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CR Report 2010 (dt) - Telefónica Germany Leistungsbericht deutsch
 

CR Report 2010 (dt) - Telefónica Germany Leistungsbericht deutsch

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Veröffentlicht im Juni 2011, Corporate Responsibility Report (CR-Bericht) von Telefónica Germany GmbH & Co. OHG, Details unter http://www.telefonica.de/verantwortung

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    CR Report 2010 (dt) - Telefónica Germany Leistungsbericht deutsch CR Report 2010 (dt) - Telefónica Germany Leistungsbericht deutsch Document Transcript

    • 2010CORPORATE RESPONSIBILITYBERICHT
    • Inhalt 1 Vorwort 2 2 Unternehmen 4 3 Strategie 6 4 Schlüsselkennzahlen 11 5 Produktverantwortung 13 6 Umweltschutz 20 7 Mitarbeiter 24 8 Gesellschaftliches Engagement 31 9 Lieferkette 3610 Corporate-Responsibility-Ziele 3811 Über diesen Bericht 4412 Prüfbescheinigung 4613 GRI-Index 48
    • 1 Vorwort Verantwortung für Mitarbeiter, Um- können und dabei erleben, dass sich welt und Gesellschaft ist Teil der Engagement lohnt. Zweitens wollen Unternehmenskultur von Telefónica. wir insbesondere auch Menschen mit Das Unternehmen führt schon zum Behinderung den Zugang zu Telekom- zweiten Mal den weltweiten Dow munikation ermöglichen. Und drittens Jones Sustainability Index an und gilt wollen wir auf Energieeffizienz achten, damit in der Telekommunikationsbran- um Umwelt und Klima zu schützen. che als das Unternehmen, das am nachhaltigsten wirtschaftet. Das ver- Wir haben im vergangenen Jahr eini- pflichtet und ist Ansporn. Telefónica ges erreicht, beispielsweise die Einfüh- Germany will dazu beitragen, diese rung eines eigenen Tarifs und eines Position auszubauen. Unser gesell- Schriftdolmetschdiensts für hörge- schaftliches Engagement schafft schädigte Menschen zusammen mit Verbavoice. Und wir haben noch viel zugleich die Basis für den langfristigen Geschäftserfolg. vor: Mit Think Big wollen wir dieses Jahr mehr als 5.000 Jugendliche errei- Dabei setzen wir klare Schwerpunkte: chen. Es ist unser wichtigstes Projekt, Erstens wollen wir mit dem Programm für das Bundesfamilienministerin Think Big Jugendliche zu kreativem Dr. Kristina Schröder die Schirmherr- und eigenverantwortlichem Handeln schaft übernommen hat. Profitieren befähigen. Durch eigene Projekte sol- sollen davon vor allem benachteiligte len sie ihr Umfeld aktiv mitgestalten Kinder und Jugendliche – durch die2 Telefónica Germany CR-Bericht 2010 | Vorwort
    • Unterstützung ihrer Projekte und Work-shops, in denen sie ihre Fähigkeitenweiterentwickeln. Bis 2015 wollen wirden Energieverbrauch je Festnetz- undMobilfunkanschluss in den Telefónica-Netzen um 30 Prozent reduzieren, inunseren Büros, Callcentern und Shopssollen sie pro Mitarbeiter um 10 Pro-zent sinken.Unsere Leistungen in den BereichenMitarbeiter, Gesellschaft, Umwelt undÖkonomie können Sie in diesem Cor-porate-Responsibility-Bericht nach-lesen, ebenso wie die Herausforderun-gen, die noch vor uns liegen. Wir habenuns für die Zukunft viel vorgenommen.Daran werden wir uns messen lassen.René SchusterCEO Telefónica Germany Vorwort | CR-Bericht 2010 Telefónica Germany 3
    • 2 Unternehmen Telefónica Germany gehört mit seinen Marken O2, Alice und Fonic zu Telefónica Europe und ist Teil des spanischen Telekommunikationskonzerns Telefónica S.A. Telefónica Germany Geschäftskennzahlen Telefónica Germany bietet seinen Privat- wie Geschäfts- 20101 % 20092 kunden in Deutschland Post- und Prepaid-Mobilfunkpro- Umsatz in Mio. Euro 4.826,3 + 28,9 3.745,5 dukte sowie mobile Datendienste auf Basis der GPRS- Serviceumsatz Mobilfunk in Mio. Euro 2.932,3 + 2,5 2.860,6 und UMTS-Technologie an. Darüber hinaus stellt das Operatives Ergebnis (OBIDA) Unternehmen als integrierter Kommunikationsanbieter in Mio. Euro 1.145,0 + 23,5 927,1 auch DSL-Festnetztelefonie und Highspeed-Internet zur Investitionen (Capex) Verfügung. Das Unternehmen gehört zu Telefónica in Mio. Euro 2.056,9 + 158,3 796,3 Europe und ist Teil des spanischen Telekommunikations- Kundenanschlüsse3 (in Tausend) 23.074 + 34,86 17.109 konzerns Telefónica S.A. Mit einem Jahresumsatz von Mobilfunk 17.049 + 9,94 15.507 4,83 Mrd. Euro (20101) ist Telefónica Germany GmbH & Festnetz-Internet 2.915 > 500 285 Co. OHG der drittgrößte Kommunikationsanbieter in Festnetz-Telefonie 1.916 – – Deutschland. 1 Inklusive HanseNet 2 Ohne Hansenet GmbH 3 Inkl. Wholesale (1.116) und PayTV (77) Unternehmenszahlen Co. OHG verschmolzen. Damit ist die Integration zum Das Geschäftsjahr 2010 war durch ein starkes Wachstum 1. April abgeschlossen. Seitdem firmiert die vormalige geprägt. Insgesamt nutzten Ende 2010 fast 19,6 Mio. Telefónica O2 Germany GmbH & Co. OHG als Telefónica Privat- und Geschäftskunden1 unsere Angebote. Darun- Germany GmbH & Co. OHG – kurz Telefónica Germany. ter sind 17,05 Mio. Mobilfunk- und 2,5 Mio. DSL-Kunden. Die Kundenzahl stieg 2010 um mehr als 1,68 Millionen. Auch das Vertriebsnetz wuchs im Jahr 2010 weiter: Die Das Unternehmen erwirtschaftete 2010 einen Gesamt- Zahl der Shops, die wir alleine oder mit Partnern betrei- umsatz von 4,83 Mrd. Euro, das organische Wachstum ben, liegt insgesamt bei knapp 1.000. Vertriebspartner- gegenüber dem Vorjahr beträgt 7,9 Prozent. Seit dem schaften bestehen mit Tchibo, Schlecker, M-Net, Kabel 16. Februar 2010 gehört der DSL- und Kommunikations- Deutschland, Kabel BW sowie Kooperationen mit mobil- anbieter HanseNet GmbH zu Telefónica Germany. com-debitel AG und Drillisch AG. Zum 31.12.2010 Unter Einschluss von HanseNet betrug das Wachstum beschäftigte Telefónica Germany 5.550 Mitarbeiter – im 28,9 Prozent. Die HanseNet wurde mit Wirkung zum Vorjahr waren es 5.006 (zur Umstrukturierung im Zuge 18. März 2011 auf die Telefónica O2 Germany GmbH & der Integration von HanseNet siehe S. 24). 1 Einschließlich HanseNet. Zu den Berichtsgrenzen verweisen wir auf Seite 44.4 Telefónica Germany CR-Bericht 2010 | Unternehmen
    • Der Telefónica-Konzern Telefónica S.A. ist gemessen an der Marktkapitalisierung das fünftgrößte Telekommunikationsunternehmen derMit mehr als 287,6 Mio. Kunden in 25 Ländern in Europa Welt sowie der größte integrierte europäische Anbieterund Lateinamerika, einem Umsatz von 60,7 Mrd. Euro und (Stand 31.12.2010). Telefónica ist ein zu 100 Prozentrund 257.000 Mitarbeitern ist unser Mutterunternehmen, börsennotiertes Unternehmen. Eine führende Positiondie spanische Telefónica S.A., einer der führenden Tele- nimmt das Unternehmen im Bereich Nachhaltigkeit ein:kommunikationsanbieter weltweit. In Spanien, wo das Im September 2010 wurde Telefónica S.A. im Dow JonesUnternehmen im Jahr 1924 gegründet wurde und knapp Sustainability Index (DJSI) zum zweiten Mal in Folge als40 Prozent seines Umsatzes erwirtschaftet, hat Telefó- nachhaltigstes Unternehmen seiner Branche ausge-nica España 47,6 Mio. Kunden. Telefónica Latinoamérica zeichnet. Die Rating-Agentur Sustainable Asset Manage-bedient mit den Marken Vivo und Movistar mehr als ment bewertete die Nachhaltigkeitsleistung von Telefó-183,7 Mio. Kunden – in Argentinien, Brasilien, Chile und nica mit 84 von 100 möglichen Punkten. Das sind 26Peru als Marktführer. Mit der Marke O2 bietet Telefónica Punkte über dem Branchendurchschnitt.Europe 56,3 Mio. Kunden in Deutschland, Großbritan-nien, Irland, der Slowakei und Tschechien integrierteMobilfunk-, Festnetz- und Breitbandinternetdienste. Mexiko Mittelamerika1 22,2 Mio. Kunden 6,9 Mio. Kunden 1,8 Mrd. € Umsatz 0,6 Mrd. € Umsatz Venezuela 10,6 Mio. Kunden 2,3 Mrd. € Umsatz Kolumbien Spanien 12,4 Mio. Kunden 47,6 Mio. Kunden 1,5 Mrd. € Umsatz 18,7 Mrd. € Umsatz Equador Brasilien Irland Großbritannien 4,3 Mio. Kunden 76,0 Mio. Kunden 1,7 Mio. Kunden 22,9 Mio. Kunden 0,4 Mrd. € Umsatz 11,1 Mrd. € Umsatz 0,8 Mrd. € Umsatz 7,2 Mrd. € Umsatz Peru Uruguay Deutschland3 Tschechien 17,0 Mio. Kunden 1,7 Mio. Kunden 23,1 Mio. Kunden 7,7 Mio. Kunden 2,0 Mrd. € Umsatz 0,2 Mrd. € Umsatz 4,8 Mrd. € Umsatz 2,2 Mrd. € Umsatz2 Chile Argentinien Slowakei Weitere Aktitäten in China/Hong Kong, Ita- 12,0 Mio. Kunden 22,3 Mio. Kunden 0,9 Mio. Kunden lien, Marokko, Portugal, 2,2 Mrd. € Umsatz 3,1 Mrd. € Umsatz – Puerto Rico und USA 1 El Salvodor, Guatemala, Nicaragua, Panama 2 Inkl. Slowakei, außer Service-Umsatz 3 Einschließlich HanseNet. Zu den Berichtsgrenzen verweisen wir auf Seite 44. Kundenzahlen = Kundenanschlüsse inklusve Mobilfunk, Festnetz, Internet und Datendienste sowie PayTV und Wholesale (Stand: 31.12.2010) Unternehmen | CR-Bericht 2010 Telefónica Germany 5
    • 3 Strategie Verantwortung ist ein integraler Bestandteil unserer Unternehmenskultur und unserer Geschäftsprozesse. Die führende Rolle unseres Mutterkonzerns Telefónica S.A. im Bereich Nachhaltigkeit verpflichtet uns und ist zugleich Ansporn. Ansatz Vertrauenswürdig: Durch verantwortungsvolles Han- deln können wir uns von anderen deutlich differenzieren. Wir engagieren uns dort, wo wir als Telekommunikati- Wir sichern unsere Konkurrenzfähigkeit, unterstreichen onsunternehmen die größte Wirkung und für unsere unseren Führungsanspruch und vertiefen die Beziehun- Stakeholder den größten Nutzen erzielen können. Für gen zu Kunden, Partnern und Investoren. ein zielgerichtetes Engagement stehen wir in einem kontinuierlichen Dialog mit Mitarbeitern, Kunden, Liefe- Offen: Unsere Art zu handeln und aufzutreten, ist klar, ranten und der Gesellschaft. offen und transparent. Unsere größte Stärke ist die Fähigkeit mit Kunden und Partnern in Dialog zu treten. Wir nehmen am öffentlichen Leben der Städte und Unsere Haltung Gemeinden aktiv teil. Unsere Unternehmensvision drückt aus, wie wir unsere Engagiert: Wir halten unsere Versprechen und lassen Verantwortung verstehen: „Wir möchten das Leben der unseren Worten Taten folgen. Wir handeln in dem Menschen, den Erfolg der Unternehmen und den Fort- Bewusstsein, dass die Art und Weise wie wir arbeiten, schritt in den Gemeinden, in denen wir tätig sind, ver- ebenso wichtig ist wie das Ergebnis selbst. bessern, indem wir innovative Services auf Basis der Informations- und Kommunikationstechnologie bereit- stellen.“ Die Ausgestaltung dieser Vision im täglichen Grundsätze und Richtlinien Handeln ist durch die fünf gruppenweit gültigen Werte von Telefónica bestimmt: Der von der Telefónica S.A. unterzeichnete UN Global Compact stellt die Basis unseres Handelns dar. Für den Innovativ: Wir setzen technologische Neuerungen in Umgang mit Mitarbeitern und Geschäftspartnern hat einfache Lösungen für den privaten und beruflichen All- Telefónica eigene Geschäftsgrundsätze festgelegt. Sie tag um. Dadurch sind wir in der Lage, neue Marktent- geben eine Orientierung im Hinblick auf Menschen- wicklungen und Kundenerwartungen vorwegzunehmen. rechte, Gesundheit und Sicherheit, Information und Werbung, Gesetzestreue, Unternehmensführung, Trans- Konkurrenzfähig: Innovationskraft stärkt unsere Posi- parenz, Antikorruption und Umweltschutz. tion im Wettbewerb. Wir versuchen, unsere Leistungs- fähigkeit kontinuierlich zu steigern. Unser Anspruch Unser Compliance-Team entwickelt interne Richtlinien, ist es, eines der weltweit führenden Unternehmen für die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen. Telekommunikation zu sein. Deshalb arbeiten wir stets Diese Richtlinien bringen wir unseren Mitarbeitern durch daran, Grenzen zu überwinden und dauerhaft Bestleis- Schulungen und Führungskultur nahe. tungen zu erbringen.6 Telefónica Germany CR-Bericht 2010 | Strategie
    • Von unseren Lieferanten erwarten wir, dass sie in sozialer die Verantwortung für Klima und Umwelt durch Stei-und ökologischer Hinsicht verantwortlich handeln. Unsere gerung unserer Energieeffizienz im Betrieb sowie denRichtlinien zur ethischen und ökologischen Beschaffung Ausbau an Angeboten von umweltfreundlichen Pro-sind seit 2008 fester Bestandteil aller neuen Lieferanten- dukten und Dienstleistungen.verträge und Ausschreibungen. Unsere „Ethical SupplyChain Policy“ orientiert sich an der Menschenrechtser- Jährlich entwickeln wir für jedes der drei Themenfelderklärung der Vereinten Nationen und den Standards der Ziele und Maßnahmen, die unserem Verständnis vonInternational Labour Organization. Die ökologische Ein- Nachhaltigkeit und den Erwartungen unserer Stakehol-kaufsrichtlinie verlangt, dass unsere Zulieferer ein Um- der Rechnung tragen.weltmanagementsystem implementieren, das mit dervon Telefónica Germany angewandten Zertifizierung Think Big. Think Big ist das europäische Programm vonnach ISO 14001 vergleichbar ist. Telefónica Europe, um Verantwortung für Jugendliche zu übernehmen und einen Beitrag zu leisten, diese fürAlle Mitarbeiter sind verpflichtet, gemäß den Geschäfts- ein selbstbestimmtes Leben zu befähigen. Das Ziel desgrundsätzen und den zugehörigen Richtlinien zu handeln langfristig angelegten Programms besteht darin, bil-und zu entscheiden. Jeder neue Mitarbeiter von Telefó- dungsbenachteiligte Jugendliche und junge Erwachsenenica Germany muss an einer verpflichtenden Schulung zwischen 14 und 25 Jahren unter Einbeziehung der digi-zu unseren Geschäftsgrundsätzen teilnehmen; die Schu- talen Medien in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Dazulung muss regelmäßig wiederholt werden. Vorgänge, die haben wir im vergangenen Jahr gemeinsam mit derzu einem Verstoß gegen die Grundsätze führen können Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) das Pro-oder geführt haben, müssen unsere Mitarbeiter an das jekt Think Big Media College ins Leben gerufen. DasCompliance Office berichten. Dazu stehen verschiedene Media College richtete sich gezielt an sozial und bildungs-Möglichkeiten bereit, darunter eine vertrauliche Helpline,bei der die Anonymität des Anrufers geschützt ist.Corporate-Responsibility-StrategieAuf Basis der Corporate-Responsibility-Strategie ( CR-Strategie) von Telefónica S.A. definieren wir die Schwer-punkte unserer Arbeit. Um eine eigene CR-Strategie fürDeutschland zu formulieren, haben wir auch die Ergeb-nisse unserer Stakeholder-Dialoge, die wir regelmäßigmit Kunden und Mitarbeitern durchgeführt haben, sowiedie Resultate der Reputationsanalysen genutzt.Dabei haben wir uns drei strategische Schwerpunktegesetzt: die Befähigung Jugendlicher, unter Einsatz neuer Medien im Rahmen des Programms Think Big eigene Projekte zu verwirklichen, Rapper Kool Savas und Jugendliche beim Think Big Media der Zugang zu Telekommunikationsdienstleistungen College in Berlin. für Menschen mit Behinderung und die Förderung gesellschaftlicher Teilhabe durch neue Kommunika- tionstechnologien, Strategie | CR-Bericht 2010 Telefónica Germany 7
    • benachteiligte Jugendliche, stärkte die Medienkompe- die Nutzungsmöglichkeiten und Chancen neuer Kommu- tenz der Teilnehmenden und ermutigte sie, Zukunftsper- nikationstechnologien zu erschließen. Mit dem im Mai spektiven zu entwickeln und aktiv an der Gesellschaft 2010 aufgelegtem Service-Konzept für hörgeschädigter teilzuhaben. Am Media College 2010 haben rund 1.300 Kunden haben wir einen Online-Shop mit erklärenden Jugendliche aus ganz Deutschland teilgenommen. Gebärdensprachvideos, einem Beratungs-chat sowie ver- 2011 sollen über Think Big mehr als 5.000 Jugendliche günstigte Angebote wie einen Rabatt von 15 Prozent auf erreicht werden. Schirmherrin des Projekts ist Bundes- den Tarif O2 o gestartet. Eine weitere Neuerung war die familienministerin Dr. Kristina Schröder. Realisierung eines mobilen Schriftdolmetschdiensts für hörgeschädigte Menschen gemeinsam mit dem Sozi- Zugang zu Telekommunikation. Möglichst vielen Men- alunternehmen VerbaVoice GmbH. Um die Bedürfnisse schen den Zugang zu Telekommunikation zu ermögli- gegenwärtiger und potenzieller Kunden noch besser zu chen und innovative Lösungen dafür anzubieten, ist ein verstehen, stehen wir in Dialog mit behinderten Men- Schwerpunkt der CR-Strategie von Telefónica S.A. In schen und Verbänden, Experten und Interessierten. So Deutschland arbeiten wir dazu an der Entwicklung von haben wir im vergangenen Jahr eine Online-Diskussion Angeboten für Menschen mit Hörschädigung, um ihnen initiiert und die Ergebnisse bei einer Dialogveranstaltung mit Betroffenen vorgestellt und diskutiert. Klima und Umwelt. Beim Klimaschutz verfolgt die Tele- fónica S.A. eine klare Strategie. Zum einen sollen die eigenen CO2-Emissionen drastisch gesenkt werden. Als Telekommunikationsanbieter sehen wir uns aber auch verpflichtet, mit neuen Angeboten und Lösungen für Pri- vat- und Geschäftskunden einen Beitrag zum Klima- schutz zu leisten. Die Klimaschutzaktivitäten werden durch das Climate Change Office in Madrid koordiniert. Konzernweit soll der Energieverbrauch im Netzwerkbe- reich pro Festnetz- bzw. Mobilfunkanschluss um 30 Pro- zent sinken, in den Büros und Call Centern soll er sich je Mitarbeiter um zehn Prozent reduzieren. Telefónica Germany unterstützt diese Ziele durch entsprechende Reduktions- und Energieeffizienzmaßnahmen in Deutschland. Mehr Zugang zu Telekommunikation für alle durch barrierefreie Produkte und Services.8 Telefónica Germany CR-Bericht 2010 | Strategie
    • Zudem unterstützen wir die 2010 in Kraft getretene EU- CR-ManagementVerordnung für strengere Grenzwerte beim Standby-Ver-brauch von Handyladegeräten. Im gesamten Lebenszy- Für unseren Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklungklus unserer Produkte und Dienstleistungen bemühen setzen wir uns Ziele, die wir mit Kennzahlen hinterlegen.wir uns um einen effizienten und ökologischen Einsatz Für deren Steuerung haben wir klare Verantwortlich-der Ressourcen. Künftig wollen wir die Information der keiten definiert. Die Einheit Corporate ResponsibilityKonsumenten über den sozialen und ökologischen Fuß- arbeitet bereichsübergreifend und koordiniert alle CR-abdruck von Handys durch einen Eco Index verbessern Aktivitäten. Das Team ist dafür verantwortlich, die glo-und neue Angebote im Bereich Effizienzdienstleistungen bale Strategie unseres Mutterkonzerns in Deutschlandentwickeln. in die Fachbereiche zu tragen und die Entwicklung der Kennzahlen sowie die Zielerreichung regelmäßig zu überprüfen. Es pflegt den Dialog zu Partnern und Stake- holdern, identifiziert zukünftig relevante Nachhaltig- keitsthemen, initiiert und steuert Projekte zur Umset- zung der Schwerpunkte der CR-Strategie und unterstützt damit die Zukunftsfähigkeit und die Reputa- tion des Unternehmens. Die jährlich gemeinsam mit den Fachbereichen formu- lierten CR-Ziele werden vom Management Board und dem Governance Committee freigegeben und sind über unternehmensweit definierte Schlüsselkennzahlen (Key Performance Indicators, KPI) in die Steuerungsprozesse integriert. Die Telefónica S.A. hat hierzu gruppenweit KPI für die sieben Themenkomplexe Mitarbeiter, Kunden, Umwelt, Unternehmensführung, Gesundheit und Sicher- heit am Arbeitsplatz, Gesellschaft sowie Lieferanten ein- geführt. Diese Kennzahlen werden jährlich von einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft verifiziert. In regelmä- ßigen Treffen mit dem Senior Management der beteilig-Klima und Umwelt wollen wir schützen: durch unsere Produkte, ten Fachbereiche und unserem Chief Financial OfficerDienstleistungen und in unseren Büros. (CFO), der innerhalb der Geschäftsführung von Telefó- nica Germany für CR verantwortlich ist, überprüfen wir regelmäßig unseren Erfolg beim Verfolgen dieser Ziele. Bei übergreifenden Themen im Bereich Corporate Responsibility stimmt sich Telefónica Germany mit Tele- fónica Europe ab. Dort sind in einem Corporate Respon- sibility Forum alle Verantwortlichen der europäischen Ländergesellschaften vertreten. Auf nationaler Ebene Strategie | CR-Bericht 2010 Telefónica Germany 9
