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Medienkonferenz allianz q: Gesundheit kostet weniger als Krankheit / Leistungserbringer im Gesundheitswesen setzen auf Qualität
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Medienkonferenz allianz q: Gesundheit kostet weniger als Krankheit / Leistungserbringer im Gesundheitswesen setzen auf Qualität

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Bern (ots) - Die von Gesundheitsökonom Willy Oggier koordinierte allianz q besteht seit gut einem Jahr. Zur Gruppe von Akteuren im Gesundheitswesen gehören die Schweizerische Diabetes-Gesellschaft, …

Bern (ots) - Die von Gesundheitsökonom Willy Oggier koordinierte allianz q besteht seit gut einem Jahr. Zur Gruppe von Akteuren im Gesundheitswesen gehören die Schweizerische Diabetes-Gesellschaft, die Arbeitsgemeinschaft Osteoporose Schweiz ... / http://www.presseportal.ch/de/pm/100020887/100615029/allianz_q

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  • 1. 26. November 2010 Willy Oggier, Dr. oec. HSG, Gesundheitsökonom, Küsnacht «What we measure will improve» Allianz Qualität vor Kosten im Gesundheitswesen
  • 2. Medienkonferenz Willy Oggier 26. Nov. 2010 / Seite 2 Wer ist diese « allianz q » Schweizerische Diabetesgesellschaft SDG ASD OsteoSuisse, Schweiz. Osteoporose Gesellschaft Konferenz Kantonaler Ärztegesellschaften KKA Ärzte mit Patientenapotheke ApA Die Spitäler der Schweiz H+ Interpharma Merck Sharp&Dohme-Chibret MSD Zurich Heart House Privatpersonen
  • 3. Medienkonferenz Willy Oggier 26. Nov. 2010 / Seite 3 Problemfelder einst und heute Kostendruck Entsolidarisierung Demographische Entwicklung Föderalismus Pflegebedürftigkeit Anspruchshaltung Ärzteüberschuss Mangelnder Wettbewerb Akutbettenüberhang Mangelnde Pflegebetten Personalmangel Falsche (Finanzierungs-) Anreize Medizin-technologische Entwicklung
  • 4. Medienkonferenz Willy Oggier 26. Nov. 2010 / Seite 4 Ausgangslage Gesundheitspolitisches Sofortmassnahmen-Paket als Auslöser Fazit: Problemfelder werden ignoriert Aufruf zur Reform Stopp dem Sofortmassnahmen-Paket Morbiditätsorientierter Risikoausgleich Monismus Manifest Workshop «Nutzen statt Kosten, Juni 2010»
  • 5. Medienkonferenz Willy Oggier 26. Nov. 2010 / Seite 5 Unser Ansatz (1) Wir stellen wichtige gesundheitspolitische Fragen – etwa: Was brauchen Kranke wirklich? Wir thematisieren Qualität in allen Facetten, vor allem die Qualität der Versorgung Wir zeigen Probleme auf und fragen nach Evidenzen und Daten Wir zeigen auf, was epidemiologische und volkswirtschaftliche Bedeutung hat: Brustkrebs Depressionen Diabetes Herz-Kreislauf Erkrankungen
  • 6. Medienkonferenz Willy Oggier 26. Nov. 2010 / Seite 6 Unser Ansatz (2) Wir fragen nach den richtigen Anreizen: Verfeinerung des Risikoausgleichs Monistische Finanzierung Wir suchen Vorbilder: Wer macht es gut? Warum und wo funktioniert es? Wir suchen Experten, die Lösungen definieren Jede/r (Spezialist-/in) trägt nach seinen/ihren Fähigkeiten und Möglichkeiten zur Entwicklung der Allianz bei
  • 7. Medienkonferenz Willy Oggier 26. Nov. 2010 / Seite 7 Unsere Manifest Qualität steht vor Kosten Qualität statt Kosten Belohnung statt Bestrafung Ausgleich statt Selektion Innovation für chronisch Kranke
  • 8. Medienkonferenz Willy Oggier 26. Nov. 2010 / Seite 8 Fazit für die allianz q Erste Forderung des Aufrufs erfüllt: Sofortmassnahmen-Paket wurde definitiv abgelehnt. Zweite Forderung nach der Verfeinerung des Risikoausgleichs ist sowohl im Nationalrat als auch im Ständerat auf guten Wegen, aber noch nicht definitiv realisiert. Wir bleiben dran. Qualität ist uns wichtig, gerade auch bei der aktuell diskutierten Vorlage zur integrierten Versorgung.
