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Video-Ausbildung «Erstellung Video-Content»Reto Kuhn12. Mai 2012
Aktion – Emotion – Situierung5-Shot-Coverage«Die Kunst besteht darin, Aktionen, Emotionen, Situationen und die „Location“(...
Aktion – Emotion – Situierung5-Shot-CoverageDie 5 Shots (Reihenfolge bei Aufnahme)       1. Halbtotale (Orientierung, Lich...
Aktion – Emotion – SituierungTipps für die stetige Verbesserung• Denke in Einstellungen• Warte, bis du das Weisse in den A...
Aktion – Emotion – SituierungTipps für die stetige Verbesserung• Verpflichtung
Aktion – Emotion – SituierungÜBUNGDie 5 Shots & Achssprung (30 min)• Mit Szenenwiederholung (5x)• Einmalige, nicht wiederh...
Bereich – Bewegung (Kamera)Schwenk – Travelling – Zoom«Filmen ist attraktiv, weil wir damit Bewegung eingefangen können. N...
Bereich – Bewegung (Kamera)Schwenk – Travelling – ZoomJe bewegter das Motiv, desto ruhiger die Kameraführung• Schwenk     ...
Bereich – Bewegung (Zoom)Zoomfahrt: Kameraeinstellung mit einem sich stetig verändernden Bildausschnitt.Das dafür benutzte...
Ton«Ton löst Emotionen aus oder verstärkt sie. Ton liefert Informationen.Ton ist ein Gestaltungselement.»«Der Ton stellt G...
TonDer gute Ton – Erwartungen• Ist verständlich und präsent• Ist klar und deutlich• Entspricht dem Bild• Unterstützt bei d...
TonStörfaktoren• Immer mit Kopfhörern arbeiten• Fenster und Türen schliessen• Handy und Radio ausschalten• Brummende Gerät...
TonInterview• Ruhiger Ort finden• Nahe genug heran• Kamera ruhig positionieren• Auf Bewegung des Interviewpartners achten•...
TonMikrofone• Dynamische Mikrofone (brauchen keine Speisung, Live-Einsatz)  Bauformen: Tauchspulenmikrofon, Bändchenmikrof...
TonAnschlussnormen• XLR• NAB 6,35 mm Klinkenstecker (Klinke)• NAB 3,5 mm Klinkenstecker (Miniklinke)• NAB 2,5 mm Klinkenst...
TonRichtcharakteristik• Kugel (nimmt Schall rundherum auf)• Niere (nimmt Schall von vorne auf)• Keule (nimmt Schall gerich...
TonEinsatzbereiche• Kondensatormikrofon mit Nieren- oder Keulencharakteristik (auf der Kamera)• Dynamisches Mikrofon mit N...
Licht                   «Drama is life with the dull parts left out.»                   Alfred HitchcockLicht und Schatten...
LichtLichtsituationen• Zu starke Hell-Dunkel-Kontraste vermeiden• Nicht direkt ins Gegenlicht filmen• Für Aussenaufnahmen ...
LichtBelichtung• Belichtungsautomatik (Helligkeit, Gain, Iris, Blende, Weissabgleich)Die Kamera sucht sich den hellsten Pu...
LichtND-Filter (Neutraldichtefilter)• Bei generell zuviel Licht: Graufilter (Unverfälschte Farbwiedergabe, Bewegungsunschä...
LichtÜBUNGExtreme Lichtverhältnisse• Morgenstimmung, Abenddämmerung• zu hell, zu dunkel• spielen mit LichtM8_Aufgabe_vom_C...
SchnittFakten• Schnitt ist aufwendig (Workflow definieren)• Schnitt ist «Try & Error» (abschauen, probieren, beurteilen, v...
SchnittAussage und Wirkung• Wahrnehmung, Sehgewohnheiten (Orientierung und Verständnis)• Bildfolge, Dramaturgie und Tempo ...
SchnittVerkürzen und Verlängern• Unveränderte Chronologie der Handlung• Zwischenschnitt (Details, andere Blickwinkel, Tota...
SchnittArten von Schnitt• Harter Schnitt• Blende    • einblenden (etwas beginnt)    • ausblenden (etwas endet)    • überbl...
Schnitt und TonWozu O-Ton?• Aussageabsicht (Meinung oder Gegenmeinung zur Information)• Augenzeuge• Emotionale AussageWie ...
Schnittplatz – Schnittsoftware• Schnittplatz (PC, Laptop)• Schnittsoftware    • iMovie (Apple)    • Final Cut (Apple)    •...
