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Produktgestaltung Hausarbeit

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Hausarbeit zum Thema Produktgestaltung in der Vorlesung HCI an der DHBW Mosbach bei Prof. Grossmann.

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  • 1. Produktgestaltung – Entwicklungsphasen und Ausblick Larissa Bethe Produktideen müssen sich der Zeit anpassen und sind daher ab- hängig von der Vorstellung und Nutzungsbereitschaft beziehungs- weise der Nachfrage der Konsumenten. Daher sollte man nicht nur danach fragen, wie es dazu kam und was heute ist, sondern wohin sich Trends weiter entwickeln.Vor Allem sollte man danach fragen, welche Ideen sich im schnell fortschreitenden Jahrhundert festsetzen und welche Ideen bereits heute von der breiten Masse willkommen geheißen werden. In dieser Arbeit wird anhand der von Richard Morris beschriebenen Produktentwicklungsphasen erläutert, wie die Entstehung eines Produkts seinen Lauf nimmt und im Rückblick die Bedeutung neuer Technologien – vordergründig der User Interfaces – in diesem Zusammenhang erläutert. EinlEitung Produktgestaltung hat seine Wurzeln bereits in der Vorgeschichte des Menschen. Die ersten Produkte, die bewusst entworfen wurden, um sie zu benutzen, waren einfache Werkzeuge und Schmuckstücke, wie beispielsweise die Venus von Willendorf als eines der bekanntesten und ältesten Fundstücke (25.000 v. Chr.). Erst Jahrtausende später entwickelte sich mit dem systematisierten Buchdruck auch das Bewusstsein für ein Printdesign. Zwar gab es vorher bereits Printprodukte, diese beschränkten sich jedoch mehr auf deren Funktion; die Informationsvermittlung. Erst bei der Guten-
  • 2. 4 berg-Bibel 1455 kann man erkennen, dass die nun hinzugekom- menen Initiale und Ornamente dem Zweck dienen, eine Buchseite bewusst lesefreundlicher und ansprechender zu gestalten anstatt sich nur auf die Funktion zu beschränken. Die Einhaltung eines Zeilenab- stands sowie die Aufteilung des Textes in zwei Spalten lässt auf weitere Überlegungen und Gestaltungsmaßnahmen schließen (s. Abb. 1). Die nächste Stufe des Produktdesigns wurde mit dem Xerox-Star von 1981 und damit der ersten GUI (engl. Graphical User Interface) auf einem Personal Computer beschritten. Zwar gab es vorher bereits Computer, diese wurden jedoch nur über die Tatstatur bedient. Ab diesem Zeitpunkt konnte man bereits von Screendesign sprechen, da hier eine völlig neue Benutzeroberfläche geschaffen wurde, die sich – wie zuvor bereits bei der Entwicklung des Printdesigns Abb. 1: Die Gutenberg-Bibel1 – eher durch die bewusste Gestaltung hin zu einem lese- und bedien-optimierten Medium von ihren Vorgängern unterschied als durch die Technologie und die äu- ßere Form selbst. In den kommenden Jahren würde das Screendesign vielfach weiterentwickelt werden, beispielsweise durch den Einsatz von Multi-Touch-Technologien. EntwicklungsphasEn dEs produktdEsigns Um zu verstehen, wie das Produktdesign als damit ursprüngliche und übergeordnete Produktgestaltungsform nicht nur in der Vergangen- heit, sondern vor Allem zukünftig verstanden werden wird, muss man sich dessen Entwicklung genauer ansehen. Diese lässt sich grob in fünf Phasen unterteilen (Morris, 2010): Ideenfindung, Aufgabenstel- lung, Designlösungen, Produktion und Markteinführung. |1| http://www.mebo-businessforms.de/wir%20ueber%20uns/gutenbergbibel.htm
