Newsletter IK im Fokus 03/11
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Sehr geehrte Leserinnen und Leser, ...

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

die MAZ hat Konkurrenz bekommen, aber ist noch lange nicht tot. Fast zwei Drittel nutzen sie laut der neusten Ergebnisse unseres „Trendmonitors Interne Kommunikation“ noch als internes Kommunikationsinstrument. Die Bedeu- tung, die der MAZ laut unserer Befragten zukommt, liegt genauso hoch. Damit ist sie noch immer unter den Top Fünf und liegt eindeutig vor den viel geprie- senen „neuen Medien“. Wir nahmen dies zum Anlass, die aktuelle Ausgabe dem „alten“ Medium Mitarbeiterzeitschrift zu widmen.
Wie muss sich die MAZ im Zeitalter von Intranet und Social Media positionie- ren? Was macht nach wie vor den Erfolg dieses Instruments aus? „Altes Medium mit neuen Aufgaben“ könnte man das Geheimrezept nennen, wie es der Fach- beitrag auf S. 8 zeigt. Ihre Erfahrungen mit der Einführung einer „papierlosen MAZ“ beschreibt Janine Krönung (ING-DiBa) auf S. 13. Und natürlich diskutieren wir auch in der Rubrik „Klartext IK“ über den Stellenwert der MAZ und was eine erfolgreiche Mitarbeiterzeitschrift ausmacht.
Nicht zuletzt möchte ich Ihnen noch unseren nächsten K2-Tagungstermin zum Thema Interne Kommunikation am 23./24. November in Düsseldorf ans Herz legen, der sich u.a. auch mit dem Medieneinsatz in der Internen Kommunika- tion beschäftigen wird, und wünsche Ihnen wie immer viel Spaß beim Lesen!

Ihre Madlen Brückner

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Newsletter IK im Fokus 03/11 Newsletter IK im Fokus 03/11 Document Transcript

  • Der kostenlose Newsletter zum Thema »Interne Kommunikation« unter: www.interne-kommunikation.net und www.scmonline.de Interview Ausgabe 03|2011 40 Jahre autogramm Interview mit Ariane Kilian08 Fachbeitrag (Volkswagen) S. 2 Altes Medium mit neuen Aufga- ben10 Fachbeitrag Wertschätzung ermöglicht Wert- schöpfung13 Fachbeitrag Inhalt Der digitale „Mit-nach-Hause- nehm-Effekt“ Klartext IK15 Studie Social Media (noch) unwichtig Wer reinschaut soll auch raus-16 Studie Interne Kommunikation 2.0 schauen18 Schon gewusst? André Bense (Bilfinger Ber- 5 Tipps zur erfolgreichen MAZ ger), Henri-Charles Dahlem (coop), Urs Schnabel (Evo-19 Nachgefragt nik Industries) und Barbara Stellenausschreibungen Weywoda (Orange Austria19 Schon gehört? Telecommunications) S. 3 „Interne Kommunikation - Emplo- yer Branding“ „Interne Kommunikation - Social Media ist bereits präsent" Sehr geehrte Leserinnen und Leser, die MAZ hat Konkurrenz bekommen, aber ist noch lange nicht tot. Fast zwei20|21 Schon vorgemerkt? Drittel nutzen sie laut der neusten Ergebnisse unseres „Trendmonitors Interne Tagung Interne Kommunikation Intensivkurs Interne Kommuni- Kommunikation“ noch als internes Kommunikationsinstrument. Die Bedeu- kation tung, die der MAZ laut unserer Befragten zukommt, liegt genauso hoch. Damit ist sie noch immer unter den Top Fünf und liegt eindeutig vor den viel geprie-21|22 Schon gelesen? senen „neuen Medien“. Wir nahmen dies zum Anlass, die aktuelle Ausgabe dem Buchtipps l Buchrezensionen „alten“ Medium Mitarbeiterzeitschrift zu widmen. Wie muss sich die MAZ im Zeitalter von Intranet und Social Media positionie- ren? Was macht nach wie vor den Erfolg dieses Instruments aus? „Altes Medium Folgen Sie uns mit neuen Aufgaben“ könnte man das Geheimrezept nennen, wie es der Fach- auch auf Twitter. beitrag auf S. 8 zeigt. Ihre Erfahrungen mit der Einführung einer „papierlosen MAZ“ beschreibt Janine Krönung (ING-DiBa) auf S. 13. Und natürlich diskutieren wir auch in der Rubrik „Klartext IK“ über den Stellenwert der MAZ und was eine erfolgreiche Mitarbeiterzeitschrift ausmacht. Treten Sie unserer Nicht zuletzt möchte ich Ihnen noch unseren nächsten K2-Tagungstermin zum XING Gruppe bei. Thema Interne Kommunikation am 23./24. November in Düsseldorf ans Herz legen, der sich u.a. auch mit dem Medieneinsatz in der Internen Kommunika- tion beschäftigen wird, und wünsche Ihnen wie immer viel Spaß beim Lesen! Lesen Sie unseren Ihre Madlen Brückner Blog.
  • 03 | 2011 S. 2Trotzdem ist der Verbrennungs-motor noch lange nicht am InterviewEnde seiner EntwicklungInterview mit Ariane Kilian zum 40 jährigen Jubiläum der MAZ auto-gramm. ? Die Mitarbeiterzeitung „autogramm“ feiert 2011 ihr 40 jähriges Jubiläum – geradeauch mit einer Sonderausgabe. Worin sehen Sie das Erfolgsgeheimnis Ihrer Mitarbeiter-zeitung?„autogramm“ hat die längste Tradition, einen hohen Wiedererkennungswert und einensehr großen Bekanntheitsgrad bei der Volkswagen Mannschaft. In den vergangenen vierJahrzehnten sind eine Reihe wichtiger Informationskanäle hinzugekommen – von dentagesaktuellen Intranetangeboten über die konzernweiten Führungskräftemedien biszum Volkswagen Blog, der seit einem Jahr zum Dialog einlädt. Dennoch ist und bleibt die„autogramm“ Herzstück der Internen Kommunikation bei Volkswagen.? Wie hat sich die Mitarbeiterzeitung „autogramm“ über die Jahre verändert?Vor 40 Jahren waren die Volkswagen Mitarbeiter in einem Wettbewerb aufgerufen, denTitel für ihre Zeitung selbst zu gestalten – „autogramm“ trug den Sieg davon. Dennoch wardie Interne Kommunikation des Anfangs hier wie anderswo von Unternehmensverlautba-rungen geprägt. Heute setzen wir auf Austausch mit unseren Mitarbeitern – und zeigendie wichtigen Fahrzeugneuheiten und Unternehmensentwicklungen immer im Kontext Ariane Kilianmit den Menschen, die Volkswagen prägen, gestalten und voranbringen. Insgesamt ist „au-togramm“ moderner geworden, bunter, schneller. Und die inhaltliche Vielfalt ist mit dem (Volkswagen AG)Konzern gewachsen. besuchte die Kölner Journa- ? Neben der Mitarbeiterzeitung feiern auch andere Medien wie das Mitarbeiter-Portal listenschule für Politik und Wirt-und das Volkswagen Portal dieses Jahr Jubiläum. Wie entscheiden Sie, welche Informatio- schaft und arbeitete als Redak-nen wo bereitgestellt werden? Welche Rolle spielt die MAZ im erfolgreichen Medienmix? teurin für verschiedene Medien,Im Team Interne Kommunikation legen wir täglich in Absprache mit unseren externen Kol- u.a. für die Frankfurter Rund-legen fest, welche Themen wir wo platzieren. Aktualität spielt für uns eine große Rolle – und schau. Auf die andere Seite desmit den Intranetmedien Volkswagen Portal und Mitarbeiter Portal sowie unserem E-Mail- Schreibtisches wechselte dieNewsletter für die Führungskräfte des Konzerns haben wir das richtige Instrumentarium, gebürtige Berlinerin 2004 alsum News schnell und gut aufbereitet an die Mannschaft zu bringen. „autogramm“ ist in un- Referentin und Pressespreche-serem Medienmix für den Überblick über die wichtigsten Ereignisse eines Monats zuständig rin eines Bundestagsabgeord-und für den vertieften Blick auf Fahrzeuge, Menschen und Ereignisse, wie ihn zum Beispiel neten. Im Volkswagen Konzerneine gute Reportage ermöglicht. ist Kilian seit fünf Jahren tätig. Sie arbeitete zunächst in der ? In Krisenzeiten und durch das Aufkommen neuer Social Web Tools hört man immer Pressestelle der Autostadt undhäufiger von der Einstellung der MAZ bzw. Kostenreduktionen in diesem Bereich. Inwie- baute die Interne Kommunika-weit hat dies auch Ihre Arbeit beeinflusst? tion der Volkswagen TochterNatürlich beeinflussen die neuen Kommunikationskanäle und die mobile Nutzung des Intra- aus. 2008 wechselte Kilian zurnets die Interne Kommunikation – und diese Veränderungen gestalten wir mit Angeboten Volkswagen AG. Sie war im Stabwie dem Volkswagen Blog mit. Dennoch werden – gerade in einem Unternehmen mit einem von Personalvorstand Dr. Horstso großen Produktionsbereich wie unserem – auch die internen Printmedien weiterhin eine Neumann tätig, bis sie Anfangzentrale Rolle spielen. Das ist wie bei den alternativen Antriebsformen: Elektroantrieb, Hybrid 2011 die Leitung der Inter-oder Brennstoffzelle werden künftig bedeutender werden – trotzdem ist der Verbrennungs- nen Kommunikation übernahm.motor noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung!