Schnittplatz – Schnittsoftware
SchnittÜBUNG«Kürzen, kürzen, kürzen»Eine Aktion oder Handlung, welche etwa 5 bis 10 min. dauert auf 60 sec.kürzen, danach ...
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20120512 erstellung-video-content-schnitt

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  1. 1. Video-Ausbildung «Erstellung Video-Content»Reto Kuhn12. Mai 2012
  2. 2. Aktion – Emotion – Situierung5-Shot-Coverage«Die Kunst besteht darin, Aktionen, Emotionen, Situationen und die „Location“(Drehort) so zu filmen, dass am Ende die „Magic Moments“, also diespannendsten, wichtigsten Bilder auf Band sind und dazu ein attraktiver O-Ton(Originalton) aufgenommen wurde. Zudem soll ein VJ mindesten 50%Nahaufnahmen, 25% Halbtotale und 25% Totale filmen.»SF Wissen VideoguideM3_5-Shot-Coverage.pdf
  3. 3. Aktion – Emotion – Situierung5-Shot-CoverageDie 5 Shots (Reihenfolge bei Aufnahme) 1. Halbtotale (Orientierung, Licht und Wind im Rücken) 2. Grossaufnahme (Emotion, wichtig und schwierig) 3. Totale (Situation, Umgebung, Sichere Distanz) 4. Gang in Kampfzone (Aktion, journalistischer Teil) 5. Überraschende (Kreation, unerwartete Perspektiven)Schnittfolge (Reihenfolge im Schnitt) 1. Totale = Situation, Umgebung 2. Halbtotale = Orientierung, Handlung 3. Grossaufnahme = Emotion 4. Nahaufname = DetailsM3_5-Shot-Coverage.pdf
  4. 4. Aktion – Emotion – SituierungTipps für die stetige Verbesserung• Denke in Einstellungen• Warte, bis du das Weisse in den Augen siehst• Maximal 10 Sekunden pro Einstellung• Mit den Füssen zoomen• Stillstehen, nicht zappeln, nicht während der Aufnahme zoomen• Licht und Wind im Rücken behalten• Kamera-Effekte deaktivieren• Konzentration auf das, was wirklich interessiert• Keine amateurhaften Schriften und Grafiken einsetzen• Kurz und knapp auf den Punkt• Externes Mikrofon verwenden
  5. 5. Aktion – Emotion – SituierungTipps für die stetige Verbesserung• Verpflichtung
  6. 6. Aktion – Emotion – SituierungÜBUNGDie 5 Shots & Achssprung (30 min)• Mit Szenenwiederholung (5x)• Einmalige, nicht wiederholbare Aktion(Variante: 5 Shots mit und ohne Zoom)M3_Aufgabe_vom_Coach.pdf / M4_Aufgabe_vom_Coach.pdfVorsicht:• Genügend lange Einstellungen (Vorlauf + 10 Sekunden)• Hektisches Geschehen = ruhige Kameraführung, wenig Perspektivenwechsel• Blickrichtung und Achssprung beachten
  7. 7. Bereich – Bewegung (Kamera)Schwenk – Travelling – Zoom«Filmen ist attraktiv, weil wir damit Bewegung eingefangen können. Nicht nur dasSujet vor der Kamera, sondern auch die Kamera selbst kann sich bewegen.Kamerabewegungen sind wichtige filmsprachliche Gestaltungsmittel, aber nichteinfach umzusetzen.»SF Wissen VideoguideM6_Kamerabewegung.pdf
  8. 8. Bereich – Bewegung (Kamera)Schwenk – Travelling – ZoomJe bewegter das Motiv, desto ruhiger die Kameraführung• Schwenk • passiv (Kamera folgt vorbeifahrendem Zug) • aktiv (Schwenk über unbewegtes Sujet, Panorama)Vorsicht: Nicht wackeln, ruhig und langsam, nicht der Handlung folgen• Travelling • verfolgen, vorausgehen, mitbewegen (Dynamik, subjektiver Blick)Vorsicht: Nicht wackeln, Bürostuhl, Steadycam, Schiene, Dolly, Seilbahn, Drone …• Zoom • veränderte Brennweite = verändern der Ausschnittsgrösse (Fingerzeig)Vorsicht: Nicht wackeln, StativM6_Kamerabewegung.pdf
