Selbststudium Teil 1 3   Redstone Basisseminar 04 09 09
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  • Jeder Mensch empfindet Wärme anders
  • 16. September 2009
  • 16. September 2009
  • 16. September 2009
  • Nicht so einfach zu beantworten - Oftmals eine juristische Frage
  • Temperaturfaktor ist unabhängig vom Zeitpunkt der bei der Errichtung des Gebäudes gültigen Vorschriften
  • f = Faktor, R = Widerstand, s = Surface, i = innen Nur eine Unbekannte: θ s i , Formel mit einer Unbekannten kann man umstellen! 12,6°C für uns kritische Temperatur für Schimmelpilzbildung (12,6 - -5) : ( 20 - -5) = 0,7 | (10,0 –5) / ( 20 –5) = 0,6
  • 16. September 2009
  • 3 Wichtige Fragen die immer wieder an mich gestellt werden
  • Nicht weil wir nicht wollen, sondern weil wir nicht können!
  • 16. September 2009 Prinzipien der BioStoffVO 1.Trennung des Systems von der Umwelt 2. Minimalhalten der Freisetzung 3. Tragen von Schutzkleidung
  • 16. September 2009
  • 16. September 2009 Risikogruppe = Schutzstufe (=TOP) Gefährdungsbeurteilung nach §7 BioStoffVO (nicht gezielte Tätigkeiten) : Beurteilung der Gefährdung der Nutzer nach hygienischer Sicht und Dringlichkeit Beurteilung der Gefährdung bei der Durchführung bzgl. Durchführenden + Anwohner
  • 3 Wichtige Fragen die immer wieder an mich gestellt werden
  • Anhand dieser Einteilung kann man erkennen, dass Arbeiten bei denen eine Staubentwicklung minimiert wird, immer in einer geringeren und damit weniger aufwendigen Gefährdungsklasse eingruppiert werden. Stark staubende Arbeiten fallen in die Klasse 3 mit entsprechenden Schutzvorschriften.
  • Wonach richtet sich eine Gefährdungsbeurteilung? Zum einen wird die zu erwartende Staubentwicklung die bei der Sanierung entsteht, eingeschätzt. Schwach – keine oder kaum Staubentwicklung Mittel – leichte Staubentwicklung (Arbeiten mit Putzfräsen, Abbeizkrake etc) Stark – starke Staubentwicklung z.B. beim abschlagen von Putzflächen Bei einer mittleren Sporenbelastung werden die Schutzmaßnahmen zusätzlich in Abhängigkeit der Arbeitsdauer eingeteilt. Wird für die Bearbeitung mehr oder weniger als 2 Stunden benötigt. Bei Bearbeitung mit Hammer und Meisel ist immer die Gefährdungsklasse 3 anzunehmen, egal wie lange gearbeitet wird! Grundsätzlich ist bei starker Staubentwicklung keine Unterscheidung zu treffen. Hier gilt immer die Gefährdungsklasse 3.
  • Neben dem Einsatz von Thermographie wird auch die Neutronen Untersuchung zur Feststellung der Schadensursache eingesetzt. Der Einsatz dieser Geräte ist aufwendig und mit erheblichen Kosten verbunden. Spezielle Kenntnisse sind im Umgang mit solchen Geräten erforderlich. Der Einsatz von Hygrometern, Oberflächen Temperaturmessgeräten oder Materialfeuchte Messgeräten gehört mittlerweile zur Standartausrüstung auch im handwerklichen Diagnosebereich.
  • 16. September 2009
  • 16. September 2009
  • 16. September 2009
  • 16. September 2009
  • 16. September 2009
  • 16. September 2009 MBO Gesetz, übergeornete Bedeutung, Anspruch auf Leib & Gesundheit (Schall, Brand,Wärmeschutz, Gesundheit und Standsicherheit) LBO landesspezifische Formulierung der Bauordnung (z.B „Echter Hausschwamm) DIN 4108 Mindestwärmeschutz Sommer/Winter  hygrischer, d. h. gesundheitlicher Anspruch EnEV Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz
  • 16. September 2009
  • 16. September 2009
  • 16. September 2009
  • 16. September 2009
  • 16. September 2009
  • 16. September 2009
  • U Wert 0,279 W/m²K
  • U Wert 1,211 W/m²K
  • U Wert 0,514 W/m²K
  • Aussenwände von Innen mit Rigips Styropor isoliert – Innenwände im Anschluß kälter
  • 16. September 2009
  • 16. September 2009
  • 16. September 2009

Selbststudium Teil 1 3   Redstone Basisseminar 04 09 09 Selbststudium Teil 1 3 Redstone Basisseminar 04 09 09 Presentation Transcript

  • Bauphysik (Grundlagen) Selbststudium - Teil 1
  • 2. Schritt Selbststudium Ziel des Selbststudiums ist es, Erlerntes aufzufrischen und weitere Kenntnisse zur Vorbereitung des Seminars „Sachkundiger für Schimmelpilzsanierung“ bzw. „Sachkundiger für Innendämmung“ zu erlangen. Hierfür arbeiten Sie die online oder im Ordner der Firma redstone und der TÜV SÜD Akademie zur Verfügung gestellten Informationen schrittweise auf. Die „online-Schulung“ endet mit einer Prüfung. Das Bestehen dieser Prüfung gilt als Zugangsvoraussetzung für die Teilnahme an den Sachkundeseminaren „Schimmelpilzsanierung“ bzw. „Innendämmung“. Selbststudium - Teil 1
    • Teil 1 - Bauphysik (Grundlagen )
    • (Wohnklima, Bereiche der Bauphysik, Feuchte & Wärme)
    • Teil 2 - Schimmelpilzsanierung
    • (Mikrobiologie, Wohnverhalten, Messtechnik, Arbeitsschutz, Sanierungsablauf)
    • Teil 3 - Innendämmung
    • (Vorschriften, Vergleich ID - AD, Regelquerschnitt, Wärmebrücken, Details)
    Selbststudium - Teil 1
      • Teile des Selbststudiums:
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  • Raumtemperatur 18°-24°C Raumluftfeuchte 40%-60% Oberflächentemp. max. < 3°C zu Raumtemp. Luftbewegung: ≤ 0,2 m / Sek Damit wir uns in unseren Wohnungen wohlfühlen sollten folgende Randbedingungen erfüllt sein: Wohnklima View slide
  • Bildquellen: Internet Wohnklima
