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Das Konzept der Digitalen Nachhaltigkeit
Der Begriff „Nachhaltigkeit“• Erstmals verwendet 1713 durch Hans Carl von  Carlowitz im Zusammenhang mit Forstwirtschaft• ...
Abgrenzung unterschiedlicher Nachhaltigkeits-Begriffe          Ökologische                                  Soziale       ...
Der Begriff „Digitale Nachhaltigkeit“• Begriff Digitale Nachhaltigkeit noch wenig etabliert• „Digital Sustainability“ bis ...
Erklärungsansatz mittels GüterklassenDefinition Öffentliches Gut                                                          ...
Wichtigkeit Digitale Nachhaltigkeit für die Gesellschaft• Langfristige volkswirtschaftliche Kosteneinsparungen  Z.B. stärk...
Definition Begriff Digitale Nachhaltigkeit(work in progress)1. Der Begriff Nachhaltigkeit bezieht sich auf zyklische Syste...
Warum und wann ist Open Source Softwaredigital nachhaltig?1. offener Quellcode → technisch und rechtlich freie Architektur...
2. Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit
Leitung derParlamentarische Gruppe Digitale NachhaltigkeitCo-Präsidium      Edith Graf-Litscher                           ...
Weitere National- und Ständeräte als Mitglieder derParlamentarischen Gruppe Digitale Nachhaltigkeit1. Barbara Schmid-Feder...
Gründung und Ziele derParlamentarischen Gruppe Digitale Nachhaltigkeit• Gegründet im Mai 2009 als offizielle Parlamentaris...
Strategie-Matrix derParlamentarischen Gruppe Digitale Nachhaltigkeit17              Digitale Nachhaltigkeit und Open Gover...
3. Politische Vorstösse
Bisherige politische Vorstösse• Software-Alternativen für den standardisierten Arbeitsplatz in der Bundesverwaltung  Nr. 1...
Bisherige politische Vorstösse• Fragwürdige Vista-Migration der Bundesverwaltung  Nr. 9 – 23.09.2009 – Interpellation 09.3...
Politische Vorstösse dieser Sondersession• Förderung der Freigabe von Open Source Software  Nr. 17 – 15.04.2011 – Motion –...
4. Fokus Open Source Software
Open Source in IT-Strategien des BundesOpen Source Strategie Bund• Open Source Strategie Bund:  http://www.isb.admin.ch/th...
Definition von Open Source gemässOpen Source Initiative (OSI)Nach OSI erfüllt eine Open Source Lizenz 10 Kriterien:1. Frei...
Über Open Source LizenzenWas ist Open Source, was nicht• Open Source ist kein Geschäftsmodell und keine Technologie, sonde...
So funktioniert Open Source Software Entwicklung:Der Open Source Community Building Zyklus                     Initialer Q...
So funktioniert Open Source Software Entwicklung:Community-Akteure im Business-Umfeld                                     ...
Vorteile & Best Practices Vorteil                     Best Practice zum Realisieren des Vorteils Kosteneinsparungen       ...
Risiken & Best Practices Risiko                              Best Practice zur Risikominimierung Verletzung der           ...
Open Source Strategie für kohärentes VorgehenEntwicklung einer ganzheitlichen Open Source Strategie• Kohärentes Vorgehen, ...
Open Source im professionellen EinsatzDrei Einsatz-Szenarien für Open Source Software:               1. Einsatz ohne      ...
5. Fazit, Ausblick und Diskussion
Föderalismus und Partizipation:Das Open Source Community-PrinzipVergleich Föderalismus mit                              Be...
Danke für IhreAufmerksamkeit!Dr. Matthias StürmerSenior Advisor, Ernst & Young AGmatthias.stuermer@ch.ey.comMobile: +41 58...
