Einleitung
Das 1990 in den Niederlanden in die Physiotherapie eingeführte
Mehrdimensionale Belastungs-Belastbarkeits-Model...
körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens und nicht
nur eine Abwesenheit von Krankheit oder Bedürfnissen“ [13].
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siologischen Prozessen und Therapiewirkungen andere Kom-
ponenten Faktoren zu berücksichtigen, die sowohl den Zustand
best...
So wird eine Arbeitsstelle mit einem guten Gleichgewicht zwi-
schen Person und Umgebung die Partizipation fördern.
Auf die...
Die Physiotherapie beschäftigt sich mit den menschlichen Bewe-
gungsfunktionen und der Beseitigung von Faktoren, die diese...
– Welche physiotherapeutischen Maßnahmen sollen durch-
geführt werden?
– Welcher Physiotherapeut übernimmt die Behandlung?...
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lijk en economisch kader van een paramedische beroe...
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  1. 1. Einleitung Das 1990 in den Niederlanden in die Physiotherapie eingeführte Mehrdimensionale Belastungs-Belastbarkeits-Modell (MDBB- Modell) ist ein konzeptuelles biopsychosoziales Gesundheits- modell, das Gesundheit als ein dynamisches Gleichgewicht sieht, das durch körperliches, seelisches und soziales Wohlfinden ge- kennzeichnet ist. Die Einheit von Körper und Seele wird im Sinne des biopsychosozialen Modells gesehen. Der Mensch steht in In- teraktion mit seiner Umgebung und verfügt über adaptierende Eigenschaften, mit denen er sich an verändernde Situationen an- passen kann. Störungen dieses dynamischen Gleichgewichts können sich in Form von Gesundheitsproblemen äußern. In der Physiotherapie wurde das MDBB-Modell als Erweiterung auf das bisher unzureichende biomedizinische Modell ent- wickelt. Das Gesundheitsproblem soll biopsychosozial und mit Aufmerksamkeit für Krankheiten bzw. Hemmungen der Gesund- heit aus dem psychosozialen Umfeld betrachtet werden. Die krankheits- und personengebundenen Faktoren bestimmen, was die Physiotherapie für den Patienten tun kann, was mit ihrer Beeinflussbarkeit hemmender Faktoren (krankheits- und per- sonenbezogen) zusammenhängt. Auf der Basis dieser Analyse lassen sich die Ziele der Physiotherapie formulieren, die thera- peutischen Strategien bestimmen und anzuwendende krank- heits- und verhaltensbezogene Therapien abstimmen. Das fundamentale Denken beim MDBB-Modell hat eine längere Vorgeschichte als das nun vorliegende Konzept selbst. Das Mo- dell wurde in den neunziger Jahren eingeführt, während die Ent- wicklung zur Theoriebildung der Physiotherapie und das Fragen nach therapeutischen Effekten bereits Anfang der siebziger Jahre datiert. Das Modell fand viel Anerkennung, unter anderem, weil es Ansätze für die praktische adäquate Behandlung von Patien- ten bietet. Elemente des MDBB-Modells Zur Verdeutlichung werden zunächst verschiedene Begriffe er- klärt, die innerhalb des Modells benutzt werden. – Mehrdimensional verweist auf verschiedene Dimensionen des Menschseins. Der Mensch „funktioniert“ auf 3 interaktiven Ebenen: einer körperlichen, seelischen und sozialen Ebene. Jede Ebene hat mehrere Subdimensionen. – Belastung/Belastbarkeit: Die beiden Begriffe sind schon alt und vor allem aus der Arbeitsmedizin und Sportphysiologie be- kannt. Sie werden kombiniert benutzt, weil das Verhältnis zwischen Belastung und Belastbarkeit ein wichtiger Faktor für körperliche, seelische und soziale Gesundheit des Men- schen darstellt [16]. Sowohl eine Über- als auch eine Unterfor- derung können zu einem Gesundheitsproblem auf einem oder mehreren Ebenen des menschlichen Funktionierens führen. – Modell: Von den unterschiedlichen Bedeutungen des Begriffs ist „eine schematische Darstellung von der Wirklichkeit“ wohl die bekannteste. Beim MDBB-Modell handelt es sich um ein konzeptuelles Modell, d.h. die Ansicht über Krankheit und Gesundheit sowie über den Menschen wurde ausgearbei- tet. Somit ist es für ein gutes Verständnis des Modells erfor- derlich, die Ansichten über Gesundheit, Krankheit und den Menschen zu klären. – Krankheit und Gesundheit: Das MDBB-Modell sieht Krankheit und Gesundheit, wie sie bereits 1947 die World Health Organi- sation (WHO) formulierte: „Gesundheit ist ein Zustand totalen Mehrdimensionales Belastungs-Belastbarkeits-Modell: Ein konzeptuelles Modell für die Physiotherapie A. van Vonderen Korrespondenzadresse Arno van Vonderen, Dipl. PT, MT, Bewegungswissenschaftler · Westfeld 15 · D-29227 Celle (Westercelle) · E-mail: ArnoVanVonderen@web.de Bibliografie Manuelle Therapie 2005; 9: 230–236 © Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York DOI 10.1055/s-2005-858889 ISSN 1433-2671 Fachwissen:TheoriemodellederPT 230 Heruntergeladenvon:FHCampusWien.Urheberrechtlichgeschützt.
