Was und Warum ist Positive Psychologie - Eine Einführung

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Das Ziel der Positiven Psychologie ist es, Katalysator für eine Verschiebung der Aufmerksamkeit innerhalb der Psychologie zu sein, weg von der reinen Beschäftigung mit der Reparatur der schlimmsten …

Das Ziel der Positiven Psychologie ist es, Katalysator für eine Verschiebung der Aufmerksamkeit innerhalb der Psychologie zu sein, weg von der reinen Beschäftigung mit der Reparatur der schlimmsten Dinge im Leben, und hin zur Aus-bildung von positiven Zuständen.
Auf dem subjektiven Level geht es um wünschenswerte persönliche Erfahrungen: Wohlergehen, Glücksempfinden, und Zufriedenheit (mit der Vergangenheit); Optimismus (für die Zukunft); und Flow und Erfülltsein (in der Gegenwart).
Auf dem individuellen Level geht es um wünschenswerte individuelle Eigenschaften: die Kapazität für Liebe […], Mut, zwischenmenschliche Fähigkeiten, ästhetische Sensibilität, Beharrlichkeit, Vergebung, Kreativität, […], Spiritualität, Hochbegabung, und Weisheit.
Auf der sozialen Ebene geht es um bürgerliche Tugenden und Institutionen, die die Ausbildung derselben in Individuen fördern: Verantwortungsbewusstsein, […], Altruismus, Höflichkeit, Selbstbeherrschung, Toleranz, und Fleiß.

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  • 1. Was und warum ist Positive Psychologie? Dr. Nico Rose
  • 2. Warum ich meiner Frau fast jede Woche Blumen kaufe
  • 3. Klassische Psychologie •Korrigieren, was nicht funktioniert •Beseitigung von psych. Störungen •Depression •Angst, Zwang, Neurosen •Substanzmissbrauch •Aggression, antisoz. Verhalten •Etc. Traditionelle Psychologie = Störungen beseitigen 20% 80%
  • 4. Positive Psychologie •Stärken, was bereits funktioniert •Das „gelungene“ Leben •Wohlbefinden & Zufriedenheit •Stärken & Erfolgsfaktoren •Resilienz •Sinnerleben & Spiritualität •Etc. Positive Psychologie = Aufblühen ermöglichen ! Psychische Gesundheit kann nicht allein durch die Abwesenheit von etwas erklärt werden 20% 80%
  • 5. -10 -9 -8 -7 -6 -5 -4 -3 -2 -1 0 +1 +2 +3 +4 +5 +6 +7 +8 +9 +10 PP: Der Weg weg von 0 Richtung +10
  • 6. Das DSM – die Bibel der Psychotherapeuten ! Was im DSM steht, gilt als „ordentliche“ Krankheit und somit forschungs- und förderungswürdig
  • 7. Wahrnehmung ist negativ verzerrt – fast immer! Das Böse Schlechte ist stärker als das Gute! Roy Baumeister
  • 8. Nach Burn kommt out! Quellen: 1 Statistisches Bundesamt; 2 BKK/www.welt.de; 3 Gallup Engagement Index, 2013. •2012: ca. 1.397.000.000 Überstunden in D1 •Anzahl Krankheitstage pro 1000 Mitglieder bei BKK durch Burnout: 2004 – 2011: +1.800%2 •61% der deutschen Arbeitnehmer haben keine emotionale Bindung an ihr Unternehmen, 24% innerlich gekündigt3
  • 9. 1998: Geburtsjahr der modernen Positiven Psychologie Martin (Marty) Seligman Mihaly (Mike) Csikszentmihalyi FlowOptimismus
  • 10. 2000: Das Gründungsmanifest Das Ziel der Positiven Psychologie ist es, Kataly- sator für eine Verschiebung der Aufmerksam- keit innerhalb der Psychologie zu sein, weg von der reinen Beschäftigung mit der Reparatur der schlimmsten Dinge im Leben, und hin zur Aus- bildung von positiven Zuständen. Auf dem subjektiven Level geht es um wün- schenswerte persönliche Erfahrungen: Wohlerge- hen, Glücksempfinden, und Zufriedenheit (mit der Vergangenheit); Optimismus (für die Zukunft); und Flow und Erfülltsein (in der Gegenwart). Auf dem individuellen Level geht es um wün- schenswerte individuelle Eigenschaften: die Kapazität für Liebe […], Mut, zwischenmenschliche Fähigkeiten, ästhetische Sensibilität, Beharrlich- keit, Vergebung, Kreativität, […], Spiritualität, Hochbegabung, und Weisheit. Auf der sozialen Ebene geht es um bürgerliche Tugenden und Institutionen, die die Ausbildung derselben in Individuen fördern: Verantwortungs- bewusstsein, […], Altruismus, Höflichkeit, Selbst- beherrschung, Toleranz, und Fleiß.
