Was zeichnet die Führungskraft der Zukunft aus? Das eBook zur Blogparade

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Am 14. Mai 2012 riefen wir netmedianer zu einer neuen Blogparade aus und fragten: Was zeichnet die Führungskraft der Zukunft aus? …

Am 14. Mai 2012 riefen wir netmedianer zu einer neuen Blogparade aus und fragten: Was zeichnet die Führungskraft der Zukunft aus?

10 Blogger meldeten sich zu Wort und beschrieben, was sie von einer Führungskraft erwarten. Unter den Bloggern waren Angestellte, Freelancer und auch Schüler aus allen Themenbereichen.

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  • 1. Was zeichnet dieFührungskraft derZukunft aus? netmedia Blogparade
  • 2. Was zeichnet dieFührungskraftder Zukunft aus?
  • 3. Vorwort „Was Führungskräfte unbedingt lernen sollten? 
 Dass sie omnipräsent, aber abschaltbar sein sollen.“ -Karla (15), Schülerin Das Zitat trifft Sie in Ihrem Verständnis von Führung? Dann ist dieses E-Book genau das Richtige für Sie. Digitale Kommunikation verändert unsere Gesellschaft und unseren Arbeitsplatz auf dramatische Weise und stellt Manager vor neue Herausforderungen. Wie ändert sich die Rolle von Führungskräften in Unternehmen? Welche Bedeutung haben Motivation und Wertschätzung in der sozial vernetzten Arbeitswelt? In der Blogparade1 „Was zeichnet die Führungskraft der Zukunft aus?“ Bianca Gade
 haben sich Autoren diesen Fragen aus ganz verschiedenen Perspektiven gade@netmedia.de
 genähert. Herausgekommen ist eine breite Sicht auf die Qualifikation und @chiliconcharme das Selbstverständnis der Führungskräfte von morgen. Was die Beiträge auch zeigen: Die Welt der vernetzten Kommunikation ist für Mitarbeiter und Kunden heute schon Alltag - Zeit, dass sich auch unser Verständnis von Führung der sozialen vernetzen Welt anpasst. Tobias Mitter
 mitter@netmedia.de
 Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre und freuen uns über Ihre @tobiasmitter Kommentare und Gedanken zu dem Thema: www.netmedia.de 1 Begriffsklärung s. Glossar. ii
  • 4. Kapitel 1Innen-ansichtenUwe Hauck, Referent Online MarketingBoris Borchert, Spezialist für Social Marketing,Webtrends und RechtsthemenDirk Hellmuth, Trend- und InnovationscoachAstrid Christofori, Rechtsanwältin & MediatorinBen Bensen, Texter & KonzepterTobias Mitter, Consultant Soziale Vernetzung
  • 5. @bicyclistUwe HauckÜBER DEN AUTOR Die Führungskraft der Zukunft? Eine interessante Frage, sehe ich doch durch die Uwe Hauck hat zunehmende Verschmelzung von Beruf und Privat, oder wie ich es nenne die Work Computerlinguistik und Life Integration die klassischen Hierarchien verflachen. Für mich ist die Künstliche Intelligenz an Führungskraft der Zukunft zuallererst Coach, Berater, der sein Team unterstützt in der Universität der meist selbständigen Erledigung ihrer Ziele. Denn für mich zeichnet sich für die Osnabrück studiert und arbeitet zur Zeit als Zukunft ein Bild ab, das viel mehr von Projektarbeit geprägt sein wird. In dem es Referent Online die typischen Teams immer seltener geben wird. Marketing bei einergroßen Bausparkasse. Er bezeichnet sich Bereits heute motiviere ich mich am besten selbst, in dem ich mich mit Aufgabennicht als Digital Native, sondern als frühen befasse, die mich begeistern, in dem ich in jeder neuen Herausforderung dieDigital Early Adopter. Chancen sehe, etwas auf die Beine zu stellen und mich durch meine Leistung zuIn seinem Blog sammelt er was er im Netz an beweisen. Der Präsenzgedanke des Mitarbeiters, der für seine Führungskraft stetsRelevantem, Interessantem und auch sichtbar und verfügbar ist, wird in der Zukunft immer mehr einer Situation weichen,Merkwürdigen auf seinen abendlichenSurfstreifzügen durchs Netz zu den in der wir verschiedenen “Herren” dienen und ggf. auch teilselbständig arbeiten.Themengebieten Gesellschaft, Kunst undTechnologie findet. Insofern ist die Rolle der Führung in der Zukunft mehr eine integrative, weniger eine überwachend kontrollierende. Die Führungskraft der Zukunft sorgt für einhttp://www.livingthefuture.de/ kommunikatives Umfeld, versucht, als Mediator und Coach zu agieren. Und ja, in bestimmten Arbeitsumfeldern wird der Bedarf an Führungskräften auch massiv sinken, wo sich Teams immer wieder neu anhand der Aufgabe zusammensetzen und der einzelne nicht mehr Teil eines Teams, sondern Teil einer Gruppe von Experten mit einer bestimmten Skillpalette ist. 4
  • 6. Motivation ist für mich schon immer nur dann wirklich positiv, Nochmal, die Führungskraft der Zukunft wird es noch geben, aberwenn sie intrinsisch, also aus der Person heraus kommt. Sei es, sie wird deutlich weniger führen und deutlich intensiver Coachen.weil sie die Möglichkeit bietet, die eigenen Fähigkeiten zu Ggf. gar zum Wohle des Mitarbeiters auch mal darauf achten,präsentieren, sei es, weil sie zu Erfolgserlebnissen führt. Geld und dass nicht zu viel gearbeitet wird. Denn meiner Ansicht nachSachwerte können maximal die sozial absichernde Basis bieten. besteht bei Modellen wie der Vertrauensarbeitszeit das grössere Problem nicht in der Ausbeutung der Mitarbeiter durch dieAlles, was darüber hinaus geht, bedeutet für mich nicht Vorgesetzten (diese haben oft schon heute durchaus daszwangsweise ein mehr an Motivation. Dazu existiert auch ein Bewußtsein entwickelt, dass ein ausgebrannter Mitarbeiter auchwunderbares Video bei TED mit dem bezeichnenden Titel “What dem Unternehmen schadet) sondern vielmehr in der Ausbeutungreally motivates us”. der Mitarbeiter durch sich selbst. Denn wer in seiner ArbeitIch empfehle es jedem, der glaubt, nur alleine durch finanzielle aufgeht, wer hochmotiviert an neuen Lösungen arbeitet, tendiertAnreize könne man kreative, innovative Ergebnisse erzielen. viel zu leicht dazu, die Zeit zu vergessen und letztlich damit auchGerade mit der zunehmenden Zahl an Freiberuflern bzw. die eigene Gesundheit.Menschen, die nahe an einer freiberuflichen Arbeit agieren wirddie intrinsische Motivation aus sich selbst heraus immer wichtiger.Und auch bei der Frage, was Führungskräfte von sozialen Medienlernen können, ist eines ganz klar. Die Führungskraft der Zukunftmuss zum einen mit einem massiven Kontrollverlust leben(können), da sich ihre “Untergebenen” immer stärkeruntereinander und über Hierarchien und Teams hinweg vernetzenwerden. Aber wenn sie die Chancen nutzt und dieseVernetzungsmöglichkeiten selbst aktiv nutzt, kann sie Projektenwichtige Impulse geben, und durch Vernetzung schnellereLösungen und Optimierungen in der Zusammenarbeit initiieren. 5
  • 7. ImmobilienScout24Boris BorchertÜBER DEN AUTOR Die netmedianer haben zu einer Blogparade Boris hat 2007 im mit dem Thema Führungskraft der 
 Onlinemarketing als Gern beteilige ich mich an diesem Thema Redakteur bei und auch unser Personalchef Lars Schmidt Immobilienscout24 angefangen und wird in einem Statement auf die betreute bereits den Herausforderungen eingehen. Umzug von ImmobilienScout24 in Die Frage ist eigentlich, warum einedie jetzige Location in der Andreasstraße mit Führungskraft in der Zukunft anders seineinem Umzugsblog. sollte als derzeit. Ich glaube, dass wir beiEr ist Spezialist für Social Marketing, ImmobilienScout24 glücklicherweise bereits in dieser Zukunft arbeiten.Webtrends und Rechtsthemen. Borisverantwortet das Unternehmensblog von Für mich ist eine zukunftsorientierte Führungskraft eine Person, die bereits bei derImmobilienScount24 als Chefredakteur. Auswahl eigener Mitarbeiter darauf achtet, dass diese eine hohe Expertisehttp://blog.immobilienscout24.de mitbringen und sich gut ins vorhandene Team einfügen.
 Sie ist sich nicht zu schade, Mitarbeiter einzustellen, die besser als sie selbst sein könnten um die Leistung des gesamten Teams zu steigern.
 Die Führungskraft ist ein starker Motivator, die eigene Leistung der Mitarbeiter zu verbessern. Das gelingt unter anderem durch gutes Feedback zur gezeigten Leistung. Es werden Möglichkeiten erdacht, wie der einzelne Mitarbeiter durch Weiterbildung und Übernahme verantwortungsvoller Projekte seine Arbeit in Wert und Leistung weiter optimieren kann.
