Your SlideShare is downloading. ×
  • Like
Schaffert (2009). Grundlagen des E-Assessment - Teil 1
Upcoming SlideShare
Loading in...5
×

Thanks for flagging this SlideShare!

Oops! An error has occurred.

×

Now you can save presentations on your phone or tablet

Available for both IPhone and Android

Text the download link to your phone

Standard text messaging rates apply

Schaffert (2009). Grundlagen des E-Assessment - Teil 1

  • 921 views
Published

Sandra Schaffert (2009). Grundlagen des E-Assessment - Teil 2 (Grundlagen E-Assessment und Prüfungen). Workshopunterlagen zu Kurs 11: Grundlagen des E-Assessment …

Sandra Schaffert (2009). Grundlagen des E-Assessment - Teil 2 (Grundlagen E-Assessment und Prüfungen). Workshopunterlagen zu Kurs 11: Grundlagen des E-Assessment
Lehrgang eCompetence 2008/2009

Published in Education
  • Full Name Full Name Comment goes here.
    Are you sure you want to
    Your message goes here
    Be the first to comment
No Downloads

Views

Total Views
921
On SlideShare
0
From Embeds
0
Number of Embeds
0

Actions

Shares
Downloads
12
Comments
0
Likes
1

Embeds 0

No embeds

Report content

Flagged as inappropriate Flag as inappropriate
Flag as inappropriate

Select your reason for flagging this presentation as inappropriate.