  • 03 | 2011 S. 3Wer reinschaut soll auch rausschauen Klartext IKAndré Bense, Henri-Charles Dahlem, Urs Schnabel und BarbaraWeywoda im Gespräch über den Erfolg ihrer Mitarbeitermagazine«blueprint» , «Coop Forte Magazin», «Folio» und «fresh» ? Ihre Mitarbeitermagazine wurden bereits mehrfach ausgezeichnet bzw.erreichten Topplatzierungen. Was machen Sie anders als die anderen?Schnabel: Wir machen vor allem das, was uns für Evonik als angemessen und richtigerscheint. Grundvoraussetzung ist, dass „Folio“ einen eindeutigen Platz im Kommu-nikationsmix des Konzerns hat. Das Heft selbst besitzt eine wiederkehrende Drama-turgie, die mit unterschiedlich langen Strecken die notwendige Abwechslung beimLesen bietet. Beim Inhalt gehen wir gern komplizierte Themen an, die dann leichtund griffig verpackt sind. Dabei setzen wir auf grafische Elemente, die „Folio“ einesehr eigene Typik geben. Zusammen genommen ergibt das eine klare Linie – dasscheinen auch die Jurys so zu sehen.Weywoda: Unser Selbstverständnis ist, jede Ausgabe aus dem Unternehmen herauszu kreieren. Wir sammeln im direkten Austausch mit Kollegen aus verschiedenenUnternehmensbereichen Inputs zu aktuellen Projekten, Themen und Erfahrungen.Das Magazin wird inhaltlich ausschließlich von Mitarbeitern verfasst und redigiert.Es gelingt uns dadurch einen authentischen, persönlichen Zugang zu den einzel-nen Geschichten ins Heft zu bringen. Externe Unterstützung bekommen wir in der André BenseGestaltung: Gemeinsam mit der Branding Agentur brainds als Experten für Design Bilfinger Bergerentwickeln wir im Rahmen des Gesamtkonzepts immer neue Ideen. Der Anspruchliegt dabei, mit jeder Ausgabe das Mitarbeitermagazin „fresh“ inhaltlich oder gestal-terisch neu zu erfinden – zumindest in einem kleinen Ausmaß. Henri-Charles DahlemDahlem: Wir versuchen eine Art „Apple-Philosophie“ umzusetzen, indem wir erfolg- Coopreich bestehende Rubriken durch neue, interessante Formate ergänzen – dies aufeine andere Art und Weise als das bei traditionellen Mitarbeiterpublikationen der Urs SchnabelFall ist. Ein Beispiel: Statt ein herkömmliches Interview mit dem CEO zu veröffent-lichen, haben wir Mitarbeitende gesucht, die dem Vorsitzenden der Geschäftslei- Evonik Industriestung gerne eine Frage stellen möchten. Zehn davon haben wir ausgewählt. In einemGespräch am runden Tisch durften die Leute ihre Frage persönlich stellen. Dasanschließende Mittagessen war dann ein kleines Dankeschön. Damit haben wir meh- Barbara Weywodarere Ziele erreicht. Die Reportage im Mitarbeitermagazin war glaubwürdig, die Teil- Orange Austrianehmer haben schon im Voraus die Werbetrommel gerührt und nach dem Treffen Telecommunicationihre Erfahrungen stolz mit den Kollegen geteilt. Das „Tischgespräch mit dem Chef“wurde vom SVIK mit lobenden Worten prämiert: „Unterhaltsam und peppig aufge-zogen. Der Beitrag lebt, ist nahe bei den Menschen und auch für Nicht-Coop-Mitar-beiter lesenswert.“? Herr Dahlem, besonders gelobt wurden die Aspekte, überdurchschnittlich viele Dia-loganreize und Platz für Kritik zu schaffen. In welchen Formaten spiegelt sich das wider?Dahlem: Auch hier versuchen wir die ganze Klaviatur zu nutzen, aber mit etwas mehrAnreiz. In jeder Ausgabe werden vorfrankierte Antwortkarten beigelegt, damit manschnell und einfach Kommentare einsenden kann. Web- sowie E-Mail-Adressen oderTelefonnummern ergänzen diese Möglichkeit. Dazu haben wir in jeder Ausgabe einerepräsentative Mitarbeiterbefragung zu den unterschiedlichsten Themen. Letztes
  • 03 | 2011 S. 4Jahr haben wir einen Leserrat etabliert und treffen beiten. Darüber hinaus setzt „blueprint“ in jeder Ausgabesechs Mal im Jahr unseren Leserinnen und Leser. auf einen Themenschwerpunkt wie Umweltbewusstsein,Ergänzend sollten wir noch unsere übergeordnete Vereinbarkeit von Beruf und Familie, oder – ganz aktu-Mitarbeiterumfrage erwähnen. Auch dort haben wir ell – Networking, mit dem sich unsere Kollegen in ihremBestnoten erhalten. Arbeitsalltag intensiv beschäftigen. Wesentlich für die Umsetzung ist das integrative Gesamtkonzept des Ma-? Frau Weywoda, Ihr Magazin wurde gelobt für die gazins: Mit den Rubriken Teamwork, Dialoge, Werte, Viel-gelungene Verschränkung mit dem Orange Intranet. falt und einem ausgeklügelten Format-Mix bestehendWie sieht diese Verknüpfung konkret aus? Wie gelingt aus Interviews, Reportagen, mehrseitigen Bildstreckenes, diesen Medienbruch erfolgreich zu schließen? und kurzen Meldungstexten deckt das Magazin das In-Weywoda: Das Orange Intranet nimmt in der Inter- formationsinteresse der Belegschaft weitestgehend ab.nen Kommunikation eine zentrale Bedeutung ein: esgarantiert die tagesaktuelle, zeitnahe Informations- ? Frau Weywoda, Sie sagten einmal, Ihr Erfolgsre-weitergabe und bietet essentielle Basisinformationen zept ist, „fresh“ inhaltlich als Magazin von Mitarbei-(von Richtlinien und Vorlagen bis zu Strategie und tern für Mitarbeiter umzusetzen. Wie beziehen Sieinternen Karrieremöglichkeiten). Das Mitarbeiterma- die Mitarbeiter ein und in welchen Formaten spiegeltgazin „fresh“ nimmt eine komplementäre Rolle ein: sich das wider?Es bringt bereichsübergreifende Sichtweisen auf zen- Weywoda: Die Planung jeder Ausgabe, die Abstim-trale Themen im Unternehmen, greift Persönliches mungen mit der Branding Agentur und die Chefre-in Portraits und Repor- daktion liegen bei unstagen auf und bietet in der Kommunikations-Raum für eine Vielfalt an abteilung. Sobald dannMitarbeitermeinungen. Mitarbeiter, die Informationen ein erster Seitenspie-Beispiele aus dem oder einen Textvorschlag ein- gel an ÜberlegungenaktuellenAuf zwei Doppelsei- „fresh“: bringen, sind bis zur finalen steht, werden die Ideen mit Kollegen aus unter-ten fassen wir eine Layout Fassung eingebunden. schiedlichen Abtei-Gesprächsrunde mit Kol- lungen auf Verständ-legen aus unterschied- lichkeit, Relevanz undlichen Bereichen in Wort und Bild zusammen. Die Interesse diskutiert. Und womöglich werden dabei ein-Langfassung des Gesprächs ist im Intranet nachzu- zelne Überlegungen wieder verworfen. Mitarbeiterlesen. Oder: In einem Artikel erzählen Shop-Mitar- werden in Folge in Recherche und Erarbeitung der ein-beiter über ihren Karriereschritt zum Shop Manager zelnen Texte eingebunden und steuern eigene FotosAssistant. Die Information, wie der Karrierepfad in bei. „fresh“ entsteht z.B. durch Kollegen, die konkreteunseren Shops aussieht, ist unter den Human Resour- Projekte koordiniert oder an Produktneuheiten mitge-ces Informationen im Intranet nachzulesen. Drit- arbeitet haben; genauso gestalten auch Mitarbeiter,tes Beispiel: Bei einem Foto-Rückblick auf ein Event die Karriereschritte gemacht oder eine Reise unternom-verweisen wir auf einen Videobeitrag zur Veranstal- men haben, das Magazin. Das Themenspektrum reichttung, der im Intranet zu finden ist. Diese Querver- vom fachlichen Know-how bis zu persönlichen Hob-weise zwischen Mitarbeitermagazin und Intranet bys. Als goldene Regel gilt: Mitarbeiter, die Informati-schaffen einen Mehrwert für interessierte Kollegen. onen oder einen Textvorschlag einbringen, sind bis zurAlle „fresh“ Ausgaben sind auch digital unter einem finalen Layout-Fassung eingebunden. Das schafft Ver-eigenen Submenüpunkt im Intranet nachlesbar. trauen. Wir bekommen immer wieder positives Feed- back, dass es für viele interessant sei, das Mitarbeiter- ? Herr Bense, „blueprint“ ist ein gutes Beispiel für ein magazin mit eigenen Ideen, persönlichen Aussagenintegratives Mitarbeitermedium. Was macht das Beson- oder Fotos mitzugestalten. Ein professionelles Foto-dere aus? Shooting kann eine neue, spannende Erfahrung sein.Bense: Bilfinger Berger verfügt über eine sehr dezentraleUnternehmensstruktur. Einst reiner Baukonzern, ist das Un- ? Und wie ist das bei Evonik Industries und Bilfin-ternehmen heute vor allem Dienstleister in den Bereichen ger Berger?Industrie, Energie und Immobilien. Überspitzt formuliert Schnabel: Das fängt mit dem Titelbild an und hört erstbeschäftigt der Konzern von der Reinigungsfachkraft bis beim Rückumschlag mit einem Kurzportrait auf. Diehin zum Magnettechnik-Physiker unterschiedlichste Be- Grundidee ist ganz klassisch, wer reinschaut soll auchrufsgruppen. Das gilt es bei jeder „blueprint“ Produktion rausschauen. Aber bei uns gilt, dass man dabei auchim Hinterkopf zu haben. „blueprint“ zeigt daher Gesichter, ruhig gut aussehen darf. Richtig gutes Bildmaterial ausporträtiert Mitarbeiter und die Projekte, an denen sie ar- den Produktionsanlagen ist entscheidend. Unser Ziel
  • 03 | 2011 S. 5ist es, so die ganze Vielfalt des Konzerns ins Bild zu set- Jeder Mitarbeitende kann sich dafür bewerben undzen. Ein ganz klassisches Format ist die Rubrik „Unsere wird an einem Tag neu gestylt. Hairstyling, Kosmetik,Menschen“. Hier lassen wir zehn bis zwölf Mitarbeiter Kleider sowie Schmuck, alles Bestandteil des Coop-zu Wort kommen, die zum Beispiel an einem Produkt Portfolios werden offeriert. In jeder Ausgabe werdenarbeiten – von der Entwicklung bis zur Auslieferung. die vier Etappen der Verwandlung eines Mitarbeiten- den präsentiert und neben dieser „Vorher-Nachher-Bense: In erster Linie möchte ich Kollegen unabhängig Geschichte“ werden vier Kollegen vorgestellt, die dabeivon Hierarchieebenen, Herkunft, Qualifikation und Ge- geholfen haben. In unseren Befragungen kommt dieseschlecht bei der täglichen Arbeit zeigen. Die Beschreibung Rubrik immer sehr gut an und wir haben viele Freiwil-im Interview-, im Reportagestil oder auch in Form von lige, die dabei mitmachen wollen.doppelseitigen Bildmeldungen finden die Leser erfah-rungsgemäß besonders spannend. Aber auch sperrige ? Welche Rolle spielt die Auswahl von Bildern als Ge-Themen werden gut angenommen, wenn sie adäquat er- staltungselement?klärt werden. Hier eine gut austarierte Mischung zwischen Bense: Eine sehr große, wie ich oben bereits andeute-journalistisch hochwer- te. Sie benötigen nach meinertigen Artikeln, einer Erfahrung gerade im Lead einesspannenden Bildspra- Menschen interessieren sich Artikels einen gelungenen Eye-che und hochwertigem für Menschen. Das Boulevard- catcher, um den Leser für eineLayout zu finden, ist Prinzip lässt sich gut auf Story zu gewinnen. Dies kann ?essentiell, damit unsere Mitarbeiter übertragen. zwar auch über eine span-Mitarbeiter möglichst nende Headline gelingen, je-das gesamte Magazin lesen. Übrigens interessieren sich doch reagieren die meisten Menschen intensiver auf„blueprint“ Leser häufig auch für Inhalte, die, salopp aus- aussagekräftige, raffinierte oder humorvolle Bilder. Imgedrückt, im Vorbeigehen erledigt werden. Ein Beispiel Umkehrschluss gilt: Nichts törnt den Leser mehr ab alsist das eher unscheinbare Format „Sie waren dabei“. Hier schlecht ausgeleuchtete, uninspirierte Gruppenfotos.listen wir Kollegen vor dem Hintergrund einer Weltkarteauf, die in irgendeiner Form an der Herstellung des Maga- ? Herr Schnabel, Sie versuchen mit „Folio“zins beteiligt waren – mit Name, Foto, Job-Position und die Mitarbeiter an den einzelnen Standor-eben Arbeitsort. Menschen interessieren sich für Men- ten individuell anzusprechen und arbei-schen. Das Boulevard-Prinzip lässt sich gut auf Mitarbeiter ten beispielsweise allein mit acht Lokalredakti-übertragen. onen deutschlandweit. Weshalb der Aufwand? Schnabel: Ganz einfach: Wir wollen gelesen werden.? Gibt es spezielle Anreize/ Belohnungssysteme, um Grundsätzlich sprechen wir die Kollegen immer auchdie Mitarbeiter für die Beteiligung und den Dialog zu als Mitarbeiter ihres Standortes und ihrer Geschäfts-gewinnen, Herr Dahlem? einheit an. Das ist das Prinzip unserer Medien bei Evo-Dahlem: Nein, es gibt keine spezielle Belohnung. Die nik, Print wie Online. Dem Standort kommt dabei eineVerantwortung liegt hier bei der Redaktion, die mit besondere Bedeutung zu. Er ist die berufliche Heimatdem Grundsatz „keine Geschichte im Personalmagazin des Mitarbeiters. Deshalb ist das Interesse an lokalenohne Einbezug der Mitarbeitenden“ arbeitet. Der Dia- Themen auch groß. Der starke lokale Bezug ist für unslog wird dadurch nicht nur breiter, sondern auch viel eine Grundvoraussetzung für erfolgreiche Kommuni-glaubwürdiger. Wir hätten zum Beispiel über die Ein- kation.führung des neuen Kassensystems berichten können,indem wir mit dem Hersteller oder unserer Informa- ? „Folio“ erscheint mehrsprachig. Wie werden dietik über die neuen Funktionalitäten gesprochen hät- regions-/ landesspezifischen Inhalte koordiniert undten. Dies haben wir nicht gemacht und im Gegenzug inwieweit achten Sie auf kulturelle Besonderheiten?die Kassiererinnen und Kassierer, also die Anwender Schnabel: Wir geben unseren Regionen den Raum,des Systems, nach deren Erfahrungen gefragt. Dadurch den sie für ihre Kommunikation benötigen. Dabeikonnten wir sogar einige Probleme aufdecken und die geht es nicht nur um die Mehrsprachigkeit, sondernErgonomie verbessern. vor allem um die unterschiedlichen kulturellen Anfor- derungen an ein Mitarbeitermagazin in Ländern wie ? Herr Dahlem, was hat es mit dem Format New Brasilien, China oder den USA. Internationalität istLook auf sich? gleichzeitig immer auch Thema in „Folio“. Ob im Inter-Dahlem: Diese Rubrik verfolgt die gleiche „Apple-Phi- view mit dem F&E-Verantwortlichen in China oderlosophie“. Wir haben eine Idee gesucht, um die Fach- bei der Vorstellung der weltweiten Compliance Offi-kompetenz des Personals in den Vordergrund zu stel- cer. Das heißt auch, dass bei uns ein Beitrag über dielen. So wurde das Konzept für „New Look“ entwickelt. Folgen von Fukushima von einem japanischen Autor