  • Behaglichkeit für den Menschen Abhängig von: 1) Physikalische Bedingungen : - Raumtemperatur, rel. Luftfeuchte - Luftbewegung 2) Physiologische Bedingungen : - körperliche Verfassung, Alter, - Geschlecht, Nahrungsaufnahme 3) Intermediäre Bedingungen : - Kleidung - Tätigkeitsgrad - Raumbesetzung Wohnklima
  • Bereiche der Bauphysik
    • Brandschutz (DIN 4102)
    • Feuchteschutz (DIN 4108)
    • Wärmeschutz (DIN 4108)
    • Schallschutz (DIN 4109)
    • DIN 4108 – Feuchte-, Wärme-, Schimmelpilzschutz im Hochbau:
    • Anforderungen Wärmedämmung / Feuchteschutz
    • Mindestanforderungen / hygienischer Wärmeschutz
    • Anforderungen und Hinweise für Planung / Ausführung
    • Berechnungsverfahren
    Bereiche der Bauphysik
  • Innenklima: 20°C . 50% rel. Luftfeuchte Vereinfachtes Normklima nach DIN 4108: Bereiche der Bauphysik Tauperiode __ Dauer: 60 Tage Außenklima: -10°C * . 80% rel. Luftfeuchte Innenklima: 12°C . 70% rel. Luftfeuchte Außenklima: 12°C . 70% rel. Luftfeuchte Verdunstungsperiode __ Dauer: 90 Tage * -5°C bei Wärmebrücken- / Feuchteschutzberechnungen
    • d    R  R si /R se  u  u m  q  Θ si  Q  Δ Q
      • Schichtdicke d [m]
      • Wärmeleitfähigkeit  [W/mK]
      • Wärmedurchgangswiderstand R [m²K/W]
      • Wärmeübergangswiderstände R si /R se [m²K/W]
      • Wärmedurchgangskoeffizient u [W/m²K]
      • gewichteter Wärmedurchgangskoeffizient u m [W/m²K]
      • Wärmestromdichte q [W/m²]
      • Oberflächentemperatur innen Θ si [°C]
      • Wärmemenge Q
      • „ Energiegewinn“ Δ Q [kWh]
      • Einsparpotential  [€]
    Wärmeschutz
    • Ein neu gedämmtes Bauteil darf den nach EnEV maximal zulässigen U-Wert
    • nicht überschreiten. Dieser wurde je nach Bauteil unterschiedlich verschärft, z.B. :
    • für innen gedämmte Außenwände von 0,45 W/m²K auf 0,35 W/m²K
    • (Sichtfachwerkwände mit geringer Schlagregenbeanspruchung 0,84 W/m²K)
    • für Fenster von 1,7 W/m²K auf 1,3 W/m²K
    • die Anforderungen der EnEV 2009 sind einzuhalten, wenn mehr als 10 % der
    • Bauteilfläche geändert / gedämmt werden
    • bei Baudenkmälern kann bei einer Beeinträchtigung des Erscheinungsbildes, der
    • Substanz oder unverhältnismäßig hohem Aufwand von der EnEV abgewichen werden
    • (Details siehe EnEV 2009 / Internet: www.dena.de)
    EnEV 2007 / EnEV 2009 (ab 01.10.2009) Wärmeschutz
  • EnEV 2009 – Anlage 3 Wärmeschutz 1. Außenwände Werden bei beheizten oder gekühlten Räumen: a) Außenwände ersetzt, erstmalig eingebaut oder b) an Außenwänden Bekleidungen (Platten, Verschalungen, Vorsatzschalen) angebracht oder c) an Außenwänden Dämmschichten eingebaut oder d) an einer bestehenden Außenwand mit U > 0,9 W/m²K der Außenputz erneuert,
    • sind die maximal zulässigen U-Werte nach Tabelle 1 einzuhalten.
    • - Bei der Kerndämmung (mehrschaliges Mauerwerk) ist der Hohlraum vollständig zu dämmen.
    • - Beim Einbau von Innendämmschichten (c) gilt Satz 1 als erfüllt, wenn U neu ≤ 0,35 W/m²K.
    • Bei Sichtfachwerk-Außenwänden mit geringer Schlagregenbeanspruchung (DIN 4108-3) in
    • besonders geschützten Lagen und den Maßnahmen a, c oder d gilt Satz 1 als erfüllt, wenn
    • U neu ≤ 0,84 W/m²K. Bei Maßnahmen nach b) gelten die Anforderungen nach Satz 1. Ist die
    • Dämmschichtdicke technisch begrenzt, ist die höchstmögliche Dicke mit WLG 040 einzubauen.
  • Dämmung der obersten Geschossdecke • Werden bei Steildächern Decken unter nicht ausgebauten Dachräumen erstmalig eingebaut, ersetzt, verkleidet, verschalt oder gedämmt, so ist ein maximaler U-Wert von 0,24 W/m²K einzuhalten ( bisher 0,30 W/m²K) . • Alternativ kann stattdessen das darüber liegende Dach gedämmt werden. • Bei sonstigen Decken gegen unbeheizte Räume gilt ein maximaler U-Wert von 0,30 W/m²K. Wärmeschutz
  • Wärmeschutzanforderungen EnEV 2009 * bei innen gedämmten Außenwänden gilt U max = 0,35 W/m²K *
  • Wärmeschutzanforderungen EnEV 2009
  • Beispiel: Sanierung einer Ziegel-Außenwand U-Wertberechnung
    • Wärmebrücken:
    • Bereiche eines Bauteils, in denen der Wärmestrom
    • höher ist als in angrenzenden Bereichen
    • - Hauptgrund für Innenkondensation
    Wärmebrücken
  • Wärmebrücken Arten von Wärmebrücken 1.) Feuchtebedingte Wärmebrücke (z.B. feuchter Dämmstoff durch Rohrbruch) 2.) Konvektive Wärmebrücke (z.B. undichte Fensteranschlussfuge) 3.) Massestrombedingte Wärmebrücke (z.B. ungedämmte Kaltwasserleitung in Außenwand) 4.) Stoffgebundene Wärmebrücke (z.B. Stahlstütze in Außenwand) 5.) Geometrische Wärmebrücke (z.B. Außenecke in Außenwand)
  • Wärmebrücken
  • Wärmebrücke = Mangel ? Aus DIN EN ISO 10211-2 ergibt sich: f Rsi = ( θ si – θ e ) / ( θ i – θ e ) Wärmebrücken θ si = raumseitige Oberflächentemperatur θ i = Innenlufttemperatur θ e = Außenlufttemperatur
  • Der Temperaturfaktor f Rsi DIN 4108-2 6.1 Vermeidung extrem niedriger Innenoberflächen-Temperaturen Wärmebrücken können in ihrem thermischen Einflussbereich zu deutlich niedrigeren raumseitigen Oberflächentemperaturen, zu Tauwasserniederschlag und damit zur Schimmelbildung ... führen. Eine gleichmäßige Beheizung und ausreichende Belüftung … werden vorausgesetzt. Um das Risiko der Schimmelbildung durch konstruktive Maßnahmen zu verringern, sind die in 6.2 angegebenen Anforderungen einzuhalten. 6.2 Maßnahmen zur Vermeidung von Schimmelpilzbildung Für alle Konstruktionen muss der Temperaturfaktor an der ungünstigsten Stelle die Mindestanforderung ≥ 0,7 erfüllen (entspricht Θ si ≥12,6°C). (Ausnahmen: Fenster, Bauteile nach Tabelle 3 und Beiblatt 2) Wärmebrücken