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Digitale Nachhaltigkeit und Open Government Data

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Dr. Matthias Stürmer, Ernst & Young Schweiz

14. April 2011, Hochschule Luzern

MAS Programm Community Development, CAS 3 Management von Prozessen in der Gemeinde-, Stadt- und Regionalentwicklung

Themenblock 4: Neue Kommunikationsmittel

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  1. 1. Digitale Nachhaltigkeit undOpen Government Data: Teil 1Dr. Matthias Stürmer, Ernst & Young Schweiz14. April 2011, Hochschule LuzernMAS Programm Community Development, CAS 3 Management vonProzessen in der Gemeinde-, Stadt- und RegionalentwicklungThemenblock 4: Neue Kommunikationsmittel
  2. 2. Kurzportrait Dr. Matthias Stürmer • Senior Advisor, Ernst & Young AG in Bern • Beratung mit Fokus auf Open Government Data, Open Source Advisory und Social Media Governance • Dr. sc. ETH Zürich: SNF-Forschungsprojekt zu Open Source Dynamics am Lehrstuhl für Strategisches Management und Innovation • lic.rer.pol. Universität Bern: Studium Betriebswirtschaft und Informatik • Vorstand Swiss Open Systems User Group /ch/open • Gründer und Geschäftsleiter Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit2 Digitale Nachhaltigkeit und Open Government Data: Teil 1
  3. 3. Ernst & Young AdvisoryAbteilung IT Risk & AssuranceUnsere Dienstleistungen• Application Services• Third Party Reporting• Information Security Services• Program Advisory Services• IT Assurance• IT Effectiveness Services• Information Management and Analysis Services• Vendor and Contract Risk Services• Open Source Advisory Services• Social Media Governance Services3 Digitale Nachhaltigkeit und Open Government Data: Teil 1
  4. 4. Agenda 1 Das Konzept der Digitalen Nachhaltigkeit 2 Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit 3 Politische Vorstösse 4 Fokus Open Source Software 5 Fazit, Ausblick und Diskussion4 Digitale Nachhaltigkeit und Open Government Data: Teil 1
  5. 5. Das Konzept der Digitalen Nachhaltigkeit
  6. 6. Der Begriff „Nachhaltigkeit“• Erstmals verwendet 1713 durch Hans Carl von Carlowitz im Zusammenhang mit Forstwirtschaft• „Das Konzept der Nachhaltigkeit beschreibt die Nutzung eines regenerierbaren Systems in einer Weise, dass dieses System in seinen wesentlichen Eigenschaften erhalten bleibt und sein Bestand auf natürliche Weise nachwachsen kann.“ Definition: Wikipedia6 Digitale Nachhaltigkeit und Open Government Data: Teil 1
  7. 7. Abgrenzung unterschiedlicher Nachhaltigkeits-Begriffe Ökologische Soziale Nachhaltigkeit Nachhaltigkeit Ökonomische Digitale Nachhaltigkeit Nachhaltigkeit7 Digitale Nachhaltigkeit und Open Government Data: Teil 1
  8. 8. Der Begriff „Digitale Nachhaltigkeit“• Begriff Digitale Nachhaltigkeit noch wenig etabliert• „Digital Sustainability“ bis jetzt Begriff von Bibliotheken bei der langfristigen Speicherung von Daten, aber Daten sind nur ein Teilbereich• „Freie Software: Nachhaltige Entwicklung in der Wissensgesellschaft?“ Vorlesung seit 2004 von Dr. Marcus Dapp, ETH Zürich• Blog-Eintrag von Dr. Marcus Dapp vom 4. Februar 2008: Für eine Vision „Digitale Nachhaltigkeit“ in der Schweiz http://digisus.info/blog/archives/26 […] Ein Konzept „digitale Nachhaltigkeit“ bietet einen Rahmen, um bislang als getrennt wahrgenommene Phänomene zu integrieren und deren Gemeinsamkeiten aufzuzeigen – ähnlich wie das Konzept „Umwelt“ der Öko-Bewegung erst ermöglichte sich um den damals neuen Begriff „Umweltschutz“ zu formieren und dadurch politisches Gewicht zu erhalten. Heute ist Umweltpolitik ein wichtiges Politikfeld. Dasselbe brauchen wir für eine Politik digitaler Ressourcen. […]• Seit Dezember 2009 auf Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Digitale_Nachhaltigkeit8 Digitale Nachhaltigkeit und Open Government Data: Teil 1