  • 3. 5 idEEnfindung Produktgeslatung – Entwicklungsphasen und Ausblick Ideenfindung als ein allgemeiner Begriff wird unterschiedlich aufge- fasst und interpretiert, daher könnte man sagen, es sei ein personali- sierter Prozess und bedeutet für jeden Produktgestalter zunächst eine andere Herangehensweise. Brainstorming, Experimentieren, Regeln brechen, Subversion und Adaption, der Serendipity-Effekt, Ready- mades und Bionik sind dabei einige Stichworte zu Methoden, mit- hilfe derer man ans Ziel kommen kann. Konkrete Methodenansätze werden durch intuitive und diskursive Kreativitätstechniken beschrie- ben. Diese Denkmuster werden von jedem individuell oder in der Gruppe angewendet, aber immer steht hierbei die eigene Fantasie im Vordergrund, weshalb dieser Prozess als Black Box bezeichnet wird. Zusätzlich muss natürlich auch immer der Markt verfolgt werden. So kann durch Datenerhebungen und Crowdsourcing beispielswei- se die wirtschaftliche Kaufkraft möglicher Konsumenten ermittelt werden. Die Bedarfsermittlung ist ein entscheidender Faktor, möchte man das Projekt nicht von Anfang an als gescheitert wissen. Dies ist vorwiegend beim Targeting der Fall, das heißt, wenn sich das Produkt besonders an eine bestimmte Zielgruppe richtet. Ist der Markt hier bereits gesättigt, erscheint die Markteinführung desselben Produkts als wenig vielversprechend. Weniger riskant ist ein gesättigter Markt bei universell einsetzbaren Produkten, die eine möglichst breite Käufer- schicht ansprechen. So unterschiedlich die Ideenentwicklungsprozesse sind, so sehr wird daraus auch ersichtlich, dass sie von folgenden Rahmenbedin- gungen eingeschränkt sind: • sozioökonomischen und technologischen Entwicklungen, • geschichtlichen Hintergründen, • produktionstechnischen Rahmenbedingungen, • ergonomischen und ökologischen Anforderungen,
  • 4. 6 • wirtschaftlichen und politischen Interessen sowie • künstlerisch-experimentellen Ansprüchen (vgl. Morris, 2010). aufgabEnstEllung Für die Klärung der Aufgabenstellung ist das Pflichtenheft unab- dingbar. Dieses enthält – wie auch beim Projektmanagement – eine detaillierte Anforderungsbeschreibung, Zielvorstellungen, Forschungs- ergebnisse, kreative Ideen und eventuell erste Unklarheiten, die es im Laufe der Produktentwicklung zu klären gilt. Dies kann beispielsweise eine Materialfrage sein. Auch hier wird der Bedarf an Produktmerkmalen ermittelt, jedoch für das Produkt selbst. Bestimmte Designkriterien, die man sich in der Ideenfindungsphase überlegt hat, könnten mit anderen im Widerspruch stehen, wodurch es nötig wird, eine Gewichtung der gewünschten Eigenschaften vorzunehmen. Die Sicherheit eines Wagens kann somit zur Wahl eines anderen Materials führen, welches weniger anfällig gegen Außeneinwirkungen ist. Alleinstellungsmerk- male und ein gewisser Grad an Innovation stellen sicher, dass das Pro- dukt einen hohen Wiedererkennungswert hat und garantiert damit Wettbewerbsvorteile. Genauso wie die in- und ausländischen Qualitätsvorschriften, Richtlinien und Schutzbestimmungen gilt es auch die derzeitigen Markttrends einzuhalten, sofern das für eine zielgruppenspezifische Ausrichtung sinnführend ist. Erwähnt seien hier die Individualisierte Massenproduktion (bsp. Dell, mymuesli.de) und Umweltaspekte als derzeitige Markttrends. dEsignlösungEn Wo in der vorherigen Produktentwicklungsphase Bedarf ermittelt wurde, muss er bei der Umsetzung der Designlösung nun erfüllt werden. Hierbei geht es vorwiegend darum, die Benutzung des