  • Der Temperaturfaktor f Rsi - Aus E DIN EN ISO 10211-2 ergibt sich: f Rsi = ( θ s i – θ e ) / ( θ i – θ e ) - Mindestforderung DIN 4108: f Rsi ≥ 0,70 an ungünstigster Stelle (Wärmebrücke) f Rsi < 0,70 dämmtechnischer Mangel an der Baukonstruktion f Rsi > 0,70 andere Schadensursache (Nutzer, eindringende Feuchte) Dabei ergibt sich bei Normklima: θ e = - 5 °C (Außenlufttemperatur) θ i = 20 °C (Innenlufttemperatur) θ s i > 12,6 °C (Oberflächentemperatur, raumseitig) Wärmebrücken
  • Berechnungsbeispiel zum Temperaturfaktor f Rsi Oberflächentemperatur, raumseitig Innenlufttemperatur Aussenlufttemperatur f Rsi = < 0,7 Achtung Schimmelpilzbildung
  • Die Thermografie zeigt die konstruktiven Schwachstellen Innentemperatur: 23°C Oberflächentemperatur: 13,7°C Außentemperatur: - 2°C Wärmebrücken
  • Innentemperatur: 19°C Oberflächentemp.: 15,7°C Außentemperatur: 2°C Wärmebrücken Die Thermografie zeigt die konstruktiven Schwachstellen
  • Aufgabe 1 – f Rsi : Innentemperatur 18,5°C Oberflächentemperatur 9,9°C Außentemperatur -3,5°C Welche Schlußfolgerung können Sie ziehen ? Aufgabe 2 – f Rsi : Innentemperatur 17,2°C Oberflächentemperatur 12,6°C Außentemperatur 1,1°C Welche Schlußfolgerung können Sie ziehen ? Wärmebrücken
  • Feuchte & Wärme Merksatz 1: Jede dämmtechnische Veränderung hat eine feuchtetechnische Konsequenz Beispiel: Veränderung des Tauwasseranfalls durch neue Außenfenster Merksatz 2: Jede feuchtetechnische Veränderung hat eine dämmtechnische Konsequenz Beispiel: Veränderung der Wärmeleitfähigkeit bei nassen Baustoffen
  • Feuchtigkeitsursachen
  • Feuchtetransportmechanismen
    • Kapillarer
    • Feuchtetransport
    • Wasserdampftransport
    • infolge von Diffusion
    • Konvektiver Feuchtetransport
  • raumseitige Feuchte 1. Der Mensch infolge von Kochen Duschen Mangelnde Lüftung Zimmerpflanzen Waschen 2. Bauphysikalische Mängel Wärmebrücken Dämmungsfehler in der Dachterrasse Fehlstellen in der Wärmedämmung Leckagen Neubau-, Einbau-, Baurestfeuchte
  • Wasseranfall im Haushalt Personen 2 bis 4 Liter pro Tag Kochen 1 bis 6 Liter pro Tag Baden/Duschen 1 bis 2 Liter pro Tag Waschen/Trocknen 0 bis 1 Liter pro Tag Pflanzen gießen 1 bis 5 Liter pro Tag Insgesamt 5 bis 18 Liter pro Tag raumseitige Feuchte
  • Feuchteentwicklung in 4 Personen Haushalt: Prof. Sedlbauer - 10,0 bis 14,0 l / Tag VDI - 10,0 bis 14,0 l / Tag raumseitige Feuchte
  • Feuchtigkeitsursachen Gesetze der Physik : 1m³ Luft kann eine ganz bestimmte (maximale) Menge Wasser in Dampfform speichern! Diese Wasserdampf-Speicherfähigkeit ist eine Funktion der Lufttemperatur!
  • Wasserdampfgehalt in Abhängigkeit zur Lufttemperatur! C s - Tabelle T [°C] w [g/m³] T [°C] w [gm³] T [°C] w [gm³] T [°C] w [gm³] T [°C] w [g/m³] -20 0,900 -2 4,140 16 13,650 34 37,650 52 91,000 -19 0,990 -1 4,475 17 14,500 35 39,600 53 95,200 -18 1,080 0 4,840 18 15,400 36 41,700 54 99,600 -17 1,180 1 5,205 19 16,300 37 43,900 55 104,300 -16 1,290 2 5,590 20 17,300 38 46,200 56 109,300 -15 1,405 3 5,985 21 18,350 39 48,600 57 114,400 -14 1,530 4 6,395 22 19,400 40 51,150 58 119,600 -13 1,670 5 6,825 23 20,550 41 53,800 59 124,900 -12 1,820 6 7,280 24 21,800 42 56,700 60 130,200 -11 1,980 7 7,760 25 23,050 43 59,600 61 135,900 -10 2,150 8 8,270 26 24,350 44 62,500 62 141,900 -9 2,340 9 8,820 27 25,750 45 65,400 63 148,100 -8 2,550 10 9,400 28 27,200 46 68,500 64 154,500 -7 2,770 11 10,000 29 28,700 47 71,800 65 161,100 -6 3,005 12 10,650 30 30,350 48 75,300 66 167,900 -5 3,260 13 11,350 31 32,050 49 79,000 67 175,000 -4 3,530 14 12,100 32 33,850 50 83,000 68 182,400 -3 3,820 15 12,850 33 35,700 51 87,000 69 190,100
  • Abkühlung Tauwasserbildung durch Luftabkühlung (1 m³) 20°C 4,84 g 17,3 g 12,46 g Kondensat (Tauwasser) 0°C
  • Absolut- und Relativfeuchte in der Praxis Feuchtigkeitsursachen Raumluft bei mit einem Wassergehalt von angenommenen … . wäre gesättigt bei .... und weist folglich eine Relativfeuchte auf von ….. 22° 10,67 g/m³ 19,4 g/m³ 55 % rel.L. kühlt diese Luft ab auf …. Sie enthält zu-nächst immer noch.. … ist aber schon gesättigt bei….. Das heißt: 10° 10,67 g/m³ 9,4 g/m³ Etwa 1,3 g , entsprechen 1,3 ml Überschuß kondensieren aus, und zwar an den kältesten Flächen  Schimmelbildung
  • Kondensation
    • wenn an einem Bauteil die Sättigungsfeuchte, also 100 % relative Luftfeuchte, erreicht ist
    • - bei niedrigen Raumtemperaturen, z. B. 18°C und einer relativen Luftfeuchte von 70 %, kann es an Wandflächen zur Kondensatbildung kommen, wenn die Oberflächentemperatur der Wand niedriger ist als die des Raumes
    Feuchtigkeitsursachen
  • Die Taupunkttabelle
  • Luftfeuchte & Taupunkt
  •  - 3K - Tabelle
  • Struktur redstone-Seminare ID = Innendämmung SchiPi = Schimmelpilz
    • Vielen Dank
    • für Ihre geschätzte
    • Aufmerksamkeit
    • Besuchen Sie auch:
    • www.redstone.de
    Ende Selbststudium - Teil 1
  • Schimmelpilzsanierung Selbststudium - Teil 2
    • Teil 1 - Bauphysik (Grundlagen)
