch, um neue Produktideen oder -anpassungen zu entwickeln. Im Rah-men einer Open Innovation werden dabei aktiv externe Experten, Fans der Mar-ke und andere zusammengetrommelt um gemeinsam, oft in Form von Wettbewer-ben, Ideen zu entwickeln und zu formulieren (vgl. Schaffert & Wieden-Bischof,2009, 109). Der japanische Nudelhersteller Acebook hat so die Nutzer des japani-schen Sozialen Netzwerks „Mixi“ in die Ideensuche, neue Geschmacksrichtungenfür sein Nudelsortiment zu entwickeln, eingebunden (siehe Newsletter E-Lear-ning, 2008).Das Internet erweitert Kontakt- und Handelsmöglichkeiten, diese sind jedochschwer überschaubar und bewertbar. Informationen über Ruf oder Ansehen vonPersonen und Organisationen sind gefragt. Dieser Bedarf wird zunehmend durchdie Einführung von Reputationssystemen gestillt. Mit ihrer Hilfe kann zum Bei-spiel besser eingeschätzt werden, ob einem Ratschlag Glauben geschenkt werdenkann, ob ein potentieller Arbeitnehmer passende Kompetenzen und Referenzenaufweist oder wie zuverlässig ein Online-Händler ist. Reputationssysteme könnenauch Einblicke über Interessen, Kompetenzen und Rollen von Mitlernenden, vonMitspielern oder Community-Mitgliedern geben und funktionieren durch eine ak-tive Beteiligung und Vernetzung von Personen. Bewertungsportale wie Kununu5,bei dem Arbeitgeber oder Firmen bewertet werden, können für Unternehmengroße Bedeutung haben. Insbesondere im Tourismussektor sind Bewertungenvon Hotels oder Reiseveranstaltern von Kundinnen und Kunden maßgeblich fürandere (vgl. Schaffert, Güntner, Lassnig & Wieden-Bischof, 2010).5 htp://www.kununu.com/ 27
    • Auswirkungen und Chancen für UnternehmenDiskussion von Fallbeispielen zur Nutzung von Linked PeopleAnhand von zwei Fallbeispielen stellen wir im Folgenden unsere eigenen Erfah-rungen im Unternehmen sowie unsere Vorstellungen für Chancen und Möglichkei-ten von anderen Unternehmen vor.1. Fallbeispiel: Enterprise 2.0: Sun Microsystems6Seit 1982, also noch vor der Entwicklung des World Wide Web, verfolgt Sun Micro-systems die Vision, eine für alle zugängliche digitale Welt zu schafen. Die Open-Source-Philosophie wird bei Sun dabei nicht nur als Prinzip der Sofware-Entwicklung einge-setzt, sondern wird gleichsam als Unternehmensphilosophie verstanden: Durch die ofe-nen Prinzipien, beispielsweise der Entwicklung und Austausch auch mit Unternehmen-sexternen und die intensive Nutzung von Weblogs und Wiki-Systemen zum internen undexternen Austausch, wird Sun Microsystems häufg auch als „Enterprise 2.0“ bezeichnet.Solche Unternehmen nutzen nicht nur Web-2.0-Technologien für den internen und ex-ternen Austausch, sondern sind auch durch vergleichsweise wenig Hierarchien unddurch ein ständiges organisatorisches Weiterlernen gekennzeichnet („lernende Organi-saton“). „Die digitale Welt, vor allem im Bezug auf Open-Source-Umgebungen, nimmt auch in unserem Unternehmen eine tragende Wertigkeit ein. Vor allem Wiki-Systeme dienen immer mehr zur zentral zugänglichen Infor- mationssammlung und Bereitstellung. Auch andere Unternehmen, nicht nur in multimedialen Bereichen oder in der Softwareentwicklung, kön-nen von solchen Entwicklungen profitieren. Die Möglichkeiten von Web-2.0-Tech-nologien sind vor allem im gegenseitigen Austausch von Informationen – internwie extern – zu sehen. Ferner kann eine einfache Zugänglichkeit zu Informationeneine rasche Entwicklung im Unternehmen fördern. Die Herausforderung liegtgrundsätzlich in der richtigen Auswahl passender Systeme und Technologien fürden Aufbau und Verbesserung eines Unternehmens.“ (Manuel Fernandez, Red BullMedia House)„Durch die Einführung eines Enterprise-Wikis in unserem Unternehmen konntenMuster sozialer Interaktionen etabliert werden, die zuvor nicht möglich waren.Die Innovationszyklen konnten damit beschleunigt werden, die Kommunikationzwischen Produktion, Marketing und Qualitätssicherung geht reibungsloser vonstatten.“ (Andreas Blumauer, punkt. netServices)6 Sun Microsystems wurde im Jahr 2010 von Oracle übernommen, die eine andere Firmenkultur und -philoso- phie mitbringen. Inwieweit diese Erfahrungen Bestand haben, ist noch ofen.28
    • White-Paper: Potentale von Linked People, Linked Content und Linked Data in Unternehmen„Eine ähnliche Entwicklung resp. Unternehmensphilosophie wie im Sun-Beispielist für den ORF aus mehreren Gründen nicht denkbar; die Produkte des Unter-nehmens sind jedoch (abhängig von gesamt-politischen Entscheidungen) teilwei-se geeignet, einen ähnlichen Status (z. B. Creative Commons) zu bekommen undunter einem solchen der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt zu werden. Jedochist besonders im Bereich der Preservation vom audiovisuellen Kulturgut die Ver-fügbarkeit und Verwendung von Open-Source-Lösungen eine zentrale Vorausset-zung für die Durchführbarkeit und den langfristigen Erfolg solcher Bemühungen;viele Sammlungen können sonst weder die Verfügbarkeit noch die Erhaltung ih-rer Bestände ermöglichen (der Verlust eines Großteils des audiovisuellen Kultur-erbes weltweit wäre die traurige Konsequenz, wenn nur kommerzielle Ansätzeund Lösungen am Markt verfügbar sind).“ (Christoph Bauer, ORF)„Interne Kommunikation über Hierarchien hinweg wären in hierarchisch organi-sierten Unternehmen wichtig, zukünftig nötig. Enterprise 2.0 stellt eine billigeMöglichkeit dar, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen glauben zu lassen, dass sie wasmitzureden haben. Ohne Umdenken, stellt es aber eben nur das billig dar. Es istschwierig eine cooperate idea nach außen zu tragen. Die meisten relevantenBlogs sind Werbung und knallhart kalkuliert.“ (Edgar Zwischenbrugger, media-mid)„Mit Web-2.0-Technologien assoziiere ich Flexibilität hinsichtlich Zeitund Ort und auch ein entsprechendes wertschätzendes Klima. Ein stren-ges hierarchisches Denken und der damit verbundene Formalismus istbeim Einsatz solcher Technologien eher hinderlich. Vielmehr steht eindynamisches flexibles Arbeiten im Vordergrund.“ (Markus Winkler, Salz-burg Research)„Ein System dieser Art erscheint erst ab einer gewissen Größe sinnvoll, bzw. nurin gewissen Bereichen. Wenn es Abteilungen gibt, die organisatorisch voneinan-der getrennt sind, aber inhaltliche Überschneidungen haben könnte es Sinn ma-chen, auf ein internes soziales Netzwerk mit entsprechender Funktionalität zu set-zen (Möglichkeit zur Bildung von Gruppen, abteilungsübergreifende Diskussionenzu Fachthemen).“ (Marius Schebella, FH Salzburg) 29
