Umgestaltung der Platja de Palma:        Integraler      Aktionsplan             (PAI)
Umgestaltung        der Platja de Palma:Integraler Aktionsplan (PAI)
Das Konsortium für          die Umgestaltung der Platja de Palmasetzt sich zusammen aus::     •	 Der    Zentralregierung S...
MITGLIEDER DES KONSORTIUMS      •	 Margarita Nájera. Kommissarin der Zentralregierung. Geschäftsführerin      •	 Joseba Da...
Diese Publikationserstellung erfolgte unter Beteiligung folgender Arbeitsteams:THR / Strategie 1 / Neue Positionierung für...
WEST 8 / Strategie 4 / Vollständige                        AUIA / Strategie 5Umgestaltung des territorialen und urbanen   ...
HERAUSGEBER:      Konsortium Platja de PalmaKonzipierung, Design und Lay-out dieser Ausgabe:        Alberto Corazón / Dise...
INHALTPRÄSENTATION ........ Seite 10                  TEIL II .................... Seite 186     Präsentation aus institut...
PRÄSENTATION                         PRÄSENTATION AUS INSTITUTIONELLER                             SICHT                  ...
Konsortium für die Platja de Palma    Präsentation                   des PAI               (Integralen             Aktions...
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Für den Tourismus auf Mallorca bzw. den Balearen hat sich eine Situation von entscheidender Bedeutungund somit eine in die...
Einführung                                   MARGARITA                                      NáJERA                        ...
Zu Ende des Jahres 2008 wurde von der spanischen Zentralregierung eine Kommissarin zur Unterstützung desProjektes für die ...
Arbeiten und Studien ausgerichtet wurden, zusätzlich fanden Absprachen mit Institutionen, politischen,                    ...
Wir setzen auf eine Veränderung des derzeit vorhandenen Geschäftsmodells, damit die Zukunft unsererUnternehmen abgesichert...
Bei Abschluss des Projektes für Platja de Palma soll als Ziel die Reduzierung der CO2-Emssion bis auf Null                ...
markante Punkte, die dem Projekt Einzigartigkeit verleihen, da es die Umgestaltung eines konsolidierten urbanenRaumes vors...
Wir möchten also die Initiativen der öffentlichen und privaten Stellen koordinieren, um somit die gesamte                 ...
Abwicklung der Umgestaltung und Aufwertung der Platja de Palma.Dieses Governance-Modell unterlag den Verhandlungs-, Konsen...
Einführung                               FERNANDO                                   PRATS                               PA...
Wir, die wir den integralen Aktionsplan für die Platja de Palma erarbeitet haben, sind uns bewusst, dass wires hier mit ei...
EIN KONZERTIERTES UND                           AVALIERTES PROJEKT                             Margarita Nájera Aranzabal ...
Seit Übernahme meines Postens im Konsortium Platja de Palma wurde von den Sozialpartner immer wiederdarauf gedrängt, dass ...
ZUSAMMENFASSENDE                       ÜBERSICHTPlatja de Palma / 26
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AUSFÜHRUNGSZUSAMMENFASSUNG / KAPITEL 4 / TEIL EINS                       4. KAPITEL, “FÜHRUNG FÜR DIE GESAMTAUFWERTUNG    ...
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AUSFÜHRUNGSZUSAMMENFASSUNG / KAPITEL 5 / TEIL EINS                       KAPITEL 5 “ZUKUNFTSVISION FÜR DIE PLATjA DE PALMA...
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AUSFÜHRUNGSZUSAMMENFASSUNG / TEIL DREIUMGESTALTUNG DER PLATjA DE PALMA: EIN MULTIDISZIPLINÄRES PROjEKT    Montserrat Casas...
Umgestaltung der Platja de Palma. Integraler Aktionsplan
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Umgestaltung der Platja de Palma. Integraler Aktionsplan

  1. 1. Umgestaltung der Platja de Palma: Integraler Aktionsplan (PAI)
  2. 2. Umgestaltung der Platja de Palma:Integraler Aktionsplan (PAI)
  3. 3. Das Konsortium für die Umgestaltung der Platja de Palmasetzt sich zusammen aus:: • Der Zentralregierung Spaniens, vertreten durch das Ministerium für Industrie, Tourismus und Handel • Der Balearischen Regionalregierung • Dem Inselrat von Mallorca • Der Stadtregierung von Palma • Der Stadtregierung von Llucmajor • Margarita Nájera Aranzábal. Kommissarin der Zentralregierung Spaniens für die Platja de Palma
  4. 4. MITGLIEDER DES KONSORTIUMS • Margarita Nájera. Kommissarin der Zentralregierung. Geschäftsführerin • Joseba Dañobeitia. Direktor von Planificació Urbana (Stadtplanung) • Neus Pacheco. Leiterin für institutionelle Beziehungen • Jaime Nadal. Verwalter-Wirtschaftsfachmann • Antoni Moragues. Projektkoordinator • Bárbara Vidal. Juristische Leitung • Tomeu Crespí. Industrieingenieur für OrganisationVerwaltungsteam • Isabel Parés • Ana López • Antonio Vivó • Claudia FitoDIE AM AKTIONSPLAN BETEILIGTEN TEAMS Unter der Leitung der Kommissarin und der Mitglieder des Konsortiums beteiligten sich folgende Teams bzw. Stellen an der Erstellung des Aktionsplans (PAI). In erster Linie handelt es sich dabei um: • Allgemeine Koordination: F. Prats, Mitglied von AUIA und des spanischen Tourismusrats (CONESTUR) • Initialdiagnosen: J. Rey-Maquierira, Lehrer an der UIB und T. Munar, Präsident von Turismoconsulting.com • Tourismus: E. Bordas, Präsident von THR • Unternehmerwirtschaft: A. Gutiérrez Borjabad, Gesellschafter von Everis • Steuerwesen: J.M. Cardona, Gesellschaft der Kanzlei J&A Garrigues • Ökologie: B. Morales-Nin, Direktorin von IMEDEA • Gesellschaftliche u. berufliche Eingliederung: O.Homs, Direktor von CIREM • Sicherheit: J. Tovar, Direktor von Gabinet de Perspectiva • Governance: S. Lora, Direktor von Consulluna • Korrektur und Veröffentlichung: C. Garrido und J. Calatayud, Journalisten • Stadtplanung: E. Bindels, Gesellschafter von West-8 • Baurecht: A. Blasco, Professor an der UIB • Metabolismus – Versorgungsanlagen: F. Tejada, Bereichsleiter bei ARUP • Hochbau: A. Villanueva, Gesellschafter von AUIA • Informations- und Kommunikations Technologie Service (TIC): P. Antón, Direktor für TIC bei Segittur • Design: A. Corazón, Präsident von Diseño Público Außerdem besondere Kooperation von F. Panizo, des ehemaligen Generalsekretärs für Tourismus und Mitglied des spanischen Tourismusrats (CONESTUR), J.A. Alonso, Leiter für Energieeffizienz des IDAE und J.M. González Pérez, Lehrer für Geographie in der Abt. Erdwissenschaften, Forschungsgruppe für Nachhaltigkeit und Territorium (GIST) der Universität der Balearen.
  5. 5. Diese Publikationserstellung erfolgte unter Beteiligung folgender Arbeitsteams:THR / Strategie 1 / Neue Positionierung für einen FUNDACIÓN CIREM / Strategie 3 /wettbewerbsfähigen und nachhaltigen Tourismussektor Optimieren der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Eulogio Bordas Rubies Bewohner und der Arbeitskräfte Bogdan Petrescu Oriol Homs Jordi Lladó Pola Andres Walliser Carlos Hermida Toni García Alfonso Rodríguez ForscherIMAGINE TOURISM / Strategie 1 Juan Antonio Serra Javier Rey-Maquieira Pere Fábregas Vicente Ramos Vera Bartolomé Ana Bartolomé Stipendiatin: Aizham KussanovaTURISMOCONSULTING / Strategie 1 Antoni Munar GABINET DE PERSPECTIVA /Strategie 3 Jaime Tovar Externe Mitarbeiter:IMEDEA / Strategie 2 / Kontrolle des globalen Joana María Petrus(Klima-) Wandels und Erhalten der Natursysteme zu Carmen RamisLand und Wasser, der Biodiversität und der natürlichen Álvaro SanzÖkosysteme: Biodiversitat i ecosistemes naturals: Mika Noguera, Nueria Marbá (Ozeanposidonia), Anna Traveset, Zeeba Khan (terrestrische Ökosysteme und Limonium barceloi), Bertha Cid, Luis Santamaria (Feuchtgebiete) Wasserqualität und Feuchtgebiete: Ana Massanet, Antonio Tovar-Sánchez, Antoni Jordi, Bertha Cid, David Sánchez, Elena García-Valdés, Gotzon Basterretxea, Jordi Lalucat, Lucila Candela, Luis Santamaría Klimawandel: Arnau Amengual, Climent Ramis, Romualdo Romero, Sergio Alonso, Víctor Homar (Atmosphäre), Damià Gomis, Gabriel Jordá, Francisco M. Calafat, Marta Marcos, Roland Aznar (Ozean) Koordination und technischer Support: Ángela Iglesias, Beatriz Morales-Nin, Charo Cañas, Marta Fuster, Miguel González (GIS) Urbane Ökosysteme: Ainoha Magrach, Beatriz Gozalo, Luis Santamaría, Martín Piazzon de Haro Urbanes Küstengebiet: Alejandro Orfila, Amaya Álvarez, Bartomeu Cañellas, Benjamín Casas, Joaquin Tintoré, Lluís Gómez-Pujol
  6. 6. WEST 8 / Strategie 4 / Vollständige AUIA / Strategie 5Umgestaltung des territorialen und urbanen Mitglieder von AUIA – Arbeitsführung:Systems unter Berücksichtigung von Kriterien der - Luis Álvarez -Ude - ArchitektNachhaltigkeit - Fernando Fernández - Architekt West 8 urban design and landscape architecture - Alfredo Villanueva - Architekt office - Jesús Prieto – Architekt Project management, Projektleiter Interne Mitarbeiter: Adriaan Geuze - Juan Murillo - Hoch- und Tiefbauingenieur Edzo Bindels - Ignacio Bisbal - Architekt Project leader, koordinierender Architekt - Alicia Gómez - Architekt Enrique Ibáñez González - Gema García – Architekt Architektenteam, Landschaftsplaner und Stadtdesigner - Cristina Gallego - Architekt Juan Tur Mc Glone - David Quelleanes - Architekt Daniel Vasini - Nuria González - Illustratorin Carlos Saldarriaga - Mª Luisa Rubio – Secretària Mariana Siqueira Externe Mitarbeiter: Yichun He Societat orgànica Juan Figueroa - Albert Sagrera - Architekt Joris Weijts - Fabian López - Architekt Peter Hoen - Gerardo Wadel - Architekt Marco Van Der Pluym Mitarbeiter: Eduard Balcells - Xevi Prat - Architekt Jasna Stefanovska - Chiara Monterorri - Architekt Studenten - Stipendiaten - Luca Volpi - Architekt Alejandra Climent - Paula Castaño - Architekt Alvaro Gil - Rosaria Agueci – Hochbauingenieurin GBCe Green Building Council EspañaARUP / Strategie 5 / Festsetzen ambitiöser - Manuel Macías, Doktor der NaturwissenschaftenZiele zwecks Reduktion der örtlichen und globalen - Paula Rivas – Architektökologischen Belastung - Irina Tumini - Architekt Flavio Tejada Projektleiter, Leiter der Abt. für Infrastrukturen Paz Arteijo, Projektkooridinatorin, ICCP SEGITTUR / Strategie 6 / Erstellen eines Daniel González, Commercial Manager, assoziiertes digitalen innovativem Raums für sämtliche Personen Mitglied der Abt. für Infrastrukturen und Aktivitäten Ramón Rodríguez, technischer Leiter, assoziiertes Pedro Antón Mitglied der Abt. für Nachhaltigkeit CONSULLUNA / Strategie 7 / Instrumentieren eines institutionell und gesellschaftlich ausgerichteten Paktes und einer neuen Governance für den Wechsel/Wandel Sebastián Lora Externe Mitarbeiter: Eva Mª Álvarez Mª Antonia Cantallops Francisco Molina
  7. 7. HERAUSGEBER: Konsortium Platja de PalmaKonzipierung, Design und Lay-out dieser Ausgabe: Alberto Corazón / Diseño Público© Fotographien: Comparini Asociados Mallorca quality AHPP Gori Salvà Konsortium Ginés Díez, CCOOTextkorrektur: Abril Cultura
  8. 8. INHALTPRÄSENTATION ........ Seite 10 TEIL II .................... Seite 186 Präsentation aus institutioneller Sicht DIE 29 PROGRAMME UND Einführung seitens der Kommissarin Einführung seitens des Koordinators 98 MASSNAHMEN DES PAI Ein konzertiertes und avaliertes Projekt Ausführungszusammenfassung 1. POSITIONIERUNG AUF DEM TOURISMUSSEKTORTEIL I ...................... Seite 50 2. KLIMAWANDEL UND NATURSYSTEME AKTIONSPLAN FÜR 3. LEBENSQUALITÄT UND ARBEITSPLÄTZE DIE INTEGRALE 4. URBANES UND TOURISMUSUMFELD UMGESTALTUNG DER 5. METABOLISMUS – VERSORGUNGSANLAGEN PLATJA DE PALMA 6. BEBAUUNG UND MOBILITÄT 7. INFORMATIONS- UND KOMMUNIKATIONSKAPITEL 1 TECHNOLOGIE SERVICE (TIC) INTERGRALER AKTIONSPLAN (PAI) ALLGEMEINE SCHLÜSSEL UND 8. “GOBERNANCE” STRATEGIEN TEIL III ................... Seite 234KAPITEL 2 ARTIKEL PROGRAMME UND FRISTEN FÜR DEN INTEGRALEN AKTIONSPLAN (PAI). FÜR DIE PLATJA DE PALMA 2015 UND 2020KAPITEL 3 WIRTSCHAFTSPROJEKTION FÜR DEN INTEGRALEN KTIONSPLAN (PAI)KAPITEL 4 EINE “GOVERNANCE” FÜR DIE GESAMTE UMGESTALTUNG DER PLATJA DE PALMAKAPITEL 5 ZUKUNFTSVISION FÜR DIE PLATJA DE PALMA