    • (Wohnklima, Bereiche der Bauphysik, Feuchte & Wärme)
    • Teil 2 - Schimmelpilzsanierung
    • (Mikrobiologie, Wohnraumverhalten, Messtechnik, Arbeitsschutz, Sanierungsablauf)
    • Teil 3 - Innendämmung
    • (Vorschriften, Vergleich ID - AD, Regelquerschnitt, Wärmebrücken, Details)
    Selbststudium – Teil 2
      • Teile des Selbststudiums:
  • 1.) Mikrobiologie (Grundlagen) 2.) Wohnverhalten 3.) Arbeitsschutz Schimmelpilzsanierung
  • Unsere kleinen Lieblinge
  • Wie groß ist das Problem von Schimmelpilz in Wohngebäuden ???? 24 % 76 % Tendenz steigend !!!!!!!!! Zur Zeit gibt es in Deutschland ca. 37 Mio. Haushalte. Nach einer Studie der Uni Jena haben derzeit ca. 8,8 Mio. Haushalte massive Schimmelpilzprobleme in Ihren Wohnräumen. Schimmelpilzsanierung
    • Schimmelpilze:
    • sind Mikroorganismen des täglichen Lebens.
    • können giftige Stoffwechselprodukte (Mykotoxine) abgeben
    • befallen überwiegend Lebensmittel und organische Materialien
    • (z. B. Tapeten, Holz) im Wohnbereich.
    • - ihre Sporen finden sich überall in der Außenluft.
    Was sind Schimmelpilze ?
  • - der Begriff stammt aus der mikrobiologischen Praxis - es gibt keine systematisch abgegrenzte Pilzgruppe, aber ca. 250.000 Spezies (ca. 100.000 sind biologisch erfaßt). - etwa 200 Schimmelpilzarten wurden in Gebäuden festgestellt. fünf dieser Arten haben ein “hohes” Gefährdungspotential! - Schimmelpilze zählen zu den ältesten Organismen und bilden ca. 5 - 10% der Biomasse auf unserer Erde! Was sind Schimmelpilze ?
  • Zur Vermehrung und Verbreitung bilden Schimmelpilze Sporen. Das sind asexuelle Verbreitungsorgane (Sporangiosporen und Konidien), selten auch sexuelle Verbreitungsorgane (Zygosporen, Ascosporen). Da die asexuellen Sporen meist in großer Zahl produziert werden und oft gefärbt sind, werden die Schimmelpilze in diesem Stadium mit bloßem Auge (z.B. als Schimmelpilzflecken) sichtbar. Schimmelpilzsporen umfassen mit wenigen Ausnahmen den Größenbereich von 3 bis 20 μm (maximaler Bereich 2-100 μm, 1 μm = 1/1000 mm). Die meisten Sporen sind kleiner als 10 μm. Sie können eingeatmet werden, in der Luft über weite Strecken schweben und mit dem Wind transportiert werden. Was sind Schimmelpilze ?
  • Cladosporium sp.
  • Basidiomycet : Asterostroma
  • Stachybotrys
  • Gesundheitliche Risiken Schimmelpilzsanierung
  • Immunologische Reaktionen Schimmelpilzsporen / -keime (auch abgestorbene) werden vom Immunsystem als Antigen bekämpft. Bei ständigem Kontakt können starke allergische Reaktionen (Husten, Niesen, Hautreaktionen) auftreten. Bei vielen Betroffenen sind Schimmelpilzallergien durch medizinische Tests nicht nachweisbar. Reizende und toxische Wirkungen Toxische Wirkungen durch Schimmelpilze sind relativ selten. Bei hohen Expositionen von Sporen, Keimen und Partikeln kann z.B. eine toxische Alveolitis auftreten. Infektionen (Mykosen) Durch Schimmelpilz ausgelöste Infektionen (Mykosen) sind selten und treten überwiegend bei stark immungeschwächten Personen auf. (in der Regel Atemwegsinfektionen wie die Aspergillose)   Gesundheitliche Risiken
  • Vorkommen 10 3 ...10 6 Sporen/m³ Größe der Sporen: ca. 2-8 µm (2-8 Millionstel Meter), Für das menschliche Auge unsichtbar Wachstumsbedingungen Bildquellen: Internet
  • … lieben ein feuchtes Milieu, mögen organisches Material (Papier, Holz etc.), Substratgruppe: 0...I...II Temperatur 0°...50°C (20°...30°C) Bildquellen: Internet Wachstumsbedingungen
  • Vermehren sich bei pH-Werten von 4,5 bis 6,5 (einige von pH 2 bis 8) Licht ist nicht erforderlich, einige Schimmelpilze sind sogar UV- empfindlich Stellen an den Sauerstoffbedarf geringere Ansprüche als der Mensch Bildquellen: Internet Wachstumsbedingungen
  • 0 7 14 saurer Bereich alkalischer Bereich neutral pH-Skala 4,5 6,5 2 8 Bildquellen: Internet Wachstumsbedingungen
  • Immer wieder liest man, befallene Stellen sollen mit Essigwasser abgewaschen werden. Dieses Vorgehen ist aber nicht sinnvoll! Zum einen bevorzugen Schimmelpilze den sauren ph-Bereich, zum anderen werden vielleicht noch alkalische Materialien durch den Kontakt mit Essig neutralisiert und bieten jetzt einen Nährboden für Sporen und Keime. Wachstumsbedingungen
  • Wasser … freies Wasser (80% rel. Feuchte) a W Wert 0,8 an der Bauteiloberfläche Wachstumsbedingungen
  • 1.) Mikrobiologie (Grundlagen) 2.) Wohnverhalten 3.) Arbeitsschutz Teil 2 - Schimmelpilzsanierung
  • Feuchtigkeits-Quellen
  • Bildquellen: SV- Büro Kühlwein Feuchtigkeits-Quellen
  • Bildquellen: SV- Büro Kühlwein Feuchtigkeits-Quellen
  • Lüftungsarten Wirkung der natürlichen Lüftung Fenster und gegenüberliegend Tür / Fenster ganz offen Querlüftung Lüftungsart Fensterstellung Ungefähre Dauer der Lüftung, um einen Luftwechsel zu erzielen Fenster ganz offen Stoßlüftung Fenster halb offen Fenster gekippt und gegen- überliegende Tür ganz offen Querlüftung Fenster gekippt 1 bis 5 Minuten 5 bis 10 Minuten 10 bis 15 Minuten 15 bis 30 Minuten 30 bis 60 Minuten
    • regelmäßiges Heizen spart Energiekosten - im Winter nie in Räumen die Heizung ganz abstellen - zwischen zwei unterschiedlich beheizten Räumen Türen
    • geschlossen halten und separat lüften - Sommer und Winterbetrieb mittels moderner Heizungen