 6
  • 8. Die Führungskraft der Zukunft sieht eine angemessene Bezahlungebenso als selbstverständlich an  wie eine gesunde „Work-LifeBalance“.
Bei Konflikten innerhalb des Teams agiert sie als Mediator.Ich habe unserem Personalchef Lars Schmidt auch noch umseine Sichtweise zur  Führungskraft der Zukunft gebeten und erwar so freundlich, sie mir mitzuteilen:„Die Führungskraft der Zukunft muss noch viel mehr als heutelernen, „loszulassen“. Anders kann das Ziel Menschen in cross-funktionalen Teams ihr Wissen kreativ miteinander einzusetzen,nicht effektiv erreicht werden.Während die Führungskraft in klassischen Managementansätzenvornehmlich mit Zielvorgaben und –kontrollen beschäftigt ist,erweitert sich das Anforderungsspektrum an sie zukünftig sehrstark in Richtung einer Coaching-Rolle zur Entwicklung vonSelbstorganisations-Skills und Innovationsfähigkeit derMitarbeiter.Führungskräfte mit ausgeprägten Motivations- undBegeisterungsfähigkeiten waren schon immer erfolgreicher alsemotionsfreie Befehlsgeber. Doch zukünftig wird die erfolgreicheAnwendung dieser Eigenschaften zur zwingendenGrundvoraussetzung anstatt nur das Sahnehäubchendarzustellen, welches gute von sehr guten Managernunterscheidet.“ 7
  • 9. @dhellmuthDirk HellmuthÜBER DEN AUTOR Dieser Blog-Post ist ein Beitrag zur neuen Blog-Parade, zu der Bianca Gründer von Gade (@chiliconcharme) eingeladen hat. Das Thema Leadership 2.0 ist sehr trends2move e.K. spannend, so dass ich der Einladung gerne folge, um meine Sicht auf die Überzeugter "Anders Notwendigkeit und die Chancen einer neuen Führungskultur zu schildern. Denker", hinterfragt gerne ("warum machen Beginnen möchte ich meine Darstellungen mit einer Herleitung, warum wir das so?"), überzeugter Enterprise Unternehmen eine neue “2.0″ Kultur und Organisation (= Social Enterprise) 2.0-Förderer, Social entwickeln müssen, um dann auf die Rolle der Führungskräfte innerhalb der “2.0″ Media & Web 2.0 affin, Organisation einzugehen.und hat Spaß daran, neue Ideen und Konzeptegemeinsam mit Gleichgesinnten zu erdenken,zu testen und einzuführen. Außerdem Fußball- Das Social Enterprise: Warum Unternehmen eine neueAnhänger (1.FC Köln & FC Barcelona) Kultur und Führung brauchen Als Trend- und Innovationscoach beschäftige ich mich intensiv mit starken gesellschaftlichen und technologischen Trends. Dabei höre ich oftmals von Unternehmern und Führungskräften, dass diese  ganze “2.0-Geschichte”, die durch das Web2.0 forcierte Entwicklung hin zu Vernetzung, Collaboration,Transparenz und Mitwirkung, nur ein Hype ist, der irgendwann wieder vorüber geht. Ich sehe das anders - denn es gibt starke Trend-Indikatoren, die für den Weg zum Social Enterprise sprechen: 1. unsere Gesellschaft entwickelt sich von einer Industrie- zu einer Wissensgesellschaft. Unternehmen, die in der Wissensgesellschaft erfolgreich sein 8
  • 10. wollen, brauchen die Kreativität Ihrer Mitarbeiter. Menschen sind Verknüpft man diese Trends und leitet daraus eine idealedann kreativ, wenn sie ihre individuellen Wohlfühlbedingungen Unternehmensorganisation ab, erhält man ein Unternehmen, invorfinden und ihre Motivationsfaktoren bedient werden dem2. der demographische Wandel bringt hat einen immer stärker • die Mitarbeiter als wichtigste Wertschöpfungsfaktoren imwerdenden Fachkräftemangel zur Folge. Der Wettbewerb um gute Vordergrund stehenMitarbeiter wird immer stärker und eine Bedienung der • deren individuelle Bedürfnisse (Flexibilität in Arbeitsort und Zeit,individuellen Motivationsfaktoren wird zum entscheidenden Stärken, intrinsische Motivationen …) berücksichtigt werdenKriterium der Arbeitgeberwahl • organisatorische Rahmenbedingungen geschaffen werden, in3. in der Gesellschaft ist eine Werteentwicklung erkennbar. Unter denen sich die Menschen wohl fühlen, gerne arbeiten undanderem getrieben durch das Web2.0 gewinnen Werte wie dadurch kreativ, motiviert und loyal sindVertrauen, Transparenz und Mitwirkung wieder an Bedeutung.Diese Werte werden zu Motivationsfaktoren bei der • den Menschen Vertrauen entgegengebracht wird, indemArbeitgeberwahl Informationen sehr transparent fließen (z.B. über Web2.0 Werkzeuge wie Blogs, Wikis, …)4. das Social Web wird immer stärker ein fester Teil unseresAlltags und ist nicht mehr wegzudenken. Sein Erfolg erklärt sich • der freie und direkte Austausch von Meinungen und Mitwirkungdaraus, dass es die Grundbedürfnisse der Menschen nach gezielt gefördert wirdKommunikation, Beziehung und Anerkennung unterstützt. Derfreie, unkontrollierte Informationsaustausch sorgt dafür, das • sich das Wissen der Menschen durch den freien AustauschMenschen ihren intrinsischen Motivationen folgend verknüpft und dadurch Optimierungen und InnovationenWertschöpfung betreiben (OpenSource, Wikipedia) – die entstehen könnenEntlohnung ist Anerkennung, Beziehung und Kommunikation, Dies ist die Idee des Social Enterprise, einer Unternehmenskulturnicht Geld. Hier liegen immense Chancen für Unternehmen! und -organisation, die sich dadurch von klassischen Unternehmensorganisationen abhebt, dass sie den Menschen als Individuum, mit seinen Stärken und Schwächen in den 9
  • 11. Vordergrund stellt, nicht den Produktions-Prozess und dessen Führungskräfte ist es, diese Rahmenbedingungen für dieKontrolle. Ein Unternehmen, indem z.B. der Mitarbeiter, der erst Mitarbeiter zu schaffen.ab mittags wirklich produktiv sein kann, auch erst ab mittags Dazu bedarf es im ersten Schritt eines neuen Verständnisses derarbeitet (dann aber die besten Ergebnisse bringt) und nicht zum Führungsaufgabe: War es bisher das Hauptziel, ProzesseDienstbeginn um 9 Uhr im Büro gezwungen wird. Ein vorzugeben und zu kontrollieren, damit ein Ergebnis X erreichtUnternehmen, in dem Informations-Transparenz dafür sorgt, das wird, hat die Führungskraft 2.0 die Hauptaufgabe,die Mitarbeiter nicht Gerüchte in der Küche verbreiten (mit dieBedingungen zu schaffen, das die Menschen im Team dieoftmals negativen Folgen für die Motivation) sondern wichtige bestmögliche Leistung bringen können und wollen und dies so zuThemen gemeinsam mit der Führung im Blog diskutieren und an moderieren, das am Ende die besten Ergebnisse erzielt werden.Entscheidungen mitwirken können. Aus diesem neuen Führungsverständnis leiten sich die beidenDies führt dazu, das die Menschen sich wohl fühlen – und sie Kernaspekte der Leadership 2.0 ab:“danken” es dem Unternehmen mit Kreativität, guten Leistungenund auch Loyalität – und sorgen somit dafür, das das • Bedingungen schaffen statt Vorgaben machenUnternehmen dauerhaft erfolgreich ist. • moderieren statt kontrollierenDas Social Enterprise (oder Enterprise 2.0) löst einige Grundsätzeder klassischen Unternehmensführung auf, die stark auf Denn seien wir mal ehrlich: wer von uns fühlt sich gut, wenn erHierarchie und Kontrolle aufgebaut ist. Die Führungskräfte sind kontrolliert wird? Wer von uns bringt gute Leistungen, wenn eres, welche die Rahmenbedingungen im Unternehmen schaffen – nach Vorgaben arbeiten muss, obwohl er weiß, das er es aufund sie sind somit gefordert, neue Führungsmethoden zu leben – einem anderen Weg besser könnte? Sind das Bedingungen, diedie Leadership 2.0! unsere Motivation und Kreativität, die die Unternehmen so dringend brauchen, fördern? Ich denke, die Frage beantwortetLeadership 2.0 - was zeichnet die sich von selbst…Führungskraft der Zukunft aus? Die Führungskraft 2.0 wird weiterhin verantwortlich für die Team-Der Kern der Social Enterprise Idee ist, Rahmenbedingungen zu Ergebnisse sein – nur der Weg dahin ist ein anderer, einer der dieschaffen, in denen die Menschen (=Mitarbeiter) bestmöglich Menschen viel besser motiviert und dadurch bessere Ergebnissemotiviert sind und kreativ sein können. Die Aufgabe der 10