  9. 9. PRÄSENTATION PRÄSENTATION AUS INSTITUTIONELLER SICHT EINFÜHRUNG SEITENS DER KOMMISSARIN EINFÜHRUNG SEITENS DES KOORDINATORS EIN KONZERTIERTES UND AVALIERTES PROJEKT AUSFÜHRUNGSZUSAMMENFASSUNGPlatja de Palma / 10
  10. 10. Konsortium für die Platja de Palma Präsentation des PAI (Integralen Aktionsplans) Platja de Palma / 11
  11. 11. Präsentation aus institutioneller Sicht l JOANA BARCELó MARTí Leiterin des Konsortiums Platja de Palma und Sekretärin für Tourismus und Arbeitsbeschaffung der balearischen RegionalregierungPlatja de Palma / 12
  12. 12. Für den Tourismus auf Mallorca bzw. den Balearen hat sich eine Situation von entscheidender Bedeutungund somit eine in die Zukunft projizierte Herausforderung ergeben: Die integrale Umgestaltung der Platjade Palma, mit der eine Umstrukturierung des derzeitigen Tourismusmodells erforderlich wird, dank der eineNeugestaltung des Gebietes erreicht wird und sich gleichzeitig eine Referenz für Küstentourismus auf nationalerund internationaler Ebene ergibt.Wie im Ministerialbeschluss angegeben, soll das Projekt zur Umgestaltung der Platja de Palma “als Modellfür eine Vorgehensweise dienen, geprägt von Qualität, Kompetivität und Nachhaltigkeit, um somit für dieHerausforderungen gewappnet zu sein, die sich für den Sektor in Zusammenhang mit dem globalen undKlimawechsel ergeben werden”.Nach Gründung des Konsortiums für die Platja de Palma im Jahre 2005 haben die Staatssekretärin für Tourismusdes Ministeriums für Industrie, Tourismus und Handel der spanischen Zentralregierung, der Tourismusrat derbalearischen Regionalregierung, der Rat von Mallorca, und die Gemeinden von Palma und Llucmajor vollenEinsatz gebracht, um ein für den Tourismus und die Wirtschaft der Balearen von außerordentlicher Bedeutungseiendes Projekt erfolgreich abzuschließen.Nachdem über fünf Jahr Projektarbeit geleistet wurde, können wir jetzt den integralen Aktionsplan zurUmgestaltung der Platja de Palma (PAI) präsentieren. Wir haben eine geplante und dokumentierte Strategieund können auf eine Dokumentation zurückgreifen, in der alle strategischen Linien sowie die Ziele undVorgehensweisen zusammengefasst sind, mit denen die verschiedenen Phasen dieses Projektes erfolgreichzum Abschluss gebracht werden können. Das Projekt wurde im Jahre 2005 mit der Gründung des Konsortiumsder Platja de Palma initiiert, der Abschluss des Ausführungsprojektes ist für 2020 vorgesehen.Besondere Erwähnung verdient der Kooperationsgeist und das Engagement der verschiedenen, an demKonsortium Platja de Palma beteiligten Institutionen, deren Repräsentanten in den letzten fünf Jahrenverantwortlich bei der Ausführung dieses Projektes mitgewirkt haben. Als Beweis dafür stehen insbesonderedie einstimmig und einvernehmlich von dem Leitungsgremium des Konsortiums gefassten Entscheidungen.Meinen Dank möchte ich ebenfalls dem Team des Konsortiums und den Fachleuten aussprechen, die an dentechnischen Untersuchungen und Arbeiten beteiligt waren und die es möglich gemacht haben, dass wir heutedieses Dokument vorlegen können. Platja de Palma / 13Abschließend möchte ich im Namen der balearischen Regionalregierung unser Engagement für dieUmstrukturierung der Touristenmeile Platja de Palma herausstellen, mit der ein Impuls für erfolgreichen Betriebder Unternehmen, Lebensqualität der Bevölkerung und eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen für dieArbeitskräfte sowie ein höherer Komfort für unsere Besucher verbunden sind.
  13. 13. Einführung MARGARITA NáJERA ARANZABAL Kommissarin der spanischen Zentralregierung für die Platja de Palma und Geschäftsführerin des Konsortiums Platja de PalmaPlatja de Palma / 14
  14. 14. Zu Ende des Jahres 2008 wurde von der spanischen Zentralregierung eine Kommissarin zur Unterstützung desProjektes für die integrale Umgestaltung der Platja de Palma eingesetzt. Zu ihren Aufgaben gehörte es, währendder gesamten Abwicklung des Projektes bei den technischen Arbeiten für Vermittlung und dynamischen Ablauf zusorgen, die Verhandlung mit Institutionen zu übernehmen und die Beteiligung von Unternehmen, Gewerkschaftund der zivilen Bevölkerung aufrechtzuerhalten. Im Mai 2009 präsentierten wir den Vorentwurf, der mittel- undlangfristig zur integralen Umgestaltung der Platja de Palma umzusetzen ist.Heute lösen wir unsere eingegangene Verpflichtung ein und legen die definitiven Unterlagen vor. Sie zeigen denlangen Weg auf, der zurückgelegt werden muss, um einer Urlaubsdestination, die zwar ausgepowert ist, aber mitder seinerzeit der Küstentourismus initiiert wurde und uns 60 Jahre lang Wirtschaftstätigkeit, Arbeitsplätze undWohlstand beschert wurden, wieder eine Zukunftsperspektive zu geben. Wir müssen aber auch zugeben, dassdie ökologischen Belastungsgrenzen manchmal überschritten wurden und unsere Küstenlandschaft als auchunsere Kultur- und Naturschätze aufs Äußerste bedroht wurden.Wir freuen uns sehr, heute eine Arbeit vorlegen zu können, die das Ergebnis des Einsatzes eines vielschichtigen,großen Team mit Experten, Technikern und Fachleuten aus verschiedenen Bereichen des Tourismussektors,Stadtplanern und –designern, Experten für effizientes und nachhaltiges Ressourcenmanagement und Fachkräftenaus den Bereichen Ökologie, Soziologie, Wirtschaft, Gewerkschaftswesen, Sicherheit und Digitalservice ist undbei der Beteiligung, Kommunikation und Governance ebenfalls wichtige Faktoren waren.Engagiert und mit vollem Einsatz hat ein Expertenteam nach Wegen gesucht, die dazu beitragen können, einemTouristenziel verdientermaßen eine neue Chance zu bieten und für viele Menschen und Unternehmen, die bisheute um ihre Existenz fürchten mussten, auf diese Weise für die Zukunft leichtere Lebensbedingungen zuschaffen.Dieses Arbeitsteam hat wie ein Pool aus koordinierten und synchron vorgehenden Experten funktioniert. Vonallen wurde loyale Mitarbeit geleistet, sämtliche Beteiligten waren effizient und engagiert und davon überzeugt,dass dank ihres Einsatzes Zukunft und Wohlstand der Platja de Palma sichergestellt werden und gleichzeitigein Meilenstein für den Küstentourismus des XXI. Jahrhunderts gesetzt wird.Wenn wir heute der Gesellschaft und den Institutionen dieses Projekt vorstellen dürfen, so ist das demEnthusiasmus und der professionellen Arbeit dieser Experten und aller jener Personen zu verdanken, die unsmit auf ihrer Forschung und ihren Kenntnisse beruhenden Kriterien, Bewertungen und Anregungen unterstützthaben. Allen diesen Personen möchten wir unsere Anerkennung und unseren Dank aussprechen.Die von uns präsentierten Dokumente zeigen die für die integrale Umgestaltung der Platja de Palmafestgelegte Strategie, die in drei Phasen aufgeteilt ist: Platja de Palma; Hin zu einem Tourismus des XXI. Platja de Palma / 15Jahrhunderts, zwecks weit reichendem Verbreiten des komplexen Angebotes, Die Neugestaltung der Platjade Palma: Integraler Aktionsplan, mit Darstellung der Grundlagen und strategischen Maßnahmen und denStadtentwicklungselementen. Diese Dokumente wurden unter Zugrundelegen der 7 Strategien und 30 Zieleerstellt, die nach der Präsentation des Vorprojekts im Mai 2009 von uns bestätigt und auf die vorgenommenen
  15. 15. Arbeiten und Studien ausgerichtet wurden, zusätzlich fanden Absprachen mit Institutionen, politischen, Unternehmer- und Gewerkschaftsverbänden als auch mit der Zivilgesellschaft statt. . Platja de Palma; Hin zu einem Tourismus des XII. Jahrhunderts soll zur Aufklärung beitragen. Die Information über die von uns vorgeschlagene Strategie, die Maßnahmen sowie das zum Erreichen der gesetzten Ziele vorgesehene Verfahren soll die größtmögliche Anzahl von Interessierten erreichen. Zu den Dokumenten der strategischen Maßnahmen gehören der Aktionsplan (PAI) und die technischen Berichte der Expertenteams, die an der Festlegung der komplexen Strategie unter Zugrundelegen von 29 Programmen und 98 Maßnahmen beteiligt waren. Die Dokumente mit Definition der Stadtentwicklungselementen sind in dem Masterplan und dem Plan für die integrale Umgestaltung (PRI)zusammengefasst. Bei dem PRI handelt es sich um ein auf urbanistische Themen fokussiertes Dokument mit denjenigen, vom Aktionsplan unterbreiteten Vorschlägen, mit denen Auswirkungen auf Grund und Boden verbunden sind. Der PRI enthält Instrumente der Kommunalplanung und die Vorgaben hinsichtlich der Rechte und Pflichten der involvierten Eigentümer sowie die von den öffentlichen Stellen programmierten Maßnahmen und die zu deren Umsetzung erforderlichen Bedingungen. Aus diesen beiden Vorlagen ergeben sich die Voraussetzungen mit denen die Umgestaltung und Sanierung der Platja de Palma und somit seine integrale Aufwertung erreicht werden können. Das Interventionsangebot für die Platja de Palma wird von uns definiert als ein komplexes und koordiniertes System mit von öffentlichen und privaten Einrichtungen vorgenommenen Maßnahmen und dem Ziel, eine vollständige Umgestaltung des Zielgebietes durchzuführen. Wir glauben, dass mit diesem als große kollektive Herausforderung angesehenen Projekt ein kurz-, mittel- und langfristig auszuführendes Verfahren verbunden ist, bei dessen Abwicklung man noch weitere Analysen und Bewertungen vornehmen werden muss, mit denen uns die Grundlage zur Durchführung von Verbesserungen gegeben wird. Leider können wir auf keine, auf unser Projekt anzuwendenden Erfahrungen zurückgreifen, aber der in diesen Unterlagen dargestellte Weg zeigt, welche Entscheidungen von uns getroffen werden müssen und welche Maßnahmen umzusetzen sind. Wir haben umfangreiche Arbeiten und Untersuchungen angefertigt, die uns als Grundlage für ein Interventionsangebot auf dem Gebiet der Kunst, des hochklassigen Museenswesen oder der erforderlichen Infrastrukturen dienen, um im Rahmen des Tourismus über Optionen auf kultureller und künstlerischer Ebene verfügen zu können. Gleichzeitig arbeiten wir weiterhin daran, eine Alternative anbieten zu können, mit der eine Umgestaltung des von Geschäften und Restaurantbetrieben vorhandenen Angebotes erleichtert werden soll. In den nächsten Monaten werden wir uns in Abstimmung mit dem involvierten Sektor weiterhin dafür einsetzen. Dem Arbeitsprozess wurde folgende Priorität zugeordnet: Es sollte das Modell für einen von Erfolg, Wohlstand und Fortbestand geprägten Tourismus des XXI. Jahrhunderts entworfen werden. Wir haben dafür sowohl die sichPlatja de Palma / 16 auf den Emissionsmärkten abzeichnenden Trends untersucht als auch die Ansprüche und Vorlieben der von uns bevorzugten Art von Touristen. Außerdem wurden die Herkunftsländer der potenziellen, einer höheren Kategorie angehörenden Besucher, deren Anzahl und höchste Kaufkraft sowie die für sie bequemen Flugverbindungen festgestellt. So können Rentabilität und Wirtschaftstätigkeit für das gesamte Jahr garantiert werden.