Cancel
    No notes for slide

Transcript

  • 1. Grundlagen des E-Assessment Teil 1: E-Assessment und Prüfungen – Formen, Funktionen im Überblick Kurs 11: Grundlagen des E-Assessment Lehrgang eCompetence 2008/2009 5. März 2009, Universität Wien Dr. Sandra Schaffert, Salzburg Research, Weblog E-Assessment – http://pruefung.net Sandra Schaffert 2009 http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/
  • 2. Formen, Funktionen und Wirkungen von Prüfungen & Überprüfung von Lernzielen
  • 3. Prüfen …
    • Prüfen bedeutet… „Aufgabe stellen und bewerten“ (nach Jeangros 1959)
    • Vier Varianten
      • Prüfen des Lernens
      • Prüfen für das Lernen
      • Lernen durch Prüfungen (Tests)
      • Diagnostische Prüfungen
    http://www.flickr.com/photos/lshave/3007393174/
  • 4. Prüfen des Lernens
    • Beurteilung des Lernens charakterisiert sich wie folgt:
    • "an einen vorgeschriebenen Zweck gebunden;
    • vorgeschriebene Artefakte - punkten für externe Verwendung;
    • vom Lehrer organisiert;
    • zusammenfassend (Vergangenheit bis zur Gegenwart);
    • auf die Einrichtung zentriert;
    • erfordert Motivation von außen."
      • Assessment Reform Group (2002); siehe www.mosep.org
    http://www.flickr.com/photos/fauzan145/2681134498 /
  • 5. Prüfen für das Lernen
    • Beurteilung für das Lernen dagegen zeichnet sich aus durch:
    • "einem vereinbarten Zweck dienlich;
    • selbstgewählte Artefakte - Feedback für den Lernenden;
    • vom Lernenden organisiert;
    • formend (Gegenwart in die Zukunft);
    • auf den Schüler zentriert;
    • schafft Motivation von innen.“
      • Assessment Reform Group (2002); siehe www.mosep.org
    http://www.flickr.com/photos/judybaxter/7340100/
  • 6. Weitere Varianten
    • Prüfen als Lernen
      • Drill & Practice, aber auch Simulationen
      • sind Prüfungsvarianten, mit denen auch gelernt werden kann
    • Prüfen für diagnostische Zwecke
      • Z. B. Ermittlung des Vorwissens zur Einteilung in Gruppen
  • 7. Weitere Unterscheidungsmöglichkeiten von Prüfungsverfahren
    • Nach Prüfer:
      • Selbstbeurteilung,
      • Peer-Beurteilung,
      • Gruppenbeurteilung,
      • Lehrer(innen) beurteilung;
    • Nach Methode:
      • quantitative (testen oder zählen)
      • und qualitative Beurteilung;
    • Nach Rückmeldung/Feedback
      • Noten,
      • Kommentare
  • 8. Zwecke und Funktionen von Prüfungen (I)
    • Pädagogisch-psychologische Funktionen
      • Aufklärende Rückwirkung auf Lernende und Lehrende zur Verbesserung des Lehr- und Lernverhaltens
      • Motivation für Prüflinge
      • Disziplinierung des Arbeitsverhalten
      • Abschlussprüfungen als „heimliche Lehrpläne“
  • 9. Zwecke und Funktionen von Prüfungen (II)
    • Gesellschaftliche Funktionen
      • Z. B. Lehrabschlussprüfungen, Staatsexamen: Zugänge zu Arbeits- und Bildungsbereichen
      • Garantie von Leistungsfähigkeit, die Gesellschaft vor Laienhaftigkeit bewahren (Ärzte)
      • Gesellschaftskonstituierende Bedeutung, löst Privilegien durch Geburt und Herkunft ab
      • Sanktion, Struktur und Herrschaft
    • sonstige
      • Lernerfolgsmessung auch Teil von Qualitätsmanagementsverfahren (Ökonomie)
      • (Schaffert 2000, 25f)
  • 10. Prüfungsverfahren I (Auswahl) ... und wie prüfen Sie?
    • Kommunikative Prüfungsverfahren
      • Standardisierte mündliche Prüfung
      • Halbstandardisierte mündliche Befragung
      • Unstrukturierte mündliche Befragung
      • Mündliche Gruppenprüfung
      • Gruppendiskussion
      • Präsentation
      • Rollengespräch/Rollenspiel
    • Schriftliche Prüfungsverfahren
      • Gebundene schriftliche Mehrfachauswahl-Aufgabe
      • Umordnungs-Aufgabe
      • Halboffene schriftliche Aufgabe
      • Offene schriftliche Aufgabe (Aufsatz)
      • Schriftliche Hausarbeit
    http://www.flickr.com/photos/jose_kevo/3244479676/
  • 11. Prüfungsverfahren II (Auswahl) ... und wie prüfen Sie?
    • Praktische Prüfung
      • Arbeitsprobe
      • Prüfungsstück
    • Ganzheitliche Prüfungsverfahren
      • Praktische Übungen
      • Projektaufgabe
      • Assessment Center
      • Computersimuliertes Szenario
      • Planspiel
      • (nach Ebbinghaus & Schmidt 1999)
    http://www.flickr.com/photos/7883787@N05/2608190547 / http://www.flickr.com/photos/ feuerwehrwiesbaden/2062258553/
  • 12.
    • Ihre letzte Prüfung (als Prüfer) – Teil I
    • Was war der Zweck Ihrer letzten Prüfung?
    • Wie prüften Sie?
    • Was wurde gemessen und beurteilt?
    http:// www.flickr.com / photos / cristic /359572656/ sizes /l/
  • 13. Beispiele der Teilnehmer/innen
    • Beispiel 1: Vorlesungsprüfung im ersten Studienabschnitt (Sprachstudium); es wird schriftlich mit unterschiedlichen Aufgabentypen (Lückentext, Terminierklärung, offene Fragen) geprüft; geprüft/gemessen wurde dabei das Wissen/Kennen der wichtigsten Fachtermini, deren Anwendung sowie die Fähigkeit zum Vernetzen der Gelernten Inhalte durch Analyse/Verknüpfungsaufgaben
    • Beispiel 2: Abschlussteilleistung; mit e-Test: 50 single choice Aufgaben, geprüft wurde Wissen/Überblickswissen (?)
  • 14. Unterschiedliche Vorstellungen von Lehre & Lernen Aus: Cornelia Rüdel (2008). Neue Wege in der Prüfungskultur. Folie5 http://www.his.de/publikation/seminar/Workshop_E-Pruefung/TOP15.pdf