  • 03 | 2011 S. 6kommen kann. Auch wenn sich das für einen deut- ist, sind wir bestrebt, neben unseren langjährigen Mitar-schen Leser wiederum fremd liest – international eben. beitern – vom gewerblichen Auszubildenden bis zur Füh- rungskraft – auch neuen Mitarbeitern Orientierung über ? Wie ist das bei Ihnen, Herr Bense? Sie spre- ihren Arbeitgeber zu geben. „blueprint“ ist daher einchen mit „blueprint“ die gesamte internationa- gutes stückweit als „Fanmagazin“ angelegt – was nichtle Belegschaft Ihres globalen, multikulturellen mit Hofberichterstattung verwechselt werden sollte.Unternehmens an und erscheinen dreisprachig.Bense: Die kulturelle Vielfalt im Konzern ist in bei- ? In Krisenzeiten und durch das Aufkommen neuernahe jeder Ausgabe von „blueprint“ ein Thema. Das Social Web Tools hört man immer häufiger von derist ja ein wichtiger Punkt, der für Mitarbeiter von be- Einstellung der MAZ bzw. Kostenreduktionen in die-sonderem Interesse ist und der deswegen bereits im sem Bereich. Inwieweit hat dies auch Ihre ArbeitKonzept angelegt ist. Die Koordination sämtlicher In- beeinflusst?halte erfolgt über Dahlem: Das Mitarbeiterma-die Konzernzen- gazin ist bei uns das einzigetrale in Mannheim. Medium, das sämtliche Mit-Vor jeder Ausgabe Ein «luxuriöses» Personalma- arbeitende und Pensionierteveranstalte ich gazin zeigt die Wertschätzung erreicht, denn mehr als 70%eine Themenkon- des Unternehmers gegenüber des Personals arbeitet in denferenz, so dass die den Mitarbeitenden. Verkaufsstellen und ist nichtKommunikations- digital vernetzt. So gesehenkollegen unserer gibt es keine bessere oderTochterunternehmen eng in jede Produktion einge- günstigere Alternative. Aber das bedeutet nicht, dassbunden sind und Themen, Fotos sowie ihre Ideen wir das Thema Kostenreduktion oder Kostenoptimie-zu jedem Magazin beisteuern. Mit Formaten wie „E- rung nicht in Erwägung ziehen. Sowohl in der Pro-Mail aus …“, „Meine Zeit in …“ oder „Mein Tag in …“ duktion als auch innerhalb der Redaktion haben wirbietet „blueprint“ eigens Platz für Kollegen, die über in den letzten drei Jahren rund 20% mehr Produktivi-Ihre berufliche Tätigkeit im Ausland und über Erfah- tät erreicht. Andererseits konnten wir durch die Plat-rungen mit unterschiedlichen Kulturen berichten. Ein zierung von interner und externer Werbung einenanderes Thema ist die Frage, ob inhaltlich Rücksicht zunehmenden Anteil der Kosten refinanzieren.auf kulturelle Befindlichkeiten genommen wird. Alswestlich geprägtes Unternehmen haben wir ein of- ? Neue Social Media-Kanäle beeinflussen diefenes Verhältnis zu anderen Kulturen und Sichtwei- interne Unternehmenskommunikation. Welche Rollesen. Um Ihnen mal ein Beispiel zu geben: Obwohl der spielt die Mitarbeiterzeitung künftig?Atomausstieg in Deutschland beschlossene Sache ist Bense: Social Media-Instrumente bieten eine guteund Bilfinger Berger sich sehr am Ausbau regenera- Gelegenheit, den Kommunikationsmix zu erweiterntiver Energien beteiligt, berichtet „blueprint“ in der und klassische Informationskanäle mit modernen zuaktuellen Ausgabe über die Arbeit unserer Kollegen, verzahnen. Bilfinger Berger schaut sich daher die Mög-die im finnischen Olkiluoto ein Atomkraftwerk bauen. lichkeiten, die Social Media mit sich bringt, genau an.Es wird sicher einige geben, die daran Anstoß neh- Ausführliche und aufwendig recherchierte Hinter-men werden. Andere werden sich dagegen freuen, grundberichte und Erklärstücke werden aber Printsa-dass wir darüber berichten. Wir wollen kein bloßes che bleiben. Hinzu kommt, dass ein großer Teil unsererPro oder Contra vorgeben, sondern zum Dialog an- Mitarbeiter während der Tätigkeit keinen Internetzu-regen. griff hat. Aus diesen Gründen setzen wir auch künftig auf eine professionelle Print-Kommunikation. ? Wie schafft es die MAZ bei solch einer hetero-genen Mitarbeiterschaft alle Interessen abzudecken? ? Herr Dahlem, Sie schicken Ihre sechs Mal im JahrGibt es eine Zielgruppenfokussierung im Magazin? erscheinende MAZ noch an alle Mitarbeiter undBense: Auch wenn das Themenspektrum breit ist, wer- Pensionäre per Post nach Hause. Ist das ein Teil desden nicht alle Interessen unserer Mitarbeiter auf 44 Sei- Erfolgs, da dies ja sehr kostenintensiv ist?ten abgedeckt – dafür ist der Konzern einfach zu vielfäl- Dahlem: Ja, das ist eindeutig ein Teil des Erfolgs. Dietig. Da wir „blueprint“ an die Privatadresse verschicken gelungene Aufmachung des Magazins, das hoch-und das Magazin damit das einzige Medium im Konzern wertige Papier und der Einzelversand sind nonver-ist, das wirklich alle Mitarbeiter erreicht, wäge ich bereits bale Botschaften, die genauso überzeugen, wie derin der Planungsphase ab, mit welchem Format ich wel- Inhalt selbst. Ein „luxuriöses“ Personalmagazin zeigtche Zielgruppe erreiche. Da das Unternehmen in den ver- die Wertschätzung des Unternehmers gegenübergangenen Jahren stark durch Akquisitionen gewachsen den Mitarbeitenden. Die Aussage, dass unser Maga-
  • 03 | 2011 S. 7zin kostenintensiv ist, möchte ich gerne relativieren. André BenseWenn wir die Kosten pro Mitarbeiter und pro Exemplar Bilfinger Bergerausrechnen, dann geben wir durchschnittlich deutlich André Bense ist seit 2009 in der Internen Kommuni-weniger als drei Euro aus. kation des MDax-Konzerns Bilfinger Berger SE mit Sitz in Mannheim tätig und verantwortet in dieser? Auch Ihre MAZ, Frau Weywoda, wird noch an alle Position die Chefredaktion des Konzern-Mitarbei-Mitarbeiter und Pensionäre per Post nach Hause ver- termagazins blueprint. Zuvor arbeitete Bense fünfschickt. Weshalb? Jahre als PR-Manager und Projektleiter CorporateWeywoda: „fresh“ wird allen Mitarbeitern per Post Publishing und leitete u.a. die Produktion von Kun-nach Hause geschickt, das ist richtig. Auf diese Weise den- und Mitarbeitermagazinen sowie Geschäfts-erreichen wir nicht nur die Kollegen, sondern den wei- berichten aus dem Hause Bertelsmann.teren Familienkreis – nicht zuletzt aufgrund der Fotoszu Nachwuchs, Hochzeiten oder Reisen. Manche hebenangesichts dieser persönlichen Inhalte „fresh“ nach Henri-Charles Dahlemdem Lesen auf. Die Kosten relativieren sich. Wir wol- Cooplen unsere Mitarbeiter in ganz Österreich erreichen.Wir hätten also auf jeden Fall Versandkosten in unsere Henri-Charles Dahlem ist seit 2000 ChefredakteurShops bzw. Regionalbüros. Mit dem Heimversand errei- des Personalmagazins von Coop und seit 2007 alschen wir unsere rund 800 Mitarbeiter in ihrem persön- Leiter Kundenservice Presse bei coop tätig.lichen Umfeld und binden ihre Familien mit ein. Geradedie kommende Ausgabe vor den Weihnachtsfeierta- Urs Schnabelgen erreicht aufgrund dieses „Heimvorteils“ einen wei- Evonik Industriesten Leserkreis. Urs Schnabel ist Editor in Chief Corporate Publi- shing bei Evonik Industries. Barbara Weywoda Orange Austria Telecommunication Barbara Weywoda ist in der Corporate Communi- cations Abteilung des Mobilfunkunternehmens seit Schon 2008 schwerpunktmäßig für Interne Kommunika- vorgemerkt? tion, die Sozialinitiative „Orange hilft“ (orange-hilft. at) und ausgewählte Projektarbeit verantwortlich.E-Learning-Kurs Davor betreute die Kommunikationswissenschaft-Interne Kommunikation 2.0 lerin und Afrikanistin mehr als fünf Jahre Kun- den aus Wirtschaft, dem öffentlichen Bereich und1. Modul: Grundlagen und Möglichkeiten von NGOs auf Seite von Kommunikationsagenturen.Social Media für die Interne Kommunikation– 8. November 20122. Modul: Implementierung von Social Media– 15. November 20123. Modul: Intranet und seine Rolle im Medien-mix – 22. November 20124. Modul: Wandel in der Unternehmenskultur Impressum:– Arbeitswelt 2.0 – 29. November 2012 Herausgeber: Madlen Brückner (V.i.s.d.P.) | Vertretungsberech- tigter: Lars Dörfel5. Modul: Controlling und rechtliche Aspekte Redaktion: Sonja Harms, Hannah Engel, Anja Ross, Theresa Schulz– 6. Dezember 2012 Steuernummer: 37/171/21334 scm/prismus communications GmbH Weichselstraße 6 | 10247 BerlinPreis: 500 Euro zzgl. MwSt. T: +49(0)30 47 98 97 89 | F: +49(0)30 47 98 98 00 E: info@scmonline.de | W: www.scmonline.de
  • 03 | 2011 S. 8Altes Medium mit neuen Aufgaben FachbeitragWer braucht eigentlich noch eine gedruckte Mitarbeiterpublikation?Teurer Druck, aufwendige Verteilung, kostenintensive Gestaltung undProduktion – und das alles im Zeitalter von Facebook und Intranet?Rutscht nicht völlig aus der Zeit, wer solch „unmoderne“ Medien he-rausgibt? Ich denke nein: Ein Plädoyer für das erfolgreichste Mediumder Internen Kommunikation und ein Vorschlag zur Aufgabenverteilung.Werden das schöne Meetings, dachte ich schon auf der Fahrt zur Besprechung. Heerscha-ren von Business-Blackberries waren in diesen Tagen vom Internet abgehängt und sowürde wohl niemand halb unter der Tischkante auf den winzigen Knöpfen Klavier spie-len. Weit gefehlt: Mehr denn je unternahmen die Teilnehmer der ersten und der zwei-ten Besprechung dieses Nachmittags immer wieder den nahezu verzweifelten und dabeidoch völlig nutzlosen Versuch, E-Mails abzurufen.Ja, ich gebe es zu: Ich bin ein Printosaurier, ich stehe auf Magazine, Zeitungen und so einZeug. Zuhause gibt es einige Wände voller Bücher – und ich wollte nicht ohne sie sein.Aber ich hatte oft auch neue Kommunikationsmittel frühzeitig in Gebrauch: schleppteein C-Netz-Telefon, war schon 1995 beinahe täglich im Internet, legte vor geraumer Zeiteinen Twitter-Account an und habe Facebook nicht nur über die Schulter meiner Kindergesehen. Werner IdsteinUnd über Medienvielfalt ist seit dem „Globalen Dorf“ von Marshall McLuhan doch eigent- SIGNUM communicationslich alles gesagt. Diverse Zielgruppen haben unterschiedliche Vorlieben und Gewohn- Werbeagenturheiten, unterschiedliche Medien eignen sich durch ihre Darreichungsform unterschied-lich gut für unterschiedliche Inhalte, und deren mediengerechte Aufbereitung erfüllt Der studierte Physiker undunterschiedliche Aufgaben und bedient unterschiedliche Sinne. Niemand wird ein Inter- Wissenschaftsjournalistview über Twitter vertreiben, niemand erwartet in der 14-tägig erscheinenden Fernseh- Werner Idstein verfügt überzeitschrift die Ankündigung des Brennpunkts zum aktuellen Thema in der ARD. langjährige Erfahrung in der Unternehmenskommunika-Müssen wir uns also überhaupt Gedanken machen über meine Eingangsfrage? Müssen tion. In Verlagen und Agen-wir. Unzweifelhaft haben auch gedruckte Medien weiterhin ihren Platz in der Internen turen war er unter anderem alsKommunikation. Aber ein wenig Überlegung schadet im Social Media Hype sicher nicht. Chefredakteur für zahlreiche Mitarbeiter- und Kundenme-In der Internen Kommunikation geht es ja vor allem um Inhalte, im Kern um die Beantwor- dien verantwortlich. Seit übertung von vier einfachen Fragen: vier Jahren kümmert sich Wer sind wir? Werner Idstein bei SIGNUM Was wollen wir? vor allem um die Konzeption Wofür stehen wir? neuer Publikationen sowie die Was tun wir? Beratung rund um die strate- gische Ausrichtung der Kom-Das sind Fragen der Kultur. Und nirgendwo zeigt sich Unternehmenskultur so greifbar wie munikation namhafter Unter-in der Internen Kommunikation. So ist es kein Wunder, dass sich einer der wichtigen der- nehmen.zeitigen Trends mit Partizipation umschreiben lässt. Und für die aktive Beteiligung vonMitarbeitern an der Kommunikation im Unternehmen eignen sich neben den klassischenFace-to-Face-Formaten natürlich im besonderen Maß die Austausch- und Plattformmög-lichkeiten elektronischer Kommunikation und die sozialen Medien.
