© PTS GmbH & Dr. C. Schmid-Egger
PTS - die Potenzialanalyse
Wissenschaftliche Grundlagen des Analysesystems
PTS GmbH
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PTS – wissenschaftliche Grundlagen
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Inhalt
Die Vision von PTS ..............................................................
PTS – wissenschaftliche Grundlagen
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Die Vision von PTS
Für uns steht der einzelne Mensch im Mittelpunkt. In einer Zeit, i...
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medizinische Forschung dabei noch längst nicht soweit, menschliches Verhalten genau l...
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Zustände sind in der Psychologie und Medizin als Unterbewusstsein und Tiefenbewusstse...
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Testpersonen angepasst werden. Dies funktionierte nach einem klassischen „try and err...
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zeigen, dass psychische Phänomene auf bestimmte neurobiologische Mechanismen zurückzu...
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besser zu kommunizieren als der ganze Neocortex mit den zwei älteren Gehirnen. MacLea...
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Wenn das McLean’sche Modell aussagt, dass die drei mit den Farben grün, rot und blau
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Das komplexe Gehirn
Eines der neuesten Konzepte des menschlichen Geistes geht auf Ro...
PTS – wissenschaftliche Grundlagen
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Die Infopsychologie nach Leary postuliert: „Intelligente, im Weltall geborene Organi...
PTS – wissenschaftliche Grundlagen
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Augenmerk meist auf die Phänomenologie und die Symptome und nicht auf das Wie und Wa...
PTS – wissenschaftliche Grundlagen
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Das SMA-Feld als Ort des Bewussseins
Der Neurophysiologe John Eccies stellt fest, da...
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PTS- Wissenschaftliche Grundlagen des Analysesystems

  1. 1. © PTS GmbH & Dr. C. Schmid-Egger PTS - die Potenzialanalyse Wissenschaftliche Grundlagen des Analysesystems PTS GmbH Kistlerhofstrasse 140 80379 München – Germany www.pt-system.com info@pt-system.com Erstellt durch Dr. Christian W. Schmid-Egger c.schmid-egger@pt-system.com November 2003
  2. 2. PTS – wissenschaftliche Grundlagen 2 Inhalt Die Vision von PTS ................................................................................................................3 Warum die PTS-Potenzanalyse............................................................................................3 Wie arbeitet PTS....................................................................................................................3 Wie ist Bewusstsein aufgebaut? ...........................................................................................4 Vom Bewusstsein zu PTS.....................................................................................................5 Der Aufbau des Gehirns.........................................................................................................6 Das Modell des Gehirns in der PTS-Analyse.........................................................................7 Erste Anwendungen des neuen Gehirnmodells ....................................................................8 Reduktionistisches oder holistisches Gehirn.........................................................................9 Das komplexe Gehirn...........................................................................................................10 Das Modell der neuronalen Schaltkreise.............................................................................10 Bewusstsein – die Software des Gehirn..............................................................................11 Die Qualität des Bewusstseins............................................................................................11 Der Schaltplan des Bewusstseins.......................................................................................12 Das SMA-Feld als Ort des Bewussseins ............................................................................13 Die Validierung – von der Befragung zur Vorhersage..........................................................13
  3. 3. PTS – wissenschaftliche Grundlagen 3 Die Vision von PTS Für uns steht der einzelne Mensch im Mittelpunkt. In einer Zeit, in der sich die Wirtschaft vor allem an Produktivität und Leistung misst, sehen wir in PTS ein Werkzeug, um ein neues Bild des Menschen im Arbeitsleben zu zeichnen. Unsere Vision ist es, die innersten Bedürfnisse des Menschen mit den Anforderungen der heutigen Unternehmen in Einklang zu bringen. Denn nur mit zufriedenen und motivierten Angestellten erreicht ein Unternehmen seine volle Produktivität und ist damit wettbewerbsfähig. „Es ist offensichtlich, dass von Anfang an Geist und Materie zusammen sind. Die Moleküle haben sowohl geistige als auch psychische Eigenschaften insofern, als sie Plan und Ziel besitzen, die Attribute des Geistes sind.