Open Access in der medizinischen Literaturversorgung

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    "Copyright (C) 2004 [Dr.Oliver Obst]. Dieses Werk kann durch jedermann gemäß den Bestimmungen der Lizenz für Freie Inhalte genutzt werden. Die Lizenzbedingungen können unter http://www.uvm.nrw.de/opencontent/ abgerufen werden. Ausgehend von den Medizinischen Einrichtungen und der Zweigbibliothek Medizin der WWU Münster werden die Details der Literaturversorgung in einem akademischen Umfeld dargestellt, insb. Umfang und Kosten. Gesondert wird auf die - überraschend geringe - Bedeutung von Open Access in diesem Zusammenhang eingegangen. Anhand der Preisentwicklung der letzten Jahrzehnte wird die so genannte Zeitschriftenpreiskrise und ihre Ursachen (Scholarly-Industrial-Komplex, Impact Faktoren, Forschungsförderung, fehlende Kostenrückkopplung) diskutiert. In zweiten Teil des Vortrags wird anhand des Verkaufs von Biomed Central an Springer die Frage gestellt, wie verlässlich Open Access ist, was direkt zur Suber-Unterscheidung zwischen Gratis OA und Libré OA führt. Wie hilft OA bei der Verteilung der Information im Gegensatz zur Ausnutzung der Information? Im dritten Teil wird genauer untersucht, welche Auswirkungen OA auf Bibliotheken haben. Können Bibliotheksetats zurückgefahren werden, da nun "alles frei" zur Verfügung steht? Oder gibt es gar keinen Einspareffekt, müssen im Gegenteil Bibliotheksetats zur Anschubfinanzierung von OA-Angeboten herhalten? Insofern ist man als Bibliothekar in einer Zwickmühle: Will man die Informationsversorgung maximieren, muss man kurzfristig Open Access-Titel zu Gunsten von Toll Access-Titeln abbestellen. Letzteres führt aber zu einer Schwächung von Open-Access und damit langfristig zu einer Verschlechterung der Informationsversorgung.

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    Open Access in der medizinischen Literaturversorgung - Presentation Transcript

    1. Open Access in der medizinischen Literaturversorgung Berlin 6 Satelliten-Symposium Dr. Oliver Obst Zweigbibliothek Medizin Universitäts- und Landesbibliothek Westfälische Wilhelms Universität Münster
    2. Medizinische Einrichtungen WWU Münster
      • Bibliothek
        • 1.600 Zeitschriften
        • 220.000 Besucher vor Ort
        • 7 Mio. Besucher im Web
      • Einrichtungen
        • 3.000 Studenten, 1.400 Ärzte u. Wissenschaftler, 4.100 Krankenpfleger
        • 1.500 Betten u. 50.000 Patienten
        • 32 Forschungsinstitute, 4 SFBs, 1 MPG, 1 Leibniz
    3. Was haben Bibliotheken mit Open Access zu tun? ?
    4. Wofür geben Bibliotheken Geld aus?
    5. Zeitschriftenkrise einfach mehr E-journals Tier-Modelle es geht bergauf !
    6. Was sind Tier-Modelle?
    7. Zeitschriften vermehren sich … Das war mal ein Titel!
    8. Nature-branded Journals 300 € 125.000 € Nature clinical practice Nature geo physics chemistry Nature reviews Nature biotechnology Nature genetics
    9. Was sind die Ursachen?
      • Von mehr Publikationen profitieren:
      • Wissenschaftler durch schnellere Karriere (und Fakultäten durch höhere Einnahmen)
      • Verlage (und Fachgesellschaften) durch höhere Gewinne
    10. 1. Verteilung der Information
      • 2. Nutzung der Information
        • alert systems
        • search engines
        • tagging and social networking systems
        • recommendation systems
        • machine translation
        • reference linking
        • multiple-resolution hyperlinks
        • voice readers
        • text summarizers
        • text mining
        • mash-ups
        • semantic web
        • knowledge extraction
        • natural language search engines
    11. Wo kommt die Literatur her?
    12. We‘re not going to stop …
      • We make a lot of money selling subscriptions to our journals. We’re not just going to stop. But if the scientific community wants open access and can prove it is good business, we will [change] gears and embrace open access publishing. And we’ll make a lot of money publishing open access journals. [Derk Haank, Springer-CEO]
    13. Zweischneidiges Schwert
      • OA weiterer Schritt gegen Wichtigkeit von Bibliotheksinhalten
      • Etatprobleme: APC aus Bibetat bezahlt – aber Mittel können nicht umgeschichtet werden, da die alten Journale weiter abonniert werden müssen
      • Entscheidend: OA verbessert Literaturversorgung. Geistige Rüstzeit

    + obstoobsto, 6 months ago

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