  16. 16. Wir setzen auf eine Veränderung des derzeit vorhandenen Geschäftsmodells, damit die Zukunft unsererUnternehmen abgesichert wird; der Tourismus erfordert ein neues Paradigma, bei dem ein Zusammenspiel vonQualität im Hotelwesen, Service und neuen Dienstleistungen nach Kriterien der Nachhaltigkeit und Ökoeffizienzstattfindet, mit einem komplexen Managementsystem für die beteiligten Destinationen seitens privater undöffentlicher Einrichtungen unter Berücksichtigung von Richtlinien für Koordination, Effizienz, Leistungsfähigkeitund Rentabilität. .Unter diesen Voraussetzungen können wir sicher sein, ein Produkt anzubieten, dass sich durch die Bereitstellungvon Vielfältigkeit, Komfort, Wohlbefinden, Sicherheit, Genuss, Freizeitvergnügen auszeichnet und den Besuchernihren Aufenthalt unvergesslich werden lässt und sie durch attraktive und sehr unterschiedlich geartete Erlebnissedazu animiert, länger und öfter auf die Insel zu kommen.Um dieses zu erreichen, muss das derzeitige Angebot an Touristenunterkünften auf die vorhandene Nachfrageund die Prioritäten hinsichtlich der jetzt vorhandenen und sich in Zukunft ergebenden Qualität und Serviceausgerichtet werden. Das Angebot der Unterkünfte, die sich nur schwer auf die neuen Bedingungen und dasneue Touristensegment einstellen können, muss reduziert werden, für ihren Rückzug vom Markt werden dabeiunterstützende Maßnahmen angeboten.Somit setzen wir also auf eine beträchtliche Abnahme der derzeit vorhandenen Bettenzahl mit dem Ziel,das Standardangebot zu Gunsten des Zielortes, der von den Unternehmen erzielten Rentabilität und einergünstigeren Situation auf dem Arbeitsmarkt deutlich zu verbessern.Die ambitiösen Ziele des vorgelegten Projektes lassen sich zum größten Teil nur mit Hilfe privater Initiativeumsetzen. Deshalb hat man einen Gesetzesentwurf bezüglich steuerlicher und finanzieller Maßnahmen erstellt,der dazu beitragen soll, private Stellen anzuregen und zu unterstützen, sich an den von dem PAI programmiertenMaßnahmen und Investitionen zu beteiligen.Diese in dem Gesetzesentwurf angegebenen Steuermaßnahmen zielen einerseits darauf ab, die steuerlicheBelastung der in der Zone angesiedelten Unternehmen zu senken, um somit ihre Betriebskosten während derZeit umfangreicherer Bauarbeiten, verbunden mit geringerer Geschäftstätigkeit, auf ein Minimum zu begrenzen.Andererseits werden für Privatinvestitionen Steuervergünstigungen eingeräumt, mit denen bestimmteOperationen aus steuerlicher Sicht unberücksichtigt bleiben, sodass sich die Besteuerung als Anreiz für neueInvestitionen erweist.Wir haben die ausschlaggebenden Voraussetzungen geprüft, unter denen eine Destination in den kommendenJahrzehnten eine positive Bilanz aufweisen kann.Als eine dieser Bedingungen ist zweifellos erforderlich, dass ein zukunftsorientierte Ort eine Reaktion auf denglobalen Klimawandel nachweisen muss, und derjenige als optimal angesehen wird, der für einen reduzierten Platja de Palma / 17CO2-Ausstoß an die Atmosphäre Sorge trägt.Die Zielorte, von denen diese Bedingungen nicht erfüllt werden, werden auf der Kategorieskala tiefer eingestuftund verlieren den Anschluss an Modernität und Innovation und erscheinen nicht mehr in den von den Touristenund Reisegroßhändlern bevorzugten Katalogen.
  17. 17. Bei Abschluss des Projektes für Platja de Palma soll als Ziel die Reduzierung der CO2-Emssion bis auf Null erreicht werden. Zweifellos wird das Gebiet somit eine Spitzenstellung unter den innovativen, fortschrittlichen und den sich im XXI. Jh. erfolgreich erweisenden Zielorten sichern. Dasselbe Kriterium wenden wird auf eine andere, unerlässliche Bedingung an: Die substanzielle Sanierung der Stadt- und Naturlandschaften sowie der Küstengebiete. Die Sanierung und Wiederherstellung der Umweltbedingungen für die Räume zu Land und zu Wasser ermöglichen es uns, ein Tourismusziel erstklassiger Qualität zur Verfügung zu stellen, das an Attraktivität und Wert nicht zu übertreffen ist. Es handelt sich um eine schwierige Aufgabe, aber wir glauben uns auf sicherer Seite, da wir es uns zum Ziel gesetzt haben, Besucher mit höchsten Ansprüchen anzuziehen, die sich ihrer Verantwortung der Umwelt gegenüber höchst bewusst sind und die nach sich durch Qualität auszeichnende Serviceleistungen verlangen – die heutzutage in unseren Hotels und in deren Umgebung nicht zu finden sind. Der urbanistische Entwurf und die Umgestaltung und Neubewertung des städtischen Raums sind auf einen höheren Komfort der Besucher und das Wohlbefinden der Anwohner ausgerichtet. Wir möchten die Promenaden, Plätze, Strände und die Freizeit- und Geschäftszonen menschenfreundlicher, komfortabler, attraktiver und sicherer machen. Die entsprechenden Auswirkungen lassen sich daran ablesen, wie sowohl von unseren Besuchern als auch den Anwohner von Platja de Palma ihr Aufenthalt bzw. die Lebensqualität beurteilt werden. Zweifellos ergibt sich somit ein angenehmeres Zusammenleben von Touristen und den Leuten mit ständigem Wohnsitz in dem Ort. Parallel dazu sind noch weitere Maßnahmen vorgesehen, in deren Rahmen Kriterien der Nachhaltigkeit und Effizienz für die Mobilität, Zugänglichkeit und interne und externe Erschließung der Zone berücksichtigt werden und notwendig sind, um das Umfeld unter Reduzierung der Kontamination, des Lärmpegels und unbequemen/ lästigen Elementen optimal zu gestalten . Die integrale Nachhaltigkeit des Zielortes in seiner Gesamtheit setzt das Engagement privater Investoren voraus, um die Installationen der Unternehmen, die Wohnungen und die Grundinfrastrukturen ökoeffizient zu machen. Bei dieser Aufgabe erweist sich die öffentliche Hand als unzureichend. Aus diesem Grund erfordert das alles ein Umdenken der Unternehmerschaft, Arbeitskräfte, Anwohner und Besucher sowie der verantwortlichen Personen in den verschiedenen Institutionen. Wir sind bereit, diese Aufgabe zu übernehmen. Platja de Palma wird sich als führend und fortschrittlich bei dem Einsatz des Informations- und Kommunikations Technologie Service (TIC) erweisen, sowohl die internen Managementsysteme als auch die Vermarktung und Promotion betreffend, als auch hinsichtlich des Kundendienstes und der –bindung, ausgerichtet auf die Besucher von ihrem Eintreffen auf dem Flughafen an bis hin zu ihrer Abreise. Um das durchsetzen zu können, werden neue Kontexte benötigt, die mit Hilfe intelligenter Infrastrukturen, die Arbeit erleichternden TechnologienPlatja de Palma / 18 und der Fähigkeit, sowohl für Touristen als auch für die einheimische Bevölkerung nützliche und wichtige Information zu organisieren und zu erstellen, geschaffen werden. Zweifellos erfordert das in diesem Bereich einen großen Einsatz, einen Einsatz, den wir zu bringen bereit sind. Das von uns präsentierte Projekt/Verfahren für die Neugestaltung der Platja de Palma enthält noch weitere sehr
  18. 18. markante Punkte, die dem Projekt Einzigartigkeit verleihen, da es die Umgestaltung eines konsolidierten urbanenRaumes vorsieht, ohne ihn demontieren oder wegen Bauarbeiten schließen oder dessen völligen Niedergang inKauf nehmen zu müssen. Während der Umgestaltung wird das Leben im Zielort normal weitergehen. Touristenaus dem In- und Ausland werden weiterhin im Rahmen des Angebotes für den Mittelmeerraum die Platja dePalma als ein operatives Touristenziel vorfinden, wenngleich auch dessen Umgestaltung vorgenommen wird.Die Arbeiten werden an drei Stellen des Zielortes aufgenommen: Can Pastilla, Sometimes, Las Maravillas unds’Arenal in Palma und Llucmajor. Die umfangreichsten Arbeiten werden wir in die Vor- bzw. Nachsaison legen,um Belästigungen möglichst gering zu halten und die Tourismusaktivitäten so wenig wie möglich zu behindern.Man wird mit Maßnahmen beginnen, die keine signifikante Störung für die Tourismusaktivitäten darstellen.Deshalb müssen Projekte und gleichgeschaltetes öffentliches Investment mit den Investitionen aus privaterHand koordiniert werden.Mit dem PAI bieten wir die erforderliche Verbesserung der Lebens- und Wohnqualität der Bürgerschaft. DieAnwohner, die schon seit jeher hier lebten, werden ihre Wohnungen behalten, damit ihr Lebensraum keinesoziale Degradierung erfährt. Dienstleistungen, Installationen und Infrastrukturen werden verbessert, aber dasAmbiente und die Gesellschaftsstruktur bleiben erhalten.Seit Beginn unserer Projektarbeit war unser Interesse auf die in Platja de Palma lebenden und arbeitendenMenschen fokussiert. Arbeitsplätze, Wohnung, Ausbildung, Erziehung, Sicherheit und die soziale und kulturelleAnbindung wurden in die komplexe Strategie unseres Projektes integriert. Infolgedessen haben wir einenkomplexen Sanierungsplan für den Wohnpark entwickelt, der vorsieht, die vorhandenen, menschenunwürdigenWohnungen zu entfernen, ohne dabei eine Umsiedlung der Bewohner vorzunehmen, mit der eine Abschiebungaus dem Viertel verbunden wäre und eine Diskriminierung oder eine soziale Ausgrenzung ausgeschlossenwird.Dank der stufenweise erfolgenden Umsetzung des neuen Tourismusmodells, der urbanen Umgestaltung undder komplexen Sanierung der Hotels und Wohnanlagen werden mehr und besser qualifizierte Arbeitsplätzegeschaffen, die ganzjährig besetzt werden können. Somit nimmt die Saisonarbeit ab, es werden Arbeitsplätzeund Berufssparten unterschiedlicher Art angeboten und den jungen Leuten öffnen sich neue Berufschancen.Das Konsortium sieht sich dabei als Vermittler bei den Verhandlungen mit Vertretern der Gewerkschaft undUnternehmern, damit berufliche Wiedereingliederung, höheres Angebot an Arbeitsplätzen und beruflicheQualifizierung wirkungsvolle Faktoren für die Umgestaltung des Zielortes darstellen.Als ein weiterer Punkt von besonderer Bedeutung dieses Projektes für Sanierung, Umgestaltung und Aufwertung Platja de Palma / 19ist zu erwähnen, dass es auf der Grundlage eines Urbanisierungsgesetzes für die Umstrukturierung der Platjade Palma entwickelt wird, mit dem zum ersten Mal in Spanien Entscheidungsgewalt und Umsetzung derVorschriften über Stadtplanung, Tourismus und Umweltschutz in der Hand einer Behörde liegt, um somit dieAbwicklung des Verfahrens zur Stadterneuerung agiler zu gestalten.
