© by Roland Priborsky
Derivate
Definition:
Ein Derivat ist ein Finanzinstrument dessen
preisliche Entwicklung von der preislichen
Entwicklung ei...
Termingeschäfte
Termingeschäfte sind Derivate bei denen
Abschluss (T0) und Erfüllung (T0+X) zeitlich
auseinander liegen.
B...
Termingeschäfte an der Börse
(engl.: Exchange traded derivatives)
Unbedingte Termingeschäfte
• Future
Bedingte Termingesch...
Future
Definition:
Ein Future ist ein unbedingt zu erfüllendes,
börsengehandeltes, standardisiertes
Termingeschäft, bei we...
CALL-Option
Definition:
Eine CALL-Option ist ein bedingtes, börsen-
gehandeltes, standardisiertes Termingeschäft,
welches ...
PUT-Option
Definition:
Eine PUT-Option ist ein bedingtes,
börsengehandeltes, standardisiertes
Termingeschäft, welches dem ...
Termingeschäfte ausserbörslich (OTC)
(engl.: OTC = Over The Counter traded derivatives)
Unbedingte Termingeschäfte
• Forwa...
Cap
Der Käufer eines Cap (Long Cap)
zahlt: Optionsprämie
bekommt: Ausgleichszahlung bei
Überschreitung einer festgelegten
...
Cap
Der Verkäufer eines Cap (Short Cap)
bekommt: Optionsprämie
zahlt: Ausgleichzahlung bei Überschreitung
eines Referenzzi...
Cap - Caplets
- Cap besteht aus mehreren Zinsoptionen
(Caplets)
- Zinsoptionen gelten für mehrere festgelegte
Zeitpunkte
-...
Floor
Der Käufer eines Floor (Long Floor)
zahlt: Optionsprämie
bekommt: Ausgleichzahlung bei
Unterschreitung einer festgel...
Floor
Der Verkäufer eines Floor (Short Floor)
bekommt: Optionsprämie
zahlt: Ausgleichszahlung bei
Unterschreitung einer fe...
Floorlets
- Floor besteht aus mehreren Zinsoptionen
(Floorlets)
- Zinsoptionen gelten für mehrere festgelegte
Zeitpunkte
-...
Bewertung von Caplets und Floorlets
Das Black-76-Modell:
C = Caplet
F = Floorlet
σ = Volatilität
NB = Nominalbetrag
R = ko...
Collar
- Kombination aus Cap und Floor
1. Long Collar = Long Cap + Short Floor
(Garantie Zinsbelastung überschreitet besti...
Forward
• Unbedingtes Termingeschäft
• Funktionsweise ähnlich wie Future
• Vertragsbedingungen jedoch individualisiert
• N...
Vergleich Forward / Future
FORWARD FUTURE
Markt OTC (Over the Counter) Terminbörse (z.B. EUREX)
Kontraktspezifikationen In...
SWAP
• Vereinbarung eines Austauschs von
Zahlungsströmen
• Festgelegter Nominalbetrag und Konditionen
• Bonität der Vertra...
SWAP- Zu vereinbarende Konditionen
• Laufzeit
• Laufzeitbeginn
• Nominalbetrag
• Festsatzzahler / Festsatzerhalter
• Swap-...
Swap Arten
VON NACH
Fest Fest
Fest Variabel
Variabel Variabel
Interest Rate SWAP (Zins-SWAP)
• Austausch von Zinsströmen auf vereinbarten
Nennbetrag (Notional).
• Meist fester Zins geg...
Interest Rate SWAP (Zins-SWAP) 2
• SWAP Markt grösser als Markt für Anleihen
• Analog zu Tausch Anleihe fest gegen Anleihe...
Costant Maturity SWAP (CMS)
• Auch Yield Curve SWAP genannt
• Austausch von einem Kapitalmarkt Zins gegen einen
anderen (m...
Währungs SWAP
• Austausch von 2 Währungen
• Sowohl Differenz als auch Nominale werden
bei Valuta und bei Fälligkeit Ausget...