  2. 2. körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur eine Abwesenheit von Krankheit oder Bedürfnissen“ [13]. Körperliches, seelisches und soziales Wohlbefinden ist durch ein dynamisches Gleichgewicht von Belastung und Belastbar- keit des Menschen in der biopsychosozialen Perspektive ge- kennzeichnet. Störungen im Wohlbefinden bzw. im dyna- mischen Gleichgewicht von Belastung und Belastbarkeit können sich in Gesundheitsproblemen äußern [13]. – Menschenbild: Das Menschenbild des MDBB-Modells sieht den Menschen als eine mit der Umgebung und anderen Menschen interagierende Einheit von Körper und Seele. Ein Kennzeichen des Modells ist die Fähigkeit des Menschen, sich physisch und verhaltensmäßig an veränderte Situationen anpassen zu kön- nen [10, 13]. – Adaptierung: Der Prozess der Abstimmung zwischen Anforde- rungen (Belastung) und Möglichkeiten (Belastbarkeit). Jedes Individuum ist in der Lage, sich physisch und verhaltens- mäßig zu ändern [3, 9, 19, 21, 24]. – Strategie: Die Art und Weise, wie das Gesundheitsproblems aufgrund dessen Analyse gelöst oder verbessert wird. Definition MDBB-Modell Beim MDBB-Modell handelt es sich um ein biopsychosoziales Gesundheitsmodell, das eine systemtheoretische Vorgehenswei- se in der Physiotherapie einschließt. Dabei wird Gesundheit als Zustand körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens, d.h. als dynamisches Gleichgewicht von Belastung und Belast- barkeit auf verschiedenen Ebenen gesehen (Abb.1; [8]): – Zellen; – Gewebe; – Organe; – Organsysteme; – Organismen; – Gemeinschaftskomplexe; – Gemeinschaften; – Externe Faktoren; – Interne Faktoren. Das bedeutet, beim gesunden Menschen, der sich wohl fühlt, sind biopsychosoziale Belastung und Belastbarkeit aufeinander abgestimmt. Störungen in diesem dynamischen Gleichgewicht lassen sich als Situationen mit verminderter Belastbarkeit oder zu hoher Belastung für das Individuum deuten. Diese Störungen stellen ein Gesundheitsproblem dar. Die biopsychosoziale Ge- sundheitsperspektive impliziert, dass das Gesundheitsproblem auf den oben genannten Ebenen analysiert werden kann. Historische Entwicklung des MDBB-Modells Von der Vorschrift zur Überweisung In den sechziger Jahren waren Physiotherapeuten bei der Be- handlung von Patienten lediglich ausführende Kraft der ärzt- lichen Verordnungen [20]. Der Arzt bestimmte, welche Art der Behandlung (Frequenz und Menge) der Patient erhalten sollte. Dies änderte sich Anfang der siebziger Jahre, weil sowohl Physio- therapeuten als auch Mediziner diese Vorgehensweise als unbe- friedigend empfanden. Die Ärzte erkannten, dass sie zu wenig über Physiotherapie und deren Möglichkeiten wussten, während sich die Physiotherapeuten nicht über das Zustandekommen der therapeutischen Effekte klar waren. Erst langsam entwickelte sich die Erkenntnis, dass nur eine adäquate und auf den individu- ellen Patienten abgestimmte Behandlungsstrategie wirksame therapeutische Effekte erzielte. Erste Erklärungen und Erklärungsmodelle Physiotherapeutische Behandlungsformen entwickelten sich überwiegend empirisch (an der Wirklichkeit erfahren, durch Ausprobieren). Schon immer experimentierten Menschen mit thermischen (Wärme, Kälte) und später mit elektrischen und elektromagnetischen Reizen. Daraus entwickelten sich die Ther- mo-, Elektro- und Hochfrequenzelektrotherapie [34, 35]. Für de- ren Wirksamkeit lagen oft keine eindeutigen Erklärungen vor oder sie wurde einfach aus tierexperimentellen Untersuchungen übernommen. Die Vielfalt an biologischen Erklärungen für therapeutische Ef- fekte war groß und änderte sich ständig. Oft waren sie unzusam- menhängend und manchmal sogar entgegengesetzt. Diese ers- ten