    • >> Temperaturfühler<<
    Heizen & Lüften
  • 1.) Mikrobiologie (Grundlagen) 2.) Wohnverhalten 3.) Arbeitsschutz Teil 2 - Schimmelpilzsanierung
  • Schadensanalyse wurde durchgeführt Ursache wurde beseitigt Jetzt geht’s an die Sanierung Zuerst muss eine Gefährdungs-Beurteilung durchgeführt werden! Sanierungsablauf
  • Sanierung nach Vorschrift ? Warnung vor Biogefährdung
  • Bildquelle: SV Büro Kühlwein Gefährdungs-Beurteilung
    • Arbeitsschutzgesetz
    • BioStoffVO
    • gezielte Tätigkeit nicht gezielte
    • Tätigkeit
    • Mülltrennung
    • Landwirtschaft
    • Schimmelpilzsanierung
    Gefährdungs-Beurteilung
  • Risikogruppe 1: unwahrscheinlich, daß sie beim Menschen eine Krankheit verursachen. Risikogruppe 2: können eine Krankheit beim Menschen hervorrufen und eine Gefahr für Beschäftigte darstellen Risikogruppe 3: können eine schwere Krankheit beim Menschen hervorrufen und eine ernste Gefahr für Beschäftigte darstellen Risikogruppe 4: rufen eine schwere Krankheit beim Menschen hervor und stellen eine ernste Gefahr für Beschäftigte dar Gefährdungs-Beurteilung
    • Risikogruppe 1: unwahrscheinlich, daß sie beim Menschen eine Krankheit verursachen.
    • Schimmelpilze in Gebäuden werden der RG1 (+RG2) zugeordnet!!
    • (geringe Infektionsgefahr + toxische + allergene Wirkung)
    • Forderung der BioStoffVO:
    • Tätigkeiten der Schutzstufe 1 +
    •  Gefährdungsbeurteilung
    Gefährdungs-Beurteilung
  • Gefährdungs-Beurteilung
  • Schätzen Sie die Gefährdung ab: Welches sind die Parameter zur Gefährdungsanalyse nach BG Bau? 1.) Zu erwartende Staubexposition? 2.) Dauer (Zeit) der Sanierung? Gefährdungs-Beurteilung
  • Rangfolge der Schutzmaßnahmen T O P B-4 Gefahren müssen immer zuerst an der Quelle bekämpft werden. Verbleibende Restgefahren müssen durch geeignete Maßnahmen minimiert werden. 1. Technische Maßnahmen
    • Konstruktive Maßnahmen, (bevorzugt an der Quelle)
    • Änderung der Arbeitsverfahren
    2. Organisatorische Maßnahmen
    • Zeitliche Abstimmung
    • Räumliche Trennung
    3. Persönliche Maßnahmen
    • Bereitstellung und Benutzung von PSA
    T O P
  • zu erwartende Sporenkonzentration Gefährdungs-Beurteilung mittel mäßige Freisetzung von Staub und Sporen schwach kein sichtbarer Staub in der Luft stark stark staubintensive Arbeitsverfahren
  • Einteilung von Arbeiten in Gefährdungsklasen Gefährdungs-Beurteilung Gefährdungsklasse Gefährdungsklasse Gefährdungsklasse Gefährdungslasse 0 1 2 3 schwach mittel mittel stark         Tapeten nach der Behandlung mit Sporenbinder feucht entfernen Putz mit Putzfräse und integrierter Absaugung entfernen Putz mit Putzfräse und integrierter Absaugung entfernen Tapeten trocken entfernen         Trockenbauwände absaugen und vorbereiten. Trockenbauwände mit Folie bekleben und danach entfernen     Trockenbauwände ohne Vorbehandlung herausreissen               Mauerwerk trocken herausbrechen         Teppichboden vor dem entfernen einschäumen Teppich trocken entfernen Teppich trocken entfernen Estrich und Dämmung trocken entfernen        
  • Schwach Mittel Stark Dauer der Tätigkeit < 2h > 2h keine besondere Gefährdung Gefährdungs- klasse 1 Gefährdungs- klasse 2 Gefährdungs- klasse 3 Gefährdungs-Beurteilung
  • Die Ursache für den Schimmelpilzbefall muss herausgefunden und behoben werden. Die Suche nach der Ursache ist oftmals kompliziert und benötigt eine Vielzahl von technischen Einrichtungen. In der Regel werden Sachverständige oder Bauwerksanalytiker mit dieser Aufgabe betraut. Thermographie Neutronen Messgerät Feuchtemessung Bildquelle: SV Büro Kühlwein Zusammenfassung
  • Zusammenfassung
  • Sanierung der Gefährdungsklasse 0 z.B. entfernen von Silikonfugen Schäden kleiner 20 cm²
    • Keine besonderen Schutzmaßnahmen
    • Allg. Hygienevorschriften beachten
    z.B. vor und nach Beendigung der Tätigkeit Hände waschen, keine Speisen im Arbeitsbereich einnehmen Hände eincremen, Hautschutzplan beachten Bildquelle: SV Büro Kühlwein Zusammenfassung
  • Sanierung der Gefährdungsklasse 1 Sanierung dauert weniger als 2 Stunden z.B. Tapeten feucht entfernen Sporenbinder auftragen, Befall abwaschen Putzflächen mit Sporenbinder behandelt, abfräsen
    • Augenschutz, Handschutz, Schutzmaske P2,
    • Allgemeine Hygienevorschriften beachten
    • Schutzkleidung empfohlen
    Räumen des näheren Schadensumfeldes und Feinreinigung nach der Sanierung, Abdecken von Mobiliar, Wänden und Böden (insbesondere Teppichböden), z.B. Aufbau einer Staubschutzwand Staubdichte Abtrennung des Arbeitsbereiches (Tür mit Folie abdecken) Bildquelle: SV Büro Kühlwein Zusammenfassung
  • Sanierung der Gefährdungsklasse 2 Sanierung dauert länger als 2 Stunden (z.B. feuchtes Entfernen von Tapeten), Putzflächen mit Sporenbinder behandeln, abfräsen, Gipskartonplatten mit Sporen- binder behandeln und ausbauen
    • Schutzanzug, Augenschutz,
    • Handschutz, Schutzmaske P2,
    • Allgemeine Hygienevorschriften beachten
    P2 Masken mit Gebläseunterstützung oder Atemschutzhauben TH2P empfohlen Abdecken von Mobiliar, Wänden und Böden (insbesondere Teppichböden) z.B. Aufbau einer Staubschutzwand Staubdichte Abtrennung des Arbeitsbereiches (Einkammerschleuse) Abschließende Feinreinigung!