  9. 9. Erklärungsansatz mittels GüterklassenDefinition Öffentliches Gut Rivalität Beispiel: Proprietäre Ja Nein Software Ja Privates Gut Klubgut Ausschliessbarkeit Nein Allmendegut Öffentliches Gut Beispiel Open Source SoftwareMaterielle vs. Immaterielle Güter • Immaterielle Güter sind nicht-rivalisieren • Vervielfältigung liegt bei null Grenzkosten9 Digitale Nachhaltigkeit und Open Government Data: Teil 1
  10. 10. Wichtigkeit Digitale Nachhaltigkeit für die Gesellschaft• Langfristige volkswirtschaftliche Kosteneinsparungen Z.B. stärkere Verhandlungsposition bei Software-Beschaffung• Höherer Investitionsschutz von öffentlichen Geldern Z.B. wichtig bei Software-Beschaffung und Datenarchivierung• Intensiverer Wettbewerb, Innovationsförderung generell Heute viele Quasi-Monopole; offene Inhalte als Basis neuer Geschäftsmodelle• Erhöhung der Sicherheit und Transparenz Z.B. Klumpenrisiken durch Firmenabhängigkeit verringern• Verringerung des Digital Divide (alt-jung, soziale Schichten, Nord-Süd...) Freier Zugang zu Wissen und Bildung ist ein Menschenrecht (Artikel 19)10 Digitale Nachhaltigkeit und Open Government Data: Teil 1
  11. 11. Definition Begriff Digitale Nachhaltigkeit(work in progress)1. Der Begriff Nachhaltigkeit bezieht sich auf zyklische Systeme.2. Prozesse in diesen Systemen sind dann nachhaltig, wenn sie im Laufe des aktuellen Zyklus die zur Verfügung stehenden Optionen für die kommenden Zyklen maximieren.3. Solche Zyklen sind z.B. die Folge von Generationen oder die Folgen Saat und Ernte. In einer digitalen Welt bestehen solche Zyklen ebenfalls. Sie folgen aufeinander nicht nur in schneller Abfolge, laufende Innovation verkürzt diese Zyklen zudem fortlaufend.4. Digitale Nachhaltigkeit bedeutet entsprechend, digitale Inhalte und Güter wie Software so zu entwickeln, zu verteilen, zu beschaffen und einzusetzen, dass der Entscheidungsspielraum in künftigen Technologiezyklen maximal erhalten bleibt.5. Offene Standards sind zum Beispiel digital nachhaltig, denn sie stellen sicher, dass auf Daten heute wie morgen durch beliebige Software zugegriffen werden kann.6. Open Source Software ist in aller Regel digital nachhaltig, weil die fundamentalen Freiheiten nachhaltig Entscheidungsspielraum offen halten7. Kein Teilgebiet von "Digitaler Nachhaltigkeit" ist zum Beispiel "Green IT" - diese betrifft die ökologische Nachhaltigkeit. Ebenso sind andere Bestrebungen, IT im Sinne von sozialer/ökologischer/ökonomischer Nachhaltigkeit einzusetzen nicht zwingend im Sinne dieser Definition digitale nachhaltig.11 Digitale Nachhaltigkeit und Open Government Data: Teil 1