Diskussionen vertieften das Wissen der Physiotherapeuten über die Beeinflussbarkeit biologischer Prozesse im mensch- lichen Körper und schufen so die Basis für unterschiedliche phy- siotherapeutische Strategien. Die ersten Erklärungsversuche und -modelle waren eher biomedizinischer Art. Diese Tatsache ent- spricht auch der allgemeinen Entwicklung des medizinischen Denkens, das bis in die sechziger Jahre stark somatisch orientiert war [23]. In der Physiotherapie führte das einseitige Interesse für den so- matischen Aspekt und die direkte Beziehung zwischen pathoge- netischen Ursachen und Symptomen zu einer unzureichenden Gesundheitspflege und damit einer veränderten Sicht gegenüber Gesundheit und Krankheit [6, 12]. So bleib lange unklar, weshalb Patienten mit identischer medizinischer Diagnose auf die gleiche physiotherapeutische Behandlung unterschiedlich reagierten und bestimmte Physiotherapeuten vorhersagen konnten, bei welchen Patienten die Therapie erfolgreich sein würde. Offenbar waren zur Einschätzung der Beeinflussbarkeit von (patho) phy- Gesundheitsproblem (Gesundheitsstörung oder Krankheit. ICD) Körperfunktionen und -strukturen Aktivitäten Teilhabe Umweltfaktoren materiell sozial verhaltensbezogen persönliche Faktoren Alter, Geschlecht Motivation Lebensstil Abb. 1 Biopsychosoziales Modell der ICF van Vonderen A. Mehrdimensionales Belastungs-Belastbarkeits-Modell: Ein … Manuelle Therapie 2005; 9: 230–236 Fachwissen:TheoriemodellederPT 231 Heruntergeladenvon:FHCampusWien.Urheberrechtlichgeschützt.
  3. 3. siologischen Prozessen und Therapiewirkungen andere Kom- ponenten Faktoren zu berücksichtigen, die sowohl den Zustand bestimmter Organe als auch Therapietreue und andere psycho- soziale Faktoren betrafen. Es entwickelte sich ein Bedürfnis nach anderen Erkenntnissen als denen naturwissenschaftlich orientierter biomedizinischer Modelle. Einfluss emotional-affektiver Erfahrungen Innerhalb der Physiotherapie setzte sich langsam die Überzeu- gung durch, dass das ZNS beim Erreichen therapeutischer Effekte eine wichtige Rolle spielt. Dies führte dazu, das emotional-affek- tive Wirklichkeitserleben des Patienten und somit die Psycho- somatik als wichtigen Aspekt der Gesundheit in die Behandlung mit einzubeziehen [28]. Aus der Erfahrung, dass Menschen mit Sorgen, Ängsten oder zu viel Arbeit verletzlicher und empfänglicher für gesundheitliche Probleme sind, je länger diese Situation anhält [1, 2,17,18, 27] er- gab sich die Einsicht, dass die emotional-affektive Erfahrung des Patienten sein natürliches Heilvermögen stimulieren oder hem- men kann. Da auch Stress einen wichtigen Faktor in diesem Pro- zess darstellt [7, 33], konzentrierten sich viele Therapeuten auf die Behandlung von Spannungsbeschwerden. So wurde die Ent- spannungstherapie ein fester Bestandteil der Physiotherapieaus- bildung. Die Erforschung der Interaktionen zwischen Körper und Seele hat eine bedeutende Entwicklung durchgemacht, was sich z.B. in den neu entstandenen Begriffen Psycho-Neuro-Endokrinolo- gie und Psycho-Neuro-Immunologie äußert. Verschiedene Un- tersuchungen bestätigten, dass psychische Programme tatsäch- lich körperliche Funktionen steuern und das Heilungsvermögen des Individuums sowohl positiv als auch negativ beeinflussen können [4, 15, 19]. Biopsychosoziale Perspektiven Bei manchen Patienten besteht eine direkte Beziehung zwischen pathogenethischen Faktoren und Symptomen, wobei der somati- sche Aspekt des Gesundheitsproblems im Vordergrund steht. Ist dies nicht der Fall, muss nach anderen Ursachen der auftreten- den Krankheitserscheinungen gesucht werden. Da die psychosomatische Komponente als Erklärung alleine meist nicht ausreichend war, wurde