    • Diskussion von Fallbeispielen zur Nutzung von Linked People „Die Berührungsängste mit neuen Medien wie Wikis, Twitter, Facebook und Co. sind bei vielen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen noch sehr hoch, die E-Mail dient immer noch als Kommunikationsmittel Nr. 1. Prin- zipiell ist der Einsatz dieser Technologien in den meisten Unternehmen möglich. Sie steigern den Informationsfluss innerhalb der Firma und füh-ren auch zu einem Unternehmen der kurzen Wege. Zur Zeit sehe ich keine Alter-nativen, die das in dem Maße wie Web-2.0-Technologien ermöglichen.“ (ThomasKurz, Salzburg Research)„Erfahrungsaustausch mittels vereinfachten Kommunikationsmittel, wie sie dasWeb 2.0 bietet, kann für Unternehmen als Katalysator für höhere Qualität, größe-re Effizienz und gesteigerte Innovation sein. Diese Vorteile betrachte ich als Po-tentiale. Herausforderungen liegen sicher in dem Durchbrechen klassischer Hier-archiestrukturen, der Anregung von mehr Kommunikation und richtigen Policiesfür den Einsatz von Web-2.0-Tools. Falscher Einsatz kann auch hinderlich sein.“(Tobias Bürger, Salzburg Research)2. Fallbeispiel: Incentves für Beiträge zum IntranetDie Praxis zeigt, dass es nicht einfach ist, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu motvie-ren, sich an dem Ausbau von Wiki-Systemen oder ähnlichen neuen Strukturen zu beteili-gen, die den Austausch von Wissen fördern sollen. Bei der Deutschen Bundesbahn hatman daher versucht, einen besonderen Anreiz zu setzen: Es wurde ein Wissenmanage-ment-Award ausgeschrieben. Dabei traten 22 Teams gegeneinander an, die sich für The-men im frmeninternen Wiki interessierten. Abschließend haben alle Mitwirkende undnatürlich insbesondere die ausgezeichneten Teams im Rahmen einer Veranstaltung, dieangelehnt an die Oskar-Preisverleihung der Academy Awards in Hollywood gestaltetwurde, ordentlich gefeiert. Während des Wetbewerbs vervielfachte sich der Content imWiki (vgl. Mielke, Schulte & Neus 2008, 173f).„Voraussetzung für den Erfolg solcher Lösungen ist immer die Eliminierung re-spektive Verminderung des unternehmensinternen Konkurrenzdenkens; solangejeder nur im Rahmen seines eigenen kleinen Schrebergartens denkt, plant undhandelt, und dabei die Neidgesellschaft fröhliche Urständ feiert, werden gemein-schaftliche Ansätze immer zum Scheitern verurteilt sein. Erst wenn ein grundle-gendes Klima des einer für alle, alle für ein Unternehmen (und nicht für den per-sönlichen Ruhm/Erfolg/Macht/...) herrscht, wird ein unternehmensweites Wis-sens- und Informationsnetzwerk funktionieren.“ (Christoph Bauer, ORF)30
    • White-Paper: Potentale von Linked People, Linked Content und Linked Data in Unternehmen „Die Benutzung von Wikis und ähnlicher Tools kann nur durch intrinsi- sche Motivation gefördert werden. Es bedarf einer gänzlich anderen Fir- menkultur als jene der Karotte-und-Peitsche-Motivation. Zum Beispiel ist es wesentlich, den Mitarbeiter autonom agieren zu lassen. Incentives in einer Enterprise-2.0-Kultur funktionieren anders als in der Manage- mentwissenschaft des 20. Jahrhunderts propagiert wurde.“ (AndreasBlumauer, punkt. netServices)„Beiträge und vor allem gute Beiträge brauchen Zeit. Wer gut in seinem Job ist,hat diese Zeit oft nicht. Somit sind Incentives ganz gezielt einzusetzen. Viel wichti-ger ist es Kommunikation weg von E-Mails, Chats hin zu kollaborativen Systemen,wie es Wikis darstellen zu führen. Mangelnde Bedienungsfreundlichkeit und Orga-nisation in Wiki-Systemen verhindert das oft.“ (Edgar Zwischenbrugger, media-mid)„Die Menge an Content ist nicht das Thema – wenn das Beispiel von der DeutschenBahn stammt, dann gilt auch hier mein Hinweis: 97 Prozent der Unternehmensind KMU (mit weniger als 250 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen), da geht auchviel informell.“ (Siegfried Reich, Salzburg Research)„Die Beteiligung an einem Wissensmanagementsystem oder ähnlichenTools muss für Mitarbeitende attraktiv sein, und nicht nur lästigePflicht, um sinnvolle Beiträge und einen echten Austausch zu schaffen.Incentives spielen dabei immer eine Rolle, aber nicht in dem Sinne, dassfür die Beteiligung ein materieller oder monetärer Ausgleich geschaffenwird. Im Gegenteil ist bekannt, dass freiwillige, selbst initiierte Arbeit –die beispielsweise das Befüllen eines firmeninternen Wikis sehr häufig darstellt –dadurch sogar gefährdet ist bzw. gefährdet wird, wenn (nachträglich) monetäreVerknüpfungen daran geknüpft werden (Crowding-Out-Effekt). Wichtiger ist hin-gegen, dass Führungskräfte, insbesondere die Unternehmensleitung, mit gutemBeispiel voran geht und eine Beteiligung wertgeschätzt wird und nicht nur alseine weitere Idee oder Extraarbeit kommuniziert wird. Besonders reibungslosklappt der Einsatz und Implementierung dort – und das ist wenig überraschend,sollte aber Nachahmern ein Vorbild sein – wo damit eine Lösung für drängendeProbleme geschaffen wird, und die Lösung darauf abgestimmt wurde. Das besteArgument ist immer, wenn es allen Beteiligten hilft und die (Zusammen-) Arbeiterleichtert. Anreize können kurzfristig eine Beteiligung und den Einsatz von be-stimmten Systemen fördern.“ (Sandra Schön, Salzburg Research) 31
    • Diskussion von Fallbeispielen zur Nutzung von Linked People„Als Alternative fällt mir Community Equity im Intranet von Suns Microsystemsein. Wer dort viele und/oder qualitativ hochwertige Beiträge zu einem bestimm-ten Thema liefert, bekommt eine Art Expertenstatus, was ebenfalls als Anreiz füreine zunehmende Beteiligung gesehen werden kann.“ (Thomas Kurz, Salzburg Re-search)„Eine andere Möglichkeit sind Foren-artige Wissenssammlungen, die Diskussio-nen zu Problemen aggregieren. Diese schreiben sich schon von selbst weiter,wenn sie eine kritische Masse an Lesern und Beantwortern haben.“ (Marius Sche-bella, FH Salzburg)„Jeder Mitarbeiter in einem Unternehmen steht unter Zeit- und Ergebnisdruck.Betrachtet man den Ablauf eines Geschäftsprozesses an dem mehrere Personenbeteiligt sind, so stellt sich für den Mitarbeiter A die Frage, warum er in eine Akti-vität fünf Minuten mehr investieren soll, damit sich Mitarbeiter B zehn MinutenArbeit erspart. Dies kann durch Anordnung (von oben) erfolgen, besser ist jedochwenn es eine Firmenkultur gibt, die den Mitarbeitern die Gesamtzusammenhängeklar macht und daher diese Mehrleistung von A freiwillig erfolgt. Genauso wird je-mand nur einen Beitrag zu einem Wissensmanagementsystem, Forum, etc. liefern,wenn er das Gefühl hat er bekommt aus so einem System mehr (an Information =Nutzen, Anerkennung, etc. ) heraus als er hineinsteckt.“ (Gerhard Haberl, TECH-NODAT)„Incentive-Systeme sind eine gute Möglichkeit, ein neues System zu initiieren. DieHerausforderung ist jedoch, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen dazu zu bringennicht nur während des Wettbewerbs beizutragen, sondern die Nutzung in ihrenTagesablauf mit zu integrieren. Auch muss für einen Wettbewerb eine kritischeMasse an Teilnehmern erreicht werden, das geht oft nur in großen Unternehmen.“(Sebastian Schaffert, Salzburg Research)„Der Einsatz der ein oder anderen Incentives ist für viele Unternehmen denkbar.Jedoch sollte man die Auswahl von Incentive-Schemen je nach Anwendungsbe-reich überdenken. Potentiale der richtigen Präventive-Schemen sind ganz klar po-sitive Effekte wie höhere Qualität oder Quantität von Inhalten. Alternativen zu dengenannten Incentive-Schema im Beispiel sind sicherlich monetäre Incentives wieetwa Bezahlung pro Beitrag, Anbieten von Beförderungsmaßnahmen, dedizierteEinrichtung von Content-Ersteller-Jobs oder auch Einführung von sozialen Incen-tives (wie etwa Erreichung von Awards etc. ).“ (Tobias Bürger, Salzburg Research)32