  9. 9. Bereich – Bewegung (Zoom)Zoomfahrt: Kameraeinstellung mit einem sich stetig verändernden Bildausschnitt.Das dafür benutzte Zoomobjektiv verändert den Bildausschnitt, jedoch nicht die Perspektive(im Gegensatz zu einer Kamerafahrt).Weitwinkel• der sichere Bereich des VJ• verwackelt weniger• weniger Schärfenprobleme• grosser Bildausschnitt• Umfeld und Handlung wird eingefangenTele• spannend und attraktiv, aber anspruchsvoll• Stativ und gute Lichtverhältnisse• Objekt wird isoliert, Blick des Zuschauers gelenkt• Brennweite und BlendeM9_Tele_und_Weitwinkel.pdf
  10. 10. Ton«Ton löst Emotionen aus oder verstärkt sie. Ton liefert Informationen.Ton ist ein Gestaltungselement.»«Der Ton stellt Glaubwürdigkeit her. Er vermittelt den Ort, den Raum, Kontinuität,Authentizität und das Gefühl „mitten drin“ zu sein.»SF Wissen Videoguide• Musik (unterstreicht Stimmung, vermittelt und verstärkt Emotionen) Vorsicht: Kognitive Dissonanz (verfälscht, widerspricht der Botschaft)• O-Ton (Original-Ton der Aufnahme)• Ambi (Umgebungston)• Effekte (Aufnahme, Archiv)
  11. 11. TonDer gute Ton – Erwartungen• Ist verständlich und präsent• Ist klar und deutlich• Entspricht dem Bild• Unterstützt bei der Definition von Ort und Raum• Vermittelt Gefühle und Stimmungen• Ist kontinuierlich• Ist schneidbar
  12. 12. TonStörfaktoren• Immer mit Kopfhörern arbeiten• Fenster und Türen schliessen• Handy und Radio ausschalten• Brummende Geräte ausschaltenVorsicht:Störfaktoren (Strasse, Flugzeug) durch wechseln der Blickrichtung, der Positionoder des Drehorts ausblenden. Ist dies nicht möglich, Lärmquelle ins Bildbringen, damit der Zuschauer die Ursache erkennen kann.
  13. 13. TonInterview• Ruhiger Ort finden• Nahe genug heran• Kamera ruhig positionieren• Auf Bewegung des Interviewpartners achten• Schärfe und Bildausschnitt festlegen• Sich in den Interviewpartner einfühlen• Sich auf den Einstieg und die ersten Fragen vorbereiten
  14. 14. TonMikrofone• Dynamische Mikrofone (brauchen keine Speisung, Live-Einsatz) Bauformen: Tauchspulenmikrofon, Bändchenmikrofon• Kondensatormikrofone (Speisung XLR-Buchse 9 bis 48V-Spannung) Üblicherweise Phantomspeisung des Verstärkers oder des Mischpults Bauform: Elektret-Kondensatormikrofon 1,5V-Spannunghttp://de.wikipedia.org/wiki/Mikrofon
  15. 15. TonAnschlussnormen• XLR• NAB 6,35 mm Klinkenstecker (Klinke)• NAB 3,5 mm Klinkenstecker (Miniklinke)• NAB 2,5 mm Klinkenstecker (Microklinke)http://de.wikipedia.org/wiki/Mikrofon
  16. 16. TonRichtcharakteristik• Kugel (nimmt Schall rundherum auf)• Niere (nimmt Schall von vorne auf)• Keule (nimmt Schall gerichtet auf)• Acht (nimmt Schall von beiden Seiten auf, Stereo-Aufnahmen)http://de.wikipedia.org/wiki/Richtcharakteristik
  17. 17. TonEinsatzbereiche• Kondensatormikrofon mit Nieren- oder Keulencharakteristik (auf der Kamera)• Dynamisches Mikrofon mit Nieren- oder Kugelcharakteristik (Nahbesprechung)• Handmikrofon, Ansteckmikrofon (universell einsetzbar)Vorsicht:• So nah wie möglich an die Schallquelle• Ruhig halten• Gleichmässiger Abstand zum Mikrofon• Windschutz bei Nahbesprechung und Aussenaufnahmen (Schaumgummi, Fell)• Mithören (Kleiderrascheln, Umgebungsgeräusche, Abstand)• Mögliche Störquellen für Funkmikrofone entfernen• Ersatzbatterien
  18. 18. Licht «Drama is life with the dull parts left out.» Alfred HitchcockLicht und Schatten, Farbdramaturgie• Stimmung, Atmosphäre• Linien und Streifen (Gitter, Jalousien)• Kontraste (Gut-Böse-Gegensatz)