  19. 19. Wir möchten also die Initiativen der öffentlichen und privaten Stellen koordinieren, um somit die gesamte Abwicklung effizient und agil gestalten. Dieses Urbanisierungsgesetz wäre ohne die von den politischen Parteien geschlossenen Pakte, die Zustimmung der involvierten Institutionen und die Beteiligung der Bürgerschaft und Sozialpartner nicht möglich gewesen. Mit dieser konzentrierten Entscheidungsfähigkeit auf urbanistischer und gesetzlicher Ebene wird maximale Garantie für Stabilität, Kontinuität und Zustimmung seitens der örtlichen, autonomen und staatlichen Institutionen sowie der Sozialpartner, Gewerkschaften, Arbeitgeber und Fachleute gegeben. Mit der Intervention der öffentlichen Stellen wird gleichermaßen sichergestellt, dass die von ihnen vorgenommenen Investitionen für die Umgestaltung und das Erstellen neuer öffentlicher Infrastrukturen sowie sonstige Investitionen, die zwar keinen Anreiz wirtschaftlicher Rentabilität aufweisen, aber großes Potenzial für ein Umfeld und Dienstleistungen von hervorragender Qualität bergen, stabil bleiben. Für diese Investitionen sind über 1.200 Millionen Euro bis zum Jahre 2020 vorgesehen. In dem Wirtschaftsprogramm des PAI ist ebenfalls der Terminplan für die zum Erreichen des gestellten Ziels erforderlichen Investitionen aus privater Hand enthalten. Um das Projekt erfolgreich abschließen zu können, halten wir die Investitionen aus privater Hand von ausschlaggebender Bedeutung und haben deshalb maximal geeignete Bedingungen geprüft, unter denen man Rückvergütungsgebühren erzielt, die mit denen des nichtspekulativen Anlagemarktes vergleichbar sind. Von uns wurden sowohl die privaten Investitionen für schon vorhandene Sektoren der Platja de Palma als auch für neue, mit denen sich neue Chancen für Investoren und Unternehmer ergeben werden, abgewogen. Aus der Berechnung der für diese Maßnahmen vorgesehenen Investitionen ergibt sich zum Jahre 2020 ein Betrag in Höhe von 2.600 Millionen Euro. Als ein weiterer Punkt ergibt sich, dass die Platja de Palma beispielgebend für die Sicherheit eines Tourismusortes stehen muss. Die sich hinsichtlich der Sicherheit in der Platja de Palma ergebenden Probleme signalisieren einen persistenten Zustand und spielen zumindest in der Initialphase des Umgestaltungsprozesses eine wesentliche Rolle. Wir halten es für wichtig, Strategien und Mechanismen zu erarbeiten, um die Sicherheitsbedingungen festzustellen und zu prüfen und wenn möglich sogar eine Basis zu finden, mit deren Hilfe die Koordinierung und Kooperation aller involvierten Behörden, einschließlich der Polizei, optimal gestaltet werden kann. Bei allen für die Zone vorgesehenen stadtplanerischen Maßnahmen soll die Sicherheit bei Entwurf und Planung der urbanen Räume berücksichtigt werden, denn es hat sich erwiesen, dass damit eine wesentliche Verbesserung hinsichtlich der Gefahrenverhütung in den urbanen Bereichen erzielt und den Besuchern ein Gefühl der Sicherheit vermittelt wird. Als gleichermaßen wichtig war es für das Projekt/Verfahren, dass das Konstrukt aus Maßnahmen und VorschlägenPlatja de Palma / 20 des PAI plausibel und glaubwürdig erscheint und es deshalb für uns ausschlaggebend ist, die Stabilität der Vorschriften, die auf die Zeit bezogene Kontinuität und einen dezidierten komplexen Entscheidungsprozess sicherzustellen. Es musste ein Katalysator zur Verfügung gestellt werden, um die Interessen aller involvierten Sozialpartner und Institutionen zusammenzufassen. Dieser Katalysator diente als Governance-Modell für die
  20. 20. Abwicklung der Umgestaltung und Aufwertung der Platja de Palma.Dieses Governance-Modell unterlag den Verhandlungs-, Konsens-, Übereinstimmungs-, Pakt-, Transparenz undAbrechnungsprinzipien. Unter Zugrundelegen dieser Prinzipien möchten wir Platja de Palma als spekulationsfreienRaum erklären und somit die Maxime aufstellen, dass alle als Gewinner hervorgehen und kein Sektor, keineGruppe oder kein Segment Vorteile in Anspruch nimmt und eigener Gewinn nicht über den der restlichenBeteiligten gestellt wird.Als gutes Beispiel für dieses Governance-Modell steht das seit seiner Gründung gezeigte Vorgehen desKonsortiums.Alle Entscheidungen werden einstimmig angenommen, unabhängig davon, in welcher Weise die von denbeteiligten Institutionen eingesetzten Verantwortlichen involviert sind.Gleichermaßen können wir die Vorgehensweise der politischen Parteien – sowohl der Regierungs- als auchder Oppositionsparteien – nachweisen, sei es, ob es sich um die Abwicklung des Projektes und das Verfahrenfür das Urbanisierungsgesetz für die Neugestaltung der Platja de Palma, das voraussichtlich einstimmig nacheinmaliger Lesung in einer außerordentlichen Sitzung des balearischen Parlaments verabschiedet werden wird,handelt oder aber ob es um die Zustimmung hinsichtlich der Grundlagen und strategischer Elemente des PAIgeht.Zufrieden stellend erweist sich für uns auch die Tatsache, dass sich Unternehmerschaft, Gewerkschaftler, Laden-und Restaurantinhaber, Philosophen und Freiberufler, Anwohner sowie Vertreter der Nachbarschaftsvereineunserer Sache angeschlossen haben.Bis heute waren mit diesem Governance-Modell zahlreiche Versammlungen, Kontakte, Interviews undVerhandlungen verbunden.Die von uns durchgeführte Arbeit erfüllt uns mit Stolz. Wir sind uns der Risiken und Schwierigkeiten bewusst,mit denen wir uns konfrontieren müssen, aber wir sind auch davon überzeugt, dass dieses bedeutende Projektunaufhaltsam umgesetzt werden kann, wenn wir alle gemeinsam und ohne den Rhythmus zu verlieren amgleichen Strang ziehen.Im Laufe dieser Monate sind wir alle zu der Erkenntnis und Überzeugung gelangt, dass wir unbedingtMaßnahmen gegen die galoppierend fortschreitende, uns als bedrohlich darstellende Degradierung ergreifenmüssen. Gleichzeitig habe ich die Erfahrung gemacht, dass wir alle bereit sind, uns als Hauptakteure amAufbau einer besseren Zukunft für die nachfolgenden Generationen zu beteiligen.Uns erwartet die Aufgabe zur Wiederherstellung einer attraktiven Tourismusdestination, um Highclass-Besuchernein hervorragendes, umgestaltetes und mit neuem Leben erfülltes Ambiente bieten zu können. Wir haben die Platja de Palma / 21große Chance, dieses Vorhaben ab heute bis zum Jahre 2020 gemeinsam in die Praxis umzusetzen.