    • White-Paper: Potentale von Linked People, Linked Content und Linked Data in UnternehmenAusgewählte Aussagen zu Potentalen von Linked PeopleFünf Aussagen zu den Potentialen von Linked People haben wir ausgewählt undsie von den Beteiligten am Salzburg NewMediaLab bewerten lassen. Hier die Er-gebnisse dieser Einschätzung.Insbesondere wenn Kommunikaton schriflich statindet, dokumentert wird und mitanderen geteilt wird (z. B. Chat-Protokolle, E-Mails, Online-Foren, Mikro-Formate), kannsie für Kollegen und Kolleginnen im Unternehmen hilfreich sein, wenn sie dort bei glei-chen oder ähnlichen Problemstellungen Lösungsmöglichkeiten fnden.Ist diese Aussage aus Ihrer Sicht für Unternehmen zutrefend?Hat dies bereits zu Veränderungen in Unternehmen geführt?Wird dies in den nächsten 5 Jahren die strategischen Planungen und Überlegungen von Unterneh-men beeinfussen?n ja, vollständig n zum Großteil n teilweise o nein n weiß nicht – N=12 – Darstellung in ProzentDie Einführung von Reputatonssysteme in unternehmensinternen Foren können Anrei-ze setzen, um die Zahl und Qualität der Beiträge im Intranet zu erhöhen.Ist diese Aussage aus Ihrer Sicht für Unternehmen zutrefend?Hat dies bereits zu Veränderungen in Unternehmen geführt?Wird dies in den nächsten 5 Jahren die strategischen Planungen und Überlegungen von Unterneh-men beeinfussen?n ja, vollständig n zum Großteil n teilweise o nein n weiß nicht – N=12 – Darstellung in Prozent 33
    • Ausgewählte Aussagen zu Potentalen von Linked PeopleFunktonen von sozialen Netzwerken – schnelle Kommunikaton, Vernetzung mit Kon-takten, Austausch in Interessensgruppen, Empfehlungen von Freunden – können denunternehmensinternen Austausch wesentlich verbessern und vereinfachen.Ist diese Aussage aus Ihrer Sicht für Unternehmen zutrefend?Hat dies bereits zu Veränderungen in Unternehmen geführt?Wird dies in den nächsten 5 Jahren die strategischen Planungen und Überlegungen von Unterneh-men beeinfussen?n ja, vollständig n zum Großteil n teilweise o nein n weiß nicht – N=12 – Darstellung in ProzentMit dem Social Web eröfnen sich für Unternehmen neue Marketng- und PR-Kanäle.Ist diese Aussage aus Ihrer Sicht für Unternehmen zutrefend?Hat dies bereits zu Veränderungen in Unternehmen geführt?Wird dies in den nächsten 5 Jahren die strategischen Planungen und Überlegungen von Unterneh-men beeinfussen?n ja, vollständig n zum Großteil n teilweise o nein n weiß nicht – N=12 – Darstellung in ProzentDer webbasierte Austausch mit Lead-Usern und externen Online-Gemeinschafen kannUnternehmen bei der Produkt- und Innovatonsentwicklung unterstützen.Ist diese Aussage aus Ihrer Sicht für Unternehmen zutrefend?Hat dies bereits zu Veränderungen in Unternehmen geführt?Wird dies in den nächsten 5 Jahren die strategischen Planungen und Überlegungen von Unterneh-men beeinfussen?n ja, vollständig n zum Großteil n teilweise o nein n weiß nicht – N=12 – Darstellung in Prozent34
    • White-Paper: Potentale von Linked People, Linked Content und Linked Data in UnternehmenDie Beiträge der Beteiligten am Salzburg NewMediaLab zeigen, dass die Nutzungvon Social Media intern sowie extern auch bei ihnen attraktiv für Unternehmenerscheint und auch bedeutende Auswirkungen auf die zukünftigen Unternehmen-spläne erwartet werden, insbesondere im Bereich der Innovationsentwicklungund dem Bereich Marketing.Blickt man auf die Hinweise zum Themenbereich „Linked Content“ zurück, kanndie hohe Zustimmung gerade bei diesen Themenaspekten darin begründet sein,dass dies gleichermaßen große als auch kleine Unternehmungen betrifft, währendinsbesondere die Einführung von Reputationssystemen dies nur dort von Interes-se ist und Sinn macht, wo es sehr viele Mitarbeiter gibt – und auch bereits ent-sprechende Voraussetzungen.Es zeigt sich auch, dass die Entwicklungen im Bereich „Linked People“ sehr dyna-misch und auch noch nicht „ausgereizt“ sind. So schlägt beispielsweise GeorgGüntner vor: „Es wäre interessant, über die Aktivitäten und Interessen der Nutzerund Nutzerinnen von sozialen Netzwerke – ob im Intra- oder im Internet – das In-teressensprofil und die Kompetenzen der Nutzer und Nutzerinnen abzuleiten unddavon abhängig die Informationssystem zu adaptieren und personalisieren.“Gleichzeitig wird auch darauf hingewiesen, dass die Einführung von entsprechen-den Systemen und Mechanismen nicht nur auf entsprechende soziale Vorausset-zungen (wie geringe Hierarchien und offenen Austausch) beruht, sondern auchvielfältige soziale Gesichtspunkte mitbringt. So werden beispielsweise auf Aspekteder Privatsphäre, der Verwischung von beruflichen und privaten Aktivitäten (v.a.bei sozialen Netzwerken und durch die ständige Erreichbarkeit) und weitere Aus-wirkungen hingewiesen. 35
    • Ausgewählte Aussagen zu Potentalen von Linked People36
    • White-Paper: Potentale von Linked People, Linked Content und Linked Data in Unternehmen POTENTIALE VON LINKED DATA FÜR UNTERNEHMENLinked DataJede/r von uns benutzt täglich eine große Menge von Daten. Zum Beispiel werdenFreundschaftskontakte über das Internet gepflegt, Fotos ins Netz gestellt oder Ka-lenderdaten online verwaltet. Es ist jedoch nicht möglich, diese unterschiedlichenInformationen automatisiert sinnvoll zu verknüpfen, um beispielsweise Fotos inBeziehung mit den dargestellten Personen und persönlichen Terminen zu brin-gen. Das liegt zum einen daran, dass die verschiedenen Applikationen, die dieoben genannten Möglichkeiten bieten, ihre Daten meist exklusiv halten und sienicht nach außen hin zur Verfügung stellen. Es entstehen „Datensilos“. Zum ande-ren folgt die Struktur der Daten oft keinem einheitlichen Schema. Somit kann de-ren Inhalt oder Bedeutung nicht maschinell interpretiert bzw. folgerichtig unter-einander verknüpft werden. Eine umfassende und semantisch korrekte Suche vonInformationen wird dadurch nahezu unmöglich (vgl. Hitzler & Krötsch, 2008).Grundvoraussetzungen für ein semantisches Web bzw. einer Vernetzung von Da-ten ist es daher, „einheitliche, offene Standards für die Beschreibung von Informa-tionen zu vereinbaren, die es […] ermöglichen sollen, Informationen über ver-schiedene Anwendungen und Plattformen auszutauschen und zueinander in Be-ziehung zu setzen“ (Hitzler & Krötsch, 2008, Abschnitt 1.3).Der Begriff „Linked Data“ wurde von Tim Berners-Lee geprägt und bezieht sichauf die Verknüpfung von strukturierten Daten, neue Formen der Einbindung unddes Austauschs von Daten. Ein besonderer Mehrwert kann insbesondere durchEinbindung von verschiedenen (externen) Datenquellen entstehen. Mit LinkedData ist es ein Schritt in Richtung der unerwarteten Neu- und Wiederverwendungvon Information, von der Tim Berners-Lee spricht, die das Web ermöglichen kann:„It is the unexpected re-use of information which is the value added by the web.“(Berners-Lee, 2006). Kernidee ist es dabei, externe Informationen mit eigenen Da-tensätzen in standardisierter Form zu verknüpfen und zu integrieren und damitwieder zu verwenden, sowie eigene Datensätze anderen zur Verwendung zur Ver-fügung zu stellen (s.a. „Giant Global Graph“, Berners-Lee, 2007). Durch die Kombi-nation von Daten aus verschiedenen Quellen im Web lassen sich bisher noch un-vorstellbare neue Anwendungen entwickeln.Das Linking-Open-Data-Projekt (LOD-Projekt) wurde im Februar 2007 vonChris Bizer und Richard Cyganiak an der FU Berlin ins Leben gerufen. Unterstüt-zung erhielten sie dabei von der „Semantic Web Education and Outreach (SWEO)Interest Group“ der W3C. Die Idee der Gruppe entstand vor allem aus demWunsch heraus, die Methoden des semantischen Web an realen Daten zu testen(Berners-Lee, 2008, Folie 14). 37
