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Was wir HEUTE beachten müssen um die Wissenschaftler in 10 Jahren nicht zu enttäuschen
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Was wir HEUTE beachten müssen um die Wissenschaftler in 10 Jahren nicht zu enttäuschen

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Vortrag zur Verbundkonferenz 2009 des GBV. Workshop 4: FAG Technische Infrastruktur

Vortrag zur Verbundkonferenz 2009 des GBV. Workshop 4: FAG Technische Infrastruktur

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  • 'Wir brauchen keinen Wettbewerb um lokal implementierte Features, sondern einen Wettbewerb um die beste Implementierung offener Standards' - wichtige Maxime, die Bibliotheken natürlich auch jenseits der Digitalisierung berücksichtigen sollten. Für das strategische Umdenken, das dafür nötig ist, werden wir uns noch auf Jahre hinaus engagieren müssen.
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  • 1. Was wir HEUTE beachten müssen
    ...um die Wissenschaftler in 10 Jahren nicht zu enttäuschen
    Dipl. Sozw. Ralf Stockmann, SUB Göttingen
  • 2.
  • 3. These
    Der Umgang mit digitalen Daten wird die Wissenschaften genauso verändern wie der Buchdruck
    Aber: es gibt nicht „DIE Wissenschaft“ sondern viele Disziplinen mit teils gegensätzlichen Anforderungen und Erwartungen
  • 4. Zoologie vs. Wissenschaftsgeschichte
    Zoologie
    Verzeichnis der Erstbeschreibungen von Tieren
    Sehr schneller Zugriff auf gut ausgezeichnete Seiten (nicht: Seitenzahlen, Kapitel)
    Best practice: kleine bitonaleScans, <1 Sekunde für Seitenwechsel, kein Download
    Wissenschaftsgeschichte
    Detailanalye einzelner Seiten, Feinheiten wie Wasserzeichen interessant
    Best practice: hochauflösende Farbscans, Downloadmöglichkeit der vollen Auflösung, Online-Editor für Bildmanipulationen (MPI für Wiss.Gesch.)
  • 5. Digital != Digital
    Astrophysik: die NASA hat bereits alles digitalisiert
    Medizin: digitalisierte Bücher töten Menschen
  • 6. Dimensionen der Digitalisierung
  • 7. Verfügbarkeit„Es ist da, ich kann es finden und nutzen“
    24 / 7
    Fehler werden auftreten und sind nicht zu verhindern
    Europeana
    Internet-Manifest
    Klare Kommunikationsstrategien über Ausfälle
    Indexierbar / Harvestbar denn: verfügbar ist das, was ich finde ohne es gesucht zu haben
    Reaktion auf Nutzereingaben: < 1 Sek, max. 3 Sek
    Bedienung
  • 8. Bedienung ist ein Teil von Verfügbarkeit!
    10% für GUI / Design
    Projektkosten
  • 9. Broken by Design
    Attention to Detail!
  • 10.
  • 11. Dimensionen der Digitalisierung
  • 12. Qualität
    Orientierung an Praxisregeln der DFG
    300 dpi Farbe, 600 dpibitonal
    „echte“ optisch aufgelöste dpi!
    Farbkalibrierung?
    Farbkeil reicht
    Bestmögliche Bildqualität pro Kilobyte Dateigröße
    JPG2000 ?
    Bildoptimierung nur wo es sinnvoll ist
    Entzerrung fragwürdig
    Qualitätskontrolle: Vollständigkeit, dem Ziel angemessen
  • 13. Dimensionen der Digitalisierung
  • 14. Semantik
    Korrigierte bibliographische Daten
    Digitalisierung als Maßnahme der Katalogshygiene
    Volltexte zu vertretbaren Preisen
    < 1 Cent pro Seite
    Fraktur OCR läuft uns nicht weg: 5 Jahre warten
    Keine händischen Korrekturen, lieber regelmäßig Fortschritte der Technik nutzen
    Kollaborative Ansätze unterstützen (WikiSource)
  • 15. „kluger“ Volltext
    Nicht in Suchindex verstecken, sondern neben Digitalisat präsentieren
    Beurteilung von Qualität der OCR und damit der Verlässlichkeit der Suche
    Wortkoordinaten
    Download im TEI Format
    Adressierbarkeit beliebig granularer Einheiten (Kapitel, Absatz, Satz, ...)
    Erschlossen durch Normdaten
    PND,
  • 16. Experiment: Erschließung
    Einheitlicher Suchraum (GDZ Bestand, 10.000 Bände)
    Einheitliche Suchstrategien
    Verschiedene Suchindizes:
    Bibliographische Daten
    Strukturmetadaten
    Volltexte
    Fragestellungen:
    Signifikante Unterschiede?
    Komplementäre Treffersets?
    Treffersets Teilmengen voneinander?
    Ergebnisse: Anfang 2010
  • 17. Dimensionen der Digitalisierung
  • 18. Verwertbarkeit
    Flexible Ausgabeformate
    PDF
    Online-Pageturner
    Zoom-Funktion
    Adressierbakeit
    PersistenteIdentifier / PURLs
    Markups
  • 19. AugumentedReality
  • 20. Überwindung der Provinienz
    Es interessiert keinen Wissenschaftler, in welcher Bibliothek seine Forschungsliteratur steht.
    Noch viel weniger interessiert ihn, in welchem Repository er die digitale Fassung gefunden hat.
    Digitale Werkzeuge MÜSSEN system- und applikationsübergreifend funktionieren:
    Bookmarking
    Vernetzung
    Kommentierung
    Kollaboration
  • 21. ACHTUNG!
    Wir versündigen uns an einer ganzen Generation von Wissenschaftlern, wenn wir Produktkonkurrenz auf dem Rücken der Forscher austragen
    Wir brauchen keinen Wettbewerb um lokal implementierte Features, sondern einen Wettbewerb um die beste Implementierung offener Standards
    Im Zweifelsfall werden die Wissenschaftler in Zukunft dahin gehen wo Vernetzung funktioniert (Google)
  • 22. Rundumlösung vs. vernetze Dienste
    Google:
    Suche
    Mail
    Maps
    Kalender
    News
    Docs
    Picasa (Bilder)
    Nur durch ein Single Sign On verbunden
  • 23. ToDo‘s
    Digitalisierung in hoher Qualität (Digital Master)
    Mehrere Derivate für unterschiedliche Nutzungsszenarien anbieten
    So viele (Meta)Daten wie möglich freigeben
    Systematisch „kluge“ OCR vorantreiben
    Softwareentscheidungen nicht (nur) danach treffen welche Features angeboten werden sondern welche Schnittstellen
  • 24. Vielen Dank

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