“ Theodore Barber Warum die PTS-Potenzialanalyse Der PTS-Analyse ist das Produkt eines wissenschaftlichen Forschungsprojektes, welches sich mit dem Potenzial des Menschen beschäftigt. Die beiden Entwickler des Testsystems, der auf neuronale Netze spezialisierte Informatiker Rainer Mandler und der an biophysikalischen Fragen interessierte Forscher Heribert Rank, beschäftigten sich dabei unter anderem mit der Frage, wie man Potenziale identifizieren und für den beruflichen sowie privaten Alltag nutzen kann. Nachfolgend wird der wissenschaftliche Hintergrund und das Umfeld, in dem der PTS-Analyse entwickelt wurde, erläutert und Fragen nach der Validität des Verfahrens beantwortet. Eine grundlegende Besonderheit von PTS besteht darin, dass der Analyse ein interdisziplinäres Forschungsmodell zugrunde liegt, welches nicht auf den Methoden und Vorgehensweisen nur einer wissenschaftlichen Disziplin basiert. So werden Theorien und Erkenntnisse aus der medizinischen Gehirnforschung, der Biologie, der Physik, der Biochemie, aber auch der Psychologie und anderer Wissenschaftszweige zu einem neuartigen Bild über die Funktionsweise unseres Gehirnes verbunden. Erst dieser interdisziplinäre Ansatz macht das vorliegende Modell und damit die PTS-Analyse möglich. Wie arbeitet PTS Die beiden Entwickler beschäftigten sich vor allem mit den energetischen Vorgängen im Gehirn und der Frage, wie sich das menschliche Verhalten aus dem bisher bekannten Aufbau und der Funktionsweise des Gehirns ableitet. Dabei wurden neben den bekannten medizinisch-psychologischen Sichtweisen auch neue Ergebnisse der Gehirnforschung aus der Physik und anderen Wissenschaftsdisziplinen mit einbezogen. Davon beeinflusst, entwickelten die PTS-Forscher den neuen und für sie entscheidenden Gedanken, dass die Prägungen und Vorgänge in unserer Psyche ausschließlich energetisch ablaufen, also nicht mit einer räumlichen Struktur im Gehirn korreliert werden können. Sicher bildet das riesige neuronale Netz, welches unser Gehirn darstellt, die „Hardware“, in der unser Verhalten entsteht. Allerdings ist die
  4. 4. PTS – wissenschaftliche Grundlagen 4 medizinische Forschung dabei noch längst nicht soweit, menschliches Verhalten genau lokalisieren zu können. Sie kann lediglich Aktivitätszonen im Gehirn ausmachen, die bei verschiedenen Tätigkeiten, allein oder im Verbund mit anderen Regionen, aktiv sind. Auch die Rolle des Bauchhirns, dem Gehirn im Kopf von der Anzahl der Neuronen her überlegen, ist noch keinesfalls auch nur annährend geklärt. Für die PTS-Entwickler spielte dies auch keine Rolle. Für sie zählte vielmehr die Funktion und der Ablauf. Sie gingen davon aus, dass man einen Teil des neuronalen Netzes des Gehirns in einem Computer nachbauen und so seine Funktionalität in diesem Bereich simulieren könne. Aus dieser Überlegung heraus konstruierten sie eine Hard- und Software, welche in der Lage ist, die Energieverteilung im Gehirn zu simulieren sowie die individuellen Prägungen und Muster des Probanten zu erfassen. Damit kann der Rechner alle möglichen Abläufe der „Gedankenenergie“ zwischen den Zonen des Gehirns und den Einfluss der individuellen Prägungen und Muster nachvollziehen. Dabei ist es nicht wesentlich, wie diese Energie physiologisch transportiert oder wo genau sie lokalisiert werden kann, sondern entscheidend ist vielmehr das Zusammenspiel der drei weiter unten beschriebenen Hauptgehirnregionen, also deren individuelle Vernetzung und die Abfolge ihrer Beteiligung. Es versteht sich von selbst, dass diese Simulation natürlich nur innerhalb gewisser Grenzen möglich ist, da die volle Komplexität des Gehirns bisher nur annähernd von Menschen erfasst, geschweige denn nachvollzogen werden kann. Wie ist Bewusstsein aufgebaut? Die Überlegung der Forscher über das Bewusstsein basierte auf einem einfachen Modell, welches sich an Überlegungen von Milton H. Erickson anlehnt. Erickson, der geniale Meister der Hypnose, unterscheidet 32 Schichten des Bewusstseins. Diese umgeben unseren inneren Kern wie die Schalen einer Zwiebel. Während sich die meisten unserer bewussten Vorgänge, Handlungen und Reaktionen auf der Oberfläche abspielen, also maximal die äußersten zwei Schichten betreffen, so wird unsere komplexe Persönlichkeitsstruktur weitgehend von Ereignissen, Prägungen und Mustern bestimmt, die wesentlich tiefer verankert sind. Die Manifestation dieser Prägungen beginnt wahrscheinlich bereits beim Embryo im Mutterleib, der vielen Sinneseindrücken ausgesetzt ist und diese Erfahrungen abspeichern kann. In einem Coaching- oder Trainingsprozess, bei dem der Teilnehmer blockierende oder hemmende Muster bearbeiten und verändern will, dringt der Therapeut mehr oder weniger tief in die Schichten des Bewusstseins ein, um die darin eingebetteten Muster zu verifizieren und nach Möglichkeit zu modifizieren oder zu entfernen. M. H. Erickson stellte fest, dass in der Hypnose, der tiefsten Form bewusster menschlicher Kommunikation, maximal die ersten 18 dieser Schichten durchdrungen werden können. Dies lässt im Umkehrschluss die Vermutung zu, dass Prägungen, die jenseits dieser 18 Schichten in den Tiefen unserer Psyche schlummern, nicht von außen erreicht oder gar geändert werden können. Biophysikalisch lassen sich die Bewusstseinszustände unter Hypnose in Form verschiedenfrequentiger Wellen messen, auch als Alpha-, Beta-, Teta- und Deltawellen bekannt. Das Gehirn sendet jeweils niedrigere Frequenzen aus, wenn es sich in einen tieferen Zustand begibt. Diese