  21. 21. Einführung FERNANDO PRATS PALAZUELO Koordinator des Integralen AktionsplansPlatja de Palma / 22
  22. 22. Wir, die wir den integralen Aktionsplan für die Platja de Palma erarbeitet haben, sind uns bewusst, dass wires hier mit einer in der Geschichte einmaligen Umstrukturierung zu tun haben, die nach neue Paradigmenund innovativen Lösungen verlangt, nicht nur angesichts der Wirtschaftskrise, sondern auch hinsichtlichder systemischen, an die Umwelt gestellten Herausforderungen in Zusammenhang mit Energie, Klima undUmweltschutz.Uns ist gleichermaßen bewusst, dass wir mit Platja de Palma einen “Modellwechsel” anbieten müssen hinsichtlichdes jetzt auslaufenden, unkontrollierten Wachstums auf dem Tourismus- und Immobiliensektor, das vor einemhalben Jahrhundert an den spanischen Mittelmeerküsten eingesetzt hat. Die alten Entwicklungsmodelle, mitdenen für das Land in der Vergangenheit hohe materielle Gewinne verbunden waren, haben dazu geführt, dassunsere besten Ressourcen an Wert verloren, die Aufnahmefähigkeit unserer Küstengebiete überschritten wurdeund diese nun mit Kriterien der wirtschaftlichen, sozialen und umweltfreundlichen Nachhaltigkeit überprüftwerden müssen.Aus diesem Grund möchten wir mit dem Aktionsplan für beide Themen durchführbare Lösungen vorgeben,innovative Lösungen mit einem auf 2020-2030 ausgerichteten Wandel. Somit gibt der Plan den Anstoß füreine Integralaufwertung der Zone mit einer Umstrukturierung des Tourismussektors und der Stadtgestaltungunter Berücksichtigung des Klimawandels, einer reduzierten Umweltbelastung, der Nullemisssionsbilanz und100 % erneuerbarer Energien. Aus diesem Grund haben wir auf wachsendes Immobilienvolumen verzichtet undsetzen vielmehr auf eine komplexe Sanierung und Neugestaltung, geprägt von Spitzenleistungen, Abnahme derTouristenunterkünfte und Reduzierung der Umweltbelastungen.Mit dem vorgelegten Aktionsplan wird der Beweis angetreten, dass die darin angegebenen Ziele, Programmeund Maßnahmen technisch umsetzbar sind und dass, abgesehen von dem Talent und der Arbeit der Experten,seine Durchführung noch von anderen Variablen abhängt. In erster Linie muss ein Leadership vorhanden sein Platja de Palma / 23und weit reichende politische Vereinbarungen vorliegen, mit denen dem Plan lang- und mittelfristig Konsistenzverliehen wird. Außerdem muss die balearische Bevölkerung fest auf Innovation und Veränderungen setzen,um somit der aktuellen Krise begegnen zu können. Unter diesen Prämissen ist alles machbar, und dieHerausforderung an die kollektive Kreativität wird Begeisterung auslösen.
  23. 23. EIN KONZERTIERTES UND AVALIERTES PROJEKT Margarita Nájera Aranzabal Kommissarin der spanischen Zentralregierung für die Platja de Palma und Geschäftsführerin des Konsortiums Platja de Palma 14. Juli 2010Platja de Palma / 24
  24. 24. Seit Übernahme meines Postens im Konsortium Platja de Palma wurde von den Sozialpartner immer wiederdarauf gedrängt, dass einige der Bedingungen zwecks Nachweis der Durchführbarkeit des Projektes erfülltwerden. Dazu gehörte u.a. die Rechts- und Normenbeständigkeit der Strategie und der geplanten Maßnahmen.Als eine weitere Bedingungen wurden institutionelle Übereinstimmung und politischer Pakt zum Erreicheneines sozialen, unternehmerischen und Arbeitskonsens vorausgesetzt. Hierin ist der Grund zu sehen, der unsveranlasste, in die Strategie zur Umgestaltung der Platja de Palma ein neues Managementsystem für dieöffentliche und private Belange und die Kollektivwerte aufzunehmen. Wir trafen die Entscheidung, dass wirfür den Wandel eine Governance benötigten, ein neues Schema für die Beziehungen mit der Gesellschaftund den Regierungs- und oppositionellen Parteien als auch für die Kooperation der involvierten Institutionenuntereinander.Seit Anfang an setzten wir uns dafür ein, Konsens, Zustimmung und Pakte zu erreichen und dazu Transparenzund umfangreiche Kommunikations- und Informationsprozesse einzusetzen, um somit die Beteiligung allerderjenigen zu erleichtern, die zukunftsweisendes Engagement für die Platja de Palma gezeigt haben.Heute, nur wenige Tage bevor das Gesetz über Maßnahmen zur Umgestaltung der Platja de Palma nacheinmaliger Lesung vom Plenum des Parlaments verabschiedet wird, können wir Ihnen versichern, dass diesergroße Erfolg von uns allen gemeinsam erzielt wurde, da er Beweis für Einsatz, Arbeit, Erfahrung und Großzügigkeitvieler Personen ist, die an das Projekt und an die von uns gestellte Herausforderung geglaubt haben. Es istein gutes Zeichen, dass der Gesetzesvorentwurf von den Parteivorsitzenden der größten parlamentarischenGruppen - PP UM, BLOC, PSIB-PSOE- unterzeichnet wurde und für den kommenden 27. Juli die einstimmige ,Gesetzesannahme in außerordentlicher Parlamentssitzung vorgesehen ist. Es ist und wird ein als historisch Platja de Palma / 25anzusehender Beschluss, Beweis für das von dem Konsortium Platja de Palma benötigte Vertrauen und dieentsprechende Glaubwürdigkeit, um die Projektführung bei der Umgestaltung und Sanierung zu übernehmen.Beides ist Bedingung für eine innovatives, erfolgreiches Tourismusdestination, die frei von Spekulationsaktivitätenist. Garantie dafür leistet das neue Gesetz über Maßnahmen für die Integralaufwertung der Platja de Palma.
  25. 25. ZUSAMMENFASSENDE ÜBERSICHTPlatja de Palma / 26
  26. 26. Der “Ganzheitliche Aktionsplan” oder “Plan de Acción Integral (PAI)” stellt ein disziplinenübergreifendesDokument zur operativen Planung der “Strategie zur Gesamtaufwertung des Strands von Palma”, mit demZiel der Entwicklung eines Projekts dar, mit dem sich der Wert einer reifen, ökologisch abgewerteten undvom Verfall bedrohten Touristenzone wiedergewinnen lassen soll. Platja de Palma / 27Der Text, in dem der PAI beschrieben wird, ist außer dieser VORSTELLUNG in DREI TEILE strukturiert. Der erstebehandelt den Ganzheitlichen Aktionsplan, während der im zweiten seine Programme und Aktionen vorgestelltwerden. Im dritten Teil schließlich werden eine Reihe von Meinungen vorgestellt. Dies wird ergänzt durch eineSammlung von Dokumenten/Berichten zu den einzelnen Strategien des Plans.
  27. 27. AUSFÜHRUNGSZUSAMMENFASSUNG / KAPITEL 1 / TEIL EINS KAPITEL 1, “DER GANZHEITLICHE AKTIONSPLAN (PAI). ECKPFEILER UND ALLGEMEINE STRATEGIEN” Das zentrale ZIEL1 des PAI ist der ANTRIEB DER ALLGEMEINEN AUFWERTUNG DES STRANDS VON PALMA, UM IN ZEITEN DES GLOBALEN WANDELS EINEN NEUEN ZYKLUS DER INNOVATION, DES WOHLSTANDS UND DER NACHHALTIGKEIT IN DER REGION ANZUREGEN. Der PAI geht diesen Aufwertungsprozess ausgehend von einer ganzheitlichen Betrachtung der Bereiche Fremdenverkehr, Umwelt, Gesellschaft und Städtebau sowie aus der Sicht einer Führung oder “Governance” an, die in der Lage ist, die Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen an dem Projekt beteiligten öffentlichen, privaten und gesellschaftlichen Akteuren anzuregen2. Dazu hat der Plan ausgehend von der zentralen Zielsetzung eine Struktur3 entwickelt, die sich in drei Blöcke gliedert: Die Strategien und Absichten, die Programme und ihre Aktionen und das Indikator-System zur Verfolgung und Auswertung des Plans (SISE). LOGIK DES PAI DIE STRUKTUR DES PAI WIRTSCHAFT 1 WIRTSCHAFT TOURISMUS 1 ZIEL TOURISMUS ZIEL 7 STRATEGIEN 7 STRATEGIEN 30 ABSICHTEN 30 ABSICHTEN ÖKOLOGIE GESELLSCHAFT ÖKOLOGIE “GLOKAL” “GOVERNANCE” GESELLSCHAFT KULTUR “GLOKAL” “GOVERNANCE” KULTUR 29 PROGRAMME 29 AKTIONEN 98 PROGRAMME 98 AKTIONEN GEBIET GEBIET TECHNOLOGIE TECHNOLOGIE 29 INDIKATOREN 29 INDIKATOREN Quelle: F. Prats/Konsortium Grundsatzüberlegungen zum globalen und touristischen Umfeld4 Im Bewusstsein um das Ausmaß der Herausforderungen, die die Zukunft bereit hält hat sich das Konsortium eine ganze Reihe von Gedanken zu Fragen zum globalen und touristischen Umfeld gemacht, die sich in folgenden Überlegungen zusammenfassen lassen:Platja de Palma / 28 1 Siehe Abschnitt 1.2.1. über “Ein innovatives Projekt für eine alternative Zukunft”. 2 Siehe Abschnitt 1.1.1 über “Philosophie, Logik und Teams des Plans”. 3 Siehe Abschnitt 1.1.2. über “Die Struktur des Plans”. 4 Siehe Abschnitt 1.2.2. über “Die Herausforderungen des globalen und touristischen Umfelds: sechs Grundsatzüberlegungen”.
  28. 28. AUSFÜHRUNGSZUSAMMENFASSUNG / KAPITEL 1 / TEIL EINS • Über die Schwere der Wirtschaftskrise hinaus weist alles darauf hin, dass wir vor einem historischen Wandel mit neuen Paradigmen, Schlüsseln und Werten. • Die Unsicherheiten des “Zyklus nach der Krise” können lange anhalten und auf eine alternative Zukunft hinsteuern, in der die Notwendigkeit, mit bestimmten weltweiten Einschränkungen leben zu müssen, zur Neuformulierung der derzeitigen Energie-, Produktions- und Verbrauchsmuster führen kann. • Das Umweltbewusstsein und die Reduzierung der ökologischen und klimatischen Auswirkungen erhalten täglich mehr Gewicht für die Regelung von Tätigkeiten ebenso wie für die gesellschaftlichen Anforderungen. • Transport und Luftfahrt sind schon jetzt von starken Umwelt- und Energieauflagen betroffen, die sich auf die Reisemöglichkeiten der Zukunft auswirken werden. • Der Fremdenverkehr wird als eine der wichtigsten Geschäftstätigkeiten der Welt in starker Abhängigkeit von dem Trinom Umwelt-Energie-Transport unausweichlich von einem globalen und systemischen Epochenwandel betroffen sein. • Der Tourismus an der spanischen Küste, einschließlich der Balearen, hat seinen eigenen Zyklus erschöpft und muss sich vollständig neu positionieren, um mit den Herausforderungen und historischen Veränderungen Schritt zu halten.Möglichkeiten und Bedingungen für den Erfolg am Strand von Palma5 • Der Strand von Palma bietet hervorragende Voraussetzungen für eine touristische Neupositionierung, wenn man auf eine Umformulierung des bisherigen Modells setzt, um seine Wertschöpfungskette an die globalen, touristischen und lokalen Veränderungen anzupassen. • Der Strand von Palma muss eine ehrgeizige Strategie zur Gesamtaufwertung entwickeln, die auf ein völlig neuartiges touristisches/städtebauliches Projekt setzt, das die Energie- und Transportunsicherheiten berücksichtigt, die Lebensqualität vor Ort verbessert und mit seinem Umweltengagement international Maßstäbe setzt. • Die touristische Neupositionierung bildet das Herzstück der Veränderung und bedarf eines Projektes, das die Attraktivität und die Einzigartigkeit der angebotenen Erlebnisse zu vervielfachen, mit weniger Angebot mehr Wert schöpfen, mehr und bessere Arbeitsplätze schaffen und ein vorbildliches Umweltverhalten zu bieten vermag. • Der Strand von Palma muss ein Maßstab in Umweltfragen sein, die Ökosystem der Küste wiedergewinnen und auf neue Schlüsselelemente der Stadt wie “Solar”, “erneuerbar”, “CO2-neutral”, “widerstandsfähig” setzen, mit denen sich ein attraktiveres und nachhaltigeres Gebiet bilden lässt. Platja de Palma / 29 • Die Gesamtaufwertung des Strands von Palma muss ferner tiefgreifend auf die umfassende Neuordnung des Raums und der Wohnbauten des gesamten Gebiets setzen.5 Siehe Abschnitt 1.2.3. über “Möglichkeiten und Bedingungen für den Erfolg am Strand von Palma”.