    • tauschen sich die relevanten Fachabteilungen in unter- 3. Unser wichtigster Partner bei öffentlichen Dialogen schiedlichen Gremien wie dem CR Committee und dem ist der gemeinnützige Verein UPJ e.V. (Unternehmen: Environment Committee nach klar definierten Prozessen Partner der Jugend), mit dem wir die Internet-Platt- regelmäßig zu aktuellen Themen aus, legen Strategien form www.diskutiere.de betreiben. Hier tauschen wir fest und diskutieren Ergebnisse. uns mit der interessierten Öffentlichkeit über gesell- schaftlich relevante Fragen aus, die sich aus unserer Um sicherzustellen, dass die Zusammenarbeit mit unse- Geschäftstätigkeit ergeben. Auf der Agenda stehen ren Partnern im Bereich gesellschaftliches Engagement Themen wie Jugendmedienschutz oder die Integra- effektiv und effizient ist, orientieren wir uns an den Vor- tion von Menschen mit Behinderung. gaben der London Benchmarking Group (LBG). Diese stellen den ersten umfassenden Standard zur Ermittlung 4. Die Hauptstadtrepräsentanz von Telefónica Germany der Wirksamkeit gesellschaftlichen Engagements dar, in Berlin bildet die Schnittstelle zu Politik, Wirtschaft indem er Aufwand und Wirkung zueinander in Beziehung und Verbänden. Ihre Aufgabe besteht darin, für ein setzt. laufendes Monitoring der relevanten Gesetzgebung zu sorgen und die Interessen des Unternehmens im poli- tischen Umfeld zu vertreten. Unsere Geschäftsgrund- Dialog und Kooperationen sätze schreiben dabei vor, dass wir uns weder zu Par- teien politisch bekennen noch diese durch Spenden Um die Weiterentwicklung unseres Geschäfts und unse- unterstützen. res gesellschaftlichen Beitrags an den Bedürfnissen unserer Zielgruppen auszurichten, pflegen wir einen intensiven Dialog mit unseren Stakeholdern. 1. In unseren Shops und an der Hotline reagieren wir auf Wünsche, Anfragen und Beschwerden. Mit dem O2-Kundenforum stellen wir eine Online-Plattform für den Austausch der Kunden untereinander und den Mitarbeitern zur Verfügung. 2. Der offene Dialog mit unseren Mitarbeitern ist ein weiterer wichtiger Bestandteil unseres Stakeholder- Engagements. Die wichtigsten Instrumente dafür sind die Umfragen zur Mitarbeiterzufriedenheit Reflect und Mini-Reflect. Weitere Formate bieten Mitarbeitern Gelegenheiten, sich persönlich mit der Geschäftsfüh- rung und Kollegen auszutauschen.10 Telefónica Germany CR-Bericht 2010 | Strategie
    • 4 Schlüsselkennzahlen Telefónica S.A. hat für den Bereich Corporate Responsibility Schlüsselkennzahlen definiert, die wir bei Telefónica Germany jährlich erheben. So wissen wir immer, wo wir stehen, können uns Ziele setzen und unsere Leistung mit der des Vorjahres vergleichen.Unsere Kennzahlen GmbH. Hinsichtlich der Berichtsgrenzen verweisen wir auf Seite 44. Die Kennzahlen wurden durch die Wirt-Unsere Kennzahlen stellen unsere wesentlichen Steue- schaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young einer prüferi-rungsgrößen in sieben Bereichen dar: Ökonomie, Liefe- schen Durchsicht unterzogen. Alle Angaben gelten fürranten, Compliance, Mitarbeiter, Kunden, Gesellschaft Telefónica Germany GmbH & Co. OHG für das Jahr 2010.sowie Umwelt. Über die hier dargestellten Kennzahlen hinaus, findenSofern nicht anders kenntlich gemacht, decken die in sich in den einzelnen Kapiteln dieses Berichts weitereder folgenden Tabelle aufgeführten Kennzahlen die in quantitative Angaben zu unserer Nachhaltigkeitsper-2011 vollständig integrierte HanseNet GmbH nicht mit formance.ab. Enthalten ist hingegen unsere Tochterfirma FonicName Einheit 2008 2009 2010 Ökonomische Kennzahlen1Umsatz Mio. EUR 3.595 3.746 4.826Operatives Ergebnis (OIBDA) Mio. EUR 770 918 1.145Investitionen (Capex) Mio. EUR 924 796 2.057 LieferantenEinkaufsvolumen Mio. EUR 1.654 1.632 1.731 2Einkaufsvolumen Inland Mio. EUR 943 1.342 1.111Anzahl beauftragter Lieferanten Anzahl 1.527 1.843 1.832 ComplianceMitarbeiter, die das Training zu den Geschäftsgrundsätzen absolviert haben Prozent 89 85 88Verstöße gegen gesetzliche Regelungen im Bereich Datenschutz Anzahl 0 0 1Beschwerden der Werberegulierer bezüglich Werbestandards Anzahl 0 0 26Klagen, die aufgrund wettbewerbswidrigen Verhaltens, kartellrechtlicher Ver- Anzahl 0 0 0stöße oder monopolistischer Praktiken und deren Folgen angestrengt wurden1 Ökonomische Kennzahlen enthalten für 2010 HanseNet. Zu den Berichtsgrenzen verweisen wir auf Seite 44.2 Die Kennzahl beinhaltet Lieferanten, die ihren Firmensitz, eine Tochtergesellschaft oder eine Betriebsstätte in Deutschland haben. Schlüsselkennzahlen | CR-Bericht 2010 Telefónica Germany 11
    • Name Einheit 2008 2009 2010 Mitarbeiter Festangestellte Mitarbeiter Anzahl 4.521 5.0061 5.550 2 Mitarbeiterfluktuation Prozent 17,9 5,7 12,5 Anteil Frauen Prozent 37 35 37 Anzahl der Frauen im Senior Management Anzahl N/A 5 7 davon weibliche Mitglieder der Geschäftsleitung Anzahl N/A 1 1 Durchschnittliche Trainingsstunden pro Mitarbeiter Anzahl 31 35 38 Arbeitsunfälle Anzahl 25 35 35 Zufriedenheit der Mitarbeiter Punkte (von Hundert) 79 82 77 Kunden3 Kundenzahl Mio. 14,41 15,79 19,6 Gesamtzahl Beschwerden Anzahl 1.597.782 1.469.729 1.737.479 Gesellschaft Spenden und Investitionen in gemeinnützige Projekte EUR 455.009 164.208 702.0034 RepTrak Pulse: Die emotionale Wahrnehmung der O2 Reputation in der Punkte (von Hundert) 60 63,5 65,5 Gesellschaft5 Teilnehmer am Corporate Volunteering Programm Anzahl 73 632 1.205 6 Umwelt CO2-Emissionen durch Stromverbrauch und Fuhrpark7 Tonnen 150.708 170.700 173.204 CO2-Emissionen durch Geschäftsreisen Tonnen 3.373 5.157 5.493 Gesamtstromverbrauch8 MWh 351.790 402.771 412.302 Anteil des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien Prozent 67 589 61 Wasserverbrauch Kubikmeter 71.96110 63.17211 64.420 Anzahl der Althandys, die bei O2 eingegangen sind Anzahl 14.923 11.462 6.709 1 Exklusive Studenten und Aushilfen. 2 Die Mitarbeiterfluktuation war nicht Bestandteil der prüferischen Durchsicht. 3 In die Angaben zur Anzahl der Kunden ist HanseNet integriert. Die Angaben zu den Kundenbeschwerden beziehen sich ausschließlich auf die Telefónica Germany und nicht auf die Fonic GmbH und beinhalten keine Beschwerden von Pre-Paid-Kunden. Hinsichtlich der Berichtsgrenzen verweisen wir auf Seite 44. 4 Diese Zahl beinhaltet 429.007 Euro für Investitionen in gemeinnützige Projekte. Bestandteil der prüferischen Durchsicht durch Ernst & Young waren nur die übrigen Spen- denausgaben in Höhe von 272.996 Euro. 5 Der RepTrak Pulse war nicht Bestandteil der prüferischen Durchsicht. 6 Die hier aufgeführten Umweltkennzahlen waren – abgesehen vom Wasserverbrauch und der Anzahl zurückgegebener Althandys – nicht Teil der prüferischen Durchsicht von Ernst & Young. Die Angaben zu den CO2-Emissionen und zum Stromverbrauch wurden von der spanischen Prüfgesellschaft AENOR überprüft. 7 Berechnung der CO2-Emissionen nach konzernweiten Vorgaben durch Telefónica S.A. nach Greenhouse Gas Protocol (Scope 1+2). 8 Die Abweichungen zu den im CR Report 2009 gemachten Angaben resultieren aus in diesem Jahr neu hinzugekommenen Verbrauchskategorien. 9 Veränderungen zu dem im CR Report 2009 angegebenen Wert haben sich aus einem Energieaudit ergeben, das nach dem Redaktionsschluss durchgeführt wurde. 10 Im Rahmen unseres Umweltmanagementsystems haben wir 2008 einen Gesamtwasserverbrauch inkl. unserer eigenen Shops und Bürostandorte von 71.961 Kubik- metern erfasst. Die Berechnung des Wasserverbrauchs für die Büros und Shops erfolgt in Form einer Hochrechnung und auf Basis von Vergleichswerten. 11 Die Berechnung des Wasserverbrauchs für die Büros und Shops erfolgt in Form einer Hochrechnung und auf Basis von Vergleichswerten.12 Telefónica Germany CR-Bericht 2010 | Schlüsselkennzahlen
    • 5 Produktverantwortung Schwerpunkte unserer Produktverantwortung sind neben Kundenzufriedenheit und Servicequalität ein wirkungsvoller Datenschutz, der barrierefreie Zugang zu Kommunikation, verantwortungsvolle Angebote für Kinder und Jugendliche sowie transparente Verbraucherinformationen zur Wirkung elektromagnetischen Felder.Kundenzufriedenheit und Im Netztest der Fachzeitschrift connect wurde die Quali- tät des Mobilfunknetzes im November 2010 auch externServicequalität bestätigt. Telefónica Germany erreichte dort mit dem Gesamturteil „gut“ den zweiten Platz. Durch den ErwerbAls Unternehmen streben wir eine langfristige Kunden- neuer Mobilfunklizenzen (siehe unten) verfügen wir überbindung an. Daher hat die Zufriedenheit unserer mehr eine gute Ausgangssituation, um eine flächendeckendeals 19 Millionen Privat- und Geschäftskunden1 (Mobil- Versorgung mit höheren Übertragungsgeschwindigkei-funk und DSL) für uns höchste Priorität. Wir setzen dazu ten zu erreichen.eine Vielzahl von technischen und prozessualen Maß-nahmen ein. Neben dem Ausbau der Netze gehört die Ausbau LTE-Netz. Im Mai 2010 haben wir bei der Ver-Kompetenz und Erreichbarkeit unserer Kundenbetreuung steigerung von Mobilfunklizenzen durch die Bundesnetz-ebenso dazu wie transparente Tarifgestaltung und die agentur 1,38 Mrd. Euro investiert und zwei Frequenz-gezielte Ansprache unterschiedlicher Kundensegmente. blöcke im 800-Megahertz-Bereich ersteigert. Zudem konnten wir einen Block im 2,0-Gigahertz- und vier Blö-Netzqualität. Wichtigste Grundlage für erfolgreiche cke im 2,6-Gigahertz-Bereich sichern. Die FrequenzenKundenbeziehungen sind die Qualität und Leistungsfä- bilden die technische Grundlage für den geplanten Aus-higkeit unserer Telekommunikationsnetze. Nach Investi- bau eines bundesweiten LTE-Netzes. LTE (Long Termtionen in den Netzausbau von knapp drei Mrd. Euro in Evolution) ist ein neuer Mobilfunkstandard für schnelleden Jahren 2007 bis 2009 laufen seit Januar 2010 alle Datenübertragungen. Seit Dezember 2010 führen wirMobilfunkgespräche sowie der gesamte mobile Daten- einen mehrmonatigen Friendly-User-Tests durch, anverkehr ausschließlich über das eigene Netz. Bundes- dem mehrere hundert Kunden und Nichtkunden teilneh-weit betreiben wir rund 17.900 GSM- und 11.000 UMTS- men. O2 startete den Aufbau seiner Netze für die kom-Basisstationen und erreichen für Telefonie eine merzielle LTE-Nutzung zu Beginn des Jahres 2011.Netzabdeckung (GSM-Mobilfunknetz) von nahezu 100 Zuerst werden ländliche Gebiete wie beispielsweiseProzent der Bevölkerung. Beim mobilen Datenverkehr Klein Wanzleben und Alsleben in Sachsen-Anhalt sowieliegt die Abdeckung ebenfalls bei fast 100 Prozent der weitere Orte mit der neuen Funktechnik versorgt. O2Bevölkerung, davon mehr als 69 Prozent mit der mobilen unterstützt damit die Breitband-Initiative der Bundesre-Breitband-Technologie HSDPA/HSUPA für den schnellen gierung, die ländlichen Gebiete mit schnellen Internetzu-Up- und Download ( www.o2.de/mehrnetz). Bei der gängen auszustatten. Die Vermarktung von LTE-Produk-DSL-Versorgung erreichen wir eine Abdeckung von 95 ten für Privatkunden und Kleinunternehmen startet amProzent. 1. Juli 2011.1 Einschließlich der Kunden der HanseNet Telekommunikation GmbH. Produktverantwortung | CR-Bericht 2010 Telefónica Germany 13
    • Transparente Tarife. Telefónica Germany bietet über sich über die Höhe der Rechnung zu informieren. Die seine drei Marken O2, Alice und Fonic Tarife und Dienst- Resonanz auf dieses Angebot bestätigt uns darin, dass leistungen für Privat- und Geschäftskunden im Bereich eine große Nachfrage besteht. Mobiltelefonie, mobile Datennutzung sowie DSL an. Um für unsere Kunden die Tariftransparenz zu erhöhen, Häufig nutzen Kunden ihr Handy für mobile Daten- haben wir die Tarifstruktur vereinfacht. Bereits 2009 dienste, ohne dass sie über einen geeigneten Datentarif haben wir den Tarif O2 o, eingeführt, der ohne Grund- verfügen. Dadurch können unverhältnismäßig hohe gebühr oder feste Vertragslaufzeit auskommt. Pro Rechnungssummen entstehen. Um einen „Rechnungs- Gesprächsminute und SMS fällt ein einheitlicher Preis schock“ beim Kunden zu vermeiden, identifizieren wir von 15 Cent pro Minute an, mit dem so genannten Kos- solche Rechnungen vor dem Versand. Diese werden an ten-Airbag steigen die monatlichen Kosten nicht über den Customer Service zur Bearbeitung weitergeleitet 50 Euro. und hinsichtlich potenzieller Ursachen analysiert. Wir kontaktieren die betroffenen Kunden proaktiv und bie- Im Oktober 2010 haben wir die Vertragslaufzeiten für ten Ihnen Lösungen an, beispielsweise das Hinzubuchen die mobilen Datennutzung mit dem O2 Surfstick von 24 eines geeigneten Internet Packs. Im März 2010 wurde auf sechs Monate verkürzt, die Tarifoptionen für die zudem vorsorglich ein Kostenlimit für die monatliche mobile Datennutzung mit dem Handy sind monatlich mobile Internetnutzung eingeführt, wodurch der maxi- kündbar. Zudem wurde für Kunden ohne speziellen male Abrechnungsbetrag für Datendienste stark Datentarif ein Tages-Airbag von 3,50 Euro eingeführt. begrenzt wird. Auslandsgespräche in über 60 Ländern sind seit Juli 2010 nach einer einmaligen Aktivierungsgebühr von fünf Euro Beratungsqualität. Der im August 2010 veröffentlichte mit der Option „Global Friends für O2 o“ zu fünf fest- Kundenmonitor Deutschland zeichnet Telefónica Ger- gelegten Rufnummern zum Inlandspreis von 15 Cent many und die Marke O2 zum vierten Mal in Folge als möglich. Ermöglicht wird diese Innovation durch die IP Netzbetreiber mit den zufriedensten Mobilfunk-Kunden Telefonie Plattform JAJAH, einem Unternehmen der in Deutschland aus. Telefónica Gruppe. Der Unternehmensbereich Customer Engagement ent- Übersichtliche Rechnungen und Kostenkontrolle. wickelt gemeinsam mit den relevanten Fachbereichen Verbessert haben wir im Berichtsjahr die Gestaltung und eine Reihe von Maßnahmen, um die Zufriedenheit unse- Angebote rund um die Online-Rechnung. Seit Anfang rer Kunden weiter zu erhöhen und die Zahl der 2010 informieren wir unsere Kunden in der begleitenden Kundenreklamationen weiter zu senken. Entscheidend Rechnungsbenachrichtigungs-E-Mail über die Höhe der für die Kundenzufriedenheit sind Erreichbarkeit und Rechnungssumme und das Fälligkeitsdatum. Außerdem Kompetenz der Kundenbetreuung. Zusätzlich zur Kun- geben die neuen Online-Rechnungen Antworten auf denhotline haben wir im Februar 2010 das Online-Forum häufige Kundenanfragen und bieten die Möglichkeit, http://forum.o2online.de eingeführt und bieten Kun- mit einem Klick direkt in den Self-Service-Bereich des den eine alternative Möglichkeit, mit Kundenbetreuern Onlineportals zu gelangen, um dort beispielsweise Kon- in Kontakt zu treten. Im Forum können sie aber auch takt- oder Zahlungsdaten zu ändern. Seit Januar bieten Kritik oder ihre Verbesserungsvorschläge einbringen. wir Kunden auch einen kostenlosen SMS-Service, um14 Telefónica Germany CR-Bericht 2010 | Produktverantwortung
    • Um unsere Mitarbeiter gezielt und strukturiert über Barrierefreie AngeboteWünsche und das Feedback unserer Kunden zu informie-ren, haben wir im Intranet die Informationsplattform Im Mai 2010 haben wir ein Angebot gestartet, das auf„Kundenecke“ eingerichtet, in dem unter anderem die Bedürfnisse hörgeschädigter Menschen zugeschnit-aktuelle Marktforschungsergebnisse oder Videos von ten ist. Wir bieten ihnen einen Rabatt von 15 Prozent aufBestandskunden, die über ihre Erfahrungen berichten, den Tarif O2 o. Dieser Tarif ohne Grundgebühr und Min-zu finden sind. Mit unserem Vorschlagswesen SmartIdee destumsatz eignet sich in Kombination mit dem Inter-motivieren wir unsere Mitarbeiter, Ideen zur Verbesse- netpack M für 8,50 Euro für Kunden, die ihr Mobiltelefonrung des Umgangs mit Kunden zu entwickeln. Im Rah- ausschließlich für mobiles Surfen, Chatten und E-Mailenmen von SmartIdee haben wir auch zu einem Wettbe- nutzen. Der Online-Shop für Menschen mit Hörbehin-werb aufgerufen. Gesucht wurden Vorschläge für neue derung stellt das Angebot zielgruppengerecht, beispiels-Apps, die unseren Kunden den Zugang zu wichtigen weise mittels Videos in Gebärdensprache und einerInformationen erleichtern. Prämiert und umgesetzt wer- Chat-Hotline, dar. Erreichbar ist der Online-Shop auchden Apps zu den Themen Roaming, Um- und Zubuchun- über das Internet-Portal des Deutschen Gehörlosengen von Internet-Packs sowie zum Thema Funklöcher Bundes. Darüber hinaus stellen wir unseren Shop Mitar-erkennen und melden. beitern geeignetes Material für die Beratung von gehör- losen Kunden zur Verfügung. Das neue Angebot ist unterSeit April 2010 gibt es überdies eine spezielle Dienstleis- anderem aus dem Stakeholder-Dialog zum Thema:tung für Kunden, die aus unterschiedlichen Gründen „Brücke oder Graben: Der Beitrag der Telekommunika-schlechte Erfahrungen mit dem Service von Telefónica tion für Menschen mit Behinderung?“ entstanden, denGermany gemacht haben. Ein Service Recovery Team Telefónica Germany Anfang 2010 führte.kontaktiert diese Kunden, um sich erstens zu entschul-digen und zweitens eine passende Lösung zu finden. Seit Dezember 2010 ist der Schriftdolmetschdienst Ver- baVoice, den die VerbaVoice GmbH in Kooperation mitWeitere Verbesserungen betreffen den After Sales Ser- Telefónica Germany entwickelt hat, auch als Applikationvice von Geräten, insbesondere alle Dienstleistungen für Handys und Tablet-PCs verfügbar. Der Dienst kannrund um die Reparaturen von Handys. Beispielsweise deutschlandweit über das mobile Internet genutzt wer-erhalten Kunden nun eine Statusmeldung per SMS oder den und ermöglicht hörgeschädigten Menschen mehrE-Mail, wenn ihr Gerät repariert und fertig für den Ver- Flexibilität und Unabhängigkeit in alltäglichen Situatio-sand ist. Unsere Mitarbeiter in den Shops und im Kun- nen wie Arztbesuchen oder Behördengängen und kanndenservice können mithilfe einer neuen Applikation nun auch am Arbeitsplatz, in der Schule oder Universität ein-detaillierter nachverfolgen, wo sich das Handy des Kun- gesetzt werden.den im Reparaturkreislauf befindet. Produktverantwortung | CR-Bericht 2010 Telefónica Germany 15