    • Linked DataAm LOD-Projekt beteiligt sich eine stetig wachsende Zahl von Universitäten undFirmen. Darunter sind z. B. die Freie Universität Berlin, das MIT, OpenLink Soft-ware, Talis und viele weitere. Eine vollständige Liste aller Teilnehmer findet sichim ESW-Wiki.Technologische Grundlage für Linked Open Data ist das vom W3C standardisierteDatenformat RDF (Resource Description Framework), mit dessen Hilfe Datensätzenicht nur publiziert, sondern auch beschrieben und auf einfache Art und Weisemiteinander verknüpft werden können. In RDF werden sog. Ressourcen mit Hilfevon URIs (Uniform Resource Identifier) identifiziert und mit Hilfe von sog. Tripeln(bestehend aus Subjekt, Prädikat, Objekt) beschrieben. Ein Tripel kann dabei ent-weder eine Eigenschaft des Subjekts beschreiben oder eine Beziehung zu eineranderen Ressource herstellen.Wie schnell die Community wächst, zeigen eindrucksvoll die Grafiken der LOD-Cloud, in der die einzelnen „Datensilos“ und deren Verbindungen schemenhaftdargestellt sind. Im Mai 2007 bestand die Vernetzung aus über 500 MillionenRDF-Tripeln und in etwa 120.000 RDF-Links zwischen den einzelnen Datensätzen– dies waren bereits beeindruckende Zahlen. Diese „Wolke“ von vernetzten Datenvergrößerte sich allerdings rasant und so konnten im April 2008 bereits mehr als2 Milliarden RDF-Triple und eine Verlinkung der Daten durch ca. 3 Millionen RDF-Links und im September 2010 sogar 25 Milliarden Tripel und 395 Millionen da-tensatzübergreifende RDF-Links gemessen werden. Die Abbildung zeigt die Aus-dehnung der LOD-Cloud im September 2010 (Bizer, 2010): Hinzugekommen sinddabei u.a. viele medizinische Initiativen. Das LOD-Projekt beinhaltet eine Vielzahlvon Datenquellen wie z. B. alle Artikel von Wikipedia, alle Geo-Punkte von geo-names.org, alle Musikgruppen, Musiker, Alben und Songs von Musicbrainz, alleländerspezifischen Informationen des World-Fact-Book. Zusätzlich sind diese Da-ten aber noch miteinander verlinkt. So verlinken Musiker in Musicbrainz auf denArtikel in Wikipedia, wobei die Orte und Regionen in geonames.org mit den Wiki-pedia-Artikeln verknüpft sind. Auf diese Art und Weise bietet Open Linked Dataeine sehr gute Abdeckung von beinahe allen Themengebieten in einem Umfang,den man selber nie erreichen könnte.38
    • White-Paper: Potentale von Linked People, Linked Content und Linked Data in Unternehmen Abbildung 4: LOD-Cloud im September 2010 Quelle: The Linking Open Data cloud diagram, http://richard.cyganiak.de/2007/10/lod/ [2010-10-20]Wichtig ist: Wer mit Linked Data arbeitet, muss nicht notgedrungen offene Datenoder Content einbringen und verwenden. Linked Data eröffnet grundlegend dieVerknüpfung einer heterogenen Systemlandschaft. Durch die so strukturiertenund verlinkten Daten kann letztlich mehr Nutzen gezogen werden, indem wiebeim traditionellen Web über Links von Information zu Information gesprungenwird. So liefert eine Suchmaschine im Semantic Web zum Beispiel bei der Suchenach einer befreundeten Person die sich derzeit in Paris aufhält, zusätzliche Infor-mationen über die dortigen Sehenswürdigkeiten wie Eiffelturm und Louvre.Durch die Verlinkung ist es dann auch möglich, Daten wie Öffnungszeiten, Ein-trittspreise, oder Anfahrtspläne abzurufen. Zudem ermöglicht die Struktur im Sti-le einer Datenbank den Suchmaschinen komplexe Anfragen zu verarbeiten, wel-ches ein schnelleres Auffinden gesuchter Daten ermöglicht (Bizer, Cyganiak &Heath, 2006).Auch werden Informationen heute aktiv durch Agenten- und Benachrichti-gungssysteme zugestellt. Das können ereignisgesteuerte oder regelbasierte Be-nachrichtigungen sein, die Formen und Zeiten der Zustellung können häufig fest-gelegt werden. Solche „Awareness-Funktionen“ können auf dem Laufenden hal-ten, und auch auf Reaktions- oder Eingriffsnotwendigkeiten hinweisen. Die Basisfür solche Systeme sind dabei zunehmend Daten die aus verschiedenen Quellenkommen. Mit Hilfe von Linked Data wäre deren Entwicklung erheblich verein-facht. 39
    • Linked DataUm der Flut an Informationen Herr zu werden und mögliche Quellen übersichtlichanordnen zu können, werden heute zunehmend Mashup- und Widget-Technolo-gien genutzt, um persönliche oder gruppenspezifische Informationscockpits ein-zurichten. Der Name Widget bezeichnet im Web-Umfeld ein Fensterprogramm,das eine ganz bestimmte Funktionalität abdeckt. Dabei ist eine Verbindung zumaktuellen Inhalt möglich, aber nicht zwingend. Oft werden Widgets eingesetzt, umZusatzinformationen anzuzeigen und/oder bestimmte Eigenschaften zu editieren.Die Kopplung der Widget-Komponente zum Server erfolgt meist lose überWebservices. Das ermöglicht auch das einfache Einbetten in andere Systeme. EinMashup bezeichnet die Kombination vorhandener Daten zu einer gemeinsamenDarstellung. Oft kommen diese Daten aus verschiedenen Systemen. Mashups er-möglichen eine neue Sicht auf bestehende Inhalte. Die Collage wird oft durchleichtgewichtige Komponenten auf der Client-Seite realisiert. Das ermöglichteinen systemübergreifenden Einsatz. Bei komplexen Anwendungen werden dieDaten serverseitig aggregiert. Abbildungen 5 und 6: Links: Ein Beispiel für ein Mashup: TagIt Rechts: Ein Beispiele für ein Widget Quelle: Salzburger Nachrichten, Projekt KiWi [2010-10-20]Mashups und Widgets verwenden schon heute häufig Datensätze, die als LinkedData zur Verfügung gestellt wurden, zum Beispiel verknüpft das TourismusportaleZaragoza in Spanien Daten aus verschiedenen Linked-Data-Quellen und stellt sieübersichtlich dar.77 htp://ezweb.td.es/viewer/workspace/168240
    • White-Paper: Potentale von Linked People, Linked Content und Linked Data in UnternehmenAuswirkungen und Chancen für UnternehmenWie beschrieben, sind die Einsatzmöglichkeiten von Linked Data prinzipiell klar,aber es ist im Unterschied zu den Bereichen „Linked Content“ und „Linked People“neu und noch wenig erforscht. Die möglichen Potentiale wieder ganz unterschied-liche Unternehmensbereiche. Abbildung 7: Nutzung von Linked Data im Unternehmen 41