  • 5. Produkts offenzulegen, sei es durch eine Gestaltung, bei der sich die 7 Funktionen von selbst erklären, oder durch erwartungskonforme und Ausblick Produktgeslatung – Entwicklungsphasen Oberflächen, beispielsweise durch Einsatz von Semantik. Ergonomie, Emotionsvermittlung und Qualitätsansprüche, die vorher im Pflich- tenheft festgelegt wurden, werden nun umgesetzt. Konzepte helfen im weiteren Verlauf, einen Eindruck vom Produkt zu geben. Modelle und CAD-Entwürfe (engl. Computer-aided Design) helfen nicht nur, die äußere Wirkung zu beurteilen, sondern ermöglichen auch erste Berechnungen, zum Beispiel von Volumen und Abmessungen. Mit CAD-Modellen am Computer lassen sich so Materialeigenschaften realitätsgetreu nach- bilden. Das Rapid Prototyping bedient sich der CAD-Daten, um mit deren Hilfe Schicht für Schicht ein Modell des Pro- dukts abzubilden. Da- mit können sogar sehr komplexe Formen mit ineinander gela- gerten Teilen realisiert Abb. 2: Lampe Suspension Design von Luc Merx3 werden (s. Abb. 2). Weiterhin werden in der Designlösungsphase die Funktionalitäten des Produkts geprüft. Dazu werden Tests durchgeführt, die allein aus Sicherheitsgründen notwendig sind, zum Beispiel um die Belastbar- keit von Kinderspielzeug sicherzustellen. Auch Materialeigenschaften werden hierbei überdacht. So sollten die verwendeten Substanzen zum einen umweltverträglich sein und sich doch nicht innerhalb der nächsten zehn Jahre auflösen dürfen. |3| http://www.archiexpo.fr/prod/mgx-by-materialise/lampe-suspension-design-br-halogene- blanche-4344-17780.html#prod_17780
  • 6. 8 produktion Auch die Produktion gehört noch zum Produktentwicklungsprozess. Bei der Massenproduktion stellen vor Allem Passtoleranzen sicher, dass einzelne Bauteile nach Beschädigung noch durch andere, identi- sche Teile ersetzbar sind. Daher ist es ebenfalls wichtig, jedes Bauteil genau zu definieren. Bei der Fertigung wird zwischen vier Vorgehen unterschieden: der maschinellen Bearbeitung, dem Fügen, dem Formverfahren und der Profilierung. Ersteres ist die traditionellste Herstellungsweise und findet beispielsweise in der Bildhauerei Anwendung; durch teilweises Entfernen des Materials wird dabei die eigentliche Form geschaffen. Beim Fügen werden Bauteile durch Stecken, Kleben und Schrauben zusammengefügt. Umweltfreundlicher ist es dadurch, dass sich die Einzelteile wieder voneinander trennen und getrennt verwerten las- sen. Readymades werden in dieser Weise hergestellt. Das Formverfah- ren beschreibt das Pressen von flüssigen oder dickflüssigen Materialien in eine Hohl-/Negativform (vgl. Styropor) und bei der Profilierung schließlich werden feste Stoffe umgeformt. Dieser Prozess ist beson- ders leicht automatisierbar und findet daher oft Anwendung in der Massenproduktion. In dieser Phase müssen auch Abläufe innerhalb der Lieferkette ersichtlich werden und festgelegt werden. Meist sind diese recht kom- plex, da das Lieferantennetzwerk inzwischen selten auf das Herstel- lungsland allein beschränkt ist. Herstellung und Verkauf werden vor dem Hintergrund der Globalisierung geregelt. MarktEinführung Die Markteinführung schließlich umfasst sowohl den Verkauf als auch das Marketing. Beim Verkauf wird der Schutz vor Plagiaten durch Patente und das Urheberrecht sichergestellt. Ersteres gilt für techni- sche Erfindungen und hat meist bis zu 20 Jahren Bestand. Das Urhe-
