2011 – Das Leben kurz vorm AbgrungGedichte und lyrische Versuche von Lyrikania                                        Text...
InhaltDie Bücher werden neu geschrieben – 2011HamburgNach Vorne blickend rückwärts schauenDas Wort (nicht als vorweltliche...
Kompromisse mehr oder wenigerDu wartest auf eine Veränderung,auf Etwas was anders – vielleicht sogar schöner wird.Du trink...
ist der Kompromiss ganz oft das Tor zu Freiheit,der Weg ins Glück für jeden in eben dieser Beziehungund damit auch für die...
So ist der Tage nicht wirklich letzter Abend
Die Bücher werden neu geschrieben – 2011Wir wissen Alle es ist das Jahr 2011.Japan steht kurz vor seiner endgültigen Verni...
HamburgKokain…Heroin…Nutten…Huren…Stricher…Hamburg…Elbe…Nordseeluft…Distanzierte Art…Hanseaten…Die Alster…Hamburg…Meine He...
Hamburg meine Heimat…Hamburg, ja ich liebe Dich…Hamburg – einfach Du…
Nach Vorne blickend rückwärts schauenDie Zeit verging wie im Flug,sie pausierte nieund hielt niemals auch nur kurz inne.Di...
Das Wort ( nicht als vorweltlicher Jesusname gemeint)…Worte sind verletzend,sie greifen an oder töten.Worte sind gefährlic...
Ist es wirklich so…?Es gab Mal eine Nacht in Hamburg,Henry und ich wir hatten schon ordentlich was getrunkenund ich hätte ...
Als Literaturstudent solltest Du um Fiktion und Realität wissen und du solltest außerdem das Könnenbesitzen beides so mite...
Dank an meinen ZiehvaterMein Ziehvater war ein wirklich weiser Mann,er kannte das Leben unter und oberhalb welcher Grenze ...
Oft zu junge HurenDie kleine - vielleicht zu junge - Hure neben mir wird wach,sie wälzt sich in der Wachphase hin und heru...
Liebe ist…Liebe ist nicht mehr als ein evolutionär unabdingbarer symbiotischer Vorgang um der Menschheitdas Fortbestehen z...
Versprochen nicht zu schreibenIch hab meiner Liebe versprochen nichts mehr zu Papier zu bringen,muss morgen mit ne Frühsch...
Lebende NachtEs ist verdammt kalt,der Regen perlt von meiner Haargelgestärkten Frisurund nur mein Hund freut sich über die...
Lärmende NachbarnDie Welt verformt sich,ich kann sie nicht mehr fassen…Das Licht wird schwach,die Schatten wandern aus…Die...
Der Rest…Am Ende des Weges sind wir ALLE allein,Freunde, Lieben oder Feinde sind dann irrelevant.Allein werden wir ALLE un...
VeränderungVeränderung…Veränderung ist ändernd…Ändernde Veränderung…Sich verändernde Veränderung…Das Leben…Sehnsucht…Sehns...
ÜberlebtIch redete mit einer Hure als mir auffieldas ihr Zuhälter im Background mit ihrem Kind wartete.Ich trank Bier ohne...
So ist der Tage nicht wirklich letzter AbendEin letzter Schluck Wein,ein letzter Blick auf das Geschehene der letzten Tage...
PhillisSelbst ich bin nicht davor geschützt,so sehr ich mich auch angestrengt und so benommen habe,als kalt und antihumani...
Jesus nur einmal – wir jeden TagAm Ende jeder kommenden Nacht steht eine erneute Auferstehung.An jedem Tag neuerlich die L...
Am Ende jeder kommenden Nacht steht eine erneute Auferstehung.Du lieber Jesus bist nur einmal auferstanden,der Mensch jedo...
Chemo Part VIIIEin letzter Gedanke an Licht und an Sonne,dann schließt sich die Tür und die Schatten beginnenihr Spiel mit...
Die Arten ändern sich…Es ist 5 Uhr in der Früh,gerade meine bessere Hälfte gebettet -zärtlich, liebevoll und voll ehrliche...
Immer wieder ein letzter MomentEin letztes Mal noch.Nur noch eine letzte Zigarette,eine letzte kleine Linieund dann ein En...
Voller Feinde vollkommen ohne FeineGanz langsam und sich selber Schmerzen bereitend,frisst sich die Menschheit durch ihr D...
Ich bin mein eigener Feind da sonst niemand stark genug istum sich mir als Feind in den Weg zu stellen.Der Mensch erschuf ...
Jede neue Nacht bringt Einsicht mitDer letzte Drink,der letzte Versuch die Dame zu erobernwelche links neben mir betrunken...
Meine Frau schläft friedlichund auch die Kinder schlafen und träumen süß.Auf dem Küchentisch liegt eine handgeschriebene N...
Der gleiche Ausgang…Die Zeiten ändern sich und mit ihnen die Menschenund ich schreib jetzt nicht über den normalen Verlauf...
Unnötig oder UnnötigkeitenAls das rote Licht verschwunden warund als auch die düstere Musik verstummte,als all dies versch...
Kreativ – Absurd – WICHTIGDie leeren Tablettenpackungen liegen verstreut in der Bunde rum.Henry pennt tief und fest mit zw...
Ich öffne mir ne „wirklich“ letzte Flache Reissdorf Kölschdenke noch einmal kurz an den Blow- und Handjobder von mir bezah...
Mein anständiger Beitrag„Kinderficker laufen frei durchs Leben,Vergewaltiger bekommen Bewährung und ne Bleibe,bekommen ein...
Das war und ist dann mein Beitragzum Erhalt der Sitte und Anständigkeit.In diesem Sinne…
Lieben und frei sein, das gehtEs gab all die Winde in meinem Leben,all die Höhen und Tiefen voller Radikalität.Es gab all ...
Nur die Wahrheit…! Auf keinen Fall mehr…!Die Tage vergehen und nichts ist wirklich besonders an Ihnen,die Menschen mit imm...
Das Altern kommt in abgeschätzden SchrittenVor genau 365 Tagen – also einem ganzen Jahr,genau zu dieser Zeit – ist Cologne...
ich habe gefunden was ich immer gesuchtund nie definieren konnte.Nun bin ich zuhause,ich bin am Ziele und ich weiß darum.„...
Replikat und KatzengoldDie Frau drehte sich um,sie schaute mir einmal tief in die Augen,verdrehte die Ihrigen dann plötzli...
Die eigene Grabrede„Ich habe einen wirklich wichtigen Wunsch.“Henry schaute mich an und lächelte.„Ich möchte meine Beerdig...
Anders EigenWas auch immer Jemand über die Liebe sagt,sie ist anders wenn Du sie erfühlst.Was auch immer Jemand über Freun...
Gott allein ist ein Pseudo…Am Ende steht fast immer ein Mensch.Es ist fast immer die humanistische Art,die am Ende dominie...
Am Anfang schuf Gott…„Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tie...
Familienfeier…Die Beerdigung dauerte nun schon mehr als zwei Stunden,ich saß auf einer der hintersten Bänke der Kapelleund...
Gewollte Sicherheit… Ab und An…Der Richter schaute sehr streng und anscheinend wütendin meine Richtung ohne auch nur einma...
Es war halt ein Tag wie fast jeder andere Tag in meinem Leben auch.Das gab mir eine unglaubliche Zufriedenheitund eine inn...
und ich schrieb und schrieb und schrieb -ich schrieb so viel und so lange das die Tasten meines Rechnersfast anfingen zu q...
20 Jahre schon… oder auch mehr20 Jahre schon…!Kein Willen zum Abbruch…!Keine Kraft für einen neuen Aufbruch…!20 Jahre scho...
20 Jahre schon…!Alkohol und Drogen – Partys und schnelle Ficks…!Keine Emotionen – keine Empathie und keinen Sinn…!Die Bude...
Kleiner Rest – dafür DankeIch habe Mal bei IBM als Firmen-Administrations-Berater gearbeitet,bin jeden Tag mit Krawatte, A...
Mit ner Morgenlatte denkenAls Nadja an diesem Morgen aufstand,sich in Richtung Badezimmer tänzelteund mich mit Ihrem Körpe...
Endende EndlichkeitenEnde…Enden…Endende…Endlichkeit…Endlichkeiten…Enden…Endlich…Endend…Endende Endlichkeiten…Enden im Ende...
Tagesansicht…Was auch immer ein Tag bringen mag,welch Inhalte und Sinnigkeiten auch immerdurch Ihn hervorgekommen sind!?Ei...
Nur ein weiterer SCHWARZERDie Meinung der Bullen war alles was wichtig und dominierend war.Das bürgerliche „Gesindel“ wurd...
Gestern ist das MorgenNur die wirklichen Kleinigkeiten zählen noch,sie wirken nach und bestimmen all das kommende Große.Di...