  • 12. hervorbringt. Dies bedingt, das die Führungskraft seinen Fokus Motivationsfaktoren zu erkennen, ihnen ihre individuellenverändert – weg vom Prozess, hin zum Menschen. Sie gibt nicht Wohlfühl-Bedingungen zu schaffen.mehr den Ablauf vor und kontrolliert kleinteilig ob die Mitarbeiter Ein transparenter, direkter, nicht durch Hierarchie-Filter begrenzterdas “richtig” machen (und demotiviert damit viele Mitarbeiter) – Informationsfluss im Unternehmen und die Möglichkeit dessie gibt das Ziel vor und motiviert das Team, dieses Ziel offenen Austauschs über die Team-Grenzen hinweg kann hiergemeinsam zu erreichen – und zwar auf dem Weg, den die sehr förderlich sein, denn Menschen kommunizieren bekanntlichMenschen im Team mit ihren individuellen Merkmalen als den gerne und pflegen Beziehungen – und oftmals findet man neueBesten betrachten. So sind z.B. manche Menschen sehr Impulse und Lösungen an Stellen und bei Mitarbeitern, die einegewissenhaft und detailverliebt, während andere eher die Vision ganz andere Aufgabe und Sichtweise haben.haben und andere davon begeistern können, aber bei Details Informationstransparenz ist ein Zeichen von Vertrauen, undschnell gelangweilt sind. Und während man bisher alle Mitarbeiter Vertrauen in die Mitarbeiter ist ein absoluter Motivationsfaktor.in ein Prozess-Raster presste (und damit niemanden gerecht Und Führungskräfte, die Vertrauen geben und sich Vertrauen derwurde), so ist es die Aufgabe der Führungskraft 2.0, das Team so Mitarbeiter durch Authentizität, Empathie und Zuverlässigkeitzu moderieren, dass die Menschen ihre Stärken einbringen “verdienen”, sind ein Motivationsfaktor!können und sich daraus das bestmögliche Ergebniszusammensetzt. Denn für wen arbeiten wir lieber: Für den Chef, der sagt “ja stimmt, der Weg ist nicht ideal,   versuch den Weg den duDamit werden an die Führungskraft 2.0 neue Anforderungen vorschlägst und komm auf mich zu, wenn du Unterstützunggestellt. Es sind nicht mehr Prozess-KnowHow und Fachkenntnis, benötigst” oder für denjenigen, der sagt “So ist der Prozess,die sie zur Führungskraft “qualifizieren” – es sind vielmehr Soft- halten sie sich daran und ich erwarte bis morgen 12 Uhr IhrenSkills wie Empathie, Authentizität und Kommunikation. Dazu Bericht!” ?gehört auch, nicht mehr zwanghaft “der Beste” sein zu wollen,sondern derjenige, der die Aufgabe hat, für Bedingungen zu Fazitsorgen und die Menschen im Team so anzuleiten, das sie das Zum Abschluss möchte ich die Kernpunkte, warum ich überzeugtbeste Ergebnis erzielen. Dafür braucht es die Fähigkeit, auf die bin, das Unternehmen Social Enterprise und damit aucheinzelnen Menschen einzugehen, ihre Stärken, Schwächen und Leadership 2.0 brauchen, noch einmal zusammenfassen: 11
  • 13. • klassische Unternehmensorganisationen (“1.0″) berücksichtigen bekam. Für die eigene Persönlichkeitsentwicklung gibt es m. E. die individuellen Motivationsfaktoren der Mitarbeiter nicht keinen besseren Ansatz. ausreichend, weil sie Prozesse und Kontrolle in den Ich suche immer noch nach dem Knopf der ein Klicken bei Vordergrund stellen, in denen der Mitarbeiter “funktionieren” Führungskräften, die nach altem Schema führen, auslösen kann. muss Vielleicht wäre hier eine kleiner Beitrag interessant wie der• für Unternehmen, die in unserer Wissensgesellschaft nachhaltig Mitarbeiter die Unternehmenskultur positiv beeinflussen kann. erfolgreich sein wollen, sind motivierte, kreative und loyale Viele Grüße
 Mitarbeiter der Erfolgsfaktor Nr. 1 Kai• Unternehmen steigern die Kreativität, Motivation und Loyalität der Mitarbeiter, wenn sie die Menschen in den Mittelpunkt der Organisation stellen und sich zum Social Enterprise entwickeln Hallo Kai,• Ein neues Führungsverständnis “Leadership 2.0″ als ein danke für das Feedback! Ich denke, als Mitarbeiter kannst man zentrales, unverzichtbares Element des Social Enterprise – es indirekt einiges dafür tun, das sich die Führungskultur (und damit bringt das Social Enterprise zum Leben einhergehend die Unternehmenskultur) ändert, z.B.
 - bei Aufgaben, die dir gestellt werden, Vorschläge machen, wieWie ist Ihre Meinung dazu? Ich freue mich über Kommentare, du sie im “2.0-Stil” lösen möchtest und die EigenverantwortungKritik und Anregungen auf allen Kanälen. bewusst einfordern und zeigen
Kommentare - Transparenz in deinen Themen schaffen, Wissen teilen, dieHallo Dirk, daraus entstandenen Vorteile deutlich machen und “vermarkten”
 - für die Idee des Social Enterprise immer wieder werben, indeminteressanter Artikel, den ich nur bestätigen kann. Ich hatte in du die Vorteile aufzeigst bzw. konstruktive Kritik übst, wenn etwasmeiner beruflichen Laufbahn bisher zwei Vorgesetzte, die so aufgrund des “1.0 Stils” nicht gut funktioniert hat (weil z.B. nichtunterwegs waren (und mit ziemlicher Sicherheit noch so alle Beteiligten den gleichen Informationsstand hatten)unterwegs sind), lange bevor das Kind den Namen Enterprise 2.0 12
  • 14. Der Weg zum Social Enterprise ist primär dadurch bestimmt, dasdie Menschen ihre Gewohnheiten und Denkweisen ändernmüssen. Menschen ändern sich von Natur aus langsam – manbraucht viel Durchhaltevermögen und muss immer wieder daraufhinweisen, die Vorteile darstellen usw.Und ich denke, dass du ein einer Umgebung arbeitest, die daschon sehr weit und offen ist. 13
  • 15. @A_ChristoforiAstrid Christofori und Gabi GojowskyÜBER DIE AUTORIN In den letzten zwei Jahren haben wir uns in einer Mediationsausbildung (Mediation Astrid Christofori und Konfliktmanagement in Wirtschaft und Arbeitswelt) ausführlich mit vielen wurde 1969 in Schwelm Themen rund um das Arbeitsleben und eben auch mit dem Thema Führung geboren und lebt seit beschäftigt. 1974 – mit Unterbrechungen – in Bei Diskussionen in unserer Lerngruppe haben wir immer wieder intensiv Wuppertal. Dort hat sie diskutiert, da gerade im Zusammenhang mit der Bearbeitung von Konflikten das sich 1997 als Rechtsanwältin Thema “Führung” spannend ist. So beschlossen wir, uns an der Blogparade von selbständig gemacht. netmedia zu beteiligen. Eigentlich könnte ja alles ganz einfach sein: Ein bisschenAls Rechtsanwältin und Mediatorin berät und mehr Vertrauen in die Mitarbeiter, etwas mehr Teamarbeit und schon “fluppt” es.unterstützt Sie Menschen und Unternehmen Aber: ist das wirklich so?in vertrags- und wirtschaftsrechtlichenFragen. 1. Was ist überhaupt “Führung”?http://www.kooperationsblog.de Es ist schwierig über Führung zu sprechen, ohne dass wir vorher klären, was wir unter Führung verstehen. Grundsätzlich umfasst der Begriff Führung sowohl den Bereich der Unternehmensführung als auch den Bereich der Personalführung.
 In beiden Bereichen geht es um die “zielorientierte Gestaltung”.
 http://www.utb-stuttgart.de/1082_Einleitung.pdf Wir werden uns in diesem Blogbeitrag mit dem Aspekt Personalführung beschäftigen. In diesem Bereich wird die zielorientierte Gestaltung oft auch als 14
  • 16. zielorientierte “Beeinflussung” bezeichnet, ein wichtiges Ziel Seminare besucht und die neueste Fachliteratur zum Themadabei ist, die Mitarbeiter zu motivieren. „Führung“ gelesen haben.2. Der “passende” Führungsstil? 3. Was ist denn wirklich wichtig für eine gute und zeitgemässe Mitarbeiterführung ?Im Laufe der Zeit haben sich viele unterschiedlicheFührungsmodelle entwickelt. Dabei können wir von zwei völlig Wir können hier natürlich nicht in die Tiefe gehen, aber wirunterschiedlichen “Basismodellen” ausgehen – einem autoritären glauben, dass folgende Aspekte von Bedeutung sind.Führungsstil und einem kooperativen Führungsstil. Viele a. Führungsbeziehung
Menschen – ob in der Rolle als Mitarbeiter oder Vorgesetzter – Führung findet immer in “Beziehungen” statt – der Beziehungkennen aus dem Berufsleben Situationen, in denen das Verhalten zwischen der Führungskraft und dem Unternehmen, derder jeweils “anderen” alles andere als “kooperativ” daherkommt.