    • Verantwortungsvolle Angebote 22988). Weiter informieren wir unsere Kunden regelmä- ßig über das Thema Jugendschutz. Auf unserem Kun- für Kinder und Jugendliche denportal www.o2.de/goto/jugendschutz bieten wir unter anderem einen Ratgeber für Eltern an. Das Infor- Wir wollen Kinder und Jugendliche bei der altersgerech- mationszentrum Mobilfunk (IZMF), in dem wir Mitglied ten Nutzung unserer Angebote unterstützen. Interne sind, bietet mit dem Handyführerschein unter anderen Richtlinien und externe Selbstverpflichtungen bilden den Sachinformationen zum Thema für Pädagogen an. Aus- Rahmen unseres Engagements für Kinder- und Jugend- führliche Informationen zum Jugendmedienschutz fin- schutz. Wir setzten auf medienpädagogische Aufklärung, den Eltern und Lehrer auch auf der Internetseite des technische Schutzvorkehrungen und Preistransparenz. Vereins Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Dienste- anbieter (FSM). Schließlich haben wir im Rahmen des Unsere Selbstverpflichtungen. Seit 2006 sind wir Digital Confidence-Projekts der Telefónica Europe plc im Mitglied im Verein FSM (Freiwillige Selbstkontrolle Multi- Jahr 2010 so genannte. Digital Promises definiert, die media-Diensteanbieter e.V.), der 1997 von Verbänden zukünftig Jugendliche unterstützen, die mobile Internet- und Unternehmen der Online-Wirtschaft gegründet produkte der nächsten Generation sinnvoll und bewusst wurde. Unter dem Dach der FSM setzen wir den Verhal- zu nutzen und mit ihrer digitalen Identitäten im globalen tenskodex Jugendschutz Mobilfunk und die Selbstver- Medium Internet verantwortungsvoll und selbstbe- pflichtung zum Jugendschutz im Mobilfunk um. stimmt umzugehen. Bereits 2005 hat Telefónica Germany mit sieben ande- Angebote für Kinder und Eltern. Ein eigener Surfraum ren Unternehmen der Branche den Verhaltenskodex bietet unserer Ansicht nach eine sinnvolle Möglichkeit, Jugendschutz Mobilfunk unterzeichnet, der dafür sorgen um Kinder vor nicht altersgerechten Inhalten zu schüt- soll, dass Kinder und Jugendliche keine Inhalte wahrneh- zen. Deshalb haben wir 2006 als Gründungsmitglied der men können, die sie in ihrer Entwicklung gefährden Initiative „Ein Netz für Kinder“ die Entwicklung der Such- könnten. So regelt der Kodex beispielsweise, was im Hin- maschine fragFinn.de finanziell unterstützt und mitge- blick auf den Jugendschutz bei der mobilen Nutzung von tragen. Dahinter steht eine nach Jugendschutz- und Chatrooms oder beim Herunterladen von Spielen und pädagogischen Kriterien geprüfte Linksammlung, eine Videos zu beachten ist. Beispielsweise sind die Verträge so genannte White List. Realisiert und betreut wird die zwischen Mobilfunkanbietern und Chatroom-Anbietern Suchmaschine von der Freiwilligen Selbstkontrolle Multi- so zu gestalten, dass die Chatroom-Anbieter auf Pro- media Diensteanbieter e.V. (FSM). bleme und Nutzeranfragen umgehend reagieren und ille- gale Beiträge bei Bekanntwerden gelöscht werden. Wir schulen unsere Mitarbeiter regelmäßig zu Kinder- und Jugendschutzfragen und haben dazu ein spezielles Zu den wesentlichen Elementen der 2007 geschlosse- Online-Training entwickelt. Die Teilnahme ist für Mitar- nen Selbstverpflichtung zum Jugendschutz im Mobil- beiter mit Kundenkontakt (Sales und Customer Ser- funk, die wir seit 2008 umsetzen, gehören die Förderung vices) verpflichtend; alle anderen können es freiwillig der Medienkompetenz und die Einrichtung einer Jugend- absolvieren. schutz-Hotline (aus dem Netz von O2 kostenfrei unter16 Telefónica Germany CR-Bericht 2010 | Produktverantwortung
    • Datenschutz Datenschutz-Schulungen für Mitarbeiter. Wir schulen unsere Mitarbeiter darin, wie sie den Missbrauch vonTelefónica Germany hat die prozessualen und personel- eigenen und von Kundendaten verhindern können. Dazulen Voraussetzungen geschaffen, um den sicheren Um- ist im Intranet eine eigene Datenschutz-Plattform einge-gang mit Kundendaten auf hohem Niveau zu gewährleis- richtet. Sie informiert über bestehende Regeln, Gesetzeten. Externe und interne Audits – beispielsweise 2008 und Veränderungen. Schon bei den so genannten Wel-durch den Bundesbeauftragten für den Datenschutz – come Days erhalten neue Mitarbeiter erste Informatio-bestätigen uns, dass unsere Maßnahmen erfolgreich nen zum Thema Datenschutz. Dieses Wissen müssen siesind. Darüber hinaus nimmt Telefónica Germany aktiv später in persönlichen Schulungen und einem jährlichenan den aktuellen Diskussionen zur Reform des deut- Online-Training vertiefen. Im Jahr 2010 haben 76 Pro-schen und europäischen Datenschutzrechts teil. zent unserer Belegschaft dieses Training absolviert, im Jahr 2011 wollen wir den Anteil auf 100 Prozent erhö-Gesetze und interne Richtlinien. Gesetzliche Grund- hen. Auch im Umgang mit unseren Dienstleistern undlage für unseren Datenschutz sind das Telekommuni- Lieferanten legen wir Wert darauf, dass sie die gesetzli-kationsgesetz und das Bundesdatenschutzgesetz. Es chen Vorgaben erfüllen. 2010 wurden vier interneschreibt die Grundsätze von Datensparsamkeit und Datenschutz-Audits sowie 15 externe bei Dienstleistern-vermeidung vor. Das bedeutet, dass wir nur die Daten absolviert. Dabei wurde die Einhaltung der Datenschutz-erfassen, die für die Vertragsgestaltung notwendig sind standards bestätigt.und sie löschen, wenn sie nicht mehr benötigt werden.Richtlinien unserer Muttergesellschaft Telefónica S.A Datenschutz-Tipps für unsere Kunden. Auch unserensowie interne Richtlinien zum Umgang mit Mitarbeiter- Kunden geben wir konkrete Tipps, beispielsweise zumund Kundendaten ergänzen die gesetzlichen Vorgaben Umgang mit Cookies, dem Einsatz von Bluetooth-Tech-zum Datenschutz. nologie oder der Nutzung von W-LAN. Auf unserer Inter- netseite www.o2.de/goto/datenschutz informieren wirDatenschutz-Management. Unsere Datenschutzbeauf- sie darüber, welche personenbezogenen Daten wir vontragte überwacht und aktualisiert alle vorgeschriebenen ihnen für welche Zwecke verwenden und speichern.Maßnahmen kontinuierlich. Mit unserem bereichsüber- Zudem geben wir ihnen Empfehlungen, wie sie ihre Datengreifenden Komitee für Datenschutz können wir darüber persönlich besser schützen können. Die im April 2010hinaus sicherstellen, dass alle datenschutzrelevanten eingeführte neue Kundenerklärung sieht beispielsweiseThemen schnell und effizient umgesetzt werden. Das vor, dass neue Kunden einer werblichen Nutzung ihrerKomitee trifft sich regelmäßig und sorgt so dafür, dass Daten aktiv zustimmen müssen. Bei Fragen zum Daten-ein aktives Datenschutzbewusstsein bei Telefónica Ger- schutz können sich unsere Kunden über folgende E-Mail-many gelebt wird. Unsere Richtlinien legen beispielweise Adresse an uns wenden: datensicherheit@o2.com.fest, dass jeder Mitarbeiter persönlich für die Sicherheitder ihm anvertrauten Daten mitverantwortlich ist. Stel-len Mitarbeiter fest, dass personenbezogene Daten zuUnrecht übermittelt wurden, müssen sie dies sofort mitdem Hinweis „Data Loss“ an unsere Datenschutzbeauf-tragte melden, die den Vorgang dann umgehend unter-sucht. Produktverantwortung | CR-Bericht 2010 Telefónica Germany 17
    • Transparente Informationspolitik So funktioniert das Mobilfunknetz Grundlage für die Kommunikation mit unseren Kunden sind transparente Tarife und korrekte Werbung. Festge- legt haben wir dies in unseren Geschäftsgrundsätzen und in unseren „Leitlinien Marketing Jugendschutz“. Darin verpflichten wir uns, auf Werbung zu verzichten, durch die Kinder und Jugendliche in irgendeiner Art Schaden nehmen können oder die deren Unerfahrenheit ausnutzt. Ergänzend stellt die Leitlinie eine Checklist mit zehn Anforderungen bereit, die bei der Entwicklung und dem Angebot von Produkten und Dienstleistungen spe- ziell für Kinder erfüllt sein müssen. Zusätzlich zu diesen internen Richtlinien unterstützen wir branchenweite Vereinbarungen. 2006 hat Telefónica Germany den Ver- Netzausbau im Dialog. Um Konflikte beim Bau neuer haltenskodex Premium-SMS/Mobile Dienste und web- Sendeanlagen möglichst zu vermeiden, erfolgen Pla- basierte Dienste unterzeichnet und beteiligt sich an nung und Bau im engen Dialog mit den Kommunen. dessen kontinuierlicher Weiterentwicklung. Ein unab- Dazu haben wir uns 2001 in einer Vereinbarung mit den hängiger Treuhänder überwacht die Einhaltung des kommunalen Spitzenverbänden und in einer Selbstver- Kodex laufend und macht dazu Stichproben. Bei Verstö- pflichtung gegenüber der Bundesregierung verpflichtet. ßen kann er unterschiedliche Maßnahmen einleiten, bis Das sechste Gutachten zur Umsetzung der Zusagen der hin zum Ausschluss des Unternehmens aus dem Kreis Selbstverpflichtung der Mobilfunkbetreiber stellte im der Mitglieder. Februar 2010 fest: „Insgesamt haben die Netzbetreiber aus Sicht der Kommunen im Beobachtungszeitraum 2007 bis 2009 die Zusagen der Selbstverpflichtung weit- Mobilfunk und Gesundheit gehend erfüllt und damit das hohe Niveau an Informati- onsmaßnahmen und Abstimmungsprozessen erhalten Viele Menschen machen sich Gedanken über die und teilweise noch ausbauen können.“ Erstellt wurde gesundheitlichen Auswirkungen elektromagnetischer das Gutachten vom Deutsche Institut für Urbanistik und Felder, die bei der Übertragung im Mobilfunk entstehen. der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen e.V. Das Diese Sorgen nehmen wir ernst. Wir achten darauf, dass siebte Gutachten wird voraussichtlich im Jahr 2012 ver- unsere Produkte und Dienstleistungen die empfohlenen öffentlicht. Grenzwerte einhalten und bieten unseren Kunden Infor- mationen zum Thema Mobilfunk und Gesundheit. Mit Im Mai 2010 haben wir für den weiteren Ausbau des Politik, Kommunen und Anwohnern stehen wir beim Bau Mobilfunknetzes mehrere Frequenzblöcke in den Berei- neuer Sendeanlagen im Austausch – insbesondere beim chen um 800 Megahertz, 2,0 und 2,6 Gigahertz bei der Ausbau des neuen LTE-Netzes. Durch Unterstützung Bundesnetzagentur ersteigert. Für die Nutzung dieser wissenschaftlicher Studien leisten wir einen Beitrag zur Frequenzen wird auch der neue Mobilfunkstandard LTE Untersuchung möglicher gesundheitlicher Folgen durch eingesetzt. Die neue Technologie war Schwerpunkt die Mobilfunknutzung. unseres Stakeholderdialogs in diesem Bereich, der vor18 Telefónica Germany CR-Bericht 2010 | Produktverantwortung
    • allem über unsere Mitgliedschaft im Informationszen- Forschungsergebnisse. Die Funkwellen eines Handystrum Mobilfunk ( IZMF) erfolgt. So war beispielsweise werden teilweise vom Gewebe aufgenommen und indas Thema LTE Themenschwerpunkt des Kommunika- Wärme umgewandelt. EU-weit gilt für die Energiemenge,tionsforums Mobilfunk, das im September 2010 stattfand. die bei der Handynutzung maximal absorbiert werden darf (spezifische Absorptionsrate = SAR), ein GrenzwertBereits vor Versteigerungsbeginn haben wir Ende des von 2 W/kg. Nach derzeitigem wissenschaftlichemJahres 2009 und Anfang 2010 einen Fragenkatalog der Erkenntnisstand besteht bei der Einhaltung der Grenz-Strahlenschutzkommission (SSK) beantwortet, die im werte keine Gesundheitsgefährdung durch den Mobil-Auftrag des Bundesumweltministeriums mögliche funk. Da es sich bei Mobilfunk um eine vergleichsweiseGefahren durch die LTE-Technologie analysierte. Das junge Technik handelt, waren bislang allerdings die For-Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) stellte fest, dass in schungsergebnisse hinsichtlich möglicher gesundheitli-Anbetracht der Ergebnisse des Deutschen Mobilfunk- cher Langzeitfolgen lückenhaft. Im Mai 2010 wurden dieForschungsprogramms sowie der aktuellen internationa- ersten Gesamtergebnisse aus der INTERPHONE-Studielen Forschung kein Anlass besteht, die Schutzwirkung über möglichen Langzeitfolgen der Mobilfunknutzungder bestehenden Grenzwerte zu bezweifeln. veröffentlicht. Die Studie hat kein erhöhtes Risiko von Hirntumoren durch Handynutzung nachgewiesen. SeitZur Abschätzung der Exposition durch LTE-Sendeanla- dem Jahr 2000 nahmen insgesamt über 12.000 Men-gen hat das Institut für Mobil- und Satellitentechnik schen an der INTERPHONE-Studie, die von der Weltge-(IMST) im Auftrag des Informationszentrums Mobilfunk sundheitsorganisation WHO koordiniert wurde, teil. Sieeine Pilotstudie in Auftrag gegeben, die im November umfasst detaillierte Informationen zum Gebrauch von2010 veröffentlicht wurde. Diese kommt zum Ergebnis, Mobiltelefonen aus 13 Ländern, darunter Deutschland.dass die Immissionen des neuen LTE-Standards weit Weiterer Forschungsbedarf besteht allerdings noch imunter den gültigen Grenzwerten liegen. Die Werte liegen Bereich möglicher Langzeitfolgen bei jüngeren Handy-selbst bei Vollauslastung deutlich unter dem gesetzlich nutzern. Seit Anfang des Jahres 2010 läuft deshalb diezugelassen Rahmen. An allen Messpunkten wurde, bezo- so genannte MOBI-KIDS-Studie zum Hirntumorrisiko beigen auf die Leistungsflussdichte, weniger als 1,5 Prozent jungen Handynutzern. In Deutschland wird die Studiedes Grenzwertes erreicht. Für Vertreter von Kommunen durch die Ludwig-Maximilians-Universität München,werden die Ergebnisse der Pilotstudie im Laufe des Jah- finanziert unter anderem durch das BfS und die Europäi-res 2011 in Workshops bundesweit vorgestellt. schen Kommission, durchgeführt.Ein intensiver Austausch mit den Kommunen erfolgthinsichtlich möglicher Funktionsstörungen bei Funk-mikrofonen. Bei der Inbetriebnahme neuer LTE-Mobil-funkbasisstationen ist mit Funktionsstörungen bei man-chen Funkmikrofonen in kommunalen Einsatzbereichenwie Veranstaltungsräumen oder Sportanlagen zu rech-nen. Gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbän-den haben wir im Dezember 2010 ein gemeinsamesInformationspapier erstellt. Produktverantwortung | CR-Bericht 2010 Telefónica Germany 19
    • 6 Klima- und Umweltschutz Telefónica Germany betrachtet den verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt und ihren Ressourcen als wichtige Managementaufgabe. Im Einklang mit den Vorgaben unserer Muttergesellschaft Telefónica S.A. ist es unser Ziel, unsere Umweltauswirkungen zu minimieren. Wir konzentrieren unser Engagement auf die Bereiche, Energieverbrauch bei denen wir den größten Beitrag leisten können: Ener- gieeinsparung und Senkung der CO2-Emissionen sowie Unser kontinuierliches Bestreben im Rahmen der kon- verantwortungsvoller Umgang mit Rohstoffen. Außer- zernweiten Klimaschutzbemühungen ist es, den Ener- dem wollen wir Mitarbeiter und Kunden für Umweltfra- gieverbrauch unseres Netzwerkes pro Festnetz- und gen sensibilisieren sowie zukünftig verstärkt Produkte Mobilfunkanschluss (equivalent access) signifikant zu und Dienstleistungen anbieten, mit denen Kunden ihren reduzieren. Das Gleiche gilt für unsere Bürostandorte. ökologischen Fußabdruck verringern können. Im Berichtsjahr 2010 stieg unser gesamter Energie- verbrauch im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent. Der Stromverbrauch in unseren Büros, Call Centern und Umweltmanagement Shops stieg um drei Prozent an, in den Netzwerken durch das stetige Wachstum der Mobilfunknutzung, Seit Anfang 2010 ist das Umweltmanagement von Tele- insbesondere des Datenverkehrs, um gut zwei Prozent. fónica Germany im Geschäftsbereich Corporate Commu- Dennoch ist es uns gelungen, den Energieverbrauch pro nications angesiedelt und wird durch die Abteilung Cor- „equivalent access“ um 2,3 Prozent zu reduzieren. porate Responsibility gesteuert. Seit 2004 verfügen wir über ein eigens entwickeltes Umweltinformationssys- Mit rund 94 Prozent entfällt der bei weitem größte Anteil tem, mit dem wir alle Stoff- und Energieströme kontinu- des Stromverbrauchs von Telefónica Germany auf unser ierlich erfassen und kontrollieren. Diese Daten bilden die Netz mit seinen knapp 22.000 Mobilfunkstationen und Basis für die Ziele, die wir uns jährlich setzen. weiteren Netzwerkeinrichtungen. Deshalb stehen Effi- zienzsteigerungen in der Netzwerktechnik im Fokus Das Umweltmanagement von Telefónica Germany ist unserer Aktivitäten. Im Berichtsjahr 2010 haben wir ver- seit 2005 nach der weltweit gültigen Umweltmanage- schiedene Maßnahmen zur Verringerung des Energiever- mentnorm ISO 14001 zertifiziert. In einem einwöchigen brauchs unserer Netzwerke durchgeführt. Beispielsweise Audit des TÜV Rheinland wurde die Einhaltung des Stan- haben wir rund 200 alte Sendeeinheiten durch neue, dards ISO 14001 bestätigt. Unser Umweltmanagement- energieeffiziente Einheiten ersetzt. In den Basisstatio- beauftragter, der der Abteilung Corporate & Legal Affairs nen unserer Netze haben wir – abhängig vom Hersteller angehört, hat die Zertifizierung begleitet. – die neuen Sendeeinheiten im Access-Netz so program- miert, dass sie sich abschalten, wenn sie nicht benötigt werden. Derzeit laufen noch Versuche, wie diese Maß- nahme auf alle Einheiten ausgedehnt werden kann. In unseren Büros haben wir den Stromverbrauch etwa durch die Optimierung haustechnischer Anlagen oder die20 Telefónica Germany CR-Bericht 2010 | Klima- und Umweltschutz