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2011 das leben kurz vorm abgrund

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Ein Gedichtband - Noch nicht überarbeitet. Alle Rechtschreibfehler wurden noch nicht korrigiert

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2011 das leben kurz vorm abgrund

  1. 1. 2011 – Das Leben kurz vorm AbgrungGedichte und lyrische Versuche von Lyrikania Texte von Lyrikania und alles andere ist auch von LyrikaniaWas auch immer Kritik, Missverständnis oder Lob, Achtung und Verehrung hervorruft. Lyrikania hat diese aufkommenden Reaktionen nicht beeinflusst, provoziert oder gar verursacht. Lyrikania hat einfach nur Buchstaben zu Worten und Worte zu Satzgebilden und germanistisch ziemlichfehlerhaften Kreationen gebildet. Nicht mehr und nicht weniger. Jegliche resultierende – zumindest als Fazit meiner Schreiberei – Tatsächlichkeit oder entstehende Willensbekundung basiert nur auf dem charakterlich vorhandenen Sein der jeweils betroffenen humanistischen Lebensformation. Ich bin einfach nicht schuld…
  2. 2. InhaltDie Bücher werden neu geschrieben – 2011HamburgNach Vorne blickend rückwärts schauenDas Wort (nicht als vorweltlicher Jesusname gemeint)…Ist es wirklich so…?Dank an meinen ZiehvaterOft zu junge HurenLiebe ist…Versprochen nicht zu schreibenLebende NachtLärmende NachbarnDer Rest…VeränderungÜberlebtSo ist der Tage nicht wirklich letzter AbendPhillisJesus nur einmal – wir jeden TagChemo Part VIIIDie Arten ändern sichImmer wieder ein letzter MomentVoller Feinde vollkommen ohne FeindeJede neue Nacht bringt Einsicht mitDer gleiche Ausgang…Unnötig oder UnnötigkeitenKreativ – Absurd – WICHTIGMein anständiger BeitragLieben und frei sein, das gehtKompromisse mehr oder wenigerNur die Wahrheit…! Auf keinen Fall mehr…!Das Altern kommt in abgeschätzden Schritten.Replikat und KatzengoldDie eigene GrabredeAnders EigenGott allein ist ein Pseudo…Am Anfang schuf Gott…FamilienfeierGewollte Sicherheit… Ab und An…20 Jahre schon… oder auch mehrKleiner Rest – dafür DankeMit ner Morgenlatte denkenEndende EndlichkeitenTagesansicht…Nur ein weiterer SCHWARZERGestern ist das Morgen
  3. 3. Kompromisse mehr oder wenigerDu wartest auf eine Veränderung,auf Etwas was anders – vielleicht sogar schöner wird.Du trinkst Bier in der Zeit des Wartens,du sitzt auf dem Sofa und bewegst dich nicht -bestellst dir Pizza ins Hausund das Gleiche nur in anderer Variation tut SIE.Du denkst dir dass irgendwas nicht stimmig ist,ihr seit fern – einfach weiter weg voneinander.Du fängst an darüber zu sinnieren,du machst dir Gedanken – du willst sie nicht verlierenund auch SIE – schweigend auf dem Sofa neben dir -macht sich Gedanken – nur in anderen Variationen.Ein weiterer Pizzabote klingelt und ein neues Bier ist offen.Ein weiterer Tag vergeht mit Gedanken, Pizza, Bier und liebender Blindheit.Wenn es weiter, Tag für Tag, so laufen und passieren wird,ist irgendwann das Ende nah und wird mit eifrig, harten Fäustenan deine Tür klopfen, pochen und/oder schlagen.Du liebst diese Frau mit all Ihren Macken, Stärken und Individualitäten,du brauchst die Stärke und Wärme ihres Daseinsund du weißt dass du der Richtige Mann bist für SIE.Ein neuer Tag bricht an und du öffnest dir ein Bier,du erhebst dich von dem Sofa und kochst dir und IHR ein Frühstück -so wie am Anfang – also damals.Du stehst in der Küche und wirfst die Nummer des Pizzaboten in den Müllund weißt was du nun und das dann täglich tun solltest.Sein dir in der Liebe immer am nächsten und bleibe dir treu,nur so bist du Partner, Freund und Vertrauter für Dich selbstund eben der Liebe um die es sich dann tatsächlich dreht.Das Bier kannst du weiter mit Inbrunst genießenund auch deine Freiheit wird bleiben und lebendig bestehen -doch dann wird auch noch ein Kleinigkeit mehr erscheinen -deine Liebe – also SIE – wird sich wohl und geborgen fühlenauch dann wenn Du einfach nicht da sondern dir ganz woandersselber am wichtigsten bist.„Kompromisse zu machen“ – hat Henry Mal zu mir gesagt -„ist im Leben wenn Du allein und ohne Verantwortung bist,ein unnötiges Übel und lähmendes Unterfangen.bist Du jedoch liebend in einer Beziehung,
  4. 4. ist der Kompromiss ganz oft das Tor zu Freiheit,der Weg ins Glück für jeden in eben dieser Beziehungund damit auch für die Zweisamkeit selbst.“Auch ich – obwohl ich es weiß und schreibe -werde hier noch ne Menge arbeiten und erfahren müssen.In diesem Sinne…
  5. 5. So ist der Tage nicht wirklich letzter Abend
  6. 6. Die Bücher werden neu geschrieben – 2011Wir wissen Alle es ist das Jahr 2011.Japan steht kurz vor seiner endgültigen Vernichtung,Libyen, Ägypten, der Jemen und viele andere Staatenbefinden sich im zerbrechlichen Umbruchund Italien hat einen Kinderficker als Oberhaupt.2011 ein wundervoll exotisches Jahr.Knut starb hirnerkrankt im Umstand des Ertrinkens,Kanzlerin Merkel verliert durch Lug und Trug Herrn zu Guttenbergund strahlend wird die Zukunft Japans betitelt.2011 – noch ist April – das Jahr der radikalen Änderungen.Die Grünen gewinnen Landtagswahlen fast mit absoluter Mehrheitund sind laut Umfrage auch bald bundesweit Regierungsbildetoder mindestens sehr mächtig am Entscheidungshebel.2011 – noch 8 Monate vor uns – ist extrem geschichtsschreibend.Gaddafi bekommt tatsächlich reale Sanktionenund tödliche Angriffe zu spürenund Laurent Gbagbo führt die Elfenbeinküste ins wirtschaftlicheund humanistische Verderben.2011 war auch für mich – Lyrikania – sehr einflussreich und wichtig.2010 hat Vieles vorbereitet und mich bereit und empfangend gemacht,damit 2011 sich vollkommen austoben und mich erreichen kannund mir mit Wucht und ohne Umwegdie letzten 20 Jahre zu Nichte und sehr fraglich macht.2011 – ich bin auf Kommendes gespannt.Am Ende dieses Jahres schreibe ich was noch passierte,als Gedicht oder in welcher Form auch immer auf.Ich werde berichten und zurückschauend reflektieren,ich werde neutral beurteilen obgleich ein Urteil an sichjeder Neutralität widerspricht.2011 ist geschichtlich wichtig,politisch enorm verändertund für mich sehr strafend, lebendig und schwierig.In diesem Sinne…
  7. 7. HamburgKokain…Heroin…Nutten…Huren…Stricher…Hamburg…Elbe…Nordseeluft…Distanzierte Art…Hanseaten…Die Alster…Hamburg…Meine Heimat…Meine städtisch große Liebe…Vergangenheit…Erfahrung…Mühsal…Leiden schaffend Leidenschaftlich…Hamburg…Alkohol…Lange wilde Nächte…Schöne Frauen…Willig…Oft genutzt was möglich war…Hamburg…Diese Stadt ist mehr als Leben,sie ist Liebe, Harmonie und einfach passend.Diese Stadt ist mehr als Heimat,sie ist mein Leben – prägte, bildete mich.Hamburg…Ohne Dich wär ich verstorben…Ohne Dich würd Vieles anders (schlechter) sein…Ohne Dich wär ich nicht Ich und dafür Danke ich…Ohne Dich könnt ich jetzt nicht beschreiben,was mir so sehr an Dir gefällt…Hamburg meine Perle…
  8. 8. Hamburg meine Heimat…Hamburg, ja ich liebe Dich…Hamburg – einfach Du…
  9. 9. Nach Vorne blickend rückwärts schauenDie Zeit verging wie im Flug,sie pausierte nieund hielt niemals auch nur kurz inne.Die Zeit war wie ein immer vorhandener Orkan,Mal schwach und Abkühlung bringend -Mal zerstörerisch, gefährlich oder gar tödlich.Die Zeit beeinflusste – veränderte – legte fest,sie erzeugte und vernichteteund blieb im immer vorhandenen Takt.Die Zeit war relativ und variabel,sie war individuellund wird es zeitlos ewiglich auch bleiben.Die Zeit ist nun dabei sich zu verabschieden,zumindest hier und jetzt von mir als alter Mannund treibt die Endlichkeit in meinen Körper.Zufrieden /zeitlos), glücklich und erfülltsoll nun die letzte Stunde schlagenund mich vom Sein ins Mal gewesen holen.Wenn dieser Punkt gekommen istund ich (noch ziemlich fern) ein alter Mann geworden bin,so hoffe ich genau das hier geschriebene und mir erwünschtezu erleben und meine Zeiten sinnvoll zu beenden.In diesem Sinne hoffe ich auf viele kommende Zeitenund auf ein wirklich fernes Ende -Doch wer weiß schon wie es kommen wird….
  10. 10. Das Wort ( nicht als vorweltlicher Jesusname gemeint)…Worte sind verletzend,sie greifen an oder töten.Worte sind gefährlich,sie vertuschen oder decken auf.Worte sind Leiden schaffend,sie bedrängen, quälen oder foltern.Worte sind lieblich,sie erklären oder zeigen auf.Worte sind Liebe,sie heben hoch oder beglücken.Worte sind aufbauend,sie ernennen, benennen oder lobpreisen.Doch gesprochene Worte sind abhängig vom Sprecherund nicht vom Hörer -gegensätzlich dazu ist das geschriebene Wortabhängig vom Leser und nicht vom Schreiber.Ein kleiner Unterschied mit unglaublich großer Wirkung.In diesem Sinne…
  11. 11. Ist es wirklich so…?Es gab Mal eine Nacht in Hamburg,Henry und ich wir hatten schon ordentlich was getrunkenund ich hätte fast einen für mich sehr glorreichen Abend verpasst.Ich hatte ganz vergessen zu einer Lesung terminiert zu seinund ließ Henry und mich in letzter Sekundemit einem verdammt teuren Taxi vorfahren.Angekommen und vollkommen neben der Spurnahm Henry als Zuschauer Platz und ich versuchte gerade und nüchtern wirkend das Lesungspult zuerreichen.Was mir wirklich nur sehr, sehr bedingt gelang.Lesungen sind in der Regel öde und zeitverschwendetund genau aus diesem Grund ließ ich grundsätzlich Gin Tonic,Wodka Red Bull und (billigen) Prosecco servierenund kam immer ne gute halbe Stunde zu spät auf die Bühne.Ich rauchte während ich las und verlange es eben so von allenanwesenden Rauchern.Ich konnte spätestens zur Hälfte jeder gewesenen Lesungnicht mehr klar und deutlich sprechenund war am Ende immer ziemlich besoffen.Dieser Abend sollte zu den wenigen unvergesslichen werden.Dieses Mal bestand die Zuhörerschaft zu einem sehr großen Teilaus Literaturstudenten und Journalisten der Fachpresse.Wie immer hatte ich mich nicht vorbereitetund fing an einfach einzelne Texte meines neuen Lyrikbandes zu lesen.Nach 60 Minuten hatte ich keinen Bock mehr, war besoffenund auch die Kippen waren leer.Also hörte ich auf und machte mich auf die üblichen Fragen danachgefasst.Ein Student der sich als Martin K. vorstellte fing an und wurdemit seiner Frage auch gleichzeitig der letzte Fragensteller.”Hallo He…, Herr Lyrikania. Stimmt es dass alles Geschriebeneund dass alles von Ihnen Veröffentlichte der Wahrheit entsprichtund Sie das Kokain und den Alkohol wirklich so konsumierenwie Sie es immer niederschreiben?”Ich war ein wenig verwirrt da eine solch direkte Frage ziemlichselten vorkam.“Tach Martin. Als Erste bedanke ich mich deine Offenheit und die doch sehr direkte Frage und alsAntwort möchte ich mich folgend äußern:
  12. 12. Als Literaturstudent solltest Du um Fiktion und Realität wissen und du solltest außerdem das Könnenbesitzen beides so miteinander zu verbinden dass weder A noch B als dominant erkenntlich wird. Obich nun so viel Kokain und Alkohol konsumiere wie immer niedergeschrieben oder so viele Hurengefickt oder aufgrund männlicher Schwierigkeiten nicht gefickt habe werde ich weder jetzt noch zueinem anderen Zeitpunkt sagen. Nur so viel, du kannst gewiss sein dass ich weiß um das was ichaufschreibe.”Dann ging ich mit ner glühenden Kippe im Mundwinkel,meinem Buch unter den linken Arm geklemmtund mit meinen Blicken Henry suchend von der Bühneund als ich ihn fand ganz schnell ins Black Pearls.Wir tranken noch einige Bierchen und taten so als wenndiese Lesung nie war.Thomas Harris wird auch nicht gefragt ob er Menschenan extra dafür gezüchtete Schwein verfüttert hatoder den Geschmack von menschlichem Fleisch auchwirklich kennt.In diesem Sinne sollte dem Autor schon die Heimlichkeit um seine ganz persönliche Wahrheitund/oder Lüge bleiben…
  13. 13. Dank an meinen ZiehvaterMein Ziehvater war ein wirklich weiser Mann,er kannte das Leben unter und oberhalb welcher Grenze auch immer,er liebte die Arroganz und blieb doch fast immer unsichtbarund war nie mehr als einfach nur mein Ziehvater.Heute, einige Jahre nach seinem Tod kann ich zurückschauenund mich der Erinnerungen erfreuen,ich kann ohne Trauer und Schmerz auf ihn blickenund erkennen welch Wahrheit er doch lebte.Trotz seiner “beruflichen” Aktivitäten,trotz seiner Macht und trotz seines (wirklichen) Namens -er kam jeden Abend heim und sorgte für Balanceund ein wenig Familiengefühl.Mein Ziehvater war – so glaube ich es – ein Soziopath,gefühlsarm und sozial nicht integrierbar.Er kannte kein Mitgefühl und doch war er mirmehr als nur vertraut – er war Vaterfigur und Liebegebender.Ich möchte ihm heute und jetzt mit einem Schluck Wein,ganz ohne Verbindlichkeit Danke sagen,möchte ihn ehren und aus ganzem Herzensein Wirken auf mich benennen.Ob nun Drogen oder Dokumente,Waffen oder was auch immer er aus seinem Leben bildete.Es ist egal…Ich ziehe meinen Hut vor diesem Mannund verneige mich vor diesem wirklich großen Menschen.Ich bedanke mich und trauere um ihn,ich bin sein Sohn und er ist mein Vater…In diesem Sinne…“Für Jens …. ! Ich habe geschafft was Du immer für mich wolltest. Ich wurde zu einem “normal”lebenden Menschen… !”