intensive Stressforschung betrieben [33]. Diese brachte die Erkenntnis, dass Gesundheit bzw. Krankheit nicht jeweils alleine durch somatische, psy- chische oder soziale Einflüsse, sondern durch eine Kombination aus allen 3 Aspekten bedingt ist [11, 23, 29]. Menges formulierte im Jahr 1990: „Bei Gesundheit und Krankheit spielen neben so- matischen auch psychische, sozial-gesellschaftliche und phy- sisch-chemische Einflüsse und Prozesse eine Rolle. Dabei sind diese Faktoren bei jedem Individuum mit stets wechselnden Ak- zenten unterschiedlich stark miteinander verbunden“ [22]. – Psychische Aspekte beziehen sich auf das individuelle mensch- liche Verhalten hinsichtlich Gesundheit und Krankheit des Einzelnen und darüber hinaus auf sein infrapsychisches Ge- schehen und seine Interaktionen. – Sozial-gesellschaftliche Aspekte beinhalten einerseits die sozia- le und gesellschaftliche Position des Individuums und seiner Gruppe und anderseits die Einflüsse, die die Gesellschaft und Kultur auf das Individuum und die Gruppe ausüben. – Physisch-chemische Aspekte umfassen z.B. Umweltverschmut- zung, Wasserqualität, Temperatur, Strahlung und Vorhanden- sein bestimmter Substanzen. Eine auffällige Entwicklung dieser Denkweise verkörpert das Phänomen International Classification of Impairment, Disabilities and Handicap (ICIDH), die 1980 von der WHO entwickelt wurde und den Gesundheitszustand von Patienten sowohl nach ihrem eigenen Urteil als auch dem von Therapeuten anhand von Stö- rungen, Einschränkungen und Handicaps aus biopsychosozialer Sicht beschreibt [30]. Definitionender Dimensionendes Gesundheitszustandsin der ICIDH [30] – Impairment: Jede Abwesenheit oder Abweichung einer psy- chologischen, physiologischen oder anatomischen Struktur oder Funktion. – Disability: Jede Verringerung oder Abwesenheit (als Folge ei- ner Störung) einer normalen Aktivität und deren Art und Wei- se der Ausführung. – Handicap: Nachteilige Position einer Person als Folge einer Störung oder Einschränkung, die deren normale soziale Rolle (in Bezug auf Alter, Geschlecht und sozial-kulturellen Hinter- grund) begrenzt oder verhindert. Im Jahr 1998 wurde die ICIDH in die Internationale Klassifizierung von Störungen, Aktivitäten und Partizipation (ICIDH-2) erweitert [31]. Definitionender Dimensionendes Gesundheitszustandsin der ICIDH-2 [31] – Störung: Verlust oder Abnormalität der körperlichen Struktur oder einer physiologischen oder psychologischen Funktion. – Aktivität: Art und Weise des Funktionierens auf dem persönli- chen Niveau. Aktivitäten können bezüglich Art, Dauer und Qualität eingeschränkt sein. – Partizipation: Art und Weise der gesellschaftlichen Teilhabe einer Person im Alltag hinsichtlich Störungen, Aktivitäten, Ge- sundheitszustand und Umgebungsfaktoren. Die Teilhabe kann bezüglich Art, Dauer und Qualität eingeschränkt sein. Die ICIDH-2 beschreibt den Gesundheitszustand des Individu- ums anhand von Störungen der Funktion oder Struktur, Ein- schränkungen bei der Ausführung von Aktivitäten und Partizipa- tionsproblemen innerhalb der Gesellschaft [31]. Dabei wird mit den Umweltfaktoren und den Persönlichkeitsfaktoren eine neue Dimension eingeführt. Die Umweltfaktoren umfassen neben konkreten Faktoren (z.B. Hilfsmittel) unter anderem persönliche Hilfe, Gesetzgebung, so- ziale, wirtschaftliche und staatliche Institutionen, Klima und geografische Umgebung. Sie können neben negativen (z.B. Bar- rieren) auch positive Auswirkungen auf die Gesundheit haben. van Vonderen A. Mehrdimensionales Belastungs-Belastbarkeits-Modell: Ein … Manuelle Therapie 2005; 9: 230–236 Fachwissen:TheoriemodellederPT 232 Heruntergeladenvon:FHCampusWien.Urheberrechtlichgeschützt.