  • 7. berrecht dagegen schützt geistiges Eigentum und gilt häufig schon 9 automatisch für die Idee selbst. Das Gesetz schreibt jedoch vor, dass Produktgeslatung – Entwicklungsphasen und Ausblick künstlerische Aspekte, sowie ungewöhnliche und kreative Produkt- ideen erkennbar sein sollten. Beim Marketing kommt zudem das CI (engl. Corporate Identity) ins Spiel. Nicht nur kann man durch den eigenen Auftritt und die Gestaltung semantische Bedeutungsinhalte vermitteln, auch Marken suggerieren heute vermehrt die Qualität eines Produkts, die oft auf der Gefühlsebene mitschwingen. Hier hat sich die Wegwerf-Gesell- schaft, von der in den Medien oft zu hören war, nun zu einer Gesell- schaft gewandelt, die die Qualitäten eines Produktes über dessen Preis stellt. Die Einstellung, dass ein Gerät gern mehr kosten darf, wenn es dafür zehn Jahre länger hält als ein billigeres, ist weit verbreitet. Die enorme Bedeutung von Marken geht mit diesem Meinungstrend einher. Eine ausgereifte Marketing-Strategie sichert zuletzt, dass das Produkt bei einem breiten Publikum bekannt wird oder speziell eine gewisse Zielgruppe anspricht. Anhand der erläuterten Entwicklungsphasen eines Produktes wird klar, dass viele die Anforderungen an einen Produktgestalter gestellt werden müssen. Dies hängt damit zusammen, dass bei jedem Produktentwicklungsprozess zahlreiche Aspekte zu berücksichtigen sind. Göbel umschrieb diesen idealen Gestalter als »Integralisten« (1992), das heißt er müsse einen guten Überblick über Dinge haben und sich dabei auf mindestens einem Gebiet besonders gut ausken- nen. stand dEr produktgEstaltung In obigem Abschnitt wurde der Produktgestaltungs-Prozess in fünf Phasen unterteilt. Was das Verständnis von Design heute jedoch ausmacht, wurde durch die Massenproduktion, Industriedesign, die
  • 8. 10 Suche nach Individualität und den technologischen Fortschritt mit bestimmt. Bei rund 135 000 Patentanmeldungen allein in Europa4 wird die Industrielle Revolution besonders deutlich. Dabei ist die Massenproduktion, die nach dem ersten Weltkrieg durch Henry Ford Verbreitung fand5, bereits vor Jahrzehnten zum Alltag geworden. Ein deutlicher Trend zeichnet sich vor Allem durch die zuneh- mende Miniaturisierung aus (vgl. Bürdek, S. 401 ff.). Bereits in der Anfangszeit der Elektronik begann man damit, Hardware zugunsten von Interfaces zu reduzieren, das heißt; während die Computerchips immer kleiner wurden, nahmen die Monitore an Größe zu. Wenn vor einigen Jahrzehnten oder Jahrhunderten noch die Mechanik Aufschluss über die Bedienung eines Gerätes gab, so muss man sich heute anderer Hilfsmittel bedienen. Am Beispiel von Smartphones kann man sehr gut festmachen, wie die äußere Gestalt eines Telefons, mit dessen Tasten und Antenne, sich hin zu einer einzigen bedien- baren Oberfläche entwickelte. Inzwischen ist damit die Funktion des Telefons nicht mehr an seinem Erscheinungsbild zu erkennen, sondern liegt im Interface und der dahinter liegenden Programmie- rung verborgen. Wenn man sich den Fortschritt der letzten Jahrzehnte im Vergleich zur gesamten Evolutionsspanne des Menschen betrach- tet, wird schnell klar, dass das menschliche Lernvermögen mit der explosionsartigen Entwicklung nicht mithalten kann. Symbolbedeu- tungen und Qualitätsmerkmale, sowie die Benutzung der Produkte in unserem Alltag sind nicht mehr selbsterklärend und da