    • automatische Abschaltung der Beleuchtung am Mittag CO2-Emissionenund am Abend reduzieren können. Einsparpotenzialeergeben sich auch durch die Modernisierung unserer IT- Durch Zunahme des netzbedingten StromverbrauchsInfrastruktur: 2009 haben wir rund 1.800 PCs durch effi- sind unsere CO2-Emissionen im Jahr 2010 um 2,4 Pro-zientere Laptops ersetzt. Das Netzteil eines Laptops zent gestiegen. Zurückzuführen ist der Anstieg auf diebenötigt 80 Watt, das eines PCs hingegen 300 Watt. Die stetig zunehmende Nutzung unseres Netzwerkes undTemperaturen in unserem Rechenzentrum haben wir den Anstieg der Kundenbasis um 24 Prozent. Dämpfenderhöht und so den Stromverbrauch unserer Klimaanla- auf die Entwicklung der CO2-Emissionen wirkte der mitgen um rund 15 Prozent reduziert. Als sichtbares Zei- 61 Prozent (2009: 58 Prozent1) hohe Anteil von Stromchen und um unsere Mitarbeiter und Kunden weiter für aus erneuerbaren Energien, den wir von unseren Haupt-das Thema Energiesparen zu sensibilisieren, haben wir lieferanten Eon, Lichtblick und Stadtwerke Münchenam 27. März 2010 an der Earth Hour teilgenommen und beziehen. Die durch unsere Fahrzeugflotte verursachtenin unserer Münchener Zentrale, in vielen Shops sowie in CO2-Emissionen sanken 2010 um 14 Prozent gegenüberunserer Hauptstadtrepräsentanz Innen- und Außenbe- dem Vorjahr. Im Gegenzug stiegen jedoch die durchleuchtung ausgeschaltet. Geschäftsreisen verursachten Emissionen im gleichen Zeitraum um sechs Prozent. Grund dafür war vor allem die Integration von HanseNet, die zusätzliche Geschäfts-Energieverbrauch 2008 bis 2010* CO2-Emissionen 2008 bis 2010in MWh in Tonnen CO2-Äquivalente 2008 2009 2010 2008 2009 2010Netzwerk 329.774 377.566 386.330 Scope 1 8.716,07 8.130,50 6.786,98 Basisstationen 258.217 295.638 305.295 Scope 2 141.992,65 162.570,46 166.417,28 Technische Gebäude 71.557 81.927 81.035 Scope 3 3.373,17 5.157,42 6.878,90Büros, Call Center und Shops 22.015 25.205 25.972 Gesamt 154.081,89 175.858,38 180.083,17Gesamt 351.790 402.771 412.302* Die Abweichungen zu den im CR-Bericht 2009 gemachten Angaben resultieren aus reisen – vor allem zwischen München und Hamburg – einer veränderten Zusammenfassung der Verbrauchskategorien. Bis 2009 wurden unsere Rechenzentren den Bürostandorten zugeordnet. Ab diesem Jahr berichten notwendig machten. Am Standort München unterstüt- wir deren Energieverbrauch als Bestandteil des Gesamtverbrauchs in unserem zen wir das Eco-Taxiprojekt des ADAC. Die Wagen dieser Netzwerk. Flotte sind entweder mit Hybrid- oder mit Erdgastech- nologie ausgestattet und erzeugen daher weniger als 140 g CO2 pro Kilometer. Unsere Münchener Zentrale bestellt seit Juni 2010 vorzugsweise Eco-Taxis, um Kun- den, Mitarbeiter oder Besucher bringen oder abholen zu lassen. Weiter ausgebaut haben wir im Jahr 2010 unse- ren Videokonferenz-Service an den Standorten Mün- 1 Veränderungen zu dem im CR-Report 2009 angegebenen Wert haben sich aus einem Energieaudit ergeben, das nach dem Redaktionsschluss durchgeführt worden war. Klima- und Umweltschutz | CR-Bericht 2010 Telefónica Germany 21
    • chen, Bremen und Verl. Dies trägt dazu bei, CO2-Emissio- waren es nur 53 Prozent. Für die nicht online gestellten nen zu reduzieren, die sonst durch Geschäftsreisen ent- Rechnungen verbrauchten wir im vergangenen Jahr 557 stehen würden. Wenn dennoch Reisen erforderlich wer- Tonnen Papier. Unser eigener Papierverbrauch lag bei den, versuchen wir deren CO2-Intensität zu verringern. rund 183 Tonnen. Insgesamt haben unsere Mitarbeiter im Jahr 2010 rund 34,9 Millionen Kilometer mit fremden Verkehrsmitteln Wassereinsparung. 2008 haben wir den gesamten zurückgelegt (2009: 27,8 Mio. km), davon 22,7 Millionen Wasserverbrauch in unseren Büros und Shops analy- Kilometer per Flugzeug (2009: 12,3 Mio. km). Bevorzugt siert. Grundlage dafür waren Hochrechnungen und Ver- buchen wir bei Fluglinien, die nachweislich emissionsär- gleichswerte. Danach haben wir damals insgesamt mer sind als Wettbewerber. Insgesamt haben wir das 71.961 Kubikmeter Wasser verwendet. 2009 ist unser Budget für Reisekosten reduziert. Mietwagen wurden für Wasserverbrauch auf 63.172 Kubikmeter gesunken. 10,2 Millionen Kilometer genutzt (2009: 13,5 Mio. km) und 2010 stieg er wieder leicht an auf 64.420 Kubikmeter. die Bahn für 2,0 Millionen Kilometer (2009: 2,0 Mio. km). Als Anbieter von Telekommunikationsdienstleistungen gehören wir nicht zum produzierenden Gewerbe und haben insofern keinen großen Hebel bei der Reduktion Ressourcenschonung unseres Wasserverbrauchs. Unsere Büros befinden sich in modernen Gebäuden, die bereits weitgehend auf Res- Ressourcen zu schonen ist ein wichtiger Grundsatz sourcenschonung ausgerichtet sind. Beispielsweise ver- unseres Umweltmanagements. Wir wollen sowohl den fügen sie über wassersparende WCs. Ressourcenverbrauch eigener Abläufe reduzieren als auch einen Beitrag leisten, das Recycling von Handys Abfall und Elektroschrott. Im Jahr 2010 sind in unse- effizienter zu gestalten. ren Büros und Shops insgesamt 720 Tonnen Abfall ange- fallen. Kabel- und sonstige Netzwerkabfälle summierten Papierverbrauch. Mit der Auswahl unseres Papiers kön- sich auf 511 Tonnen. Insgesamt entstanden 2010 etwa nen wir aktiv dazu beitragen, Rohstoffe wie Wasser und 122 Tonnen Elektroschrott (2009: 138 Tonnen). 26,6 Holz zu schonen. Deswegen kaufen wir nur Papier, für Tonnen (2009: 68,5 Tonnen) davon fielen in den Büros dessen Herstellung ausschließlich Holz aus nachhaltiger und Shops an, weitere 94,8 Tonnen im Netzwerkbereich Forstwirtschaft genutzt wurde. Nachgewiesen wird dies (2009: 68,5 Tonnen). 511 Kilogramm (2009: eine Tonne) mit der PEFC-Zertifizierung (Programme for the Endorse- stammen aus unserem Handyrecycling-Programm. Den ment of Forest Certification Schemes). Darüber hinaus gesamten Elektroschrott haben wir zur Weiterverwer- setzen wir uns intern und extern dafür ein, möglichst tung und Entsorgung an Dienstleister gegeben. sparsam mit Papier umzugehen. Unseren Privatkunden bieten wir beispielsweise die Möglichkeit, ihre Rechnung Gefährliche Abfälle. Gefährliche Abfälle, die durch per E-Mail zu beziehen. 2010 haben wir mit einer Kam- unsere Prozesse vor allem im Netzwerkbereich entste- pagne bei unseren Bestandskunden für diese Möglich- hen, werden von fachkundigen Dienstleistern entsorgt. keit geworben. Mit Erfolg: 6,4 Millionen Kunden wechsel- Insgesamt haben wir im vergangenen Jahr 128 Tonnen ten zur Onlinerechnung. Zum Jahresende bezogen 66,6 gefährlichen Abfall, davon 5,6 Tonnen Batterien, einem Prozent unserer Kunden eine Online-Rechnung; 2009 entsprechenden Recycling-Prozess zugeführt. An unse- rem Standort Nürnberg haben wir in unserer Klimaan- lage 2010 das ozonschädliche Kältemittel Chlordifluor- methan R22 durch ein anderes Medium ersetzt. Damit22 Telefónica Germany CR-Bericht 2010 | Klima- und Umweltschutz
    • waren zum Jahresende noch 167 Klimaanlagen (2009: Strafzahlungen169) mit R22 vorhanden. Zählt man die Shops hinzu,existierten zum Jahresende noch insgesamt 214 solcher In Deutschland muss jede Mobilfunkstation über ein Zer-Klimaanlagen. tifikat der Bundesnetzagentur verfügen, das ihr die Ein- haltung der gesetzlich festgelegten Höchstwerte elek-Handyrecycling. Wertvolle Rohstoffe wie beispiels- tromagnetischer Emissionen bescheinigt. 2010 wurdenweise Gold oder Coltan werden für die Herstellung von uns etwa 1.800 dieser Zertifikate neu ausgegeben. BeiHandys verwendet. Durch die millionenfache Verbrei- einer Untersuchung der Bundesnetzagentur wurden intung von Handys und anderen mobilen Endgeräten sieben Fällen Abweichungen zwischen den auf den Zerti-wächst die Nachfrage nach diesen Rohstoffen. Deshalb fikaten angegebenen Daten und den tatsächlich gemes-kommt dem Handyrecycling entscheidende Bedeutung senen Werten an den Mobilfunkstationen festgestellt.zu. Kunden, die ihr altes Handy nicht mehr benötigen, Für diese Stationen mussten neue Zertifikate ausge-können dieses zurückgeben. Dazu liegen in unseren stellt werden, wofür uns die Bundesnetzagentur eineShops bereits adressierte und frankierte Umschläge fünfstellige Verwaltungsgebühr berechnet hat.bereit; unsere Shop-Mitarbeiter wurden ausführlich überdie Einzelheiten der Rückgabe und der Wiederverwer-tung informiert. AusgleichsflächenIm Jahr 2010 haben wir insgesamt 6.709 alte Handys Erstmals haben wir 2010 nicht wie sonst üblich eine(2009: 11.500) entgegengenommen und unserem Ausgleichszahlung für den Bau von Funkmasten an dieRecycling-Partner übergeben. Funktionsfähige Geräte lokale Naturschutzbehörde geleistet, sondern stattdes-werden nach Löschung eventuell vorhandener Daten sen mit dem Kauf eines Waldgrundstücks in der Nähewieder aufbereitet, verkauft und somit weiterverwendet. von Augsburg ein Naturschutzprojekt unterstützt.Die nicht zu gebrauchenden Geräte werden in ihre Ein-zelteile zerlegt und die enthaltenen wertvollen Metallezurückgewonnen. Giftige Bestandteile werden geson-dert gesammelt und entsorgt. Für jedes Gerät, das wirentgegennehmen, zahlen wir 2,50 Euro an den WWF.Die Beträge dienen dem Naturschutzprojekt MittlereElbe, das den Auwald der Elbe erhalten soll.Dieselkraftstoffe. Die Generatoren für die Notstrom-versorgung unserer Büros und Kundencenter werden mitDiesel betrieben. Insgesamt lagern wir etwa 38.200 LiterDieselkraftstoff an mehreren Standorten. Zur Sicherheitsind alle 13 Tanks doppelwandig ausgelegt. Alle fünfJahre werden sie vom Technischen Überwachungsverein(TÜV) auf ihre Sicherheit überprüft. Wie in den Jahrendavor gab es auch 2010 keine Zwischenfälle. 300 LiterÖlabfälle haben wir im vergangenen Jahr entsorgenlassen. Klima- und Umweltschutz | CR-Bericht 2010 Telefónica Germany 23
    • 7 Mitarbeiter Verantwortung für Mitarbeiter zu übernehmen ist Basis unserer Unternehmenskultur. Wir schaffen ein motivierendes und gesundes Arbeitsumfeld, das unsere Mitarbeiter zu Leistungen anspornt. Nur so können wir auch beste Ergebnisse für unsere Kunden erzielen. Belegschaftsstruktur Zufriedene Mitarbeiter Telefónica Germany verfügt über eine vergleichsweise Telefónica Germany zählte 2010 wieder zu den besten junge Belegschaft. Das Durchschnittsalter betrug im Arbeitgebern in Deutschland. Bei der unabhängigen Stu- Jahr 2010 rund 36 Jahre. Insgesamt arbeiteten bei uns die Great Place to Work® haben wir 2010 den ersten im vergangenen Jahr rund 5.550 Mitarbeiter, 725 von Platz belegt. Dies galt für die Kategorie der Unterneh- ihnen in Teilzeit. Unsere Mitarbeiterfluktuation lag mit men mit mehr als 5.000 Mitarbeitern. Ausschlaggebend einem Wert von 12,5 Prozent zwar über dem des Jahres für diesen Erfolg war die hohe Mitarbeiterzufriedenheit 2009, aber unter dem Wert von 2008. Der Anstieg der in unserem Unternehmen. 97 Prozent der Beschäftigten Fluktuationsquote im Vergleich zum Vorjahr resultiert fühlen sich nach eigenen Angaben fair behandelt; 89 vor allem aus der guten wirtschaftlichen Grundsituation Prozent sind stolz auf ihren Arbeitgeber. Wir werten und der Unsicherheit der Belegschaft über den angekün- diese Auszeichnung als Ergebnis unserer zielgerichteten digten Mitarbeiterabbau. Personalpolitik und -entwicklung, die wir seit zehn Jah- ren verfolgen. Anfang 2011 haben wir trotz der Umstruk- Anzahl festangestellter Mitarbeiter turierungen im Unternehmen den vierten Platz belegen Exklusive Studenten und Aushilfen können. 5.664 5.550 4.521 Umstrukturierung Telefónica Germany ist im Jahr 2010 weiter gewachsen. Im Februar 2010 haben wir mit der Integration von HanseNet und der Marke Alice begonnen. Damit führen wir zwei starke Unternehmen zusammen und schaffen 2008 2009 2010 eine zukunftsorientierte Organisation, die schnell im Markt agieren kann. Diese Umstrukturierung war mit Mitarbeiterfluktuation in Prozent einem Abbau von insgesamt 1.100 Stellen verbunden. 17,9 Unser Ziel ist es, das integrierte Unternehmen auf circa 5.000 Full Time Equivalents (FTE) zum 31. Dezember 2011 zu bringen. Geschäftsführung und Betriebsrat 12,5 haben bei der Durchführung der Umstrukturierung eng zusammen gearbeitet, in allen relevanten Fragen einver- nehmliche Entscheidungen getroffen und einen entspre- 5,7 2008 2009 201024 Telefónica Germany CR-Bericht 2010 | Mitarbeiter
    • chenden Rahmensozialplan mit einer Gültigkeit bis 2013 informiert. Dennoch haben die Umstrukturierungsmaß-verabschiedet. Die Vereinbarung zielt darauf, betriebsbe- nahmen im Laufe des vergangenen Jahres zu einer leich-dingte Kündigungen zu vermeiden und sieht unter ande- ten Abnahme der Mitarbeiterzufriedenheit bei Telefónicarem Abfindungszahlungen bei dem Abschluss von Auf- Germany geführt. Bei der jährlichen Mitarbeiterumfragehebungsverträgen vor. Zusätzlich wurden Themen wie „Reflect“ hat Telefónica Germany 77 Punkte erreicht.die Unterstützung bei Versetzungen und Standortschlie- 78 Prozent aller Mitarbeiter haben sich an der Umfrageßungen sowie umfassende Beratungsleistungen bei beteiligt. Mit dieser hohen Mitarbeiterzufriedenheit sindeinem Austritt aus dem Unternehmen vereinbart. Der wir innerhalb der europäischen Ländergesellschaften anStellenabbau verlief sozialverträglich. der Spitze.Von den Umstrukturierungen waren alle Unternehmens-bereiche betroffen. Die größten Veränderungen betref- Flexible Arbeitszeitenfen unseren Kundenservice, der an den vier StandortenNürnberg, Hamburg, Bremen und Rostock gebündelt Wir erwarten von unseren Mitarbeitern Flexibilität.wurde. Die Standorte Duisburg und Saarbrücken werden Umgekehrt bieten wir Arbeitszeiten, die es ermöglichen,seit Januar 2011, der Standort Teltow seit Februar 2011 ihren Tagesablauf an individuelle Lebenssituationenvon einem strategischen Partner betreut. Darüber anzupassen. Innerhalb eines definierten Zeitrahmenshinaus wurden die Büros in Stuttgart, Leipzig, Hannover, können unsere tariflichen Angestellten in AbstimmungHamburg-Hohenzollernring und Dortmund zum 31. März mit ihrem Vorgesetzten ihre tägliche und wöchentliche2011 geschlossen. Der Standort Verl wird zum 30. Sep- Arbeitszeit flexibel gestalten. Die Regelarbeitszeittember 2011 geschlossen. beträgt pro Tag acht Stunden; der Zeitkorridor dafür liegt zwischen 6 und 20 Uhr. Für jede Abteilung wird außer-Um die individuellen Konsequenzen und die Unsicher- dem eine tägliche Funktionszeit von maximal zehn Stun-heit, die mit den Umstrukturierungen für unsere Mitar- den festgelegt, in der die Abteilung besetzt sein muss.beiter verbunden waren, soweit wie möglich zu begren-zen, haben wir im Laufe des Jahres 2010 Change Arbeiten unsere Mitarbeiter mehr als die wöchentlichTrainings für Mitarbeiter und Führungskräfte angeboten vereinbarte Arbeitszeit, dokumentieren sie ihre Über-sowie über zahlreiche interne Kanäle und auf Sonderver- stunden. Diese können sie später in Form von Gleitzeitanstaltungen über die anstehenden Veränderungen abbauen. Außerdem haben sie ein Mal im Jahr die Mög- lichkeit, sich ihre Überstunden auszahlen zu lassen oderMitarbeiterzufriedenheit auf ein Langzeitarbeitskonto zu übertragen. Das Gutha-von 100 Punkten ben auf dem Langzeitarbeitskonto ist insolvenzgesichert 82 und dient dazu, dass sich unsere Mitarbeiter langfristig 79 77 ein Zeitguthaben aufbauen können, um dieses für län- gere Freistellungen von der Arbeit, beispielsweise für ein Sabbatical, einsetzen zu können. Alle unsere Mitarbeiter können ihre Arbeitszeiten eigen- verantwortlich gestalten und bei Bedarf auch von zu Hause aus arbeiten. Im Juli 2010 haben wir unser Projekt 2008 2009 2010 Mitarbeiter | CR-Bericht 2010 Telefónica Germany 25
    • Telecommuting gestartet, mit dem wir alternative Leistungsgerechte Vergütung Arbeitsformen testen. Durch einen Zusatz in ihrem Anstellungsvertrag haben unsere Mitarbeiter die Mög- Die Vergütung unserer Mitarbeiter orientiert sich am lichkeit eingeräumt bekommen, ihren Arbeitsplatz in Markt sowie an deren Leistung. Mitarbeiter, die eine gute Abstimmung mit dem Vorgesetzten an einem oder meh- Leistung erbringen, haben die Möglichkeit, ein über- reren Tagen pro Woche nach Hause zu verlegen. 200 Mit- durchschnittliches Einkommen zu erzielen. Im Sinne arbeiter haben dieses Angebot im Jahr 2010 genutzt. unserer leistungsorientierten Unternehmenskultur setzt sich das Gehalt aus festen und variablen Bestandteilen zusammen, um einen zusätzlichen Leistungsanreiz für Angebote für Eltern die Mitarbeiter zu bieten. Bei Tarifmitarbeitern – das sind 4.794 unserer Mitarbeiter (Stand zum 31.12.2010) – Dank unserer flexiblen Arbeitszeiten sind wir auch für beläuft sich der variable Anteil auf zehn Prozent der berufstätige Eltern ein attraktiver Arbeitgeber. Mit unse- Grundvergütung. Bei außertariflichen Mitarbeitern rer Elterninitiative „Working Mums and Dads“, die mitt- beträgt er 20 Prozent, bei leitenden Angestellten 50 Pro- lerweile 466 Mitglieder zählt, bieten wir ihnen zusätzli- zent. Der variable Anteil setzt sich aus Individualzielen che Unterstützung. Seit 2010 steht dieses Angebot, mit sowie Unternehmenszielen zusammen. dem Telefónica Germany den Austausch junger Eltern zu Themen vom Babysitterservice bis zum Wiedereinstieg Seit dem 1. Juli 2010 bekommen unsere Mitarbeiter in den Beruf organisatorisch und finanziell unterstützt, mehr Gehalt. Grundlage hierfür ist der neue Tarifvertrag auch an unseren Standorten in Nürnberg, Bremen, Ber- mit der Gewerkschaft IG Bergbau, Chemie, Energie lin, Köln und Verl zur Verfügung. Wir fördern auch explizit (IGBCE), der eine Erhöhung der Tarifgehälter um 2,5 Pro- die Entscheidung junger Väter, die Möglichkeit der zent vorsieht. Der neue Tarifvertrag gilt vom 1. Juli 2010 Elternzeit zu nutzen. 2010 haben 69 Männer von dieser bis zum 31. Dezember 2011. Zusätzlich zur Steigerung Möglichkeit Gebrauch gemacht. um 2,5 Prozent bei den tariflichen Bestandteilen stellte Telefónica Germany pro Tarifmitarbeiter ein zusätzliches Am Standort München betreiben wir eine unterneh- Budget von einem Prozent der Gehaltssumme zur Verfü- menseigene Kinderkrippe und gemeinsam mit der bun- gung, welches die jeweiligen Vorgesetzten gemäß unse- desweit tätigen pme Familienservice GmbH bieten wir ren Regelungen während der Gehaltsrunde für markt- unseren Mitarbeitern Unterstützung bei der Vermittlung konforme und leistungsabhängige Anpassungen von Kinderbetreuung sowie bei der Suche nach Pflege- verwenden konnten. Unter Maßgabe der gleichen Rege- möglichkeiten für Angehörige. Die Kosten für Beratung lungen erhielten Vorgesetzte für außertarifliche Mitar- und Vermittlung sowie zehn Tage Notfallbetreuung beiter ein Budget von 3,5 Prozent der Gehaltssumme, übernimmt Telefónica Germany. Unser Angebot für das gemäß den Regeln individuell verteilt werden junge Eltern wird abgerundet durch die „Kindertage“ und konnte. unser Inhouse-Ferienprogramm. Sie bieten dem Nach- wuchs – 210 Kinder im Jahr 2010 – die Gelegenheit, das Freiwillige Leistungen. Neben dem Entgelt bietet Tele- Arbeitsumfeld der Eltern kennenzulernen, und ein bis zu fónica Germany seinen Mitarbeitern ein ganzes Bündel zwei Wochen dauerndes, abwechslungsreiches Ferien- freiwilliger Nebenleistungen. Dazu zählen beispielsweise programm. die Zuschüsse zu vermögenswirksamen Leistungen oder die unternehmensfinanzierte Basisabsicherung, die allen festangestellten Mitarbeitern zusteht. Zusätzlich zur gesetzlichen Unfallversicherung hat Telefónica Germany26 Telefónica Germany CR-Bericht 2010 | Mitarbeiter
