Buchvorstellung: Im Westen Nichts Neues
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Buchvorstellung: Im Westen Nichts Neues Buchvorstellung: Im Westen Nichts Neues Presentation Transcript

  • "Im Westen nichts Neues„ von Erich Maria Remarque
  • Gliederung
    • Allgemeine Informationen
    • Über den Autor
    • Der Inhalt
    • Interpretation
    • Persönliche Meinung
    Filmausschnitt
  • Allgemein
    • 10. November bis 9. Dezember 1928 erst Veröffentlichung in Vossischen Zeitung
    • 31. Januar 1929
    • Buchveröffentlichung
    • - 1930 Verfilmung
    • Übersetzung in 45 Sprachen
    • Gesamtauflage 12 Millionen
    DVD Cover
  • Zum Autor
    • * 22. Juni 1898 in Osnabrück
    • November 1916:
      • Aus der Schule an die Front
    • 1917: Frontsoldat Flandern
      • Verletzungen durch
    • Granatsplitter / Halsschuss
    • Nach 1 WK: Gedichte / Erzählungen
    • NS-Zeit: Auswanderung USA
    • + 25.9.1970 in Locarno
    Remarque
  •  
  • Zum Autor
    • * 22. Juni 1898 in Osnabrück
    • November 1916:
      • Aus der Schule an die Front
    • 1917: Frontsoldat Flandern
      • Verletzungen durch
    • Granatsplitter / Halsschuss
    • Nach 1 WK: Gedichte / Erzählungen
    • NS-Zeit: Auswanderung USA
    • + 25.9.1970 in Locarno
    Remarque
  •  
      • Wenn Müller gern Kemmerichs Stiefel haben will, so ist er deshalb nicht weniger teilnahmsvoll als jemand, der vor Schmerz nicht daran zu denken wagte. Er weiß nur zu unterscheiden. Würden die Stiefel Kemmerich etwas nutzen, dann liefe Müller lieber barfuß über Stacheldraht, als zu überlegen, wie er sie bekommt. So aber sind die Stiefel etwas,
      • das gar nichts mit Kem-merichs Zustand zu tun hat, während
      • Müller sie gut ver-wenden kann. Kemmerich wird sterben,
      • einerlei, wer sie erhält. Warum soll deshalb Müller nicht
      • dahinter her sein, er hat doch mehr Anrecht darauf als ein
      • Sanitäter! Wenn Kemmerich erst tot ist, ist es zu spät.
      • Deshalb paßt Müller eben jetzt schon auf.
      • Wir haben den Sinn für andere Zusammenhänge
      • verloren, weil sie künstlich sind. Nur die
      • Tatsachen sind richtig und wichtig für uns.
      • Und gute Stiefel sind selten
  •  
  • Textauszug
      • Er fiel im Oktober 1918, an einem Tage, der
      • so ruhig und still war an der ganzen Front,
      • daß der Heeresbericht sich nur auf den
      • Satz beschränkte, im Westen sei nichts
      • Neues zu melden.
      • Er war vornüber gesunken und lag wie
      • schlafend an der Erde. Als man ihn umdrehte,
      • sah man, daß er sich nicht lange gequält haben
      • konnte - sein Gesicht hatte einen so gefaßten
      • Ausdruck, als wäre er beinahe zufrieden damit,
      • daß es so gekommen war.
    Soldatenfriedhof
  • Interpretation
      • Dieses Buch soll weder eine
      • Anklage noch ein Bekenntnis
      • sein. Es soll nur den Versuch
      • machen, über eine Generation zu berichten, die vom Kriege
      • zerstört wurde,
      • auch wenn sie seinen
      • Granaten entkam.
    Soldaten an der Front
  • Interpretation
      • Dieses Buch soll weder eine
      • Anklage noch ein Bekenntnis
      • sein. Es soll nur den Versuch
      • machen, über eine Generation zu berichten, die vom Kriege
      • zerstört wurde,
      • auch wenn sie seinen
      • Granaten entkam.