  4. 4. So wird eine Arbeitsstelle mit einem guten Gleichgewicht zwi- schen Person und Umgebung die Partizipation fördern. Auf die ICIDH-2 folgte die International Classification of Functio- ning, Disability and Health (ICF; [32]), die das biopsychosoziale Modell erheblich erweiterte und damit der Lebenswirklichkeit der Betroffenen besser entsprach. Die neue Klassifikation be- rücksichtigte insbesondere den gesamten Lebenshintergrund der Patienten. Die deutschsprachige Fassung der ICF (Internationale Klassifika- tion der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit) wurde von Fachleuten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz erar- beitet. Für eine öffentliche Korrektur wurde der Übersetzungsent- wurf ins Internet gestellt (www.dimdi.de). Alle Änderungsvor- schläge gingen in die abschließende Erörterung des Entwurfs bei der Konsensus-Konferenz am 27. Februar 2002 in Frankfurt/Main ein, an der neben Mitgliedern der Übersetzergruppe auch Vertre- ter des Deutschen Bundesministeriums für Arbeit und Sozialord- nung, der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation, der Deut- schen Vereinigung für die Rehabilitation Behinderter, des Deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) und der Sozialversicherungen teilnahmen. Anmerkungen zur deutschen Übersetzung Für den englischen Begriff Functioning gibt es im Deutschen kei- ne eindeutige Entsprechung. In Absprache mit Österreich und der Schweiz wurde er mit Funktionsfähigkeit übersetzt und sollte nur als klassifikationstechnischer Begriff verwendet werden. Er beinhaltet alle Aspekte der funktionalen Gesundheit. Das bedeu- tet, eine Person ist funktional gesund, wenn sie vor dem Hinter- grund ihrer Kontextfaktoren die folgenden Bedingungen erfüllt: – Ihre körperlichen Funktionen (einschließlich des mentalen Bereichs) und Körperstrukturen entsprechen denen des ge- sunden Menschen (Körperfunktionen und -strukturen). – Sie kann und tut alles, was von einem Menschen ohne Ge- sundheitsprobleme (ICD) erwartet wird (Aktivitäten). – Sie kann ihr Dasein in allen wichtigen Lebensbereichen in der Weise und dem Umfang entfalten, wie es von einem Men- schen ohne gesundheitsbedingte Beeinträchtigung der Kör- perfunktionen und -strukturen sowie der Aktivitäten erwartet wird (Partizipation). Behinderung ist der Oberbegriff für jede Beeinträchtigung der Funktionsfähigkeit eines Menschen zu verstehen. Der englische Ausdruck Health wurde mit dem etwas enger ge- fassten Begriff Gesundheitsproblem übersetzt. Die Unterschiede zwischen ICIDH [30, 31] und ICF [32] sind in Tab.1 zusammengefasst. Das MDBB-Modell als konzeptuelles Modell der Physiotherapie Im Folgenden wird die Umsetzung des Modells in der Praxis dar- gestellt. Tab. 1 Unterschiede zwischen ICIDH [30, 31] und ICF [32]ICIDH ICF Konzept Kein übergreifendes Konzept Konzept der funktionalen Gesundheit (Funktions- fähigkeit) Grundmodell Modell der Krankheitsfolgen Biopsychosoziales Modell der Gesundheitskom- ponenten Orientierung Defizitorientiert: Behinderun- gen werden klassifiziert Ressourcen- und defizitorientiert: – Bereiche werden klassifiziert, in denen Behin- derungen auftreten können – positive und negative Bilder der Funktionsfähig- keit können erstellt werden Behinderung – Formaler Oberbegriff zu Schädigungen, Fähigkeits- störungen und (sozialen) Beeinträchtigungen – Keine explizite Bezugnahme auf Kontextfaktoren Formaler Oberbegriff zu Beeinträchtigungen