  14. 14. Oft zu junge HurenDie kleine - vielleicht zu junge - Hure neben mir wird wach,sie wälzt sich in der Wachphase hin und herund ihr unverbrauchter Körper zeigt sich in der morgendlichbestmöglichen Pracht.Das Fenster war offen und der leicht kühle Windließ ihre Nippel hart werden,eine kurze Gänsehaut überzog sieund sorgte dafür das ich meine Morgenlatteeinfach Mal nicht als nur gegeben ignorierte.Endgültig wach und erneut daran erinnertwie dreckig doch ihr Dasein ist,gab ich ihr das Doppelte der ausgemachten Summeund beförderte sie aus meiner Bude.Ich ging unter die Dusche,versuchte mein Aussehen durch eine gekonnte Nassrasur zu verbessern und blieb doch der Gleiche -auch danach.Frisch und gut befriedigt setzte ich mich mit Bier, Kippenund ner Tasse Kaffee an meinen Computer.Auf meinem “ZUERLEDIGENSTAPPEL” lagen viele Nichtigkeitenund ich sortierte Rechnungen, Mahnungen und Gerichtspost ausund übrig blieben nur zwei verbindliche Abgabetermine.Also wurde ich verantwortungsvoll und schriebe nieder was dieseTermine geschrieben haben wollten.Am Abend ging ich ein oder zwei oder auch mehr Bierchen trinkenund wachte am nächsten Tag wieder mit einer -wahrscheinlich viel zu jungen – Hure neben mir auf.So hat doch jeder sein Wesenund jeder hat seinen Platz.Huren oder Schreiber,Politiker oder Journalisten,Chemiker oder Banker -alle sind wichtig und Teil des Ganzen.In diesem Sinne ein Dank an all die (oft zu jungen) Hurenund ihren Einfluss auf meine Schreiberei.
  15. 15. Liebe ist…Liebe ist nicht mehr als ein evolutionär unabdingbarer symbiotischer Vorgang um der Menschheitdas Fortbestehen zu ermöglichen.Rationalität ist eine Voraussetzung dafür dass wir mehr als Tiere und dadurch auch besser als Tieresind.Beides zusammen im Einklang ist selten und wenn dann wirklich groß.Liebe ist wirklich nur Liebe wenn die Ratio mit der Emotio ganz individuell Dein Glück geformt undDich erreicht und fähig dafür gemacht hat.Dann, so schreib ich es jetzt einfach Mal, LIEBE ich tatsächlich…In diesem Sinne…
  16. 16. Versprochen nicht zu schreibenIch hab meiner Liebe versprochen nichts mehr zu Papier zu bringen,muss morgen mit ne Frühschicht die Woche beginnenund das Ankuscheln ist auch noch gewünscht.Also lasse ich es und schreibe halt nichts mehr.Vielleicht nur noch so viel…!Ab und an ist es wichtiger zu lebenund das Gelebte zu empfangen und zu genießenals zu träumen, zu wünschen oder irgend welche Gedankenin die Tasten zu brettern.Kokain, der Wein oder mein soziales Umfeldhaben meine Schmerzen für nur eine Nacht verbannt -das werde ich nun nutzen und ausnutzen.Gute Nacht @Allund in diesem Sinne ein Hoch auf die Liebemit all ihren Folgen…Für S. F.
  17. 17. Lebende NachtEs ist verdammt kalt,der Regen perlt von meiner Haargelgestärkten Frisurund nur mein Hund freut sich über diese erfrischende Nässe -hebt sein Bein und bringt noch ein wenig mehr Wasser in den Umlauf.Heute sind wieder Menschen gestorben und Kriege geführt worden,es wurden wieder Leben ins Licht gehobenund mein Hund ist nur fixiert auf Gassi, Fressen und Kuscheln -wie gut er es damit doch hat – keine Gedanken nicht Mal übers Denken.Osama Bin Laden wurde nicht legitim ermordet,doch wirklich stören tut sich kaum Jemand dran.Meine Tochter wird älter und schöner und immer klügerund mit diesen Attributen wächst meine Angst um sie.Nun ist mein Hund durchnässt und selbst das Haargelhat sich vom Regen aus meiner Frisur verflüchtigt.Noch ein Glas Wein und eine Davidoff,ein wenig lesen und vielleicht eine Kleinigkeit schreiben.Dann endet auch für mich die lebende Nacht.In diesem Sinne…
  18. 18. Lärmende NachbarnDie Welt verformt sich,ich kann sie nicht mehr fassen…Das Licht wird schwach,die Schatten wandern aus…Die Berge ebnen sich,und Täler erheben sich aus ihren Tiefen…Ich höre auf die Tasten meines Rechners zu vergewaltigenund richte meinen Blick genervt auf den Balkon meines Nachbarn.Am frühen Morgen – wir haben es erst 13 Uhr -fängt der Trottel an sein Kaminholz zurecht zu sägen.Durch den Lärm zum Wachwerden motivierterhebt sich die viel zu junge Hure aus meinen Daunendecken.Nun kann ich jeden weiteren lyrischen Erguss vergessen.Ich schließe alle Fenster, gebe der Kleinen ihr Geldund noch ein wenig Koks mit auf den Weg.Immer noch nüchtern erwarte ich meine Anwältinmit ihrer grundsätzlich megageilen feministischen Art.Es geht um Alkohol und Drogen am Steuer -das Übliche halt und trotzdem irgendwo auch wichtig.Diesen Termin erledigt liegt nun die Hälfte des Tagesund eine ganze und vollkommen unberührte Nacht vor mir.Das Gedicht werde ich sicher beenden -nur eben nicht mehr Heute.Einmal unterbrochen bin ich wie jedes kleine Kind.Ich finde den Faden erst Tage später wieder.Was soll’s – es wird sich wie immer Etwas ergeben,was auch immer es sein wird.In diesem Sinne…
  19. 19. Der Rest…Am Ende des Weges sind wir ALLE allein,Freunde, Lieben oder Feinde sind dann irrelevant.Allein werden wir ALLE unseren jeweiligen Weg beendenund nichts wird daran etwas ändern können.Ob nun Gott oder wer auch immer unser Leitesel war,ob wir reich, arm oder kommunistisch waren,ob wir gut, böse oder neutral gelebt haben -nichts wird dann noch eine Gewichtung haben.Nur der Spiegel mit unserem eigenen Ebenbild wird existierenund nur dieses Bild wird wichtig sein.Bist Du mit Dir im Reinen – bist Du klar mit Dir,hab ich mich so gelebt wie ich es wirklich war.?Aber auch dieses letzte Bild von UNS wird gehen,es wird verschwinden – sich auflösen und NICHTS wird bleiben.Nur HEUTE ist was zählen sollte – NICHT Morgen und NICHT GESTERN,kein WENN und auch kein ABER sollte Unsere Zeit beschränken.Die Zeit die jeder von UNS hat ist kostbarund leider nicht wirklich zu verplanen.In diesem Sinne,ein Hoch auf ALLE die zufrieden leben wie sie lebenund ein wenig Mitleid für den Rest.