  • 03 | 2011 S. 9In den letzten Jahren hatten sich die mal wieder gewach- beiter mit den ach so schicken iPads auszustatten, dasssene Bedeutung der Internen Kommunikation und ihre nur eine kleine Riege von Top-Außendienstlern mit denProfessionalisierung in den Unternehmen in zunehmend modernsten Smartphones ausgerüstet wird und dass ingut gemachten und artgerechten Medienproduktionen Produktionsunternehmen zwei Drittel der Belegschaft kei-manifestiert. Vor allem was die Form betrifft. Bei der Auf- nen Zugang zum Intranet haben oder diesen nur von zubereitung von Inhalten, bei der Transparenz von Informa- Hause als Extranet oder im ungeliebten Kiosksystem in dertionen, bei der Glaubwürdigkeit und Ehrlichkeit von Bot- wertvollen Frühstückspause nutzen.schaften gilt das nicht immer in gleichem Maße. Auch dieVerzahnung von Inhalten und Kanälen ist immer noch Es sind also vor allem die alten Argumente, die meinenicht perfekt. Kaskadierung und Orchestrierung bleiben oft These stützen, dass die Mitarbeiterzeitschrift nicht ver-Schlagworte, wo die inhaltliche Abstimmung und zeitliche schwinden wird: ihre Push-Funktion für Themen, ihre allge-Abfolge, die Kongruenz genwärtige Verfügbarkeitvon Botschaften intern/ ohne technische Vorausset-extern und die Überein- Und spätestens wenn es um Ver- zungen, ihre Ausstrahlungstimmung von direkter fügbarkeit und Zugang geht, findet auf erweiterte Zielgruppenpersönlicher Kommuni- auch die gedruckte Mitarbeiterzeit- wie Familie und Freunde,kation und von instituti- schrift wieder ihren angestammten ihre Wertigkeit, die auchonalisierter medienge- Wertschätzung ausdrückt,stützter Kommunikation Platz. ihre Haltbarkeit, möglicher-nicht weitgehend gege- weise sogar Nachhaltigkeit.ben sind. Doch richtig „funktionieren“ – und damit auch Akzeptanz finden – wird das gedruckte Medium nur, wenn es auchDabei ist der Boden bereitet, die Möglichkeiten sind so gut seine Stärken ausspielen darf und richtig eingeordnet wirdwie vielleicht noch nie. Die neuen Medien finden nicht nur in den Medienmix der Internen Kommunikation. So gut ichAufmerksamkeit, sondern auch Akzeptanz in den Führung- die MAZ selbst finde: Mitmachformate funktionieren nursetagen, Gelder und Ressourcen werden freigegeben, Qua- bedingt, und eine effiziente Dialogplattform kann ein solchlifizierung findet statt, und viele Kommunikatoren wissen langsames und nicht für direkten Austausch geeignetessehr gut um die Funktionalitäten und Mechanismen sozi- Medium nicht sein. Wer heute twittert, erwartet eine Reak-aler Medien. tion im Minutentakt, wer in Foren diskutiert oder auf Face- book postet, rechnet mit vielfältigem Response.Aber genügt es denn, einfach den elektronischen Flur-funk zu eröffnen? Sind all die Mitarbeiter, die in den letz- Ich erwarte, dass Mitarbeiterzeitschriften wieder stärkerten Jahren nie einen Leserbrief schrieben, nicht einmal an Top-down und horizontale Kommunikation anbieten; derder regelmäßigen Mitarbeiterbefragung teilnehmen und Dialog läuft anderswo. Ich kann mir vorstellen, dass Mitar-in Betriebsversammlungen schweigend hinten im Saal sit- beiterzeitschriften zunehmend Dokumentationsmedienzen, auf einmal sprechwillig, sprechfähig und begierig auf werden, in geringerer Frequenz mit höheren UmfängenSocial Networking? erscheinen und nachhaltige Geschichten erzählen. Dass sie den Illustrierten der 20er und 30er Jahre des letzten Jahr-Zur Einübung von Dialogformen im Unternehmen jenseits hunderts ähneln werden, sich Zeit lassen für Reportagender Teambesprechungen, Zielvereinbarungsgespräche, über spannende Projekte, für einfühlsame Porträts interes-Arbeits- und Ressourcenplanungen und Teeküchenplau- santer Menschen und für herausfordernde Interviews mitdereien diente in den letzten Jahren vielfach das Intra- Unternehmensmitarbeitern, die wirklich etwas zu sagennet. Und hier entstanden die ersten wirklichen Mitmach- haben.formate und Dialogplattformen. Wikis für Austausch undArchivierung von arbeitsrelevanten Dokumenten, Blogs Kurz, ich erwarte gut gemachte Mitarbeiterpublikationen,und Foren für Diskussion, fachliche Hilfe und Meinungsbil- die mit neu definierter Aufgabe einen wichtigen Platz imdung und -austausch, Instrumente wie Direktzu oder Just vielfältiger gewordenen Medienmix der Internen Kommu-connect für Themenmanagement und Profilierung. Das nikation einnehmen.treiben jetzt die sozialen Medien weiter, nutzbar sind sieüberall, wo es die technische Infrastruktur und die Ausstat-tung mit Geräten auch erlauben.Und spätestens wenn es um Verfügbarkeit und Zugang Werner Idstein spricht auch auf unserer Tagung Interne Kommunikationgeht, findet auch die gedruckte Mitarbeiterzeitschrift wie- am 23./24. November 2011 in Düsseldorf.der ihren angestammten Platz. Denn es ist keine Seltenheit,dass sich eine Bank bewusst dagegen entscheidet, Mitar-
  • 03 | 2011 S. 10Wertschätzung ermöglicht Wertschöpfung FachbeitragDie Mitarbeiterzeitschrift als Erfolgsfaktor eines international agierenden UnternehmensAls der „Schlierbacher Fabrikbote“ im Jahr 1888 veröffentlicht wurde, schien die Weltnoch einfach zu sein – und überschaubar. Die Zielgruppe war klar umrissen und ließsich mit dem gedruckten Medium hervorragend erreichen. Der Ton wirkte fürsorg-lich-patriarchalisch. „Bete und arbeite und streike nicht“, leitete die Steingutfabrik inWächtersbach die erste in Deutschland erscheinende Werkzeitschrift ein. Sie sollte –wie auch spätere Publikationen – der Entfremdung der Menschen entgegenwirken,die sich nun in Fabrikhallen und Büroräumen zu ihrer täglichen Arbeit zusammenfan-den, nicht mehr im familiären Kontext. Im Verlauf der industriellen Revolution hattendie persönlichen Beziehungen zwischen den Unternehmern und ihren BelegschaftenRisse bekommen. So einfach war es also doch nicht.Kommt Ihnen das bekannt vor? Die zunehmende Internationalisierung der Unterneh-men in den letzten drei Jahrzehnten ist von ähnlichen, allerdings weit komplexeren Thomas NorgallHerausforderungen begleitet: Teams setzen sich aus Menschen vielfältiger Kulturen wirDesignund Sprachen zusammen. Projekte werden in unterschiedlichen Ländern parallel ent-wickelt. Interne Abstimmungen richten sich nach Zeitzonen, nicht länger nach der Verfügbarkeit der Mitarbeiter. Thomas Norgall ist als Crea- Die Arbeit löst sich aus dem tive Director bei wirDesign für unmittelbaren Lebenskontext. das Geschäftsfeld „Annual Dazu passt die ernüchternde Reporting“ verantwortlich. Gallup-Studie zum „Enga- Nach ersten Stationen im 21% gement Index Deutschland Journalismus hat der Sozi- 2010“, derzufolge 66 Prozent alwissenschaftler in seiner der deutschen Arbeitnehmer über 15-jährigen Berufstätig- 66% 13% lediglich eine geringe emotio- keit ein umfassendes Know- nale Bindung zu ihrem Unter- how in der Entwicklung und nehmen aufweisen. Bei 21 Pro- Realisierung von Kommuni- zent fehlt sie völlig. Die Folgen kationsstrategien und -instru- sind gravierend, wirken sie sich Hohe emotionale Bindung menten gesammelt. Vor sei- doch in nicht unerheblichen Geringe emotionale Bindung nem Wechsel zu wirDesign Maße auf die Wettbewerbsfä- Keine emotionale Bindung war er bei der Kuhn, Kam- higkeit aus. mann & Kuhn GmbH in Köln und als Leiter der Unterneh-Abb. 1 Mangelnde Identifikation bei Mitarbeitern. Quelle: Gallup „Engagement Index Deutsch- menskommunikation der Kai-land 2010“ serswerther Diakonie in Düs- seldorf, einem der größtenDas Zauberwort heißt „Wertschätzung“. Und die lässt sich im Rahmen der Internen sozialwirtschaftlichen Unter-Kommunikation wunderbar vermitteln: Zum einen im persönlichen Gespräch, zum nehmen in Deutschland, tätig.anderen durch die Mitarbeiterzeitschrift als essenziellem strategischen (Führungs-)Instrument. Ihre Funktionen sind vielschichtig. Auf der einen Seite soll sie Orientie-rung und Transparenz schaffen, auf der anderen Seite Identifikation und Motivationstärken (Abbildung 2). Doch dazu muss sie sich erst einmal gegen die Konkurrenz am
  • 03 | 2011 S. 11Kiosk durchsetzen. Die Qualität von Konzept, Layout, nes, alle verbindendes Medium. Genauer: Konzipiert undTexten und Fotografie entscheidet über die Akzep- realisiert wird „X.PERIENCE“ von wirDesign, die Inhaltetanz. Bei Mitarbeitern, ihren Familien und bei Multipli- prägen die Mitarbeiter des globalen Thermal-Netzwerks.katoren. „Menschen haben ein Bedürfnis, gedruckte „Wir möchten Sie informieren, unterhalten und inspirie-Erzeugnisse in der Hand zu halten“, sagt der in Dort- ren und Ihnen gleichzeitig bewusst machen, dass wir allemund lehrende Journalistik-Professor Günther Rager. zu einem gemeinsamen Unternehmen gehören“, leiteteDas stimmt – aber sie müssen auch überzeugen. Drew Ladau, Leiter des SPX-Unternehmensbereichs Ther- mal Equipment & Services, die erste Ausgabe ein. Diesen Anspruch verwirklichten fünf Mitarbeiter aus China, Polen, Deutschland und den USA, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit dem Thema »Innovation« beschäftigten. One vision, one company, one face to the customer. Mit „X.PERIENCE“ gelingt es, Sprachen, Kulturen und Konti- nente zu überwinden, die Identifikation zu erhöhen und mithin die Marke „SPX“ zu stärken. Wertschätzung ermög- licht Wertschöpfung. Das horizontale Konzept schafft – anders als die konventionell-vertikale Kommunikation – dafür eine ideale Basis. Koordiniert und redigiert wer- den die Themen von einem internationalen Redaktions- team aus den USA, China und Deutschland. Natürlich gibt es auch eine digitale Variante und eine Verknüpfung zum Blog im Intranet. Darin sammelte sich nach dem Erschei- nen der ersten Ausgabe reichlich Lob. „X.PERIENCE“ No. 2 unter dem Titel „Da Shi Bi“ folgt im November. Im Blick- punkt stehen Reisen, von der Roadshow der SPX-Tochter Marley durch 45 Städte in den USA und Kanada bis zur – genau – Besteigung des Da Shi Bi.Abb. 2 Wirkung der Mitarbeiterzeitschrift. Auf einer gemeinsamen Ebene kommunizieren. „Mitarbei- ter einzubinden beginnt damit, sie nach ihrer Meinung zuEntscheidend ist der richtige Mix. Ihre stärkste Wir- fragen“, konstatiert Professor Jan Lies von der Macromediakung entfaltet die Mitarbeiterzeitschrift im Kontext Hochschule in Hamburg. Der Inhaber eines Lehrstuhls fürmit anderen Medien, allen voran Newsletter und Intra- Kommunikationsmanagement beobachtet einen Trendnet. Die Rollen sind klar verteilt: Der Newsletter kon- zur verstärkten Berücksichtigung der Ideen und Interes-zentriert sich auf die Vermittlung von Informationen. sen von Mitarbeitern, zu wertschätzender Führung. EineDas Intranet bietet einen umfassenden Service – von Mitarbeiterzeitschrift wie „X.PERIENCE“ bietet dazu dentagesaktuellen Nachrichten über Schwerpunktthemen passenden Rahmen. Sie motiviert die Mitarbeiter, sich ein-bis zu Social Media. Die Mitarbeiterzeitschrift widmet zubringen. Und sie wird gelesen, weil die Themen berüh-sich derweil Menschen und Hintergründen, Strategien ren. Die Zahl der Mit-und Zielen. Sie bietet einen Blick über den Tellerrand, arbeiterzeitschriftenschafft Einblicke in andere Fachbereiche, erklärt Ent- beträgt nach aktu-wicklungen, stellt Trends vor – und rückt immer wie- ellen Schätzungender Menschen ins Zentrum. Die Distanz zwischen Mit- allein in Deutschlandarbeitern und Unternehmen verringert die Zeitschrift, rund 2.000. Ihre Aufla-indem sie auf Emotionalität setzt. Ihre Vorteile spielt gen bewegen sich zwi-sie vor allem bei Veränderungsprozessen und Integra- schen 150 und 200.000tionen aus. Exemplaren. Die wenigsten von ihnenX.PERIENCE – eine Zeitschrift von Mitarbeitern für Mitarbei- folgen einem horizon-ter talen Kommunikati-Vor diesem Hintergrund ist im Mai die erste Ausgabe von onsansatz. Aber auch„X.PERIENCE“ erschienen. Eine Zeitschrift von Mitarbeitern hier ist die Tendenzfür Mitarbeiter der SPX Thermal Equipment & Services. Das steigend.Unternehmen ist in 35 Ländern vertreten und beschäftigtrund 15.500 Menschen. Und die gestalten nun ein eige- Abb. 3 Neues wagen: Erste Ausgabe von „X.PERIENCE“.