    • für jeden Mitarbeiter eine Unfallversicherung abgeschlos- Telefónica Germany berücksichtigt. Bereits im Jahr 2007sen, die unabhängig von Arbeitszeiten weltweit bei beruf- sind wir der Initiative „Charta der Vielfalt“ unter derlichen und privaten Unfällen Schutz bietet. Zur Absiche- Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkelrung von Hinterbliebenen zahlen wir beim Todesfall beigetreten. Alle Unterzeichner sind überzeugt, dasseines Mitarbeiters sechs Monate lang das Gehalt weiter Unternehmen wirtschaftlich nur erfolgreich sein können,an die Familie aus. Weitere Zusatzleistungen sind Fahrt- wenn sie die vorhandene Vielfalt erkennen und nutzen.kosten- und Essensgeldzuschüsse sowie die Grundge- Das gilt für Mitarbeiter ebenso wie für Kunden undbührenbefreiung oder -reduzierung für privat genutzte Geschäftspartner.O2-Verträge. Die Zahl der behinderten Beschäftigten bei TelefónicaAktienprogramm für Mitarbeiter. Im Jahr 2010 hat Germany ist 2010 gestiegen: von 66 auf 73. ZusätzlichTelefónica S.A. erstmals einen globalen Aktiensparplan haben wir 2010 im Rahmen der „Sozialen Partner-aufgelegt, an dem sich alle Telefónica Mitarbeiter in 25 schaft“, die wir mit der Münchner Stiftung Pfennigpa-Ländergesellschaften beteiligen können. Er dient aus- rade geschlossen haben, sechs weitere behinderte Men-drücklich dazu, die Motivation und Loyalität der Beleg- schen beschäftigt. Im Rahmen dieser Partnerschaftschaft zu fördern und sie am Erfolg des Unternehmens identifizieren wir gemeinsam geeignete Tätigkeiten, diezu beteiligen. Das Programm ist auf zwei Jahre ausge- Menschen mit Behinderung bei Telefónica Germany aus-legt. Im ersten Jahr können Mitarbeiter zu einem fest- üben können. Damit befördern wir eine Kultur der Viel-gelegten Betrag ihrer Wahl monatlich Unternehmens- falt und helfen behinderten – oft hochqualifizierten –aktien kaufen. Die monatlichen Raten liegen zwischen Menschen den Rückweg in das Berufsleben zu finden.25 und 100 Euro, der maximale Sparbetrag beträgt proPerson 1.200 Euro. Nach einem weiteren Jahr verdoppelt Im Rahmen des so genannten International AssignmentTelefónica S.A. die Anteile. Der früheste Auszahlungszeit- der Telefónica Gruppe haben Mitarbeiter die Möglichkeit,punkt ist zwei Jahre nach Beginn des Aktienprogramms. vorübergehend im Ausland zu arbeiten. VoraussetzungIn Deutschland beteiligen sich seit August 2010 rund ist, dass sie dort technisches oder Managementwissen3.000 Mitarbeiter an dem Programm. Prozentual erreicht zur Verfügung stellen können, das in der jeweiligen Lan-Telefónica Germany damit die höchste Beteiligungsrate desgesellschaft nicht vorhanden ist oder auf einen ande-innerhalb der Gruppe. Der Aktiensparplan hat in Großbri- ren Geschäftsbereich übertragen werden kann. Darübertannien den IFS Proshare Annual Award 2010 als „Best hinaus können Entsendungen auch als Entwicklungs-International Share Plan“ gewonnen. maßnahme dienen. Dabei achten wir darauf, dass der Auslandseinsatz gleichermaßen der beruflichen Ent- wicklung unserer Mitarbeiter und dem UnternehmenVielfalt dient. Im Jahr 2010 wechselten zwölf unserer Mitarbei- ter sowie neun Studenten im Rahmen ihres dualen Stu-In unseren Geschäftsgrundsätzen bekennen wir uns aus- diums auf eine Position außerhalb Deutschlands, elf Mit-drücklich zum Grundsatz der Vielfalt und Chancengleich- arbeiter kamen aus anderen Ländergesellschaften zuheit (Diversity). Das bedeutet: Hautfarbe oder Herkunft, uns. Auf der Ebene der Führungskräfte nutzen wir denNationalität oder ethnische Abstammung spielen am internationalen Austausch als ein Instrument, durch dasArbeitsplatz keine Rolle. Dasselbe gilt für Religion, unser Konzern noch enger zusammenwächst.Geschlecht oder Familienstand, sexuelle Orientierung,Alter oder Behinderungen. Bei Einstellungen, Beförde-rungen, Gehaltsfindung und -anpassung wird dies bei Mitarbeiter | CR-Bericht 2010 Telefónica Germany 27
    • Gleichberechtigung von Frauen Diversity Management Von unseren 5.550 Mitarbeitern sind 2.057 Frauen und Bei Telefónica Europe wurde 2010 ein Diversity Officer 3.493 Männer. Im Senior Management (CEO, Managing berufen, der zusammen mit den Ländergesellschaften Directors und Vice Presidents) finden sich sieben Frauen, ein Diversity-Programm für die nächsten Jahre entwi- eine davon auf Geschäftsführerebene. ckelt. Den fairen und respektvollen Umgang miteinander unterstützen wir bereits heute durch ein breites Angebot Die Gehälter unserer Mitarbeiterinnen gleichen denen an Schulungen. Als das Gesetz zur Allgemeinen Gleich- ihrer männlichen Kollegen in vergleichbaren Positionen. behandlung 2006 in Kraft trat, haben wir ein Training Alle Gehälter orientieren sich an der Funktion, dem zum Thema Gleichbehandlung eingeführt, das Mitarbei- Markt und der persönlichen Leistung. Gleichzeitig legen ter und Führungskräfte alle zwei Jahre absolvieren müs- wir besonderen Wert darauf, die Karrieren von Frauen zu sen. Das 45-minütige Training erläutert die Grundlagen fördern – beispielsweise durch Kommunikationstrainings und die arbeitsrechtlichen Folgen einer Diskriminierung und Führungsseminare. 2010 haben wir erstmals weibli- durch Vorgesetzte oder Kollegen. 2010 haben 88,1 Pro- chen High Potentials der Top 150 Führungsebene ein zent unserer Belegschaft das Training absolviert; 2009 mehrtägiges Training angeboten. waren 84,8 Prozent. Frauenanteil an der Gesamtbelegschaft Nehmen Mitarbeiter oder Führungskräfte wahr, dass in Prozent gegen unsere Grundsätze der Gleichbehandlung versto- 37 37 ßen wird, können sie sich an den Betriebsrat oder die 35 Personalabteilung wenden. Für Mitarbeiter mit Behinde- rung stehen eigens benannte Vertrauenspersonen als Ansprechpartner bereit. 2010 hatten wir über die ange- botenen Mitarbeiter-Helplines keine Meldungen über Vorfälle im Zusammenhang mit Diskriminierung. 2008 2009 2010 Aus- und Weiterbildung Anzahl Frauen im Senior Management Wir bieten unseren Mitarbeitern abhängig von ihrer indi- CEO, Managing Directors und Vice Presidents viduellen Qualifikation und ihrer jeweiligen Funktion 7 interne und externe Trainings- und Schulungsangebote. Hinzu kommt unsere internationale eLearning-Plattform 5 a+. In dieser Trainingsdatenbank im Intranet können sich Mitarbeiter über alle Maßnahmen informieren, die spe- ziell für uns konzipiert wurden. Zur Auswahl stehen Technik- und Vertriebs-, aber auch Sozial- und Methoden- trainings. Im Jahr 2010 haben sich unsere Mitarbeiter – insgesamt 1.973 Stunden auf der Lernplattform fortge- 2008 2009 201028 Telefónica Germany Leistungsbericht 2010 | Mitarbeiter
    • bildet. Insgesamt hat Telefónica Germany 2010 mehr als statt. Einmal im Jahr, im Frühjahr, laden wir die Beleg-3,8 Millionen Euro in die Aus- und Weiterbildung inves- schaft in München, Köln, Teltow und Nürnberg zu spe-tiert (2009: 4,4 Millionen). Die Zahl der Trainingsstunden ziellen Gesundheitstagen ein.pro Mitarbeiter belief sich 2010 auf knapp 38 (2009: 35). Im Herbst planen wir immer eine andere Gesundheitsak-Die Ausbildung bei Telefónica Germany basiert auf dem tion, wie „5 am Tag“. Eine Woche lang können sie sichdualen Ausbildungssystem, das Unterricht und Betriebs- bei internen und externen Experten zu den Themenpraxis kombiniert. Wir bieten 74 Ausbildungsplätze in Sport, Entspannung und gesunde Ernährung informie-kaufmännischen und technischen Berufen sowie im ren. Vorsorgeuntersuchungen, Sehtests, Schnupper-Customer Service und im Einzelhandel. 2010 haben kurse und Massagen ergänzen das Programm. 201025 junge Menschen ihre Ausbildung bei uns aufgenom- haben 15 Prozent der Belegschaft daran teilgenommen,men. Jene, die im vergangenen Jahr ihre Ausbildung bei genauso viele wie 2009. Jeweils im Herbst bieten wiruns beendet haben, konnten wir zu rund 85 Prozent in allen eine kostenlose Grippeimpfung an.ein festes Arbeitsverhältnis übernehmen. In Zusammen-arbeit mit den Berufsakademien in Stuttgart, Glauchau Unser Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit unserer Mitarbei-(Sachsen) sowie den Hochschulen in München, Deggen- ter zu stärken. Gleichzeitig möchten wir die Zahl derdorf, Nürnberg und der Hochschule für Wirtschaft und Krankheitstage senken. Im Jahr 2010 waren unsere Mit-Recht in Berlin bieten wir Abiturienten die Möglichkeit, arbeiter im Durchschnitt 11 Tage krank (2009: 10,2 Tage).ein Studium mit einer Berufsausbildung zu kombinieren Damit liegen wir bei einem Krankenstand von 4,2 Pro-– an den Berufsakademien in den Bereichen Industrie / zent (2009: 3,9 Prozent). Da wir insbesondere die AnzahlDienstleistungsmanagement, Angewandte Informatik der Mitarbeiter mit länger dauernden Krankheiten redu-und Mobile Kommunikation, sowie an den Hochschulen zieren wollen, haben wir uns als Benchmark den AOK-für Betriebswirtschaftslehre, Elektrotechnik, Wirt- Wert aus dem Jahr 2008 von 3,9 Prozent gesetzt, der nurschaftsingenieurwesen, Wirtschaftsinformatik und Krankmeldungen ab dem dritten Krankheitstag enthält.Informatik. An den Hochschulen wird in den aufgeliste- Für das Jahr 2010 lag dieser Wert für AOK-versicherteten Studiengängen das Studium mit vertiefter Praxis Mitarbeiter von Telefónica Germany bei 2,4 Prozent undangeboten. 2010 entschieden sich 13 Abiturienten somit deutlich unter unserem Benchmark.dafür, 2009 waren es zwölf. Ihre Chance, in eine Festan-stellung übernommen zu werden, ist hoch. ArbeitssicherheitGesundheit und Sicherheit Unser betriebliches Arbeitsschutzmanagementsystem sieht regelmäßige Schulungen und Trainings für alle Mit-Im Jahr 2008 haben wir vom Bayerischen Staatministe- arbeiter vor. Dies gilt insbesondere für Mitarbeiter, dierium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz häufig auf hochgelegenen Arbeitsplätzen eingesetztdas Zertifikat „Ganzheitliches betriebliches Gesund- werden. Unser System für das Management des Arbeits-heitsmanagement“ in der Qualitätsstufe Gold verliehen schutzes orientiert sich an den relevanten Gesetzen. Wirbekommen. Ausgezeichnet wurden wir für umfassende verstehen Unfallverhütung, Arbeits- und Gesundheits-Leistungen im betrieblichen Gesundheitsmanagement. schutz als eine zentrale Managementaufgabe, die beiIn unserer Arbeit orientieren wir uns an den Kriterien die- der Geschäftsführung angesiedelt ist. Sie überträgt dieses Zertifikats. Die Re-Zertifizierung findet im Jahr 2011 konkreten Aufgaben an die Führungskräfte. Diese müs- Mitarbeiter | CR-Bericht 2010 Telefónica Germany 29
    • sen beispielsweise sicherstellen, dass unsere Mitarbeiter wurde von allen absolviert. Dabei wurden unter anderem mindestens einmal jährlich zu sicherheitsrelevanten das Verhalten bei Anlagen mit elektromagnetischen Fel- Themen geschult werden. Damit sorgen wir dafür, dass dern und das Tragen einer persönlichen Schutzausrüs- im Notfall richtiges Verhalten gewährleistet ist. An unse- tung trainiert. Für diese Mitarbeitergruppe haben wir ein rem Standort München gibt es zudem ein Krisencenter, spezielles Rettungskonzept erarbeitet, wie nach einem in dem die erforderlichen Maßnahmen veranlasst und möglichen Absturzunfall dem Betroffenen schnell und koordiniert werden, wenn eine unternehmenskritische effizient geholfen werden kann. Für unsere externen Notsituation eintritt. 2010 ereigneten sich 35 Arbeitsun- Dienstleister, die mit dem Aufbau von Mobilfunkanlagen fälle. Bei diesen Vorfällen handelte es sich hauptsächlich beauftragt werden, gelten ähnliche Regeln. um Stolper-, Rutsch- und Sturzunfälle. Unabhängig von den regelmäßigen Arbeitssicherheits- Arbeitsunfälle trainings müssen die Mitarbeiter, die an hochgelegenen 35 35 Arbeitsplätzen tätig werden, eine Ausbildung als Ersthel- fer nachweisen und eine spezielle arbeitsmedizinische Untersuchung absolvieren. Sie erhalten ausführliche 25 Sicherheitshinweise und Betriebsanweisungen für ihre speziellen Arbeitsplätze. Ferner bekommen sie prakti- sche Schulungen, beispielsweise zum Umgang mit den obligatorischen Sicherungseinrichtungen wie Sicher- heitsgurte oder Sicherheitshelme sowie für Rettungs- maßnahmen bei Unfällen ihrer Kollegen. Diese Schulun- 2008 2009 2010 gen müssen jährlich wiederholt werden. 2009 2010 Quote der Arbeitsunfälle (OSHA-Quote) 0,64 0,66 Arbeitnehmerrechte Rate der Berufskrankheiten in Prozent 0,01 0,04 Gemäß dem Betriebsverfassungsgesetz vertritt der von den Mitarbeitern gewählte Betriebsrat die Interessen Arbeitssicherheitsschulungen der Belegschaft gegenüber der Geschäftsführung. Seine Mitglieder wurden 2010 turnusgemäß in allen Regionen 2010 wurde unternehmensweit eine neue Online-Schu- und in allen Betrieben neu gewählt. Vertreter der einzel- lung zu dem Themenbereich Arbeitssicherheit und nen regionalen Betriebsräte bilden zusammen einen Brandschutz in unser Intranet eingestellt. Diese allge- Gesamtbetriebsrat, der als Gesprächspartner der meine Schulung mit Modulen zu Arbeitssicherheit, Geschäftsführung Vereinbarungen treffen kann, die für Arbeitsplatzgestaltung und Brandschutz haben mehr als mehrere Regionen oder das gesamte Unternehmen 70 Prozent unserer Mitarbeiter erfolgreich absolviert. gelten. Vertreter aus dem Gesamtbetriebsrat werden Das Online-Training für die 123 (Stand 31.12.2010) Kol- regelmäßig im Europäischen Betriebsrat über wichtige, legen, die auf hochgelegenen Arbeitsplätzen tätig sind, länderübergreifende Themen informiert.30 Telefónica Germany CR-Bericht 2010 | Mitarbeiter
    • 8 Gesellschaftliches Engagement Als ein Teil der Gesellschaft tragen auch wir als Unternehmen eine Verantwortung für deren Entwicklung. Dort, wo wir durch unsere Kompetenz den größten gesellschaftlichen Nutzen stiften können, engagieren wir uns als Unternehmen und mit unseren Mitarbeitern.Die Förderung von Medienkompetenz bei Jugendlichen Think Big: Eine Initative für Jugendliche. Unser größ-ist thematischer Schwerpunkt des gesellschaftlichen ter und wichtigster Hebel bei der Förderung von Medien-Engagements bei Telefónica. Daneben setzen wir uns kompetenz ist Think Big. Ziel dieses langfristig ange-über Unternehmensspenden und die Corporate Volun- legten, europäischen Programms von Telefónica Europeteering-Aktivitäten unserer Mitarbeiter auch für andere ist es, insbesondere bildungsbenachteiligte Jugendlichegesellschaftliche Belange ein. Im engen Austausch mit und junge Erwachsene zwischen 14 und 25 Jahren dabeiunseren Stakeholdern entwickeln wir die Felder unseres zu unterstützen, den Übergang ins Erwachsenenlebengesellschaftlichen Engagements permanent weiter. zu meistern. Dazu haben wir im vergangenen Jahr gemeinsam mit der Deutschen Kinder- und Jugendstif- tung (DKJS) das Think Big Media College ins Leben geru-Engagement für Jugendliche fen. Das Media College richtete sich gezielt an sozial und bildungsbenachteiligte Jugendliche, stärkte die Medien-95 Prozent der 12- und 13-Jährigen verfügen heute kompetenz der Teilnehmenden und ermutigte sie,bereits über ein eigenes Handy. 80 Prozent der von Zukunftsperspektiven zu entwickeln und aktiv an derJugendlichen genutzten Handys sind in der Lage, eine Gesellschaft teilzuhaben. An dem Projekt haben deutsch-Verbindung zum Internet herzustellen. Hier verbringen landweit 1.300 Jugendliche teilgenommen. Ausgehenddie Jugendlichen im Schnitt 13 Stunden pro Woche1. Auf von der Erkenntnis, dass die modernen Kommunikati-diese Weise sind Mobiltelefone die Verbindung zu Freun- onsmedien in der Zielgruppe weit verbreitet sind, ging esden und zu sozialen Netzwerken. Ein wesentlicher Teil uns darum, den jungen Menschen eine kreative Medien-des gesellschaftlichen Lebens findet online statt. Daher nutzung zu vermitteln. Dies ermöglicht Lerneffekte, dieverstehen wir es als unsere Aufgabe als Anbieter von sich positiv auf Schul- und Berufschancen der jungenTelekommunikationsdienstleistungen und -produkten, Frauen und Männer auswirken.den kompetenten und verantwortungsbewusstenUmgang mit Medien zu fördern und Kinder und Jugend- Die langfristig angelegte Initiative Think Big geht im Jahrliche dabei zu unterstützen, souverän mit Handy und 2011 mit einem neuen Programm weiter. Think Big –Internet umzugehen. Mein Kiez. Meine Idee will das Engagement junger Men- schen in ihrer unmittelbaren, lokalen Umgebung unter- stützen und fördert von Jugendlichen initiierte und orga- nisierte gemeinnützige Projekte mit 400 Euro sowie durch pädagogisches und fachliches Coaching bei der Projektdurchführung.1 Quelle: JIM-Studie 2010. Soziales Engagement | CR-Bericht 2010 Telefónica Germany 31