    • Ausreichende Lüftung gewährleisten,
    • Schwarz-Weiß Trennung
    Bildquelle: SV Büro Kühlwein Zusammenfassung
  • Sanierung der Gefährdungsklasse 3 Sanierung mit hoher Staubentwicklung (z.B. trockenes Entfernen von Tapeten), Putzflächen abschlagen, Gipskartonplatten, abgehängte Decken etc. ausbauen
    • Schwarz-Weiß Trennung, Schutzanzug, Augenschutz,
    • Handschutz, Allgemeine Hygienevorschriften beachten
    Abdecken von Mobiliar, Wänden und Böden (insbesondere Teppichböden) z.B. Aufbau einer Staubschutzwand Staubdichte Abtrennung des Arbeitsbereiches (Einkammerschleuse) Abschließende Feinreinigung!
    • Ausreichende techn. Lüftung einsetzen,
    • Atemschutz TM3P
    • (gebläseunterstützte Halb/Vollmaske P3 Filterkkasse)
    • Überprüfung der Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen
    Bildquelle: SV Büro Kühlwein Zusammenfassung
  • Struktur redstone-Seminare ID = Innendämmung SchiPi = Schimmelpilz
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    Ende Selbststudium - Teil 2
  • Innendämmung Selbststudium - Teil 3
    • Teil 1 - Bauphysik (Grundlagen )
    • (Wohnklima, Bereiche der Bauphysik, Feuchte & Wärme)
    • Teil 2 - Schimmelpilzsanierung
    • (Mikrobiologie, Wohnraumverhalten, Messtechnik, Arbeitsschutz, Sanierungsablauf)
    • Teil 3 - Innendämmung
    • (Vorschriften, Vergleich, ID – AD, Regelquerschnitt, Wärmebrücken, Details)
    Selbststudium - Teil 3
      • Teile des Selbststudiums:
  • Dämmen oder Lüften ?
  • Dämmen oder Lüften ?
  • Dämmen oder Lüften ?
  • Dämmen oder Lüften ? Es geht nicht nur um Energieeinsparung , sondern auch um die Einhaltung hygienischer Mindeststandards ! (Tauwasser- / Schimmelpilzvermeidung) Dämmen oder Lüften ?
  • „ freier“ und „unfreier“ Markt
    • „ frei“
    • Wertsteigerung des Gebäudes
    • Umweltbewußtsein
    • Wohnkomfort
    • Förderprogramme
    • „ unfrei“
    • Verordnungen
    • Gesetze
    • Instandhaltung
  • 1.) Vorschriften / Regelwerke 2.) Technologievergleich ID - AD 3.) Dämmung des Regelquerschnitts 4.) Lösungen für Wärmebrücken Teil 3 - Innendämmung
  • EnEV 2007 Anforderungen an den Wärmeschutz bei der Altbausanierung nach der Wärmeschutzverordnung (WSchV 1995) und Energieeinspar-Verordnung (EnEV 2007) Maximaler Wärmedurchgangs-Koeffizient und Mindestwert für die äquivalente Dämmdickde WschV 1995 EnEV 2007 k max d eq,min U max d eq,min W/m²K cm cm W/m²K 1 2 Außendämmung und Kerndämmung von Außenwänden Innendämmung von Außenwänden Erneuerung von Fachwerk 0,40 10,0 0,35 11,4 0,50 8,0 0,45 8,9 * *ab 01.10.09 U max = 0,35
    • Ein neu gedämmtes Bauteil darf den nach EnEV maximal zulässigen U-Wert
    • nicht überschreiten. Dieser wurde je nach Bauteil unterschiedlich verschärft, z.B. :
    • für innen gedämmte Außenwände von 0,45 W/m²K auf 0,35 W/m²K
    • (Sichtfachwerkwände mit geringer Schlagregenbeanspruchung 0,84 W/m²K)
    • für Fenster von 1,7 W/m²K auf 1,3 W/m²K
    • die Anforderungen der EnEV 2009 sind einzuhalten, wenn mehr als 10 % der
    • Bauteilfläche geändert / gedämmt werden
    • bei Baudenkmälern kann bei einer Beeinträchtigung des Erscheinungsbildes, der
    • Substanz oder unverhältnismäßig hohem Aufwand von der EnEV abgewichen werden
    • (Details siehe EnEV 2009 / Internet: www.dena.de)
    EnEV 2007 / EnEV 2009 (ab 01.10.2009) Wärmeschutz
  • EnEV 2009 – Anlage 3 Wärmeschutz 1. Außenwände Werden bei beheizten oder gekühlten Räumen a) Außenwände ersetzt, erstmalig eingebaut oder b) an Außenwänden Bekleidungen (Platten, Verschalungen, Vorsatzschalen) angebracht oder c) an Außenwänden Dämmschichten eingebaut oder d) an einer bestehenden Außenwand mit U > 0,9 W/m²K der Außenputz erneuert
    •   sind die maximal zulässigen U-Werte nach Tabelle 1 einzuhalten.