  20. 20. VeränderungVeränderung…Veränderung ist ändernd…Ändernde Veränderung…Sich verändernde Veränderung…Das Leben…Sehnsucht…Sehnsuchtsvolle Erwartungen…Erwartende Veränderung durch Sehnsucht…Die Sehnsucht ändernd…Das Leben…Liebe…Liebende Veränderungen…Verändernde Liebe…Liebe verändert akzeptierend…Das Leben…Leben…Lebende Erwartungen verändern…Leben paaren mit Sehnsucht -sich verändernder Liebe und Erwartung…Das IST Leben im grundsätzlichen Sinne…
  21. 21. ÜberlebtIch redete mit einer Hure als mir auffieldas ihr Zuhälter im Background mit ihrem Kind wartete.Ich trank Bier ohne Grenzen bis mir aufgingdass die Jungs neben mir jünger als 16 waren.Ich erlebte Schießereien und Überfälle,wurde verprügelt und teilte Schläge aus.Ich brach die Gesetze und wurde bestraft,ich arbeitete hart und das Geld warf ich zum Fenster raus.Ich rauche viel – viel zu viel – ich weiß um die eventuelle Konsequenz,ich trinke und ab und an… na ja da brauch ich nicht drüber schreiben.Ich bin viel gereist und sah viel Leid und Freud,ich sah Leben das Licht erblickenund beerdigte nicht nur meine beste Freundin.Ich bewohnte die teuersten Suiten und schlief unter Brücken,ich hatte finanzielle Sicherheit und wusste ab und an nichtwas ich die nächsten Tage essen sollte – es war ja nichts da.Ich habe einige Chemos hinter mir,der Krebs aber blieb und formte mich.Ich fand Freunde und vergraulte sie mit meiner Art,sah Menschen untergehen und tat nichts dagegen.Ich war ein Arschloch und Toller zugleichund trotzdem grundsätzlich gegen mich selbst.Das ALLES und vieles mehr bin ich…Das Gute daran, ich habe alles ÜBERLEBT.Was will ich mehr?In diesem Sinne…
  22. 22. So ist der Tage nicht wirklich letzter AbendEin letzter Schluck Wein,ein letzter Blick auf das Geschehene der letzten Tageund dabei eine Davidoff genießen.Osama Bin Laden wurde gestreckt,fast auf den Tag genau 10 Jahre nach seiner medialen Auferstehungund 18 Monate vor der US-Präsidentenwahl.Die autonome Szene hat Hamburg und Berlin – warum auch immer -in diesem Jahr am 01. Mai relativ verschont.Die Briten haben nun ein neues Traumpaarund werden sicher nicht viel Zeit brauchen um Dianas Leben zu relativieren.Die Grünen bilden immer mehr landespolitische Machtund keiner sieht wie inkompetent sie wirklich sind.In Japan zeichnet sich ein neues Atomdestaster abund doch ist Tschernobyl immer noch aktueller.Mein Anwalt meint die Sache ist schlimmer als erwartetund ich soll mich auf ne Strafe ausgesetzt zur Bewährung einstellen.Mein Verlag hat mich gefeuert mit der Begründungdass ich zu politisch bzw. zu radikal die Themen betitele.Der Wein ist wirklich gut – ein Chardonnay.Ich leere das Glas und zünd mir noch Eine an.Was die Tage auch bringen und wo auch immer sie es bringen,mehr als es schreibend zu benennen kann ich nicht.In diesem Sinne…
  23. 23. PhillisSelbst ich bin nicht davor geschützt,so sehr ich mich auch angestrengt und so benommen habe,als kalt und antihumanistisch zu erscheinen.Ohne mich zu verändern oder zu verstellen,hat ein Mensch die Stelle neu besetzt welche Annadurch ihren viel zu frühen Tod hinterlassen hat.Ich habe eine neue beste Freundin.Anna zu ersetzen ist nicht möglich und auch nicht nötig,sie war die „Liebe“ meines Lebens,ein Mensch, ein Freund und eine zweite Hälfte meiner Wenigkeit.Nun jedoch – ich nenn sie einfach Phillis – ist sie in mein Leben gekommenund wurde auf ihre eigene und individuelle Art zu einer Kumpelin,dann zu einer wirklich guten Seele und nun zu meiner Freundin -zu meinem besten Freund.Es ist schon irre wie sich alles ergeben und entwickelt hat,ich ließ es zu und das im richtigen Momentund nun ist sie zu dem geworden was ich dachte nie wieder zu erfahren -zu einer neuen zweiten Hälfte meiner Wenigkeit.Gerade neulich hat sie sich beschwert, das ich sie noch nie erwähntein meiner Schreiberei und hiermit möchte ich dies ändern.Du bist mir lieb und so vertraut geworden,du bist mir Ehrlichkeit und Oberfläche zugleich.Ich freu mich Dich in meinem Leben zu wissenund hoffe Dir ein guter Freund zu sein.Viele Leute reden viel -über Dich und über mich.Das Meiste ist doch wirklich für den Arschund ehrlich freu ich mich ein wenig darüber.Wir sind wichtig zumindest soweit das sie reden.„Phillis“ ich bin da für Dich wann und wo und wie auch immer,Du bist mein Freund und lass es mich für Dich auch sein.In diesem Sinne…Gewidmet P.S.
  24. 24. Jesus nur einmal – wir jeden TagAm Ende jeder kommenden Nacht steht eine erneute Auferstehung.An jedem Tag neuerlich die Last des Lebens schulternund manchmal gebeugt und dann wieder aufrecht schreiten.Am Ende jeder kommenden Nacht steht eine erneute Auferstehung.Wieder werden Kinder von Priestern gefickt, geschändet – zerstörtund wieder werden höchste Stellen alles vertuschen und kaschieren.Am Ende jeder kommenden Nacht steht eine erneute Auferstehung.Neue Bomben werden fallen – neue Legitimationen dafür erdachtund die Presse ist bildend was der Masse Meinung angeht.Am Ende jeder kommenden Nacht steht eine erneute Auferstehung.Wieder werden Menschen den Bund der Ehe eingehenund vielleicht ist ein Paar unter ihnen die Ehe und Liebe tatsächlich leben.Am Ende jeder kommenden Nacht steht eine erneute Auferstehung.Der Kaffee schmeckt wie immer – beschissen – am Morgenund auch die Gedanken an Chef, Kollegen und was auch immer sind gleich.Am Ende jeder kommenden Nacht steht eine erneute Auferstehung.Nun lieber Jesus,Du hast angeblich die Last unserer Sünden auf Dich geladenund nahmst unsere Leide mannhaft auf Dich -Du begabst Dich für uns an das Kreuzund bist wieder auferstanden von den Verstorbenen.Warum also ist folgender Satz:„Am Ende jeder kommenden Nacht steht eine erneute Auferstehung.“Für jeden Mensch auf Erdenim Grunde viel wichtiger und ehrlicher,als eine Geschichte überliefert von Menschen -wo wir doch alle um unsere Dichtkunst wissen?Es gibt sicher einiges was wir nicht begreifenund auch nicht erklären oder definieren können,Dein „angeblicher“ Vater lieber Jesus auch Gott genannt -ist auf jeden Fall ein solches Mysterium.Du jedoch bist nichts als ein Mensch der wirklich klugund seiner Zeit weit voraus gewesen und dadurch ein Feindaufgrund des Nichtverstehens wurde.
  25. 25. Am Ende jeder kommenden Nacht steht eine erneute Auferstehung.Du lieber Jesus bist nur einmal auferstanden,der Mensch jedoch mit all seinen Facettensteht jedes Mal nach Beenden der Ruheauf und erträgt seine mehr oder mindere Last -Mal gebeugt und Mal aufrecht schreitend.In diesem Sinne…
  26. 26. Chemo Part VIIIEin letzter Gedanke an Licht und an Sonne,dann schließt sich die Tür und die Schatten beginnenihr Spiel mit der Macht über das Licht und die Freuden.Das Reale ist nun gegenwärtig und verschiebt alle Träume,Illusionen und falschen Ideen ins Nichts.Nur noch wenige fast zerreissende Momentebis sich die Schmerzen ihre Bahnen weisenund mit Vollendung ihre Kraft entfalten.Die Adern werden vor Qualen fast platzenund der Körper wird Galle und Blutals Ausscheidungsstoffe durch den Rachen befördern.Die Psyche wird nicht mehr so funktionierenwie sie es noch tat vor nicht langer Zeitund sich und Andere dermaßen strapazierendas es schwer wird dies alles komplett zu ignorierenoder zumindest im Einzelnen zu differenzieren.Was kommt wird hart und jede Grenze sprengen,es wird sicher auch die ein oder andere Einsicht bringenund vielleicht ganz am Rande für Reue und Nachsicht sorgen.Einmal die Woche zur Chemo marschierenund sich bereit und freiwillig ergebenist mit Sicherheit einer der wenigen Schritte,welchen wir Menschen zu gehen genötigt -es sei den wir geben das eigenen Ich, im Grund immer verschiedenkomplett auf und leben das Leben mit aller Konsequenz.Ich verneige mein Haupt vor all jenen Menschen die diesen Wegbeschreiten oder schon gegangen sindund sich nicht der Leichtigkeit ergeben / ergaben.In diesem Sinne…
  27. 27. Die Arten ändern sich…Es ist 5 Uhr in der Früh,gerade meine bessere Hälfte gebettet -zärtlich, liebevoll und voll ehrlicher Liebe.Jetzt sitz ich hier in unserem Wohnzimmerund versuche etwas vollkommen Neues.Ich habe mir meinen ersten Flatscreen – Tv geholt,LED, 102 cm mit allem was gebraucht und nicht gebraucht wird.Tolles Bild – DVBT – guter Sound direkt aus dem Gerätund einfach unschlagbar günstig.Nun weiß jeder der mich wirklich kennt,ich schreibe grundsätzlich mit Chemie im Körperund ich sitze dabei auf dem Sofa mit dem Labtop auf dem Schoß.Nun ist aber alles an vorhandener Technik an den neuen TV angeschlossenund auch das Schreiben läuft so ab.Es funktioniert…Es macht mir Spaß…Alles bleibt beim Alten nur etwas moderner.Die Schreibmaschine meiner längst vergessenen Mutterhabe ich vor Jahren schon entsorgtund auch die alten Computer sind weg und verschwunden.Ein Hoch auf die Technik der heutigen und kommenden Zeit.Ein Hoch auf die digitale Nachbearbeitungund ihr – zumeist – vielen Nachteile.Ein ehrliches Hoch auf all die Möglichkeitenund auf all die neu geöffneten Türen.Heute sitz ich auf dem Sofavor einem 102 cm Screen und schreibe.Es haut hin, was will ich mehr…?In diesem Sinne…
  28. 28. Immer wieder ein letzter MomentEin letztes Mal noch.Nur noch eine letzte Zigarette,eine letzte kleine Linieund dann ein Ende finden.In die Bude einkehren,den Dreck und Müll ignorieren,Die Berge ungewaschener Klamotten übersehenund den einzigen Inhalt des Kühlschrankes huldigen.Ein letztes Sixpack….Ab auf’s Sofa -die Belagerung verschiedenster Utensilien beendenund die Beine entspannt lang und ruhend positionieren.Versuchen das Denken zu verbannenund sei es nur indem Du daran denkst – nichts zu denken.Keine viel zu junge Hure mitgenommen,keine Chemie mehr vorhandenujnd das letzte Sixpack neigt sich dem Ende.Einfach die Augen schließenund nur für einen kurzen Moment,ganz Du selber sein.Jede Nacht auf’s Neueund jede Nacht der gleiche Kampf zwischen Dir und Dir…In diesem Sinne…
  29. 29. Voller Feinde vollkommen ohne FeineGanz langsam und sich selber Schmerzen bereitend,frisst sich die Menschheit durch ihr Dasein.Ich tue dies in meinem eigenen und sehr begrenzten Sein ebenso…Die Fiktion in fast all meiner Schreibereiüberflutet und unterdrück die immer vorhandene Wirklichkeit -sie vernichtet die Realität und nimmt sich das Wahreund diese immer und immer mehr.Ob ich nun tatsächlich Kokain konsumiereoder mich wirklich mit viel zu jungen Huren befasse -ist im Grunde vollkommen egal – Hauptsache es schreibt sich gut.Ob ich nun realitätsnah der bin – der ich in meiner Schreiberei immer binoder ob ich vielleicht eine verkappte und feige Schwuchtel bin -auch dies ist im Grunde vollkommen egal.Was macht die ein oder andere lyrische Lügeoder die ein oder andere niedergeschriebene Wahrheitschon für einen Unterschied?Was immer ich auch schreibe ist realund jeder von Euch kann es erleben oder hat es schon erlebt…Der Mensch ist evolutionär auf einer Stufe welche keine Feinde hat,kein Wesen kann ihn vernichten oder kann seinen Bestand gefährden.Kein natürlicher Umstand kann unsere Art vollkommenund ausnahmslos komplett vernichtenoder an den Rand einer Vernichtung treiben.Was mit Dir oder mir geschieht ist irrelevant,wir sind ein beschissen kleines Teil im Aktionsradius etwas wirklich Großem.Ob Aids nun Millionen tötetoder Krebs immer wieder den Bestand reduziert -was hat dies wirklich für eine Bedeutung im großen und ganzen unseres Seins!?Vulkane können Feuer spucken,Tsunamis mögen noch so sehr wüten -Krankheiten, Viren und evolutionäre Begebenheitenkönnen all ihr Können an den Tag legen -wir meistern in der Masse – vielleicht mit Millionen Opfern – alles was kommt.Die Natur war bis zum Anfang des 20. Jahrhundert unsere Leitfigur,sie war Wegaufzeichner und Beherrscher unserer Art.Nun langsam, mit Wissen um die Dinge und immer fortschreitender Klugheit,wird selbst der letzte Tsunami und das letzte Erdbeben irgendwannerfolglos versuchen das natürliche Gleichgewicht zu bilden.