  5. 5. PTS – wissenschaftliche Grundlagen 5 Zustände sind in der Psychologie und Medizin als Unterbewusstsein und Tiefenbewusstsein bekannt. Auf der Suche nach Erklärungen für sogenannte „paranormale“ Fähigkeiten wurden sie experimentell bei Naturheilern, energetisch arbeitenden Therapeuten oder meditierenden Menschen, intensiv untersucht, nachgewiesen und dokumentiert. Mit immer modernerer Technik und in feinere Details reichenden Diagnosemethoden erschließt sich der Wissenschaft hier weitreichendes Neuland. Nahezu täglich werden neue Zusammenhänge offenbar und die Zahl der Möglichkeiten vervielfacht sich. Völlig neue Gedankenansätze sind erforderlich, um die sich zeigende Komplexität darzustellen. Was aber stellt den Kern unseres Bewusstseins dar? Was befindet sich am Grunde jener Schichten, aus der unser Bewusstsein ensteht? Der Vorstoß in diesen Bereich stellt gleichzeitig die Frage nach dem Kern unseres Selbst dar, die Frage nach dem ureigensten Wesen des Menschen. Verschiedene Forscher glauben, diesen Kern gefunden, beziehungsweise identifiziert zu haben. Sie bezeichnen ihn als die ‚Basiswesenstruktur’ des Menschen und konnten ihn als eine Art „Trägerfrequenz“ nachweisen. Diese Basiswesenstruktur stellt den Grund unserer Individualität dar und beinhaltet darin unsere vollen und unverfälschten Potenziale. In der Basiswesenstruktur finden keine Prägungen und Musterentwicklungen des Lebens statt, da diese erst in den aufliegenden Schichten gespeichert werden. Die Energien und Impulse aus der Basiswesenstruktur gelangen gefiltert durch die vielen Schichten an die Oberfläche und lassen dort unser Verhalten entstehen. In Bezug auf die Potenziale sind die ursprünglichen Energien der Basiswesenstruktur bei allen Menschen gleich, da wir von Grunde auf alle die selben Möglichkeiten in uns tragen. Die individuellen Prägungen in den Schichten des Bewusstseins sind verantwortlich für die unterschiedlichen Verhaltensweisen jedes einzelnen Menschen. Vom Bewusstsein zu PTS Daraus folgerten Mandler und Rank, dass die Basiswesenstruktur einen unverfälschten Impuls in das neuronale Netz des Gehirns sendet, der für alle Menschen gleich ist und die vollen Potenziale enthält. Im neuronalen Netz wird diese Potenzialenergie durch die Muster und Prägungen in den unterschiedlichen Schichten umgelenkt und vielfach modifiziert. An der Oberfläche verlassen die tatsächlichen und aktuellen Potenziale das neuronale Netz und bestimmen unser Verhalten. Diese Erklärung ist natürlich nur ein stark vereinfachtes Modell des Vorgangs. Genau diesen Weg durch die Schichten simuliert das neuronale Netz von PTS. Ausgehend von der eingegebenen Information des Probanten, erfasst mit Hilfe des eigens hierfür entwickelten „neuroevolutionären“ Fragenkataloges im Internet, kann es die individuellen Ablenkungen der Energie der Basiswesensstruktur simulieren und den Output in Form der individuellen Potenziale und Motivationsstruktur des Probanten darstellen. Der erste und wichtigste Schritt war die Entwicklung des „neuroevolutionären“ Fragenkataloges. Die Fragen wurden über lange Testreihen hin so gestaltet, dass sie im Gehirn der beantwortenden Person ganz bestimmte Reaktionen auslösen. Diese Reaktionen, zuerst nur messbare Impulse, wurden dann über ein Eingabeinterface in das Computerprogramm der Gehirnsimulation eingespeist. Die Simulation des Gehirns musste natürlich zuerst „geeicht“ und an die realen Energiemuster von
  6. 6. PTS – wissenschaftliche Grundlagen 6 Testpersonen angepasst werden. Dies funktionierte nach einem klassischen „try and error“-Verfahren,. Das heißt, die Fremd- und Selbsteinschätzung des Probanten wurde als Maßstab genommen und damit so lange das System verändert, bis die erwarteten Ergebnisse durch das System in Übereinstimmung mit der realen Situation gebracht werden konnten. Eine Grundeigenschaft dieses künstlichen neuronalen Netzes ist seine Lernfähigkeit. Mit jeder Berechnung die die Gehirnsimulation durchführt lernt es dazu, entwickelt und erweitert es sich. Mit Hilfe neu entwickelter Technologien und leistungsfähigerer Computern war es möglich die anfangs wochenlange Auswertungszeit der Testergebnisse stark zu verkürzen. Erst Mitte der 90er Jahre konnte ein JAVA basierendes Applet programmiert werden, um die Aufgabe zu übernehmen, die Reaktionen des Probanten entgegenzunehmen und der Gehirnsimulation zu übermitteln. Ein entscheidender Faktor bei der Durchführung der Analyse ist die Möglichkeit der stufenlosen Eingabe. Da das Gehirn auch „stufenlos“ arbeitet musste ein Weg gefunden werden genau diese Eigenschaft abzubilden. Jede Form der Clusterung oder Kategorisierung eliminiert entscheidende Informationen, die wichtige Details für die Simulation der Gehirnabläufe darstellen. Ende des letzten Jahrtausends war dann die letzte Hürde genommen: Das Internet war jetzt leistungsfähig genug, dass die Analyse online von jedem beliebigen Computer aus durchgeführt werden konnte. Die Gehirnsimulation von PTS besteht in der Hauptsache aus einem neuronalen Netz mit 7,2 x 1019 Neuronen, verteilt auf sieben Server. Dies ist der Grund für die Notwendigkeit der Internetverbindung. Jede Reduzierung oder gar eine Offline-Version ginge zu Lasten der Aussageschärfe und würde eine Überprüfung und Anpassung des Systems ausschließen. Dieser Prozess ist hier natürlich sehr vereinfacht dargestellt. Er nahm bisher mehr als 15 Jahre in Anspruch. Mehr als 20.000 Testpersonen dienten dazu, die Systemgrenzen zu definieren, das System zu schärfen und Standards zu entwickeln. Die PTS-Konstrukteure setzten besondere und teilweise neu entwickelte Messverfahren zur energetischen Aktivität