 Beziehung zwischen den Mitarbeitern und dem Unternehmen undBeispielsweise bei der Termin- und Urlaubsplanung oder dem zwischen der Führungskraft und den Mitarbeitern. Sowohl diealtbekannten “Machtwort” nehmen viele Menschen die Führungskraft als auch die Mitarbeiter müssen sich bewusstFührungskraft als “Hierarchie-Mensch” wahr, der/die seine/ihre machen, daß sie mit ihrem Verhalten die Beziehungen miteinanderberuflichen oder auch ganz persönlichen Interessen gestalten – mal in positiver Richtung, mal in negativer Richtung.“durchdrückt”. Alles, was wir tun, wirkt sich auf diese Beziehungen aus.
Natürlich kann eine – unreflektierte (und damit ggfs. unpassende) Wenn wir – wegen eines (nicht nachvollziehbaren) Machtwortes— Verwendung des autoritären Führungsstils langfristig negative verärgert sind, arbeiten wir weniger gut, als wenn wir eineAuswirkungen haben, z.B.: Frustration, unzureichende Entscheidung nachvollziehen können. Aber auch unsere ReaktionArbeitsergebnisse, Unfrieden im Team, innere Kündigung und auf ein Machtwort beeinflusst die Beziehung – fragen wir nachsogar Krankheit. http://www.berufsstrategie.de/bewerbung- einer Begründung, ärgern wir uns still oder werden wir sogar laut?karriere-soft-skills/fuehrung-autoritaerer-fuehrungsstil.php b. Gelebte Unternehmenskultur
Andererseits haben wir den Eindruck, dass viele Vorgesetzte und Welche Werte werden in Ihrem Unternehmen gelebt? Wie ist derUnternehmen heute der Überzeugung sind, bereits einen “normale” Umgangston? Wesentlich ist dabei nicht, was in denkooperativen Führungsstil zu pflegen, wenn sie entsprechende Unterlagen des Unternehmens steht oder als Image nach aussen getragen wird, sondern zu betrachten, was wir im Arbeitsalltag 15
  • 17. wahrnehmen können – gerade auch in stressigen Situationen. 4. Wege zum Wandel?Herrscht eine Atmosphäre, die von Vertrauen und Respekt Oft verspüren sowohl Mitarbeiter als Führungskräfte diegetragen wird? Oder ist es “anders”? Dazu passt auch dieser Notwendigkeit einer Veränderung aufgrund von eigenen – alsaktuelle Artikel. existentiell wahrgenommenen – Krisen. Dies kann eine Trennung, ein Verlust von Angehörigen, eine Erkrankung oder auch einc. Haltung der Mitarbeiter
 Gefühl der Überlastung sein. Gerade in der Zusammenarbeit mitJeder Mensch hat in seinem Leben schon viele Erfahrungen (externen) Beratern stellen Führungskräfte bzw. Mitarbeiter danngemacht – mit Führungskräften, mit Unternehmen und mit oft bestimmte eigene “Reaktionsmuster” fest und erleben sichKollegen. Diese guten und schlechten Erfahrungen bringt er an und ihre Bedürfnisse plötzlich ganz anders.seinen Arbeitsplatz mit. Daraus ergeben sich dann sehrunterschiedliche Einstellungen und Bedürfnisse der Mitarbeiter Doch auch ohne Krise können wir Menschen uns immerz.B. auch im Hinblick auf ihre Rolle. Während manche Mitarbeiter verändern. Dies setzt voraus, daß wir selber die Veränderungsehr aktiv an der Entwicklung ihres Bereiches mitarbeiten wollen wollen. Der offene und ehrliche Blick auf unser Verhalten – z.B.und Vertrauen und Respekt offensiv einfordern, gibt es andere gegenüber Mitarbeitern – ist dabei sehr wichtig. Alleine könnenMitarbeiter, die Beteiligung bzw. gefragt zu werden eher als Bürde wir aber oft nicht feststellen, warum es immer wieder hakt. Dieempfinden und die klare Regelungen (und manchmal sogar Begleitung durch externe Berater (z.B. durch ein Coaching) kannAnweisungen) bevorzugen. bei der Entdeckung der eigenen Landkarte sehr wertvoll sein.d. Haltung der Führungskraft
 Unser Fazit:Unabhängig vom konkreten Führungsstil ist die Frage wichtig, mit Nur wer alle Kollegen und Mitarbeiter als gleichwertige Menschenwelcher grundsätzlichen Haltung die Führungskraft dem betrachtet und auch so behandelt wird angemessen führenUnternehmen und den Mitarbeitern gegenübertritt. Wovon ist das können. Wenn die gelebte Unternehmenskultur und die HaltungVerhältnis der Führungskraft zum Unternehmen und zu den der Führungskraft auf Respekt, Wertschätzung und VertrauenMitarbeitern geprägt? Respekt, Wertschätzung und Vertrauen basieren, ist eine echte kooperative Führung möglich. Darauskönnen nur langfristig aufgebaut werden. Gleichzeitig können können sich dann ungeahnte Entwicklungsmöglichkeiten für alleWidersprüche im Verhalten der Führungskraft (siehe Artikel oben) Beteiligten ergeben.zu einem langfristigen Verlust der Glaubwürdigkeit führen. 16
  • 18. @KommanichtPunktBen BensenÜBER DEN AUTOR Menschlichkeit + Geradlinigkeit = Führungskraft, oder: Ben Bensen kann vieles wie’s in den Wald hineinschallt… und eines besonders In der letzten Zeit werde ich immer wieder mit der Frage konfrontiert, wie wichtig gut: außergewöhnliche eigentlich die individuelle Leistung eines Mitarbeiters (oder in meinem Fall: eines Dinge zu den richtigen Menschen bringen. Und freiberuflichen Konzeptioners, Texters und Brainstormers) für ein Unternehmen ist, zwar genau dann, wenn bzw. welchen Unterschied ein motivierter und lernbereiter Mitarbeiter für sein sie danach suchen. Unternehmen langfristig machen kann. Und da sich die aktuelle Blogparade der„Ich bin fast wie Google. Aber wirklich nur netmedianer den Führungskräften der Zukunft widmet (und dies somit meinfast.“ Er bloggt unter zweiter Blogparaden-Beitrag generell sein wird), schlage ich nur zu gerne einehttp://kommanichtpunkt.wordpress.com Brücke zu diesen Fragen und setze mich hier damit auseinander, ohne zu sehr in Richtung “Zukunft” zu gehen – immerhin hat diese ja bereits angefangen. Also: Welchen Unterschied macht die Einzelleistung einer Führungskraft für ein Unternehmen? Ich möchte an dieser Stelle etwas grundlegendes vorweg nehmen, was man nur zu oft aus den Augen verliert: bei Führungskräften, Mitarbeitern, Vorgesetzten, Vorstandmitgliedern und Unternehmensführung reden wir immer von Titeln, Qualifikationen oder Machtpositionen, aber fast nie von Menschen. Letztlich sind es jedoch immer die Menschen, die ein Unternehmen als “Interessengemeinschaft”(*) definieren und tragen. Menschliche Bedürfnisse wie Sicherheit, Fairness, Um- bzw. Weitsicht oder Zuverlässigkeit sind Bedürfnisse, die 17
  • 19. sich jeder Mensch in allen Aspekten seines Lebens wünscht – Team so zusammen, dass sich fachliche Kompetenzen ergänzen,warum also nicht auch (oder gerade) in der Arbeitswelt? Als während der menschliche, gemeinschaftliche Zusammenhalt desFührungskraft sind dies die Werte, die man gegenüber seinen Teams durch die gemeinsame Aufgabe gestärkt wird. Ach ja, undMitarbeitern leben sollte; nicht (nur), weil es das Unternehmen klare Verhältnisse schaffen sie auch noch, wenn es um dievorschreibt, sondern weil man es sich von seinem eigenen Aufgabenverteilung anhand von Kernkompetenzen geht. KlingtVorgesetzten ebenfalls so wünschen würde. Es hilft ungemein, nach einem Theorie-Masterplan, oder? Klar. Theorie eben.wenn man selbst mal weisungsbefolgend war und so erkennt, Knackpunkt ist, dass man dies nur durch Erfahrung lernen kannwas die Bedürfnisse der Mitarbeiter sind, um zu erkennen, wie und nicht, in dem man Bücher liest oder einen VHS-Kurs besucht.man mit ihnen umgehen sollte. Wer seine Mitarbeiter fair Auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter individuell einzugehen, ohnebehandelt, seinen Worten Taten folgen lässt, keine Unterschiede das Unternehmensinteresse und die Interessen der anderenin Sachen Wertschätzung macht und sich menschlich und Mitarbeiter außer Acht zu lassen, ist eine große Kunst, die manverständnisvoll verhält, hat bereits die halbe Miete zur guten nur bedingt erlernen kann. Ich gehe sogar so weit zu behaupten,Führungskraft. Boni oder Belohnungen im Rahmen von Sonder- dass man über die Arbeit hinaus ein sensibles Gespür füroder Zusatzaufgaben funktionieren in diesem Zusammenhang Menschen und hohe soziale Kompetenz haben muss, um sich inmeines Erachtens nach nur bedingt und sind eher etwas wie diesem