  29. 29. AUSFÜHRUNGSZUSAMMENFASSUNG / KAPITEL 1 / TEIL EINS • Das Projekt des Strands von Palma muss als eine öffentlich-private Initiative mit gesunder, konkurrenzfähiger und nachhaltiger wirtschaftlicher Basis verstanden werden, mit angemessenen Bedingungen und Renditen und einem hohen Maß an Transparenz, Effizienz und Rationalität der öffentlichen Investitionen. • Der Paradigmenwechsel am Strand von Palma bedarf des eindeutigen Einsatzes für Innovation auf allen Ebenen: politisch, wirtschaftlich-steuerlich und unternehmerisch, touristisch-städtebaulich, auf der Ebene der operativen Prozessgestaltung auf mittlere und lange Sicht und in der Festlegung der Umwelt- und Klimaversprechen angesichts des weltweiten Wandels. • Und eine Reihe von Erfolgsbedingungen: ein ehrgeiziges Veränderungsvorhaben, starkes Engagement von Seite der Institutionen, die Unterstützung von Unternehmen, Gewerkschaften und Gesellschaft und die besten Talente für eine rigorose Umsetzung des Projekts. DIE HERVORRAGENDE LAGE DES KOMPLEXES “STRAND VON PALMA – STADT PALMA – INSEL MALLORCA” FÜR EINE AUFWERTUNG DER TOURISTISCHEN WETTBEWERBSFÄHIGKEIT INSEL MALLORCA STADT PALMA FLUGHAFEN STRAND VON PALMA BUCHT VON PALMA EIN NEUES AUFWERTENDES PARADIGMA Auf den Balearen bedeutet “mehr” nicht unbedingt “besser”, und man könnte sagen, dass die attraktivste Fremdenverkehrsoption zur Aufwertung der touristischen Konkurrenzfähigkeit des Strands von Palma in der Entwicklung hin zu einer Neupositionierung umfassender Exzellenz auf der Grundlage von erneuerten Werten des Mittelmeerraums mit vorbildlichem Umweltverhalten und der Möglichkeit, neue und mehr Kunden für einen längeren Zeitraum anzuziehen, wirtschaftlichen Anspruch und Einfluss und geringerer Abhängigkeit vom massiven, Niedrigpreis-Flugverkehr liegt.Platja de Palma / 30 Quelle: F. Prats/Konsortium
  30. 30. AUSFÜHRUNGSZUSAMMENFASSUNG / KAPITEL 1 / TEIL EINSProjektion zukünftiger Szenarien6Für ein Projekt mit der Reichweite, Komplexität und Zeitplanung wie dem des Strands von Palma benötigt auchbesondere Instrumente, mit denen sich mögliche Schlüsselaspekte der Endszenarien der Aktionen vergleichenlassen.Dazu hat das Konsortium mit einem “Simulator strategischer Szenarien (SEE) – Projektabschluss” gearbeitet,mit dem sich verschiedene Eingriffslogiken in der Region projizieren und ihre jeweiligen Verhaltensweisenbezüglich einer Reihe von Schlüsselfaktoren vergleichen lassen: Druck und Fremdenverkehrsqualität,wirtschaftlichen Werte, gesellschaftliche Bedingungen und Umweltsituation. DAS “ABSCHLUSSSZENARIUM STRAND VON PALMA” (50% Plätze x 200% Qualität) IM VERGLEICH ZUR DERZEITIGEN IST-SITUATION Platja de Palma / 31Quelle: F. Prats/J. Murillo AUIA6 Siehe Abschnitt 1.3. über “Vergleich verschiedener Zukunftsaussichten und Szenarien”.
  31. 31. AUSFÜHRUNGSZUSAMMENFASSUNG / KAPITEL 1 / TEIL EINS Obwohl natürlich nur die wesentlichen Tendenzen verschiedener strategischer Aktionslinien abgeschätzt werden können, deuten die durchgeführten Simulationen darauf hin, dass nur eine äußerst ehrgeizige Alternative “hoher/sehr hoher Neupositionierung” ein Erreichen der zentralen Zielsetzungen der “Strategie zur Gesamtaufwertung des Strands von Palma” ermöglichen. Sieben Strategien für den Wandel Ausgehend von der zentralen ZIELSETZUNG des PAI wurden 7 Strategien definiert, die die wesentlichen Ansätze des Projekts vorgeben und die 30 Ziele vorgeben, die die jeweiligen spezifischen Arbeitsachsen konkret definieren7. E.1. Engagement für eine innovative, konkurrenzfähige und nachhaltige touristische Positionierung E.2. Bekämpfung des Klimawandels und Erhalt der natürlichen Systeme zu Land und zu See E.3. Verbesserung der Lebens- und Beschäftigungsbedingungen der Anwohner und Arbeitnehmer E.4. Gesamtaufwertung des städtischen Gebietssystems mit einer mediterranen und nachhaltigen Ausrichtung E.5. Verbindliche, ehrgeizige Ziele der Senkung der lokalen und globalen Umweltbelastung E.6. Entwicklung eines modernen digitalen Raums für alle Menschen und Aktivitäten E.7. Umsetzung eines Pakts zwischen Institutionen, Gesellschaft und einer neuen “Führung” für den WandelPlatja de Palma / 32 7 Für eine nähere Beschreibung der Strategien und Absichten siehe Abschnitt 1.4 über die “Sieben Strategien und 30 Ziele für den Wandel”.
  32. 32. AUSFÜHRUNGSZUSAMMENFASSUNG / KAPITEL 2 / TEIL EINS2 KAPITEL, “DIE PROGRAMME UND ZEITABLÄUFE DESGANZHEITLICHEN AKTIONSPLANS (PAI). DER STRAND VONPALMA 2015 UND 2020”Das Konsortium hat von Anfang an auf die die Notwendigkeit verwiesen, strategische Änderungen dertouristischen Positionierung mit kurz- und mittelfristigen Ergebnissen anzutreiben. Dazu hat der PAI alsKatalysatoren des Wandels eine Reihe von “Phasen der Gesamtaufwertung (ERI)” für 2015 und 2020 geplant8.Ausgehend von einer ersten Phase Sofortiger Aktionen für die Bereitstellung operativer Instrumente aber auchfür die Entwicklung dringender Maßnahmen legt der PAI einen zeitlichen und räumlichen Fahrplan fest, in demsich seine Programme und Aktionen eingliedern. • Kurzfristig (2015): Abschluss der “1. Phase der Gesamtaufwertung (ERI)”, Verdeutlichung des Fremdenverkehrswandels in den drei “Antriebsäumen (ET)”, Beendigung des 1. Programms zur wohnlichen und touristischen Neugestaltung und erste gesellschaftliche und ökologische Ergebnisse. • Mittelfristig (2020): “2. Phase der Gesamtaufwertung (ERI)” mit der Festigung bzw. dem Ausbau der touristischen Neugestaltung und den drei “Antriebsäumen (ET)”, Fortführung der Programme zur umfassenden Neugestaltung, Fortschreiben der gesellschaftlichen Ziele und deutliche Verringerung der Umweltbelastung. • Langfristig (nach 2020) mit dem Abschluss des Gesamtprojekts im ganzen Gebiet und in allen Aktionsfeldern. ZEITLICHER/RÄUMLICHER BEZUGSRAHMEN FÜR DIE PROGRAMME UND IHRE AKTIONEN 2015 Platja de Palma / 338 Siehe allgemein die Abschnitte 2.2. “Der zeitliche und räumliche Bezugsrahmen”, 2.4. “Las Etapas deRevalorización Integral (ERI) a 2015 y 2020” und für nähere Details die Abschnitte 2.5. und 2.6 über den Strand vonPalma 2015 und 2020.
  33. 33. AUSFÜHRUNGSZUSAMMENFASSUNG / KAPITEL 2 / TEIL EINS 2020 NACH 2020 Quelle: WEST 8 Die Programme und Aktionen des Plans Die 29 Programme und ihre 98 Aktionen, die mit Blick auf das Endziel, die Strategien und die Absichten konzipiert und anderen zeitliche und räumliche Anforderungen angepasst wurden, werden im ZWEITEN TEIL des PAI vorgestellt. Sie bilden insofern das Kernstück des Plans, als sie die operativen Instrumente vorgeben, um die Gesamtaufwertung des Strands von Palma in die Praxis umzusetzen. Die Programme umfassen systemische Aktionsfelder (Tourismusmodell, Klimawandel, Lebensqualität u.a.) und geben gleichzeitig eine Reihe von Aktionen vor, deren Ausführung die Umsetzung des Plans möglich macht9.Platja de Palma / 34 9 Weitere allgemeine Informationen zu den Programmen und Aktionen finden Sie in Abschnitt 2.1. “Eine Übersicht über die Programme und ihre Aktionen”. Eine Auflistung finden Sie in Abschnitt 2.3. “Die 29 Programme und 98 Aktionen des PAI”, und eine Zusammenfassung ihres Inhalts im ZEITEN TEIL des PAI.
  34. 34. AUSFÜHRUNGSZUSAMMENFASSUNG / KAPITEL 3 / TEIL EINS3. KAPITEL, “DIE WIRTSCHAFTLICHE DIMENSION DESGANZHEITLICHEN AKTIONSPLANS (PAI)”Die Gesamtaufwertung des Strands von Palma ist als großes Projekt öffentlicher und privater Zusammenarbeitkonzipiert, das unter institutioneller Führung eine gesündere, konkurrenzfähigere und nachhaltigereWirtschaftsbasis schaffen soll. Dies verlangt nach einem angemessenen Rahmen, damit die Investitionenvon privater Hand unter vergleichbaren Bedingungen wie denen nicht spekulativer Kapitalmärkte funktionierenkönnen, und gleichzeitig die Investitionen von öffentlicher Hand, die die Aktionen für die Allgemeinheitsicherstellen, die nicht nach privater Logik funktionieren, transparent, effizient und rational durchgeführt werdenkönnen und ebenfalls die ihnen gebührende Rückmeldung erhalten.Das Wirtschaftsprogramm10Die Themenverteilung des Wirtschaftsprogramms des PAI dreht sich um acht strategische Konzepte11, die die29 Programme und ihre 98 Aktionen bündeln. VERTEILUNG DER INVESTITION NACH STRATEGISCHEN KONZEPTEN Städtisches und touristisches Umfeld Rest • Touristische Positionierung • Governance • Lebensqualität und Beschäftigung • ITK-Leistungen • Klimawandel und Natursysteme Urlaubs- + Wohnbauten und Mobilität Metabolismus und Leistungen der StadtQuelle: EverisRund 90% der Gesamtinvestition konzentriert sich auf die Schaffung einer urbanen, touristischen undbaulichen Umgebung, die attraktiv und gleichzeitig an den Kriterien touristischer Neupositionierung,Verbesserung der Lebensqualität vor Ort und ehrgeizigen Strategien mit dem Ziel der Nachhaltigkeit Platja de Palma / 35ausgerichtet ist.10 Siehe Abschnitt 3.1. “Der Bezugsrahmen” und Abschnitt 3.2. “Das Wirtschaftsprogramm”.11 Siehe Abschnitt 3.2.1.über “Die Investition nach strategischen Konzepten der Programme des PAI”.
