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Brief Von 2070

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Free Translation by Patricia Avnon of a letter published at "Crónica de los Tiempos" in April 2002 …

Free Translation by Patricia Avnon of a letter published at "Crónica de los Tiempos" in April 2002
Ein Brief, der im April 2002 in "Crónica de los Tiempos" veroeffentlicht wurde. Freie Uebersetzung: Patricia Avnon, Tel Aviv

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  • 1. Ein Brief von 2070 Ein Brief, der im April 2002 in "Crónica de los Tiempos" veroeffentlicht wurde. Freie Uebersetzung von Patricia Avnon, Juni 2007
  • 2. Wir befinden uns im Jahre 2070. Ich bin gerade mal 50 Jahre alt und sehe aus wie 85. Ich habe ein schweres Nierenleiden, weil ich nur sehr wenig Wasser trinke. Ich glaube, dass ich nicht mehr lange leben werde. Heute bin ich die aelteste Person, die hier lebt.
  • 3. Damals waren die Frauen auf ihr schoenes Haar stolz. Damals wusch mein Vater sein Auto mit Wasser, das aus einem Schlauch kam. Heute koennen es unsere Kinder nicht glauben, dass jemand jemals Wasser auf solche Weise genutzt haben soll. Jetzt muessen wir unsere Koepfe kahl scheren, um sie sauber zu halten, ohne Wasser zu verwenden.
  • 4. Ich erinnere mich, dass alles ganz anders war, als ich 5 Jahre alt war. Es gab viele Baeume im Park, rund um die Haeuser waren herrliche Gaerten, ich konnte ausgiebig baden und mich duschen, solange ich wollte. Jetzt muessen wir uns mit oelgetraenkten Feuchttuechern reinigen. .
  • 5. Ich erninnere mich an die vielen Warnungen: “ VERSCHWENDET KEIN WASSER” Aber niemand achtete darauf. Die Leute gingen davon aus, dass es unendlich viel Wasser gibt.   Heute sind Fluesse, Daemme, Lagunen und Grundwasser entweder fuer alle Zeiten verschmutzt oder vollkommen ausgetrocknet.
  • 6. Die Landschaft, die uns umgibt, hat sich in nichts anderes als eine riesige Wueste verwandelt. Magen-Darm-Erkrankungen und Haut- und Harnweg-Erkrankungen sind heute die Haupt-Todesursachen
  • 7. Die Industrie ist lahmgelegt, und die Arbeitslosenrate ist dramatisch in die Hoehe geschnellt. Entsalzungsanlagen sind die wichtigsten Arbeitgeber. Sie geben den Leuten Trinkwasser statt einem Gehalt. t
  • 8. Menschen werden staendig in den vereinsamten Strassen wegen einer Dose Wasser ausgeraubt.,. 80% der Lebensmittel sind synthetisch.
  • 9. Damals wurde empfohlen, mindestens 8 Glaeser Wasser pro Tag zu trinken. Heute ist nur noch ein halbes Glas erlaubt.
  • 10. Da wir unsere Kleidung nicht mehr waschen koennen, werfen wir sie weg. Dadurch werden unsere Muellberge immer gewaltiger. Wir muessen wieder Jauchegruben verwenden, wie im vorigen Jahrhundert, weil die Abwassersysteme aufgrund des Wassermangels nicht mehr funktionieren.
  • 11. Die Menschen sehen furchterregend aus und sind aufgrund ihres extremen ausgetrockneten Zustandes schwach, und mit Wunden uebersaet, denn die ultravioletten Strahlen koennen von der Atmosphaere nicht laenger gefiltert werden, weil die Ozonschicht aufgebraucht ist.
  • 12. Wegen ihrer ausgetrockneten Haut sieht eine 20-jaehrige Frau heute aus wie 40. Durch die fehlenden Baeume wird der Sauerstoffgehalt noch mehr verringert, was eine Senkung des Intelligenzquotienten der kommenden Generation mit sich bringt. Wissenschaftler forschen in allen Richtungen, aber es ist keine Loesung in Sicht. Wir koennen kein Wasser produzieren.