vermeintlichen Haifischbecken erfolgreich aufhalten zuzusätzliche, aber niemals primäre Motivation, um ein ganzes können.Team zu motivieren. Bei aller Theorie möchte ich an dieser Stelle ein praktischesIn einem detaillierten, optimalen Szenario bedeutet das, dass Beispiel bringen, um zu untermauern, dass für michFührungskräfte im Rahmen ihrer Tätigkeit sowohl fachliche “Menschlichkeit und Geradlinigkeit” als Führungsstil wirklichKompetenzen als auch sozialen Talente ihrer Mitarbeiter richtig funktionieren. Zugegebenermaßen entbehrt dieses Beispieleinschätzen und für alle Beteiligten gewinnbringend einsetzen, jeglicher Objektivität. Dennoch hoffe ich, dass Sie nachvollziehenbzw. koordinieren. Dennoch sollten sie den wirtschaftlichen Erfolg können, warum ich es für diesen Beitrag gewählt habe:des Unternehmens geradlinig verfolgen und sich ihr Team so In meiner sehr abwechslungsreichen Berufslaufbahn hatte ichzusammenstellen, dass Ideologie und Charakter zum Team einige Vorgesetzte, die ich auf den Mond hätte schießen wollen.passen. Zusätzlich erkennen und definieren wirklich gute Sie dachten wohl im Sinne des Unternehmens, erkannten aberFührungskräfte die Bedürfnisse des Teams, bzw. stellen sich ihr 18
  • 20. trotz diverser Mitarbeitergespräche nicht die Unzufriedenheit der sehr wohl der Chef ist, nach dessen Pfeife das Team zu tanzenMitarbeiter, bzw. taten diese als Begleiterscheinungen ab und hatte – auch, wenn es mal unangenehm wurde. Wie Sie sichhielten sich somit selbst den Rücken frei. Dies ist absolut vorstellen können, machten diese Attribute Herrn Becker beinachvollziehbar, standen diese Chefs teilweise unter enormen seinen Mitarbeitern entsprechend beliebt (und bei seinenDruck von “oben”, bzw. wussten sich nicht anders zu helfen, als Vorgesetzten gefürchtet), wenngleich beide Seiten ihnden Druck nach unten abzugeben. Dennoch gab es in einem respektierten. Seine Mitarbeiter und Kollegen wussten eben, dassMetallverarbeitungsunternehmen eine Führungskraft (nennen wir er auch absolut anders kann, wenn er das will – weitsichtig, wie erihn “Herr Becker”), die es verstand, seine Mitarbeiter im war, wollte er eben nur nicht.unternehmerischen Sinne zu motivieren und dennoch einen Warum ich das alles schreibe? Weil das Interessante an dergroßen Teil Menschlichkeit in das Arbeitsverhältnis einfließen zu Sache die Tatsache war, dass der eigentliche Arbeitsinhalt völliglassen. egal war und man trotzdem gerne zur Arbeit ging. ErfüllendeHerr Becker vermittelte seinen Mitarbeitern das Gefühl, nicht nur Tätigkeit? Fehlanzeige. Im Gegenteil: es war (zumindest in“einer von vielen”, sondern durch den persönlichen Einsatz meinem Fall) eher eine Helfer-Tätigkeit, die recht stupide war undinnerhalb seines Teams wichtig für den Erfolg des Unternehmens mich im Prinzip sogar unterforderte; weder eine Arbeit, die manzu sein, ohne besonders hervorgehoben werden zu müssen. Er sich als Hobby aussuchen würde, noch etwas, was man mitlegte großen Wert auf “seine Leute” und war für sie da, ohne sie großer persönlicher Genugtuung getan hätte. Als Mitarbeiter vondabei sprichwörtlich in Watte zu packen und hatte stets ein Herrn Becker hatte man trotzdem die Chance, die eigenen Talenteoffenes Ohr, wenn es um persönliche Belange ging. Natürlich an der richtigen Stelle ausspielen, um sich damit für größerestauchte er sein Team auch zusammen, wenn es nicht den klaren Aufgaben zu empfehlen. Und die bekam man auch, wenn manVorgaben entsprechend arbeitete oder es sich hängen ließ. Herr gut war. Mehr “Belohnung” brauchte es nicht. Letztlich war esBecker machte sich für seine Leute stark bzw. verteidigte es vor nicht die Arbeit, die toll war, sondern eher die Erkenntnis,seinen Vorgesetzten, wenn Kompetenz oder Arbeit in Frage wertgeschätzt und gefordert / gefördert zu werden. Geradegestellt wurden. Aufgrund seiner hohen fachlichen und sozialen deshalb mochte ich es sehr, für Herrn Becker zu arbeiten. UndKompetenz und seiner Persönlichkeit war er geradlinig und direkt, wer das schafft, ist eine gute Führungskraft. Oder würden Sie sichaber stets fair und korrekt. Er war gefühlt “einer von uns”, ohne acht Stunden täglich für schlechtes Gehalt für einedabei auch nur den leisesten Zweifel daran zu lassen, dass er unterfordernde Arbeit irgendwo hinstellen und hätten danach 19
  • 21. sogar noch Lust auf Überstunden? Eben. Das war nicht Verdienst was sowohl in die positive, als auch in die negative Richtungdes Unternehmens, sondern von Herrn Becker. Dass dies jedoch gehen kann. Je größer die Verantwortung der Führungskraft ist,für das Unternehmen mehr als gut war, können Sie sich umso mehr sind menschliche Werte wichtig für den Umgang mitvorstellen. Mitarbeitern und Vorgesetzten. Mit menschlichen Werten und korrektem Führungsstil erarbeitet man sich den Respekt seinerIn meiner jetzigen Tätigkeit als freiberuflicher Dienstleister habe Mitarbeiter, durch welchen man neben der wichtigen fachlichenich sehr viel dieser damaligen Arbeitseinstellung mit einfließen Qualifikation den Charakter der eigenen Arbeit und auch denlassen: Wenn ich Zusagen mache, sind diese verbindlich (also: Charakter des Unternehmens untermauert. Und Charakter ist das,Zuverlässigkeit und Sicherheit). Im Rahmen der mir vom Kunden was ein Unternehmen eben nicht nur kurzfristig, sondern auchzugeteilten Kompetenz treffe ich Entscheidungen immer im Sinne langfristig erfolgreich machen wird.des Kunden, ohne dabei die Interessen etwaiger Lieferanten wieDesignern oder Entwicklern zu vernachlässigen. Dabei bin ich Neben meinem Beitrag gibt es natürlich noch diverse andereentweder ein kompromisslos harter Hund oder eine helfende Beiträge der Blogparade, die sich mit dem Thema sicherlich völligHand, aber immer fair. Und da ich in dieser Situation sowohl anders auseinandersetzen. Gespannt auf diese BeiträgeAuftragnehmer (also: Mitarbeiter), als auch Auftraggeber (also: beschließe ich diesen Beitrag so förmlich, wie ich ihn begonnenVorgesetzter) bin, brauche ich meinen eigenen Stil und meine hatte und bedanke mich für’s Lesen – empfehlen Sie mich weiter!eigene Form von Begeisterungsfähigkeit, um über all die (*) Das Wort “Interessengemeinschaft” war hier übrigens bewusstInteressen der anderen Parteien hinaus meine eigenen Interessen gewählt. Im Prinzip gründet man oder arbeitet in einemund den Anspruch an meine Arbeit beizubehalten. Wenn das der Unternehmen aus dem Interesse heraus, vom wirtschaftlichenHerr Becker lesen würde, wäre er bestimmt stolz auf mich Ertrag leben zu können. Und so seltsam es sein mag:(wüsste aber, dass ich das noch besser kann – so isser halt, der Unternehmen unterscheiden sich oftmals dadurch, dass diesesHerr Becker). Grundinteresse entweder den kleinsten gemeinsamen NennerZusammenfassend und abschließend möchte ich wieder zu dem oder auch den größten gemeinsamen Teiler derzurückkehren, was ich eingangs schon hervorhob:
 Mitarbeiterinteressen darstellt.Die Einzelleistung einer Führungskraft in einem Unternehmen hatunmittelbare Auswirkungen auf den Erfolg des Unternehmens, 20