  35. 35. AUSFÜHRUNGSZUSAMMENFASSUNG / KAPITEL 3 / TEIL EINS Aus zeitlicher Perspektive12 sind die Programme und Aktionen wirtschaftlich innerhalb von vier großen Zeitfenstern oder Phasen des PAI programmiert – unmittelbar, kurz- (2015), mittel- (2020) und langfristig (ab 2020) – , so dass sich die Aufwertung der Region in den zwei vorgesehenen “Phasen der Gesamtaufwertung (ERI)” mit ihren Zielen und konkreten Investitionen in Höhe von 1.210 Mio. € bis 2015 und weiteren 998 Mio. € von 2015 bis 2020 herauskristallisieren wird. Dieser geplante Wandel wird ab 2020 durch langfristige Aktionen mit Maßnahmen zum Abschluss aller Projekte im gesamten Gebiet und in allen Aktionsfeldern ergänzt, die mit weiteren 1.760 Mio. € veranschlagt werden. Was den Ursprung der Investitionen angeht13, werden angesichts Strategien zur Aufwertung des Umfelds, der Programme zur Senkung der Umweltbelastung und der Gesamtumstrukturierung des Wohnparks 35% der Investitionen von den Verwaltungen und anderen öffentlichen Akteuren übernommen, die in den Plan eingebunden sind, während die restlichen 65% von privaten Akteuren getragen werden. VERTEILUNG DER INVESTITION NACH TRÄGER UND STRATEGISCHEN KONZEPTEN Touristische Positionierung Klimawandel und “Governance” Natursysteme ITK-Leistungen Lebensqualität und Beschäftigung Urlaubs- + Wohnbauten und Mobilität Städtisches und touristisches Umfeld Metabolismus und Leistungen der Stadt Öffentliche Investition Private Investition Quelle: Everis Ferner sind drei große Investitionstypen nach Beteiligung der öffentlichen und der privaten Hand auszumachen: komplett öffentlich (0,64% der Gesamtinvestition), größtenteils öffentlich (13,76%) und größtenteils privat (85,61%).Platja de Palma / 36 12 Siehe Abschnitt 3.2.2.über die “Verteilung der Investition nach Phasen” 13 Siehe Abschnitt 3.2.3.über die “Verteilung der Finanzierung nach Trägern”
  36. 36. AUSFÜHRUNGSZUSAMMENFASSUNG / KAPITEL 3 / TEIL EINSDie Logik der privaten Investition14Aus einem ganzheitlichen wirtschaftlichen Blickwinkel zieht der PAI strategische Konzepte in Betracht, die sichsowohl auf die Entwicklung bereits existierender Sektoren als auch auf den Antrieb und die Schaffungneuer Sektoren mit neuartigen Investitions- und Geschäftsmodellen in der Region auswirken werden,bei denen gleichermaßen Platz für die bereits bestehenden Unternehmensbereiche als auch für Neuanlegervorgesehen ist.Auf jeden Fall sieht das Projekt des Strands von Palma vor, dass die Bedingungen und Renditen der – bereitsbestehenden oder neuen - privaten Investitionen mit denen des nicht-spekulativen Kapitalmarktesvergleichbar sein sollen und die Verteilung der Investition mehreren Sektoren direkte Vorteile einbringt, dieeine anziehende Wirkung schaffen, so dass der Wert der Investition sich mit deutlichen indirekten Auswirkungenauf die Nachbarsektoren verteilt.Die Rationalität der öffentlichen Investition15Um alle Ziele der “Strategie zur Gesamtaufwertung des Strands von Palma” abdecken zu können, ist eine starkeöffentliche Mitwirkung nötig, die die Stabilität und den systemischen Charakter eines auf lange Sichtangelegten Projektes sicherstellen kann, das über die Betrachtungsweisen des privaten Sektors hinausgeht,der auf kurzfristige wirtschaftliche Ergebnisse angewiesen ist.Die Instrumente für die wirtschaftlich-finanzielle Leitung16Im instrumentellen und gesellschaftsrechtlichen Bereich muss das Konsortium angesichts derunterschiedlich gearteten und teils öffentlich, teils privat finanzierten Aktionen unterschiedliche instrumentelleRechts- und Gesellschaftsformen in Betracht ziehen, unter denen die Umsetzung der Programme und Aktionennach Kriterien der Effizienz, Flexibilität und Beweglichkeit organisiert werden können.Im Wissen um die Bedeutung der öffentlichen Investitionen für die Gesamtaufwertung der Region ruft dasKonsortium ergänzend dazu die notwendigen Maßnahmen auf den Plan, um eine pathologische Spekulationzu vermeiden, die sich zudem so auf die Preise auswirken könnte, dass das Vorhaben unmöglich würde. Platja de Palma / 3714 Siehe Abschnitt 3.3.über “Die Logik der privaten Investition”15 Siehe Abschnitt 3.4.16 Siehe Abschnitt 3.5. über “Die Instrumente für die wirtschaftlich-finanzielle Leitung”.
  37. 37. AUSFÜHRUNGSZUSAMMENFASSUNG / KAPITEL 4 / TEIL EINS 4. KAPITEL, “FÜHRUNG FÜR DIE GESAMTAUFWERTUNG DES STRANDS VON PALMA”, Die Komplexität und die zeitliche Dimension der Gesamtaufwertung des Strands von Palma macht die Führung oder “Governance” zu einer Herausforderung, in deren Mittelpunkt der Konsens zwischen ihren Schlüsselakteuren steht17. Darum möchte das für den PAI gedachte Führungsmodell, dass die Vorschläge die Unterstützung von Institutionen, politischen Parteien, Gruppen der Regierung und der Opposition, der Unternehmerschaft und der Gewerkschaftsvertreter, Bürgerbewegungen und Bewohner finden. • Der Pakt der politischen Organisationen, um ein solides und die Zeiten und Rollenveränderungen der Parteien von der Regierung zur Opposition überdauerndes Projekt sicherzustellen. • Die Übereinkunft der fünf Institutionen, aus denen sich das Konsortium zusammensetzt, um administrative Beweglichkeit und eine effiziente öffentliche Verwaltung zu erreichen und darüber hinaus die normative Stabilität und die Glaubwürdigkeit des Projektes und des Wandlungsprozesses über die Jahre hinweg zu sichern. • Das Engagement von Unternehmens- und Gewerkschaftsseite, um die Erneuerung des bisherigen Tourismusmodells hin zu einem Modell höherer Qualität und größerer Bedeutung auf wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und Beschäftigungsebene zu unterstützen. • Die Unerstützung der Bürger der innovativen Initiativen für den kulturellen und gesellschaftlichen Wandel, die die Neugestaltung des Wohnraums und des Miteinanders von Besuchern und Anwohnern mit sich bringen werden. Das Mitwirkungs- und Auswertungssystem des PAI18 Das Konsortium des Strands von Palma geht davon aus, dass das Vorhaben und die Reichweite des Projekts zur erzielt werden kann, wenn die in der Umgebung lebenden Menschen über die Veränderungsvorschläge informiert und sie einbezogen werden. Abgesehen von der bereits eingeleiteten Einbindung der Bürger durch Workshops und Bauausschlüsse hat das Konsortium als zentrales System eine stabile Informations-, Diskussions- und Interaktionsstruktur rund um das Einrichtungs- und Bürgerforum19 mit folgenden Zielen vorgesehen:Platja de Palma / 38 17 Siehe Abschnitt 4.1. “Der politische Konsens, die institutionelle Einwilligung und das Engagement von Unternehmens-, Gewerkschafts- und Bürgerseite”. 18 Siehe Abschnitt 4.2. “Ein aktiver Beteiligungsprozess mit stabilen Systemen der Verfolgung, Auswertung und Rechnungslegung”. 19 Siehe Abschnitt 4.2.1. über “Das Mitwirkungssystem”.
  38. 38. AUSFÜHRUNGSZUSAMMENFASSUNG / KAPITEL 4 / TEIL EINS • Förderung der Mitwirkung und Einbindung der einheimischen Gesellschaft. • Schaffung eines Raums der Transparenz, Befragung und Zusammenarbeit. • Förderung einer dynamischen und partizipativen Zivilgesellschaft. • Unterstützung der Arbeit der Fachteams des Konsortiums durch gegenseitiges Feedback. • Einleitung eines kulturellen Veränderungsprozesses im Sinne der Gesamtaufwertung des Strands von Palma. DIE STRUKTUR DES EINRICHTUNGS- UND BÜRGERFORUM Das Plenum. Umfasst drei Arten von Mitgliedern: • Vertreter der Verbände: gesellschaftliche, wirtschaftliche und kulturelle Organisationen, Betriebsräte u.a. • Per Los bestimmte Bürgervertreter aus den Anwohnern der Region, die freiwillig an dem Forum mitwirken möchten. • Vertreter und Fachleute des Konsortiums, Vertreter öffentlicher, mit dem Plan verknüpfter Organismen und maßgebliche Experten aus den einzelnen Themenbereichen des Forums. Das Plenum kann Arbeitsgruppen zur tiefergehenden Behandlung konkreter Themen, die besonderer Aufmerksamkeit bedürfen, mit Blick auf deren spätere Weiterbearbeitung oder zum Einbringen von Vorschlägen in das Konsortium, bilden. Die Arbeitsgruppen erstatten dem Plenum über ihre Schlussfolgerungen und Vorschläge Bericht. Das Mitwirkungsnetz besteht aus allen Menschen, die sich auf der Webseite anmelden und damit auf einen eigenen Raum zugreifen, in dem Informationen über die Ausführung des Plans, die Beschlüsse des Forums u.a. dargestellt werden. Gleichzeitig können die Mitglieder dieses Netzes ihre Meinung äußern, Vorschläge machen und Anregungen und neue Informationen (Dokumente, Abbildungen) beitragen, die der Entwicklung des Plans zu Gute kommen..Quelle: ConsullunaAngesichts der Größe, Komplexität und der Zeiten des PAI ist unbedingt ein Indikator-System zur Verfolgungund Auswertung (SISE) des Prozesses im Laufe der entscheidenden zeitlichen Zwischenstationen oderMeilensteine, insbesondere 2015 und 2020 nötig, wenngleich eine Reihe von Anzeigeindikatoren häufigerausgewertet werden sollen20.Dazu hat der PAI ein System mit 29 Indikatoren (12 davon Anzeigen) entwickelt, für außer der Definition undMesseinheit der Ist-Wert und Ziel-Wert mit der entsprechenden Zunahme (oder Abnahme) und dem jeweiligenSoll-Verhalten für 2015, 2020 und nach 2020, am Ende des Gesamtaufwertungsprojektes festgelegt werden. Platja de Palma / 3920 Siehe Abschnitt 4.2.2. über das “Indikator-System zur Verfolgung und Auswertung (SISE) des PAI”.