  • 9. Medienkonferenz Willy Oggier 26. Nov. 2010 / Seite 9 Herzlichen Dank Willy Oggier 079 407 23 51
  • 10. „Nutzen vor Kosten“ Erkenntnisse aus dem 1. Workshop vom 18./19. Juni 2010 auf dem Stoos, SZ 26. November 2010 Dr.med. Urs Stoffel, Co-Präsident Konferenz Kantonaler AerzteGesellschaften KKA/CCM
  • 11. Ausgangslage: Workshop vom 18./19.6.2010 auf dem Stoos mit Vertretern der wichtigsten Stakeholder im schweizerischen Gesundheitswesen unter dem Motto „Qualität vor Kosten“ Bedeutung für vier wichtige Volkskrankheiten evaluiert: Herzinfarkt Brustkrebs Diabetes Depression Analyse in vier Arbeitsgruppen unter den Aspekten Behandlungsqualität, „outcome quality“ und Kosten Diskussion im Plenum Medienkonferenz/Urs Stoffel 26. November 2010 | Seite 2/7
  • 12. Bessere Qualität spart Kosten Der Mehrwert für den Patienten („added value“) bei jeder Behandlung oder Therapie im Mittelpunkt „Better health not more treatment“ (Zitat E. Olmsted Teisberg) Eine bessere Gesundheit kostet nachhaltig weniger als eine schlechte Gesundheit Prävention. Qualität bedeutet Ergebnisqualität und Prozessqualität („outcome quality“ und „health impact“). Bessere Ergebnisqualität hat häufig eine Kosten dämpfende Wirkung. Medienkonferenz Urs Stoffel 26. November 2010 | Seite 3/7
  • 13. Erkenntnisse aus den Arbeitsgruppen: Wir brauchen nationale Gesundheitsziele Wir brauchen Qualitätsindikatoren Wir brauchen Messgrössen für die Krankheitsbilder Wir brauchen Qualitätssicherungsprogramme Wir brauchen flächendeckende Krankheitsregister (Wir wissen nicht einmal, wie viele Diabetiker es in der Schweiz gibt) Wir brauchen mehr Gesundheitsförderung und mehr Prävention Wir müssen die Kosten im Gesundheitswesen vor dem Hintergrund der volkswirtschaftlichen Gesamtkosten beurteilen. ( HIA) Wir brauchen Rahmenbedingungen, damit Integrierte Versorgung (Managed Care) überhaupt funktioniert kann Medienkonferenz/Urs Stoffel 26. November 2010 | Seite 4/7
  • 14. Integrierte Versorgung/Managed Care (1) 1. Prinzipien für die Gesetzgebung: Mehrwert für Patientinnen und Patienten Fokus auf die Krankheiten der 20% teuersten Versicherten. Positive Anreize setzen: belohnen statt bestrafen 2. Rahmenbedingungen für Managed Care: Ausgleich statt Selektion, das heisst, den Risikoausgleich verfeinern gemäss der laufenden KVG-Revision Finanzierungsbrüche vermeiden, das heisst den Monismus einführen Medienkonferenz/Urs Stoffel 26. November 2010 | Seite 5/7
  • 15. Integrierte Versorgung/Managed Care (2) 3. Eckwerte Outcome-Qualität national festlegen, ausweisen und vergleichen, zum Beispiel Behandlungsergebnisse, Rehospitalisierungen, Reoperationen Prozessqualität für integrierte Versorgung national festlegen, ausweisen und vergleichen, zum Beispiel Mindestfallzahlen. Pilotprojekten der integrierten Versorgung für die häufigsten und teuersten Krankheiten fördern Pauschalen für integrierte Versorgung evaluieren Medienkonferenz/Urs Stoffel 26. November 2010 | Seite 6/7
  • 16. Fazit für die Ärzteschaft Nationale Gesundheitsziele definieren und Politische Rahmenbedingungen für Integrierte Versorgung schaffen. Die Wahlfreiheit der Patientinnen und Patienten erhalten Behandlungspfade („clinical pathways“) für die verschiedenen Krankheitsbilder erstellen (Fachgesellschaften erarbeiten die Richtlinien) Vertrauensverhältnis Arzt-Patient weiterhin als unverzichtbare Basis jeglicher ärztlicher Behandlung - medizinische Verantwortung weiterhin bei der Ärzteschaft Medienkonferenz/Urs Stoffel 26. November 2010 | Seite 7/7
  • 17. Herzlichen Dank Urs Stoffel 079 430 99 27
  • 18. 26. November 2010 Doris Fischer-Taeschler, EMBA, Geschäftsführerin Schweizerische Diabetes-Gesellschaft Integrierte Versorgung in Praxis Das Beispiel des Diabetes mellitus
  • 19. Medienkonferenz Doris Fischer-Taeschler 26. September 2010 | Seite 2/9 Krankheitsbild des Diabets mellitus Diabetes nimmt weltweit zu Volkskrankheit Die Schweiz als Entwicklungsland - keine zuverlässigen Daten über: Anzahl Diabetiker Spätfolgen des Diabetes Kosten der Behandlung des Diabetes Standards und Guidelines sind ein Fremdwort lösen Angst aus Kontrolle statt Controlling Steuerung tut Not!