Währungs SWAP Beispiel
• Währungsswap USD gegen EUR
• Nominal 100 Mio. EUR
• Laufzeit 3 Jahre
• Partei A zahlt fixe USD-Zi...
Währungs SWAP Beispiel (2)
• Dies zieht die folgenden Zahlungen nach sich:
• Zu Beginn des Geschäftes zahlt A an B 100 Mio...
Aktienindex SWAP
• Normalerweise Austausch von
Zahlungsströmen die sich aus der Entwicklung
zweier Aktienindizes ergeben
•...
Forwad SWAP
• Variante des Standard SWAPs
• SWAP Laufzeit startet erst nach Vorlaufzeit
• Zinssatz ist Terminsatz (Foward ...
Rohstoff SWAP
• Austausch von Zahlungsströmen die sich aus
der Preisentwicklung von 2 Rohstoffen
ergeben
• Meist bar ausge...
Rohstoff SWAP Beispiel
• Unternehmen benötigt regelmässig grössere
Mengen an Dieselöl
• Intention: Absicherung gegen steig...
Rohstoff SWAP Beispiel (2)
Bank Kunde
Rohstoff-
Lieferant
Festpreis*
Variabler
Preis*
Dieselein-
kaufspreis
* zahlbar an j...
Rohstoff SWAP Funtionsweise
• Periodischer Austausch von Zahlungsströmen in
EUR auf Grundlage fiktiver Bezugsmenge Dieselö...
SWAP Handel
• Weitergabe von Risiken
• SWAP kann zum Marktpreis glatt gestellt
werden
• Marktpreis ist Differenz aus feste...
SWAP Bewertung
• Bewertung mittels Replikationsverfahren
• Für beide Seiten des SWAP wird je eine
Anleihe mit jeweiligem Z...
Variable Zinssätze in SWAPs
• Basieren meist auf Euribor und Libor (z.B.
Euribor + 0,5)
• Zahlungskonditionen frei vereinb...
Variable Zinssätze in SWAPs (2)
Markterwartung Eintritt Payer Receiver
Zinsen werden
steigen
Schneller oder
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Anwendung von SWAPs
• Absicherung von Zinssätzen
• Kreditmanagement
• Bilanztechnische Veränderungen
• Währungs- und Zinsa...
Inflation Payer SWAP (E)
• Dient zur Absicherung zukünftiger
inflationsabhängiger Zahlungseingänge
• Investor tauscht infl...
Inflation Payer SWAP Funktionsweise
• Investor erhält an fest vereinbarten
Zahlungsterminen einen fest vereinbarten Zins
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Inflation Payer SWAP Parameter
• Laufzeit
• Nominalbetrag
• Referenzindex zur Berechnung der für die
Zahlung relevanten In...
Inflation Payer SWAP Zahlungsströme
Bank Investor
Grundgeschäft
Inflation Payer SWAP
2,5% p.a. Festzins
Jahresinflationsra...
Inflation Receiver SWAP (E)
• Dient zur Absicherung zukünftiger
inflationsabhängiger Zahlungsausgänge
• Investor tauscht f...
Inflation Receiver SWAP Funktionsweise
• Investor zahlt an fest vereinbarten
Zahlungsterminen einen fest vereinbarten Zins...
Inflation Receiver SWAP Parameter
(Sind natürlich gleich wie bei Inflation Payer SWAP)
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Bank Investor
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Lernkarten EUREX CFE

  1. 1. © by Roland Priborsky
  2. 2. Derivate Definition: Ein Derivat ist ein Finanzinstrument dessen preisliche Entwicklung von der preislichen Entwicklung eines anderen Finanzinstrumentes oder Rohstoffes abhängig ist.
  3. 3. Termingeschäfte Termingeschäfte sind Derivate bei denen Abschluss (T0) und Erfüllung (T0+X) zeitlich auseinander liegen. Beispiel: Der ausgesuchte Schrank im Möbelhaus kann erst in einem Monat geliefert werden. Es wird heute vereinbart: Das Möbelhaus verpflichtet sich einen Schrank mit heute (T0) genau festgelegten Eigenschaften (Specification) und heute genau festgelegtem Preis in einem Monat (T0+X und X=1Monat) an den Käufer zu liefern. Der Käufer verpflichtet sich heute (T0) zur Bezahlung eines heute genau festgelegten Preises und Abnahme der Ware in einem Monat (T0+X und X=1Monat) und hinterlegt eine Anzahlung (Margin) sofort.