    • Schola-21 – Online-Portal für Schüler und Lehrer. 1GOAL: Schulbildung für alle Kinder. 2010 – im Jahr Unsere langjährige Partnerschaft mit der Initiative der Fußballweltmeisterschaft – haben wir die Bildungs- SCHOLA-21 haben wir auch 2010 fortgesetzt. Die von initiative 1GOAL unterstützt. Die Initiative der FIFA macht uns unterstützte Internet-Plattform der Initiative dient sich dafür stark, bis 2015 möglichst vielen Kindern eine dem interaktiven Projektunterricht Lernen. Schülerinnen Schulbildung zu vermitteln. Dabei sollen in den nächsten und Schüler nutzen sie, um online Projekte zu entwi- Jahren weltweit 75 Millionen Erwachsene gewonnen ckeln und gemeinsam zu präsentieren. Lehrer können werden. Mit ihrer symbolischen Stimmabgabe plädieren dort Materialien herunterladen. Seit 2004 haben sich sie dafür, dass jedes der 75 Millionen Kinder, das derzeit knapp 6.000 Schulen und rund 38.000 Nutzer registriert. keine Schule besucht, Bildung erhält. Um möglichst viele Stimmen zu sammeln, hatten wir in unserem Unterneh- JFF-Institut für Medienpädagogik als Partner. Die mensportal eine eigene Seite eingerichtet, auf der Kun- Kooperation zwischen Telefónica Germany und dem den und Mitarbeiter die Initiative unterstützen konnten. Münchner Institut für Medienpädagogik in Forschung 4.000 Nutzer machten davon Gebrauch. Daneben hat- und Praxis (JFF) besteht seit 2006. Auch 2010 haben ten wir einen Benefiz-Wettbewerb ausgeschrieben, um wir gemeinsam deutschlandweit Handyprojekte mit lokalen Bildungseinrichtungen die Chance zu geben, von Jugendlichen, Informationsabende für Pädagogen und der 1GOAL-Kampagne zu profitieren. Unter dem Motto Eltern realisiert und sind dabei in 32 Workshops mit über „Bildung für alle“ waren O2 Kunden dazu aufgerufen, 500 Jugendlichen zwischen 12 und 16 Jahren zum zusammen mit Freunden und Bekannten auf der Web- Thema Handy, Datenschutz und Online-Communitys plattform o2crew.de eine größtmögliche Gruppe zu ins Gespräch gekommen. Für den deutschlandweiten gründen, um ein gemeinnütziges, lokales Bildungspro- Handyclip-Wettbewerb Ohrenblick mal!, den das JFF jekt ihrer Wahl zu unterstützen. Die beiden O2 Crews mit 2010 zum sechsten Mal gemeinsam mit Telefónica und den meisten Mitgliedern erhielten jeweils 10.000 Euro weiteren Partnern durchführte, wurden 125 Handyclips für ihr Bildungsprojekt. Gewonnen haben die Projekte eingesandt. Die kreativsten Clips wurden ausgezeichnet. CISV Germany (Children’s International Summer Village) und Studieren ohne Grenzen. Teach Today: Unterstützung für Lehrer. TeachToday bietet Lehrern in verschiedenen europäischen Ländern Unterstützung bei der Bewältigung von Problemen im Spenden und Umgang mit den neuen Medien. Die Online-Plattform stellt Ressourcen für den Unterricht und darüber hinaus Corporate Volunteering zur Verfügung. Gemeinsam mit Europas führenden Inter- net-, Mobilfunk- und sozialen Netzwerkanbietern und in Neben unseren langfristig angelegten Projekten, in enger Zusammenarbeit mit dem gemeinnützigen Netz- denen wir gemeinsam mit kompetenten Partnern einen werk European Schoolnet hat Telefónica auf europäi- kontinuierlichen Beitrag zur Förderung von Kindern und scher Ebene dazu beigetragen, dass TeachToday im Jugendlichen leisten wollen, investieren wir über Spen- April 2008 online gehen konnte. Die Online-Plattform den auch in gute Projekte, in die wir nicht unmittelbar beantwortet Fragen zu interaktiven Kommunikations- involviert sind und geben unseren Mitarbeitern die Mög- technologien, mit denen die Schulen heutzutage kon- lichkeit, sich während ihrer Arbeitszeit ehrenamtlich zu frontiert sind. Dazu gehören Mobbing übers Handy oder engagieren. Dabei achten wir darauf, dass zentrale übers Internet, die Veröffentlichung von Fotos auf Inter- Grundsätze und Maßgaben, die wir für unser gesell- netseiten sozialer Netzwerke und der unbedachte schaftliches Engagement definiert haben, eingehalten Umgang mit persönlichen Daten. werden.32 Telefónica Germany CR-Bericht 2010 | Soziales Engagement
    • Spenden. Wir spenden vorzugsweise an Institutionen, Can do Giving. Unser Ziel ist es, unsere Spenden und dieEinrichtungen oder Projekte aus den Bereichen Kinder der Mitarbeiter gebündelt im Sinn unserer gesellschaftli-und Jugend, Bildung und Umwelt. Die Empfänger unse- chen Schwerpunkthemen einzusetzen. Deshalb fördernrer Spenden müssen entweder in Deutschland beheima- wir das gesellschaftliche Engagement unserer Mitarbei-tet sein oder in einem Land, in dem Telefónica S.A. tätig ter über verschiedene Spendenprogramme. Unserist. Wir unterstützen keine Spenden an Einzelpersonen, Gehaltsspendenprogramm „Can Do Giving“ besteht seitreligiöse Einrichtungen, politische Parteien, Wählerverei- 2006. Dabei können unsere Mitarbeiter monatlich einennigungen oder Projekte, die kommerzielle Zwecke verfol- von ihnen bestimmten Anteil ihres Nettogehalts an einegen. Schließlich erwarten wir, dass die Einrichtung oder gemeinnützige Organisation spenden, die vorher von derdas Projekt nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ Mehrheit der Belegschaft ausgewählt wurde. Telefónicaarbeitet. Seit 2009 werden alle Spendenausgaben bei Europe stockt jede Einzelsumme um 20 Prozent auf.Telefónica Germany zentral gesteuert. Unabhängig 2010 haben wir unser Ziel erreicht, die Teilnahme an Candavon, wer sie initiiert hat, muss jede Spende freigege- Do Giving auf drei Prozent der Belegschaft zu erhöhen.ben werden. Zuständig dafür ist der Leiter der Unterneh- 157 Mitarbeiter haben daran teilgenommen. 2011 wol-menskommunikation, der auch den Bereich Corporate len wir den Anteil auf fünf Prozent steigern. Die MehrheitResponsibility verantwortet. Ab einer Höhe von 20.000 unserer Mitarbeiter hat sich 2010 für „Children for a bet-Euro müssen Spenden zusätzlich von unserem Chief ter world e.V.“ als Spendenempfänger ausgesprochen.Financial Officer freigegeben werden. Dadurch stellen wir Unsere Mitarbeiter spendeten dem Projekt 15.078 Euro;sicher, dass alle Spenden den formal-rechtlichen wie dieser Betrag wurde von Telefónica Europe um 20 Pro-auch unseren inhaltlichen Anforderungen entsprechen. zent aufgestockt.Sie müssen im Einklang mit unserer Spenden-Richtlinieund unseren Geschäftsgrundsätzen stehen. Im vergan- Insgesamt haben sich 955 Beschäftigte an unseren Spen-genen Jahr haben wir insgesamt rund 273.000 Euro denaktionen beteiligt. Denn über die oben genanntegespendet. Hinzu kamen etwa 429.000 Euro für gemein- Zahl hinaus haben sich weitere 798 Mitarbeiter übernützige Investitionen, die im Rahmen von Think Big „Can Do Giving“ an Sonderspendenaktionen beteiligt, diegeleistet wurden. Telefónica Germany 2010 initiiert hatte. Dabei ging es um Hilfe für Menschen, die von den NaturkatastrophenAusgaben für Projekte und Geldspenden in Haiti und in Pakistan betroffen waren.in Euro 702.003 Can Do Matching. Fundraising-Aktionen unserer Mitar- beiter zugunsten von gemeinnützigen Zwecken fördern wir ebenfalls. Bei diesem „Can Do Matching“ verdoppelt 455.009 Telefónica Europe die gesammelten Spenden von Einzel- personen bis zu einer Grenze von 455 Euro und bis zu 164.208 1.950 Euro bei Teams mit mindestens zwei Mitarbeitern. 27 Mitarbeiter initiierten 2010 Fundraising-Aktionen, bei denen insgesamt 2.700 Euro für gute Zwecke zusam- 2008 2009 2010 menkamen. Soziales Engagement | CR-Bericht 2010 Telefónica Germany 33
    • Corporate Volunteering. Ende 2008 hat Telefónica Ger- rika und setzt zugleich ein Zeichen gegen Kinderarbeit. many ein Corporate Volunteering-Programm eingeführt, Beschäftigte der gesamten Telefónica-Gruppe können um das gesellschaftliche Engagement der Mitarbeiter zu sich für das dreiwöchige Programm bewerben. Unsere fördern. Sie können unmittelbar ihren eigenen gesell- Mitarbeiter aus Deutschland – 2010 waren es neun – schaftlichen Beitrag leisten, indem sie sich entweder als müssen dafür 13 Urlaubstage investieren. Zur Vorberei- Individuum oder als Team sozial engagieren. 2010 haben tung erhalten sie einen einwöchigen Spanischkurs und sich in Deutschland insgesamt 1.205 Mitarbeiter an werden im Umgang mit den Kindern geschult. den unterschiedlichen Möglichkeiten beteiligt und über 3.800 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet. Weltweit Für Abteilungen und ganze Geschäftsbereiche besteht hat Telefónica S.A. im Oktober den ersten International darüber hinaus die Möglichkeit, im Rahmen des Volun- Volunteering Day veranstaltet. 4.000 Mitarbeiter haben teering-Programms einen Teameinsatz durchzuführen. sich daran beteiligt. In Deutschland nahmen 68 Mitarbei- Oft entdecken die Teammitglieder bei diesen Einsätzen ter aus Hamburg und München daran teil. Unter ande- Eigenschaften oder Fähigkeiten an sich selbst und den rem gestalteten sie die Sanitärräume einer Schule, Kollegen, die ihnen vorher nicht bewusst waren oder die begleiteten Kinder einer Förderschule zu den Bavaria sie am Arbeitsplatz noch nie gezeigt hatten. Mit diesen Filmstudios, legten Beete und Teiche an. Einsätzen wollen wir vor allem die Teamfähigkeit und den Zusammenhalt unserer Mitarbeiter stärken. 2010 Anzahl der Volunteers haben sich 401 Mitarbeiter an solchen Teameinsätzen 1.205 beteiligt. Darunter waren auch die Mitarbeiter, die im „Top Talente“-Programm auf eine Führungslaufbahn vor- bereitet werden. Sie verbrachten zwei Tage mit der „Groupe Smirage“, einer Gruppe von behinderten Künst- 632 lern, im Atelier der Stiftung Pfennigparade. Aufgabe war es, sich von gewohnten Rollenkonzepten und Hierar- chien zu lösen. 73 Acht Mitarbeiter aus unserer Münchener Zentrale haben 2008 2009 2010 im vergangenen Jahr Patenschaften übernommen, mit denen sie 14- bis 17-jährige Hauptschüler kontinuierlich betreuen. Unter anderem bereiten sie die Schüler auf Unsere Mitarbeiter können sich zudem pro Jahr für zwei Praktika vor. Initiiert wurde das Projekt „Komm in die Kalendertage für soziale Projekte von der Arbeit freistel- Zukunft“ vom Verein Bürgertreff e.V. Es dient dazu, den len lassen. Wie und wo sie sich an diesen Tagen engagie- jungen Menschen den Übergang von der Schule ins ren, bleibt ihnen selbst überlassen. Dies können eigene Berufsleben zu erleichtern. Projekte aus ihrem lokalen Umfeld sein oder Projekte, die das Unternehmen bereits unterstützt. Im Jahr 2010 Koordiniert werden diese Maßnahmen alle über ein nahmen 96 Mitarbeiter dieses Angebot in Anspruch. eigens eingerichtetes Volunteering-Office. Seine Auf- Eine weitere Möglichkeit besteht darin, sich am interna- gabe ist es, eine durchgängig hohe Qualität aller Volun- tionalen Proniño-Programm von der Telefónica Stiftung teering-Aktivitäten sicherzustellen und das Programm zu beteiligen. Sie fördert junge Menschen in Lateiname- insgesamt kontinuierlich weiterzuentwickeln.34 Telefónica Germany CR-Bericht 2010 | Soziales Engagement
    • DialogSchon seit mehreren Jahren betreibt Telefónica Germanygemeinsam mit dem gemeinnützigen Verein UPJ e.V. dieInternetplattform www.diskutiere.de. Im Herbst 2010haben wir auf der Plattform zu einer neuen Diskussions-runde aufgerufen. Thema war: „Erwachsen werden 2.0:Wie verändert die vernetzte Welt die Lebens- und Berufs-perspektiven junger Menschen?“ Daran teilgenommenhaben unter anderem Eltern, Jugendliche und Pädago-gen. Einig war man sich in der Diskussion darüber, dassMedienkompetenz zu einer zentralen Voraussetzungfür gesellschaftliche und politische Teilhabe sowie fürden Erfolg auf dem Arbeitsmarkt und im Berufslebengeworden ist. Für diese Voraussetzung zu sorgen, hatnach Meinung eines Großteils der Diskussionsteil-nehmer vor allem die Familie. In einer die Diskussionbegleitenden Online-Umfrage vertraten 34 Prozent der526 Teilnehmer die Ansicht, dass die Familie diejenigeInstanz sei, die die größte Verantwortung für die Förde-rung einer bewussten Nutzung neuer Medien durchJugendliche trägt. 26 Prozent sahen vor allem Unter-nehmen in der Pflicht, gefolgt von der Schule (15 Pro-zent), den Jugendlichen selbst (12 Prozent) und derPolitik (12 Prozent). Alle Ergebnisse findet man unter www.diskutiere.de/2010/erwachsen-werden-2-0.Die vorangegangene Diskussionsrunde beschäftigte sichvon Oktober 2009 bis Januar 2010 mit dem Thema digi-tale Inklusion. Wir stellten die Frage: „Brücke oder Gra-ben: Welchen Einfluss hat die moderne Telekommunika-tion auf die gesellschaftliche Integration von Menschenmit Behinderungen?“ Handy und Internet sind aus demAlltag der meisten Menschen nicht wegzudenken, dochfür Menschen mit Behinderungen sind diese Technolo-gien bislang oft noch nicht ausgelegt. Konkrete Anforde-rungen und Lösungsvorschläge sind hier nachzulesen. Soziales Engagement | CR-Bericht 2010 Telefónica Germany 35
    • 9 Lieferkette Der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen ist ein wichtiger Bestandteil der Geschäftsgrundsätze von Telefónica Germany. Wir gehen so sparsam wie möglich mit den Ressourcen um, die wir selbst einsetzen. Von unseren Lieferanten erwarten wir, dass sie vergleichbar verantwortlich und nachhaltig mit Ressourcen umgehen. Beschaffungsrichtlinien Zusammenarbeit mit Lieferanten 2008 haben wir Richtlinien zur ökologischen und ethi- Produkte, die wir regelmäßig einkaufen, sind Sende- und schen Beschaffung festgelegt. Sie sind seither feste Vermittlungseinheiten für unser Mobilfunknetz, Mobil- Bestandteile unserer Lieferantenverträge und aller telefone samt Zubehör, Computer, Drucker, Büromöbel, neuen Ausschreibungen. Batterien und Papier. Wir beziehen sie von Lieferanten aus aller Welt. Ein Großteil dieser Geschäftspartner hat Unsere ökologische Beschaffungsrichtlinie schreibt vor, einen Firmensitz, eine Tochtergesellschaft oder eine dass unsere Lieferanten über ein Umwelt- und Qualitäts- Betriebsstätte in Deutschland. Wir legen Wert darauf, management verfügen, das mit unserer Zertifizierung die Hersteller, mit denen wir besonders intensive nach ISO 14001 vergleichbar ist. Außerdem erwarten wir Geschäftsbeziehungen pflegen, persönlich über unsere von ihnen, dass sie ihre Umweltmanagementsysteme Erwartungen an sie zu informieren. Daher haben wir kontinuierlich verbessern. Damit wollen wir sicherstel- 2009 damit begonnen, den wichtigsten Lieferanten in len, dass die Rohstoffe und Materialien, die wir beziehen, persönlichen Gesprächen unsere Geschäftsgrundsätze unter ökologisch einwandfreien Bedingungen abgebaut vorzustellen. Dies haben wir 2010 fortgesetzt, unter beziehungsweise produziert worden sind. anderen mit Vertretern von Samsung, Nokia, Nokia Sie- mens Networks, T-Systems, Oracle, Hitachi Data Sys- Unsere ethische Beschaffungsrichtlinie orientiert sich an tems, Garmin, LG, ZTE, Huawei und Sony Ericsson. Diese der Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen Unternehmen repräsentierten in den Jahren 2009 und und an den Standards der International Labour Organi- 2010 einen Großteil unseres Einkaufsvolumens in Euro. zation (ILO). Sie schreibt angemessene Arbeitsbedin- gungen und angemessene Entgelte vor. Außerdem ver- bietet sie jegliche Form von Kinderarbeit und Risiken und Chancen Diskriminierung. In Zusammenarbeit mit Telefónica Europe und Telefó- nica S.A. hat Telefónica Germany im vergangenen Jahr die fünf risikoreichsten Warengruppen und deren Liefe- ranten in Europa identifiziert. Derzeit entwickeln wir ein weltweit einheitliches Risiko-Assessment. In einem Pilotprojekt nehmen wir zurzeit ein Corporate-Responsi- bility-Audit bei einem unserer Lieferanten vor. In einem weiteren Projekt untersuchen wir derzeit, wie eine grüne Lieferkette gestaltet sein könnte. Ziel ist ein ressourcen- schonender und CO2-neutraler Transport. Schließlich prüfen wir, inwieweit Second-Hand-Geräte erneut in Ver- kehr gebracht werden können.36 Telefónica Germany CR-Bericht 2010 | Lieferkette
    • RohstoffeWir sind uns bewusst, dass unsere Anforderungen anökologische und ethische Beschaffung in bestimmtenFällen nicht greifen. Dies betrifft Rohstoffe, die wir selbstnicht einkaufen, die aber in Produkten enthalten sind,die wir beziehen. Dazu zählt beispielsweise das TantalerzColtan, das für die Herstellung von Mobilfunkgerätenund Notebooks unerlässlich ist. Es wird unter anderem inder von Bürgerkrieg geprägten Demokratischen RepublikKongo abgebaut und steht im Ruf, dort eine Finanzie-rungsquelle für Militärs und Rebellen zu sein. Über unse-ren Mutterkonzern Telefónica S.A. setzen wir uns inner-halb der Brancheninitiativen Global e-SustainabilityInitiative (GeSI) und der Electronic Industry CitizenshipCoalition (EICC) dafür ein, die negativen gesellschaftli-chen und ökologischen Auswirkungen des Abbaus die-ses Rohstoffes zu reduzieren. Ein wichtiges Ziel dergemeinsamen Arbeitsgruppe von EICC und GeSI ist dieRückverfolgbarkeit des eingesetzten Coltans. Anfang2010 hat Telefónica S.A. gemeinsam mit anderen Unter-nehmen der Branche einen Kooperationsvertrag zumAufbau eines Tracing-Systems für Tantal und Coltan undandere seltene Erden mit der britischen Nichtregierungs-organisation ITRI ( www.itri.co.uk) unterzeichnet, dieein Pilotprojekt in der Demokratischen Republik Kongogestartet hat. Der von der Bundesanstalt für Geowissen-schaften im März 2010 vorgestellte chemische Fingerab-druck für Coltan könnte darüber hinaus zukünftig helfen,die Transparenz in der Lieferkette zu erhöhen. Lieferkette | CR-Bericht 2010 Telefónica Germany 37
    • 10 Corporate-Responsibility-Ziele Um unsere Leistungen im Bereich Corporate Responsibi- Hier berichten wir transparent über alle Corporate- lity kontinuierlich zu verbessern, setzen wir uns jährlich Responsibility-Ziele bei Telefónica Germany, deren Errei- Ziele, deren Erreichung wir unterjährig regelmäßig über- chung oder Nicht-Erreichung sowie über unsere Pläne prüfen. für das kommende Jahr. Wir haben unsere Ziele in sechs Bereiche aufgeteilt: Ziel Maßnahme Status Think big Ziel 2010: Förderung der Medien- und sozialen Kompetenz bei min- Weiteres Projekt im Kontext von Medienkompetenz etab- Teilweise destens 7.500 Jugendlichen in Form von Projekten, die die Chancen liert (Think Big Media College). Unmittelbare Förderung von erreicht und Risiken bei der Nutzung von Handys und dem Internet kommuni- Medienkompetenz bei 1.300 Jugendlichen zieren sowie Etablierung eines weiteren Projekts im Zusammenhang mit dem Thema Medienkompetenz Ziel 2010: Implementierung eines neuen Online-Schulungspro- Weiterbildungstool zu Medienkompetenz wurde im März Erreicht gramms zur Medienkompetenz. 80 % der Mitarbeiter im Vertrieb und 2010 gestartet. Bis Jahresende wurde es von insgesamt Kundendienst sollen an diesem Programm teilnehmen 86 % unserer Mitarbeiter genutzt (79 % der Shop-Mitarbei- ter und 94 % der Mitarbeiter in Call Centern) Ziel 2011: Förderung der Bekanntheit von Think Big und Verknüp- Neues Ziel fung unseres Unternehmensimages mit dem Engagement für Jugendliche bei Kunden und Nicht-Kunden; Integration der entspre- chenden Zielgrößen zu „Bekanntheit“ und „Assoziation“ in die „Brand Tracker“-Studie Ziel 2011: Integration von Think Big in den Marketingplan für das Neues Ziel Jahr 2012 Ziel 2011: Teilnahme von 15 % aller Mitarbeiter an Corporate- Neues Ziel Volunteering-Aktivitäten (davon 7 % im Rahmen von Think Big) im Rahmen einer Zeitspende Ziel 2011: Teilnahme von mindestens 5.000 Jugendlichen an Neues Ziel Think Big Accessibility Ziel 2010: Einführung eines fairen Tarifs für Menschen mit Hörbehin- Tarif für Gehörlose wurde im Mai mit einem dazugehörigen Erreicht derung, der ihren speziellen Bedürfnissen entspricht Servicekonzept eingeführt. Ziel 2010: Implementierung eines Pilotprojekts mit dem Titel "Mobile Pilotprojekt VerbaVoice wurde implementiert und im Erreicht Transcription" für Menschen mit Hörbehinderungen in Zusammenar- Dezember 2010 vermarktet. Die Entwicklung einer dazuge- beit mit dem Verein Social Affairs e.V. hörigen mobilen App läuft. Ziel 2011: Optimierung des Kundenservices für Kunden mit Behin- Neues Ziel derung Ziel 2011: Zielgerichtete Bereitstellung von Service- und Produktin- Neues Ziel formationen für Kunden mit Behinderung (Online und Hotline) Ziel 2011: Steigerung der Anzahl von Mitarbeitern mit Behinderung Neues Ziel um 0,5 Prozentpunkte (Basis 31.12.2010) d.h. um ca. 30 Mitarbeiter38 Telefónica Germany CR-Bericht 2010 | Corporate-Responsibility-Ziele