  • 11. Nichts Neues unter der Sonne... / Ahnengalerie 1 2 1) Buddha; 2) Konfuzius; 3) Aristoteles; 4) Epiktet; 5) Mark Aurel; 6) Adam Smith; 7) Ben Franklin; 8) John Stuart Mill; 9) Ralph Waldo Emerson; 10) William James; 11) Abraham Maslow 12) Viktor Frankl; 13) Carl Rogers; 14) Aaron Beck; 15) Albert Bandura 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15
  • 12. Vergnügen (das süße Leben) Aufblühen (das erfüllende Leben) Dümpeln (das leere Leben) Bemühen (das saure Leben) Eudaimonia Hedonia Es geht vorrangig um das gute, produktive Leben
  • 13. konkretes Verhalten äußere Umstände genetischer Fingerabdruck Können wir überhaupt glücklich(er) werden? Sonja Lyubomirsky Setpoint
  • 14. Werbeblock: Lizenz zur Zufriedenheit Die Organisation Stimmen zum Buch* „Ein hochinteressantes Buch, auch, aber nicht nur für Unternehmer. Was mich besonders gefreut hat: Unternehmer haben laut der zugrunde lieg- enden Studie unter allen Berufsgruppen die Nase vorn in puncto Lebenszufriedenheit.“ Marie-Christine Ostermann, Bundesvorsitz- ende, Die Jungen Unternehmer – BJU „Als Grundlagenforscher habe ich eine Abneigung gegen zu seichte Psycho-Literatur. Insofern hat mir dieses Buch Freude bereitet: eingängig ge- schrieben und gleichzeitig wissenschaftlich fun- diert. Bitte auf keinen Fall die Anmerkungen übe- rblättern.“ Dr. Marc Zirnsak, Postdoctoral Researcher, Stanford University *Plus: Erwähnungen auf spiegel.de, manager-magazin.de, karrierebibel.de, lead-digital.de, u.v.m.
  • 15. Positive Emotions Engagement Relationships (Beziehungen) Meaning (Sinn-Erleben) Achievement (Leistung) Ein Rahmen für Positive Psychologie: P.E.R.M.A.
  • 16. Wozu sind positive Emotionen gut? Barbara Fredrickson PERMA Positive Emotionen •erweitern unser Denk- und Verhaltensmuster •bringen uns zum Spielen, Explorieren, und Genießen •und erweitern dadurch unsere Fähigkeiten und unser Wissen •sowie unser soziales Netzwerk
  • 17. Gute Gefühle als Kraftstoff im Alltag John Gottman PERMA Das Geheimnis einer guten Ehe (und Teams) •es braucht deutlich mehr positive als negative Interaktion für den Fortbestand •min. 5:1 in Beziehungen •min. 3:1 in Teams •min. 3:1 im „inneren Team“
  • 18. Das höchste der Gefühle: Ehrfurcht und Erhebung Jonathan Haidt PERMA Awe = Ehrfucht Admiration = Bewun- derung Elevation = Erhebung
  • 19. PERMA Flow: Gleichgewicht zwischen Aufgabe und Fähigkeit Mihaly Csikszent. Quelle für Grafik: www.wandelweb.de
  • 20. PERMA Charakterstärken: Werte in Aktion = Erfüllung Christopher Peterson
  • 21. PERMA Charakterstärken: Werte in Aktion = Erfüllung Christopher Peterson ! Test machen (auch auf Deutsch) via www.viame.org
  • 22. Christopher Peterson Beziehungen = stärkster Treiber für Wohlbefinden PERMA Other People matter!