  • 03 | 2011 S. 12 Damit wird sie zum Spiegel der Unternehmensrealität, sowohl für die Mitarbeiter als Kernzielgruppe als auch für alle anderen Rezipienten. Sie entfaltet sich als strate- gisches Führungsinstrument. Die Inhalte sollten in einen Dialog münden. Das erfor- dert eine enge Verknüpfung mit dem Intranet, bei- spielsweise durch Teaser, weiterführende Informatio- nen oder Videos. Microblogging und Chats tragen dazu bei, die Themen im unmittelbaren Arbeitskon- text zu verankern.Abb. 4 Mitarbeiter motivieren: Wissen, Hingabe und Umset-zung.Abb. 5 Kreativität fördern: „Sechs Denkhüte“ von Edward deBono.Fünf Erfolgsfaktoren: Die Mitarbeiterzeitschrift muss sich als Magazin mit Tief- gang profilieren – analysieren, erklären und Betroffen- heit erzeugen. Aktuelle Informationen bleiben dem Intranet oder einem Newsletter vorbehalten. Kein Medium eignet sich besser zur Vermittlung eines Wir-Gefühls. Gleichzeitig wirkt die Mitarbeiterzeitschrift nachhaltig auf die Motivation. Entscheidend ist die publizistische Qualität. Emotionale Bildstrecken, packende Reportagen, spannende Fea- tures und kontroverse Interviewthemen sollten die Zeit- schrift prägen. Und immer wieder Menschen.
  • 03 | 2011 S. 13Der digitale „Mit-nach-Hause-nehm-Effekt“ FachbeitragDie Mitarbeiterzeitschrift der ING-DiBa als iPad-AppDie ING-DiBa ist als Direktbank Vorreiter in Sachen Innovation. Einfachheit, Transparenzund Kundenorientierung zeichnen sie aus. Diese Philosophie spiegelt sich auch in der In-ternen Kommunikation wider. Die Mitarbeiterzeitschrift „intern“ als digitale Version an-zubieten, hatten deshalb schon einige Mitarbeiter als Idee in der Ideenbörse „Simplify“eingereicht. Die Idee fand die Redaktion immer gut. Aus strategischen Gründen entschiedman sich jedoch immer wieder gegen eine Umsetzung, weil den Machern der wichtige„Mit-nach-Hause-nehm-Effekt" fehlte, der seit Jahrzehnten eine wichtige Daseinsberech-tigung für die Printausgaben der Mitarbeiterzeitschriften ist. Denn schließlich soll der Mit-arbeiter genügend Zeit haben, um die Artikel in Ruhe lesen zu können. Eine Anforderung,die das Intranet nicht immer erfüllen kann. Denn oft haben die Mitarbeiter nicht ausrei-chend Zeit, um sich mit der Fülle an Informationen während der Arbeitszeit zu befassen.Begeisterung durch Emotion Janine KrönungDa sich mit dem iPad neue technische Möglichkeiten ergeben haben, die diesen Wi-derspruch obsolet machen, beschloss die Interne Kommunikation der ING-DiBa, den Mit- ING-DiBaarbeitern einen Mehrwert zur Printausgabe zu bieten und eine iPad-App zu konzipieren.Die Strategie ist es, neben dem Intranet und den Live-Events auch das Mitarbeitermagazindeutlich dialogorientierter und innovativer aufzustellen. Mit der Digitalisierung verfolgte Janine Krönung arbeitet beidie Redaktion drei wesentliche Ziele. der ING-DiBa im Bereich der Internen Kommunikation. SieIdentifikation: Wie bei der Printausgabe können Mitarbeiter die iPad-App außerhalb des Bü- arbeitete in Berlin als Fernseh-ros nutzen und sich genügend Zeit für die Rezeption nehmen. Weil sich die Mitarbeiter auch redakteurin für den Rundfunkaußerhalb der Bank mit den Inhalten beschäftigen können, steigt die Identifikation mit dem Berlin Brandenburg sowieUnternehmen. als Journalistin und Projekt- mitarbeiterin für die StiftungErlebnis: Die Themen werden durch Videos, Audios und Animationen „anders“ kommu- Warentest. 2006 wechselteniziert. Der Schwerpunkt jeder Ausgabe wird durch eine animierte Einstiegsseite hervor- sie zur ING-DiBa, bei der siegehoben und erlebbar gemacht. Von dort aus können Mitarbeiter alle Unterseiten entde- zunächst als Redakteurincken und den ING-DiBa Spirit erleben. tätig war. Seit 2007 ist sie als Chefredakteurin für die Mit-Dialog: Die iPad-App bietet eine direkte Feedbackfunktion. Dieser „Leserbrief“ kann un- arbeiterzeitschrift zuständig.mittelbar während der Rezeption genutzt werden. Das unterstützt die Kommunikation Darüber hinaus betreut sieeines unverfälschten Meinungsbilds der Leser, das die Redaktion dankend aufnimmt. verschiedene interne Kom- munikationsprojekte, beglei-Die inhaltliche Umsetzung war nicht schwer. Eine Herausforderung für das noch unerfah- tet Veränderungsprozesserene Team war jedoch die technische Anbindung an den App Store von Apple. Deshalb und beschäftigt sich mit derhat sich die Interne Kommunikation für eine technisch besondere Lösung über einen Ad- Krisenkommunikation. Seitobe Reader entschieden. Dazu wurde speziell für die Führungskräftekonferenz eine Lo- 2010 leitet sie den Arbeits-gin-Karte angefertigt, die die Nutzung und das Herunterladen vereinfachen sollte. kreis Interne Kommunikation der DPRG.
  • 03 | 2011 S. 14 zenden Roland Boekhout, die er am Morgen auf der Konferenz hielt und die alle Führungskräfte am Nach- mittag auf ihrer iPad-App ansehen konnten. Generell bewirkte die App, dass sich die Führungskräfte im Nachgang zur Konferenz noch einmal intensiv mit den Inhalten beschäftigten. Zeitgleich wurden die Videos für alle Mitarbeiter ins Intranet eingestellt. Das Feedback war durchweg positiv, da so die beson- dere Unternehmenskultur der ING-DiBa noch anfass- barer und lebendiger erlebt wurde. Einzig der Um- fang der App mit 160 MB und die damit verbundenen Download-Zeiten wurden kritisch angemerkt. Fit for FutureAbb 1: Die erste Ausgabe der iPad-App der Mitarbeiterzeit- Da das Feedback der Führungskräfte durchweg positivschrift intern ausfiel, hat man sich entschlossen, die zweite Ausgabe der iPad-App an alle Mitarbeiter der Bank auszurollen.Fokusgruppe Führungskräfte Das Feedback der Führungskräfte und des internenUm für ein hohes Commitment bei den Führungskräf- Redaktionsteams war sehr wertvoll. Filme und großeten zu sorgen, wurde das „Upgrade“ des Mitarbeiter- Bilder werden zukünftig auf einem externen Server ge-magazins anlässlich der Führungskräftekonferenz der lagert und via Link integriert, um die Ladezeit zu ver-ING-DiBa mit dem Titel „Fit for Future 2020“ gelauncht. ringern.Inhaltlich bildete die App die Informationen der Mitar-beiterzeitschrift inklusive des Schwerpunktthemas „Fit Damit einher geht die Möglichkeit, das Printmagazinfor Future“, so auch der Titel der Führungskräftekon- zukünftig aktiv abzuwählen. Das bietet sich an, da Mit-ferenz, ab. Für die App wurden die einzelnen Themen arbeiter diese Idee auch schon häufiger über das Vor-mit neuer Grafik, Animationen und Videos angerei- schlagswesen Simplify eingegeben haben. Die App sollchert. So wurden zum Beispiel im Artikel zum neuen parallel zur Printausgabe viermal im Jahr erscheinen.Gesundheitsmanagement und den dazu angebotenen Dabei hat sich das Team der Internen KommunikationYogakursen Mitmachvideos für zu Hause integriert. Ein auf eine ganzheitliche Themenplanung geeinigt, da-Mitarbeiter stellte sich für das Thema „Innovation für mit sich das neue Kommunikationsmedium gut in daszu Hause“ für ein Teaservideo zur Verfügung. Die Re- Orchester der anderen Kommunikationsinstrumenteportage zum Stimmtraining konnte mit Audiospuren einfügt und so der ausgewogene Kommunikationsmixunterlegt werden, die einen deutlichen Vorher-Nach- erhalten bleibt.her-Effekt hören ließen, was die Effizienz des Sprach-trainings glaubwürdig belegte. Und beim Artikel zumMitarbeiterhobby konnte die Sängerin durch einenProben-Mitschnitt ihre Stimme unter Beweis stellen. Janine Krönung spricht zu diesem Thema auch auf unserer TagungHighlight der App war die Rede des Vorstandsvorsit- Interne Kommunikation am 23./24. November 2011 in Düsseldorf. Auch die scm bloggt neuerdings regelmäßig! Auf www.scmonline.posterous.com finden Sie interessante Fachbeiträge, praktische Tipps und Kurzinterviews mit Ex- perten zu aktuellen Entwicklungen und Themen aus den Bereichen Interne Kom- munikation, Social Media, Krisenkommunikation und PR. Beitragsauswahl: Krisenkommunikation im Social Web Wer nicht online kommuniziert, existiert nicht. Tipps zum strategischen Social Media-Management Wandel richtig begleiten – Fünf Tipps zur Veränderungskommunikation
  • 03 | 2011 S. 15 Social Media (noch) unwichtig Trendmonitor Interne Kommunikation 2011 erschienen StudieDie Ergebnisse des zweiten Trendmonitors liegen vor: Im September wurde eine Onlinebefra-gung von der scm in Kooperation mit der Deutschen Public Relations Gesellschaft e.V. (DPRG)und dem prmagazin durchgeführt. Nach dem Start des Trendmonitors in 2010 wurde in die-sem Jahr der Befragungsschwerpunkt auf die Strategie und die Nutzung von Social Media inder Internen Kommunikation gesetzt. Ziel war es, neben dem Leitbild des internen Kommu- Trendmonitornikationsmanagers zusätzlich das strategische Vorgehen zu beleuchten sowie tiefergehende Interne KommunikationEinblicke hinsichtlich der Einbindung von Social Media-Tools in die Interne Kommunikation 20111zu erhalten.Der Trend aus der Befragung von 2010 setzt sich fort. Knapp zwei Drittel der Teilnehmer sehen scm/ DPRGsich als Berater und über die Hälfte als Dienstleister. Die Rolle des Moderators in der Inter-nen Kommunikation bedarf einer näheren Betrachtung: Werden bei den Fähigkeiten, die derInterne Kommunikator mitbringen sollte, koordinatorische und mediatorische Fähigkeiten alssehr wichtig (56,8%) bzw. wichtig (45,5%) eingeschätzt, sehen sich nur ein Viertel der Befra-gungsteilnehmer in der Rolle des Moderators (25,8%). zur kostenlosen KurzauswertungNeben Vergleichswerten mit dem Vorjahr lassen sich neue Erkenntnisse gewinnen: Das per-sönliche Gespräch und das Intranet sehen die Befragten mit 95,8% bzw. 85,4% als wichtigste Bestellung der LangversionInstrumente der Internen Kommunikation. Social Media wird von 57,0% der Befragten nichtgenutzt, spielt aber vor allem in der derzeitigen Planung eine wesentliche Rolle und wird mitgut 30% am häufigsten bei den geplanten Projekten genannt. Es muss jedoch festgehaltenwerden, dass sich die Nutzung und der Ausbau Neuer Medien vornehmlich auf Soziale Netz-werke beschränken und von der Organisationsgröße abhängig sind. Bei der Frage nach derNutzung Sozialer Netzwerke bilden Unternehmen mit einer Größe von mehr als 10.000 Mit-arbeitern mit 51,6% die stärkste Gruppe. Bei kleineren Unternehmen überwiegt die Antwort„nicht vorhanden“. Insgesamt planen 17% der Befragten, Soziale Netzwerke in ihren Instru-mente-Mix zu integrieren. Tools wie Corporate Radio bzw. Corporate TV finden in der InternenKommunikation derzeit kaum Beachtung, obgleich sie sich leicht mit dem Intranet verbindenließen. Bei 79,4% bzw. 69,4% sind sie schlichtweg nicht vorhanden, gleichzeitig planen jedochnur jeweils 1,4% ihre Einführung.Die strategische Bearbeitung der Internen Kommunikation ist laut diesjährigem Ergebnis wei-terhin ausbaufähig. Lediglich 41,1% der Befragten haben ein schriftliches Konzept, obwohl esüber 80% als notwendig erachten. Ein Kommunikationscontrolling wird nur bei einem knap-pen Drittel durchgeführt. Erkennbar ist ein Zusammenhang zwischen Institutionalisierungs-grad der Internen Kommunikation und dem Vorhandensein eines schriftlichen Konzepts. DieTeilnehmer, bei denen die Interne Kommunikation keine eigenständige Abteilung darstellt,verneinten die Frage nach einem schriftlichen Konzept mit 76,5%. Abb. 1 (links): Rolle des IK-Managers- Abb. 2 (rechts): Nutzung von Social Me- dia