  • 20. Medienkonferenz Doris Fischer-Taeschler 26. September 2010 | Seite 3/9 Chronische Krankheiten: Idealfall für Managed Care Steuerung bringt für Patienten Mehrwert, d.h. mehr Lensqualität Vielfach polymorbide Chroniker = lebenslang krank = mehr als eine Krankheit Gezielte Steuerung durch den Facharzt oder ein Fachteam für die „Haupterkrankung“ Fokus auf 20% der Versicherten, die 80% der Kosten verursachen Lead der Behandlung liegt bei den Fachpersonen für die Haupterkrankung
  • 21. Medienkonferenz Doris Fischer-Taeschler 26. September 2010 | Seite 4/9 Das diabetologische Fachteam als Lotse Begleitung der Patienten als zentrales Element Integrierte Versorgung = optimale Ausgangslage für Fachpersonen als Lotsen Gute Erfolge in Nordeuropa und in USA mit gezielter Steuerung und Koordination Verhaltensänderung als wesentliches Therapieelement: Beratung, Begleitung, Empowerment Vermeiden von Doppelspurigkeiten Vermeiden von unnötigen Untersuchungen und Behandlungen Disease Management als Erfolgsfaktor
  • 22. Medienkonferenz Doris Fischer-Taeschler 26. September 2010 | Seite 5/9 Schwerpunkte der IV bei Diabetes Fachpersonen inter- und multidisziplinär: Diabetologe*, Diabetesfachberaterin, Ernährungsberaterin, Podologe, allenfalls Psychologe und andere Netzwerkgewinne ermöglichen Zusatzangebote, die nicht von der Grundversicherung bezahlt werden Guidelinebasierte Behandlung, aktualisierte Standards und Behandlungspfade: Langzeitzuckerwert (HbA1c) als wesentliches, aber nicht einziges Element Patientenzentrierte Betrachtung: more than a disease HbA1c, Blutdruck, Augen, Nikotin, Cholesterin, Nierenwerte, Neuropathie, Fussuntersuch … soziale Integration … berufliche Integration … verhindern von Pflegebedürftigkeit Die chronische Krankheit als lebenslange Begleiterin
  • 23. Medienkonferenz Doris Fischer-Taeschler 26. September 2010 | Seite 6/9 Mehr als HbA1c … Gesamtwirtschaftliche Betrachtung: Arbeitsunfähigkeit vermeiden, Pflegebedürftigkeit vermeiden, soziale Integration fördern HbA1c: Langzeitblutzuckerwert Blutdruck und Cholesterin: oft auch andere kardiovaskuläre Risiken; zu hoher Blutdruck, zu hohe Blutfette Augen: Retinopathie und damit Erblindung als eine Hauptkomplikation Nieren: Nierenwäsche als grosse und teuere Komplikation Neuropathie: Spürsinn an Extremitäten (Hände und Füsse) prüfen Fussuntersuchung jährlich: Amputationen vermeiden Nikotin: Rauchstoppberatung Der Mensch im Zentrum, nicht die Krankheit
  • 24. Medienkonferenz Doris Fischer-Taeschler 26. September 2010 | Seite 7/9 Vielfalt in der Betreuung Nicht alle Diabetiker sind gleich – in Modellen denken Disease Management Programme: Versorgungsmodelle mit diabetologischem Team als Leader Verfeinerung des Risikoausgleichs: damit die Kassen ein Interesse an einer guten Versorgung von chronisch Kranken haben Guidelines und Zertifikate als Anreiz für eine gute Versorgung von Diabetikern (Good managed care in Diabetes bei Gatekeepern und Einzelpraxen) Eigenverantwortung – selfempowerment der Betroffenen: Selbsthilfegruppen, Mitgliedschaft bei Gesundheitsligen Vielfalt nützt dem einzelnen Patienten