  • 23. Beziehungen = stärkster Treiber für Wohlbefinden Jane Dutton Vertrauen Respekt Unter- stützung PERMA
  • 24. Bist Du für mich da, wenn es schlecht gut läuft? Shelly Gable PERMA Aktiv- Konstruktiv Passiv- Konstruktiv Passiv- Destruktiv Aktiv- Destruktiv
  • 25. Altruismus: Geben ist seliger cleverer denn Nehmen Adam Grant PERMA ! Altruisten haben meist die Nase vorn, auch im Business
  • 26. ! Wo halten wir (uns) zurück, wenn wir im Prinzip geben könnten? Holding back: Ein sich selbst verstärkendes System Esa Saarinen PERMA Der Teufelskreis der Rache beim Knausern
  • 27. Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben. Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet. Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, meine Gefühle auszudrücken. Ich wünschte mir, ich hätte den Kontakt zu meinen Freunden aufrechterhalten. Ich wünschte, ich hätte mir erlaubt, glücklicher zu sein. PERMA Was Sterbende am meisten bereuen
  • 28. PERMA Der weitere Blickwinkel: das Wohl der Gemeinschaft Isaac Prilleltensky Fairness Freiheit Demokratie
  • 29. Nur die Harten kommen in den Garten: Got Grit? Angela Duckworth PERMA ! Grit = Leidenschaft für langfristige Ziele + enormes Durchhaltevermögen
  • 30. PERMA Warum weniger meist mehr ist Barry Schwartz Quelle für Grafik: http://4.bp.blogspot.com SaticficerMaximizer
  • 31. PERMA Wie man das ganze Leben einen schönen Urlaub hat Daniel Kahneman Quelle für Grafik: www.decisions.ch ! Verluste schmerzen mehr, als Gewinne wohltun ! Ob wir eine Episode im Leben positiv bewerten, hängt fast ausschließlich vom besten Punkt und vom Ende ab
  • 32. Persönlich • In Beziehungen und Erlebnisse investieren • Stärken herausfinden und nutzen • Dankbarkeitstagebuch führen • Mediendiät kontrollieren Organisation • „What Went Well“ (WWW) • Stärken der Mitarbeiter finden und nutzen (lassen) • Vertrauen, Respekt, Freiraum, „Spielen“ (ermöglichen) • Loben bis zum Umfallen Was kann ich tun, wenn ich morgen starten will?
  • 33. „Was heißt Erfolg? Oft und viel lachen; die Achtung intelligenter Menschen und die Zuneigung von Kindern gewinnen; die Anerkennung aufrichtiger Kritiker gewinnen; den Verrat falscher Freunde ertragen; Schönheit bewundern, in anderen das Beste finden; die Welt ein wenig besser verlassen, ob durch ein gesundes Kind, ein Stückchen Garten oder einen kleinen Beitrag zu Verbesserung der Gesellschaft; wissen, dass wenigstens das Leben eines anderen Menschen leichter war, weil du gelebt hast. Das bedeutet, nicht umsonst gelebt zu haben.“ Ralph Waldo Emerson über Erfolg
  • 34. Other People Matter!
  • 35. Ina Rose Nico Rose • Coaching & Training • Vorträge • Moderation • Farb- & Stilberatung • Kleiderschrank-Check • Personal Shopping Ostenallee 32 │59063 Hamm 02381/2797900 │info@excellis.de Kontakt
  • 36. • Mihaly Csíkszentmihályi: Flow: The Psychology of Optimal Experience • Ed Diener & Robert Biswas-Diener: Happiness: Unlocking the Mysteries of Psychological Wealth • Barbara Fredrickson: Positivity: Top-Notch Research Reveals the 3 to 1 Ratio That Will Change Your Life • Adam Grant: Give and Take: Why Helping Others Drives Our Success • Dan Gilbert: Stumbling on Happiness • Jonathan Haidt: The Happiness Hypothesis: Finding Modern Truth in Ancient Wisdom • Daniel Kahnemann: Thinking, Fast and Slow • Sonja Lyubomirsky: The How of Happiness: A New Approach to Getting the Life You Want • Christopher Peterson: A Primer in Positive Psychology • Christopher Peterson: Pursuing the Good Life: 100 Reflections on Positive Psychology • Barry Schwartz: The Paradox of Choice: Why More is Less • Martin Seligman: Learned Optimism: How to Change Your Mind and Your Life • Martin Seligman: Authentic Happiness: Using the New Positive Psychology to Realize Your Potential for Lasting Fulfillment • Martin Seligman: Flourish: A Visionary New Understanding of Happiness and Well-being • George Vaillant: Triumphs of Experience: The Men of the Harvard Grant Study Buchtipps (die meisten sind auch auf Deutsch erhältlich)