    • Auswirkungen und Chancen für UnternehmenBeispielsweise haben Unternehmen oftmals verschiedene Informationssystemeim Einsatz. Diese sind zumeist von einander getrennt und Daten sind dadurchnicht zugänglich. Eine Vernetzung der bestehenden Datenquellen innerhalb einesUnternehmens kann unter anderem den Vorteil haben, dass bestehende Datenbesser genutzt werden. Die Verknüpfung von verschiedenen Informationssyste-men kann so eine Suche beschleunigen, in dem nur noch in einer Eingabemaskedie Suchanfrage gestellt wird und Ergebnisse aus allen Datenquellen geliefertwerden.Auch können sich für Unternehmen Vorteile aus der Verwendung von Linked Datazur Verknüpfung mit externen Datenquellen ergeben. So können relativ einfachZusatzinformation für den Enduser bereitgestellt werden, beispielsweise einfachexterne Inhalte eingebunden werden, die zusätzliche Informationen oder auch ak-tuelle Informationen bieten (z. B. die Tagestemperatur).In einer Online-Befragung, dem „Semantic Web Awareness Barometer 2009“,wurde festgestellt, dass vor allem eine verbesserte Suche mit weniger Suchauf-wand gefolgt von der Unterstützung von Annotation und Tagging sowie Verbesse-rungen der Empfehlungen zu den primären Vorteilen gezählt werden (Pellegriniet al., 2009, 524). Abbildung 8: Erwartete Vorteile von Semantic-Web-Technologie für Unternehmen Anmerkung: N=96, Darstellung in Prozent Quelle: Pellegrini et al., 2009, 52442
    • White-Paper: Potentale von Linked People, Linked Content und Linked Data in UnternehmenLinked-Data-Technologien finden beispielsweise in der Öl- und Gasindustrie An-wendung. Beim Projekt „Active Knowledge Management for Integrated Operati-ons (AKSIO)“ war es das Ziel, Entscheidungsträgern in Bohrprozessen mit einembestmöglichen zur Verfügung stehenden Wissen zu versorgen, das aufgabenrele-vant, rechtzeitig und kontextabhängig abrufbar ist. Erfahrungen werden im RDF-Format dargestellt und Fachberater kommentieren, annotieren semantisch undfügen Links zu Personen als RDF-Beschreibung hinzu. Erfahrungen im Bohrwesenwerden so gesammelt und beschrieben, die bewertet und mit vielfältigen Filterngesucht werden können (Norheim et al., 2007).Im Salzburg NewMediaLab gibt es derzeit mehrere Vorhaben, wie Linked Data ge-nutzt werden kann:So erwartet sich der ORF, dass er externe zuverlässige Informationen ins eigeneArchivsystem einbinden kann, um damit die eigenen Annotationen anzureichernbzw. mehr Informationen zu Themen und Sujets zu haben, die in den Videos bzw.Archivmaterialien vorkommen. Die soll erweiterte Recherchemöglichkeiten fürdie eigenen Archivare ermöglichen.Der Red Bull Content Pool verwaltet Videos, die mit Athletennamen versehensind, zu denen aber weitergehende Informationen fehlen. Diese könnte man mitHilfe von Wikipedia-Artikeln in der gleichen Suchmaske anzeigen lassen. Auchkönnen die Videos durch solche zusätzlichen Informationen auf neue Weise ver-knüpft werden. Im B2B-Portal von Red Bull Media House (Red Bull Content Pool 8)sollen dadurch mehr und bessere Informationen über die verfügbaren Content-Objekte zur Verfügung gestellt werden, ohne dass ggf. diese weiteren Quellen ge-pflegt werden müssen).8 www.redbullcontentpool.com 43
    • Auswirkungen und Chancen für UnternehmenDiskussion von Fallbeispielen zur Nutzung von Linked DataAnhand von zwei Fallbeispielen stellen wir im Folgenden unsere eigenen Erfah-rungen im Unternehmen sowie unsere Vorstellungen für Chancen und Möglichkei-ten von anderen Unternehmen vor.Fallbeispiel 1: Linked Data bei BBCBBC ist ein Pionier in der Anwendung des Linked-Data-Konzeptes im Business-Bereich.BBC verbindet verteilte Mikroseiten innerhalb des BBC-Netzwerkes, wie zum BeispielBBC-News und BBC-Music. Zudem werden externe Daten von DBpedia9 und Music-Brainz10 eingebunden. Dadurch wird ein zusätzlicher Mehrwert für den Endbenutzer ge-schafen, indem er sofort kontextabhängige und semantsch relevante Inhalte von Drit-tanbietern und dem BBC-Netzwerk selbst nutzen kann (frei übersetzt nach Latf, Sead,Hoefer, Stocker & Wagner, 2009). Abbildung 9: Nutzung von Linked Data bei BBC („BBC-Pentagramm“) Quelle: nach http://www.bbc.co.uk/blogs/radiolabs/pentagram.png [Stand 09/2010]9 htp://dbpedia.org10 htp://musicbrainz.org/44
    • White-Paper: Potentale von Linked People, Linked Content und Linked Data in Unternehmen „Was das BBC vormacht ist eine andere Art Inhalte im Web zu publizie- ren die durchaus Nachahmer finden könnten. Sie propagieren hier ein data-driven Publishing das vor allem für Nachrichten aber auch andere informationsreiche Seiten ein Vorbild sein kann. Eine Publikation von Daten auf diese Art vermeidet Redundanzen, führt zu einer klaren Se-paration von Verantwortlichkeiten und erlaubt es externen Benutzern die Dateneinfach wiederzuverwenden bzw. komplexe Anfragen an die Daten zu stellen.Herausforderungen bei der Realisierung sind auf alle Fälle die Modellierung derDaten, die Beschreibung der Daten und deren Verknüpfung mit externen Informa-tionsquellen. Ein Potential besteht auf alle Fälle darin, dass eine derartige Aufbe-reitung der Daten mannigfaltige Nutzungsmöglichkeiten erlaubt.“ (Tobias Bürger,Salzburg Research)„Qualität und Trust sind die Kernfragen. Wie stelle ich sicher, dass ichlangfristig auf die Daten zugreifen kann? Mache ich das auch für unter-nehmenswichtige Daten? Oder ist das eher Spielerei? Hat die BBC ihreFinanzdaten als Linked-Data verfügbar? Oder geht es nur um Anreiche-rung von bestehenden Content-Pools?“ (Siegfried Reich, Salzburg Rese-arch)„Es liegt ein sehr hohes Potential darin, eigene Daten mittels Linked Data bereit-zustellen und mit externen Quellen zu verknüpfen. Auch ist die Wiederverwen-dung externer Daten denkbar. Dieses Potential wird wohl in erster Linien von In-halte-Providern ausgeschöpft werden. Klarerweise werden Anbieter öffentlich zu-gänglicher Inhalte die Vorhut bilden (z. B. Medien), aber die Herausforderung liegtdarin, auch vielen anderen klar zu machen, dass Teile ihrer Daten durchaus öf-fentlich zugänglich gemacht werden können. 1) muss es ja nicht kostenfrei seinund 2) stellt es einen Mehrwert dar, der andere in die Lage versetzt, mit den ohne-dies verfügbaren Daten (überhaupt) zu arbeiten.“ (Thomas Kurz, Salzburg Rese-arch) 45
    • Diskussion von Fallbeispielen zur Nutzung von Linked Data„Ein ähnlicher Ansatz könnte für alle Medienunternehmen sowohl im internen alsauch im externen Bereich zu signifikanter Verbesserung der einzelnen Servicesführen. Intern setzt der ORF bereits seit einiger Zeit auf die Vernetzung von Da-tenpools, als Beispiele seien hier nur die Vernetzung der Bereiche CMS-Fernsehar-chiv und Rechte-Datenbank, sowie die vernetzte Suche mit dem ORF-Tool mAR-Co über alle relevanten Medien-Datenbanken des ORF genannt. Ein Hauptpoten-tial der internen Vernetzung von Datenpools ist die Verkürzung der Recherche-Zeiten und damit der Freisetzung von wertvoller Redakteurs-Arbeitszeit. Auchkönnen Zeit- und Geld-intensive Fehl-Recherchen und Fehl-Nutzungen so weitge-hend unterbunden werden. Die Vernetzung extern zur Verfügung stehender Da-tenbereiche wurde i.A. bereits bei der Erstellung der Daten und ihrer Recherche-Plattformen bedacht; die zukünftige Einbindung weiterer Bereiche ist aber sicherim Rahmen des Linked-Data-Konzepts der sinnvollste Weg zur Verbesserung vonden bestehenden Info-Services.“ (Christoph Bauer, ORF)„Das größte Potential von Linked Data für Unternehmen liegt in derVerknüpfung heterogener Unternehmensquellen. Wenn die Mehrzahlder Systeme ihre Daten auch als Linked Data zur Verfügung stellen,werden Informationsdienste wie die Suche, automatische Berichte, undEmpfehlungssysteme erheblich einfacher und liefern bessere Qualität.Die Herausforderung besteht jedoch darin zu entscheiden welche Da-ten auf welche Art und Weise publiziert werden und wer in welchem Umfang Zu-gang zu welchen Datensätzen erhält. Während Sicherheit bei öffentlichen Daten-sätzen kein Problem darstellt, ist sie für Unternehmensdaten von erheblicher Be-deutung. “ (Sebastian Schaffert, Salzburg Research)„Der Austausch von Information ist eine der wichtigsten Grundlagen menschlicherKultur. Die immer stärkere Spezialisierung auf Fachgebiete genauso. Insofern istein standardisierter, IT-basierter Austausch von Daten eine nicht hoch genug ein-zuschätzende technische Bereicherung. Allerdings stellt dies auch eine nicht zuunterschätzende Herausforderung für die Gesellschaft dar. Von philosophischenFragen wie wem gehört Wissen bis zu den sich daraus wirtschaftlich ergebendenKonsequenzen (Schutz von geistigem Eigentum). Ganz praktisch entsteht die Ge-fahr einer einzigen großen Monokultur, bei der sich dann Fehler gleich viel gravie-render auswirken, als ein einzelner Fehler in einer einzelnen Datenbank.“ (MariusSchebella, FH Salzburg)46
