Diagnostic Value of Five Clinical Tests in
Patellofemoral Pain Syndrome
Diagnostischer Wert von 5 klinischen Tests
zum Erk...
vem Ergebnis eine gering erhçhte Wahr-
scheinlichkeit eines vorliegendem PFPS.
Die holländische Übersetzung des MFIQ
stimm...
Upcoming SlideShare
Loading in …5
×

Patellofemoralen

165 views

Published on

0 Comments
0 Likes
Statistics
Notes
  • Be the first to comment

  • Be the first to like this

No Downloads
Views
Total views
165
On SlideShare
0
From Embeds
0
Number of Embeds
5
Actions
Shares
0
Downloads
0
Comments
0
Likes
0
Embeds 0
No embeds

No notes for slide

Patellofemoralen

  1. 1. Diagnostic Value of Five Clinical Tests in Patellofemoral Pain Syndrome Diagnostischer Wert von 5 klinischen Tests zum Erkennen eines vorliegenden patello- femoralen Schmerzsyndroms Manuelle Therapie 2007; 11: 123–124 Nijs J, van Geel C, et al. Man Ther 2006; 11: 69–77 S. Klien Zusammenfassung Fragestellung Wie zuverlässig und aussagekräftig sind 5 verschiedene klinische Tests zur Über- prüfung eines vorliegenden Patellofemo- ral Pain Syndrome (PFPS)? Hintergrund Das PFPS wird als retropatellärer Schmerz definiert, der bei gehaltenen Positionen wie Sitzen oder Knien sowie beim Trep- pensteigen und Kniebeugen auftritt. Wie bei vielen klinischen Bildern scheint das PFPS von der ¾tiologie zumeist mulitfak- toriell zu sein, d.h. es lässt sich selten nur eine spezifische Struktur/Ursache für den Schmerz ausmachen. Die aktuelle Evidenz der konservativen Therapieformen liefert eher unbefriedi- gende Nachweise für die physiotherapeu- tische Effektivität. Hinweise finden sich über die Beeinflussbarkeit des PFPS be- züglich Funktion und Schmerzintensität durch Quadrizepskräftigung, Akupunktur, Brace, Übungen mit Tape und Biofeedback [3]. Weiterhin gibt es Indizien dafür, dass stärkere Beschwerdegrade ein eher spezi- fisches Training bençtigen, wohingegen leichte Beschwerden schon mit standardi- sierten Informationen und Bewegungsbe- ratung verbessert werden kçnnen. Da bei der Bewertung von Schmerz und Funktion ein Fragebogen von großer Be- deutung ist und diese Studie im hollän- dischsprachigen Raum stattfand, sollte die holländische Übersetzung des validierten englischsprachigen Modified Functioncal Index Questionnaire (MFIQ; [6]) parallel dazu auf einige psychometrischen Eigen- schaften (Disease specificity, internal con- sistency, convergent validity) hin über- prüft werden. Methode Einschlusskriterien Aus verschiedenen ambulanten Einrich- tungen (Mulicenter trial) wurden 45 Knieschmerzpatienten ausgewählt, die sich aktuell in physiotherapeutischer Behandlung befanden. Ausschlusskriterien Knieschmerzpatienten mit operativer Vorgeschichte waren von der Studie ausgeschlossen. Ein weiteres Untersu- chungsverfahren schloss von den ur- sprünglich 45 Probanden 6 weitere aus, da bei ihnen zusätzlich eine Begleiter- krankung vorlag, wie Kreuzband-/Me- niskusverletzung, Shint splint oder Te- nonitis der Quadrizepssehne. Diese gal- ten damit als „Komorbide“. Studiendesign Experimentelle Beobachtungsstudie. Studienort Die Studie wurde am Department of Hu- man Physiology, Faculty of Physical Edu- cation and Physical Therapy der Vrije Uni- versiteit Brussel durchgeführt. Maßnahmen Der 1. Untersucher (Arzt) ordnete die ver- bliebenen 39 Patienten auf der Basis diagnostischer Kriterien anderer Studien [1, 2, 4, 7] der PFPS-Gruppe bzw. der Non-PFPS-Gruppe zu. Mindestens 2 der folgenden Kriterien mussten erfüllt sein: vorderer Knieschmerz bzw. vordere Knie- schmerzen bei längerem Sitzen, Knien, Treppensteigen oder Kniebeugen. Alle Patienten füllten außerdem die hol- ländische Version des MFIQ sowie drei VAS-Skalen (bezüglich Ruhe-, Bewe- gungs- und Nachtschmerz) aus. Danach führte der 2. Untersucher (erfahrener Physiotherapeut) verblindet folgende 5 Tests in einer festgelegten Reihenfolge durch: E M.-vastus-medialis-Koordinationstest (l" Abb. 1); E Patellar-Apprehension-Test (l" Abb. 2); E Waldron-Test: Patellakompression bei Kniebeugung in Rückenlage; E Waldron-Test II: Patellakompression bei Kniebeugung im Stand; E Clark-Test: Kompression der Patella mit isometrischer Anspannung des M. quadriceps; E Eccentric-Step-Test (l" Abb. 3). Outcome Das Ergebnis wurde anhand der Likeli- hood ratio dargestellt und betrug für den M.-vastus-medialis-Koordinationstest und den Patellar Apprehension Test je- weils positiv 2,26, für den Eccentric Step Test 2, 3, 4. Für alle anderen Tests fiel der Wert unter 2 aus und war damit von kei- nem grçßeren Nutzen. Ergebnisse Nach Auffassung der Autoren ergab sich eine Fragwürdigkeit des Waldron-Test I und II sowie des Clark-Test. Beim M.-vastus-medialis-Koordinations- test, Patellar Apprehension Test und Ec- centric Step Test zeigte sich bei positi- Abb. 1 M. vastus-medialis-Koordinations- test. Abb. 2 Patellar-Apprehension-Test. Abb. 3 Eccentric-Step-Test. Klien S. Diagnostic Value of… Manuelle Therapie 2007; 11: 123–124 · DOI 10.1055/s-2007-963129 gelesen und kommentiert 123 Heruntergeladenvon:FHCampusWien.Urheberrechtlichgeschützt.