  12. 12. Warum und wann ist Open Source Softwaredigital nachhaltig?1. offener Quellcode → technisch und rechtlich freie Architektur ist immer der Fall Gewährleistet durch Open Source Lizenz2. niedrige Exit/Switching Costs → Interoperabilität, Open Standards... ist meistens der Fall Open Source Software setzt typischerweise offene Formate und Standards ein3. heterogene Community → Lieferanten-Unabhängigkeit, Release-Management... ist nicht immer der Fall Negativ-Beispiel: ein von einer einzigen Firma kontrolliertes Open Source Projekt4. aktive Community → Software wird kontinuierlich weiter entwickelt ist nicht immer der Fall Negativ-Beispiel: Entwickler oder Firmen können Community verlassen12 Digitale Nachhaltigkeit und Open Government Data: Teil 1
  13. 13. 2. Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit
  14. 14. Leitung derParlamentarische Gruppe Digitale NachhaltigkeitCo-Präsidium Edith Graf-Litscher Christian Wasserfallen Nationalrätin SP Kt. Thurgau Nationalrat FDP Kt. BernKernteam Alec von Graffenried Kathy Riklin Nationalrat Grüne Kt. Bern Nationalrat CVP Kt. Zürich Thomas Weibel Alexander J. Baumann Nationalrat GLP Kt. Zürich Nationalrat SVP Kt. Thurgau14 Digitale Nachhaltigkeit und Open Government Data: Teil 1
  15. 15. Weitere National- und Ständeräte als Mitglieder derParlamentarischen Gruppe Digitale Nachhaltigkeit1. Barbara Schmid-Federer, CVP 15. Lieni Füglistaller, SVP2. Brigitte Häberli-Koller, CVP 16. Liliane Maury Pasquier, SP3. Bruno Frick, CVP 17. Louis Schelbert, Grüne4. Carlo Sommaruga, SP 18. Luc Recordon, Grüne5. Christian van Singer, Grüne 19. Maria Roth-Bernasconi, SP6. Claude Janiak, SP 20. Marianne Kleiner, FDP7. Evi Allemann, SP 21. Marie-Thérèse Weber-Gobet, CSP8. Felix Gutzwiller, FDP 22. Peter Malama, FDP9. Francine John-Calame, Grüne 23. Raphaël Comte, FDP10. Geri Müller, Grüne 24. Roger Nordmann, SP11. Hans Altherr, FDP 25. Sep Cathomas, CVP12. Hugues Hiltpold, FDP 26. Simonetta Sommaruga, SP13. Ignazio Cassis, FDP 27. Sylvia Flückiger-Bäni, SVP14. Jean-Charles Rielle, SP 28. Yvonne Gilli, Grüne15 Digitale Nachhaltigkeit und Open Government Data: Teil 1
  16. 16. Gründung und Ziele derParlamentarischen Gruppe Digitale Nachhaltigkeit• Gegründet im Mai 2009 als offizielle Parlamentarische Gruppe• Zielsetzung: „Die Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit fördert den nachhaltigen und innovativen Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) und setzt sich ein für den öffentlichen Zugang zu Wissensgütern.“• Fokus auf die Förderung von: • Open Source Software (Software) • Open Government Data (Daten)• Kein Thema: Green IT (betrifft ökologische Nachhaltigkeit)16 Digitale Nachhaltigkeit und Open Government Data: Teil 1
  17. 17. Strategie-Matrix derParlamentarischen Gruppe Digitale Nachhaltigkeit17 Digitale Nachhaltigkeit und Open Government Data: Teil 1
  18. 18. 3. Politische Vorstösse
  19. 19. Bisherige politische Vorstösse• Software-Alternativen für den standardisierten Arbeitsplatz in der Bundesverwaltung Nr. 1 – 02.06.2009 – Frage 09.5218 – Walter Donzé• Wurden weitere grosse Informatikbeschaffungen des Bundes nicht ausgeschrieben? Nr. 2 – 02.06.2009 – Frage 09.5220 – Edith Graf-Litscher• E-Government Vorhaben und der Einsatz von Open Source Software Nr. 3 – 04.06.2009 – Interpellation 09.3495 – Christian Wasserfallen• Studie über Open Source. Alternativen für die öffentliche Verwaltung Nr. 4 – 10.06.2009 – Interpellation 09.3584 – Walter Donzé• Offene Informatikstandards in der Bundesverwaltung Nr. 5 – 12.06.2009 – Motion 09.3668 – Thomas Weibel• Mehr öffentliche Ausschreibungen von grossen Informatikaufträgen Nr. 6 – 12.06.2009 – Motion 09.3663 – Edith Graf-Litscher• Open-Source-Kompetenzzentrum Nr. 7 – 12.06.2009 – Motion 09.3680 – Edith Graf-Litscher• Willkür bei der Vergabe öffentlicher Aufträge. Massnahmen des Bundesrates Nr. 8 – 12.06.2009 – Interpellation 09.3675 - J. Alexander Baumann19 Digitale Nachhaltigkeit und Open Government Data: Teil 1