  30. 30. Ich bin mein eigener Feind da sonst niemand stark genug istum sich mir als Feind in den Weg zu stellen.Der Mensch erschuf sich durch Feindlosigkeitseine eigenen Art als natürlichen KatalysatoIch trinke jetzt noch einen 2009’er Chardonnay aus Baden-Badenkokse oder kokse nichtund ficke eine viel zu junge und mich strafbarmachende Hureoder tue dies eben nicht.Wer weiß schon was Wirklichkeit und was Fiktion oder pure Lüge ist?Was kommen wird das wissen wir nicht.Was gewesen ist verdrängen und vergessen wir oft.Was heute und gerade jetzt vorhanden ist -das interpretieren wir viel zu oft viel zu falsch.In diesem Sinne…
  31. 31. Jede neue Nacht bringt Einsicht mitDer letzte Drink,der letzte Versuch die Dame zu erobernwelche links neben mir betrunken ihren Schädel dreht.Die letzte Zigarette,Feuer vom Bartender da mein Zippo mehr verbrauchtals ich mir wirklich leisten kann.Der Alkohol entfalten sich in meinem Körper,ganz langsam übernimmt er meinen Geist -ich zahle lieber schnell und klar meinen Deckel.Die alte links neben mir stellt sich als Hure rausund lehnt mich und auch mein Geld einfach ab.Schon echt deprimierend wenn selbst ne vollkommen betrunkeneund zu gekokste Hure meine Gesellschaft ablehnt.Dann gehe ich in Richtung meiner Wohnung,unterwegs kauf ich bei Gomez im Kiosk noch Kippenund nehme auch zwei Flaschen billigen Rosé aus Portugal mit.Zuhause erwartet mich eine wütende Frau und drei schlafende Gören,es erwartet mich eine Welle an Vorwürfen und Vorhaltungund ich werde mich erklären müssenwarum der heutige Muttertag keinerlei Respekt und Aufmerksamkeitvon mir bekommen und erlebt hat.Darauf habe ich wirklich keinen Bock -ich drehe ab und laufe Richtung Fluss.Dort angekommen Öffne ich die erste Flasche Roséund freue mich über meine Weitsicht einen Wein mit Schraubverschlusserworben zu haben.Ich trinke aus der Flasche aber bei € 1,45 macht das nun wirklich nichts.Ich lasse mich vom entspannten Wandern der wenig vorhandenen Wellenin einen fast meditativen Zustand versetzenund rauche, trinke und erlebe mich.Die Ruhe ist einfach phänomenal.So sitze ich am Steinufer und verbleibe zwei ganze Stunden dortbevor mich mein schlechtes Gewissen und meine Treuein Richtung wartend-wütender Frau treibt.Zuhause angekommen ist nichts vorhanden was ich mir vorgestellt.
  32. 32. Meine Frau schläft friedlichund auch die Kinder schlafen und träumen süß.Auf dem Küchentisch liegt eine handgeschriebene Nachrichtwelche mir das Essen im Ofen benenntund wie ich es korrekt warm mache.Ich verzichte auf diese Mahlzeitund setze mich im Arbeitszimmer an meinen Rechner.Dort schreibe ich gerade das,was Du gerade liest und fühle mich gut dabei.Jetzt aber wirklich nur noch einen letzten Drink zuhause,nur noch diese eine Zigaretteund dann noch leichte, unauffällige Küsse an die Kinder verteilenund vollkommen unbekleidetan den Rücken meiner Frau ankuscheln.Manchmal wird mir ganz deutlich und schmerzhaft ehrlich bewusstwelch Glück ich doch gefunden habeund wie sehr ich doch davon profitiere und mich nähre.In diesem Sinne…
  33. 33. Der gleiche Ausgang…Die Zeiten ändern sich und mit ihnen die Menschenund ich schreib jetzt nicht über den normalen Verlauf,ich meine die Veränderungen welche absichtlich positioniertund bewusst lanciert werden – nur damit gewisse Lobbyistenbefriedigt und ruhig ihren Kopf ins Federkissen legen können.Das Durchhalten mal ausgenommen – wenn wir scheißen müssentun wir ALLE dies durch die gleiche uns eigene Öffnung.Der Eine benutz das normale und der Andere das Dreilagige -doch was rauskommt ist zumeist von gleicher Art.Die Einen trinken Roederer Cristal und zahlen mit der American Express Centurion Cardund die Anderen sind froh wenn das Guthabenkonto am Monatsendewirklich und real noch nutzbar ist.Andere schlafen unter der Brückeund der Nächste logiert im Chateau Mamont (ab $ 400 /Nacht).Ich trinke was immer ich willund schreibe über ALL das ANDERE.Es macht mich nachdenklich dass sich die Zeiten ändern,nur weil wenige sehr Mächtige dies wollen.Es macht mich nachdenklich das uns News verkauft werden,die von Wenigen geschnitten und „tauglich“ portioniert wurden.Es macht mich wirklich und am meisten nachdenklich,dass ich tatsächlich nachdenklich werde.Ob Richter oder Penner, ob Anwalt oder Gastronom -ob Banker oder Makler (welcher auch immer) -am Ende sind wir alle – in welchem Outfit auch immerganz allein und nur mit uns selber – im Sarg liegend.Warum als muss ich nachdenklich werden?In diesem Sinne…
  34. 34. Unnötig oder UnnötigkeitenAls das rote Licht verschwunden warund als auch die düstere Musik verstummte,als all dies verschwand wurde ich langsam wieder klar.All das Koks, all der Alkohol und natürlich all die anwesenden Frauenhabe mich geblendet und meine Sicht versperrt.Ich sah nur noch das rote Licht im Firmament verschwindenund an seiner Stelle die triste, graue Realitätmit feierlichem Getöse die Macht ergreifen.Der kalte Schwarz und Weiß gemusterte Marmor -eigens aus Italien bestellt und eingeflogen -ist nunmehr ein Haufen unnötiger Vorhandenheit.Die Vögeln ziehen schweigend ihre Rundenund auch die Igel, Füchse und die mehrheitlich vorhandenen Insekten,sie alle sind wie abgesprochen im Status unbekannter Ruhe.Selbst die sonst sich in nächtlicher Sicherheit wiegendenKüchenschaben tanzen ihren Tanz ganz heimlich und vor meinem Auge verbergend.Ich sitze vor dem Rechner,in meiner Bude, habe wenig geschlafen bin seit 39 Stunden wachund versuche mir die vertragspflichtigen Texte zu erdenken -auch wenn es Abende und Nächte gibt wo dies nicht möglich ist.Die Farben sind vollkommen weg,keine kriechenden Tiere in Sichtund auch der Italienische Marmor ist nichts weiter als nematerielle, kalte und dekadente Unnötigkeit.So wie vieles Andere auch…!Doch darüber denke ich jetzt nicht mehr nach…!In diesem Sinne…
  35. 35. Kreativ – Absurd – WICHTIGDie leeren Tablettenpackungen liegen verstreut in der Bunde rum.Henry pennt tief und fest mit zwei mir unbekannten Schönheitenin meinem Schlafzimmer und damit auch in meinem Bett.Die von mir gekaufte Hure hatte ihre Arbeit erledigt,wurde bezahlt und war längst über drei weitere Freierin ihren Feierabend gestrandet.Die Schmerzen fressen mich auf,sie zwingen mich in die Knie und zeigen mir brutal wie arm ich bin.Zumindest wie arm ich dran bin.Egal!Ich richte mich wieder auf -kein körperliches Schwächeln bringt mich zu Fall -kein nicht gewolltes „WAS-AUCH-IMMER“ hat die Führung über michund Nichts und Niemand bestimmt meinen Willen und meine Wünsche.Ein wenig Koks – pur und ungestreckt im Rachen verteilen,einen kleinen und handwarmen Gin zum Verdauen hinterherund die Schmerzen werden betäubt und zumindest zeitlich begrenztkeine Vorhandenheit mehr haben.Es gibt immer wieder Leute die meinen es besser zu wissen,Leute mit Rat- und kreativen Vorschlägen.Leute die nicht fühlen und empfindenwas ich fühle und empfinde.Leute die keine Ahnung über meinen gesundheitlichen Werdegang habenund die nicht erfahren und erlernt haben was ich erfuhr und erlernte.Scheiß auf Euch!Henry schnarcht immer noch friedlich neben seinen Schönheitenund durch das Koks ein wenig entspannter und etwas schmerzfreiermache ich mich daran diesem Text zu schreiben.Irgendwann werde ich sicher müdeund in der Hoffnung die Drogen wirken dann noch ein wenig nach,werde ich mich betten und versuchen einen ruhigen und sinnigenschlaf zu bekommen.Es gibt sie – Junkies und Süchtige der einfach nur SÜCHTIGEN Art -doch gibt es auch die Konsumenten der begründeten Art.Nine Inch Nails läuft gerade im Player mit einer dramatisch,herzzerreissenden Interpretation von Johnny Cashs „Hurt“.