    • Ziel Maßnahme StatusZiel 2011: Verbesserung der Kenntnis von Angeboten für Menschen Neues Zielmit Hörbehinderung bei bestehenden KundenZiel 2011: Weiterentwicklung der mobile Applikation von Verba- Neues ZielVoice, einem Speech-to-text Service für hörgeschädigte Menschen. Umwelt- und KlimaschutzZiel 2010: Klimastrategie: Ausarbeitung eines Konzepts zur Verringe- Umweltmanagement: Konzept zur Reduktion der CO2- Erreichtrung der CO2-Emissionen und zur Senkung des Energieverbrauchs bei Emissionen und des Energieverbrauchs liegt vorProdukten und Dienstleistungen, Infrastruktur und Mitarbeitern im (Fokus auf Infrastruktur und Mitarbeiter zur ErreichungJahr 2010 der Energie- und CO2 Einsparziele)Umsetzung der Klimaschutzstrategie bis 2015 in Deutschland. Maßnahmen:Ausarbeitung und Umsetzung in allen Fällen von mindestens einer • Einführung eines Software-Features im Access-Netz beiMaßnahme zur CO2-Verringerung im Netz und im Rechenzentrum, im Huawei, um nicht benötigte Technikeinheiten zeitweiseBereich IT sowie in den Niederlassungen abzuschalten • Reduktion von CO2-Emissionen von Dienstreisen durch Bereitstellung zusätzlicher Videokonferenzmöglichkeiten • Erhöhung der Laptopquote um 50 % • Integration von Energieeffizienz in Einkaufskriterien • Erhöhung der Höchsttemperaturen in den Rechenzentren und dadurch reduzierter Energieaufwand für die KühlungZiel 2010: Verringerung des Stromverbrauchs bis 2015 je Festnetz- In den Telefónica-Netzen wurden 2010 verschiedene Maß- Fortlaufend,und Mobilfunkanschluss in den Telefónica-Netzen um 30 % und Ver- nahmen durchgeführt, die zur Erreichung der unterneh- on trackringerung des Stromverbrauchs pro Mitarbeiter um 10 % (Basisjahr: mensweit geplanten Reduktionen beitragen.2007) In den Niederlassungen und Shops: Gespräche mit öffentli- chem Stromversorger zu Fernkälte; Möglichkeit der Nacht- abschaltung von Werbeanlage, Shop-Beleuchtung und Kli- maanlage über Zeitschaltuhren; schrittweise Modernisierung der Klimaanlagen bei Kühlmitteltausch gemäß umweltrechtlicher Vorgaben (FCKW)Ziel 2010: Beibehaltung der Vorjahreswerte für CO2-Emissionen pro Konzepterarbeitung hat begonnen. Fertigstellung im Jahr TeilweiseMitarbeiter und Ausarbeitung eines Konzepts (einschließlich Jahres- 2011 erreichtzielvorgaben bis 2015) zur Verringerung der CO2-Emissionen in den Teilziel „Ausarbeitung/Umsetzung erster Maßnahmen“Bereichen Geschäftsreisen und Arbeitswege gemäß Klimaschutzstra- erreicht:tegie von Telefónica bis 2015. Gleichzeitig Ausarbeitung und Umset- • Für Reduzierung der Geschäftsreisen wurden die Video-zung der ersten Maßnahmen für die CO2-Verringerung im Jahr 2010 konferenzsysteme erweitert, z. B. in Bremen, München und Verl sowie das Reisekostenbudget gekürzt. • Wechsel der bevorzugten Airline für Dienstreisen zu einer emissionsärmeren AirlineZiel 2011: Reduktion der CO2-Emissionen je Festnetz- und Mobil- Neues Zielfunkanschluss in den Telefónica Germany-Netzen (basierend auf2007 30 % bis 2015) sowie in den Büros, Call Centern und ShopsZiel 2011: Reduktion des Energieverbrauchs um 30 % (basierend Neues Zielauf den Werten 2007)Ziel 2011: Prüfung des Einsatzes von grünem Strom und Ausbau Neues Zielder MinutenreservenZiel 2010: Beibehaltung der Vorjahreswerte beim Anteil von grünem Der Anteil an grünem Strom für Bürogebäude lag im Jahr ErreichtStrom am Gesamtstromverbrauch trotz einer Erweiterung des Netzes 2010 bei ca. 95 %. Der Vorjahreswert in den Netzwerkenund unter Berücksichtigung der Integration von Telefónica Deutsch- konnte gehalten werden. Anteil Grünstrom in den eigenenland Shops lag bei ca. 97 %.Ziel 2011: Anteilige Beibehaltung der Vorjahreswerte beim Anteil Neues Zielvon grünem Strom am Gesamtstromverbrauch trotz einer Erweite-rung des Netzes und unter Berücksichtigung der Integration vonHanseNet. Corporate-Responsibility-Ziele | CR-Bericht 2010 Telefónica Germany 39
    • Ziel Maßnahme Status Ziel 2010: Ausarbeitung eines Konzepts (einschließlich Jahreszielvor- Konzept trat zum 1. Januar 2011 offiziell in Kraft; dadurch Erreicht gaben bis 2015) zur Verringerung der von der Fahrzeugflotte verur- Senkung des CO2-Ausstoßes in 2010 um ca. 6 % gegen- sachten CO2-Emissionen gemäß Klimaschutzstrategie von Telefónica über 2009 bis 2015. Gleichzeitig Ausarbeitung und Umsetzung erster Maßnah- men Ziel 2011: Konzeption und Implementierung eines CO2-optimierten Neues Ziel Reisemanagements und Einführung eines CO2-Bonus-Malus-Sys- tems für Neubestellungen von Firmenfahrzeugen Ziel 2010: Informationen und Dialog mit Stakeholdern zu Umwelt- LTE ist aktueller Themenschwerpunkt der Gespräche mit Erreicht schutz und gesundheitlichen Problemen sowie Unterstützung für For- kommunalen Spitzenverbänden, Umweltministerien und schungsprogramme von der Bundesregierung in Höhe von der Strahlenschutzkommission. 83.000 Euro Mitgliedschaft von Telefónica Germany im Informations- zentrum Mobilfunk e.V. (IZMF) stellt zeitnahe Information von Politik und Gesellschaft sicher. Messkampagne des IZMF zu LTE-Signalen mit begleitender Pressearbeit Freigabe der Mittel zur Forschungsförderung Ziel 2011: Mobilfunk und Gesundheit: Sicherung der gesellschaft- Neues Ziel lichen Akzeptanz unserer Infrastruktur durch kontinuierliche Information und Dialog sowie finanzielle und datentechnische Unterstützung wissenschaftsbasierter Bewertung potenzieller gesundheitlicher Auswirkungen unserer Technologie Ziel 2010: Zunahme des Anteils an Online-Rechnungen auf 55 % im Zunahme auf 67 % Erreicht Privatkundenbereich, um die für die Versendung von Briefen erforder- lichen Ressourcen zu verringern Ziel 2010: Zunahme des Anteils an Online-Rechnungen auf 73 % im Neues Ziel Privatkundenbereich Ziel 2011: Training unserer Facility-Dienstleister zu Umweltaspekten, Neues Ziel Mülltrennung und Telefónica-Umweltleitlinien, um die Einhaltung der Umweltleitlinien in Kooperationen mit Dienstleistern sicherzustellen Mitarbeiter Ziel 2010: Erreichung einer Punktzahl von 80 bei der Mitarbeiterbe- Gesamtindex 2010: 77 Punkte Nicht fragung Reflect erreicht Ziel 2010: Top-10-Platzierung im Wettbewerb „Great Place to Work“ Platz 4 im Jahr 2010 Erreicht Ziel 2010: Erhöhung der Anzahl der Mitarbeiter mit Behinderung im In 2010 wurden sechs Mitarbeiter mit Behinderung über Erreicht Unternehmen in Form von Pilotprogrammen in mindestens zwei die Pfennigparade bei Telefónica Germany beschäftigt. Bereichen mit Unterstützung des Kooperationspartners Stiftung Pfennigparade (Reha-Zentrum in München) Ziel 2010: Steigerung des Rufs als familienfreundliches Unterneh- • Das Projekt „Telecommuting“ ist zum 01.07.2010 gestar- Teilweise men in Form von: tet. Seither wurden für über 200 Personen entsprechende erreicht • Einrichtung von Telearbeit, Videokonferenz-Möglichkeiten und Nachträge aufgenommen, die Telecommuting zum Home Offices als alternative Arbeitsformen im gesamten Unter- Bestandteil der Arbeitsverträge machen. nehmen • Auditierung als familienfreundliches Unternehmen nicht • Auditierung als familienfreundliches Unternehmen durchgeführt • Einführung der Initiative „Working Moms and Dads“ in den Regionen (Nürnberg, Bremen, Berlin, Köln und Verl) • Einführung der Initiative „Working Moms and Dads“ in den Regionen im Januar/Februar 2010 und Durchführung von Maßnahmen wie dem Inhouse Ferienprogramm mit 65 Kindern sowie dem Kindertag mit 150 Kindern in Mün- chen und den Regionen (Nürnberg und Bremen) Ziel 2010: Benennung eines Diversity Officers für den proaktiven Diversity Working Group wurde eingerichtet. Jedoch müs- Nicht Schutz vor Diskriminierung sen Zuständigkeiten noch geklärt werden. Bei Telefónica erreicht Europe wurde ein Diversity Officer benannt.40 Telefónica Germany CR-Bericht 2010 | Corporate-Responsibility-Ziele
    • Ziel Maßnahme StatusZiel 2010: Implementierung einer speziellen Schulung für Frauen in Ein zweieinhalbtägiges Training für die weiblichen Füh- TeilweiseFührungspositionen. Ein Schulungsprogramm auf der Ebene Top 150 rungskräfte der Top 150 hat 2010 zum Thema „Training für erreichtund ein Programm auf der Ebene Top 500. exponierte Frauen – high potential/high impact“ stattge- funden. Teilgenommen haben 14 von 22 Frauen. Das Training für Top 500 hat nicht stattgefunden. Fort- schreibung des Ziels in 2011Ziel 2010: Karrieretraining: Förderung von lebenslangem Lernen Ausweitung des Karrieretrainings auf Mütter und Väter in Teilweisedurch Aktualisierung der Schulungspakete auf der internationalen Elternzeit erreichtLernplattform a+ und Erhöhung der Stundenzahl auf 2.500 Stunden. Insgesamt 1.973 Stunden auf der Lernplattform a+.Ziel 2011: Unterstützung und Förderung von Frauen in Führungspo- Neues Zielsitionen und Entwicklung von Konzepten zur Erhöhung des Anteilsvon Frauen in Führungspositionen.Erreichung von 50 % Frauenanteil im Telefónica Germany TopTalente Programm.Ziel 2010: Verstärktes Engagement für Teilnahme von 13 % der Mitarbeiter, die „Zeit“ gespendet haben (in Form von ErreichtMitarbeiter an freiwillig zu leistenden Aktivitäten im Rahmen von Arbeitskraft): 497gemeinnützigen Teameinsätze oder individuellem Engagament Mitarbeiter, die sich an Spendenprogrammen von Telefó-(basierend auf Mitarbeiterzahl per 31.12.2008) nica Germany beteiligt haben: 986 Insgesamt (korrigiert um Zahl der Mitarbeiter, die mehr- mals an einem oder beiden Programmen teilgenommen haben): 1.205 Mitarbeiter, d.h. 24,25 %Ziel 2010: Umsetzung von Maßnahmen in den Bereichen gesund- Durchschnittliche Krankheitstage 2010: 11 Tage (2009: Erreichtheitsorientierten Mitarbeitermanagements und Work-Life-Balance, 10,2 Tage) Krankenstand 2010: 4,2 % (2009: 3,9 %)um die erkrankungsbedingte Ausfallrate (insbesondere die Anzahl der Da wir insbesondere die Anzahl der Mitarbeiter mit längerMitarbeiter mit länger dauernden Krankheiten) unter dem Bench- dauernden Krankheiten reduzieren wollen, haben wir unsmark-Wert von 3,9 % zu halten (Grundlage: 2008 von der deutschen als Benchmark den AOK-Wert aus dem Jahr 2008 vonKrankenversicherungsgesellschaft AOK für den deutschen Durch- 3,9 % gesetzt, der nur Krankmeldungen ab dem drittenschnitt durchgeführte Studie). Krankheitstag enthält. Für das Jahr 2010 lag dieser Wert für AOK-versicherte Telefónica Germany Mitarbeiter bei 2,4 % und somit deutlich unter unserem Benchmark.Ziel 2010: Gesundheit und Sicherheit: Fortsetzung der erfolgreichen Teilnahmequote allgemeine Arbeitssicherheitsschulung: ErreichtVermeidung von Arbeitsunfällen durch: 77,3 %• Neue Online-Schulung für Arbeitsschutz: Alle Mitarbeiter müssen im Teilnahmequote Arbeitssicherheitsschulung Brandschutz: Laufe des Kalenderjahres die entsprechenden, für sie relevanten 75,4 % webbasierten Schulungsmodule durchlaufen. Um eine Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen zu gewährleisten, müssen 70 % der Teilnahmequote Arbeitssicherheitsschulung für hochgele- Telefónica Germany-Mitarbeiter an den Schulungsmodulen teil- gene Arbeitsplätze: 100 % genommen haben. Teilnahmequote Arbeitssicherheitsschulung Büro: 72,6 %Ziel 2011: Teilnahme von mindestens 70 % der Mitarbeiter (Festan- Neues Zielgestellte, befristete Beschäftigte und Trainees) an Online-Trainingfür Arbeitssicherheit und Brandschutz zur Einhaltung der gesetzli-chen AnforderungenZiel 2010: Durchführung eines Verkehrssicherheitstages (Vermei- Der Verkehrssicherheitstag unter dem Motto „Fight the Erreichtdung von Unfällen auf dem Arbeitsweg), wobei dieses Jahr der risk“ wurde im Mai 2010 mit großem Interesse und guterSchwerpunkt auf zweirädrigen Fahrzeugen (Motorrädern und Fahrrä- Beteiligung der Mitarbeiter durchgeführt.dern) liegtZiel 2011: Erfolgreiche Re-Zertifizierung des „GanzheitlichenBetrieblichen Gesundheitsmanagements“ durch das BayerischeStaatsinisterium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz(Goldzertifikat)Ziel 2011: Steigerung der Anzahl von Mitarbeitern mit Behinderung Neues Zielum 0,5 Prozentpunkte (Basis 31.12.2010) d.h. um ca. 30 Mitarbeiter Corporate-Responsibility-Ziele | CR-Bericht 2010 Telefónica Germany 41
    • Ziel Maßnahme Status Kunden Ziel 2010: Kundenzufriedenheit: 2010 Anstieg des gemessenen Cus- CSI von 75 auf 77 Punkte gestiegen Erreicht tomer Satisfaction Index (CSI) gegenüber 2009 um zwei Punkte Ziel 2010: Reklamationen: 2010 Rückgang der Kundenreklamationen Rückgang um 15 % in 2010 Erreicht um 5 % im Postpaid-Einzelkundenmarkt durch Einsatz eines Feed- back-Managements und Verbesserung unserer Servicestrategien Ziel 2011: Reduktion der Kundenbeschwerden um 5 % im Postpaid- Neues Ziel Einzelkundenmarkt Ziel 2010: Verbesserung der Kundeninformationen und Verbesse- Mitarbeiter der Care Hotline wurden zum Thema Jugend- Erreicht rung der Beratungskompetenz von Mitarbeitern an der Jugendschutz- schutz informiert. Dieses erfolgte anhand der gemeinsam Hotline von O2 mit der FSM (Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Anbie- ter) erstellten Informationsmaterialien. Ziel 2010: Stärkung des „Selbstdatenschutzes“ durch optimale Klar- Im April 2010 wurde die neue Kundenerklärung implemen- Erreicht stellung und Transparenz in Bezug auf die Verarbeitung persönlicher tiert. Der Kunde muss nun aktiv in die werbliche Nutzung Daten im Hinblick auf die Kunden. Umfassende Informationen für den seiner Daten einwilligen. Die optische Trennung der ver- Kunden, damit dieser entscheiden kann, wie und zu welchem Zweck schiedenen Kontaktkanäle ermöglicht dem Kunden eine seine Daten verarbeitet und genutzt werden. optimale Übersicht über die Arten der werblichen Nutzung. Im sog. self-care (oder über Kundenservice) hat der Kunde die Möglichkeit, seine Zustimmungserklärungen zur werbli- chen Nutzung einzusehen und zu ändern. Ziel 2011: Aufbau eines weitreichenden Verständnisses für neue Neues Ziel digitale Dienstleistungen sowie einfache und sichere Zugänge zu diesen um „Digital Confidence“ zu fördern: • Anpassung des Informationsmaterials zu Jugend- und Datenschutz sowie die eine Anpassung der Informations-Datenbank des Kun- denservice mit dem Ziel das Bewusstsein der Kunden zu Daten- schutz, Datenmanagement und IT-Sicherheit zu steigern Ziel 2010: Beteiligung von 95 % aller Mitarbeiter von Telefónica Ger- Teilnahmequote 2010: 76 % Teilweise many an der jährlich stattfindenden internen Datenschutzschulung Zusätzlich Durchführung von vier internen Datenschutz- erreicht und Durchführung von mindestens vier Datenschutzaudits, bei denen Audits und 15 externen Datenschutz-Audits bei Dienstleis- auch die Lieferanten überprüft werden tern Ziel 2011: Aufbau eines internen Verständnisses zu „Digital Confi- Neues Ziel dence“, damit es ein relevanter Faktor bei Geschäftsentscheidungen wird: • Durchführung einer Veranstaltung zur Förderung des Bewusstseins um Informationssicherheit • Einführung eines Online-Trainings zum Thema Informations- sicherheit für alle Mitarbeiter, um das Bewusstsein hinsichtlich Datenschutz, Datenmanagement und IT Sicherheit zu fördern • Ziel 2011: 100 % der Mitarbeiter absolvieren erfolgreich das web- basierte Business Principles Training Verantwortungsvoller Geschäftspartner Ziel 2010: Beteiligung von 95 % der Mitarbeiter von Telefónica Ger- Beteiligungsquote: 88 % Nicht many am Training zu den Geschäftsgrundsätzen, um deren Einhal- Ziel wird in ambitionierter Form für 2011 fortgeschrieben. erreicht tung zu gewährleisten Ziel 2010: Persönliche Information der Top-10-Lieferanten (ent- Durchführung von Workshops mit sieben Lieferanten, die Erreicht spricht rund 50 % des Bestellvolumens) über die Geschäftsgrund- ein Einkaufsvolumen von ca. 54 % abdecken. sätze von Telefónica Germany Weitere Lieferanten, die sich im LIMA Scope befinden, wer- den sukzessive informiert Ziel 2011: Persönliche Information aller Lieferanten von TGS- Neues Ziel SUMA, SIM (ca. 70 % des Bestellvolumens) und Rootern über die Geschäftsgrundsätze von Telefónica Germany42 Telefónica Germany CR-Bericht 2010 | Corporate-Responsibility-Ziele
    • Ziel Maßnahme StatusZiel 2010: Identifikation der fünf risikoreichsten Warengruppen und Risikogruppen europaweit im Konzern konsolidiert (inkl. ErreichtLieferanten in enger Zusammenarbeit mit Telefónica Europe und Tele- Hardwaremanagement-Lieferanten); einheitliches Risiko-fónica S.A. Assessment-Papier wird erstellt, Pilot Audit zu CR bei Inter- werbungZiel 2011: Bewertung und Management identifizierter Risikozulie- Neues Zielferer und Warengruppen• Entwicklung eines Prozesses für die Auditierung lokaler und unter- nehmensweiter Lieferanten und Warengruppen als Teil des euro- päischen „CR-Procurement- Forums“Ziel 2011: Entwicklung eines „Green Supply Chain“ Konzepts Neues Ziel• Modell zur Reduktion von CO2-Emissionen, Energiekosten etc.Ziel 2011: Launch des Eco-Rating-Tools in Deutschland Neues ZielZiel 2011: Förderung des Recyclings von Mobiltelefonen. Erhöhung Neues Zielder Zahl gesammelter Telefone auf 10.000 Stück (2010: 6.709)Ziel 2011: Förderung der Wahrnehmung von Telefónica Germany Neues Zielbei den Geschäftskunden als ein gesellschaftlich verantwortungs-volles Unternehmen und Förderung von KooperationenZiel 2011: Möglichkeiten schaffen, Geschäftskunden in das Think- Neues ZielBig-Programm zu involvieren Corporate-Responsibility-Ziele | CR-Bericht 2010 Telefónica Germany 43