  4. 4. Termingeschäfte an der Börse (engl.: Exchange traded derivatives) Unbedingte Termingeschäfte • Future Bedingte Termingeschäfte • Call Option • Put Option
  5. 5. Future Definition: Ein Future ist ein unbedingt zu erfüllendes, börsengehandeltes, standardisiertes Termingeschäft, bei welchem der Käufer die Ver- pflichtung eingeht eine vorher genau spezifizier- te Ware, zu einem vorher genau spezifizierten Preis, an einem vorher vereinbarten zukünftigen Zeitpunkt abzunehmen und zu bezahlen.
  6. 6. CALL-Option Definition: Eine CALL-Option ist ein bedingtes, börsen- gehandeltes, standardisiertes Termingeschäft, welches dem Inhaber das Recht einräumt, ihn jedoch nicht dazu verpflichtet, zu einem zukünftigen Zeitpunkt ein Finanzinstrument oder einen Rohstoff zu einem vorher festgelegten Preis zu kaufen.
  7. 7. PUT-Option Definition: Eine PUT-Option ist ein bedingtes, börsengehandeltes, standardisiertes Termingeschäft, welches dem Inhaber das Recht einräumt zu einem zukünftigen Zeitpunkt ein Finanzinstrument oder einen Rohstoff zu einem vorher festgelegten Preis verkaufen.
  8. 8. Termingeschäfte ausserbörslich (OTC) (engl.: OTC = Over The Counter traded derivatives) Unbedingte Termingeschäfte • Forward • SWAP Bedingte Termingeschäfte • OTC Call Option • OTC Put Option • Cap • Floor • Collar
  9. 9. Cap Der Käufer eines Cap (Long Cap) zahlt: Optionsprämie bekommt: Ausgleichszahlung bei Überschreitung einer festgelegten Grenze in einem Referenzzinssatz (Dem Long Cap wird folglich eine Zinsobergrenze garantiert)
  10. 10. Cap Der Verkäufer eines Cap (Short Cap) bekommt: Optionsprämie zahlt: Ausgleichzahlung bei Überschreitung eines Referenzzinssatzes
  11. 11. Cap - Caplets - Cap besteht aus mehreren Zinsoptionen (Caplets) - Zinsoptionen gelten für mehrere festgelegte Zeitpunkte - Zinsoptionen werden mittels Rollover in den nächsten Kontraktmonat hinübergerollt - Summe der Prämien aller Zinsoptionen = Cap Preis
  12. 12. Floor Der Käufer eines Floor (Long Floor) zahlt: Optionsprämie bekommt: Ausgleichzahlung bei Unterschreitung einer festgelegten Grenze in einem Referenzzinssatz (Dem Long Floor wird folglich eine Zinsuntergrenze garantiert)
  13. 13. Floor Der Verkäufer eines Floor (Short Floor) bekommt: Optionsprämie zahlt: Ausgleichszahlung bei Unterschreitung einer festgelegten Grenze in einem Referenzzinssatz
  14. 14. Floorlets - Floor besteht aus mehreren Zinsoptionen (Floorlets) - Zinsoptionen gelten für mehrere festgelegte Zeitpunkte - Zinsoptionen werden mittels Rollover in den nächsten Kontraktmonat hinübergerollt - Summe der Prämien aller Zinsoptionen = Floor Preis
  15. 15. Bewertung von Caplets und Floorlets Das Black-76-Modell: C = Caplet F = Floorlet σ = Volatilität NB = Nominalbetrag R = kongruenter Zins für Laufzeitende K = Basispreis/Strike T = Laufzeit Fw = Forward δ = Optionslaufzeit t = Vorlaufzeit bis Optionsbeginn
  16. 16. Collar - Kombination aus Cap und Floor 1. Long Collar = Long Cap + Short Floor (Garantie Zinsbelastung überschreitet bestimmten Zinssatz nicht und unterschreitet bestimmten Zinssatz nicht während der Laufzeit) 2. Short Collar = Short Cap + Long Floor (Spekulation darauf, dass der Zinssatz zwischen unterer und oberer Zinsgrenze verweilt während der Laufzeit) - Preis Collar = Summe aller Caps und Floors