  • 22. @tobiasmitterTobias MitterÜBER DEN AUTOR Der Erfolg von Führungskräften wird meist über abstrakte finanzielle und operative Tobias Mitter hat Kennzahlen bewertet. Dabei wird übersehen, dass Führungskräfte daran zu Informations- messen sind, ob sie ihr Team dazu bringen, das Maximum zum wissenschaft an der Unternehmenserfolg beizutragen. Auch dafür gibt es bei vielen Mitarbeitern an Universität des unterschiedlichen Standorten unterschiedliche Werkzeuge, um Team-Enablement Saarlandes studiert und arbeitet seit 10 Jahren zu messen; vom 360°-Feedback über Assessment Centers bis zu mit Unternehmen am Mitarbeiterumfragen haben aber alle eines gemeinsam: sie geben der Arbeitsplatz der Zukunft. Führungskraft nur punktuelles Feedback. Reicht dies in volatilen Zeiten aus? WäreEr beschreibt die Chancen sozialerVernetzung im Unternehmen in seinen Blogs nicht vieles einfacher, wenn Manager Informationsdefizite, mangelnde oder falscheund ist dazu regelmäßig als Speaker und Fokussierung und Probleme in der Zusammenarbeit unmittelbar bemerken würdenPanelteilnehmer gefragt. statt Monate später?http://www.netmedia.de/ Dabei ist die Situation in vielen Unternehmen noch schlimmer: Die Kommunikation funktioniert nicht nur vom Team zur Führungskraft nicht, sondern auch umgekehrt. In unseren Analyseprojekten gibt es immer wieder den Moment, in dem die Ergebnisse der Führungskraft zeigen was für ein falsches Bild ihre Mitarbeiter - und auch die direkte nächste Ebene - von ihnen, ihren Zielen, Überzeugungen und Wissensstand haben. So ist wenig verwunderlich, dass bestimmte Informationen gar nicht mehr zur Führungskraft gelangen - das gut gemeinte Filtern verzerrt das Bild der echten Lage. 21
  • 23. Startups kennen diese Probleme nicht: Bei geringen Allen Börsen-Problemen eines Facebook zum Trotz: SozialeMitarbeiterzahlen ist der persönliche Kontakt und der permanente Vernetzung ist bereits ein fester Bestandteil dessen wie wir lebenAbgleich problemlos möglich. Sind Unternehmen ab einer und arbeiten. Es ist Zeit die taktischen Experimente zu beendengewissen Komplexität dazu verdammt diese Probleme - trotz aller und sich ernsthaft die Frage zu stellen, wo sie das eigeneManagementinstrumente - zu akzeptieren? Die Lösung wäre im Unternehmen voran bringen kann. Und was sich in den Köpfen,Grunde einfach: immer wieder Gespräche und Gesprächsmustern der Unternehmenskultur und im Arbeitsalltag dafür ändern muss.verfolgen können und sofort antworten und damit auch eingreifen Dies ist heute die Aufgabe der Führungskraft für die Zukunft deskönnen. Gibt es das nicht irgendwo schon? Aber ja: In sozialen Unternehmens.Netzwerken passiert genau das. Und der Zulauf dieserPlattformen zeigt dass ein ur-menschliches Bedürfnisangesprochen und ins global vernetzte Zeitalter gehoben wird.Davon müssen Unternehmen für ihre interne Zusammenarbeitlernen: Weil junge Mitarbeiter sich sonst in eine Steinzeit von“Zusammenarbeit” versetzt fühlen und innerlich kündigen odereinfach gehen. Und weil andere Unternehmen die Chance, involatilen Zeiten flexibler und klüger zu werden, nicht verstreichenlassen. Der Haken: Keine Checkliste oder Zertifizierung“implementiert” erfolgreiche soziale Vernetzung im Unternehmen.Es muss sich etwas in den Köpfen ändern - diese Aufgabe lässtsich nicht delegieren. Einfachen Heilsversprechen von Software-Anbietern, Social Media Plattformen, etc. sollte man daher mitgesunder Skepsis begegnen. Es gibt Methoden für einen klarenWeg zur sozialen Vernetzung - aber keine Blaupausen. 22
  • 24. Kapitel 2Außen-ansichtenKarla, SchülerinTina Krogull, TierpsychologinMario Hannecken, Informationsmanagement &Web-EntwicklerAstrid Christofori, Rechtsanwältin & Mediatorin
  • 25. @KarlaZwitschertKarlaÜBER DIE AUTORIN Zu mir: Ich bin die Karla, 15 Jahre alt, Schülerin eines Gymnasiums und mache Karla ist 15 Jahre alt, hier mit, weil ich mir für die Zukunft gute und kompetente Chefs wünsche. Und Schülerin und liebt den wer weiß, vielleicht ist einer von denen ja unter den Lesern? ^^ Frühling, ihre Freunde, shoppen, das Internet Als mein “Arbeitsumfeld” nehme ich einfach mal die Schule bzw. die und die Bloggerei, Buchhandlung, in der ich mal ein Praktikum gemacht habe (nur so am Rande – das London und Berlin, ist nicht zu empfehlen), einige der Situationen lassen sich sicherlich auf den Reisen an sich, Süßes, Skype, Musik, Bücher, “normalen” Arbeitsalltag übertragen.die Farbe Grün, Gerbera. Als motivierend empfinde ich es persönlich immer, wenn das, was ich mirSie bloggt seit mehr als vier Jahren und hatte ausgedacht habe, funktioniert bzw. richtig ist, egal, ob nun ich allein oder einebereits fünf verschiedene Blogs - und führttrotzdem ein „richtiges“ Leben. Gruppe das Lob dafür bekommt, solange mir bewusst ist, dass dieser Erfolg mir zu verdanken ist.http://dasgelbeschaf.wordpress.com Demotivierend sind gewisse Reden, die unsere Lehrer gerne und oft halten und die jeder kennen dürfte (á la “…und dann kommt noch dies, und dann kommt noch das, und das alles wird viiiieeel schwieriger als alles, was ihr bisher gemacht habt.”) Super. Uns allen ist bewusst, dass der Stoff schwieriger wird, aber es ständig unter die Nase gehalten zu bekommen, weckt bei einigen nur den Drang, langsamer zu arbeiten, um bei dem machbaren Stoff zu bleiben. Ebenfalls schrecklich ist unsere Lehrerin für Biologie. Von ihr hören wir jede Stunde, dass wer in Biologie nichts auf die Reihe bekommt auch im Studium und im 24
  • 26. Arbeitsleben nichts erreichen wird. Natürlich sind Mitosen nicht Wie schon gesagt sollte eine Führungskraft mit den Mitarbeiterndas, was in jedem Fachgebiet benötigt wird, aber wöchentlich arbeiten und sie nicht von oben herab beherrschen. Sie sollte dieseine misslungene Zukunft prophezeit zu bekommen, ist alles Aufgaben klar verteilen und auch darauf achten, bei wem welcheandere als motivierend. Talente liegen, anstatt wahllos mit Aufträgen um sich zu werfen. Läuft etwas schief, muss die Führungskraft unter UmständenWir bekommen von der Schule natürlich kein Geld und keine auch Fehler eingestehen. Ein Chef sollte die Mitarbeiter kennen,Autos, aber manchmal sind die Lehrer so nett uns eine zwar nicht ihr bester Freund sein, aber es sollte zumindest eineFreiarbeitsstunde, Filme oder Hausaufgabenfrei anzubieten, vertraute und vertrauenserweckende Atmosphäre herrschen. Einewobei mir letzteres am liebsten ist. Weil: Am “Arbeitsplatz” will ich Bekannte hat einmal von einem Grillfest, das ihr neuer Chefmeinen Job machen, meine Freizeit will ich selbst gestalten. Das veranstaltet hat, erzählt. Er war den Mitarbeitern erst suspekt undwird leider durch die Hausaufgaben oft eingeschränkt. Wir alle die Arbeit ging nicht mehr voran, aber nach dem Fest lief alleshaben verschiedene Hobbys und freiere Freizeitgestaltung ist aus besser und man kam gut mit einander aus. Das Team stärken,meiner Sicht eine bessere Belohnung als z.B. ein Film, den man you know?sich sonst nie angesehen hätte. Das Leben verläuft immer mehr online, das sollte mittlerweileKönnen Lehrer motivieren? Die meisten ganz klar nicht. Aber bekannt sein. Was Führungskräfte von ihnen unbedingt lerneneinige haben glücklicherweise ein Talent dafür, sich in soweit an sollten? Dass sie omnipräsent, aber abschaltbar sein sollen. Einihre eigene Schulzeit zu erinnern, als dass sie verstehen, wie sich Chef, der immer für einen da ist, aber sich nicht aufdrängt – dasSchüler fühlen. Wenn sie dann noch überzeugend mitteilen wärs doch.können, wo der Nutzen eines bestimmten Themas liegt, bin ichmeist um einiges motivierter als wenn ich davon ausgehen würde,dass ich den Stoff nach dem nächsten Test eh wieder vergessenkann. Soll heißen, eine Führungsperson sollte nicht von obenherab sondern aus der Mitte des Teams heraus vorgehen undnicht den Eindruck erwecken, die Mitarbeiter würden ein Projektnur zum Nutzen ihres Vorgesetzten erarbeiten. 25
  • 27. Abschnitt 2Tina KrogullÜBER DIE AUTORIN Wieder bin ich durch Bianca Gade von netmedia zu dieser Blogparade gekommen. Die engagierte Das Thema dieses Mal “Was zeichnet die Führungskraft der Zukunft aus?”. Tierschützerin bloggt in Ein paar Fragen, die als Vorlage dienen, versuche ich einfach mal zu beantworten: mehreren Blog und ist eine Stelle Dich kurz vor: Wer bist Du? Was machst Du? Aus welcher Perspektive leidenschaftliche schreibst Du? Und was reizt Dich daran an der Blogparade mitzumachen?
 Taucherin. Ich heiße Tina und bin seit ein paar Jahren in Nebentätigkeit – ehemalsSie bloggt (unter anderem) unter Webdesign, jetzt Katzenpsychologie – selbständig.
http://www.mis-cel-la-ne-ous.de/ Ich will versuchen sowohl aus der Mitarbeiterperspektive als auch aus der Selbständigkeitsperspektive zu schreiben.