  • 03 | 2011 S. 16Interne Kommunikation 2.0Social Media sind mehr als ein zusätzlicher Kommunikationskanal. StudieSie fordern Selbstverständnis und Mitarbeiterbild der Internen Kom-munikation heraus.„Den Mitarbeiter auf Augenhöhe ansprechen“, „nicht mehr von oben nach unten kommu-nizieren“, „Dialog organisieren“ – so beschreiben Kommunikationsverantwortliche zurzeitdie zentralen Aufgaben in der internen Unternehmenskommunikation. Ziel ist es, Mitarbei-ter unter den komplexen Bedingungen heutiger Unternehmenstätigkeit mitzunehmen undihnen Orientierung zu bieten. Dieses Ziel ist in den vergangenen Jahren wichtiger, gleich-zeitig aber auch schwieriger geworden. Das belegen Ergebnisse der aktuellen TrendstudieInterne Kommunikation, die Möglichkeiten und Grenzen von Kommunikation in Zeiten desWandels erhob. Im Rahmen einer Langzeitstudie werden seit 2008 die Verantwortlichen fürInterne Kommunikation der 500 umsatzstärksten Unternehmen Deutschlands jeweils im Dr. Klaus SpachmannAbstand von anderthalb Jahren befragt. An der jüngsten Umfrage beteiligten sich im Früh- Universität Hohenheimjahr 2011 insgesamt 115 Kommunikationsfachleute, was einem guten Rücklauf von knappeinem Viertel entspricht. ist wissenschaftlicher Mit- arbeiter am Fachgebiet fürIm Vergleich der drei bislang durchgeführten Umfragen wird deutlich, dass die Mitarbeiter- Kommunikationswissen-kommunikation spätestens seit Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise in Bewegung ist. schaft und Journalistik derMitarbeiter sind kritischer und fordernder geworden, so berichten die befragten Kommuni- Universität Hohenheim. Seinekationsverantwortlichen. Sie setzen deshalb verstärkt auf persönliche Kommunikation und Schwerpunkte in Forschungdialogorientierte Medien. Die ehemals klaren Grenzen zwischen „innen“ und „außen“ lösen und Lehre sind Wirtschafts-sich zunehmend auf, was sich u. a. auf das Spektrum und die Art der kommunikativen journalismus, empirischeAuseinandersetzung mit Themen auswirkt. Interne Kommunikation entwickelt sich in immer Kommunikationsforschungmehr Unternehmen zu einer Managementfunktion, in deren Rahmen Werte und Verantwor- und Interne Kommunikation.tung eine zentrale Rolle spielen. Damit einher geht die Suche nach tragfähigen Grundlagenund übergeordneten Konzepten, auf die eine zukunftsfähige Kommunikationsarbeit aufset-zen kann.Auf das Kommunikationsverständnis kommt es anIn den vergangenen anderthalb Jahren ist der Anteil der Unternehmen, die Web 2.0-Elementeim Intranet umsetzen, deutlich gestiegen. Sieben von zehn Unternehmen verfügen heutebereits über entsprechende Angebote. Tendenz steigend: Knapp die Hälfte der Kommuni-kationsverantwortlichen sieht hier großes Potenzial, das es zukünftig stärker zu nutzen gelte.Social Media und Web 2.0-Elemente sind für die Interne Kommunikation dabei mehr als einzusätzlicher Kommunikationskanal. Sie setzen Mitarbeiter voraus, die sich aktiv einbringen, Prof. Dr. Simone Huck-eigene Themen setzen und Kommunikation selbst gestalten können. Damit stellen sie klas- Sandhusische Kommunikationsverständnisse in Frage, die „top-down“ ausgerichtet sind und in ein- Hochschule Pforzheimseitigen Botschaften denken. Für die Interne Kommunikation liegt darin eine große Chance. ist Professorin für Public Rela-Längst ist vielen ohnehin klar, dass einfache Wirkungsvorstellungen von Mitarbeiterkommu- tions an der Hochschule Pforz-nikation nach dem Motto „heute veröffentlicht, morgen in den Köpfen“ nicht funktionieren. heim. Ihre ArbeitsschwerpunkteIn einer Zeit, in der sich wirtschaftliche und soziale Veränderungen immer stärker beschleu- sind strategische Unterneh-nigen und sich Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten vervielfachen, steigen die menskommunikation, Orga-Ansprüche und Erwartungen der Mitarbeiter. Chancen liegen darin, Kommunikation kon- nisationskommunikation undsequent an den Bedürfnissen der Mitarbeiter auszurichten und sie als Partner zu begreifen. Interne Kommunikation.Social Media können helfen, Mitarbeitern Orientierung zu bieten und den Dialog als Leitge-
  • 03 | 2011 S. 17danken der Kommunikationsarbeit umzusetzen. angesprochen werden können (72%). Diese Einschätzung entspricht dem traditionellen, managementzentriertenEinsatz hauptsächlich themen- und pro- Kommunikationsverständnis. Wenn auf diese Weise klas-jektbezogen sische Ziele und Kommunikationskonzepte einfach auf dieÜber die Hälfte der befragten Verantwortlichen für Interne neuen Möglichkeiten übertragen werden, wird das demKommunikation gibt an, Web 2.0-Anwendungen „stra- Verständnis von Social Media jedoch kaum gerecht. Es gibttegisch und systematisch“ einzusetzen. Offensichtlich ist aber auch andere Perspektiven: Etwas mehr als ein Drit-der Social Media-Einsatz in der Internen Kommunikation tel der Kommunikationsverantwortlichen sieht den zen-in vielen Fällen bereits über das Stadium des Experimen- tralen Mehrwert der neuen Dialogmedien darin, dass sietierens und Ausprobierens hinaus. Das ist auch wichtig, die Distanz zwischen Unternehmensleitung und Mitarbei-greifen doch technische und instrumentelle Verständnisse tern verringern (36%) und Mitarbeiter stärker am Unter-von Social Media in der Mitarbeiterkommunikation zu kurz. nehmensgeschehen teilhaben lassen (38%). MitarbeiterVorschnell eingeführte Dialogelemente sorgen häufig für könnten sich so aktiver an Diskussionen beteiligen (30%).Ernüchterung – etwa wenn kritische Blogeinträge von Mit- Diese Einschätzungen zielen auf eine grundsätzliche Neu-arbeitern durch die Unternehmensleitung abgestraft wer- ausrichtung der Internen Kommunikation via Social Mediaden oder Kommunikationsfachleute nicht so recht wissen, ab. Knapp die Hälfte der Befragten betont darüber hinauswie damit angemessen umgegangen werden soll. Doch die Chancen, die Social Media als Instrument des Issues-wie nutzen Unternehmen die neuen Möglichkeiten in der und Themenmanagements bieten. Sie werden als RadarInternen Kommunikation tatsächlich? Am häufigsten kom- genutzt, um zu erfahren, welche Themen die Mitarbeitermen sie auf spezielle Themen bezogen (43%) oder in einzel- derzeit beschäftigen (48%) und wo sich mögliche Konfliktenen Projekten (52%) zum Einsatz. Im Wissensmanagement abzeichnen (38%).sind interaktive Kommunikationsformen und -formateweit verbreitet (47%). Die Verwendung von Social Media- Social Media sind noch immer zu neu, als dass ihre Chan-Elementen in der zentralen Kommunikation ist dagegen cen, Risiken und Einsatzmöglichkeiten für die Interne Kom-seltener. Videoportale gibt munikation bereits voll-es in weniger als einem Social Media nur als zusätzlichen ständig abzuschätzenViertel der Unternehmen Kanal zu begreifen, wird den aktu- sind. In vielen Unterneh-(23%); Blogs der Unterneh- men sucht die Kommuni-mensleitung (15%) oder ellen Herausforderungen deshalb kation noch nach einemder Kommunikationsab- nicht gerecht. angemessenen Umgangteilung (14%) sind eher die mit ihnen. Worin liegenAusnahme. – jenseits der Schlag- worte – die tatsächlichen Potenziale der sozialen Medien?Noch werden die interaktiven und aktivierenden Potenzi- Notwendig erscheint ein realistischer Blick auf die neuenale von Social Media offensichtlich also hauptsächlich für Möglichkeiten. Dabei ist klar: Soziale Veränderungen inden fachbezogenen Austausch und die aufgabenbezo- Unternehmen und in deren Umfeld fordern die Internegene Kommunikation genutzt. Hier wird von den Mitar- Kommunikation weit mehr heraus als Entwicklungen derbeitern eine aktive Rolle erwartet. Intranetgestützte Platt- digitalen Technik. Social Media nur als zusätzlichen Kanalformen werden als ein geeignetes Mittel gesehen, um zu begreifen, wird den aktuellen Herausforderungen des-kreatives Arbeiten zu organisieren und das Wissen der Mit- halb nicht gerecht. Gefragt sind interne Kommunikations-arbeiter zusammenzubringen. Weit weniger setzen die konzepte, die mit der stärkeren Mitarbeiterorientierunginternen Kommunikatoren die neuen Möglichkeiten ein, ernst machen. Dies ist jedoch ein langfristiger Prozess, beium über unternehmensrelevante Themen zentral zu kom- dem alte Gewissheiten und vermeintliche Sicherheiten inmunizieren. Frage gestellt werden müssen. Die Umfragen zeigen, dass die Mehrzahl der befragten Kommunikationsverantwort-Grundsätzliche Neuausrichtung der zentra- lichen den Wandel von Rahmenbedingungen und Grund-len Kommunikation? sätze der Internen Kommunikation insgesamt im Blick hat.Fürchten die Kommunikationsverantwortlichen in denUnternehmen den Kontrollverlust, der mit den interak-tiven Medien einhergehen könnte? Antworten auf dieFrage, welche Rolle Web 2.0 in der Internen Kommunika-tion einnimmt, deuten jedenfalls darauf hin: Knapp dreiViertel der Kommunikationsverantwortlichen beschreiben Dr. Klaus Spachmann und Prof. Dr. Simone Huck-Sandhu sprechen zu die-Web 2.0 und Social Media in erster Linie als Kommunika- sem Thema auch auf unserer Tagung Interne Kommunikation am 23./24.tionskanäle, über die Mitarbeiter mit eigenen Botschaften November 2011 in Düsseldorf.