  17. 17. Forward • Unbedingtes Termingeschäft • Funktionsweise ähnlich wie Future • Vertragsbedingungen jedoch individualisiert • Nicht börsengehandelt • Erhöhtes Liquiditätsrisiko
  18. 18. Vergleich Forward / Future FORWARD FUTURE Markt OTC (Over the Counter) Terminbörse (z.B. EUREX) Kontraktspezifikationen Individuell ausgehandelt in allen Belangen Standardisiert: Quantität, Qualität, Liefertermin, Art der Belieferung Liquidität Nahezu keine echte Handelbarkeit Hohe Liquidität durch fortlaufenden Börsenhandel Kontrahentenrisiko Volles Risiko wie bei jedem anderen vertrag zwischen zwei Parteien Kein Risiko, die Clearingstelle garantiert als Gegenpartei die Ausführung jedes Trades Settlement Erst am Laufzeitende durch die Schlussabrechnung Täglich und am Ende der Laufzeit durch Schlussabrechnung Ausübung Werden meist ausgeübt Werden mehrheitlich vor der Ausübung glattgestellt Transaktionskosten Ggf. Anwaltskosten, Strukturierungsentgelte der abwickelnden Banken etc. Börsengebühren, Brokergebühren, behördliche Gebühren
  19. 19. SWAP • Vereinbarung eines Austauschs von Zahlungsströmen • Festgelegter Nominalbetrag und Konditionen • Bonität der Vertragsparteien entscheidend
  20. 20. SWAP- Zu vereinbarende Konditionen • Laufzeit • Laufzeitbeginn • Nominalbetrag • Festsatzzahler / Festsatzerhalter • Swap-Satz • Referenzzinssatz • Zahlungsfrequenz • Zinsusance • Short/long first and last stubs
  21. 21. Swap Arten VON NACH Fest Fest Fest Variabel Variabel Variabel
  22. 22. Interest Rate SWAP (Zins-SWAP) • Austausch von Zinsströmen auf vereinbarten Nennbetrag (Notional). • Meist fester Zins gegen variablen Zins (aus Kundensicht Payer SWAP) • Wenn der Kunde festen Zins erhält dann Receiver SWAP • Wenn zwei variable Zinsströme ausgetauscht werden, dann Basis SWAP
  23. 23. Interest Rate SWAP (Zins-SWAP) 2 • SWAP Markt grösser als Markt für Anleihen • Analog zu Tausch Anleihe fest gegen Anleihe variabel • Zinsströme am Ende der Laufzeit „genettet“ • Klassisches Nullsummenspiel
  24. 24. Costant Maturity SWAP (CMS) • Auch Yield Curve SWAP genannt • Austausch von einem Kapitalmarkt Zins gegen einen anderen (meist Geldmarktsatz) • SWAPsatz wird zu jedem Fixing neu festgestellt • Anpassung der Zinssätze meist viertel-, halbjährlich oder jährlich • CMS ist somit floating Satz • Zinsrisiko höher als bei Plain Vanilla SWAP weil es über die Laufzeit des SWAP hinaus geht • Reagiert deshalb auf Veränderungen der Zinsstruktur sehr sensitiv
  25. 25. Währungs SWAP • Austausch von 2 Währungen • Sowohl Differenz als auch Nominale werden bei Valuta und bei Fälligkeit Ausgetauscht
  26. 26. Währungs SWAP Beispiel • Währungsswap USD gegen EUR • Nominal 100 Mio. EUR • Laufzeit 3 Jahre • Partei A zahlt fixe USD-Zinsen, Partei B zahlt den variablen 3-Monats-EUR-Zins (3-Monats-EURIBOR). • Bei Abschluss beträgt der USD-Swapsatz für eine Laufzeit von 3 Jahren 3,5 %, der Kurs des USD liegt bei 1,23.