das Wissen darüber nicht angeboren wird, muss es erst angelernt werden. So schreibt Bürdek 1999 genau richtig, dass »Tiefenkomplexität […] Oberflächeneinfachheit [erfordere]« (nach Lewin, 1993). In diesem Zusammenhang spielt auch das Screendesign eine immer größere Rolle. Gleichzeitig mit der Entmaterialisierung und Miniaturisierung von Produkten, wuchs deren Funktionsumfang. Die Produkthersteller müssen sich hierbei ganz besonders auf das |4| http://www.epo.org/about-us/office/annual-reports/2009/statistics_de.html |5| http://de.wikipedia.org/wiki/Fordismus
  • 9. semantische Gedächtnis der Konsumenten verlassen können, denn 11 der erhöhte Funktionsumfang erfordert nicht nur eine einfachere Produktgeslatung – Entwicklungsphasen und Ausblick Bedienoberfläche, sondern vor Allem den Einsatz von Symbolen und Bildsprache, sprich der Semantik.Visuelle Darstellungen und dual co- dierte Bedienelemente (Text und Bild) sind wichtiger denn je. Daher gewinnen auch Usability-Tests an Bedeutung, die beispielsweise die Eindeutigkeit von Icons sicherstellen sollen. Verwandt mit der Semantik ist auch die bereits erwähnte Bedeu- tung von Marken, die sich parallel zu der Bedeutung von Zeichen entwickelt hat. Standen bisher funktionale und technische Leistungen im Vordergrund, die zur reinen Bedürfnisbefriedigung ausreichten, gewinnen nun immaterielle Werte wie beispielsweise der Gewinn an Ansehen an Bedeutung. Marken suggerieren – wie auch Symbole – die Funktion von Produkten und machen die Firmenidentität aus. scrEEn-/intErfacEdEsign und ausblick Die Wandlung vom Produkt- zum Oberflächendesign zeigt damit einen Trend an, der sich in Zukunft weiter fortsetzen wird. Auch das reine Screendesign, beispielsweise von Websites, lässt erkennen, dass vermehrt auf Usability-Grundlagen zurückgegriffen wird. Hier wird vor Allem deutlich, dass die Umgebung, in der sich der Nutzer bewegt, an die reale Welt angepasst wird – nicht nur durch Websites mit real wirkenden Hintergründen und realitätsnahe Grafiken in Computerspielen, sondern auch in dem Konzept einer virtuellen Welt, zum Beispiel Abb. 3: Japanischer Humanoid6 wie bei Second Life, in der http://defencedebates.wordpress.com/2009/04/27/tokyo-fashion-show-presented-by- |6| humanoid-robot-woman/
  • 10. 12 eine tatsächliche Umgebung simuliert wird. Damit nähern sich das Screen- dem Produktdesign und das Produkt- dem Screendesign gegenseitig an, bis sie vermutlich in Zukunft in einem allumfassenden Konzept, dem visionären »Ubiquitous Computer« oder dem Human- design (s. Abb. 3), aufgehen werden (vgl. Bürdek, S. 427 ff.). Nachdem sich das Wesen der Objekte zunehmend verflüchtigt (vgl. Bürdek, S. 405), steht nun der Mensch und seine Umgebung im Vordergrund, wie schon während der Renaissance. Die DNA-For- schung und Entwicklung von sogenannten Wearables – Geräten, die man am eigenen Körper oder in der Kleidung integriert tragen kann – gewinnt an Bedeutung und wird dank der rasanten Entwicklung schneller in unserem Alltag Einzug nehmen als die Massenprodukti- on nach dem ersten Weltkrieg. Letztendlich ist das digitale Zeitalter nur ein kleiner Bruchteil in der Menschheitsgeschichte und es bleibt abzuwarten, was danach folgt. litEratur • Bürdek, B. E.: Design – Geschichte, Theorie und Praxis der Pro- duktgestaltung (Birkhäuser Verlag 2005); • Morris, R.: Produktdesign –Das Wichtigste in Kürze (Verlags- gruppe Random House GmbH 2010)