im Gehirn ein. Mit mehr als 500 Personen wurde eine Langzeitstudie durchgeführt, um vor allem den Veränderungen des Gehirns durch aktuelle soziokulturelle Ereignisse Rechnung tragen zu können. Denn nichts hat in der bisherigen Evolution der Menschheit zu so starken und schnellen Veränderungen geführt wie z.B. die Einführung der Computer an nahezu jedem Arbeitsplatz und eine sich rasant verändernde Kommunikationskultur initiiert durch Mobiltelefone und Internet. Die Informationsflut und Reizüberflutung führt natürlich zu sich verändernden Gehirnstrukturen! Nur eine ständige Weiterentwicklung und Aktualisierung garantiert in der heutigen sich so schnell entwickelnden Zeit relevante Aussagen. Der Aufbau des Gehirns Die Arbeitsweise der PTS-Analyse wird sehr viel verständlicher, wenn einige neuere Erkenntnisse aus der Hirnforschung mit einbezogen werden. Kein Organ unseres Körpers ist so vielschichtig und komplex aufgebaut wie unser Gehirn. Neurobiologen befassen sich heute vor allem mit dem Aufbau und den Funktionen des Nervensystems, während Psychologen versuchen, die psychischen und geistigen Funktionen zu ergründen. Bei vielen Vorgängen wie etwa Lernen, Gedächtnis, Traum, Sucht oder Aggression konnten Wissenschaftler
  7. 7. PTS – wissenschaftliche Grundlagen 7 zeigen, dass psychische Phänomene auf bestimmte neurobiologische Mechanismen zurückzuführen sind. Auf vielen Gebieten ist der Gegensatz zwischen Hirnforschung und Psychologie jedoch noch nicht überwunden. Ob Menschen jemals die Umwandlung physikalisch-chemischer Prozesse in den Zustand der persönlichen Bewusstwerdung nachvollziehen können, ist noch völlig offen. Eine interdisziplinäre Sichtweise trägt jedoch sehr zum Verständnis dieser Phänomene bei. Denn für das Gehirn und seine Ausdrucksweise trifft die Aussage „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“ in vollem Umfang zu. Das Gehirn und damit das Individuum leben keinesfalls in einem luftleeren Raum, sondern in einem Abhängigkeits- und Wechselwirkungsbezug zwischen Anlage (Vererbung), Umwelt, Gesellschaft, Kultur und Persönlichkeit. Nur durch die Sicht einer ganzheitlichen Wechselwirkung werden psychische Erscheinungen voll verständlich. Das Modell des Gehirns im der PTS-Analyse Das menschliche Gehirn besteht funktional gesehen aus drei eigenständigen Gehirnteilen, die entwicklungsgeschichtlich aufeinanderfolgten: dem Reptilienhirn, dem alten Hirn der Säugetiere und dem Neocortex, dem Hirn der Säugetiere der Neuzeit. Jedes nachfolgende Gehirn hat sich jeweils über die frühere Struktur gelegt, und so haben wir jetzt ein Hirn im Hirn. McLean, der Leiter des Laboratoriums für Hirnentwicklung am National Institute for Mental Health in Washington, identifizierte die drei unterschiedlichen Entwicklungsstadien bei der Entwicklung des menschlichen Gehirns. Die drei Gehirne unterscheiden sich deutlich in Struktur und chemischer Zusammensetzung, haben eine prinzipiell eigenständige Arbeitsweise, auch wenn sie sich in ihrer Funktion überschneiden. Die Struktur der älteren Hirne ist Teil eines gemeinsamen Erbes von Reptilien und Säugetieren. Der Neocortex, dessen Entwicklung ungewöhnlich schnell verlief, ist vor allem für die Einzigartigkeit der Spezies Mensch verantwortlich. Um einen signifikanten Unterschied herauszuarbeiten, lohnt es sich, die beiden älteren Gehirne zusammenzufassen und mit dem Neocortex zu vergleichen. Die älteren Hirne scheinen für das artspezifische Erbe zuständig zu sein, das heißt für Hierarchien, wie etwa Dominanz- und Unterwerfungsverhalten, Balz und Paarung, Verteidigung des Territoriums, Herdentrieb, Jagdtrieb und Spielverhalten. Die „Sprache“ der älteren Hirne ist der emotionale Ausdruck: der limbische Kortex registriert Hunger, Durst, Schlaf und spezifische Affekte wie Schmerz, Wut, Panik und Abscheu, aber auch Ekstase, Liebe und „Heureka-Erlebnisse“. Kurzum: wir haben eine „Intelligenz des Fühlens“, die den Pawlow'schen Hund zum Speichelfluss veranlasst und die mancher Forscher gerne auf den Menschen projiziert. Sicherlich motiviert sie zum speziellen Verhalten wie Fürsorge, Instinkt, Schutzbedürfnis, Freude und Trauer, doch im allgemeinen überdauern die Umstände zu lange, durch die sie hervorgerufen wurde, was Robert Ornstein veranlasst zu sagen: „Wir haben eine moderne Umwelt, jedoch kein modernes Gehirn“. Der Neocortex scheint eher für das Erlernen neuer Möglichkeiten zur Umweltbewältigung geschaffen worden zu sein. Dass er sich geradezu explosionsartig im Laufe der Phylogenese entwickelt hat, führen manche Forscher auf die Handhabung von Werkzeugen zurück. Die zwei Gehirnhälften des Neocortex scheinen untereinander