  27. 27. Währungs SWAP Beispiel (2) • Dies zieht die folgenden Zahlungen nach sich: • Zu Beginn des Geschäftes zahlt A an B 100 Mio. EUR und B an A 123 Mio. USD (Kapitaltausch zum aktuellen Wechselkurs). • Während der Laufzeit von 3 Jahren zahlt A an B einmal jährlich (d. h. 1, 2 und 3 Jahre nach Geschäftsabschluss) 3,5 % auf den Nominalbetrag von 123 Mio. USD, d. h. 4,305 Mio USD. B zahlt an A vierteljährlich zeitanteilig (Pro rata temporis) den 3-Monats- EURIBOR auf den Nominalbetrag von 100 Mio. EUR. Dabei wird die Höhe des EURIBOR-Satzes verwendet, wie sie bei der letzten Zinszahlung 3 Monate zuvor festgestellt („gefixt“) wurde. B zahlt also 12 Mal die variablen Zinsen. • Bei Fälligkeit nach drei Jahren zahlt A an B 123 Mio. USD und B an A 100 Mio. EUR (Kapitalrücktausch zum bei Abschluss gültigen Wechselkurs).
  28. 28. Aktienindex SWAP • Normalerweise Austausch von Zahlungsströmen die sich aus der Entwicklung zweier Aktienindizes ergeben • Kann auch Zahlungsstrom aus Entwicklung Index gegen Festzins sein; Beispiel: Dax gegen Libor+Spread
  29. 29. Forwad SWAP • Variante des Standard SWAPs • SWAP Laufzeit startet erst nach Vorlaufzeit • Zinssatz ist Terminsatz (Foward Satz) der abhängig von Kassazinssätzen ermittelt wird • Kein Austausch bis Starttermin • Dadurch zeitliche Trennung der Liquiditätsvereinbarung und der Zinskomponente • Grundintention ist Sicherung des gegenwärtigen Zinsniveaus für zukünftige Finanzierungsvorhaben
  30. 30. Rohstoff SWAP • Austausch von Zahlungsströmen die sich aus der Preisentwicklung von 2 Rohstoffen ergeben • Meist bar ausgeglichen
  31. 31. Rohstoff SWAP Beispiel • Unternehmen benötigt regelmässig grössere Mengen an Dieselöl • Intention: Absicherung gegen steigende Dieselöl Preise in EUR • Absicherung soll keine Liquidität binden
  32. 32. Rohstoff SWAP Beispiel (2) Bank Kunde Rohstoff- Lieferant Festpreis* Variabler Preis* Dieselein- kaufspreis * zahlbar an jedem Fälligkeitstag; beide Zahlungsströme werden saldiert und die Differenz gezahlt
  33. 33. Rohstoff SWAP Funtionsweise • Periodischer Austausch von Zahlungsströmen in EUR auf Grundlage fiktiver Bezugsmenge Dieselöl (in metr. Tonnen) je Berechnungszeitraum • Am Fälligkeitstag bezahlt Investor Festbetrag, Bank bezahlt variablen Betrag • Bei mehreren Fälligkeitstagen pro Berechnungszeitraum: variabler Preis=arithmetisches Mittel • Preis des Basiswertes in USD wird am Feststellungstag von Bank zum aktuellen EUR/USD Kurs umgerechnet
  34. 34. SWAP Handel • Weitergabe von Risiken • SWAP kann zum Marktpreis glatt gestellt werden • Marktpreis ist Differenz aus festem Zins und variablem Zins (idealer Fall) • Wert Payer SWAP = Kehrwert Receiver SWAP
  35. 35. SWAP Bewertung • Bewertung mittels Replikationsverfahren • Für beide Seiten des SWAP wird je eine Anleihe mit jeweiligem Zahlungsstrom beobachtet • z.B. Zins SWAP: Anleihe mit fixem Koupon und Anleihe mit variablem Koupon • Z.B. CDS: Anleihe mit Ausfallrisiko und Anleihe ohne Ausfallrisiko
  36. 36. Variable Zinssätze in SWAPs • Basieren meist auf Euribor und Libor (z.B. Euribor + 0,5) • Zahlungskonditionen frei vereinbar, orientieren sich jedoch oft an Refernzzinssatz (z.B. 3-Monats-Libor, also quartalsmässig)