  • 03 | 2011 S. 18Nur die Champions-League zählt Schon gewusst?Fünf Tipps für eine gelungenen MAZ.Die Mitarbeiterzeitschrift hat journalistischen Gesetzmäßigkeiten zu folgen unddiese umzusetzen. Noch zu oft werden in Mitarbeiterzeitschriften die verschie-denen Beiträge unmotiviert hintereinander gestellt, Artikel kaum strukturiert oderimmer dieselben Textsorten verwendet. Resultat ist ein spannungsloses Heft mitwenig Leserattraktivität. Professionalität muss daher im Vordergrund stehen.Denn nur in der Champions-League wird man wahrgenommen. In der Flut der all-täglichen Informationsreize bleiben oft nicht mehr als drei bis vier Sekunden, in derein potenzieller Leser entscheidet, ob er ein Medium in die Hand nimmt oder nicht.Erst der Informations- und Nutzwert machen das Medium für den Leser wertvoll. Informativeund verständliche Grafiken sowie die richtige Auswahl der Fotos haben entscheidenden Einflussauf die Akzeptanz. Die Führung der Mitarbeiterzeitschrift wird nicht dem Bauchgefühl der Pro-jektleitung oder Chefredaktion überlassen, sondern setzt einen strategischen Auftrag im Rah-men der Internen Kommunikation um. Der Leistungsauftrag ist entweder im Rahmen der inter-nen Kommunikationsstrategie oder in einem separaten Dokument festzuhalten. Neben demschriftlichen Leistungsauftrag trägt das Redaktionsstatut zur Klarheit der Mitarbeiterzeitschriftbei. Dabei stehen weniger der funktionale als vielmehr der journalistische Auftrag im Zentrum.Fünf Tipps:1. Nicht einseitiges Sprachrohr der Geschäftsleitung sein: Die journalistische Auseinandersetzung mit wichtigen Themen trägt zur positiven Annahme der Dr. Gerhard Vilsmeier Mitarbeiterzeitschrift bei. i&e communications Negativreaktion: Das wollen Sie uns wieder verkaufen! studierte Kommunikations-2. Nicht an den Mitarbeitern vorbeikommunizieren: Die Bedürfnisse und Erwar- und Zeitungswissenschaften tungshaltungen der Belegschaft sind die Basis für eine funktionierende Mitar- und war währenddessen bei beiterzeitschrift. der ARD als Hörfunk- und Negativreaktion: Da sind nur Inhalte fürs Management, nicht aber für uns Mit- Fernsehredakteur tätig. Ab arbeiter drin! 1987 arbeitete er bei Siemens in verschiedenen Positionen,3. Keine Gemeinplätze kommunizieren: Die inhaltliche Relevanz einer Mitarbei- u.a. als Chefredakteur der MAZ terzeitschrift ist entscheidend für deren positiven Aufnahme in der Belegschaft. und Leiter der Internen Kom- Negativreaktion: Ist gut gemacht, wissen wir aber alles schon! munikation. Seit Oktober 2009 leitet er sein eigenes Medien-4. Keine PR-Maschinerie starten: Externe Journalisten als Autoren sind gut, büro für interne und externe solange die Nähe und Direktheit der Mitarbeiterzeitschrift nicht verloren geht. Kommunikation – i&e Com- Negativreaktion: Man will uns mit allen Mitteln überzeugen! munications. In der DPRG ist er im Vorstand für die Finan-5. Keine Hochglanz-Magazine: Zu aufwändige und im Gesamtbild des zen und die Interne Kommuni- Unternehmens unstimmige Mitarbeiterzeitschriften stoßen in der kation zuständig. Auf interna- Belegschaft auf Ablehnung. tionaler Ebene gehört er dem Negativreaktion: Dafür haben sie wieder Geld! Präsidium der Federation of European Business Commu- nicators Association (FEIEA) an.
  • 03 | 2011 S. 19Schon gehört? Stellenausschreibungen Experte interne Unternehmenskommunikation Nachgefragt! (m/w) WABCO Link Mitarbeiter Interne Kommunikation (m/w) KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Link„Interne Kommunikation – Social Redakteur interne Kommunikation (m/w)Media ist bereits präsent“ EGRIMA Holding GmbH + Co. KG„Social Media Netzwerke im Internet sind inzwi- Linkschen zu einem Massenphänomen unserer Zeitgeworden und werden auch in Zukunft das Mar-keting und die PR nachhaltig verändern. Mit der PR Manager / Pressesprecher externe undrichtigen Social Media-Strategie sind auch kleine interne Kommunikation (m/w)Unternehmen und Gründer im Social Web er- metronom Eisenbahngesellschaft mbHfolgreich. Gilt das auch für die Interne Kommu- Linknikation?"Lutz Hirsch, Executive Partner von HIRSCHTEC Gruppenleiter Interne Kommunikation und E− Business/ Web (m/w) TRUMPF GmbH + Co. KG Link Volontär Interne Kommunikation (m/w) Bertelsmann AG Link„Interne Kommunikation – Referent Internal & Public Relations (m/w)Employer Branding“ CTDI GmbH„Personalkommunikation entwickelt sich immer Linkmehr zu einer Schlüsseldisziplin erfolgreicherPersonalarbeit. Dazu gehört auch die Positio-nierung der Unternehmen in einem Umfeld, das HR Specialist Employee Communicationswieder zunehmend vom Kampf um die besten (m/w)Mitarbeiter gekennzeichnet ist. Ehrlich oder ori- Johnson Controls Power Solutions EMEA, VB Autobatterie GmbHginell. Wie funktioniert erfolgreiches Employer & Co. KGaABranding? Wofür steht Branded Publishing?“ LinkWerner Idstein, Projektleiter bei SignumMit freundlicher Unterstützung von PR Manager Internal Communications (m/w)management-radio.de Bigpoint GmbH Link
  • 03 | 2011 S. 20Tagung | 23./24. November 2011 l DüsseldorfInterne Kommunikation vorgemerkt?Zwischen Change Management, Employer Branding und Enterprise 2.0 –droht die Überforderung? SchonDie Herausforderungen an den internen Kommuni- beim erstmals durchgeführten K2-Speed-Café, einerkationsmanager nehmen weiter zu. Ebenso wächst interaktiven Großgruppenkonferenz, profitieren Siesein Aufgabenfeld. Neben der Mitarbeiterinformation neben dem direkten Austausch mit Kollegen auchgilt es, die verschiedenen Unternehmensbereiche zu von den sofortigen Ergebnissen zu einer aktuellenvernetzen, mit dem Ziel eines transparenten und effi- Fragestellung der Disziplin.zienten Wissensmanagements. Auch für die Interne Die K2-Fachtagung beginnt diesmal bereits mit einerKommunikation führt der Weg zum Erfolg vielfach Vorabendveranstaltung bei Deekeling Arndt Advi-über die Vernetzung mit anderen Abteilungen. Zum sors. Am 23. und 24. November erwarten Sie Vor-Beispiel beim gemeinsamen Aufbau einer starken träge aus Wissenschaft und Praxis. PanelvorträgeArbeitgebermarke in Zusammenarbeit mit der Per- und Round-Table-Sessions bilden den Rahmen fürsonalabteilung, um in Zeiten des Fachkräftemangels die verschiedenen Themenschwerpunkte.qualifizierte Kräfte an die Organisation zu binden undHigh Potentials anzuwerben. Am darauffolgenden Tag, den 25. Novem-Change-Prozesse stehen heute ebenfalls vermehrt ber, besteht die Möglichkeit, das Wissen in fol-auf der Agenda der Internen Kommunikation. Der genden drei Workshops zu vertiefen:Belegschaft müssen immer häufiger strategischeNeuausrichtungen, Übernahmen oder der Verkauf W1: Den Change-Prozess erfolgreich treibenvon Unternehmensteilen vermittelt werden. W2: Interne Kommunikation im SchleudergangWie sich interne Kommunikatoren in diesem Span- – Management Summary der wichtigstennungsfeld bewegen können, zeigt die Tagung Grundlagen„Interne Kommunikation“. Dialog und Vernetzung W3: Intranet und Social Media in der Internenstehen auch bei dieser Veranstaltung im Mittelpunkt; KommunikationReferenten der Tagung Interne Kommunikation (Auszug)Lutz Hirsch (Hirschtec) Werner Idstein (Signum Janine Krönung (ING-DiBa) Sabine Lobmeier (Cisco) communication)Ina Quilling Jan Runau (adidas Group) Claudia Schrank Rüdiger Stadler (Continental)(Deutsche Postbank) (real,- SB-Warenhaus) Tagungshotel: NH Hotel Düsseldorf City Nord Münsterstrasse 230-238 40470 Düsseldorf Preis:Andreas Voß (JP|Kom) Jens-Oliver Voß Birgit Ziesche (Henkel) 690 Euro zzgl. MwSt. (Deutsche Bahn)Weitere Informationen auch unter www.interne-kommunikation.net
  • 03 | 2011 S. 21 Schon vorgemerkt? Buchrezension: Ambivalenz der Macht Schon gelesen? „Gibt es Spezifika der Internen Kommunikation des öffentlichen Sektors und kann man das Wissen über Intensivkurs diese Besonderheiten in Veränderungsprozessen Interne Kommunikation gezielt nutzen?“ Ausgehend von dieser Fragestel- lung leistet die Autorin in ihrer empirischen Arbeit1. Modul: „Ambivalenz der Macht“ einen Beitrag zum Manage-Interne Kommunikation im ment von erfolgreicheren VeränderungsprozessenÜberblick: Grundlagen, Strate- im öffentlichen Sektor. Grundlage der Arbeit stellengien und Konzepte die Ergebnisse einer Fallanalyse dar, bei welcher die Autorin zwei miteinan-22. - 24. März 2012 der fusionierende Berliner Bezirksämter vergleicht. Aus der Analyse von In- terviews mit Vertretern der beiden Bezirksämter, Mitarbeiterzeitschriften2. Modul: und Protokollen werden nützliche Empfehlungen für das öffentliche Sys-Interne Kommunikationsinstru- tem abgeleitet und vorgeschlagen. Ebenso nützlich ist eine ausführlichemente Darstellung der mit der Ausgangsfrage verknüpften Theorien, welche sich19. - 21. April 2012 zu einem umfassenden Nachschlagewerk zusammenfügen. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf Ansätzen mit systemischer Basis, solche, die sich im3. Modul: Besonderen mit dem öffentlichen Sektor befassen sowie jene mit dem Fo-Schnittstellen und Erfolgskon- kus auf Macht in Organisationen. Auch wenn es ein Patentrezept für einetrolle der Internen Kommunika- erfolgreiche interne Kommunikation in Veränderungsprozessen des öf-tion fentlichen Sektors nicht geben kann, bietet das Buch einen umfassenden31. Mai - 2. Juni 2012 Einblick durch ein gut gewähltes Praxisbeispiel und ist somit von großemTeilnahmegebühr: 2.100 Euro zzgl. MwSt. Interesse für Führungskräfte und Personalentwickler im Öffentlichen Sek- tor sowie für Organisations- und Unternehmensberater.Ort: Düsseldorf Bettina Fackelmann | Carl-Auer Verlag 2011 | 25,95 EUR | 286 Seiten |Wie lässt sich Interne Kommunikation erfolg- ISBN 978-3-89670-925-7reich gestalten, steuern und der Erfolg vor allemmessen?Der dreimodulige Intensivkurs vermittelt, wel-chen Stellenwert die Interne Kommunikation Buchrezension:innerhalb der Organisation insbesondere derUnternehmenskommunikation einnimmt, wie Corporate Branding im Spannungs-sie als Erfolgs- und Kostenfaktor wirkt, welche feld von Unternehmens- und Marke-Faktoren die Mitarbeiterkommunikation beein-flussen, wie man sie unterstützt und managt. Er tingkommunikationliefert ein umfassendes Bild über die operativen „Haben sich die Tätigkeitsfelder von Marketing- undund strategischen Handlungsfelder und gibt dienotwendigen Instrumente für ein erfolgreiches Unternehmenskommunikation ehemals klar vonei-Handeln. nander abgegrenzt, ist heute nicht mehr eindeutig,Der Intensivkurs trägt zur weiteren Professi- wer für die kommunikative Positionierung des Unter-onalisierung der Internen Kommunikation bei nehmens und die Steuerung medialer Inhalte zuständig ist.