  36. 36. Ich öffne mir ne „wirklich“ letzte Flache Reissdorf Kölschdenke noch einmal kurz an den Blow- und Handjobder von mir bezahlten Nutteund fahre mit zwei Mausklicken meinen Rechner runter.Auf n-tv – aber auch auf den weiteren Newskanälen -wird über eine Pornosammlung von Osama Bin Laden berichtet,und dass diese Sammlung nur amerikanische Produktionenund damit religiös und glaubenskriegerisch sehr bedenklich ist.Kachelmann ist vollkommen zerstört,obwohl noch nicht einmal eine Verurteilung existiertund Alice Schwarze spaziert durch Kölnund lässt sich den lauen und sauerstoffarmen Wind des Rheinsum ihre feministisch stehengebliebene Charakterlichkeit wehen.Microsoft kauft für 8,5 Milliarden Skypeund Facebook reagierte auf die Meldungder bewussten Schmutz-Kampagne gegen Google.Mein Hund pennt wie ein sehr behaartes Babyund meine Liebe wartet – schlafend – auf meinkörperliches Vorhandensein.Henry schnarcht und seine Schönheitensind zu sehr benebelt um dies zu bemerken.Ich leg mich auf das Sofa und schließe die Augen,ich denke daran dass ich an nichts denken willund schlafe darauf ein.Ein ganz normaler – kreativ absurder Abend…In diesem Sinne…
  37. 37. Mein anständiger Beitrag„Kinderficker laufen frei durchs Leben,Vergewaltiger bekommen Bewährung und ne Bleibe,bekommen einen Job und Startkapital -für die Zeit nach dem kurzen Aufenthalt im Knast.“Stan war kaum noch zu bremsen.Er hatte sich so sehr in diese Kneipendiskussion reingesteigert,das es uns kaum gelang – also Henry, Dana und mir -ihn auf dem Stuhl zu halten.Dana war eine von Henrys Bordsteinschwalbenund hatte heute das Recht ihn zu begleitenund einfach einmal frei und lebendig zu sein.Stan hört nicht auf zu debattieren und irgendwannwurde es mir zu viel und ich setzte mich an den Tresen,bestellte mir gleich zwei Gin mit Tonicund fing an das Leben oder auch den Tod -zumindest den sich anschleichenden Tod bei einigen Gästen -zu erkennen und zu beobachten.Junkies und abgebrannte und vollkommen pleite gefickte Huren,erfolglose Vertreter und einige wenige -bescheiden erfolgreiche „Möchte-Gerne-Gangster“ des Viertels,waren eben so anwesend wie zwei zivile Bullenund einige mit Sicherheit minderjährige Stricher,doch diese verschwanden und tauchten immer wieder auf.Die dazu gehörigen Freier wollte ich nicht erkennen,ich wollte nicht den aufgebäumten Schwanz hinter Bügelfalte erahnenund auch nicht das Gesicht nach dem vollzogenen Akt sehen.Ein Kinderwagen stand wahr los und unbeachtetin einer der hintersten Ecken direkt bei den Spielautomaten.Vor diesen Automaten saßen zwei Männerwelche immer wieder fast im Gleichtakt und vollkommen abwesend,Münzen in den dafür vorgesehen Schlitz steckten.Die zivilen Bullen griffen zuund zogen einer der benannten „Möchte-Gerne-Gangster“ aus dem Verkehr.Ich trank meine Gin mit Tonicund mir wurde bewusst wie vergänglich Anstand und Sitte doch war.Nach diesem Abend bin ich grundsätzlich nur noch im Anzugund mit polierten Schuhen Saufen und Abstürzen gegangen.
  38. 38. Das war und ist dann mein Beitragzum Erhalt der Sitte und Anständigkeit.In diesem Sinne…
  39. 39. Lieben und frei sein, das gehtEs gab all die Winde in meinem Leben,all die Höhen und Tiefen voller Radikalität.Es gab all das Flehen und Betteln nach ein wenig Gebenund all die Anstrengung für eine wenig Integrität.Der andauernde Regen in all seinen Artenund auch die Kälte mit ihrer Hinterlassenschaft,all diese Faktoren hinderten mich nie am Wartenauf Zeiten voll Freundschaft, Liebe und emotionaler Haft.Ich wanderte oft an Grenze und Schlucht,saß oft am Rand und zweifelt mehr und mehr an mir,ich überstand und schuf mir die eine und dann die andere Suchtund trotzdem blieb immer diese unbändige Gier.Eine Gier nach Familie, Halt und Vertrauen,eine Gier nach Sicherheit und möglichem Utopia,gemeinsam und zweisam etwas erbauenund offen die Blicke nach Vorne – sehend und klar.Diese Gier ist gestillt und mein Wunsch wurde wahr,ich führe ein Leben wie Ichs nie gedacht,ich lebe den Traum den ich stets in mir sahund träume nun nur von innerer Machtdiesen Leben auf Dauer zu haltenund in all meinem Handeln und Waltendiesen atmenden Traum nicht umzugestaltenin das was immer vorhandenund mir stets feindlich gesinnt meinen Traum hat versuchtals alt, verkommt und abgestanden zu definieren.Ich bin nun Familie mit Wind und Orkan,ich leben auch heute mit Höhen Tiefenund trotzdem ist aus depressivem Wahnund dauernd und täglichem Koks-Schniefenein Leben mit Sinn und Liebe geboren.Was kann sich ein Mensch noch Anderes wünschen?Ich bin glücklich und trotzdem der Gleiche denkende Mann,der ALLES und JEDEN durchleuchtetund Lieben und er selber bleiben kann.„Ein Dank und tiefe Liebe und Verehrung für S. F.“
  40. 40. Nur die Wahrheit…! Auf keinen Fall mehr…!Die Tage vergehen und nichts ist wirklich besonders an Ihnen,die Menschen mit immer anderem Aussehen sind trotzdem die Gleichenund Niemand kann dich tatsächlich davor beschützen.Jeder von uns macht auf seine ganze eigene Art seinen Job,macht seine Arbeit und lebt diese unreal / reale Welt.20 ganze Jahr, mit 14 illegal begonnenund niemals wirklich aufgehört oder pausierend gewesen.Jederzeit und immer wieder an den Hängen meiner Grenzen gewandert,immer eng und absichtlich dem Abhang nahmit dem Wissen der Endlichkeit immer nur gelebt was grade ist.Jetzt trinke ich Wasser, völlig breit und voller Koks,ich denke nach und mir fällt auf,wie einfach, simpel und gewöhnlich ich doch bin.Die Schmerzen werden garantiert auch anderweitig,ganz schnell und medizinisch einfach,vom Koks erlöst und durch Natur und Willen abgelöst.Meine Liebe liegt im Bett und ist tatsächlich sauer,vielleicht auch nur ein wenig außer ihrer Form.Ich sitze hier und schreibe diesen wirklich skurrilen Stussund ich fühle mich tatsächlich auch noch frei dabei.Was immer auch die Zukunft mit all der kommenden Fassadezu bieten und als Kleinigkeit zu geben hat,ich bin bereit und stell mich all den Geistern der Vergangenheit.Ich liebe und ich fühle Glück undohne Scheiß – ich habe ein Zuhause.Was bitte brauch ich mehr…?
  41. 41. Das Altern kommt in abgeschätzden SchrittenVor genau 365 Tagen – also einem ganzen Jahr,genau zu dieser Zeit – ist Cologne mein Zuhause gewordenund mich interessierte nur die Liebe -alles Andere würde sich sicherlich ergeben.Ich merkte schnell und voller Demut,dass Liebe allein nicht reichen und nicht füllend istund das was ich immer war und sein werde –fand seinen Weg aus all den verworrenen Gängen meines Hirns,erneut ins Licht und übernahm die Führung.Ohne sozialen Anhang und mit fehlender Freundschaft,ohne Verantwortung und fremdlicher Gewissenhaftigkeitund ohne jegliche moralisch oder humanistisch ausgedachter Grenze -stand ich hier in Cologne und fing ein weiteres, ein erneutes Maldas eigene Leben glanzlos und von Vorne an.Was heute aus der Glanzlosigkeit geworden istoder was der Wunsch nach Einsamkeit ergeben hat?Was immer auch der Alltag und/oder das aktuelle Dasein hervorbringt?Ich bin liebend und ich bin verdammt noch Mal glücklich.Ich rauche meine Kippen,ich trinke mein Bierund ab und an kokse ich auch Mal.Ich bin verführt und vollkommen eingenommen,ich bin stehend was auch immer als Unwetter erscheintund ich bin ehrlich, aufrichtig und wirklich.All die fiktiven und/oder realen Huren in meinem Leben,all die erdachten und/oder tatsächlich passierten Geschichtenund all das – was auch immer – Erfahrene -wird und hat mich gebogenund wird dies auch noch all die kommenden Zeitenund/oder Momente tun.Ich zünd mir noch Eine an,trinke noch eine drittes, letztes Bierchen in der sonderbaren Sonderbarund mache mich dann ganz langsam und ein wenig schwankendauf den Heimwegund damit in all die gewollten und vorhandenen Grenzen.Ich habe Schmerzen – so wie immer -und ich liebe mehr als ich es je getan und empfunden habe.34 Jahre jung oder alt und ich bin angekommen,
  42. 42. ich habe gefunden was ich immer gesuchtund nie definieren konnte.Nun bin ich zuhause,ich bin am Ziele und ich weiß darum.„DANKE.“„Für S. F. !“
  43. 43. Replikat und KatzengoldDie Frau drehte sich um,sie schaute mir einmal tief in die Augen,verdrehte die Ihrigen dann plötzlichund sackte vor mir zusammen.Ich stellte mein Bier auf den Tresenund versuchte mich gegenüber Henry zu rechtfertigen.„Ich hab sie wirklich nur gefragt,“ sagte ich,„ob sie das gerade geworfene Zeug schon kennt.“Ich war wirklich ziemlich erstaunt.„Henry, ich schwöre dir, mehr hab ich nicht gesagtund dann kippt die Kleine einfach umund gibt dem Tod die Möglichkeitein viel zu junges Ding zu sich zu nehmen.“Der Abend war gelaufen -der Tag war eh beschissenund nun mussten wir uns als Zeugenauch noch mit den Bullen konform stellen.Zwei Stunden später saß ich in meiner Bude- allein -auf dem Sofa, Gin in der Hand und Kippe im Mundwinkel.Mein neustes Skript ist abgelehnt worden,zu brutal, zu anstößig und im Lektorat nicht mehr zu kitten.Meine Ex hat die Scheidung nur unterschriebennachdem ich den Forderungen von ihr ein juristischesund vertraglich nicht zu brechendes Einverständnis unterzeichnet habeund dann stirbt die Kleine auch noch in meiner Stammkneipedirekt vor meinen Augen.Das Zeug welches seine Wirkung so fatal zeigteist nicht anderes als meine Exfrauund nicht anders als alles Übel was wer auch immerund wann auch immer erlebt.Ganz oft trügt der Glanz und zeigt sich nachhaltignur als Replikat und Katzengold.Ich trinke aus.Ich rauche auf:Ich geh ins Bett.
  44. 44. Die eigene Grabrede„Ich habe einen wirklich wichtigen Wunsch.“Henry schaute mich an und lächelte.„Ich möchte meine Beerdigung erlebenaber so dass mich keiner sieht und bemerkt.“Ich schaute ihn fragend an.„Es geht mir nur um die Grabrede.“Henry nahm einen Schluck Tonic Water.„Ich will nur wissen ob die Wahrheit gesagt wirdoder ob verschönt und gelogen wirddas sich Jesus selbst am Kreuze drehen würde.“Henry hat verdammt nochmal recht.Das ist der wirklich einzige Grunddie eigene Beerdigung zu erleben.Wie oft habe ich schon gegen Geld Grabreden verfasstwelche nur aus Lügen und Verschönerung bestanden haben.Wir bestellten uns noch was zu Trinkenund redeten über Alles was Männer so bereden.Doch der Gedanke mit der Beerdigung ließ mich nicht los.Aber am Ende der Nacht war mir klar dass es eben so ist.Der Mensch schafft es nicht einmal dann ehrlich und aufrichtig zu seinwenn der Tod zugegriffen hat.Ein Hoch auf alle Tränen die schon jetzt geplant wurden.In diesem Sinne…
  45. 45. Anders EigenWas auch immer Jemand über die Liebe sagt,sie ist anders wenn Du sie erfühlst.Was auch immer Jemand über Freundschaft berichtet,es ist anders wenn Du sie beschreibst.Was auch immer die Erfahrung von Jemanden ist,Deine Eigene ist anders.Jedoch… bedenke !!!Was auch immer Du über die Liebe sagt,sie ist anders wenn nicht Du sie benennst.Was auch immer Du über Freundschaft berichtest,sie ist anders wenn nicht Du sie beschreibst.Was auch immer Deine Erfahrung ist,die Erfahrung Anderer ist anders.