  2. 2. vem Ergebnis eine gering erhçhte Wahr- scheinlichkeit eines vorliegendem PFPS. Die holländische Übersetzung des MFIQ stimmte gut mit dem englischen Origi- nal überein. Schlussfolgerungen Das Ergebnis dieser Studie lässt keine Rückschlüsse auf die Intratester- und In- tertester-Reliabilität zu. Da einige der Tests manuell und dreidimensional durchgeführt werden, sind die Kraft und Bewegungsdurchführung auch nicht standardisierbar. Grundsätzlich merken die Autoren an, dass manuelle Tests nie isoliert, sondern immer im Kontext mit den Angaben aus der Befragung und Untersuchung des Pa- tienten interpretiert werden sollten. Um keine Schmerzkumulation durch Test 1–5 zu verursachen, die den zuletzt aus- geführten Test hätte eher positiv ausfal- len lassen kçnnen, sollte die Reihenfolge der Tests zufällig sein bzw. vor jedem Test eine Angabe des Patienten auf der VAS-Skala durchgeführt werden. Kommentar Diese Untersuchung von 5 klinisch be- kannten Tests zu einem vorliegenden PFPS reiht sich in die notwendige Über- prüfung von Untersuchungen ein, deren Ergebnis das Tun und Handeln in der Manuellen Therapie mit beeinflussen kann. Bei der stoischen Durchführung von Untersuchungen ohne Einreihung in ein Gesamtbild (Big picture), zeigt sich klinisch häufig ein unbefriedigen- des Behandlungsergebnis. Wie von den Autoren beschrieben, soll- te das Ergebnis der Studie zeigen, dass Tests nur Hinweise liefern kçnnen, um eine Hypothese zu verfestigen oder zu widerlegen. Daher sind sie mehr als ein Baustein und nicht als alleinige Grund- lage für eine Behandlungsentscheidung zu verstehen. Die Autoren verwenden die 1. Untersu- chung des Arztes als den Goldstandard, der mit 5 von einem Physiotherapeuten isoliert durchgeführten Tests verglichen wird. Auf den ersten Blick scheint es ein Schwachpunkt zu sein, dass die Referenz zu der Intervention eines geschulten Phy- siotherapeuten eine ärztliche Untersu- chung darstellt. Andererseits ist mir bis- lang kein Goldstandard für das Vorliegen eines PFPS bekannt. Dies spielt jedoch keine Rolle, da es hier um Testverfahren und nicht um manuel- le Fertigkeiten geht. Vielleicht ist darin ein Hinweis zu sehen, dass die Diagnose PFPS zukünftig weniger strukturbezogen und vielmehr funktionsorientiert sein sollte. ¾hnliches findet sich zunehmend in der Literatur für andere Beschwerden- bilder, wie z.B. für Rückenschmerz [5]. Literatur 1 Brechter JH, Powers CM. Patellofemoral joint stress during stair ascent and descent in per- sons with and without patellofemoral pain. Gait Posture 2002; 16: 115–123 2 Cowan SM, Bennell KL et al. Delayed onset of electromyographic activity of vastus media- lis obliquus relative to vastus lateralis in sub- jects with patellofemoral pain syndrome. Arch Phys Med Rehabil 2001; 82: 183–189 3 McConnell J. Management of patellofemoral problems. Man Ther 2000; 1: 60–66 4 Ng GY, Cheng JM. The effects of patellar taping on pain and neuromuscular performance in subjects with patellofemoral pain syndrome. Clin Rehabil 2002; 16: 821–827 5 O’Sullivan P. Diagnosis and classification of chronic low back pain disorders: Maladap- tive movement and motor control impair- ments as underlying mechanism. Man Ther 2005; 10: 242–255 6 Selfe J et al. Four outcome measures for patel- lofemoral joint problems. Part I: Develop- ment and validity. Physiotherapy 2001; 87: 501–515 7 Watson CJ, Leddy HM et al. Reliability of the lateral pull test and tilt test to assess patellar alignment in subjects with symptomatic knees: student raters. J Orthop Sports Phys Ther 2001; 31: 368–374 Sebastian Klien, PT, OMTsvomp Praxisteam Wolf Lindner/Freiburg E-Mail: klien@praxisteam-lindner.de Klien S. Diagnostic Value of… Manuelle Therapie 2007; 11: 123–124 · DOI 10.1055/s-2007-963129 gelesen und kommentiert124 Heruntergeladenvon:FHCampusWien.Urheberrechtlichgeschützt.

×