    • White-Paper: Potentale von Linked People, Linked Content und Linked Data in UnternehmenFallbeispiel 2: Linked Data bei RenaultRenault entwickelte eine Anwendung auf Basis des Linked-Data-Konzept im Bereich derAuto-Reparatur- und Auto-Diagnose-Dokumentaton. Damit konnten Daten und Objekteauf verschiedenen (Informatons-) Systemen in der Entwicklung bis hin zu den Systemenin den Werkstäten verteilt werden. Ziel war es Diagnose- und Reparatur-Prozeduren indem Moment wo sie benötgt werden (on-the-fy) mit Hilfe eines Diagnose-Systems zugenerieren und damit wird die Verwendung umfangreicher Handbücher, in denen alleProzeduren schriflich beschrieben sind, hinfällig. (zusammengefasst und frei übersetztnach Servant, 2007). „Das hier angesprochen Thema heißt eigentlich Enterprise Information Integration: Ob nun das Linked-Data-Konzept das alleinige ist, oder ob Unternehmens-Informations-Bus-Systeme oder zentrale Indices das Mittel der Wahl sind, sei dahin gestellt. Das Linked-Data-Konzept ist einfach und standardisiert, aber halt noch in einer frühen Awareness- Phase. Kaum ein CIO wird beim Thema Information Integration an Lin-ked Data denken, zudem sind wichtige Sicherheitsaspekte nicht vollständig be-rücksichtigt. Sowohl die Chance als auch die Gefahr des Linked-Data-Konzeptsliegt in der Offenheit. Das Salzburg NewMediaLab muss seinen Beitrag leisten, Lin-ked Data verständlich, praktikabel und sicher zu machen. Chance liegen sicher imBereich der öffentlich zugänglichen Daten wie bei E-Government und Medien.“(Georg Güntner, Salzburg Research)„Im Kernbereich des ORF-Fernseharchivs ist dieser Ansatz im Moment nicht ziel-führend; überlegenswert wäre er im Bereich Benutzerführung/Benutzerschulungund auch als experimenteller Ansatz in der Recherche. Vom obigen Beispiel ausge-hend sähe ich eine logische Erweiterung eines solchen Systems auf Marken-un-spezifische Service-Dienste und Service/Reparatur-Dienste generell. Der AnsatzAnlass/Problem = modularer Lösungsansatz lässt sich aber auf fast beliebige Be-reiche ausdehnen, z. B. lokale Touristik-Infos, automatisches Kochbuch (erstelltaus vorhandenen Zutaten/Mengen neue Gerichte), Verkehrssteuerung, u.v.m.“(Christoph Bauer, ORF)„Ich trau einem Renault-Mechaniker nicht zu, XQuery zu formulieren. Experten-systeme benötigen Schnittstellen zu Informationssystemen. Ob so was universellzu realisieren ist?“ (Edgar Zwischenbrugger, mediamid) 47
    • Diskussion von Fallbeispielen zur Nutzung von Linked Data"Das Hauptaugenmerk muss auf den Nutzen der Daten und des Wissensaus dem Web für Unternehmen gelegt werden. Dabei geht es nicht nurdarum, aus den vielen Datasets und Informationsstückchen die relevan-ten auszuwählen, sondern auch um Aspekte wie Qualität und Verfügbar-keit. Die Menge und Reichhaltigkeit der Information im Web ist beein-druckend aber gerade wegen dieser Fülle mit Vorsicht zu genießen. Zum einenmuss intelligent selektiert werden und zum anderem muss die Quelle der Datenvertrauenswürdig sein. Das Potential dieser jungen Technologie ist groß, aber derGroßteil der bisherigen Anwendungen waren eher Toy Examples. Ich bin auf dieErgebnisse und Erfahrungsberichte erster Anwendungen gespannt!" (KatharinaSiorpaes, STI Innsbruck und playence)„Die Frage stellt sich, ob dazu das Konzept Linked Data überhaupt benötigt wird,da man sich firmenintern auch auf jedes andere Format einigen hätte können. So-lange keine Verknüpfung zu anderen Datenquellen stattfindet (eine Anreicherungeigener Daten mit Fremd-Content) und die Daten zudem nicht von anderen An-wendungen verwendet werden können, befindet sich der Content immer noch ineiner Art Datensilo, was nicht im Sinne von Linked Data ist. Der Vorteil vom Ein-satz von Linked Data liegt hier wenn überhaupt darin, dass neue Forschungser-gebnisse (z. B. im Bereich intelligente Suche und Reasoning) integriert werdenkönnen.“ (Thomas Kurz, Salzburg Research)„Herausforderungen sind sicherlich die passende Verteilung der Daten um Verfüg-barkeit, Skalierbarkeit und Robustheit eines Systems sicherzustellen. Alternativensind immer klassische Datenintegrationsverfahren die ihre Vor- aber auch Nach-teile haben können.“ (Tobias Bürger, Salzburg Research)48
    • White-Paper: Potentale von Linked People, Linked Content und Linked Data in UnternehmenAusgewählte Aussagen zu Potentalen von Linked DataFünf Aussagen zu den Potentialen von Linked Data haben wir ausgewählt und sievon den Beteiligten am Salzburg NewMediaLab bewerten lassen. Hier die Ergeb-nisse dieser Einschätzung.In größeren Unternehmen gibt es viele Informatonssysteme die nicht verknüpf sind.Linked Data ist hier eine Möglichkeit, eine Datenverknüpfung in einem ofenen und ein-heitlichen Format herzustellen. Originalpools im und außerhalb des Unternehmens kön-nen also bestehen bleiben und der laufende Betrieb wird nicht gestört, können abertrotzdem gemeinsam durchsucht werden.Ist diese Aussage aus Ihrer Sicht für Unternehmen zutrefend?Hat dies bereits zu Veränderungen in Unternehmen geführt?Wird dies in den nächsten 5 Jahren die strategischen Planungen und Überlegungen von Unterneh-men beeinfussen?n ja, vollständig n zum Großteil n teilweise o nein n weiß nicht – N=13 – Darstellung in ProzentMit Hilfe von Linked Data können Informatonen/Inhalte aus externen Datenquellen di-rekt in die eigenen Anwendungen eingebunden werden. Das ist für Unternehmen eingroßer Vorteil, weil man nun nicht jede Informaton selbst bereitstellen muss, sonderndiese einfach einbinden kann und man sich vor allem um den eigenen Datenpool küm-mern muss.Ist diese Aussage aus Ihrer Sicht für Unternehmen zutrefend?Hat dies bereits zu Veränderungen in Unternehmen geführt?Wird dies in den nächsten 5 Jahren die strategischen Planungen und Überlegungen von Unterneh-men beeinfussen?n ja, vollständig n zum Großteil n teilweise o nein n weiß nicht – N=13 – Darstellung in Prozent 49