    • - bei der Kerndämmung (mehrschaliges Mauerwerk) ist der Hohlraum vollständig zu dämmen
    • - beim Einbau von Innendämmschichten (c) gilt Satz 1 als erfüllt, wenn U neu ≤ 0,35 W/m²K
    • bei Sichtfachwerk-Außenwänden der Schlagregenbeanspruchungsgruppe I (DIN 4108-3) in
    • besonders geschützten Lagen und den Maßnahmen a, c oder d gilt Satz 1 als erfüllt, wenn
    • U neu ≤ 0,84 W/m²K. Bei Maßnahmen nach b) gelten die Anforderungen nach Satz 1. Ist die
    • Dämmschichtdicke technisch begrenzt, ist die höchstmögliche Dicke WLG 040 einzubauen.
  • Dämmung der obersten Geschossdecke • Werden bei Steildächern Decken unter nicht ausgebauten Dachräumen erstmalig eingebaut, ersetzt, verkleidet, verschalt oder gedämmt, so ist ein maximaler U-Wert von 0,24 W/m²K einzuhalten ( bisher 0,30 W/m²K) . • Alternativ kann stattdessen das darüber liegende Dach gedämmt werden. • Bei sonstigen Decken gegen unbeheizte Räume gilt ein maximaler U-Wert von 0,30 W/m²K. Wärmeschutz
  • Wärmeschutzanforderungen EnEV 2009 * bei innen gedämmten Außenwänden gilt U max = 0,35 W/m²K *
  • Wärmeschutzanforderungen EnEV 2009
  • EnEV 2009
    • MusterBauOrdnung
    • LandesBauOrdnung
    • DIN 4108 (hygienischer Mindestwärmeschutz)
    • EnEV 2009 (energiesparender Wärmeschutz)
    • Energieausweis
    „ unfreier“ Markt - relevante Regelwerke
  • 1.) Vorschriften / Regelwerke 2.) Technologievergleich ID - AD 3.) Dämmung des Regelquerschnitts 4.) Lösungen für Wärmebrücken Teil 3 - Innendämmung
  • Außen-, Kern- oder Innendämmung? Technologievergleich
  • Außendämmung Kerndämmung Innendämmung Technologievergleich
  • Bsp.: Aussendämmung Anmerkungen: Tauwasser : 0,082 kg/m²a Verdunstung : 2,471 kg/m²a
  • Bsp.: Aussendämmung Anmerkungen: kein Tauwasser kritischer Punkt: Aussenputz/Diffusion
  • Bsp.: Innendämmung Anmerkungen: Tauwasser : 0,082 kg/m²a Verdunstung : 2,471 kg/m²a
  • Bsp.: Innendämmung Anmerkungen: Tauwasser : 1,040 kg/m²a Verdunstung : 1,129 kg/m²a (stationär!!) redstone USP redstone Pura
  • Außen- oder Innendämmung? Außendämmung + sommerlicher Wärmeschutz + Wärmebrücken - Wetterschutz des Dämmstoffes - Fluchtlinie - Kostenaufwand - städtebauliches Bild - außen vermehrt Tauwasser (bei fachgerechter Planung / Ausführung unbedenklich) - thermische Beanspruchung
  • Außen- oder Innendämmung? Innendämmung + rasches Aufwärmen + Einbau einfach / wetterunabhängig + geringe Kosten - Brandschutz (Polystyrol) - Wohnfläche - Nutzerbeeinträchtigung bei Einbau - innen vermehrt Tauwasser (bei fachgerechter Planung / Ausführung unbedenklich) - Trocknungsverzögerung + A1 Brandschutz / Mineralschaum + Wärmebrücken
  • Detailvorteil Innendämmung Außendämmung Innendämmung
  • 1.) Vorschriften / Regelwerke 2.) Technologievergleich ID - AD 3.) Dämmung U-Wert Berechnung 4.) Lösungen für Wärmebrücken Teil 3 - Innendämmung
  • U-Wertberechnung Beispiel: Sanierung einer Ziegel-Außenwand
  • Dipl. Ing. (FH) R. Lappan U-Wertberechnung
  • Dipl. Ing. (FH) R. Lappan U-Wertberechnung
  • Richtung des Wärmestroms U-Wertberechnung
  • Dipl. Ing. (FH) R. Lappan Die Werte unter horizontal gelten für Richtungen des Wärmestroms von +/- 30 % zur Horizontalen !!! U-Wertberechnung Tabelle 1: Rechenwerte der Wärmeübergangszahlen bzw. Wärmeübergangswiderstände nach DIN EN 6976 sowie DIN 4108 Wärmeübergangszahlen Wärmeübergangswiderstände h i h e R si R se Einheiten W/m 2 K W/m 2 K m 2 K/W m 2 K/W im Wärmeschutz Richtung des Wärmestromes aufwärts 10 23 0,10 0,043 abwärts 6 23 0,167 0,043 horizontal 8 23 0,125 0,043 Hinterlüftung 8 8 0,125 0,125
  • Dipl. Ing. (FH) R. Lappan U-Wertberechnung Tabelle 1: Rechenwerte der Wärmeübergangszahlen bzw. Wärmeübergangswiderstände nach DIN EN 6976 sowie DIN 4108 Wärmeübergangszahlen Wärmeübergangswiderstände h i h e R si R se Einheiten W/m 2 K W/m 2 K m 2 K/W m 2 K/W im Feuchteschutz Normalerweise 6 23 0,167 0,043 bei geschlossener Möblierung vor der Außenwand 5 23 0,20 0,043 Vermeidung von Schimmelpilz beheizte Räume 4 23 0,25 0,043 unbeheizte Räume 8 12 0,125 0,038
  • Wärmedurchlasswiderstand R Der Kehrwert des Wärmedurchgangskoeffizienten U wird als Wärmedurchlasswiderstand R bezeichnet. U-Wertberechnung 1 x U R =
  • Dipl. Ing. (FH) R. Lappan Wärmedurchgangswiderstand R T U-Wertberechnung
  • Dipl. Ing. (FH) R. Lappan Wärmedurchlasswiderstand, Berechnung R U-Wertberechnung von innen [cm] d [kg/m³] ρ [kg/m²] [W/mK] λ Gipsputz 1,00 1200 12,0 0,70 HLz 1600 30,00 1600 480,0 0,44 Kalkzementputz 1,50 1800 27,0 1,00
  • Dipl. Ing. (FH) R. Lappan Einheiten: λ = W/mK, d = m !!! U-Wertberechnung von innen [cm] d [kg/m³] ρ [kg/m²] [W/mK] λ Gipsputz 1,00 1200 12,0 0,70 HLz 1600 30,00 1600 480,0 0,44 Kalkzementputz 1,50 1800 27,0 1,00