  46. 46. Gott allein ist ein Pseudo…Am Ende steht fast immer ein Mensch.Es ist fast immer die humanistische Art,die am Ende dominiert.Es ist fast immer das menschliche Sein,welches Schönheiten und „Wunder“ schafft.Es ist fast immer der humanistische Freigeist,welcher Kriege, Morde und Abscheulichkeiten produziert.Ist Gott tatsächlich als greifbar zu definieren,dann sicher nicht durch Religionen oderhumanistisch errichtete Göttlichkeitsformate.Der Mensch ist Gott und Gott ist der Mensch,nur traut sich der Mensch nicht zu Gott zu sein.Er baut nicht auf sich und seine Tatsächlichkeiten,er verhindert sich selber die Sicht auf die Wahrheitund erschuf sich die Wesen zwischen Himmel und Erde.Am Ende jedoch steht fast immer der Mensch,mit all seinem Sein und „göttlichem“ Ich.
  47. 47. Am Anfang schuf Gott…„Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; undder Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.“Henry, Stan und ich saßen wie jeden Dienstag Abend im Black Pearls,wir tranken billiges Bier, redeten über ALLESund schauten gierig und geil den wenigen Weibern nach.„Und Gott sprach: Laßt uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische imMeer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm,das auf Erden kriecht. Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sieeinen Mann und ein Weib.“Die Dealer vertickten ihre Traumschaffer an Alte und Kinder,der Wirt übersah die Daten auf den Ausweisenund die Huren griffen sich die Freierwie Frösche sich die Fliegen an einem schwüler Sommertag.Wir saßen an unseren verdreckten Tisch,schauten uns die Schwuchtel und Stricher an,beobachteten die Taschendiebe und zivilen Bullen.Wir sprachen über Frauen und ihre Macht über die Männer,wir redeten über den Terror und all die „sinnvollen“ Kriege.„Und Gott gab dem Menschen den freien Willen.“Und frei und wollend töten, vergewaltigen und vernichtenwir im Namen Gottes.Stan ging als Erster und wir Anderen blieben noch ne Weile.Im Fernseher über der Bar liefen die Nachrichten.Morgen wird das Urteil im Kachelmannverfahren gesprochen,Strauss-Kahn ist unter Hausarrest wieder „frei“.Berlusconi kassiert schwere Wahlniederlagenund in der FIFA soll es Korruption gegeben haben -was sicherlich ganz plötzlich und unerwartet bekannt wird.Was immer sich Gott auch gedacht hat,ich bin wirklich gespannt darauf vielleicht irgendwann Maleine Erklärung von ihm zu bekommen.
  48. 48. Familienfeier…Die Beerdigung dauerte nun schon mehr als zwei Stunden,ich saß auf einer der hintersten Bänke der Kapelleund sah auf all die heuchelnd gesenkten Häupter.Ich hörte die gelogenen Sätze der Rede zu Ehren des Totenund ich fühlte mich einfach nur wohl und auch befreit.Nach der ganzen Prozedur folgte der Gang mit der Urne vorwegzur Grabstelle und damit zum endgültigen Frieden in mir.Auch hier ging ich am Ende und schaute auf all die Füße vor mirund jeder einzelne Fuß schien mir zu sagen dass er lieberganz wo anders laufen würde und das sicher nicht aufgrundder trauerbedingten emotionalen Verfassung.Nach mühseligen drei Stunden standen alle Anwesendenvor dem Tor des Friedhofs und unterhielten sich angeregt.Einige hatten wirklich den Mut zu mir zu kommenund mir ihr gespieltes Mitleid zu bekennen -doch die Meisten würdigten mich nicht eines Blickes.Den Leichenschmaus in irgendeinem Dorflokoal ließ ich wegund machte mich direkt wieder auf den Weg nach Hamburgund damit auch ganz weit weg von dieser verlogenen Brutdie ich gesetzlich leider als Familie titulieren muss.Zuhause angekommen ging ich unter die Duscheund rief mir danach ein Taxi welches mich ins Zwick brachte.Das Zwick war und ist mein Hamburger Stammlokalund dort am Tresen in dieser Nacht trank ich zwei Gin -einen Gin trank ich auf meinen Vater dessen Asche heute verscharrt wurdeund einen Gin hinterher mit dem einzig jemals an „Gott“ erwähnten Dank.Ein Danke dafür dass das Lebensende meines Vaterszugleich zum Anfang meiner eigenen Freiheit und auch nochzum Beginn einer neuen zuvor nie erfahren Zufriedenheit wurde.Sicher werden Viele diese Zeilen nicht verstehenund schrecklich oder gar fürchterlich finden.Wichtig ist jedoch das ich verstehen warum es dazu kamund wichtig ist außerdem das ICH allein sehend wurde.
  49. 49. Gewollte Sicherheit… Ab und An…Der Richter schaute sehr streng und anscheinend wütendin meine Richtung ohne auch nur einmal mit den Wimpern zu zucken.Dann öffnete er langsam und sich dieser Geste bewusstseinen Mund und fing an das (mein) Urteil zu verlesen.„Im Namen des Volkes wird der Angeklagte wegen Drogenbesitzesin nicht minderer Menge und zum wiederholten Male und wegenErregung öffentlichen Ärgernisses in zwei Fällen, zu einer Freiheitsstrafevon 1 Jahren und 6 Monaten verurteilt. Die Strafe wird zur Bewährungausgesetzt. Die Bewährungszeit beträgt 2 Jahre. Außerdem muss sichder Angeklagte einer Drogenentzugstherapie unterziehen.“Dann folgte das übliche BlaBla von wegen Berufung und so weiterund die Verhandlung wurde geschlossen.Im Flur vor den Verhandlungssälen zündete ich mir ne Kippe anund verließ als freier – zwar mit Auflagen belegter – Mann das Gebäude.An diesem Tag hatte ich noch einen Termin bei meinem Verlagund noch einen Termin bei meinem Onkologen.Der Verlagstermin war für den Arsch.Zwar wurde mein neuer Gedichtband angenommendoch aufgrund der vielen lektoratischen Arbeiten daransank mein Honorar von 5 Stellen auf 4 Stellenund auch die Zusage zum Druck einer zweiten Auflage wurde relativiertund somit mehr oder weniger als nichtig deklariert.Der Besuch bei meinem Onkologen war auch nicht besser,manch Einer würden ihn gar als schlechter bezeichnen.Der Krebs hatte gestreut und breitet sich nun fein säuberlichin den Bronchen aus und wird mit sicherer Zielstrebigkeitseinen Weg in die Lunge finden.Mir wurde in diesem Jahr zum 712ten Mal Blut entnommenund ebenso zum 712ten Mal versuchte ich erfolglos die viel zu jungeAuszubildende Arzthelferin Loreen zu einem Date mit mir zu überreden.Ich hatte also an einem einzigen Tag eine Bewährungsstrafemit einigen Auflagen, den Verlust von einigen tausend Eurosund eine ernüchternde gesundheitliche Diagnosemit einer noch ernüchternden gesundheitlichen Prognoseeinstecken müssen.Am Abend bei einer Flasche Hendrix Gin und mehreren PackungenDavidoff Classic Magnum fing ich an zu realisieren.Mir wurde um die Konsequenzen all der geschehenen Dinge klarund ich lehnte mich mit einem Lächeln in meinen Bürosessel zurück.
  50. 50. Es war halt ein Tag wie fast jeder andere Tag in meinem Leben auch.Das gab mir eine unglaubliche Zufriedenheitund eine innere Sicherheit immer zu wissen wie der nächste Tag aussiehtund was auf mich zukommen wird.Am nächsten Morgen stand ich sehr früh aufund ging zu meinem Hausarzt.Dort legte ich ein wenig Bares auf den Tischund bekam eine Bescheinigung das ich aufgrund psychischer Problemeund damit verbundenen rein körperlich auftretenden Erkrankungen,nicht in der Verfassung sei einen Drogenentzug ohne das enorme Risikodauerhafter und schwerer psychischer Erkrankungen einzugehen, zu überstehen.Da der Tag noch jung war und ich um die Erfüllungmeiner Hauptbewährungsauflage einen großen Bogen machen konnte,ging ich zu einem kleinen und relativ neuen Undergroundverlag.Henry hatte diesen Verlag neulich Abend Mal erwähnt -da ich jedoch meist nicht vor 16 – 17 Uhr das Bett und mein Sofa verlasse,habe ich es nie geschafft zu den offiziellen Öffnungszeit aufzutauchen.Ich wurde von einer sehr hübschen Transe am Empfang begrüßtund nachdem ich mein Anliegen kurz erklärt hatte,in den dritten Stock verwiesen.Dort angekommen ging ich direkt und ohne Klopfen ins Büro von Dr. Reutmars -dem Verleger und damit auch Besitzer dieses Verlages.Als ich – wohl etwas zu offensiv – die Tür öffnete,sprang eine jung, sehr junge Asiatin vom Schoß des Verlegers und verzog sichin ein angrenzendes Badezimmer.Dr. Reutmars selber blieb cool, stand auf, schloss seine Hoseund ohne seine Krawatte zu richten begrüßte er mich.Kurz geschrieben.Am Ende eines großartigen Gespräches hatte ich einen neuen Verlagund einen finanziell nicht ganz so guten Vertrag wie ich ich jetzt habe -dafür aber die Klausel der absoluten Freiheit und eine weiter Klauselwelche mir einen enormen zeitlichen Rahmen für mein Werkeln gab.Als ich am späten Abend mit Henry im Black Pearls saß,meldete sich erstaunlicher Weise mein Black Berry mit einer Emailmeines Internisten.Trotz der erneuten Streuung sind meine Blutwerte sehr gutund ich würde sicherlich als Kandidat für eine neue, sehr innovativeund in der Schweiz entwickelte Gen-Chemo-Therapie in Frage kommen.An diesem Abend trank ich nicht ganz so viel wie sonst,ich nahm mir keine Junkie-Hure mitund ich ließ das Koks Mal weg.Ich ging rechtzeitig in meine Bude
  51. 51. und ich schrieb und schrieb und schrieb -ich schrieb so viel und so lange das die Tasten meines Rechnersfast anfingen zu qualmen.Als ich das Schreiben beendet hatte,setzte ich mich auf meinen Balkon und rauchte noch eine letzte Davidoff.Schön zu wissen das jeder Tag gleich ist -Mal GUT oder Mal SCHLECHT -aber gewiss immer gleich anstrengend.In diesem Sinne…
  52. 52. 20 Jahre schon… oder auch mehr20 Jahre schon…!Kein Willen zum Abbruch…!Keine Kraft für einen neuen Aufbruch…!20 Jahre schon…!Keine soziale Integration…!Keine Kariere oder Perspektive…!20 Jahre schon…!Nun soll es tatsächlich enden…!Das Aus ist beschlossen ganz willentlich…!Ein letztes Mal schließt er die Bar abund steigt in ein Taxi.Der Fahrer fährt in schon seit ca. 12 Jahrenund fragt nicht warum heute ein kleiner Umweggenommen werden soll.Am Haus seiner Chefin wirft er den Ladenschlüsselsamt Umsatz und einem persönlichen Brief in den Briefkastenund lässt sich dann zu seiner Bude fahren.Dort angekommen gibt er dem Fahrer ein sonderlich großes Trinkgeldund geht noch kurz in das Lokal welches direkt an seine Haustür grenzt.Janosch, der Besitzer steht selber hinterm Tresenund begrüßt in mehr als nur oberflächig.Dort bleibt er noch ne gute Stunde sitzen,raucht und trinkt wie immer Negroni.Als er aufsteht bezahlt er seine Drinksund löst auch seinen Deckel ein.Die Haustür auf – Treppe hoch und in die Bude.20 Jahre schon…!Gastronomie – Nachtleben und alles was dazu gehört…!Keine Familie – keine Beständigkeit und kein Rückzugsort…!