    • 11 Über diesen Bericht Berichtsprofil Berichtsgrenzen Das Ziel des vorliegenden Berichts ist es, unsere Mitar- Alle im Bericht veröffentlichten qualitativen Angaben beiter, Kunden, Lieferanten, Investoren, die Politik, beziehen sich – sofern nicht anders kenntlich gemacht – Behörden und Nichtregierungsorganisationen offen und auf Telefónica Germany GmbH & Co. OHG (vormals umfassend darüber zu informieren, wie wir als Unterneh- Telefónica O2 Germany GmbH & Co. OHG) im Zeitraum men unsere gesellschaftliche Verantwortung wahrneh- zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember 2010. men. Er zeigt, welche wesentlichen gesellschaftlichen Die quantitativen Angaben beziehen sich – sofern nicht und ökologischen, aber auch wirtschaftlichen Herausfor- anders kenntlich gemacht – auf Telefónica Germany derungen mit unserem Kerngeschäft verbunden sind GmbH & Co. OHG (vormals Telefónica O2 Germany GmbH und welche Strategien wir dafür entwickelt haben. & Co. OHG) sowie deren 100-prozentige Tochtergesell- schaft Fonic GmbH im Zeitraum zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember 2010. Bei der Erhebung der im Verantwortung Bericht aufgeführten quantitativen Angaben wurden die zuvor dargestellten Berichtsgrenzen nicht durchgängig Der vorliegende Bericht wurde unter Leitung des Corpo- zugrunde gelegt. Aufgrund dieser Tatsache sind die rate Responsibility-Teams und in enger Abstimmung mit quantitativen Angaben innerhalb des Berichts nur einge- den Fachabteilungen erstellt und durch den CEO von schränkt miteinander vergleichbar sowie in deren Aussa- Telefónica Germany freigegeben. gekraft für den externen Leser nur eingeschränkt nutz- bar. Die quantitativen Angaben, die abweichend von den definierten Berichtsgrenzen entweder weitere Gesell- Rahmen schaften umfassen oder einzubeziehende Gesellschaf- ten nicht enthalten, wurden im Bericht gesondert mit Um unseren Lesern den Vergleich unserer Leistungen Fußnoten gekennzeichnet. mit anderen Unternehmen zu erleichtern, haben wir uns bei der Bereitstellung der Daten an den aktuellen Leitli- nien der Global Reporting Initiative (GRI) orientiert. Der Prüferische Durchsicht Bericht erfüllt damit die Anforderungen der GRI bezüg- lich des Themenspektrums, das angesprochen wird. Wir haben unsere Berichtserstellung anhand der Bericht- Dabei berücksichtigen wir auch die spezifischen Anfor- erstattungsgrundsätze und -kriterien des AA1000 derungen der GRI für die Telekommunikationsbranche. AccountAbility Principles Standards (2008) sowie der Den Erfüllungsgrad schätzen wir daher selbst mit A+ ein. Kriterien der Global Reporting Initiative (GRI-G3) vor- genommen. Die in der Schlüsselkennzahlentabelle (S. 11/12) enthaltenen quantitativen Angaben wurden – sofern nicht anders kenntlich gemacht – einer prüferi- schen Durchsicht durch die Wirtschaftsprüfungsgesell- schaft Ernst & Young unterzogen.44 Telefónica Germany CR-Bericht 2010 | Über diesen Bericht
    • Redaktionelle HinweiseDieser Bericht erscheint in Deutsch und Englisch, ImpressumRedaktionsschluss war der 13. Mai 2011. Herausgeber Telefónica Germany GmbH & Co. OHGZukunftsbezogene Aussagen Corporate Responsibility & Reputation Georg-Brauchle-Ring 23-25Dieser Bericht enthält Aussagen, die sich auf die zukünf- 80992 Münchentige Entwicklung von Telefónica Germany und des Mut-terkonzerns Telefónica S.A. sowie wirtschaftliche und Ansprechpartnerpolitische Entwicklungen beziehen. Diese Aussagen stel- Dorothee Jarchowlen Einschätzungen dar, die wir auf der Basis aller uns cr-de@o2.comzum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses verfügbarenInformationen getroffen haben. Sollten die zugrunde Redaktion und Gestaltung:gelegten Annahmen nicht eintreffen oder weitere Risi- akzente kommunikation und beratung gmbh,ken auftreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse Münchenvon den zurzeit Erwarteten abweichen. Daher könnenwir für diese Aussagen keine Gewähr übernehmen. Fotos: Telefónica GermanyFeedbackWir verstehen unseren CR-Report als Einladung zueinem kontinuierlichen Dialog. Was halten Sie von unse-rem CR-Engagement? Vermissen Sie Informationen?Haben Sie Verbesserungsvorschläge? Und was gefälltIhnen besonders gut? Wir freuen uns auf Ihre Ideen,Wünsche und Anregungen unter: cr-de@o2.com Über diesen Bericht| CR-Bericht 2010 Telefónica Germany 45
    • 12 Prüfbescheinigung Bescheinigung des unabhängigen Wirtschaftsprüfers An die Geschäftsführung der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG (vormals: Telefónica O2 Germany GmbH & Co. OHG), München Unser Auftrag Grenzen unseres Auftrags Wir haben eine prüferische Durchsicht ausgewählter Unsere prüferische Durchsicht und unsere Bescheini- quantitativer Angaben des Corporate Responsibility gung umfassen ausschließlich die ausgewählten quanti- Reports 2010 der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG tativen Angaben, die im Rahmen der Schlüsselkennzah- (im Folgenden: Telefónica Germany) für den Berichts- lentabelle auf den Seiten 11 – 12 des CR-Report 2010 zeitraum 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010 durch- aufgeführt sind. Die Beurteilung weiterer quantitativer geführt. sowie qualitativer Angaben, sowie die Beurteilung der Vorjahreszahlen ist nicht Teil unseres Auftrags. Eine prüferische Durchsicht hat die Erlangung einer begrenzten Sicherheit zum Ziel und ist daher im Umfang Innerhalb der Schlüsselkennzahlentabelle sind folgende geringer als eine Prüfung, die auf die Erlangung einer Kennzahlen von unserem Auftrag ausgeschlossen: hinreichenden Sicherheit ausgerichtet ist. Eine prüferi- die Angabe zur Mitarbeiterfluktuation sche Durchsicht kann daher nicht wie eine Prüfung die die in der Kennzahl ‚Spenden und Investition in Einhaltung aller wesentlichen Kriterien sicherstellen. gemeinnützige Projekte‘ enthaltenen Investitionen in Dementsprechend können wir keine Positivaussage gemeinnützige Projekte (Prüfungsurteil) über die ausgewählten quantitativen die Angabe zum RepTrakPulse: Die emotionale Wahr- Angaben des CR-Report2010 abgeben. nehmung der O2 Reputation in der Gesellschaft die Energie – bzw. CO2-Daten im Bereich Umwelt. Darüber hinaus weisen wir darauf hin, dass folgende Angaben ebenfalls nicht Bestandteil unserer prüferi- schen Durchsicht waren: Daten, auf die aus dem CR-Report 2010 heraus ver- wiesen oder verlinkt werden, Qualitative Aussagen, zukunftsbezogene Aussagen sowie die im CR-Report wiedergegebenen Experten- meinungen, Mitarbeiter-Zitate, Hinweise auf und Inhalte von erwähnten Studien.46 Telefónica Germany CR-Bericht 2010 | Prüfbescheinigung
    • Kriterien Wir haben unsere prüferische Durchsicht unter Beach- tung des International Standard on Assurance Engage-Wir haben unsere Beurteilung anhand der Berichterstat- ments (ISAE) 3000 durchgeführt. Hiernach haben wirtungsgrundsätze und -kriterien der Global Reporting Ini- unsere Berufspflichten einzuhalten und den Auftrag sotiative (GRI G3.1)1 vorgenommen. zu planen und durchzuführen, dass bei kritischer Würdi- gung mit einer begrenzten Sicherheit ausgeschlossen werden kann, dass der Bericht in wesentlichen BelangenVerantwortung der nicht in Übereinstimmung mit den oben genannten Berichtsgrundsätzen und Kriterien aufgestellt worden ist.Geschäftsführung Bei der Durchführung des Auftrages haben wir dieDie Geschäftsführung der Telefónica Germany ist ver- Vorschriften des IFAC Code of Ethics for Professionalantwortlich für die Aufstellung und den Inhalt des CR- Accountants zur Unabhängigkeit beachtet.Report 2010 in Übereinstimmung mit den oben genann-ten Kriterien. Diese Verantwortung umfasst auch die Bei der Durchführung unseres Auftrags sind wir aus-Konzeption, Implementierung und Aufrechterhaltung schließlich der Geschäftsführung der Telefónica Ger-interner Kontrollen zur Aufstellung eines Berichts, der many GmbH & Co. OHG in Übereinstimmung mit derfrei von wesentlichen Fehlern ist, der in Übereinstim- vereinbarten Aufgabenstellung verantwortlich.mung mit den genannten Kriterien aufgestellt ist undauf angemessenen Methoden zur Datenermittlung Dritten gegenüber übernehmen wir keine Verantwor-beruht. tung, Haftung oder anderweitige Pflichten, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schrift- liche Vereinbarung geschlossen hätten. Es liegt in derUnsere Verantwortung ausschließlichen Verantwortung desjenigen, der die Informationen der Bescheinigung zur Kenntnis nimmtUnsere Aufgabe war es, auf Grundlage der durchgeführ- zu entscheiden - gegebenenfalls unter Einschaltungten prüferischen Durchsicht eine Beurteilung darüber eigener Berater - ob und inwieweit diese Informationenabzugeben, ob uns Sachverhalte bekannt sind, die uns für seine Zwecke tauglich und geeignet sind.zu der Annahme veranlassen, dass die Angaben in derSchlüsselkennzahlentabelle auf den Seiten 11 – 12 desCR-Report 2010 in allen wesentlichen Belangen nicht inÜbereinstimmung mit den Berichterstattungsgrundsät-zen und -kriterien erstellt worden sind.1 http://www.globalreporting.org/ReportingFramework/ReportingFrameworkDownloads/ Prüfbescheinigung | CR-Bericht 2010 Telefónica Germany 47
    • Wesentliche Arbeiten Unsere Beurteilungen Im Rahmen unseres Auftrags haben wir auf der Basis Zur Einhaltung der Berichtsgrenzen und der sich daraus von Risiko- und Wesentlichkeitsbeurteilungen Nach- ergebenden eingeschränkten Vergleichbarkeit der Nach- weise eingeholt, um eine begrenzte Sicherheit zur Über- haltigkeitsinformationen verweisen wir auf die Angaben einstimmung der ausgewählten quantitativen Angaben der Gesellschaft auf Seite 44. in der Schlüsselkennzahlentabelle mit den Berichterstat- tungsgrundsätzen und -kriterien zu gewinnen. Art und Auf der Grundlage unserer Arbeiten sind uns darüber Umfang der von uns durchgeführten Arbeiten erfolgte, hinaus keine weiteren Sachverhalte bekannt geworden, auch unter der Verwendung angemessener Stichproben, die uns zu der Annahme veranlassen, dass die ausge- auf Grundlage unseres pflichtgemäßen Ermessens zur wählten quantitativen Angaben in der Schlüsselkenn- Erlangung unserer Beurteilung. Unsere Auftragsdurch- zahlentabelle auf den Seiten 11 – 12 des CR-Report 2010 führung umfasste im Wesentlichen folgende Arbeiten: der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG in wesentli- Beurteilung der Angemessenheit der zugrunde geleg- chen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den ten Kriterien und ihrer kontinuierlichen Anwendung, genannten Berichterstattungsgrundsätzen und Kriterien Befragung von Mitarbeitern hinsichtlich der CR-Stra- aufgestellt worden sind. tegie, der Grundsätze im Bereich Corporate Responsi- bility und des CR-Managements der Gesellschaft, Düsseldorf, 15. Juni 2011 Befragung von Mitarbeitern, die mit der Datenerfas- sung und der Erstellung des CR-Reports beauftragt Ernst & Young GmbH sind, zur Beurteilung des Berichterstattungssystems, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft der Methoden der Datengewinnung und -aufberei- tung sowie der internen Kontrollen, soweit sie für die prüferische Durchsicht des CR-Reports relevant sind, Einsichtnahme in die relevanten Dokumente und Systeme zur Erhebung, Analyse und Aggregation der quantitativen und qualitativen Daten, der Textbei- träge im Berichtszeitraum sowie deren stichproben- artige Überprüfung, Peter Nolden Nicole Richter Analytische Untersuchungen auf Ebene der Gesell- Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin schaft hinsichtlich der Analyse und Aggregierung von quantitativen Daten im Rahmen der Berichts- erstellung48 Telefónica Germany CR-Bericht 2010 | Prüfbescheinigung
    • 13 Index nach GRIG3-Kernindikatoreninkl. Indikatoren des Sector Supplements Telecommunications (Pilot) 1. Vision und Strategie 4.9 Verfahren auf Vorstands-/Aufsichtsratsebene 6/71.1 Vorwort des Vorstands- oder Aufsichtsratsvorsitzenden 2/3 zur Überwachung der Nachhaltigkeitsleistung1.2 Zentrale Nachhaltigkeitsauswirkungen, 6–9 4.10 Verfahren zur Beurteilung der Leistungen des Vorstands n.v. -risiken und -chancen 4.11 Umsetzung des Vorsorgeprinzips 35/36 2. Organisationsprofil 4.12 Unterstützung externer Initiativen 322.1 Name des Unternehmens 4 4.13 Mitgliedschaften in Verbänden und Interessengruppen 16, 18/192.2 Wichtigste Marken, Produkte und Dienstleistungen 4 4.14 Einbezogene Stakeholdergruppen 7, 102.3 Geschäftsbereiche und Unternehmensstruktur 4/5 4.15 Auswahl der Stakeholder 102.4 Hauptsitz des Unternehmens 45 4.16 Ansätze für den Stakeholderdialog (Art/Häufigkeit) 10, 352.5 Länder mit Geschäftstätigkeitsschwerpunkt 5 4.17 Stellungnahme zu zentralen Anliegen 10, 13 – 19, 24 – 302.6 Eigentümerstruktur 5 der Stakeholder2.7 Märkte 5 5. Leistungsindikatoren2.8 Größe des Unternehmens 4 Ökonomie – Managementansatz 42.9 Signifikante Änderungen im Berichtszeitraum 4 EC1 Erwirtschafteter und verteilter Wert 42.10 Auszeichnungen im Berichtszeitraum 24 EC2 Finanzielle Auswirkungen des Klimawandels n.e. 3. Berichtsparameter EC3 Betriebliche soziale Zuwendungen 26/273.1 Berichtszeitraum 44 EC4 Finanzielle Zuwendungen der öffentlichen Hand n.e.3.2 Datum des letzten Berichts 01. Juni 2010 EC6 Zahlungen an lokale Zulieferer 113.3 Berichtszyklus jährlich EC7 Beschäftigung lokaler Arbeitnehmer in n.a. Führungspositionen3.4 Ansprechpartner für Fragen zum Bericht 45 EC8 Infrastrukturinvestitionen und Dienstleistungen 133.5 Vorgehensweise zur Auswahl der Berichtsinhalte 7/8 für das Gemeinwohl3.6 Bilanzierungsgrenzen des Berichts 11, 44 IO1 Kapitalinvestitionen in Telekommunikationsinfrastruktur 133.7 Einschränkungen des Berichtsumfangs 11, 44 IO2 Kosten für Dienstleistungsanbieter unter der n.r.3.8 Joint Ventures, Tochterunternehmen, Outsourcing 4 Universaldienstrichtlinie3.9 Datenerfassung 11/12 Ökologie – Managementansatz 203.10 Änderungen bei der Darstellung von Informationen 11/12, 44 EN1 Gewicht/Volumen der eingesetzten Materialien n.e. im Vergleich zu früheren Berichten EN2 Anteil von Recyclingmaterial am Gesamtmaterialeinsatz 233.11 Änderungen des Umfangs, der Berichtsgrenzen 11/12, 44 EN3 Direkter Energieverbrauch nach Primärenergiequellen 21 oder der Messmethoden EN4 Indirekter Energieverbrauch nach Primärenergiequellen 12, 20/213.12 Index nach GRI 49 EN8 Gesamter Wasserverbrauch nach Quellen 12, 223.13 Externe Verifizierung 46 – 48 EN11 Flächennutzung in geschützten Gebieten n.r. 4. Unternehmensführung, Verpflichtungen und Engagement EN12 Auswirkungen von Aktivitäten in geschützten Gebieten n.r.4.1 Führungsstruktur www* EN16 Direkte und indirekte Treibhausgasemissionen 214.2 Unabhängigkeit des Aufsichtsratsvorsitzenden n.a. EN17 Weitere relevante Treibhausgasemissionen 21/224.3 Kontrollorgan bzw. unabhängige Mitglieder n.a. (z. B. durch Geschäftsreisen) der Unternehmensführung EN19 Ozonschädigende Substanzen nach Gewicht 22/234.4 Mechanismen für Aktionärs- und Mitarbeiter- n.a. empfehlungen an den Vorstand/Aufsichtsrat EN20 NOX, SOX und andere signifikante Luftemissionen n.r. nach Gewicht4.5 Verknüpfung der Vorstandsvergütung mit der n.v. Unternehmensleistung EN21 Abwassereinleitungen n.e.4.6 Mechanismen zur Vermeidung von Interessenkonflikten 7 EN22 Abfall nach Art und Entsorgungsmethode 22/234.7 Expertise der Leitungsgremien im Bereich Nachhaltigkeit 9 EN23 Freisetzung von Schadstoffen nach Anzahl und Volumen 22/234.8 Leitbilder, Unternehmenswerte und Verhaltenskodizes 6 EN26 Initiativen zur Verringerung von Umwelt- 3, 43 auswirkungen der Produkte und Dienstleistungen Index nach GRI | CR-Bericht 2010 Telefónica Germany 49
    • EN27 Anteil von Produkten und deren 23 IO4 Einhaltung der ICNIRP-Standards in Bezug auf 18/19, 23 Verpackungen, die wiederverwendet wurden Endgeräte. EN28 Geldbußen/Sanktionen wegen Nichteinhaltung von 23 IO5 Einhaltung der ICNIRP-Standards zur Strahlung 18/19, 23 Umweltauflagen von Basisstationen. Arbeitsumfeld und Arbeitsbedingungen – Managementansatz 24 IO6 Maßnahmen hinsichtlich der SAR-Werte von 18/19 LA1 Mitarbeiter nach Beschäftigungs- 12, 24 mobilen Endgeräten. verhältnissen und Regionen IO7 Auswahl von Standorten von Mobilfunkmasten 18/19 LA2 Mitarbeiterfluktuation nach Altersgruppen, 24 IO8 Anzahl und Prozentsatz von allein genutzten und n.e. Geschlecht und Regionen geteilten Standorten IO3 Gewährleistung von Gesundheit und Sicherheit von 29/30 PA1 Maßnahmen zur Ausbreitung von 13, 18/19 technischen Mitarbeitern im Außendienst Telekommunikations-Infrastruktur LA4 Mitarbeiter mit Tarifverträgen 26, 30 PA2 Abbau von Barrieren für Zugang und Gebrauch von 15 LA5 Mitteilungsfristen in Bezug auf wesentliche 24/25 Telekommunikations-produkten betriebliche Veränderungen PA3 Sicherung von Verfügbarkeit und Verlässlichkeit von 13 LA7 Verletzungen, Abwesenheitsquote und Todesfälle 14, 29/30 Telekommunikation LA8 Risikokontrolle und Programme bzgl. schwerer 29/30 PA4 Verfügbarkeit von Telekommunikationsprodukten und 13 Krankheiten -dienstleistungen LA10 Aus- und Weiterbildungsstunden nach 12, 28/29 PA5 Angebote für Niedrigverdiener und Arbeitslose 14 Mitarbeiterkategorien PA6 Aufrechterhaltung von Telekommunikation in k.A. LA13 Zusammensetzung des oberen Managements und 12, 27/28 Notsituationen der Mitarbeiterstruktur (z. B. Alter/Geschlecht/Kultur) PA7 Menschenrechtsaspekte mit Bezug zu Zugang und n.r. LA14 Entlohnung nach Geschlecht und Mitarbeiterkategorie 26 Gebrauch von Telekommunikation Menschenrechte – Managementansatz 36/37 PA8 Kommunikation in der Öffentlichkeit über 18/19 elektromagnetische Felder. HR1 Investitionsvereinbarungen mit Klauseln oder n.r. Prüfungen bzgl. Menschenrechten PA9 Investitionen in Forschung im Bereich 19, 40 elektromagnetische Felder (EMF). HR2 Anteil Lieferanten, bei denen Prüfungen zu Menschen- 36/37 rechtsfragen durchgeführt wurden, und ergriffene Maßnahmen PA10 Sicherstellung der Transparenz von Gebühren und Tarifen 14/15 HR4 Vorfälle von Diskriminierung und ergriffene Maßnahmen n.r. PA11 Information für Kunden, die verantwortungsvollen 16/17 Gebrauch fördern HR5 Geschäftstätigkeiten mit signifikantem n.r. Risiko „Vereinigungsfreiheit“ PR3 Grundsätze/Verfahren zur Produktkennzeichnung 18/19 HR6 Geschäfte mit erhöhtem Risiko „Kinderarbeit“ n.r. PR6 Programme zur Einhaltung von Gesetzen und 18 und Maßnahmen freiwilligen Vereinbarungen in der Werbung HR7 Geschäfte mit erhöhtem Risiko „Zwangsarbeit“ n.r. PR9 Wesentliche Geldbußen für Gesetzesverstöße bzgl. 11 und Maßnahmen der Nutzung von Produkten und Dienstleistungen Gesellschaft – Managementansatz 8 TA1 Ressourceneffizienz von Telekommunikations- www** produkten und -dienstleistungen. SO1 Eindämmung negativer Folgen für Standortgemeinden 18/19 TA2 Telekommunikationsprodukte, die das Potenzial haben, k.A. SO2 Anteil der auf Korruptionsrisiken überprüften 11 physische Objekte zu ersetzen. Geschäftsbereiche TA3 Änderungen der Transportmaßnahmen und/oder k.A. SO3 Zur Prävention geschulte Mitarbeiter in % 11 Ressourcen bei Kunden durch Telekommunikationsprodukte SO4 Nach Korruptionsvorfällen ergriffene Maßnahmen n.r. TA4 Schätzungen indirekter Auswirkungen durch den www** SO5 Positionen und Beteiligung an politischen 10 Gebrauch der oben genannten Produkte Entscheidungsprozessen und Lobbying-Aktivitäten TA5 Praktiken in Bezug auf Urheberrecht k.A. SO8 Geldbußen/Sanktionen wegen Gesetzesverstößen 11, 23 k.A. = keine Angabe n.v. = nicht veröffentlicht Produktverantwortung – Managementansatz 13 n.a. = nicht anwendbar www* = www.telefonica.de PR1 Lebenszyklusstadien von Produkten, für die Sicher- 9 n.r. = nicht relevant www** = www.o2.de/goto/eco-index heits- und Gesundheitsauswirkungen analysiert wurden n.e. = nicht erfasst Den Erfüllungsgrad der GRI G3-Leitlinien schätzen wir selbst mit A+ ein.50 Telefónica Germany CR-Bericht 2010 | Index nach GRI