  8. 8. PTS – wissenschaftliche Grundlagen 8 besser zu kommunizieren als der ganze Neocortex mit den zwei älteren Gehirnen. MacLean hat den Ausdruck „Schizophysiologie“ geprägt, das ist eine Spaltung, die sich auf das Unangepaßtsein der alten Gehirne an die Forderungen des neuen Gehirns bezieht. Frei flottierende Ängste und der Stau von Affekten, wie die Psychologie so schön formuliert, haben sicherlich ihre Gründe in einer noch nicht erreichten Integration unseres „archaischen Erbes“. Arnold Keyserling fasst die Bedeutung der drei Gehirne zusammen: „Der Selbsterhaltungs- und Arterhaltungstrieb ist beim Menschen im Unterschied zum Tier im Stammhirn getrennt.“ Die Fähigkeit der Fremdwahrnehmung, der Zuwendung zu Sachen und zu anderen Wesen muss daher im Stammhirn lokalisiert werden. Sitz der Aufmerksamkeit ist also nicht, wie man früher annahm, das limbische System das auf „Zuckerbrot und Peitsche“ - Wiederholung von Lust, Vermeidung von Schmerz - reagiert. Das Stammhirn ist als stammesgeschichtlich ältester Hirnteil nur über den Körper zugänglich. Im Bemühen um ein kreatives, sinnvolles Leben gilt es daher, die drei Gehirne zu trennen und bewusst als verschiedene „Personen“ zu betrachten. Dazu tritt auch noch das Wechselspiel des Gegensatzes von linker, digitaler Gehirnhälfte (Wachen/Zeit) und rechter, analoger Hemisphäre (Traum/Raum). Traum ist ebenso wirklich wie Wachen. Er offenbart die Ursprünge der Motivation, deren Erkenntnis oft über Sinn oder Sinnlosigkeit eines Daseins entscheidet. Erste Anwendungen des neuen Gehirnmodells Die genannten Ergebnisse führten bereits Anfang der 90er Jahre zu ersten Tests, die in der Personalführung eingesetzt wurden und von denen Experten begeistert erklärten, dass sie völlig neue Möglichkeiten bieten, um Individualität in einem ersten Schritt anhand der quantitativen Verteilung der drei Hirnbereiche zueinander besser zu definieren. Die Begeisterung der Personalchefs erscheint verständlich, enthüllte doch zum ersten Mal ein relativ simpler Test das Rätsel Mensch mittels des Zusammenspiels der drei Gehirnregionen: Stammhirn, Zwischenhirn und Großhirn. Die ersten Formen der Darstellung zeigten die Gewichtung der jeweiligen Gehirnregion anteilig in einer Kreisgrafik, wobei grün für den Stammhirnbereich gewählt wurde, rot für denZwischenhirnbereich und blau für den Großhirnbereich. Die Farben waren durch den seit dem frühen 20sten Jahrhundert gebräuchlichen Umgang mit den entsprechenden Attributen der einzelnen Gehirnregionen bereits vorgegeben. Je größer der jeweilige Flächenanteil am ganzen Kreis ist, umso deutlicher macht sich die entsprechende Hirnregion im Leben des Individuums bemerkbar. Nimmt also der grüne Sektor den meisten Raum ein, dann ist der Betreffende vorwiegend stammhirnorientiert, zeichnet sich durch Kontaktfreudigkeit und Sensibilität aus. Ist der rote Sektor am größten, dann prägt das Zwischenhirn das Erscheinungsbild, und der Mensch zeigt Leistungswillen, Risikobereitschaft, Profilierungsdrang und mitreißenden Schwung. Der blaue Sektor spiegelt das Großhirn wieder. Personen mit hohem Blauanteil werden von Scharfsinn, Qualitätsehrgeiz, intellektueller Überzeugungskraft, aber auch von einem Bedürfnis nach Distanz beherrscht. Schon beim Lesen befällt den Betrachter das unangenehme Gefühl der Kategorisierung, des Schubladendenkens. Denn von entscheidender Bedeutung ist nicht die quantitative Verteilung des Potenzials der einzelnen Hauptgehirnregionen sondern die Interaktion und Kommunikation der einzelnen Teilbereiche des Gehirns miteinander.
  9. 9. PTS – wissenschaftliche Grundlagen 9 Wenn das McLean’sche Modell aussagt, dass die drei mit den Farben grün, rot und blau bezeichneten Gehirnbereiche je nach ihrer Beteiligung einen unterschiedlichen Einfluss auf unser Verhalten besitzt, so müsste – folgerten die PTS-Entwickler – auch das Verhalten in einem sehr spezifischen Kontext, zum Beispiel im beruflichen Umfeld, von diesen und anderen Energiemustern im Gehirn bestimmt werden. Diese Energiemuster stehen dabei für die oben genannten Prägungen, die die Psychologie in ihren Auswirkungen schon seit mehr als hundert Jahren kennt. Reduktionistisches oder holistisches Gehirn In der Gehirnforschung, sei es nun in der Neurophysiologie oder der Anatomie, war es bisher notwendig, die Untereinheiten und kleinsten Bauteile, also die Nervenzellen, die Synapsen und die Neurotransmitter, zu beschreiben und bis ins kleinste zu benennen. Obwohl eine gut fundierte und ganzheitliche Beschreibung sicherlich notwendig ist, dürfen wir nicht vergessen, dass eine noch so komplexe Darstellung im Grunde nur die äußeren Formen, die Ausprägungen und offensichtlichen Gegebenheiten darstellt. Das Reiz-Reaktionsmodell lässt sich nach unseren bisherigen Erkenntnissen am wenigsten auf ein so komplexes Organ wie das Gehirn anwenden und schon gar nicht auf eine Sichtweise, die reduktionistisch einzelne Teile beschreibt. Das größte Hindernis beim Erstellen eines adäquaten Gehirnmodells bestand bisher in der Abkehr von dem mechanistischen und rein auf Kausalitätsprinzipien beruhenden Modell. „In Newtons Mechanik zieht eine Sonne einen Planeten an, ein Gen im befruchteten Ei produziert ein Charaktermerkmal, eine Bakterie verursacht eine Krankheit, geistige Elemente werden aneinandergereiht wie die Perlen einer Perlenkette, indem das Gesetz der Assoziation angewendet wird“. Inzwischen wird immer mehr nach einem allumfassenden Muster in der Natur der Organismen geforscht. Und da scheint sich ein Modell anzubieten, das auf der Quantentheorie beruht. Sie geht davon aus, dass alle Systeme letztendlich nur statisch beschrieben werden können. Inzwischen gibt es ein noch umfassenderes Modell, das komplexe Relativitätstheorie, Quantentheorie und allgemeine Relativitätstheorie vereint. Der Physiker Jean E. Charon beschreibt die mentalen Eigenschaften der Materie und die Vereinheitlichung der vier physikalischen Wechselwirkungen sowie das Erinnerungsvermögen eines jeden Teilchens in diesem Universum, so dass einem klar wird, dass eine Beschreibung des Gehirns ohne physikalisches Wissen unzulänglich bleiben muss. Die Quantenphysik scheint für ein neues Gehirn- und Bewusstseinsmodell die geeignetesten physikalischen Grundlagen zu bieten.