  53. 53. 20 Jahre schon…!Alkohol und Drogen – Partys und schnelle Ficks…!Keine Emotionen – keine Empathie und keinen Sinn…!Die Bude kurz ordentlich gemacht,den Müll entsorgt und selbst die Ascher gewaschen.Ein wirklich letzte Kippe am offenen Fensterund die persönlichen Nachrichten sichtbar positioniert.Dann endet diese Nacht.Auch sein Leben endete.Als er gefunden wurde – ziemlich schnell -war alles geordnet und vorrausschauend hinterlassen.Sein Sarg und auch das Grab samt leerem Stein waren bezahltund hinterlegt,seine Verträge waren auf den Todestag genau gekündigtund selbst der Strom samt Gas wurden noch am gleichen Tag abgestellt.20 Jahre schon…!War alles geplant und auf diesen Tag geeicht…!War jeder Schritt und jedes Tun berechnet und kalkuliert…!Er hatte „nur“ 20 Jahre…!Du hast vielleicht schon 30 oder auch mehr Jahre…!Was immer der Plan DEINES wirklichen Ichs ist…!LEBE, PLANE und ERFÜLLE ihn…!In diesem Sinne…
  54. 54. Kleiner Rest – dafür DankeIch habe Mal bei IBM als Firmen-Administrations-Berater gearbeitet,bin jeden Tag mit Krawatte, Anzug und mieser Launediesem verdammt gut bezahlten Job nachgegangen.5 Tage Woche – nie mehr als 40 Stunden,Urlaubs- und Weihnachtsgeld und zusätzliche Bonuszahlungen.Nebenher habe ich trotzdem in der Gastro als Bartender gearbeitetund so wurde aus einer grundsätzlich entspannten Arbeitswocheeine unglaublich anstrengende und zeitverschlingende 7 Tage Woche.Eines Abends kam ich in meine Wohnungund fand in allen vier Zimmern nur mein Bett, meine Klamotten,meinen Computer und meine persönlichen Dokumente vor.Von meiner - bis zu diesem Moment – Partnerinist nichts geblieben außer ein kurzer, dahingerotzter Brief.Sie haben keine Lust mehr eine Beziehung zu führenin der es anscheinend nur sie und einen immer fern bleibendenPartner geben würde.In dieser Nacht schickte ich meiner Vermieterin -sie wohnte nur eine Etage unter mir -die Kündigung der Wohnung per Email,ich überwies für die kommenden drei Monate die Mieteund fand innerhalb der nächsten zwei Tageeine WG in die ich mit meinen wenigen Sachen einziehen konnte.Ich kündigte meinen Job bei IBMund wurde Vollblutgrastronom.Ich kam bis heute nicht dazu,doch ich müsste dieser damals vorhandenen Partnerinein ehrliches Danke sagen.Sie gab mir den letzten Stoß in das Leben,welches ich führen wollte und für das ich vorgesehen war und bin.Danke…
  55. 55. Mit ner Morgenlatte denkenAls Nadja an diesem Morgen aufstand,sich in Richtung Badezimmer tänzelteund mich mit Ihrem Körper selbst in der Frühe auf Touren brachte -konnte ich nichts anders machen,als aufs Gäste Klo gehen und schnellstens versuchenmit meiner strammen Morgenlatte den angesammeltenMorgenurin los zu werden,um mich dann mit voller Leidenschaft und ausgefahrenerMännlichkeit dieser Frau zu widmen.Das tat ich dann auch -und ich sage euch, es war großartig.Nadja ist gerade 18 geworden und am Tag ihrer gesetzlichen Volljährigkeit,packte sie ihre wenigen Sachen und verließ das behütete Elternhausund zog bei mir ein.Was auch immer sie dazu bewogen hat -ich weiß es wirklich nicht.Vielleicht war es das wenige Geld was ich hatteoder aber der Reiz mit einem erfolglosen Lyriker zu ficken.Es kann aber auch mein grenzwertiger Alkohol- und Drogenkonsum seinoder vielleicht die unbewusste Sicherheit alles machen und tun zu können -auch mit anderen Männern und Frauen -so lange zwischen ihr und mir alles läuft und funktioniert.Was ich eigentlich schreiben möchte ist Folgendes.Das Warum und die Suche nach der immer passenden Antwort,wird weder mich, noch wird es Dich wirklich weiter bringen.Nadja wird irgendwann verschwinden,vielleicht haben ich auch Mal Erfolg und verdiene gutes Geld.Alles was heute ist – ist Morgen vielleicht schon wieder gewesen.Also bleibt mir nur noch zu schreiben,dass ich mir Nadja noch einmal nehmen sollte,dass ich sie so lange nehmen und erfahren solltebis das Morgen kommt wo ALLES gestrige gewesen ist.In diesem Sinne…
  56. 56. Endende EndlichkeitenEnde…Enden…Endende…Endlichkeit…Endlichkeiten…Enden…Endlich…Endend…Endende Endlichkeiten…Enden im Enden…Endlich und wirklich…Wie auch die Wirklichkeit…Mal endet und Mal bleibend…doch irgendwann ist ALLES SEIN…Ganz simpel und ganz einfach…ZU ENDE…
  57. 57. Tagesansicht…Was auch immer ein Tag bringen mag,welch Inhalte und Sinnigkeiten auch immerdurch Ihn hervorgekommen sind!?Ein Tag bleibt ein Tagund ist nicht mehr als ein Abschnitt im Jahr.Der Tag ist die Hülle und wir sind der Inhalt,wir sind die Macher, Lenker und Ursächlichkeiten.Wir sind die Form und wir sind der Kodex -wir sind das Starke und formende Sein.Ein Tag bleibt ein Tagund ist nicht mehr als ein Abschnitt im Jahr.Welch Inhalt und welch Anhang der einzelne Tag birgt,welch Wahnsinn und motivierende Artauch immer im Tag – nur dem Einen – besteht und herrschend ist -dies Alles ist unwichtig, irrelevant und hinfällig -da ALLES nur einen einzigen Ursprung hat -wir selber sind die Macher und Götter unseres Seins.Der Tag ist nur die Plattform und Bühne,der humanistischen Art und trotzdem nicht mehrals nur ein Teil vom Jahr.In diesem Sinne…
  58. 58. Nur ein weiterer SCHWARZERDie Meinung der Bullen war alles was wichtig und dominierend war.Das bürgerliche „Gesindel“ wurde angehört, verhört und befragt -doch die kompetente Ernsthaftigkeit fehlte und wurde nie vorgetäuscht.Hier starb ein 14 Jahre junger Schwarzer.Drei Kugeln durchsiebten seinen Hinterkopf.Von der eigentlich notwendigen Spurensicherung fehlte jede Spurund selbst als der Tatort von den Bullen verlassen wurdeund als erledigt gekennzeichnet wurde -selbst zu diesem Zeitpunkt waren alle relevanten Spuren vernichtetoder durch Unzulänglichkeit unbrauchbar geworden.War ja nur ein SCHWARZER.Nur ein weiterer FREAK der das Leben hier nicht überstand.Ich sah mir die komplette Show an und ging die wenigen Meterin meine Bude mit einem flauen Gefühl im Magen.Angekommen und die Wohnungstür hinter mir verriegelt,nahm ich mir ein Bier, zündete mir ne Kippe anund beobachtete den Rest vom Fenster aus.Es war ja nur ein weiterer SCHWARZER…!Was auch immer nun passieren würde,nichts würde sich ändernund schon gar nichts würde die Mörder dem Richter zuführen.Ich ging an meinen Schreibtisch,schrieb noch eine Kleinigkeitund verpisste mich dann ins Bett.In diesem Sinne…
  59. 59. Gestern ist das MorgenNur die wirklichen Kleinigkeiten zählen noch,sie wirken nach und bestimmen all das kommende Große.Die Laberei der „Möchtegernwissenden“ Mal ganz außer Achte gelassen -so ist der jetzige Moment doch wirklich anstrengend, verfotztund der Menschlichkeit weit überlegen auch wenn und wirklich nur,im negativen Sinne unserer Fähigkeiten.Die kleinen Arschlöcher stehen da und erfreuen sich ihrer Siege.Jene Siege die sie errungen haben weil sie nichts weiter als unfair,als betrügerisch und vollkommen link auftraten und agierten.Sie feiern ihre Triumphe und erklimmen ihre Podeste,obwohl die reale Masse diese Siege missbilligt und verachtet.Sie feiern und leben – vollkommen unbewusst – das Risiko der Zerstörung,das Risiko der eigenen Vernichtung oder simplen Bloßstellung.Alles was war oder gerade ist oder jetzt geschieht -alles was uns heute schon beeinflusste und gestern erst passierte,wird MORGEN die Kraft und Macht entfalten welche vorhanden,welche gefordert und welche notwendig ist.Jene Kraft und Macht die das Gleichgewicht fundamentiertund ALLES was IST und jemals sein wird in seine Plätze verweist.Ich selber werde sicherlich nur ein Teil des unendlich großen Mosaiks sein,ich werde nur ein Sandkorn in der Wüsteoder ein einzelnes Atom im Sauerstoff sein.Doch ICH und auch mein Gegenüber, wir werden wichtigund ein Teil der Formation bilden und sein.Wir werden dazugehören wie ALLE ANDEREN auchund trotzdem denkend und revolutionierend bleiben.Es sein nur noch gesagt:Was immer auch die Begründung DEINES heutigen Handelns ist,was auch immer die Intuition DEINES jetzigen Tuns ist.Alles was heute geschieht und alles gestern Geschehene -es wird vorbereiten und den Weg planieren -für ALLES was kommen wird.In diesem Sinne…

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