  • 13. Die Zusammensetzung des Spermas vieler Maenner hat sich veraendert... … mit dem Resultat, dass Kinder mit allen moeglichen Maengeln, Mutationen und Verformungen geboren werden.
  • 14. Die Regierung hat uns sogar eine Steuer fuer die Luft, die wir atmen, auferlegt: 137 m3 pro Erwachsener pro Tag. (31,102 Gallonen) Diejenigen, die die Steuer nicht zahlen koennen, werden von den “beluefteten Bereichen” ausgeschlossen, die mit gigantischen mechanischen Lungen ausgestattet sind, die durch Solarenergie angetrieben werden. Die Luft, die in den “beluefteten Bereichen” zur Verfuegung steht, hat keine gute Qualitaet, aber wenigstens kann man dort atmen. Das Durchschnittsalter betaegt 35 Jahre.
  • 15. Einige Laender haben es geschafft, ein paar Inseln mit Vegetation mit ihren eigenen Gewaessern zu erhalten. Diese Gegenden werden streng von der Armee ueberwacht. Wasser ist zu einem seltenen Rohstoff geworden, ein begehrtes Gut, nachdem gejagt wird und unermesslich mehr wert als Gold und Diamanten.
  • 16. Hier jedoch gibt es kaum mehr Baeume, weil es fast nie regnet. Und wenn es mal regnet, ist es saurer Regen der runter kommt. Es gibt keine Jahreszeiten mehr. Klimatische Veraenderungen wie der Treibhauseffekt und die Umweltverscmutzung, die wir im 20. Jahrhundert verursacht haben, haben dafuer gesorgt. Man hat uns damals gewarnt und uns erklaert, dass wir uns um unsere Umwelt kuemmern muessen, doch niemand hat das ernst genommen.
  • 17. Wenn meine Tochter mich fraegt, wie es war, als ich jung war, beschreibe ich ihr die Schoenheit der Waelder. Ich erzehle ihr vom Regen, von den Blumen, wie herrlich es war, zu baden, in den Fluessen und Seen zu fischen und soviel Waser zu trinken, wie wir wollten. Ich erzaehle ihr, wie gesund die Menschen damals waren.
  • 18. Sie fraegt mich: Ich fuehle den Knoten in meinem Hals... - Papa, wieso gibt es kein Wasser mehr?
  • 19. Ich fuehle mich schuldig, weil ich zu einer Generation gehoere, die zur Zerstoerung unserer Umwelt beigetragen hat, weil wir ganz einfach die Warrnungen nicht ernst genug genommen haben... und es gab so viele davon! Ich gehoere zur letzten Generation, die fuer einen Unterschied haette sorgen koennen, die aber entschied, nichts zu tun.
  • 20. Heute zahlen unsere Kinder einen bitteren Preis...
  • 21. Ganz offen gesagt glaube ich, dass das Leben auf dieser Erde in Kuerze nicht mehr moeglich sein wird, denn wir haben einen Punkt erreicht, wo es keine Umkehr mehr gibt.
  • 22. Wie sehr ich mir wuensche, wir koennten die Zeit noch einmal zurueckdrehen und die Menschheit dazu bringen, dies zu verstehen... ... zu einer Zeit, als es fuer uns noch moeglikch war, etwas zu unternehmen, um unseren Planeten,die Erde, zu retten.
  • 23. Schicke diesen Brief an alle Leute die ihr kennt, selbst wenn es sich nur um fluechtige Bekannte handelt. Dies ist kein Spiel – es ist bereits zu unserer Realitaet geworden. Tue es fuer Deine Kinder, und wenn Du noch keine Kinder hast, tue es trotzdem, denn vielleicht wirst Du eines Tages Kinder haben. Hinterlasse ihnen nicht die Hoelle als Erbe – schenke ihnen Leben! Auteur : Ria Ellwanger, en collaboration avec Lopez Chavez Ariel Alahin [email_address] , alainlopez909@ hotmail .com Texte : revue "Crónica de los Tiempos“, d’avril 2002. Musique: Chopin - Tristesse Images : Getty Images Traduction française “maison”: Eva Sagasti generationsfutures.net Free English translation: Daniel T. Brunner [email_address]