  39. 39. AUSFÜHRUNGSZUSAMMENFASSUNG / KAPITEL 4 / TEIL EINS Ein Kommunikationssystem, das sich an alle betroffenen Segmente wendet21 Was die Gesellschaft über eine Institution denkt, ist immer ein Abglanz der Information, die diese nach Außen gibt. Die Kommunikation ist somit ein grundlegendes Instrument für die Beteiligung, den Konsens, die Unterstützung und die Glaubwürdigkeit der mallorquinischen, balearischen, spanischen und internationalen Gesellschaft für das Projekt. Dazu überlegt der PAI einen Kommunikationsplan mit einer Reihe von strategischen Zielen: • Das Projekt des Strand von Palma bekannt machen • Die Präsenz in den Medien steigern • Transparenz und Glaubwürdigkeit vermitteln • Die Region fördern und ihr Ansehen steigern • Das Projekt auf lokaler, staatlicher und europäischer Ebene vermitteln Die Organisationsstruktur des PAI22 Ohne Zweifel benötigt das Aufwertungsprojekt für den Strand von Palma Instrumente, die auf der Höhe der Herausforderung des Vorhabens sind. Auch wenn die Organisationsstruktur für die Gesamtaufwertung des Strands von Palma viele Facetten hat und unterschiedliche Möglichkeiten zulässt, die von den wichtigsten Akteuren des Konsortium zu analysieren sind, weist das PAI auf einen Referenzdekalog zu diesem Thema hin: 1. Eine neue, viel leistungsfähigere Organisationsstruktur. 2. Eine ganzheitliche Leitung. 3. Ein komplexes Leitungsnetz, das vom Konsortium angeführt wird. 4. Bedeutung der Vertretungswege/ Beziehung zur Privatinitiative und zu den gesellschaftlichen Akteuren in der Region. 5. Bedeutung einer öffentlich-privaten Agentur für eine sorgfältige Fremdenverkehrsleitung der Destination. 6. Wichtig ist dabei auch das Finden der richtigen Formen für die restlichen Leitungsbereiche des Projektes. 7. Die Bedeutung der Zusammenarbeit mit anderen Verwaltungen. 8. Die “Zertifizierung Strand von Palma” als Bedingung für die Wahrung des internen Projektzusammenhalts.Platja de Palma / 40 21 Siehe Abschnitt 4.3. über “Ein umfassendes und breites Kommunikationssystem, das sich an alle betroffenen Segmente wendet”. 22 Siehe Abschnitt 4.4. über “Eine Organisationsstruktur und Instrumente für die Bearbeitung der Gesamtaufwertung des Strands von Palma”.
  40. 40. AUSFÜHRUNGSZUSAMMENFASSUNG / KAPITEL 4 / TEIL EINS 9. Die Innovationsherausforderung für die Umsetzung des PAI ist übergreifend. 10. Innovative Informationstechnologie- und Kommunikationssysteme (ITK) für die ganzheitliche Leitung des Strands von Palma23. MÖGLICHES ORGANIGRAMM EINER EINRICHTUNG FÜR DIE GANZHEITLICHE LEITUNG AM STRAND VON PALMAQuelle: F. Prats Platja de Palma / 4123 Vgl. Programm XXV “Entwicklung und Einführung eines IT-Systems für die Leitung und Kommunikation desPlans und des Prozesses”.
  41. 41. AUSFÜHRUNGSZUSAMMENFASSUNG / KAPITEL 5 / TEIL EINS KAPITEL 5 “ZUKUNFTSVISION FÜR DIE PLATjA DE PALMA” Das Sanierungsprojekt für die Platja de Palma umfasst Umgestaltung, Sanierung und Restrukturierung eines schon seit langer Zeit vorhandenen, an der Küste gelegenen Tourismusareals. Die Umgestaltung soll komplex und so tief greifend wie möglich erfolgen. Einige der hier präsentierten Abbildungen geben eine ungefähre Vorstellung, wie einige strategische Punkte als Ergebnis der Planung aussehen werden und machen die programmierte Vorgehensweise deutlich. Für folgende Bereiche werden die vorgesehenen Resultate dargestellt: Naturlandschaft: Sturzbäche, Strand und Meer Grüne Korridore: Promenaden, Grünanlagen, Plätze und Straßen Nachhaltigkeit: Mobilität, Null-Emission in die Atmosphäre Neue Hotels, mediterrane Idiosynkrasie und neue komplimentäre Dienstleistungen Bilder von West-8Platja de Palma / 42
  42. 42. AUSFÜHRUNGSZUSAMMENFASSUNG / KAPITEL 5 / TEIL EINS Platja de Palma / 43
  43. 43. AUSFÜHRUNGSZUSAMMENFASSUNG / TEIL ZWEI TEIL ZWEI: 29 PROGRAMME UND 98 MASSNAHMEN DES PAI Die sich aus dem beschriebenen Prozess ergebenden 29 Programme und 98 Maßnahmen werden in dem angegebenen räumlichen und zeitlichen Rahmen unter Zugrundelegen von acht strategischen Konzepten umgesetzt: Bei den ersten drei, die auf Tourismus, Ökologie und Lebensqualität fokussiert sind, geht es in erster Linie um die Festlegung von Vorgehensweisen, die mit anderen Programmen entwickelt werden müssen, und – in geringerem Maße - um das Umsetzen sehr spezifischer Arbeitslinien. Die vier folgenden Punkte sind auf die Themenbereiche Stadtplanung, Bebauung, Mobilität und Informations- und Kommunikations Technologie Service (TIC) ausgerichtet. “Governance” behandelt das Management des PAI und den Umgang mit der Gesellschaft. Positionierung auf dem Tourismussektor VIII. Maßnahmen zur Nachhaltigkeit der urbanen I. Erstellen eines wettbewerbsfähigen Ökosysteme sind festzulegen und umzusetzen. Geschäftsmodells Lebensqualität und Arbeitsplätze II. Entwurf und Implementieren des IX. Mit einem zu erstellenden und umzusetzenden Plan “Wettbewerbsfähigen Diamanten” sollen soziale Bindungen verstärkt und bessere Arbeitsplätze geschaffen werden. III. Entwurf und Implementieren des Marketingsystems für die Platja de Palma X. Entwurf und Implementieren eines Plans zur Umgestaltung der vorhandenen IV. Festlegen von strategischen Richtlinien und Produktionsstruktur Follow-up-Systemen in Zusammenhang mit Anpassung und Resilienz hinsichtlich des Urbanes und Tourismusumfeld Kampfes gegen den Klimawandel. XI. Erstellen eines urbanen Konzepts, mit dem die verschiedenen Stadt- und Landschaftsgebiete V. Festlegen von Strategien und Umsetzung von neu bewertet, definiert und geschützt werden. Maßnahmen, mit denen die Ökosysteme zu Land und Wasser zu erhalten sind und deren XII. Grund und Boden als Schlüssel für die Resilienz erhöht werden soll. Durchführbarkeit des Projektes besorgen VI. Für die Nachhaltigkeit und Resilienz XIII. Ein Projekt zur allgemeinen Reurbanisierung des Strandareals ist ein Informations-, des Stadtrasters und der öffentlichen Räume Management- und Follow-up-System zu – Schlüssel für eine Neubewertung des Tourismussektors – entwerfen und umsetzen.Platja de Palma / 44 erstellen und umzusetzen. VII. Es sind Maßnahmen zu ergreifen, um die XIV. Urbanes Mobiliar und Elemente als emblematische Qualität des natürlichen Wasserkreislaufes Tourismus-Symbole entwerfen und im gesamten hydrographischen Becken implementieren. sicherzustellen.
  44. 44. AUSFÜHRUNGSZUSAMMENFASSUNG / TEIL ZWEIMetabolismus - Versorgungs - anlagen Informations- und KommunikationsXV. Eine Energieversorgung mit der “Bilanz Null- Technologie Service (TIC) Emission” und 100% erneuerbarer Energien XXI. Ein integrales System planen und einsetzen entwerfen und einsetzen. (Ubic)XVI. Ein Managementsystem für den urbanen XXII. Tools und Dienstleistungen entwerfen und Wasserkreislauf mit minimaler Umweltbelastung einsetzen, mit denen die Produktivität und und höchster Effizienz entwerfen und einsetzen. Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen erhöht werden.XVII. Ein Abfallmanagementsystem entwerfen und einsetzen, mit dem das Abfallaufkommen auf XXIII. Dienstleistungen und Tools als Support für das ein Minimum reduziert wird und ein “Null- Touristenaufkommen entwerfen und einsetzen Szenarium” für die Müllhalde verbunden ist. XXIV. Tools entwerfen und einsetzen, mit denen imXVIII. Einen Plan zur Verbesserung der akustischen erforderlichen Fall auf das Netz und öffentliche Kontamination entwerfen und umsetzen. Dienste Zugriff genommen werden kann.Bebauung und Mobilität XXV. Einen Informations- und KommunikationsXIX. Einen Plan und ein Zertifizierungssystem für Technologie Service (TIC) für Kommunikation die gesamte Sanierung (inkl. Neubauten) und Management des Plans und Prozesses der Touristenunterkünfte und Wohnanlagen entwerfen und anwenden erstellen und umsetzen, mit dem die mit diesen verbundene Umweltbelastung und die Anzahl “Governance” der Touristenplätze um 50 % gesenkt werden. XXVI. Einen Plan für die Beziehung mit den Institutionen entwerfen und in die PraxisXX. Einen Plan für nachhaltige Mobilität mit der umsetzen. “Bilanz Null-Emission” für den Nahverkehr erstellen und umsetzen. XXVII. Einen Plan zum Aufbau von Sozialbeziehungen entwerfen und in Gang setzen. XXVIII. Einen weit reichenden Partizipationsprozess Platja de Palma / 45 konzipieren und unterstützen. XXIX. Für das gesamte Projekt ein integrales und transparentes Managementsystem entwerfen und einsetzen.
  45. 45. AUSFÜHRUNGSZUSAMMENFASSUNG / TEIL DREI TEIL DREI: ARTIKEL Seit Initiierung des Projektes für die Platja de Palma sind uns Meinungen, Ideen und Anregungen zugetragen worden von Fachleuten , die als höchst kompetent hinsichtlich der verschiedenen Themenbereiche dieses zukunftsweisenden Projekts anzusehen sind. Von Anfang an war uns bewusst, dass Konsens, Absprachen und Kooperation Voraussetzung dafür sind, die wichtigsten, von uns gesetzten Ziele zu erreichen. Wir haben deshalb für eine konstante und über verschiedene Kanäle stattfindende Verbindung zwischen allen an diesem Projekt beteiligten Sozialpartnern, Experten und Institutionen gesorgt. Teil Drei enthält eine Reihe von Artikeln, verfasst von Personen mit signifikant hoher Zuständigkeit bzw. Verantwortung für die vom PAI definierten Themen.Platja de Palma / 46
  46. 46. AUSFÜHRUNGSZUSAMMENFASSUNG / TEIL DREIUMGESTALTUNG DER PLATjA DE PALMA: EIN MULTIDISZIPLINÄRES PROjEKT Montserrat Casas Rektorin der UIB (Universität der Balearischen Inseln)ENGAGEMENT UND FÜHRENDE KOMPETENZ BEI EINEM NEUEN ENTWICKLUNGSMODELL Sebastián Escarrer Vizepräsident von Sol MeliáSTADTPLANUNG UND NACHHALTIGKEIT Ramon Folch Doktor der Biologie und SozioökologeDIE STUNDE DER VERANTWORTUNG javier Gómez-Navarro Spanischer Ex-Staatssekretär für Tourismus und Handel Vorstandsvorsitzender der spanischen Handelskammern und Präsident von AldeasaBILANZ NULL-EMISSION. HERAUSFORDERUNG UND CHANCE Enrique jiménez Larrea Generaldirektor von IDAE (Institut für Energiediversifikation und –einsparung)PLATjA DE PALMA: EIN ENTSCHLOSSENER KAMPF GEGEN DEN KLIMAWANDEL Cristina Narbona Ex-Umweltministerin und spanische Botschafterin bei der OCDEEINE CHANCE FÜR DEN NEUEN TOURISMUS DES XXI. jAHRHUNDERTS Taleb Rifai Generalsekretär der Weltorganisation fÀ

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