  19. 19. LichtLichtsituationen• Zu starke Hell-Dunkel-Kontraste vermeiden• Nicht direkt ins Gegenlicht filmen• Für Aussenaufnahmen ist Mittagslicht ungünstig (strahlt direkt von oben)• Bei der Drehplanung die Lichtsituationen miteinbeziehen (z.B. geeignete Tageszeit)• Beim Filmen von Personen darauf achten, dass sie ein Augenlicht haben (Lichtreflexionen in den Augen machen ein Gesicht wach und lebendig)• Mit vorhandenen Lichtquellen arbeiten• Im Notfall Stirnlampe oder Kameralicht einsetzen (massvoll)
  20. 20. LichtBelichtung• Belichtungsautomatik (Helligkeit, Gain, Iris, Blende, Weissabgleich)Die Kamera sucht sich den hellsten Punkt im Bild und nimmt diesen alsWeiss an. Alle anderen Farben werden angepasst.Vorsicht:• Bei Kunstlicht und Sonnenlicht manueller Weissabgleich, Referenzwert• Brillen und Sonnenbrillen können Bild verfälschen
  21. 21. LichtND-Filter (Neutraldichtefilter)• Bei generell zuviel Licht: Graufilter (Unverfälschte Farbwiedergabe, Bewegungsunschärfe trotz viel Licht)Pol-Filter (Polarisationsfilter)• Bei partiell zuviel Licht und Spiegelungen: Polfilter (Verbesserte Grünwiedergabe, dunklere und kräftigere Farben)http://de.wikipedia.org/wiki/Polfilter
  22. 22. LichtÜBUNGExtreme Lichtverhältnisse• Morgenstimmung, Abenddämmerung• zu hell, zu dunkel• spielen mit LichtM8_Aufgabe_vom_Coach.pdf
  23. 23. SchnittFakten• Schnitt ist aufwendig (Workflow definieren)• Schnitt ist «Try & Error» (abschauen, probieren, beurteilen, verbessern)• Schnitt ist nie perfekt (Zeitlimit setzen)Regeln• Kein Schnitt über ähnliche Einstellungsgrössen• Neutrale Übergänge• Keine Achssprünge
  24. 24. SchnittAussage und Wirkung• Wahrnehmung, Sehgewohnheiten (Orientierung und Verständnis)• Bildfolge, Dramaturgie und Tempo (Geschichte)• Neutraler Anfang und neutrales Ende (Zeit- und Ortswechsel möglich)Hitchcocks Shower Scenehttp://www.youtube.com/watch?v=wBAMzmQ2SqQ&feature=relatedRegeln bewusst nicht befolgen• Unsichtbarer und sichtbarer Schnitt (Sehgewohnheiten)• Bekanntes und unbekanntes• Vertrautes und überraschendesThe Bourne Identity, The Bourne Supremacy, The Bourne Ultimatumhttp://www.youtube.com/watch?v=JmxK_pBaG4E&feature=results_main&playnext=1&list=PL8CF4C348A3472675http://www.youtube.com/watch?v=avTejGH15FE
  25. 25. SchnittVerkürzen und Verlängern• Unveränderte Chronologie der Handlung• Zwischenschnitt (Details, andere Blickwinkel, Totale)• Effekte (Jumpcut, Zeitraffer)Bewegungskontinuität• Links/Rechts, Oben/Unten, Vorne/Hinten (Achssprung)M5_Schnitt.pdf
  26. 26. SchnittArten von Schnitt• Harter Schnitt• Blende • einblenden (etwas beginnt) • ausblenden (etwas endet) • überblenden (gleicher Ort, andere Zeit) • schieben, blättern, wischen (neues Kapitel)• Blitzer (Alternative zu Zwischenschnitt)
  27. 27. Schnitt und TonWozu O-Ton?• Aussageabsicht (Meinung oder Gegenmeinung zur Information)• Augenzeuge• Emotionale AussageWie wird der O-Ton aufgenommen?• Aufnahmegerät• Kamera laufen lassen
  28. 28. Schnittplatz – Schnittsoftware• Schnittplatz (PC, Laptop)• Schnittsoftware • iMovie (Apple) • Final Cut (Apple) • Sony Vegas Movie Studio (PC) • Avid Xpress (Apple, PC) • Pinnacle Studio (Apple, PC) • Adobe Premiere (Apple, PC) • Magix, Nero, … (PC) http://www.cedis.fu-berlin.de/av-medien/beratung/software/index.html
  29. 29. Schnittplatz – Schnittsoftware
  30. 30. SchnittÜBUNG«Kürzen, kürzen, kürzen»Eine Aktion oder Handlung, welche etwa 5 bis 10 min. dauert auf 60 sec.kürzen, danach auf 30 sec. kürzen.

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