  • Dipl. Ing. (FH) R. Lappan U-Wertberechnung von innen [cm] d [kg/m³] ρ [kg/m²] [W/mK] λ Gipsputz 1,50 1200 18,0 0,7 Voll-/Hochlochziegel 24,00 1400 336,0 0,58 EPS 15 SE 035 10,00 15 1,50 0,035 Kalkzementputz 1,50 1800 27,0 1,00
  • Dipl. Ing. (FH) R. Lappan U-Wertberechnung
  • Dipl. Ing. (FH) R. Lappan U-Wertberechnung
  • Dipl. Ing. (FH) R. Lappan Wärmedurchgangswiderstand R T U-Wertberechnung Wärmeübergangszahlen Wärmeübergangswiderstände h i h e R si R se Einheiten W/m 2 K W/m 2 K m 2 K/W m 2 K/W im Wärmeschutz Richtung des Wärmestromes aufwärts 10 23 0,10 0,043 abwärts 6 23 0,167 0,043 horizontal 8 23 0,125 0,043 Hinterlüftung 8 12 0,125 0,038
  • Dipl. Ing. (FH) R. Lappan U-Wertberechnung
  • Dipl. Ing. (FH) R. Lappan U-Wertberechnung
  • Dipl. Ing. (FH) R. Lappan Wärmedurchgangskoeffizient U U = ??? U-Wertberechnung
  • Dipl. Ing. (FH) R. Lappan U-Wertberechnung innen außen außen innen
  • Dipl. Ing. (FH) R. Lappan Oberflächentemperaturen Oberflächentemperaturen sind abhängig von der Art des Wärme- übergangs (h i / h e ), der Temperaturdifferenz zwischen Wohnraum und Außenklima, sowie der energetischen Qualität des Bauteils. Uns interessiert nur die Oberflächentemperatur. T Δ = Temperaturdifferenz innen/außen R si = Wärmeübergang innen, = 1/8 = 0,125 R ges = R T U-Wertberechnung
  • Dipl. Ing. (FH) R. Lappan T O = T L – K = 20 – 4,3 = 15,7 ° C U-Wertberechnung
  • Dipl. Ing. (FH) R. Lappan T O = T L – K = 20 – 1,1 = 18,9 ° C U-Wertberechnung
  • Aufgabe 1 U-Wertberechnung Außenwand von innen: 1 Gipsputz 2 Porenbeton 3 Dämmputz
  • Aufgabe 2 U-Wertberechnung Außenwand von innen: 1 Kalkgipsputz 2 Lochziegel 3 Kalkzementputz 4 Silikatputz
  • Aufgabe 3 Außenwand von innen: 1 redstone Pura Mineraldämmplatte 2 Kalkgipsputz 3 Lochziegel 4 Kalkzementputz 5 Silikatputz U-Wertberechnung
  • 1.) Vorschriften / Regelwerke 2.) Technologievergleich ID - AD 3.) Dämmung U- Wert Berechnung 4.) Lösungen für Wärmebrücken Teil 3 - Innendämmung
  • Quelle: Raymond Scholz INNEN AUSSEN INNEN Innenwand anschluss
  • Innenwand anschluss
  • Deckenanschluss (massiv)
  • Deckenanschluss (massiv)
  • Bildquelle: redstone redstone ID-System
  • redstone ID-System Leitfaden Pura Material/Baustoff Einsatzgebiete System Pura Grenzen + Abgrenzungen Details SKE´s Verarbeitung
    • Standard bei Innendämmung
    • hydrophile Mineraldämmplatte (kapillaraktiv, klimaregulierend, fehlertolerant)
    • natürliche Zusammensetzung: Kalk, Sand, Luft („wohnbiologisch empfohlen“ vom IBR, nicht brennbar A1)
    • homogener Aufbau, einfache Verarbeitung (keine Ständerkonstruktion, keine Dampfbremse erforderlich)
    • Wärmeleitfähigkeit = 0,045 W/mK
    • Plattenstärken 5, 6, 8,10,12 cm
    • Anwendungsbereich Wand & Decke
    • umfangreiches Systemzubehör / Dokumentation (TM, Verarbeitungsanleitungen, EG-Sicherheitsdatenblatt…)
    redstone Pura
  • Hydrophil = wasserfreundlich, wasserliebend. Ein hydrophiler Dämmstoff kann Wasser (z. B. Tauwasser) durch seine Kapillargefäße aufnehmen und zur Wandoberfläche ableiten. Dort kann das Wasser durch Verdunstung an die Raumluft abgegeben werden. Hydrophilie / Hydrophobie
  • Bildquelle: SV Büro Kühlwein Wasseraufnahme – hydrophiler Dämmstoff
  • Hydrophob = wasserabstoßend / -scheu Ein hydrophober Dämmstoff kann Wasser nicht kapillar transportieren („aufsaugen“) oder von Wasser benetzt werden. Daher kann in der Dämmung anfallendes Tauwasser nicht kapillar an die Wandoberfläche abgeleitet werden, um dort wieder zu verdunsten. Hydrophilie / Hydrophobie
  • Bildquelle: SV Büro Kühlwein Wasserabweisender hydrophober Dämmstoff
  • Innendämmung - feuchtesichere Konstruktionen
    • Bakterien- / schimmelpilzresistente Dämmstoffe, Kleber und
    • Beschichtungen verwenden (mineralisch, alkalisch)
    • Vermeidung von eindringender Feuchtigkeit
    • Keine Hohlräume hinter der Dämmung
    • Keine dampfsperrenden Schichten
    • Keine Hinterströmung (Elektrodosen etc.)
    • Einsatz von Kalziumsilikat / Mineralschaumplatten
    • Variable Dampfbremsen sind von Vorteil
    • Objektspezifische Planung
    Zusammenfassung
  • 1.) Jede dämmtechnische Veränderung hat eine feuchtetechnische Konsequenz! 2.) Nur eine sorgfältige Planung und fachgerechte Ausführung garantieren den Sanierungserfolg! 3.) Mehr Dämmung ist nicht immer besser - daher nur die nach EnEV erforderliche Mindestdämmstärke einbauen! 4.) Dämmung Regelquerschnitt: EnEV (energetischer Wärmeschutz) Dämmung Wärmebrücken: DIN 4108 (hygienischer Wärmeschutz) Zusammenfassung
  • Struktur redstone-Seminare ID = Innendämmung SchiPi = Schimmelpilz
    • Vielen Dank
    • für Ihre geschätzte
    • Aufmerksamkeit
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    Ende Selbststudium - Teil 3