  10. 10. PTS – wissenschaftliche Grundlagen 10 Das komplexe Gehirn Eines der neuesten Konzepte des menschlichen Geistes geht auf Robert Ornstein zurück, Professor für Psychologie und Humanbiologie an der Standford University. Er beschreibt das Gehirn als ein multidimensionales Gebilde, eine Konföderation von verschiedensten Teilen, ein komplexes Informa- tionssystem aus miteinander vernetzten, aber auch zum Teil völlig unabhängigen Supercomputern. „Wir besitzen keinen modernen Geist, obwohl wir sehr wohl in einer modernen Welt leben. Unser mentaler Apparat ist eine Mischung aus verschiedenen Schaltkreisen mit verschiedenen Prioritäten. Es besteht aus unterschiedlichsten Entwicklungen innerhalb der Evolution, geschaffen in verschiedenen Zeitaltern und für deren Herausforderungen, Das menschliche Gehirn, dessen Strukturen dem Wirken des Geistes zugrunde liegen, wurde nicht aus neuen Elementen zusammengebaut. Es ist eine Zusammenstellung von Schaltkreisen, einer über den anderen gelegt, jeder in vergangenen Jahrtausenden für mehr oder weniger kurzfristige Problemlösungen entwickelt. Unglücklicherweise arbeitet die Evolution kaum mit langfristigen Konzepten, sondern eher für die kurzfristigen und sofortigen Überlebensinteressen“. Ornstein beschreibt seine jüngsten Forschungsergebnisse, die vermuten lassen, dass die Komplexität des Gehirns wesentlich höher ist, als die groben Abteilungen es vermuten lassen. Aufgrund speziell von ihm entwickelter EEG-Methoden konnte er zeigen, dass die meisten Menschen jeweils eine der beiden Gehirnhälften aktivierten oder ausschalteten, wenn sie lasen oder zeichneten, analytisch oder kreativ dachten. „Wir sind aber heute weit über das zweigleisige Konzept hinausgegangen, wie etwa das Hemisphärenmodell von links- und rechtsdominant. Wir können nur ein Multimindkonzept vertreten“, so Ornstein. Das Modell der neuronalen Schaltkreise Das Modell der neuronalen Schaltkreise wurde zuerst vom amerikanischen Psychologen Timothy Leary geprägt. Die Schaltkreise stellen die vom Gehirn aktivierten Netzwerke dar, die aufgrund äußerer Bedingungen, wie Gravitation, Klima und Energie entwickelt wurden, um ein Überleben auf der Erde zu garantieren. Im alltäglichen Leben sind die Prägungen der ersten vier Schaltkreise, die Leary auch als die larvalen oder irdischen bezeichnet, als die Tunnelrealitäten bekannt, die eine „erwachsene Persönlichkeit“ ausmachen. Es ist somit kein Zufall, dass unsere Logik der Struktur der Schaltkreise folgt. Auch ist es kein Zufall, dass unsere Geometrie bis zum letzten Jahrhundert euklidisch war. Euklids Geometrie, Aristoteles Logik und Newtons Physik sind Metaprogramme, die in Entweder-Oder-Polaritäten zum Ausdruck kommen: Die Richtungen rechts oder links sind grundlegend für die Polarität der körperlichen Gestalt, indem rechtshändige Überlegenheit das lineare Denken der linken Gehirnhälfte vorzieht. Oben oder unten sind die grundlegenden Gravitationsrichtungen, die in Verhaltensstudien im Tierreich vorkommen. Recke dich hoch und mach dich größer, knurre, heule, schreie - oder ducke dich und mach dich so klein wie möglich. Vorwärts oder rückwärts sind typische Programmierungen des ersten Schaltkreises: entweder voranschreiten, es beschnüffeln, es berühren, es schmecken - oder sich zurückziehen, ausweichen, fliehen.
  11. 11. PTS – wissenschaftliche Grundlagen 11 Die Infopsychologie nach Leary postuliert: „Intelligente, im Weltall geborene Organismen, die nicht auf dem Boden eines 4000-Meilen-Gravitationsschachtes leben, nicht auf einer beschränkten Planetenoberfläche um Territorien kämpfen und nicht durch Polaritäten begrenzt sind, werden zwangsläufig andere Schaltkreise entwickeln, die eine andere, nicht so unflexibel euklidische Prägung zeigen.“ Bewusstsein – die Software des Gehirn „Unter den vielen am Menschen hervortretenden Funktionen, ist auch eine, die wir das Bewusstsein nennen. Dies ist ein einfacher Grundbegriff, der eben um seiner Einfachheit willen, weder einer Definition, noch einer Erklärung fähig ist. Wer Bewusstsein hat, für den bedarf es keiner Erklärung, dem der es nicht hat, würde sie nichts helfen.