 Diesen Blog hier – Miscellaneous – habe ich im letzten Jahr gestartet, weil ich an der ersten Blogparade teilnehmen wollte und meine Katzen-Blogs sich für das Thema nicht wirklich eignen. Welche persönlichen Situationen (z.B. aus Deinem Arbeitsumfeld) wurden als sehr motivierend, welche als sehr demotivierend empfunden?
 Als motivierend empfinde ich es in meiner jetzigen Tätigkeit als Katzenpsychologin, wenn ich Katzenhaltern und ihren Katzen bei “Missverständnissen” helfen kann.
 Als demotivierend empfinde ich Situationen, in denen mein Rat nicht akzeptiert wird, obwohl Rat und Hilfe von mir angefragt wurden. 26
  • 28. Wie wichtig sind Dir Belohnungen wie Karriere, Geld und Auto, Welche Rolle muss die Führungskraft einnehmen / was kann sieetc.?
 tun, um die Unternehmenskultur positiv zu beeinflussen?
Aus der Selbständigkeitsperspektive sind Karriere, Geld und Auto Eine Führungskraft sollte versuchen, die Mitarbeiter zu motivieren.in so fern wichtig, als dass alles irgendwie zum Lebensunterhalt Den Mitarbeitern zu helfen, sich zu entwickeln und auch Ideengehört.
 von Mitarbeitern aufgreifen und zusammen mit den MitarbeiternAus der Mitarbeiterperspektive ist es eine schöne und nach umzusetzen.außen sichtbare Belohnung, wenn man z. B. in den Genuss eines Was sollten Führungskräfte aus Deiner Sicht von sozialenFirmenwagens kommt. Das Geld “wächst” mit der Karriere. Ich Netzwerken im Internet unbedingt lernen?
denke, die meisten Mitarbeiter streben durchaus nach einer Das Wort “netzwerken” sagt schon viel aus. Es gibt passend dazuKarriere. Der ein oder andere legt sein Leben darauf aus in 10 den Spruch, dass jeder jeden um sechs Ecken kennt. Auch trifftJahren das und das erreicht zu haben. Aber natürlich gibt es auch man sich immer zweimal im Leben.Mitarbeiter, die sich in ihrem Job wohlfühlen und gar nicht mal sosehr hinterher sind die Leiter stark rauszuklettern. Die Motivation Aus meiner persönlichen Sicht zeichnet die Führungskraft derist bei jedem anders und auch denjenigen, die nicht die Zukunft aus, dass sie sich ihrer Position als Führungskraft bewußtKarriereleiter schnell raufklettern wollen, ist Respekt zu zollen, ist, aber trotzdem auf die Mitarbeiter eingeht und sie richtigden auch sie machen ihre Arbeit, sind ein Teil des Ganzen. motiviert und auch keine Angst davor hat, dass ein Mitarbeiter die Führungskraft ersetzen könnte.Wie kann Dich Deine Führungskraft motivieren? Z. B. um neueIdeen einzureichen, um neue Projekte anzugehen oder um Dichweiter zu bilden? Kann sie es überhaupt?
Mitarbeitermotivation ist bestimmt nicht einfach. DieFührungskraft muss sich dafür auf jeden Einzelnen einlassen unddie Stärken und Schwächen kennen, um die richtige Motivationzu finden. Haben Mitarbeiter einen gewissen Freiraum sich zuentwickeln, ist das eine Art von Motivation. Andere brauchensicher die Führung, um zu sehen, wie sie sich weiterentwickelnkönnten. 27
  • 29. @blariog_bcMario HanneckenÜBER DEN AUTOR Stelle Dich kurz vor: Wer bist Du? Was machst Du? Aus welcher Perspektive Nach dem Studium als schreibst Du? Und was reizt Dich daran an der Blogparade mitzumachen? Informationsmanager arbeitet Mario Wer ich bin? Mario H. Hannecken derzeit als Internet-Entwickler Was ich tue? Einen neuen Job im Projektmanagement suchen. (PHP, Typo3). Welche Perspektive? Vom nicht-führenden zum führenden Arbeitnehmer bewege Eigentlich aus ich mich mehr und mehr, wobei ich viele Jahre nicht geführt habe. Andererseits Ostfriesland lebt ernach einer Zwischenstation in Hannover seit mache ich gerade eine Fortbildung zum Projektmanager und dabei muss ich michkurzem in Oberbayern, München. freilich auch mit den Themen dieser Blogparade beschäftigen.Er bloggt unter http://www.blariog.net Warum mache ich hier mit? Weil ich Blogparaden mag. Weil ich Bianca mag Weil ich das Thema hochspannend finde. Welche persönlichen Situationen (z.B. aus Deinem Arbeitsumfeld) wurden als sehr motivierend, welche als sehr demotivierend empfunden? Wenn ich so an meine eigene Geschichte denke, fällt es mir relativ leicht, die Teile zu abstrahieren, die mich motivierten bzw. demotivierten. Motivation • Entscheidungen fällen (und ggf. auch vertreten) lassen 28
  • 30. • als Experten anerkennen Nicht, dass ich etwas dagegen hätte. Ich habe den Laptop schon häufiger mit nach Hause genommen, um noch etwas zuDemotivation erledigen, zu testen oder ähnliches. Man muss sich nur darüber• das Gegenteil vom obigen im Klaren sein, dass das Unternehmen einen Grund hat, diese Geräte auszugeben.• den Menschen nicht als solchen mit eigenen Interessen und Bedürfnissen anerkennen KarriereWie wichtig sind Dir Belohnungen wie Karriere, Geld und Da stellt sich die Frage, wie der Begriff verstanden werden soll.Auto, etc.? Wenn wir “Karriere” als bestpassendste Verantwortungserweiterung verstehen, ist das für mich perfekt.Geld/Bonus Ich weiß, es klingt ein wenig verschwurbelt, aber wenn Karriere nur der Weg nach oben ist, d.h. Personalverantwortung, dann istEin Arbeitgeber hat nichts zu verschenken, das sollte dem es nicht immer die beste Lösung. Jeder kennt Leute, die ExpertenMitarbeiter, der Mitarbeiterin klar sein. Der klassische Bonus ist sind, aber eben nicht führen können. Solche Leute solltenein Zeichen des Misstrauens: der Arbeitgeber denkt, der Fachverantwortung bekommen, also sich weiterbilden in demArbeitnehmer würde sich nicht richtig anstrengen für das normale Bereich, in dem sie Experten sind (1&1 z.B. sieht dieseGehalt und legt deshalb noch etwas drauf. Andererseits werden Möglichkeit explizit vor).Ziele manchmal eher hoch gesetzt, sodass der Arbeitnehmerversucht ist, Überstunden zu machen, um diese zu erreichen. Wie kann Dich Deine Führungskraft motivieren? Z. B. umÜberstunden werden normalerweise nicht bezahlt, sodass der neue Ideen einzureichen, um neue Projekte anzugehen oderBonus die Bezahlung bildet. um Dich weiter zu bilden? Kann sie es überhaupt?Laptop/Handy zur Privatnutzung Ein Dritter kann nicht motivieren, das kann der Betreffende nurWer lässt sein Firmenhandy nach Feierabend im Rollcontainer selbst. Aber man kann ein motivierendes Umfeld schaffen.
bzw. nimmt es nicht mit nach Hause? Ergo: warum gibt das Um an neue Ideen zu kommen, muss ein Arbeitgeber “nur” dafürUnternehmen Handys aus?
 sorgen, dass diese auch angenommen werden. Ich denke, dassBeim Laptop ist es das gleiche.
 den meisten Menschen die Prämie, die es bei einigen 29
  • 31. Unternehmen gibt, nicht so wichtig ist. Wichtiger ist, dass die Kündigung wegen Personalabbaus. (Ich möchte weder in derMenschen merken, dass sie ernst genommen werden, dass ihre Haut des Vorgesetzten noch in der des Untergebenen stecken.)Ideen ankommen, dass sie etwas bewegen können. KonklusionBei der Fortbildung ist es mit mir allerdings am einfachsten: wenn Ein Mitarbeiter wird in zwei Währungen bezahlt, mit der einenmein Arbeitgeber mir die Fortbildung zahlt, nehm ich auch Urlaub. sorgt er für sein Leben, mit der anderen für sein Wohlbefinden.Aktuell würde ich ganz gern IPMA 4-L-Q machen oder auch das Die eine wird in Euro berechnet, die andere inWertschätzung.V-Modell XT. Allerdings ist beides nicht gerade billig und da würdeich mir wünschen, dass mein Arbeitgeber mich da finanziell Die andere Seiteunterstützt. Selbstverständlich muss man sich diese Möglichkeiten auchWas sollten Führungskräfte aus Deiner Sicht von sozialen verdienen. Als ich ein Team führte, fragte ich bei ProblemenNetzwerken im Internet unbedingt lernen? (genauso wie ich es gelernt hatte) “warum ist das so? Ich möchte es nur verstehen” und bekam nie eine Antwort. Für mich war dasWenn man bedenkt, dass ich facebook erst vor kurzem den frustrierend, weil ich ja auch der Firmenleitung berichten musste.