  • 25. Medienkonferenz Doris Fischer-Taeschler 26. September 2010 | Seite 8/9 Fazit für die Diabetesgesellschaft Koexistenz aller drei Modelle Klassisches Versicherungsmodell: aktuelles System der Einzelakteuere mit wenig oder keiner bewussten Steuerung Klassisches Managed Care im Sinne von Gatekeeping durch den Grundversorger Integrierte Versorgungsnetze, wo sich alle Leistungserbringer vernetzen und die Steuerung nicht ausschliesslich beim Grundversorger liegt, sondern auch beim Facharzt oder beim Fachteam. Miteinander statt gegeneinander
  • 26. Medienkonferenz Doris Fischer-Taeschler 26. September 2010 | Seite 9/9 Herzlichen Dank Doris Fischer-Taeschler 079 432 71 43
  • 27. 26. November 2010 Bernhard Wegmüller, Direktor H+ Die Spitäler der Schweiz allianz q weist den Weg Forderungen an Managed Care und Ausblick
  • 28. Allianz q – quo vadis? 26. November 2010 | Seite 2 / 8 KVG-Revision Managed Care Analyse der aktuellen Revisionsvorschläge Rahmenbedingungen: Verbesserter Risikoausgleich Struktur- statt patientenorientiert: Fixe Netzwerke statt krankheitsorientierte Angebote Normativ statt nutzen-/anreizorientiert: Differenzierter Selbstbehalt, Angebotspflicht
  • 29. Allianz q – quo vadis? 26. November 2010 | Seite 3 / 8 KVG-Revision Managed Care Bewertung Rahmenbedingungen zentral: Risikoausgleich (+) und Monismus (-) Krankheitsorientierte Versorgungsmodelle statt Fokus auf Strukturen Anreize (Leistungen, Prämie, Selbstbehalt oder Franchise) statt fixe Vorgaben
  • 30. Allianz q – quo vadis? 26. November 2010 | Seite 4 / 8 Auswirkungen auf KVG-Revision Forderungen der allianz q an KVG-Revision Managed Care Risikoausgleich herausbrechen Patienten- und Krankheitsorientierung Pilotprojekte für 4 Krankheiten Best Practice eruieren und dessen Rahmenbedingungen Vielfalt und Entwicklungsmöglichkeiten der Versorgung
  • 31. Allianz q – quo vadis? 26. November 2010 | Seite 5 / 8 Strategie der allianz q Themenänderung: Qualität vor Kosten Fokussierung auf die Qualität Patientenorientierung Motto: Bessere Qualität spart Kosten Better health - not more treatment (E. Teisberg)
  • 32. Allianz q – quo vadis? 26. November 2010 | Seite 6 / 8 Beispiel Spitäler und Klinken Qualitätsmessungen und –transparenz: H+ qualité www.hplusqualite.ch / www.spitalinformation.ch CIRRNET, quick alerts, konkrete Projekte: Stiftung für Patientensicherheit www.patientensicherheit.ch Nationale Qualitätsindikatoren im Spital: ANQ Nationale Qualitätsvereinbarung der Spitäler / Klinken, Versicherungen und Kantone www.anq.ch Verbesserungsmöglichkeit Standardisierung: z.B. clinical pathways der ärztlichen Fachgesellschaften
  • 33. Allianz q – quo vadis? 26. November 2010 | Seite 7 / 8 Ausblick allianz q 2011 Blick in andere Länder, ev. Studienreise Stoos II: Vertiefung in zwei Krankheiten Aufzeigen der internationalen Standards Aufzeigen weiterer Schritte in der Schweiz
  • 34. Allianz q – quo vadis? 26. November 2010 | Seite 8 / 8 Herzlichen Dank Dr. Bernhard Wegmüller, Direktor H+ Die Spitäler der Schweiz 079 – 635 87 22

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