“ Heinrich Neumann (1818-1884) Ähnlich wie beim Computer ist die „Hardware“ - Gehirn und Nervensystem - zwar Voraussetzung für seine geistige Arbeit, doch ohne geeignete Software kann der beste und schnellste Rechner nichts hervorbringen. Was ist die Software des Gehirns? Analog zum PC könnte man sagen dass die Verarbeitung sinnlicher Eindrücke und jeglicher Informationen dem Betriebssystem eines Computers entspricht, da dieser Vorgang weitgehend automatisiert ist. Aktives Lernen, gezielte Verknüpfungen der Informationen, das Erkennen von Zusammenhängen, Nachdenken und Kommunikation sind Vorgänge auf höherer Bewusstseinsebene die eine entsprechende „geistige“ Software benötigen. „Obwohl Bewusstsein nichts ist, was man kontrollieren könnte oder an- und ausschalten wie eine Lampe, so können wir doch lernen, uns selbst auf die bewusste Erfahrung einzustellen. Bewusstsein lässt uns wahrnehmen, was wir sind, und befähigt uns zu denken, was wir denken wollen, und zu fühlen, was wir fühlen wollen, und unseren Körper so zu bewegen, wie wir es beabsichtigen. Bewusstsein versetzt uns in die Lage, alle unsere Zentren (Gehirne) gleichzeitig zu erfahren“, erklärt der Bewusstseinsforscher John G. Bennett. Die Qualität des Bewusstseins Bewusstsein hat eine viel größere verbindende oder integrierende Kraft als die Verarbeitung von Sinneseindrücken. Um Dinge in größerem Zusammenhang zu sehen oder Verbindungen und Bedeutungen zu erkennen, die wir vorher nicht bemerkten, um zu „verstehen“, muss Bewusstsein von der sinnlichen Ebene des Nervensystems wenigstens kurzzeitig getrennt werden. Intensive Erfahrungen in außergewöhnlichen Situationen (Trance-Zustände, tiefe Entspannung, psychedelische Drogen) können diesen Zustand hervorbringen. Erst zum jetzigen Zeitpunkt, da sich die Untersuchung unseres Gehirn-Geist-Systems an der Physik orientiert - unter Zuhilfenahme von Prinzipien aus Chaostheorie, Mathematik, bis Chemie und Soziologie – wurde eine Erklärung möglich, was Bewusstsein ist. Bisher lenkte die Forschung das
  12. 12. PTS – wissenschaftliche Grundlagen 12 Augenmerk meist auf die Phänomenologie und die Symptome und nicht auf das Wie und Warum des Bewusstseins. Das Bewusstsein selbst hat ganz bestimmte Eigenschaften, wie z. B. Qualität und Fähigkeit. Hier stoßen wir auf die zentrale Tatsache unserer eigenen Individualität. „Das Bewusstsein eines Menschen besitzt die Möglichkeit, über sich selbst zu reflektieren und sich selber und das Universum, dessen Teil es ist, zu erkennen“, definiert Kenneth R. Pelletier diesen Tatbestand. Bewusstsein ist immer etwas größer als wir, weil es überall ist und wir nur daran teilhaben oder in das Bewusstsein eintauchen können. Bewusstsein kann Partikel erschaffen (einen Flow von a nach b schicken), Masse verändern (die Quantität der Materie), postulieren und wahrnehmen. Fälschlicherweise wird meist das Bewusstsein vom Leben mit dem Ausdruck vom Leben verwechselt. Der Ausdruck des Lebens durch Stoffwechsel, Bewegung usw. stellt nicht das Leben selbst dar. „Die des Bewusstseins bewusste Einheit“ ist vielmehr das Ding, das Betrachtungen anstellt und beobachtet, das aus dem Nichts etwas erschafft, Ziele setzt, Erfahrungen macht und Programme erzeugt. Der Schaltplan des Bewusstseins Höhere Lebewesen besitzen ein Nervensystem, in dem sich Sequenzen elektrischer Erregungsimpulse in einem vieldimensionalen, komplex aufgebauten Neuronennetzwerk fortpflanzen. Zunächst entstehen aus Umwelt- und Innenweltreizen (Signalen) Erregungspotentiale (axonale Erregungsleitung), die in Form von verschlüsselten rhythmischen Impulsmustern in den Nervenbahnen fließen. Diese Impulsmuster werden durch den Vorgang der Synapsentransmission anderen Nervenzellen mitgeteilt. Auf diese Weise bilden sich aus den individuellen Impulsmustern Schaltkreismuster, die eine bestimmte Bedeutung, einen bestimmten Effekt, am Ende des Musters bewirken. Am Ende des Reizweges ergibt sich stets ein bestimmtes Reizmuster, das im jeweiligen Bereich des Gehirns oder des Rückenmarks eine ganz bestimmte Bedeutung besitzt und einen bestimmten Effekt erzielt. Damit entsteht auf der Ebene der Nervenzellen durch das Träger-Muster-Bedeutungs-Gesetz eine Vorstufe psychischer Phänomene. Je komplizierter die Muster, um so komplexer ist auch deren Bedeutung. Diese riesige Komplexität bringt dann noch die nur recht vage beschreibbaren psychisch-seelischen Phänomene hervor. Diese Fähigkeit ist aber nur durch eine straffe systematische Ordnung möglich. Neben Rhythmus, Muster, Gestalt und Struktur, welche die Bedeutungsinhalte darstellen, ist noch ein weiterer wichtiger Faktor erforderlich: die Organisation. Durch die Art und Weise der Organisation der Nervenzellen konnten sich die menschlichen Nervenzellen herausbilden und deren Gegenstück: das Bewusstsein. Aus der Phase der bewusstlosen, reflex- und instinkthaften Beziehungen zur Welt entsteht dann in langsamen Entwicklungsschritten eine individuelle Subjekt-Objekt-Beziehung. Diese Beziehung legt ihrerseits wieder die Basis für andere, qualitativ hochwertigere Leistungen des Nervensystems: für die Anwesenheit des Geistigen, die im PTS-System abgebildet wird.