    Soldaten an der Front
      • Im Stockwerk tiefer liegen Bauch- und Rückenmark-Schüsse, Kopfschüsse und beiderseitig Amputierte. Rechts im Flügel Kieferschüsse, Gaskranke, Nasen-, Ohren- und Halsschüsse. Links im Flügel Blinde und Lungenschüsse, Beckenschüsse, Gelenkschüsse, Nierenschüsse, Hoden-Schüsse, Magenschüsse. Man sieht hier erst, wo ein Mensch überall getroffen werden kann.
      • Zwei Leute sterben an Wundstarrkrampf. Die Haut wird fahl, die Glieder erstarren, zuletzt leben - lange - nur noch die Augen. - Bei manchen Verletzten hängt das zerschossene Glied an' einem Galgen frei in der Luft; unter die Wunde wird ein Becken gestellt, in das der Eiter tropft. Alle zwei oder drei Stunden wird das Ge-fäß geleert. Andere Leute liegen im Streckverband, mit schweren, herabziehenden Gewichten am Bett. Ich sehe Darmwunden, die ständig voll Kot sind. Der Schreiber des Arztes zeigt mit Röntgenaufnahmen von völlig zerschmetterten Hüftknochen, Knien und Schultern.
      • Man kann nicht begreifen, dass über so zerrissenen Leibern noch Menschengesichter sind, in denen das Leben seinen alltäglichen Fortgang nimmt. Und dabei ist dies nur ein einziges Lazarett, nur eine einzige Station - es gibt Hunderttausende in Deutschland, Hunderttausende in Frankreich, Hunderttausende in Russland. Wie sinnlos ist alles, was je geschrieben, getan, gedacht wurde, wenn so etwas möglich ist l Es muss alles gelogen und belanglos sein, wenn die Kultur von Jahrtausenden nicht einmal verhindern konnte, dass diese Ströme von Blut vergossen wurden, dass diese Kerker der Qualen zu Hunderttausenden existieren. Erst das Lazarett zeigt, was Krieg ist
      • E s ist für mich sonderbar, daran zu denken, dass zu Hause, in einer Schreibtisch-Lade, ein angefangenes Drama „Saul" und ein Stoß Gedichte liegen. Manchen Abend habe ich darüber verbracht, wir haben ja fast alle so etwas Ähnliches gemacht; aber es ist mir so unwirklich geworden, daß ich es mir nicht mehr richtig vorstellen kann.
      • Seit wir hier sind, ist unser früheres Leben abgeschnitten, ohne daß wir etwas dazu getan haben. Wir versuchen manchmal, 'einen Überblick und eine Erklärung dafür zu gewinnen, doch es gelingt uns nicht recht. Gerade für uns Zwanzigjährige ist alles besonders unklar, für Kropp, Müller, Leer, mich, für uns, die Kantorek als eiserne Jugend bezeichnet. Die älteren Leute sind alle fest mit dem . Früheren verbunden, sie haben Grund, sie haben Frauen, Kinder, Berufe und Interessen, die schon so stark sind, dass der Krieg sie nicht zerreißen kann. Wir Zwanzig-jährigen aber haben nur unsere Eltern und manche ein Mädchen. Das ist nicht viel - denn in unserm Alter ist die Kraft der Eltern am schwächsten, und die Mädchen sind noch nicht beherrschend. Außer diesem gab es ja bei uns nicht viel anderes mehr; etwas Schwärmertum, einige Liebhabereien und die Schule; weiter reichte unser Leben noch nicht. Und davon ist nichts geblieben.
      • Kantorek würde sagen, wir hätten gerade an der Schwelle des Daseins gestanden. So ähnlich ist es auch. Wir waren noch nicht eingewurzelt. Der Krieg hat uns weggeschwemmt. Für die andern, die Älteren, ist er eine
      • Unterbrechung, sie können über ihn hinausdenken. Wir aber sind von ihm ergriffen worden und wissen nicht wie das enden soll. Was wir wissen, ist vorläufig nur dass wir auf eine sonderbare und schwermütige Weist verroht sind, obschon wir nicht einmal oft mehr traurig werden
  • Struktur
      • - Einfache Sprache
      • aber militärische Ausdrücke und Fremdwörter
      • - Ich-Erzählerperspektive
      • - Episodenhaft
    Schlachtfeld Flandern
  •  
  • Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit © Marcel Schöne