  37. 37. Variable Zinssätze in SWAPs (2) Markterwartung Eintritt Payer Receiver Zinsen werden steigen Schneller oder stärkerer als erwartet Langsamer oder schwächer als erwartet gewinnt verliert verliert gewinnt Zinsen werden fallen Schneller oder stärker als erwartet Langsamer oder schwächer als erwartet verliert gewinnt gewinnt verliert
  38. 38. Anwendung von SWAPs • Absicherung von Zinssätzen • Kreditmanagement • Bilanztechnische Veränderungen • Währungs- und Zinsabsicherungen • Differenzgeschäfte • Finanzierungsmöglichkeiten • Ausnutzung von globalen Währungs- und Zinskonstellationen • Gewinnfestschreibung
  39. 39. Inflation Payer SWAP (E) • Dient zur Absicherung zukünftiger inflationsabhängiger Zahlungseingänge • Investor tauscht inflationsabhängige Zahlungen in feste Zinszahlungen • Schutz vor fallenden Inflationsraten (z.B. Einnahmen aus Solaranlagen)
  40. 40. Inflation Payer SWAP Funktionsweise • Investor erhält an fest vereinbarten Zahlungsterminen einen fest vereinbarten Zins von der Bank • Investor zahlt inflationsabhängigen, variablen Zins • Liegt Inflationsrate zu Feststellungszeitpunkt unter dem Festzins erhält Investor Differenz • Liegt Inflationsrate zu Feststellungszeitpunkt über Festzins zahlt Investor Differenz • Idealerweise sind Feststellungszeitpunkte im SWAP identisch zu denen im Grundgeschäft
  41. 41. Inflation Payer SWAP Parameter • Laufzeit • Nominalbetrag • Referenzindex zur Berechnung der für die Zahlung relevanten Inflationsrate (z.B. Eurostat HICP Ex-Tobacco) • Feststellungstage (Fixing) für den Referenzindex • Festzinssatz • Zinstermine • Zinskonventionen
  42. 42. Inflation Payer SWAP Zahlungsströme Bank Investor Grundgeschäft Inflation Payer SWAP 2,5% p.a. Festzins Jahresinflationsrate in % p.a. Inflationsabhängige Zahlung
  43. 43. Inflation Receiver SWAP (E) • Dient zur Absicherung zukünftiger inflationsabhängiger Zahlungsausgänge • Investor tauscht feste Zinszahlungen in inflationsabhängige Zahlungen • Schutz vor steigender Inflationsrate
  44. 44. Inflation Receiver SWAP Funktionsweise • Investor zahlt an fest vereinbarten Zahlungsterminen einen fest vereinbarten Zins an die Bank • Investor erhält inflationsabhängigen, variablen Zins von der Bank • Liegt Inflationsrate zu Feststellungszeitpunkt über dem Festzins erhält Investor Differenz • Liegt Inflationsrate zu Feststellungszeitpunkt unter Festzins zahlt Investor Differenz • Idealerweise sind Feststellungszeitpunkte im SWAP identisch zu denen im Grundgeschäft
  45. 45. Inflation Receiver SWAP Parameter (Sind natürlich gleich wie bei Inflation Payer SWAP) • Laufzeit • Nominalbetrag • Referenzindex zur Berechnung der für die Zahlung relevanten Inflationsrate (z.B. Eurostat HICP Ex-Tobacco) • Feststellungstage (Fixing) für den Referenzindex • Festzinssatz • Zinstermine • Zinskonventionen
  46. 46. Inflation Payer SWAP Zahlungsströme Bank Investor Grundgeschäft Inflation Payer SWAP 2,5% p.a. Festzins Jahresinflationsrate in % p.a. Inflationsabhängige Zahlung
  47. 47. Express SWAP EUR/TRY
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