  • 15. Prüfungen sind „heimliche Lehrpläne“! Quelle: http://2.bp.blogspot.com/_a37U1ksbpdk/SDStYuXdpsI/ AAAAAAAAAEc/mRYOdlOpJ9w/s400/nclb-cartoon.gif
  • 16.
    • Ihre letzte Prüfung (als Prüfer) – Teil II
    • Wie beeinflussten Form und Inhalt der Beurteilung die Lerngewohnheiten Ihrer Student(inn)en?
    • Wie passt Ihre Beurteilung zu den Lernzielen/dem Lehrplan?
    http:// www.flickr.com / photos / cristic /359572656/ sizes /l/
  • 17. Beispiele der Teilnehmer/innen
    • Fortsetzung Beispiel 1: Das Lernen wird sicherlich sehr beeinflusst – die Prüfung/Vorlesung dient als Mittel zum Zweck, es ist eine Pflichtveranstaltung, auf Seiten der Studierenden existieren sicher schon Fragesammlungen, es wird auch viel „zum Text“ hin gelernt; die Beurteilung passt in diesem Fall recht gut zu den Lernzielen, die drei Teile der Prüfung entsprechen grob den Lernzielen der Veranstaltung
    • Fortsetzung Beispiel 2: Mein Eindruck: Es wurde weniger „konsequent“ gelernt, einzelne Wörter beeinflussen ob es wahr/falsch ist, die Wichtigkeit kann nicht eingeschätzt werden
  • 18. Operationalisierung von Lernzielen
    • Operationalisierung: Messbar-, Sichtbar-, Nachweisbarmachung von Lernen
  • 19. Checkliste zur Lernzielformulierung
    • Um als (formales) Lernziel akzeptabel zu sein, muss eine Zielformulierung vier Anforderungen erfüllen:
    • Die Bedingungen , unter denen das Zielverhalten gezeigt werden soll, müssen erwähnt sein;
    • Das Zielverhalten selbst muss beschrieben sein;
    • Es müssen die Standards erwähnt werden, denen das Zielverhalten genügen soll (z.B. Zeitbedarf);
    • Es sollte spezifiziert sein, anhand welcher Indikatoren man das Zielverhalten erfassen kann.
      • (aus: Stangl-Taller, Arbeitsblätter, http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/LERNZIELE/Operationalisierung.shtml )
  • 20. Gruppenarbeit: 1. Formulieren Sie ein oder mehrere formal akzeptable Lernziele für diese Lehrveranstaltung. 2. Wie würden Sie prüfen, ob das Lernziel erreicht wurde? http://www.flickr.com/photos/dhammza/577671123/sizes/o/
  • 21. Übung: Ziele dieser Veranstaltung (laut Ausschreibung)
    • Kritische Auseinandersetzung der TeilnehmerInnen mit Leistungsbeurteilungskriterien ermöglichen
    • Möglichkeiten des E-Assessment zur Lernziel- & Leistungsüberprüfung kennen lernen
    • Zusammenhänge zwischen Assessment-Möglichkeiten, Medienwahl, Kommunikationsformen, Verlauf und Ergebnissen erkennen können
    • Verständnis für die Zusammenhänge von Lern- und Studienzielen, Fragestellungen und Lernzielüberprüfung entwickeln
  • 22. Ergebnisse der Gruppenarbeit
    • Lernziel: Formen und Funktionen von Prüfungen erkennen und kontextsensitiv kommunizieren können (Kontext: in der eigenen Lehrveranstaltung) z. B. in Form eines Memos.
    • Evt. Überprüfung/Aufgabenstellung: Die Anfertigung eines Memos für die Kollegen
    • Kommentar: Bei Reflexionen ist es schwierig, Verhaltensweisen zu überprüfen
    • Es geht nicht darum, es auswendig zu können, sondern zu wissen, wo man nachschauen kann.
  • 23. Geschichten und Formen des E-Assessment im Überblick
  • 24. E-Assessment
    • E-Assessment ist die allgemeine Bezeichnung für den Vorgang des Prüfens mit Hilfe der Informationstechnologie, sprich “e”lektronischen Medien wie dem Computer.
    • Hier und heute: Assessment des/für das Lernen
  • 25. Alternative Ausdrücke … Cornelia Rüdel hat die Bezeichnungen für E-Assessment und auch deren Anzahl an Nennungen über drei Monate hinweg im Jahr 2007 erhoben und versucht, alle wissenschaftlichen Veröffentlichungen, Präsentationen und Papers im deutschsprachigen Raum zu erfassen. Siehe auch: Ruedel, C.; Schiefner, M.; Noetzli, C.; Seiler Schiedt, E. (2007). Risikomanagement für E-Assessment. In: Marianne Merkt, Kerstin Mayrberger, Rolf Schulmeister, Angela Sommer, Ivo van den Berk (Hrsg.). Studieren neu erfinden – Hochschule neu denken. Waxmann Verlag, siehe auch: http://pruefung.net/?p=439
  • 26. Computer als Hilfsmittel bei Prüfungen
    • ab 1972 werden die Lehrabschlussprüfungen der Schweizer Bundesbahnen mit speziellen Markierungskarten und Leser über ein Computerprogramm ausgewertet (Bühler 1999)
    • 1986 wird in einem Artikel zu „Computers in the Classroom“ empfohlen, die Vorbereitung und Verwaltung von Tests und Übungsaufgaben am Computer zu erledigen (Sigg 1986)
    • 1995 ist die Speicherung und Verwaltung von Aufgabendatenbanken in der beruflichen Bildung als „unabdingbar“ anerkannt (Schmidt 1995)
    • Seit 1998 werden die österreichischen theoretischen Führerscheinprüfungen am PC abgelegt (Test auf CD Rom)
  • 27. E-Assessment
    • Quantifizierende Ansätze
      • Online-Tests, Klausuren, standardisierte Verfahren
    • Ganzheitliche, qualitative Ansätze
      • Gruppen-, Peer-Feedback, Lernunterstützung, E-Portfolio
    • Beide Ansätze sind prinzipiell für formatives und summatives Prüfen geeignet …
  • 28. 21th Century Assessment Church 2008, siehe Cornelia Rüdel in http://pruefung.net/?p=228
  • 29. Kontakt Dr. Sandra Schaffert Salzburg Research Jakob-Haringer-Str. 5/III A-5020 Salzburg Phone: +43-662-2288-429 Fax: +43-662-2288-222 [email_address] http://edumedia.salzburgresearch.at (Anwendungsfeld) http:// sandra.schaffert.ws (Weblog mit allen Aktivitäten) http:// pruefung.net (Weblog zu E-Assessment)