  20. 20. Bisherige politische Vorstösse• Fragwürdige Vista-Migration der Bundesverwaltung Nr. 9 – 23.09.2009 – Interpellation 09.3804 – Alec von Graffenried• Freie Veröffentlichung von digitalen Kartografiedaten der swisstopo Nr. 10 – 07.12.2009 – Frage 09.5644 – Christian Wasserfallen• Mehr digitale Nachhaltigkeit in der Informatik des VBS Nr. 11 – 09.12.2009 – Postulat 09.4136 – Edith Graf-Litscher• Beschaffung von Open Source Software. Anpassung der AGB Nr. 12 – 11.12.2009 – Motion 09.4302 – Alec von Graffenried• Open source – auch für Meteodaten Nr. 13 – 18.06.2010 – Interpellation 10.3602 – Kathy Riklin• Gleich lange Spiesse bei Informatikbeschaffungen? Nr. 14 – 01.10.2010 – Interpellation 10.3837 – Alec von Graffenried• Aktueller Stand von Open Government Data in der Schweiz Nr. 15 – 02.03.2011 – Frage 11.5039 - Edith Graf-Litscher• Potenzial von Open Government Data in der Schweiz Nr. 16 – 02.03.2011 – Frage 11.5040 - Edith Graf-Litscher20 Digitale Nachhaltigkeit und Open Government Data: Teil 1
  21. 21. Politische Vorstösse dieser Sondersession• Förderung der Freigabe von Open Source Software Nr. 17 – 15.04.2011 – Motion – Thomas Weibel• Fairer Wettbewerb bei öffentlichen IT-Beschaffungen Nr. 18 – 15.04.2011 – Motion – Alec von Graffenried• Nicht-diskriminierende E-Government Lösungen für Schweizer Landwirte Nr. 19 – 15.04.2011 – Motion – Edith Graf-Litscher• Politische Rahmenbedingungen für Open Government Data Nr. 20 – 15.04.2011 – Interpellation – Kathy Riklin• Digitale Nachhaltigkeit in der Strategie des Bundesrates für eine Informationsgesellschaft in der Schweiz Nr. 21 – 15.04.2011 – Interpellation – Thomas Weibel• E-Government und Open Government Data Nr. 22 – 15.04.2011 – Interpellation – Christian Wasserfallen• Anwendung des Öffentlichkeitsgesetzes Nr. 23 – 15.04.2011 – Interpellation – Edith Graf-Litscher21 Digitale Nachhaltigkeit und Open Government Data: Teil 1
  22. 22. 4. Fokus Open Source Software
  23. 23. Open Source in IT-Strategien des BundesOpen Source Strategie Bund• Open Source Strategie Bund: http://www.isb.admin.ch/themen/strategien/00745/00750/index.html• Die wichtigste Rahmenbedingung für einen erfolgreichen Einsatz von OSS in der Bundesverwaltung ist, dass sie in der Beschaffung und beim Einsatz mit "gleich langen Spiessen" gegen CSS antreten kann.Grundsatz 5 der E-Government Strategie Schweiz• E-Government Strategie Schweiz: http://www.isb.admin.ch/themen/egovernment/00067• Einsparungen durch Mehrfachnutzung und offene Standards: Dank dem Prinzip Einmal entwickeln – mehrfach anwenden, offenen Standards und gegenseitigem Austausch werden die Investitionen optimal genutzt.23 Digitale Nachhaltigkeit und Open Government Data: Teil 1
  24. 24. Definition von Open Source gemässOpen Source Initiative (OSI)Nach OSI erfüllt eine Open Source Lizenz 10 Kriterien:1. Freie Weitergabe2. Verfügbarer Quellcode3. Abgeleitete Arbeiten4. Integrität des Autoren-Quellcodes5. Keine Diskriminierungen von Personen oder Gruppen6. Keine Nutzungseinschränkung7. Lizenzerteilung8. Produktneutralität9. Lizenz darf andere Software nicht einschränken10. Lizenz muss Technologie-neutral sein www.opensource.org24 Digitale Nachhaltigkeit und Open Government Data: Teil 1