der Funktionsfähigkeit unter expliziter Bezugnahme auf Kontextfaktoren Grundlegende Aspekte – Schädigung – Fähigkeitsstörung – (soziale) Beeinträchtigung – Körperfunktionen und -strukturen: Störungs- begriff: Schädigung (Funktionsstörung, Struk- turschaden) – Aktivitäten: Störungsbegriff: Beeinträchtigung der Aktivität – Partizipation: Störungsbegriff: Beeinträchtigung der Partizipation Soziale Beeinträch- tigung Attribut einer Person Partizipation und deren Beeinträchtigung wird als Wechselwirkung zwischen dem gesundheitlichen Problem (ICD) einer Person und ihrer Umweltfak- toren definiert Umweltfaktoren Unberücksichtigt Umweltfaktoren sind integraler Bestandteil des Konzepts und werden klassifiziert Personbezogene (persönliche) Faktoren Werden höchstens implizit berücksichtigt Werden zwar erwähnt, aber nicht klassifiziert Anwendungsbereich Nur im gesundheitlichen Kontext van Vonderen A. Mehrdimensionales Belastungs-Belastbarkeits-Modell: Ein … Manuelle Therapie 2005; 9: 230–236 Fachwissen:TheoriemodellederPT 233 Heruntergeladenvon:FHCampusWien.Urheberrechtlichgeschützt.
  5. 5. Die Physiotherapie beschäftigt sich mit den menschlichen Bewe- gungsfunktionen und der Beseitigung von Faktoren, die diese Funktionen beeinträchtigen mithilfe physiotherapeutischer Maßnahmen. Arbeitsweise nach dem MDBB-Modell Das MDBB-Modell ermöglicht dem Physiotherapeuten, sowohl krankheits- als auch verhaltensbezogen zu arbeiten. Es be- schreibt und analysiert krankheits- und personengebundene Faktoren, um festzustellen, welche hemmenden oder fördernden Einflüsse sie auf biologische und verhaltensmäßige Erholungs- und Anpassungsprozesse haben. Dies ist besonders bei der Be- handlung von Personen hilfreich, deren Beschwerden sich nicht oder nur unzureichend medizinisch erklären und diagnostizie- ren lassen. Die Terminologie und die 3 in der ICIDH beschriebe- nen Dimensionen [30, 31] liefern eindeutigere Anhaltspunkt als die medizinische Diagnose alleine. Letztendlich müssen Belas- tung und Belastbarkeit nicht nur in Bezug auf die Gewebe, Orga- ne und Organsysteme untereinander, sondern auch hinsichtlich der Person in Beziehung zu sich selbst und ihrer Umgebung ana- lysiert werden. Definition von Belastung und Belastbarkeit – Belastbarkeit: – Maximale Last, die getragen werden kann. – Sie umfasst die Eigenschaften, die jedes Individuum benö- tigt, um den Forderungen der Umwelt zu widerstehen. – Innerhalb der Grenzen von Erblichkeit, Alter und Ge- schlecht sind diese Eigenschaften variabel. – Belastbarkeit ist ein dynamischer Faktor – Belastung: Maß, in dem der Mensch belastet wird. Zwischen Belastbarkeit und Belastung besteht eine enge Bezie- hung, die die biologische Fähigkeit zur Adaption, d.h. der Suche nach einem Gleichgewicht zwischen Belastung und Belastbar- keit beschreibt. Die Physiotherapie sieht körperliche Beschwerden oft als eine Folge verminderter Belastbarkeit bzw. Überlastung. Aus diesem Grund verfolgt sie als therapeutisches Ziel oft eine Verbesserung der Belastbarkeit. Dabei kommt beispielsweise das Overload- Prinzip zur Anwendung, d.h. mit einer zunehmenden Belastung wird der Organismus herausgefordert, seine Eigenschaften zu ändern und sie auf den höheren Belastungsgrad abzustimmen. Umgekehrt bewirkt Inaktivität eine Verschlechterung der all- gemeinen Kondition und Belastbarkeit. Dies führt unweigerlich zu Stress, einem Zustand, bei dem die (erfahrene) Belastung grö- ßer als die