    • Ausgewählte Aussagen zu Potentalen von Linked DataDurch Linked Data und den vorhandenen Informatonen von Objekten lassen sich vielesinnvolle und passende Informatonen – z. B. Videos – einbinden. Damit kann der Infor-matonsgehalt von Websites und unternehmensinternen und -externen Angeboten er-höht werden.Ist diese Aussage aus Ihrer Sicht für Unternehmen zutrefend?Hat dies bereits zu Veränderungen in Unternehmen geführt?Wird dies in den nächsten 5 Jahren die strategischen Planungen und Überlegungen von Unterneh-men beeinfussen?n ja, vollständig n zum Großteil n teilweise o nein n weiß nicht – N=13 – Darstellung in ProzentMit Hilfe des Linked-Data-Ansatzes kann man externes Material einbinden und damitden Benutzern umfangreiche, aktuelle Informatonen auf der Website bereitstellen. So-mit wird für Kunden, Kundinnen und unternehmensinterne Nutzer und Nutzerinnen einWechseln zu anderen Websites überfüssig.Ist diese Aussage aus Ihrer Sicht für Unternehmen zutrefend?Hat dies bereits zu Veränderungen in Unternehmen geführt?Wird dies in den nächsten 5 Jahren die strategischen Planungen und Überlegungen von Unterneh-men beeinfussen?n ja, vollständig n zum Großteil n teilweise o nein n weiß nicht – N=13 – Darstellung in Prozent50
    • White-Paper: Potentale von Linked People, Linked Content und Linked Data in UnternehmenDie Nutzung des Linked-Data-Ansatzes für die eigenen Inhalte macht es Externen leich-ter möglich auf die Inhalte zuzugreifen, weil sie in einem ofenen Format zur Verfügungstehen. Damit steigt die Chance, dass eigene Inhalte auch von externen Seiten aus refe-renziert und auf diesen eingebunden werden.Ist diese Aussage aus Ihrer Sicht für Unternehmen zutrefend?Hat dies bereits zu Veränderungen in Unternehmen geführt?Wird dies in den nächsten 5 Jahren die strategischen Planungen und Überlegungen von Unterneh-men beeinfussen?n ja, vollständig n zum Großteil n teilweise o nein n weiß nicht – N=13 – Darstellung in ProzentLinked Data wird bisher nur vereinzelt genutzt, und wie die Befragung und Dis-kussion zeigt: Es sind vorrangig große Unternehmen, die Linked Data zur internenVerknüpfung von Daten und Systemen nutzen. Aber auch kleine Unternehmun-gen, beispielsweise in der Tourismusbranche oder Betreiber von Webdiensten,und Unternehmen aus der Bereich der Content-Industrie sind (potentielle) An-wender.Alles in allem, ist Linked Data die neueste Entwicklung im Vergleich zu den Aspek-ten von „Linked Content“ und „Linked People“. Auch ist absehbar, dass es vielfachzum Einsatz kommen wird ohne dass die Nutzer oder Mitarbeiter von Unterneh-men mitbekommen, dass ihre Anwendungen und Systeme mit diesem Prinzip ar-beiten. Auch ist Linked Data noch kein ausgereiftes Konzept, Andreas Blumauerstellt so ergänzend dazu fest: “Linked-Data-Konzepte stehen am Beginn ihrer in-dustriellen Nutzung. Es fehlen vor allem Mechanismen, die Lizenzierungsmodelleermöglichen, die für diese neuartige Datenbewirtschaftung adäquat sind. Techni-sche Lösungen sind zwar weitgehend präsent, doch auch hier fehlen vor allemnoch Automatismen zur Qualitätssicherung.“ 51
    • Ausgewählte Aussagen zu Potentalen von Linked DataGanz praktisch sieht Edgar Zwischenbrugger (mediamid) auch weitere Schwierig-keiten: „Bis heute ist es einfacher auf SQL-Datenbanken zuzugreifen, als auf XML-Daten. Bis heute sind Schemas und Namespaces in xml-Daten bei Programmierernnicht beliebt, da man mit unter 2 Stunden benötigt, um die Daten zu verstehen, zuverarbeiten, und 40, um den verwendeten Zeichensatz, die programmierspra-chenabhängigen Maskierungen und Escapes zu implementieren. Bis heute glau-ben Menschen, die eine Excel-Tabelle befüllen, dass sie dabei exakt arbeiten. DerOverhead in der Formulierung von RDF ist eklatant!52
    • White-Paper: Potentale von Linked People, Linked Content und Linked Data in Unternehmen AUF DEM WEG ZUM „LINKED MEDIA ENTERPRISE“?Die Ergebnisse unserer Befragung zeichnen ein charakteristisches Bild der gegen-wärtigen Einschätzung der Potentiale von Linked Media in Unternehmen und pen-deln zwischen einer grundlegenden Skepsis und einer euphorischen Begrüßungder Chancen. Während die Skepsis vorwiegend darauf beruht, dass die Vertrau-enswürdigkeit und Verfügbarkeit für Informationen aus dem Internet im Busi-ness-Kontext nicht gegeben sind, argumentieren die Protagonisten des Konzeptsdamit, dass die Probleme der Datenherkunft (Provenance) und die rechtlichenAspekte des intellektuellen Eigentums offener Datenquellen zwar gegenwärtignicht in allen Belangen vollständig gelöst, aber immerhin lösbar seien. In jedemFall überwiege das Potential, digitale Ressourcen heterogener Informationssyste-me über das Linked-Media-Konzept zu integrierenKönnen wir also die Vision eines „Linked Media Enterprise“ zeichnen? Welche Ei-genschaften kennzeichnen diese Art Unternehmen?Ohne hier auf die Gesamtheit der Aspekte einzugehen, die für ein „Linked MediaEnterprise“ ausschlaggebend sind, lassen sich wohl die folgenden Charakteristikaidentifizieren: – Das Unternehmen verfügt über heterogene Informationssysteme, in denen Medienobjekte (oder Fragmente von Medienobjekten), zum Beispiel Corpo- rate-Videos, Foto- und Videoarchive, audio-visuelle Anleitungen und Trai- ningsmaterial, eine zunehmende Rolle spielen. – Das Unternehmen arbeitet in einem agilen Umfeld: Informationen in unter- schiedlichen Datenschemas, aber auch unstrukturierte Informationen, müs- sen auf mannigfaltige Weise miteinander in Bezug gesetzt werden, um die Geschäftsprozesse effizient durchführen zu können. – Das Unternehmen ist im Begriff, seine Informationsysteme zumindest teil- weise, zwischen den Abteilungen, für andere Unternehmen oder für die Öf- fentlichkeit zu öffnen. Dabei können betriebliche Wissensmanagement-An- sätze, Innovationsdruck oder die Pflicht zur Dokumentation von Ge- schäftsprozessen und zur Archivierung unternehmensrelevanter Unterlagen die wesentlichen Auslöser sein. – Das Unternehmen hat als Reaktion auf einzelne oder alle der vorangehend genannten Punkte die Notwendigkeit erkannt, eine nachhaltige Informati- onsarchitektur im Unternehmen aufzubauen. Es möchte die zentralen Kom- ponenten davon zwar im Unternehmen verwalten, ist aber durchaus offen gegenüber Ansätzen, vertrauenswürdige externe Quellen mit den unterneh- mensinternen Informationsquellen zu verknüpfen. 53
    • Auf dem Weg zum „Linked Media Enterprise“? – Als grundlegende Bausteine der Informationsarchitektur entwickelt das Un- ternehmen kontrollierte Vokabulare, Taxonomien oder Thesauri, die die Be- griffswelt einzelner Geschäftsbereiche definieren und verfolgt die Absicht, diese in den zentralen Informationssystem zu integrieren. – Das Unternehmen verfolgt die langfristige Strategie, sich auf Basis der ge- nannten Grundlagen zu einer wissensmäßig integrierten Organisation zu entwickeln, in der der Integrationsgedanke nicht an den Unternehmens- grenzen Halt macht, sondern sich einerseits externe Quellen zu Nutze macht, andererseits aber auch – zumindest mit einem Teil der Informationen – zum kollektiven Wissen beiträgt und dadurch die Sichtbarkeit und Auffindbarkeit im globalen „Netz der Daten“ steigert.Wir sind uns bewusst, dass viele der genannten Eigenschaften aus der Sicht von –kleineren oder größeren – Organisationen nicht bahnbrechend neu sind: Vielmehrwird eine Vielzahl von Unternehmen sich in diesen Eigenschaften wiederfinden.Aber vielleicht sind die Technologien jetzt reifer? Vielleicht ist die aktuelle Frage-stellung auch nur ein willkommener Anlass, sich diese Ziele wieder einmal be-wusst zu machen?Darum laden wir Sie ein, uns weiterhin auf unserem – oder Ihrem – Weg zur Kon-kretisierung und Implementierung der Vision von einem „Linked Media Enterpri-se“ zu folgen und das Potential von Linked Media zu heben.54