  25. 25. Über Open Source LizenzenWas ist Open Source, was nicht• Open Source ist kein Geschäftsmodell und keine Technologie, sondern Open Source ist eine bestimmte Art von Software-Lizenz• Zwei Grundtypen von Open Source Lizenzen: • GNU General Public License (GPL) - Copyleft wenn Software verteilt wird • alle anderen 65 OSI-zertifizierten Open Source Lizenzen - kein CopyleftGPL der Schweizerischen Informatikkonferenz SIK• GPL nach Schweizer Recht in deutsch und französisch: • PDF-Download GPL der SIK: http://www.sik.ch/dok/GPL-der-SIK-2-0.pdf • GPL de la CSI en français: http://www.sik.ch/dok/GPL-de-la-CSI-2-0.pdf25 Digitale Nachhaltigkeit und Open Government Data: Teil 1
  26. 26. So funktioniert Open Source Software Entwicklung:Der Open Source Community Building Zyklus Initialer Quellcode und Dokumentation werden Neuer Quellcode, veröffentlicht durch Software wird in Software-Release Dokumentation • Einzelperson geschäftskritischen wird freigegeben • Software-Firma Bereichen eingesetzt • Non-Profit Organisation Quellcode, Dokumentation, Kollaborationsplattform, Firmen bieten Kommunikationstools kommerzielle etc. Dienstleistungen zur Software an Open Source Projekt Fehlermeldungen und Verbesserungsideen Entwickler, Tester, Doku- treffen ein mentierer, Promotoren, Anwender etc. Externe tragen Verbesserungen zur Kernsoftware bei Dokumentationen, Fehlerkorrekturen und Erweiterungen werden zurückgegeben26 Digitale Nachhaltigkeit und Open Government Data: Teil 1
  27. 27. So funktioniert Open Source Software Entwicklung:Community-Akteure im Business-Umfeld Software-Firma: Nutzer: Initiator des Open Source Projekts Auftraggeber Internes Entwicklung Entwicklungsauftrag Software- Applikations- Entwickler Entwicklung Öffentliche Rückmeldungen Entwicklungs- umsetzung Kollaborations- Plattform Basis- Basis-A Öffentliche Applikation likation Rückmeldungen Software-Firma: Mitentwicklung Nutzer: Beitragen von Benutzer und Bug Fixes und Erweiterungen Feedback-Geber27 Digitale Nachhaltigkeit und Open Government Data: Teil 1
  28. 28. Vorteile & Best Practices Vorteil Best Practice zum Realisieren des Vorteils Kosteneinsparungen Software Portfolio Assessment Total Cost of Ownership Analysis Shared Maintenance Kontrolle über Vendor Risk Assessment Software und Daten Reputationsgewinn Open Source Marketing Rasche Verbreitung Open Source Project Management28 Digitale Nachhaltigkeit und Open Government Data: Teil 1
  29. 29. Risiken & Best Practices Risiko Best Practice zur Risikominimierung Verletzung der Software Licensing Compliance Open Source Lizenzbestimmungen Software Development Guidelines Unkontrollierter Einsatz Enterprise Architecture Governance von Open Source Software Quality Assessment Framework Support nicht gesichert Support Assessment Migration auf Integration Strategy Open Source misslingt29 Digitale Nachhaltigkeit und Open Government Data: Teil 1