Rücken gekehrt hatte, weil es mir zu oberflächlich war, fällt mir In diesem Sinne muss auch der “einfache” Arbeitnehmerdiese Frage sehr leicht: nicht oberflächlich sein. Wer die Frage bedenken, dass auch er eine Quelle der Motivation ist – für die“wie war dein Wochenende?” stellt, muss auch bereit sein, sich Kolleg_innen auf der gleichen Ebene, aber auch für diemit der Antwort zu beschäftigen. Und das kann eben auch Vorgesetzten.bedeuten, eine Entgegnung zu “meine Mutter ist gestorben” zufinden, die über ein geheucheltes “Beileid” hinausgeht.Des Weiteren sollten Führungskräfte sich nicht bei facebook mitihren Untergebenen befreunden bzw. es hierbei nicht übertreiben.Es gibt Grenzen zwischen Hierarchien, diese haben einen Sinnund sollten nicht unnötig eingerissen werden.Beispiel: gestern habe ich noch mit meinem Abteilungsleiter überein lustiges Video gewitzelt, heute überreicht er mir die 30
  • 32. @A_ChristoforiAstrid ChristoforiGedanken zum Thema 
 ich es verstanden – für die weitere Diskussion der“Ehrenamt und gute Führung” Vorgehensweise beim nächsten Treffen sein.Als Selbständige ohne Angestellte erlebe ich Führung meist aus Vor dem nächsten Treffen habe ich also ausführlich das Protokolleiner Betrachterperspektive und eher selten konkret auf mich des Treffens gelesen, für mich Begriffe geclustert, um siebezogen. Die Frage, was mich motiviert bzw. demotiviert, fiel möglichen Vorgehensweisen und Vor- und Nachteilen dieserdaher erst jetzt auf „fruchtbaren“ Boden. Denn: Ich bin gerade Vorgehensweisen zuzuordnen. Aber: als ich – aus meiner Sichtdemotiviert! Warum: weil auch ehrenamtliche Arbeit gute Führung gut vorbereitet – zu dem Treffen kam hing dort einebraucht. Tagesordnung, die dieses Thema überhaupt nicht ansprach. IchKonkret: Ich habe in den letzten Monaten aus Interesse am war verwirrt. Hatten wir nicht ausdrücklich beim letzten MalThema an ehrenamtlichen Treffen zum Thema Mediation besprochen, dass…?teilgenommen. Die Gruppe, die ich besuchte, ist anscheinend Glücklicherweise war ich in meiner Verwirrung nicht alleine… Sodabei sich neu zu finden bzw. zu organisieren. Eigentlich eine sprachen wir dann – zumindest einen Teil der Zeit – über diesestolle Chance für mich, mitzuarbeiten und mich einzubringen – für die Gruppe wichtige Thema. Ja, ich wagte mich sogar vor unddachte ich zumindest. bot an, dass wir die Tagesordnung für das nächste TreffenBeim ersten Treffen haben wir Erwartungen an die Gruppenarbeit gemeinsam erarbeiten (und ich dies koordiniere), um die allengesammelt – eine gute Vorgehensweise, die auch zu vielen Teilnehmern wichtigen Punkte anzusprechen. Dieser Vorschlaginteressanten Ideen und Ansätzen führte. Ich fühlte mich bei der wurde angenommen.Frage allerdings etwas überfordert, da ich die Gruppe gar nicht Gesagt, getan – ich habe kurz nach Erhalt des Protokolls einekannte und so Schwierigkeiten hatte, meine Erwartungen zu (wie ich finde) nette Email geschrieben, in dem ich alleformulieren. Die Sammlung sollte der Ausgangspunkt – so hatte 31
  • 33. Interessierten zur Mitarbeit an der Tagesordnung eingeladen Ja, sicher – man kann an diesen Punkten arbeiten und ich werdehabe. Um Vorschläge (ohne Namensnennung) zu sammeln habe gespannt verfolgen, wie die Gruppe sich entwickelt. Aber etwasich ein Etherpad eingerichtet. Ja, vielleicht war das des Neuen zu mehr „Kommunikation“ hätte aus meiner Sicht zu etwas wenigerviel… Aber: was dann passierte hat mich doch überrascht. Eine „Irritation“ geführt.Woche nach meinem Email erhielt ich eine Email des Vorstandes Jetzt werden Sie sich fragen, was das mit meinem Bedürfnis nachmit einer Tagesordnung im Entwurf. Ja, richtig – mit einer guter Führung zu tun hat. Viel – sogar viel mehr, als ichTagesordnung im Entwurf. Ich war – wieder mal – verwirrt. Sollte ursprünglich dachte. Dies ist mir allerdings erst klargeworden, alsnicht ich…? Das Protokoll des letzten Treffens behauptete ich diesen Blogbeitrag geschrieben habe:unverändert, dass ich diese Aufgabe übernommen hatte, aber…Und nein, das „Gruppenthema“ war wieder nicht auf der Führung ist die zielgerichtete Gestaltung. Gerade bei derTagesordnung. Können Sie sich vorstellen, wie ich mich in dem ehrenamtlichen Arbeit möchten wir gemeinsam das (hoffentlich)Moment fühlte? gemeinsame Ziel erreichen. Natürlich werden zu einem bestimmten Zeitpunkt Aufgaben und konkreteNun ja, dies ist nun ein paar Tage her und ich schnaube Verantwortlichkeiten „verteilt“ – z.B. durch die Wahl vonmittlerweile nicht mehr ganz so laut. Aber demotiviert bin ich Vorständen in Vereinen oder auch „nur“ durch die Festlegung, werschon irgendwie. Warum? sich um welche Bereiche bzw. um welche Aufgaben kümmert.• ich hätte mir eine kurze Begründung/Information zu der vom Eine rein „hierarchische“ Wahrnehmung dieser Ämter und Protokoll abweichenden Vorgehensweise gewünscht. Vielleicht Aufgaben (im Sinne von „ich bin hier der Chef“) mag in akuten Notfällen angemessen sein, sie führt aber im Normalfall nicht zur• ich fühle mich nicht ernst genommen begeisterten Mitarbeit aller Interessierten und zu einem Gefühl• ich fühle mich nicht auf Augenhöhe behandelt von Respekt und Vertrauen. Gerade die unter Mediatoren immer wieder angesprochene „Augenhöhe“ geht verloren, wenn• ich zögere jetzt, weitere Vorschläge zu unterbreiten („was, wenn Amtsträger/Verantwortliche ohne – nachvollziehbaren – Grund es wieder so läuft…“) gemeinsam getroffene Entscheidungen revidieren bzw. nicht umsetzen. Führt ein autoritärer Führungsstil schon im• mein Vertrauen in Beschlüsse und Protokolle der Gruppe ist unternehmerischen Bereich oft zu Frustration und Unfrieden im „etwas“ eingeschränkt… 32
  • 34. Team (s. Blogbeitrag), so sind die Auswirkungen imehrenamtlichen Bereich oft noch gravierender. Hier haben dieInteressierten nämlich – statt „Dienst nach Vorschrift“ zu leisten –auch die Möglichkeit, sich gar nicht mehr einzubringen oder nichtmehr zu den jeweiligen Treffen zu kommen. Wenig Engagementund hohe Fluktuation der Teilnehmenden können hier dielängerfristig sichtbaren Folgen sein, die bei allen –Verantwortlichen und Interessierten – zu großer Enttäuschung undauch Belastung führen. Gute Führung im Ehrenamt bedeutetnicht, dass alle Vorschläge angenommen und alle Ideenbegeistert verfolgt werden müssen – es erfordert aber Respektund Vertrauen gegenüber allen, die teilnehmen bzw. sicheinbringen. Dazu gehört meines Erachtens auch, dass von derGruppe geäußerte Anliegen (z.B. wichtige Themen) vorrangigbehandelt werden, damit die Gruppe gemeinsam erfolgreicharbeiten kann.Ich weiß, dass gute Führung – sowohl im unternehmerischenBereich als auch im Ehrenamt – schwierig ist und dass wir alleimmer wieder an diesem Thema arbeiten müssen. Ich wünschemir aber, dass ich in der gemeinsamen Arbeit Respekt, Vertrauenund den Umgang auf Augenhöhe erleben kann. Nur dann habeich das Vertrauen und die Motivation, selber Verantwortung fürdie gemeinsame Arbeit der Gruppe zu übernehmen. 33
  • 35. Zur Entstehungdieses E-Books Dieses E-Book ist im Rahmen einer Blogparade der netmedianer anlässlich des IOM Summit 2012 in Köln entstanden. Das IOM Summit ist die Konferenz zum Informations- und Organisationsmanagement mit dem Leitthema „Arbeitsplatz der Zukunft“ für 2012. Die netmedianer sind als Premium Partner in die Organisation und Programmgestaltung an der Konferenz beteiligt. xxxiv
  • 36. BlogparadeBei einer Blogparade lädt ein Blog-Betreiber die Leser des Blogs ein zu einem festgelegtenThema in ihren eigenen Blogs Beiträge zu veröffentlichen. Alle Veröffentlichungen werdenim Ursprungsblog der Blogparade festgehalten und nach Ende der Parade in einem neuenBlogbeitrag gelistet.Verwandte GlossarbegriffeBlogIndex Begriff suchen