    • White-Paper: Potentale von Linked People, Linked Content und Linked Data in Unternehmen LITERATUR UND QUELLENBerners-Lee, Tim (2006). Linked Data – personal view. htp://www.w3.org/DesignIssues/LinkedData.html [2009-07-24]Berners-Lee, Tim (2007). Giant Global Graph. Weblogeintrag vom 21.11.2007, htp://dig.csail.mit.edu/bread-crumbs/node/215 [2009-11-21]Berners-Lee, Tim (2008). Slides for Open Data (State of the Art). URL: htp://www.w3.org/ 2008/ Talks/0617-lod-tbl/#(1) [2009-07-24]Bizer, Christan (2009). LOD-Dataset. htp://www4.wiwiss.fu-berlin.de/bizer/pub/lod-datasets_2009-03-05.html[2009-10-15]Bizer, Chris; Cyganiak, Richard & Heath, Tom (2006). How to Publish Linked Data on the Web. URL:htp://www4.wiwiss.fu-berlin.de/bizer/pub/LinkedDataTutorial/ [2009-07-24]Pellegrini, Tassilo; Blumauer, Andreas; Granitzer, Gisela; Paschke, Adrian & Luczak-Rösch, Markus (2009). Seman-tv Web Awareness Barometer 2009 – Comparing Research- and Applicaton-oriented Approaches to Socal Sof-ware and the Semantc Web. In: Proceedings of I-Know 09 and I-Semantcs 09, 2-4 September 2009, Graz, Aus-tria, 518-529.Derntl, Thomas; Hampel, Thorsten; Motschnig, Renate & Pitner, Tomas (2009). Social Tagging und Inclusive Uni-versal Access. In: Birgit Gaiser, Thorsten Hampel & Stephanie Panke (Hrsg.), Good Tags – Bad Tags. Social Taggingin der Wissensorganisaton, Münster: Waxmann, 51-71.Döbler, Thomas (2008). Zum Einsatz von Social Sofware in Unternehmen. In: Christan Stegbauer & Michael, Jä-ckel (Hrsg.), Social Sofware. Formen der Kooperaton in computerbasierten Netzwerken. Wiesbaden: Verlag fürSozialwissenschafen, 119-135.Fank, Mathias (2008). WebKnow Studie 2008. Status Quo von Webmonitoring in Unternehmen. Online zugäng-lich unter: htp://www.infospeed.de/data/WebKnow-Studie-2008.pdf [2008-12-23]Güntner, Georg; Sint, Rolf & Westenthaler, Rupert (2009). Ein Ansatz zur Unterstützung traditoneller Klassifkat-on durch Social Tagging. In: Birgit Gaiser, Thorsten Hampel & Stephanie Panke (Hrsg.), Good Tags – Bad Tags. So-cial Tagging in der Wissensorganisaton, Münster: Waxmann, 187-199.Hitzler, Pascal & Krötsch, Markus (2008). Semantc Web Technologies. Berlin: Springer.Latf, Atf; Höfer, Patrick; Stocker, Alexander; Saeed, Anwar & Wagner, Claudia (2009). The Linked Data ValueChain: A Lightweight Model for Business Engineers. Proceedings of Internatonal Conference on Semantc Sys-tems (I-SEMANTICS 2009). Online zugänglich unter: htp://www.know-center.tugraz.at/download_extern/pa-pers/ldvc.pdf [2010-09-23]Schafert, Sandra; Bürger, Tobias; Hilzensauer, Wolf; Schneider, Cornelia & Wieden-Bischof, Diana (2010). Em-pfehlungen im Web. Konzepte und Realisierungen. Salzburg: Salzburg Research.Schafert, Sandra; Eder, Julia; Hilzensauer, Wolf; Kurz, Thomas; Markus, Mark; Schafert, Sebastan; West-enthaler, Rupert & Wieden-Bischof, Diana (2009). (Meta-) Informatonen von Communitys und Netzwerken.Entstehung und Nutzungsmöglichkeiten. Salzburg: Salzburg Research.Schafert, Sandra; Güntner, Georg; Lassnig, Markus & Wieden-Bischof, Diana (2010). Reputaton und Feedback imWeb. Salzburg: Salzburg Research. 55
    • Auf dem Weg zum „Linked Media Enterprise“?Schafert, Sandra & Wieden-Bischof, Diana (2009). Erfolgreicher Aufau von Online-Communitys. Konzepte, Sze-narien und Handlungsempfehlungen. Erschienen in der Reihe “Social Media”, hrsg. von Georg Güntner und Se-bastan Schafert, Band 1. Salzburg: Salzburg Research.Schultze, Mathias & Postler, Annika (2008). Online-Trend-Monitoring bei der EnBW: Mit dem Ohr am Kunden. InAnsgar Zerfaß, Martn Welker & Jan Schmidt (Hrsg.), Kommunikaton, Partzipaton und Wirkungen im SocialWeb: Band 2 Strategien und Anwendungen: Perspektven für Wirtschaf, Politk und Publizistk, Köln: Herbert vonHalem Verlag, 370-382.Servant, Francos-Paul (2007). Semantc Web Technologies in Technical Automotve Documentaton; SemantcWeb Use Cases and Case Studies.Online zugänglich unter: htp://www.w3.org/2001/sw/sweo/public/UseCases/Renault/ [2010-09-23]Weinberger, David (2007). Everything is miscellaneous: the power of the new digital disorder. New York: TimesBooks.Literatur und Quellen56
    • White-Paper: Potentale von Linked People, Linked Content und Linked Data in Unternehmen LINKED MEDIA LAB REPORTS – DIE NEUE REIHE DES SNML-TNGDies ist das erste Band in der neuen Reihe „Linked Media Lab Reports“ des Salz-burg NewMediaLab – The Next Generation (herausgegeben von Christoph Bauer,Georg Güntner und Sebastian Schaffert). In dieser Reihe werden in Deutsch oderin Englisch Werkstattberichte veröffentlicht, also Beiträge mit eher konzeptuellenCharakter und How-Tos. Die nächsten Bände sind bereits in Vorbereitung. Band 1 Linked Media. Ein White-Paper zu den Potentalen von Linked People, Linked Content und Linked Data in Unternehmen. (Salzburg NewMediaLab – The Next Generaton) ISBN 978-3-902448-27-9 Band 2 (geplantes Erscheinungsdatum: Juni 2011) Publishing Multmedia as Linked Data (Salzburg NewMediaLab – The Next Generaton) Band 3 (geplantes Erscheinungsdatum: Juli 2011) Smarte Annotatonen. Ein Beitrag zur Evaluaton von Empfehlungen für Annotatonen. (Salzburg NewMediaLab – The Next Generaton) Band 4 (geplantes Erscheinungsdatum: Juli 2011) Linked Media Interfaces: User-Interfaces for Linked Media (Salzburg NewMediaLab – The Next Generaton) 57
    • Auf dem Weg zum „Linked Media Enterprise“? SOCIAL MEDIA – DIE STUDIENREIHE DES SNML-TNGIn der Reihe „Social Media“ des Salzburg NewMediaLab (herausgegeben von Ge-org Güntner und Sebastian Schaffert) sind bisher folgende Bände erschienen: Band 1 Erfolgreicher Aufau von Online-Communitys. Konzepte, Szenarien und Handlungsempfehlungen. (Sandra Schafert und Diana Wieden-Bischof) ISBN 978-3-902448-13-2 Band 2 (Meta-) Informatonen von Communitys und Netzwerken. Entstehung und Nutzungsmöglichkeiten. (Sandra Schafert, Julia Eder, Wolf Hilzensauer, Thomas Kurz, Mark Markus, Sebast- an Schafert, Rupert Westenthaler, Rupert und Diana Wieden-Bischof) ISBN 978-3-902448-15-6 Band 3 Empfehlungen im Web. Konzepte und Realisierungen. (Sandra Schafert, Tobias Bürger, Cornelia Schneider und Diana Wieden-Bischof) ISBN 978-3-902448-16-3 Band 4 Reputaton und Feedback im Web. Einsatzgebiete und Beispiele. (Sandra Schafert, Georg Güntner, Markus Lassnig und Diana Wieden-Bischof) ISBN 978-3-902448-17-0 Band 5 – in Kooperaton mit evolaris und Salzburg Research Mobile Gemeinschafen. Erfolgreiche Beispiele aus den Bereichen Spielen, Lernen und Gesundheit. (Sandra Schön, Diana Wieden-Bischof, Cornelia Schneider und Martn Schumann) ISBN 978-3-902448-25-558
    • White-Paper: Potentale von Linked People, Linked Content und Linked Data in Unternehmen 59
    • Auf dem Weg zum „Linked Media Enterprise“?60