  30. 30. Open Source Strategie für kohärentes VorgehenEntwicklung einer ganzheitlichen Open Source Strategie• Kohärentes Vorgehen, damit alle Massnahmen zur Nutzung der Vorteile und Risikominimierung auf einander abgestimmt sindMögliche Elemente einer Open Source Strategie• Beschreibung was ist Open Source Software• Nutzen und Risiken bezogen auf die Organisation• Generelle Richtlinien und Ziele zu Open Source Software• Berücksichtigung von Open Source Lösungen bei Software-Beschaffungen• Vorgaben bezüglich Open Source Lizenzen• Kriterien bei der Evaluation von Open Source Software• Regelung betreffend Freigabe von Open Source Software• Aus- und Weiterbildung bezüglich Open Source Technologien• Umsetzungsmassnahmen der Ziele: Studie, Pilotprojekte, Kompetenzstelle etc.30 Digitale Nachhaltigkeit und Open Government Data: Teil 1
  31. 31. Open Source im professionellen EinsatzDrei Einsatz-Szenarien für Open Source Software: 1. Einsatz ohne 2. Einsatz mit professionellem 3. Einsatz mit professionellem professionellem Support internen Support externen SupportSzenario Gratis herunterladen vom Interner Aufbau von Knowhow und Unterstützung durch einen externen Open Internet und so wie sie ist Ressourcen zu bestimmten Open Source Dienstleister um Open Source Software einsetzen Source Lösungen um diese intensiv und rasch zu intergrieren und anzupassen langfristig einzusetzenGeeignet für Nicht geschäftskritische Geschäftskritische Bereiche und Geschäftskritische Bereiche, in denen Bereiche Wettbewerbs-differenzierende unmittelbar vertieftes Knowhow der Software Technologien verfügbar sein mussZielgruppe Private, KMUs, Schulen, NGOs Grossunternehmen, öff. Verwaltung Grossunternehmen, öffentliche VerwaltungenVorteile  Niedrige Kosten  Hohe Flexibilität  Direkter Zugang zu OSS Entwickler  Rasche Umsetzung  Keine Anbieterabhängigkeiten  Weiterentwicklung auf Auftragsbasis  Auswahl verschiedener OSS Dienstleister  Vorteile gemäss Service Level AgreementNachteile  Kein garantierter Support  Hohe Investitionen und grosser  Externe Kosten durch Open Source  Keine Haftungsansprüche Zeitaufwand durch Knowhow-Aufbau Dienstleister  Interne Fixkosten (Mitarbeitende)  Gewisse Abhängigkeit zu Open Source  Keine Zertifizierungen für HW und SW DienstleisterRisiko und Hohes Risiko: Es bestehen Mittleres Risiko: Der Support hängt von Niedriges Risiko: Gewährleistung geschiehtAbsicherung keinerlei Support-Verträge Knowhow und Verfügbarkeit der gemäss Auftragsbeschreibung oder Service oder Garantien internen IT ab Level Agreement31 Digitale Nachhaltigkeit und Open Government Data: Teil 1
  32. 32. 5. Fazit, Ausblick und Diskussion
  33. 33. Föderalismus und Partizipation:Das Open Source Community-PrinzipVergleich Föderalismus mit Beispiele aus der PraxisOpen Source Prinzipien• Dezentrale Kontrolle: • Open Source Software des Kt. Waadt Kein Einzelner befielt • TENER zur Analyse des• Pluralismus: Energieverbrauchs, veröffentlicht Unterschiedliche Akteure unter der GPL der SIK• Faire Vertretung: • eForms als Weiterentwicklung von Repräsentanten werden gewählt Orbeon Forms• Freiwillige Partizipation: • ALM als Asset- und Liability- Niemand wird gezwungen Managementapplikation• Offene Mitwirkung: • Registerdaten-Lösung GERES Jeder kann mitmachen Closed-Owner-Community‘• Kultur des Teilens: • Datenanalyse-Framework ROOT Sozialer Ausgleich, entwickelt seit 1994 am CERN volkswirtschaftlicher Nutzen33 Digitale Nachhaltigkeit und Open Government Data: Teil 1
  34. 34. Danke für IhreAufmerksamkeit!Dr. Matthias StürmerSenior Advisor, Ernst & Young AGmatthias.stuermer@ch.ey.comMobile: +41 58 289 61 97

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