“ Insbesondere imund hilft den Teilnehmern, sich den neuen und Bereich des Corporate Brandings wird dieses Spannungsverhältnis besondersimmerkomplexer werdenden beruflichen He-rausforderungen erfolgreich zustellen. deutlich. In „Corporate Branding im Spannungsfeld von Unternehmens- und Marketingkommunikation“ nähern sich die Autoren dieser problematischen und aktuellen Thematik von drei Seiten. In einem ersten Teil werden die kon-Teilnehmerstimme: zeptionellen Grundlagen des Kommunikations- und Markenmanagements„Der Intensivkurs bietet einen guten Überblick in die interne in Commodity-Branchen diskutiert, darauf folgend fünf Fallstudien analysiertKommunikation und hat mich bestätigt, das Thema konsequent in und im Anschluss die Ergebnisse einer deutschlandweiten Studie bei Marke-die Praxis umzusetzen. Kurzum: Sehr gut!“Harald Vieten, Rhein-Kreis Neuss ting- und Kommunikationsmanagern vorgestellt. Diese bisweilen in der wei- teren Fachliteratur noch unzureichend analysierte Problematik wird mit die- sem Buch in wissenschaftlich anspruchsvoller Form aufgegriffen und stellt einen ersten Problemaufriss der Thematik dar. Dieser ist insbesondere für Mar- keting- und PR-Verantwortliche in Unternehmen und Agenturen interessant. W. Süss , A. Zerfaß und L. Dühring | Gabler Verlag 2011 | 49,95 EUR | 181 Seiten | ISBN 978-3-8349-2404-9
  • 03 | 2011 S. 22 scm-Bibliothek Buchrezension: Erfolgreiche Mitarbeiterführung Schon gelesen? Rede mit mir – Interne durch soziale Kompetenz nikation ist wichtig – hierin scheinen sich alle ei- ng, Führungskräfte, Mitarbeitende und Interes-n. Jedoch zeigt der Blick in die Praxis die ernüch- Mitarbeiter äußern schon seit vielen Jahren in d Gesprächen, dass sie nur wenig mit der geleb- mmunikation zufrieden sind: Sie fühlen sich von inen überrollt, doch gleichzeitig vermissen sienen, die sie sich wünschen und brauchen, um ihre Kommunikation, Ist Führungsfähigkeit erlernbar? Ist soziale Kom- petenz erlernbar? In dem neuen Lehrbuch „Er- so auszuführen, dass sie die Unternehmensziele d sie selbst zufrieden sind. Die Frage lautet, wie eswischen der allenorten beteuerten Bedeutung der Dieter Georg Herbst unikation und der gelebten Wirklichkeit kommt? R e d e l dieser Frage nachgehen. Im ersten Teil des Bu- lem die Sicht der Mitarbeitenden im Vordergrund: ktive beschreibt der Autor, warum die gelungene nikation so wichtig für ihr Wohlbefinden ist, ihre mitmiR Rede mit mir – von dieter Georg Herbst gar ihre Gesundheit. Er nennt Gründe, warum die folgreiche Mitarbeiterführung durch soziale Kom-nikation aus ihrer Sicht oft nicht funktioniert, aber sser funktionieren und für alle Beteiligten befrie-n könnte. Der zweite Teil des Buches beleuchtetommunikationsverantwortlichen und beschreibt, ne Kommunikation systematisch und langfristig n. Warumorg Herbst ist selbstständiger Kommunikationsberater für hmen im In- und Ausland. Er ist Professor für Allgemeine inteRne KommuniKation lehre mit dem Schwerpunkt Marketing und Kommunika- für mitarbeitende so wichtig petenz“ wird in 12 Kapiteln aufgeschlüsselt, wie chschule für Ökonomie und Management in Berlin, leitet erstudiengang Leadership in Digitaler Kommunikation an Künste Berlin (UdK) und ist Gastprofessor der Lettischen ist und wie sie funktionierenga und Dozent an der Universität St. Gallen. Von ihm sindm Thema Kommunikation erschienen. könnte von dieter Georg Herbst ›› hier bestellen ‹‹ Mitarbeiterführung verbessert werden kann: Mode- rieren, Delegieren, Loben, Kritisieren – all dies wird in zahlreichen Fallbeispielen vorgeführt und analysiert Social Media in der und im Anschluss in Übungen erprobt. Man merkt hier, dass der Autor As- Unternehmenskommuni- mus J. Hintz auf 30 Jahre Praxiserfahrung in leitenden Managementfunk- kation, tionen zurückblicken kann. Besonders die abgedruckten, echten Dialoge Lars Dörfel/ Theresa zwischen Führungskraft und Mitarbeitern führen prägnant vor Augen, wie Schulz ›› hier bestellen ‹‹ tückisch Gesprächsführung manchmal sein kann. Die detaillierte Checkli- ste am Schluss des Buches sammelt typische Fehler in den genannten Auf- gabenfeldern, bei deren Lesen wohl selbst erfahrene Führungskräfte bei einigen Punkten sich selbst wiedererkennen werden. Primär richtet sich Trendmonitor Interne das Lehrbuch an Studenten und Dozenten wirtschaftswissenschaftlicher Kommunikation 2011, scm/ DPRG und sozialwissenschaftlicher Studiengänge, kann jedoch aufgrund seines praxisorientierten Zugangs auch für Berater und HR-Manager alltagstaug- lich sein. ›› hier vorbestellen ‹‹ Asmus J. Hintz | Gabler: Wiesbaden 2011 | 39,95 Euro | 365 Seiten | ISBN 978-3-8349-2441-4 Souveräne Markenführung, Klaas Kramer Buchrezension: ›› hier bestellen ‹‹ Interne Kommunikation in Unter- nehmen „Gute Kommunikation ist nicht nur eine Frage Instrumente und des Geldes.“ behauptet der Autor Mario Kluge in Techniken der Internen seinem Mini-Ratgeber „Interne Kommunikation Kommunikation in Unternehmen“. Mit dem Ziel, den Leser in Inter- Lars Dörfel ner Kommunikation als Technik kostengünstiger ›› hier bestellen ‹‹ Mitarbeiter-Motivation zu schulen, wendet sich das Buch vor allem an „Macher“ in der Internen Kommu- nikation von Unternehmen. Übersichtlich und leicht verständlich werden zunächst die wichtigsten Medien kurz dargestellt, bevor in einem zweiten Führungskommunikation. Teil eine kompakte Anleitung zum Verfassen von ansprechenden Texten Dialoge gegeben wird. Veranschaulicht wird die Theorie durch farblich abgesetzte Lars Dörfel/ Ulrich Hinsen praktische und sofort umsetzbare Tipps und Beispiele. Der kleine Ratge- ber im handlichen Format bietet einen schnellen, kompakten Einblick in ›› hier bestellen ‹‹ verschiedene Medien und eine gute Schreibe in der Internen Kommuni- kation. Mario Kluge | Kluge Texte Berlin: 2011 | 16,80 Euro | 52 Seiten | ISBN Interne Kommunikation - 978-3-00-034683-5 Die Kraft entsteht im Maschinenraum Lars Dörfel ›› hier bestellen ‹‹
  • Anmeldung Fax: +49 (0) 30 47 98 98 00 Post: K2/ scm, Weichselstr. 6, 10247 Berlin Tagung Interne Kommunikation www.interne-kommunikation.netJa, ich nehme teil an der Fachtagung „Interne Kommunikation“ am 23./24. November 2011* und/oder an einem der Workshops am 25. November 2011und akzeptiere die Teilnahmebedingungen sowie die AGB.O 690,00 Euro für die Teilnahme an der Fachtagung am 23./24. November 2011.O 621,00 Euro für BdP-, DJV-, DPRG-, FCP-, GPRA-, PRVA- und SPRG-Mitglieder bei einer Teilnahme an der Fachtagung am 23./24. November2011. Bitte Nachweis faxen an +49 (0) 30 47 98 98 00.O 552,00 Euro für Abonnenten des prmagazins bei einer Teilnahme an der Fachtagung am 23./24. November 2011.Ja, ich melde mich an folgendem scm-Workshop am 25. November 2011 (Kombipreis – KP) oder auch einzeln (Einzelpreis – EP) an und akzeptiere die AGB:W1: Den Change-Prozess erfolgreich treiben W2: Interne Kommunikation im Schleudergang – W3: Intranet und Social Media in der InternenO EP 450,00 Euro O KP 410,00 Euro Management Summary der wichtigsten Grundlagen Kommunikation O EP 450,00 Euro O KP 410,00 Euro O EP 450,00 Euro O KP 410,00 EuroO Ich kann nicht teilnehmen. Senden Sie mir bitte die Tagungsunterlagen zum Preis von 100,- Euro zzgl. MwSt. Intensivkurs Interne Kommunikation E-Learning-Kurs: O Ja, ich nehme teil an dem Intensivkurs „Interne Kommunikation” Interne Kommunikation 2.0 oder an einem einzelnen Modul des Intensivkurses und akzeptiere die Teilnahmebedingungen sowie die AGB. O 8. November – 6. Dezember 2011 / 500 Euro 2.100,- € pro Person für die Teilnahme am gesamten Intensivkurs „Interne Kommunikation” O 22. März - 2. Juni 2012 (Frankfurt) scm-Bibliothek Souveräne Markenführung Die Module sind auch einzeln buchbar. Die Teilnahmegebühr für ein Modul beträgt 890,00 € zuzüglich 19 % Mehrwertsteuer. Bei der Bu- O 24.90 Euro Anzahl: ................ chung von zwei Modulen beträgt die Gebühr 1.590,00 €. Sie möchten sich für einzelne Module des Intensivkurses "Interne Kommunikation" anmelden? Wählen Sie bitte hier die gewünschten Module*: Rede mit mir – Interne Kommunikation O 24.90 Euro Anzahl: ................ 1. Modul: Interne Kommunikation im Überblick: Grundlagen, Strategien, Konzepte (Einzelpreis Euro 890,- €) O 22.-24. März 2012 (Düsseldorf) Trendmonitor Interne Kommunikation (Langfassung) 2. Modul: Interne Kommunikationsinstrumente (Einzelpreis Euro 890,- €) O 85.00 Euro Anzahl: ................ O Termin 1: 3.-5. November 2011 (Frankfurt) O Termin 2: 19.-21. April 2012 (Düsseldorf) Social Media in der Unternehmens- kommunikation 3. Modul: Schnittstellen und Erfolgskontrolle (Einzelpreis Euro 890,- €) O 29.90 Euro Anzahl: ................ O Termin 1: 1.-3. Dezember 2011 (Frankfurt) O Termin 2: 31. Mai - 2. Juni 2012 (Düsseldorf) Interne Kommunikation – Die Kraft ensteht im MaschinenraumIhre Daten O 26.90 Euro Anzahl: ................ Name | Vorname Instrumente und Techniken der Internen Titel Kommunikation O 29.90 Euro Anzahl: ................ Firma | Institution Funktion | Abteilung Straße | Postfach PLZ | Ort Telefon | Telefax E-Mail* Bei Anmeldung von mehr als zwei Personen eines Unternehmens erhalten Sie einen Nachlass von 10 Prozent auf Ihre Buchung. Alle Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen MwSt. *.Die AGB finden Sie unter www.scmonline.de/agb | Datenschutz-Hinweis: Sie können bei uns der Verwendung Ihrer Daten widersprechen, wenn Sie in Zukunft keine Prospekte mehr erhalten möchten. (§28 VI BDSG).