Belastbarkeit. Weil auch psychosoziale Belastung die körperliche Funktions- fähigkeit beeinflussen und sogar für daraus resultierende Ge- sundheitsprobleme verantwortlich sein kann, spielt das Ausmaß von Belastung und Belastbarkeit eine wichtige Rolle bei der Ana- lyse von gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Das MDBB-Modell in der physiotherapeutischen Praxis Ein entscheidendes Element professioneller Physiotherapie ist das methodische Handeln. Es ermöglicht dem Physiotherapeu- ten, zielgerichtet, bewusst, systematisch und prozessorientiert zu arbeiten [5, 16]. Den Begriffen liegen jeweils folgende Defini- tionen zugrunde: – Zielgerichtet: Die bei Behandlungsbeginn festgelegten Ziele sollen erreicht werden. – Bewusst: – Der Therapeut kennt seine Werte und Normen und reagiert entsprechend auf seine Patienten und deren individuelle Situation. – Er versucht, auch die Normen und Werte der Patienten he- rauszufinden und zu beachten. – Er ist sich darüber im Klaren, dass die Interaktion zwischen ihm und seinen Patienten neben den gewünschten auch unerwünschte Effekte haben kann. – Systematisch: Die Handlungsweise des Therapeuten folgt der logischen Ordnung seines Fachgebiets. – Prozessorientiert: Der Therapeut passt sein Handeln den je- weils während des therapeutischen Prozesses auftretenden Veränderungen des Patienten an und integriert die Definitio- nen von Gesundheit und Krankheit des MDBB-Modells in seine Zielsetzungen, die die folgenden beiden Ebenen umfas- sen [13]: – Allgemeine Nebenzielsetzungen des physiotherapeutisch- diagnostischen Prozesses; – Allgemeine Zielsetzung des physiotherapeutisch-diagnos- tischen Prozesses. AllgemeineNebenzieledesphysiotherapeutisch-diagnostischen Prozesses Hierzu müssen folgende Fragen fundiert beantwortet werden: – Worin bestehen die gesundheitlichen Probleme des Patien- ten? – Welche Faktoren haben diese Probleme verursacht? – Welche Faktoren bestimmen die Beschwerden des Patienten? – Haben die Probleme einen normalen oder von der Norm ab- weichenden Verlauf? Die Ergebnisse liefern Informationen über die Krankheit, die Per- son und ihre Umstände, aus denen der Therapeut Schlussfolge- rungen hinsichtlich der biologischen Heilungsmöglichkeiten zie- hen kann. Dazu benötigt er umfassende Kenntnisse der (Patho) Physiologie von Geweben, Organen und Organsystemen, um Art und Stadium der Erkrankung richtig interpretieren zu können. Die personenbezogenen Schlussfolgerungen sind von Bedeu- tung, weil sie die Heilung fördern oder hemmen können. Hem- mend wirken sich hauptsächlich persönliche, emotionale und af- fektive Erfahrungen der Person mit ihrer Umgebung aus [14]. Um diese personengebundenen Faktoren zu reduzieren, muss der Physiotherapeut die den aktuellen Gesundheitsproblemen zu- grunde liegenden Zusammenhänge erkennen und auch dem Pa- tienten erklären [14]. Dabei lässt sich feststellen, wie der Patient selbst seine Beschwerden einschätzt. AllgemeineZiele des physiotherapeutisch-diagnostischen Prozesses Hier gilt es, folgende Fragen fundiert zu beantworten: – Ist eine Überweisung an den Physiotherapeuten richtig? – Welche sind die physiotherapeutischen Ziele bei diesem Pa- tienten? – Mit welchen Strategien lassen sich diese Ziele erreichen? van Vonderen A. Mehrdimensionales Belastungs-Belastbarkeits-Modell: Ein … Manuelle Therapie 2005; 9: 230–236 Fachwissen:TheoriemodellederPT 234 Heruntergeladenvon:FHCampusWien.Urheberrechtlichgeschützt.