  13. 13. PTS – wissenschaftliche Grundlagen 13 Das SMA-Feld als Ort des Bewussseins Der Neurophysiologe John Eccies stellt fest, dass Bewusstsein ein „nichtstoffliches Etwas“ ist, das in der Tat getrennt von unserem biologischen Selbst existiert und kausal bestimmt, welche unserer Neuronen abgefeuert werden und welche nicht. Darüber hinaus ist Eccies in der Lage, den Ort der neurophysiologischen Interaktion zwischen Gehirn und Geist genau zu lokalisieren - er nennt ihn das „ergänzende motorische Feld“ (SMA = supplementary motor area), das sich an der oberen Spitze des Gehirns befindet. Die Entdeckung des SMA-Feldes wurde bereits in den 60er Jahren gemacht, als der Neurophysiologe Hans Kornhuber eine Methode zur Messung von winzigen elektrischen Potentialen entwickelte, die in verschiedenen Schädelregionen auftauchten. Kornhuber entdeckte das, was heute allgemein als Bereitschaftspotential bekannt ist: Die Tatsache, dass das menschliche Gehirn fast eine Sekunde, bevor eine einfache willentliche Bewegung ausgeführt wird, eine allmähliche Zunahme eines negativen elektrischen Potentials aufweist. Diese Zunahme stellt die Art und Weise des Gehirns dar, sich für eine willentliche Bewegung bereitzumachen. Kornhuber konnte nachweisen, dass das Potential in der SMA am größten war. Daraufhin wurden neue Techniken verwendet, die es erlaubten, am lebenden Gehirn den Beweis für eine Beziehung zu mentalen Prozessen zu erbringen. Da man davon ausging, dass die Gehirnaktivität Energie und Sauerstoff verbraucht - genauso wie jede Muskelaktivität -, wurde der Blutstrom aufgezeichnet, der durch das Gehirn fließt, wenn Teile des Gehirns bei verschiedenen Übungen aktiv sind. Aus den Ergebnissen dieser Versuche schließt Ecces, dass verschiedene Akte mentaler Intention verschiedene Muster von neuronalen Entladungen in der SMA auslösen. Weiterhin folgert er, dass „irgendein komplexer Code daran beteiligt ist und der nichtphysische Geist tatsächlich auf den ungefähr 50 Millionen Neuronen im Bereich der SMA spielt, als wären sie die Tasten eines Klaviers.“ Die Validierung – von der Befragung zur Vorhersage Wie wurde die PTS-Analyse nun entwickelt und seine Ergebnisse geeicht und überprüft? Die Versuche zur Entwicklung des heute vorliegenden Systems starteten 1987 und umfassten ca. 20.000 Probanten. Es wurden ausschließlich Angestellte befragt, die sich auf die Bereiche Produktion, Handel, Dienstleistung sowie auf verschiedene Positionen und Stellungen in den Unternehmen verteilten. Somit wurden die klassischen Bereiche Arbeiter, Angestellte, leitende Angestellte und das Management von Unternehmen in der Untersuchung berücksichtigt und damit ein repräsentativer Querschnitt deutscher Unternehmen erfasst. Mit der Ausdehnung der Befragung auf alle Teile eines Unternehmens verbanden Rank und Mandler außerdem die Absicht, die gesamte Wertschöpfungskette in einem Unternehmen abzubilden. Die Befragung lief nach einem gleichbleibenden Schema ab. Die Probanten absolvierten den Test, durchliefen die Testauswertung mit den beiden Entwicklern des PTS-Systems und wurden anschließend ausführlich zu ihrer Arbeits- und Lebenssituation befragt. Dadurch erhielten die Forscher eine Selbsteinschätzung des Probanten. Die ausführliche Befragung erfolgte zeitlich nach der Testauswertung, damit die Testauswertung unbefangen und ohne eine bestimmte Voreinstellung seitens
  14. 14. PTS – wissenschaftliche Grundlagen 14 der Tester erfolgte. Nach der Selbsteinschätzung erhoben die Tester eine Fremdeinschätzung des Probanten, zu der sie Kollegen, Vorgesetzte und – falls keine Firmenangehörigen verfügbar waren – Familienmitglieder oder Freunde befragten. Dieser Personenkreis sollte Aussagen treffen, um den Probanten im beruflichen Kontext einzuschätzen. Der Frauenanteil lag auswahlbedingt bei 45 Prozent. Dieser im Vergleich zu den Männern geringere Anteil wurde durch einen Korrekturfaktor bei der Eichung des späteren Analyseverfahrens berücksichtigt. Die Alterspanne reicht von 22 Jahren (Berufseinstieg, bzw. Etablierung im Job) bis hin zu 60 Jahren mit einer Häufung der Probanten im Alter zwischen 27 und 35 Jahren. Die so erhobenen Daten nutzen die Entwickler, um die Genauigkeit der Analyse immer weiter zu erhöhen und die Bandbreite des möglichen menschlichen Verhaltens immer stärker einzugrenzen. Neben diesen einmalig durchgeführten Tests betreiben die Forscher ein Langzeitprogramm, bei dem sie 500 Probanten über einen längeren Zeitraum beobachten und testen. Dieses Programm startete 1988 und verfolgt verschiedene Ziele. Zum einen sollen damit Veränderungen in den Potenzialmustern im Verlauf der Zeit erfasst und mit Ereignissen im Leben der Probanten korreliert werden. Daraus ermitteln Rank und Mandler vor allem Rückschlüsse über die Stabilität der Muster und deren Abhängigkeit von exogenen und endogenen Faktoren. Zum zweiten dienen die Langzeittest dazu, Auswirkung von Veränderungen im Analyseverfahren, zum Beispiel Änderungen in der Art oder Anzahl der Fragen, ermitteln zu können. Die Probanten stellen eine repräsentative Auswahl aus dem Pool der oben erwähnten 20.000 Testpersonen dar. Etwa zwei bis vier Prozent der Probanten müssen in jedem Jahr, altersbedingt oder durch wechselnde Lebensumstände verursacht, ausgewechselt werden. Die Langzeitprobanten absolvieren ihre Tests derzeit alle sechs Monate, während die Abstände in der Anfangsphase der Versuche nur zwei bis drei Monate betrugen. Sechs Monate kristallisierten sich inzwischen als günstig heraus, da sich erst ab diesem Zeitraum stabile und sichtbare Veränderungen manifestieren. Die Probanten absolvieren den Test jeweils nach dem aktuellen Stand des Systems, allerdings unter standardisierten Bedingungen, die bestimmte Verhaltensweisen beinhalten (spannungsfreier Zustand, bestimmte Tageszeiten etc.). Der Test wird von einem direkten Interview begleitet, in dem die Tester Änderungen der Arbeits- und Lebensumstände und andere testrelevante Faktoren abfragen. Neben dem standardisierten Langzeittest nutzen die Forscher noch ein weiteres Entwicklungstool, bei dem eine kleine Gruppe von Probanten mit speziellen Fragen getestet und damit Abweichungen oder Übereinstimmungen vom Standardverfahren ermittelt werden können. Dieses Tool dient der Vorbereitung neuer Entwicklungsschritte und der Weiterentwicklung des Systems sowie der Überprüfung spezieller Fragen. Quellenangabe: Holler, J. Das Neue Gehirn. Junfermann-Verlag Paderborn 1996, 478 Seiten. Die Ausführungen über neue Theorien der Gehirnfunktion basieren im wesentlichen auf diesem Buch. Hier sind weitere Quellenangaben aufgeführt.

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