  6. 6. – Welche physiotherapeutischen Maßnahmen sollen durch- geführt werden? – Welcher Physiotherapeut übernimmt die Behandlung? Überweisung Ob die Überweisung an den Physiotherapeuten richtig ist, ent- scheidet sich anhand der formulierten Nebenziele der Behand- lung, wobei folgende Fragen zu beantworten sind: – Kann der Patient seine Gesundheitsprobleme selbstständig lösen? – Ist zu erwarten, dass der Patient beim selbstständigen Lösen seiner Gesundheitsprobleme alle Möglichkeiten optimal aus- nutzt? – Weshalb nimmt der Therapeut an, dass der Patient nicht in der Lage ist, seine Gesundheitsprobleme selbstständig zu lö- sen bzw. dabei alle Möglichkeiten ungenutzt lässt? – Sind die hemmenden Faktoren für das selbstständige Lösen der Gesundheitsprobleme beeinflussbar? – Kann der Physiotherapeut eventuell zusammen mit anderen Beschäftigten des Gesundheitssystems diese hemmenden Faktoren eliminieren oder reduzieren? Nachdem geklärt wurde, ob die Überweisung an den Physiothe- rapeuten richtig ist, werden die weiteren Aspekte diskutiert. Welche Zielsetzungen und Strategien? Welche Ziele und Strategien für den individuellen Patienten ge- eignet sind, bestimmen außer der Krankheit selbst die personen- bezogenen Faktoren. Die Zielsetzungen ergeben sich aufgrund der strukturellen und Funktionsstörungen sowie der Einschrän- kung von Aktivitäten und Partizipation. Die Reihenfolge der Be- handlungsziele wird durch die hemmenden und fördernden Fak- toren bestimmt. Welche Maßnahmen? Auch die Wahl der physiotherapeutischen Maßnahmen hängt von den hemmenden und fördernden Faktoren ab: – Krankheitsbezogene Maßnahmen ergeben sich aus den Schluss- folgerungen bezüglich der Krankheit und deren Prognose sowie der krankheitsbezogenen, die Heilung hemmenden Faktoren. – Verhaltensbezogene Maßnahmen werden von den die Heilung hemmenden oder fördernden personenbezogenen Faktoren bestimmt [14]. Dabei soll der Patient lernen, sich bewusst und unmissverständlich auf adäquate Weise an veränderte Umweltbedingungen anzupassen. Beispiele: – Patienten mit übermäßig starken Schmerzen und damit ver- bundener Bewegungsangst, sollten unbedingt über die Ursa- chen ihrer Beschwerden aufgeklärt werden, um einer Somati- sierung vorzubeugen. – Patienten mit normalen Beschwerden müssen von der unum- gänglichen Änderung ihres Bewegungsverhaltens überzeugt werden, um weitere Gewebeschädigungen zu vermeiden. Welcher Physiotherapeut? Die Entscheidung, welcher Therapeut den Patienten behandeln soll, richtet sich nach den formulierten Behandlungszielen. Dies erfordert auch eine gute Selbsteinschätzung des Physiotherapeu- ten. Jeder gewissenhafte Therapeut sollte seinen Patienten nach gründlicher Überlegung eventuell an einen Kollegen verweisen, der die individuellen Beschwerden aufgrund seiner Kenntnisse und Fähigkeiten besser behandeln kann. Schlussfolgerungen Das biopsychosoziale MDBB-Modell unterstützt den Physiothe- rapeuten beim Behandlungsprozess. Die davon abgeleiteten methodisch-systematischen Arbeitsweisen zwingen ihn, seine Entscheidung für eine bestimmte Behandlungsmaßnahme zu rechtfertigen und somit sein Handeln transparent und nachvoll- ziehbar zu machen. Daher bietet sich das Modell auch für den Unterricht und den interkollegialen Kontakt an. Das systematische Analysieren des Gesundheitsproblems aus der biopsychosozialen Perspektive kann bei der Formulierung von Schlussfolgerungen über die Krankheit und den Patienten selbst hilfreich sein. Letztendlich spielt es eine entscheidende Rolle, wie sich die Beschwerden durch Physiotherapie positiv be- einflussen bzw. heilen lassen. Literatur 1 Ader R, Felten O, Red . Psychoneuroimmunology. New York: Academic Press, 1990 2 Bergsma J. Somatopsychologie. Op zoek naar psychosociale dimensies van de geneeskunde. Lochem: De Tijdstroom, 1977 3 Bernards ATM. 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